[0001] Die Erfindung betrifft eine Startsicherheitsschaltung in einem Arbeitsgerät mit einem
Verbrennungsmotor nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Startsicherheitsschaltung bei einem handgeführten Arbeitsgerät ist
aus der
DE 10 2008 007 786 A1 bekannt. Eine Steuervorrichtung überprüft die Zustandssignale mehrerer Sensoren,
um in Abhängigkeit von deren Schaltzuständen Haupt- oder Nebenaggregate des Arbeitsgerätes
abzuschalten. So wird u. a. vorgeschlagen, bei stehendem Antriebsmotor und bei gelöster
Bremseinrichtung die Zündung abzuschalten, so dass ein Starten des Verbrennungsmotors
nicht möglich ist. Dies setzt voraus, dass die Steuerung den stehenden Antriebsmotor
erkennt, um entsprechend einzugreifen. Zur Erkennung des Betriebszustands und zur
Auswertung der Signale der Sensoren ist bei stehendem Antriebsmotor elektrische Energie
notwendig, die z. B. über eine Batterie zur Verfügung gestellt werden kann.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Startsicherheitsschaltung in einem
Arbeitsgerät mit einem Verbrennungsmotor derart auszubilden, dass ein Start und Hochlaufen
des Verbrennungsmotors nur bei vorgegebenen Startbedingungen möglich ist.
[0004] Die Aufgabe wird nach den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Das Zustandssignal des an der Sicherheitsbremseinrichtung angeordneten Betriebssensors
und das Zustandssignal des an dem Betriebsartensteller angeordneten Stellungssensors
werden miteinander logisch verknüpft. Immer dann, wenn der Betriebsartensteller in
Startstellung und die Sicherheitsbremseinrichtung in ihrem Bereitschaftszustand mit
gelöster Bremse steht, wird die Steuereinrichtung den Motorbetrieb sperren.
[0006] Der an dem Betriebsartensteller angeordnete Stellungssensor erkennt eine eingelegte
Startstellung des Betriebsartenstellers; in dieser Startstellung ist vorgesehen, dem
Verbrennungsmotor über eine Startanreicherung ein energiereiches, angefettetes Gemisch
zuzuführen, um einen sicheren Start zu ermöglichen.
[0007] Da bei einem fetten Gemisch im Startfall die Drehzahl des Verbrennungsmotors stark
ansteigen kann und zu einem Eingriff der das Arbeitswerkzeug antreibenden Fliehkraftkupplung
führen kann, ist nach der Erfindung vorgesehen, über die Steuervorrichtung immer dann
den Motorbetrieb zu sperren, wenn der Betriebsartensteller in Startstellung und die
Sicherheitsbremseinrichtung in ihrem Bereitschaftszustand mit gelöster Bremse steht.
Damit wird sicher ausgeschlossen, dass der Verbrennungsmotor mit angereichertem Gemisch
(Startstellung des Betriebsartenstellers) gestartet werden kann, ohne dass die Sicherheitsbremseinrichtung
eingelegt ist, über die das Arbeitswerkzeug gebremst bzw. blockiert ist.
[0008] Unter Steuervorrichtung wird allgemein eine Vorrichtung verstanden, die den Motorbetrieb
des Verbrennungsmotors sicherstellt; die Steuervorrichtung kann daher sowohl die Kraftstoffzufuhr,
die Gemischzubereitung, die Zündung des Gemisches und/oder weitere für den Betrieb
des Verbrennungsmotors notwendige Elemente umfassen, über die, z. B. durch Inaktivierung,
ein Motorbetrieb des Verbrennungsmotors ausgeschlossen ist.
[0009] In einfacher Weise wird die Zündung des Gemisches unterbunden, wozu die Steuervorrichtung
ein mit einer Zündkerze verbundenes Zündmodul umfasst, welches bei Startstellung des
Betriebsartensteller und bei in Bereitschaftszustand stehender Sicherheitsbremseinrichtung
(gelöste Bremse) abgeschaltet, also inaktiv geschaltet wird. Bei einem inaktiven,
wirkungslos geschalteten Zündmodul kann an der Zündkerze kein Zündfunke entstehen;
das Gemisch kann daher nicht gezündet werden, der Verbrennungsmotor startet nicht.
Der Motorbetrieb ist gesperrt.
[0010] Zweckmäßig wird das Zündmodul durch Verbinden eines Kurzschlusskontaktes mit Masse
inaktiv geschaltet, wobei in einer einfachen Ausführungsform die Sensoren selbst einen
elektrischen Kontakt schalten und durch entsprechende elektrische Verschaltung unmittelbar
die Verbindung zur Masse herstellen können. Bevorzugt ist der Stellungssensor und/oder
der Betriebssensor als Schalter, z. B. als Mikroschalter ausgeführt, wobei die Kontakte
der Sensoren von Betriebsartensteller und Sicherheitsbremseinrichtung eine elektrische
Reihenschaltung bilden, die einen Kurzschlusskontakt des Zündmoduls mit Masse verbinden.
[0011] In Weiterbildung der Erfindung ist die Reihenschaltung der Kontakte der Sensoren
als Parallelzweig zu einem Kurschlussschalter des Zündmoduls angeordnet, wobei der
Kurzschlussschalter und die Reihenschaltung vorzugsweise an einem gemeinsamen Massepunkt
liegen.
[0012] Um den gesperrten Motorbetrieb, also z. B. die ausgeschaltete Zündung, für den Benutzer
anzuzeigen, ist eine optische Anzeige vorgesehen, die bevorzugt als LED ausgeführt
ist.
[0013] In Ausgestaltung der Erfindung kann ein Stellungssensor und/oder ein Betriebssensor
durch einen berührungslos arbeitenden Sensor gebildet sein, wobei zweckmäßig die Ausgangssignale
der Sensoren und eines Kurzschlussschalters einer logischen Auswerteschaltung zugeführt
sind, die einen Schalter zur Verbindung mit Masse schaltet.
[0014] Alternativ oder zusätzlich zur Inaktivierung des Zündmoduls kann die Steuervorrichtung
ein Kraftstoffventil umfassen, welches bei Startstellung des Betriebsartenstellers
und bei in Bereitschaftszustand stehender Sicherheitsbremseinrichtung (gelöste Bremse)
in einen Sperrzustand geschaltet wird, so dass die Kraftstoffzufuhr inaktiv ist, also
kein Kraftstoff zur Bereitstellung eines Kraftstoff/Luft-Gemisches zufließt.
[0015] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung
und der Zeichnung, in der ein nachfolgend im Einzelnen beschriebenes Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt ist. Es zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung ein Arbeitsgerät mit einer erfindungsgemäßen Startsicherheitsschaltung,
- Fig. 2
- ein Prinzipschaltbild eines Verbrennungsmotors mit einem über eine Kupplung angetriebenen
Arbeitswerkzeug,
- Fig. 3
- ein elektrisches Schaltbild zum Kurschlusseingang eines Zündmoduls,
- Fig. 4
- ein Diagramm zu den logischen Schaltzuständen,
- Fig. 5
- ein elektrisches Prinzipschaltbild für ein Zündmodul mit einer Auswerteeinheit.
[0016] Das in Fig. 1 gezeigte handgeführte, tragbare Arbeitsgerät 1 ist eine Motorkettensäge;
diese steht als Ausführungsbeispiel auch für andere Arbeitsgeräte wie Trennschleifer,
Freischneider, Heckenschere oder dgl., die durch den allgemeinen Begriff Arbeitsgerät
erfasst sein sollen.
[0017] Das als Motorkettensäge 2 ausgebildete Arbeitsgerät 1 besteht im Wesentlichen aus
einem Gehäuse 3, welches einen in Längsrichtung des Arbeitsgerätes 1 hinteren Handgriff
4 aufweist. Das Gehäuse 3 ist von einem Bügelgriff überspannt, der einen vorderen
Handgriff 5 bildet. Vor dem Bügelgriff ist als Handschutz 17 ein Auslösehebel 18 für
eine Sicherheitsbremseinrichtung 19 angeordnet, wie sie schematisch in Fig. 2 dargestellt
ist.
[0018] Auf der dem hinteren Handgriff 4 gegenüberliegenden Stirnseite 6 des Gehäuses 3 des
Arbeitsgerätes 1 ist - in Längsrichtung des Arbeitsgerätes 1 verlaufend - eine Führungsschiene
7 befestigt, auf deren umlaufender Führungsnut eine Sägekette 9 als Arbeitswerkzeug
8 umlaufend geführt ist.
[0019] Im Gehäuse 3 des Arbeitsgerätes 1 ist ein Verbrennungsmotor 20 als Antriebsmotor
angeordnet, wie er in Fig. 2 schematisch dargestellt ist. Der Antriebsmotor ist bevorzugt
ein einzylindriger Zweitaktmotor und besteht im Ausführungsbeispiel aus einem Zylinder
21 mit einem Kolben 22 sowie einem Kurbelgehäuse 23 mit einer Kurbelwelle 15. Die
Kurbelwelle 15 ist im Kurbelgehäuse 23 drehbar gelagert und an einem Ende 14 mit einer
Kupplung 11 antriebsverbunden, die im gezeigten Ausführungsbeispiel eine Fliehkraftkupplung
12 ist. Das Antriebsteil 13 der Kupplung 11 ist mit der Kurbelwelle 15 verbunden und
wird von einem Abtriebsteil 16 übergriffen, welches das Antriebswerkzeug antreibt.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Arbeitswerkzeug 8 die Sägekette 9, welche
über ein Antriebsritzel 10 angetrieben ist, das mit dem Abtriebsteil 16 dreht.
[0020] Der Kupplung 11, insbesondere dem Abtriebsteil 16 der Kupplung 11, ist die Sicherheitsbremseinrichtung
19 zugeordnet, die aus einem das Abtriebsteil 16 umschlingenden Bremsband 24 besteht.
Das Bremsband 24 wird - wird die Sicherheitsbremseinrichtung 19 über den Auslösehebel
18 ausgelöst - in Richtung der Pfeile 39 an das Abtriebsteil 16 angelegt; das Bremsband
24 umschlingt dabei das Abtriebsteil 16. Bei angelegtem Bremsband 24 ist das Abtriebsteil
16 blockiert, kann also nicht drehen. Das Arbeitswerkzeug 8 steht still.
[0021] Der Kolben 22 begrenzt im Zylinder 21 einen Brennraum 25, in den eine Zündkerze 26
einragt, die von einem Zündmodul 27 angesteuert ist. Das Zündmodul 27 wird von einem
Generator 28 gespeist, der am anderen Ende 29 der Kurbelwelle 15 angeordnet ist.
[0022] Das zum Betrieb des Verbrennungsmotors 20 notwendige Kraftstoff/Luft-Gemisch wird
dem Brennraum 25 über eine Vorrichtung zur Gemischzubereitung zugeführt, die im Ausführungsbeispiel
ein Vergaser 50 ist. Über einen Luftfilter 51 saugt der Vergaser 50 Verbrennungsluft
an, der im Vergasergehäuse Kraftstoff zugemischt wird, der über eine Kraftstoffleitung
52 zugeführt ist. Über einen Ansaugkanal 53 wird das aufbereitete Gemisch in das Kurbelgehäuse
23 angesaugt, um dann - entsprechend der bei Zweitaktmotoren an sich bekannten Kurbelgehäusespülung
- über vom Kolben 22 gesteuerte Überströmkanäle 54 in den Brennraum 25 zu strömen.
Zur Zumessung der Kraftstoffmenge kann es vorteilhaft sein, in der Kraftstoffleitung
52 ein insbesondere elektromagnetisch gesteuertes Kraftstoffventil 55 anzuordnen.
Die Steuerung der Öffnungszeiten des Kraftstoffventils 55 erfolgt z. B. über eine
Steuervorrichtung 60.
[0023] Zum Motorbetrieb des Verbrennungsmotors 20 ist die Zufuhr von Kraftstoff und Verbrennungsluft
ebenso notwendig wie z. B. die Aufbereitung des Gemisches in einem Vergaser 50 und
die Zündung des Gemisches im Brennraum 25 über eine Zündkerze 26. Diese Elemente werden
einzeln oder in Kombination mit dem allgemeinen Begriff Steuervorrichtung 60 bezeichnet.
In Fig. 2 ist diese Steuervorrichtung 60 strichpunktiert angedeutet.
[0024] Wird die Steuervorrichtung 60 - oder Baugruppen der Steuervorrichtung 60 wie ein
Zündmodul 27 oder eine Ansteuerung des Kraftstoffventils 55 - gesperrt, ausgeschaltet
oder auf sonstige Weise inaktiv geschaltet, ist der Verbrennungsmotor 20 nicht betriebsfähig;
der Verbrennungsmotor 20 ist abgeschaltet, der Motorbetrieb gesperrt. Das Inaktivschalten
der Steuervorrichtung 60 entspricht somit einer Motorabschaltung bzw. der Sperrung
des Motorbetriebs.
[0025] In einem einfachen Ausführungsbeispiel ist zum Sperren des Motorbetriebs, z. B. ein
Ausschalten des Verbrennungsmotors 20, am Zündmodul 27 eine Kurzschlussleitung 30
vorgesehen, die mit einer erfindungsgemäßen Startsicherheitsschaltung 40 z. B. gemäß
Fig. 3 verbunden ist.
[0026] Im Betrieb des Verbrennungsmotors 20 wird in den Brennraum 25 ein zündfähiges Kraftstoff/Luft-Gemisch
gefördert und durch den aufwärtsfahrenden Kolben 22 verdichtet. Im Bereich des oberen
Totpunkts des Kolbens 22 wird vom Zündmodul 27 an der Zündkerze 26 ein Zündfunke ausgelöst,
das Gemisch entzündet sich und der Kolben 22 wird nach unten angetrieben. Über ein
Pleuel 22a wird die Auf- und Ab-Bewegung des Kolbens 22 in eine Drehbewegung der Kurbelwelle
15 umgesetzt.
[0027] Zum Start des Verbrennungsmotors 20 ist am Arbeitsgerät ein Betriebsartensteller
31 vorgesehen, der in die drei Betriebsstellungen I, II und III über einen Bedienhebel
32 zu bedienen ist (Fig. 1).
[0028] In der Stellung I, der Aus-Stellung, betätigt der Bedienhebel 32 einen Kurzschlussschalter
33 (Fig. 3), der das Zündmodul 27 immer dann mit Masse 34 verbindet, wenn sein Kontakt
35 geschlossen ist. Wie Fig. 3 zeigt, ist der Kurzschlussschalter 33 entsprechend
der Startsicherheitsschaltung 40 an die Kurzschlussleitung 30 des Zündmoduls 27 angeschlossen.
Immer dann, wenn der Kontakt 35 des Kurzschlussschalters 33 die Verbindung mit Masse
34 herstellt, ist das Zündmodul 27 kurzgeschlossen und somit ausgeschaltet (inaktiv
geschaltet); der Motorbetrieb ist gesperrt.
[0029] In der Stellung II des Bedienhebels 32 des Betriebsartenstellers 31 ist der Kurzschlussschalter
33 offen, das Zündmodul 27 arbeitet und der Verbrennungsmotor ist in Betrieb; der
Motorbetrieb ist frei geschaltet.
[0030] Zur Ausführung eines Startvorgangs ist eine Startstellung III des Betriebsartenstellers
31 vorgesehen; wird der Bedienhebel 32 in die Startstellung III bewegt, wird der Verbrennungsmotor
und die Gemischbildungsvorrichtung - im Ausführungsbeispiel der Vergaser 50 - in einen
Startbetrieb überführt. In einem derartigen Startbetrieb wird das Gemisch z. B. stark
angereichert, also mit Kraftstoff angefettet.
[0031] Die Startstellung III des Betriebsartenstellers 31 wird durch einen Stellungssensor
43 (Fig. 1) erfasst, der im gezeigten Ausführungsbeispiel als Schalter, insbesondere
als Mikroschalter mit einem Schaltkontakt 44 (Fig. 3) ausgebildet ist. Der Schaltkontakt
44 ist gemäß Fig. 3 in der Startsicherheitsschaltung 40 elektrisch verschaltet. Immer
wenn der Bedienhebel 32 in die Startstellung III verschwenkt wird, wird der Kontakt
44 des Stellungssensors 43 geschlossen.
[0032] Vorteilhaft ist der Stellungssensor 43 unmittelbar am Bedienhebel 32 des Betriebsartenstellers
31 angeordnet, wie Fig. 1 zeigt. Es kann auch zweckmäßig sein, den Stellungssensor
43 z. B. an einer Chokeklappe des Vergasers 50 oder an einer Drosselklappe des Vergasers
50 anzuordnen, um deren Startstellung zu erfassen; die Startstellung von Choke- und/oder
Drosselklappe entspricht der Startstellung des Betriebsartenstellers 31. Die Startstellung
kann z. B. auch durch die Erfassung der Lage eines Gestänges oder anderer Stellmittel
erfasst werden, die zum Einstellen einer Startstellung zu bewegen sind.
[0033] Am Arbeitsgerät 1 ist ferner ein Betriebssensor 47 (Fig. 1) vorgesehen, der der Sicherheitsbremseinrichtung
19 zugeordnet ist und im gezeigten Ausführungsbeispiel z. B. am Auslösehebel 18 der
Sicherheitsbremseinrichtung 19 angeordnet ist. Immer dann, wenn der Auslösehebel 18
in seinen Bereitschaftszustand B geschaltet ist, schließt der Kontakt 48 des Betriebssensors
47. Bei ausgelöster Sicherheitsbremseinrichtung 19 liegt das Bremsband 24 (Fig. 2)
am Abtriebsteil 16 der Kupplung 11 an und bremst das angetriebene Arbeitswerkzeug
8 auf Stillstand ab, blockiert also das Arbeitswerkzeug 8 an einer Bewegung. In dieser
Stellung S (Fig. 1), in der die Bremse der Sicherheitsbremseinrichtung 19 angelegt
ist und das Arbeitswerkzeug 8 stillsteht, ist der Kontakt 48 (Fig. 3) des der Sicherheitsbremseinrichtung
19 zugeordneten Betriebssensors 47 offen.
[0034] Wie das Prinzipschaltbild in Fig. 3 zeigt, ist die Kurzschlussleitung 30 des Zündmoduls
27 einerseits über den Kurzschlussschalter 33 mit Masse 34 zu verbinden; parallel
dazu liegt gemäß der Erfindung die Startsicherheitsschaltung 40, welche im gezeigten
Ausführungsbeispiel aus einer Reihenschaltung des Kontakts 44 des Stellungssensors
43, des Betriebsartenstellers 31 und dem Kontakt 48 des Betriebssensors 47 der Sicherheitsbremseinrichtung
19 besteht. Die Kurzschlussleitung 30 ist über die Reihenschaltung 37 an einen Massepunkt
36 angeschlossen. Die Reihenschaltung 37 bildet somit einen Parallelzweig zum Kurzschlussschalter
33. Es kann zweckmäßig sein, den Kurzschlussschalter 33 und die Reihenschaltung 37
an einen gemeinsamen Massepunkt 38 anzuschließen.
[0035] In Fig. 4 ist schematisch die Funktion der Startsicherheitsschaltung 40 wiedergegeben.
Die untere gestrichelte Linie 43' gibt das Ausgangssignal S 1 des Schaltzustandes
des Stellungssensors 43 des Betriebsartenstellers 31 wieder. Die darüber liegende
gestrichelte Linie 47' gibt das Ausgangssignal S2 des Betriebssensors 47 der Sicherheitsbremseinrichtung
19 wieder. Die strichpunktierte Linie 27' gibt den Betriebszustand des Zündmoduls
27 an, während die obere, durchgezogene Linie 41' den Zustand einer optischen Anzeige
41 wiedergibt, die im gezeigten Ausführungsbeispiel eine vom Zündmodul 27 angesteuerte
LED 42 ist.
[0036] Wird zu einem Zeitpunkt t
1 der Betriebsartensteller 31 durch Verschwenken des Bedienhebels 32 in die Startstellung
III überführt, schließt der Kontakt 44; der Stellungssensor 43 ist eingeschaltet.
[0037] Liegt zum Zeitpunkt t
1 die Sicherheitsbremseinrichtung 19 in ihrer Bereitschaftsstellung B, wie in strichpunktierter
Linie in Fig. 1 dargestellt ist, ist der entsprechende Kontakt 48 des Betriebssensors
47 geschlossen, und die Kurzschlussleitung ist über die geschlossenen Kontakte 44
und 48 mit dem Massepunkt 36 verbunden. Das Zündmodul 27 ist inaktiv; die Zündung
also ausgeschaltet. Der Verbrennungsmotor 20 kann nicht in Betrieb genommen werden;
der Motorbetrieb ist gesperrt.
[0038] Erst wenn zum Zeitpunkt t
2 die Sicherheitsbremseinrichtung 19 ausgelöst wird, die Bremse also angelegt wird
und damit das Arbeitswerkzeug 8 drehfest festliegt, öffnet der Kontakt 48 des Betriebssensors
47 der Sicherheitsbremseinrichtung 19, so dass die Masseverbindung an der Kurzschlussleitung
30 des Zündmoduls 27 unterbrochen ist. Das Zündmodul 27 ist aktiv; die Zündung arbeitet
und der Verbrennungsmotor 20 kann in Betrieb genommen werden.
[0039] Wird im Zeitpunkt t
3 der Bedienhebel 32 des Betriebsartenstellers 31 in die Betriebsposition II umgeschaltet,
öffnet auch der Kontakt 44 des Stellungssensors 43 des Betriebsartenstellers 31. Da
die Reihenschaltung aus den Sensoren 43 und 47 bereits durch den geöffneten Kontakt
48 geöffnet ist, hat die Zustandsänderung des Stellungssensors 43 des Betriebsartenstellers
31 keine weiteren Auswirkungen.
[0040] Auch wenn im Zeitpunkt t
4 die angelegte Bremse der Sicherheitsbremseinrichtung 19 wieder gelüftet wird und
der Auslösehebel 18 in die Bereitschaftsstellung B überführt wird, wird zwar der Kontakt
48 des Betriebssensors 47 der Reihenschaltung 37 geschlossen; da jedoch der Betriebsartensteller
31 in Betrieb (Stellung II) steht, ist der andere Kontakt 44 des Stellungssensors
43 geöffnet, so dass die Kurzschlussleitung 30 weiterhin nicht an Masse liegt; das
Zündmodul 27 ist aktiv, die Zündung ist eingeschaltet.
[0041] Wird hingegen im Zeitpunkt t
5 bei gelüfteter Bremse (Sicherheitsbremseinrichtung in Bereitschaftsstellung B) der
Betriebsartensteller 31 in die Startstellung III bewegt, schließt der Kontakt 44 des
Stellungssensors 43, so dass wiederum beide Kontakte 44 und 48 der Reihenschaltung
37 geschlossen sind, wodurch das Zündmodul 27 durch Verbindung der Kurzschlussleitung
30 mit dem Massepunkt 36 inaktiv wird; die Zündung ist ausgeschaltet und der Motorbetrieb
gesperrt. Die Steuervorrichtung 60 ist inaktiv geschaltet; die Motorabschaltung ist
aktiviert, der Motorbetrieb also gesperrt.
[0042] Erst wenn im Zeitpunkt t
6 die Sicherheitsbremseinrichtung 19 ausgelöst, die Bremse also angelegt wird und das
Arbeitswerkzeug 8 abbremst, ändert sich der Schaltzustand des Betriebssensors 47 der
Sicherheitsbremseinrichtung 19, und ein Kontakt der Reihenschaltung 37 wird wieder
geöffnet; das Zündmodul 27 ist wieder aktiv; die Zündung ist eingeschaltet.
[0043] Der Zustand des gesperrten Motorbetriebs, z. B. durch die inaktive Steuervorrichtung
60, im Ausführungsbeispiel eine ausgeschaltete Zündung, wird optisch angezeigt, z.
B. durch die LED 42. Die LED 42 leuchtet immer dann, wenn die Zündung ausgeschaltet
ist, der Motorbetrieb also gesperrt ist. Die optische Anzeige 41 ist somit in den
Zeiträumen von t
1 bis t
2 und t
5 bis t
6 eingeschaltet.
[0044] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ist eine Auswerteeinheit 45 dargestellt, der das
Signal S1 des Stellungssensors 43 und das Signal S2 des Betriebssensors 47 zugeführt
sind. Auf den Anschluss K wird das Signal des Kurzschlussschalters 33 zum Ausschalten
des Verbrennungsmotors 20 aufgeschaltet. Die Sensoren können als berührungslos arbeitende
Sensoren ausgebildet sein. Liegt die Bedingung vor, dass der Betriebsartensteller
31 in Startstellung III und die Sicherheitsbremseinrichtung 19 in ihrem Bereitschaftszustand
B mit gelöster Bremse steht, wird der Schalter 46 geschlossen und die Kurzschlussleitung
30 mit Masse 34 verbunden. Die Steuervorrichtung ist durch das Inaktivschalten des
Zündmoduls 27, also durch das Ausschalten des Zündmoduls 27 inaktiv; an der Zündkerze
26 kann sich kein Zündfunke ausbilden. Der Verbrennungsmotor 20 kann nicht gestartet
werden, also nicht in Betrieb gehen; der Motorbetrieb ist gesperrt. Der Zustand der
inaktiven Steuervorrichtung bzw. des inaktiven Zündmoduls 27 wird durch die optische
Anzeige 41 angezeigt, die als LED ausgeführt sein kann, wie im Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3 gezeigt.
[0045] Anstelle der Inaktivierung des Zündmoduls 27 zum Sperren des Motorbetriebs kann über
die Steuervorrichtung 60 der Motorbetrieb auch durch das Ausschalten bzw. Geschlossenhalten
des Kraftstoffventils 55 gesperrt werden. Auch dadurch ist die Steuervorrichtung 60
inaktiv geschaltet, so dass kein zündfähiges Gemisch in den Brennraum strömen kann,
wodurch ein Motorbetrieb unterbunden ist.
1. Startsicherheitsschaltung in einem Arbeitsgerät mit einem Verbrennungsmotor (20),
wobei der Verbrennungsmotor (20) einen Zylinder (21) mit einem Brennraum (25) umfasst,
mit einer Steuervorrichtung (60) für einen Motorbetrieb, bei dem dem Brennraum (25)
Verbrennungsluft und Kraftstoff zugeführt wird und bei dem das in dem Brennraum (25)
vorhandene Kraftstoff/Luft-Gemisch durch eine Zündkerze (26) gezündet wird, mit einem
Betriebsartensteller (31) zur Inbetriebnahme des Verbrennungsmotors (20), der eine
Betriebsstellung und eine Startstellung zur Anreicherung des Kraftstoff/Luft-Gemisches
aufweist, und mit einer dem Arbeitswerkzeug (8) zugeordneten Sicherheitsbremseinrichtung
(19), wobei die Sicherheitsbremseinrichtung (19) in einem Betriebszustand das Arbeitswerkzeug
(8) über die Bremse abbremst und in einem Bereitschaftszustand (B) das Arbeitswerkzeug
(8) bei gelöster Bremse freigibt, sowie mit einem der Sicherheitsbremseinrichtung
(19) zugeordneten Betriebssensor (47) für den Betriebszustand der Sicherheitsbremseinrichtung
(19),
dadurch gekennzeichnet, dass an dem Betriebsartensteller (31) ein Stellungssensor (43) angeordnet ist, dass das
Zustandssignal des der Sicherheitsbremseinrichtung (19) zugeordneten Betriebssensors
(47) und das Zustandssignal des dem Betriebsartensteller (31) zugeordneten Stellungssensors
(43) derart miteinander verknüpft sind, dass die Steuereinrichtung (60) immer dann
den Motorbetrieb sperrt, wenn der Betriebsartensteller (31) in Startstellung (III)
und die Sicherheitsbremseinrichtung (19) in ihrem Bereitschaftszustand (B) mit gelöster
Bremse steht.
2. Startsicherheitsschaltung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (60) ein mit der Zündkerze (26) verbundenes Zündmodul (27)
umfasst, das zur Sperrung des Motorbetriebs inaktiv geschaltet wird.
3. Startsicherheitsschaltung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Zündmodul (27) durch Verbinden einer Kurzschlussleitung (30) mit Masse (34) inaktiv
geschaltet ist.
4. Startsicherheitsschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor (43, 47) einen Kontakt (44, 48) schaltet.
5. Startsicherheitsschaltung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (43, 47) ein Schalter ist, insbesondere ein Mikroschalter ist.
6. Startsicherheitsschaltung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakte (44, 48) der Sensoren (43, 47) eine Reihenschaltung (37) bilden, die
eine Kurzschlussleitung (30) des Zündmoduls (27) mit Masse verbinden.
7. Startsicherheitsschaltung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Reihenschaltung (37) als Parallelzweig zu einem Kurzschlussschalter (33) des
Zündmoduls (27) angeordnet ist.
8. Startsicherheitsschaltung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kurzschlussschalter (33) und die Reihenschaltung (37) an einem gemeinsamen Massepunkt
(38) liegen.
9. Startsicherheitsschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Zustand der Steuervorrichtung (60) durch eine optische Anzeige (41), insbesondere
eine LED (42) angezeigt ist.
10. Startsicherheitsschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stellungssensor (43) und/oder der Betriebssensor (47) durch einen berührungslos
arbeitenden Sensor gebildet ist.
11. Startsicherheitsschaltung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangssignale der Sensoren und eines Kurzschlussschalters einer logischen Auswerteschaltung
(45) zugeführt sind, die einen Schalter (46) zur Verbindung mit Masse (34) schaltet.
12. Startsicherheitsschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (60) ein Kraftstoffventil (55) umfasst, das zur Sperrung des
Motorbetriebs die Kraftstoffzufuhr unterbricht.