[0001] Die Erfindung betrifft ein Schmiersystem für eine Kolben-Zylindereinheit gemäss dem
Oberbegriff von Anspruch 1. Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Brennkraftmaschine,
insbesondere einen Grossmotor mit einer Kolben-Zylindereinheit mit einem Schmiersystem.
[0002] Grossmotoren, insbesondere in der Ausführung als Grossdieselmotoren, die als Zweitakt-oder
als Viertakt-Verbrennungskraftmaschinen ausgestaltet sein können, werden häufig als
Antriebsaggregate für Schiffe oder auch im stationären Betrieb, z.B. zum Antrieb grosser
Generatoren zur Erzeugung elektrischer Energie eingesetzt. Dabei laufen die Grossmotoren
in der Regel über beträchtliche Zeiträume im Dauerbetrieb, was hohe Anforderungen
an die Betriebssicherheit und die Verfügbarkeit stellt. Daher sind für den Betreiber
insbesondere lange Wartungsintervalle, geringer Verschleiss und ein wirtschaftlicher
Umgang mit den Betriebsstoffen zentrale Kriterien.
[0003] Im Betriebszustand gleitet der Kolben an der als Lauffläche dienenden Oberfläche
der Wandung des Zylinders, die meist in Form einer Zylinderlaufbuchse die auch als
Zylinderliner bezeichnet wird, ausgestaltet ist, entlang. Dabei ist eine Zylinder-
bzw. Kolbenschmierung vorgesehen. Einerseits muss der Kolben möglichst leicht, das
heisst unbehindert, in dem Zylinder gleiten, andererseits muss der Kolben den Brennraum
im Zylinder möglichst gut abdichten, um eine effiziente Umwandlung der beim Verbrennungsprozess
freiwerdenden Energie in mechanische Arbeit zu gewährleisten.
[0004] Deshalb wird während des Betriebs des Grossdieselmotors üblicherweise ein Schmiermittel,
üblicherweise in der Form eines Schmieröls, in den Zylinder eingebracht, um gute Laufeigenschaften
des Kolbens zu erzielen und den Verschleiss der Lauffläche, des Kolbens und der Kolbenringe
möglichst gering zu halten. Ferner dient das Schmieröl der Neutralisierung aggressiver
Verbrennungsprodukte sowie der Vermeidung von Korrosion. Aufgrund dieser zahlreichen
Anforderungen werden als Schmiermittel häufig sehr hochwertige und teure Substanzen
verwendet.
[0005] Es besteht daher im Hinblick auf einen besonders effizienten und wirtschaftlichen
Betrieb des Motors das Bedürfnis, mit möglichst geringem Schmiermittelverbrauch zu
arbeiten. Unter Schmiermittelverbrauch wird die Menge Schmiermittel verstanden, die
für die eigentliche Schmieraufgabe nicht mehr zur Verfügung steht, die also durch
den Schmiervorgang verbraucht wird, also verloren geht. Dieser Verlust kann dadurch
bedingt sein, dass das Schmiermittel als Tröpfchen im Brenngas aufgenommen wird oder
als Schmiermittelfilm entlang der Zylinderinnenwand verteilt wird. Dieses Schmiermittel
kann daher in gasförmiger Form oder flüssiger Form in den Brennraum gelangen, sich
dort entzünden und mit verbrannt werden, ein Effekt, der an sich unerwünscht ist,
weil es zu Fehlzündungen oder zu Ablagerungen im Zylinderinnenraum kommen kann.
[0006] Ein bewährtes Schmierverfahren ist die sogenannte Innenschmierung, bei welchem das
Schmiermittel durch das Innere des Kolbens gefördert wird und dann über eine oder
mehrere Schmierstellen, die auf der Oberfläche des Kolbens vorgesehen sind, aus den
Kolbeninneren auf den Kolben bzw. auf die Zylinderlauffläche aufgebracht wird. Ein
derartiges Verfahren wird beispielsweise in der
EP-A-0 903 473 offenbart.
[0007] Es ist eine Vielzahl von Möglichkeiten bekannt, um einer Zylinderinnenwand einer
Hubkolbenbrennkraftmaschine Schmiermittel zuzuführen. Beispielsweise zeigen die Dokumente
EP2133520 A1 sowie
EP2253810 A1 Schmiervorrichtungen mit Schmiermittelreservoirs, die im Kolben selbst angeordnet
sind. Diese Lösungen betreffen daher die Schmiermittelzufuhr zu der Schmierstelle
über den Kolben.
[0008] Um den Schmiermittelbedarf zu reduzieren, sind verschiedene Lösungswege beschritten
worden. Einerseits kann ein Ölsammelring vorgesehen sein, wie er beispielsweise aus
der
EP2133520 A1 oder aus der
EP 1 936 245 A1 bekannt ist. Das heisst, mittels eines Ölsammelrings kann vermieden werden, dass
Schmiermittel in den Brennraum gelangt.
[0009] Alternativ oder in Ergänzung hierzu kann der Gleitfläche des Kolbens im Zylinderinnenraum
auch Schmiermittel auch über den Zylinderliner selbst zugeführt werden und auch im
Zylinderliner selbst in Ausnehmungen aufgenommen werden, wie sie beispielsweise in
der
EP 20 50 946 A1 offenbart sind.
[0010] Die Zylinderschmierung von Zweitakt- Schiffsdieselmotoren erfolgt durch das dosierte
Einspritzen von Schmiermittel, wobei die derzeit gängigen Schmiersysteme aufgrund
der ein konstantes Volumen fördernden Pumpe nur etwa jede zehnte Umdrehung einspritzen,
was fur die Verteilung des Schmiermittels ungünstig ist. Auch reduzieren die relativ
langen Leitungen zwischen Pumpe und Einspritzdüse die Dynamik des Systems, das heisst,
dass die Zeitdauer, die ein Dosierimpuls für das Zurücklegen der Wegstrecke von der
Pumpe bis zum Schmiermitteleinspritzelement benötigt, zu lange ist, um eine präzise
Regelung des Einspritzzeitpunkts über die Pumpe zu erlauben. Zusätzlich nehmen mit
der zunehmenden Länge der Verbindungsleitungen Verluste durch Rohrreibung zu, sodass
durch die Elastizität des Schmiermittels durch dessen Kompressibilität in den Verbindungsleitungen
kein Impuls am Eingang des Schmiermitteleinspritzventils mehr detektierbar ist.
[0011] Die
WO0235068 A1 zeigt ein fluidmittelbetätigtes Schmiermitteleinspritzelement. Für die Regelung der
Schmiermitteleinspritzung muss in diesem Fall ein ausreichend hoher Fluiddruck verfügbar
sein. Des weiteren müssen Vorkehrungen getroffen werden, dass das Druckfluid und das
Schmiermittel in voneinander getrennten Kanälen strömen. Dieser Fluidmitteldruck wird
gemäss dieses Ausführungsbeispiels mit einer am Schmiermitteleinspritzelement angebrachten
Pumpe, die von einem eigenen Motor angetrieben wird, erzeugt. Gemäss dieser Lösung
sind somit eine Pumpe und ein Motor für jedes Schmiermitteleinspritzelement erforderlich.
Wenn eine Mehrzahl von Schmiermitteleinspritzelementen vorgesehen ist, hat diese Lösung
daher einen erhöhtem Wartungsaufwand und erhöhte Investitionskosten zur Folge. Daher
kann diese Lösung für den Einsatz in Mehrzylindermotoren, insbesondere in Grossmotoren
für den marinen Einsatz ungeeignet sein. Zum einen muss der Wartungsaufwand möglichst
gering sein, da die Motoren über die gesamte Fahrtzeit des Schiffs in Dauerbetrieb
laufen müssen. Das heisst, aus Redundanzgründen müssten eine Mehrzahl derartiger fluidmittelbetätigter
Schmiermitteleinsatzelemente redundant vorrätig gehalten werden. Zum anderen sollen
die Investitionskosten möglichst niedrig gehalten werden.
[0012] Eine Möglichkeit, auf eine Vielzahl von Pumpen und Motoren zu verzichten, bietet
die Verwendung eines sogenannten Common Rail Systems für die Bereitstellung des Schmiermittels
zu den Schmiermitteleinspritzelementen. Die
WO2011116768 A1 zeigt ein derartiges Common Rail System für die Einspritzung von Schmiermittel in
eine Mehrzahl von Zylindern einer Brennkraftmaschine. In diesem System wird die früher
beschriebene Problematik der Verbindungsleitungen derart gelöst, dass die Dosierung
des Schmiermittels direkt im Schmiermittelelement über magnetgesteuerte Ventile erfolgt.
Mittels dieser magnetgesteuerten Ventile kann die Zufuhr von Schmiermittel sehr genau
geregelt werden, und zwar sowohl der Zeitpunkt der Zufuhr von Schmiermittel zum Zylinder,
also auch die Dauer der Zufuhr von Schmiermittel, das heisst die Menge an Schmiermittel,
die der Schmierstelle zugeführt werden soll. Allerdings muss durch die hierfür einzusetzenden
magnetgesteuerten Ventile sowohl gewährleistet sein, dass die Zufuhr von Schmiermittel
durch Öffnen der Verbindung zur Schmiermitteldüse eingeleitet werden kann, aber auch
dass die Zufuhr von Schmiermittel wieder unterbrochen werden kann. Je nach Schmiermitteldruck
kann das Unterbrechen der Schmiermittelzufuhr unterschiedlich lange dauern, bis der
Schliessdruck erreicht ist, das heisst das Schmiermittelvolumen, welches an die Schmierstelle
gelangt, ist grösser als durch die Regelung vorgesehen. Es ist selbstverständlich
möglich, ein druckabhängiges Schaltverhalten des magnetgesteuerten Ventils einzustellen,
was aber einen erhöhten Regelungsaufwand bedeutet.
[0013] Daher ist es Aufgabe der Erfindung, den Regelungsaufwand für die Dosierung von Schmiermittel
zu verringern.
[0014] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine präzise Dosierung des Schmiermittels
für die Schmierung einer Gleitfläche für einen Kolben entlang einer Zylinderinnenwand
zu gewährleisten.
[0015] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, den Schmiermittelverbrauch zu senken.
[0016] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, den Schmiermittelbedarf an den Betriebszustand
der Brennkraftmaschine anzupassen.
[0017] Diese Aufgaben der Erfindung werden mittels eines Schmiersystems gemäss Anspruch
1 gelöst. Die Unteransprüche enthalten weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0018] Ein Schmiersystem für eine Kolben-Zylinder Einheit für eine Brennkraftmaschine, insbesondere
einen Grossmotor oder Kompressor umfasst eine Pumpe, ein Schmiermitteleinspritzelement,
eine Verbindungsleitung zwischen der Pumpe und dem Schmiermitteleinspritzelement zur
Versorgung des Schmiermitteleinspritzelements mit Schmiermittel. Zwischen der Pumpe
und dem Schmiermitteleinspritzelement ist ein Speicherelement in der Verbindungsleitung
vorgesehen.
[0019] Das Speicherelement befindet sich hierbei vorteilhafterweise in geringer Entfernung
vom Schmiermitteleinspritzelement, kann sogar in das Schmiermitteleinspritzelement
integriert sein. Das Speicherelement enthält ein definiertes Schmiermittelvolumen.
Das Ende des Einspritzvorgangs ist somit durch die Entleerung des Speicherelements
vorgegeben. Somit muss gemäss der erfindungsgemässen Lösung nur noch der Beginn der
Einspritzung von Schmiermittel geregelt werden, nicht aber deren Ende. Daher ist es
nicht erforderlich, dass das Schmiermitteleinspritzelement über eine Vorrichtung verfügt,
die den Durchfluss von Schmiermittel unterbricht. Auch eine Leckage von Schmiermittel
kann mit der erfindungsgemässen Lösung nicht auftreten.
[0020] Daher ergibt sich durch die erfindungsgemässe Lösung eine Vereinfachung der Dosierung
von Schmiermittel insbesondere für eine Kolben-Zylindereinheit einer Brennkraftmaschine,
insbesondere für einen Grossmotor.
[0021] Insbesondere kann das bei vollständig gefülltem Speicherelement zu dosierende Volumen
pro Hub im Bereich von 0.03 bis 0.5 cm
3 liegen, abhängig vom Typ der Brennkraftmaschine.
[0022] Die Schmierrate kann im Bereich von 0.2 bis 2.5 g/kWh liegen. Die Anzahl der Einspritzelemente
kann pro Zylinder zwischen 1 und 24 liegen, insbesondere von 4 bis 24 betragen. Pro
Hub kann es zwischen 0.3 und 3-mal zur Einspritzung von Schmiermittel kommen.
[0023] Das Speicherelement weist vorteilhafterweise einen Durchmesser von bis zu 8 mm auf,
wenn der Hub 10 mm beträgt. Für sehr kleine Schmiermittelmengen kann ein Ringraum
von ungefähr 3 mm Innendurchmesser und 4 mm Aussendurchmesser vorgesehen werden. Der
Hub beträgt dann ca. 5 mm.
[0024] Die Summe der Querschnitte der als Einspritzöffnungen dienenden Auslassöffnungen
ist maximal so gross wie die Querschnittsfläche des Speicherelements, insbesondere
maximal 1/5 der Querschnittsfläche des Speicherelements, besonders bevorzugt maximal
1/10 der Querschnittsfläche des Speicherelements, in Abhängigkeit von der gewünschten
Austrittsgeschwindigkeit des Schmiermittels durch die Auslassöffnungen und/oder der
gewünschten Zerstäubung. Üblicherweise liegen die Durchmesser jeder der Öffnungen
in einem Bereich von 0.1 bis 0.5 mm.
[0025] Das Speicherelement wird über eine Verbindungsleitung befüllt, welche von der Pumpe
zum Schmiermitteleinspritzelement führt. Insbesondere kann eine Pumpe mit veränderlichem
Hub verwendet werden, sodass die Förderrate an den Bedarf an Schmiermittel bei jedem
Lastzustand der Brennkraftmaschine angepasst werden kann. Es erfolgt keine Rückführung
von Schmiermittel von der Schmierstelle in das Schmiersystem ausser über eine gegebenenfalls
separat vorzusehende Schmiermittelsammelvorrichtung. Das Schmiermittel, welches in
das Speicherelement gefördert worden ist, wird dosiert, gegebenenfalls bis das Speicherelement
entleert ist.
[0026] Das Speicherelement kann insbesondere als Akkumulator ausgebildet sein, beispielsweise
als ein Kolbenspeicher. Ein Drosselelement kann zwischen der Pumpe und dem Schmiermitteleinspritzelement
angeordnet sein. Das Speicherelement wird nach Abschluss der Schmiermittelabgabe über
das Drosselelement wieder aufgefüllt. Das Drosselelement kann als einstellbares Drosselelement
ausgeführt sein, um die Menge des dosierten Schmiermittels an die Betriebsbedingungen
der Brennkraftmaschine anzupassen. Nach einem Ausführungsbeispiel kann das Drosselelement
auch als Magnetventil ausgebildet sein, oder eine Kombination mit einem Mehrwegventil
zur Bestimmung des Ablaufs des Einspritzvorgangs umfassen.
[0027] Nach einem Ausführungsbeispiel enthält das Speicherelement eine Kammer zur Aufnahme
einer Schmiermittelmenge, die dem maximalen Bedarf an Schmiermittel an der Schmierstelle
entspricht. Insbesondere kann eine Mehrzahl von Speicherelementen hintereinander oder
nebeneinander angeordnet sein. Das heisst, zumindest zwei Speicherelemente können
in Serie zueinander geschaltet sein oder können parallel zueinander geschaltet sein.
[0028] Des Weiteren kann ein gemeinsames Speicherelement für eine Mehrzahl von Schmiermitteleinspritzelementen
vorgesehen sein. Alternativ oder in Ergänzung hierzu kann ein einzelnes oder eine
Mehrzahl von Schmiermitteleinspritzelementen mit einer Mehrzahl von Speicherelementen
verbunden sein. Die Speicherelemente können Kammern aufweisen, die ein unterschiedliches
Volumen aufweisen und/oder das Volumen jedes Speicherelements kann variabel sein.
Die Verbindungsleitung kann zwischen der Pumpe und dem Speicherelement mindestens
ein Drosselelement enthalten. Das Drosselelement kann mindestens ein Einstellelement
zur Veränderung des Durchflussquerschnitts aufweisen. Mittels des einstellbaren Drosselelements
kann somit die Befüllungsgeschwindigkeit des Speicherelements eingestellt werden.
[0029] Nach einem Ausführungsbeispiel kann die Pumpe ein Einstellmittel aufweisen, um die
Fördermenge je Zeiteinheit zu verändern. Insbesondere kann die Pumpe als eine drehzahlregelbare
Zahnradpumpe oder eine Kolbenpumpe mit regelbarem Hub ausgebildet sein.
[0030] Nach einem Ausführungsbeispiel kann das Schmiermitteleinspritzelement das Speicherelement
enthalten. Dieses Ausführungsbeispiel ermöglicht eine sehr kompakte Bauweise des Schmiersystems.
Des Weiteren kann durch diese Anordnung gewährleistet werden, dass die Dosierung unmittelbar
ausgelöst wird, wenn ein Schmiermittelbedarf signalisiert wird. Insbesondere weist
das Schmiermitteleinspritzelement ein Gehäuseelement, eine Einlassöffnung für ein
Schmiermittel, welche im Gehäuseelement angeordnet ist sowie das Speicherelement auf,
welches mit der Einlassöffnung in fluidleitender Verbindung steht und im Inneren des
Gehäuseelements angeordnet ist. Das Speicherelement weist eine Kammer auf, welche
zur Aufnahme von Schmiermittel ausgebildet ist, sowie eine Auslassöffnung, die mittels
eines Absperrelements verschliessbar ist. Das Absperrelement ist mittels eines Betätigungselements
derart bewegbar, dass die Auslassöffnung zur Abgabe von Schmiermittel freigebbar ist.
[0031] Ein Drosselelement kann zwischen der Einlassöffnung und dem Speicherelement angeordnet
sein, wodurch eine in der kurzen Zeitspanne zwischen Beendigung der Entleerung des
Speichers und Schliessen des Magnetventils austretende Schmiermittelmenge auf einen
nicht relevanten Betrag reduziert wird. Alternativ dazu kann statt des Drosselelements
zumindest ein weiteres Magnetventil verwendet werden, an das keinerlei besondere Anforderungen
bezüglich Dynamik gestellt werden, da die Schmiermittelzufuhr lange vor Beginn des
Einspritzvorgangs unterbrochen und lange nach dessen Beendigung wieder geöffnet werden
kann. Als weitere Alternative kann das Magnetventil zur Einspritzung zu einem Mehrwegventil
erweitert werden oder durch ein Mehrwegventil ersetzt werden. Nach einem Ausführungsbeispiel
kann die Kammer ein Verschiebeelement aufweisen, sodass das Volumen der Kammer veränderbar
ist. Insbesondere kann das Schmiermitteleinspritzelement ein Nadelventil enthalten.
[0032] Eine Brennkraftmaschine kann ein Schmiersystem nach einem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele
umfassen. Die Brennkraftmaschine umfasst eine Kolben-Zylindereinheit, die Kolben-Zylindereinheit
einen Zylinder sowie einen Kolben, wobei der Zylinder einen Zylindermantel aufweist,
der einen Zylinderinnenraum begrenzt. Der Zylindermantel enthält zumindest ein Schmiermitteleinspritzelement
nach einem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele.
[0033] Das Verfahren zur Schmierung einer Kolben-Zylindereinheit einer Brennkraftmaschine
umfasst eine Kolben-Zylindereinheit. Einer Schmierstelle der Kolben-Zylindereinheit
wird ein Schmiermittel mittels eines Schmiersystems zugeführt. Das Schmiersystem umfasst
eine Pumpe, ein Schmiermitteleinspritzelement, eine Verbindungsleitung zwischen der
Pumpe und dem Schmiermitteleinspritzelement zur Versorgung des Schmiermitteleinspritzelements
mit Schmiermittel. Zwischen der Pumpe und dem Schmiermitteleinspritzelement ist ein
Speicherelement in der Verbindungsleitung vorgesehen. Das Schmiermittel wird durch
die Pumpe in die Verbindungsleitung und in das Speicherelement gefördert, von dem
Speicherelement wird das Schmiermittel über das Schmiermitteleinspritzelement solange
an die Schmierstelle gefördert, bis das Speicherelement zumindest teilweise entleert
ist.
[0034] Insbesondere weist das Schmiermitteleinspritzelement ein Betätigungselement auf,
welches eine Auslassöffnung im Gehäuseelement des Schmiermitteleinspritzelements freigibt,
sodass Schmiermittel an die Schmierstelle gelangt.
[0035] Das Schmiermitteleinspritzelement enthält ein Drosselelement, welches zwischen Einlassöffnung
und Speicherelement angeordnet ist, sodass das Speicherelement nach zumindest teilweiser
Entleerung wieder aufgefüllt wird. Vorteilhafterweise kann die Zeitdauer des Auffüllens
über die Förderrate der Pumpe geregelt werden.
[0036] Die obige Beschreibung sowie die Ausführungsbeispiele dienen lediglich als Beispiel
zur Erläuterung der Funktionsweise der Erfindung. Weitere vorteilhafte Ausführungsbeispiele
gehen aus den abhängigen Ansprüchen sowie den Zeichnungen hervor. Darüber hinaus können
im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch einzelne Merkmale aus den beschriebenen
oder gezeigten Ausführungsbeispielen miteinander beliebig kombiniert werden.
[0037] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
[0038] Es zeigen
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Kolben-Zylindereinheit sowie das Schmiersystem nach
einem ersten erfindungsgemässen Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 eine Grafik des Drucks in Abhängigkeit vom Volumen (p-V Diagramm),
Fig. 3 einen Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines Schmiermitteleinspritzelements,
Fig. 4 ein Schmiersystem nach einem zweiten Ausführungsbeispiel.
[0039] In Fig. 1 ist der Aufbau des vorgeschlagenen Schmiersystems schematisch dargestellt.
Eine regelbare Pumpe 1, beispielsweise eine drehzahlregelbare Zahnradpumpe oder Kolbenpumpe
mit regelbarem Hub, fördert das Schmiermittel in eine Verbindungsleitung 2, an die
alle Schmiermitteleinspritzelemente 6 angeschlossen sind. Selbstverständlich kann
auch nur ein einziges Schmiermitteleinspritzelement 6 vorgesehen sein, es kann aber
auch eine Vielzahl von Schmiermitteleinspritzelementen vorhanden sein. Das oder die
Schmiermitteleinspritzelemente 6 sind an der Zylinderwand oder dem Zylinderliner angeordnet.
Der Förderdruck wird in Abhängigkeit von der gewünschten Einspritzmenge an Schmiermittel
gewählt. Das Schmiermittel wird durch ein Drosselelement 3 in ein oder mehrere Speicherelemente
4 gefördert. Das Speicherelement 4 kann beispielsweise als Kolbenspeicherelement oder
als pneumatisches Speicherelement ausgeführt sein. Der Einspritzvorgang wird durch
ein Absperrelement, beispielsweise ein Magnetventil 5 ausgelöst. Bei geöffnetem Magnetventil
wird das Nadelventil des Schmiermitteleinspritzelements 6 geöffnet, sodass das Schmiermittel
an der Schmierstelle in den Zwischenraum zwischen Zylinder 20 und Kolben 11 einströmen
kann und von dort zur Schmierstelle an der Zylinderinnenwand oder am Kolbenring. Der
Einspritzvorgang endet, wenn das oder die Speicherelemente 4 entleert sind, da die
aus der Versorgungsleitung 2 nachfliessende Menge an Schmiermittel durch das Drosselelement
3 begrenzt ist. Gemäss einer alternativen Lösung, die zeichnerisch nicht dargestellt
ist, kann ein einziges Magnetventil vorgesehen sein, um die Zufuhr von Schmiermitteln
zu den Schmiermitteleinspritzelementen zu regeln. Das heisst, die Verzweigung der
Schmiermittelleitung erfolgt nicht zwischen Speicherelement 4 und den beiden Magnetventilen
5, wie in Fig. 1 dargestellt ist, sondern im Anschluss an das einzige Magnetventil
5.
[0040] Die Kolben-Zylinder Einheit 2 gemäss Fig. 1 umfasst einen Zylinder 20 sowie einen
Kolben 11. Der Zylinder 20 weist einen Zylindermantel 17 auf, der einen Zylinderinnenraum
18 begrenzt. Der Kolben 11 weist eine Kolbenmantelfläche 35, eine Kolbenoberseite
36 und eine Kolbenunterseite 37 auf. Die Kolbenmantelfläche 35, die Kolbenoberseite
36 und die Kolbenunterseite 37 begrenzen einen Kolbenkörper 25. Der Kolbenkörper 25
kann aus mehreren Teilen bestehen, beispielsweise einen Kolbenkopf 38 und ein Kolbenhemd
39 umfassen. Der Kolbenkörper 25 kann zumindest teilweise mit einem Hohlraum 40 versehen
sein, durch welchen ein Kühlmittel in den Kolbenkörper 25 eingebracht werden kann.
Eine Nut 12 ist in der Kolbenmantelfläche 35 ausgebildet, über welche dem Gleitpaar
Zylinderinnenwand und Kolbenring ein Schmiermittel zugefügt werden kann oder von der
Oberfläche der Zylinderinnenwand abgezogen werden kann. Durch die Nut 12 ist ein Zwischenraum
16 zwischen Kolbenmantelfläche 35 und Zylindermantel 17 ausgebildet. Die Nut 12 kann
sich über einen Teil des Umfangs der Kolbenmantelfläche 35 erstrecken. Insbesondere
kann auch eine Mehrzahl derartiger Nuten am Umfang der Kolbenmantelfläche vorgesehen
sein, was zeichnerisch nicht dargestellt ist.
[0041] Der Zylinder 20 weist einen Zylindermantel 17 auf, welcher eine Mehrzahl von Spülöffnungen
19 enthält. Der Zylinder 20 weist einen Zylinderkopf 21 mit einer Innenseite 22 auf,
an welchen der Zylindermantel 17 anschliesst, wobei von der Kolbenoberseite, dem Zylindermantel
17 und der Innenseite 22 des Zylinderkopfes 21 ein Brennraum 23 begrenzt ist. Ein
Spülraum 24 schliesst an die Kolbenunterseite 6 an, wobei der Fluiddruck im Inneren
der Ausnehmung 11 kleiner als der Druck im Brennraum und kleiner als der Druck im
Spülraum 24 ist.
[0042] Ein erster Kolbenring 14 und ein zweiter Kolbenring 15 sind auf der Kolbenmantelfläche
35 je einer Nut angeordnet, sodass ein vom Kolbenring 14, der Kolbenmantelfläche 35
und dem Zylindermantel 17 begrenzter Zwischenraum 16 ausgebildet ist, der eine Nut
12 enthält. Insbesondere kann auch eine Mehrzahl derartiger Nuten parallel zueinander
am Umfang der Kolbenmantelfläche vorgesehen sein, was zeichnerisch nicht dargestellt
ist. Der Kolbenring 14 bildet eine im Wesentlichen gasdichte Verbindung zum Brennraum
23 aus. Der Kolbenring 15 hat keine gasdichte Ausführung. Er kann auch als Schmiermittelabstreifring
ausgebildet sein.
[0043] Fig. 2 zeigt eine mögliche Kennlinie des Schmiersystems. Auf der x-Achse ist das
Volumen eingetragen, auf der y-Achse der Einspritzdruck. Diese Kennlinie bezieht sich
auf ein Speicherelement mit zwei Federelementen. In Abhängigkeit von der Federsteifigkeit,
der Vorspannung und/oder der Wirkungsrichtung eines Anschlags kann der Zusammenhang
zwischen Einspritzdruck und gespeichertem Volumen beeinflusst werden. In dem Druckbereich,
der zwischen P
0 8 und P
n 9 liegt, ist nur ein Federelement gespannt. In dem Punkt, der P
n 9 entspricht, fährt der Kolben an einen Anschlag, der ein zweites, beispielsweise
koaxial angeordnetes, das heisst parallelgeschaltetes Federelement mitnimmt. Hierdurch
entsteht eine sogenannte progressive Kennlinie, das heisst, mit zunehmendem Volumen
steigt der Druck überproportional an. Prinzipiell ist es auch möglich, mit zwei Federelementen
eine degressive Kennlinie zu erzeugen, beispielsweise indem die Federelemente hintereinandergeschaltet
werden und ein Anschlag zwischen den Federelementen verwendet wird. Eine degressive
Kennlinie kann vorteilhaft sein, um die Druckänderung während der Einspritzung klein
zu halten.
[0044] Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines Schmiermitteleinspritzelements
6. Das Schmiermitteleinspritzelement 6 weist ein Gehäuseelement 26 auf, in welchem
eine Einlassöffnung 27 für das Schmiermittel angeordnet ist, welches von der Pumpe
über eine Verbindungsleitung zu dem Schmiermitteleinspritzelement 6 gelangt. Die Einlassöffnung
27 ist im Gehäuseelement 26 angeordnet, welches gegebenenfalls mehrteilig ausgebildet
ist. Des Weiteren befindet sich im Gehäuseelement 26 ein Speicherelement 4, welches
mit der Einlassöffnung 27 in fluidleitender Verbindung steht und im Inneren des Gehäuseelements
26 angeordnet ist. Das Speicherelement 4 weist eine Kammer 28 auf, welche zur Aufnahme
von Schmiermittel ausgebildet ist, sowie eine Auslassöffnung 30, die mittels eines
Absperrelements 31 verschliessbar ist. Das Absperrelement 31 ist mittels eines Betätigungselements
32 derart bewegbar, dass die Auslassöffnung 30 zur Abgabe von Schmiermittel freigebbar
ist. Selbstverständlich kann eine Mehrzahl von Auslassöffnungen 30 vorgesehen sein.
[0045] Ein Drosselelement 3 ist zwischen der Einlassöffnung 27 und dem Speicherelement 4
angeordnet. Das Drosselelement 3 ist als ein Kanal im Gehäuseelement ausgebildet,
der teilweise ringförmig verläuft. Selbstverständlich könnte das Drosselelement auch
eine andere Form als die in Fig. 3 dargestellte Form aufweisen. Das Speicherelement
4 weist ein in die Kammer 28 hineinragendes Verschiebeelement 29 auf, welches in der
Kammer 28 hin- und her bewegbar ist, sodass das Volumen der Kammer 28 veränderbar
ist. Das Verschiebeelement 29 wird durch ein Federelement 33 in seine in der Fig.
3 unterste Position verschoben. In dieser Position ist das Volumen der Kammer 28 am
kleinsten. Wenn der Innendruck des Schmiermittels in der Kammer 28 grösser wird als
der Druck der durch das Federelement 33 auf das Verschiebeelement 29 ausgeübt wird,
bewegt sich das Verschiebeelement 29 entgegen der Federkraft des Federelements 33
nach oben. Wenn der Druck zu hoch wird, wird durch das Verschiebeelement 29 eine Auslassöffnung
42 freigegeben, sodass das Schmiermitteleinspritzelement auch eine Sicherung gegen
Überdruck aufweist.
[0046] Wenn das Verschiebeelement 29 am oberen Anschlag ist, wird überschüssiges Schmiermittel
über die Leckageöffnung 41 abgezogen um eine schnelle Bewegung des Verschiebeelements
29 zu ermöglichen. In diesem Fall kann das Schmiermittel, welches die Leckageöffnung
passiert, von einem Detektionsmechanismus erfasst werden, sodass eine Leckage des
Systems erfasst werden kann und gegebenenfalls ein Alarm ausgelöst werden kann.
[0047] Alternativ zu einer Leckageöffnung 41 kann das Verschiebeelement im Bereich der Aufnahme
des Federelements nicht als Kolben ausgeführt sein, sondern ein Spalt zwischen dem
Verschiebeelement und dem Gehäuse bestehen bleiben, was in den Zeichnungen nicht dargestellt
ist. Im Normalbetrieb sollte das Verschiebeelement 29 nicht an den Anschlag gelangen
d.h. die Feder 33 nicht vollständig zusammendrücken. Der Füllvorgang wird durch das
Kräftegleichgewicht zwischen Federelement 33 und dem als Ringkolben ausgeführten Verschiebeelement
29 begrenzt.
[0048] Fig. 4 zeigt ein Schmiersystem nach einem zweiten Ausführungsbeispiel, welches sich
vom Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 dahingehend unterscheidet, dass ein zweites
Speicherelement 44 zusätzlich zum Speicherelement 4 vorhanden ist. Das erste Speicherelement
4 ist in paralleler Anordnung zum zweiten Speicherelement 44 angeordnet Gemäss dieses
Ausführungsbeispiels werden beide Speicherelemente gleichzeitig befüllt. Selbstverständlich
kann durch die Verwendung unterschiedlicher Federsteifigkeiten die Befüllung oder
Entleerung eines der Speicherelemente gegenüber dem anderen beschleunigt oder verzögert
werden. Alternativ dazu kann das Speicherelement 4 in Flussrichtung hinter dem Speicherelement
44 angeordnet sein. In diesem Fall wird zuerst das Speicherelement 44 befüllt bevor
die Befüllung des Speicherelements 4 erfolgt. Für jedes der beiden Speicherelemente
sollte ein eigenes Absperrelement, beispielsweise ein Magnetventil vorgesehen sein.
Die Anordnung kann vorteilhaft sein, wenn sehr stark unterschiedliche Betriebszustände
abgedeckt werden müssen.
1. Schmiersystem für eine Kolben-Zylinder Einheit (10) für eine Brennkraftmaschine, insbesondere
einen Grossmotor oder Kompressor umfassend eine Pumpe (1), ein Schmiermitteleinspritzelement
(6), eine Verbindungsleitung (2) zwischen der Pumpe und dem Schmiermitteleinspritzelement
(6) zur Versorgung des Schmiermitteleinspritzelements (6) mit Schmiermittel, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Pumpe (1) und dem Schmiermitteleinspritzelement (6) ein Speicherelement
(4, 44) in der Verbindungsleitung (2) vorgesehen ist.
2. Schmiersystem nach Anspruch 1, wobei ein Drosselelement (3) zwischen der Pumpe (1)
und dem Schmiermitteleinspritzelement (6) angeordnet ist.
3. Schmiersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Speicherelement (4,
44) eine Kammer zur Aufnahme einer Schmiermittelmenge enthält, die dem maximalen Bedarf
an der Schmierstelle entspricht.
4. Schmiersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Mehrzahl von Speicherelementen
(4, 44) hintereinander oder nebeneinander angeordnet sind.
5. Schmiersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 4, wobei das Drosselelement
(3) ein Einstellelement zur Veränderung des Durchflussquerschnitts aufweist.
6. Schmiersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Pumpe (1) ein Einstellmittel
aufweist, um die Fördermenge je Zeiteinheit zu verändern.
7. Schmiersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Schmiermitteleinspritzelement
(6) das Speicherelement (4) enthält.
8. Schmiermitteleinspritzelement (6) umfassend ein Gehäuseelement (26), eine Einlassöffnung
(27) für ein Schmiermittel, welche im Gehäuseelement (26) angeordnet ist, ein Speicherelement
(4), welches mit der Einlassöffnung (27) in fluidleitender Verbindung steht und im
Inneren des Gehäuseelements (26) angeordnet ist, wobei das Speicherelement (4) eine
Kammer (28) aufweist, welche zur Aufnahme von Schmiermittel ausgebildet ist, sowie
eine Auslassöffnung (30) aufweist, die mittels eines Absperrelements (31) verschliessbar
ist, wobei das Absperrelement (31) mittels eines Betätigungselements (32) derart bewegbar
ist, dass die Auslassöffnung (30) zur Abgabe von Schmiermittel freigebbar ist.
9. Schmiermitteleinspritzelement (6) nach Anspruch 8, wobei ein Drosselelement (3) zwischen
der Einlassöffnung (27) und dem Speicherelement (4) angeordnet ist.
10. Schmiermitteleinspritzelement (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 8 oder 9,
wobei die Kammer (28) ein Verschiebeelement (29) aufweist, sodass das Volumen der
Kammer (28) veränderbar ist.
11. Brennkraftmaschine umfassend ein Schmiersystem nach Anspruch 1, wobei die Brennkraftmaschine
eine Kolben-Zylindereinheit (10) umfasst, die Kolben-Zylindereinheit (10) einen Zylinder
(20) sowie einen Kolben (11) umfasst, wobei der Zylinder (20) einen Zylindermantel
(17) aufweist, der einen Zylinderinnenraum (18) begrenzt, wobei der Zylindermantel
zumindest ein Schmiermitteleinspritzelement (6) nach einem der Ansprüche 8 bis 10
enthält.
12. Verfahren zur Schmierung einer Kolben-Zylindereinheit (10) einer Brennkraftmaschine,
wobei einer Schmierstelle der Kolben-Zylindereinheit (10) ein Schmiermittel mittels
eines Schmiersystems zugeführt wird, wobei das Schmiersystem eine Pumpe (1) umfasst,
ein Schmiermitteleinspritzelement (6), eine Verbindungsleitung (2) zwischen der Pumpe
(1) und dem Schmiermitteleinspritzelement (6) zur Versorgung des Schmiermitteleinspritzelements
(6) mit Schmiermittel vorgesehen ist, wobei zwischen der Pumpe (1) und dem Schmiermitteleinspritzelement
(6) ein Speicherelement (4, 44) in der Verbindungsleitung (2) vorgesehen ist, wobei
das Schmiermittel durch die Pumpe (1) in die Verbindungsleitung (2) und in das Speicherelement
(4) gefördert wird, sowie das Schmiermittel über das Schmiermitteleinspritzelement
(6) solange an die Schmierstelle gefördert wird, bis das Speicherelement (4) zumindest
teilweise entleert ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei das Schmiermitteleinspritzelement (6) ein Betätigungselement
(32) aufweist, welches eine Auslassöffnung (30) im Gehäuseelement (26) des Schmiermitteleinspritzelements
(6) freigibt, sodass Schmiermittel an die Schmierstelle gelangt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13, wobei das Schmiermitteleinspritzelement
(6) ein Drosselelement (3) enthält, welches zwischen Einlassöffnung (27) und Speicherelement
(4) angeordnet ist, sodass das Speicherelement (4) nach zumindest teilweiser Entleerung
wieder aufgefüllt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche12 bis 14, wobei die Zeitdauer des Auffüllens über
die Förderrate der Pumpe (1) geregelt wird.