[0001] Die Erfindung betrifft einen Rucksack mit zwei Schulterträgern und zwei mit seiner
Rückwand verbundenen Flossen eines Hüftgurtes, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 und nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 2.
[0002] Aus der
DE 20 2010 012 046 U1 ist ein Rucksack, insbesondere ein Fahrrad-Rucksack bekannt, der einen Behälter umfasst
und einen Tragegurt. Der Tragegurt ist dabei insbesondere in einem oberen Bereich
sowie in einem mittleren oder einem unteren Bereich mit dem Behälter des Rucksacks
verbunden. Zur Verbindung des Tragegurtes mit dem Behälter ist insbesondere im oberen
Bereich des Behälters ein Schwenkelement vorgesehen.
[0003] Die
DE 20 2010 012 047 U1 offenbart ebenfalls einen Rucksack, der einen Behälter aufweist. Es sind zwei Tragegurte
vorgesehen, die mit ihren oberen Enden mit dem oberen Bereich des Behälters verbunden
sind.
[0004] Aus dem Stand der Technik bekannte Rucksäcke weisen jedoch vielfach den Nachteil
auf, dass sie mit ihrer Rückseite auf dem Rücken des Trägers aufliegen und darüber
hinaus der Rucksack während des Gehens kontinuierlich von einer Seite des Körpers
zur anderen Seite hin und her pendelt.
[0005] Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, einen Rucksack zu schaffen, dessen Träger
nicht den Nachteilen aus dem Stand der Technik bekannter Rucksackmodelle ausgesetzt
ist.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 2.
[0007] Der erfindungsgemäße Rucksack umfasst zwei Schulterträger und zwei mit seiner Rückwand
verbundenen Flossen eines Hüftgurtes. Jede Flosse ist über einen Schließgurt mit dem
Verschluss des Hüftgurtes verbunden. Zusätzlich weist jeder Schließgurt einen separaten
Gurtstrammer auf. Jede Flosse ist weiterhin über einen Lageverstellgurt mit dem Rucksack
verbunden, wobei die Laufrichtung des Lageverstellgurtes im Bereich der Flosse umgelenkt
ist. Zusätzlich ist jeder Lageverstellgurt über die ein Führungsauge mit je einem
Schließgurt verbunden.
[0008] Der erfindungsgemäße Rucksack zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass an den Flossen
und/oder an der Rückwand und/oder an den Schulterträgern jeweils wenigstens ein Polster
angebracht ist. Die Polster der Flossen, der Rückwand und der Schulterträger bilden
eine durchgängige Auflagefläche. Zusätzlich weist die an der Rückwand angebrachte
Polsterung eine Rinne auf, die einen Belüftungskanal darstellt und/oder eine Rinne
zur Aufnahme des Rückrats des Trägers ausbildet.
[0009] Mithilfe der Schulterträger des Rucksacks fixiert der Träger seinen Rucksack im Schulterbereich.
Zusätzlich ermöglichen die Schulterträger dem Träger des Rucksacks, seine Arme auch
während der Rucksack sich auf seinem Rücken befindet, frei zu bewegen.
[0010] Unter dem Hüftgurt ist eine zusätzliche Befestigungseinrichtung des Rucksacks zu
verstehen, die im Bereich der Hüfte des Trägers angeordnet ist. Der Hüftgurt umfasst
beim Gegenstand der Patentanmeldung zwei Flossen, die gegeneinander schwenkbar am
Rucksack befestigt sind. Mithilfe des Hüftgurtes kann der Träger seinen Rucksack auch
im Bereich seiner Hüften fixieren.
[0011] Die Flossen werden mit ihrer, vom Verschluss des Hüftgurtes abgewandten Stirnseite
am Rucksack befestigt und sind gegeneinander verschwenkbar. Die Flossen können mit
Abstand zueinander am Rucksack befestigt werden, so dass zwischen den gegenüberliegenden
Stirnseiten am Rücken des Rucksacks ein Belüftungskanal entsteht.
[0012] Jede Flosse des Hüftgurtes ist dabei mit je einem Schließgurt verbunden. Jeder Schließgurt
ist mit seinem festen Ende an jeweils einem Teil des gemeinsamen Verschlusses des
Hüftgurtes befestigt. Zum Schließen des Verschlusses des Hüftgurtes werden die beiden
Teile des Verschlusses miteinander verriegelt.
[0013] Die Schließgurte sind ebenfalls in der Länge justierbar und fixieren die Flossen
des Hüftgurtes am Körper des Trägers. Zur gegenseitigen Verriegelung des Verschlusses
des Hüftgurtes werden Schnappverschlüsse verwendet. Zur lösbaren formschlüssigen oder
kraftschlüssigen Verbindung der Flossen des Hüftgurtes miteinander können jedoch auch
andere technische Verschluss-Einrichtungen verwendet werden.
[0014] Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Rucksacks werden waschbare Materialien eingesetzt,
die Schweiß absorbieren und zusätzlich atmungsaktiv sind. Weiterhin müssen die Strukturen
des Rucksacks ausreichend reißfest und wetterbeständig sein.
[0015] Die Erfindung sieht eine durchgängige Auflagefläche vor, die durch die Polster gebildet
wird, die an den Flossen des Hüftgurtes, im Bereich des Rückens des Rucksacks und
an den Innenseiten der Schulterträger angeordnet sind. Zur Bildung der durchgängigen
Auflagefläche sind die Polster der unterschiedlichen Bereiche (Hüftgurt; Rücken; Schulterträger)
des Rucksacks in ihrer Breite und in der Materialstärke jeweils gleich.
[0016] Der Vorteil besteht darin, dass der Rucksack nicht flach auf dem Rücken des Trägers
zur Auflage kommt, sondern indirekt und mittelbar über die diversen Polster mit dem
Rücken des Trägers in Verbindung steht. Unterschiedliche Materialstärken nebeneinander
angeordneter Polster würden sonst zu Druckstellen am Körper des Trägers führen und
den Tragekomfort des Rucksacks wesentlich beeinträchtigen. Unterschiede in der Breite,
in der Materialstärke und in der Festigkeit des Polstermaterials können bei längerem
Tragen des Rucksacks zu schmerzhaften Verhärtungen der Muskulatur führen.
[0017] Der Rucksack liegt lediglich mit den gepolsterten Flächen am Körper des Trägers an.
Die nicht gepolsterten Bereiche des Rucksacks sind daher vom Körper des Trägers beanstandet
und dienen als Belüftungskanäle. Die Flächen zwischen dem Körper des Trägers und dem
Rucksack werden besser belüftet. Der Träger schwitzt auch bei langen Tragzeiten nicht
in dem Maß, wie in dem Fall, wenn der Rucksack flächig auf dem Körper auffliegt.
[0018] Insgesamt trägt der erfindungsgemäße Rucksack dazu bei, die Ermüdung des Trägers
auch bei langen Tragzeiten zu reduzieren. Zusätzliche, bisher in Mitleidenschaft gezogene
Körperpartien bleiben auf Grund des höheren Komforts des Rucksacks unbeeinflusst.
[0019] Je nach Größe und Beladung des Rucksacks können Polstermodule ausgetauscht werden
und durch Austauschpolster ersetzt werden. Es ist jedoch wichtig, dass die Auflageflächen
der Polster in den unterschiedlichen Bereichen des Rucksacks in Bezug auf ihre Breite,
ihre Höhe und ihre Materialstärke übereinstimmen, damit die durchgängige Auflagefläche
der Polsterung erhalten bleibt.
[0020] Die Polster können im Bereich des Rückens des Rucksacks etwa axial in Bezug auf die
Rucksacklänge angeordnet sein. Neben einer parallelen Anordnung wenigstens zweier
Polster im Bereich des Rückens, die zur Entlastung des Rückrats des Trägers dient
können die Rückenpolster auch seitlich nach außen gerichtet an der Rückwand des Rucksacks
angeordnet sein. Hierdurch können die Rippen des Trägers zusätzlich entlastet werden.
[0021] Das freie Ende des Schließgurtes wird durch eine Öse eines Gurtstrammers geführt
und in dieser verriegelt. Die Verriegelung erfolgt, indem das lose Ende des Schließgurtes
in der Öse um 180° umgelenkt wird. Der Gurtstrammer wird gelöst, indem die Öse um
ca. 40° in Laufrichtung des Schließgurtes gekippt wird, wodurch die Klemmung des losen
Endes in der Öse gelöst wird. Durch Kippen des Gurtstrammers kann das lose Ende des
Schließgurtes wieder durch die Öse gezogen werden.
[0022] Die Erfindung versteht unter dem Begriff Lageverstellgurt eine Verbindung zwischen
einer Flosse des Hüftgurtes und dem Rucksack. Der Lageverstellgurt dient dazu den
Rucksack näher an die Hüfte des Trägers heranzuziehen und in dieser Stellung zu fixieren.
Der Lageverstellgurt stabilisiert den Rucksack im Bereich der Hüften des Trägers und
sichert Ihnen gegen unerwünschtes hin und her Wackeln während des Laufens.
[0023] Der Vorteil der Erfindung liegt darin, dass mit Zug an den losen Enden der Schließgurte
zum einen der Sitz der Flossen des Hüftgurtes an den Hüften des Trägers gefestigt
werden kann. Zugleich werden die Lageverstellgurte in Richtung zum Verschluss des
Hüftgurtes hin gezogen, wodurch der Rucksack enger an die Hüften bzw. das Gesäß des
Trägers herangezogen wird. Entgegen früheren Rucksäcken kann der Träger des Rucksacks
durch Zug an den losen Enden der Schließgurte daher zum einen den Passsitz des Hüftgurtes
an seinen Hüften verbessern. Zum anderen bewirkt der Zug an den losen Enden der Schließgurte
eine engere Anbindung der beiden rückwärtigen Seiten des Rucksacks an die Hüfte des
Trägers.
[0024] Der Lageverstellgurt ist mit seinem einen Ende am Rucksack befestigt und mit seinem
anderen Ende an der Flosse des Hüftgurtes angebracht. Entgegen seiner Laufrichtung
ist der Lageverstellgurt umgelenkt. Zur Verbindung mit dem Schließgurt ist eine Verbindungsöse
vorgesehen. Zur Verbindung des Schließgurtes mit dem Lageverstellgurt ist eine Öse
vorgesehen. Im Bereich ihrer Befestigung am Hüftgurt ist der Lageverstellgurt durch
die Öse in durchgeführt. Gegenüber dem Lageverstellgurt wird der Schließgurt ebenfalls
durch die Öse hindurchgeführt. Die Öse stellt somit ein Verbindungsglied dar zwischen
dem Lageverstellgurt und dem Schließgurt. Wird der Schließgurt durch Zug mit seinem
losen Ende noch weiter durch die Öse hindurch gezogen, so zieht die Öse gleichzeitig
den Lageverstellgurt in Richtung auf den Verschluss des Hüftgurtes hin. Die Öse kann
dabei eine dreistegige Öse sein. Es ist auch jede andere technische Einrichtung denkbar,
durch die der Schließgurt hindurch geschoben werden und entgegen seiner Laufrichtung
umgelegt und fixiert werden kann. Ein mittlerer Steg kann dabei zu beiden Seiten fest
mit der Öse verbunden sein. Andererseits kann der Steg auch an seiner eigenen Seite
schwenkbar an der Öse angelenkt sein und das Führungsauge überbrücken, durch das der
Schließgurt und der Lageverstellgurt hindurchgeführt werden.
[0025] Je nach Größe und Schwere des Rucksacks kann die Breite und Stärke des Schließgurtes
bzw. des Lageverstellgurtes variieren. Mithilfe des Gurtstrammers können die beiden
gegenüberliegenden Flossen des Hüftgurtes an den jeweiligen Hüfteumfang des Trägers
angepasst und fixiert werden. Gleichzeitig bewirkt der Zug an den losen Enden des
Schließgurtes eine bessere Fixierung der Außenseiten des Rucksacks am Körper des Trägers.
[0026] Durch den besseren Passsitz des Hüftgurtes sowie des Rucksacks am Körper des Trägers
wird schmerzhaftes Scheuern des Rucksacks oder der Traggurte am Körper vermieden.
Die Schulterträger können zusätzlich verlängert oder verkürzt und somit an den Umfang
der Oberarme des Trägers angepasst werden.
[0027] Nach einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist an der Rückwand ein Versteifungselement
befestigt. Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass das Versteifungselement eine
Trägerplatte und einen auf die Trägerplatte aufgebrachten Rahmen umfasst.
[0028] Das Versteifungselement umfasst dabei eine Trägerplatte, die aus PE-Kunststoff besteht.
Auf die Trägerplatte ist ein Rahmen aus Federstahl aufgebracht. Der Rahmen kann die
Form eines Kleeblatts aufweisen und konvex oder konkav geneigt sein. Die Neigung des
Rahmens kann dabei in Richtung oder entgegen der Richtung des Rückens des Trägers
gerichtet sein. Das Versteifungselement kann über Klettverschlüsse am Rücken des Rucksacks
befestigt sein. Zusätzlich kann eine Einschubtasche zur Aufnahme des Versteifungselements
vorgesehen sein.
[0029] Die Erfindung sieht darüber hinaus vor, dass die Lageverstellgurte ihrer Länge nach
justierbar sind. Der Träger kann den Tragekomfort zusätzlich dadurch optimieren, dass
er durch eine Längenveränderung der Lageverstellgurte den Abstand zwischen Rucksack
und Hüfte je nach Schwierigkeitsgrad der zurückgelegten Strecke regulieren kann. Der
Träger passt zuerst den Passsitz des Hüftgurts an, indem er an den losen Enden des
Schließgurtes zieht. Gleichzeitig zieht er über die Lageverstellgurte die Seiten des
Rucksacks näher an den Hüftgurt an. Der Schließgurt der jeweiligen Seite hält die
Öse des Gurtstrammers, die gleichzeitig an den Lageverstellgurt der betreffenden Seite
angebunden ist.
[0030] Zusätzlich erhält der Träger nun noch die Möglichkeit, je nach Bedarf und Bequemlichkeit
die Lageverstellgurte einzeln der Länge nach nochmals nachzujustieren.
[0031] Bevorzugt ist der Anbindungsbereich des Lageverstellgurtes am Rucksack relativ zur
Länge des Rucksacks breiter, als der Anbindungsbereich des Lageverstellgurtes am Hüftgurt.
Hier durch entsteht eine Dreipunkt-Anbindung, wobei beanstandet voneinander zwei Punkte
der Anbindung am Rucksack angreifen, während der dritte Punkt der Anbindung im Bereich
der Flosse des Hüftgurtes liegt. Hierdurch wird eine zusätzliche Stabilisierung des
Rucksacks gegenüber dem Hüftgurt erreicht.
[0032] Es ist auch denkbar, dass die beiden Anbindungspunkte am Rucksack über die Länge
des Rucksacks verschoben werden können.
[0033] Nach einer anderen bevorzugten Alternative der Erfindung ist der Lageverstellgurt
in einen Obergurt und einen Untergurt unterteilt ist, wobei der Obergurt und der Untergurt
zur Befestigung am Rucksack voneinander beanstandet sind und sich zur Verbindung mit
dem Lageverstellgurt aneinander annähern. Um eine optimale Anbindung des Lageverstellgurtes
am Rucksack zu ermöglichen und gleichzeitig das trage Gewicht des Rucksacks zu reduzieren
ist der Lageverstellgurt als Obergurt und Untergurt ausgebildet. Je nach Größe des
Rucksacks können auch weitere Zwischengurte eingesetzt werden.
[0034] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass der Gurtstrammer eine drei Stege umfassende
Öse aufweist, durch die ein loses Ende des Schließgurtes hindurchgeführt ist.
[0035] Der Gurtstrammer umfasst eine Öse, die drei Stege aufweisen kann. Das lose Ende des
Schließgurtes wird durch die Öse hindurchgeführt und entgegen der Laufrichtung des
Schließgurtes umgelenkt. Das umgelenkte lose Ende des Schließgurtes wird sodann durch
den dritten Steg der Öse verriegelt. Zur Lösung der Verriegelung durch den Gurtstrammer
und zur Freigabe des losen Endes des Schließgurtes wird die Öse relativ zum Schließgurt
etwa um 40° gekippt. Im vorliegenden Fall wird beispielhaft von einer dreistegigen
Öse ausgegangen. Die dreistegige Öse ist jedoch nur beispielhaft und in keiner Weise
ausschließlich gemeint. Es können auch andere technische Einrichtungen Verwendung
finden, die eine lösbare Verriegelung durch Klemmung des Schließgurtes möglich machen.
[0036] Darüber hinaus ist es bevorzugt, dass der Gurtstrammer im Bereich des losen Endes
des Schließgurtes angeordnet ist. In einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist
der Gurtstrammer vorzugsweise im Bereich des Verschlusses des Hüftgurtes am Schließgurt
angeordnet.
[0037] Bevorzugt sieht die Erfindung darüber hinaus vor, dass die jeweils an den Flossen,
der Rückwand und den Schulterträgern angeordneten jeweils wenigstens einen Polster
eine gleiche Breite und/oder Höhe aufweisen.
[0038] Die Erfindung gewährleistet einen erhöhten Tragekomfort. Es wird eine der Höhe nach
und der Breite nach gleichmäßige Auflagefläche geschaffen. Druckstellen am Körper
des Trägers werden ebenso vermieden wie bereichsweise Überbelastungen des Körpers.
Die Auflage des Rucksacks am Körper des Trägers wird gezielte auf besonders gepolstert
Flächen beschränkt, wodurch der Tragekomfort deutlich erhöht wird.
[0039] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die an der Rückwand des
Rucksacks ausgebildete Rinne durch parallel zueinander verlaufende Polster gebildet
ist.
[0040] Die Erfindung sieht vor, dass im Bereich des Rückens des Rucksacks eine Rinne geschaffen
wird, in der das Rückgrat des Trägers vor Berührung mit Inhalten des Rucksacks geschützt
wird. Darüber hinaus dient die eine dem Schutz des Rückrats bei Stürzen im Gelände.
Darüber hinaus kann die an der Rückwand des Rucksacks ausgebildete Rinne durch eine
Vertiefung gebildet sein, die in das wenigstens eine Polster eingebracht ist.
[0041] Nach Maßgabe der Erfindung weisen die Polster Belüftungsrillen auf, die in einem
Winkel zur Längsrichtung des Polsterkörpers verlaufen.
[0042] Schräg zu den Polsterkörpern sind Belüftungsrillen vorgesehen. Diese Belüftungsrillen
können zwischen einzelnen Polsterkörpern oder aber in den Polsterkörper selber eingebracht
sein. Sie dienen der Abführung von Schweiß bzw. Regenwasser nach außen und weg vom
Körper. Dadurch wird ein schnelleres Abtrocknen des nassen Körpers ermöglicht und
somit einer Erkältung des Trägers vorgebeugt.
[0043] Bevorzugt verlaufen zwischen den Polstern des Hüftgurtes und/oder den an der Rückwand
angebrachten Polstern und/oder den Polstern der Schulterträger Belüftungskanäle. Weiterhin
ist vorgesehen, dass die Polster des Hüftgurtes und/oder die Polster der Rückwand
und/oder die Polster der Schulterträger im Übergangsbereich aneinander anstoßen.
[0044] Das Gewicht des Rucksacks soll möglichst gleichmäßig auf den Körper des Trägers verteilt
werden. Hierzu sind die durchgängigen Auflageflächen der Polster des Hüftgurtes, der
Rückwand und der Schulterträger vorgesehen. Die Belüftungskanäle sollen senkrecht
und quer zu den Polsterflächen verlaufen um eine verbesserte Luftzirkulation zu ermöglichen.
Zwischen den einzelnen Bereichen (Hüftgurt; Rücken; Schulterträger) stoßen die Polster
stirnseitig aneinander an. An den Stirnseiten sind die Polster daher abgeflacht, so
dass eine Beschädigung der Polster bei gegeneinander gerichtetem Verkippen ausgeschlossen
ist.
[0045] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand von Figuren
erläutert.
[0046] Hierbei zeigen:
Figur 1, den erfindungsgemäßen Rucksack mit dem Hüftgurt und dem Versteifungselement
sowie den Schulterträgern,
Figur 2, das Versteifungselement,
Figur 3, die Flosse des Hüftgurtes mit Gurtstrammer und
Figur 4 in Seitenansicht den Rucksack mit der durchgängigen Polster-Auflageflächen.
[0047] Figur 1 zeigt den erfindungsgemäßen Rucksack 1, an dessen Rückseite 2 ein Versteifungselement
3 angeordnet ist. Im unteren Bereich ist der Rucksack 1 über Lageverstellgurte 4 mit
dem Hüftgurt 5 verbunden. Schulterträger 6 sind gestrichelt dargestellt. Die Flossen
7 sind mit ihrer Stirnseite am Rücken 8 des Rucksack 1 befestigt. Zwischen den Stirnseiten
der Flossen 7 ist ein Polster 9 erkennbar.
[0048] Die Lageverstellgurte 4 weisen je einen Obergurt 10 und einen Untergurt 11 auf, die
einen Endes am Rucksack 1 befestigt sind. An ihren gegenüberliegenden Enden greifen
der Obergurt 10 und der Untergurt 11 am Lageverstellgurt 4 an, der durch die Öse 12
des Gurtstrammers 13 hindurch geführt ist. Der Lageverstellgurt 4 ist auf der Rückseite
der Öse 12 umgelenkt und an der Flosse 7 des Hüftgurtes 5 befestigt.
[0049] In Figur 1 sind zwei Schließgurte 14; 15 dargestellt, die jeweils an einer Flosse
7 des Hüftgurtes 5 befestigt sind. Die Befestigung des Schließgurtes 14; 15 erfolgt
in der Weise, dass das freie Ende 16 des Schließgurtes durch die Öse 12 hindurchgeführt
wird, die der Lageverstellgurt 4 durchgreift. Das freie Ende 16 des Schließgurtes
14; 15 wird in der Öse 12 des Gurtstrammers 13 umgelenkt und gegenüber dem dritten
Steg 17 der Öse 12 und dem festen Ende 18 des Schließgurtes 14; 15 fixiert. Das feste
Ende 18 des jeweiligen Schließgurtes 14; 15 ist jeweils an einem Teil des Verschlusses
19 befestigt. Der Verschluss 19 ist in der Figur 1 als Schnappverschluss dargestellt.
[0050] Wenn das freie Ende 16 des Schließgurtes 14; 15 durch die Öse 12 des Gurtstrammers
13 gezogen wird, werden die beiden Flossen 7 des Hüftgurtes 5 einander angenähert.
Gleichzeitig zieht das lose Ende 16 (wird auch als freies Ende bezeichnet) des Schließgurtes
14; 15 die Öse 12 in Richtung auf den Verschluss 19 des Hüftgurtes 5 hin. Die Öse
12 zieht ihrerseits die Lageverstellgurte 4 und mit ihnen die Rückseite 8 des Rucksacks
1 näher an den Hüftgurt 5 heran.
[0051] Figur 2 zeigt ein Versteifungselement 3 mit einer Trägerplatte 20 und einem Rahmen
21, der auf der Trägerplatte 20 angeordnet ist. Der Rahmen 21 ist in Form eines Kleeblatts
ausgebildet und in Schleifen auf der Trägerplatte 20 angeordnet. Die Schleifen des
Rahmens 21 tragen zur Versteifung der Trägerplatte 20 bei.
[0052] Figur 3 zeigt eine Flosse 7 des Hüftgurtes 5 mit einem Gurtstrammer 13. Der Gurtstrammer
13 umfasst die Öse 12, durch die der Lageverstellgurt 4 hindurch tritt. Das rückwärtige
Ende des Lageverstellgurtes 4 ist an der Flosse 7 des Hüftgurtes 5 befestigt. Die
Öse 12 ist somit verliersicher auf dem Lageverstellgurt 4 aufgereiht. Die Öse 12 ist
als dreistegige Öse 12 dargestellt. Das lose Ende 16 des Schließgurtes 14; 15 wird
durch die Öse 12 geführt und von dem mittleren Steg 22 der Öse 12 gehalten. Durch
Umlenkung des losen Endes 16 des Schließgurtes 14; 15 wird der Schließgurt 14; 15
in der Öse 12 gegenüber dem mittleren Steg 22 der Öse 12 und dem festen Ende 18 des
Schließgurtes 14; 15 fest geklemmt. Zur Freigabe des losen Endes 16 des Schließgurtes
14; 15 ist die Öse 12 des Gurtstrammers 13 um den mittleren Steg 22 herum kippbar.
Dadurch wird die Verklemmung des losen Endes 16 des Schließgurtes 14; 15 in der Öse
12 aufgehoben. Am festen Ende 18 des Schließgurtes 14; 15 ist in Figur 2 der Verschluss
19 des Hüftgurtes 5 erkennbar.
[0053] In Figur 4 ist der Rucksack 1 in Seitenansicht dargestellt. Am unteren Ende des Rucksacks
1 ist die Flosse 7 des Hüftgurtes 5 mit dem zugehörigen Polster 23 erkennbar. In der
Mitte der Länge des Rucksack 1 des ist das Polster 24 erkennbar, das an der Rückwand
8 des Rucksacks 1 angeordnet ist. Am oberen Ende des Rucksacks 1, der vom Hüftgurt
5 abgewandt ist, setzt der Schulterträger 6 am Rucksack 1 an. Der Schulterträger 6
ist ebenfalls mit einem Polster 25 versehen. Zwischen den Polstern 23, 24, 25 der
einzelnen Bereiche (Hüftgurt 5; Rücken 8; Schulterträger 6) sind Belüftungskanäle
26 erkennbar. Aus der Seitenansicht der Figur 4 ist darüber hinaus ersichtlich, dass
die Polster 23 bis 25 der einzelnen Bereiche 5; 8; 6 jeweils die gleiche Polsterstärke
bzw. Polsterhöhe aufweisen, so dass eine durchgängige Auflagefläche 26 vorliegt. Die
Auflageflächen 26 der Polster 23 bis 25 der einzelnen Bereiche 5; 8; 6 verlaufen dabei
in einer Ebene 27.
Bezugsziffern
[0054]
- 1
- Rucksack
- 2
- Rückseite
- 3
- Versteifungselement
- 4
- Lageverstellgurt
- 5
- Hüftgurt
- 6
- Schulterträger
- 7
- Flosse
- 8
- Rücken
- 9
- Polster
- 10
- Obergurt
- 11
- Untergurt
- 12
- Öse
- 13
- Gurtstrammer
- 14, 15
- Schließgurte
- 16
- freies Ende Schließgurt
- 17
- Steg
- 18
- festes Ende Schließgurt
- 19
- Verschluss
- 20
- Trägerplatte
- 21
- Rahmen
- 22
- mittlerer Steg
- 23
- Polster
- 24
- Polster
- 25
- Polster
- 26
- Anlagefläche
- 27
- Ebene
1. Rucksack mit zwei Schulterträgern und zwei mit seiner Rückwand verbundenen Flossen
eines Hüftgurtes, wobei jede Flosse über einen Schließgurt mit dem Verschluss des
Hüftgurtes verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schließgurt (14; 15) einen Gurtstrammer (13) aufweist und jede Flosse (7) über
einen Lageverstellgurt (4) mit dem Rucksack (1) verbunden ist und die Laufrichtung
des Lageverstellgurtes (4) im Bereich der Flosse (7) umgelenkt und jeder Lageverstellgurt
(4) über je ein Führungsauge (12) mit je einem Schließgurt (14; 15) verbunden ist.
2. Rucksack mit zwei Schulterträgern und zwei mit seiner Rückwand verbundenen Flossen
eines Hüftgurtes, wobei jede Flosse über einen Schließgurt mit dem Verschluss des
Hüftgurtes verbunden ist, wobei an den Flossen und/oder an der Rückwand und/oder an
den Schulterträgern jeweils wenigstens ein Polster angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Polster (23 bis 25) der Flossen (7), der Rückwand (8) und der Schulterträger
(6) eine durchgängige Auflagefläche (26) bilden und das wenigstens eine an der Rückwand
(8) angeordnete Polster (24) eine Rinne zur Aufnahme des Rückrats des Rucksackträgers
ausbildet.
3. Rucksack nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückwand (8) ein Versteifungselement (3) befestigt ist
4. Rucksack nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungselement (3) eine Trägerplatte (20) und einen auf die Trägerplatte
(20) aufgebrachten Rahmen (21) umfasst.
5. Rucksack nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lageverstellgurte (4) in ihrer Länge justierbar sind.
6. Rucksack nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anbindungsbereich des Lageverstellgurtes (4) am Rucksack (1) relativ zur Länge
des Rucksacks (1) breiter ist, als der Anbindungsbereich des Lageverstellgurtes (4)
am Hüftgurt (5).
7. Rucksack nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Lageverstellgurt (4) in einen Obergurt (10) und einen Untergurt (11) unterteilt
ist, wobei der Obergurt (10) und der Untergurt (11) zur Befestigung am Rucksack (1)
voneinander beanstandet sind und sich zur Verbindung mit dem Lageverstellgurt (4)
aneinander annähern.
8. Rucksack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gurtstrammer (13) eine drei Stege (22) umfassende Öse (12) aufweist, durch die
ein loses Ende (16) des Schließgurtes (14; 15) hindurchgeführt ist.
9. Rucksack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gurtstrammer (13) im Bereich des losen Endes (16) des Schließgurtes (14; 15)
angeordnet ist.
10. Rucksack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gurtstrammer (13) im Bereich des Verschlusses (19) des Hüftgurtes (5) am Schließgurt
(14; 15) angeordnet ist.
11. Rucksack nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils an den Flossen (7), der Rückwand (8) und den Schulterträgern (6) angeordneten
wenigstens einen Polster (23, 24, 25) eine gleiche Breite und/oder Höhe aufweisen.
12. Rucksack nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Rückwand (8) des Rucksacks (1) ausgebildete Rinne durch parallel zueinander
verlaufende Polster (24) gebildet ist.
13. Rucksack nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Rückwand (8) des Rucksacks (1) ausgebildete Rinne durch eine in das wenigstens
eine Polster (24) eingebrachte Vertiefung gebildet ist.
14. Rucksack nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Polster (23, 24, 25) Belüftungsrillen (26) aufweisen, die in einem Winkel zur
Längsrichtung des Polsterkörpers (23, 24, 25) verlaufen.
15. Rucksack nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Polstern (23) des Hüftgurtes (5) und/oder den an der Rückwand (8) angebrachten
Polstern (24) und/oder den Polstern (25) der Schulterträger (6) Belüftungskanäle (26)
verlaufen.
16. Rucksack nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Polster (23) des Hüftgurtes und/oder die Polster (24) der Rückwand (8) und/oder
die Polster (25) der Schulterträger (6) im Übergangsbereich aneinander anstoßen.