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(11) |
EP 2 683 589 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.06.2017 Patentblatt 2017/26 |
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Anmeldetag: 27.02.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/053270 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/119879 (13.09.2012 Gazette 2012/37) |
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EISENBAHNLEITSYSTEM
RAILWAY CONTROL SYSTEM
SYSTÈME DE GUIDAGE DU TRAFIC FERROVIAIRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
07.03.2011 DE 102011005188
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.01.2014 Patentblatt 2014/03 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens Aktiengesellschaft |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- PASSERN, Roland
38114 Braunschweig (DE)
- SCHAAF, Michael
22303 Hamburg (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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- LUEBBERS M ET AL: "INTEGRATION VON RELAISSTELLWERKEN IN DIE BEDIENUNG VON BETRIEBSZENTRALEN",
SIGNAL + DRAHT, TELZLAFF VERLAG GMBH. DARMSTADT, DE, Bd. 99, 1. Juni 2007 (2007-06-01),
Seiten 13-19, XP001541171, ISSN: 0037-4997
- JASON H. CHRISTENSEN: "Using RESTful web-services and cloud computing to create next
generation mobile applications", PROCEEDING OF THE 24TH ACM SIGPLAN CONFERENCE COMPANION
ON OBJECT ORIENTED PROGRAMMING SYSTEMS LANGUAGES AND APPLICATIONS, OOPSLA '09, 1.
Januar 2009 (2009-01-01), Seite 627, XP55029683, New York, New York, USA DOI: 10.1145/1639950.1639958
ISBN: 978-1-60-558768-4
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Eisenbahnleitsystem mit mindestens einer Steuerzentrale,
die mit mindestens einer Unterzentrale verbunden ist, wobei die Steuerzentrale zur
Überwachung von in einer Bilderstellungseinrichtung der Unterzentrale erstellten Betriebszustandsbildern
ausgebildet ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Herstellung der Kompatibilität zwischen
Steuerzentralen und Unterzentralen bei einem Eisenbahnleitsystem der gattungsgemäßen
Art zu vereinfachen.
[0004] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Bilderstellungseinrichtung
der Unterzentrale zur Erstellung und Übersendung der Betriebszustandsbilder in Form
von Graphikpaketen ausgebildet ist, wobei zwischen der Steuerzentrale und der Unterzentrale
eine über Security Gateways, gesicherte Cloud Computing Verbindung vorgesehen ist
und dass die Steuerzentrale eine Anzeigeeinrichtung zur Anzeige der Betriebszustandsbilder
anhand eines standardisierten Graphikprotokolls sowie eine Vorrichtung zur Bildprüfsummenerstellung
aufweist.
[0005] Auf diese Weise ergibt sich eine Standardbedienschnittstelle, die eine kreuzweise
Bedienung in Unterzentralen und Steuerzentralen auch unterschiedlicher Herstellfirmen
ermöglicht. Die Harmonisierung der Standardbedienschnittstelle drückt sich in der
Harmonisierung der Projektierungsdaten aus. Durch das dynamische Aufrüsten der Projektierungsdaten
zwischen den Unterzentralen und Steuerzentralen wird die Übernahme einer beliebigen
Unterzentrale in ein Eisenbahnleitsystem mit einer beliebigen anderen Steuerzentrale
möglich. Unterschiedliche Projektierungsversionen in Unterzentralen und Steuerzentralen
werden vermieden. Eine zentrale Projektierungsdatenhaltung ist nur in den Unterzentralen
erforderlich. Für das Leit- und Bediensystem ist eine Hochrüstung der Software im
Wesentlichen nur in den Unterzentralen notwendig. In der Steuerzentrale genügt dagegen
eine auf ein Minimum reduzierte Software für die Standardbedienschnittstelle. Eine
Projektierung der Betriebszustandsbilder, beispielsweise Lupenbilder und Bereichsübersichten,
ist nicht erforderlich. Stattdessen ist eine Graphikhardware in der Unterzentrale
auf COTS - Connection Oriented Transport Service - Basis zur Erstellung der Graphikpakete
vorgesehen. Die Graphikpakete werden mittels eines standardisierten Graphikprotokolls
auf Seiten der Steuerzentrale zur Anzeige gebracht. Standardisierte Graphikprotokolle
sind beispielsweise unter der Bezeichnung X11 oder SVG - Scalable Vector Graphics
- bekannt. Ein Rechner in der unter Umständen von der Unterzentrale weit entfernten
Steuerzentrale kommt somit ohne Projektierung und elementspezifische Anzeigealgorithmen
aus. Ein Bedienplatzrechner in der Unterzentrale kann hingegen weiterhin mit firmenspezifischer
Software und Projektierung, beispielsweise zur Stellwerkssteuerung, ausgestattet sein.
Der Bedienplatzrechner in der Unterzentrale steuert wie gewohnt die KF - Kommandofreigabe
- Abläufe, z. B. in Verbindung mit einem elektronischen Stellwerk.
[0006] Mit dem Begriff "Unterzentrale" sind hier jegliche von einer Steuerzentrale überwachte
Einrichtungen, zum Beispiel auch ETCS - European Train Control System - Einrichtungen,
subsummiert.
[0008] Der Aspekt der Sicherheit und der Datenintegrität spielt bei Eisenbahnleitsystemen
naturgemäß eine herausragende Rolle. Die Graphikpakete mit den Lupenbildern und Bereichsübersichten
werden deshalb mittels an sich bekannter Security Gateways gesichert.
[0009] Die Überwachung der Bildinhalte im KF - Kommandofreigabe - Ablauf sowie die Verfahrenssicherung
bezüglich des Bedienplatzsystems in den Unterzentralen erfolgt auf dem entfernten
Rechner der Steuerzentrale, indem lediglich ein Prozess zur Bildprüfsummenerstellung
installiert wird. Die ermittelte Prüfsumme wiederum wird in einem gesicherten Telegramm
zu dem jeweiligen Bedienplatzrechner in der jeweiligen Unterzentrale gesendet. Von
diesem Bedienplatzrechner aus werden in üblicher Weise beispielsweise die KF-Abläufe
in Verbindung mit einem Stellwerk gesteuert. Auch Störungs- und Diagnosedaten können
in die Überwachungsfunktionalität der Steuerzentrale einbezogen werden. Dazu kann
ein Zeitstempelverfahren oder auch ein doppeltes Zeitstempelverfahren nach Art des
SAHARA - Safe Available and Redundant - Protokolls installiert werden.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines figürlich dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0011] Dargestellt ist das Zusammenwirken einer Steuerzentrale 1 mit einer Unterzentrale
2, wobei üblicherweise eine Steuerzentrale 1 mit mehreren Unterzentralen 2 zwecks
deren Überwachung verbunden ist. Die Gesamtkonfiguration bildet ein Eisenbahnleitsystem.
Dabei können auch mehrere Steuerzentralen 1 in Überkreuzverbindungen mehrere Unterzentralen
2 überwachen. Die Unterzentralen 2 sind jeweils mit herstellerspezifischen Steuereinrichtungen
3, insbesondere zur Stellwerkssteuerung, ausgestattet. Über eine Bedienkanalverwaltung
4 in der Unterzentrale 2 werden Betriebszustandsbilder, insbesondere Lupen- und Bereichsübersichten,
an eine Bilderstellungseinrichtung 5 übertragen. Die Bilderstellungseinrichtung 5
erzeugt aus den Betriebszustandsbildern Graphikpakete, die über eine gesicherte Cloud
Computing Verbindung 6 an die Steuerzentrale 1 übertragen werden. In der Steuerzentrale
1 werden die Graphikpakete anhand eines standardisierten Graphikprotokolls in einer
Anzeigeeinrichtung 7 visualisiert. Eine Unterzentralenverwaltungs- und Bedienerzuordnungseinrichtung
8 dient der Überwachung der empfangenen Betriebszustandsbilder der jeweiligen Unterzentrale
2, indem zum Beispiel Bildprüfsummen erstellt werden. Im Ergebnis werden Maus- und
Tastaturbedienungen von der Steuerzentrale 1 an die Unterzentrale 2 rückübertragen.
Diese Bedienungsvorgaben ermöglichen letztlich eine fehlerfreie Ausführung von Funktionen
der Steuereinrichtungen 3 in der Unterzentrale 2, insbesondere im Hinblick auf die
sehr hohen Sicherheitsanforderungen einer KF - Kommandofreigabe - Bedienung.
[0012] Durch die Datenübertragung in Form der Graphikpakete über die gesicherte Cloud Computing
Verbindung 6 und die Visualisierung über ein standardisiertes Graphikprotokoll, zum
Beispiel X11, ist die erforderliche Kompatibilität zwischen Unterzentralen 2 und Steuerzentralen
1, auch verschiedener Hersteller, einfacher realisierbar, so dass zum Beispiel die
Übernahme einer Unterzentrale 2 aus einer anderen Steuerzentrale 1 oder eine Überkreuzbedienung
problemlos möglich wird.
1. Eisenbahnleitsystem mit mindestens einer Steuerzentrale (1), die mit mindestens einer
Unterzentrale (2) verbunden ist, wobei die Steuerzentrale (1) zur Überwachung von
in einer Bilderstellungseinrichtung (5) der Unterzentrale (2) erstellten Betriebszustandsbildern
ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bilderstellungseinrichtung (5) zur Erstellung und Übersendung der Betriebszustandsbilder
in Form von Graphikpaketen ausgebildet ist, wobei zwischen der Steuerzentrale (1)
und der Unterzentrale (2) eine über Security Gateways gesicherte Cloud Computing Verbindung
(6) vorgesehen ist und dass die Steuerzentrale (1) eine Anzeigeeinrichtung (7) zur
Anzeige der Betriebszustandsbilder anhand eines standardisierten Graphikprotokolls
sowie eine Vorrichtung zur Bildprüfsummenerstellung aufweist.
1. Railway control system with at least one control centre (1) which is connected to
at least one subcentre (2), wherein the control centre (1) is embodied to monitor
operating state images generated in an image generation facility (5) of the subcentre
(2),
characterised in that
the image generation facility (5) is embodied to generate and transmit the operating
state images in the form of graphics packages, wherein there is provision for a cloud
computing connection (6), secured via security gateways, between the control centre
(1) and the subcentre (2) and the control centre (1) has a display facility (7) for
displaying the operating state images using a standardised graphics protocol as well
as an apparatus for image checksum generation.
1. Système de gestion de voie ferrée, comprenant au moins une centrale (1) de commande,
qui est reliée à au moins une sous-centrale (2), la centrale (1) étant constituée
pour le contrôle d'images d'état de fonctionnement, produites dans un dispositif (5)
de production d'images de la sous-centrale (2),
caractérisé en ce que
le dispositif (5) de production d'images est constitué pour établir et envoyer les
images d'état de fonctionnement sous la forme de paquets graphiques, une liaison (6)
cloud computing, sécurisée par security gateways, étant prévue entre la centrale (1)
de commande et la sous-centrale (2) et en ce que la centrale (1) de commande a un dispositif (7) d'affichage, pour afficher les images
d'état de fonctionnement à l'aide d'un protocole graphique normalisé, ainsi qu'un
dispositif de production d'une somme de contrôle d'image.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- INTEGRATION VON RELAISSTELLWERKEN IN DIE BEDIENUNG VON BETRIEBSZENTRALENLUEBBERS M et al.SIGNAL + DRAHTTELZLAFF VERLAG GMBH20070601vol. 99, 13-19 [0002]
- JASON H. CHRISTENSENUsing RESTful web-services and cloud computing to create next generation mobile applicationsPROCEEDING
OF THE 24TH ACM SIGPLAN CONFERENCE COMPANION ON OBJECT ORIENTED PROGRAMMING SYSTEMS
LANGUAGES AND APPLICATIONS, OOPSLA '09, 2009, 978-1-60-558768-4627- [0007]