(19)
(11) EP 2 682 673 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.01.2014  Patentblatt  2014/02

(21) Anmeldenummer: 13002863.2

(22) Anmeldetag:  04.06.2013
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F21V 7/00(2006.01)
F21S 4/00(2006.01)
F21Y 103/00(2006.01)
F21V 7/10(2006.01)
F21V 17/16(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 06.07.2012 DE 102012013332

(71) Anmelder: LED-Linear GmbH
47506 Neukirchen-Vluyn (DE)

(72) Erfinder:
  • Kramer, Michael
    47475 Kamp-Lintfort (DE)

(74) Vertreter: Cohausz Hannig Borkowski Wißgott 
Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Schumannstrasse 97-99
40237 Düsseldorf
40237 Düsseldorf (DE)

   


(54) LED-Leuchtenreflektor und Leuchte


(57) Die Erfindung betrifft einen LED-Leuchtenreflektor (6), insbesondere für eine Leuchte mit in einer Längserstreckungsrichtung hintereinander gereihten Leuchtdioden (2), der in einer Längserstreckungsrichtung rinnenförmig ausgebildet ist mit einem Ausnehmungen (10, 11) aufweisenden Bodenbereich (7) und zwei einander gegenüberliegenden vom Bodenbereich (7) aufstehenen, divergierenden Seitenwänden (8a, 8b), deren obere Kanten (8c) in einer Richtung senkrecht zur Längserstreckung federnd aufeinander zu beweglich sind. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Leuchte mit einem Aufnahmeprofil (1) für Leuchtmittel (2), insbesondere für LED-Streifen, mit einer im Inneren des Aufnahmeprofils angeordneten Montagefläche (3), auf der in einer Längserstreckungsrichtung gereihte Leuchtmittel (2) zwischen einander gegenüberliegenden Wandbereichen (4a, 4b) und gegenüber einer durch die oberen Kanten der Wandbereiche (4a, 4b) gebildeten Öffnung angeordnet sind, wobei das Innere des Aufnahmeprofils (1) von der Montagefläche (3) in Richtung zur Öffnung erweiternd ausgebildet ist und die einander gegenüberliegenden Wandbereiche (4a, 4b) am der Öffnung nahen Ende jeweils wenigstens einen zum Inneren gerichteten, insbesondere sich über die gesamte Länge des Aufnahmeprofils (1) erstreckenden Vorsprung (5) aufweisen, wobei die Leuchte einen LED-Leuchtenreflektor (6) nach einem der vorherigen Ansprüche im Inneren des Aufnahmeprofils (1) umfasst, der durch eine klemmende Wirkverbindung zwischen den Vorsprüngen (5) und den federnden oberen Kanten (8c) des LED-Leuchtenreflektor (6) im Aufnahmeprofil (1) befestigt ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen LED-Leuchtreflektor, insbesondere für eine Leuchte mit in einer Längserstreckungsrichtung hintereinander gereihten Leuchtdioden. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Leuchte mit einem Aufnahmeprofil für Leuchtmittel, insbesondere für LED-Streifen, mit einer im Inneren des Aufnahmeprofils angeordneten Montagefläche, auf der in einer Längserstreckungsrichtung gereihte Leuchtmittel, insbesondere LEDs, zwischen einander gegenüberliegenden Wandbereichen und gegenüber einer durch die oberen Kanten der Wandbereiche gebildeten Öffnung angeordnet sind, wobei das Innere des Aufnahmeprofils von der Montagefläche in Richtung zur Öffnung erweiternd ausgebildet ist und die einander gegenüberliegenden Wandbereiche am der Öffnung nahen Ende jeweils wenigstens einen zum Inneren gerichteten, insbesondere sich über die gesamte Länge des Aufnahmeprofils erstreckenden Vorsprung aufweisen.

[0002] LED-Leuchtenreflektoren sind allgemein im Stand der Technik bekannt und werden beispielsweise eingesetzt, um bei LED-Leuchten, also solche Leuchten, bei denen die Leuchtmittel aus LEDs gebildet sind, die Lichtabstrahlcharakteristik zu formen, insbesondere da häufig der Öffnungswinkel des von LEDs ausgestrahlten Lichtkegels sehr groß ist und somit strahlformende Reflektoren zum Einsatz kommen können, wenn kleinere Lichtkegel beziehungsweise allgemein andere Abstrahlcharakteristiken gewünscht sind als diejenigen, die originär mit einer Leuchtdiode gegeben sind.

[0003] Dabei sind im Stand der Technik auch solche Anordnungen von Leuchtdioden bekannt, bei denen die einzelnen Leuchtdioden in einer Längserstreckungsrichtung auf einer starren oder besonders häufig auch auf einer flexiblen Platine in einer Reihe hintereinander angeordnet sind.

[0004] Solche LED-Streifen oder auch LED-Bänder werden häufig als vorkonfiguriertes Bauteil in Leuchten eingesetzt, wobei zur Formung der Lichtabstrahlcharakteristik einer jeden einzelnen Leuchtdiode gemäß bisheriger Technik jede einzelne Leuchtdiode ihren eigenen Reflektorkörper erhält, wofür dieser um die Leuchtdiode herum anzuordnen ist, gegebenenfalls mit der starren oder auch flexiblen Platine zu verbinden ist. Für eine solche Verbindung können beispielsweise spezielle Reflektorfassungen vorgesehen sein, die mit der Platine, die LED umgebend, verbunden werden, um einen solchen Reflektor zu fassen.

[0005] Ersichtlich sind Leuchten mit derartigen LED-Streifen beziehungsweise LED-Bändern und den bislang bekannten einzelnen Reflektoranordnungen kostenintensiv und bedürfen einer Vielzahl teils gleicher Handhabungsschritte bei der Herstellung, da mitunter mehrere zehn beziehungsweise auch mehrere hundert Leuchtdioden eines einzelnen LED-Streifens beziehungsweise LED-Bandes innerhalb einer Leuchte mit einem solchen LED-Streifen beziehungsweise -band mit Reflektoren zu versehen ist.

[0006] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung einen LED-Leuchtenreflektor bereitzustellen, der besonders in Verbindung mit Leuchten, bei denen in einer Längserstreckungsrichtung nebeneinander gereihte Leuchtmittel, besonders LED-Bänder beziehungsweise LED-Streifen zum Einsatz kommen, einfach handzuhaben ist und eine kostengünstige Herstellung ermöglicht.

[0007] Besonders bevorzugt ist es auch eine Aufgabe der Erfindung eine Leuchte der eingangs genannten Art, die zum Beispiel aus dem Gebrauchsmuster DE 20 2011 104 303 derselben Anmelderin bekannt ist, mittels eines LED-Leuchtenreflektors weiterzubilden, der vorgenannte Aufgabe löst.

[0008] Gelöst wird die Aufgabe gemäß der Erfindung mit einem LED-Leuchtenreflektor, der in einer Längserstreckungsrichtung rinnenförmig ausgebildet ist, mit einem Ausnehmungen aufweisenden Bodenbereich und zwei einander gegenüberliegenden, vom Bodenbereich aufstehenden, divergierenden Seitenwänden, deren obere Kanten in einer Richtung senkrecht zur Längserstreckung federnd aufeinander zu beweglich sind. Unter divergieren wird dabei verstanden, dass sich der Abstand der Seitenwände zueinander von unten (Bodenbereich) nach oben vergrößert. Richtungsangaben werden im Sinne der Erfindung in Bezug gesetzt zu einer nach oben angenommenen Lichtabstrahlung.

[0009] Ein solcher LED-Leuchtenreflektor hat den Vorteil, dass er gemäß seiner Länge, die in der genannten Längserstreckungsrichtung vorliegt, eine Vielzahl von Ausnehmungen entsprechend einem gegebenen Repetiermaß aufweist, somit also gemäß der Erfindung ein einziger LED-Leuchtenreflektor für eine Vielzahl von mehreren LEDs gleichzeitig zum Einsatz kommen kann, was insbesondere dann Vorteile bietet, wenn in einer Leuchte, wie eingangs genannt, mehrere Leuchtdioden zum Einsatz kommen, die in äquidistantem Abstand zueinander ebenfalls in einer Längserstreckungsrichtung aufgereiht sind. Besonders bevorzugt kann daher ein solcher LED-Leuchtenreflektor mit den genannten LED-Bändern, bzw. LED-Streifen zum Einsatz kommen.

[0010] Daher entfällt gemäß der Erfindung die Notwendigkeit, jede einzelne Leuchtdiode einer solchen Leuchte mit einem einzelnen separaten und eigenen Reflektor auszustatten, sondern es besteht hier die Möglichkeit, in eine entsprechende Leuchte einen einzelnen oder nur wenige erfindungsgemäße rinnenförmige LED-Leuchtreflektoren einzusetzen, der gleichzeitig als Reflektor für mehrere , bevorzugt alle Leuchtdioden dieser Leuchte dient.

[0011] So kann erfindungsgemäß mit dem beschriebenen LED-Leuchtenreflektor auch eine Leuchte gebildet werden, mit den Merkmalen der eingangs genannten Art, die weiterhin in ihrem Inneren des Aufnahmeprofils einen solchen rinnenförmigen LED-Leuchtenreflektor umfasst, wobei es sodann erfindungsgemäß vorgesehen sein kann, dass dieser Leuchtenreflektor in dem Aufnahmeprofil durch eine klemmende Wirkverbindung zwischen den Vorsprüngen und den federnden oberen Kanten des LED-Leuchtenreflektors befestigt ist.

[0012] Eine solche Befestigung wird hier erfindungsgemäß in vorteilhafter Weise dadurch erzielt, dass sowohl das Innere des Aufnahmeprofils in Richtung zur Öffnung erweiternd ausgebildet ist, so, wie dies auch bei dem Leuchtenreflektor durch die divergierenden Seitenwände der Fall ist, was bewirkt, dass ein solcher erfindungsgemäßer Leuchtenreflektor mit gegen die wirkende Federkraft aufeinander zu bewegten Seitenwänden nach Einsetzen in eine Leuchte mit einem solchem vorbeschriebenen Aufnahmeprofil dazu tendiert, gemäß der Federkraft die oberen Kanten der divergierenden Seitenwände wieder auseinander zu drücken, das heißt, den Abstand zwischen den Kanten zu vergrößern, und hierdurch eine Kraft auf das Innere des Aufnahmeprofils ausübt, das wie beschrieben, seinerseits in Richtung der Öffnung erweiternd ausgebildet ist. Hierdurch ergibt sich eine effektive Kraftkomponente in Richtung zur Öffnung, durch die ein erfindungsgemäßer Leuchtenreflektor automatisch in Richtung zur Öffnung, das heißt, grundsätzlich aus dem Inneren des Aufnahmeprofils herausgedrückt wird, bis dass die oberen Kanten der divergierenden Seitenwänden eines solchen erfindungsgemäßen Reflektors an den benannten jeweiligen Vorsprung am der Öffnung nahen Ende der gegenüberliegenden Wandbereich des Aufnahmeprofils anschlagen und hierdurch in der Lage definiert und der Reflektor im Aufnahmeprofil befestigt wird.

[0013] Ein erfindungsgemäßer LED-Leuchtenreflektor und eine erfindungsgemäße Leuchte der vorgenannten Art in Verbindung mit einem solchen Leuchtenreflektor haben somit gemeinsam den besonderen Vorteil, dass es keiner besonderen Befestigungsmaßnahmen bedarf, um den LED-Leuchtenreflektor in der erfindungsgemäßen Leuchte zu befestigen.

[0014] Vielmehr muss ein erfindungsgemäßer Leuchtenreflektor lediglich von oben in das Innere des Aufnahmeprofils eingedrückt werden, wofür zunächst die divergierenden Seitenwände, insbesondere deren obere Kanten, beim Einsetzen die vorgenannten Vorsprünge kontaktieren, durch die Vorsprünge die divergierenden Seitenwände aufeinander zu bewegt werden und nach Passieren der Vorsprünge in Einsteckrichtung hinter den Vorsprüngen sich der Abstand der divergierenden Seitenwände beziehungsweise deren oberen Kanten wiederum vergrößert und somit die Vorsprünge in der Einsteckrichtung hintergreifen.

[0015] Als vorteilhaft wird es dabei auch angesehen, dass ein Reflektor dieser beschriebenen Art in Verbindung mit einer Leuchte der vorbeschriebenen Art in Richtung der Längserstreckungsrichtung grundsätzlich verschiebbar ist, so dass eine Ausrichtung der einzelnen Ausnehmungen im Reflektor relativ zu den Leuchtdioden oder auch anderen elektronischen Komponenten vergleichsweise einfach erfolgen kann, ohne dass es der Lösung anderer Befestigungsmittel bedarf. Weiterhin ist es vorteilhaft, dass grundsätzlich alle Ausnehmungen innerhalb eines erfindungsgemäßen LED-Leuchtenreflektors gleichzeitig optimal zueinander und zu den entsprechenden Leuchtdioden oder auch anderen elektronischen Komponenten positioniert sind. Vorteilhaft ist auch, dass ein solcher Reflektor in der Länge ohne weiteres gekürzt werden kann.

[0016] In einer möglichen Ausführungsform eines LED-Leuchtenreflektors kann es vorgesehen sein, dass die beiden eingangs genannten Seitenwände symmetrisch zueinander sind, wobei diese Symmetrie insbesondere verstanden werden kann bezüglich einer Mittenebene, die parallel zur Längserstreckungsrichtung und mittig zu den Ausnehmungen insbesondere senkrecht zum Bodenbereich orientiert ist, wobei zu dieser Mittenebene eine Spiegelsymmetrie bestehen kann.

[0017] Eine solche Ausführungsform hat den Vorteil, dass der abgestrahlte Lichtkegel einer entsprechenden Leuchte mit einem solchen LED-Leuchtenreflektor im Wesentlichen einem Lichtband entspricht, dessen Öffnungswinkel um die in der Längserstreckungsrichtung gereihten, durch die LEDs gegebenen Lichtquellen ebenso symmetrisch gestaltet ist.

[0018] Um die Abstrahlcharakteristik zu formen, insbesondere den Öffnungswinkel wunschgemäß und je nach Anforderung einstellen zu können, kann es in einer Weiterbildung dieser Ausführung vorgesehen sein, dass ein jeweils oberer Bereich jeder Seitenwand nach außen gefaltet ist. Eine solche Faltung kann zum Beispiel derart erfolgen, dass der gefaltete obere Bereich in einer zum Bodenbereich parallelen Ebene liegt. Bei der Ansicht von oben auf einen solchen Reflektor ergibt sich demnach eine je nach Breite des gefalteten Bereiches mehr oder weniger gegenüber der maximal möglichen Breite verjüngter Lichtaustrittsschlitz.

[0019] In beispielhafter Weiterbildung kann es hier vorgesehen sein, dass der nach außen gefaltete Bereich jeder Seitenwand eine Breite senkrecht zur Längserstreckungsrichtung aufweist, die 15 bis 40 %, bevorzugt 20 bis 30 % der Höhe des gefalteten Bereiches über dem Bodenbereich entspricht. Beispielsweise kann die Ausführung auch derart sein, dass die Summe der Breiten der beiden gefalteten Bereiche beider Seitenwände der Breite des Bodenbereiches entspricht.

[0020] Bei dieser Ausführungsform, oder auch anderen Ausführungsformen kann es vorgesehen sein, dass die Seitenwände des LED-Leuchtenreflektors, die sich zwischen dem Bodenbereich und dem oberen gefalteten Bereich erstrecken, vollständig anlagefrei sind zu den inneren Wandbereichen einer Leuchte der zuvor beschriebenen Art. Eine Kontaktierung zwischen Reflektor und Leuchte bzw. deren Aufnahmeprofil ergibt sich somit in diesem Fall nur an den äußeren Kanten des Reflektors.

[0021] In einer anderen Ausführungsform kann es jedoch auch vorgesehen sein, dass die Seitenwände, zumindest bereichsweise, bevorzugt über die gesamte Länge und über die gesamte Höhe jeder Seitenwand über dem Bodenbereich eine äußere Form aufweisen, die angepasst ist an die innere Form eines rinnenförmigen Aufnahmeprofils einer Leuchte, in die der LED-Leuchtenreflektor einsetzbar ist.

[0022] Nach einem Einsetzen ist aufgrund der Anpassung dieser vorgenannten Teile zueinander nicht nur ein Kraftschluss gemäß der vorbeschriebenen Art sondern gleichzeitig auch ein Formschluss zwischen dem Äußeren der divergierenden Seitenwände des LED-Leuchtenreflektors und dem Inneren des Aufnahmeprofils gegeben.

[0023] Zum einen wird hierdurch die Lage des LED-Leuchtenreflektors in einer Leuchte zusätzlich stabilisiert, zum anderen kann auch hierdurch der Reflektor thermisch besser an das Aufnahmeprofil angekoppelt werden aufgrund einer vergrößerten Kontaktfläche zwischen LED-Leuchtenreflektor und dem Aufnahmeprofil und so neben seinen Reflexionsaufgaben auch zusätzliche Kühlaufgaben übernehmen.

[0024] Die Anpassung zwischen dem Äußeren der divergierenden Seitenwände des LED-Leuchtenreflektors und dem Inneren des vorgenannten rinnenförmigen Aufnahmeprofils einer Leuchte kann derart vorgenommen sein, dass die Konturen beider Bauelemente in einem Querschnitt senkrecht Längserstreckungsrichtung zumindest teilweise bevorzugt vollständig, bezogen auf die Höhe der Seitenwände des LED-Leuchtenreflektors oberhalb des Bodenbereiches gleich sind.

[0025] In einer anderen Ausführungsform kann es auch vorgesehen sein, dass beide Seitenwände des erfindungsgemäßen LED-Leuchtenreflektors asymmetrisch zueinander sind. Eine solche Asymmetrie kann beispielsweise gegeben sein bezüglich einer Mittenebene parallel zur Längserstreckungsrichtung und mittig zu den Ausnehmungen im Bodenbereich, insbesondere zu einer Mittenebene die senkrecht zum Bodenbereich orientiert ist.

[0026] Eine solche Asymmetrie hat hier den Vorteil, dass in entsprechender Weise auch das Abstrahlungsprofil asymmetrisch zu einer Linie ausgestaltet werden kann, in welcher die einzelnen Leuchtdioden als Lichtquellen aufgereiht sind. Beispielsweise erschließt sich so die Möglichkeit erfindungsgemäße Leuchten symmetrisch in einem Raum zu positionieren und unabhängig von dieser so geschaffenen Objektsymmetrie davon abweichende Lichtfächer zu generieren.

[0027] Erfindungsgemäß können sich Asymmetrien zwischen den beiden Seitenwänden des erfindungsgemäßen LED-Leuchtenreflektors auf verschiedene konstruktive Arten und Weisen ergeben, die auch untereinander kombinierbar sind.

[0028] So kann es zum Beispiel vorgesehen sein, dass eine der Seitenwände zu der eingangs genannten Mittenebene einen geringeren Abstand senkrecht zur Längserstreckungsrichtung aufweist als die andere Seitenwand.

[0029] Ebenso kann eine der Seitenwände relativ zum Bodenbereich einen anderen Winkel einnehmen als die andere Seitenwand oder aber bei einer Krümmung der Seitenwände im Schnitt senkrecht zur Längserstreckungsrichtung eine andere Krümmung beziehungsweise einen anderen Krümmungsradius aufweisen. Dies kann bedeuten, dass die Mittelpunkte der jeweiligen Krümmung zu der eingangs genannten Mittenebene unterschiedliche Abstände haben.

[0030] Auch kann es vorgesehen sein, dass nur eine der beiden Seitenwände in einem oberen Bereich um eine in Längserstreckungsrichtung liegende Faltungslinie nach außen gefaltet ist. Eine solche Faltung kann wie bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform derart erfolgen, dass der gefaltete Bereich in einer Ebene parallel zur Ebene des Bodenbereiches liegt, oder aber auch derart, dass die Ebenen einander schneiden.

[0031] Mit allen der vorgenannten verschiedenen Ausführungsformen ist eine Weiterbildung kombinierbar, bei der die in Längserstreckungsrichtung im Bodenbereich vorhandenen Ausnehmungen abwechselnd verschiedene Formen aufweisen, insbesondere Ausnehmungen mit runden und rechteckigen Querschnitt abwechselnd aufeinander folgen.

[0032] Neben einer originellen Optik eines solchen Leuchtenreflektors kann hierdurch bewirkt werden, dass die Ausnehmungen einer ersten Form, zum Beispiel solche mit einem rechteckigen Querschnitt jeweils einer Leuchtdiode zugeordnet sind, insbesondere diese umgeben und die Ausnehmungen einer zweiten Form insbesondere mit rundem Querschnitt anderen Bauteilen, z.B. jeweils einem anderen elektronischen Bauteil zugeordnet ist, insbesondere dieses andere elektronische Bauteil umgibt.

[0033] So kann zum einen durch die Ausnehmung der einen Form beispielsweise der rechteckigen Form die Lichtaustrittsöffnung für die jeweils umgebene Leuchtdiode definiert sein, wobei die andere Ausnehmung vorgesehen sein kann, um die Kühlung entweder eines in der Ausnehmung angeordneten Bauteils oder von unter dem Reflektor angeordneten Bauteilen zu verbessern. Beispielsweise kann es sich bei diesem Bauteil um eine Konstantstromquelle handeln, die einer jeweiligen Leuchtdiode zugeordnet sein kann.

[0034] Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, die Ausnehmungen im Bodenbereich eines erfindungsgemäßen LED-Leuchtenreflektors alle in gleicher Form auszugestalten, wobei auch bei einer gleichen Formgestaltung es wie bei der vorherigen Ausführungsform vorgesehen sein kann, mit einer in der Reihe folgenden ersten Ausnehmung eine Leuchtdiode zu umgeben und nach einer nachfolgenden Ausnehmung ein elektronisches, zum Beispiel zu kühlendes Bauteil zu umgeben.

[0035] Eine andere Ausführungsform kann es auch vorsehen, dass Ausnehmungen lediglich vorgesehen sind, um Lichtdurchtrittsöffnungen zu schaffen für die von einer Ausnehmung umgebene oder durch die Ausnehmung überdeckte Leuchtdiode zu schaffen und deren Abstrahlcharakteristik zu formen.

[0036] Unabhängig davon, ob in einem erfindungsgemäßen Leuchtenreflektor ausschließlich nur runde Ausnehmungen vorhanden sind oder aber auch abwechselnd Ausnehmungen verschiedener Formen, von denen zumindest eine einer runden Querschnittsform entspricht, kann es vorgesehen sein, dass Ausnehmungen mit einer solchen runden Querschnittsform derart ausgebildet sind, dass diese jeweils eine unterhalb des Bodenbereiches liegende, eine jeweilige Ausnehmungsmittenachse (senkrecht zur Längserstreckungsrichtung und insbesondere senkrecht zum Bodenbereich) umgebende Wand aufweisen, wobei es zum Beispiel vorgesehen sein kann, dass eine solche die Ausnehmungsmittenachse umgebende Wand beispielsweise aus der Ebene des Bodenbereiches nach unten ausgestellt ist, zum Beispiel durch einen Formgebungsprozess wie das Tiefziehen.

[0037] Hier kann es in einer Weiterführung dieser Ausführungsform vorgesehen sein, dass eine jeweilige unterhalb des Bodenbereiches liegende, eine jeweilige Ausnehmungsmittenachse umgebende Wand um diese Ausnehmungsmittenachse rotationssymmetrisch ausgebildet ist, insbesondere kalottenförmig ausgebildet ist.

[0038] Die Anordnung eines erfindungsgemäßen Leuchtenreflektors kann unabhängig von den vorgenannten Ausführungsformen innerhalb einer erfindungsgemäßen Leuchte derart sein, dass die Ebene des Bodenbereiches innerhalb dem eine jeweilige Ausnehmung vorgesehen ist, nach Montage innerhalb einer erfindungsgemäßen Leuchte in der Ebene der Oberfläche einer LED oder sogar darunter angeordnet ist, somit also die idealisierte punkförmig angenommene Lichtquelle einer LED innerhalb der Ausnehmung liegt oder sogar leicht durch diese hindurch in das Innere des rinnenförmigen Reflektors hindurchtritt, oder derart, dass der Boden eines erfindungsgemäßen Leuchtenreflektors nach Montage in einer Leuchte oberhalb einer LED der Leuchte liegt, bevorzugt sogar bei einer Ausführungsform mit einem unterhalb des Bodenbereiches liegenden die Ausnehmungsachse umgebenden Wandbereich die untere Kante dieses Wandbereiches oberhalb der Leuchtdiode angeordnet ist.

[0039] In einer für alle Ausführungsformen möglichen Weiterbildung kann es ergänzend vorgesehen sein, dass das Innere des Aufnahmeprofils einer erfindungsgemäßen Leuchte mit einer zumindest transluzenten, bevorzugt transparenten Vergußmasse vergossen ist. Ein solcher Verguß kann z.B. bis zu oder bis über die vorgenannten Vorsprünge erfolgen oder sogar bis zur Oberkante des Aufnahmeprofils. In einer solchen Ausführung ist besonders bevorzugt der LED-Leuchtenreflektor in die Vergußmasse eingebettet, insbesondere somit also allseitig von der Vergussmasse umschlossen.

[0040] Eine vergossene Ausführung hat den Vorteil dass eine erfindungsgemäße Leuchte eine hohe IP-Schutzklasse erfüllen kann, z.B. IP68. Die Vergußmasse kann z.B. durch einen transparenten Polyurethan-Kunststoff gebildet werden. In weiterhin bevorzugter Ausführung kann der Verguß derart erfolgen, dass die Oberfläche der Vergußmasse im erstarrten Zustand eine Wölbung nach außen aufweist, also nach außen konvex ist.

[0041] Ausführungsformen der Erfindung werden in den nachfolgenden Figuren dargestellt. Es zeigen:

Figuren 1 einen erfindungsgemäßen LED-Leuchtenreflektor mit symmetrischen Seitenwänden in Verbindung mit einer Leuchte

Figur 2 einen erfindungsgemäßen asymmetrischen LED-Leuchtenreflektor in Verbindung mit einer Leuchte

Figur 3 einen erfindungsgemäßen symmetrischen LED-Leuchtenreflektor mit einer Leuchte, bei dem unterhalb des Bodenbereiches des Reflektors eine rotationssymmetrische die Ausnehmungsmittenachse umgebene Wand vorgesehen ist.



[0042] Die Figur 1 zeigt eine erste mögliche erfindungsgemäße Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Leuchtenreflektors sowie auch einer Leuchte, bei der ein solcher Leuchtenreflektor zum Einsatz kommt.

[0043] Bei einer solchen Leuchte kann es sich insbesondere um eine solche Ausführungsform handeln, wie sie grundsätzlich aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE 20 2011 104 303 bekannt ist. Eine solche Leuchte weist ein Aufnahmeprofil 1 auf für Leuchtmittel, wie hier beispielsweise für LED-Streifen mit einer Vielzahl von LEDs 2, die in einer Längserstreckungsrichtung (hier senkrecht zur Papierebene bei der Schnittdarstellung) in einem vorgebenen Repetierabstand aufgereiht sind, so dass demnach in der Schnittdarstellung lediglich die im Schnitt liegende Leuchtdiode 2 zu erkennen ist, die perspektivische Ansicht und die Aufsicht jedoch die mehreren Leuchtdioden 2 zeigen.

[0044] Diese Leuchtdioden 2 sind auf einer Montagefläche 3 des Aufnahmeprofils 1 angeordnet, die hier eine Grundfläche im Inneren des als rinnenförmig zu bezeichnenden Aufnahmeprofils bildet. Dieses Aufnahmeprofil hat einander gegenüberliegende Wandbereiche 4a und 4b, die sich in Richtung von der Montagefläche 3 zu der Öffnung erweitern, die zwischen den äußeren Kanten dieser gegenüberliegenden Wandbereiche 4a und 4b gegeben ist.

[0045] In diesem Öffnungsbereich, das heißt nahe dem oberen Ende der einander gegenüberliegenden Wandbereiche, ist hier in jedem der Wandbereiche ein zum Inneren gerichteter Vorsprung 5 erkennbar, der den maximalen Öffnungsquerschnitt zwischen den einander gegenüberliegenden Wandbereichen leicht verringert und somit zu einer hinterschnittenen Öffnung führt. Hier kann es vorgesehen sein, dass die jeweiligen Vorsprünge 5 sich über die gesamte Längserstreckung des Aufnahmeprofils erstrecken oder dass alternativ mehrere punkt- oder linienabschnittsförmige Vorsprünge dieser Art vorgesehen sein können.

[0046] Diese erste Ausführungsform zeigt weiterhin, dass in der Leuchte ein erfindungsgemäßer LED-Leuchtenreflektor 6 angeordnet ist, der in derselben Längserstreckungsrichtung wie die Leuchte rinnenförmig ausgebildet ist und einen Bodenbereich 7 aufweist mit mehreren Ausnehmungen 10, 11 und zwei einander gegenüberliegenden, vom Bodenbereich aufstehenden, divergierenden Seitenwänden 8a und 8b, deren oberen Kanten 8c in einer Richtung senkrecht zur Längserstreckung federnd aufeinander zu beweglich sind.

[0047] Es besteht so erfindungsgemäß die Möglichkeit, gemäß dem Pfeil 9 der Figur 1 einen erfindungsgemäßen Leuchtenreflektor in Pfeilrichtung in die Öffnung des Aufnahmeprofils einzustecken, wobei durch eine Wechselwirkung zwischen den Vorsprüngen 5 und den Kanten 8c des Leuchtenreflektors zunächst die divergierenden Seitenwände beziehungsweise deren oberen Kanten entgegen der wirkenden Federkraft aufeinander zu bewegt werden und nach Passieren der Vorsprünge 5 in der Einschubrichtung des Pfeils 9 durch die Federkraft der Abstand der Kanten vergrößert wird und diese somit hinter den Vorsprüngen klemmend befestigt werden.

[0048] Dabei wird durch die nach außen gerichtete Kraft, die durch die Kanten 8c des Reflektors auf die divergierenden Innenwände 4a und 4b ausgeübt wird, auch in eine Kraftkomponente aufgespalten, die entgegen der Einschubrichtung des Pfeiles 9 liegt, so dass der Reflektor erfindungsgemäß automatisch durch diese Kraftkomponente in seiner Lage fixiert wird.

[0049] Erkennbar ist in der Figur 1, insbesondere in der perspektivischen Darstellung und in der Aufsicht, dass eine Ausnehmung 10 des LED-Leuchtenreflektors mit einer ersten Form, nämlich hier einem rechteckigen Querschnitt eine Leuchtdiode 2 umgibt, wobei eine Ausnehmung 11, hier mit einer runden Querschnittsform dafür vorgesehen sein kann, Öffnungen zu bilden, um auf dem LED-Band beziehungsweise LED-Streifen angeordnete weitere Komponenten, wie zum Beispiel Konstantstromquellen besser zu kühlen. Hier kann es auch vorgesehen sein, dass eine solche Ausnehmung 11, insbesondere also mit einer runden Querschnittsform besonders wärmeanfällige elektronische Komponenten 12 unmittelbar umgeben. Neben der in der Figur 1 dargestellten ansprechenden Optik, die durch die abwechselnden verschiedenen Querschnittsformen augenfällig ist, ergibt sich so gegenüber herkömmlichen Reflektoren, die lediglich lichtstrahlenformend ausgebildet sind auch die Möglichkeit, positiv auf die Kühlung der elektronischen Komponenten eines LED-Streifens beziehungsweise eines LED-Bandes Einfluss zu nehmen.

[0050] Die Figur 1 zeigt weiterhin, insbesondere in der Schnittdarstellung, dass die Seitenwände des LED-Leuchtenreflektors 8a und 8b hier spiegelsymmetrisch ausgebildet sind zu einer Ebene E, die durch die gestrichelte Linie dargestellt ist und senkrecht zur Zeichnungsebene in Richtung der Längserstreckungsrichtung sowie senkrecht zur Montagefläche 3 des Aufnahmeprofils beziehungsweise auch senkrecht zum Bodenbereich 7 des Reflektors liegt.

[0051] Demgegenüber zeigt die Figur 2 eine geänderte Ausführungsform, bei welcher die Seitenwände 8b und 8a des LED-Leuchtenreflektors zu derselben Ebene E asymmetrisch geformt sind. Vorliegend ergibt sich hier die Asymmetrie beispielsweise dadurch, dass eine der Seitenwände 8a um eine Faltungslinie herum in einem oberen Bereich 8d nach außen gefaltet ist. Es wird so, bezogen auf die als punktförmig idealisiert angenommenen Leuchtquellen der LEDs eine asymmetrische Abstrahlcharakteristik erzeugt, bei der im vorliegenden Fall der erzeugte Lichtfächer bezogen auf sein Intensitätsmaximum in die Richtung oberhalb der dargestellten Ebene E verschoben ist, dadurch dass der in Figur 2 dargestellte Seitenwandbereich 8a zur Ebene einen kleineren Winkel einschließt, als die Seitenwand 8b.

[0052] Die Figur 2 zeigt, dass der gefaltete obere Bereich der Seitenwand 8a in einer Ebene liegt, welche die Ebene schneidet, in welcher der Bodenbereich 7 des Reflektors angeordnet ist.

[0053] Dem gegenüber zeigt die Figur 1, dass die dortigen Seitenwände 8a und 8b obere Bereiche 8d aufweisen, die derart weit gefaltet sind, dass diese Bereiche im Wesentlichen in einer Ebene parallel zur Ebene des Bodenbereiches 7 liegen. Insbesondere kann hier durch die Breite der gefalteten oberen Bereiche 8g die Öffnungsweite des Reflektors zwischen den Seitenwänden 8a und 8b eingestellt werden.

[0054] Auch die Figur 2 zeigt in Übereinstimmung mit der Figur 1, dass bei einer solchen asymmetrischen Ausgestaltung der Wandbereiche 8a und 8b im Bodenbereich des Reflektors Ausnehmungen 10 und 11 vorgesehen sein können, die wie bei der Figur 1 unterschiedliche Querschnittsformen aufweisen können, wobei die Ausnehmungen der einen Querschnittsform, insbesondere hier der rechteckigen Querschnittsform jeweils einer Leuchtdiode 2 zugeordnet sein können.

[0055] Hierbei ist sowohl die Ausführung bei der Figur 1 als auch der Figur 2 derart, dass der Bodenbereich 7, welcher die Ausnehmungen umfasst in der Ebene der Bauteiloberfläche oder sogar leicht unterhalb der Bauteiloberfläche einer Leuchtdiode 2 angeordnet ist, das heißt, dass die Leuchtdiode 2 zumindest in der ihr zugeordneten Ausnehmung 10 einliegt, gegebenenfalls sogar mit ihrer oberen Oberfläche durch die Ausnehmung bis in das Innere des rinnenförmigen Reflektors eintritt.

[0056] Gegenüber diesen vorbeschriebenen Ausführungsformen zeigt die Figur 3 eine Leuchte mit im Wesentlichen genau den gleichen Merkmalen wie bei den Figuren 1 und 2 sowie auch einen Reflektor einer erfindungsgemäßen symmetrischen Bauart um die eingangs genannte Ebene E herum, wobei es bei dieser Ausführungsform vorgesehen ist, dass die beiden Seitenwandbereiche 8a und 8b des rinnenförmigen LED-Leuchtenreflektors, die oberhalb des Bodenbereiches 7 (parallel zur Montagefläche 3) angeordnet sind, nicht nur mit ihren äußeren Kanten 8c die jeweiligen Vorsprünge 5 des Aufnahmeprofils hintergreifen, sondern gleichzeitig das Äußere dieser Seitenwände 8a und 8b in der Kontur angepasst ist an das Innere der sich zur Öffnung hin erweiternden Wandbereiche 4a und 4b des Aufnahmeprofils, so dass sich hierdurch ein Formschluss ergibt, der zu einer großen Kontaktfläche zwischen Aufnahmeprofil und Reflektor führt, so dass hier der Reflektor auch zur Wärmeabfuhr genutzt werden kann.

[0057] In dieser Ausführungsform ist die Ebene des Bodenbereiches 7 des erfindungsgemäßen Reflektors deutlich oberhalb der Oberfläche einer Leuchtdiode 2 angeordnet, wobei um eine Ausnehmungsmittenachse A herum unterhalb des Bodenbereiches 7 eine rotationssymmetrische Wand 13 angeordnet ist, deren unteres Ende auch weiterhin oberhalb der Oberfläche der Leuchtdiode 2 liegt. Diese Wand 13, die rotationssymmetrisch die Achse A umgibt, ist in dieser Ausführung gemäß der Figur 3 kalottenförmig ausgebildet, mit einer kreisförmigen Öffnung.

[0058] Die Ausführung der Figur 3 weist hier lediglich Ausnehmungen 10 in der Ebene des Bodenbereiches 7 eines Reflektors auf, die jeweils einer Leuchtdiode 2 zugeordnet sind, das, heißt oberhalb einer solchen Leuchtdiode angeordnet sind und deren optische Abstrahlungsachse umgeben.

[0059] Unabhängig von den verschiedenen konstruktiven Ausführungen der erfindungsgemäßen Leuchtreflektoren und deren damit einhergehender optischer Erscheinung, haben alle Ausführungen den erfindungswesentlichen Vorteil, dass diese durch einen Einschnapp-Prozess und damit hervorgerufene Klemmwirkung zwischen den oberen Kanten 8c und den Vorsprüngen 5 in einer Leuchte der beschriebenen Art befestigt werden können, ohne dass es hierzu weiterer Befestigungsmaßnahmen wie einer Verschraubung, Verklebung oder einer sonstigen Art bedarf.


Ansprüche

1. LED-Leuchtenreflektor (6), insbesondere für eine Leuchte mit in einer Längserstreckungsrichtung hintereinander gereihten Leuchtdioden (2), dadurch gekennzeichnet, dass er in einer Längserstreckungsrichtung rinnenförmig ausgebildet ist mit einem Ausnehmungen (10, 11) aufweisenden Bodenbereich (7) und zwei einander gegenüberliegenden vom Bodenbereich (7) aufstehenen, divergierenden Seitenwänden (8a, 8b), deren obere Kanten (8c) in einer Richtung senkrecht zur Längserstreckung federnd aufeinander zu beweglich sind.
 
2. LED-Leuchtenreflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Seitenwände (8a, 8b) symmetrisch zueinander sind, insbesondere spiegelsymmetrisch bezüglich einer Mittenebene (E) parallel zur Längserstreckungsrichtung und mittig zu den Ausnehmungen (10,11), insbesondere senkrecht zum Bodenbereich (7).
 
3. LED-Leuchtenreflektor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweils oberer Bereich (8d) jeder Seitenwand (8a, 8b) nach außen gefaltet ist, insbesondere in eine zum Bodenbereich (7) parallele Ebene.
 
4. LED-Leuchtenreflektor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der nach außen gefaltete Bereich (8d) jeder Seitenwand (8a, 8b) eine Breite senkrecht zur Längserstreckungsrichtung aufweist, die 15 bis 40%, bevorzugt 20 bis 30 % der Höhe des gefalteten Bereiches (8d) über dem Bodenbereich (7) entspricht.
 
5. LED-Leuchtenreflektor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (8a, 8b) zumindest bereichsweise, bevorzugt über die gesamte Länge und über die gesamte Höhe jeder Seitenwand (8a, 8b) über dem Bodenbereich (7), eine äußere Form aufweisen, die angepasst ist an die innere Form eines rinnenförmigen Aufnahmeprofils (1) einer Leuchte, in die der LED-Reflektor (6) aufgrund der Anpassung formschlüssig einsetzbar ist.
 
6. LED-Leuchtenreflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Seitenwände (8a, 8b) asymmetrisch zueinander sind, insbesondere asymmetrisch bezüglich einer Mittenebene (E) parallel zur Längserstreckungsrichtung und mittig zu den Ausnehmungen (10, 11), insbesondere senkrecht zum Bodenbereich (7).
 
7. LED-Leuchtenreflektor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Asymmetrie ergibt durch wenigstens eines der folgenden Merkmale:

a. eine der Seitenwände hat zu der Mittenebene einen geringeren Abstand senkrecht zur Längserstreckungsrichtung als die andere.

b. eine der Seitenwände hat relativ um Bodenbereich einen anderen Winkel als die andere

c. eine der Seitenwände hat eine andere Krümmung als die andere

d. nur eine der beiden Seitenwände (8a) hat einen oberen Bereich (8d), der um eine in Längserstreckungsrichtung liegende Faltungslinie nach außen gefaltet ist.


 
8. LED-Leuchtenreflektor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in Längserstreckungsrichtung im Bodenbereich (7) vorhandenen Ausnehmungen (10,11) abwechselnd verschiedene Form aufweisen, insbesondere Ausnehmungen (10,11) mit rundem und rechteckigen Querschnitt abwechseln aufeinander folgen.
 
9. LED-Leuchtenreflektor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in Längserstreckungsrichtung im Bodenbereich (7) vorhandenen Ausnehmungen (10) jeweils eine unterhalb des Bodenbereichs (7) liegende, eine jeweilige Ausnehmungsmittenachse (A) umgebende Wand (13) aufweisen, insbesondere die aus der Ebene des Bodenbereichs (7) nach unten ausgestellt sind.
 
10. LED-Leuchtenreflektor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine jeweilige unterhalb des Bodenbereichs (7) liegende, eine jeweilige Ausnehmungsmittenachse (A) umgebende Wand (13) um die Ausnehmungsmittenachse (A) rotationssymmetrisch ausgebildet ist, insbesondere hierbei kalottenförmig ausgebildet ist.
 
11. Leuchte mit einem Aufnahmeprofil (1) für Leuchtmittel (2), insbesondere für LED-Streifen, mit einer im Inneren des Aufnahmeprofils angeordneten Montagefläche (3), auf der in einer Längserstreckungsrichtung gereihte Leuchtmittel (2) zwischen einander gegenüberliegenden Wandbereichen (4a, 4b) und gegenüber einer durch die oberen Kanten der Wandbereiche (4a, 4b) gebildeten Öffnung angeordnet sind, wobei das Innere des Aufnahmeprofils (1) von der Montagefläche (3) in Richtung zur Öffnung erweiternd ausgebildet ist und die einander gegenüberliegenden Wandbereiche (4a, 4b) am der Öffnung nahen Ende jeweils wenigstens einen zum Inneren gerichteten, insbesondere sich über die gesamte Länge des Aufnahmeprofils (1) erstreckenden Vorsprung (5) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen LED-Leuchtenreflektor (6) nach einem der vorherigen Ansprüche im Inneren des Aufnahmeprofils (1) umfasst, der durch eine klemmende Wirkverbindung zwischen den Vorsprüngen (5) und den federnden oberen Kanten (8c) des LED-Leuchtenreflektor (6) im Aufnahmeprofil (1) befestigt ist.
 
12. Leuchte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der LED-Leuchtenreflektor (6) nach Anspruch 8 ausgebildet ist und die Ausnehmungen (10) einer ersten Form, insbesondere mit rechteckigen Querschnitt jeweils einer Leuchtdiode (2) zugeordnet sind, insbesondere diese umgeben und die Ausnehmungen (11) einer zweiten Form, insbesondere mit rundem Querschnitt zur Verbesserung der Kühlung elektronischer Bauteile beitragen, insbesondere jeweils einem anderen elektronischen Bauteil zugeordnet sind, insbesondere jeweils ein zu kühlendes Bauteil (12) umgeben.
 
13. Leuchte nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Innere des Aufnahmeprofils (1) mit einer zumindest transluzenten, bevorzugt transparenten Vergußmasse vergossen ist, insbesondere bis zur Oberkante des Aufnahmeprofils (1), insbesondere wobei der LED-Leuchtenreflektor (6) in die Vergußmasse eingebettet ist.
 




Zeichnung














Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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