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EP 2 687 359 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.06.2016 Patentblatt 2016/26 |
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Anmeldetag: 18.07.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Maschine und Verfahren zur Verbesserung der Genauigkeit einer nicht linearen Bewegung
eines Maschinenelements
Machine and method for improving the precision of a non-linear movement of a machine
element
Machine et procédé d'amélioration de la précision d'un mouvement non linéaire d'un
élément de machine
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.01.2014 Patentblatt 2014/04 |
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Patentinhaber: Siemens Aktiengesellschaft |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Herdegen, Nikolaus
90475 Nürnberg (DE)
- Saffer, Andreas
91330 Eggolsheim/Bammersdorf (DE)
- Schäfers, Elmar
90763 Fürth (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 174 748 EP-A2- 1 892 083 WO-A1-2007/091935 DE-A1- 19 913 710 JP-A- 2003 094 197
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EP-A1- 2 319 636 WO-A1-2005/071817 WO-A1-2010/072186 DE-A1-102006 056 520
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschine mit einem Exzenterantrieb, wobei ein erster
Motor ein Exzenterelement in eine Drehbewegung einer bestimmten Drehrichtung versetzt
und wobei das Exzenterelement ein mechanisch mit dem Exzenterelement gekoppeltes Maschinenelement
antreibt und in eine Bewegung mit periodisch wechselnder Bewegungsrichtung versetzt.
Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Verbesserung der Genauigkeit einer
nicht-linearen Bewegung eines angetriebenen Maschinenelements einer derartigen Maschine.
[0002] Häufig führen bestimmte Maschinenelemente einer Maschine, z.B. Werkzeuge, Bewegungen
mit periodisch wechselnder Bewegungsrichtung aus. Dies können z.B. lineare Bewegungen
(auf und ab, vor und zurück) sein, z.B. bei einem Presszylinder einer Presse, oder
Bewegungen entlang eines Kreisbogens, z.B. bei einem Schneidwerkzeug. Der Antrieb
erfolgt dabei oft mittels eines Exzenterantriebs, bei dem ein von einem Motor angetriebenes
und in einer bestimmten Drehrichtung rotierendes Exzenterelement (Exzenterscheibe,
Exzenterwelle, Exzenterstange, Kurbel usw.) mittels einer geeigneten Mechanik (Schubstange,
Schleppkurbel usw.) die rotierende Bewegung in die gewünschte Bewegung mit periodisch
wechselnder Bewegungsrichtung überträgt.
[0003] Der Vorteil eines derartigen Aufbaus einer Maschine liegt darin, dass sich bei hohen
Drehzahlen des rotierenden Systems mit hohen Beschleunigungen und Geschwindigkeiten
verbundene Bewegungen des Maschinenelements realisieren lassen, ohne dass der Antrieb
die zur jeweiligen Bewegungsumkehr des Maschinenelements benötigte Wechselleistung
aufbringen muss. Stattdessen wird diese Wechselleistung zum Großteil im mechanischen
System gepuffert. Hierfür hat das Exzenterelement vorteilhaft die für die jeweilige
Maschine bzw. den Antrieb der Maschine erforderliche Schwungmasse.
[0004] Bei hohen Drehzahlen des antreibenden Motors und entsprechend häufigen Richtungswechseln
des angetriebenen Maschinenelements leidet jedoch die Genauigkeit der Bewegung des
angetriebenen Maschinenelements. Die innerhalb des mechanischen Systems auftretenden
dynamischen Kräfte führen zu Verformungen und es können Eigenfrequenzen angeregt werden.
Eine Steigerung der Motordrehzahl über eine bestimmte Drehzahl hinaus scheitert bei
praktischen Anwendungen oft daran, dass die geforderte Genauigkeit der Bewegung des
angetriebenen Maschinenelements nicht mehr gewährleistet werden kann. Dies liegt insbesondere
daran, dass die auf das angetriebene Maschinenelement einwirkenden Beschleunigungskräfte
in etwa im Quadrat mit der Drehzahl wachsen.
[0005] Aus der
Offenlegungsschrift EP 2 174 748 A1 sind eine Werkzeugmaschine und ein Verfahren zur Dämpfung von Schwingungen eines
Maschinenelements einer Werkzeugmaschine bekannt, bei denen ein Maschinenelement mittels
eines ersten Motors in einer Verfahrrichtung über ein Getriebe verfahrbar ist, wobei
ein zweiter Motor vorgesehen ist, mittels dessen eine Kraft in Verfahrrichtung des
Maschinenelements auf das Maschinenelement ausübbar ist. Dabei ist der zweite Motor
als Linearmotor ausgebildet, der direkt, d.h. ohne ein zwischen diesem Motor und dem
Maschinenelement zwischengeschaltetes Getriebe, die Kraft auf das Maschinenelement
ausübt.
[0006] Aus der
DE 10 2006 056 520 A1 ist eine Presse mit einer Kurvenkorrekturvorrichtung bekannt, die zusätzlich zu einem
Hauptantrieb einen Verstellantrieb aufweist, der dazu genutzt werden kann, die von
der Pressenkinematik sonst vorgegebene Pressenwinkel/Stößelhub-Kurve dynamisch zu
ändern. Insbesondere kann damit ein Umformverfahren durchgeführt werden, bei dem der
bewegte Werkzeugteil eines Umformwerkzeugs mit einer Geschwindigkeit von 0 oder nahe
0, d.h. sanft, auf das Werkstück aufsetzt.
[0007] Aus der
EP 1 892 083 A2 ist eine Presse bekannt, die für unterschiedliche Anwendungsfälle (Erzeugen eines
hohen Drucks bzw. einer sehr schnellen Bearbeitung) mit zwei Linearmotoren mit unterschiedlichen
Eigenschaften ausgestattet ist. Die beiden Linearmotoren können unabhängig voneinander
angesteuert werden.
[0008] Ebenso ist aus der
WO2007/091935 A1 eine Presse bekannt, deren Stößel durch zwei Motoren antreibbar ist. Der zweite Motor
dient insbesondere dazu, die Bewegungsgeschwindigkeit des Stößels in den Arbeitsphasen
zu vergrößern, in denen die Presse keinen Druck erzeugt.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Genauigkeit der Bewegung eines periodisch
mit wechselnder Bewegungsrichtung bewegten Maschinenelements zu verbessern.
[0010] Diese Aufgabe wird durch eine Maschine mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Ferner wird die Aufgabe mit den im Patentanspruch 6 angegebenen Verfahrensschritten
gelöst.
[0011] Der Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die Bewegungsaufgabe auf zwei Antriebe
verteilt wird. Ein erster Motor versetzt ein Exzenterelement in Rotation, d.h. in
eine rotierende Drehbewegung einer bestimmten Drehrichtung. Das Exzenterelement ist
als Exzenterscheibe ausgebildet und weist eine bestimmte Schwungmasse auf. Über diese
Kinematik wird die Grundbewegung des angetriebenen Maschinenelements mit periodisch
wechselnder Bewegungsrichtung hergestellt. Dabei lässt sich insbesondere bei hohen
Drehzahlen nicht die gewünschte Genauigkeit der Bewegung erreichen. Gemäß der Erfindung
wird die gewünschte Genauigkeit dadurch erreicht, dass an dem angetriebenen Maschinenelement
ein Linearmotor wirkt. Vorteilhaft erfasst ein Messsystem die Bewegung des angetriebenen
Maschinenelements, vergleicht die Messwerte mit vorgegebenen Sollwerten und steuert
über einen Antriebsregelkreis den Linearmotor derart an, dass dieser die zur Korrektur
der Bewegung erforderliche Kraft erzeugt. Da die Grundbewegung bereits vorhanden ist,
sind Beschleunigungs- bzw. Bremskräfte durch den Linearmotor für die Grundbewegung
nicht aufzubringen. Es müssen nur die Kräfte zur Korrektur der Bewegung erzeugt werden.
[0012] Die Erfindung bietet den Vorteil, dass damit kürzere Zykluszeiten bei der Bewegung
des angetriebenen Maschinenelements erreicht werden und damit die Produktivität der
Maschine gegenüber einer Maschine mit konventionellem Antrieb erhöht wird. Ein weiterer
Vorteil ist die schnelle und einfache Änderbarkeit der Sollkurven in der Steuerung
gegenüber der bislang notwendigen aufwändigen Änderung mechanischer Elemente.
[0013] Liegt die Bewegungsfrequenz des angetriebenen Maschinenelements oberhalb der Eigenfrequenz,
mit der das angetriebene Maschinenelement gegenüber der Kinematik bzw. Gegenüber dem
Exzenterelement schwingt, sind die Kräfte zur Korrektur der Bewegung nur die Trägheitskräfte
des angetriebenen Maschinenelements.
[0014] Vorteilhaft wird bei der erfindungsgemäßen Anordnung bei dem verwendeten Linearmotor
das bekannte Prinzip der Impulsentkopplung eingesetzt.
[0015] Ferner kann es vorteilhaft sein, das Exzenterelement weich zu lagern, so dass der
Linearmotor zur Korrektur das ganze System (einschließlich dem Exzenterelement) bewegen
kann und bei sonst steifer Mechanik nicht gegen die Lagerkräfte ankämpft, insbesondere
wenn die Eigenfrequenz des Gesamtaufbaus unterhalb der Drehzahl des ersten Motors
liegt.
[0016] Darüber hinaus kann es vorteilhaft sein, nur das angetriebene Maschinenelement "weich"
anzubinden, so dass deren Eigenfrequenz unterhalb der Drehzahl liegt. Auch wäre es
denkbar, die Eigenfrequenz des angetriebenen Maschinenelements genau der Drehzahl
anzugleichen, so dass die Kräfte zur Korrektur klein wären, da das System bei dieser
Frequenz mit großen Amplituden bei kleiner Krafteinleitung reagiert.
[0017] Erfindungsgemäß ist bei dem Linearmotor, der einen Ständer und einen Läufer umfasst,
der Läufer direkt an dem angetriebenen Maschinenelement befestigt. Das angetriebene
Maschinenelement bildet damit sozusagen gleichsam den Läufer des Linearmotors. Dadurch
können mechanische Verbindungselemente entfallen, wodurch sich die Bewegung des angetriebenen
Maschinenelements noch genauer steuern lässt. Außerdem führt die Doppelfunktion des
angetriebenen Maschinenelements zu einer Reduzierung des Platzbedarfes und zu einer
Kostenreduktion.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
- FIG 1
- eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Maschine,
- FIG 2
- eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Maschine, und
- FIG 3
- ein Strukturbild zur Regelung einer erfindungsgemäßen Maschine.
[0019] Bei der erfindungsgemäßen Maschine gemäß Figur 1 versetzt ein Motor 1 eine Exzenterscheibe
2 in eine Drehbewegung einer bestimmten Drehzahl (Drehfrequenz). Eine Schubstange
4 überträgt die Drehbewegung der Exzenterscheibe 2 auf ein Werkzeug 3, das durch seitliche
Führungen 7 geführt wird und daher lediglich eine periodische Auf- und Abbewegung
ausführt. Bei dem Werkzeug 3 handelt es sich z.B. um einen Presszylinder einer Presse.
Um eine geforderte Genauigkeit bei der Auf- und Abbewegung des Werkzeugs 3 einhalten
zu können, ist an dem Werkzeug 3 erfindungsgemäß direkt ein Läufer 5B eines Linearmotors
befestigt, der zusammen mit einem Ständer 5A den Linearmotor 5A, 5B bildet.
[0020] Zur Regelung des Antriebsstroms und damit der Antriebskraft des Linearmotors 5A,
5B, ist eine Steuer- und Regeleinrichtung 10 vorhanden, in die der mittels eines Sensors
8 in Verbindung mit einem Maßstab 9 erfasste Istwert der Position des Werkzeugs 3
eingeht. Die Steuer- und Regeleinrichtung 10 ermittelt aus einem Vergleich des Istwerts
mit einem vorgegebenen Sollwert geeignete Betriebsparameter zur Ansteuerung des Linearmotors
5A, 5B. Ferner steuert die Steuer- und Regeleinrichtung 10 auch die Drehzahl des Motors
1.
[0021] Ein gegenüber Figur 1 leicht abgewandeltes Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt
Figur 2. Auch dabei treibt ein Motor 1' eine Exzenterscheibe 2' an, die in Verbindung
mit weiteren mechanischen Elementen eine Rotationsbewegung mit einer bestimmten Drehzahl
(Drehfrequenz) in eine Bewegung mit periodisch wechselnder Bewegungsrichtung überführt.
Im Unterschied zu Figur 1 führt hier jedoch ein über eine Schubstange 4' angetriebenes
Werkzeug 3', z.B. ein Schneidwerkzeug, eine Hin- und Her- Bewegung (Schwenkbewegung)
entlang einer Kreisbahn aus. Analog zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 ist auch
hier das Werkzeug 3' mit einem Läufer 5B' verbunden, der zusammen mit einem Ständer
5A' einen Linearmotor 5A', 5B' bildet. Auch dabei wird die exakte Position des Werkzeugs
3' mittels eines Sensors 8' in Verbindung mit einem Maßstab 9' ermittelt und an eine
Steuer- und Regeleinrichtung 10' übermittelt, die aus einem Vergleich mit einem Sollwert
bezüglich der aktuellen Position Regelparameter zur Ansteuerung des Linearmotors 5A',
5B' erzeugt.
[0022] Die im Prinzip anhand der Ausführungsbeispiele gemäß den Figuren 1 und 2 gezeigten
Ausführungsformen von Maschinen lassen sich bei einer Vielzahl von Produktionsmaschinen,
beispielsweise bei Textil-, Verpackungs- oder Werkzeugmaschinen, anwenden. Insbesondere
verlaufen bei Webmaschinen die Bewegung des Webblattes entlang eines Kreisbogens und
die der Webschäfte linear auf und ab. Bei Wirkmaschinen verläuft die Bewegung der
Nadelbarren mit den Wirknadeln entlang eines Kreisbogens oder linear bzw. die Bewegung
der Lochnadel entlang eines Kreisbogens mit überlagerter seitlicher Auslenkung. Die
Vorteile der Erfindung sind bei diesen Anwendungen eine Erhöhung der Produktivität
und der Flexibilität. Es können damit nämlich einerseits mehr Stoff (Fläche pro Zeiteinheit)
und andererseits, da die entsprechenden Maschinen nicht mechanisch auf ein bestimmtes
Artikelspektrum begrenzt sind, auch Stoffe mit anderen Eigenschaften (Maschengröße,
Anzahl Maschen pro Zentimeter Fadeneinlauf, Schuss pro Zentimeter, Flächengewicht
usw.) auf der gleichen Maschine produziert werden.
[0023] Figur 3 zeigt ein Beispiel zur regelungstechnischen Anpassung der dynamischen Steifigkeit
an eine Störfrequenz. Um Regelungstechnisch eine Anpassung der dynamischen Steifigkeit
an Störfrequenzen zu erreichen, kann vorteilhaft eine Vorgehensweise angelehnt an
das bekannte Regelungsverfahren "Internal Model Control" (IMC) angewendet werden.
Lässt sich eine Störgröße als homogene Lösung einer Differentialgleichung beschreiben,
kann man vorteilhaft einen Regler, der nach dem IMC-Prinzip arbeitet, anwenden. Die
Differentialgleichung muss dann in den Regelalgorithmus integriert werden. Dabei sind
Stabilität und hinreichende Dämpfung des Regelkreises sicherzustellen. Erreicht wird
letztendlich, dass für die Störfrequenz die Regelabweichung im stationären Zustand
verschwindet. Beispielsweise sei f
0 eine kritische Störfrequenz. Dann lassen sich alle möglichen Signalverläufe einer
harmonischen Schwingung durch den Lösungsraum der homogenen Differentialgleichung

beschreiben. Wird diese Differentialgleichung im Regelalgorithmus berücksichtigt,
so ist die regelungstechnische Steifigkeit bei dieser Frequenz f
0 unendlich. Figur 3 zeigt eine mögliche Struktur. Das Element mit der Übertragungsfunktion

erzeugt bei stabilem Regelkreis eine verschwindende Regeldifferenz bei der Frequenz
f
0. Der Regler R(s) stabilisiert den Regelkreis und setzt weitere Regelziele (z.B. stationäre
Genauigkeit durch einen Integrator) durch. G(s) bezeichnet in Figur 3 die Regelstrecke.
1. Maschine mit einem Exzenterantrieb, wobei ein erster Motor (1; 1') ein Exzenterelement
(2; 2') in eine Drehbewegung einer bestimmten Drehrichtung versetzt und wobei das
Exzenterelement (2; 2') ein mechanisch mit dem Exzenterelement (2; 2') gekoppeltes
Maschinenelement (3; 3') antreibt und in eine Bewegung mit periodisch wechselnder
Bewegungsrichtung versetzt, wobei das angetriebene Maschinenelement (3; 3') zusätzlich
mit wenigstens einem Linearmotor (5A, 5B; 5A', 5B') gekoppelt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Linearmotor (5A, 5B; 5A', 5B') einen Ständer (5A; 5A') und einen Läufer (5B;
5B') umfasst und der Läufer (5B; 5B') direkt an dem angetriebenen Maschinenelement
(3; 3') befestigt ist, und dass das Exzenterelement (2; 2') als Exzenterscheibe ausgebildet
ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, wobei das Exzenterelement (2; 2') weich gelagert ist.
3. Maschine nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Exzenterantrieb wenigstens
ein elastisches Element enthält.
4. Maschine nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Maschine wenigstens ein Sensorelement
(8; 8') umfasst, durch das die Position des angetriebenen Maschinenelements (3; 3')
erfassbar ist.
5. Maschine nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Maschine wenigstens eine Steuer-
und Regeleinrichtung (10; 10') umfasst, mittels der der Linearmotor (5; 5') derart
ansteuerbar ist, dass eine Abweichung des angetriebenen Maschinenelements (3; 3')
von einer vorgebbaren Sollposition kleiner als ein vorgebbarer Differenzwert ist.
6. Verfahren zur Verbesserung der Genauigkeit einer nicht-linearen Bewegung eines angetriebenen
Maschinenelements (3; 3'), wobei ein Exzenterelement (2; 2') durch einen ersten Motor
(1; 1') in eine Drehbewegung einer bestimmten Drehrichtung versetzt wird und wobei
ein mechanisch mit dem Exzenterelement (2; 2') gekoppeltes Maschinenelement (3; 3')
durch das Exzenterelement (2; 2') angetrieben und in eine Bewegung mit periodisch
wechselnder Bewegungsrichtung versetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das angetriebene Maschinenelement (3; 3') zusätzlich durch einen Linearmotor (5A,
5B; 5A', 5B') angetrieben wird, wobei der Linearmotor (5A, 5B; 5A', 5B') einen Ständer
(5A; 5A') und einen Läufer (5B; 5B') umfasst und der Läufer (5B; 5B') direkt an dem
angetriebenen Maschinenelement (3; 3') befestigt ist, und wobei das Exzenterelement
(2; 2') als Exzenterscheibe ausgebildet ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Linearmotor (5A, 5B; 5A', 5B') mittels einer
Regeleinrichtung (10; 10') derart angesteuert wird, dass eine Abweichung der Position
des angetriebenen Maschinenelements (3; 3') von einer vorgegebenen Sollposition kleiner
als ein vorgebbarer Differenzwert ist.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, wobei die Regeleinrichtung (10; 10') einen Regelalgorithmus
ausführt, durch den die Abweichung der Position des angetriebenen Maschinenelements
(3; 3') von einer Sollposition für eine bestimmte Solldrehzahl des ersten Motors (1;
1') minimiert wird.
1. Machine with an eccentric drive, wherein a first motor (1; 1') displaces an eccentric
element (2; 2') into a rotary motion of a given rotational direction and wherein the
eccentric element (2; 2') drives a machine element (3; 3') mechanically coupled to
the eccentric element (2; 2') and displaces it into a motion with a periodically alternating
direction of motion, wherein the driven machine element (3; 3') is additionally coupled
to at least one linear motor (5A, 5B; 5A', 5B'),
characterised in that the linear motor (5A, 5B; 5A', 5B') comprises a stator (5A; 5A') and a rotor (5B;
5B') and the rotor (5B; 5B') is directly attached to the driven machine element (3;
3'), and that the eccentric element (2; 2') is designed as an eccentric disk.
2. Machine according to claim 1, wherein the eccentric element (2; 2') is softly mounted.
3. Machine according to one of the preceding claims, wherein the eccentric drive contains
at least one elastic element.
4. Machine according to one of the preceding claims, wherein the machine comprises at
least one sensor element (8; 8'), by which the position of the driven machine element
(3; 3') can be captured.
5. Machine according to one of the preceding claims, wherein the machine comprises at
least one control unit (10; 10'), by means of which the linear motor (5; 5') can be
actuated such that a deviation between the driven machine element (3; 3') and a predefinable
target position is smaller than a predefinable difference value.
6. Method for improving the precision of a non-linear motion of a driven machine element
(3; 3'), wherein an eccentric element (2; 2') is displaced by a first motor (1; 1')
into a rotary motion of a given rotational direction and wherein a machine element
(3; 3') mechanically coupled to the eccentric element (2; 2') is driven by the eccentric
element (2; 2') and is displaced into a motion with a periodically alternating direction
of motion, characterised in that the driven machine element (3; 3') is additionally driven by a linear motor (5A,
5B; 5A', 5B'), wherein the linear motor (5A, 5B; 5A', 5B') comprises a stator (5A;
5A') and a rotor (5B; 5B') and the rotor (5B; 5B') is directly attached to the driven
machine element (3; 3'), and wherein the eccentric element (2; 2') is designed as
an eccentric disk.
7. Method according to claim 6, wherein the linear motor (5A, 5B; 5A', 5B') is actuated
by means of a control unit (10; 10') such that a deviation between the position of
the driven machine element (3; 3') and a predefinable target position is smaller than
a predefinable difference value.
8. Method according to claim 6 or 7, wherein the control unit (10; 10') executes a control
algorithm, by which the deviation between the position of the driven machine element
(3; 3') and a target position for a given target rotational speed of the first motor
(1; 1') is minimised.
1. Machine à commande par excentrique, dans laquelle un premier moteur (1 ; 1') met un
élément (2 ; 2') d'excentrique en un mouvement de rotation dans un sens déterminé,
et dans lequel (2 ;2') l'excentrique entraîne un élément (3 ;3') de machine couplé
mécaniquement à l'élément (2 ;2') d'excentrique et le met en un mouvement ayant un
sens alternant périodiquement, l'élément (3 ; 3') de machine entraîné étant accouplé
supplémentairement à au moins un moteur (5A, 5B ; 5A', 5B') linéaire,
caractérisée en ce que le moteur (5A, 5B ; 5A', 5B') linéaire comprend un stator (5A ; 5A') et un rotor
(5B ; 5B') et le rotor (5B ; 5B') est fixé directement à l'élément (3 ; 3') de machine
entraîné et en ce que l'élément (2 ;2') d'excentrique est sous la forme d'un disque d'excentrique.
2. Machine suivant la revendication 1, dans laquelle l'élément (2 ; 2') d'excentrique
est monté souple.
3. Machine suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle la commande par
excentrique comporte au moins un élément élastique.
4. Machine suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle la machine comprend
au moins un élément (8 ; 8') de sonde, par lequel la position de l'élément (3 ; 3')
de machine entraînée peut être détectée.
5. Machine suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle la machine comprend
au moins un dispositif (10; 10') de commande et de régulation, au moyen duquel le
moteur (5; 5') linéaire peut être commandé de manière à ce qu'un écart de l'élément
(3 ; 3') de machine à entraîner à une position de consigne pouvant être donnée à l'avance
soit plus petit qu'une valeur de différence pouvant être donnée à l'avance.
6. Procédé d'amélioration de la précision d'un mouvement non linéaire d'un élément (3
; 3') de machine entraîné, dans lequel on donne par un premier moteur (1 ; 1') un
mouvement de rotation dans un sens déterminé à un élément (2 ; 2') d'excentrique et
dans lequel on entraîne par l'élément (2 ; 2') d'excentrique un élément (3 ; 3') de
machine couplé mécaniquement à l'élément (2; 2') d'excentrique et on lui donne un
mouvement ayant un sens alternant périodiquement, caractérisé en ce que l'on entraîne l'élément (3 ;3') de machine entraîné supplémentairement par un moteur
(5A, 5B ; 5A',5B') linéaire, le moteur (5A, 5B ; 5A', 5B') linéaire comprenant un
stator (5A ; 5A') et un rotor (5B ; 5B') et le rotor (5B ; 5B') étant fixé directement
à l'élément (3 ; 3') de machine entraîné et en ce que l'élément (2 ; 2') d'excentrique est sous la forme d'un disque d'excentrique.
7. Procédé suivant la revendication 6, dans lequel on entraîne le moteur (5A, 5B; 5A',
5B') linéaire au moyen d'un dispositif (10; 10') de régulation de manière à ce qu'un
écart de l'élément (3;3') de machine entraîné à une position de consigne donnée à
l'avance soit plus petit qu'une valeur de différence pouvant être donnée à l'avance.
8. Procédé suivant la revendication 6 ou 7, dans lequel le dispositif (10; 10') de régulation
exécute un algorithme de régulation, par lequel l'écart de la position de l'élément
(3 ; 3') de machine entraîné à une position de consigne est minimisé pour une vitesse
de consigne déterminée du premier moteur (1 ; 1').


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