[0001] Die Erfindung betrifft einen Transport- und Lagerbehälter für temperaturempfindliche
Güter nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren
zum Betreiben eines derartigen Behälters.
[0002] Temperaturempfindliche Güter, wie beispielsweise Blut, Blutplasma, Thrombozyten,
zur Transplantation bestimmte menschliche Organe, Gewebeproben, biologische Proben,
Impfstoffe, Arzneimittel oder Lebensmittel bedürfen für Transport und Lagerung eines
Behälters, der eine Temperatur in einem Laderaum zur Aufnahme des Gutes in einem vorgegebenen
Temperaturbereich über einen Zeitraum von wenigstens einigen Stunden oder von wenigstens
einigen Tagen aufrecht erhalten kann. Zu diesem Zweck weisen bekannte Transport- und
Lagerbehälter für temperaturempfindliche Güter eine Heizvorrichtung und/oder eine
Kühlvorrichtung auf, mittels derer die Temperatur wenigstens im Laderaum des Behälters
auf einen vorgegebenen Wert oder innerhalb eines vorgegebenen Temperaturbereiches
regelbar ist. Zum Regeln der Temperatur weist der Behälter typischerweise zusätzlich
wenigstens eine im Laderaum angeordnete Temperaturmesseinheit sowie eine mit der Temperaturmesseinheit,
der Heizvorrichtung und/oder der Kühlvorrichtung verbundene Steuer- und Regeleinheit
auf. Diese ist gewöhnlich eingerichtet, die Heizvorrichtung und/oder die Kühlvorrichtung
abhängig von einem mittels der Temperaturmesseinheit im Laderaum gemessenen Temperaturwert
und abhängig von einem vorgegebenen Temperaturwert oder einem vorgegebenen Temperaturbereich
anzusteuern. Bevorzugt weisen bekannte Behälter außerdem Ventilationsmittel auf, mit
denen zu temperierende Luft wenigstens im Laderaum des Behälters durchmischt werden
kann.
[0003] Bekannte Behälter der beschriebenen Art sind jedoch jeweils nur für einen eingeschränkten
Temperaturbereich bzw. Zieltemperaturbereich einsetzbar und damit nur für Transport
und Lagerung bestimmter Güter geeignet.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Transport- und
Lagerbehälter zu schaffen, der eingerichtet ist, eine Temperatur in einem Laderaum
zum Aufnehmen temperaturempfindlicher Güter innerhalb eines möglichst großen Zieltemperaturbereichs,
möglichst unabhängig von einer Außentemperatur und über einen möglichst langen Zeitraum
möglichst genau und möglichst zuverlässig zu regeln.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Transport- und Lagerbehälter gemäß Anspruch
1 sowie durch ein Verfahren zum Betreiben dieses Behälters. Spezielle Ausführungsformen
des vorgeschlagenen Behälters sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0006] Vorgeschlagen wird also ein Transport- und Lagerbehälter für temperaturempfindliche
Güter, umfassend einen Laderaum zum Aufnehmen der Güter, einen Kühlraum mit einer
Kühlvorrichtung zum Kühlen von Luft, einen Heizraum mit einer Heizvorrichtung zum
Heizen von Luft und Ventilationsmittel zum Zirkulieren von Luft in dem Behälter. Der
Laderaum, der Kühlraum und der Heizraum sind jeweils mit den beiden anderen Räumen
über jeweils mindestens eine Öffnung und/oder über jeweils mindestens einen Luftkanal
verbunden und die Ventilationsmittel sind eingerichtet, im Behälter einen Luftstrom
zu erzeugen, der den Laderaum, den Heizraum und den Kühlraum in Reihe durchströmt.
[0007] Dadurch, dass die Ventilationsmittel eingerichtet sind, im Behälter einen Luftstrom
zu erzeugen, der den Laderaum, den Heizraum und den Kühlraum in Reihe durchströmt,
ist das Strömungsverhalten dieses zu temperierenden Luftstroms im Inneren des Behälters
und insbesondere im Laderaum weitgehend unabhängig von einer jeweiligen Temperatur
des Luftstroms. Damit kann die Temperatur im Inneren des Behälters und insbesondere
im Laderaum innerhalb eines großen Zieltemperaturbereichs mit großer Genauigkeit eingestellt
werden. Bei dem Laderaum, dem Kühlraum und dem Heizraum handelt es sich um separate,
d. h. voneinander getrennte Räume. Dadurch, dass die Heizvorrichtung und die Kühlvorrichtung
jeweils außerhalb des Laderaums angeordnet sind, kann die Temperatur im Laderaum über
den gesamten Laderaum mit besonders guter Genauigkeit im vorgegebenen Temperaturbereich
gehalten werden. Dann nämlich, wenn eine Temperatur der Heizvorrichtung oder eine
Temperatur der Kühlvorrichtung von der Temperatur des Luftstroms verschieden ist,
kann in einer unmittelbaren Umgebung der Heizvorrichtung bzw. der Kühlvorrichtung
ein starker Temperaturgradient auftreten. Insbesondere im Laderaum jedoch, wo eine
räumliche Temperaturverteilung gewöhnlich möglichst homogen sein soll, ist dies normalerweise
nicht wünschenswert. Dadurch, dass auch die Heizvorrichtung und die Kühlvorrichtung
in getrennten Räumen angeordnet sind, können sie auf besonders einfache Weise thermisch
gegeneinander isoliert werden. Dies ist besonders dann vorteilhaft, wenn die Heizvorrichtung
oder die Kühlvorrichtung Komponenten oder Substanzen aufweisen, die selber temperaturempfindlich
sind. Die Ventilationsmittel können z. B. als Ventilatoren und/oder als Düsen ausgebildet
sein. Zur autonomen Versorgung des Behälters mit elektrischer Energie kann dieser
mindestens eine Energieversorgungseinheit aufweisen, die z. B. jeweils in Form einer
Batterie und/oder einer Brennstoffzelle und/oder eines Solarmoduls gegeben ist. Die
Energieversorgungseinheit ist typischerweise in oder am Behälter angeordnet.
[0008] Die Aussage, dass der Luftstrom den Laderaum, den Heizraum und den Kühlraum in Reihe
durchströmt, soll beinhalten, dass der Luftstrom die genannten Räume jeweils nacheinander
durchströmt. Der Laderaum, der Heizraum und der Kühlraum sind also in der Art einer
"Reihenschaltung" über die Öffnungen und/oder die Kanäle miteinander verbunden. Zum
Beispiel durchströmt der Luftstrom nacheinander den Laderaum, den Heizraum und den
Kühlraum, oder der Luftstrom durchströmt nacheinander den Laderaum, den Kühlraum und
den Heizraum. Die Aussage, dass es sich bei den genannten Räumen jeweils um separate
Räume handelt, soll vorzugsweise beinhalten, dass eine Fläche der Öffnung, über die
ein erster der drei Räume mit einem zweiten der drei Räume verbunden ist, weniger
als 20%, weniger als 10%, weniger als 5%, weniger als 2% oder weniger als 1% einer
Fläche einer den ersten Raum einschließenden Innenwand des ersten Raumes beträgt.
Bevorzugt soll die Fläche der Öffnung dabei an der Stelle bestimmt werden, an der
die Öffnung in den ersten Raum mündet.
[0009] Typischerweise ist der Behälter in etwa quaderförmig oder hat eine in etwa zylindrische
Form. Eine Höhe und/oder eine Breite und/oder eine Tiefe des Behälters beträgt typischerweise
einige Dezimeter. Die genannten Abmessungen können aber jeweils auch einige Meter
betragen. Ein Volumen des Laderaums kann größer sein als 100 Liter, vorzugsweise größer
als 300 Liter, besonders vorzugsweise größer als 500 Liter. Zusätzlich oder alternativ
kann das Volumen des Laderaums kleiner sein als 5 m
3, vorzugsweise kleiner als 2 m
3, besonders vorzugweise kleiner als 1 m
3. Gewöhnlich ist der Behälter ganz oder teilweise aus Metall oder ganz oder teilweise
aus Kunststoff gefertigt. Zum Beispiel können Außenwände des Behälters ganz oder teilweise
aus Aluminium gebildet sein. Bevorzugt weisen die Außenwände des Behälters eine einfache
oder eine doppelte Vakuumisolierung auf. Der Laderaum ist normalerweise über wenigstens
eine Tür oder über wenigstens einen Deckel zugänglich.
[0010] Eine spezielle Ausführungsform, bei der im Laderaum ein besonders homogener Luftstrom
erzeugt werden kann, zeichnet sich dadurch aus, dass der Laderaum vom Heizraum oder
vom Kühlraum durch eine wenigstens bereichsweise perforierte Wand getrennt ist, wobei
die Ventilationsmittel eingerichtet sind, dem Laderaum Luft durch Perforationslöcher
in der Wand zuzuführen. Bei dieser Ausführungsform tritt also der Luftstrom aus dem
Heizraum oder aus dem Kühlraum durch die Perforationslöcher in den Laderaum. Eine
Fläche der perforierten Wand inklusive der Fläche der Perforationslöcher kann dabei
wenigstens 5%, wenigstens 10%, wenigstens 20% oder wenigstens 30% einer Fläche einer
den Laderaum einschließenden Innenwand des Laderaums betragen.
[0011] Eine im Laderaum hervorgerufene Stromdichteverteilung hängt bei dieser Ausführungsform
gewöhnlich empfindlich von einer Größe, einer Form, einer Fläche und einer Anordnung
der Perforationslöcher in der teilweise perforierten Wand ab. Es hat sich herausgestellt,
dass es besonders vorteilhaft ist, wenn eine Fläche aller Perforationslöcher wischen
und 5% und 20%, vorzugsweise zwischen 8% und 15% einer Fläche der Wand beträgt. Die
Fläche der einzelnen Perforationslöcher beträgt bevorzugt zwischen 0,005% und 0,05%,
besonders vorzugsweise jedoch zwischen 0,01% und 0,03% der Fläche der Wand. Es hat
sich gezeigt, dass mit den genannten Werten in einem besonders großen Temperaturbereich
eine besonders homogene Stromdichteverteilung im Laderaum erzielt werden kann. Ebenso
hat es sich gezeigt, dass es besonders vorteilhaft ist, wenn wenigstens 80%, vorzugsweise
jedoch wenigstens 90% der Perforationslöcher eine runde Form haben. Idealerweise haben
alle Perforationslöcher in der perforierten Wand eine runde Form. Insbesondere können
Fläche, Anordnung, Form und Anzahl der Perforationslöcher derart gewählt werden, dass
sie den Luftstrom, den die Ventilationsmittel dem Laderaum durch die Perforationslöcher
zuführen, teilweise hemmen, so dass sich die Luft vor dem Laderaum staut. Dies ermöglicht
ein besonders kontrolliertes und gleichmäßiges Einströmen der Luft durch die Perforationslöcher
in den Laderaum. Die Fläche der einzelnen Perforationslöcher und/oder die Gesamtfläche
aller Perforationslöcher kann also derart gewählt werden und/oder die Ventilationsmittel
oder einige der Ventilationsmittel können abhängig von der Fläche der Perforationslöcher
derart betrieben werden, dass sich auf der vom Laderaum abgewandten Seite der teilweise
perforierten Wand ein Luftstau ausbildet. Auf diese Weise kann eine besonders homogene
räumliche Temperaturverteilung im Laderaum erzielt werden. Im Laderaum verstaute Güter
können so gleichmäßig und kontrolliert in ihrer Temperatur verändert werden. Eine
unerwünschte ungleichmäßige Temperaturverteilung innerhalb der Güter kann dadurch
weitgehend minimiert oder vollständig verhindert werden.
[0012] Eine besonders homogene und stabile Stromdichteverteilung im Laderaum kann dadurch
erzielt werden, dass Zuführöffnungen in einer Laderauminnenwand, die zum Zuführen
von Luft in den Laderaum eingerichtet sind, von Abführöffnungen in der Laderauminnenwand,
die zum Abführen von Luft aus dem Laderaum eingerichtet sind, entlang einer senkrecht
zu einem Behälterboden ausgerichteten vertikalen Richtung beabstandet sind. Dies beinhaltet
zum Beispiel, dass die Zuführöffnungen und die Abführöffnungen jeweils an unterschiedlichen
vertikalen Positionen in der Laderauminnenwand angeordnet sind. Idealerweise sind
dabei alle Zuführöffnungen jeweils von allen Abführöffnungen entlang der vertikalen
Richtung beabstandet. Gute Strömungsverhältnisse im Laderaum lassen sich aber auch
noch dann herstellen, wenn nicht alle Zuführöffnungen jeweils von allen Abführöffnungen
entlang der vertikalen Richtung beabstandet sind. So können die vertikalen Positionen
einiger der Zuführöffnungen mit den vertikalen Positionen einiger der Abführöffnungen
ganz oder teilweise überlappen. Eine Zuführöffnung überlappt zum Beispiel dann mit
einer Abführöffnung entlang der vertikalen Richtung, wenn beide in derselben Höhe
in der Laderauminnenwand angeordnet sind, also im selben Abstand vom Laderaumboden.
Vorzugsweise beträgt eine Fläche der Zuführöffnungen, die mit den Abführöffnungen
entlang der vertikalen Richtung ganz oder teilweise überlappen, weniger als 20%, besonders
vorzugsweise weniger als 10% einer Fläche aller Zuführöffnungen in der Laderauminnenwand.
Ebenso beträgt eine Fläche der Abführöffnungen, die mit den Zuführöffnungen entlang
der vertikalen Richtung ganz oder teilweise überlappen, vorzugsweise weniger als 20%,
besonders vorzugsweise weniger als 10% einer Fläche aller Abführöffnungen in der Laderauminnenwand.
[0013] Die Zuführöffnungen und die Abführöffnungen können natürlich auch in einer Laderaumdecke
oder im Laderaumboden angeordnet sein. Dann ist es vorteilhaft, wenn laterale Positionen
der Zuführöffnungen jeweils von lateralen Positionen der Abführöffnungen beabstandet
sind. Die lateralen Positionen bezeichnen dabei Positionen in einer Ebene, die parallel
zum Behälterboden oder zum Laderaumboden ausgerichtet ist. Bezüglich eines teilweisen
Überlapps der lateralen Positionen der Zuführöffnungen und der Abführöffnungen kann
das oben in Bezug auf den teilweisen Überlapp entlang der vertikalen Richtung Gesagte
gelten.
[0014] Eine weitere Ausführungsform, bei der eine besonders homogene und stabile Stromdichteverteilung
im Laderaum erzielt werden kann, zeichnet sich dadurch aus, dass der Laderaum zum
Aufnehmen der Güter Körbe aufweist, die vorzugsweise in den Laderaum einsetzbar und
aus dem Laderaum entnehmbar sind und die derart ausgebildet sind und, wenn sie in
den Laderaum eingesetzt sind, derart angeordnet sind, dass zur Verringerung eines
Strömungswiderstandes Luftspalte zwischen benachbarten Körben und/oder zwischen den
Körben und einer Innenwand des Laderaums ausgebildet sind, wobei die Luftspalte sich
entlang wenigstens einer Richtung über den gesamten Laderaum erstrecken. Die Innenwand
kann eine Seitenwand, eine Tür, eine Vorderwand, eine Rückwand, eine Decke oder ein
Boden des Laderaums sein. Eine Breite und/oder eine Höhe der Luftspalte kann zum Beispiel
jeweils wenigstens 1% oder wenigstens 5 % einer Breite und/oder einer Höhe und/oder
einer Tiefe des Laderaums betragen. Die Luftspalte garantieren, dass die Körbe und
die in den Körben jeweils angeordneten Güter jeweils möglichst gleichmäßig und vollständig
umströmt werden.
[0015] Eine Ausführungsform, die eine besonders genaue und zuverlässige Regelung der Temperatur
des Luftstroms und damit der im Laderaum gelagerten Güter gewährleistet, zeichnet
sich dadurch aus, dass die Ventilationsmittel eingerichtet sind, derart betrieben
zu werden, dass der Luftstrom bezogen auf ein Nettovolumen des Laderaumes, das gleich
einem Volumen des Laderaums im nicht beladenen Zustand abzüglich eines Volumens von
im Laderaum gelagerten Gütern und/oder von im Laderaum angeordneten Körben ist, einen
Wert hat, der wenigstens gleich dem 100-fachen oder wenigstens gleich dem 200-fachen
Nettovolumen pro Stunde ist. Dadurch wird gewährleistet, dass der zur Temperierung
der im Laderaum gelagerten Güter eingesetzte Luftstrom mit einer genügend großen Rate
im Behälter zirkuliert.
[0016] Eine spezielle Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die Kühlmittel und/oder
die Heizmittel eingerichtet sind, eine Temperatur des Luftstroms in einem Temperaturbereich
zwischen -30°C und +40°C einzustellen. Im genannten Temperaturbereich lässt sich eine
Vielzahl temperaturempfindlicher Güter über einen langen Zeitraum lagern bzw. transportieren.
Hervorzuheben sind zum Beispiel Blut, Impfstoffe, biologische Proben und Lebensmittel.
[0017] Eine Ausführungsform, bei der die Heizvorrichtung und damit auch der Heizraum besonders
platzsparend ausgebildet sein können, zeichnet sich dadurch aus, dass die Heizvorrichtung
mindestens eine Heizmatte zum Umwandeln von elektrischem Strom in Wärme aufweist,
wobei eine leitende Schichte der Heizmatte eine Dicke von weniger als 0,5 cm oder
von weniger als 0,3 cm hat. Die leitende Schicht der Heizmatte, die gewöhnlich dem
Erzeugen der Wärme dient, kann zum Beispiel aus Graphit, aus Teflon, aus Kupfer oder
aus einem anderen leitenden Material gebildet sein. Elektrische Anschlüsse der Heizmatte
können als Goldleiter ausgebildet sein. Typischerweise hat eine einzelne Heizmatte
eine rechteckige Form mit einer Länge von etwa 30 cm und mit einer Breite von etwa
20 cm. Bevorzugt werden mehrere Heizmatten der genannten Art gleichmäßig auf einer
Innenwand des Heizraums angeordnet. Zum Beispiel können die Heizmatten auf der Innenwand
des Heizraums verklebt werden. Eine Heizleistung der Heizmatte beträgt typischerweise
zwischen 100 und 500 W/m
2.
[0018] Die Kühlvorrichtung kann mindestens einen Lamellenverdampfer umfassen. Typischerweise
sind mehrere Lamellenverdampfer im Kühlraum angeordnet. Eine Leistung eines Kompressors
zum Betreiben der Kühlvorrichtung bzw. des Lamellenverdampfers kann mehr als 50 W
oder mehr als 100 W betragen. Mit Lamellenverdampfern können Kühltemperaturen von
bis zu -30°C bequem erreicht werden. Sie sind zudem besonders langlebig und kostengünstig
herstellbar.
[0019] Eine weitere besonders raumsparende Ausführungsform des Behälters zeichnet sich dadurch
aus, dass der mindestens eine Laderaum einen ersten Laderaum und einen zweiten Laderaum
umfasst, wobei der erste und der zweite Laderaum mit dem Heizraum oder mit dem Kühlraum
über einen zwischen dem ersten und dem zweiten Laderaum angeordneten gemeinsamen Abführkanal
zum Abführen des Luftstroms aus dem ersten und dem zweiten Laderaum verbunden sind.
Bei dieser Ausführungsform sind die Ventilationsmittel bevorzugt wenigstens teilweise
im Abführkanal angeordnet. Der Abführkanal kann zum Beispiel jeweils an einer Abführöffnung
in der Innenwand des ersten Laderaums und/oder des zweiten Laderaums in den ersten
Laderaum bzw. in den zweiten Laderaum münden. In diesem Fall kann zum Beispiel jeweils
ein Ventilator unmittelbar vor der jeweiligen Abführöffnung im Inneren des Abführkanals
angeordnet sein. Damit kann der Luftstrom besonders effektiv aus dem ersten Laderaum
und aus dem zweiten Laderaum abgeführt werden.
[0020] Vorzugsweise grenzen jeweils wenigstens zwei der drei Räume (Laderaum, Heizraum,
Kühlraum) unmittelbar aneinander. Auf diese Weise kann der Behälter besonders kompakt
ausgebildet sein. Sofern der Heizraum und der Kühlraum unmittelbar aneinandergrenzen,
ist es vorteilhaft, den Heizraum und den Kühlraum thermisch gegeneinander zu isolieren.
Eine solche thermische Isolierung kann zum Beispiel durch metallbeschlagene Kunststoffplatten,
auch Dibondplatten genannt, realisiert sein. Eine Trennwand zwischen dem Heizraum
und dem Kühlraum kann zum Beispiel auf einer dem Heizraum zugewandten Seite der Trennwand
und/oder auf einer dem Kühlraum zugewandten Seite der Trennwand vollständig oder wenigstens
teilweise mit derartigen Dibondplatten beschlagen oder beschichtet sein.
[0021] Der Wahl der relativen Volumina des Laderaums, des Heizraums und des Kühlraums können
auf das Strömungsverhalten der im Behälter zirkulierenden Luft einen entscheidenden
Einfluss haben, insbesondere auf eine Strömungsgeschwindigkeit im Laderaum, im Heizraum
und im Kühlraum. Eine Ausführungsform, bei der ein besonders homogener und stabiler
Luftstrom erzeugt werden kann, zeichnet sich dadurch aus, dass ein Volumen V
L des mindestens einen Laderaums, ein Volumen V
K des Kühlraums, ein Volumen V
H des Heizraums und ein Gesamtvolumen V
G=V
L+V
K+V
H eine oder mehrere der folgenden Bedingungen erfüllen: a) 0,6 ≤ V
L/ V
G ≤ 0,9, b) 0,1 ≤ V
K/ V
G ≤ 0,2, c) 0,02 ≤ V
H/ V
G ≤ 0,1. Mit anderen Worten beträgt das Volumen V
L des Laderaums vorzugsweise zwischen 60% und 90% des Gesamtvolumens V
G. Das Volumen V
K des Kühlraums beträgt vorzugsweise zwischen 5% und 20% des Gesamtvolumens. Das Volumen
V
H des Heizraums beträgt vorzugsweise zwischen 2% und 10% des Gesamtvolumens.
[0022] Vorgeschlagen wird ferner ein Verfahren zum Betreiben des zuvor genannten Transport-
und Lagerbehälters, Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die Ventilationsmittel
erste Ventilationsmittel umfassen, die Luft mit einer ersten Leistung in den Laderaum
drücken und/oder saugen, und dass die Ventilationsmittel von den ersten Ventilationsmitteln
verschiedene zweite Ventilationsmittel umfassen, die Luft mit einer zweiten Leistung
aus dem Laderaum drücken und/oder saugen, wobei die zweite Leistung größer ist als
die erste Leistung, vorzugsweise um einen Faktor 1,1 bis 1,5. Werden die erste und
die zweiten Ventilationsmittel in der beschriebenen Weise betrieben, so kann im Laderaum
ein besonders homogener und stabiler Luftstrom erzeugt werden. Dadurch, dass die zweite
Leistung größer ist als die erste Leistung, entsteht im Inneren des Laderaums also
ein konstanter Zug oder Sog.
[0023] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
anhand der folgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Transport- und Lagerbehälters von vorne,
- Fig. 2
- den Transport- und Lagerbehälter aus Fig. 1, wobei ein erster ein zweiter Teilraum
eines Laderaumes des Behälters jeweils mit Körben beladen sind,
- Fig. 3
- schematisch einen Schnitt durch den Behälter aus Fig. 1 von oben, wobei der Laderaum,
ein Heizraum und ein Kühlraum gezeigt sind, die nacheinander von Luft durchströmt
werden,
- Fig. 4
- schematisch einen Schnitt durch den Behälter aus Fig. 1 von der Seite,
- Fig. 5
- eine Innenwand des Heizraums mit auf der Innenwand angeordneten Heizmatten und mit
einer zentralen Öffnung zum Zuleiten von Luft in den Heizraum und
- Fig. 6
- eine teilweise perforierte Trennwand, die zwischen dem Kühlraum und dem Laderaum des
Behälters angeordnet ist.
[0024] Figur 1 zeigt einen Transport- und Lagerbehälter 1 zum Transportieren und Lagern
temperaturempfindlicher Güter. Bei dem hier gezeigten Beispiel handelt es sich insbesondere
um einen Behälter zum Transportieren und Lagern von Blutkonserven, Blutplasma und
Thrombozyten. Selbstverständlich ist der Behälter 1 auch für andere temperaturempfindliche
Güter geeignet, zum Beispiel für biologische Proben, für Impfstoffe oder für Lebensmittel.
Ein Gehäuse 2 des Behälters 1 ist aus Aluminium gefertigt. Der Behälter schließt in
seinem Inneren einen Laderaum 3 ein, der einen ersten Teilraum 3a und einen zweiten
Teilraum 3b umfasst. Der erste Teilraum 3a und der zweite Teilraum 3b sind durch eine
Mittelwand 4 voneinander getrennt. Die Teilräume 3a und 3b sind jeweils über Türen
5a und 5b zugänglich, wobei in Fig. 1 der Übersichtlichkeit halber nur die Tür 5a
dargestellt ist. In den Teilräumen 3a und 3b können temperaturempfindliche Güter gelagert
werden. Zur Beschreibung des Behälters 1 wird hier und im Folgenden auf ein rechtshändiges
kartesisches Koordinatensystem mit einer x-Richtung 6, einer γ-Richtung 7 und einer
z-Richtung 8 Bezug genommen. Dabei weist eine positive x-Richtung in Fig. 1 nach rechts,
eine positive γ-Richtung weist in die Zeichenebene hinein, und eine positive z-Richtung
weist von unten nach oben. Die z-Richtung 8 wird im Weiteren auch vertikale Richtung
genannt. Die z-Richtung 8 steht senkrecht auf einem Boden 9 des Behälters 1, der parallel
zur x-y-Ebene verläuft.
[0025] Der Behälter 1 hat Quaderform. Eine entlang der x-Richtung 6 gemessene Länge 10 des
Behälters 1 beträgt 110 cm, eine entlang der γ-Richtung 7 gemessene Tiefe 11 des Behälters
1 beträgt 100 cm, und eine entlang der z-Richtung 8 gemessene Höhe 12 des Behälters
1 beträgt 116 cm. Zur thermischen Isolierung des Behälters 1 von der Umgebung sind
das Gehäuse 2 sowie die Türen 5a und 5b jeweils doppelwandig ausgebildet und weisen
eine doppellagige Vakuumisolierung mit einer Dicke von 40 mm auf, wobei zur Isolierung
verwendete Platten jeweils überlappend angeordnet werden. Damit kann eine Temperatur
im Inneren des Behälters 1 weitgehend unabhängig von einer Umgebungstemperatur mit
großer Genauigkeit aufrechterhalten werden. In Fig. 1 sind die Teilräume 3a und 3b
jeweils in einem leeren, nicht beladenen Zustand gezeigt. In der positiven γ-Richtung
7 werden die quaderförmigen Teilräume 3a und 3b jeweils durch teilweise perforierte
Trennwände 13a und 13b begrenzt, durch die die Teilräume 3a und 3b jeweils von einem
dahinterliegenden Kühlraum getrennt sind. Perforationslöcher in den Trennwänden 13a
und 13b bilden Zuführöffnungen, über die die Teilräume 3a und 3b mit dem dahinterliegenden
Kühlraum verbunden sind. Ebenso zeigt Fig. 1 einen an einer Außenseite des Gehäuses
2 angeordneten Kompressor 14 zum Betreiben einer Kühlvorrichtung, die an späterer
Stelle beschrieben wird.
[0026] Figur 2 zeigt wiederum den Transport- und Lagerbehälter 1, wobei jeder der Teilräume
3a und 3b jeweils mit ausziehbaren Körben 15 beladen ist, die in die Teilräume 3a
und 3b eingesetzt und die aus den Teilräumen 3a und 3b entnommen werden können. Hier
und im Folgenden sind wiederkehrende Merkmale jeweils mit identischen Bezugszeichen
versehen. In jedem der Teilräume 3a und 3b sind jeweils neun der Körbe 15 in der vertikalen
Richtung übereinander angeordnet. Die Körbe 15 haben jeweils eine Höhe von 10 cm,
eine Länge von 40 cm und eine Tiefe von 60 cm. Nach oben hin, also entlang der positiven
z-Richtung 8, sind die wannenförmigen Körbe 15 jeweils offen. Im hier beschriebenen
Beispiel sind die jeweils aus Plastik gefertigten Körbe 15 jeweils zur Aufnahme von
Blutbeuteln ausgelegt. Die Körbe 15 sind dabei derart geformt, dass sich zwischen
den Körben 15 und Seitenwänden 16a und 16b der Teilräume 3a und 3b jeweils Luftspalte
17 ausbilden, die sich jeweils entlang der γ-Richtung 7 über den gesamten Teilraum
3a bzw. über den gesamten Teilraum 3b erstrecken. Eine entlang der x-Richtung 6 gemessene
Breite der Luftspalte 17 und eine entlang der z-Richtung 8 gemessene Höhe der Luftspalte
17 betragen jeweils einige Zentimeter. Weitere Luftspalte 18 und 19 sind jeweils unmittelbar
oberhalb eines Laderaumbodens 20 und unmittelbar unterhalb einer Laderaumdecke 21
ausgebildet. Bei einer leicht abgewandelten, hier nicht dargestellten Ausführungsform
können sich auch jeweils zwischen den Körben 15 Luftspalte bilden. Die Luftspalte
17-19 sind der Übersichtlichkeit halber nur für den ersten Teilraum 3a hervorgehoben.
Die Luftspalte 17-19 ermöglichen es, dass ein den Laderaum 3 durchströmender Luftstrom
die Körbe 15 jeweils an allen Seiten umströmen kann. Auf diese Weise wird ein Wärmeaustausch
zwischen dem Luftstrom und den im Laderaum 3 gelagerten temperaturempfindlichen Gütern
in vorteilhafter Weise erleichtert, so dass eine Temperatur der im Laderaum 3 gelagerten
Güter mit guter Genauigkeit innerhalb eines vorgegebenen Zieltemperaturbereichs gehalten
werden kann.
[0027] Figur 3 zeigt schematisch einen Schnitt durch den Behälter 1 parallel zur x-y-Ebene
von oben betrachtet, wobei die z-Richtung 8 senkrecht auf der Zeichenebene steht und
aus dieser heraus weist. Figur 4 zeigt einen Schnitt durch den Behälter 1 parallel
zur y-z-Ebene von der Seite. In Fig. 4 steht die x-Richtung 6 senkrecht auf der Zeichenebene
und weist aus dieser heraus.
[0028] Neben dem Gehäuse 2, den Türen 5a und 5b, dem Laderaum 3 mit den durch die Mittelwand
4 getrennten Teilräumen 3a und 3b, die jeweils entlang der x-Richtung 6 gemessene
Breiten 34a und 34b von 44 cm und eine entlang der y-Richtung 7 gemessene Tiefe 24
von 64 cm haben, zeigt Fig. 3 einen in etwa quaderförmigen Heizraum 25 sowie einen
in etwa quaderförmigen Kühlraum 26. Der Kühlraum 26 schließt sich in der γ-Richtung
7 unmittelbar an den Laderaum 3 an und ist von den Teilräumen 3a und 3b jeweils durch
die bereits in Fig. 1 gezeigten teilweise perforierten Trennwände 13a und 13b getrennt.
Entlang der x-Richtung 6 erstreckt sich der Kühlraum 26 über eine Länge 27 von etwa
92 cm. Eine entlang der γ-Richtung 7 gemessene Tiefe 28 des Kühlraums 26, die sich
jeweils von den Trennwänden 13a und 13b bis zu einer Kammerwand 29 erstreckt, beträgt
20 cm.
[0029] Durch die Kammerwand 29 ist der Kühlraum 26 vom Heizraum 25 getrennt. Der Heizraum
25 liegt unmittelbar zwischen einer Rückwand 31 des Gehäuses 2 und dem Kühlraum 26.
Entlang der x-Richtung 6 erstreckt sich der Heizraum 25 über eine Länge 32 von etwas
weniger als 90 cm. Eine entlang der γ-Richtung 7 gemessene Tiefe 33 des Heizraums
25 beträgt etwa 3 cm. Entlang der z-Richtung 8 weisen der Laderaum 3, der Heizraum
25 und der Kühlraum 26 jeweils dieselbe Höhe 22 von 105 cm auf, wie in Fig. 4 zu erkennen
ist. Ein Volumen der Teilräume 3a und 3b beträgt damit jeweils etwa 300 Liter, so
dass das Volumen des gesamten Laderaumes 3 600 Liter umfasst. Ein Volumen des Heizraumes
25 umfasst etwa 30 L und ein Volumen des Kühlraumes 26 in etwa 240 Liter. Die Wahl
der relativen Volumina von Laderaum 3, Kühlraum 26 und Heizraum 25 hat einen erheblichen
Einfluss auf das Strömungsverhalten der im Behälter zirkulierenden Luft.
[0030] Seitlich, also entlang der x-Richtung 6, wird der Heizraum 25 jeweils durch Umlenkbleche
35 begrenzt; die Umlenkbleche 35 erstrecken sich entlang der z-Richtung 8 über die
gesamte Höhe 22. Zwischen den Umlenkblechen 35 und der Kammerwand 29 sind jeweils
spaltförmige Öffnungen 36 ausgebildet, die sich entlang der z-Richtung 8 ebenfalls
über die gesamte Höhe 22 erstrecken. Eine entlang der x-Richtung 6 gemessene Breite
der spaltförmigen Öffnungen 36 beträgt jeweils wenige Zentimeter, zum Beispiel 2 cm.
Die spaltförmigen Öffnungen 36 bilden also eine Verbindung zwischen dem Heizraum 25
und dem Kühlraum 26. Über die Umlenkbleche 35 wird der im Behälter 1 zirkulierende
Luftstrom aus dem Heizraum 25 in den Kühlraum 26 geleitet. Es ist deutlich zu erkennen,
dass ein Querschnitt des Heizraums 25 senkrecht zur Strömungsrichtung der Luft im
Heizraum 25 deutlich kleiner ist als ein Querschnitt des Kühlraums 26 senkrecht zur
Strömungsrichtung der Luft im Kühlraum 25, z. B. wenigstens um einen Faktor 3 oder
wenigstens um einen Faktor 5. Beim Eintritt der Luft in den Kühlraum 26, der ein unmittelbar
vor dem Laderaum 3 angeordneter Raum ist, nimmt die Strömungsgeschwindigkeit der Luft
daher merklich ab. Dies fördert die Ausbildung eines Luftstaus unmittelbar vor dem
Laderaum 3. Dadurch wird ein besonders kontrolliertes Einleiten der Luft in den Laderaum
3 ermöglicht.
[0031] Die Kammerwand 29 ist aus Aluminium gebildet und hat eine Dicke von wenigen Millimetern.
Sie erstreckt sich entlang der z-Richtung 8 über die gesamte Höhe. Zur thermischen
Isolierung des Heizraums 25 vom Kühlraum 26 ist die Kammerwand 29 auf einer dem Heizraum
25 zugewandten Seite vollständig mit Dibondplatten beschlagen. Dabei handelt es sich
um Kunststoffplatten mit einer Dicke von wenigen Millimetern, die jeweils an einer
Seite mit Metall, z. B. mit Aluminium, beschichtet sind. Die Dibondplatten sind derart
angeordnet, dass sie mit der mit Metall beschichtete Seite von der Heizvorrichtung
erzeugte Wärme aufnehmen und parallel zur Kammerwand 29 verteilen. Die Kunststoffseite
der Dibondplatten sind dem Kühlraum 26 zugewandt. Der Heizraum 25 und der Kühlraum
26 sind also durch eine Metall und Kunststoff enthaltende Isolationsschicht thermisch
gegeneinander isoliert. Ein Wärmeübertrag zwischen dem Heizraum 25 und dem Kühlraum
26 über die Kammerwand 29 wird dadurch in vorteilhafter Weise minimiert.
[0032] Um im Laderaum 3 verstaute temperaturempfindliche Güter auf eine vorgegebene Zieltemperatur
zu kühlen oder zu erwärmen, weist der Behälter 1 eine im Heizraum 25 angeordnete Heizvorrichtung
zum Heizen von Luft, eine im Kühlraum 26 angeordnete Kühlvorrichtung zum Kühlen von
Luft sowie Ventilationsmittel auf, mittels derer Luft im Behälter 1 zirkuliert werden
kann. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Heizvorrichtung dabei durch eine
Vielzahl von Heizmatten 37 gegeben, die auf der dem Heizraum 25 zugewandten Seite
der Kammerwand 29 verklebt sind. Die Kammerwand 29 mit den darauf angeordneten Heizmatten
37 ist in Figur 5 gezeigt.
[0033] Die Heizmatten 37 umfassen jeweils eine leitende Graphitschicht mit einer Dicke von
etwa 2 mm und haben eine in etwa rechteckige Form mit einer Länge von ca. 30 cm und
einer Breite von ca. 20 cm. Über Goldleiter sind die Heizmatten 37 jeweils z. B. mit
einer 12V-Spannungsquelle verbunden (nicht gezeigt), so dass ein elektrischer Strom
durch die Heizmatten fließen und in den Heizmatten in Wärme umgewandelt werden kann.
Eine Heizleistung der Heizmatten 37 kann dabei für jede der Matten bis zu 40 W betragen.
Im vorliegenden Beispiel sind auf der Kammerwand 29 acht derartige Heizmatten 37 verklebt.
Damit Luft im Heizraum 25 durch die Heizmatten 37 möglichst homogen erwärmt werden
kann, sind die Heizmatten 37 gleichmäßig auf der Kammerwand 29 verteilt. Dadurch,
dass der Heizraum 25 mit seiner Tiefe 33 von nur wenigen Zentimetern besonders schmal
ausgebildet ist, kann die Luft im Heizraum 25 mittels der Heizmatten 37 besonders
effektiv erwärmt werden. Im vorliegenden Beispiel sind etwa 25% einer den Heizraum
25 einschließenden Wandfläche des Heizraums 25 mit den Heizmatten 37 verkleidet. Mit
den Heizmatten 37 kann insgesamt eine Heizleistung von bis zu 300 W erzielt werden.
Damit kann die im Behälter 1 zirkulierende Luft bei Bedarf über einen Zeitraum von
vielen Tagen konstant auf einer Temperatur von bis zu 40 °C oder von bis zu 50 °C
gehalten werden. In Fig. 5 ist ferner eine Öffnung 53 in der Kammerwand 29 gezeigt,
durch die Luft in den Heizraum 25 eintreten kann. Dies wird an späterer Stelle näher
erläutert.
[0034] Die im Kühlraum 26 angeordnete Kühlvorrichtung umfasst zwei Lamellenverdampfer 38,
die auf einer dem Kühlraum 26 zugewandten Seite der Kammerwand 29 angeordnet sind.
Die Lamellenverdampfer sind in einem Abstand von 10 mm bis 20 mm von der Kammerwand
29 an der Kammerwand 29 montiert (hier nicht explizit gezeigt). Dadurch werden die
Lamellenverdampfer 38 zusätzlich thermisch von den Heizmatten 37 getrennt. Die Kühlvorrichtung
und die Heizvorrichtung können also durch eine Luftschicht thermisch getrennt sein.
Der Übersichtlichkeit halber sind die Lamellenverdampfer 38 nur in Fig. 4 dargestellt.
Die Lamellenverdampfer 38 können über den zuvor beschriebenen Kompressor 14 betrieben
werden. Eine Kühlleistung der Lamellenverdampfer 38 kann dabei bis zu 200 W betragen.
Damit kann die im Behälter 1 zirkulierende Luft bei Bedarf über einen Zeitraum von
mehreren Tagen auf einer Temperatur von bis zu -30 °C oder von bis zu -40 °C gehalten
werden.
[0035] Hier nicht explizit dargestellt sind im Laderaum 3 angeordnete Temperaturmesseinheiten,
die jeweils der Erfassung der Temperatur im Laderaum 3 an verschiedenen Messpunkten
dienen. Z. B. sind in jedem der Teilräume 3a und 3b jeweils wenigstens sechs derartige
Temperaturmesseinheiten an unterschiedlichen Messpunkten angeordnet. Die Messpunkte
sind idealerweise möglichst gleichmäßig über den jeweiligen Teilraum verteilt und
jeweils in einem Abstand von wenigstens 20 cm voneinander angeordnet. Die Messpunkte
können z. B. in einer x-z-Ebene, in einer x-y-Ebene oder in einer y-z-Ebene angeordnet
sein und von den Trennwänden 13a bzw. 13b und/oder von den Türen 5a bzw. 5b einen
Abstand von weniger als 20 cm oder von weniger als 10 cm haben. Mittels der Temperaturmesseinheiten
werden an den Messpunkten jeweils zeitgleich Temperaturwerte erfasst und an eine hier
nicht dargestellte Steuer- und Regeleinheit weitergegeben. Das Erfassen der Temperaturwerte
kann z. B. alle 5 Sekunden oder alle 10 Sekunden vorgenommen werden.
[0036] Die Steuer- und Regeleinheit ist eingerichtet, sowohl die Heizmatten 37 als auch
die Lamellenverdampfer 38 abhängig von den an den verschiedenen Messpunkten erfassten
Temperaturwerten anzusteuern und die Temperatur im Laderaum 3 auf diese Weise zu regeln.
Die Regelung der Temperatur kann z. B. derart vorgenommen werden, dass Abweichungen
der an den verschiedenen Messpunkten im Laderaum 3 erfassten Temperaturen untereinander
und/oder von einer vorgegebenen Solltemperatur höchstens 2 °C oder höchstens 1 °C
betragen. Damit ist eine besonders homogene Temperaturverteilung im Laderaum 3 gewährleistet.
[0037] Ebenfalls nicht explizit gezeigt ist eine Energieversorgungseinheit zur Versorgung
des Behälters 1 mit elektrischer Energie, z. B. in Form einer Batterie. Die Energieversorgungseinheit
kann in oder am Behälter 1 angeordnet sein. Sie kann eine Leistung von einigen Hundert
Watt und eine Ladekapazität von einigen Hundert Amperestunden haben. Die Heizmatten
37 und die Lamellenverdampfer 38 können unabhängig voneinander angesteuert werden.
Typischerweise werden abhängig von einer Zieltemperatur, auf welche die Temperatur
im Inneren des Behälters 1 geregelt werden soll, entweder nur die Heizmatten 37 oder
nur die Lamellenverdampfer 38 angesteuert. Eine besondere Kompaktheit des Behälters
1 wird dadurch erzielt, das sowohl die hier in Form der Heizmatten 37 gegebene Heizvorrichtung
im Heizraum 25 als auch die hier durch die Lamellenverdampfer 38 realisierte Kühlvorrichtung
im Kühlraum 26 auf entgegengesetzten Seiten der Kammerwand 29 angeordnet sind, die
den Heizraum 25 vom Kühlraum 26 trennt und diese thermisch gegeneinander isoliert.
[0038] Im Kühlraum 26 sind weiterhin acht Ventilatoren 39a-h angeordnet, deren die Rotorblätter
umfassende aktive Flächen jeweils einen Durchmesser von ca. 6 cm haben. In den Figuren
3 und 4 sind jeweils nicht alle Ventilatoren 39a-h sichtbar, da diese einander jeweils
teilweise verdecken. Vier der Ventilatoren 39a-h, nämlich die Ventilatoren 39a bis
39d, sind jeweils über Abstandshalter an der Kammerwand 29 befestigt. Die Ventilatoren
39e und 39f sind an der dem Kühlraum 26 zugewandten Seite der ersten teilweise perforierten
Trennwand 13a angebracht und die Ventilatoren 39g und 39h sind an der dem Kühlraum
26 zugewandten Seite der zweiten teilweise perforierten Trennwand 13b montiert. Die
Ventilatoren 39a-h sind jeweils eingerichtet, Luft aus dem Kühlraum 26 in der negativen
γ-Richtung 7 durch die teilweise perforierten Trennwände 13a und 13b in die Teilräume
3a und 3b des Laderaums zu drücken. Dies ist in Fig. 3 durch Pfeile 40 angedeutet,
die jeweils die Strömungsrichtung des von den Ventilatoren 39a-h erzeugten Luftstroms
wiedergeben. Die Ventilatoren 39a-h sind demnach eingerichtet, einen Luftstrom zu
erzeugen, der im Wesentlichen parallel zum Boden 9 des Behälters 1 bzw. parallel zum
Laderaumboden 20 des Laderaums 3 ausgerichtet ist.
[0039] Figur 6 zeigt die teilweise perforierte Trennwand 13a, die den Kühlraum 26 vom Teilraum
3a des Laderaums 3 trennt. Die Trennwand 13b ist identisch zur Trennwand 13a ausgebildet
und wird daher nicht gesondert beschrieben. Fig. 6 dient auch der Illustration der
räumlichen Anordnung der Ventilatoren 39a-h im Kühlraum 26. Die Trennwand 13a erstreckt
sich entlang der x-Richtung 6 über eine Länge 42 von etwa 42 cm. Entlang der z-Richtung
8 erstreckt sich die Trennwand 13a über die gesamte Höhe 22 des Laderaums 3 und des
Kühlraumes 26, die 105 cm beträgt. Entlang der z-Richtung 8 lässt sich die Trennwand
13a in Abschnitte 44a-f unterteilen, die abwechselnd teilweise perforiert und nicht
perforiert sind. So weist der in der oberen Hälfte der Trennwand 13a angeordnete Abschnitt
44b in einem regelmäßigen Quadratgitter aus sechzehn Zeilen und zwanzig Spalten angeordnete
Perforationslöcher 45 auf, die jeweils rund sind und einen Durchmesser von 6 mm haben.
Der Abschnitt 44b weist also eine Anzahl von 320 der Perforationslöcher 45 auf. Der
Übersichtlichkeit halber sind nur einige der Perforationslöcher explizit bezeichnet.
Entlang der z-Richtung 8 und entlang der x-Richtung 6 sind die Perforationslöcher
45 jeweils in einem Abstand von 10 mm voneinander angeordnet. Der in der unteren Hälfte
der Trennwand 13a angeordnete Abschnitt 44d weist ebenso Perforationslöcher 45 auf,
die ebenfalls in einem regelmäßigen Quadratgitter aus hier vierzehn Zeilen und zwanzig
Spalten angeordnet sind. Die Perforationslöcher 45 im Abschnitt 44d sind wiederum
rund, haben einen Durchmesser von 6 mm und sind relativ zueinander in einem Abstand
von 10 mm angeordnet. Der Abschnitt 44d weist eine Anzahl von 280 der Perforationslöcher
45 auf.
[0040] Zwischen dem Abschnitt 44b und dem Abschnitt 44d erstreckt sich entlang der z-Richtung
8 über etwa 20 cm der Abschnitt 44c, in dem die Trennwand 13a nicht perforiert ist.
An einem unteren Ende des teilweise perforierten Abschnitts 44d schließt sich der
nicht perforierte Abschnitt 44e an, der sich entlang der z-Richtung 8 über eine Länge
von ca. 5 cm erstreckt. Der Abschnitt 44f im unteren Zehntel der Trennwand 13a ist
wiederum teilweise perforiert. Die Perforationslöcher 45 im unteren Abschnitt 44f
bilden zwei getrennte Lochraster aus jeweils drei Zeilen und vier Spalten. Eine Gitterkonstante
dieser getrennten Lochraster im Abschnitt 44f beträgt wiederum 10 mm. Die Perforationslöcher
45 im Abschnitt 44f sind wiederum rund und haben einen Durchmesser von 6 mm. Die getrennten
Lochraster im Abschnitt 44f sind symmetrisch bezüglich einer entlang der z-Richtung
8 verlaufenden Symmetrieachse der Trennwand 13a angeordnet.
[0041] Die Anordnung der zwischen der Trennwand 13a und der Kammerwand 29 angeordneten Ventilatoren
39a, 39b, 39e und 39f relativ zu den Lochrastern in den Abschnitten 44b, 44d und 44f
der Trennwand 13a ist ebenfalls in Fig. 6 dargestellt. Dort sind die in der Darstellung
der Fig. 6 hinter der Trennwand 13a angeordneten Ventilatoren 39a, 39b, 39e und 39f
jeweils durch gestrichelte Kreise angedeutet. So ist jeder der vier genannten Ventilatoren
39a, 39b, 39e und 39f jeweils in einer parallel zur x-z-Ebene verlaufenden Ebene symmetrisch
zu einem der vier Lochraster in der Trennwand 13a angeordnet.
[0042] Dasselbe gilt für die hier nicht explizit dargestellte Anordnung der übrigen Ventilatoren
39c, 39d, 39g und 39h relativ zur zweiten Trennwand 13b.
[0043] Die Perforationslöcher 45 in den Trennwänden 13a und 13b stellen jeweils Zuführöffnungen
dar, durch die hindurch Luft aus dem Kühlraum 26 in den Laderaum 3 strömen kann. Die
Figuren 3 und 4 zeigen ebenfalls Abführöffnungen 46a und 46b in den Seitenwänden 16a
und 16b der Teilräume 3a und 3b. Dabei sind die Abführöffnungen 46a und 46b jeweils
in der der Mittelwand 4 zugewandten Seitenwand der Teilräume 3a und 3b eingelassen.
Durch die Abführöffnungen 46a und 46b wird die Luft aus den Teilräumen 3a und 3b in
einen Abführkanal 47 geleitet, der aus einem gefalteten Blech gebildet und in die
Mittelwand 4 zwischen den Teilräumen 3a und 3b eingelassen ist. Den Figuren 3 und
4 ist entnehmbar, dass der Abführkanal 47 die Teilräume 3a und 3b jeweils mit dem
Heizraum 25 verbindet. Dabei greift der Abführkanal 47 durch den zwischen dem Heizraum
25 und dem Laderaum 3 angeordneten Kühlraum 26 hindurch. Es besteht also keine unmittelbare
Verbindung zwischen dem Abführkanal 47 und dem Kühlraum 26.
[0044] Der Abführkanal 47 erstreckt sich entlang der x-Richtung 6 über eine Breite 48 von
5 cm (Fig. 3). Entlang der γ-Richtung 7 hat der Abführkanal 47 eine konische Form
(Fig. 4), wobei er sich von einem ersten Ende 49, an dem die Abführöffnungen 46a und
46b in den Abführkanal 47 münden, hin zu einem zweiten Ende 50 des Abführkanals 47,
an dem der Abführkanal 47 in den Heizraum 25 mündet, verjüngt. So hat der Abführkanal
47 an seinem ersten Ende 49 eine entlang der z-Richtung 8 gemessene Höhe von 15 cm
und an seinem zweiten Ende 50 eine entlang der z-Richtung 8 gemessene Höhe von 5 cm.
Entlang der γ-Richtung 7 erstreckt sich der Abführkanal 47 vom ersten Ende 49 bis
zum zweiten Ende 50 über eine Länge von etwa 60 cm.
[0045] Entlang der z-Richtung 8 ist der Abführkanal 47 mittig in die Mittelwand 4 eingelassen
(Fig. 4). Entlang der vertikalen Richtung ist der Abführkanal 47 also etwa 50 cm über
dem Laderaumboden 20 angeordnet. Die Abführöffnungen 46a und 46b haben jeweils eine
runde Form mit einem Durchmesser von 8 cm. Die Fläche der Abführöffnungen 46a und
46b ist also jeweils deutlich größer als die Fläche der einzelnen Perforationslöcher
45, deren Durchmesser jeweils nur 6 mm beträgt. Entlang der z-Richtung 8, also in
der vertikalen Richtung, sind die Abführöffnungen 46a und 46b jeweils in einem mittleren
Drittel, vorzugsweise in einem mittleren Fünftel, der Seitenwände 16a und 16b der
Teilräume 3a und 3b angeordnet. Entlang der z-Richtung 8 sind die Abführöffnungen
46a und 46b damit gegenüber den durch die Perforationslöcher 45 gegebenen Zuführöffnungen
in den Abschnitten 44b, 44d und 44f der Trennwände 13a und 13b versetzt angeordnet
und jeweils beabstandet. Dies ist in Fig. 4 jeweils durch horizontal verlaufende gestrichelte
Linien wiedergegeben, die die Begrenzungen der perforierten Abschnitte 44b und 44d
der Trennwände 13a und 13b entlang der z-Richtung 8 wiedergeben. In der vertikalen
Richtung besteht also kein Überlapp der Abführöffnungen 46a und 46b mit den Perforationslöchern
45. Es hat sich gezeigt, dass eine derartige relative Anordnung der Zuführöffnungen
und der Abführöffnungen einer Stabilität und einer Homogenität des den Laderaum 3
durchströmenden Luftstroms in besonderem Maße förderlich ist.
[0046] Die Zuführöffnungen und die Abführöffnungen des Laderaums 3 sind jeweils an gegenüberliegenden
oder entgegengesetzten Enden des Laderaums 3 in die Trennwände 13a und 13b bzw. in
die Seitenwände 16a und 16b eingelassen. Damit ist sichergestellt, dass der im Laderaum
3 erzeugte Luftstrom den Laderaum 3 möglichst vollständig und gleichmäßig durchströmt.
Der Fig. 3 kann zusätzlich entnommen werden, dass die Zuführöffnungen in Gestalt der
Perforationslöcher 45 gegenüber den Abführöffnungen 46a und 46b einen Winkel einschließen,
der hier 90° beträgt. Mit anderen Worten schließen die Trennwände 13a und 13b, in
die die Zuführöffnungen jeweils eingelassen sind, mit den Seitenwänden 16a und 16b,
in die die Abführöffnungen eingelassen sind, jeweils einen Winkel ein, der hier 90°
beträgt.
[0047] Unmittelbar am Ausgang der Abführöffnungen 46a und 46b sind im Inneren des Abführkanals
47 zwei weitere Ventilatoren 52a und 52b angeordnet. Diese sind eingerichtet, Luft
aus den Teilräumen 3a und 3b durch die Abführöffnungen 46a und 46b zu saugen und in
den gemeinsamen Abführkanal 47 zu leiten. Dies ist in Fig. 3 durch die Pfeile 57 dargestellt.
Es ist besonders vorteilhaft, wenn eine durch die Ventilatoren 52a und 52b erzeugte
Saugleistung, mit der Luft aus dem Laderaum 3 abgesaugt wird, in etwa um einen Faktor
1,3 größer ist als eine von den Ventilatoren 39a-h erzeugte Schubleistung, mit der
Luft aus dem Kühlraum 26 durch die Perforationslöcher 45 in den Trennwänden 13a und
13b in den Laderaum 3 gedrückt wird. Auf diese Weise bildet sich im Laderaum 3 bzw.
jeweils in den Teilräumen 3a und 3b zwischen den Abführöffnungen 46a und 46b und den
Zuführöffnungen in den Trennwänden 13a und 13b ein Sog aus, der für besonders stabile
Strömungsverhältnisse im Laderaum 3 sorgt. Insbesondere können die Ventilatoren 39a-h
im Kühlraum 26 und die Ventilatoren 52a und 52b im Abführkanal 47 derart betrieben
werden, dass der von diesen Ventilatoren im Laderaum 3 erzeugte Luftstrom bezogen
auf ein Volumen V, das gleich einem Volumen des Laderaums 3 abzüglich eines Volumens
von im Laderaum 3 gelagerten Gütern und/oder abzüglich eines Volumens der im Laderaum
3 angeordneten Körbe 15 ist, einen Wert von wenigstens 100 Volumina V pro Stunde oder
von wenigstens 200 Volumina V pro Stunde hat. Die Temperatur im Laderaum 3 bzw. die
Temperatur der darin gelagerten Güter lässt sich auf diese Weise besonders gut und
genau regeln.
[0048] Durch den Abführkanal 47 wird die durch die Abführöffnungen 46a und 46b aus dem Laderaum
3 abgesaugte Luft wiederum in den Heizraum 25 geleitet, wobei eine Strömungsrichtung
der Luft im Abführkanal 47 in den Fign. 3 und 4 jeweils durch einen Pfeil 56 wiedergegeben
ist. Eine Verbindung zwischen dem Abführkanal 47 und dem Heizraum 25 ist durch die
Öffnung 53 in der Kammerwand 29 realisiert. Die Öffnung 53 ist sowohl entlang der
z-Richtung 8 als auch entlang der x-Richtung 6 mittig in die Kammerwand 29 eingelassen.
Damit wird eine möglichst gleichmäßige Verteilung der aus dem Abführkanal 47 in den
Heizraum 25 eintretenden Luft gewährleistet. Um die durch die Öffnung 53 in den Heizraum
25 eintretende Luft jeweils zu gleichen Teilen den beiden spaltartigen Öffnungen 36
zwischen dem Heizraum 25 und dem Kühlraum 26 zuzuleiten, ist an einer Rückwand 54
des Heizraums 25 ein konisch geformtes weiteres Umlenkblech 55 befestigt, dessen Spitze
dem in den Heizraum 25 eintretenden Luftstrom entgegengerichtet ist.
[0049] Insbesondere der Fig. 3 ist deutlich entnehmbar, dass der von den Ventilatoren 39a-h
und den Ventilatoren 52a und 52b im Behälter 1 erzeugte Luftstrom den Laderaum 3,
den Heizraum 25 und den Kühlraum 26 jeweils nacheinander durchströmt. Der zuvor beschriebene
Sog, der sich aufgrund der mit unterschiedlichen Saug- bzw. Schubleistungen arbeitenden
Ventilatoren 39a-h im Kühlraum 26 einerseits und der Ventilatoren 52a und 52b im Abführkanal
47 andererseits im Laderaum 3 ausbildet, führt infolge des geschlossenen Strömungskreislaufs
(der im Behälter 1 erzeugte Luftstrom zirkuliert im Kreis durch den Heizraum 25, den
Kühlraum 26 und den Laderaum 3) gleichzeitig dazu, dass die Luft im Kühlraum 26, d.
h. vor dem Laderaum 3 gestaut wird. Dieser Effekt wird darüber hinaus durch die Größe,
Anzahl, Form und Anordnung der Perforationslöcher 45 in den Trennwänden 13a und 13b
hervorgerufen, die ein zu schnelles Einströmen der Luft in den Laderaum 3 verhindern.
Die Größe, Anordnung und Fläche der einzelnen Perforationslöcher 45 sowie die Gesamtfläche
aller Perforationslöcher 45 werden also in Verbindung mit der Schubleistung der Ventilatoren
39a-h derart gewählt, dass die Luft auf der vom Laderaum 3 abgewandten Seite der Trennwände
13a und 13b gestaut wird, bevor sie in den Laderaum 3 eintritt. Durch den auf diese
Weise hergestellten Luftstau im Kühlraum 26 kann die Luft besonders gleichmäßig und
kontrolliert in den Laderaum 3 einströmen.
1. Transport- und Lagerbehälter (1) für temperaturempfindliche Güter, umfassend einen
Laderaum (3) zum Aufnehmen der Güter, einen Kühlraum (26) mit einer Kühlvorrichtung
zum Kühlen von Luft, einen Heizraum (25) mit einer Heizvorrichtung zum Heizen von
Luft und Ventilationsmittel zum Zirkulieren von Luft in dem Behälter,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Laderaum (3), der Kühlraum (26) und der Heizraum (25) jeweils mit den beiden
anderen Räumen über jeweils mindestens eine Öffnung (53, 36, 46a, 46b) und/oder über
jeweils mindestens einen Luftkanal verbunden sind und dass die Ventilationsmittel
eingerichtet sind, im Behälter (1) einen Luftstrom zu erzeugen, der den Laderaum (3),
den Heizraum (25) und den Kühlraum (26) in Reihe durchströmt.
2. Transport- und Lagerbehälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Laderaum (3) vom Heizraum (25) oder vom Kühlraum (26) durch eine wenigstens bereichsweise
perforierte Wand getrennt ist, wobei die Ventilationsmittel eingerichtet sind, dem
Laderaum (3) Luft durch Perforationslöcher (45) in der Wand zuzuführen.
3. Transport- und Lagerbehälter (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fläche aller Perforationslöcher (45) zwischen 5 und 20 Prozent, vorzugsweise
zwischen 8 und 15 Prozent einer Fläche der Wand beträgt und dass die Fläche der einzelnen
Perforationslöcher (45) jeweils zwischen 0,005 und 0,05 Prozent, vorzugsweise zwischen
0,01 und 0,03 Prozent der Fläche der Wand beträgt.
4. Transport- und Lagerbehälter (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens 80 Prozent, vorzugsweise wenigstens 90 Prozent der Perforationslöcher
(45) rund sind.
5. Transport- und Lagerbehälter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Zuführöffnungen in einer Laderauminnenwand, die zum Zuführen von Luft in den Laderaum
(3) eingerichtet sind, von Abführöffnungen (46a, 46b) in der Laderauminnenwand, die
zum Abführen von Luft aus dem Laderaum (3) eingerichtet sind, entlang einer senkrecht
zu einem Behälterboden ausgerichteten vertikalen Richtung beabstandet sind.
6. Transport- und Lagerbehälter (1) nach Anspruch einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Laderaum (3) zum Aufnehmen der Güter Körbe (15) aufweist, die derart ausgebildet
und angeordnet sind, dass zur Verringerung eines Strömungswiderstandes Luftspalte
(17, 18, 19) zwischen benachbarten Körben (15) und/oder zwischen den Körben (15) und
einer Innenwand (16a, 16b) des Laderaums (3) ausgebildet sind, wobei die Luftspalte
(17, 18, 19) sich entlang wenigstens einer Richtung über den gesamten Laderaum (3)
erstrecken.
7. Transport- und Lagerbehälter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilationsmittel eingerichtet sind, derart betrieben zu werden, dass der Luftstrom
bezogen auf ein Volumen V, das gleich einem Volumen des Laderaums (3) abzüglich eines
Volumens von im Laderaum (3) gelagerten Gütern und/oder im Laderaum (3) angeordneten
Körben (15) ist, einen Wert hat, der wenigstens das 100-fache oder wenigstens das
200-fache des Volumens V pro Stunde beträgt.
8. Transport- und Lagerbehälter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlvorrichtung und/oder die Heizvorrichtung eingerichtet sind oder eingerichtet
ist, eine Temperatur des Luftstroms in einem Temperaturbereich zwischen -30°C und
+40°C einzustellen.
9. Transport- und Lagerbehälter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizvorrichtung mindestens eine Heizmatte (37) zum Umwandeln von elektrischem
Strom in Wärme aufweist, wobei eine leitende Schichte der Heizmatte (37) eine Dicke
von weniger als 0,5 cm oder von weniger als 0,3 cm hat.
10. Transport- und Lagerbehälter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlvorrichtung mindestens einen Lamellenverdampfer (38) aufweist.
11. Transport- und Lagerbehälter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Laderaum (3) einen ersten Teilraum (3a) und einen zweiten Teilraum
(3b) umfasst, wobei der erste und der zweite Teilraum (3b) mit dem Heizraum (25) oder
mit dem Kühlraum (26) über einen zwischen dem ersten und dem zweiten Teilraum (3b)
angeordneten gemeinsamen Abführkanal (47) zum Abführen des Luftstroms aus dem ersten
und dem zweiten Teilraum (3b) verbunden sind.
12. Transport- und Lagerbehälter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Volumen des Laderaums (3) größer ist als 100 Liter, vorzugsweise größer als 300
Liter, besonders vorzugsweise größer als 500 Liter und/oder dass das Volumen des Laderaums
(3) kleiner ist als 5 m3, vorzugsweise kleiner als 2 m3, besonders vorzugsweise kleiner als 1 m3.
13. Transport- und Lagerbehälter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Volumen VL des mindestens einen Laderaums (3), ein Volumen VK des Kühlraums (26), ein Volumen VH des Heizraums (25) und ein Gesamtvolumen VG=VL+VK+VH eine oder mehrere der folgenden Bedingungen erfüllen: a) 0,6 ≤ VL/ VG ≤ < 0,9, b) 0,1 ≤ VK/ VG ≤ 0,2, c) 0,02 ≤ VH/ VG ≤ 0,1.
14. Verfahren zum Betreiben eines Transport- und Lagerbehälters (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilationsmittel erste Ventilationsmittel umfassen, die Luft mit einer ersten
Leistung in den Laderaum (3) drücken und/oder saugen, und dass die Ventilationsmittel
von den ersten Ventilationsmitteln verschiedene zweite Ventilationsmittel umfassen,
die Luft mit einer zweiten Leistung aus dem Laderaum (3) drücken und/oder saugen,
wobei die zweite Leistung größer ist als die erste Leistung, vorzugsweise um einen
Faktor 1,1 bis 1,5.