Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Eindeckelement zur Anordnung auf einer Dachfläche, mit
einem Befestigungsmittel für Anbauelemente, wobei das Eindeckelement aus einem aushärtbaren
Gemenge hergestellt ist. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung
eines Eindeckelements.
Stand der Technik
[0002] Eindeckelemente sind in einer Vielzahl von Ausgestaltungen im Stand der Technik bekannt.
Eindeckelemente dienen üblicherweise zur Eindeckung von geneigten Dächern und damit
der Dachentwässerung von Gebäuden. Die Dacheindeckung setzt sich üblicherweise aus
einer Mehrzahl sich wechselweise überdeckender Eindeckelemente zusammen, so dass eine
geschlossene Dachfläche entsteht. Grundsätzlich wird bei Eindeckelementen, insbesondere
zur Dacheindeckung, zwischen Dachsteinen und Dachziegeln unterschieden. Die Unterscheidung
erfolgt auf Basis des entsprechenden Materials, nämlich einerseits Dachziegeln, die
aus Ton und Lehm gebrannt werden, und andererseits Dachsteinen, die beispielsweise
aus Beton gefertigt werden.
[0003] Zur Befestigung von Anbauelementen werden im Stand der Technik üblicherweise kraft-
und/oder stoffflüssige Verbindungen verwendet. Anbauelemente sind dabei beispielsweise
Hauben zur Dachentlüftung oder Befestigungsvorrichtungen zur Befestigung des Eindeckelements
beispielsweise an einem Tragelement einer Dachfläche.
[0004] Die
EP 2 363 547 A1 offenbart beispielsweise ein Eindeckelement, auf dessen Rückseite eine Befestigungsvorrichtung
zur Befestigung des Eindeckelements mittels eines Klebstoffes befestigt ist. Bei den
aus dem Stand der Technik bekannten Befestigungsmittel kann es beispielsweise durch
extreme Temperaturen und Temperaturdifferenzen beispielsweise eine Beschädigung der
Klebestelle kommen, wodurch sich die Befestigungsvorrichtung möglicherweise ablösen
könnte.
[0005] In der
CH 655 347 A5 wird ein Dachziegel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 3 beschrieben, welcher aus
aushärtbarem Gemenge hergestellt ist. Er weist an der Unterseite vier säulenartige
Befestigungsmittel auf, in welche jeweils eine Hinterschneidung eingebracht ist. Mittels
Hintergreifen der Hinterschneidung lassen sich Anbauelemente daran befestigen.
[0006] In der
GB 344 252 A wird ein Verfahren und ein Eindeckelement gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 beschrieben,
bei dem ein Eindeckelement für Dächer in einer Pressform hergestellt wird. An der
Unterseite des Eindeckelements ist eine Nase angeformt, die zwei einander gegenüberliegende
Seitenflächen aufweist, die V-förmig zueinander stehen. Dieser Ziegel wird in eine
Dachlatte eingehängt, die ein keilförmiges Profil gleichen Winkels aufweist. Auf die
Nase wird dann eine weitere, ebenfalls keilförmige Dachplatte aufgelegt, so dass die
V-förmige Nase des Dachziegels im Zusammenwirken mit den Dachlatten eine Schwalbenschwanzführung,
die den Dachziegel sicher fixiert, bildet.
Beschreibung der Erfindung
[0007] Ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe
zugrunde, ein Befestigungsmittel zur Verfügung zu stellen, das einer erhöhte Sicherheit
gegen ein Ablösen bietet.
[0008] Die vorgenannte Aufgabe ist bei einem gattungsgemäßen Eindeckelement zur Anordnung
auf einer Dachfläche dadurch gelöst, dass das Befestigungsmittel mindestens zwei Hinterschneidungen
umfasst, so dass Anbauelemente durch zumindest teilweises Hintergreifen der Hinterschneidung
befestigbar sind. Die Hinterschneidungen sind innerhalb von Erhebungen an der Oberfläche
des Eindeckelements ausgebildet, die zusammen mit den Hinterschneidungen die Befestigungsmittel
bilden. Die Hinterschneidungen sind beabstandet zueinander und V-förmig zueinander
angeordnet. Das Eindeckelement ist vorzugsweise ein Dachziegel oder ein Dachstein
der als Pressdachziegel oder Pressdachstein innerhalb einer Presse hergestellt wird.
Das Eindeckelement wird dabei während eines Pressvorgangs mit Ober- und Unterform
in die vorgesehene Form gebracht und anschließend durch Aushärtung des Gemenges, bei
einem Dachstein beispielsweise durch Trocknen, bei einem Dachziegel insbesondere durch
Brennen, fertiggestellt. Bei Dachsteinen ist auch vorgesehen, dass diese durch einen
Gießvorgang hergestellt werden, so dass die Hinterscheidung während des Gießvorgangs
eingebracht wird. Als Material für das erfindungsgemäße Eindeckelement - als aushärtbares
Gemenge - eignen sich folglich Tone, Lehme, Beton und weitere aushärtbare Baustoffe
in beliebigen Zusammensetzungen, die zur Herstellung eines Eindeckelements geeignet
sind. Das erfindungsgemäße Eindeckelement ist neben einer Anordnung auf einer Dachfläche
auch zur Anordnung an einer Fassade vorgesehen.
[0009] Zur Befestigung eines Anbauelements an dem Eindeckelement umfasst das Befestigungsmittel
zwei Hinterschneidungen. Die Hinterschneidung ist dabei in dem Eindeckelement als
mindestens eine hervorstehende Kante ausgebildet. Dabei ist mit "hervorstehender Kante"
stets eine Kante gemeint, die sowohl in ihrer Höhe als auch in ihrer Tiefe gegenüber
dem verbleibenden Material hervorsteht. Der Hinterschnitt ist also durch einen Vorsprung
gebildet, der gegenüber seiner Umgebung frei hervorsteht. Die Hinterschneidung als
vorragende Kante kann folglich von einem Anbauelement zumindest teilweise um- bzw.
hintergriffen werden, so dass ein Anbauelement formschlüssig an dem Befestigungsmittel,
insbesondere der Hinterschneidung, befestigbar ist. Es ist sowohl vorgesehen, dass
die Hinterschneidung im Wesentlichen länglich - mit einem Anfang und einem Ende -
erstreckt ist als auch, dass die Hinterschneidung eine geschlossene Form aufweist,
beispielsweise ringförmig.
[0010] Die Hinterschneidung wird beispielsweise durch zwei in einem spitzen Winkel aufeinander
zu laufende Flächen oder eine Auswölbung gebildet. Alternativ dazu ist die Hinterschneidung
durch eine Mehrzahl von rechtwinklig aufeinander angeordneten Flächenelementen als
im Wesentlichen rechtwinkliger, hervorstehender Überhang gebildet.
[0011] Das Befestigungsmittel mit einer Hinterschneidung hat sich zur Halterung von Befestigungsvorrichtungen
an dem Eindeckelement als vorteilhaft herausgestellt, insbesondere um das Eindeckelement
über die Befestigungsvorrichtung einer Dachfläche zu befestigen, da über die Hinterschneidung
- aufgrund der formschlüssigen Verbindung - vorteilhaft hohe Kräfte zwischen dem Anbauelement
und dem Eindeckelement übertragen werden können.
[0012] Um die Herstellung des Eindeckelements und Fertigung des Befestigungsmittels zu vereinfachen
ist gemäß einer ersten Ausgestaltung vorgesehen, dass die Hinterschneidung einstückig
mit dem Eindeckelement ausgebildet ist, insbesondere dass die Hinterschneidung im
nicht ausgehärteten Zustand in das Eindeckelement eingebracht worden ist. Vorzugweise
ist die Hinterschneidung auf der Rückseite des Eindeckelements, d. h. an der Seite,
die im Montagezustand des Eindeckelements in Richtung des Daches orientiert ist, mit
der Hinterschneidung versehen. Die Hinterschneidung ist während der Herstellung des
Eindeckelements an das Eindeckelement angeformt worden nämlich im nicht ausgehärteten
Zustand während des Pressvorgangs durch die Pressform mit einem daran angeordneten
speziellen Werkzeug in das Eindeckelement eingebracht worden.
[0013] Das Befestigungsmittel mit der Hinterschneidung ist dadurch aus dem gleichen Material
wie das Eindeckelement, also beispielsweise Ton oder Beton, hergestellt und integral
mit diesem verbunden. Dadurch wird der Aufwand zur Herstellung der Hinterschneidung
wesentlich reduziert und die mechanische Belastbarkeit der Hinterschneidung erhöht.
Die Hinterschneidung ist beispielsweise mit einem Formkörper eingebracht, der sich
während des Pressens durch den Pressdruck plastisch verformt und, nachdem der Pressdruck
abgebaut worden ist, wieder in seine Ursprungsform zurückgekehrt ist, wodurch ohne
Zerstörung der erzeugten Form innerhalb des Eindeckelements wieder entfernt werden
kann.
[0014] Insbesondere zur Befestigung von flächigen Anbauelementen hat sich diese Ausgestaltung
als vorteilhaft herausgestellt. Die Hinterschneidungen sind auf einer Oberfläche des
Eindeckelements gegenüberliegend angeordnet, so dass zwischen den Hinterschneidungen
ein mit dem Bereich zwischen den Hinterschneidungen korrespondierendes Anbauelement
eingeklemmt werden kann. "Gegenüberliegend" bedeutet dabei nicht zwingend, dass die
beiden Hinterschneidungen in einer Ebene angeordnet sind, sondern bedeutet auch, dass
die Hinterschneidungen in verschiedenen Ebenen angeordnet sein können, wobei im Montagezustand
ein Verspannen des Anbauelements durch Kraftübertragung innerhalb des Anbauelements
zwischen den beiden Hinterschneidungen erfolgt.
[0015] Ganz besonders vorteilhaft lässt sich ein Anbauelement zwischen den Hinterschneidungen
befestigen, da die Hinterschneidungen V-förmig zueinander angeordnet sind. Die die
Hinterschneidungen bildenden mit einer Neigung hervorstehenden Kanten sind folglich
in einen Winkel zueinander angeordnet, so dass die Hinterschneidungen - geometrisch
betrachtet - aufeinander zulaufen. Dabei ist vorgesehen, dass sich die Hinterschneidungen
nicht zwingend in der Art eines V im spitzen Winkel treffen, sondern es ist auch vorgesehen,
dass die Hinterschneidungen lediglich durch die V-Schenkel gebildet werden.
[0016] Ferner ist auch vorgesehen, dass die V-Schenkel durch einen im Wesentlichen parallel
zu einer Außenkante des Eindeckelements verlaufenden Verbindungsteil miteinander verbunden
sind, wobei auch innerhalb des Verbindungsteils eine Hinterschneidung vorgesehen ist,
so dass eine derartig gebildete Hinterschneidung eine im Wesentlichen U-förmige Gestalt
aufweist.
[0017] Durch die grundsätzlich V-förmige Anordnung der Hinterschneidungen kann das Anbauelement
auf einfache Weise zwischen den Hinterschneidungen verklemmt werden, indem es eine
der V-Form entsprechende Außenform aufweist und in Richtung des spitzen Winkels eingeschoben
wird. Das Anbauelement wird formschlüssig von den V-förmig zueinander angeordneten
Hinterschneidungen gehalten. Die Anordnung der Hinterschneidungen kann auch als "schwalbenschwanzartig"
bezeichnet werden.
[0018] Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Eindeckelement, bei dem das Befestigungsmittel
mindestens eine Hinterschneidung umfasst, so dass Anbauelemente durch zumindest teilweises
Hintergreifen der Hinterschneidung befestigbar sind, wobei sich eine besonders sichere
und stabile Befestigung eines Anbauelements an einem Eindeckelement dadurch realisieren
lässt, dass die Hinterschneidung innerhalb eines Sacklochs in dem Eindeckelement ausgebildet
ist, wobei das Sackloch einen Boden und eine Öffnung aufweist. Das Sackloch erstreckt
sich folglich zwischen einer Öffnung in einer Oberfläche des Eindeckelements und einem
Boden innerhalb des Eindeckelements. Innerhalb des Sacklochs ist die Hinterschneidung
ausgebildet, die von einem Anbauelement formschlüssig hintergreifbar ist. Das Sackloch
mit der Hinterschneidung wird vorzugsweise während des Pressvorgangs im noch nicht
ausgehärteten Zustand des Gemenges eingebracht und das Gemenge anschließend ausgehärtet.
Am Sackloch ist eine Entschalschräge ausgebildet, welche sich stumpfartig verjüngend
in Richtung des Bodens des Sacklochs erstreckt.
[0019] Die Anordnung der Hinterschneidung innerhalb eines Sacklochs weist den Vorteil auf,
dass die Hinterschneidung damit eine geschlossene Form hat, so dass ein Anbauelement
von der Hinterschneidung umschlossen innerhalb des Sacklochs mit der Hinterschneidung
verrastbar ist. Das Sackloch weist wahlweise einen gewölbten oder vollständig ebenen
Boden auf, wobei die Form des Bodens insbesondere von der Wahl des Herstellverfahrens
des Sacklochs abhängig ist.
[0020] Aufgrund der einfachen Herstellbarkeit innerhalb eines aushärtbaren Gemenges hat
sich gemäß einer weiteren Ausgestaltung als vorteilhaft herausgestellt, wenn vorgesehen
ist, dass der Umfang des Sackloches rund oder oval ausgebildet ist. Durch einen runden
oder ovalen Umfang des Sackloches wird verhindert, dass beim Aushärten des Gemenges,
aus dem das Eindeckelement hergestellt wird, Spannungen entstehen, die zu Rissen innerhalb
des Eindeckelements oder der Hinterschneidung führen. Insbesondere Sacklöcher mit
rundem Umfang haben des Weiteren den Vorteil, dass ein Anbauelement beispielsweise
drehbar in dem Sackloch - mit der Hinterschneidung verrastet - gehalten werden kann.
Durch eine ovale Ausgestaltung des Sacklochs kann eine Drehbarkeit beispielsweise
gezielt unterbunden werden, um die Position des Anbauelements relativ zum Eindeckelement
festzulegen.
[0021] Die relative Fixierung des Anbauelements zum Befestigungsmittel, insbesondere zum
Sackloch, kann vorteilhaft gemäß einer weiteren Ausgestaltung dadurch erfolgen, dass
der Umfang des Sackloches als Polygon ausgebildet ist, bevorzugt der Umfang dreieckig,
viereckig, fünfeckig oder sechseckig ausgebildet ist, besonders bevorzugt, dass die
Ecken des Polygons abgerundet sind. Durch die Ecken innerhalb des polygonartigen Umfanges
des Sacklochs wird eine Drehung eines Anbauelements innerhalb des Sackloches verhindert
und eine sichere Verrastung mit einem Anbauelement gewährleistet. Die Herstellung
des Sackloches wird vereinfacht, wenn die Ecken des Polygons abgerundet sind, da sich
Polygone mit abgerundeten Ecken insbesondere einfacher in aushärtbaren Gemengen ausformen
lassen.
[0022] Die Hinterschneidung des Befestigungsmittels lässt sich gemäß einer weiteren Ausgestaltung
auf einfache Weise dadurch erhalten, dass sich das Sackloch ausgehend von seinem Boden
zumindest teilweise stumpfartig mit sich zur Öffnung hin verjüngender Form erstreckt.
"Stumpfartig" bedeutet dabei je nach Umfangsform des Sackloches beispielsweise kegelstumpfartig
oder pyramidenstumpfartig. Der Pyramidenstumpf wird unabhängig von der Anzahl der
Ecken des dem Umfang zugrunde liegenden Polygons gebildet. Durch die stumpfartige
Erstreckung des Sackloches mit sich zur Öffnung verjüngender Form wird automatisch
ein Hinterschnitt gebildet, der von einem Anbauelement hintergriffen werden kann.
Mit der sich "zur Öffnung hin verjüngenden Form" ist der Umfang des Sackloches gemeint,
der sich - ausgehend vom Boden des Sachloches in Richtung der Öffnung verjüngt.
[0023] Die Fläche zum Verrasten eines Anbauelements mit der Hinterschneidung, insbesondere
dem Sackloch lässt sich gemäß einer weiteren Ausgestaltung dadurch vergrößern, dass
der Umfang des Sacklochs zwischen seinem Boden und der Öffnung zumindest teilweise
wellenartig ausgebildet ist, bevorzugt mit mindestens einer Wölbung oder mindestens
zwei Wölbungen oder mindestens drei Wölbungen. Durch die wellenartige Ausgestaltung
wird einerseits die Kontaktfläche zwischen einem in das Sackloch eingebrachten Anbauelements
und dem Sackloch vergrößert, andererseits ist eine Wölbung auf besonders einfache
Weise innerhalb eines aushärtbaren Gemenges herzustellen. Je mehr Wölbungen vorgesehen
sind, desto mehr Hinterschneidungen werden durch die Wölbungen ausgebildet, was sich
vorteilhaft auf die Befestigbarkeit eines Anbauelements auswirkt. Die Anzahl der Wölbungen
ist lediglich durch die Herstellbarkeit beschränkt. Eine einzige Wölbung lässt sich
auf einfache Weise herstellen, indem innerhalb des noch nicht ausgehärteten Gemenges
ein Formkörper elastisch aufgeweitet wird.
[0024] Um das Eindeckelement und insbesondere die Konturen des geformten Sacklochs während
der Herstellung nicht zu beschädigen, ist an dem Sackloch eine Entschalschräge ausgebildet,
welche sich stumpfartig verjüngend in Richtung des Bodens des Sacklochs erstreckt.
[0025] Die Entschalschräge beginnt an der Öffnung des Sacklochs und erstreckt sich zumindest
teilweise innerhalb des Sacklochs verjüngend in Richtung des Bodens. Vorteilhaft streben
die sich stumpfartig verjüngende Entschalschräge und das sich stumpfartig in Richtung
der Öffnung verjüngende Sackloch - der Umfang - aufeinander zu und treffen sich an
einer Kante, durch die mindestens eine Hinterschneidung gebildet wird. Die Entschalschräge
ist aber auch oberhalb einer oder mehrerer Wölbungen vorgesehen. Durch die Entschalschräge
werden Ansaugeffekte des Formwerkzeuges an dem Material des aushärtbaren Gemenges
verhindert und eine Ausgestaltung des Sackloches mit klaren Konturen und einer klar
definierten Hinterschneidung sichergestellt.
[0026] Durch eine Vielzahl von Versuchen hat sich gemäß einer weiteren Ausgestaltung in
Bezug auf die Entschalschräge als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Entschalschräge
eine Neigung zwischen 1° und 45° zur Mittelachse des Sacklochs aufweist, insbesondere
dass die Entschalschräge eine Neigung etwa zwischen 1° und 5° aufweist. Besonders
bevorzugt ist eine Neigung von 2°. Derartige Neigungen der Entschalschräge ermöglichen
ein vorteilhaftes Entfernen des Formkörpers nach dem Pressvorgang. Des Weiteren führt
die Entschalschräge dazu, dass Anbauelemente auf einfache Weise mit dem Sackloch,
insbesondere der Hinterschneidung innerhalb des Sacklochs, verrastbar sind, da die
Entschalschräge die an einem Anbauelement vorgesehenen Rastnasen in das Sackloch hineinführt.
[0027] Als vorteilhaft für eine sichere Befestigung eines Anbauelements hat sich gemäß einer
weiteren Ausgestaltung herausgestellt, wenn die Höhe der Entschalschräge zwischen
20% und 70% der Höhe des Sackloches entspricht, bevorzugt etwa 50% der Höhe des Sackloches,
besonders bevorzugt etwa 46% der Höhe des Sacklochs entspricht. Die Höhe der Entschalschräge
entspricht dabei der zwischen Öffnung und Boden des Sackloches von der Entschalschräge
eingenommenen Höhe. Die Höhe des Sackloches wird von der tiefsten Stelle des Sacklochs,
also bei einem gewölbten Boden im Zentrum des Sacklochs, bis zur Oberkante des Sacklochs,
also der Öffnung, bestimmt. Der verbleibende Anteil der Höhe des Sacklochs wird beispielsweise
der Hinterschneidung zugerechnet.
[0028] Zur Gewährleistung einer vorteilhaften Stabilität eines auf einem Eindeckelement
befestigten Anbauelements ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung vorgesehen, dass
im Eindeckelement eine am Sackloch angeordnete Führungsnut und/oder Führungserhebung
vorgesehen ist. Die Führungsnut und/oder Führungserhebung dient dazu, das Anbauelement
in Bezug auf das Sackloch festzulegen. Die Führungsnut und/oder die Führungserhebung
wird während des Pressens einstückig zusammen mit dem Eindeckelement ausgebildet und
stellt beispielsweise einen schmalen Steg in der Oberfläche des Eindeckelements dar.
Dass die Führungsnut und/oder die Führungserhebung am Sackloch angeordnet ist bedeutet
dabei, dass die Führungsnut und/oder die Führungserhebung in unmittelbarer Nähe des
Sackloches angeordnet ist, sich beispielsweise in radialer Richtung von dem Sackloch
weg erstreckt.
[0029] Die Hinterschneidung eignet sich besonders vorteilhaft zur Befestigung einer Befestigungsvorrichtung,
mit der das Eindeckelement in einer Dachfläche befestigt wird. Um dabei eine optimale
Kraftübertragung von dem Anbauelement auf das Eindeckelement zu gewährleisten und
insbesondere ein Abheben des Eindeckelements beispielsweise bei Wihdeinwirkung zu
verhindern, ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung vorgesehen, dass das Sackloch geometrisch
zentriert in einer Fläche des Eindeckelements angeordnet ist. Das Eindeckelement weist
dabei eine Gesamtgrundfläche auf, die einen geoemtrischen Mittelpunkt aufweist. Das
Sackloch ist dabei etwa in diesem geometrischen Mittelpunkt angeordnet, so dass eine
zentrale Krafteinleitung über das Anbauelement auf das Eindeckelement erfolgen kann,
wodurch ein über das Anbauelement am Dach befestigtes Eindeckelement sicher in seiner
Position gehalten wird. Ein Verkippen oder einseitiges Abheben des Eindeckelements
wird dadurch wirksam unterbunden.
[0030] Zur Herstellung eines Eindeckelements mit einer auf der Rückseite angeordneten sich
linear erstreckenden Hinterschneidung, mit zwei V-förmig angeordneten Hinterschneidungen,
hat sich ein Verfahren als vorteilhaft herausgestellt, das mindestens die folgenden
Verfahrenschritte umfasst:
- Pressen eines Rohlings eines Eindeckelements in einer Pressform, derart dass an mindestens
einer Oberfläche des Eindeckelements mindestens ein Steg mit mindestens zwei orthogonal
zur Oberfläche des Eindeckelements orientierten Seitenflächen ausgebildet wird,
- Walzen und/oder Teilpressen mindestens einer Oberfläche des mindestens einen Steges,
so dass an mindestens einer Seitenkante des Steges eine Auswölbung ausgebildet wird,
die einen Hinterschnitt aufweist.
[0031] Ein Rohling für ein Eindeckelement wird folglich durch einen Pressvorgang in einer
Pressform mit einer Oberform und einer Unterform erzeugt. Die Ober- und/oder die Unterform
sind dabei derart ausgestaltet, dass durch den Pressvorgang an dem Eindeckelement
an mindestens einer Oberfläche ein sich von der Oberfläche des Eindeckelements erhebender
Steg ausgebildet wird. Vorzugsweise ist der Steg stabartig ausgebildet und weist eine
wesentlich geringere Erstreckung in Höhe und Breite auf als die Erstreckung in einer
Längsrichtung. Vorzugsweise ist die Längserstreckung mindestens doppelt so groß wie
die Erstreckung in Breite oder Höhe. Vorteilhaft sind Breite und Höhe des Steges identisch,
besonders bevorzugt ist die Höhe des Steges größer als seine Breite. Der Steg hat
vorzugsweise eine Quaderform, alternativ ist jedoch auch vorgesehen, dass der Steg
in Längsrichtung gewellt bzw. schlangenförmig ausgebildet ist.
[0032] Durch einen Walzvorgang und/oder einen Teilpressvorgang wird die parallel zur Oberfläche
des Eindeckelements orientierte Fläche des Steges mit einem definierten Druck beaufschlagt,
derart dass das noch weiche Material des Steges durch den Walz- bzw. Teilpressdruck
verdrängt wird, wodurch sich der Steg in mindestens einer Seitenfläche auswölbt. Durch
definiertes, sehr partielles Aufbringen eines Walz- oder Teilpressdrucks kann das
Auswölben an nur einer Seitenfläche oder das teilweise Auswölben nur auf Teilstrecken
der Längserstreckung erzielt werden, üblicherweise wird jedoch ein derartiger Druck
auf die Fläche des Steges ausgeübt, dass sich mindestens zwei gegenüberliegende Seitenflächen
des im Wesentlichen rechteckigen Steges gleichmäßig über die gesamte Länge des Steges
auswölben und so zwei voneinander weg orientierte Hinterschnitte ausgebildet werden.
Abschließend wird der Rohling des Eindeckelements einem Brennvorgang unterzogen, so
dass das Material des Eindeckelements, vorzugsweise ein Ton, aushärtet. Die zwei Hinterschnitte
werden somit einstückig an das Eindeckelement angeformt.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0033] Im Einzelnen gibt es nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, das erfinduhgsgemaße Eindeckelement
und das Verfahren auszugestalten und weiterzubilden. Dazu wird verwiesen auf die dem
Patentanspruch 1 nachgeordneten Patentansprüche sowie auf die nachfolgende Beschreibung
von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung. In der Zeichnung
zeigen:
- Fig. 1a
- ein Ausführungsbeispiel eines Eindeckelements in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 1b
- das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1a mit befestigtem Anbauelement,
- Fig. 2
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Eindeckelements in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 3a - e
- Ausführungsbeispiele von Querschnitten eines Sacklochs in geschnittener Seitenansicht,
- Fig. 4a - f
- Ausführungsbeispiele von Umfängen eines Sacklochs in Draufsicht,
- Fig. 5
- ein Ausführungsbeispiel eines Sacklochs in perspektivischer Ansicht, und
- Fig. 6
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Sacklochs in perspektivischer Ansicht.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
[0034] Fig. 1a zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Eindeckelements 1 zur Anordnung auf einer
- nicht dargestellten Dachfläche. Das Eindeckelement 1 ist aus einem aushärtbarem
Gemenge hergestellt und befindet sich im ausgehärteten Zustand. Auf der im Montagezustand
in Richtung des Daches angeordneten Unterseite des Eindeckelements 1 ist ein Befestigungsmittel
2 angeordnet, das eine Mehrzahl von Hinterschneidungen 3 umfasst. Das Befestigungsmittel
2 mit den Hinterschneidungen 3 ist einstückig mit dem Eindeckelement 1 ausgebildet,
wobei die Hinterschneidungen 3 im nicht ausgehärteten Zustand in das Eindeckelement
1 eingebracht worden sind; anschließend ist das Material gebrannt worden. Die Hinterschneidungen
3 sind bei diesem Ausführungsbeispiel gemäß dem vorangehend beschriebenen Verfahren
in das Eindeckelement 1 eingebracht worden, nämlich indem während eines Pressvorgangs
zunächst zwei länglich erstreckte Stege an das Eindeckelement 1 angeformt worden sind,
wobei anschließend ein vertikal orientierter Press- bzw. Walzdruck auf die zur Oberfläche
des Eindeckelements 1 parallel orientierte Fläche der Stege ausgeübt worden ist. Durch
den Press- bzw. Walzdruck haben sich die Seitenkanten der Stege beiseitig ausgewölbt,
wodurch die Hinterschnitte 3 mit den Befestigungsmitteln 2 ausgebildet worden sind.
Die Befestigungsmittel 2 waren in einem Zwischenstädium - vor dem Brennen des Eindeckelements
1 und vor dem Teilpress- bzw. Walzvorgang - folglich die Stege.
[0035] Fig. 1b zeigt das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1a mit einem beispielhaft eingesetzten
Anbauelement 4. An dem Anbauelement 4 ist ein Band zur Befestigung des Eindeckelements
1 an einem Tragelement einer Dachfläche befestigbar. Gemäß den Fig. 1a und 1b sind
die Hinterschneidungen 3 beabstandet zueinander angeordnet, nämlich bei den gezeigten
Ausführungsbeispielen im Wesentlichen V-förmig zueinander angeordnet. Die Hinterschneidungen
3 sind hier gegenüberliegend angeordnet, so dass in die schwalbenschwanzartig angeordneten
Befestigungsmittel 2 das Anbauelement 4 gemäß Fig. 1b einbringbar ist. Das Anbauelement
4 ist in Richtung der spitzen Winkels in die Hinterschneidungen 3 eingeschoben und
hintergreift die Hinterschneidungen 3. Die V-Schenkel sind hier nicht verbunden. Die
Hinterschneidungen 3 werden durch frei hervorstehende Kanten gebildet, wobei die an
der Hinterschneidung 3 vorhandene geneigte Fläche in einem Winkel von weniger als
90° zur Oberfläche des Eindeckelements 1 geneigt ist.
[0036] Fig. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Eindeckelements 1 mit einem Befestigungsmittel
2, das eine Hinterschneidung 3 umfasst. Die Hinterschneidung 3 ist innerhalb eines
Sacklochs 5 in dem Eindeckelement 1 ausgebildet. Das Sackloch 5 weist einen Boden
6 und eine Öffnung 7 auf.
[0037] Fig. 3a bis 3e zeigen verschiedene Ausführungsbeispiele eines Sacklochs 5 in einem
Eindeckelement 1 in geschnittener Seitenansicht. Die in den Fig. 3a bis 3e gezeigten
Sacklöcher 5 weisen einen im Wesentlichen runden Umfang auf. Gemäß dem in Fig. 3a
dargestellten Ausführungsbeispiel erstreckt sich das Sackloch 5 ausgehend von seinem
Boden 6 zumindest teilweise stumpfartig, vorliegend kegelstumpfartig, mit sich zur
Öffnung 7 hin verjüngender Form - verjüngendem Umfang. Der Umfang, insbesondere der
Durchmesser, des Sacklochs 5 ist im Bereich seines Bodens 6 am größten und verjüngt
sich in Richtung der den Hinterschnitt 3 bildenden Kante 9. Der Boden 6 des Sacklochs
5 ist bei diesem Ausführungsbeispiel im Wesentlichen eben ausgebildet.
[0038] Fig. 3b zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Sacklochs 5 mit einem Hinterschnitt 3
als Befestigungsmittel in einem Eindeckelement 1. Der Boden 6 des Sacklochs 5 ist
im Wesentlichen gewölbt ausgebildet. Der Umfang des Sacklochs 5 ist zwischen seinem
Boden 6 und der Öffnung 7 zumindest teilweise wellenartig ausgebildet, insbesondere
bei diesem Ausführungsbeispiel mit einer einzigen Wölbung 8. Oberhalb der den Hinterschnitt
3 bildenden Kante 9 ist wie auch im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1a eine Entschalschräge
10 ausgebildet. Die Entschalschräge 10 dient bei der Herstellung des Sacklochs 5 mit
dem Hinterschnitt 3 dem einfachen und beschädigungsfreien Entfernen des Formkörpers.
Ferner erleichtert die Entschalschräge 10 die Befestigung eines Anbauelements. Die
Entschalschräge 10 erstreckt sich bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 3a und
b stumpfartig - hier kegelstumpfartig - verjüngend in Richtung des Bodens 6 des Sacklochs
5.
[0039] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3c zeigt ein weiteres Sackloch 5 innerhalb eines
Eindeckelements 1 in geschnittener Ansicht. Neben einer Entschalschräge 10 umfasst
dieses Ausführungsbeispiel zwei Wölbungen 8, wodurch zwei Hinterschnitte 3 gebildet
werden. Der Boden 6 des Sacklochs 5 ist auch bei diesem Ausführungsbeispiel gebogen
ausgebildet. Durch die Wölbungen 8 werden die Kanten 9 ausgebildet.
[0040] Fig. 3d zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Sacklochs 5 mit Entschalschräge
10 und einem gewölbten Boden 6. Die Entschalschräge 10 erstreckt sich kegelstumpfartig
verjüngend in Richtung des Bodens 6 des Sacklochs 5. Bei diesem Ausführungsbeispiel
sind insgesamt drei Wölbungen 8 vorgesehen, so dass drei Hinterschnitte 3 entstehen.
Um ein Verdrehen eines - nicht dargestellten - Anbauelements 4 zu verhindern, ist
gemäß dem Ausführungsbeispiel in Fig. 3d eine Führungserhebung 11 vorgesehen. Die
Führungserhebung 11 ist ein einfacher schmaler Steg als Erhebung in der Oberfläche
des Eindeckelements 1 und erstreckt sich radial vom Sackloch 5 weg.
[0041] Fig. 3e zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Sacklochs 5, dass im Bezug auf
das Sackloch 5 dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3b entspricht. In das Sackloch 5
ist ein Anbauelement 4 eingesetzt, das mit seinen Rastnasen 12 die Hinterschneidung
3 hintergreift, um das Anbauelement 4 an dem Eindeckelement 1 zu befestigen. Um ein
Herauslösen der Rastnasen 12 des Anbauelements 4 zu verhindern, sind diese mit einem
Bolzen 13 gesichert.
[0042] Fig. 4a bis 4f zeigen verschiedene Ausführungsbeispiele von Sacklöchern 5 mit verschiedenen
Umfangsformen in einem Eindeckelement 1. Fig. 4a zeigt ein Ausführungsbeispiel eines
Sacklochs 5 mit einem runden Umfang. Ausgehend von der Öffnung 7 des Sacklochs 5 folgt
die Entschalschräge 10 und anschließend die Kante 9, die die sich zwischen Boden 6
und dieser Kante 9 erstreckende Hinterschneidung 3 ausbildet.
[0043] Fig. 4b zeigt ein Ausführungsbeispiel mit vier Sacklöchern 5 gemäß Fig. 4a. Die Sacklöcher
5 sind symmetrisch zueinander angeordnet, so dass ein - nicht dargestelltes - Anbauelement
durch Hintergreifen aller Hinterschnitte 3 der Sacklöcher 5 an den Eindeckelement
1 befestigbar ist. Durch das Vorsehen von vier Sacklöchern 5 mit Hinterschnitten 3,
an denen ein Anbauelement 4 befestigbar ist, kann eine Übertragung von besonders hohen
Kräften zwischen dem Anbauelement 4 und dem Sackloch 5 erfolgen.
[0044] Die Ausführungsbeispiele der Fig. 4c und 4d zeigen jeweils ein Sackloch 5 mit im
Wesentlichen rechteckigen Umfang. Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4d unterscheidet
sich von dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4c dadurch, dass die Ecken des hier rechteckig
ausgestalteten Polygons abgerundet sind. Die Hinterschneidung 3 ist sowohl gemäß Fig.
4c als auch gemäß Fig. 4d umlaufend ausgestaltet. Die Öffnung 7 ist oberhalb der Entschalschräge
10 angeordnet. An die Entschalschräge 10 schließt sich die Kante 9 an, unterhalb der
der Hinterschnitt 3 ausgebildet ist.
[0045] Fig. 4e zeigt ein Ausführungsbeispiel mit einem polygonalen Umfang, insbesondere
einem dreieckigen Umfang. Das Sackloch 5 weist auch bei diesem Ausführungsbeispiel
eine Entschalschräge 10 auf, die der dem einfacheren Entfernen des Formwerkzeuges
während der Herstellung dient. Fig. 4f zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Sacklochs
5 mit sechseckigem Umfang, wobei die Ecken abgerundet sind. Die Hinterschneidung 3
erstreckt sich entlang sämtlicher Kanten des Sacklochs 5.
[0046] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Teils eines Eindeckelements 1 mit
auf der Rückseite angeordnetem Sackloch 5. Das Sackloch 5 hat einen im Wesentlichen
rechteckigen Querschnitt und weist zwei gegenüberliegend angeordnete Hinterschneidungen
3 auf.
[0047] Die sich orthogonal zu den Hinterschneidungen 3 erstreckenden Seitenkanten des Sacklochs
5 sind geringfügig geneigt ausgestaltet. Das Sackloch 5 weist eine Entschalschräge
10 auf, die dem einfachen Entschalen des Formwerkzeugs während der Herstellung und
einer einfachen Montage eines - hier nicht dargestellten - Anbauelements dient.
[0048] Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Sacklochs 5 in einem Teil eines Eindeckelements
1. Das Sackloch 5 weist einen im Wesentlichen rechteckigen Umfang mit abgerundeten
Ecken auf, wobei die Hinterschneidung 3 umlaufend an allen Kanten des Sacklochs 5
vorgesehen ist. Zur einfacheren Entfernung des Formwerkzeugs während der Herstellung
weist das Sackloch 5 ebenfalls eine Entschalschräge 10 auf.
[0049] Das Sackloch 5 gemäß Fig. 2 ist geometrisch zentriert in der Gesamtfläche des Eindeckelements
1 angeordnet, wodurch sich, sofern an dem Sackloch 5 ein Anbauelement 4 befestigt
wird, eine optimale Kraftübertragung auf das Eindeckelement 1 ergibt. Das Sackloch
5 in dem Eindeckelement 1 entspricht im Wesentlichen einem Sackloch 5 gemäß Fig. 3b.
1. Eindeckelement (1) zur Anordnung auf einer Dachfläche, mit einem Befestigungsmittel
(2) für Anbauelemente (4), wobei das Eindeckelement (1) aus einem aushärtbaren Gemenge
hergestellt ist, wobei das Befestigungsmittel (2) zwei Hinterschneidungen (3) umfasst,
so dass Anbauelemente (4) durch zumindest teilweises Hintergreifen der Hinterschneidungen
(3) befestigbar sind, wobei die Hinterschneidungen beabstandet zueinander und V-förmig
zueinander angeordnet sind dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterschneidungen innerhalb von Erhebungen an der Oberfläche des Eindeckelements
ausgebildet sind, die zusammen mit den Hinterschneidungen (3) die Befestigungsmittel
(2) bilden.
2. Eindeckelement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterschneidungen (3) einstückig mit dem Eindeckelement (1) ausgebildet sind,
insbesondere dass die Hinterschneidungen (3) im nicht ausgehärteten Zustand in das
Eindeckelement (1) eingebracht worden sind.
3. Eindeckelement (1) zur Anordnung auf einer Dachfläche, mit einem Befestigungsmittel
(2) für Anbauelemente (4), wobei das Eindeckelement (1) aus einem aushärtbaren Gemenge
hergestellt ist, wobei Befestigungsmittel (2) mindestens eine Hinterschneidung (3)
umfasst, so dass Anbauelemente (4) durch zumindest teilweises Hintergreifen der Hinterschneidung
(3) befestigbar sind und die Hinterschneidung (3) innerhalb eines Sacklochs (5) in
dem Eindeckelement (1) ausgebildet ist, wobei das Sackloch (5) einen Boden (6) und
eine Öffnung (7) aufweist dadurch gekennzeichnet, dass am Sackloch (5) eine Entschalschräge (10) ausgebildet ist, welche sich stumpfartig
verjüngend in Richtung des Bodens (6) des Sacklochs (5) erstreckt.
4. Eindeckelement (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfang des Sackloches (5) rund oder oval ausgebildet ist.
5. Eindeckelement (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfang des Sackloches (5) als Polygon ausgebildet ist, bevorzugt der Umfang dreieckig,
viereckig, fünfeckig oder sechseckig ausgebildet ist, besonders bevorzugt dass die
Ecken des Polygons abgerundet sind.
6. Eindeckelement (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Sackloch (5) ausgehend von seinem Boden (6) zumindest teilweise stumpfartig
mit sich zur Öffnung (7) hin verjüngender Form erstreckt.
7. Eindeckelement (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfang des Sacklochs (5) zwischen seinem Boden (6) und der Öffnung (7) zumindest
teilweise wellenartig ausgebildet ist, bevorzugt mit mindestens einer Wölbung (8)
oder mindestens zwei Wölbungen (8) oder mindestens drei Wölbungen (8).
8. Eindeckelement (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Entschalschräge (10) eine Neigung etwa zwischen 1 und 45° zur Mittelachse des
Sacklochs (5) aufweist, insbesondere dass die Entschalschräge (10) eine Neigung etwa
zwischen 1° und 5° aufweist.
9. Eindeckelement (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Entschalschräge (10) zwischen 20% und 70% der Höhe des Sackloches (5)
entspricht, bevorzugt 50% der Höhe des Sacklochs (5), besonders bevorzugt 46% der
Höhe des Sacklochs (5).
10. Eindeckelement (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Eindeckelement (1) am Sackloch (5) angeordnet eine Führungsnut und/oder eine Führungserhebung
(11) vorgesehen ist.
11. Eindeckelement (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Sackloch (5) geometrisch zentriert in einer Fläche des Eindeekelements (1) angeordnet
ist.
12. Eindeckelement (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterschneidung (3) und die Entschalschräge (10) einstückig mit dem Eindeckelement
(1) ausgebildet sind, insbesondere dass die Hinterschneidung (3) und die Entschalschräge
(10) im nicht ausgehärteten Zustand in das Eindeckelement (1) eingebracht worden sind.
13. Verfahren zur Herstellung eines Eindeckelements (1), nach einem der Ansprüche 1 bis
2, mindestens umfassend die folgenden Verfahrensschritte:
- Pressen eines Rohlings eines Eindeckelements (1) in einer Pressform, derart dass
an mindestens einer Oberfläche des Eindeckelements mindestens ein Steg mit mindestens
zwei orthogonal zur Oberfläche des Eindeckelements orientierten Seitenflächen ausgebildet
wird,
- Walzen und/oder Teilpressen der mindestens der Oberfläche des mindestens einen Steges,
so dass an mindestens einer Seitenkante des Steges eine Auswölbung ausgebildet wird,
die einen Hinterschnitt (3) aufweist.
1. A roofing element (1) to be arranged on a roof surface, with a fastening means (2)
for add-on elements (4), with the roofing element (1) being made from a curable batch
mixture and with the fastening means (2) comprising two undercuts (3), so that add-on
elements (4) can be fastened by way of at least partial gripping around the undercuts
(3), with the undercuts being arranged in a vee shape but at a distance from each
other, characterized in that the undercuts are shaped within raised features on the surface of the roofing element,
which together with the undercuts (3) constitute the fastening means (2).
2. The roofing element (1) as claimed in Claim 1, characterized in that the undercuts (3) form a single piece with the roofing element (1); in particular,
that the undercuts (3) have been formed on the roofing element (1) in the non-cured
state.
3. A roofing element (1) to be arranged on a roof surface, with a fastening means (2)
for add-on elements (4), with the roofing element (1) being made from a curable batch
mixture and with the fastening means (2) comprising at least one undercut (3), so
that add-on elements (4) can be fastened by way of at least partial gripping around
the undercut (3), with the undercut (3) being formed within a blind hole (5) in the
roofing element (1), the blind hole (5) having a bottom (6) and an orifice (7), characterized in that, on the blind hole (5), a flared removal neck (10) is formed that extends towards
the bottom (6) of the blind hole (5) in a tapering, frustum-like manner.
4. The roofing element (1) as claimed in Claim 3, characterized in that the circumference of the blind hole (5) is of round or oval shape.
5. The roofing element (1) as claimed in Claim 3, characterized in that the circumference of the blind hole (5) is shaped as a polygon, preferably with three,
four, five or six corners, the corners of the said polygon with particular preference
being radiused.
6. A roofing element (1) as claimed in any one of Claims 3 through 5, characterized in that the blind hole (5) extends from its bottom (6) towards its orifice (7) at least partially
in a tapering, frustum-like manner.
7. A roofing element (1) as claimed in any one of Claims 3 through 5, characterized in that the circumference of the blind hole (5) is, between its bottom (6) and its orifice
(7), at least partially of a wave-like shape, preferable with at least one bulge (8)
or at least two bulges (8) or at last three bulges (8).
8. The roofing element (1) as claimed in Claim 3, characterized in that the flared removal neck (10) has an inclination approximately between 1° and 45°
relative to the center axis of the blind hole (5), and, in particular, in that the flared removal neck (10) has an inclination approximately between 1° and 5°.
9. The roofing element (1) as claimed in Claim 3, characterized in that the height of the flared removal neck (10) corresponds to between 20% and 70% of
the height of the blind hole (5), preferably to 50% of the height of the blind hole
(5) and, with particular preference, to 46% of the height of the blind hole (5).
10. A roofing element (1) as claimed in any one of Claims 3 through 9, characterized in that a guiding slot and/or a raised guiding feature (11) is provided that is arranged
at the blind hole (5) in the roofing element (1).
11. A roofing element (1) as claimed in any one of Claims 3 through 10, characterized in that the blind hole (5) is arranged in a surface of the roofing element (1) in a geometrically
centered manner.
12. The roofing element (1) as claimed in Claim 3, characterized in that the undercut (3) and the flared removal neck (10) are formed on the roofing element
(1) as a single piece and, in particular, in that the undercut (3) and the flared removal neck (10) have been formed on the roofing
element (1) in the non-cured state.
13. A method for manufacturing a roofing element (1) as claimed in any one of Claims 1
through 2, comprising at least the following process steps:
- Pressing a blank of a roofing element (1) in a pressing mold in such a way that,
on at least one surface of the roofing element, at least one web with at least two
side faces is formed that are oriented orthogonally to the surface of the roofing
element;
- rolling and/or partial pressing at least the surface of the at least one web, so
that, on at least one side edge of the web, a bulge is formed that is provided with
an undercut (3).
1. Élément de couverture (1) destiné à l'agencement sur une surface de toit, comprenant
un moyen de fixation (2) pour éléments de construction (4), étant entendu que l'élément
de couverture (1) est fabriqué à partir d'un mélange durcissable, étant entendu que
le moyen de fixation (2) comprend deux contre-dépouilles (3) de telle sorte que des
éléments de construction (4) peuvent être fixés en s'engageant au moins partiellement
à l'arrière des contre-dépouilles (3), étant entendu que les contre-dépouilles sont
agencées à distance l'une de l'autre et en forme de V l'une par rapport à l'autre,
caractérisé en ce que les contre-dépouilles sont réalisées à l'intérieur d'élévations sur la surface de
l'élément de couverture qui forment les moyens de fixation (2) en conjonction avec
les contre-dépouilles (3).
2. Élément de couverture (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que les contre-dépouilles (3) sont réalisées d'une seule pièce avec l'élément de couverture
(1), et en particulier en ce que les contre-dépouilles (3) ont été installées à l'état non durci dans l'élément de
couverture (1).
3. Élément de couverture (1) destiné à l'agencement sur une surface de toit, comprenant
un moyen de fixation (2) pour éléments de construction (4), étant entendu que l'élément
de couverture (1) est fabriqué à partir d'un mélange durcissable, étant entendu que
le moyen de fixation (2) comprend au moins une contre-dépouille (3) de telle sorte
que des éléments de construction (4) peuvent être fixés en s'engageant au moins partiellement
à l'arrière de la contre-dépouille (3) et la contre-dépouille (3) est réalisée à l'intérieur
d'un trou borgne (5) dans l'élément de couverture (1), étant entendu que le trou borgne
(5) présente un fond (6) et une ouverture (7), caractérisé en ce qu'un biseau de décoffrage (10) est réalisé, au niveau du trou borgne (5), qui s'étend
en se rétrécissant de façon conique dans la direction du fond (6) du trou borgne (5).
4. Élément de couverture (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que le périmètre du trou borgne (5) est réalisé dans une forme ronde ou ovale.
5. Élément de couverture (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que le périmètre du trou borgne (5) est réalisé en forme de polygone, de façon préférée,
le périmètre est réalisé en forme de triangle, de quadrilatère, de pentagone ou d'hexagone,
et de façon particulièrement préférée, les angles du polygone sont arrondis.
6. Élément de couverture (1) selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que le trou borgne (5) s'étend, à partir de son fond (6), au moins partiellement de façon
conique avec une forme se rétrécissant en direction de l'ouverture (7).
7. Élément de couverture (1) selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que le périmètre du trou borgne (5) entre son fond (6) et l'ouverture (7) est réalisé
au moins partiellement de façon ondulée, de préférence avec au moins une courbure
(8) ou au moins deux courbures (8) ou au moins trois courbures (8).
8. Élément de couverture (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que le biseau de décoffrage (10) présente une inclinaison comprise entre environ 1° et
45° par rapport à l'axe médian du trou borgne (5), et en particulier en ce que le biseau de décoffrage (10) présente une inclinaison comprise entre environ 1° et
5°.
9. Élément de couverture (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que la hauteur du biseau de décoffrage (10) est comprise entre 20 % et 70 % de la hauteur
du trou borgne (5) et correspond de façon préférée à 50 % de la hauteur du trou borgne
(5) et de façon particulièrement préférée à 46 % de la hauteur du trou borgne (5).
10. Élément de couverture (1) selon l'une des revendications 3 à 9, caractérisé en ce qu'il est prévu une rainure de guidage et/ou une élévation de guidage (11) dans l'élément
de couverture (1) au niveau du trou borgne (5).
11. Élément de couverture (1) selon l'une des revendications 3 à 10, caractérisé en ce que le trou borgne (5) est agencé de façon centrée géométriquement dans une surface de
l'élément de couverture (1).
12. Élément de couverture (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que la contre-dépouille (3) et le biseau de décoffrage (10) sont réalisés d'une seule
pièce avec l'élément de couverture, et en particulier en ce que la contre-dépouille (3) et le biseau de décoffrage ont été installés à l'état non
durci dans l'élément de couverture (1).
13. Procédé de fabrication d'un élément de couverture (1) selon l'une des revendications
1 à 2, comprenant au moins les étapes suivantes :
- presser une ébauche d'un élément de couverture (1) dans un moule à compression de
telle sorte qu'au moins une tige ayant au moins deux faces latérales orientées perpendiculairement
à la surface de l'élément de couverture soit formée sur au moins une surface de l'élément
de couverture,
- laminer et/ou presser partiellement l'au moins une surface de l'au moins une tige
de telle sorte qu'une convexité qui présente une contre-dépouille (3) soit réalisée
sur au moins une arête latérale de la tige.