[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Steckdichtungsprofil zum Bilden einer Steckdichtungsanordnung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und auf eine Steckdichtungsanordnung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 8. Gattungsgemäße - und auch erfindungsgemäße - Steckdichtungsprofile
werden in einen bereits bestehenden Spalt zwischen einem Rahmenprofil wie beispielsweise
einer Glashalteleiste - und einem Flächenelement insbesondere einer Isolierglasscheibe,
eingedrückt, wodurch eine Steckdichtungsanordnung ausgebildet wird, welche den Spalt
abdichtet. Bei dem Montagevorgang werden die Steckdichtungen gleichzeitig (in einem
Montageschritt) für die Positionierung und für die Abdichtung in Endstellung komprimiert.
Hierfür sind besondere konstruktive Ausgestaltungen des Steckdichtungsprofils der
Steckdichtungsanordnung erforderlich.
[0002] Steckdichtungsprofile sind insbesondere von Anlagedichtungsprofilen zu unterscheiden.
Diesen Dichtungen ist ein kräftiger bzw. großvolumiger Haltefuß gemeinsam, der auch
als Verankerungsfuß bezeichnet wird. Üblicherweise wird der Haltefuß des Anlagedichtungsprofils
in einem ersten Montageschritt in eine hinterschnittene Nut des Rahmenprofils eingesetzt.
Das Anlagedichtungsprofil ist dann sicher verankert. Erst in einem zweiten Montageschritt
wird dann das Flächenelement wie eine Isolierglasscheibe an das Anlagedichtungsprofil
angelegt, wobei es in die endgültige Dichtungsgeometrie komprimiert wird.
[0003] Der Montagevorgang von Steckdichtungen und Anlagedichtungen unterscheidet sich also
wesentlich, insbesondere auch durch die Anzahl der erforderlichen Montageschritte
bei der Montage der beiden Dichtungsarten.
[0004] Ein bekanntes Steckdichtungsprofil zeigt die
DE 42 28 874 A1. Dieses typische, schlauchförmige Steckdichtungsprofil weist - wie alle Steckdichtungsprofile
- keinen Haltefuß auf, sondern eine sich senkrecht zur Steck- bzw. Einsetzrichtung
erstreckende Nut zur Lagesicherung. Die Dichtung nach
DE 42 28 874 A1 wird mit einem Basissteg in den Spalt zwischen Isolierglasscheibe und Rahmenprofil
eingedrückt, bis ein Steg des Profils in die Nut der Dichtung eingreift. Das Steckdichtungsprofil
komprimiert sich während der Montage im vorderen sichtbaren Kopfbereich nur unwesentlich
und weist daher nach der Montage eine relativ große sichtbare Breite auf, die einen
nachteiligen visuellen Eindruck vermittelt. Die Wärmedämmeigenschaften der Dichtung
entsprechen zudem nicht den aktuellen Anforderungen.
[0005] Ein weiteres aus dem Stand der Technik bekanntes Steckdichtungsprofil zeigt die
EP 2 192 333 A1. Dieses Steckdichtungsprofil weist die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1
auf. Es wird in einem Co-Extrusionsverfahren aus einem geschäumten und einem kompakten
gummielastischen Material hergestellt, zum Beispiel einem EPDM. Durch den Einsatz
einer geschäumten Komponente ergeben sich verbesserte Wärmedämmeigenschaften der Dichtung.
Nachteilig bei dieser Steckdichtungsanordnung ist aber nach wie vor der visuelle Eindruck
des nach wie vor recht großen sichtbaren Bereichs der montierten Steckdichtung. Zudem
sind zur steckenden Montage relativ große Kräfte notwendig.
[0006] Aus der
DE101 00 456 A1 ist es bekannt, in einem Übergangsbereich zwischen einer zur Sichtseite gewandten
oberen Dichtlippe und einem Schaumbereich eines Steckdichtungsprofils Hohlkammern
auszubilden.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Steckdichtungsprofil für Steckdichtungsanordnungen
zu schaffen, das die vorgenannten Nachteile vermeidet, d.h., die Dichtungsanordnung
mit der montierten Steckdichtungsprofil soll ein weniger störendes, harmonisches visuelles
Erscheinungsbild vermitteln. Zudem soll das Steckdichtungsprofil einfacher montierbar
sein und dennoch gute Wärmedämmeigenschaften aufweisen.
[0008] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand der Ansprüche 1 und 8. Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0009] Erfindungsgemäß wird die Montage vereinfacht, da die Hohlkammer ein leichteres Biegen
des Dichtungsprofils ermöglicht. Zudem wird die Wärmedämmung durch die Hohlkammer
in Verbindung mit dem Schaum besonders optimiert. Als vorteilhaft zu erwähnen sind
in diesem Zusammenhang auch der gute Sitz der Dichtung und die vorteilhafte Optik.
[0010] Durch in den Unteransprüchen beanspruchte Geometriemerkmale der Hohlkammer wird sichergestellt,
dass die Montage besonders einfach erfolgt und dennoch ein guter Sitz im montierten
Zustand sichergestellt ist.
[0011] Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Steckdichtungsprofile sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben, wobei auch weitere Vorteile
erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung der Situation vor der Montage eines erfindungsgemäßen Steckdichtungsprofils
für eine Steckdichtungsanordnung in ein Rahmenprofil mit eingestelltem, flächigem
Fassadenelement, wie z.B. einer Isolierglasscheibe;
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung des Steckdichtungsprofil aus Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Schnittdarstellung der Anordnung aus Fig. 1 nach erfolgter Montage des Steckdichtungsprofils;
- Fig. 4
- die Anordnung der Fig. 1, wobei in Figur 4 die einzelnen wärmedämmwirksamen Bereiche
des Steckdichtungsprofils detailliert dargestellt sind;
- Figur 5:
- eine Schnittdarstellung einer weiteren Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Steckdichtungsprofils für eine Steckdichtungsanordnung;
[0012] Figur 1 veranschaulicht die Situation vor bzw. bei der Montage eines erfindungsgemäßen
Steckdichtungsprofils 1. Das Steckdichtungsprofil 1 wird unter der Einwirkung von
Druckkräften, die während des Montagevorgangs auf die Steckdichtungsprofil 1 ausgeübt
werden, in Richtung X einen Spalt S mit definierter Breite zwischen einem Schenkel
eines Rahmenprofils 21 und einem flächigem Fassadenelement 22, zum Beispiel einer
Isolierglasscheibe, eingesetzt.
[0013] Bevor dieser Einsetzvorgang näher erläutert wird, sei zunächst der Aufbau des Steckdichtungsprofils
näher betrachtet.
[0014] Fig. 2 zeigt das Steckdichtungsprofil 1 der Fig. 1 im unmontierten Zustand. Die Grundgeometrie
des Querschnitts des Steckdichtungsprofils 1 ist im Wesentlichen C-förmig, wobei das
C-förmige Steckdichtungsprofil wiederum aus zwei "ineinander" geschachtelten C-förmigen
Bereichen - einem Grundbereich 1a und einem Schaumbereich 1 b - besteht, die abschnittsweise
aneinander angrenzen bzw. aneinander liegen und zwischen denen wenigstens eine Hohlkammer
8 ausgebildet ist.
[0015] Vorzugsweise ist die Hohlkammer 8 als Aussparung in dem Schaumbereich 1 b ausgebildet,
wobei die Hohlkammer 8 an den Grundbereich 1 a angrenzt.
[0016] Der - in Bezug auf die C-Kontur - im montierten Zustand zum Rahmenprofil 21 hin gewandte
C-förmige Grundbereich 1a des Steckdichtungsprofils 1 besteht vorzugsweise aus einem
kompakten, insbesondere gummiartig elastischen Werkstoff wie zum Beispiel EPDM oder
einem anderen thermoplastischen Elastomer, wohingegen der Schaumbereich 1 b aus einem
geschäumten Werkstoff wie beispielsweise Moosgummi besteht. In Hinsicht auf die Werkstoffe/Materialien
sei ergänzend auch auf die
EP 2 192 333 A verwiesen.
[0017] Der Grundbereich 1 a weist rahmenprofilseitig eine Haltenut 2 zur Positionierung
des Steckdichtungsprofils 1 in einer definierten Montageendposition am Rahmenprofil
21 auf. Diese Haltenut 2 ist an der vom Flächenelement abgewandten Außenseite des
Bereiches 1 a ausgebildet und ist senkrecht zur Montagerichtung bzw. senkrecht zur
Ebene des Flächenelementes 22 hin geöffnet.
[0018] Die Haltenut 2 wird an einen Seite von einem Positionierungssteg 3 begrenzt und an
ihrer anderen Seite von einem Raststeg 4.
[0019] Der Positionierungssteg 3 ist nach der Montage sichtbar, denn er liegt nach erfolgter
Montage des Steckdichtungsprofils an der Sichtseite I auf dem Rahmenprofilsteg 18
auf und dient somit quasi als Anschlag für das Erreichen einer definierten Montageendposition.
[0020] Der Raststeg 4 dient ergänzend an der Falzseite II zur Positionierung der Dichtung
in der definierten Montagenendposition der Fig. 3.
[0021] Die Haltenut 2 bildet den mittleren Bereich der Rahmenprofilseite des Steckdichtungsprofils
1 aus. An diesen mittleren Bereich schließt sich "oberhalb" bzw. "nach außen hin"
als Sichtfläche 12 ein oberer Schenkel 19 des C-förmigen Steckdichtungsprofils 1 an.
[0022] Der obere Schenkel 19, der im unmontierten Zustand des Steckdichtungsprofils 1 einen
leicht konvexen Radius ausbildet, mündet in eine obere Dichtlippe 6, die sich im montierten
Zustand bis zur Isolierglasscheibe 22 erstreckt. Ein "unterer" bzw. im montierten
Zustand "innerer" Schenkel 17 der C-förmigen Grundgeometrie der Steckdichtungsprofil
1 weist einen konvexen Radius auf, der in eine untere bzw. zu einem Falz gewandte
Dichtlippe 7 mündet, die einen Steckbereich ausbildet, der bei Einsetzen der Steckdichtung
zuerst in den Spalt S gesteckt wird.
[0023] Der bisher beschriebene Grundbereich 1 a des Steckdichtungsprofils 1 ist vorzugsweise
aus einem kompakten, insbesondere gummiartig elastischen Werkstoff - wie zum Beispiel
EPDM - hergestellt.
[0024] Innerhalb des C-förmigen Grundteils 1a des Steckdichtungsprofils 1 ist der Schaumbereich
1 b des Steckdichtungsprofils 1 angeordnet, der ebenfalls eine C-förmige Geometrie
aufweist.
[0025] Im Bereich der oberen Dichtlippe 6 entsteht aus dem Zusammenwirken der oberen Dichtlippe
6 mit dem unterhalb der oberen Dichtlippe 6 angrenzenden geschäumten Bereich eine
Dichtwulst 5. Unterhalb des oberen Schenkels 19 weist der Schaumbereich 1 b eine Hohlkammer
8 auf, die in ihrem oberen Abschnitt direkt am oberen Schenkel 19 der C-förmigen Grundgeometrie
aus kompaktem Werkstoff abschließt. Die Hohlkammer 8 weist vorzugsweise einen dreieckigen
Querschnitt auf, der auch als V-förmig bezeichnet werden kann.
[0026] Die Hohlkammer 8 weist drei Eckbereiche auf, von denen zwei Ecken an der Grenzfläche
zwischen dem Grund- und dem Schaumbereich 1 a und 1 b liegen und eine Ecke innen in
dem Schaumbereich 1 b.
[0027] Die im montierten Zustand zum Fenster- bzw. Fassadenprofil 21 hin orientierte Ecke
zwischen den Bereichen 1a und 1 b weist vorzugsweise einen stumpfen Winkel α > 90°
auf. Die im montierten Zustand zum Flächenelement 22 hin orientierte Ecke zwischen
den Bereichen 1 a und 1 b weist vorzugsweise einen spitzen Winkel β < 60° auf und
die im montierten Zustand innen im Schaumbereich 1 b liegende Ecke weist vorzugsweise
ebenfalls einen spitzen Winkel γ < 60° auf, wobei in diesem Bereich auch ein Radius
ausgebildet sein kann bzw. hier ausgebildet ist.
[0028] Diese bevorzugte Geometrie der Hohlkammer 8 wirkt sich besonders vorteilhaft auf
das Montageverhalten, den Sitz im montierten Zustand und auf das Wärmedämmverhalten
aus.
[0029] Die Hohlkammer 8 wird durch den oberen Schenkel 19 aus kompaktem Werkstoff, einen
im montierten Zustand an dem Flächenelement anliegenden Dehnsteg 10 aus geschäumten
Werkstoff und einem Verbindungssteg 25 zwischen dem Schenkel 19 und dem Dehnsteg 10
begrenzt.
[0030] Ein im montierten Zustand zum Fenster- bzw. Fassadenprofil 21 hin orientierte Verbindungssteg
25 (hier links) neben der Hohlkammer 8 weist eine Haltefläche 16 auf, die mit dem
Schenkel 19 verbunden ist, welcher in diesem Bereich wenig verformbar ist. Dies hat
den Vorteil, dass der Schenkel 19 auch bei der Verformung der Steckdichtungsprofil
1 auf Grund der wirkenden Kräfte bei deren Montage auch im komprimierten Zustand nicht
zur Sichtseite I hin oder nur wenig/unwesentlich in diese Richtung "in der Fig. 1
und 2 nach oben" ausweicht.
[0031] Der im montierten Zustand zum Flächenelement orientierte Verbindungssteg (hier rechts)
neben der Hohlkammer 8 weist eine Anbindungsfläche 13 auf, die der Anbindung der Verbindungssteges
- eines Dehnsteges 10 - dient, der so ausgelegt ist, dass sich die Dichtlippe 6 bei
Verformung auf Grund der Montagekräfte nach oben bewegen kann.
[0032] Dabei bildet der Dehnsteg 10 im montierten Zustand eine besonders große Anlagefläche
11 an das flächige Fassadenelement 22 aus.
[0033] Durch diese geometrische und werkstoffliche Ausgestaltung der Dichtlippe 6, nämlich
rahmenprofilseitig mit einer hohen Steifigkeit und auf der Seite des flächigen Fassadenelements
22 (nicht dargestellt) mit einer niedrigen Steifigkeit bzw. hohen Nachgiebigkeit,
ergibt sich eine definierte Verformung der Dichtlippe 6.
[0034] Die Dichtlippe 6 wird bei der Montage der Steckdichtungsprofil 1 im Stauchbereich
15 - siehe vergleichend Fig. 1 und 3 - zunächst gestaucht, um bei weiterer Verformung
schließlich nach unten in die Hohlkammer 8 hinein über die Knickfläche 14 auszuknicken.
Hierdurch verändert sich in besonders vorteilhafter Weise die Länge der Dichtlippe
6, was aus der definierte Form und Positionierung der Hohlkammer in der Steckdichtungsprofil
1 resultiert.
[0035] Durch die Verformung der Dichtlippe 6 und damit des oberen Schenkels 19 der Steckdichtungsprofil
1 ergibt sich - siehe Fig. 3 - im montierten Zustand des Steckdichtungsprofils eine
kleine sichtbare Breite 20 (siehe Fig. 3) des Steckdichtungsprofils 1. Der Dehnsteg
10 stellt dabei eine dauerhafte Dichtwirkung der Dichtlippe 6 sicher, da er ein Ausweichen
der Dichtlippe nach oben und somit ein mögliches Abgleiten der Dichtlippe von der
abzudichtenden Oberfläche des flächigen Fassadenelements 22 (nicht dargestellt) durch
die geometrische Gestaltung und Positionierung der Hohlkammer 8 verhindert.
[0036] Bei der Montage nach Art der Fig. 1 wird das Steckdichtungsprofil 1 mit dem keilförmigen,
als Dichtlippe 7 ausgebildeten Steckabschnitt voran, in den Spalt S zwischen Rahmenprofil
21 und flächigem Fassadenelement 22 eingedrückt, bis eine definierte Montageendposition
der Steckdichtungsprofil 1 erreicht ist. Dabei wird das Steckdichtungsprofil 1 entsprechend
verformt. Die Steckdichtungsprofil 1 gleitet dabei rahmenprofilseitig über einen sich
senkrecht zur Steckrichtung X bzw. senkrecht zur Scheibenfläche erstreckenden, vom
Rahmenprofil 21 in vorstehenden Rahmenprofilsteg 18, bis diese durch die Ausgleichsbewegung
des verformten Raststegs 4 der Steckdichtungsprofil 1 unter den Rahmennrofilsteg 18
in die Haltenut 2 der Steckprofil 21 verhindert ein Herausgleiten der Steckdichtungsprofil
1 aus dem Spalt und sorgt somit für eine definierte Montageendposition der Steckdichtungsprofil
1.
[0037] Auf der Seite des flächigem Fassadenelements 22 strebt die Dichtlippe 6 der Steckdichtungsprofil
1 durch die Verformung der Dichtlippe 6 hervorrufenden Montagekräfte nach oben, wird
aber durch den Dehnsteg 10 in Position gehalten und deshalb zur definierten Verformung
an der Knickfläche 14 gezwungen. Dadurch schmiegt sich die Dichtlippe 6 und die Anlagefläche
11 an das flächige Fassadenelement 22 an und dichtet den Spalt zwischen flächigem
Fassadenelement 22 und Rahmenprofil 21 ab, wobei die dazu erforderlichen Dichtkraft
aus der definierten Verformung der Steckdichtungsprofil 1 resultiert.
[0038] Es besteht somit ein erheblicher Unterschied in der Montagereihenfolge und im eigentlichen
Montageprozess zwischen einer Steckdichtungsprofil und einer Anlagedichtung:
Eine Anlagedichtung wird zunächst über den Haltefuß in ein entsprechendes Rahmenprofil
montiert. Danach wird die Dichtlippe der Anlagedichtung durch Einstellen und Positionieren
eines flächigen Fassadenelementes in die dafür vorgesehene Falzöffnung des Rahmenprofils
in Funktion gebracht. Mit einer entsprechenden Halteleiste, die üblicherweise ebenfalls
mit einer Anlagedichtung versehen ist, wird das flächige Fassadenelement dann endgültig
eingedichtet.
[0039] Durch Figur 1 ist gezeigt und wurde vorstehend erläutert, dass sich bei der Verwendung
eines Steckdichtungsprofils 1 eine andere Montagereihenfolge als bei einer Anlagedichtung
ergibt. Bei der Verwendung eines Steckdichtungsprofils wird zunächst das flächige
Fassadenelement 22 in die dafür vorgesehene Falzöffnung des Rahmenprofils 21 eingestellt
und positioniert. Die Falzöffnung des Rahmenprofils 21 wird dann zum Beispiel mit
einer Halteleiste nach außen hin verschlossen. Die sich zwischen flächigem Fassadenelement
22 und Rahmenprofil 21 bzw. Halteleiste ergebenen Spalte werden dann in einem letzten
Montageschritt jeweils mit einem Steckdichtungsprofil 1 verschlossen.
[0040] Figur 3 zeigt die erfindungsgemäße Steckdichtungsprofil 1 im montierten Zustand.
Hierbei hat sich die sichtbare Breite 20 gegenüber dem unmontierten Zustand des Steckdichtungsprofils
deutlich verringert, so dass sich ein harmonischer visueller Eindruck der Steckdichtungsprofil
1 einstellt.
[0041] Das erfindungsgemäße Steckdichtungsprofil 1 weist nicht nur optische Vorteile im
Vergleich zum Stand der Technik auf, sondern zeichnet sich auch durch eine besonders
vorteilhafte, einfache und prozesssichere Montage aus.
[0042] Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass die Wärmedämmeigenschaften besser sind
als die der Steckdichtungen nach dem Stand der Technik. Ursächlich dafür ist die Kombination
von Geometrie und Werkstoffen des Steckdichtungsprofils 1 im eingesetzten bzw. montierten
Zustand.
[0043] Dies ist in Figur 4 veranschaulicht. Das Steckdichtungsprofil 1 weist in Wärmestromrichtung,
also vom rahmenseitigen Ende des Steckdichtungsprofils 1 bis zum flächenelementseitigen
Ende des Steckdichtungsprofils 1 betrachtet, vier Bereiche A bis D verschiedener Beschaffenheit
auf.
[0044] So ist ein zum Profil 21 gewandter Bereich A des Steckdichtungsprofils 1 aus einem
kompakten gummi-elastischen Werkstoff relativ hoher Festigkeit zur sicheren Montage
hergestellt. Bereich B bildet einen zweiten Schaumbereich, der aus einem geschäumten
gummi-elastischen Werkstoff hergestellt ist. Bereich C besteht aus Luft, die sich
in einer Hohlkammer 8 befindet und Bereich D bildet einen vierten Schaumbereich, der
bevorzugt ebenfalls aus einem geschlossenzelligen, geschäumten gummi-elastischen Werkstoff
herstellt ist.
[0045] Diese vier Bereiche befinden sich auf Höhe des wärmedämmtechnisch kritischen Bereichs
der Profilanbindung, wodurch sich die besonders guten Wärmedämmeigenschaften ergeben.
[0046] Der untere Schenkel 17 der Steckdichtungsprofils 1 ist bevorzugt geschlitzt ausgeführt,
so dass das Steckdichtungsprofil 1 einfach in den Ecken eines Rahmenprofils 21 verlegt
werden kann. Die definierte Verformbarkeit der Steckdichtungsprofil 1 ist dabei ebenfalls
von Vorteil.
[0047] Fig. 5 zeigt eine Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Steckdichtungsprofils
1. Die in Fig. 5 dargestellte Ausführungsvariante weist in unterer Verlängerung des
rahmenseitigen Stegs der C-förmigen Grundgeometrie des Steckdichtungsprofils 1 eine
weitere Dichtlippe 24 auf. Dadurch ergeben sich weiter verbesserte Wärmedämmeigenschaften
einer solchen Ausführungsvariante des Steckdichtungsprofils 1, da durch die zusätzliche
Dichtlippe 24 Konvektionseffekte verringert werden.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 1
- Steckdichtung
- 2
- Haltenut
- 3
- Positionierungssteg
- 4
- Raststeg
- 5
- Dichtwulst
- 6
- Obere Dichtlippe
- 7
- Untere Dichtlippe
- 8
- Hohlkammer
- 9
- Scharnierartiger Einschnitt
- 10
- Dehnsteg
- 11
- Anlagefläche
- 12
- Sichtfläche
- 13
- Anbindungsfläche
- 14
- Knickfläche
- 15
- Stauchbereich
- 16
- Haltefläche
- 17
- Unterer Steg
- 18
- Rahmenprofilsteg
- 19
- Oberer Steg
- 20
- Sichtbare Breite
- 21
- Rahmenprofil
- 22
- Flächiges Fassadenelement
- 23
- Knickstelle
- 24
- Dichtlippe
- 25
- Verbindungssteg
- I
- Sichtseite
- II
- Falzseite
- X
- Steckrichtung
- S
- Spalt
- 1a
- Grundbereich
- 1b
- Schaumbereich
1. Steckdichtungsprofil (1) zum Ausbilden einer Steckdichtungsanordnung durch nachträgliches
Einsetzen und Abdichten eines bereits bestehenden Spaltes (S) zwischen einem Rahmenprofil
(21) und einem Flächenelement (22), einer Isolierglasscheibe eines Fensters, einer
Tür oder eines Fassadenelementes, mit folgenden Merkmalen:
a) ein C-förmiger Querschnitt mit zwei ineinander geschachtelten C-förmigen Bereichen,
ein Grundbereich (1a) aus einem kompakten Material und ein Schaumbereich (1b) aus
einem geschäumten Material, die abschnittsweise aneinander angrenzen bzw. aneinander
liegen, wobei die beiden Bereiche (1a, 1b) im Koextrusionsverfahren gemeinsam hergestellt
sind, und
b) eine Haltenut zur Positionierung des Steckdichtungsprofils (1) in einer definierten
Montageendposition am Rahmenprofil (21), welche der Grundbereich (1a) rahmenproflseitig
aufweist, wobei die Haltenut an der vom Flächenelement abgewandten Außenseite des
Grundbereiches (1a) ausgebildet ist, wobei die Haltenut senkrecht zur Steckrichtung
X bzw. senkrecht zur Ebene des Flächenelementes (22) hin geöffnet ausgebildet ist,
und wobei die Haltenut den mittleren Bereich einer Rahmenprofilseite des Steckdichtungsprofils
ausbildet,
c) ein sich zu einer Sichtseite hin als Sichtfläche anschließender oberer Schenkel
(19) des C-förmigen Steckdichtungsprofils (1), der im unmontierten Zustand des Steckdichtungsprofils
(1) einen konvexen Radius aufweist und der an der vom Raststeg abgewandten Seite in
eine obere Dichtlippe (6) übergeht, die sich im montierten Zustand bis zur Isolierglasscheibe
(22) erstreckt,
d) ein im montierten Zustand zu einer Falzseite (II) des Rahmenprofils orientierter
Schenkel (17) des Grundbereichs (1a), der einen konvexen Radius aufweist, der in eine
untere Dichtlippe (7) mündet,
dadurch gekennzeichnet, dass
e) im Grenzbereich zwischen dem Grundbereich (1a) und dem Schaumbereich (1b) wenigstens
eine Hohlkammer (8) ausgebildet ist, welche als Aussparung in dem Schaumbereich (1b)
ausgebildet ist und welche an den Grundbereich (1a) angrenzt.
f) die Hohlkammer (8) einen dreieckigen Querschnitt aufweist und drei Eckbereiche,
von denen zwei an der Grenzfläche zwischen dem Grundbereich und dem Schaumbereich
(1a und 1b) liegen und einer innen in dem Schaumbereich (1 b),
g) einer der Eckbereiche zwischen dem Grundbereich (1a) und dem Schaumbereich (1b)
im montierten Zustand zum Fenster- bzw. Fassadenprofil (21) hin orientiert ist und
dass dieser Eckbereich einen Winkel α > 90° aufweist,
h) die Hohlkammer (8) durch den oberen Schenkel (19) aus kompaktem Material, einem
im montierten Zustand an dem Flächenelement anliegenden Dehnsteg (10) aus geschäumten
Material und einem Verbindungssteg (25) zwischen dem Schenkel (19) und dem Dehnsteg
(10) begrenzt ist,
i) unterhalb des oberen Schenkels (19) in dem Schaumbereich (1b) die Hohlkammer (8)
ausgebildet ist, die direkt am oberen Schenkel (19) abschließt,
j) der Verbindungssteg (25) im montierten Zustand zum Fenster- bzw. Fassadenprofil
(21) hin orientiert ist und neben der Hohlkammer (8) eine Haltefläche (16) ausbildet,
die mit dem oberen Schenkel (19) verbunden ist, der in diesem Bereich wenig verformbar
ist, so dass der obere Schenkel (19) auch bei der Verformung des Steckdichtungsprofils
(1) aufgrund der wirkenden Kräfte bei dessen Montage auch in einem komprimierten Zustand
in diesem Bereich nicht zur Sichtseite hin ausweicht,
k) im montierten Zustand eine Knickfläche (14) an der oberen Dichtlippe (6) ausgebildet
ist.
2. Steckdichtungsprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die im montierten Zustand zum Fenster- bzw. Fassadenprofil (21) hin orientierte Ecke
zwischen dem Grundbereich (1a) und dem Schaumbereich (1b) den Winkel α > 90° aufweist
und dass die im montierten Zustand zum Flächenelement (22) hin orientierte Ecke zwischen
dem Grundbereich (1a) und dem Schaumbereich (1b) einen spitzen Winkel ß < 60° aufweist
und dass die im montierten Zustand innen im Schaumbereich (1b) liegende Ecke ebenfalls
einen spitzen Winkel γ < 60° aufweist.
3. Steckdichtungsprofil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltenut (2) an ihrer einen Seite von einem Positionierungssteg (3) begrenzt
ist und an ihrer anderen Seite von einem Raststeg (4).
4. Steckdichtungsprofil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionierungssteg (3) in montierter Stellung sichtbar ist, wobei er an der
Sichtseite I auf dem Rahmenprofilsteg (18) aufliegt und als Anschlag für das Erreichen
einer definierten Montageendposition ausgelegt ist.
5. Steckdichtungsprofil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Raststeg (4) ergänzend an der Falzseite II zur Positionierung der Dichtung in
der Montagenendposition dient.
6. Steckdichtungsprofil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der oberen Dichtlippe (6) aus dem Zusammenwirken der oberen Dichtlippe
(6) mit dem unterhalb der oberen Dichtlippe (6) angrenzenden geschäumten Bereich eine
Dichtwulst (5) zur Anlage an dem Flächenelement gebildet ist.
7. Steckdichtungsprofil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dehnsteg (10) so ausgelegt ist, dass die Dichtlippe (6) bei Verformung auf Grund
der Montagekräfte zur Sichtseite bewegbar ist.
8. Steckdichtungsanordnung mit einem Steckdichtungsprofil nach einem der vorstehenden
Ansprüche, das in einen Spalt zwischen einem Profil (21) und einem Flächenelement
(22) eines Fensters, einer Tür oder einem Fassadenelement ausgebildet ist.
9. Steckdichtungsanordnung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Steckdichtungsprofil (1) in Wärmestromrichtung, also vom rahmenseitigen Ende
des Steckdichtungsprofils (1) bis zum flächenelementseitigen Ende des Steckdichtungsprofils
(1) vier Bereiche A bis D ausbildet:
a. Bereich A der Steckdichtungsprofil 1 ist aus einem kompakten gummi-elastischen
Werkstoff relativ hoher Festigkeit zur sicheren Montage hergestellt.
b. Bereich B bildet einen zweiten Schaumbereich, der aus einem geschäumten gummi-elastischen
Werkstoff hergestellt ist.
c. Bereich C besteht aus Luft, die sich in einer Hohlkammer (8) befindet, und
d. Bereich D bildet einen vierten Schaumbereich, der bevorzugt ebenfalls aus einem
geschlossenzelligen, geschäumten gummi-elastischen Werkstoff herstellt ist,
e. wobei die vier Bereiche auf Höhe des wärmedämmtechnisch kritischen Bereichs der
Profilanbindung liegen.
1. A plug-in sealing profile (1) for forming a plug-in sealing arrangement by subsequent
insertion and sealing of an already existing gap (S) between a frame profile (21)
and a surface element (22), an insulating glass pane of a window, a door or a facade
element, having the following features:
a) a C-shaped cross-section with two nested C-shaped regions, a base region (1 a)
made from a compact material and a foam region (1 b) made from a foamed material,
which adjoin each other or rest on each other in sections, wherein the two regions
(1a, 1b) are produced jointly in a co-extrusion process, and
b) a retaining groove for positioning the plug-in sealing profile (1) in a defined
mounting end position on the frame profile (21), which is comprised by the base region
(1a) on the side of the frame profile, wherein the retaining groove is formed on the
exterior side of the base region (1a) which faces away from the surface element, wherein
the retaining groove is formed to be open perpendicularly to the plug-in direction
X or perpendicularly to the plane of the surface element (22), and wherein the retaining
groove forms the central region of a frame profile side of the plug-in sealing profile,
c) an upper limb (19) of the C-shaped plug-in sealing profile (1), which limb adjoins
towards a visible side as a visible surface and which in the non-mounted state of
the plug-in sealing profile (1) has a convex radius and which converges into an upper
sealing lip (6) on the side facing away from the locking web, which lip extends in
the mounted state up to the insulating glass pane (22),
d) a limb (17) of the base region (1 a) which is oriented in the mounted state towards
a rabbet side (II) of the frame profile and which has a convex radius which opens
into a bottom sealing lip (7),
characterized in that
e) at least one hollow chamber (8) is formed in the boundary region between the base
region (1 a) and the foam region (1 b), which hollow chamber is formed as a recess
in the foam region (1 b) and which adjoins the base region (1 a),
f) the hollow chamber (8) has a triangular cross-section and three corner regions,
of which two lie on the boundary surface between the base region and the foam region
(1a and 1b) and one lies inwardly in the foam region (1 b),
g) one of the corner regions between the base region (1 a) and the foam region (1
b) is oriented in the mounted state towards the window or facade profile, and that
said corner region has an angle of α > 90°,
h) the hollow chamber (8) is bounded by the upper limb (19) made of compact material,
an expansion web (10) which is made of foamed material and rests in the mounted state
on the surface element, and a connecting web (25) between the limb (19) and the expansion
web (10),
i) the hollow chamber (8) which terminates directly on the upper limb (19) is formed
beneath the upper limb (19) in the foam region (1 b),
j) the connecting web (25) is oriented towards the window or facade profile (21) in
the mounted state and forms a retaining surface (16) which is adjacent to the hollow
chamber (8) and is connected to the upper limb (19), and which in this region shows
low deformability so that the upper limb (19) does not yield towards the visible side
even during deformation of the plug-in sealing profile (1) as a result of the acting
forces during its mounting even in a compressed state in this region,
k) forms a bending surface (14) on the upper sealing lip (6) in the mounted state.
2. A plug-in sealing profile according to claim 1, characterized in that the corner which is oriented in the mounted state towards the window or facade profile
(21) has the angle of α > 90° between the base region (1 a) and the foam region (1
b), and that the corner which is oriented in the mounted state towards the surface
element (22) has an acute angle of β < 60° between the base region (1 a) and the foam
region (1 b), and that the corner disposed inwardly in the foam region (1 b) in the
mounted state also has an acute angle of γ < 60°.
3. A plug-in sealing profile according to one of the preceding claims, characterized in that the retaining groove (2) is bounded on its one side by a positioning web (3) and
at its other side by a locking web (4).
4. A plug-in sealing profile according to one of the preceding claims, characterized in that the positioning web (3) is visible in the mounted state, wherein it rests on the
frame profile web (18) on the visible side I and is formed as a limit stop for reaching
a defined mounting end position.
5. A plug-in sealing profile according to one of the preceding claims, characterized in that the locking web (4) is used in addition on the rabbet side II for positioning the
seal in the mounting end position.
6. A plug-in sealing profile according to one of the preceding claims, characterized in that in the region of the upper sealing lip (6) a sealing bead (5) for contact on the
surface element is formed from the interaction of the upper sealing lip (6) with the
foamed region adjoining beneath the upper sealing lip (6).
7. A plug-in sealing profile according to one of the preceding claims, characterized in that the expansion web (10) is formed in such a way that the sealing lip (6) is movable
to the visible side under deformation as a result of the mounting forces.
8. A plug-in sealing arrangement having a plug-in sealing profile according to one of
the preceding claims, which is formed in a gap between a profile (21) and a surface
element (22) of a window, a door or a facade element.
9. A plug-in sealing arrangement according to claim 8,
characterized in that the plug-in sealing profile (1) forms four regions A to D in the direction of heat
flow, i.e. from the frame-side end of the plug-profile (1) to the end on the surface-element
side of the plug-in sealing profile (1):
a. region A of the plug-in sealing profile (1) is made from a compact rubber-elastic
material of relatively high strength for secure mounting;
b. the region B forms a second foam region which is made from a foamed rubber-elastic
material;
c. the region C consists of air which is situated in a hollow chamber (8), and
d. region D forms a fourth foam region which is also preferably made from a closed-cell,
foamed, rubber-elastic material;
e. wherein the four regions lie at the level of the region of the profile attachment
which is critical with respect to heat insulation.
1. Profilé de joint emboîté (1) destiné à former une disposition de joint emboîté en
étant inséré après le montage et en rendant étanche un interstice (S) existant entre
un profilé de cadre (21) et un élément plan (22), une vitre en vitrage isolant d'une
fenêtre, d'une porte ou d'un élément de façade, présentant les caractéristiques suivantes
:
a) une section en forme de C avec deux zones en forme de C imbriquées l'une dans l'autre,
une partie de base (1a) faite d'un matériau compact et une partie en mousse (1b) faite
de matériau moussé, qui sont contiguës ou reposent l'une sur l'autre par sections,
les deux parties (1a, 1b) étant fabriquées ensemble par coextrusion, et
b) une rainure de rétention pour le positionnement du profilé de joint emboîté (1)
dans une position finale de montage définie sur le profilé de cadre (21), qui présente
la partie de base (1a) du côté du profilé de cadre, la rainure de rétention étant
formée sur le côté extérieur de la partie de base (1a) tourné à l'opposé de l'élément
plan, la rainure de rétention étant ouverte perpendiculairement au sens d'emboîtement
X ou perpendiculairement au plan de l'élément plan (22), et la rainure de rétention
formant la partie centrale d'un côté tourné vers le profilé de cadre du profilé de
joint emboîté,
c) un bras (19) du profilé de joint emboîté (1) en forme de C se raccordant vers une
face visible en formant une surface visible, qui présente une courbure convexe dans
l'état non monté du profilé de joint emboîté (1) et qui se raccorde sur le côté opposé
à l'aile d'enclenchement à une lèvre d'étanchéité supérieure (6) qui s'étend, dans
l'état monté, jusqu'à la vitre en vitrage isolant (22),
d) un bras (17) de la partie de base (1a) orienté, dans l'état monté, vers un côté
de feuillure (II) du profilé de cadre, qui présente une courbure convexe débouchant
dans une lèvre d'étanchéité inférieure (7),
caractérisé en ce que
e) au moins un compartiment creux (8) est formé à l'interface entre la partie de base
(1a) et la partie en mousse (1 b), lequel est formé comme un évidement dans la partie
en mousse (1 b) et est limitrophe de la partie de base (1 a),
f) le compartiment creux (8) présente une section triangulaire et trois parties de
coin dont deux se trouvent à l'interface entre la partie de base et la partie en mousse
(1a et 1b) et une à l'intérieur de la partie en mousse (1b),
g) l'une des parties de coin entre la partie de base (1a) et la partie en mousse (1
b) est orientée, dans l'état monté, vers la fenêtre ou le profilé de façade (21) et
cette partie de coin forme un angle α > 90°,
h) le compartiment creux (8) est délimité par le bras supérieur (19) fait de matériau
compact, une aile extensible (10) en matériau moussé reposant sur l'élément plan dans
l'état monté et une aile de liaison (25) entre le bras (19) et l'aile extensible (10),
i) le compartiment creux (8) est formé en dessous du bras supérieur (19) dans la partie
en mousse (1 b) et se raccorde directement au bras supérieur (19),
j) l'aile de liaison (25) est orientée, dans l'état monté, vers le profilé de fenêtre
ou de façade (21) et forme à côté du compartiment creux (8) une surface de rétention
(16) reliée au bras supérieur (19), qui est peu déformable dans cette zone, de sorte
que le bras supérieur (19) ne soit pas dévié dans cette zone vers le côté visible
même lorsque le profilé de joint emboîté (1) est déformé par les forces qui agissent
dessus lors de son montage, même dans un état comprimé,
k) une surface de pliage (14) est formée dans l'état monté sur la lèvre d'étanchéité
supérieure (6).
2. Profilé de joint emboîté selon la revendication 1, caractérisé en ce que le coin entre la partie de base (1a) et la partie en mousse (1 b) orienté, dans l'état
monté, vers le profilé de fenêtre ou de façade (21) forme l'angle α > 90° et en ce que le coin entre la partie de base (1a) et la partie en mousse (1 b) orienté, dans l'état
monté, vers l'élément plan (22) forme un angle aigu β < 60° et en ce que le coin situé à l'intérieur de la partie en mousse (1b) dans l'état monté forme également
un angle aigu γ < 60°.
3. Profilé de joint emboîté selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la rainure de rétention (2) est délimitée sur un côté par une aile de positionnement
(3) et sur son autre côté par une aile d'enclenchement (4).
4. Profilé de joint emboîté selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'aile de positionnement (3) est visible dans la position montée et repose sur la
face visible I sur l'aile du profilé de cadre (18) et est conçue comme butée pour
atteindre une position de fin de mouvement de montage définie.
5. Profilé de joint emboîté selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'aile d'enclenchement (4) sert subsidiairement au positionnement du joint dans la
position de fin de mouvement de montage du côté de la feuillure II.
6. Profilé de joint emboîté selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la coopération de la lèvre d'étanchéité supérieure (6) avec la partie en mousse contiguë
en dessous de la lèvre d'étanchéité supérieure (6) forme un bourrelet de joint (5)
qui vient s'appuyer sur l'élément plan dans la zone de la lèvre d'étanchéité supérieure
(6).
7. Profilé de joint emboîté selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'aile extensible (10) est dimensionnée de telle sorte que la lèvre d'étanchéité
(6) puisse être déplacée vers la face visible lors de la déformation sous l'effet
des efforts de montage.
8. Disposition de joint emboîté avec un profilé de joint emboîté selon l'une des revendications
précédentes, qui est formée dans un interstice entre un profilé (21) et un élément
plan (22) d'une fenêtre, d'une porte ou d'un élément de façade.
9. Disposition de joint emboîté selon la revendication 8,
caractérisée en ce que le profilé de joint emboîté (1) forme dans le sens de circulation de la chaleur,
autrement dit de l'extrémité tournée du côté du cadre du profilé de joint emboîté
(1) vers l'extrémité tournée du côté de l'élément plan du profilé de joint emboîté
(1), quatre parties de A à D :
a. la partie A du profilé de joint emboîté (1) est faite d'un matériau élastique caoutchouteux
compact et relativement résistant pour un montage sûr ;
b. la partie B forme une deuxième partie en mousse fabriquée à partir d'un matériau
élastique caoutchouteux moussé ;
c. la partie C se compose d'air qui se trouve dans un compartiment creux (8) ;
d. la partie D forme une quatrième partie en mousse qui est de préférence fabriquée
aussi dans un matériau élastique caoutchouteux moussé à alvéoles fermés ;
e. les quatre parties se trouvant au niveau de la zone de liaison du profilé critique
du point de vue de l'isolation thermique.