[0001] Die Erfindung betrifft einen hydraulisch betätigbaren Ausleger für einen Ladekran,
mit:
- mindestens zwei Auslegerverlängerungen, wobei die eine Auslegerverlängerung als äußere
Auslegerverlängerung ausgebildet ist und die zweite Auslegerverlängerung als innere
Auslegerverlängerung ausgebildet ist, und
- mindestens zwei Schubstückzylindern zum Aus- und Einfahren der mindestens zwei Auslegerverlängerungen,
- einem hydraulischen Kreislauf für ein Arbeitsmedium - insbesondere Öl - mit einer
Einfahrleitung zum druckbeaufschlagten Einfahren der Schubstückzylinder, wobei die
Einfahrleitung in den Schubstückzylinder der äußeren Auslegerverlängerung einmündet,
und
- einem Tank zur Abgabe des Arbeitsmediums, und
- einem Schaltventil, welches durch Erreichen einer definierten Einfahrposition der
äußeren Auslegerverlängerung insbesondere wenn die äußere Auslegerverlängerung im
Wesentlichen voll eingefahren ist - in Offenstellung schaltbar ist und dadurch den
Schubstückzylinder der inneren Auslegerverlängerung mit druckbeaufschlagtem Arbeitsmedium
speist.
[0002] Weiters betrifft die Erfindung einen Ladekran mit einem hydraulisch betätigbaren
Ausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 13 und des weiteren ein Fahrzeug mit einem
solchen Ladekran.
[0003] Hydraulisch betätigbare Ausleger für Ladekräne sind bereits in einer Vielzahl aus
dem Stande der Technik heraus bekannt. So zeigt etwa die
EP 0 566 720 B1 vom 10. November 1992 einen mehrstufigen Teleskopausleger, insbesondere für einen
Ladekran an einem Lastfahrzeug, wobei zwischen aneinander folgenden, teleskopartigen
ineinander angeordneten Armen jeweils eine Kolben und Zylinder aufweisende Hydraulikeinheit
angeordnet ist, wobei zumindest beim Zylinder des innersten Armes vom Zylinderboden
ein Rohr axial in den Zylinderraum steht, welches bei zumindest teilweise eingefahrenem
Kolben gegenüber diesem abgedichtet in die hohle Kolbenstange reicht, und damit den
Zylinderraum gegenüber dem Innenraum der hohlen Kolbenstange abdichtet, wobei der
Innenraum jeder hohlen Kolbenstange über eine vorzugsweise starre Leitung mit dem
Zylinderraum der nächst inneren
[0004] Hydraulikeinheit verbunden ist und dass der Innenraum jeder hohlen Kolbenstange bei
voll ausgefahrenem Kolben mit dem Zylinderraum derselben Hydraulikeinheit kommuniziert.
[0005] Das Dokument
EP 1 270 494 A1 offenbart einen Ausleger mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, einen verbesserten hydraulisch betätigbaren Ausleger
für einen Ladekran anzugeben.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0008] Dadurch, dass das Arbeitsmedium der Einfahrleitung zwischen Tank und Einmündung am
Schubstückzylinder der äußeren Auslegerverlängerung in keiner Stellung des Schubstückzylinders
der inneren Auslegerverlängerung mit dem Schubstückzylinder der inneren Auslegerverlängerung
kommuniziert, solange die äußere Auslegerverlängerung nicht ihre Einfahrposition erreicht
hat, erzielt man eine vom Schubstückzylinder der inneren Auslegerverlängerung unabhängige
Einfahrleitung, wodurch der Schubstückzylinder der äußeren Auslegerverlängerung direkt
mit dem Arbeitsmedium druckbeaufschlagt werden kann - selbst bei voll ausgefahrenem
Schubstückzylinder der inneren Auslegerverlängerung.
[0009] Diese Einfahrleitung ermöglicht es, den äußeren - also den von der Kransäule am weitesten
weg befindlichen - noch nicht voll eingefahrenem Schubstückzylinder einfahrseitig
Öl zuzuführen, bis dieser ganz eingefahren ist. In diesem Zustand wird das Schaltventil
zum inneren - also nächst dahinter liegenden, näher an der Kransäule befindlichen
- Schubstückzylinder betätigt - das heißt geöffnet - wodurch dem äußeren Schubstückzylinder
kein Öl mehr zugeführt wird, da er bereits voll eingefahren ist. Das Öl fließt über
das Steuerventil in den inneren Schubstückzylinder und veranlasst diesen einzufahren.
[0010] Somit wird eine Folgesteuerung erzielt, wodurch ein Schubstückzylinder nach dem anderen
einfährt und dabei die Einfahrleitung direkt in den äußeren Schubstückzylinder einmündet.
Diesbezüglich sei darauf hingewiesen, dass mit "innerer Schubstückzylinder" der Schubstückzylinder
der inneren Auslegerverlängerung gemeint ist und mit "äußerer Schubstückzylinder"
der Schubstückzylinder der äußeren Auslegerverlängerung gemeint ist, wobei diese Formulierungen
dem Fachmann als gebräuchliche Abkürzungen bekannt sind.
[0011] Im Normalfall ist dabei die äußere Auslegerverlängerung jene mit geringerem Durchmesser
und die innere Auslegerverlängerung jene mit größerem Durchmesser, dies könnte natürlich
ebenso - bezogen auf die äußere und innere Auslegerverlängerung und /oder den geringeren
und größeren Durchmesser - umgekehrt sein.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
[0013] Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn die Einfahrleitung zumindest
den Schubstückzylinder der inneren Auslegerverlängerung durchquert ohne dass dabei
das Arbeitsmedium in der Einfahrleitung während der Durchquerung mit diesem Schubstückzylinder
kommuniziert. Durch die Führung der Einfahrleitung durch den Schubstückzylinder der
inneren Auslegerverlängerung, kann eine äußerst kompakte Bauweise erzielt werden.
[0014] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Einfahrleitung
im Inneren des Schubstückzylinders der inneren Auslegerverlängerung teleskopisch ausgebildet
ist. Durch eine teleskopische Ausbildung der Einfahrleitung kann sich die Länge der
Einfahrleitung der effektiven Länge des Schubstückzylinders anpassen, das heißt, dass
die teleskopisch ausgebildete Einfahrleitung zusammen mit dem Schubstückzylinder verfahren
kann.
[0015] Weiters kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die Einfahrleitung wenigstens zwei ineinander
verschachtelte Rohre aufweist welche teleskopisch zueinander bewegbar ausgebildet
sind. Eine teleskopische Ausbildung ist besonders bevorzugt durch zwei ineinander
verschachtelte Rohre herstellbar.
[0016] Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn zwischen den beiden ineinander
verschachtelten Rohren eine Dichtung ausgebildet ist. Durch die Ausbildung einer Dichtung
kann erzielt werden, dass das Arbeitsmedium, das innerhalb der verschachtelten Rohre
verläuft, nicht aus diesen austreten und in den Innenraum des Schubstückzylinders
fließen kann.
[0017] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass der Schubstückzylinder der inneren
Auslegerverlängerung wenigstens einen Zylinder, wenigstens einen Kolben und wenigstens
eine Kolbenstange aufweist, wobei eines der beiden Rohre ortsfest im Zylinder des
Schubstückzylinders ausgebildet ist und das zweite Rohr ortsfest in der Kolbenstange
des Schubstückzylinders ausgebildet ist. Durch die ortfeste Ausbildung der beiden
Rohre im Schubstückzylinder kann gewährleistet werden, dass beide Rohre zusammen mit
dem Schubstückzylinder gleichmäßig verfahren.
[0018] Als besonders vorteilhaft hat es sich dabei herausgestellt, wenn das äußere der beiden
Rohre eine Ausnehmung in einer Mantelfläche des Rohres aufweist, wobei die Ausnehmung
an einem Endbereich des Rohres ausgebildet ist. Durch die Ausbildung einer Ausnehmung
an einem Endbereich des Rohres kann erzielt werden, dass bei im Wesentlichen voll
ausgefahrenen Rohren über die Ausnehmung das Arbeitsmedium vom Zylinder in die Kolbenstange
gelangen kann. Ebenso wäre es natürlich auch vorstellbar, diese Funktionalität auf
andere Art und Weise zu bewerkstelligen, etwa in dem eines der im Wesentlichen voll
ausgefahrenen Rohre ein Rückschlagventil öffnet, wodurch das Arbeitsmedium vom Zylinder
in die Kolbenstange gelangen könnte.
[0019] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass der Kolben
mindestens einen Ausfahrkanal aufweist, wobei sich der Ausfahrkanal von einer Zylinderkammer
in eine Kolbenstangenkammer erstreckt. Über einen Ausfahrkanal im Kolben kann das
Arbeitsmedium von der Zylinderkammer in die Kolbenstangenkammer fließen.
[0020] Als vorteilhaft hat es sich weiters herausgestellt, dass der Kolben mindestens einen
Einfahrkanal aufweist, wobei sich der Einfahrkanal von der Zylinderkammer in die Kolbenstangenkammer
erstreckt, wobei in dem Einfahrkanal ein Rückschlagventil ausgebildet ist. Durch einen
Einfahrkanal im Kolben kann erzielt werden, dass während des Einfahrens das Arbeitsmedium
von der Kolbenstangenkammer in die Zylinderkammer fließen kann.
[0021] Als vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn die Kolbenstange mindestens einen
Kolbenstangenkanal aufweist, wobei sich der Kolbenstangenkanal von einem Endbereich
der Kolbenstange zum anderen Endbereich der Kolbenstange hin erstreckt, wobei an dem
einen Endbereich das Schaltventil angeordnet ist und am anderen Endbereich einen die
Kolbenstange umgebende Kammer ausgebildet ist, wobei die Kolbenstange umgebende Kammer
im Zylinder des Schubstückzylinders ausgebildet ist. Durch die Ausbildung eines Kolbenstangenkanals
kann das druckbeaufschlagte Arbeitsmedium in die die Kolbenstange umgebende Kammer
fließen und dadurch den Schubstückzylinder einfahren.
[0022] Bevorzugt kann weiters vorgesehen sein, dass am Kolbenstangenkanal wenigstens ein
Rückschlagventil ausgebildet ist. Durch die Ausbildung eines Rückschlagventils am
Kolbenstangenkanal kann beim Ausfahren des Schubstückzylinders das Arbeitsmedium,
welches sich in der Kolbenstange umgebenden Kammer befindet, aus dieser austreten
und - mittels Durchquerung des Kolbenstangenkanals - über das Rückschlagventil abfließen.
[0023] Gemäß einem möglichen Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass das Schaltventil
als Wegeventil - vorzugsweise als 2/2 Wegeventil - ausgebildet ist.
[0024] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass das Schaltventil
mechanisch betätigbar ausgebildet ist. Dies kann zu einer kostengünstigen Variante
eines Schaltventils beitragen.
[0025] Dabei ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass der Ausleger wenigstens eine - vorzugsweise
wenigstens zwei - weitere innere Auslegerverlängerung(en) mit Schubstückzylinder(n)
aufweist, wobei das Arbeitsmedium der Einfahrleitung zwischen Tank und Einmündung
am Schubstückzylinder der äußersten Auslegerverlängerung in keiner Stellung der Schubstückzylinder
der inneren Auslegerverlängerungen mit den Schubstückzylindern der inneren Auslegerverlängerungen
kommuniziert solange die äußerste Auslegerverlängerung nicht ihre Einfahrposition
erreicht hat. Die Verwendung mehrerer innerer Auslegerverlängerungen und dazugehörigen
Schubstückzylindern kann dazu beitragen, die Reichweite des Auslegers zu erhöhen.
[0026] Die Erfindung betrifft weiters einen Ladekran mit einem hydraulisch betätigbaren
Ausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 14. Speziell bei Ladekränen kann ein solcher
hydraulisch betätigbarer Ausleger vorteilhaft eingesetzt werden.
[0027] Schutz wird auch begehrt für Fahrzeug mit einem solchen Ladekran. Speziell auf Fahrzeugen
können vorteilhaft solche Ladekräne mit hydraulisch betätigbaren Auslegern eingesetzt
werden.
[0028] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung
unter Bezugnahme auf die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele im Folgenden
nähere erläutert. Darin zeigen.
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Ladekrans mit hydraulisch betätigbaren Auslegern und Auslegerverlängerungen,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung zweier Schubstückzylinder, wobei ein Schubstückzylinder
für eine äußere Auslegerverlängerung vorgesehen ist und einer für eine innere Auslegerverlängerung,
wobei sich beide Schubstückzylinder im eingefahrenen Zustand befinden,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung zweier Schubstückzylinder, wobei ein Schubstückzylinder
vollständig ausgefahren ist und ein Schubstückzylinder eingefahren ist,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung von vier Schubstückzylindern mit einem Schubstückzylinder
für eine äußerste Auslegerverlängerung und drei Schubstückzylinder für drei innere
Auslegerverlängerungen,
- Fig. 5
- ein Schnitt durch eine Detailansicht eines Schubstückzylinders.
- Fig. 6
- ein Fahrzeug mit einem Ladekran mit einem Ausleger mit Auslegerverlängerungen
[0029] Figur 1 zeigt einen Ladekran 101 mit einer Kransäule 102, einem ersten Ausleger 103
und einem zweiten Ausleger 100. Der hydraulisch betätigbare Ausleger 100 weist mehrere
Auslegerverlängerungen 1, 2, 3 und 4 auf. Die Auslegerverlängerungen 1, 2, 3 und 4
werden jeweils mit zugehörigen Schubstückzylindern 11, 21, 31 bzw. 41 ausund eingefahren.
[0030] Der Ladekran 101 weist in diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel einen weiteren dritten
Ausleger 104 auf, der ebenfalls teleskopisch ausgebildete und hydraulisch betätigbare
Auslegerverlängerungen aufweist.
[0031] Bevorzugterweise werden solche Ladekräne 101 auf Fahrzeugen montiert. Sie kommen
jedoch auch ebenso stationär zum Einsatz.
[0032] Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung zweier Schubstückzylinder 21 und 11 für
zwei nicht dargestellte äußere 1 und innere Auslegerverlängerungen 2. Dabei ist der
Schubstückzylinder 11 an der äußeren Auslegerverlängerung 1 und der Schubstückzylinder
21 an der inneren Auslegerverlängerung 2 angeordnet. In dieser Figur 2 sind beide
Schubstückzylinder 11 und 21 vollständig eingefahren.
Ausfahrvorgang:
[0033] Zum Ausfahren wird die Ausfahrleitung 7 bzw. das sich darin befindliche Arbeitsmedium
5 (nicht dargestellt) mit Druck beaufschlagt. Die Ausfahrleitung 7 mündet in die Zylinderkammer
261 des Zylinders 26. Durch die Druckbeaufschlagung breitet sich das Arbeitsmedium
5 im Zylinder 26 bzw. dessen Zylinderkammer 261 aus und verschiebt dabei den Kolben
27 und somit auch die Kolbenstange 28, die Kolbenstange 28 fährt aus. Das Arbeitsmedium
5 konnte sich bis jetzt nur in der Zylinderkammer 261 ausbreiten, wodurch ausschließlich
der Schubstückzylinder 21 ausfährt und nicht der Schubstückzylinder 11.
[0034] In diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist die Kolbenstange 28 mindestens einen
Kolbenstangenkanal 282 auf, wobei sich der Kolbenstangenkanal 282 von einem Endbereich
der Kolbenstange 28 zum anderen Endbereich der Kolbenstange 28 hin erstreckt, wobei
an dem einen Endbereich das Schaltventil 22 angeordnet ist und am anderen Endbereich
eine die Kolbenstange 28 umgebende Kammer 262 ausgebildet ist, wobei die Kolbenstange
28 umgebende Kammer 262 im Zylinder 26 des Schubstückzylinders 21 ausgebildet ist.
[0035] Damit die Kolbenstange 28 ausfahren kann, muss sich das Arbeitsmedium 5 (nicht dargestellt),
welches sich in der die Kolbenstange 28 umgebende Kammer 262 befindet, entweichen.
Dazu kann das Arbeitsmedium 5 von der die Kolbenstange 28 umgebenden Kammer 262 über
den Kolbenstangenkanal 282 und das Rückschlagventil 283 aus dem Schubstückzylinder
21 abfließen. Anschließend kann das Arbeitsmedium 5 über die beiden teleskopisch ausgebildeten
Rohre 23 und 24 zurück in einen nicht dargestellten Tank fließen.
[0036] In diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die teleskopisch ausgebildeten Rohre
23 und 24 im Inneren des Schubstückzylinders 21 ausgebildet, wodurch ein sehr kompakter
Schubstückzylinder 21 erzielbar wird.
[0037] Nachdem die Kolbenstange 28 im Wesentlichen vollständig ausgefahren ist, ergibt sich
eine Öffnung zwischen der Zylinderkammer 261 und der Kolbenstangenkammer 281. Diese
beiden Kammern 261 und 281 sind über den Ausfahrkanal 271, welcher jetzt offen ist,
miteinander verbunden. Die Öffnung des Ausfahrkanals 271 wurde durch eine Ausnehmung
29 ermöglicht, welche sich in der Mantelfläche des Rohres 23 befindet, wobei diese
Ausnehmung 29 an einem Endbereich des Rohres 23 ausgebildet ist. Mit diesem bevorzugten
Ausführungsbeispiel ist die Ausnehmung 29 als Durchbruch im Mantel des Rohres 23 ausgebildet.
Durch die Ausnehmung 29 und den Ausfahrkanal 271 kann nun Arbeitsmedium 5 vom Zylinderraum
261 in die Kolbenstangenkammer 281 strömen und von dort aus weiter über die Ausfahrleitung
7 zu der Zylinderkammer 161 des Zylinders 16 des Schubstückzylinders 11. Das druckbeaufschlagte
Arbeitsmedium 5 breitet sich nun in der Zylinderkammer 161 des Schubstückzylinders
11 aus, wodurch der Kolben 17 und die Kolbenstange 18 ausfahren.
[0038] Das Arbeitsmedium 5, welches sich in der die Kolbenstange 18 umgebenden Kammer 162
befindet, kann bei diesem Ausfahrvorgang über die Einfahrleitung 6 abfließen. Des
Weiteren fließt dann das Arbeitsmedium 6 wie gehabt über die beiden Rohre 24 und 23
zurück in den nicht dargestellten Tank. Dies erfolgt wiederum, wie bereits erwähnt,
bevorzugterweise durch den Schubstückzylinder 21 hindurch, ohne dass dabei das Arbeitsmedium
5 während dieser Durchquerung mit diesem Schubstückzylinder 21 kommuniziert.
Einfahrvorgang:
[0039] Zum Einfahren wird die Einfahrleitung 6 mit Druck beaufschlagt. Das Arbeitsmedium
5 (nicht dargestellt) in der Einfahrleitung 6 setzt direkt an der Einmündung 12 des
Schubstückzylinders 11 der nicht dargestellten äußeren Auslegerverlängerung 1 an.
Die Einfahrleitung 6 verläuft dabei quer durch den Schubstückzylinder 21 durch zwei
teleskopisch ausgebildete Rohre 23 und 24. Die beiden Rohre 23 und 24 sind über eine
Dichtung 25 miteinander verbunden, wodurch kein Arbeitsmedium aus den beiden Rohren
23 und 24 hin zu den diese Rohre 23 und 24 umgebende Kammern 261 und 281 des Schubstückzylinders
21 austreten kann. Durch die Druckbeaufschlagung auf die Einfahrleitung 6 breitet
sich das Arbeitsmedium 5 in der die Kolbenstange 18 umgebende Kammer 162 aus, wodurch
die Kolbenstange 18 und der Kolben 17 einfahren (dargestellte Situation in der Figur
3).
[0040] Sobald der Schubstückzylinder 11 vollständig eingefahren ist, wird bevorzugterweise
mechanisch über einen Hebel 51 das Schaltventil 22 am Schubstückzylinder 21 betätigt,
wodurch der Zufluss zu dem Kolbenstangenkanal 282 für das Arbeitsmedium 5 der Einfahrleitung
6 frei geschalten wird. Ebenso könnte das Öffnen des Schaltventils auch auf jede andere
erdenkliche Weise erfolgen, wie etwa elektrisch.
[0041] Nun kann das Arbeitsmedium 5 in der Einfahrleitung 6 über das Steuerventil 22 und
den Kolbenstangenkanal 282 in die die Kolbenstange 28 umgebende Kammer 282 einfließen
und sich darin ausbreiten, wodurch der Kolben 27 und die Kolbenstange 28 einfahren.
[0042] Aufgrund dessen, dass die beiden Rohre 23 und 24 teleskopartig ausgebildet sind;
fahren diese gleichzeitig mit dem Kolben 27 und der Kolbenstange 28 ein (und ebenso
aus beim Ausfahrvorgang).
[0043] Das nicht unter Druck befindliche Arbeitsmedium 5 in der Zylinderkammer 261 wird
bei dieser Einfahrbewegung aus dem Zylinder 26 hinausgedrückt und kann über die Ausfahrleitung
7 abfließen.
[0044] Wenn mehrere Schubstückzylinder 21 dieser Bauart hintereinander geschalten sind (siehe
Figur 4) so kann das abfließende Arbeitsmedium 5 in der Ausfahrleitung 7 jeweils durch
die hintereinander geschalteten Schubstückzylinder 21 durch die Kolbenstangenkammer
281, anschließend durch den Ausfahrkanal 271 und dann durch die Ausnehmung 29 des
Rohres 23 und durch die Zylinderkammer 261 abfließen.
[0045] Sollte die Ausnehmung 29 des Rohres 23 bereits wieder verschlossen sein, da zum Beispiel
der Kolben 27 und die Kolbenstange 28 bereits ein Stück eingefahren sind und somit
die Ausnehmung 29 verschließen, so kann das Arbeitsmedium 5 trotzdem durch diesen
Schubstückzylinder 21 hindurch entweichen, da im Kolben 27 der Einfahrkanal 272 ausgebildet
ist, welcher ein Rückschlagventil 273 aufweist. Somit kann bei teilweise oder ganz
eingefahrenen Kolben 27 bzw. Kolbenstange 28 Öl 5 aus der Ausfahrleitung 7 über die
Kolbenstange 281 das Rückschlagventil 273 des Einfahrkanals 272 und weiter über die
Zylinderkammer 261 durch den Schubstückzylinder 21 hindurchfließen.
[0046] Durch eine derartige Ausbildung einer Folgesteuerung wird sowohl ein sequenzielles
Ausfahren der Schubstückzylinder 21 und 11 als auch ein sequenzielles Einfahren der
Schubstückzylinder 11 und 21 erzielbar.
[0047] Erst wenn der Schubstückzylinder 21 im Wesentlichen vollständig ausgefahren ist,
wird das Arbeitsmedium 5 für den Schubstückzylinder 11 freigegeben und erst dann kann
dieser Schubstückzylinder 11 ausfahren.
[0048] Ebenso kann der Schubstückzylinder 21 erst dann einfahren, wenn der Schubstückzylinder
11 im Wesentlichen vollständig eingefahren ist und dabei anschließend das Steuerventil
22 des Schubstückzylinders 21 aufschaltet, wodurch erst der Schubstückzylinder 21
einfahren kann.
[0049] Figur 4 zeigt eine schematische Darstellung für einen hydraulisch betätigbaren Ausleger
100 (siehe Figur 1) für einen Ladekran 101 (siehe Figur 1). In diesem bevorzugten
Ausführungsbeispiel weist der hydraulisch betätigbare Ausleger 100 vier Auslegerverlängerungen
1, 2, 3 und 4 (siehe Figur 1) auf, wobei eine Auslegerverlängerung als äußerste Auslegerverlängerung
1 ausgebildet ist und die drei weiteren drei Auslegerverlängerungen 2, 3 und 4 als
innere Auslegerverlängerungen 2, 3 und 4 ausgebildet sind. Die Auslegerverlängerungen
1, 2, 3 und 4 weisen jeweils zumindest einen Schubstückzylinder 11, 21, 31 und 41
auf, mit welchen die Auslegerverlängerungen 1, 2, 3 und 4 ein- bzw. ausgefahren werden
können. Der hydraulisch betätigbare Ausleger 100 weist dabei einen hydraulischen Kreislauf
für ein Arbeitsmedium 5 - in diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel Öl - mit einer
Einfahrleitung 6 zum druckbeaufschlagten Einfahren der Schubstückzylinder 11, 21,
31 und 41 auf, wobei die Einfahrleitung 6 in den Schubstückzylinder 11 der äußersten
Auslegerverlängerung 1 einmündet. Der Ausleger 100 weist weiters eine Ausfahrleitung
7 zum druckbeaufschlagten Ausfahren der Schubstückzylinder 11, 21, 31 und 41 auf.
Die Schubstückzylinder 21, 31 und 41 weisen dabei jeweils ein Schaltventil 22, 32
und 42 auf, welches durch Erreichen einer definierten Einfahrposition der nächst außen
gelegenen Auslegerverlängerung bzw. dessen Schubstückzylinder 11, 21 und 31 - insbesondere
wenn die äußere Auslegerverlängerung 1,2 und 3 bzw. deren Schubstückzylinder 11, 21
und 31 im Wesentlichen voll eingefahren sind - in Offenstellung schaltbar sind und
dadurch den nächst inneren Schubstückzylinder 21, 31 bzw. 41 der inneren Auslegerverlängerung
2, 3 bzw. 4 mit druckbeaufschlagtem Arbeitsmedium 5 speisen können. Dabei kommuniziert
das Arbeitsmedium 5 der Einfahrleitung 6 zwischen einem nicht dargestellten Tank und
der Einmündung 12 am Schubstückzylinder 11 der äußersten Auslegerverlängerung 1 in
keiner Stellung der Schubstückzylinder 21, 31 und 41 der inneren Auslegerverlängerungen
2, 3 und 4 mit den Schubstückzylindern 21, 31 und 41 der inneren Auslegerverlängerungen
2, 3 und 4 solange die äußerste Auslegerverlängerung 1 bzw. der Schubstückzylinder
11 nicht ihre/seine Einfahrposition erreicht hat.
[0050] In diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel durchquert die Einfahrleitung 6 alle drei
Schubstückzylinder, 21, 31 und 41 der inneren Auslegerverlängerungen 2, 3 und 4 ohne
dass dabei das Arbeitsmedium 5 in der Einfahrleitung 6 - während der Durchquerung
- mit den Schubstückzylindern 21, 31 und 41 kommuniziert.
[0051] Dabei ist die Einfahrleitung 6 im Inneren der Schubstückzylinder 21, 31, 41 teleskopisch
ausgebildet, indem zwei ineinander verschachtelte Rohre 23 und 24 bzw. 33 und 34 bzw.
43 und 44 ausgebildet sind, welche teleskopisch zueinander bewegbar sind.
[0052] Dabei ist jeweils das Rohr 23, 33 bzw. 43 ortsfest im Zylinder des zugehörigen Schubstückzylinders
21, 31 bzw. 41 ausgebildet und das zweite Rohr 24, 34 bzw. 44 ist dabei ortsfest in
der zugehörigen Kolbenstange des zugehörigen Schubstückzylinders 21, 31 bzw. 41 ausgebildet.
[0053] In diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist jeweils das äußere Rohr 23, 33 bzw.
43 eine Ausnehmung 29, 39 bzw. 49 in der Mantelfläche des zugehörigen Rohres auf,
wobei diese Ausnehmungen 29. 39 bzw. 49 an einem Endbereich des Rohres 23, 33 bzw.
43 ausgebildet sind. '
[0054] Das Schaltventil 22, 32 und 42 ist in diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel als
2/2 Wegeventil ausgebildet und wird mechanisch über die Hebel 51, 52 bzw. 53 betätigt.
[0055] Die Aus- bzw. Einfahrbewegung dieser vier dargestellten Schubstückzylinder 11, 21,
31 und 41 funktioniert sinngemäß gleich wie in der Figurenbeschreibung der Figuren
2 und 3 geschildert.
[0056] Sowohl das Ausfahren als auch das Einfahren erfolgt sequenziell, das heißt, dass
immer nur ein Schubstückzylinder 11, 21, 31 oder 41 aus-bzw. einfährt. Dazu wird das
Arbeitsmedium 5 immer nur nach im Wesentlichen vollkommen erfolgtem Ausfahren bzw.
Einfahren für den nächst außen gelegenen Schubstückzylinder 31, 21 und 11 bzw. für
den nächst innen gelegenen Schubstückzylinder 21, 31 und 41 frei geschalten.
[0057] Figur 5 zeigt eine Detaildarstellung eines Schnittes durch einen Schubstückzylinder
21 in einer Position wie in Figur 3 dargestellt, wenn dieser im Wesentlichen voll
ausgefahren ist.
[0058] Im Inneren des Schubstückzylinders 21 verlaufen die beiden teleskopisch ausgebildeten
Rohre 23 und 24. Dabei verlaufen diese beiden Rohre 23 und 24 auch quer durch den
Zylinder 26, den Kolben 27 und die Kolbenstange 28. Diese im Schubstückzylinder 21
angeordnete, teleskopierbare Leitung 6 - bestehend aus den beiden Rohren 23 und 24
- ermöglichst es, dass für das Einfahren erforderliche Öl 5 durch den Schubstückzylinder
21 (und 31 und 41 wie in Figur 4 dargestellt) nach vorne zu den Schubstückzylinder
11 zu führen, wobei in diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel das hintere, mit dem
Zylinder 26 verbundene größere Rohr 23 verbunden ist und das kleinere Rohr 24 mit
der Kolbenstange 28 verbunden ist, wobei das kleinere Rohr 24 in das größere Rohr
23 hineinragt und in diesem dicht geführt ist. Diese Leitung 6 ermöglicht es, dem
vordersten noch nicht eingefahrenen Schubstückzylinder 11 (siehe Figur 3) einfahrseitig
Öl zuzuführen, bis dieser ganz eingefahren ist. In diesem Zustand wird das Steuerventil
22 (siehe Figur 3) zum nächst dahinterliegenden Schubstückzylinder 21 betätigt (geöffnet).
Daraufhin kann dieser Schubstückzylinder 21 einfahren. Dieser Vorgang wird solange
nacheinander durchgeführt, bis alle Schubstückzylinder (21, 31, 41 sieh Figur 4) vollständig
eingefahren sind.
[0059] Diese Art der Steuerung hat gegenüber der bisherigen den Vorteil, dass die Steuerreihenfolge
zu keinem Zeitpunkt durch Absperren des Rückölflusses bestimmt wird, sondern immer
durch gesteuerte Olzuführung. Der Rückölfluss ist sowohl beim Einfahren als auch beim
Ausfahren immer frei.
[0060] Das größere hinten liegende Rohr 23 ist im Kolben 27 dicht geführt und hat am vorderen
Ende nach der Dichtung bzw. Führung eine Verlängerung mit radial angeordneten Öffnungen
29, die den Durchfluss des kolbenseitigen Öles durch den Kolben 27 und die Kolbenstange
28 nach vorne im ausgefahrenen Zustand freigeben
[0061] Der Kolben 27 weist dabei ein Rückschlagventil (273, siehe Figur 3) auf, das gegebenenfalls
bei geringfügig eingefahrenem Kolben 27 bei Druckbeaufschlagung durch den Rückölfluss
von der Stangenseite her öffnet und den Durchfluss nach hinten frei gibt.
[0062] Figur 6 zeigt ein Fahrzeug 200 mit einem darauf montiertem Ladekran 101 mit einem
hydraulisch betätigbaren Ausleger 100 mit Auslegerverlängerungen.
1. Hydraulisch betätigbarer Ausleger (100) für einen Ladekran (101), mit:
- mindestens zwei Auslegerverlängerungen (1, 2), wobei die eine Auslegerverlängerung
als äußere Auslegerverlängerung (1) ausgebildet ist und die zweite Auslegerverlängerung
als innere Auslegerverlängerung (2) ausgebildet ist, und
- mindestens zwei Schubstückzylindern (11, 21) zum Aus- und Einfahren der mindestens
zwei Auslegerverlängerungen (1, 2),
- einem hydraulischen Kreislauf für ein Arbeitsmedium (5) - insbesondere Öl - mit
einer Einfahrleitung (6) zum druckbeaufschlagten Einfahren der Schubstückzylinder
(11, 21), wobei die Einfahrleitung (6) in den einen Schubstückzylinder(11) der äußeren
Auslegerverlängerung (1) einmündet und zumindest im Inneren des anderen Schubstückzylinder
(21) der inneren Auslegerverlängerung (2) ausgebildet ist,
- einem Tank zur Abgabe des Arbeitsmediums (5), und
- einem Schaltventil (22), welches durch Erreichen einer definierten Einfahrposition
der äußeren Auslegerverlängerung (1) - insbesondere wenn die äußere Auslegerverlängerung
(1) im Wesentlichen voll eingefahren ist - in Offenstellung schaltbar ist und dadurch
den anderen Schubstückzylinder (21) der inneren Auslegerverlängerung (2) mit druckbeaufschlagtem
Arbeitsmedium (5) speist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einfahrleitung (6) im Inneren des anderen Schubstückzylinders (21) der inneren
Auslegerverlängerung (2) teleskopisch ausgebildet ist und das Arbeitsmedium (5) der
Einfahrleitung (6) zwischen Tank und Einmündung (12) am einen Schubstückzylinder (11)
der äußeren Auslegerverlängerung (1) in keiner Stellung des anderen Schubstückzylinders
(21) der inneren Auslegerverlängerung (2) mit dem anderen Schubstückzylinder (21)
der inneren Auslegerverlängerung (2) kommuniziert, solange die äußere Auslegerverlängerung
(1) nicht ihre Einfahrposition erreicht hat, wobei das Arbeitsmedium (5) in jeder
Stellung des anderen Schubstückzylinders (21) durch diesen unabhängig von der Stellung
des anderen Schubstückzylinders (21) zurückfließt solange die äußere Auslegerverlängerung
(1) nicht ihre Einfahrposition erreicht hat und das Schaltventil (22) in Offenstellung
schaltet.
2. Ausleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einfahrleitung (6) zumindest den anderen Schubstückzylinder (21) der inneren
Auslegerverlängerung (2) durchquert ohne dass dabei das Arbeitsmedium (5) in der Einfahrleitung
(6) während der Durchquerung des anderen Schubstückzylinder (21) mit dem zurückfließenden
Arbeitsmedium (5) im anderen Schubstückzylinder (21) kommuniziert.
3. Ausleger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einfahrleitung (6) wenigstens zwei ineinander verschachtelte Rohre (23, 24) aufweist
welche teleskopisch zueinander bewegbar ausgebildet sind.
4. Ausleger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden ineinander verschachtelten Rohren (23, 24) eine Dichtung (25)
ausgebildet ist.
5. Ausleger nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Schubstückzylinder (21) der inneren Auslegerverlängerung (2) wenigstens
einen Zylinder (26), wenigstens einen Kolben (27) und wenigstens eine Kolbenstange
(27) aufweist, wobei eines (23) der beiden Rohre (23, 24) ortsfest im Zylinder (26)
des anderen Schubstückzylinders (21) ausgebildet ist und das zweite Rohr (24) ortsfest
in der Kolbenstange (28) des anderen Schubstückzylinders (21) ausgebildet ist.
6. Ausleger nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere (23) der beiden Rohre (23, 24) eine Ausnehmung (29) in einer Mantelfläche
des Rohres (23) aufweist, wobei die Ausnehmung (29) an einem Endbereich des Rohres
(23) ausgebildet ist.
7. Ausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (27) mindestens einen Ausfahrkanal (271) aufweist, wobei sich der Ausfahrkanal
(271) von einer Zylinderkammer (261) in eine Kolbenstangenkammer (281) erstreckt.
8. Ausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (27) mindestens einen Einfahrkanal (272) aufweist, wobei sich der Einfahrkanal
(272) von der Zylinderkammer (261) in die Kolbenstangenkammer (281) erstreckt, wobei
in dem Einfahrkanal (272) ein Rückschlagventil (273) ausgebildet ist.
9. Ausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstange (28) mindestens einen Kolbenstangenkanal (282) aufweist, wobei sich
der Kolbenstangenkanal (282) von einem Endbereich der Kolbenstange (28) zum anderen
Endbereich der Kolbenstange (28) hin erstreckt, wobei an dem einen Endbereich das
Schaltventil (22) angeordnet ist und am anderen Endbereich einen die Kolbenstange
(28) umgebende Kammer (262) ausgebildet ist, wobei die Kolbenstange (28) umgebende
Kammer (262) im Zylinder (26) des anderen Schubstückzylinders (21) ausgebildet ist.
10. Ausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass am Kolbenstangenkanal (282) wenigstens ein Rückschlagventil (283) ausgebildet ist.
11. Ausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltventil (22) als Wegeventil - vorzugsweise als 2/2 Wegeventil - ausgebildet
ist.
12. Ausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltventil (22) mechanisch betätigbar ausgebildet ist.
13. Ausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausleger (100) wenigstens eine - vorzugsweise wenigstens zwei - weitere innere
Auslegerverlängerung(en) (3, 4) mit Schubstückzylinder(n) (31, 41) aufweist, wobei
das Arbeitsmedium (5) der Einfahrleitung (6) zwischen Tank und Einmündung (12) am
Schubstückzylinder (11) der äußersten Auslegerverlängerung (1) in keiner Stellung
der Schubstückzylinder (21, 31, 41) der inneren Auslegerverlängerungen (2, 3, 4) mit
den Schubstückzylindern (21, 31, 41) der inneren Auslegerverlängerungen (2, 3, 4)
kommuniziert solange die äußerste Auslegerverlängerung (1) nicht ihre Einfahrposition
erreicht hat.
14. Ladekran (101) mit einem hydraulisch betätigbaren Ausleger (100) nach einem der Ansprüche
1 bis 13.
15. Fahrzeug (200) mit einem Ladekran (101) nach Anspruch 14.
1. A hydraulically actuable jib (100) for a loading crane (101), comprising:
- at least two jib extensions (1, 2), wherein the one jib extension is in the form
of an outer jib extension (1) and the second jib extension is in the form of an inner
jib extension (2), and
- at least two thrust cylinders (11, 21) for extension and retraction of the at least
two jib extensions (1, 2),
- a hydraulic circuit for a working medium (5) - in particular oil - comprising a
retraction line (6) for pressure-actuated retraction of the thrust cylinders (11,
21), wherein the retraction line (6) opens into the one thrust cylinder (11) of the
outer jib extension (1) and is at least formed in the interior of the other thrust
cylinder (21) of the inner jib extension (2), and
- a tank for delivery of the working medium (5), and
- a switching valve (22) which is switchable into the open position by the attainment
of a defined retraction position of the outer jib extension (1) - in particular when
the outer jib extension (1) is substantially fully retracted - and thereby feeds the
other thrust cylinder (21) of the inner jib extension (2) with pressurized working
medium (5),
characterised in that the retraction line (6) is adapted to be telescopic in the interior of the other
thrust cylinder (21) of the inner jib extension (2) and the working medium (5) of
the retraction line (6) between the tank and the inlet opening (12) at the one thrust
cylinder (11) of the outer jib extension (1) does not communicate with the other thrust
cylinder (21) of the inner jib extension (2) in any position of the other thrust cylinder
(21) of the inner jib extension (2) as long as the outer jib extension (1) has not
reached its retraction position, wherein the working medium (5) flows back in every
position of the other thrust cylinder (21) through the same independently of the position
of the other thrust cylinder (21) as long as the outer jib extension (1) has not reached
its retraction position and switches the switching valve (22) in the open position.
2. A jib as set forth in claim 1 characterised in that the retraction line (6) passes through at least the other thrust cylinder (21) of
the inner jib extension (2) without the working medium (5) in the retraction line
(6) communicating with the working medium (5) flowing back in the other thrust cylinder
(21) during the passage therethrough.
3. A jib as set forth in claim 1 or claim 2 characterised in that the retraction line (6) has at least two internested tubes (23, 24) which are adapted
to be telescopically moveable relative to each other.
4. A jib as set forth in claim 3 characterised in that a seal (25) is provided between the two interested tubes (23, 24).
5. A jib as set forth in claim 3 or claim 4 characterised in that the other thrust cylinder (21) of the inner jib extension (2) has at least one cylinder
(26), at least one piston (27) and at least one piston rod (28) wherein one (23) of
the two tubes (23, 24) is provided stationarily in the cylinder (26) of the other
thrust cylinder (21) and the second tube (24) is provided stationarily in the piston
rod (28) of the other thrust cylinder (21).
6. A jib as set forth in one of claims 3 through 5 characterised in that the outer one (23) of the two tubes (23, 24) has an opening (29) in a peripheral
surface of the tube (23), the opening (29) being provided at an end region of the
tube (23).
7. A jib as set forth in one of claims 1 through 6 characterised in that the piston (27) has at least one extension passage (271), the extension passage (271)
extending from a cylinder chamber (261) into a piston rod chamber (281).
8. A jib as set forth in one of claims 1 through 7 characterised in that the piston (27) has at least one retraction passage (272), the retraction passage
(272) extending from the cylinder chamber (261) into the piston rod chamber (281),
a check valve (273) being provided in the retraction passage (272).
9. A jib as set forth in one of claims 1 through 8 characterised in that the piston rod (28) has at least one piston rod passage (282), the piston rod passage
(282) extending from an end region of the piston rod (28) towards the other end region
of the piston rod (28), the switching valve (22) being arranged at the one end region
and a chamber (262) surrounding the piston rod (28) being provided at the other end
region, the chamber (262) which surrounds the piston rod (28) being provided in the
cylinder (26) of the other thrust cylinder (21).
10. A jib as set forth in one of claims 1 through 9 characterised in that at least one check valve (283) is provided at the piston rod passage (282).
11. A jib as set forth in one of claims 1 through 10 characterised in that the switching valve (22) is in the form of a directional control valve - preferably
a 2/2-way valve.
12. A jib as set forth in one of claims 1 through 11 characterised in that the switching valve (22) is adapted to be mechanically actuable.
13. A jib as set forth in one of claims 1 through 12 characterised in that the jib (100) has at least one - preferably at least two - further inner jib extension(s)
(3, 4) with a thrust cylinder or cylinders (31, 41), wherein the working medium (5)
of the retraction line (6) between the tank and the inlet opening (12) at the thrust
cylinder (11) of the outermost jib extension (1) does not communicate with the thrust
cylinders (21, 31, 41) of the inner jib extensions (2, 3, 4) in any position of the
thrust cylinders (21, 31, 41) of the inner jib extensions (2, 3, 4) as long as the
outermost jib extension (1) has not reached its retraction position.
14. A loading crane (101) comprising a hydraulically actuable jib (100) as set forth in
one of claims 1 through 13.
15. A vehicle (200) comprising a loading crane (101) as set forth in claim 14.
1. Flèche pouvant être actionnée hydrauliquement (100) pour une grue de chargement (101),
avec :
- au moins deux prolongations de flèche (1, 2), une première prolongation de flèche
étant conçue comme une prolongation de flèche externe (1) et la deuxième prolongation
de flèche étant conçue comme une prolongation de flèche interne (2), et
- au moins deux cylindres de pièce de poussée (11, 21) pour la sortie et l'insertion
des au moins deux prolongations de flèche (1, 2),
- un circuit hydraulique pour un milieu de travail (5) - en particulier de l'huile
- avec une conduite d'insertion (6) pour l'insertion par alimentation sous pression
des cylindres de pièce de poussée (11, 21), la conduite d'insertion (6) débouchant
dans le cylindre de pièce de poussée (11) de la prolongation de flèche externe (1)
et étant conçue au moins à l'intérieur de l'autre cylindre de pièce de poussée (21)
de la prolongation de flèche interne (2),
- un réservoir pour la distribution du milieu de travail (5), et
- une soupape de commande (22), laquelle peut être commandée en position ouverte lorsqu'une
position d'insertion définie de la prolongation de flèche externe (1) est atteinte
- en particulier lorsque la prolongation de flèche externe (1) est insérée essentiellement
intégralement - et ainsi alimente avec un milieu de travail alimenté sous pression
(5) l'autre cylindre de pièce de poussée (21) de la prolongation de flèche interne
(2), caractérisée en ce que la conduite d'insertion (6) est conçue de façon télescopique à l'intérieur de l'autre
cylindre de pièce de poussée (21) de la prolongation de flèche interne (2) et en ce que le milieu de travail (5) de la conduite d'insertion (6) ne communique avec l'autre
cylindre de pièce de poussée (21) de la prolongation de flèche interne (2) dans aucune
position de l'autre cylindre de pièce de poussée (21) de la prolongation de flèche
interne (2), entre réservoir et embouchure (12) au niveau d'un cylindre de pièce de
poussée (11) de la prolongation de flèche externe (1), tant que la prolongation de
flèche externe (1) n'a pas atteint sa position d'insertion, le milieu de travail (5)
refluant dans chaque position de l'autre cylindre de pièce de poussée (21) à travers
celui-ci indépendamment de la position de l'autre cylindre de pièce de poussée (21)
tant que la prolongation de flèche externe (1) n'a pas atteint sa position d'insertion
et commande la soupape de commande (22) en position ouverte.
2. Flèche selon la revendication 1, caractérisée en ce que la conduite d'insertion (6) traverse au moins l'autre cylindre de pièce de poussée
(21) de la prolongation de flèche interne (2) sans que ce faisant le milieu de travail
(5) situé dans la conduire d'insertion (6) ne communique, pendant la traversée de
l'autre cylindre de pièce de poussée (21), avec le milieu de travail refluant (5)
situé dans l'autre cylindre de pièce de poussée (21).
3. Flèche selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la conduite d'insertion (6) présente au moins deux tubes (23, 24) imbriqués l'un
dans l'autre, qui sont conçus en étant mobiles l'un par rapport à l'autre de façon
télescopique.
4. Flèche selon la revendication 3, caractérisée en ce qu'un joint (25) est conçu entre les deux tuyaux (23, 24) imbriqués l'un dans l'autre.
5. Flèche selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que l'autre cylindre de pièce de poussée (21) de la prolongation de flèche interne (2)
présente au moins un cylindre (26), au moins un piston (27) et au moins une tige de
piston (27), un (23) des deux tuyaux (23, 24) étant conçu de façon fixe dans le cylindre
(26) de l'autre cylindre de pièce de poussée (21) et le deuxième tuyau (24) étant
conçu de façon fixe dans la tige de piston (28) de l'autre cylindre de pièce de poussée
(21).
6. Flèche selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisée le tuyau externe (23) des
deux tuyaux (23, 24) présente un évidement (29) dans une surface de gaine du tuyau
(23), l'évidement (29) étant conçu à une zone d'extrémité du tuyau (23).
7. Flèche selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le piston (27) présente au moins un canal de sortie (271), le canal de sortie (271)
s'étendant d'une chambre de cylindre (261) dans une chambre de tige de piston (281).
8. Flèche selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le piston (27) présente au moins un canal d'insertion (272), le canal d'insertion
(272) s'étendant de la chambre de cylindre (261) dans la chambre de tige de piston
(281), une soupape de non-retour (273) étant conçue dans le canal d'insertion (272).
9. Flèche selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la tige de piston (28) présente au moins un canal de tige de piston (282), le canal
de tige de piston (282) s'étendant d'une zone d'extrémité de la tige de piston (28)
à l'autre zone d'extrémité de la tige de piston (28), dans laquelle la soupape de
commande (22) est disposée à une zone d'extrémité et à l'autre zone d'extrémité est
conçue une chambre (262) entourant la tige de piston (28), la chambre (262) entourant
la tige de piston (28) étant conçue dans le cylindre (26) de l'autre cylindre de pièce
de poussée (21).
10. Flèche selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que sur le canal de tige de piston (282) est conçue au moins une soupape de non-retour
(283).
11. Flèche selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que la soupape de commande (22) est conçue comme un distributeur - de préférence un distributeur
2/2.
12. Flèche selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que la soupape de commande (22) est conçue de manière à pouvoir être actionnée mécaniquement.
13. Flèche selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que la flèche (100) présente au moins une - de préférence au moins deux - autre(s) prolongation(s)
de flèche interne(s) (3, 4) avec cylindre(s) de pièce de poussée (31, 41), dans laquelle
le milieu de travail (5) de la conduite d'insertion (6) communique entre réservoir
et embouchure (12) au niveau du cylindre de pièce de poussée (11) de la prolongation
de flèche externe (1) dans aucune position des cylindres de pièce de poussée (21,
31, 41)) des prolongations de flèche internes (2, 3, 4) avec les cylindres de pièce
de poussée (21, 31, 41) des prolongations de flèche interne (2, 3, 4), tant que la
prolongation de flèche la plus externe (1) n'a pas atteint sa position d'insertion.
14. Grue de chargement (101) avec une flèche pouvant être actionnée hydrauliquement (100)
selon l'une des revendications 1 à 13.
15. Véhicule (200) avec une grue de chargement (101) selon la revendication 14.