[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung aus einem Tabakstrom,
wobei eine erste Fördervorrichtung für den Tabakstrom vorgesehen ist, wobei in Förderrichtung
stromabwärts der ersten Fördervorrichtung eine Fremdkörpererkennungsvorrichtung vorgesehen
ist, an die sich weiter stromabwärts eine Fremdkörperaustoßvorrichtung anschließt,
wobei stromabwärts der Fremdkörperaustoßvorrichtung eine zweite Fördervorrichtung
für einen von Fremdkörpern im Wesentlichen befreiten Tabakstrom vorgesehen ist.
[0002] Entsprechende Vorrichtungen zur Fremdkörperabscheidung sind hinlänglich bekannt.
Es wird hierzu beispielsweise auf
EP 1 520 488 A1 verwiesen, bei der eine Trenneinrichtung zur Aufteilung des Tabakmassestroms in einer
Vorrichtung zum Ausscheiden vom Fremdkörpern aus einem Tabakmassestrom vorgesehen
ist, die einen die Fremdkörper im Wesentlichen enthaltenden ersten Teiltabakmassestrom
und einen von den Fremdkörpern im Wesentlichen befreiten zweiten Teiltabakmassestrom
aufweist. Diese Vorrichtung weist einen Fremdkörperabscheider auf, der beispielsweise
Laserdetektoren zum Abtasten des Tabakmassestroms sowie Ausblasdüsen zum Selektieren
und Aussondern von Fremdkörpern aus dem Tabakmassestrom aufweist.
[0003] In
EP 0 902 732 B1 ist ein Fördersystem beschrieben, das eine optische Prüfstation und eine Sortierstation
aufweist. Bei der Verarbeitung eines Tabakstroms, insbesondere zur möglichst vollständigen
Beseitigung von Fremdkörpern bzw. weitgehenden Beseitigung von Fremdkörpern, so dass
ein von Fremdkörpern befreiter Tabakstrom entsteht, kommt es durch den Tabakstaub
zu Verschmutzungen. Insbesondere verschmutzen optische Komponenten relativ schnell,
weswegen diese regelmäßig zu reinigen sind. Derartige Komponenten sind allerdings
üblicherweise nur schwer zugänglich, so dass die Reinigung für das Reinigungspersonal
mühsam und zeitaufwändig ist.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Reinigung und die Wartung, Reparatur,
Kontrolle und Einstellung von Komponenten in einer Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung
aus einem Tabakstrom vereinfacht und mit wenig Zeitaufwand zu ermöglichen.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung aus einem
Tabakstrom, wobei eine erste Fördervorrichtung für den Tabakstrom vorgesehen ist,
wobei in Förderrichtung stromabwärts der ersten Fördervorrichtung eine Fremdkörpererkennungsvorrichtung
vorgesehen ist, an die sich weiter stromabwärts eine Fremdkörperausstoßvorrichtung
anschließt, wobei stromabwärts der Fremdkörperausstoßvorrichtung eine zweite Fördervorrichtung
für einen von Fremdkörpern im Wesentlichen befreiten Tabakstrom vorgesehen ist, die
dadurch weitergebildet ist, dass eine Trennstelle in der Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung
zwischen der ersten Fördervorrichtung und der zweiten Fördervorrichtung vorgesehen
ist, wobei die Trennstelle die Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung in einen stromaufwärtigen
Abschnitt und einen stromabwärtigen Abschnitt trennt, wobei der stromaufwärtige Abschnitt
mit dem stromabwärtigen Abschnitt lösbar verbindbar oder verbunden ist und die beiden
Abschnitte relativ zueinander bewegbar sind.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung ist es für Bedienpersonen
sehr einfach möglich, an die zu reinigenden Komponenten, insbesondere optische Komponenten
wie Sichtfenster, Spiegel, Kameraobjektive etc., zu gelangen, und zwar ohne dass umfangreiche
Umbaumaßnahmen notwendig sind und auch so, dass für die Bedienperson ein bequemer
Zugang bzw. eine bequeme Reinigung ermöglich ist.
[0007] Im Rahmen der Erfindung bedeutet ein von Fremdkörpern befreiter Tabakstrom, dass
der Tabakstrom im Wesentlichen von Fremdkörpern befreit ist.
[0008] Besonders einfach und schnell ist eine Reinigung dann möglich, wenn zum Bewegen des
stromabwärtigen Abschnitts relativ zum stromaufwärtigen Abschnitt der stromabwärtige
Abschnitt auf einem Lager, insbesondere Rollenlager, gelagert ist. Zum lösbaren Verbinden
können beispielsweise Schnappverschlüsse zwischen den beiden Abschnitten vorgesehen
sein. Es können auch Rastmittel vorgesehen sein, die vor dem Lösen der Verbindung
beispielsweise eingedrückt werden, um den eingerasteten Zustand zu lösen.
[0009] Wenn vorzugsweise die Trennstelle zwischen der Fremdkörperausstoßvorrichtung und
der zweiten Fördervorrichtung oder zwischen der ersten Fördervorrichtung und der Fremdkörpererkennungsvorrichtung
liegt, kann eine Bedienperson unmittelbar auf die zu reinigenden Teile der Fremdkörperabscheidungsvorrichtung
zugreifen.
[0010] Vorzugsweise ist der stromabwärtige Abschnitt linear bewegbar. Unter einer linearen
Bewegbarkeit wird insbesondere eine translatorische Bewegbarkeit bzw. eine lineare
oder translatorische Bewegung verstanden. Hierdurch kann der stromabwärtige Abschnitt
mit relativ wenig Kraftaufwand bewegt werden. Besonders sicher ist das Bewegen des
stromabwärtigen Abschnitts relativ zum stromaufwärtigen Abschnitt dann, wenn das Lager
waagerecht ausgerichtet ist. Hierbei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass der
stromabwärtige Abschnitt im Bereich von 500 kg bis 1 t wiegen kann, so dass es, um
Verletzungen und Beschädigungen zu vermeiden, sinnvoll ist, das Lager waagerecht auszurichten.
[0011] Vorzugsweise weist der stromabwärtige Abschnitt ein Gehäuse auf, in das eine Luftabzugshaube
integriert ist. Die Luftabzugshaube dient dazu, Förderluft zum Fördern des Tabakstroms
abzuführen, wobei dann entsprechend die Förderluft von dem Tabakstrom und insbesondere
von dem von Fremdkörpern befreiten Tabakstrom entsprechend getrennt wird. Die abgeführte
Förderluft kann entsprechend auch in den Förderluftstrom zurückgeführt werden bzw.
ein Teil hiervon. Damit kann die Luftabzugshaube auch als Teil eines Umluftsystems
angesehen werden.
[0012] Vorzugsweise ist die Luftabzugshaube mit einer Luftförderleitung verbindbar oder
verbunden, die zu einem Eingang eines Ventilators führt, wobei der Ausgang des Ventilators
mit einem Eingang der ersten Fördervorrichtung verbunden ist. Hierdurch wird effizient
die über die Luftabzugshaube abgeförderte Förderluft wenigstens zum Teil zurückgeführt,
um wieder als Förderluft zu dienen. Die Luftförderleitung ist vorzugsweise zumindest
in dem Verbindungsbereich mit der Luftabzugshaube oder einer mit der Luftabzugshaube
verbundenen Förderleitung linear verbindbar. Die Verbindung zwischen der Luftabzugshaube
und der Luftförderleitung kann simultan mit der Bewegbarkeit bzw. der Bewegung des
stromabwärtigen Abschnitts und des stromaufwärtigen Abschnitts voneinander wegbewegt
bzw. aufeinander zubewegt werden. Insbesondere bei einer waagerechten Bewegung und
einer waagerechten Lage der Luftförderleitung ist eine sichere Verbindbarkeit und
Trennbarkeit der Luftförderleitung mit der Luftabzugshaube möglich. Die Luftabzugshaube
weist hierzu beispielsweise eine, insbesondere mit einer umlaufenden Abdichtung versehene,
Öffnung auf, in die die Luftförderleitung einbringbar ist bzw. eingebracht ist.
[0013] Vorzugsweise umfasst die erste Fördervorrichtung einen Kanal, in dem ein Förderluftstrom
fließt. Ferner vorzugsweise weist die erste Fördervorrichtung ein Förderband auf.
Besonders bevorzugt ist, wenn ein Kanal und ein Förderband vorgesehen sind. Das Förderband
bewegt sich ferner vorzugsweise mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Förderluft.
Die Geschwindigkeit ist hierbei vorzugsweise in einem Bereich von 2 bis 8 m/s, insbesondere
bei 5 bis 6 m/s.
[0014] Vorzugsweise liegt das Ausmaß der Bewegung des stromabwärtigen Abschnitts zwischen
30 cm und 1 m, insbesondere zwischen 40 cm und 80 cm, vorzugsweise bei 60 cm. In diesem
Fall kann eine Bedienperson ohne große Schwierigkeiten zwischen die beiden Abschnitte
treten bzw. sich dorthin begeben, um die zu reinigenden Teile der Fremdkörperabscheidungsvorrichtung
reinigen zu können. Diese Teile sind vorzugsweise in etwa in Augenhöhe der Bedienperson
angeordnet, also in einer Höhe von 1,50 m bis 1,80 m vom Boden, so dass ohne viel
Mühe eine Reinigung erfolgen kann.
[0015] Vorzugsweise ist das Lager auf Standfüßen montiert, wobei eine vertikale Achse durch
den Schwerpunkt des stromabwärtigen Abschnitts in jeder Bewegungsposition zwischen
den Standfüßen liegt oder durch die Standfüße geht. Hierdurch ist eine sichere Lagerung
des stromabwärtigen Abschnitts auf den Standfüßen ermöglicht und außerdem wird hierdurch
ermöglicht, dass die Standfüße ausreichend weit von dem stromaufwärtigen Abschnitt
entfernt angeordnet sind, so dass eine Bedienperson bequem zwischen die beiden Abschnitte
treten kann und auch nicht von den Standfüßen behindert wird. Für eine vereinfachte
Reinigung des Bodens unter der Maschine haben die Standfüße eine Höhe von wenigstens
20 cm, vorzugsweise 30 cm.
[0016] Vorzugsweise ist bzw. sind die Standfüße, die in Förderrichtung des Tabakstroms stromaufwärts
liegen und auf denen der stromabwärtige Abschnitt getragen wird, mit einem Abstand
von wenigstens 50 cm, bevorzugt bis zu 1,50 m, von dem ersten Abschnitt entfernt angeordnet.
Der Abstand liegt bevorzugt bei 1 m.
[0017] Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der Beschreibung erfindungsgemäßer Ausführungsformen
zusammen mit den Ansprüchen und den beigefügten Zeichnungen ersichtlich. Erfindungsgemäße
Ausführungsformen können einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale
erfüllen.
[0018] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben,
wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten
ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung
im zusammengesetzten Zustand,
- Fig. 2
- die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung, bei der zwei Abschnitte
getrennt voneinander sind in schematischer Ansicht und
- Fig. 3
- eine schematische Schnittdarstellung durch einen Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Fremdkörperabscheidung.
[0019] In den Zeichnungen sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente und/oder Teile
mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer erneuten Vorstellung jeweils
abgesehen wird.
[0020] Fig. 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung,
umfassend zwei Abschnitte 19 und 20, die an der Trennlinie 18', die strichpunktiert
dargestellt ist, trennbar ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung
nimmt Tabak bei einem Tabakeinlass 33 auf. In dem Tabakeinlass 33 sind schematisch
vier Einzugsrollen angedeutet. Unterhalb der Einzugsrollen ist ein Tabakförderer 34
in Form einer Rutsche, die auch als Schüttelrutsche ausgestaltet sein kann, vorgesehen,
die den eingelassenen Tabak in einem Einlassbereich bzw. einem Eingang 26 in einen
Tabakförderer 10 abgibt. Der Tabakförderer 10 ist in diesem Ausführungsbeispiel waagerecht
ausgebildet und umfasst in diesem Ausführungsbeispiel einen Tabakförderkanal 41 und
ein Tabakförderband 40. Diese beiden Elemente sind in Fig. 3 zu erkennen.
[0021] Tabak wird mittels des Tabakförderers 10 umfassend den Tabakförderkanal und das Tabakförderband
in Förderrichtung 11 weitertransportiert. Dieser Tabakstrom kann auch Fremdkörper
enthalten, die zu entfernen sind. Hierzu sind am Ausgang des Tabakförderers 10 eine
Fremdkörpererkennungsvorrichtung 12 und eine Fremdkörperausstoßvorrichtung 13 (siehe
Fig. 3) vorgesehen, die in dem Gehäuse 35 untergebracht sind. Mittels der Fremdkörpererkennungsvorrichtung
12 werden Fremdkörper erkannt. Mittels dieser Erkennung wird eine Fremdkörperausstoßvorrichtung
13 angesteuert, die beispielsweise einen Druckluftstoß auf Fremdkörper abgibt und
so die Bewegungsrichtung der Fremdkörper vom Tabakförderstrom verändert, um so eine
Sortierung vornehmen zu können. Einzelheiten zu der Fremdkörpererkennungsvorrichtung
und der Fremdkörperausstoßvorrichtung folgen unter Bezugnahme auf Fig. 3.
[0022] Die ausgestoßenen Fremdkörper gelangen zusammen mit mitausgestoßenem Tabak auf ein
Förderband 31 und werden in dem Bereich eines Absaugrohres 30 gefördert, mittels dessen
einige Fremdkörper und auch Tabak abgesaugt wird. Die schweren Fremdkörper werden
nicht abgesaugt, sondern werden weitergefördert und in ein Abfördergefäß abgegeben.
Die entsprechend durch das Absaugrohr 30 abgesaugten Fremdkörper zuzüglich der durch
die Fremdkörperausstoßvorrichtung 13 mit ausgestoßenen Tabakpartikel gelangen in einen
Abscheider, der in diesem Ausführungsbeispiel als Zyklon 32 ausgebildet ist, in der
der Tabak und die Fremdkörper von der Saugluft getrennt werden und wieder an den Eingang
des Tabakförderers 10 gelangen. In diesem Fall gelangen diese Materialien auf einen
in Fig. 1 nicht dargestellten hinteren Bereich des Förderbandes 40. Die Materialien
gelangen auch wieder in den Bereich der Fremdkörpererkennungsvorrichtung 12 und der
Fremdkörperausstoßvorrichtung 13, wonach wieder ein entsprechender Fremdkörperausstoß
vorgenommen wird, so dass allerdings weiterer Tabak, der ansonsten verlorengegangen
wäre, zu einem von Fremdkörpern befreiten Tabakstrom gelangt. Die nun ein zweites
Mal ausgestoßenen Materialien gelangen auf ein Förderband oder einen Förderer, der
unterhalb des Förderbandes 31 angeordnet ist und einen Auslass aufweist, der auch
in dem Abfördergefäß endet. Anstelle eines Förderbandes 31 kann auch an dieser Stelle
eine Schüttelrinne vorgesehen sein oder ein anderer Förderer.
[0023] Das von Fremdkörpern befreite bzw. im Wesentlichen befreite Material, wobei im Rahmen
der Erfindung ein Tabakmaterialstrom, der im Wesentlichen von Fremdkörpern befreit
ist, als ein von Fremdkörpern befreiter Tabakmaterialstrom bezeichnet wird, gelangt
dann auf ein Förderband, das in dem Gehäuse 22 angeordnet ist. Das Gehäuse 22 ist
auf einem Rollenlager 21 gelagert, das auf Standfüßen 27 und 27' montiert ist. In
dem Gehäuse 22 ist eine Luftabzugshaube 23 integriert, die oberhalb von dem Förderband
angeordnet ist. Diese dient dazu, die Förderluft von dem Tabak abzutrennen. Die abgetrennte
Förderluft gelangt wieder zurück über eine Luftförderleitung 24 zu einem Ventilator
25, der Förderluft zum Eingang 26 des Tabakförderers 10 abgibt. Auf diese Weise wird
ein Umluftsystem erzeugt, wobei beispielsweise ca. 50% der Förderluft wieder zurückgewonnen
wird. Wie in Fig. 1 dargestellt ist, existiert eine als strichpunktierte Linie dargestellte
Trennstelle 18', die in diesem Fall zwischen dem Gehäuse 22 und dem Gehäuse 35 angeordnet
ist. Zudem ist die Trennstelle 18' auch zwischen der Luftförderleitung 24 und der
Luftabzugshaube 23 vorgesehen.
[0024] Der stromabwärtige Abschnitt 20 kann von dem stromaufwärtigen Abschnitt 19 dadurch
getrennt werden, dass der stromabwärtige Abschnitt 20 von dem stromaufwärtigen Abschnitt
19 auf dem Rollenlager 21 wegbewegt werden kann. Hierdurch ergibt sich eine translatorische
Bewegung. Nach dem Wegbewegen ergibt sich eine Konstellation, wie diese beispielsweise
in Fig. 2 dargestellt ist. Es ist hierbei zu bemerken, dass der Schwerpunkt des zweiten
Abschnitts 20, der mit 28 gekennzeichnet ist bzw. dessen vertikale Achse 29 vorzugsweise
immer zwischen oder auf bzw. über den beiden Standfüßen 27 und 27' liegt, um eine
stabile Lagerung vorzusehen. In die Lücke zwischen die beiden Abschnitte 19 und 20
kann dann eine Bedienperson bequem treten, um etwaige Teile bzw. Komponenten in dem
Gehäuse 35 zu reinigen bzw. auch Komponenten, die in dem Gehäuse 22 angeordnet sind.
[0025] Zur besseren Veranschaulichung ist in Fig. 3 schematische eine Schnittdarstellung
eines Teils der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung dargestellt.
[0026] Ein Tabakstrom 15 umfassend Tabakpartikel und Fremdkörper 16 wird in Förderrichtung
11 in einem Tabakförderer 10 gefördert. Der Tabakförderer 10 umfasst einen Tabakförderkanal
41 und ein Tabakförderband 40. In dem Tabakförderkanal 41 dient ein Förderluftstrom
52 zum Fördern des Tabaks. Ferner dient auch das Förderband 40 zum Fördern des Tabaks.
Um eine möglichst gleichmäßige Förderung des Tabakstroms 15 sowie der in dem Tabakstrom
enthaltenen Fremdkörper 16 zu ermöglichen, bewegt sich das Tabakförderband 40 mit
der gleichen Geschwindigkeit wie der Förderluftstrom 52.
[0027] Ausgangsseitig des Tabakförderers 10 ist eine Fremdkörpererkennungsvorrichtung 12
vorgesehen, die in diesem Ausführungsbeispiel eine Kamera 45, eine Lichtquelle 46
und zwei Fenster 44 und 44' umfasst. Mittels der Kamera 45 können Fremdkörper von
Tabakpartikeln unterschieden werden. Sobald ein Fremdkörper erkannt wird, wird ein
Steuersignal auf die Fremdkörperausstoßvorrichtung 13 gegeben, so dass die Druckluftdüse
47, die Teil der Fremdkörperausstoßvorrichtung 13 ist, einen Druckluftstoß 48 in den
Tabakstrom 15 abgibt, so dass im Wesentlichen die Fremdkörper 16 aus dem Tabakstrom
15 entfernt werden. Hierdurch werden allerdings auch Tabakpartikel mit aus diesem
Tabakstrom entfernt.
[0028] Um einen gleichmäßigen und ungestörten Flug des Tabakstroms 15 zu ermöglichen, ist
zudem unterhalb des Tabakförderers 10 ein Luftförderkanal 42 vorgesehen, der düsenartig
ausgebildet ist und einen Luftstrom 43 unterhalb des Tabakstroms 15 abgibt, um an
der Ausgangsseite des Tabakförderers 10 die gleichmäßige Förderung des Tabakstroms
mit den Fremdkörpern zu ermöglichen.
[0029] Die ausgesonderten Materialien werden über ein Förderband 31 weggefördert. Um den
von den Fremdkörpern befreiten Tabakstrom gleichmäßig aufzufangen und auf einem Förderband
14 zu sammeln, sind zum einen Verteilbleche 49 vorgesehen, die beispielsweise gestaffelt
angeordnet sein können, und zwar in einer Stafflung quer zur Förderrichtung des Tabakstroms.
Zudem ist ein Trennsieb 51 vorgesehen, mittels dessen effizient Luft abgetrennt werden
kann, so dass keine oder möglichst wenig Verwirbelungen in den Bereich der Fremdkörperabtrennung
zu dem Tabakgutstrom bzw. dem Tabakstrom, der von Fremdkörpern befreit ist, vorzusehen.
[0030] Es sammelt sich nun ein von Fremdkörpern befreiter Tabakstrom 17 auf dem Förderband
14 an und wird entsprechend quer zur vorherigen Förderrichtung des Tabakstroms 15
abgefördert. Zudem findet eine Trennung von der Förderluft statt, nämlich dadurch,
dass ein Luftstrom 50 nach oben durch die Luftabzugshaube 23 abgesaugt wird.
[0031] Um nun erfindungsgemäß einfach an die Komponenten zu gelangen, die vom Bedienpersonal
zu reinigen sind, wie beispielsweise die Fenster 44 und 44' und auch das Trennsieb
51, ist es nun möglich, den ersten Abschnitt, d.h. den stromabwärtigen Abschnitt 19,
von dem zweiten Abschnitt, d.h. dem stromabwärtigen Abschnitt 20, einfach dadurch
zu trennen, dass der stromabwärtige Abschnitt 20, der auf dem schematisch angedeuteten
Rollenlager 21 gelagert ist, in der Fig. 3 nach rechts weggezogen wird. Die Trennstelle
kann hierbei die Trennstelle 18 sein, die strichpunktiert dargestellt ist und zwischen
dem Förderband 40 und der Fremdkörpererkennungsvorrichtung 12 liegt oder wie im vorigen
Beispiel der Fig. 1 und Fig. 2 die Trennstelle 18' sein, die zwischen der Fremdkörperausstoßvorrichtung
13 und dem Tabakförderband 14 liegt. In beiden Fällen ist es für die Bedienperson
einfach, an diese Stellen zu gelangen und eine Reinigung bzw. Säuberung vorzunehmen.
[0032] Für ein besseres Verständnis ist anzumerken, dass die Vorrichtungen, die hier gemäß
der Erfindung Gegenstand sind, beispielsweise eine Höhe von 4 m aufweisen und mehrere
Tonnen wiegen können. Der wegzubewegende Abschnitt 20 kann zwischen 500 kg und 1 t
oder mehr wiegen. Aus diesem Grunde ist es zweckmäßig, die Führung mit Stahlrollen
auf einer Schiene vorzusehen. Das heißt, das Rollenlager umfasst vorzugsweise Stahlrollen
und eine Stahlschiene. Aufgrund der Erfindung ist es nicht mehr notwendig, ein Podest
zu errichten, was auch zu erhöhten Kosten führt. Zudem ist es für die Bedienperson
sehr einfach, die entsprechenden zu reinigenden Teile zu reinigen.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 10
- Tabakförderer
- 11
- Förderrichtung
- 12
- Fremdkörpererkennungsvorrichtung
- 13
- Fremdkörperausstoßvorrichtung
- 14
- Tabakförderband
- 15
- Tabakstrom
- 16
- Fremdkörper
- 17
- Tabakstrom
- 18, 18'
- Trennstelle
- 19
- stromaufwärtiger Abschnitt
- 20
- stromabwärtiger Abschnitt
- 21
- Rollenlager
- 22
- Gehäuse
- 23
- Luftabzugshaube
- 24
- Luftförderleitung
- 25
- Ventilator
- 26
- Eingang
- 27, 27'
- Standfuß
- 28
- Schwerpunkt
- 29
- vertikale Achse
- 30
- Absaugrohr
- 31
- Förderband
- 32
- Zyklon
- 33
- Tabakeinlass
- 34
- Tabakförderer
- 35
- Gehäuse
- 40
- Tabakförderband
- 41
- Tabakförderkanal
- 42
- Luftförderkanal
- 43
- Luftstrom
- 44, 44'
- Fenster
- 45
- Kamera
- 46
- Lichtquelle
- 47
- Druckluftdüse
- 48
- Druckluftstoß
- 49
- Verteilblech
- 50
- Luftstrom
- 51
- Trennsieb
- 52
- Förderluftstrom
1. Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung aus einem Tabakstrom (15), wobei eine erste
Fördervorrichtung (10) für den Tabakstrom (15) vorgesehen ist, wobei in Förderrichtung
(11) stromabwärts der ersten Fördervorrichtung (10) eine Fremdkörpererkennungsvorrichtung
(12) vorgesehen ist, an die sich weiter stromabwärts eine Fremdkörperausstoßvorrichtung
(13) anschließt, wobei stromabwärts der Fremdkörperausstoßvorrichtung (13) eine zweite
Fördervorrichtung (14) für einen von Fremdkörpern (16) im Wesentlichen befreiten Tabakstrom
(17) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Trennstelle (18, 18') in der Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung zwischen
der ersten Fördervorrichtung (10) und der zweiten Fördervorrichtung (14) vorgesehen
ist, wobei die Trennstelle (18, 18') die Vorrichtung zur Fremdkörperabscheidung in
einen stromaufwärtigen Abschnitt (19) und einen stromabwärtigen Abschnitt (20) trennt,
wobei der stromaufwärtige Abschnitt (19) mit dem stromabwärtigen Abschnitt (20) lösbar
verbindbar oder verbunden ist und die beiden Abschnitte (19, 20) relativ zueinander
bewegbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Bewegen des stromabwärtigen Abschnitts (20) relativ zum stromaufwärtigen Abschnitt
(19) der stromabwärtige Abschnitt (20) auf einem Lager (21), insbesondere Rollenlager,
gelagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennstelle (18, 18') zwischen der Fremdkörperausstoßvorrichtung (13) und der
zweiten Fördervorrichtung (14) oder zwischen der ersten Fördervorrichtung (10) und
der Fremdkörpererkennungsvorrichtung (12) liegt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der stromabwärtige Abschnitt (20) linear bewegbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (21) waagerecht ausgerichtet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der stromabwärtige Abschnitt (20) ein Gehäuse (22) aufweist, in das eine Luftabzugshaube
(23) integriert ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftabzugshaube (23) mit einer Luftförderleitung (24) verbindbar oder verbunden
ist, die zu einem Eingang eines Ventilators (25) führt, wobei der Ausgang des Ventilators
(25) mit einem Eingang (26) der ersten Fördervorrichtung (10) verbunden ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Fördervorrichtung (10) einen Kanal (41) umfasst, in dem ein Förderluftstrom
(52) fließt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Fördervorrichtung (10) ein Förderband (40) umfasst.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausmaß der Bewegung des stromabwärtigen Abschnitts (20) zwischen 30 cm und 1
m, insbesondere zwischen 40 cm und 80 cm, vorzugsweise bei 60 cm, liegt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (21) auf Standfüßen (27, 27') montiert ist, wobei eine vertikale Achse
(29) durch den Schwerpunkt (28) des stromabwärtigen Abschnitts (20) in jeder Bewegungsposition
zwischen den Standfüßen (27, 27') liegt oder durch die Standfüße (27, 27') geht
1. Device for separating foreign bodies from a flow of tobacco (15), wherein a first
conveying device (10) is provided for the flow of tobacco (15), wherein a foreign
body detection device (12) is provided downstream of the first conveying device (10)
in the conveying direction (11), a foreign body ejection device (13) being located
next to and downstream of said foreign body detection device, wherein a second conveying
device (14) for a flow of tobacco (17) that is substantially free of foreign bodies
(16) is provided downstream of the foreign body ejection device (13), characterised in that a separating location (18, 18') is provided between the first conveying device (10)
and the second conveying device (14) in the device for separating foreign bodies,
wherein the separating location (18, 18') divides the device for separating foreign
bodies into an upstream section (19) and a downstream section (20), wherein the upstream
section (19) can be or is detachably connected to the downstream section (20) and
the two sections (19, 20) are movable relative to one another.
2. Device according to claim 1, characterised in that, for the movement of the downstream section (20) relative to the upstream section
(19), the downstream section (20) is mounted on a bearing (21), in particular a roller
bearing.
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the separating location (18, 18') is located between the foreign body ejection device
(13) and the second conveying device (14) or between the first conveying device (10)
and the foreign body detection device (12).
4. Device according to any of claims 1 to 3, characterised in that the downstream section (20) is movable in a linear manner.
5. Device according to any of claims 2 to 4, characterised in that the bearing (21) is oriented horizontally.
6. Device according to any of claims 1 to 5, characterised in that the downstream section (20) has a housing (22) in which an air extraction hood (23)
is integrated.
7. Device according to claim 6, characterised in that the air extraction hood (23) can be or is connected to an air conveying line (24)
which leads to an inlet of a fan (25), the outlet of the fan (25) being connected
to an inlet (26) of the first conveying device (10).
8. Device according to any of claims 1 to 7, characterised in that the first conveying device (10) comprises a channel (41) in which a conveying air
stream (52) flows.
9. Device according to any of claims 1 to 8, characterised in that the first conveying device (10) comprises a conveyor belt (40).
10. Device according to any of claims 1 to 9, characterised in that the extent of the movement of the downstream section (20) is between 30 cm and 1
m, in particular between 40 cm and 80 cm, and is preferably 60 cm.
11. Device according to any of claims 2 to 10, characterised in that the bearing (21) is mounted on feet (27, 27'), wherein a vertical axis (29) through
the centre of gravity (28) of the downstream section (20) in each movement position
is located between the feet (27, 27') or passes through the feet (27, 27').
1. Dispositif de séparation de corps étrangers dans un flux de tabac (15), un premier
dispositif de transport (10) pour le flux de tabac (15) étant prévu, un dispositif
de détection de corps étrangers (12) étant prévu en aval, dans la direction du flux
(11), du premier dispositif de transport (10), auquel suit, davantage en aval, un
dispositif d'éjection de corps étrangers (13), un deuxième dispositif de transport
(14) étant prévu en aval du dispositif d'éjection de corps étrangers (13) pour un
flux de tabac (17) essentiellement libéré de corps étrangers (16), caractérisé en ce qu'il est prévu, dans le dispositif de séparation de corps étrangers, une interface (18,
18') entre le premier dispositif de transport (10) et le deuxième dispositif de transport
(14), l'interface (18, 18') divisant le dispositif de séparation de corps étrangers
en une partie amont (19) et une partie aval (20), la partie amont (19) étant apte
à être attachée ou étant attachée de manière amovible et en ce que les deux parties (19, 20) sont déplaçables l'un par rapport à l'autre.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie aval (20), pour la déplacer par rapport à la partie amont (19), est monté
sur un palier (21), notamment un roulement à rouleaux.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'interface (18, 18') est disposée entre le dispositif d'éjection de corps étrangers
(13) et le deuxième dispositif de transport (14) ou entre le premier dispositif de
transport (10) et le dispositif de détection de corps étrangers (12).
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la partie aval (20) est déplaçable de manière linéaire.
5. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que le palier (21) est orienté horizontalement.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la partie aval (20) comprend un boîtier (22) dans lequel est intégrée une hotte (23).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que la hotte (23) est apte à être reliée ou est reliée à un conduit d'air (24) qui mène
à une entrée d'un ventilateur (25), la sortie du ventilateur (25) étant reliée à une
entrée (26) du premier dispositif de transport (10).
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le premier dispositif de transport (10) comprend un canal (41) dans lequel coule
un flux d'air de transport (52).
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le premier dispositif de transport (10) comprend un convoyeur (40).
10. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'étendue du déplacement de la partie aval (20) est entre 30 cm et 1 m, notamment
entre 40 cm et 80 cm, de préférence aux alentours de 60 cm.
11. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 10, caractérisé en ce que le palier (21) est monté sur des pieds de pose (27, 27'), un axe vertical (29) passant
par le centre de gravité (28) de la partie aval (20) étant situé, dans toute position
de déplacement, entre les pieds de pose (27, 27') ou passant par les pieds de pose
(27, 27').