[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Hochfrequenz Koaxialverbinder, respektive
ein koaxiales Verbinderteil für einen Hochfrequenz Koaxialverbinder gemäss dem Oberbegriff
des unabhängigen Patentanspruchs.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind diverse Hochfrequenz Koaxialverbinder zur Wirkverbindung
von Leiterplatten bekannt.
[0003] US4925403 wurde 1988 im Namen der Gilbert Engineering Co. hinterlegt. US'403 zeigt einen Koaxialverbinder
bestehend aus zwei Verbinderteilen und einem zwischen diesen angeordneten Übergangsstück.
Alle drei Verbinderteile weisen einen vergleichsweise komplizierten koaxialen Aufbau
auf. Der Verbinder ist so aufgebaut, dass ein gewisser seitlicher Versatz kompensiert
werden kann. Aufgrund des Aufbaus ist in axialer Richtung keine Kompensation möglich.
Das Übergangsstück wird in das erste und das zweite Verbinderteil lösbar eingeschnappt.
[0004] EP0793299 wurde 1997 im Namen der Otto Dunkel GmbH hinterlegt. EP'299 zeigt einen Koaxialverbinder,
welcher zum gegenseitigen Verbinden von in parallel zueinander angeordneten Leiterplatten
verlaufenden Leiterbahnen dient. Der Verbinder umfasst ebenfalls zwei Verbinderteile
und ein Übergangsstück, welches in die Verbinderteile eingeschnappt werden kann. Gegenüber
dem Stand der Technik soll eine erhebliche Vereinfachung daraus resultieren, dass
die Isolatoren der Verbinderteile einheitlich ausgestaltet werden.
[0005] US5980290 wurde 1998 im Namen der Fa. Radiall SA hinterlegt. US'290 befasst sich ebenfalls
mit einem Koaxialverbinder. Der Verbinder besteht aus zwei koaxial aufgebauten Verbinderteilen,
welche in Querrichtung eine gewisse Fehlstellung zu kompensieren vermögen. Die Verbinderteile
weisen einen vergleichsweise komplizierten, kostenintensiven Aufbau auf.
[0006] EP1028490 wurde 2000 im Namen der Fa. Radiall SA hinterlegt. EP'490 zeigt einen einteiligen
Koaxialverbinder, welcher auf zu verbindende Platinen aufgelötet wird. Der Verbinder
weist zwar einen einfachen Aufbau auf, kann aber nach der Montage nicht mehr gelöst
werden.
[0007] WO0052788 wurde 2000 im Namen derselben Anmelderin hinterlegt. WO'788 zeigt einen Koaxialverbinder
mit zwei Verbinderteilen und einem zwischen diesen angeordneten Übergangsstück. Der
Koaxialverbinder kann sowohl radiale als auch axiale Fehlstellungen kompensieren.
Die Verbinderteile und das Übergangsstück werden durch Schnappverbindungen miteinander
gekoppelt. Kugelige Flächen ermöglichen das erforderliche Spiel.
[0008] EP1207592 wurde 2001 im Namen der Fa. Rosenberger hinterlegt. EP'592 zeigt einen Koaxialverbinder
mit zwei Verbinderteilen und einem zwischen diesen angeordneten ebenfalls koaxial
ausgebildeten Übergangsstück. Dieses ermöglicht es, dass sowohl in axialer als auch
in radialer Richtung eine gewisse Kompensation möglich ist. Der Verbinder weist einen
vergleichweise komplizierten Aufbau auf.
[0009] US2002111057 wurde 2002 im Namen der Fa. Harting hinterlegt. US'057 zeigt in einer Ausführungsform
einen Mehrfachverbinder mit zwei Verbinderteilen, die allerdings keinen koaxialen
Aufbau aufweisen. Eines der Verbinderteile weist mehrere Hülsen auf, die zum Konnektieren
der Leiter dienen. Die Hülsen sind in seitlicher Richtung in gewissem Mass beweglich
und werden durch ein äusseres Gehäuse gestützt. Der Verbinder eignet sich nicht zum
Übertragen von hohen Frequenzen.
[0010] US2003060069 wurde 2002 im Namen der Fa. Tyco hinterlegt. US'069 zeigt einen Koaxialverbinder
zum Wirkverbinden der Leiterbahnen von zwei parallel angeordneten Platinen. Der Verbinder
besteht nur aus einem Verbinderteil mit federnd angeordneten Verbindungsmitteln, welche
direkt auf Leiterbahnen der einen Platine konnektieren. Aufgrund der punktförmigen
Verbindung kann nur wenig Leistung übertragen werden.
[0011] GB 678 392 A von British Insulated Callender's Cables Limited aus dem Jahre 1951 zeigt einen zweiteiligen
elektrischen Verbinder mit mehreren Kontakten. Um produktionsbedingte Fehlstellungen
der einzelnen Kontakte ausgleichen zu können sind die einzelnen Kontakte von einer
elastischen Hülse umgeben und werden im Innern des Verbinders von einem kugelförmigen
Ankerelement gehalten, wodurch gemäss der Druckschrift klar beschränkte Abwinklungen
der Kontakte ermöglicht werden sollen.
[0013] Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Verbinder zu zeigen mittels dem Hochfrequenz
Steckverbindungen zwischen mehreren verstreuten Punkten auf einer Leiterplatte (PCB)
und z.B. einer dazu parallelen Front eines Moduls einfach und kostengünstig hergestellt
werden können. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Verbinder zu
zeigen, welcher Positionsungenauigkeiten auszugleichen vermag.
[0014] Diese Aufgabe wird durch das in den unabhängigen Patentansprüchen definierte koaxiale
Verbinderteil, respektive den Hochfrequenz Koaxialverbinder gelöst.
[0015] In einer Ausführungsform besteht ein Hochfrequenz Koaxialverbinder aus einem ersten
koaxialen Verbinderteil und einem damit wirkverbindbaren zweiten Verbinderteil. Das
erste Verbinderteil so ausgestaltet, dass es in eine Frontplatte eines Gehäuses (Modul)
integriert werden kann. Pro erstem Verbinderteil wird an einer korrespondierenden
Position ein Kontaktstift (zweiter Verbinderteil) auf einer Leiterplatte, z.B. durch
Löten befestigt. Der Kontaktstift kann auf einer Oberfläche der Leiterplatte befestigt
oder durch eine Bohrung in der Leiterplatte hindurch gesteckt und dann z.B. verlötet
werden. In einer Ausführungsform weist der erste Steckverbinder einen Isolator, einen
stiftförmigen Innenleiter und eine auf den Innenleiter aufgesteckte Verbindungshülse
auf. Die Verbindungshülse hat am hinteren Ende einen Flansch der in montiertem Zustand
in einer Nut des Isolators gehalten wird.
[0016] Das leiterplattenseitige Ende des Innenleiterstiftes ist so ausgestaltet, dass er
eine gewisse seitliche Auslenkung der kontaktierenden Buchse in einem definierten
Bereich zulässt. Mit Vorteil weist der Innenleiter an seinem leiterplattenseitigen
Ende einen kugelförmigen Endbereich auf, welcher im montierten Zustand in die Buchse
hineinragt und diese entlang einer Innenfläche elektrisch leitend kontaktiert. Je
nach Anforderungen können anders geformte Endbereiche verwendet werden. Z.B. kann
bei einer von einer Kugelform abweichenden Endfläche eine Rückstellkraft erzeugt werden,
indem die federelastisch ausgebildete Verbindungshülse bei einer Auslenkung kontrolliert
deformiert wird.
[0017] Isolator, Innenleiterstift und Buchse können als vormontierte Baugruppe in der Frontplatte
z.B. durch Einpressen befestigt werden. Die Frontplatte kann als Aussenleiter des
Verbinders dienen. Als Hochfrequenzabschirmung zwischen Frontplatte und Leiterplatte
wird mit Vorteil eine leitende EMI-Dichtung (Elektromagnetische Interferenz) eingesetzt.
In einer Ausführungsform wird diese Abschirmung überstehend in der Frontplatte eingelassen.
Die EMI-Dichtung kontaktiert die Masse der Leiterplatte. In wirkverbundenem Zustand
wird die Abschirmung in axialer Richtung zusammengedrückt, abhängig vom Abstand zwischen
Front- und Leiterplatte.
[0018] Aus dem Stand der Technik bekannte Lösungen basieren in der Regel auf einem Steckverbinderpaar
mit einem ersten und einem zweiten Verbinderteil, welche durch ein koaxial aufgebautes
Übergansstück miteinander wirkverbindbar sind. Sowohl die Verbinderteile als auch
das Übergangsstück weisen einen koaxialen, häufig komplizierten Aufbau auf und sind
damit vergleichsweise teuer. Andere aus dem Stand der Technik bekannte Verbinder kontaktieren
die Leiterplatte ohne genügende HF-Abschirmung oder weisen einen ungenügenden Toleranzausgleich
auf. Ein erfindungsgemässer Verbinder weist diese Nachteile nicht auf und beschränkt
sich auf ein Minimum an Bauteilen.
[0019] In einer Ausführungsform umfasst der Koaxialverbinder ein erstes koaxiales Verbinderteil
mit einem Aussenleiter und einem gegenüber diesem mittels eines Isolators gehaltenen
Innenleiter. Der Innenleiter ist in einer Öffnung des Isolators angeordnet und weist
ein Endstück auf, welches mit einer elektrisch leitfähig ausgestalteten Verbindungshülse
elektrisch leitend wirkverbunden ist. Die Verbindungshülse ist mit dem Isolator über
erste Wirkverbindungsmittel mechanisch wirkverbunden. Die mechanische Wirkverbindung
ist so ausgestaltet, dass die Verbindungshülse in seitlicher Richtung um einen Winkel
α gekippt werden kann. Ein Längenausgleich in axialer Richtung (senkrecht zur gegenüberliegenden
Leiterplatte) wird z.B. durch die Wirkverbindung mit einem zweiten, stiftförmigen
Verbinderteil wie nachfolgend beschrieben ermöglicht.
[0020] Das erste Verbinderteil kann ein kugelförmig ausgebildetes Endstück aufweisen, welches
in montiertem Zustand mit einer Innenfläche der Verbindungshülse zusammenwirkt. Das
Wirkverbindungsmittel kann aus einer an der Verbindungshülse ausgebildeten Verdickung
und einer im Innern der Öffnung des Isolators angeordnete Nut bestehen, in welche
die Verdickung im montierten Zustand eingreift. Die Verdickung und die Nut sind mit
Vorteil so ausgestaltet, dass die Verbindungshülse in seitlicher Richtung bis zu einem
gewissen Kippwinkel, resp. Auslenkwinkel, verkippt werden kann. Gute Resultate werden
erzielt, wenn die Verdickung oberhalb des Endstückes angeordnet ist, da dadurch der
mögliche Kippwinkel nicht negativ eingeschränkt wird. Bei Bedarf kann die Verbindungshülse
Schlitze aufweisen, welche die Randbereiche elastisch machen, so dass die Verbindungshülse
eingeschnappt werden kann.
[0021] In einer Ausführungsform weist die Verbindungshülse einen nach innen gerichteten
Vorsprung mit einer konisch ausgebildeten Leitfläche auf, die in eine Verbindungsöffnung
mündet, welche zur Aufnahme eines stiftförmigen zweiten Verbinderteils geeignet ist.
Der Aussenleiter kann eine Kontaktfläche aufweisen, welche zum Kontaktieren einer
Leiterbahn auf einer Leiterplatte dienen kann. Erfindungsgemäß ist an einem platinenseitigen
Ende des Aussenleiters, welches zum Kontaktieren einer Leiterbahn auf einer Leiterplatte
geeignet ist, eine elektrisch leitende Dichtung aus deformierbarem Material befestigt.
Der erfindungsgemässe Verbinder bietet eine gute Hochfrequenz-Abschirmung und erlaubt
es gleichzeitig, Positionsungenauigkeiten in axialer und radialer Richtung auszugleichen.
In einer Ausführungsform des Koaxialverbinders, welcher zur Überbrückung einer Distanz
von 9 mm zwischen einer Leiterplatte (PCB) und einer Gerätefrontplatte geeignet ist,
kann ein Axialversatz von bis zu 1 mm, sowie ein Radialversatz von bis zu 0.5 mm kompensiert
werden. Bei entsprechender Ausgestaltung sind andere Bereiche möglich. Der erfindungsgemässe
Verbinder eignet sich besonders für eine kostengünstige "schwimmende" Anbindung von
Hochfrequenz-Komponenten auf eine Leiterkarte. Auf der Leiterkarte muss in der Regel
lediglich ein einfacher Innenleiterstift angelötet werden. Die Hochfrequenzabschirmung
kann optimal gewährleistet werden, auch wenn es geometrische Fluchtabweichungen zwischen
den zu kontaktierenden Elementen gibt. In einem Anwendungsgebiet wird ein Filter direkt
mit einer Platine eines Duplexers in einer Mobilfunkbasisstation wirkverbunden.
[0022] Anhand der nachfolgenden Figuren werden Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.
Es zeigen
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen Koaxialverbinders in einer perspektivischen
Darstellung von schräg oben;
- Fig. 2
- den Koaxialverbinder gemäss Figur 1 in einer Explosionsdarstellung;
- Fig. 3
- den Koaxialverbinder gemäss Figur 1 in montiertem Zustand;
- Fig. 4
- den Koaxialverbinder gemäss Figur 1 in einer Seitenansicht;
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung durch den Koaxialverbinder entlang der Schnittlinie AA gemäss
Figur 4;
- Fig. 6
- eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemässen Koaxialverbinders in einer Seitenansicht;
- Fig. 7
- eine Schnittdarstellung durch den Koaxialverbinder entlang der Schnittlinie BB gemäss
Figur 6.
[0023] Figur 1 zeigt eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen Koaxialverbinders 1 in
einer perspektivischen Darstellung von schräg oben.
Figur 2 zeigt denselben Koaxialverbinder 1 in einer Explosionsdarstellung.
Figur 3 zeigt den Koaxialverbinder 1 in montiertem Zustand.
Figur 4 zeigt den Koaxialverbinder 1 in einer Seitenansicht und
Figur 5 zeigt den Koaxialverbinder 1 in einer Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie
AA.
Figur 6 zeigt eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemässen Koaxialverbinders 1 in
einer Seitenansicht und
Figur 7 zeigt den Koaxialverbinder 1 in einer Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie
BB. In den einzelnen Ausführungsformen sind sich entsprechende Bereiche mit denselben
Bezugszeichen versehen.
[0024] In den
Figuren 1 und
2 ist der Koaxialverbinder 1 aufgeschnitten dargestellt, damit das Innenleben des Koaxialverbinders
1 besser sichtbar wird.
[0025] Der Koaxialverbinder 1 besteht aus einem ersten Verbinderteil 2 und einem zweiten
Verbinderteil 3. Der erste Verbinderteil 2 wird z.B. an einem Gehäuse befestigt oder
ist in dieses integriert. Je nach Anwendungsgebiet kann der erste Verbinderteil 2
auch so ausgestaltet werden, dass er auf einer Leiterplatte befestigt werden kann.
[0026] Der erste Verbinderteil 2 weist einen Innenleiter 4, einen Aussenleiter 5, sowie
einen Isolator 6 auf. Der Isolator 6 dient zur Halterung und Positionierung des Innenleiters
4 gegenüber dem Aussenleiter 5 (teilweise geschnitten dargestellt). Der Innenleiter
4 wird von oben her (z-Richtung) bis zu einem Anschlag in den Isolator 5 eingepresst.
Der Isolator 5 ist in der gezeigten Darstellung von unten her in den Aussenleiter
6 eingepresst. Andere Befestigungsarten und Aufbauten sind bei Bedarf möglich. In
der gezeigten Ausführungsform gemäss den
Figuren 1-5 ist der Aussenleiter 6 Teil eines Gehäuses 18 einer nur schematisch dargestellten
grösseren Vorrichtung. Der Aussenleiter 6 ist vorstehend ausgebildet. Er ragt durch
eine Öffnung 22 einer Abschirmung 21 hindurch, welche auf einer Platine 14 angeordnet
ist. Wie in
Figur 3 gezeigt, kann der Aussenleiter 5 auch als separates Teil ausgebildet sein, das sich
z.B. durch Einpressen oder Löten zum Wirkverbinden mit einem Gehäuse und/oder einer
Leiterplatte eignet.
[0027] Am unteren, platinenseitigen Ende des Aussenleiters 5 ist hier eine Dichtung (EMI
Dichtung) 7 befestigt. Die Dichtung 7 besteht aus elektrisch leitendem Material und
bildet eine elektrisch leitende Wirkverbindung zwischen dem Aussenleiter 6 und Leiterbahnen
(nicht näher dargestellt) der Platine 14. Bei Bedarf kann die Dichtung 7 aus deformierbarem
Material hergestellt sein, welches bei einer vergleichsweise geringen Kontaktkraft
eine gut leitfähige Verbindung bildet. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die
Dichtung eine Abschirmung des Innenlebens gegen äussere Einflüsse ermöglicht. Je nach
Anwendungsgebiet kann der Aussenleiter 5 auch direkt mit den Leiterbahnen der Platine
14 in Wirkverbindung treten.
[0028] Der Innenleiter 2 weist ein Endstück 8 mit einer hier kugelförmigen Endfläche 9 auf,
welche in montiertem Zustand in eine Verbindungshülse 10 eingreift und mit dieser
elektrisch leitend in Kontakt steht. Je nach Anwendungsgebiet kann die Endfläche 9
auch eine von einer Kugelfläche abweichende Ausgestaltung aufweisen, sofern die seitliche
Bewegung nicht negativ beeinträchtigt wird.
[0029] Der Isolator 6 weist eine axial durchgehende Öffnung 11 auf, in welcher die Verbindungshülse
10 angeordnet ist. Die Öffnung 11 weist einen Hinterschnitt 12 (umlaufende Nut) auf,
in welchen eine am hinteren Ende der Verbindungshülse 10 angeordnete, radial nach
aussen vorstehende Verdickung 13 eingeschnappt ist. Die umlaufende Nut 12 und die
Verdickung 13 bilden gemeinsam erste Wirkverbindungsmittel. Der Hinterschnitt 11 ist
in der gezeigten Ausführungsform oberhalb eines Zentrums 25 der kugelförmigen Endfläche
9 angeordnet, wodurch eine feste mechanische Kopplung und eine guter maximaler Auslenkwinkel
erreicht wird. Gegen das untere Ende hin weitet sich die Öffnung 11 trichterförmig
auf, so dass die Verbindungshülse 10 - wie in
Figur 5 dargestellt - in seitlicher Richtung um einen Auslenkwinkel α auslenkbar ist. Die
Öffnung 11 ist in der gezeigten Ausführungsform so ausgestaltet, dass sie die Verbindungshülse
10 bei maximaler Auslenkung seitlich stützt. Der Flansch 13 und der Hinterschnitt
12 sind so ausgebildet, dass sie dem Verkippen der Verbindungshülse 10 nicht ungewollt
entgegenwirken.
[0030] Die Verbindungshülse 10 wirkt in wirkverbundenem Zustand (vgl.
Figuren 1, 3 und
5) mit einem Kontaktstift 3 (zweites Verbinderteil) zusammen, der auf einer dem Gehäuse
18 gegenüberliegenden Platine 14 z.B. durch Auflöten (Variante gemäss
Figur 5) oder Durchstecken und Verlöten (Variante gemäss
Figuren 1-3) befestigt wird. In der gezeigten Ausführungsform weist die Verbindungshülse 10 am
unteren Ende einen nach innen gerichteten Vorsprung 15 auf, der eine Kontaktöffnung
16 bildet vor der eine trichterförmige Leitfläche 17 angeordnet ist. Der Kontaktstift
3 greift in wirkverbundenem Zustand in die Kontaktfläche 16 ein und bildet mit dieser
eine elektrisch leitende Verbindung. Die Leitfläche 17 hilft dabei die Verbindungshülse
10 gegenüber dem Kontaktstift 3 auch bei einem gewissen seitlichen Versatz in die
richtige Position zu bringen. Die Verbindungshülse 10 ist in entlang des Kontaktstiftes
3 verschiebbar angeordnet, so dass ein axialer Längenausgleich (z-Richtung) möglich
ist. Der maximal mögliche axiale Längenausgleich wird u. a. durch die Länge des Kontaktstiftes,
sowie der Ausgestaltung der Kontakthülse 10 bestimmt.
[0031] Damit die Verdickung 13 am hinteren Ende der Verbindungshülse 10 in die umlaufende
Nut 12 eingeschnappt werden kann, weist die Verbindungshülse 10 erste Schlitze 23
auf, welche dafür sorgen, dass das hintere Ende beim Einschnappen federelastisch deformiert
werden kann. Am vorderen Ende weist die Verbindungshülse 10 zweite Schlitze 24 auf,
die dafür sorgen, dass das vordere Ende der Verbindungshülse 10 im Bereich der Kontaktöffnung
16 elastisch federnd aufgeweitet werden kann, so dass der Kontaktstift 3 in diese
eingeschoben werden kann.
[0032] Der Innenleiter 4, der Aussenleiter 5, sowie die Verbindungshülse 10 sind bevorzugt
als Drehteile (Décolletage-Teile) aus Metall hergestellt.
[0033] Das nicht erfindungsgemäße Beispiel gemäss den
Figuren 6 und
7 weist vom Prinzip her denselben Aufbau auf wie die Ausführungsform gemäss den Figuren
1-5. Bezüglich der allgemeinen Beschreibung wird auf die entsprechenden Ausführungen
verwiesen. Wie in der Schnittdarstellung gemäss
Figur 7 zu erkennen ist, sind in dem Beispiel zwei EMI-Dichtungen 7 vorhanden, welche den
Aussenleiter 5 mit der Platine über eine Aussenleiterhülse 26 wirkverbinden. In dem
gezeigten Beispiel sind die beiden EMI-Dichtungen 7 und die Aussenleiterhülse 26 mit
der Platine 14 verklebt und bleiben beim Lösen des ersten Verbinderteils an dieser
haften. Bei Bedarf sind andere Trennungen möglich. Z.B. können die obere Dichtung
7, sowie die Aussenleiterhülse 26 am ersten Verbinderteil 1 haften bleiben. In einer
weiteren Ausführungsform können beide Dichtungen 7 und die Aussenleiterhülse 26 beim
Lösen des ersten Verbinderteils 2 vom zweiten Verbinderteil 3 am ersten Verbinderteil
2 haften bleiben. Der Isolator 6 wird durch eine hier ringförmige Halterung 27 im
Aussenleiter 5 fixiert.
[0034] Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass der Isolator 6 eine kürzere Ausgestaltung
aufweist. Die Verbindungshülse 10 ist in seitlicher Richtung um einen Auslenkwinkel
α auslenkbar. Sie wird bei maximaler Auslenkung durch die Seitenwand der trichterförmigen
Öffnung 11 seitlich gestützt. Der gezeigte Verbinder 1 ist so ausgestaltet, dass ein
seitlicher Versatz (radiale Richtung xy-Ebene) zwischen dem ersten und dem zweiten
Verbinderteil 2, 3 von bis zu 0.6 mm und in axialer Richtung (z-Richtung) vom 1mm
problemlos kompensiert werden kann.
LISTE DER BEZUGSZEICHEN
| α |
Auslenkungswinkel (Kippwinkel) |
14 |
Platine |
| 1 |
Koxialverbinder |
15 |
Vorsprung |
| 2 |
erster Verbinderteil |
16 |
Kontaktöffnung |
| 3 |
zweiter Verbinderteil, Kontaktstift |
17 |
Leitfläche |
| 4 |
Innenleiter |
18 |
Gehäuse (Vorrichtung) |
| 5 |
Aussenleiter |
19 |
Innenfläche (Verbindungshülse) |
| 6 |
Isolator |
20 |
Kontaktfläche |
| 7 |
Dichtung (EMI-Dichtung) |
21 |
Abschirmung |
| 8 |
Endstück |
22 |
Öffnung |
| 9 |
Endfläche (kugelförmige Endfläche) |
23 |
erste Schlitze |
| 10 |
Verbindungshülse |
24 |
zweite Schlitze |
| 11 |
Öffnung |
25 |
Zentrum kugelförmige Endfläche |
| 12 |
umlaufende Nut (Hinterschnitt) |
26 |
Aussenleiterhülse |
| 13 |
radial vorstehende Verdickung |
27 |
ringförmige Halterung |
1. Koaxiales Verbinderteil (2) mit einem Aussenleiter (5) und einem gegenüber diesem
mittels einem Isolator (6) gehaltenen Innenleiter (4), der in einer Öffnung (11) des
Isolators (6) angeordnet ist und ein Endstück (8) aufweist, welches mit einer Verbindungshülse
(10) elektrisch leitend wirkverbunden ist und wobei die Verbindungshülse (10) mit
dem Isolator (6) über erste Wirkverbindungsmittel (12, 13) mechanisch wirkverbunden
ist, so dass die Verbindungshülse (10) gegenüber dem Innenleiter (4) um einen Kippwinkel
α gekippt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass an einem platinenseitigen Ende des Aussenleiters (5), welches zum Kontaktieren einer
Leiterbahn auf einer Leiterplatte (14) geeignet ist, eine elektrisch leitende Dichtung
(7) aus deformierbarem Material befestigt ist.
2. Koaxiales Verbinderteil (2) gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Endstück (8) kugelförmig ausgebildet ist und in montiertem Zustand mit einer
Innenfläche (19) der Verbindungshülse (10) zusammenwirkt.
3. Koaxiales Verbinderteil (2) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Wirkverbindungsmittel (12, 13) durch eine an der Verbindungshülse (10)
ausgebildete Verdickung (13) und einer im Innern der Öffnung (11) des Isolators angeordnete
Nut (12) gebildet werden, in welche die Verdickung (13) im montierten Zustand eingreift.
4. Koaxiales Verbinderteil (2) gemäss Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdickung (13) in axialer Richtung (z) weiter entfernt von einem platinenseitigen
Ende des Verbinderteils ist, als ein Zentrum des Endstücks (8).
5. Koaxiales Verbinderteil (2) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (11) im Isolator (6) so ausgestaltet ist, dass die Verbindungshülse (10)
bei einem maximalem Kippwinkel α durch die Innenwand der Öffnung (11) seitlich gestützt
ist.
6. Koaxiales Verbinderteil (2) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungshülse (10) einen nach innen gerichteten Vorsprung (15), welcher eine
Kontaktöffnung (16) bildet und eine konisch ausgebildeten Leitfläche (17) aufweist,
welche zur Aufnahme eines stiftförmigen zweiten Verbinderteils (3) geeignet ist.
7. Koaxiales Verbinderteil (2) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussenleiter (5) eine Kontaktfläche aufweist, welche zum Kontaktieren einer Leiterbahn
auf einer Leiterplatte dient.
8. Koaxialverbinder (1) mit einem ersten Verbinderteil (2) gemäss einem der vorangehenden
Patentansprüche und einem zweiten Verbinderteil (3), welches zur Wirkverbindung mit
dem ersten Verbinderteil geeignet ist.
9. Koaxialverbinder gemäss Patentanspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Verbinderteil (3) stiftförmig ausgebildet ist.
10. Koaxialverbinder (1) mit einem ersten Verbinderteil (2) gemäss Patentanspruch 6 und
einem zweiten Verbinderteil (3), welches zur Wirkverbindung mit dem ersten Verbinderteil
geeignet ist dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Verbinderteil (3) stiftförmig ausgebildet ist und das zweite Verbinderteil
(3) in die Kontaktöffnung (16) eingreift und gegenüber dieser in axialer Richtung
(z) verschiebbar ist.
1. A coaxial connector part (2) comprising an outer conductor (5) and an inner conductor
(4) which is held relative to said outer conductor by means of an insulator (6) and
which is arranged in an opening (11) of the insulator (6) and comprises an end piece
(8) which is operatively connected in an electrically conductive manner to a connecting
sleeve (10), and wherein the connecting sleeve (10) is mechanically operatively connected
to the insulator (6) via first operative connecting means (12, 13), so that the connecting
sleeve (10) may be tilted by a tilt angle α relative to the inner conductor (4), characterised in that an electrically conductive seal (7) made of deformable material is fastened to an
end of the outer conductor (5) on the printed circuit board side which is suitable
for contacting a printed conductor on a printed circuit board (14).
2. The coaxial connector part (2) according to Claim 1, characterised in that the end piece (8) is configured to be ball-shaped and in the mounted state cooperates
with an inner surface (19) of the connecting sleeve (10) .
3. The coaxial connector part (2) according to one of the preceding claims, characterised in that the first operative connecting means (12, 13) are formed by a thickened area (13)
provided on the connecting sleeve (10) and a groove (12) situated in the interior
of the opening (11) of the insulator, the thickened area (13) engaging in said groove
in the mounted state.
4. The coaxial connector part (2) according to Claim 3, characterised in that the thickened area (13) is further removed in the axial direction (z) from an end
of the connector part on the printed circuit board side than a centre of the end piece
(8).
5. The coaxial connector part (2) according to one of the preceding claims, characterised in that the opening (11) in the insulator (6) is configured such that the connecting sleeve
(10) is laterally supported by the inner wall of the opening (11) at a maximum tilt
angle α.
6. The coaxial connector part (2) according to one of the preceding claims, characterised in that the connecting sleeve (10) forms an inwardly oriented projection (15) which forms
a contact opening (16) and comprises a guide surface (17) which is of conical configuration
and which is suitable for receiving a pin-shaped second connector part (3).
7. The coaxial connector part (2) according to one of the preceding claims, characterised in that the outer conductor (5) comprises a contact surface which serves for contacting a
printed conductor on a printed circuit board.
8. A coaxial connector (1) having a first connector part (2) according to one of the
preceding claims and a second connector part (3) which is suitable for being operatively
connected to the first connector part.
9. The coaxial connector according to Claim 8, characterised in that the second connector part (3) includes a pin-shaped design.
10. The coaxial connector (1) having a first connector part (2) according to Claim 6 and
a second connector part (3) which is suitable for being operatively connected to the
first connector part, characterised in that the second connector part (3) includes a pin-shaped design and the second connector
part (3) engages in the contact opening (16) and is displaceable relative thereto
in the axial direction (z) .
1. Pièce de connecteur coaxiale (2) avec un conducteur extérieur (5) et un conducteur
intérieur (4) maintenu en face de celui-ci au moyen d'un isolateur (6), qui est disposé
dans une ouverture (11) de l'isolateur (6) et qui comporte un embout (8), lequel est
relié de façon fonctionnelle électroconductrice avec une douille de connexion (10)
et la douille de connexion (10) est reliée mécaniquement de façon fonctionnelle à
l'isolateur (6) par le biais des premiers moyens de liaison fonctionnelle (12, 13)
de telle sorte que la douille de connexion (10) peut être basculée par rapport au
conducteur intérieur (4) d'un angle de basculement α, caractérisée en ce qu'un joint d'étanchéité électroconducteur (7) dans un matériau déformable est fixé à
une extrémité côté platine du conducteur extérieur (5), lequel est adapté au contact
d'une piste conductrice sur une carte de circuits imprimés (14).
2. Pièce de connecteur coaxiale (2) selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'embout (8) est constitué de forme sphérique et coopère à l'état monté avec une
surface intérieure (19) de la douille de connexion (10).
3. Pièce de connecteur coaxiale (2) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les premiers moyens de liaison fonctionnelle (12, 13) sont formés par un épaississement
(13) constitué sur la douille de connexion (10) et une rainure (12) disposée à l'intérieur
de l'ouverture (11) de l'isolateur, dans laquelle l'épaississement (13) vient en prise
à l'état monté.
4. Pièce de connecteur coaxiale (2) selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'épaississement (13) est plus éloigné dans la direction axiale (z) d'une extrémité
côté platine de la pièce de connecteur qu'un centre de l'embout (8).
5. Pièce de connecteur coaxiale (2) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'ouverture (11) dans l'isolateur (6) est constituée de telle sorte que la douille
de connexion (10) est latéralement soutenue à un angle de basculement maximal α par
la paroi intérieure de l'ouverture (11).
6. Pièce de connecteur coaxiale (2) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la douille de connexion (10) comporte une saillie (15) dirigée vers l'intérieur,
laquelle forme une ouverture de contact (16) et comporte une surface conductrice (17)
constituée de façon conique, laquelle est adaptée pour recevoir une deuxième pièce
de connecteur (3) en forme de tige.
7. Pièce de connecteur coaxiale (2) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le conducteur extérieur (5) comporte une surface de contact, laquelle sert au contact
d'une piste conductrice sur une carte de circuits imprimés.
8. Connecteur coaxial (1) avec une première pièce de connecteur (2) selon l'une quelconque
des revendications précédentes et une deuxième pièce de connecteur (3), laquelle est
adaptée à une liaison fonctionnelle avec la première pièce de connecteur.
9. Connecteur coaxial selon la revendication 8, caractérisé en ce que la deuxième pièce de connecteur (3) est constituée en forme de tige.
10. Connecteur coaxial (1) avec une première pièce de connecteur (2) selon la revendication
6 et une deuxième pièce de connecteur (3), laquelle est adaptée pour une liaison fonctionnelle
avec la première pièce de connecteur, caractérisé en ce que la deuxième pièce de connecteur (3) est constituée en forme de tige et la deuxième
pièce de connecteur (3) vient en prise dans l'ouverture de contact (16) et peut être
déplacée par rapport à celle-ci dans la direction axiale (z).