[0001] Die Erfindung betrifft eine Fallblechanordnung einer Kettenwirkmaschine mit einem
Fallblech, das sich parallel zu einer Versatzrichtung erstreckt, und einem Fallblechantrieb,
der das Fallblech in einer Bewegungsrichtung senkrecht zur Versatzrichtung antreibt.
[0002] In einer Kettenwirkmaschine arbeiten, vereinfacht ausgedrückt, Wirknadeln und Legenadeln
zusammen, um Maschen einer Wirkware zu bilden. Die Wirknadeln sind dabei üblicherweise
in einer Reihe an einer Wirknadelbarre angeordnet. Die Legenadeln können an mehreren
Legenadelbarren angeordnet sein. Jede Legebarre trägt dann eine Reihe von Legenadeln.
Zur Maschenbildung müssen die Legenadeln gegenüber den Wirknadeln parallel zu der
Richtung der Reihe bewegt werden, in der die Legenadeln angeordnet sind. Diese Richtung
wird auch als "Versatzrichtung" bezeichnet. In einem weiteren Bewegungsabschnitt werden
die Legenadeln durch Gassen zwischen den Wirknadeln geführt. Danach schließt sich
erneut eine Bewegung in Versatzrichtung an, allerdings entgegen der ersten Bewegung
in Versatzrichtung. Die Legenadeln werden dann erneut durch Gassen zwischen Wirknadeln
geführt, wobei dies in der Regel andere Gassen als beim ersten Mal sind.
[0003] Bei bestimmten Musterungsvorgängen möchte man eine Maschenbildung vermeiden. Hierzu
wird ein Fallblech verwendet, das Fäden niederhält oder verlagert, die zu diesem Zeitpunkt
nicht für einen Maschenbildungsvorgang verwendet werden sollen. Dementsprechend muss
das Fallblech senkrecht zur Versatzrichtung bewegt werden können. Aus Gründen der
Einfachheit wird die Richtung, in der das Fallblech bewegt wird, als "Bewegungsrichtung"
bezeichnet. Diese Bewegungsrichtung kann in vielen Fällen etwa parallel zu der Richtung
verlaufen, in der die Wirknadeln bewegt werden.
[0004] Eine Fallblechanordnung einer Kettenwirkmaschine der eingangs genannten Art ist aus
DE 1 585 440 A bekannt. Hier ist das Fallblech an einer Fallblechbarre befestigt, die an Stangen
gehalten ist, die in einer Führung des Legebarren tragenden Gehänges geführt und von
an der Hauptwelle der Kettenwirkmaschine angebrachten Exzentern über eine mehrgliedrige
Hebelanordnung hin und her bewegt werden. Ein solcher Fallblechantrieb beinhaltet
große bewegte Massen und eine relativ komplizierte Anordnung mit vielen Hebeln. Ein
solcher Fallblechantrieb ist nur für Maschinengeschwindigkeiten der Kettenwirkmaschine
bis etwa 500 U/min der Hauptwelle brauchbar.
[0005] DE 66 06 595 U1 zeigt eine weitere Fallblechansteuerung, mit der die Bewegung des Fallblechs variiert
und, falls gewünscht, mustermäßig ausgestaltet werden kann. Dies wird dadurch erreicht,
dass ein Gelenkbolzen eines durch eine Exzenterwelle der Kettenwirkmaschine angetriebenen
Stößels an einem mit dem Fallblech in Verbindung stehenden Winkelhebel angreift. In
dem Winkelhebel ist der Stößel durch einen von einer Musterkette gesteuerten weiteren
Stößel verschiebbar.
[0006] Auch dies ergibt eine relativ komplizierte Hebelanordnung, mit der die Drehbewegung
der Hauptwelle unmittelbar in die schnelle Bewegung der Fallblechbarre in Bewegungsrichtung
umgewandelt werden kann. Dementsprechend wird ein relativ großer Raum gebraucht für
diese Teile, die darüber hinaus eine große Masse aufweisen.
[0007] DE 197 36 123 C1 zeigt eine weitere Lösung für eine Fallblechbarre. Hier ist in einem Gehänge, das
die Legebarren trägt, eine Zusatzwelle gelagert, die sich in Abhängigkeit von der
Hauptwelle dreht und die Steuerkurven trägt. Die Zusatzwelle ist über ein Getriebe
mechanisch mit der Hauptwelle verbunden. Die Fallblechbarre wird von den Steuerkurven
über eine Hebelbarre in Bewegungsrichtung bewegt. Die Bewegungssteuerung erfolgt dabei
über parallelogrammartig angeordnete Hebel, so dass eine lineare Bewegung der Fallblechbarre
in Bewegungsrichtung erzielt werden kann.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fallblechanordnung mit geringem Bauraum
zu realisieren.
[0009] Diese Aufgabe wird bei einer Fallblechanordnung der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, dass der Fallblechantrieb ein in Versatzrichtung bewegbares Antriebselement
aufweist, das über eine Umlenkanordnung auf das Fallblech wirkt.
[0010] Damit kann man eine relativ komplizierte Hebelübersetzung vermeiden, bei der mehrere
Hebel von der Hauptwelle der Kettenwirkmaschine angetrieben und verschwenkt werden
müssen. Erforderlich ist lediglich ein Antriebselement, das in Versatzrichtung bewegbar
ist. Eine Bewegung in Versatzrichtung wird bereits von den Legebarren durchgeführt,
so dass man durchaus einen vergleichbaren Antrieb für die Fallblechanordnung verwenden
kann. Die Umsetzung der Bewegung in Versatzrichtung in die Bewegung des Fallblechs
in Bewegungsrichtung erfolgt über die Umlenkanordnung, die aber, weil sie lediglich
eine einzige Bewegungsumlenkung durchführen muss, relativ klein und damit auch massearm
ausgebildet sein kann. Man kann das Fallblech ohne größeren Aufwand antreiben und
hohe Arbeitsgeschwindigkeiten ermöglichen. Auch ist eine variable Positionierung des
Fallblechs möglich, ähnlich der Befestigung einer Legebarre. In der Regel kann man
mit dieser Ausgestaltung mehrere Fallbleche verwenden und damit die Musterungsmöglichkeiten
der Kettenwirkmaschine erweitern. Vorzugsweise ist der Fallblechantrieb in Versatzrichtung
neben dem Fallblech angeordnet. Dies spart Bauraum. Darüber hinaus kann man auf bekannte
Antriebskonzepte zurückgreifen, wie sie von den Antrieben für Legebarren bekannt sind.
Wenn der Fallblechantrieb in Versatzrichtung neben dem Fallblech angeordnet ist, lassen
sich auch die Übertragungswege kurz halten.
[0011] Vorzugsweise weist das Fallblech eine Vorderseite und eine Rückseite auf und liegt
mit mindestens einer dieser beiden Seiten an einer Stützplatte an. Die Stützplatte
ermöglicht es, dass das Fallblech relativ dünn und damit massearm ausgebildet sein
kann. Eine Verformung des Fallblechs im Betrieb wird durch die Stützplatte erschwert
oder sogar verhindert.
[0012] Hierbei ist besonders bevorzugt, dass das Fallblech zwischen zwei Stützplatten angeordnet
ist oder eine Stützplatte zwischen zwei Fallblech-Trägerplatten angeordnet ist. Das
Fallblech ist also sandwichartig zwischen zwei Stützplatten aufgenommen oder es gibt
sich eine sandwichartige Konstruktion aus Stützplatte(n) und Fallblech-Trägerplatten.
Dadurch wird eine Verformung des Fallblechs in sich auch bei schnelleren Bewegungen
praktisch ausgeschlossen.
[0013] Bevorzugterweise weist die Umlenkanordnung eine Führungsbahn auf, in die das Fallblech
mit einem Eingriffselement eingreift. Wenn die Führungsbahn in Versatzrichtung bewegt
wird, dann wird das Eingriffselement entlang der Führungsbahn bewegt. Wenn man das
Fallblech in Versatzrichtung festhält, dann lässt sich mit der Führungsbahn eine einfache
Umsetzung der Bewegung in Versatzrichtung in eine Bewegung in Bewegungsrichtung erreichen.
[0014] Vorzugsweise weist das Eingriffselement eine Rolle auf, die in der Führungsbahn geführt
ist. Durch die Rolle, die drehbar beispielsweise auf einem Zapfen gelagert sein kann,
lässt sich die Reibung zwischen dem Eingriffselement und der Führungsbahn auf einem
sehr geringen Niveau halten.
[0015] Hierbei ist bevorzugt, dass das Eingriffselement in Bewegungsrichtung in der oberen
Hälfte des Fallblechs angeordnet ist. Damit lässt sich ermöglichen, dass das Fallblech
trotz des Zusammenwirkens mit der Führungsbahn weit genug in Richtung auf die Wirknadeln
verlagert werden kann, um die gewünschte Funktion zu erfüllen. Dennoch ist ein vergrößerter
Bauraum nicht erforderlich.
[0016] Vorzugsweise ist die Führungsbahn am Antriebselement angeordnet. In diesem Fall benötigt
man keine zusätzlichen Elemente, um die Führungsbahn unterzubringen. Mit der Bewegung
des Antriebselements wird gleichzeitig die Führungsbahn bewegt.
[0017] Vorzugsweise ist die Führungsbahn geradlinig ausgebildet. In diesem Fall kann man
die Bewegung des Antriebselements in Versatzrichtung proportional in eine Bewegung
des Fallblechs in Bewegungsrichtung umsetzen. Dies vereinfacht die Steuerung. Alternativ
kann die Führungsbahn auch kurvenförmig ausgebildet sein, wenn man eine bestimmte
Bewegung des Fallblechs erzielen möchte.
[0018] Hierbei ist bevorzugt, dass die Führungsbahn mit der Versatzrichtung einen Winkel
von maximal 45°, insbesondere maximal 30° und bevorzugterweise maximal 25° einschließt.
Der Winkel definiert das Übersetzungsverhältnis. Je kleiner der Winkel ist, desto
kleiner ist die Bewegung des Fallblechs pro Bewegungslänge des Antriebselements in
Versatzrichtung. Andererseits wird bei einem kleinen Winkel auch die Reibung zwischen
der Führungsbahn und dem Eingriffselement klein gehalten. Die Neigung der Führungsbahn
gegenüber der Versatzrichtung ist also ein Kompromiss zwischen den Anforderungen an
die Bewegung des Fallblechs in Bewegungsrichtung und den Reibungskräften, die man
in Kauf nehmen möchte, sowie der benötigten Kraft und Dynamik des Fallblechantriebs.
[0019] Vorzugsweise bildet eine der Stützplatten das Antriebselement. In diesem Fall wirkt
der Antrieb direkt oder über ein Verbindungsglied auf die Stützplatte. Wenn die Stützplatte
verschoben wird, dann wird das Fallblech in Bewegungsrichtung verlagert.
[0020] Hierbei ist bevorzugt, dass die Führungsbahn die Stützplatte durchsetzt. Die Führungsbahn
wird also durch einen entsprechenden Schlitz in der Stützplatte gebildet. Dementsprechend
ist das Eingriffselement auch von der dem Fallblech abgewandten Seite der Stützplatte
aus sichtbar und man kann auf einfache Weise visuell kontrollieren, ob der Eingriff
ordnungsgemäß gebildet ist.
[0021] Vorzugsweise weist das Fallblech eine Führung in Bewegungsrichtung auf, die eine
Bewegung des Fallblechs in Versatzrichtung beschränkt oder verhindert. Eine derartige
Führung ermöglicht es auf einfache Weise, die Bewegung des Antriebselements in Versatzrichtung
in eine Bewegung des Fallblechs in Bewegungsrichtung umzusetzen.
[0022] Hierbei ist bevorzugt, dass die Führung einen Schlitz im Fallblech aufweist, in die
ein stationär gehaltener Führungsbolzen eingreift. Der Schlitz ist dabei in Bewegungsrichtung
des Fallblechs gerichtet.
[0023] Vorzugsweise führt der Führungsbolzen das Antriebselement in Versatzrichtung. Hierzu
kann das Antriebselement beispielsweise einen parallel zur Versatzrichtung ausgebildeten
Schlitz aufweisen, in den der Führungsbolzen eingreift. Natürlich können auch am Führungsbolzen
Rollen oder dergleichen angeordnet sein, um die Reibung zwischen dem Führungsbolzen
und dem Antriebselement klein zu halten.
[0024] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in
Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigt die
- einzige Fig.:
- eine stark schematisierte Darstellung einer Fallblechanordnung einer Kettenwirkmaschine.
[0025] Eine in der Figur nur schematisch dargestellte Fallblechanordnung 1 weist ein Fallblech
2 auf, das sich parallel zu einer durch einen Doppelpfeil symbolisierten Versatzrichtung
3 erstreckt.
[0026] In einer Kettenwirkmaschine ist als Versatzrichtung 3 die Richtung definiert, in
der die Wirkelemente an einer Barre in einer Reihe nebeneinander angeordnet sind.
Die Versatzrichtung entspricht also zumindest im Wesentlichen der Breitenrichtung
der Kettenwirkmaschine. Bei einem Maschenbildungsvorgang werden Legenadeln gegenüber
Wirknadeln in Versatzrichtung bewegt, danach durch Gassen zwischen Wirknadeln, danach
erneut in Versatzrichtung entgegen der ersten Bewegung in Versatzrichtung und schließlich
wieder durch Gassen zwischen den Wirknadeln.
[0027] Wenn in der vorliegenden Beschreibung von Begriffen, wie "parallel" oder "senkrecht"
die Rede ist, dann sind diese Begriffe nicht im mathematisch strengen Sinn zu verstehen.
Vielmehr reicht es aus, wenn die durch diese Begriffe definierten Richtungen im Wesentlichen
eingehalten werden.
[0028] Im Betrieb muss das Fallblech 2 gelegentlich bewegt werden und zwar in eine durch
einen Doppelpfeil symbolisierte Bewegungsrichtung 4. Die Bewegungsrichtung 4 ist senkrecht
zur Versatzrichtung 3 gerichtet.
[0029] Das Fallblech 2 ist zwischen einer ersten Stützplatte 5 und einer zweiten Stützplatte
6 sandwichartig aufgenommen. Das Fallblech 2 ist also sowohl an seiner der ersten
Stützplatte 5 zugewandten Vorderseite als auch an seiner der zweiten Stützplatte 6
zugewandten Rückseite abgestützt und kann dementsprechend praktisch nicht verformt
werden. Dementsprechend kann das Fallblech 2 auch relativ dünn ausgebildet sein.
[0030] In vielen Fällen wird aber auch eine einzige Stützplatte, beispielsweise die erste
Stützplatte 5, ausreichen, um das Fallblech 2 abzustützen.
[0031] Die erste Stützplatte 5 ist als Antriebselement ausgebildet, auf die ein durch einen
Pfeil symbolisierter Antrieb 7 in Versatzrichtung 3 wirkt. Der Antrieb 7 kann beispielsweise
ähnlich ausgebildet sein, wie ein Musterantrieb einer Legebarre, d.h. er kann eine
direkt oder indirekt von einer Hauptwelle der Kettenwirkmaschine angetriebene Musterscheibe
oder eine Musterkette aufweisen oder er kann als Linearantrieb ausgebildet sein, der
in Versatzrichtung 3 wirkt.
[0032] Die erste Stützplatte 5 weist eine als geradlinig verlaufender Schlitz ausgebildete
Führungsbahn 8 auf, in die ein als Stift 9 ausgebildetes Einsatzelement eingreift.
Auf dem Stift 9 ist eine Rolle 10 drehbar gelagert, so dass sich eine Bewegung des
Stifts 9 in der Führungsbahn 8 mit relativ geringer Reibung realisieren lässt.
[0033] Die Führungsbahn 8 ist gegenüber der Versatzrichtung 3 geneigt. Der Winkel zwischen
der Versatzrichtung 3 und der Führungsbahn 8 sollte maximal 45° betragen, vorzuziehen
sind jedoch kleinere Winkel, beispielsweise maximal 30° oder maximal 25°.
[0034] Selbstverständlich können über die Länge der ersten Stützplatte 5 in Versatzrichtung
3 verteilt mehrere derartige Führungsbahnen 8 vorgesehen sein, wobei dann das Fallblech
2 auch mehrere Stifte 9 mit Rollen 10 aufweist.
[0035] Das Fallblech 2 weist einen in Bewegungsrichtung verlaufenden Schlitz 11 auf. Durch
den Schlitz 11 ragt ein Führungsbolzen 12, der an einem Maschinengestell 13, das hier
durch eine Platte symbolisiert ist, befestigt ist. Der Führungsbolzen 12 ist also
stationär, so dass er eine Bewegung des Fallblechs 2 in Versatzrichtung 3 verhindert.
In nicht näher dargestellter Weise ist der Führungsbolzen 12 im Bereich des Schlitzes
11, der eine Führung des Fallblechs 2 in Bewegungsrichtung 4 bildet, mit einer Rolle
versehen, die ähnlich ausgebildet ist, wie die Rolle 10 auf dem Stift 9 des Fallblechs.
[0036] In der ersten Stützplatte 5 ist ferner ein Schlitz 14 vorgesehen, der parallel zur
Versatzrichtung 3 verläuft. Der Führungsbolzen 12 durchragt auch diesen Schlitz 14,
wobei am Führungsbolzen 12 eine weitere Rolle 15 angeordnet ist, die eine Reibung
zwischen dem Schlitz 14 und dem Führungsbolzen 12 klein hält. Natürlich können über
die Länge der ersten Stützplatte 5 verteilt wiederum mehrere Schlitze 14 mit Führungsbolzen
12 vorgesehen sein.
[0037] Wenn nun der Antrieb 7 auf die erste Stützplatte 5 wirkt, dann kann dies nur zu einer
Bewegung der ersten Stützplatte 5 in Versatzrichtung führen, weil diese Bewegung durch
das Zusammenwirken des Führungsbolzens 12 mit dem Schlitz 14 erzwungen wird.
[0038] Dieser Bewegung in Versatzrichtung 3 kann allerdings das Fallblech 2 nicht folgen,
weil dies durch das Zusammenwirken des Führungsbolzens 12 mit dem in Bewegungsrichtung
4 verlaufenden Schlitz 11 verhindert wird. Dementsprechend wird die Bewegung der ersten
Stützplatte 5 durch das Zusammenwirken der Führungsbahn 8 mit dem Stift 9 und der
Rolle 10 in eine Bewegung des Fallblechs 2 in Bewegungsrichtung 4 umgesetzt. Je nach
Neigung der Führungsbahn 8 gegenüber der Versatzrichtung 3 erfolgt dann eine gewisse
Übersetzung. Bei einem Winkel von 45°, den die Führungsbahn 8 mit der Versatzrichtung
3 einschließt, ergibt sich eine Bewegungsübersetzung von 1:1. Bei einem Winkel von
30° ergibt sich eine Bewegungsübersetzung von 1:2, d.h. wenn sich die erste Stützplatte
5 um zwei Millimeter in Versatzrichtung 3 bewegt, dann bewegt sich das Fallblech 2
in Bewegungsrichtung 4 um einen Millimeter.
[0039] Anstelle einer geradlinigen Führungsbahn 8 kann man auch eine gekrümmte Führungsbahn
verwenden. In diesem Fall ist die Umsetzung der Bewegung zwischen der Stützplatte
5 und dem Fallblech 2 nicht mehr direkt proportional, sondern kann nach gewünschten
Vorgaben gesteuert werden.
[0040] Der Fallblechantrieb 7 kann aufgrund der beschriebenen Wirkung unmittelbar neben
dem Fallblech 2 in Versatzrichtung 3 angeordnet sein. Natürlich sind Übertragungselemente,
wie sie von Legebarren her bekannt sind, verwendbar, beispielsweise Stößel oder dergleichen.
[0041] Der Stift 9 mit der Rolle 10, die das Eingriffselement bilden, sind in Bewegungsrichtung
4 in der oberen Hälfte des Fallblechs 2 angeordnet, so dass das Fallblech 2 weit genug
in Bewegungsrichtung über die erste Stützplatte 5 hinausgeführt werden kann, um seine
Funktion sicher zu erfüllen. Der Schlitz 8 kann sich dabei über fast die gesamte Erstreckung
der ersten Stützplatte 5 in Bewegungsrichtung 4 erstrecken, so dass man mit dem Fallblech
2 einen relativ großen Hub durchführen kann.
[0042] Natürlich kann man nicht nur die erste Stützplatte 5, sondern dann auch die zweite
Stützplatte 6 als Antriebselement verwenden. In diesem Fall haben die beiden Stützplatten
5, 6 entsprechend als Führungsbahnen ausgebildete Schlitze 8, 14 und das Fallblech
2 hat dann sowohl an seiner Vorderseite als auch an seiner Rückseite ein Eingriffselement
9, 10.
[0043] Der Antrieb der Antriebselemente, d.h. der Stützplatten 5, 6 kann gleichläufig oder
gegenläufig erfolgen. Bei gleichläufigem Antrieb sind die Führungsbahnen 8 in den
Stützplatten 5, 6 im gleichen Winkel angeordnet. Bei gegenläufigem Antrieb sind die
Führungsbahnen im entgegengesetzten Winkel angeordnet. Der gegenläufige Antrieb kann
beispielsweise über einen Wickelantrieb realisiert werden.
[0044] Die sandwichartige Anordnung kann auch so aufgebaut sein, dass man eine Stützplatte
zwischen zwei Fallblech-Trägerplatten anordnet oder allgemein eine Folge von Stützplatten
und Fallblech-Trägerplatten, die abwechselnd angeordnet sind.
[0045] Durch eine Einstellmöglichkeit der Antriebselemente, hier die Stützplatten 5, 6,
in Versatzrichtung 3 relativ zueinander können die Antriebselemente spielfrei eingestellt
werden.
[0046] Die Fallblechanordnung ermöglicht eine relativ flexible Positionierung des Fallblechs
in einer Kettenwirkmaschine, da die Fallblechanordnung 1 wie eine Legebarre an jeder
Barren tragenden Position in der Kettenwirkmaschine angebracht werden kann. So können
auch mehrere Fallblechanordnungen zur Musterung in einer Kettenwirkmaschine eingebaut
werden.
1. Fallblechanordnung (1) einer Kettenwirkmaschine mit einem Fallblech (2), das sich
parallel zu einer Versatzrichtung (3) erstreckt, und einem Fallblechantrieb (7), der
das Fallblech (2) in einer Bewegungsrichtung (4) senkrecht zur Versatzrichtung (3)
antreibt, dadurch gekennzeichnet, dass der Fallblechantrieb (7) ein in Versatzrichtung bewegbares Antriebselement (5) aufweist,
das über eine Umlenkanordnung (8-10) auf das Fallblech wirkt.
2. Fallblechanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fallblechantrieb (7) in Versatzrichtung (3) neben dem Fallblech (2) angeordnet
ist.
3. Fallblechanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fallblechs (2) eine Vorderseite und eine Rückseite aufweist und mit mindestens
einer dieser beiden Seiten an einer Stützplatte (5, 6) anliegt.
4. Fallblechanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Fallblech (2) zwischen zwei Stützplatten (5, 6) angeordnet ist oder eine Stützplatte
zwischen zwei Fallblech-Trägerplatten angeordnet ist.
5. Fallblechanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkanordnung eine Führungsbahn (8) aufweist, in die das Fallblech (2) mit
einem Eingriffselement (9, 10) eingreift.
6. Fallblechanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffselement (9, 10) eine Rolle (10) aufweist, die in der Führungsbahn (8)
geführt ist.
7. Fallblechanordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffselement (9, 10) in Bewegungsrichtung (4) in der oberen Hälfte des Fallblechs
(2) angeordnet ist.
8. Fallblechanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (8) am Antriebselement angeordnet ist.
9. Fallblechanordnung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (8) geradlinig oder kurvenförmig ausgebildet ist.
10. Fallblechanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (8) mit der Versatzrichtung (3) einen Winkel von maximal 45°, insbesondere
maximal 30° und bevorzugter weise maximal 25° einschließt.
11. Fallblechanordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Stützplatten (5, 6) das Antriebselement bildet.
12. Fallblechanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (8) die Stützplatte (5) durchsetzt.
13. Fallblechanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Fallblech (2) eine Führung (11, 12) in Bewegungsrichtung (4) aufweist, die eine
Bewegung des Fallblechs (2) in Versatzrichtung (3) beschränkt oder verhindert.
14. Fallblechanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (11, 12) einen Schlitz (11) im Fallblech (2) aufweist, in die ein stationär
gehaltener Führungsbolzen (12) eingreift.
15. Fallblechanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsbolzen (12) das Antriebselement (5) in Versatzrichtung (3) führt.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Fallblechanordnung (1) einer Kettenwirkmaschine mit einem Fallblech (2), das sich
parallel zu einer Versatzrichtung (3) erstreckt, und einem Fallblechantrieb (7), der
das Fallblech (2) in einer Bewegungsrichtung (4) senkrecht zur Versatzrichtung (3)
antreibt, wobei der Fallblechantrieb (7) auf ein in Versatzrichtung bewegbares Antriebselement
(5) wirkt, das über eine Umlenkanordnung (8-10) auf das Fallblech wirkt, dadurch gekennzeichnet, dass das Fallblech (2) eine Vorderseite und eine Rückseite aufweist und mit mindestens
einer dieser beiden Seiten an einer Stützplatte (5, 6) anliegt.
2. Fallblechanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fallblechantrieb (7) in Versatzrichtung (3) neben dem Fallblech (2) angeordnet
ist.
3. Fallblechanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fallblech (2) zwischen zwei Stützplatten (5, 6) angeordnet ist oder eine Stützplatte
zwischen zwei Fallblech-Trägerplatten angeordnet ist.
4. Fallblechanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkanordnung eine Führungsbahn (8) aufweist, in die das Fallblech (2) mit
einem Eingriffselement (9, 10) eingreift.
5. Fallblechanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffselement (9, 10) eine Rolle (10) aufweist, die in der Führungsbahn (8)
geführt ist.
6. Fallblechanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffselement (9, 10) in Bewegungsrichtung (4) in der oberen Hälfte des Fallblechs
(2) angeordnet ist.
7. Fallblechanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (8) am Antriebselement angeordnet ist.
8. Fallblechanordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (8) geradlinig oder kurvenförmig ausgebildet ist.
9. Fallblechanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (8) geradlinig ausgebildet ist und mit der Versatzrichtung (3) einen
Winkel von maximal 45°, insbesondere maximal 30° und bevorzugter weise maximal 25°
einschließt.
10. Fallblechanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützplatte (5, 6) das Antriebselement bildet.
11. Fallblechanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (8) die Stützplatte (5) durchsetzt.
12. Fallblechanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Fallblech (2) eine Führung (11, 12) in Bewegungsrichtung (4) aufweist, die eine
Bewegung des Fallblechs (2) in Versatzrichtung (3) beschränkt oder verhindert.
13. Fallblechanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (11, 12) einen Schlitz (11) im Fallblech (2) aufweist, in die ein stationär
gehaltener Führungsbolzen (12) eingreift.
14. Fallblechanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsbolzen (12) das Antriebselement (5) in Versatzrichtung (3) führt.