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(11) |
EP 2 687 274 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.02.2015 Patentblatt 2015/07 |
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Anmeldetag: 11.07.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Skibindung
Ski bindings
Fixation de ski
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
18.07.2012 DE 102012212632
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.01.2014 Patentblatt 2014/04 |
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Patentinhaber: Head Technology GmbH |
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6921 Kennelbach (AT) |
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Erfinder: |
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- Riepler, Bernhard
5602 Wagrain (AT)
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| (74) |
Vertreter: Vossius & Partner |
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Siebertstrasse 4 81675 München 81675 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 780 142 EP-A2- 0 835 675
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EP-A1- 0 819 454 US-A- 5 758 894
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Anmeldung betrifft eine Skibindung mit verbesserter Bindungsplatte.
[0002] Skibindungen weisen üblicherweise ein vorderes und ein hinteres Bindungselement,
sogenannte Vorder- und Fersenbacken, auf, zwischen denen der Skischuh eingespannt
werden kann. Vorder- und Fersenbacken werden entweder direkt oder mittels einer Bindungsplatte
am Ski, beispielsweise durch Verschrauben, befestigt. Dabei werden Vorder- und Fersenbacken
entweder direkt am Ski angeschraubt oder die Bindungsplatte mit dem Ski verschraubt
und die Bindung auf der Bindungsplatte montiert. Die indirekte Montage mittels Bindungsplatten
hat sich in letzter Zeit unter anderem auch deshalb durchgesetzt, da sich mit Hilfe
von Bindungsplatten die Standhöhe, gemessen zwischen Skilauffläche und Auflagefläche
des Skischuhs auf der Bindung, vergrößern lässt.
[0003] Die Bindungsplatten können unter anderem einen entscheidenden Einfluss auf die Übertragungen
der Kräfte vom Skischuh auf den Ski haben. Darüber hinaus können mit dem Ski verschraubte
Bindungsplatten zu partiellen Versteifungen im Ski führen, die zum Beispiel bei eingespanntem
Skischuh in der Bindung durch die von den Bindungsplatten auf den Skischuh wirkenden
Andruckkräfte entstehen können.
[0004] Um die Übertragung der Kräfte von dem Skischuh auf den Ski zu verbessern und um eine
partielle Versteifung des Skis nach Möglichkeit zu verhindern, wurde im Stand der
Technik jeweils eine Bindungsplatte für den Vorderbacken und eine Bindungsplatte für
den Fersenbacken verwendet. Diese beiden Bindungsplatten sind an einem Ende fest mit
dem Ski verbunden (beispielsweise durch Verschrauben), wohingegen sie am anderen Ende
derart mit dem Ski verbunden sind, dass ein Längenausgleich bei Durchbiegung des Skis
durch Belastung zwischen Ski und Bindungsplatte ermöglicht wird. Dies kann beispielsweise
mittels Buchsen oder Führungsschienen erfolgen.
[0005] Jedoch überträgt die Bindung auch in diesem verbesserten System insbesondere im Bereich
des Fersenbackens bei eingespanntem Skischuh ein Moment auf die Platte, das wiederum
direkt auf den Ski übertragen wird. Dieses Moment verursacht eine ungünstige Druckverteilung
entlang der Skilänge.
[0006] Aus der
EP 0 819 454 A1 ist eine Bindungsplatte mit Federwirkung bekannt, die dabei helfen soll, beim Fahren
auftretende Vibrationen zu dämpfen. Auch bei einer solchen Bindung wird allerdings
von der Bindung ein Moment auf die Bindungsplatte übertragen, welches wiederum in
demjenigen Bereich auf den Ski übertragen wird, an dem die Bindungsplatte am Ski fixiert
ist.
[0007] EP 0 835 675 A2 offenbart eine Bindungsplatte mit Federwirkung, die im Bereich der Längsmitte geteilt
und mit einem Gelenk versehen ist.
[0008] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Skibindung mit Bindungsplatten
bereitzustellen, die den im Stand der Technik auftretenden Problemen Rechnung trägt
und die insbesondere die Übertragung eines Moments vom Fersenbacken auf den Ski minimiert
bzw. unterbindet. Diese Aufgabe wird durch eine Skibindung gemäß Anspruch 1 gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0009] Entsprechend stellt die vorliegende Erfindung eine Skibindung mit einem Vorderbacken,
einem mit dem Vorderbacken verbundenen Fersenbacken, einer ersten Bindungsplatte,
die unterhalb des Fersenbackens angeordnet ist, und einer zweiten Bindungsplatte,
die unterhalb des Vorderbackens angeordnet ist, bereit. Dabei wird durch die Anordnung
von Vorderbacken und Fersenbacken eine Längsachse definiert. Die Bindungsplatte weist
ein Gelenk mit einer Gelenkachse auf oder ist um eine Biegeachse verbiegbar, die senkrecht
zur Längsachse und parallel zur Bindungsplatte ausgerichtet ist. und die Gelenk- oder
Biegeachse unterteilt die erste Bindungsplatte derart in eine vordere und eine hintere
Teilplatte, dass ein in dem Fersenbacken generiertes Moment zumindest teilweise durch
eine Kraft kompensiert wird, die im wesentlichen entlang der Längsachse wirkt.
[0010] Mit anderen Worten beruht die vorliegende Erfindung darauf, dass das in dem Fersenbacken
erzeugte Moment durch Bereitstellung der Gelenk- oder Biegeachse derart umgeleitet
wird, dass die das Moment kompensierende Kraft in einer Richtung wirkt, die die Druckverteilung
im Ski nicht wesentlich beeinflusst bzw. keine nachteilige Krümmung des Skis verursacht.
Besonders bevorzugt erfolgt dabei die Kompensation mittels einer Zugspannung, die
in Längsrichtung des Skis verläuft. Eine solche Zugspannung bewirkt im wesentlichen
lediglich eine leichte Längsdeformation der ersten Bindungsplatte oder des Skis in
Abhängigkeit davon, wo die Zugspannung angreift.
[0011] Im Kontext der vorliegenden Anmeldung bezeichnet der Begriff "Skibindung" jegliche
Bindung, die dafür geeignet ist, einen Schuh an einem Ski (Abfahrtsski, Tourenski,
usw.), einem Snowboard oder einem anderen Gleitbrett anzubringen. Die Begriffe "Vorderbacken"
und "Fersenbacken" stehen dabei ganz allgemein für Bindungselemente, die dafür geeignet
sind, das vordere Ende eines Schuhs bzw. den Fersenbereich eines Schuhs zu montieren,
zu fixieren und/oder einzuspannen. Auch wenn in der Regel der Vorderbacken im wesentlichen
statisch ausgelegt ist (abgesehen davon, dass Federn im Vorderbacken die Seitwärtsauslösung
steuern) und der Fersenbacken ein Federandrucksystem aufweist, so ist dies für die
vorliegende Erfindung nicht erforderlich.
[0012] Dass die Bindungsplatte unterhalb des Fersenbackens angeordnet ist, impliziert nicht,
dass sich die gesamte Bindungsplatte unter dem Fersenbacken befindet. Bevorzugt hat
die Bindungsplatte größere Ausmaße in der Ebene der Bindungsplatte als der Fersenbacken
und ragt bevorzugt in Längsrichtung über diesen hinaus.
[0013] Eine Biege- und/oder Gelenkachse parallel zur Bindungsplatte schließt auch den Fall
mit ein, dass die Biege und/oder Gelenkachse innerhalb der Bindungsplatte verläuft.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform bilden die vordere Teilplatte und die hintere
Teilplatte eine integrale Bindungsplatte aus, wobei die hintere Teilplatte durch Verbiegen
der Bindungsplatte um die Biegeachse gegenüber der vorderen Teilplatte schwenkbar
ist. Unter einer integralen Bindungsplatte ist im Zusammenhang der vorliegenden Erfindung
eine im Wesentlichen einstückige Bindungsplatte im Gegensatz zu zwei separaten Teilplatten
zu verstehen. Dies erfordert jedoch nicht, dass die Bindungsplatte aus einem einheitlichen
Material geformt ist oder über die gesamte Bindungsplatte hinweg konstante Material-
und/oder Formeigenschaften aufweist. So kann beispielsweise die Biegeachse dadurch
gebildet werden, dass die Bindungsplatte zwei oder mehr Bereiche aus unterschiedlichen
Materialien aufweist. Bevorzugt haben diese unterschiedlichen Materialien unterschiedliche
Deformationseigenschaften und weisen beispielsweise einen unterschiedlichen E-Modul
auf. So könnte beispielsweise die vordere und die hintere Teilplatte hauptsächlich
aus einem biegesteifen Material bestehen und lediglich in einem Verbindungsbereich
ein biegeweiches Material aufweisen. Anstelle von oder zusätzlich zu Bereichen mit
unterschiedlichen Materialien kann die Bindungsplatte auch Bereiche oder Abschnitte
mit unterschiedlicher Dicke aufweisen. So könnten beispielsweise die vordere und die
hintere Teilplatte im Wesentlichen dieselbe Dicke aufweisen und über einen Abschnitt
mit verminderter Dicke miteinander verbunden sein. Besonders bevorzugt ist die Dicke
der vorderen Teilplatte größer als die Dicke der hinteren Teilplatte, so dass die
hintere Teilplatte genügend Spiel für ein Verbiegen zur Verfügung hat, ohne im montierten
Zustand auf der Oberfläche des Skis aufzusetzen.
[0015] Bei dieser bevorzugten Ausführungsform wird das im Fersenbacken generierte Moment
unter anderem durch eine Zugspannung innerhalb der ersten Bindungsplatte kompensiert:
Wird die hintere Teilplatte aufgrund des Moments nach unten gebogen, entsteht an der
Oberseite der ersten Bindungsplatte im Bereich der Biegeachse eine Zugspannung, die
dem Verbiegen der Platte entgegenwirkt. Zusätzlich kann auch eine Druckbeanspruchung
an der Unterseite der ersten Bindungsplatte dem Verbiegen der Platte entgegenwirken.
Sowohl die Zugspannung als auch die Druckbeanspruchung verlaufen jedoch in Längsrichtung
der Bindung bzw. des Skis, so dass diese die Druckverteilung im Ski nicht wesentlich
beeinflussen bzw. keine nachteilige Krümmung des Skis verursachen.
[0016] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform bilden die vordere Teilplatte und
die hintere Teilplatte separate Teilplatten, die gelenkig miteinander verbunden sind,
wobei die hintere Teilplatte gegenüber der vorderen Teilplatte um die Gelenkachse
drehbar bzw. schwenkbar ist. Auch bei dieser Ausführungsform können die beiden Teilplatten
aus dem gleichen Material, beispielsweise aus Stahl, geformt sein und im Wesentlichen
dieselbe Dicke aufweisen. Es ist aber bevorzugt, dass die Dicke der hinteren Teilplatte
geringer ist als die Dicke der vorderen Teilplatte, um der hinteren Teilplatte Freiraum
zum Drehen bzw. Schwenken zu schaffen. Besonders bevorzugt ist die hintere Teilplatte
keilförmig oder angeschrägt bzw. verjüngend ausgebildet, so dass die hintere Teilplatte
beim Verschwenken gegenüber der vorderen Teilplatte im Fall der auf den Ski montierten
Bindung mit ihrer Unterseite plan auf der Skioberfläche aufliegen kann. Der Winkel,
mit dem die hintere Teilplatte angeschrägt ist, beträgt dabei bevorzugt zwischen 0,5°
und 10°, stärker bevorzugt zwischen 1° und 4° und besonders bevorzugt zwischen 1,5°
und 3°.
[0017] Bei dieser Ausführungsform ist die hintere Teilplatte und/oder der Fersenbacken bevorzugt
mit dem Vorderbacken oder einem Bereich des Skis vor dem Fersenbacken über ein Zugelement
verbunden. Ein Drehen bzw. Schwenken der hinteren Teilplatte um die Gelenkachse bewirkt
dann eine Zugspannung in dem Zugelement, welche wiederum eine Zugspannung innerhalb
des Skikörpers in Längsrichtung des Skis verursacht. Bei dem Zugelement kann es sich
beispielsweise um ein Metallband, bevorzugt um ein Stahlband, handeln.
[0018] Bevorzugt ist die erste Teilplatte im unbelasteten Zustand im wesentlichen plan ausgebildet.
Mit anderen Worten schließen die vordere und hintere Teilplatte der ersten Bindungsplatte
in einem ersten Ruhezustand einen Winkel von ungefähr 180° ein. In einem zweiten,
belasteten Zustand dreht sich bzw. schwenkt die hintere Teilplatte aus dieser Ebene
hinaus, d.h. die vordere und hintere Teilplatte der ersten Bindungsplatte schließen
dann einen Winkel von größer als 180° ein, wenn der Winkel im Raum oberhalb der Bindungsplatte
definiert wird.
[0019] Bevorzugt verläuft die Biege- und/oder Gelenkachse durch eine Ebene, die zwischen
der Oberseite und der Unterseite der Bindungsplatte verläuft, besonders bevorzugt
durch die Mittelebene der Bindungsplatte. Im Falle einer Gelenkachse kann diese jedoch
auch oberhalb der Bindungsplatte angeordnet sein.
[0020] Bevorzugt ist der Fersenbacken auf der hinteren Teilplatte montiert und besonders
bevorzugt mit dieser starr verbunden, zum Beispiel verschraubt. Mit der vorderen Teilplatte
ist der Fersenbacken andererseits allenfalls beweglich verbunden, so dass keine starre
Verbindung zwischen Fersenbacken und vorderer Teilplatte besteht.
[0021] Die vordere Teilplatte ist dafür geeignet, auf einem Ski, einem Snowboard oder einem
anderen Gleitbrett montiert zu werden. Hierfür weist diese bevorzugt entsprechende
Bohrungen zum Verschrauben der Teilplatte mit dem Ski auf.
[0022] Es ist bevorzugt, dass die Biege- und/oder Gelenkachse dafür geeignet ist, in der
bereits montierten Bindung ein Verschwenken bzw. Drehen der hinteren Teilplatte um
mindestens 0,5° und bis zu 10°, bevorzugt um mindestens 1° und bis zu 4°, und besonders
bevorzugt um mindestens 1,5° und bis zu 3° zuzulassen. Der maximale Schwenk- bzw.
Drehwinkel kann dadurch erzielt werden, dass die hintere Teilplatte in der bereits
montierten Bindung beim Schwenken bzw. Drehen bei einem gewissen Maximalwinkel auf
der Skioberfläche aufliegt. Alternativ kann das Gelenk selbst derart ausgelegt sein,
dass es nur eine Drehung bis zu einem bestimmtem Maximalwinkel zulässt. Im Falle einer
Biegeachse können die Materialeigenschaften der Bindungsplatte derart gewählt werden,
dass sich die hintere Teilplatte unter üblicher Belastung nicht weiter verbiegen kann.
Es ist ferner bevorzugt, dass ein einstellbarer Anschlag vorgesehen ist, mit Hilfe
dessen sich der maximale Schwenk- bzw. Drehwinkel einstellen lässt. Zusätzlich oder
alternativ dazu kann ein dämpfender Anschlag an der Unterseite der hinteren Teilplatte
oder auf der Skioberfläche vorgesehen sein.
[0023] Der Fersenbacken weist in der Regel eine Drehachse auf, die bevorzugt im wesentlichen
über oder hinter der Biege- und/oder Gelenkachse angeordnet ist. Dadurch kann das
im Fersenbacken generierte Moment besonders gut kompensiert werden. Ein Versatz in
Längsrichtung zwischen der Drehachse des Fersenbackens und der Biege- und/oder Gelenkachse
beträgt bevorzugt zwischen 0 mm und 50 mm, stärker bevorzugt zwischen 5 mm und 40
mm und besonders bevorzugt zwischen 10 mm und 35 mm.
[0024] Bevorzugt ist das vordere Ende des Fersenbackens im Wesentlichen überhalb oder hinter
der Biege- und/oder Gelenkachse angeordnet. Dabei beträgt der Versatz in Längsrichtung
zwischen dem vorderen Ende des Fersenbackens und der Biege- und/oder Gelenkachse bevorzugt
maximal 50 mm, stärker bevorzugt maximal 40 mm und besonders bevorzugt maximal 35
mm. Mit dem vorderen Ende des Fersenbackens ist im Kontext der vorliegenden Erfindung
derjenige Bereich des Fersenbackens gemeint, mit dem das Fersenende des Schuhs eingespannt
wird bzw. der auf das Fersenende des Schuhs eine Niederhaltekraft ausübt. In der Regel
erfolgt dies über eine gewisse Auflagefläche. In diesem Fall soll unter dem vorderen
Ende des Fersenbackens der Schwerpunkt dieser Auflagefläche verstanden werden, mit
der der Fersenbacken eine Niederhaltekraft auf den Fersenabschnitt des Schuhs ausübt.
[0025] Bevorzugt beträgt der Versatz in Längsrichtung zwischen dem vorderen Ende des Fersenbackens
und der Biege- und/oder Gelenkachse zwischen 10 mm und 50 mm, stärker bevorzugt zwischen
20 mm und 40 mm und besonders bevorzugt zwischen 25 mm und 35 mm.
[0026] Die vordere Teilplatte der Bindungsplatte weist bevorzugt eine Dicke zwischen 10
mm und 25 mm, stärker bevorzugt zwischen 15 mm und 20 mm auf. Die Dicke der hinteren
Teilplatte ist bevorzugt gegenüber der Dicke der vorderen Teilplatte reduziert und
verläuft besonders bevorzugt keilförmig (siehe oben).
[0027] Bevorzugt sind Vorderbacken und Fersenbacken über ein Zugelement, bevorzugt ein Stahlband,
miteinander verbunden, um Zugkräfte vom Fersenbacken auf den Vorderbacken zu übertragen.
Diese Verbindung kann entweder direkt oder indirekt erfolgen. So kann der Fersenbacken
direkt mit dem Stahlband verbunden sein, mit dem auch der Vorderbacken verbunden ist.
Alternativ können sowohl das Stahlband als auch der Fersenbacken mit der hinteren
Teilplatte verbunden sein.
[0028] Die Skibindung kann weitere Elemente aufweisen, die aus herkömmlichen Skibindungen
bekannt sind, zum Beispiel eine zweite Bindungsplatte, die unterhalb des Vorderbackens
angeordnet ist und/oder eine Skibremse, die bevorzugt oberhalb der vorderen Teilplatte
der ersten Bindungsplatte angeordnet ist.
[0029] Die Erfindung betrifft ferner einen Ski, ein Snowboard oder ein anderes Gleitbrett
mit einer Skibindung wie oben beschrieben, wobei die vordere Teilplatte der Bindungsplatte
auf dem Ski, Snowboard oder anderen Gleitbrett montiert ist. Bevorzugt ist dabei die
vordere Teilplatte mit dem Ski, Snowboard oder anderen Gleitbrett starr verbunden.
Es ist ferner bevorzugt, dass die hintere Teilplatte und der Fersenbacken gegenüber
dem Ski, Snowboard oder anderen Gleitbrett schwenkbar und/oder drehbar gelagert sind.
Bevorzugt beträgt der Abstand zwischen der Biege- und/oder Gelenkachse und der (oberen)
Oberfläche von Ski, Snowboard oder Gleitbrett zwischen 3 mm und 15 mm, stärker bevorzugt
zwischen 5 mm und 10 mm.
[0030] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend mit Bezug auf die Figuren
näher beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Seitenansicht eines Skis mit montierter herkömmlicher Bindung;
Figur 2 eine schematische Seitenansicht eines Skis mit erfindungsgemäßer Bindung;
Figur 3 eine Seitenansicht eines Teils einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Bindung;
Figur 4a eine Seitenansicht eines Teils einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Bindung; und
Figur 4b eine Seitenansicht eines Teils der bevorzugten Ausführungsform gemäß Figur
4a unter Belastung.
[0031] Figur 1 zeigt in schematischer Seitenansicht einen Ski 1 und einen in eine Skibindung
eingespannten Schuh 2. Die Skibindung besteht aus einem Vorderbacken 3, einem Fersenbacken
4, einer vorderen Bindungsplatte 5 und einer hinteren Bindungsplatte 6. Ist der Schuh
2 in die Bindung eingespannt, wirken von dem Fersenbacken 4 auf das Fersenende des
Skischuhs 2 eine Niederhaltekraft nach unten und eine Andrückkraft nach vorne, wie
durch die beiden Pfeile angedeutet. Die vom Skischuh ausgeübten Gegenkräfte bewirken
ein Moment, das ebenfalls durch einen Pfeil angedeutet ist, das von dem Fersenbacken
4 mittels der hinteren Bindungsplatte 6 auf den Ski 1 übertragen wird. Dieses Moment
wird unter anderem durch die im Fersenbacken verbauten Federandrucksysteme generiert
und führt zu einer uneinheitlichen Druckverteilung über die Skilänge, wie dies durch
die gestrichelte Linie 7 angedeutet ist. Im Wesentlichen entsteht im Bereich unter
bzw. hinter dem Fersenbacken ein Bereich mit hohem Druck und zwischen den beiden Backen
ein Bereich mit weniger Druck.
[0032] Diese ungleiche Druckverteilung wird von Skifahrern als nachteilig empfunden. So
kann beispielsweise im Bereich unter dem Mittelfuß wenig Druck auf die Skikanten ausgeübt
werden.
[0033] Die vorliegende Erfindung basiert auf der Idee, die Übertragung des im Fersenbacken
4 generierten Moments auf den Ski zu verhindern bzw. das Moment anderweitig zu kompensieren.
Dies wird mit Hilfe einer Bindungsplatte, die eine Biegeache und/oder eine Gelenkachse
aufweist, erreicht. Eine bevorzugte Ausführungsform mit einer Gelenkachse ist in schematischer
Seitenansicht in Figur 2 dargestellt. Die Anordnung entspricht im Wesentlichen derjenigen
der Figur 1, wobei die integrale, starr ausgebildete Bindungsplatte 6 durch zwei separate
Bindungsplatten 6a und 6b ersetzt wurde, die über ein Gelenk 8, das eine Gelenkachse
bildet, gelenkig miteinander verbunden sind, so dass die hintere Teilplatte 6b gegenüber
der vorderen Teilplatte 6a um die Gelenkachse drehbar ist, wie dies durch den Pfeil
9 angedeutet ist. Dadurch kann ein im Fersenbacken 4 generiertes Moment nicht oder
nur zum Teil auf den Ski übertragen werden, so dass eine einheitlichere Druckverteilung
über die Skilänge erreicht werden kann.
[0034] Bevorzugt wird das Moment dadurch kompensiert, dass der Vorderbacken 3 und der Fersenbacken
4 miteinander verbunden sind, beispielsweise mit Hilfe eines Stahlbandes 10, wie dies
in der Figur 3 angedeutet ist. Dieses Stahlband 10 ist an der hinteren Teilplatte
6b fixiert, kann jedoch über die vordere Teilplatte 6a hinweg gleiten. Das vordere
(nicht dargestellte) Ende des Stahlbandes 10 ist mit der vorderen Bindungsplatte 5
und/oder dem Vorderbacken 3 fest verbunden. Wird nun ein Moment im Fersenbacken 4
generiert, so dreht sich die hintere Teilplatte 6b gegenüber der vorderen Teilplatte
6a um die Gelenkachse 8 nach unten, wodurch im Stahlband 10 eine Zugkraft generiert
wird. Die Zugkraft innerhalb des Stahlbandes 10 generiert dann ein Gegenmoment, das
das Moment im Fersenbacken kompensiert. So wird letztendlich kein bzw. lediglich ein
kleines Moment in den Ski eingeleitet.
[0035] Die Kompensation des Moments über eine Zugkraft im Stahlband 10 kann erfindungsgemäß
auch dadurch erreicht werden, dass das Stahlband 10 im Bereich zwischen dem Vorderbacken
3 und dem Fersenbacken 4 mit dem Ski verbunden wird. Eine Verbindung des Stahlbandes
10 mit dem Vorderbacken 3 kann dann entfallen.
[0036] Eine weitere erfindungsgemäße Möglichkeit, das im Fersenbacken generierte Moment
zu kompensieren ist in den Figuren 4a und 4b skizziert. Bei dieser Ausführungsform
wird die erste Bindungsplatte durch eine Biegeachse 8 in eine vordere Teilplatte 6a
und eine hintere Teilplatte 6b unterteilt. Bevorzugt ist dabei die Dicke der vorderen
Teilplatte 6a größer als die Dicke der hinteren Teilplatte 6b, so dass die hintere
Teilplatte 6b genügend Spiel für ein Verbiegen hat, ohne auf dem Ski aufzusitzen.
[0037] Das im Fersenbacken 4 generierte Moment führt, wie in Figur 4b skizziert, dazu, dass
die hintere Teilplatte 6b sich um die Biegeachse 8 gegenüber der vorderen Teilplatte
6a verbiegt. Dadurch tritt im schraffiert gekennzeichneten Teil der ersten Teilplatte
eine Zugspannung auf, die im wesentlichen entlang der Längsachse der Bindung bzw.
des Skis verläuft. Diese Zugspannung kompensiert zumindest teilweise das Moment, ohne
den Skis nachteilig zu deformieren.
1. Skibindung miteinem Vorderbacken (3), einem mit dem Vorderbacken (3) verbundenen Fersenbacken
(4), einer ersten Bindungsplatte (6a, 6b), die unterhalb des Fersenbackens (4) angeordnet
ist, und einer zweiten Bindungsplatte (5), die unterhalb des Vorderbackens (3) angeordnet
ist, wobei durch die Anordnung von Vorderbacken (3) und Fersenbacken (4) eine Längsache
definiert wird und wobei die erste Bindungsplatte (6a, 6b) ein Gelenk mit einer Gelenkachse
(8) aufweist oder um eine Biegeachse (8) verbiegbar ist, wobei die Gelenk- oder Biegeachse
(8) senkrecht zur Längsachse und parallel zur ersten Bindungsplatte (6a, 6b) ausgerichtet
ist, dadurch gekennzeichnet dass die Gelenk- oder Biegeachse (8) die erste Bindungsplatte (6a, 6b) so in eine vordere
(6a) und eine hintere (6b) Teilplatte unterteilt, dass ein in dem Fersenbacken (4)
generiertes Drehmoment zumindest teilweise durch eine Kraft kompensiert wird, die
im wesentlichen entlang der Längsachse wirkt.
2. Skibindung nach Anspruch 1, wobei vordere (6a) und hintere (6b) Teilplatte eine integrale
erste Bindungsplatte (6a, 6b) ausbilden und wobei die hintere Teilplatte (6b) durch
Verbiegen der ersten Bindungsplatte (6a, 6b) um die Biegeachse (8) gegenüber der vorderen
Teilplatte (6a) schwenkbar ist, wobei die Biegeachse (8) bevorzugt dadurch gebildet
wird, dass die erste Bindungsplatte (6a, 6b) unterschiedliche Materialien und/oder
Dicken aufweist.
3. Skibindung nach Anspruch 1, wobei die vordere (6a) und hintere (6b) Teilplatte separate
Teilplatten ausbilden, die gelenkig miteinander verbunden sind, und wobei die hintere
Teilplatte (6b) gegenüber der vorderen Teilplatte (6a) um die Gelenkachse (8) drehbar
ist.
4. Skibindung nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die vordere (6a) und hintere (6b)
Teilplatte der ersten Bindungsplatte in einem ersten Ruhezustand einen Winkel von
ungefähr 180° einschließen und wobei dieser Winkel in einem zweiten, belasteten Zustand
einen Winkel von größer als 180° einschließen.
5. Skibindung nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der Fersenbacken (4) auf der hinteren
Teilplatte (6b), bevorzugt fix, montiert ist.
6. Skibindung nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die vordere Teilplatte (6a) dafür
geeignet ist, auf einem Ski, einem Snowboard oder einem anderen Gleitbrett montiert
zu werden.
7. Skibindung nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die Biegeachse (8) und/oder Gelenkachse
(8) dafür geeignet ist, in der bereits montierten Bindung ein Schwenken bzw. Drehen
der hinteren Teilplatte (6b) um mindestens 0,5° und bis zu 10°, bevorzugt um mindestens
1° und bis zu 4° und besonders bevorzugt um mindestens 1,5° bis zu 3° zulässt.
8. Skibindung nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der Fersenbacken (4) eine Drehachse
aufweist, die im wesentlichen über oder hinter der Biege- und/oder Gelenkachse angeordnet
ist.
9. Skibindung nach Anspruch 8, wobei ein Versatz in Längsrichtung zwischen der Drehachse
des Fersenbackens (4) und der Biege- und/oder Gelenkachse (8) zwischen 0 mm und 50
mm, bevorzugt zwischen 5 mm und 40 mm und besonders bevorzugt zwischen 10 mm und 35
mm beträgt.
10. Skibindung nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die erste Bindungsplatte eine Dicke
zwischen 10 mm und 25 mm, bevorzugt zwischen 15 mm und 20 mm, aufweist.
11. Skibindung nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der Vorderbacken (3) und der Fersenbacken
(4) über ein Zugelement (10), bevorzugt ein Stahlband, miteinander verbunden sind.
12. Ski, Snowboard oder anderes Gleitbrett mit einer Skibindung nach einem der vorigen
Ansprüche, wobei die vordere Teilplatte der ersten Bindungsplatte auf dem Ski, Snowboard
oder anderen Gleitbrett, vorzugsweise fix, montiert ist.
13. Ski, Snowboard oder anderes Gleitbrett nach Anspruch 12, wobei die Skibindung dazu
geeignet ist, einen Skischuh derart aufzunehmen, dass der Skischuh im wesentlichen
starr mit dem Ski, Snowboard oder anderen Gleitbrett verbunden ist.
14. Ski, Snowboard oder anderes Gleitbrett nach Anspruch 12 oder 13, wobei der Fersenbacken
(4) über ein Zugelement (10) bevorzugt ein Stahlband, mit einem Abschnitt des Skis,
Snowboards oder Gleitbretts verbunden ist, der vor dem Fersenbacken angeordnet ist.
15. Ski, Snowboard oder anderes Gleitbrett nach Anspruch 12, 13 oder 14, wobei der Abstand
zwischen der Biege- und/oder Gelenkachse und der Oberfläche von Ski, Snowboard oder
Gleitbrett zwischen 3 mm und 15 mm, bevorzugt zwischen 5 mm und 10 mm beträgt.
1. A ski binding comprising a toe piece (3), a heel piece (4) connected to the toe piece
(3), a first binding plate (6a, 6b) arranged underneath the heel piece (4) and a second
binding plate (5) arranged underneath the toe piece (3), wherein the arrangement of
the toe piece (3) and the heel piece (4) defines a longitudinal axis and wherein the
first binding plate (6a, 6b) comprises a joint having a joint axis (8) or is bendable
about a bending axis (8), the joint or bending axis (8) having an orientation perpendicular
to the longitudinal axis and parallel to the first binding plate (6a, 6b), characterised in that the joint or bending axis (8) divides the first binding plate (6a, 6b) into a front
(6a) and a rear (6b) plate portion such that a torque generated in the heel piece
(4) is at least partially compensated for by a force substantially acting along the
longitudinal axis.
2. The ski binding according to claim 1, wherein the front (6a) and the rear (6b) plate
portion form an integral first binding plate (6a, 6b) and wherein the rear plate portion
(6b) is pivotable with respect to the front plate portion (6a) by bending the first
binding plate (6a, 6b) about the bending axis (8), wherein the bending axis (8) is
preferably formed in that the first binding plate (6a, 6b) is made of different materials
and/or has different thicknesses.
3. The ski binding according to claim 1, wherein the front (6a) and the rear (6b) plate
portions form separate plate portions that are hinged together and wherein the rear
plate portion (6b) is rotatable about the joint axis (8) with respect to the front
plate portion (6a).
4. The ski binding according to any of the preceding claims, wherein the front (6a) and
the rear (6b) plate portions of the first binding plate include an angle of approximately
180° in a first idle state and an angle of more than 180° in a second loaded state.
5. The ski binding, according to any of the preceding claims, wherein the heel piece
(4) is mounted on, preferably fixed to, the rear plate portion (6b).
6. The ski binding according to any of the preceding claims, wherein the front plate
portion (6a) is configured for being mounted on a ski, snowboard or other slide board.
7. The ski binding according to any of the preceding claims, wherein the bending axis
(8) and/or the joint axis (8) is configured for admitting to a pivoting or rotation
of the rear plate portion (6b) in the already mounted binding about at least 0.5°
up to 10°, preferably about at least 1° up to 4° and most preferably about at least
1.5° up to 3°.
8. The ski binding according to any of the preceding claims, wherein the heel piece (4)
comprises a rotational axis which is substantially arranged above or behind the bending
and/or joint axis.
9. The ski binding according to claim 8, wherein the rotational axis of the heel piece
(4) is offset from the bending and/or joint axis (8) in the longitudinal direction
by 0 mm to 50 mm, preferably 5 mm to 40 mm and most preferably 10 mm to 35 mm.
10. The ski binding according to any of the preceding claims, wherein the first binding
plate has a thickness of between 10 mm and 25 mm, preferably between 15 mm and 20
mm.
11. The ski binding according to any of the preceding claims, wherein the toe piece (3)
and the heel piece (4) are connected to one another by a tie (10), preferably a steel
band.
12. A ski, snowboard or other slide board comprising a ski binding according to any of
the preceding claims, wherein the front plate portion of the first binding plate is
mounted on, preferably fixed to, the ski, snowboard or other slide board.
13. A ski, snowboard or other slide board according to claim 12, wherein the ski binding
is configured for accommodating a ski shoe such that the ski shoe is connected to
the ski, snowboard or other slide board in a substantially rigid manner.
14. The ski, snowboard or other slide board according to claim 12 or 13, wherein the heel
portion (4) is connected to a section of the ski, snowboard or slide board arranged
in front of the heel piece via a tie (10), preferably a steel band.
15. A ski, snowboard or other slide board according to claim 12, 13 or 14, wherein the
distance between the bending and/or joint axis and the surface of the ski, snowboard
or slide board is between 3 mm and 15 mm, preferably between 5 mm and 10 mm.
1. Fixation de ski avec une butée avant (3), une talonnière (4) reliée à la butée avant
(3), une première plaque de fixation (6a, 6b) disposée sous la talonnière (4), et
une deuxième plaque de fixation (5) disposée sous la butée avant (3), où un axe longitudinal
est défini par la disposition de la butée avant (3) et de la talonnière (4), et où
la première plaque de fixation (6a, 6b) présente une articulation avec un axe d'articulation
(8), ou bien est pliable autour d'un axe de flexion (8), l'axe d'articulation ou de
flexion (8) étant perpendiculaire à l'axe longitudinal et parallèle à la première
plaque de fixation (6a, 6b), caractérisée en ce que l'axe d'articulation ou de flexion (8) divise la première plaque de fixation (6a,
6b) en une partie de plaque avant (6a) et une partie de plaque arrière (6b), de telle
manière qu'un couple généré dans la talonnière (4) est au moins partiellement compensé
par une force qui s'exerce sensiblement le long de l'axe longitudinal.
2. Fixation de ski selon la revendication 1, où la partie de plaque avant (6a) et la
partie de plaque arrière (6b) forment une première plaque de fixation (6a, 6b) intégrée,
et où la partie de plaque arrière (6b) est pivotante par rapport à la partie de plaque
avant (6a) par pliage de la première plaque de fixation (6a, 6b) autour de l'axe de
flexion (8), l'axe de flexion (8) étant préférentiellement obtenu en ce que la première
plaque de fixation (6a, 6b) présente des matériaux et/ou des épaisseurs différenciés.
3. Fixation de ski selon la revendication 1, où la partie de plaque avant (6a) et la
partie de plaque arrière (6b) forment des parties de plaque séparées, reliées entre
elles par articulation, et où la partie de plaque arrière (6b) est rotative autour
de l'axe d'articulation (8) par rapport à la partie de plaque avant (6a).
4. Fixation de ski selon l'une des revendications précédentes, où la partie de plaque
avant (6a) et la partie de plaque arrière (6b) de la première plaque de fixation forment
un angle de 180° environ dans un premier état de repos, et un angle supérieur à 180°
dans un deuxième état de contrainte.
5. Fixation de ski selon l'une des revendications précédentes, où la talonnière (4) est
montée de préférence fixement sur la partie de plaque arrière (6b).
6. Fixation de ski selon l'une des revendications précédentes, où la partie de plaque
avant (6a) est prévue pour être montée sur un ski, un snowboard ou une autre planche
de glisse.
7. Fixation de ski selon l'une des revendications précédentes, où l'axe de flexion (8)
et/ou l'axe d'articulation (8) sont prévus pour permettre sur la fixation déjà montée
un pivotement ou une rotation de la partie de plaque arrière (6b) d'au moins 0,5°
et jusqu'à 10°, préférentiellement d'au moins 1° et jusqu'à 4°, et tout particulièrement
d'au moins 1,5° jusqu'à 3°.
8. Fixation de ski selon l'une des revendications précédentes, où la talonnière (4) présente
un axe de rotation qui est sensiblement situé au-dessus ou en arrière de l'axe de
flexion et/ou de l'axe d'articulation.
9. Fixation de ski selon la revendication 8, où un décalage dans la direction longitudinale
entre l'axe de rotation de la talonnière (4) et l'axe de flexion et/ou l'axe d'articulation
(8) est compris entre 0 mm et 50 mm, préférentiellement entre 5 mm et 40 mm et tout
particulièrement entre 10 mm et 35 mm.
10. Fixation de ski selon l'une des revendications précédentes, où la première plaque
de fixation a une épaisseur comprise entre 10 mm et 25 mm, préférentiellement entre
15 mm et 20 mm.
11. Fixation de ski selon l'une des revendications précédentes, où la butée avant (3)
et la talonnière (4) sont reliées entre elles par un élément de traction (10), préférentiellement
une bande en acier.
12. Ski, snowboard ou autre planche de glisse avec une fixation de ski selon l'une des
revendications précédentes, où la partie de plaque avant de la première plaque de
fixation est montée de préférence fixement sur le ski, le snowboard ou l'autre planche
de glisse.
13. Ski, snowboard ou autre planche de glisse selon la revendication 12, où la fixation
de ski est prévue pour recevoir une chaussure de ski de telle manière que la chaussure
de ski soit reliée sensiblement fixement au ski, au snowboard ou à l'autre planche
de glisse.
14. Ski, snowboard ou autre planche de glisse selon la revendication 12 ou la revendication
13, où la talonnière (4) est reliée par un élément de traction (10), préférentiellement
une bande en acier, à une section du ski, du snowboard ou de la planche de glisse
située en avant de la talonnière.
15. Ski, snowboard ou autre planche de glisse selon la revendication 12, la revendication
13 ou la revendication 14, où l'intervalle entre l'axe de flexion et/ou d'articulation
et la surface du ski, du snowboard ou de la planche de glisse est compris entre 3
mm et 15 mm, préférentiellement entre 5 mm et 10 mm.


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