[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schrumpfvorrichtung und ein Verfahren zum
Heißschrumpfen von Folie um Artikel oder Artikelzusammenstellungen gemäß den Merkmalen
der Oberbegriffe der Ansprüche 1 und 8.
[0002] Bei der Verpackung von Artikeln, insbesondere von Getränkebehältern, Flaschen etc.
zu Gebinden, werden die Artikel in gewünschter Weise zusammengestellt und mit einer
Schrumpffolie umhüllt. Die Schrumpffolie wird durch Zufuhr von Schrumpfmedium, beispielsweise
Heißluft, in einem Schrumpftunnel um die Artikel herum aufgeschrumpft.
[0003] Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht einer Schrumpfvorrichtung 1 gemäß dem bekannten
Stand der Technik. Artikel, insbesondere Getränkebehälter, Flaschen 6, Dosen o.ä.
werden in Gruppen zusammengestellt und mit Schrumpffolie 7 umhüllt. Diese umhüllten
Artikelzusammenstellungen bezeichnet man auch als Gebinde 5. Die Gebinde 5 werden
in Transportrichtung TR auf einem Transportmittel, insbesondere einem Förderband 10
o.ä., über einen Eingangsbereich 3 einem Schrumpftunnel 2 zugeführt. In dem Schrumpftunnel
2 sind Heizmittel angeordnet, über die die Gebinde 5 mit einem Schrumpfmedium 19,
beispielsweise mit heißer Luft, beaufschlagt werden. Dadurch schrumpft die Folie 7
der Umverpackung und legt sich dabei allseitig an die Artikel bzw. Flaschen 6 an und
bildet somit das fertige Gebinde 5*. Beispielsweise sind die dem Innenraum des Schrumpftunnels
2 zugewandten Seitenwandflächen 14 zumindest teilweise als Düsenflächen 15 mit einer
Mehrzahl von Düsen, durch die das Schrumpfmedium 19 in den Innenraum des Schrumpftunnels
2 geblasen wird, ausgebildet. Weiterhin wird Schrumpfmedium 19 durch das Förderband
10 hindurch auf den Bodenbereich der Gebinde 5 geblasen. Das Schrumpfmedium 19 wird
beispielsweise durch ein Gebläse 18 erzeugt, einem Heizregister 20 zugeführt, über
Drosselklappen 22 aufgetrennt und an die unterschiedlichen Heizmittel des Schrumpftunnels
2 verteilt wird. Insbesondere teilt eine erste Drosselklappe 22a einen Teil des Schrumpfmedium
-Stroms für die Düsenfläche 15 und eine zweite Drosselklappe 22b einen weiteren Teil
für die bodenseitige Bedüsung 16 der Gebindeunterseite ab. Die Einstellung der Drosselklappen
22a, 22b zur Aufteilung des Schrumpfmedium- Stroms erfolgt dabei manuell.
[0004] Die permanente Zufuhr von heißem Schrumpfmedium 19 über die bodenseitige Bedüsung
16 führt zu einer starken Erhitzung des Förderbands 10. Das Förderband 10 kann dadurch
die Schmelztemperatur der Schrumpffolie 7 erreichen, wodurch es zu ungewünschten Ablagerungen
und Anhaftungen der Schrumpffolie 7 an dem Förderband kommt. Um ein zu starkes Erhitzen
des Förderbands 10 zu vermeiden, wird dieses beim Zurückführen entgegen der Transportrichtung
TR der Gebinde 5 gezielt gekühlt. Im Ausgangsbereich 4 der Schrumpfvorrichtung 1 sind
deshalb erste Kühlmittelgebläse 24a angeordnet, mit denen ein Kühlmittel 26, beispielsweise
kalte Luft, auf das Förderband 10 geblasen wird. Alternativ können auch Wärmetauscher
o.ä. geeignete Mittel zur Aufnahme der überschüssigen Wärme verwendet werden. Beispielsweise
weist das Förderband 10 nach dem Durchlaufen des Schrumpftunnels 2 eine Temperatur
T2 von ca. 105°C bis 120°C auf, die sich bei einem erneuten Durchlauf durch den Schrumpftunnel
2 weiter erhöhen würde. Zusätzlich zu dem bereits beschriebenen ersten Kühlmittelgebläse
24a können weitere Gebläse 24b vorgesehen sein, die nach der Richtungsumkehr kalte
Luft 26 auf den entgegen der Transportrichtung TR verlaufenden Bereich 10* des Förderbands
10 blasen, so dass dieses auf eine Temperatur T1 von ca. 60°C - 80°C abgekühlt wird,
bevor es den Eingangsbereich 3 wieder erreicht.
[0005] Bei Leerlaufzeiten, d.h. wenn der Tunnel für das nächste Produkt umgerüstet wird
o.ä., soll die Temperatur im Schrumpftunnel möglichst auf einer definierten Soll-
StandBy-Temperatur gehalten werden, die anschließend eine schnelle Wiederaufnahme
der Produktion ermöglicht. Da in diesem Fall keine Artikel mit Schrumpffolie o.ä.
durch den Tunnel transportiert werden, ist die benötigte Heizleistung zur Aufrechterhaltung
der gewünschten Soll- StandBy- Temperatur gegenüber dem Produktionsbetrieb reduziert.
Dies wird herkömmlicherweise durch eine Drosselung der Heizleistung des Gebläses erreicht.
[0006] Die Offenlegungsschrift
US 2004/0083687 A1 beschreibt ein Kontrollsystem zur Überwachung des Energieverbrauchs in einem Schrumpftunnel.
Hierbei ist vorgesehen, dass ein Kontrollmittel den Schrumpftunnel in einen Energiesparmodus
versetzt, wenn ein dem Schrumpftunnel vorangehendes Bearbeitungsmodul eine Zeit lang
unbenutzt bleibt. Im Energiesparmodus wird die Geschwindigkeit der Fördervorrichtung
und die Leistung des Heizgebläses angepasst.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Schrumpftunnel mit einem optimierten
Energiemanagement bereitzustellen, bei dem insbesondere in StandBy-Phasen eine Grundtemperierung
beibehalten werden kann, wobei der Energieverbrauch weitgehend minimiert ist. Eine
weitere Aufgabe besteht darin, die WakeUp- Zeiten zu verkürzen, d.h. die Zeit, die
benötigt wird, um einen Schrumpftunnel von einer StandBy-Temperatur auf eine gewünschte
Soll- Betriebs- Temperatur aufzuheizen.
[0008] Die obige Aufgabe wird durch eine Schrumpfvorrichtung und ein Verfahren gelöst, die
die Merkmale in den Patentansprüchen 1 und 8 umfassen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
werden durch die Unteransprüche beschrieben.
[0009] Die Erfindung betrifft eine Schrumpfvorrichtung mit einer Fördervorrichtung für Artikel
oder Artikelzusammenstellungen, die vorzugsweise dazu dient, Schrumpffolie und / oder
Schrumpfetiketten o.ä. um Artikel oder Artikelzusammenstellungen aufzuschrumpfen.
Die Schrumpfvorrichtung umfasst mindestens eine Einrichtung zur Erzeugung des Schrumpfmediums,
beispielsweise ein Heißluftgebläse. Weiterhin umfasst die Vorrichtung eine Einrichtung
zur Temperierung des Schrumpfmediums, insbesondere ein Heizregister. Dadurch kann
die Temperatur des Schrumpfmediums nach Bedarf reguliert werden. Der Schrumpfmedium-
Strom wird über eine Aufteilungsvorrichtung in mindestens zwei Schrumpfmedium- Teilströme
aufgeteilt. Der erste Schrumpfmedium-Teilstrom wird mindestens einem ersten Heizmittel
zugeführt, über das die Artikel oder Artikelzusammenstellungen von der Seite und /
oder von oben her mit Schrumpfmedium beaufschlagt werden. Beispielsweise handelt es
sich hierbei um parallel zur Transportstrecke angeordnete Schachtwände mit Düsenflächen,
über die das Schrumpfmedium in den Innenraum der Schrumpfvorrichtung eingedüst wird.
Der zweite Schrumpfmedium- Teilstrom wird mindestens einem zweiten Heizmittel zugeführt.
Beispielsweise handelt es sich hierbei um einen unterhalb der Transportstrecke angeordneten
Schacht mit obenseitig angeordneten Düsenöffnungen. Über diesen Schacht wird die Fördervorrichtung
auf eine entsprechende Temperatur erwärmt oder das Schrumpfmedium wird durch die Fördervorrichtung
hindurch auf die Unterseite der Artikel oder Artikelzusammenstellungen eingedüst.
[0010] Erfindungsgemäß ist der Aufteilungsvorrichtung zur Aufteilung des Schrumpfmedium-
Stroms mindestens eine Einrichtung zur automatisierten Steuerung derselben zugeordnet.
Diese dient auch als Vorrichtung zur gesteuerten Einstellung vordefinierter Betriebszustände
in der Schrumpfvorrichtung. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die mindestens
eine Aufteilungsvorrichtung zur Aufteilung des Schrumpfmediums mindestens zwei Drosselklappen.
Die erste Drosselklappe ist mit einer ersten Zuführung verbunden, über die das Schrumpfmedium
des ersten Teilstroms dem ersten Heizmittel zugeführt wird. Die zweite Drosselklappe
ist mit einer zweiten Zuführung verbunden, über die das Schrumpfmedium des zweiten
Teilstroms dem zweiten Heizmittel zugeführt wird. Die Drosselklappen umfassen jeweils
ein Einstellmittel, insbesondere einen Stellantrieb, einen Stellzylinder oder ein
anderes geeignetes Mittel, die über eine Steuerungseinheit reguliert werden können.
Insbesondere werden die Drosselklappen über die Einstellmittel gemäß vordefinierten
Betriebszuständen eingestellt.
[0011] Insbesondere können durch die Steuerungseinheit mindestens zwei Betriebszustände
eingestellt werden. Ein erster Betriebszustand definiert eine erste Soll-Betriebs-
Temperatur, die im laufenden Produktionsbetrieb im Innenraum der Schrumpfvorrichtung
vorherrschen soll. Diese Soll- Betriebs- Temperatur wird über eine definierte erste
Zufuhr an Schrumpfmedium über das mindestens eine erste Heizmittel und über eine definierte
zweite Zufuhr an Schrumpfmedium über das mindestens eine zweite Heizmittel eingestellt.
Es können Temperatursensoren innerhalb des Innenraums der Schrumpfvorrichtung und
/ oder an der Transportstrecke bzw. Fördervorrichtung vorgesehen sein, die die Temperatur
des Innenraums und / oder der Fördervorrichtung kontrollieren und überwachen. Durch
eine Rückkopplung der Temperatursensoren mit der Steuerungseinheit, wird die Zufuhr
an Schrumpfmedium über das erste und / oder das zweite Heizmittel entsprechend angepasst.
[0012] Ein zweiter Betriebszustand definiert einen StandBy- Betrieb mit einer definierten
zweiten Soll- StandBy- Temperatur im Innenraum der Schrumpfvorrichtung. Dieser StandBy-
Betrieb wird insbesondere bei kurzzeitigen Produktionsunterbrechungen verwendet, beispielsweise
wenn die Schrumpfvorrichtung für neue Produkte umgerüstet werden muss, wenn eine Unterbrechung
des Betriebs aufgrund fehlenden Nachschubs erfolgt etc. Im StandBy- Betrieb wird die
Temperatur im Innenraum der Schrumpfvorrichtung auf einem Niveau gehalten, die ein
schnelles Aufheizen auf die Produktionstemperatur und somit eine schnelle Wiederaufnahme
der Produktion ermöglicht. Im StandBy- Betrieb wird die zweite Drosselklappe o.ä.
für die Zufuhr des zweiten Schrumpfmedium- Teilstroms zu dem zweiten Heizmittel vorzugsweise
komplett verschlossen. Um die ausreichende Temperierung des Innenraums der Schrumpfvorrichtung
zu gewährleisten, muss gegebenenfalls die erste Drosselklappe weiter oder vollständig
geöffnet werden und somit der Ausstrom an Schrumpfmedium über das erste Heizmedium
erhöht werden. Die StandBy- Temperatur kann wiederum über Sensoren ermittelt und angepasst
werden.
[0013] Die Steuerungseinheit kann die Programme für weitere Betriebszustände enthalten,
beispielsweise unterschiedliche Produktions- Betriebszustände mit unterschiedlichen
Produktions- Soll- Temperaturen, unterschiedliche StandBy-Betriebszustände mit unterschiedlichen
Soll- StandBy- Temperaturen für längere oder kürzere Unterbrechungen, unterschiedliche
Aufheizprogramme mit kürzeren oder längeren Aufheizzeiten, unterschiedliche Abkühlprogramme
etc.
[0014] Mittels der Steuerungseinheit und dem erfindungsgemäßen Verfahren kann beispielsweise
definiert werden, dass zum Aufheizen des Schrumpftunnels alle Drosselklappen maximal
geöffnet werden, so dass eine maximale erste und eine maximale zweite Zufuhr an Schrumpfmedium
über das erste Heizmittel und über das zweite Heizmittel erfolgen, um durch einen
hohen Fluss an Schrumpfmedium die Aufheiz- bzw. WakeUp- Zeit der Schrumpfvorrichtung
zu minimieren. Unter WakeUp- Zeit versteht man insbesondere die Zeitdauer, die benötigt
wird, um den Produktionszustand der Schrumpfvorrichtung herzustellen, d.h. um die
Schrumpfvorrichtung von der Soll-StandBy- Temperatur auf die notwendige Soll- Betriebs-
Temperatur aufzuheizen. Problematisch könnte hierbei sein, dass die Fördervorrichtung
dabei zu stark erwärmt wird und aus diesem Grund bereits beim Aufheizen des Innenraums
des Schrumpftunnels durch Kühlen der rücklaufenden Förderkette entsprechend gegengesteuert
werden muss. Dies ist energetisch unvorteilhaft. Ist der Zeitfaktor dagegen weniger
relevant, kann es energetisch vorteilhafter sein, zum Aufheizen nur die erste Drosselklappe
maximal zu öffnen und die zweite Drosselklappe nicht oder nur teilweise zu öffnen,
so dass zumindest eine maximale erste Zufuhr an Schrumpfmedium über das erste Heizmittel
erfolgt.
[0015] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Einstellung unterschiedlicher
Betriebszustände einer Schrumpfvorrichtung. Insbesondere wird die Temperatur im Innenraum
des Schrumpftunnels über die Regulierung der Zufuhr an Schrumpfmedium eingestellt.
Zum einen kann die Temperatur des zugeführten Schrumpfmediums über die Heizleistung
der steuerbaren Einrichtung zur Temperierung des Schrumpfmediums, beispielsweise eines
dem Heißluftgebläse zugeordneten Heizregisters, reguliert werden. Weiterhin kann die
Zufuhr an Schrumpfmedium zu den unterschiedlichen Heizmitteln der Schrumpfvorrichtung
durch eine Steuerungseinheit reguliert werden, vorzugsweise über eine gesteuerte Einstellung
einer Aufteilungsvorrichtung, insbesondere über die Einstellung von Drosselklappen.
Die Steuerungseinheit enthält die Eckdaten und/ oder Programme für gewünschte Betriebszustände
oder kann entsprechend programmiert werden. Beispielsweise kann die Steuerungseinheit
die Aktivierung bestimmter Betriebszustände nach einem definierten Zeitprogramm ansteuern,
wobei die Regulierung jeweils durch das Einstellen, insbesondere Öffnen und / oder
zumindest teilweise Verschließen der Drosselklappen mittels gesteuerter Stellantriebe
erfolgt.
[0016] Wie im Rahmen der Vorrichtung schon beschrieben wurde, ist die zweite Drosselklappe
im StandBy- Betrieb vorzugsweise komplett verschlossen, so dass die Erwärmung der
Fördervorrichtung minimiert ist, da keine Zufuhr von Schrumpfmedium von unten her
erfolgt. Stattdessen erwärmt sich die Fördereinrichtung nur noch aufgrund der im Innenraum
der Schrumpfvorrichtung vorherrschenden Temperatur. Um die Schrumpfvorrichtung in
kürzester Zeit wieder betriebsfertig zu bekommen, können zum Aufheizen des Schrumpftunnels
alle Drosselklappen maximal geöffnet werden, um durch einen hohen Fluss an Schrumpfmedium
die Aufheiz- bzw. WakeUp- Zeit zu minimieren. Sobald die notwendige Betriebstemperatur
im Innenraum der Schrumpfvorrichtung und ggf. die gewünschte Temperatur der Fördervorrichtung
erreicht ist, werden die Drosselklappen entsprechend dem vorgegebenen Betriebsprogramm
eingestellt und die Produktion kann beginnen, insbesondere können die mit Schrumpffolie
umhüllten Artikel oder Artikelzusammenstellungen der Schrumpfvorrichtung zugeführt
werden.
[0017] Im laufenden Produktionsbetrieb kann vorgesehen sein, dass die Temperatur im Innenraum
der Schrumpfvorrichtung und / oder die Temperatur der Fördervorrichtung fortlaufend
sensorisch überwacht wird. Bei eine Abweichung der gemessenen Ist-Temperatur von der
gewünschten Soll- Temperatur wird beispielsweise die Temperatur des zugeführten Schrumpfmediums
durch Regulierung der Heizleistung der steuerbaren Einrichtung zur Temperierung des
Schrumpfmediums entsprechend angepasst. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung erfolgt
im laufenden Produktionsbetrieb somit keine Änderung von mindestens einem Volumenstrom.
[0018] Gemäß einer alternativen Ausführungsform kann die Einstellung und / oder Beibehaltung
der Betriebszustände über mindestens einen Temperatursensor im Innenraum der Schrumpfvorrichtung
überwacht werden und durch die Steuerung des Volumenstroms an Schrumpfmedium angepasst
werden. Im Falle der Überwachung eines Produktions- Betriebszustands ermittelt ein
erster Temperatursensor einen aktuellen Ist-Temperaturwert und übermittelt diesen
an die Steuerungseinheit. Der Ist- Temperaturwert wird mit einem Soll- Temperaturwert
verglichen, insbesondere wird die Abweichung zwischen Ist- Temperaturwert und Soll-
Temperaturwert ermittelt. Bei einer Abweichung ΔT, beispielsweise bei einer Abweichung
ΔT von mehr als 1 °C, werden die Stellantriebe über die Steuerungseinheit angesteuert
und die Drosselklappen neu eingestellt. Liegt der Ist- Temperaturwert unter dem Soll-
Temperaturwert, werden die Drosselklappen weiter geöffnet. Liegt der Ist- Temperaturwert
dagegen über dem Soll- Temperaturwert, werden die Drosselklappen weiter geschlossen.
Für die Überwachung der Produktionsbedingungen kann weiterhin mindestens ein zweiter
Temperatursensor vorgesehen sein, der die Ist- Temperatur im Bereich der Fördervorrichtung
misst und mit einem vorgegebenen Soll- Temperaturwert abgleicht.
[0019] Im Falle der Überwachung eines zweiten StandBy- Betriebszustands gemäß der alternativen
Ausführungsform ermittelt ein Temperatursensor die Ist- Temperatur im Innenraum der
Schrumpfvorrichtung und gleicht diesen Wert mit der in der Steuerungseinheit gespeicherten
Soll- StandBy- Temperatur ab. Bei einer Abweichung ΔT der Ist- Temperatur von der
definierten Soll- StandBy- Temperatur, beispielsweise bei einer Abweichung ΔT von
mehr als 1 °C, werden insbesondere die Stellantriebe der ersten Drosselklappen angesteuert
und die Einstellung der ersten Drosselklappen und somit die Zufuhr an Schrumpfmedium
zu dem mindestens einen ersten Heizmittel reguliert. Die zweite Drosselklappe zur
Zufuhr an Schrumpfmedium zu dem mindestens einen zweiten Heizmittel bleibt dagegen
verschlossen.
[0020] Mit dem Verfahren ist es somit möglich, über die Steuerungseinheit eine Mehrzahl
von in einem vordefinierten Zeitraster aufeinander folgenden Betriebszuständen einzustellen.
Insbesondere werden die Betriebszustände automatisiert durch kontrollierte Regulierung
der mindestens einen Aufteilungsvorrichtung zur Aufteilung des Schrumpfmediums eingestellt.
[0021] Zusammengefasst zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, dass die Aufteilung und
Zuleitung des Schrumpfmediums zu den unterschiedlichen Heizmitteln über eine intelligente
Steuerungseinheit erfolgt. Die Fördervorrichtung stellt den größten Energieverbraucher
der Schrumpfvorrichtung dar, da sie zum einen beim Durchlaufen des Schrumpftunnels
in Transportrichtung durch Zufuhr von Schrumpfmedium erwärmt und anschließend bei
der Rückführung wieder abgekühlt wird. Indem keine Andüsung der Fördervorrichtung
mit Schrumpfmedium im Falle eines Produktionsstopps erfolgt, sondern eine Regulierung
der Soll- StandBy- Temperatur in der Schrumpfvorrichtung durch eine erhöhte Zufuhr
von Schrumpfmedium über das mindestens eine erste Heizmittel erfolgt, wird die Fördervorrichtung
im StandBy- Betrieb weniger stark erhitzt. Somit ist es auch nicht notwendig, diese
in demselben Umfang wie im normalen Produktionsbetrieb abzukühlen. Indem die Schrumpfvorrichtung
auch bei einem Produktionsstopp auf einer Soll- StandBy- Temperatur gehalten wird,
können die so genannten WakeUp- Zeiten verkürzt werden. Die Aufheizzeit kann insbesondere
minimiert werden, indem alle Drosselklappen der Aufteilungsvorrichtung maximal geöffnet
werden. Gleichzeitig besteht dann aber die Gefahr, dass die Fördervorrichtung zu stark
erhitzt. Ein Sensor kann die Temperatur der Fördervorrichtung ermitteln und gegebenenfalls
kann eine Kühlvorrichtung zur entsprechenden Gegensteuerung aktiviert werden.
[0022] Die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren erlauben durch
eine intelligente Steuerung der Aufteilungsvorrichtung ein schnelleres Aufheizen der
Schrumpfvorrichtung auf die Produktionstemperatur. Dies erhöht die Verfügbarkeit der
Schrumpfvorrichtung. Mit entsprechender Sensorik kann ein Überhitzen der Fördervorrichtung
verhindert werden, was u.a. zu einer Lochbildung im Bodenbereich der Umverpackung
der Gebinde führen würde. Vorzugsweise können herkömmliche Schrumpfvorrichtungen gemäß
der Erfindung mit Einstellungsmitteln, insbesondere Stellantrieben o.ä., und Steuerungseinheiten
nachgerüstet werden, um eine intelligente, automatisierte Steuerung der Aufteilungsvorrichtung
zu ermöglichen.
[0023] Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der
beigefügten Figuren näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente
zueinander in den Figuren entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen,
da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert
im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind.
Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht einer Schrumpfvorrichtung gemäß dem bekannten
Stand der Technik und wurde bereits beschrieben.
Figur 2 zeigt eine schematische Ansicht einer Schrumpfvorrichtung mit erfindungsgemäßem
Energiemanagement.
[0024] Für gleiche oder gleich wirkende Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen
verwendet. Ferner werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren
dargestellt, die für die Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind. Die
dargestellten Ausführungsformen stellen lediglich Beispiele dar, wie die erfindungsgemäße
Vorrichtung oder das erfindungsgemäße Verfahren ausgestaltet sein können und stellen
keine abschließende Begrenzung dar.
[0025] Figur 2 zeigt eine schematische Ansicht einer Schrumpfvorrichtung 1 * mit erfindungsgemäßem
Energiemanagement. Die Schrumpfvorrichtung 1* ähnelt in großen Teilen der aus dem
Stand der Technik bekannten Schrumpfvorrichtung 1 (vgl. Figur 1), auf deren Beschreibung
hiermit verwiesen wird. Den Drosselklappen 22a, 22b sind jeweils Stellantriebe 40a,
40b zugeordnet, mit denen die Drosselklappen 22a, 22b geöffnet oder geschlossen werden
können. Die Stellantriebe 40a, 40b sind mit einer Steuerungseinheit 50 verbunden,
so dass die Einstellung der Drosselklappen 22a, 22b über die Stellantriebe 40a, 40b
durch die Steuerungseinheit 50 insbesondere stufenlos reguliert werden kann. Insbesondere
enthält die Steuerungseinheit 50 Parameter unterschiedlicher Betriebszustände. Je
nach gewähltem Betriebszustand, werden die Schrumpfmedium-Teilströme entsprechend
eingestellt.
[0026] In einem ersten Produktions- Betriebszustand ist beispielsweise vorgesehen, dass
ein erster definierter Teilstrom an Schrumpfmedium 19 über die erste Drosselklappe
22a und eine erste Zuleitung 30a für die Düsenfläche 15 und ein zweiter definierter
Teilstrom über die zweite Drosselklappe 22b und eine zweite Zuleitung 30b für die
bodenseitige Bedüsung 16 der Gebindeunterseite abgeteilt wird.
[0027] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann ein erster Temperatursensor 23a vorgesehen
sein. Dieser ermittelt die Temperatur T2 der Förderkette 10 im Ausgangsbereich 4 der
Schrumpfvorrichtung 1 * und übermittelt die entsprechenden Werte an die Steuerungseinheit
50. Diese steuert die Kühlmittelgebläse 24a und / oder 24b an, so dass die Förderkette
10 entsprechend mit Kühlmittel 26 beaufschlagt wird und abkühlt, bevor erneut Gebinde
(vgl. Figur 1) darauf transportiert werden. Im Eingangsbereich 3 der Schrumpfvorrichtung
1 * kann ein zweiter Temperatursensor 23b vorgesehen sein, über den die ausreichende
Abkühlung der Förderkette 10 kontrolliert wird. Weicht die vom zweiten Temperatursensor
23b ermittelte Temperatur T1 von einer definierten und in der Steuerungseinheit 50
gespeicherten Soll- Temperatur ab, wird die Zufuhr an Kühlmittel 26 durch die Steuerungseinheit
50 angepasst.
[0028] Die Steuerungseinheit 50 kontrolliert und steuert weitere programmierte Betriebszustände
an. Beispielsweise kann die Steuerungseinheit 50 die gewünschten Eckdaten für einen
so genannten StandBy- Betrieb enthalten. Dieser StandBy- Betrieb wird insbesondere
bei kurzzeitigen Produktionsunterbrechungen verwendet, beispielsweise wenn die Schrumpfvorrichtung
1 * kurzzeitig für neue Produkte umgerüstet werden muss, bei einer kurzen Unterbrechung
des Betriebs aufgrund fehlenden Nachschubs an zu verarbeitenden Produkten etc. In
diesem StandBy- Betrieb soll die Innentemperatur im Schrumpftunnel 1 * nicht unter
eine definierte Soll- StandBy-Temperatur sinken, allerdings soll der Energieverbrauch,
der anfällt, um diese Soll-StandBy- Temperatur beizubehalten, möglichst gering sein.
Wie bereits beschrieben, ist es besonders energieaufwendig, die im Schrumpftunnel
2 durch Zufuhr von Schrumpfmedium 19 erhitzte Förderkette 10 beim Rücklaufen wieder
abzukühlen. Aus diesem Grund steuert die Steuerungseinheit 50 die Stellantriebe 40
der Drosselklappen 22 an und bewirkt insbesondere ein weiteres Öffnen der Drosselklappen
22a und somit eine erhöhte Zufuhr an Schrumpfmedium 19 über die erste Zuleitung 30a
zu den Düsenflächen 15, während gleichzeitig die Drosselklappen 22b verschlossen werden
und somit die Zufuhr von Schrumpfmedium 19 über die zweite Zuleitung 30b zur bodenseitigen
Bedüsung 16 der Förderkette 10 bzw. Gebindeunterseite unterbunden wird. Somit erhitzt
sich die Förderkette 10 nur noch aufgrund der im Schrumpftunnel 2 vorherrschenden
StandBy- Temperatur, nicht jedoch aufgrund zusätzlicher Zufuhr von Schrumpfmedium
19. Die Förderkette 10 muss deswegen auch weniger stark abgekühlt werden, so dass
der energieintensive Kühlungsschritt weitgehen entfallen kann. Im Innenraum des Schrumpftunnels
2 ist weiterhin ein Temperatursensor 42 angeordnet, der die Innentemperatur ermittelt
und an die Steuerungseinheit 50 übermittelt, woraufhin entweder die Temperatur des
zugeführten Schrumpfmediums 19 durch Regulierung der Heizleistung des Heizregisters
20 angepasst werden kann oder woraufhin die Menge an zu den Düsenflächen 15 zugeführtem
Schrumpfmedium19 über den Stellantrieb 40a der Drosselklappe 22a angepasst werden
kann. Insbesondere im StandBy- Betrieb und im laufenden Produktionsbetrieb ist vorzugsweise
eine Steuerung über die Temperatur des zugeführten Schrumpfmediums 19 vorgesehen,
während das schnelle Aufheizen im WakeUp- Betrieb durch eine Erhöhung des Volumenstromes
an Schrumpfmedium 19 erfolgt. Insbesondere ist vorgesehen, dass im WakeUp- Betrieb
zumindest die Drosselklappen 22a, die die Zufuhr von Schrumpfmedium 19 zu den Düsenflächen
15 regulieren, maximal geöffnet sind.
[0029] Über die Steuerungseinheit 50 können weitere Programme weiterer Betriebszustände
verfügbar und abrufbar bzw. einstellbar sein. Beispielsweise kann die Steuerungseinheit
50 Programme für unterschiedliche Produktions- Betriebszustände mit unterschiedlichen
Produktions- Soll- Temperaturen, unterschiedliche StandBy-Betriebszustände mit unterschiedlichen
Soll- StandBy- Temperaturen für längere oder kürzere Unterbrechungen, unterschiedlichen
Aufheizprogramme mit kürzeren oder längeren Aufheizzeiten, unterschiedliche Abkühlprogramme
etc. umfassen. Mittels der Steuerungseinheit 50 kann beispielsweise eingestellt werden,
dass zum Aufheizen des Schrumpftunnels 2 alle Drosselklappen 22a, 22b maximal geöffnet
werden, um durch eine hohe Zufuhr an Schrumpfmedium 19 die Aufheizzeit zu minimieren.
Problematisch könnte hierbei sein, dass die Förderkette 19 zu stark erwärmt und aus
diesem Grund bereits beim Aufheizen des Schrumpftunnels 2 durch Kühlen der rücklaufenden
Förderkette 10 mit einem Kühlmittel 26 gegengesteuert werden muss. Ist der Zeitfaktor
dagegen weniger relevant, kann es deswegen energetisch vorteilhafter sein, zum Aufheizen
nur die erste Drosselklappe 22a für die Zufuhr an Schrumpfmedium 19 zur Düsenfläche
15 maximal zu öffnen und die zweite Drosselklappe 22b nicht oder nur teilweise zu
öffnen. Zusätzlich zur Erhöhung des Volumenstroms kann eine Erhöhung der Temperatur
des zugeführten Schrumpfmediums 19 durch Regulierung der Heizleistung des Heizregisters
20 vorgesehen sein, um die WakeUp- Zeit weiter zu verkürzen. Die Steuerungseinheit
50 kann mit definierten Programmen ausgestattet oder individuell programmierbar sein.
[0030] Gemäß vorliegender Erfindung werden die unterschiedlichen Betriebszustände im Schrumpftunnel
2 über eine intelligente Steuerung der als Aufteilungsvorrichtung dienenden Drosselklappen
22 erzielt. Um nach einer Produktionsunterbrechung den Schrumpftunnel 2 von einer
StandBy- Temperatur o.ä. auf die benötigte Betriebstemperatur aufzuheizen, werden
zumindest die ersten Drosselklappen 22a für die Zufuhr von Schrumpfmedium 19 zu den
seitlichen Düsenflächen 15 maximal geöffnet, um einen möglichst großen Luftumschlag
im Schrumpftunnel 2 zu erzielen und die Aufheizzeiten gering zu halten. Im laufenden
Produktionsbetrieb ist die Stellung der Drosselklappen 22a, 22b dagegen dem jeweiligen
Produkt angepasst, so dass jeweils eine definierte Zufuhr an Schrumpfmedium 19 durch
die Düsenflächen 15 und eine definierte Zufuhr an Schrumpfmedium 19 von unten her
auf oder durch die Förderkette 10 hindurch erfolgt. Dies kann insbesondere bedeuten,
dass die Drosselklappen 22a, 22b im Produktionsbetrieb stark angestellt oder weniger
stark angestellt sind. Die erfindungsgemäße intelligente Steuerung erhöht die Verfügbarkeit
des Schrumpftunnels 2, ermöglicht eine schnelle Wiederaufnahme der Produktion und
erhöht die Energieeffizienz der Vorrichtung 1*. Insbesondere können variable Artikel
oder Artikelzusammenstellungen bearbeitet werden, da eine individuelle Anpassung an
das jeweilige Verpackungsmaterial möglich ist. Beispielsweise kann bei sehr dünner
Verpackungsfolie nur ein schwacher seitlicher Volumenstrom an Schrumpfmedium 19 einer
bestimmten Temperatur benötigt werden, um ein optimales Verpackungsergebnis zu erzielen.
Durch ein Zusammenspiel der Regulierung der Heizleistung des Heizregisters 20 und
der Aufteilung des Schrumpfmittelstroms durch die gesteuerte Einstellung der Drosselklappen
22a, 22b kann die Schrumpfvorrichtung 1 * schnell und einfach an das jeweilige Produkt
angepasst werden: Insbesondere ist ein gesteuertes Einstellen der Drosselklappen 22a,
22b eine schnelle und einfache Umstellung zwischen dem Aufheiz- bzw. WakeUp- Betrieb
und dem Produktionsbetrieb, wodurch die WakeUp- Zeit enorm verkürzt werden kann, da
nunmehr kein manuelles Einstellen der Drosselklappen 22a, 22b bei einer Produktumstellung
und vor dem Aufheizen der Schrumpfvorrichtung 1* notwendig ist.
[0031] Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform beschrieben.
Es ist jedoch für einen Fachmann vorstellbar, dass Abwandlungen oder Änderungen der
Erfindung gemacht werden können, ohne dabei den Schutzbereich der nachstehenden Ansprüche
zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1/1*
- Schrumpfvorrichtung
- 2
- Schrumpftunnel
- 3
- Eingangsbereich
- 4
- Ausgangsbereich
- 5/5*
- Gebinde
- 6
- Flaschen
- 7/7*
- Schrumpffolie
- 10
- Förderkette / Förderband
- 14
- Seitenwandfläche
- 15
- Düsenfläche
- 16
- bodenseitige Bedüsung
- 18
- Gebläse
- 19
- Schrumpfmedium
- 20
- Heizregister
- 22
- Drosselklappe
- 23
- Temperatursensor
- 24
- Kühlmittelgebläse
- 26
- Kühlmittel
- 30
- Zuführung
- 40
- Stellantrieb
- 42
- Temperatursensor
- 50
- Steuerungseinheit
- T1/T2
- Temperatur der Förderkette
- TR
- Transportrichtung
1. Schrumpfvorrichtung (1 *) mit einer Fördervorrichtung (10) für Artikel oder Artikelzusammenstellungen
(5), mit mindestens einer Einrichtung (18) zur Erzeugung von Schrumpfmedium und einer
Einrichtung (20) zur Temperierung von Schrumpfmedium und mit mindestens einer Aufteilungsvorrichtung
zur Aufteilung des Schrumpfmedium- Stroms in mindestens zwei Schrumpfmedium- Teilströme,
wobei der erste Teilstrom mindestens einem ersten Heizmittel (15) zuführbar ist, über
das die Artikel oder Artikelzusammenstellungen (5) von der Seite und / oder von oben
her mit Schrumpfmedium (19) beaufschlagt werden und wobei der zweite Teilstrom mindestens
einem zweiten Heizmittel (16) zuführbar ist und mit dem die Fördervorrichtung (10)
aufgeheizt wird und / oder mit dem die Unterseite der Artikel oder Artikelzusammenstellungen
(5) von unten her durch die Fördervorrichtung (10) mit Schrumpfmedium (19) beaufschlagt
wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufteilungsvorrichtung mindestens eine Einrichtung zur automatisierten Steuerung
der Aufteilung des Schrumpfmedium- Stroms in mindestens zwei Schrumpfmedium-Teilströme
(19) zugeordnet ist.
2. Schrumpfvorrichtung (1*) nach Anspruch 1, wobei die mindestens eine Aufteilungsvorrichtung
zur Aufteilung des Schrumpfmediums (19) mindestens zwei Drosselklappen (22) umfasst,
wobei eine erste Drosselklappe (40a) mit einer ersten Zuführung (30a) verbunden ist,
über die Schrumpfmedium (19) dem ersten Heizmittel (15) zuführbar ist und wobei eine
zweite Drosselklappe (22b) mit einer zweiten Zuführung (30b) verbunden ist, über die
Schrumpfmedium (19) dem zweiten Heizmittel (16) zuführbar ist.
3. Schrumpfvorrichtung (1*) nach Anspruch 2, wobei die Einrichtung zur Steuerung der
Aufteilungsvorrichtung eine Vorrichtung zur gesteuerten Einstellung vordefinierter
Betriebszustände ist, die jeweils ein steuerbares Einstellmittel je Drosselklappe
(22a, 22b), insbesondere einen Stellantrieb (40a, 40b), und eine Steuerungseinheit
(50) umfasst.
4. Schrumpfvorrichtung (1*) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei durch die
Steuerungseinheit (50) mindestens die folgenden zwei Betriebszustände einstellbar
sind:
a. erster Betriebszustand für einen Produktionsbetrieb mit einer definierten ersten
Soll- Betriebs- Temperatur im Innenraum der Schrumpfvorrichtung (1*) und mit einer
definierten ersten Zufuhr an Schrumpfmedium (19) über das mindestens eine erste Heizmittel
(15) und mit einer definierten zweiten Zufuhr an Schrumpfmedium (19) über das mindestens
eine zweite Heizmittel (15) und
b. zweiter Betriebszustand für einen StandBy- Betrieb mit einer definierten zweiten
Soll- StandBy- Temperatur im Innenraum der Schrumpfvorrichtung (1*), wobei keine oder
nur eine reduzierte Zufuhr an Schrumpfmedium (19) über das mindestens eine zweiten
Heizmittel (16) erfolgt.
5. Schrumpfvorrichtung (1*) nach Anspruch 4, wobei im ersten Produktions-Betriebszustand
sowohl die erste Drosselklappe (22a) als auch die zweite Drosselklappe (22b) zumindest
teilweise geöffnet sind und wobei im zweiten StandBy- Betriebszustand die erste Drosselklappe
(22a) zumindest teilweise geöffnet ist und die zweite Drosselklappe (22b) zumindest
weitgehend geschlossen ist.
6. Schrumpfvorrichtung (1*) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die Schrumpfvorrichtung
(1*) mindestens einen Temperatursensor (42, 23a, 23b) umfasst, der der Einrichtung
zur Steuerung der Aufteilung des Schrumpfmedium-Stroms und / oder der Einrichtung
(20) zur Temperierung von Schrumpfmedium zugeordnet ist.
7. Schrumpfvorrichtung (1*) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei der Fördervorrichtung
(10) mindestens ein Temperatursensor (23a, 23b) zugeordnet ist.
8. Verfahren zur Einstellung unterschiedlicher Betriebszustände einer Schrumpfvorrichtung
(1*) mit einer Fördervorrichtung (10), wobei in mindestens einem ersten Produktions-
Betriebszustand eine definierte erste Soll- BetriebsTemperatur im Innenraum der Schrumpfvorrichtung
(1) eingestellt wird, indem eine definierte erste Zufuhr an Schrumpfmedium (19) von
oben oder seitlich auf die Artikel oder Artikelzusammenstellungen (5) über mindestens
ein erstes Heizmittel (15) erfolgt und indem eine definierte zweiten Zufuhr an Schrumpfmedium
(19) über mindestens ein zweites Heizmittel (16) von unten her auf bzw. durch die
Fördervorrichtung (10) hindurch auf die Unterseite der Artikel oder Artikelzusammenstellungen
(5) erfolgt und wobei in einem zweiten StandBy-Betriebszustand eine definierte zweite
Soll- StandBy- Temperatur im Innenraum der Schrumpfvorrichtung (1*) eingestellt wird,
wobei eine definierte erste Zufuhr an Schrumpfmedium (19) über mindestens ein erstes
Heizmittel (15) und indem keine Zufuhr an Schrumpfmedium (19) über das mindestens
eine zweite Heizmittel (16) erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei in einem dritten WakeUp- Betrieb die Schrumpfvorrichtung
(1*) von einer definierten zweiten Soll- StandBy- Temperatur auf eine definierte erste
Soll- Betriebs- Temperatur aufgeheizt wird, wobei zumindest die erste Drosselklappe
(22a) komplett geöffnet ist, so dass eine maximale erste Zufuhr an Schrumpfmedium
(19) über ein erstes Heizmittel (15) erfolgt, insbesondere wobei die erste und die
zweite Drosselklappe (22a, 22b) komplett geöffnet sind, so dass eine maximale erste
und eine maximale zweite Zufuhr an Schrumpfmedium (19) über ein erstes Heizmittel
(15) und über ein zweites Heizmittel (16) erfolgen, wodurch die WakeUp- Zeit beim
Aufheizen minimiert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei die Zufuhr an Schrumpfmedium (19) zu dem mindestens
einen ersten und / oder zweiten Heizmittel (15, 16) über mindestens eine Aufteilungsvorrichtung
zur Aufteilung des Schrumpfmediums (19) erfolgt, wobei der Aufteilungsvorrichtung
eine Einrichtung zur Steuerung der Aufteilungsvorrichtung zugeordnet ist, über die
eine gesteuerte Einstellung vordefinierter Betriebszustände erfolgt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die Regulierung der Zufuhr an Schrumpfmedium
(19) über eine Einstellung von Drosselklappen (22a, 22b) erfolgt, die über eine Steuerungseinheit
(50) reguliert werden, indem die Eckdaten zu den gewünschten Betriebszuständen in
die Steuerungseinheit (50) einprogrammiert werden und wobei nach Auswahl des gewünschten
Betriebszustand oder nach Programmierung der einem bestimmten Zeitverlauf folgenden
Abfolge von vordefinierten Betriebszuständen, die Steuerungseinheit (50) die Einstellung
der Drosselklappen (22a, 22b) über Stellantriebe (40a, 40b) reguliert.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei mindestens ein Temperatursensor
(23a, 23b) die Temperatur der Fördervorrichtung (10) überwacht, insbesondere wobei
im Ausgangsbereich (4) der Schrumpfvorrichtung (1*) ein erster Temperatursensor (23a)
angeordnet ist, der die Temperatur der Fördervorrichtung (10) im Ausgangsbereich (4)
der Schrumpfvorrichtung (1*) ermittelt, die gemessenen Daten an die Steuerungseinheit
(50) übermittelt, die mindestens eine Einrichtung (24a, 24b) zur Abkühlung der Fördervorrichtung
(10) ansteuert und / oder wobei im Eingangsbereich (3) der Schrumpfvorrichtung (1*)
ein zweiter Temperatursensor (23b) angeordnet ist, der die Temperatur der Fördervorrichtung
(10) im Eingangsbereich (3) der Schrumpfvorrichtung (1*) ermittelt, die gemessenen
Daten an die Steuerungseinheit (50) übermittelt, die mindestens eine Einrichtung (24a,
24b) zur Abkühlung der Fördervorrichtung (10) ansteuert.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, wobei ein Temperatursensor (42) die Ist-
Temperatur im Innenraum der Schrumpfvorrichtung (1*) ermittelt, diesen Wert mit einer
in der Steuerungseinheit (50) für den gewünschten Betriebszustand gespeicherten Soll-
Temperatur abgleicht und bei einer Abweichung ΔT zwischen Ist- Temperatur und Soll-
Temperatur die Temperatur des zugeführten Schrumpfmittels (19) durch eine Regulierung
der Einrichtung (20) zur Temperierung von Schrumpfmedium anpasst oder bei einer Abweichung
ΔT zwischen Ist-Temperatur und Soll- Temperatur die Stellantriebe (40a, 40b) ansteuert
und dadurch die Einstellung der Drosselklappen (22a, 22b) reguliert.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, wobei im zweiten StandBy-Betriebszustand
die zweiten Drosselklappen (22b) für die Zufuhr von Schrumpfmedium (19) zu dem zweiten
Heizmittel (16) geschlossen gehalten werden und wobei ein Temperatursensor die Ist-
Temperatur im Innenraum der Schrumpfvorrichtung (1) ermittelt, diesen Wert mit der
in der Steuerungseinheit gespeicherten Soll- StandBy- Temperatur abgleicht und bei
einer Abweichung ΔT zwischen Ist- Temperatur und StandBy- Temperatur den Stellantrieb
(40a) der ersten Drosselklappe (22a) ansteuert und die Einstellung der ersten Drosselklappe
(22a) und somit die Zufuhr an Schrumpfmedium (19) zu dem mindestens einen ersten Heizmittel
(15) reguliert.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 14, wobei über die Steuerungseinheit (50)
eine Mehrzahl von in einem vordefinierten Zeitraster aufeinander folgenden Betriebszuständen
eingestellt werden kann und wobei die unterschiedlichen Betriebszustände automatisiert
durch kontrollierte Regulierung der mindestens einen Aufteilungsvorrichtung zur Aufteilung
des Schrumpfmediums (19) eingestellt werden.