[0001] Die Erfindung betrifft einen Scherenhubtisch mit den Merkmalen des Oberbegriffs des
Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiger Scherenhubtisch ist beispielsweise aus der Druckschrift
EP 1 454 873 B1 bekannt und umfasst eine Basiseinheit, die beispielsweise mit Rollen oder dergleichen
versehen sein kann, und eine Trageinheit, die im weitesten Sinne als höhenverstellbare
Tischplatte angesehen werden kann und die mittels einer Schereneinheit, die mit einer
Antriebseinheit versehen ist, planparallel gegenüber der Basiseinheit verstellbar
ist. Die Schereneinheit umfasst bezogen auf eine vertikale Tischlängsmittelebene beidseits
jeweils ein Scherengliederpaar mit zwei Scherengliedern, die über ein Gelenk miteinander
verbunden sind und von denen eines mit einem Ende an einem ortsfest an der Basiseinheit
angeordneten, ersten Drehlager gelagert ist und mit dem anderen Ende verfahrbar an
der Trageinheit geführt ist. Das andere Scherenglied ist mit einem Ende an einem ortsfest
an der Trageinheit angeordneten, zweiten Drehlager gelagert und mit seinem anderen
Ende verfahrbar an der Basiseinheit geführt. Zur Betätigung der Scherengliederpaare,
das heißt zum Anheben bzw. Absenken der Trageinheit gegenüber der Basiseinheit weist
deren Antriebseinheit eine aufwändige Hebelkonstruktion auf, an der ein Zugmittel
in Form eines Seils, einer Kette oder eines Riemens angreift.
[0003] Ein derartiger Scherenhubtisch ist beispielsweise auch aus der Druckschrift
DE 10 2010 052 615 A1 bekannt und umfasst eine Basiseinheit, einen Fangzylinder, welcher als Sicherheitseinrichtung
verstanden werden kann und eine Trageinheit, welche als Tisch bildendenden oberer
Rahmen ausgebildet ist und durch eine Schereneinheit höhenverstellbar gelagert ist,
wobei die Schereneinheit durch einen Antrieb verstellbar ist. Die Schereneinheit umfasst
bezogen auf eine vertikale Tischlängsmittelebene beidseits jeweils ein Scherengliederpaar
mit zwei Scherengliedern, die über ein Gelenk miteinander verbunden sind und von denen
eines mit einem Ende an einem ortsfest an der Basiseinheit angeordneten, ersten Drehlager
gelagert ist und mit dem anderen Ende verfahrbar an der Trageinheit geführt ist. Das
andere Scherenglied ist mit einem Ende an einem ortsfest an der Trageinheit angeordneten,
zweiten Drehlager gelagert und mit seinem anderen Ende verfahrbar an der Basiseinheit
geführt. Zum Bewegen der Scherenglieder und Anheben bzw. Absenken der Trageinheit
ist ein Zugmittel einseitig an den Scherengliedern und andersseitig an dem Antrieb
angeordnet, so dass ein Aufrollen bzw. Abrollen des Zugmittels eine vertikale Bewegung
der Trageinheit zur Folge hat.
[0004] Die bisher bekannten Scherenhubtische umfassen als Sicherheitseinrichtung einen Fangzylinder,
welcher im Fall einer Betriebsstörung das Absacken der Trageinheit verhindern soll,
und zwar dadurch, dass der Zylinder die Trageinheit entweder durch eine direkte Wirkverbindung
oder eine indirekte Wirkverbindung über die Scherenglieder in einer gegenwärtigen
Stellung hält. Diese Konstruktion hat mehrere entscheidende Nachteile.
[0005] Da die Fangzylinder jederzeit und somit in jeder Stellung der Trageinheit einsatzbereit
sein müssen, folgen sie der Bewegung der Trageinheit bei jedem Bewegungsvorgang nach.
Dabei ist allen Fangzylindern gemein, dass sie im Sinne eines einwandfreien Betriebs
diverse Schmier- und Hydraulikstoffe benötigen. Aufgrund der immerwährenden Bewegungsnachfolgung
und somit einer hohen Betätigungsfrequenz verschleppen Fangzylinder über ihre Lebensdauer
Schmier- und Hydraulikstoffe, so dass sie sehr wartungsintensiv und kostspielig sind.
[0006] Im Fall einer Betriebsstörung stoppen Fangzylinder konstruktionsbedingt das Absacken
der Trageinheit nicht sofort. Erst nachdem innerhalb des Fangzylinders entsprechende
Gegenkräfte wirken, kann dieser die Trageinheit und das Lastgewicht halten. Der Bremsweg
des Fangzylinders kann dabei je nach Scherenhubtisch und Lastgewicht mitunter 100
cm betragen. Ein derart langer Bremsweg bei einer Sicherheitsbremsung ist jedoch unerwünscht,
da sensible Lasten beschädigt werden könnten. Es ist auch denkbar, dass es trotz eines
Fangzylinders zu Personenschäden kommt, so dass bisher bekannte Scherenhubtische keine
adäquate Betriebsicherheit bieten und in einem arbeitswissenschaftlichen Sinne eine
Gefahrenquelle darstellen.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Scherenhubtisch der einleitend genannten
Gattung mit einer hohen Betriebssicherheit zu schaffen.
[0008] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch den Scherenhubtisch mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Erfindungsgemäß wird mithin ein Scherenhubtisch vorgeschlagen, mit einer Basiseinheit
und einer Trageinheit, die mittels einer Schereneinheit, die mit einer Antriebseinheit
versehen ist, gegenüber der Basiseinheit verstellbar ist. Die Schereneinheit umfasst
mindestens ein Scherengliederpaar mit zwei Scherengliedern, die über ein Gelenk miteinander
verbunden sind und von denen eines mit einem Ende an einem ortsfest an der Basiseinheit
angeordneten, ersten Drehlager gelagert ist und mit dem anderen Ende verfahrbar an
der Trageinheit geführt ist. Das andere Scherenglied ist mit einem Ende an einem ortsfest
an der Trageinheit angeordneten, zweiten Drehlager gelagert und mit seinem anderen
Ende verfahrbar an der Basiseinheit geführt. Eine Sicherheitseinrichtung des Scherenhubtischs
umfasst ein Überwachungselement, welches Kennwerte des Motors erfasst und ein Sicherheitselement,
welches sicherheitsrelevante Signale verarbeitet. Die Sicherheitseinrichtung umfasst
zusätzlich eine Antriebssteuerung, und eine Antriebsbremse, wobei die Antriebssteuerung
im Störfall auf die Antriebsbremse einwirkt.
[0010] Die geforderte Betriebssicherheit wird gewährleistet durch das erfindungsgemäße Zusammenwirken
spezifischer Komponenten. Im Fall einer abrupten Störung des einwandfreien Betriebes
bzw. im Fall des Absackens der Trageinheit registriert das antriebszugeordnete Überwachungselement
ein Störsignal und leitet es an das Sicherheitselement weiter. Das Störsignal wird
dabei mittels einer verdrahteten Signalverbindung übertragen. Nach dem Eintreffen
des Störsignals wird es vom Sicherheitselement entsprechend geeigneter Verarbeitungsschemata
verarbeitet. Sobald das Sicherheitselement anhand des verarbeiteten Störsignals eine
Betriebsstörung erkennt, welche ein sicherheitstechnisches Eingreifen notwendig macht,
sendet das Sicherheitselement ein Stoppsignal an die Antriebsbremse. Sobald das Stoppsignal,
welches mittels einer vorzugsweise drahtgebundenen Signalverbindung übertragen wird,
die Antriebsbremse erreicht, wirkt diese auf die Antriebseinheit ein. Die Antriebseinheit
steht in einer wechselseitigen Wirkverbindung mit der Trageinheit, so dass eine absackende
Trageinheit direkt auf die Antriebseinheit einwirkt. Die Antriebsbremse wirkt daher
derart auf die Antriebseinheit ein, dass diese der absackenden Trageinheit entgegenwirkt.
Dadurch wird gewährleistet, dass die Trageinheit in einer gegenwärtigen Stellung verbleibt
und nicht weiter absacken kann. Die Antriebsbremse und die Antriebseinheit sind derart
dimensioniert, dass sie die Trageinheit samt Traglast abbremsen und halten können.
Durch das Zusammenwirken dieser Komponenten ist es möglich, im Fall einer Betriebsstörung
das Absacken der Trageinheit zu stoppen, die Trageinheit sicher zu halten und somit
eine gewünschte Betriebssicherheit herzustellen.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Scherenhubtisches nach der Erfindung ist
die Antriebssteuerung als Feldbus-Steuerung ausgeführt. Eine Feldbus-Steuerung stellt
eine Signalverbindung zwischen Aktoren des Scherenhubtischs, wie der Antriebsbremse,
und Sensoren des Scherenhubtischs, wie einem Motorgeber, her und ist in der Regel
mit geringem Installationsaufwand verbunden, so dass dies zu einem niedrigen Material-
und Arbeitszeiteinsatz führt. Somit wird eine kostengünstige Produzierbarkeit erzielt.
Eine Feldbus-Steuerung weist zudem die Möglichkeit einer Selbstdiagnose auf. Diese
ist gerade vor dem Hintergrund der Betriebssicherheit vorteilhaft, da Hubtische in
der Regel diverse Sicherheitsnormen erfüllen müssen. Eine derartige Steuerung ist
zudem langlebig und zuverlässig. Zur Zuverlässigkeit tragen kurze Signalverbindungswege
bei, welche ein Charakteristikum der Feldbus-Steuerung sind. Im Fall einer Änderung
von Komponenten oder Erweiterung um zusätzliche Komponenten des Scherenhubtisches
bedarf es einer Anpassung der Feldbus-Steuerung an eine neue Konfiguration des Scherenhubtisches.
Die Feldbus-Steuerung eignet sich auch in diesem Bezug in besonderer Weise, da sie
von Fachpersonal mit wenig Aufwand entsprechend der neuen Konfiguration angepasst
werden kann, um die Betriebssicherheit zu gewährleisten. Es ist jedoch auch jede andere
Steuerung und deren Anpassung an das System denkbar, wie beispielsweise Echtzeit-Ethernet
oder andere Steuerungen aus der Automatisierungstechnik oder verwandten Gebieten.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Scherenhubtisches nach der Erfindung wirkt
die Antriebssteuerung mit einer SPS-Steuerung (speicherprogrammierbare Steuerung)
und dem Sicherheitselement zusammen. Eine SPS-Steuerung ist ein elektronisches System,
welches einen programmierbaren Speicher aufweist, auf welchem Steuerungsanweisungen
und Verarbeitungsschemata zur Implementierung von gewünschten Funktionen gespeichert
werden, auf Basis derer Signale verarbeitet und der Scherenhubtisch gesteuert werden
kann. Die signaltechnische Verknüpfung dieser Komponenten führt zu einer umfassenden
Verarbeitung von allen sicherheitsrelevanten Signalen, so dass alle Signale zentral
verarbeitet werden. Durch die Verknüpfung der Antriebssteuerung und der SPS-Steuerung
ist es möglich, über das Sicherheitselement manuell aktivierbare Eingriffselemente,
wie zum Beispiel einen Schlüsselschalter und/oder NOT-Stop Schalter, zu führen. Diese
Verknüpfung fügt der automatisch gewährleisteten Betriebssicherheit eine manuell gewährleistbare
Betriebssicherheit hinzu. Es ist möglich, dass es zu Störungen im Betrieb kommt, welche
nicht von dem Überwachungselement registriert werden oder werden können. Denkbare
Störungen sind beispielsweise ein Einklemmen von Personen oder eine sonstige eine
Person gefährdende Situation. Wird einer der beiden Schalter aktiviert, sendet dieser
ein Signal an das Sicherheitselement. Das Sicherheitselement empfängt über eine drahtgebundene
Signalverbindung das Signal, verarbeitet es, und sendet ein Stoppsignal an die Antriebsbremse,
welche auf die Antriebseinheit in bereits beschriebener Weise einwirkt und so die
Trageinheit in einer aktuellen Stellung hält.
[0013] Bei einer weiteren Ausführungsform des Scherenhubtisches nach der Erfindung wirkt
die Antriebssteuerung im Störfall mittels eines Richtelements auf die Antriebsbremse
ein. Das Richtelement generiert Sollwerte einer Ausgangsspannung und versorgt dadurch
den Antriebsmotor mit elektrischer Energie. Vorteilhaft an einem derartigen Einsatz
des Richtelements ist die sichere Ansteuerung der Antriebsbremse. Somit kommt die
Antriebseinheit sehr schnell und sicher zum Stehen. Denkbar ist der Einsatz eines
rückspeisenden Richtelements, vorzugsweise in Kombination mit einem entsprechenden
Energiespeicher. Die auftretende Bremsenergie kann dadurch gespeichert und bei Bedarf
eingesetzt werden. Es lässt sich somit ein Vierquadrantenbetrieb realisieren, welcher
energieschonend ist und niedrige Betriebskosten verursacht.
[0014] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Scherenhubtisches nach der Erfindung
ist das Richtelement ein Frequenzumrichter. Der Frequenzumrichter ist in der Lage,
einen Antriebsmotor der Antriebseinheit zu betreiben. Es ist jedoch auch denkbar,
zwei oder mehr als zwei Antriebsmotoren mit einem entsprechenden Frequenzumrichter
zu betreiben. Zur Steigerung der Betriebssicherheit kann der Frequenzumrichter im
Sinne der Erfindung ein Stoppsignal des Sicherheitselements empfangen und auf die
Antriebsbremse derart einwirken, dass sie den Antrieb zum sofortigen und sicheren
Halten bringt.
[0015] Bei einer weiteren Ausführungsform des Scherenhubtisches nach der Erfindung wirkt
der Frequenzumrichter mit einem Hubelement zusammen. Das Hubelement weist eine Sensorfunktion
auf und misst anhand eines Seilabsolutwertgebers und/oder eines Längenabsolutwertgebers
die Geschwindigkeit und Wegstrecke bei Hub der Trageinheit und die Lage bei Stillstand
der Trageinheit. Vorteilhaft an dem Zusammenwirken ist, dass der Frequenzumrichter
im Störfall je nach Lageinformation der Trageinheit entsprechend auf die Antriebsbremsen
einwirken kann.
[0016] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Scherenhubtisches nach der Erfindung
ist das Überwachungselement ein Motorgeber. Der Motorgeber kann die Drehzahl und die
Drehrichtung des Antriebsmotors überwachen und trägt somit zur Betriebssicherheit
bei. Über eine Signalverbindung, welche vorzugsweise als drahtgebundene Signalverbindung
ausgeführt ist, sendet der Motorgeber ständig die Drehzahl und die Drehrichtung an
das Sicherheitselement. Das Sicherheitselement gleicht die Signale mit einem gewünschten
Betriebszustand ab und kann somit Betriebsstörungen erkennen. Beispielsweise liegt
in einer Halteposition der Trageinheit keine Drehzahl des Antriebsmotors vor. Dieser
Wert kann somit einen gewünschten Betriebszustand abbilden. Sackt die Trageinheit
ab, dreht sich der Antriebsmotor aufgrund der Wirkverbindung entsprechend mit, so
dass eine Drehzahl ungleich Null vorliegt. Diese wird vom Motorgeber erfasst und an
die Sicherheitseinrichtung gesendet. Diese erkennt durch eine Signalverarbeitung eine
Abweichung zwischen dem Soll-Zustand und dem Ist-Zustand. Es liegt somit eine Betriebsstörung
vor, welche zu einem Versenden des Stoppsignals führt, vorzugsweise an das Richtelement
bzw. den Frequenzumrichter.
[0017] Bei einer weiteren Ausführungsform des Scherenhubtisches nach der Erfindung werden
auf dem Sicherheitselement sicherheitsrelevante Abfragen von Betriebszuständen geführt.
Diese Funktion ermöglicht es dem Sicherheitselement, Signale über Betriebsstörungen
entsprechend zu empfangen und zu verarbeiten. Zu den sicherheitsrelevanten Abfragen
zählt die Ermittlung des Betriebszustands der Sicherungen für einen Riemenriss, sowie
für eine Not-End-oben-Position und eine Not-End-unten-Position. Denkbar ist der Einsatz
eines Fangzylinders, so dass auch der Betriebszustand einer Sicherung des Fangzylinders
sicherheitsrelevant abgefragt werden kann. Zum Abfragen der Betriebszustände sind
die Sensoren, Sicherungen und Schalter an das Sicherheitselement signaltechnisch,
vorzugsweise über eine drahtgebundene Signalverbindung, angeschlossen.
[0018] Bei einer weiteren speziellen Ausführungsform des Scherenhubtisches nach der Erfindung
ist die Schereneinheit mit zwei wirkverbindungsmäßig verknüpften Antriebseinheiten
versehen, welchen jeweils ein Motorgeber funktionsmäßig zugeordnet ist. Die Antriebseinheiten
dienen zur Betätigung der aus den beiden Scherengliederpaaren bestehenden Scherenmechanik
eines Scherenhubtisches und umfassen jeweils einen Antriebsmotor. Die Wirkverbindung
zwischen den beiden Antriebseinheiten wird vorzugsweise von einer Welle bzw. Wickelwelle
gebildet, welche mit den beiden Antriebsmotoren in Eingriff steht. Die den Antriebseinheiten
zugeordneten Motorgeber, welche vorzugsweise als Einbaugeber ausgeführt sind, überwachen
die Drehzahl und die Drehrichtung der Antriebsmotoren und fungieren somit als Sensor.
Die Motorgeber sind mit der Sicherheitseinrichtung bzw. dem Sicherheitselement signaltechnisch
verknüpft.
[0019] Bei einer weiteren speziellen Ausführungsform des Scherenhubtisches nach der Erfindung
umfasst die Sicherheitseinrichtung einen Fangzylinder. Mit einem Fangzylinder als
zusätzliches Sicherheitselement lässt sich die Sicherheitseinrichtung redundant ausführen.
Das Beiordnen eines weiteren, eigenständig funktionierenden Sicherheitselements zur
beschriebenen Anordnung von erfindungsgemäß zusammenwirkenden, spezifischen Komponenten
führt zu einer noch weiter gesteigerten Sicherheit und einer erweiterten Konfigurationsmöglichkeit
von Scherenhubtischen nach der Erfindung für Nutzer bzw. Kunden. So ist es beispielsweise
denkbar, dass beide erwähnten Sicherheitselemente aktiv sind und gleichzeitig die
Betriebssicherheit gewährleisten. Es ist jedoch auch möglich, nur eines der beiden
Sicherheitselemente während des Betriebes aktiv zu schalten und das zweite Sicherheitselement
erst im Fall einer Betriebsstörung zu aktivieren. Eine denkbare Möglichkeit ist eine
aktive Anordnung von erfindungsgemäß zusammenwirkenden spezifischen Komponenten, welche
den Betrieb überwachen. Kommt es zu einer Betriebsstörung, verhält sich die Anordnung
in bereits beschriebener Weise, so dass sie die Trageinheit in einer aktuellen Stellung
hält. Im Moment der erkannten Betriebsstörung wird der Fangzylinder aktiviert, welcher
ebenfalls die Trageinheit in der aktuellen Stellung fixiert. Die Antriebsbremse kann
darauf teilweise oder ganz gelöst werden. Der Fangzylinder übernimmt dadurch einen
Teil des Lastgewichtes, so dass die Antriebsbremse entlastet und geschont werden kann.
[0020] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung
sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.
[0021] Ein Ausführungsbeispiel eines Scherenhubtisches nach der Erfindung ist in der Zeichnung
schematisch vereinfacht dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Scherenhubtisches nach der Erfindung;
- Fig. 2
- einen vertikalen Längsschnitt durch den Scherenhubtisch; und
- Fig. 3
- ein Blockschaltbild einer Hubtischsteuerung und einer Sicherheitseinrichtung.
[0022] In der Zeichnung ist ein Scherenhubtisch 10 dargestellt, der beispielsweise zum Anheben
und Absenken von hohen Lasten beispielsweise im Bereich einer Fertigungsstrasse eines
Automobilherstellers dient und auf einer nicht näher dargestellten Rollenanordnung
angeordnet oder auch ortsfest montiert sein kann.
[0023] Der Scherenhubtisch 10 umfasst eine Basiseinheit 12 und eine im Wesentlichen planparallel
zu der Basiseinheit 12 angeordnete, tischplattenartig ausgebildete Trageinheit 14.
Die Basiseinheit 12 dient als Träger für eine Schereneinheit 16 und eine Antriebseinheit
18 der Schereneinheit 16.
[0024] Die Schereneinheit 16 umfasst bezogen auf eine vertikale Scherentischlängsmittelebene
beidseits jeweils ein Scherengliederpaar 20A bzw. 20B, das jeweils aus einem ersten
Scherenglied 22A bzw. 22B und einem zweiten, das jeweilige erste Scherenglied kreuzenden
Scherenglied 24A bzw. 24B gebildet ist. Die Scherenglieder 22A und 24A und die Scherenglieder
22B und 24B sind jeweils über Querstreben 26, 28 bzw. 30 und 32 miteinander verbunden.
[0025] Die ersten Scherenglieder 22A und 22B sind jeweils mit einem Ende an einem Drehlager
34 schwenkbar gelagert, das an der Basiseinheit 12 ausgebildet ist. Mit dem dem Drehlager
34 abgewandten Ende sind die ersten Scherenglieder 22A und 22B jeweils über eine Rolle
36 in einer Führungsschiene 38A bzw. 38B der Trageinheit 14 verfahrbar geführt.
[0026] Die zweiten Scherenglieder 24A und 24B sind jeweils mit einem Ende an einem Drehlager
39 schwenkbar gelagert, das an der Trageinheit 14 oberhalb des Drehlagers 34 der Basiseinheit
12 angeordnet ist. Mit dem dem Drehlager 38 abgewandten Ende sind die zweiten Scherenglieder
24A und 24B jeweils über eine Rolle 40 in einer an der Basiseinheit 12 ausgebildeten
Führungsschiene 42A bzw. 42B geführt.
[0027] Des Weiteren sind die Scherenglieder 22A und 24A und die Scherenglieder 22B und 24B
jeweils über ein Gelenk 44 schwenkbar miteinander verbunden.
[0028] Zur Betätigung der aus den beiden Scherengliederpaaren 20A und 20B bestehenden Scherenmechanik
umfasst der Scherenhubtisch 10 eine Antriebseinheit 18, die einen Antriebsmotor 46
umfasst, der eine als Wickeleinrichtung dienende Wickelwelle 48 drehbar betätigt.
An der Wickelwelle 48 sind vier parallel zueinander ausgerichtete Antriebsriemen bzw.
Bänder 50 befestigt, die je nach Drehrichtung der Wickelwelle 48 von dieser abwickelbar
oder auf diese aufwickelbar sind. Die Antriebsriemen 50 sind ausgehend von der Wickelwelle
48 über eine walzenartig ausgebildete Umlenkrolle 52 zu einer Kniehebelanordnung 54
geführt.
[0029] Die Kniehebelanordnung 54 weist bezogen auf die vertikale Scherentischlängsmittelebene
beidseits jeweils ein erstes Hebelelement 56 auf, das über eine Achse 58 mit dem zugehörigen
Scherenglied 22A bzw. 22B verbunden ist und an seinem der Achse 58 abgewandten Ende
über ein von einer Gelenkachse 60 gebildeten Gelenk mit einem zweiten Hebelelement
61 verbunden ist, das über ein an einem Lagerblock 62 ausgebildetes Gelenk 64 schwenkbar
an der Basiseinheit 12 gelagert ist. Das zweite Hebelelement 61 ist aus zwei seitlichen
Hebelschalen 66 gebildet, die jeweils über das Gelenk 64 an dem zugehörigen Lagerblock
62 schwenkbar gelagert sind und über ein eine Leitfläche bildendes Leitblech 68 miteinander
verbunden sind. Je nach Schwenkstellung des zweiten Hebelelements 61 legen sich die
Antriebsriemen 50, die jeweils ein Zugelement darstellen, an dem Leitblech 68 an.
[0030] Des Weiteren sind die Antriebsriemen 50 ausgehend von der Umlenkrolle 52 über das
Leitblech 68 und ein Rundeisen 70, die an dem zweiten Hebelelement 61 an dem der Gelenkachse
60 abgewandten Ende ausgebildet ist, zu einer Einhängevorrichtung 72 geführt, die
an der Gelenkachse 60 aufgehängt ist.
[0031] Die Betätigung des vorstehend beschriebenen Scherenhubtisches 10 erfolgt in nachfolgend
beschriebener Weise.
[0032] Ausgehend von einer abgesenkten Senkposition der Trageinheit 14 wird der Antriebsmotor
46 derartig betätigt, dass die Wickelwelle 48 gemäß Fig. 2 im Uhrzeigersinn gedreht
wird. Damit werden die Antriebsriemen 50 auf die Wickelwelle 48 aufgewickelt, so dass
eine Zugkraft auf das zweite Hebelelement 61 der Kniehebelanordnung 54 ausgeübt wird
und dieses eine Ausstellbewegung um das Gelenk 64 ausübt. Dies löst wiederum über
das erste Hebelelement 56 ein Ausschwenken der Scherenglieder 22A, 22B, 24A und 24B
aus, so dass die Trageinheit 14 gegenüber der Basiseinheit 12 angehoben wird.
[0033] Zum Absenken der Trageinheit 14 wird die Wickelwelle 48 entgegen dem Uhrzeigersinn
gedreht, so dass die Antriebsriemen 50 von der Wickelwelle 48 abgewickelt werden.
Durch die Last der Trageinheit 14 und der Scherengliederpaare 20A und 20B wird damit
das zweite Hebelelement 61 eingeschwenkt, das heißt in Richtung der Basiseinheit 12
geschwenkt, so dass die Trageinheit 14 schwerkraftbedingt abgesenkt wird.
[0034] In Figur 3 ist ein Blockschaltbild dargestellt, anhand dessen eine Übersicht relevanter
Komponenten einer Steuerung des Scherenhubtisches 10 und korrespondierender Verbindungen
gezeigt ist. Die Komponenten sind als Objektpiktogramme dargestellt, überwiegend nach
ihren Funktionalitäten gruppiert und deren Verbindungen mittels Linien abgebildet.
Dabei zeigen die Linien keine konkrete Verbindung, wie etwa ein Kabel, sondern eine
Wirkverbindung.
[0035] Ein Hauptschalter 90 des Scherenhubtisches 10 ist an eine lokale, elektrische Stromversorgung
91 von 3 x 400V angeschlossen. Die Stromversorgung 91 durchläuft den Hauptschalter
90, welcher einen elektrischen Stromfluss zulässt oder unterbindet, und endet an einem
Richtelement 86 bzw. einem Frequenzumrichter. Der Frequenzumrichter 86 wandelt den
eingehenden elektrischen Strom derart um, dass er den Anforderungen von zwei Antriebsmotoren
46 entspricht. Die Antriebsmotoren 46 sind jeweils über eine Stromverbindung mit dem
Frequenzumrichter 86 verbunden. Untereinander sind die Antriebsmotoren 46 über die
zwischen ihnen angeordnete Welle bzw. Wickelwelle 48 verbunden, welche als dick gestrichelte
Linie dargestellt ist. Die Wickelwelle 48 stellt eine Wirkverbindung zwischen den
Antriebsmotoren 46 her. An den Antriebsmotoren 46 ist jeweils ein Überwachungselement
76 bzw. ein Motorgeber angeordnet, welcher die Drehzahl und die Drehrichtung des ihm
zugeordneten Antriebsmotors 46 überwacht. Über eine Signalverbindung sind beide Motorgeber
76 an ein Sicherheitselement 78 angeschlossen. Diese sicherheitsrelevante Verbindung
ist in Figur 3 mittels einer dünn gestrichelten Linie dargestellt. Das Sicherheitselement
78 umfasst mindestens eine Feldbus-Eingangskarte, um Feldbusteilnehmer signaltechnisch
an das Sicherheitselement 78 anschließbar zu machen. Somit dient es der Zusammenführung
sicherheitsrelevanter Signale von angeschlossenen Sensoren, Sicherungen und Schaltern.
Eine weitere sicherheitsrelevante Verbindung besteht zwischen dem Frequenzumrichter
86 und dem Sicherheitselement 78. An das Sicherheitselement 78 sind weitere Komponenten
des Scherenhubtisches 10 mittels der sicherheitsrelevanten Verbindung angeschlossen.
Dazu zählen die beiden Sicherungen der Not-End-oben-Position 92 und der Not-End-unten-Position
94, welche eine kraftbetätigte Hubbewegung der Trageinheit 14 nach oben und unten
begrenzen. Die Sicherungen 95 bis 98 der vier Antriebsriemen 50 sind ebenfalls per
sicherheitsrelevanter Verbindung an das Sicherheitselement 78 angeschlossen. Neben
den automatisch funktionierenden Sicherungen ist auch ein manuell betätigbarer Schlüsselschalter
100 und ein NOT-Stop 102 an das Sicherheitselement 78 angeschlossen. Das Sicherheitselement
78 ist an eine SPS-Steuerung 84 angebunden, welche optional per IR-Fernbedienung bedienbar
ist. An die SPS-Steuerung 84 ist auch ein Hubelement 88 zur Hubabfrage angebunden,
welches anhand eines Seilabsolutwertgebers und eines Längenabsolutwertgebers die Geschwindigkeit
und Wegstrecke bei Hub der Trageinheit 14 und die Lage bei Stillstand der Trageinheit
14 misst. Zum Messen ist das Hubelement 88 an den Frequenzumrichter 86 angeschlossen.
Die gemessenen Werte werden auf einem Bedienpanel 104 angezeigt, welches sowohl an
das Hubelement 88 wie auch an die SPS-Steuerung 84 angeschlossen ist. Das Bedienpanel
104 zeigt darüber hinaus auch Störtexte an, lässt eine Handbedienung des Scherenhubtischs
10 zu und visualisiert diese Handbedienung.
[0036] Der Fall einer Betriebsstörung bei einem Scherenhubtisch 10 nach der Erfindung, welcher
sicherheitstechnisch von der beschriebenen Anordnung von erfindungsgemäß zusammenwirkenden
spezifischen Komponenten überwacht ist, wird im Folgenden näher erläutert.
[0037] Tritt während des ordnungsgemäßen Betriebs eine Betriebsstörung auf, wird diese durch
das Zusammenwirken von Sensoren, Sicherungen oder Schaltern mit dem Sicherheitselement
78 erfasst.
[0038] Sensoren messen ständig einen Betriebszustand und senden diese Messwerte als Sensorsignal
umgehend an das Sicherheitselement 78. Diese Sensoren sind die beiden Motorgeber 76,
welche die Drehzahl und die Drehrichtung des Antriebsmotors 46 überwachen. Bei einem
sensormäßig gemessenen Betriebszustand gleicht das Sicherheitselement 78 den aktuell
gemessenen IST-Wert mit einem gewünschten SOLL-Wert ab. Beispielsweise beträgt in
einer Halteposition der Trageinheit 14 die Drehzahl der Antriebsmotoren

Dieser Drehzahlwert bildet einen SOLL-Wert für das Sicherheitselement 78 und dient
als eine Referenz. Sackt die Trageinheit 14 ab, ermittelt das Sicherheitselement 78
eine entsprechende Abweichung des IST-Werts vom SOLL-Wert und erkennt so eine Betriebsstörung.
[0039] Sicherungen erkennen eigenständig, wenn durch die Änderung des Betriebszustandes
ein zuvor definierter Grenzewert überschritten ist. Wird dieser überschritten, sendet
die betroffene Sicherung ein entsprechendes Sicherungssignal an das Sicherheitselement
78. Mit Sicherungen versehen sind die Not-End-oben-Position 92 und die Not-End-unten-Position
94, welche die kraftbetätigte Hubbewegung der Trageinheit 14 nach oben und unten begrenzen.
An den vier Antriebsriemen 50 ist jeweils ein Sensor 95 bis 98 zur Überwachung eines
möglichen Riemenrisses angeordnet. Die betroffene Sicherung sendet ein einsprechendes
Signal an das Sicherheitselement 78, welches dadurch eine Betriebsstörung erkennt.
[0040] Schalter sind manuell betätigbar und geben einem Nutzer die Möglichkeit eine Betriebsstörung
anzuzeigen. Der Schlüsselschalter 100 ist aktivierbar durch das Einstecken und Drehen
eines passenden Schlüssels. Der NOT-Stop 102 ist aktivierbar durch Drücken eines Knopfes.
Der Knopf ist sicherheitsrelevant und daher optisch auffallend gestaltet. Die Schalter
100 und 102 senden bei Betätigung ein entsprechendes Schaltersignal an das Sicherheitselement
78, welches dadurch eine Betriebsstörung erkennt.
[0041] Hat das Sicherheitselement 78 eine Betriebsstörung erkannt, sendet es umgehend ein
Stoppsignal an den Frequenzumrichter 86. Das Versenden des Stoppsignals ist vorzugsweise
unabhängig davon, ob es aufgrund eines Sensorsignals, eines Sicherungssignals oder
eines Schaltersignals zustande gekommen bzw. ausgelöst ist. Der Frequenzumrichter
86 empfängt das Stoppsignal des Sicherheitselements 78 und wirkt sofort auf die Antriebsbremse
82 derart ein, dass die Antriebsmotoren 46 zum sofortigen und sicheren Halten kommen.
Die Trageinheit 14 ist somit fixiert.
[0042] Ein Lösen dieser Fixierung ist vorzugsweise mittels Eingabe eines entsprechenden
Befehls oder Sicherheitsmerkmals, wie zum Beispiel eines Zahlencodes, am Bedienpanel
104 möglich. Auch das Lösen mittels eines entsprechenden Schlüssels am Schlüsselschalter
100 ist denkbar. Möglich ist auch das selbstständige Aufheben der Fixierung durch
den Hubtisch 100 nach einem Beheben der Betriebsstörung, vorzugsweise nach einer entsprechenden
scherenhubtischseitigen Vorankündigung, wie beispielsweise einem akustischen Signal
oder einem optischen Hinweis. Diese Vorankündigung hilft, das Personal vor Verletzungen
zu schützen, wenn es sich im Gefahrenbereich des Hubtisches 10 aufhält und durch das
Lösen der Fixierung, wodurch ein verletzungsbewirkender Faktor entstehen kann, in
Gefahr gerät.
Bezugszeichenliste
| 10 |
Scherenhubtisch |
66 |
Hebelschale |
| 12 |
Basiseinheit |
68 |
Leitblech |
| 14 |
Trageinheit |
70 |
Rundeisen |
| 16 |
Schereneinheit |
72 |
Einhängeeinrichtung |
| 18 |
Antriebseinheit |
74 |
Sicherheitseinrichtung |
| 20A, 20B |
Scherengliederpaar |
76 |
Überwachungselement |
| 22A, 22B |
Scherenglied |
78 |
Sicherheitselement |
| 24A, 24B |
Scherenglied |
80 |
Antriebssteuerung |
| 26 |
Querstrebe |
82 |
Antriebsbremse |
| 28 |
Querstrebe |
84 |
SPS-Steuerung |
| 30 |
Querstrebe |
86 |
Richtelement |
| 32 |
Querstrebe |
88 |
Hubelement |
| 34 |
Drehlager |
90 |
Hauptschalter |
| 36 |
Rolle |
91 |
Stromversorgung |
| 38A, 38B |
Führungsschiene |
92 |
Not-End-oben-Position |
| 39 |
Drehlager |
94 |
Not-End-unten-Position |
| 40 |
Rolle |
95 |
Sicherung |
| 42A, 40B |
Führungsschiene |
96 |
Sicherung |
| 44 |
Gelenk |
97 |
Sicherung |
| 46 |
Antriebsmotor |
98 |
Sicherung |
| 48 |
Wickelwelle |
100 |
Schlüsselschalter |
| 50 |
Antriebsriemen |
102 |
NOT-Stop |
| 52 |
Umlenkrolle |
104 |
Bedienpanel |
| 54 |
Kniehebelanordnung |
|
|
| 56 |
erstes Hebelelement |
|
|
| 58 |
Achse |
|
|
| 60 |
Gelenkachse |
|
|
| 61 |
zweites Hebelelement |
|
|
| 62 |
Lagerblock |
|
|
| 64 |
Gelenk |
|
|
1. Scherenhubtisch mit einer Basiseinheit (12) und einer Trageinheit (14), die mittels
einer Schereneinheit (16), die mit einer Antriebseinheit (18) versehen ist, gegenüber
der Basiseinheit (12) verstellbar ist, wobei die Antriebseinheit (18) einen Motor
(46) umfasst, und wobei die Schereneinheit (16) mindestens ein Scherengliedpaar (20A,
20B) mit zwei Scherengliedern (22A, 24A, 22B, 24B) umfasst, die über ein Gelenk miteinander
verbunden sind und von denen eines mit einem Ende an einem ortsfest an der Basiseinheit
(12) angeordneten, ersten Drehlager (34) gelagert ist und mit dem anderen Ende verfahrbar
an der Trageeinheit (14) geführt ist und das andere mit einem Ende an einem ortsfest
an der Trageinheit (14) angeordneten, zweiten Drehlager (39) gelagert ist und mit
seinem anderen Ende verfahrbar an der Basiseinheit (12) geführt ist, und einer Sicherheitseinrichtung
(74), dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitseinrichtung (74) ein Überwachungselement (76), welches Kennwerte des
Motors (46) erfasst, und ein Sicherheitselement (78), welches sicherheitsrelevante
Signale verarbeitet, umfasst, wobei die Sicherheitseinrichtung (74) zusätzlich eine
Antriebssteuerung (80) und eine Antriebsbremse (82) umfasst, wobei die Antriebssteuerung
(80) in einem Störfall die Antriebsbremse (82) betätigt.
2. Scherenhubtisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebssteuerung (80) als Feldbus-Steuerung ausgeführt ist.
3. Scherenhubtisch nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebssteuerung (80) mit einer SPS-Steuerung (84) und dem Sicherheitselement
(78) zusammenwirkt.
4. Scherenhubtisch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebssteuerung (80) im Störfall mittels eines Richtelements (86) auf die Antriebsbremse
(82) einwirkt.
5. Scherenhubtisch nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Richtelement (86) ein Frequenzumrichter ist.
6. Scherenhubtisch nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Frequenzumrichter mit einem Hubelement (88) zusammenwirkt.
7. Scherenhubtisch nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Überwachungselement (76) ein Motorgeber ist.
8. Scherenhubtisch nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Sicherheitselement (78) sicherheitsrelevante Abfragen von Betriebszuständen
erfolgen.
9. Scherenhubtisch nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schereneinheit (16) mit zwei Antriebseinheiten (18) versehen ist, welche gekoppelt
sind, vorzugsweise über eine Welle, und welchen jeweils ein Überwachungselement zugeordnet
ist.
10. Scherenhubtisch nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitseinrichtung (74) einen Fangzylinder umfasst.
1. A scissor lift table comprising a base unit (12) and a carrier unit (14) being adjustable
relative to the base unit (12) by means of a scissor unit (16) provided with a drive
unit (18), wherein the drive unit (18) comprises a motor (46) and wherein the scissor
unit (16) comprises at least one pair of scissor members (20A, 20B) having two scissor
members (22A, 24A, 22B, 24B), which are connected to each other by a joint and one
of which is mounted with one end on a first pivot bearing (34), arranged stationary
on the base unit (12), and is movably guided with the other end on the carrier unit
(14), and the other scissor member is mounted with one end on a second pivot bearing
(39), arranged stationary on the carrier unit (14), and is movably guided with its
other end on the base unit (12), and comprising a safety device (74),
characterized in that
the safety device (74) comprises a monitoring element (76), which receives parameters
of the motor (46), and a safety element (78), which processes safety-related signals,
wherein the safety device (74) additionally comprises a drive control (80) and a drive
brake (82), wherein the drive control (80) actuates the drive brake (82) in the event
of a disruption.
2. The scissor lift table according to claim 1,
characterized in that
the drive control (80) is realized as a fieldbus control.
3. The scissor lift table according to any one of claims 1 or 2,
characterized in that
the drive control (80) interacts with a PLC control (84) and the safety element (78).
4. The scissor lift table according to any one of claims 1 to 3,
characterized in that
in the event of a disruption, the drive control (80) acts on the drive brake (82)
via an adjusting element (86).
5. The scissor lift table according to claim 4,
characterized in that
the adjusting element (86) is a frequency converter.
6. The scissor lift table according to claim 5,
characterized in that
the frequency converter cooperates with a lifting element (88).
7. The scissor lift table according to any one of claims 1 to 6,
characterized in that
the monitoring element (76) is a motor encoder.
8. The scissor lift table according to any one of claims 1 to 7,
characterized in that
on the safety element (78), safety-related queries of operation states take place.
9. The scissor lift table according to any one of claims 1 to 8,
characterized in that
the scissor unit (16) is provided with two drive units (18), which are coupled, preferably
via a shaft, and to each of which a monitoring element is assigned.
10. The scissor lift table according to any one of claims 1 to 9,
characterized in that
the safety device (74) comprises a safety cylinder.
1. Table élévatrice à ciseaux comprenant une unité de base (12) et une unité porteuse
(14) qui peut être ajustée par rapport à l'unité de base (12) au moyen d'une unité
de ciseaux (16) pourvue d'un unité d'entraînement (18), l'unité d'entraînement (18)
comprenant un moteur (46) et l'unité de ciseaux (16) comprenant au moins une paire
d'éléments de ciseaux (20A, 20B) ayant deux éléments de ciseaux (22A, 24A, 22B, 24B),
qui sont connectés l'un à l'autre par une jointure et dont l'un est monté avec une
extrémité sur un premier palier rotatif (34) disposé de manière fixe sur l'unité de
base (12) et est guidé avec l'autre extrémité de manière déplaçable sur l'unité porteuse
(14), et dont l'autre est monté avec une extrémité sur un deuxième palier rotatif
(39) disposé de manière fixe sur l'unité porteuse (14) et est guidé avec son autre
extrémité de manière déplaçable sur l'unité de base (12), et comprenant un dispositif
de sécurité (74),
caractérisée en ce que
le dispositif de sécurité (74) comprend un élément de surveillance (76), qui saisit
des paramètres du moteur (46), et un élément de sécurité (78), qui traite des signaux
relatifs à la sécurité, le dispositif de sécurité (74) comprenant en outre une commande
d'entraînement (80) et un frein d'entraînement (82), la commande d'entraînement (80)
actionnant le frein d'entraînement (82) en cas de panne.
2. Table élévatrice à ciseaux selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la commande d'entraînement (80) est réalisée comme commande par bus de terrain.
3. Table élévatrice à ciseaux selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisée en ce que
la commande d'entraînement (80) coopère avec une commande API (84) et avec l'élément
de sécurité (78).
4. Table élévatrice à ciseaux selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que
la commande d'entraînement (80) agit sur le frein d'entraînement (82) au moyen d'un
élément d'ajustement (86) en cas de panne.
5. Table élévatrice à ciseaux selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
l'élément d'ajustement (86) est un convertisseur de fréquence.
6. Table élévatrice à ciseaux selon la revendication 5,
caractérisée en ce que
le convertisseur de fréquence coopère avec un élément élévateur (88).
7. Table élévatrice à ciseaux selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que
l'élément de surveillance (76) est un codeur moteur.
8. Table élévatrice à ciseaux selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que
des interrogations relatives à la sécurité des états de marche sont effectuées sur
l'élément de sécurité (78).
9. Table élévatrice à ciseaux selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisée en ce que
l'unité de ciseaux (16) est pourvue de deux unités d'entraînement (18) qui sont couplées,
de préférence par un arbre, et à chacune desquelles un élément de surveillance est
assigné.
10. Table élévatrice à ciseaux selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que
le dispositif de sécurité (74) comprend un cylindre de sécurité.