[0001] Die Erfindung betrifft ein Modul, insbesondere für Systemverkabelungen mit einem
ersten und einem zweiten Gehäuseteil, wobei zwischen den Gehäuseteilen über eine mechanische
Verbindung hinaus eine elektrische Verbindung enthalten ist. ist.
[0002] Im Bereich der Niederspannungsschalttechnik beziehungsweise der Automatisierungstechnik
existieren verschiedene Systeme und Arten der Systemverkabelung. Ziel dieser Systemverkabelung
ist es, den konventionellen Verdrahtungsaufwand zu reduzieren sowie den Austausch
von defekten Komponenten zu vereinfachen. Der Anwender spart hierbei gleich mehrfach
durch geringeren Zeitaufwand beim Aufbau und bei der Inbetriebnahme eines Systems
oder einer Anlage, durch den reduzierten Verdrahtungsaufwand, durch Vermeidung von
Verdrahtungsfehlern sowie durch kürzere Stillstandseiten beim Austausch von defekten
Komponenten.
[0003] Die Systemverkabelungen können sowohl im Schaltschrank, als auch im Feld montiert
sein. Systeme für den Einsatz im Feld müssen dann die Anforderungen an die entsprechende
Schutzart erfüllen. Oftmals bestehen diese Systemverkabelungen aus einem ersten und
einem zweiten Gehäuseteil, die in der Regel aus Kunststoff ausgebildet sind und aus
mehreren Teilen bestehen können. Diese können auf einer Hutschiene montiert oder auf
andere Weise befestigt werden, wobei das zweite Gehäuseteil auf das erste Gehäuseteil,
das als Montageplatte ausgebildet sein kann, montiert ist. Die Montageplatte oder
das erste Gehäuseteil enthält die Systemverkabelung und kann darüber hinaus auch die
Kontaktstellen oder Anschlüsse für Technologiefunktionen des Moduls wie zum Beispiel
Sensoreingänge oder Schaltausgänge besitzen.
[0004] Durch Aufbringen des zweiten Gehäuseteils auf die Montageplatte beziehungsweise auf
das erste Gehäuseteil, erfolgt die entsprechende Kontaktierung zwischen Systemverkabelung
und Modul. Zum Kontaktieren kommt hierbei oft die so genannte Piercing- oder Durchdringungstechnik
zum Einsatz, wobei hier die Kontaktierung mit den Systemverkabelungen durch spitze
Nadeln erfolgt, die in die Leitungen der Systemverkabelung eindringen. Es sind aber
auch andere Arten der Kontaktierung, wie die Schneid-Klemm-Technik, konventionelle
Steckverbinder oder Ähnliches möglich.
[0005] Bei Systemen im Feld müssen diese Verbindungen die entsprechende Schutzart einhalten,
damit, bedingt durch Umwelteinflüsse, keine Kurzschlüsse entstehen können. Hierbei
trägt die mechanische Verbindung zwischen Montageplatte beziehungsweise erstem Gehäuseteil
und zweitem Gehäuseteil dazu bei, dass die Schutzart eingehalten werden kann. Die
mechanische Verbindung zwischen Montageplatte beziehungsweise erstem Gehäuseteil und
zweitem Gehäuseteil erfolgt meist durch Schraubverbindungen oder mechanische Verriegelungen.
[0006] Es besteht dabei der Nachteil, dass durch das "Fließen" beziehungsweise durch Alterungsprozesse
des Materials, die Festigkeit der Verbindung nachlässt, was zur Folge hat, dass sich
die Verbindung zwischen den beiden Gehäuseteilen lösen kann und so bei Systemen im
Feld die Schutzart nicht mehr gewährleistet ist. Bei Schraubverbindungen ist daher
nach einiger Zeit ein Nachziehen der Schrauben erforderlich, um so die Kontaktsicherheit
und Schutzart gewährleisten zu können. Dies stellt aber einen Zeit- und Kostenaufwand
dar, denn die Anlagen sind zu diesem Zeitpunkt häufig bereits im Produktivbetrieb
beim Kunden des Maschinen- oder Anlagenherstellers. Somit muss der Hersteller dies
durch einen Service-Einsatz veranlassen oder diese Aufgabe dem Kunden überlassen.
Um das Nachziehen der Verbindung gefahrlos durchziehen zu können, muss die Anlage
oder Maschine abgeschaltet werden. Ein Herunterfahren der Anlage ist oft nicht ohne
Weiteres möglich und mit hohen Kosten und einem erheblichen Zeitaufwand verbunden.
[0007] Weitere Nachteile bei der Verwendung von Schraubverbindungen bestehen darin, dass
die Notwendigkeit eines Werkzeugs zum Herstellen und Lösen der Verbindungen besteht
sowie ein erheblicher Zeitaufwand. Außerdem muss zur Einhaltung der Kontaktsicherheit
und Schutzart ein vorgeschriebenes Anzugsdrehmoment eingehalten werden, womit bei
der Montage ein Drehmomentschlüssel erforderlich ist.
[0008] Bisher werden Baugruppen oder Module mit hoher Schutzart, wie zum Beispiel ASI-Slaves
mittels Schrauben auf den Montageplatten befestigt. Diese kontaktieren dabei oft mittels
Nadeln den in der Montageplatte eingelegten Leiter. Durch die Verschraubung von Montageplatte
und Baugruppe erfolgt zudem die Abdichtung der Kontaktstelle bis zu Schutzart IP69x.
[0009] Aus der
EP 0 821 434 B1 geht ein Modul zum Anschluss von Aktoren und/oder Sensoren hervor, das ein Unterteil
mit einer Ausnehmung zur Aufnahme eines formkodierten Flachkabels aufweist sowie ein
Gehäuseoberteil mit einer Leiterplatte und einer Kontaktierungseinrichtung mit Kontaktstiften
zur Kontaktierung des Flachkabels, wobei das Unterteil als Montageplatte ausgebildet
ist. Dabei ist das Gehäuseoberteil aus mindestens zwei Gehäuseteilen zu einer demontierbaren
Einheit zusammengesetzt, in deren Innenraum die Leiterplatte demontierbar gehalten
ist und die Montageplatte und das Gehäuseoberteil aneinander angepasst Schwenkmittel
aufweisen, über die das Gehäuseoberteil auf die Montageplatte, bei gleichzeitiger
Durchdringungskontaktierung der Kontaktstifte mit dem Flachkabel, aufschwenkbar ist.
[0010] Die
DE 10 2005 031 708 B4 beschreibt ein Gehäuse zum Anschluss an eine elektrische Leitung, insbesondere eine
Busleitung, mit wenigstens einem ersten Gehäuseteil und einem zweiten Gehäuseteil,
mit wenigstens einer Verriegelung zur Verriegelung des ersten Gehäuseteils mit dem
zweiten Gehäuseteil in einer gemeinsamen Verriegelungsposition, wobei dem ersten Gehäuseteil
eine Kontaktvorrichtung zur elektrischen Kontaktierung der Leitung zugeordnet ist,
und wobei im zweiten Gehäuseteil wenigstens ein Leitungsbett zur Führung der Leitung
ausgebildet ist. Dabei ist das Leitungsbett zumindest teilweise in einem Leitungsbettträger
ausgebildet und die Kontaktvorrichtung und der Leitungsbettträger sind drehbar, so
dass die Orientierung des Leitungsverlaufs in Bezug auf das Gehäuse einstellbar ist.
[0011] Der Nachteil dieser aus dem Stand der Technik bekannten Elektronikgehäuse besteht
darin, dass zur Montage oftmals ein Werkzeug, beispielsweise ein Schraubendreher oder
Drehmomentschlüssel benötigt wird und ein gewisser Zeitaufwand für die Befestigung
einkalkuliert werden muss. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass durch "Fließen"
des Materials und der Materialalterung nach einigen Wochen die Befestigungsschrauben
nachgezogen werden müssen, um die entsprechende Dichtigkeit weiterhin zu gewährleisten.
Dies ist vor allem bei ausgelieferten Anlagen problematisch. Mit Verbindungstechniken,
die auf einer Verrastung ohne dauerhafte Wirkung einer Federkraft zwischen den beiden
Komponenten beruhen, ist es somit schwierig, hohe Schutzarten zu erzielen.
[0012] Demgemäß besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Modul, insbesondere
für Systemverkabelungen zu schaffen, das eine einfache Montage ermöglicht und dabei
eine hohe Schutzart hinsichtlich der Dichtigkeit dauerhaft gewährleistet.
[0013] Diese Aufgabe wird durch ein Modul mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen, welche einzeln oder in Kombination miteinander
eingesetzt werden können, sind der Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0014] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Modul, insbesondere für Systemverkabelungen
mit einem ersten und einem zweiten Gehäuseteil gelöst, wobei zwischen den Gehäuseteilen
über eine mechanische Verbindung hinaus eine elektrische Verbindung enthalten ist.
Die Erfindung zeichnet sich dabei dadurch aus, dass die mechanische Verbindungskraft
zwischen dem ersten und dem zweiten Gehäuseteil als Federkraft ausgebildet ist.
[0015] Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, die mechanische Verbindungskraft zwischen
den zwei Komponenten, das heißt, zwischen dem ersten und zweiten Gehäuseteil, die
eine elektrische Verbindung untereinander besitzen, durch Federkraft dauerhaft aufrecht
zu erhalten. Durch die Federkraft erfolgt ein selbsttätiges Kompensieren der Folgen
des Fließ- und Alterungseffekts, so dass ein Nachziehen oder Nachstellen der mechanischen
Verbindung nicht mehr erforderlich ist. Die Federkraft kann durch verschiedene Arten
von Federelementen wie zum Beispiel Spiralfedern, Tellerfedern, Federklammern oder
Ähnliches erzeugt werden. Auch die Anzahl der Federelemente kann je Verbindung variieren.
Grundsätzlich kann die Federkraft durch Zug- oder Druckprinzip erzeugt werden. Dies
gilt sowohl für den axialen als auch für den radialen Einsatz. Das Wirkprinzip der
Erfindung bleibt dabei unverändert.
[0016] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, dass zum Herstellen
der mechanischen Verbindung kein Werkzeug benötigt wird. So kann die Erzeugung der
Federkraft beispielsweise durch Aufschnappen einer Feder erfolgen. Ebenso denkbar
ist das Einschieben eines Keils oder eine Drehbewegung mittels eines Knebels. Ebenso
kann die Demontage auch ohne Werkzeug erfolgen. Dies ist aber nicht zwingender Weise
so, wobei der Vorteil der werkzeugbehafteten Demontage in einer gewissen Manipulationssicherheit
liegt.
[0017] In vorteilhafter Weise sind die mechanischen Komponenten, die zur Erzeugung der Federkraft
benötigt werden, an einer der beiden Gehäuseteile angebracht beziehungsweise verliersicher
integriert angeordnet. Dies hat gegenüber separaten Komponenten den Vorteil, dass
erstens die Montage erleichtert wird und zweitens keine Teile verloren gehen können.
[0018] Das erfindungsgemäße Modul weist vorzugsweise zwei Gehäuseteile auf, die mit einer
oder mehreren einseitig und mehrseitig angebrachten Klemmfedern zur mechanischen Verbindung
aneinander befestigt sind. Die Gehäuseteile sind vorzugsweise quaderförmig ausgebildet,
wobei eins der beiden Gehäuseteile als Montageplatte ausgebildet sein kann. Die beiden
Gehäuseteile ergeben zusammengesetzt einen Quader, der über eine vorzugsweise seitlich
angeordnete Federkraft in Form einer Klemmfeder oder eines anderen Federelementes
zusammengehalten wird. Um die Klemmfeder bzw. das Federelement an den Gehäuseteilen
zu fixieren, befinden sich an den Gehäuseteilen Ausnehmungen, in welche die Klemmfeder
bzw. das Federelement eingreift. Vorzugsweise kann eine Mehrzahl an Klemmfedern und/oder
eine Mehrzahl an Federelementen an der Seite oder zentral im Modul angeordnet sein.
[0019] Das erfindungsgemäße Modul, das aus zwei Gehäuseteilen aufgebaut ist, zeichnet sich
dadurch aus, dass die mechanische Verbindungskraft zwischen den Gehäuseteilen als
Federkraft ausgebildet ist. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass nach der ersten Montage
keine weiteren Schritte zur Aufrechterhaltung der Dichtigkeit beziehungsweise der
Kontaktsicherheit notwendig sind. Durch die Federeigenschaft der Verbindung ist ein
Nachziehen der Verbindungsmittel nicht mehr erforderlich. Vorteilhaft ist auch, dass
für die Montage keine weiteren Werkzeuge benötigt werden. Des Weiteren ergibt sich
der Vorteil, dass die Elemente, die zur Erzeugung der Federkraft notwendig sind, vorzugsweise
in einem der beiden Gehäuseteile integriert sind, um die Montage zu erleichtern. Somit
ist es auch ausgeschlossen, dass diese Teile verloren gehen können. Weitere Vorteile
und Ausführungen der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
sowie anhand der Zeichnung erläutert.
[0020] Dabei zeigen schematisch:
Fig. 1 in einer Schnittdarstellung ein erfindungsgemäßes Modul mit einem ersten und
einem zweiten Gehäuseteil mit einer einseitig angebrachten Klemmfeder zur mechanischen
Verbindung der beiden Gehäuseteile;
Fig. 2 in einer perspektivischen Darstellung die Klemmfeder nach Fig. 1;
Fig. 3 in einer Schnittdarstellung ein erfindungsgemäßes Modul mit zweiseitiger Klemmfederbefestigung;
Fig. 4 in einer Schnittdarstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes
Modul im unverriegelten Zustand mit zwei Gehäuseteilen, die durch einen Verriegelungsstift
mit Druckfeder mechanisch aneinander befestigt sind;
Fig. 5 in einer Schnittdarstellung das Modul nach Fig. 4 im verriegelten Zustand;
Fig. 6 in einer perspektivischen Darstellung der Verriegelungsstift und die Druckfeder
nach Fig. 4 und 5;
Fig. 7 in einer Schnittdarstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes
Modul mit zwei Gehäuseteilen, die über einen Bajonettverschluss mit Feder mechanisch
aneinander befestigt sind;
Fig. 8 in einer Schnittdarstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes
Modul mit zwei Gehäuseteilen, die über einen Schieber mit Feder mechanisch aneinander
verrasten;
Fig. 9 in einer perspektivischen Darstellung der Schieber mit Feder nach Fig. 8;
Fig. 10 in einer Schnittdarstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes
Modul mit zwei Gehäuseteilen, die über ein Drehgelenk mit Feder mechanisch aneinander
verrastet sind;
Fig. 11 in einer perspektivischen Darstellung das Drehgelenk mit Feder nach Fig. 10;
Fig. 12 in einer Schnittdarstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes
Modul mit zwei Gehäuseteilen, die über einen Schwenkantrieb mit Feder mechanisch aneinander
befestigt sind;
Fig. 13 in einer perspektivischen Darstellung der Schwenkantrieb mit Feder nach Fig.
12;
Fig. 14 in einer Schnittdarstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes
Modul mit zwei Gehäuseteilen, die über einen Schwenkantrieb mit Feder und Einrastung
mechanisch aneinander befestigt sind;
Fig. 15 in einer perspektivischen Darstellung den Schwenkantrieb mit Feder und Verrastnase
nach Fig. 14.
[0021] Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Modul 1 mit einem ersten Gehäuseteil 2 und einem
zweiten Gehäuseteil 3, die mit einer vorzugsweise einseitig angebrachten Klemmfeder
4 zur mechanischen Verbindung aneinander befestigt sind. Die Gehäuseteile 2, 3 sind
vorzugsweise quaderförmig ausgebildet, wobei eins der beiden Gehäuseteile 2, 3 als
Montageplatte ausgebildet sein kann. Die beiden Gehäuseteile 2, 3 ergeben zusammengesetzt
einen Quader, der über die vorzugsweise seitlich angeordnete Klemmfeder 4 zusammengehalten
wird. Um die Klemmfeder 4 an den Gehäuseteilen 2, 3 zu fixieren, befinden sich an
den Gehäuseteilen 2, 3 Ausnehmungen 5, 6, in welche die Klemmfeder 4 eingreift. Vorzugsweise
kann die Klemmfeder 4 auch mittig an den Gehäuseteilen 2, 3 angeordnet sein.
[0022] In Fig. 2 ist die Klemmfeder 4 nach Fig. 1 dargestellt. Die Klemmfeder 4 weist eine
vorzugsweise ebene Fläche 7 auf, die sich im fixierten Zustand an eine Seitenfläche
der zum Quader zusammen gefügten Gehäuseteile 2, 3 anfügt. Die ebene Fläche 7 geht
an ihren Enden jeweils in ein vorzugsweise S-förmiges Endstück 8, 9 über, die vorzugsweise
im 90° Winkel zur ebenen Fläche 7 stehen. Dabei ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass
die sich direkt an die ebene Fläche 7 anschließenden unteren Teilstücke 10, 11 der
S-förmigen Endstücke 8, 9 die Gehäuseteile 2, 3 umschließen, während die oberen Teilstücke
12, 13 der S-förmigen Endstücke 8, 9 in die Ausnehmungen 5, 6 an den Gehäuseteilen
2, 3 greifen.
[0023] In Fig. 3 ist das erfindungsgemäße Modul 1 mit zweiseitiger Klemmfederbefestigung
dargestellt. Dazu sind an den Gehäuseteilen 2, 3 zwei weitere, sich im zusammengesetzten
Zustand der Gehäuseteile 2, 3 gegenüber liegende Ausnehmungen 14, 15 angeordnet, in
welche die oberen Teilstücke 12, 13 der S-förmigen Endstücke 8, 9 der Klemmfeder 4
greifen.
[0024] Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Modul 1 im
unverriegelten Zustand mit zwei Gehäuseteilen 2, 3, die durch einen Verriegelungsstift
16 mit Druckfeder 17 mechanisch aneinander befestigt sind. Zur Aufnahme des Verriegelungsstiftes
16 mit Druckfeder 17 sind in den Gehäuseteilen 2, 3 Ausnehmungen 18, 19 vorgesehen,
wobei in der Ausnehmung 18 ein Vorsprung 20 und in der Ausnehmung 19 zwei sich gegenüber
liegende Vorsprünge 21, 22 angeordnet sind. Der Verriegelungsstift 16 weist ein vorzugsweise
zylindrisch ausgebildetes Mittelstück 23 auf, auf welchem die Druckfeder 17 geführt
ist. Das zylindrische Mittelstück 23 des Verriegelungsstiftes 16 weist zudem an einem
Ende einen Betätigungskopf 24 auf sowie am anderen Ende eine Verriegelungsnase 25.
Der Verriegelungsstift 16 mit Druckfeder 17 ist in der Ausnehmung 19 des Gehäuseteils
3 gelagert, wobei die Druckfeder 17 an den Vorsprüngen 21, 22 anstößt. Nur das zylindrische
Mittelstück 23 mit der Verriegelungsnase 25 des Verriegelungsstiftes 16 ragt in die
Ausnehmung 18 des Gehäuseteils 2 hinein. Im unbetätigten Zustand liegt die Verriegelungsnase
25 des Verriegelungsstiftes 16 dem Vorsprung 20 des Gehäuseteils 2 gegenüber.
Fig. 5 zeigt das erfindungsgemäße Modul 1 nach Fig. 4 im verriegelten Zustand. Um
den Verriegelungsstift 16 in den verriegelten Zustand zu überführen, muss der Betätigungskopf
24 des Verriegelungsstiftes 16 in die Ausnehmung 18, 19 hineingedrückt werden, so
dass sich die Druckfeder 17 zwischen Betätigungskopf 24 und den Vorsprüngen 21, 22
staut. Anschließend muss der Verriegelungsstift 16 gedreht werden, so dass die Verriegelungsnase
25 unterhalb des Vorsprungs 20 angeordnet ist.
[0025] In Fig. 6 ist der Verriegelungsstift 16 und die Druckfeder 17 dargestellt. Der Verriegelungsstift
16 weist das vorzugsweise zylindrisch ausgebildete Mittelstück 23 auf, auf welchem
die Druckfeder 17 geführt ist. An den Enden des zylindrischen Mittelstücks 23 des
Verriegelungsstiftes 16 sind der Betätigungskopf 24 sowie die Verriegelungsnase 25
angeordnet.
[0026] In Fig. 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Modul 1
mit zwei Gehäuseteilen 2, 3 dargestellt, die über einen Bajonettverschluss mit Federelement
26 aneinander befestigt sind. Der Bajonettverschluss ist in diesem Ausführungsbeispiel
als Steckelement 27 ausgebildet mit einem Betätigungskopf 28, an welchem ein vorzugsweise
zylindrischer Körper 29 angeordnet ist. Auf dem zylindrischen Körper 29 ist das Federelement
26 aufgesteckt, wobei ein Ende des Federelements 26 am Steckelement 27 befestigt ist
und der freie Federfortsatz 30 des Federelements 26, bei welchem die Spiralen einen
größeren Durchmesser aufweisen als die Spiralen am zylindrischen Körper 29, in einer
Ausnehmung 31 des Gehäuseteils 2 angeordnet ist. Durch Drehen des Betätigungskopfes
28 kann das Steckelement 27 inklusive des Federelements 26 aus den Gehäuseteilen 2,
3 entfernt werden.
[0027] Aus Fig. 8 geht ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Modul
1 mit zwei Gehäuseteilen 2, 3 hervor, die über einen Schieber 32 mit Federelement
33 mechanisch aneinander befestigt sind. Vorzugsweise ist das Federelement 33 im Gehäuseteil
2 angeordnet, ragt in das Gehäuseteil 3 hinein und ist dort an einem Befestigungskörper
34 fixiert, der innerhalb des Gehäuseteils 3 angeordnet ist. Am Befestigungskörper
34 ist ebenfalls der Schieber 32 befestigt, durch welchen die Verriegelungsvorrichtung
aus Befestigungskörper 34 und Federelement 33 von außen zugänglich ist.
[0028] In Fig. 9 ist die Verriegelungsvorrichtung aus Fig. 8 mit Federelement 33, Befestigungskörper
34 und Schieber 32 dargestellt.
[0029] Fig. 10 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Modul 1
mit zwei Gehäuseteilen 2, 3, die über ein Drehgelenk 37a mit Federelement 35 aneinander
befestigt sind. Ähnlich wie im Ausführungsbeispiel aus Fig. 8 ist das Federelement
35 vorzugsweise im Gehäuseteil 2 angeordnet und ragt in das Gehäuseteil 3 hinein und
ist dort am Befestigungskörper 36 fixiert, der über ein vorzugsweise dreiteilig ausgebildetes
Drehgelenk in den gespannten beziehungsweise entspannten Zustand versetzt werden kann.
[0030] In Fig. 11 ist die Verriegelungsvorrichtung aus Fig. 10 mit Federelement 35, Befestigungskörper
36 und dreiteiligem Drehgelenk 37a, 37b, 37c, dargestellt.
[0031] In Fig. 12 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Moduls 1
mit zwei Gehäuseteilen 2, 3 dargestellt, die über einen Schwenkantrieb 38 mit Federelement
39 aneinander befestigt sind. Das Federelement 39 ist am Schwenkantrieb 38 fixiert.
Die Kombination dieser beiden Bauteile wird über eine Schwenkbewegung, die außerhalb
der Gehäuseteile 2, 3 beginnt, in den gespannten Zustand überführt, wobei der Schwenkantrieb
38 in einer Ausnehmung 40 des Gehäuseteils 3 im gespannten Zustand angeordnet ist.
[0032] Fig. 13 zeigt den Schwenkantrieb 38 aus Fig. 12 mit Federelement 39.
In Fig. 14 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Moduls 1 mit
zwei Gehäuseteilen 2, 3 dargestellt, die über einen Schwenkantrieb 41 mit Federelement
42 und einer abschließenden Einrastung mechanisch aneinander befestigt sind. Dabei
ist das Federelement 42 am Schwenkantrieb 41 befestigt. Die Kombination dieser beiden
Bauteile wird über einen Schwenkvorgang, der außerhalb der Gehäuseteile 2, 3 beginnt,
in den gespannten Zustand überführt, wobei der Schwenkantrieb 41 eine Verrastungsnase
43 aufweist, die in eine Ausnehmung 44 des Gehäuseteils 3 verrastet.
[0033] Fig. 15 zeigt den Schwenkantrieb 41 aus Fig. 13 mit Federelement 42.
[0034] Das erfindungsgemäße Modul, das aus zwei Gehäuseteilen aufgebaut ist, zeichnet sich
dadurch aus, dass die mechanische Verbindungskraft zwischen den Gehäuseteilen als
Federkraft ausgebildet ist. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass nach der ersten Montage
keine weiteren Schritte zur Aufrechterhaltung der Dichtigkeit beziehungsweise der
Kontaktsicherheit notwendig sind. Durch die Federeigenschaft der Verbindung ist ein
Nachziehen nicht mehr erforderlich. Vorteilhaft ist auch, dass für die Montage keine
weiteren Werkzeuge benötigt werden. Des Weiteren ergibt sich der Vorteil, dass die
Elemente, die zur Erzeugung der Federkraft notwendig sind, vorzugsweise in einem der
beiden Gehäuseteile integriert sind, um die Montage zu erleichtern. Somit ist es auch
ausgeschlossen, dass diese Teile verloren gehen können.
1. Modul (1), insbesondere für Systemverkabelungen mit einem ersten Gehäuseteil (2) und
einem zweiten Gehäuseteil (3), wobei zwischen den Gehäuseteilen (2, 3) über eine mechanische
Verbindung hinaus eine elektrische Verbindung enthalten ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die mechanische Verbindungskraft zwischen dem ersten und dem zweiten Gehäuseteil
(2,3) als Federkraft ausgebildet ist.
2. Modul (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft als Klemmfeder (4) und/oder Federelement (17, 26, 33, 35, 39, 42),
vorzugsweise in Form einer Spiralfeder oder einer Tellerfeder ausgebildet ist.
3. Modul (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft über das Zug- oder Druckprinzip ausgebildet ist.
4. Modul (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (17, 26, 33, 35, 39, 42) zumindest in einem der beiden Gehäuseteile
(2, 3) verliersicher integriert angeordnet ist.
5. Modul (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmfeder (4) oder das Federelement (17, 26, 33, 35, 39, 42) an einer Seite
des Moduls (1) angeordnet ist.
6. Modul (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmfeder (4) oder das Federelement (17, 26, 33, 35, 39, 42) zentral im des
Modul (1) angeordnet ist.
7. Modul (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl an Klemmfedern (4) und/oder eine Mehrzahl an Federelementen (17, 26,
33, 35, 39, 42) an einer Seite des Moduls (1) und/oder zentral im Modul (1) angeordnet
sind/ist.