[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Überwachung von Kühlcontainern
in Terminals oder in anderen Aufstellflächen für Container.
[0002] Die Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, dass Kühlcontainer, die bekannterweise
an der Stirnseite mit einem vom Netzstrom angetriebenen Kühlaggregat ausgestattet
sind, von einem Schiff mit einem Schiffskran oder mit einem Containerkran entladen
werden, und auf einer Aufstellfläche in einem Terminal abgestellt werden. Dort muss
ein Anschluss an das hafenseitige Stromnetz erfolgen.
[0003] Sollen Kühlcontainer von einer hafenseitigen Terminal-Aufstellfläche zur Verladung
auf ein Schiff, ein Schienenfahrzeug oder einen LKW aufgenommen werden, müssen sie
vor deren Verladung von der hafenseitigen Netzstromversorgung getrennt werden.
[0004] Der Einfachheit halber wird lediglich dieser erste Anwendungsfall näher beschrieben,
dass vor der Verladung vom Hafen auf das Schiff eine Trennung vom Netzstrom erfolgen
soll. Die Erfindung betrifft jedoch auch den zweiten Anwendungsfall, nämlich die notwendige
Trennung von Kühlcontainern vom schiffsseitigen Netzstrom, bevor sie an Land verbracht
werden.
[0005] Allerdings entsteht - bezogen auf den hier beschriebenen ersten Anwendungsfall -
ein Problem, wenn der noch an der Netzstromversorgung hängende Kühlcontainer von seinem
hafenseitigen Aufstellplatz abgeholt werden muss, um z. B. auf einem Lkw, einem Schienenfahrzeug
oder auf einem Schiff verladen zu werden.
[0006] In der Vergangenheit entstanden große Schäden und eine damit zusammen hängende Unfallgefahr,
wenn das noch am Stromnetz hängende Kühlaggregat von dem hafenseitigen Kran oder sonstigem
Hebegeschirr ergriffen und hochgehoben wurde, bevor die Netzstromversorgung getrennt
wurde.
[0007] Durch das Aufladen oder Bewegen eines solchen Containers wurde die Netzstromversorgung
gewaltsam abgetrennt. Dadurch entstand eine Gefährdung des Kranbedieners oder der
sich auf der Containerseite aufhaltenden Bedienungsperson. Es bestand die Gefahr eines
Stromschlages, weil die Spannungsversorgung zwischen dem hafenseitigen Stromnetz und
der dem Kühlaggregat gewaltsam abgerissen wurde. Das nun freikommende Stromkabel konnte
die metallischen Teile des Hebezeugs oder des Containers berühren und dadurch alle
im Umkreis arbeitenden Personen in Lebensgefahr bringen.
[0008] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Überwachung von Kühlcontainern der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass
die Gefahr des Abreißens der Stromversorgung beim Bewegen des Containers vermieden
wird.
[0009] Die analoge Aufgabe soll auch dann gelöst werden, wenn ein auf einem Schiff verladener
Container dort aufgenommen wird und bewegt wird, bevor die schiffsseitige Stromversorgung
getrennt wurde.
[0010] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die technische Lehre des
Anspruches 1 gekennzeichnet.
[0011] Kennzeichnend für die Erfindung ist, dass der Kühlcontainer vom schiffs- oder vom
hafenseitigen Hebezeug nicht bewegt werden kann, solange er an der hafenseitigen oder
schiffsseitigen Stromversorgung angelegt ist.
[0012] Die Verhinderung der Bewegung oder Umsetzung des vom Hebezeug zu bewegenden Containers
kann durch nachfolgend beschriebene Maßnahmen erreicht werden, die einzeln oder in
Kombination untereinander wirksam werden können:
- 1. Es kann das Hebegeschirr (Öffnungs- oder Schließantrieb) des Hebezeugs blockiert
werden, solange der Kühlcontainer an der Netzstromversorgung hängt.
- 2. Es kann der Hubantrieb des Hebezeugs blockiert werden.
- 3. Es kann der Fahrantrieb des Hebezeugs blockiert werden, wenn sich das Hebezeug
in der Nähe oder mit seinem Hebegeschirr über dem Container befindet.
- 4. Es kann der Verriegelungsantrieb des Hebegeschirrs blockiert werden.
[0013] Die Erfindung sieht deshalb vor, dass an dem containerseitigen Kühlaggregat mindestens
eine Überwachungseinheit (Sensor) angeordnet ist, die als Datenerfassung mindestens
den Zustand der Netzverbindung zwischen dem containerseitigen Kühlaggregat und dem
aufstellseitigen Stromnetz erfasst und überwacht, und dass ferner über eine Kommunikationsverbindung
mindestens der Status dieser Netzverbindung zwischen dem Kühlcontainer und dem aufstellseitigen
Stromnetz an eine stationäre Zentrale und einem dortigen Überwachungssystem mitgeteilt
wird, und dass die Zentrale über eine Kommunikationsverbindung die Statusmeldung dem
Kontrollsystem für den Kran mitteilt, welches das Hebegeschirr des Krans kontrolliert.
[0014] Mit der gegebenen technischen Lehre ergibt sich der Vorteil, dass eine lückenlose
Überwachung des an einem aufstellseitigen Stromnetz hängenden Kühlaggregates in Bezug
zu einem hafen- oder schiffsseitig angeordneten Hebezeug gegeben ist. Mit dieser -
möglichst lückenlosen - Überwachungskette wird der eingangs genannte Gefahrenzustand
vermieden, dass nämlich ein noch am Stromnetz hängender Kühlcontainer von einem Containerkran
oder einem sonstigen Hebezeug aufgenommen und transportiert wird.
[0015] Nach einem Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass der Status der Netzverbindung
an die hafenseitige Zentrale gemeldet wird, und die Zentrale über eine Kommunikationsverbindung
mit dem Kontrollsystem für den Kran in Verbindung steht, und die Statusmeldung der
Netzverbindung im Kontrollsystem für den Kran so weiterverarbeitet wird, dass einerseits
eine Anzeige im Führerhaus des Containerkrans bezüglich eines "verbotenen" Containers
zur Anzeige gebracht wird, um zum anderen entweder das Hebegeschirr oder die Verriegelungseinheit
am Hebegeschirr blockiert wird.
[0016] Auf diese Weise wird die Sicherheit von am Netz hängenden Kühlcontainern auf Aufstellflächen
- unabhängig davon, ob sie im Hafen in einem Terminal stehen oder auf einem Schiff
gelagert sind - erheblich gesteigert.
[0017] Es ist demzufolge dem Kontrollsystem der Containerkrans und damit auch bei manuellem
Zugriff der Bedienungsperson des Containerkrans nicht möglich, einen auf eine solche
Art gesicherten Kühlcontainer aufzunehmen und zu transportieren, weil es sich um eine
automatische Sicherung handelt, bei der ein manueller Bedienereingriff nicht vorgesehen
ist.
[0018] Die Erfindung ist nicht darauf beschränkt, dass die Netzverbindung unmittelbar selbst
direkt als digitale Meldung überwacht wird. Es können auch indirekte Meldungen bezüglich
der Netzverbindung überwacht werden, z. B. kann die am Kühlaggregat anstehende Netzspannung
überwacht werden. Kann keine Netzspannung festgestellt werden, kann daraus geschlossen
werden, dass das Kühlaggregat nicht mehr an dem aufstellseitigen Stromnetz liegt.
[0019] In einer anderen Ausführung wird ein mechanischer Berührungskontakt im Bereich der
mobilen Spannungsversorgung zwischen dem aufstellseitigen Stromnetz und dem Kühlaggregat
vorgesehen. Der dort als Zwischenstecker ausgebildete Netzstecker ist mit Berührungskontakten
versehen, und nur, wenn der Berührungskontakt des aufstellseitigen Steckers in das
Kühlaggregat am Container eingesteckt wird, wird ein Kontakt ausgelöst und gibt die
Status-Information einer bestehenden Netzverbindung an die Überwachungseinheit im
Hebezeug weiter.
[0020] Erfindungsgemäß wird deshalb das Vorhandensein der Netzverbindung durch mechanische
Kontakte oder durch elektrische Zustandsinformationen im Verbindungsbereich zwischen
der aufstellseitigen Stromversorgung und dem Kühlaggregat erfasst.
[0021] In einer Weiterbildung der Erfindung kann es auch vorgesehen sein, dass eine mechanische
Verbindung zwischen der Überwachungseinheit am Container und dem Kühlaggregat am Container
überprüft wird. Es soll nämlich vermieden werden, dass die am Kühlaggregat angeordnete
Überwachungseinheit mit dem Container selbst verschifft wird.
[0022] Hierbei ist es zweckmäßig, die für die Kommunikation genutzte elektrische Verbindung
zwischen der containerseitigen Überwachungseinheit und dem containerseitigen Kühlaggregat
zu nutzen oder einen zusätzlichen mechanischen Kontakt vorzusehen, um zu gewährleisten,
dass bei Aufnehmen des Kühlcontainers auch die Überwachungseinheit vom Container bereits
schon abgenommen ist, um ein unbeabsichtigtes Verschiffen der Überwachungseinheit
zu vermeiden.
[0023] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass zwischen der
containerseitigen Überwachungseinheit und der hafenseitigen Zentrale eine drahtlose
Kommunikationsverbindung besteht, und die containerseitige Überwachungseinheit bevorzugt
als RFID-Tag ausgebildet ist.
[0024] Hier ergeben sich besonders vorteilhafte Möglichkeiten, denn durch eine drahtlose
Funkverbindung können große Strecken überbrückt werden, und es ist nur wenig Infrastruktur
auf der Hafenseite erforderlich.
[0025] In einer Alternativen hierzu kann es jedoch auch vorgesehen sein, dass ein drahtgebundenes
Kommunikationssystem über Signalkabel auf der Hafenseite oder auf der Schiffsseite
verlegt ist, und die containerseitige Überwachungseinheit über drahtgebundene Signalleitungen
mit der aufstellseitigen Zentrale verbunden ist.
[0026] Bei einer funkgestützten Kommunikationsverbindung zwischen der containerseitigen
Überwachungseinheit und der hafenseitigen Zentrale ist es im Falle von Verwendung
von RFID-Tags notwendig, dass deren Signale von einem üblichen RFID-Reader empfangen
werden, der mit einem Überwachungssystem in Verbindung steht, welches Teil der hafenseitigen
Zentrale sein kann.
[0027] Gleichzeitig ist vorgesehen, dass die hafenseitige Zentrale über eine Kommunikationsverbindung
mit dem Kontrollsystem für den Kran verbunden ist. Auch hier kann eine drahtlose Kommunikationsverbindung
oder eine drahtgebundene Kommunikationsverbindung (z. B. über Glasfaser) vorgesehen
werden.
[0028] Der einfacheren Beschreibung wegen wird von einer funkgestützten Kommunikation zwischen
der hafenseitigen Zentrale und dem im Hafenterminal fahrenden Containerkran ausgegangen.
[0029] Wichtig ist, dass der Containerkran oder das sonstige Hebezeug bestimmte Statusinformationen
von der Zentrale empfängt, insbesondere einen Werkauftrag, einen bestimmten Container
oder eine Anzahl von Containern aufzunehmen oder umzusetzen.
[0030] Hierbei kann vorgesehen werden, dass der Kran noch eine weitere Liste mit sogenannten
sicheren Containern erhält, was bedeutet, dass diese Container vom Kran bewegt werden
dürfen und nicht zu denen "verbotenen" Containern gehören. Es handelt sich also um
einen redundanten Werkauftrag, wobei das Steuerungssystem im Containerkran überprüfen
kann, dass der an ihn erteilte Werkauftrag mit der Liste der sicheren Container übereinstimmt.
[0031] Ebenso ist es in manchen Fällen möglich, dass der Werkauftrag einen Auftrag beinhaltet,
mehrere in einem Stapel gelagerte Container umzusetzen, was bedeutet, dass für einen
bestimmten Container kein Bewegungsauftrag besteht, dennoch aber sichergestellt werden
muss, dass dieser Container nicht bewegt werden kann, weil er noch an der hafenseitigen
Stromversorgung hängt. Die Bewegung soll also erst dann erfolgen, wenn er von der
hafenseitigen Stromversorgung getrennt wurde.
[0032] Das kranseitige Kontrollsystem soll demnach eine Reihe von Informationen erhalten,
unter anderem auch den Arbeitsauftrag, und es werden zumindest die aktuelle Kranposition,
die aktuelle Position des Hebegeschirrs und der aktuelle Status der Verriegelungseinheit
am Hebegeschirr an das hafenseitige Kontrollsystem gemeldet.
[0033] Umgekehrt meldet das hafenseitige Kontrollsystem den Werkauftrag an den Kran - siehe
vorher -, und der Kran fährt zu der ihm angegebenen Arbeitsposition und senkt das
Hebegeschirr auf den aufzunehmenden Kühlcontainer ab.
[0034] In diesem Zeitraum - während des Fahrbetriebes des Krans und spätestens während des
Absenkens des Hebegeschirrs - wird der Status des Kühlcontainers übertragen, der unter
anderem beinhaltet, ob der Kühlcontainer noch an einer hafenseitigen Netzverbindung
hängt oder nicht. Gleichzeitig wird dieser Status mit dem Status der Verriegelungseinheit
am Hebegeschirr verglichen.
[0035] Wenn sich nun herausstellt, dass der hafenseitige Kühlcontainer noch an der Netzverbindung
hängt, kann das Hebegeschirr nicht von der Offenstellung in die Verriegelungsstellung
zur Herbeiführung eines Eingriffs am Kühlcontainer gebracht werden. Es bleibt also
bei der Offenstellung, die damit automatisch verriegelt wird. Damit kann der Werkauftrag
des Krans nicht an diesem Kühlcontainer ausgeführt werden.
[0036] Alternativ kann der Containerkran diesen Zustand über sein Kontrollsystem an die
Zentrale melden, und die Zentrale kann Gegenmaßnahmen treffen, z. B. eine Bedienungsperson
benachrichtigen, welche die aufstellseitige Stromversorgung vom Kühlcontainer trennt
oder dergleichen mehr.
[0037] Wird jedoch während des Fahrbetriebes des Kranes und spätestens beim Absenken des
Hebegeschirres festgestellt, dass der Kühlcontainer von der hafenseitigen Stromversorgung
getrennt ist, wird das Hebegeschirr freigegeben und deren Verriegelungseinheit wird
zugelassen. Der Kran kann den Kühlcontainer in einer bestimmungsgemäßen Weise aufnehmen,
abtransportieren oder gemäß dem Werkauftrag bewegen.
[0038] Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem
Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen
Patentansprüche untereinander.
[0039] Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und
Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, werden
als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber
dem Stand der Technik neu sind.
[0040] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von einer, lediglich einen Ausführungsweg
darstellenden Zeichnung näher erläutert. Hierbei gehen aus der Zeichnung und ihrer
Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0041] Es zeigen:
Figur 1: schematisiert eine Darstellung von auf einer Aufstellfläche aufgestellten
Kühlcontainern mit einer Netzstromversorgung
Figur 2: schematisiert ein Blockschaltbild der Datenverbindung zwischen der containerseitigen
Überwachungseinheit und der hafenseitigen Zentrale
Figur 3: Darstellung der Datenblöcke, die möglicherweise von der kühlaggregatseitigen
Überwachungseinheit erfasst werden
Figur 4: mögliche Daten im Bereich der Kommunikationsverbindung zwischen der containerseitigen
Überwachungseinheit und der hafenseitigen Zentrale
Figur 5: perspektivische Darstellung eines hafenseitigen Containerkrans
Figur 6: beispielhafte Darstellung der Datenblöcke im Kontrollsystem für den Kran
Figur 7: ein Ablaufdiagramm des kranseitigen Kontrollsystems
Figur 8: schematisiertes Blockschaltbild der Verbindung zwischen dem containerseitigen
Überwachungssystem und der hafenseitigen Zentrale
[0042] In Figur 1 ist beispielhaft dargestellt, dass zwei Kühlcontainer 1, 2 auf einer hafenseitigen
Aufstellfläche aufgestellt sind, und jeder Kühlcontainer 1, 2 mit jeweils einem Kühlaggregat
3, 4 verbunden ist, welches über Netzstrom betrieben ist.
[0043] Am Kühlaggregat 3, 4 ist jeweils eine Überwachungseinheit 5, 6 angeordnet, die im
bevorzugten Ausführungsbeispiel jeweils aus einem RFID-Tag besteht.
[0044] Wichtig ist, dass jedes Kühlaggregat 3, 4 über eine Spannungsversorgung 7, 8 mit
dem hafenseitigen Stromnetz 9 verbunden ist. Dieses ist beispielsweise auf einer Arbeitsbühne
10 verlegt, die von Bedienungspersonen betreten werden kann, welche auch die mobilen
Spannungsversorgungen 7, 8 zum hafenseitigen Stromnetz 9 herstellen.
[0045] Gemäß Figur 2 ist jede Überwachungseinheit 5, 6 über eine Funkverbindung 12 mit einem
hafenseitigen Reader 11 verbunden, das heißt, alle RFID-Tags senden über die Funkverbindung
12 an einen Reader 11, welcher alle empfangenen Signale auswertet und an ein Überwachungssystem
13 weiterleitet, welches Teil der hafenseitigen Zentrale 21 ist.
[0046] Über eine an sich bekannte Datenverbindung 23 werden diese Signale der Zentrale 21
weitergeleitet.
[0047] In der Zentrale 21 erfolgt die Erfassung der in Figur 3 nur beispielhaft dargestellten
Datenblöcke.
[0048] Im Datenblock 24 wird beispielsweise die aktuelle Temperatur im Innenraum des Kühlcontainers
1 als Inhalt der Funkverbindung 12 übermittelt. Ferner wird im Datenblock 25 das Status-Flag
übermittelt, welches angibt, ob weitere Informationen vorliegen. Diese weiteren Informationen
werden im Datenblock 26 erfasst und betreffen z. B. eine Information, dass die Überwachungseinheit
5, 6 (das heißt also der RFID-Tag) noch mit dem Kühlaggregat 3, 4 verbunden ist. Dies
erfolgt im Datenblock 27 und - erfindungsgemäß - erfolgt im Datenblock 28 die Statusmitteilung,
dass das Kühlaggregat 3, 4 über die mobile Spannungsversorgung 7, 8 noch mit dem Stromnetz
9 verbunden ist.
[0049] Alle diese Datenblöcke oder auch mehr als diese Datenblöcke oder weniger, zumindest
aber der Datenblock bezüglich der Netzverbindung 28, werden über die Funkverbindung
12 dem Reader 11 und damit der Zentrale 21 mitgeteilt.
[0050] Die Zentrale 21 kommuniziert auch mit den Überwachungseinheiten 5, 6 in der Weise,
in dem z. B. gemäß Figur 4 die Zentrale die Alarmschwelle 29 in der Überwachungseinheit
5, 6 verändern kann, oder es kann gemäß Ziff. 30 der Alarm gelöscht werden, oder mit
dem Datenblock 31 können weitere Steuerungsmeldungen erzeugt oder erfasst werden.
[0051] Die Figur 5 zeigt perspektivisch einen Containerkran 14 in grob schematisierter Weise.
Der Containerkran muss nicht unbedingt als Portal-Fahrzeug ausgebildet sein. Es kann
sich auch um einen üblichen Hafenkran oder einen Schiffskran handeln.
[0052] Es kann auch ein Hubstapler sein oder andere Hebezeuge, wie sie üblicherweise auf
der Schiffsseite oder der Hafenseite verwendet werden. Der Containerkran 14 kann mit
einer Fahrerkabine 15 versehen sein, und das kranseitige Steuerungssystem steht mit
einer Antenneneinheit 18 über eine drahtgebundene oder drahtlose Funkverbindung 19
mit der Zentrale 21 in Verbindung.
[0053] In einer anderen Ausgestaltung kann es vorgesehen sein, dass die Fahrerkabine 15
und eine darin sitzende Bedienungsperson entfällt, weil es sich um ein selbsttätig
arbeitendes Hebezeug handelt. Das hier gezeigte Ausführungsbeispiel ist also nicht
beschränkend für die Erfindung zu verstehen.
[0054] Der Containerkran 14 weist ein oder mehrere Hebegeschirre 16 auf, an deren freien
Enden eine Verriegelungseinheit 17 angeordnet ist, die elektromechanisch zu öffnen
oder zu schließen ist.
[0055] Erfindungsgemäß wird der Zustand der Verriegelungseinheit 17 vom Kontrollsystem des
Krans 20 gesteuert.
[0056] In Figur 6 sind die Datenblöcke dargestellt, wie sie dem Containerkran 14 von der
Zentrale übermittelt werden. Von einem Arbeitsauftrag ausgehend wird die aktuelle
Kranposition im Kontrollsystem für den Kran 20 erfasst, ebenso wie die aktuelle Position
des Hebegeschirrs und der aktuelle Status der Verriegelungseinheit. Die genannten
Daten werden über eine Datenverbindung 22, die bevorzugt als drahtgebundene Datenverbindung
ausgebildet ist, dem kranseitigen Kontrollsystem 20 zugeführt, und über die Funkverbindung
19 der Zentrale 21 mitgeteilt.
[0057] Das in Figur 7 gezeigte Ablaufdiagramm läuft im kranseitigen Kontrollsystem 20 ab.
[0058] Ausgehend von einem Werkauftrag, der von der Zentrale 21 an den Kran geschickt wird,
kann in einer Weiterbildung der Erfindung auch das kranseitige Kontrollsystem 20 eine
Liste der sicheren Container von der Zentrale 21 übermittelt bekommen.
[0059] Als Nächstes wird in Ausführung des Werkauftrages der Kran in Bewegung gesetzt und
zu dem aufzunehmenden oder umzusetzenden Kühlcontainern 1, 2 bewegt. Hat der Containerkran
14 den aufzunehmenden Kühlcontainer (z. B. den Kühlcontainer 1) erreicht, wird das
Hebegeschirr 16 auf den Kühlcontainer 1 abgesenkt. Spätestens in diesem Augenblick
wird der Status der Netzverbindung 28 abgefragt, und wenn festgestellt wird, dass
eine Netzverbindung zwischen dem Kühlaggregat des Kühlcontainers 1 und dem hafenseitigen
Stromnetz 9 besteht, erfolgt eine Anzeige im Führerhaus und/oder eine Anzeige in der
Zentrale, und die Verriegelungseinheit 17 bleibt in der Offenstellung blockiert. Sie
kann nicht in Verriegelungseingriff mit dem Container gebracht werden. Es wird dann
entweder der nächste Werkauftrag ausgeführt oder es wird eine Rückmeldung an die Zentrale
21 gegeben, die weitere Maßnahmen veranlassen kann.
[0060] Wird hingegen durch Analyse des Datenblocks 28 festgestellt, dass eine Netzverbindung
am Container nicht mehr besteht, wird die Verriegelungseinheit 17 freigegeben, und
sie kann in Eingriff mit dem Kühlcontainer 1 gebracht werden. Damit wird der Werkauftrag
ausgeführt, wie es in Figur 7 auf der linken Seite, unten, dargestellt ist.
[0061] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Analyse auf den Verbindungsstatus
der Überwachungseinheit 5,6 erweitert werden und bei aufrechter Datenverbindung die
Containerbewegung unterbunden werden. Dadurch kann verhindert werden, dass eine Überwachungseinheit
am Container vergessen und abtransportiert wird.
[0062] In Figur 8 ist schematisiert das übergreifende Datennetz dargestellt. Es ist gezeigt,
dass ausgehend vom containerseitigen Überwachungssystem 13, welches im Wesentlichen
aus der Überwachungseinheit 5, 6 besteht, der einzelne Kühlcontainer 1, 2 überwacht
wird. Über die Kommunikationsverbindung, die bevorzugt als Funkverbindung 19 ausgebildet
ist, werden die Statusmeldungen an den Containerkran 14 und an dessen Kontrollsystem
20 weitergeleitet.
Zeichnungslegende
| 1 |
Kühlcontainer |
6 |
Überwachungseinheit (RFID-Tag) |
| 2 |
Kühlcontainer |
| 3 |
Kühlaggregat |
7 |
Spannungsversorgung |
| 4 |
Kühlaggregat |
8 |
Spannungsversorgung |
| 5 |
Überwachungseinheit (RFID-Tag) |
9 |
Stromnetz |
| 10 |
Arbeitsbühne |
| 11 |
Reader |
22 |
Datenverbindung (drahtgebunden) |
| 12 |
Funkverbindung |
| 13 |
Überwachungssystem |
23 |
Datenverbindung (drahtlos) |
| 14 |
Containerkran |
24 |
Datenblock |
| 15 |
Fahrerkabine |
25 |
Datenblock |
| 16 |
Hebegeschirr |
26 |
Datenblock |
| 17 |
Verriegelungseinheit |
27 |
Datenblock |
| 18 |
Antenneneinheit |
28 |
Datenblock |
| 19 |
Funkverbindung |
29 |
Alarmschwelle |
| 20 |
Kontrollsystem für Kran |
30 |
Alarm löschen |
| 21 |
Zentrale |
31 |
Datenblock |
1. Verfahren zur Überwachung der Netzstromverbindung der Kühlaggregate (3, 4) von Kühlcontainern
(1, 2) die hafen- oder schiffseitig auf Aufstellflächen von Terminals oder dergleichen
aufgestellt sind und von einem Hebezeug, insbesondere einem Containerkran (14), bewegt
werden, dadurch gekennzeichnet, dass bei der beabsichtigten Bewegung des Kühlcontainers (1, 2) mindestens das Hebegeschirr
(16) des Hebezeugs blockiert ist, solange die aufstellseitige Netzstromversorgung
noch mit dem Kühlaggregat (3, 4) verbunden ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Verfahrensschritt der Status der Netzverbindung (7-9) an die hafenseitige
Zentrale (21) gemeldet wird, und die Zentrale (21) über eine Kommunikationsverbindung
(19) mit dem Kontrollsystem (20) für den Kran in Verbindung steht, und dass in einem
zweiten Verfahrensschritt die Statusmeldung der Netzverbindung im Kontrollsystem (20)
für den Kran so weiterverarbeitet wird, dass mindestens das Hebegeschirr (16) und/oder
die Verriegelungseinheit (17) am Hebegeschirr (16) blockiert oder freigegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorhandensein der am Kühlaggregat (3, 4) anliegenden Netzspannung überwacht wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Berührungskontakt zwischen dem Kühlaggregat (3, 4) und der aufstellseitigen Netzstromversorgung
überwacht wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Netzspannungsversorgung betreffende Parameter aus dem Kontrollsystem des Kühlaggregats
(3, 4) überwacht werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass elektrische Zustandsinformationen im Verbindungsbereich (7-9) zwischen der aufstellseitigen
Stromversorgung und dem Kühlaggregat (3-4) erfasst und überwacht werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine mechanische Verbindung zwischen der Überwachungseinheit (5, 6) am Container
und dem Kühlaggregat (3, 4) am Container überwacht wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das hafenseitige Kontrollsystem (21) einen Werkauftrag an den Kran sendet und während
des Fahrbetriebes des Kranes und/oder spätestens beim Absenken des Hebegeschirres
(16) feststellt, ob der Kühlcontainer von der hafenseitigen Stromversorgung getrennt
ist, und dass dann das Hebegeschirr (16) freigegeben und/oder deren Verriegelungseinheit
(17) entblockiert wird.
9. Vorrichtung zur Überwachung der Netzstromverbindung der Kühlaggregate (3, 4) von Kühlcontainern
(1, 2) die hafen- oder schiffseitig auf Aufstellflächen von Terminals oder dergleichen
aufgestellt sind und von einem Hebezeug, insbesondere einem Containerkran (14), bewegt
werden, dadurch gekennzeichnet, dass an dem containerseitigen Kühlaggregat (3, 4) mindestens eine Überwachungseinheit
(5, 6) (Sensor) angeordnet ist, die als Datenerfassung mindestens den Zustand der
Netzverbindung zwischen dem containerseitigen Kühlaggregat (3, 4) und dem aufstellseitigen
Stromnetz (9) erfasst und überwacht.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9 zur Ausübung des Verfahrens nach mindestens einem der
Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die am Container angeordnete Überwachungseinheit (5, 6) (Sensor) über eine Kommunikationsverbindung
(12) mindestens den Status der Netzverbindung zwischen dem Kühlcontainer und dem aufstellseitigen
Stromnetz (9) an eine stationäre Zentrale (21) und einem dortigen Überwachungssystem
mitteilt, und dass die Zentrale (21) über eine Kommunikationsverbindung (19) die Statusmeldung
dem Kontrollsystem (20) für den Kran mitteilt, welches das Hebegeschirr (16) des Krans
kontrolliert.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der containerseitigen Überwachungseinheit (5, 6) und der hafenseitigen Zentrale
(21) eine drahtlose Kommunikationsverbindung (12) besteht, und die containerseitige
Überwachungseinheit als RFID-Tag ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das kranseitige Kontrollsystem (20) mindestens die aktuelle Kranposition, die aktuelle
Position des Hebegeschirrs (16) und den aktuellen Status der Verriegelungseinheit
(17) am Hebegeschirr (16) an das hafenseitige Kontrollsystem (21) meldet.