[0001] Die Erfindung betrifft eine Umschalteinheit für das wahlweise Verbinden einer zentralen
Leitung einer pneumatischen Förderstrecke mit einer einzigen Leitung aus einer Gruppe
von mehreren Stichleitungen.
Ein wichtiger Anwendungsfall für die erfindungsgemäße Umschalteinheit ist eine pneumatische
Förderstrecke für den Transport von stückigen oder staubförmigen Brennstoffen, insbesondere
Brennstoffpellets von einem Lagerraum zu einer Feuerung.
[0002] Die
AT 507 742 B1 zeigt beispielhaft eine pneumatische Förderstrecke für den Transport von stückigen
oder staubförmigen Brennstoffen, insbesondere Brennstoffpellets von einem Lagerraum
zu einer Feuerung. Die pneumatische Förderstrecke umfasst mehrere Saugsonden, eine
Umschalteinheit, eine Pumpe, einen Feststoffabscheider sowie ein System von Rohr-
bzw. Schlauchleitungen. Die Saugsonden dienen dazu, Pellets aus dem Lagerraum in eine
Saugleitung einzubringen. Sie sind dazu am Boden des Lagerraumes angeordnet und mit
jeweils einer Zuluft-Stichleitung und einer Saug-Stichleitung versorgt. An einer Saugsonde
strömt aus der angeschlossenen Zuluft-Stichleitung Luft in den Lagerraum und von diesem
in die an der Saugsonde angeschlossene Saug-Stichleitung. Dabei reißt die Luft Pellets
aus dem Lagerraum in die Saug-Stichleitung mit hinein. Man braucht zwangsweise mehrere
Saugsonden um von der ganzen Bodenfläche des Lagerraums Pellets ansaugen zu können.
Im Betrieb saugt man aber immer nur von jeweils einer Saugsonde. Wenn an dieser Saugsonde
keine Pellets mehr liegen, saugt man von einer anderen Saugsonde, an welcher noch
Pellets liegen. Man will nicht alle Stichleitungen die mit Saugsonden direkt verbunden
sind zu zentralen Anlagenteilen der Heizanlage führen, das wäre unsinnig teuer und
platzaufwendig. Stattdessen lässt man alle Stichleitungen an einer Umschalteinheit,
welche möglichst nah am Lagerraum, beispielsweise an der Wand des Lagerraums angebracht
ist, enden, und führt nur zwei zentrale Leitungen, eine Zuluftleitung und eine Saugleitung
zu weiteren Anlagenteilen. Im Betrieb der Anlage verbindet die Umschalteinheit die
beiden zentralen Leitungen mit den jeweiligen beiden Leitungen die zu der jeweils
einzigen aktiven Saugsonde führen.
[0003] In der
EP 1 052 456 B1 ist eine Bauweise für eine Umschalteinheit jenes gängigen Typs beschrieben bei welchem
die Umschalteinheit zwei parallel zueinander, aneinander gleitfähig gehaltene flächige
Teile aufweist, wobei ein flächiger Teil eine Vielzahl von Bohrungen mit Anschlussstellen
für eine Vielzahl von Stichleitungen aufweist und der zweite flächige Teil nur zwei
Bohrungen mit Anschlussstellen für die beiden zentralen Leitungen (Zuluftleitung oder
Saugleitung). Indem die beiden flächigen Teile gegeneinander verschoben werden, können
die Bohrungen an welchen die zentralen Leitungen angeschlossen sind, fluchtend zu
jeweils einer Bohrung eines Paares von Bohrungen positioniert werden an welchen das
genau zu einer einzigen Saugsonde führende Paar von Stichleitungen angeschlossen ist,
womit nur genau eine Saugsonde mit den zentralen Leitungen verbunden ist und keine
einzige weitere Saugsonde. Durch Bauweisen dieser Art ist wesentlich besser als mit
anderen Ventilanordnungen erreichbar, dass die Strömung in den Leitungen möglichst
gleichmäßig und wirbelfrei fließen kann. Anstatt einer einzigen Umschalteinheit mit
zwei Anschlüssen für jeweils eine zentrale Leitung kann man natürlich auch zwei Umschalteinheiten
verwenden, wobei an jede Umschalteinheit nur eine einzige zentrale Leitung angeschlossen
ist. Bei der in der
EP 1 052 456 B1 beschriebenen Umschalteinheit sind beide zentralen Leitungen an einer einzigen Umschalteinheit
angeschlossen und die beiden besagten flächigen Teile sind durch eine Drehbewegung
gegeneinander zu verschieben. Üblicherweise wird jener flächige Teil, an welcher die
Vielzahl von Stichleitungen angeschlossen ist unbeweglich fixiert. Für das Umstellen
von Verbindungen wird jener flächige Teil verschoben an welchem nur eine oder zwei
zentrale Leitungen angeschlossen sind. Da damit die zentralen Leitungen in dem an
die Umschalteinheit angrenzenden Längsbereich beweglich sein müssen, werden sie zumindest
in diesem Längsbereich als flexibler Schlauch ausgeführt. Dieser flexible, "frei"
bewegliche Längsbereich bringt Einschränkungen mit sich. Die Krümmung darf nur sehr
gering sein, da sonst die Pellets beim Anschlagen an die Schlauchwände zu sehr zerbröseln
und auch der Schlauch selbst alsbald zerstört werden würde. Durch die geringe zulässige
Krümmung ist der Platzbedarf störend groß.
[0004] Aus anderen Bereichen der Fördertechnik sind pneumatische Förderleitungen mit Umschalteinheit
bekannt, welche aus einer zentralen Anschlussstelle und mehreren Anschlüssen bestehen,
wobei die einzelnen Anschlüsse durch Verdrehung einer Scheibe angesteuert werden können.
Solche Vorrichtungen werden in
EP 0203912 A1,
GB 1382347 A,
EP 0057133 A1 und
FR 2125231 A1 gezeigt. Die in diesen Schriften offenbarten Vorrichtungen haben gemein, dass an
der drehbaren Scheibe ein Rohrstück angebracht ist, welches an seinem einen Ende an
der zentralen Anschlussstelle drehbar angeschlossen ist und an seinem anderen Ende
fix mit der drehbaren Scheibe verbunden ist, welche an dieser Stelle eine Bohrung
aufweist. Die Mittellinie der zentralen Anschlussstelle liegt dabei auf der Drehachse
der Scheibe. Die Mittellinien der einzelnen Anschlüsse sind parallel zur Drehachse
ausgerichtet und von dieser beabstandet auf einem Kreisumfang angeordnet. Wird nun
die Scheibe um die Drehachse verdreht bleibt das eine Ende des Rohrstücks deckungsgleich
an der zentralen Anschlussstelle, während das andere Ende dem Kreisumfang, an welchem
die mehreren Anschlüsse angeordnet sind, folgt. So kann die zentrale Anschlussstelle
mit je einem der Anschlüsse wahlweise verbunden werden. Der Fließkanal des Fördermediums
bzw. des Fördergutes verläuft dabei zuerst parallel zur Drehachse durch einen der
Anschlüsse, dann bogenförmig in das Rohrstück hinein und am anderen Ende in einem
entgegengesetzten Bogen aus dem Rohrstück in die zentrale Anschlussstelle hinein.
Der Fließkanal hat also eine s-bogenförmige Gestalt. Dabei kann das Rohrstück selbst
s-bogenförmig sein und an seinem oberen Ende parallel zu der zentralen Anschlussstelle
und an seinem unteren Ende parallel zu den Anschlüssen ausgerichtet sein, oder gerade
verlaufen und in einem spitzen Winkel an die zentrale Anschlussstelle bzw. die Anschlüsse
anschließen. Im Ergebnis bleibt der Fließkanal in beiden Fällen s-bogenförmig.
[0005] Von diesem Stand der Technik ausgehend besteht die der Erfindung zu Grunde liegende
Aufgabe darin, eine Umschalteinheit für das wahlweise Verbinden einer zentralen Rohrleitung
einer pneumatischen Förderstrecke mit einer einzigen Leitung aus einer Gruppe von
mehreren Stichleitungen bereit zu stellen. Bei mindestens gleich guter Funktionsweise
soll die neu zu schaffende Umschalteinheit unter Mitberücksichtigung des Platzbedarfes
der daran anzuschließenden Leitungen einen geringeren oder gleichen Platzbedarf aufweisen
als die besprochenen Umschalteinheiten gemäß dem Stand der Technik und dabei einen
sanfteren Transport des Förderguts ermöglichen.
[0006] Zum Lösen der Aufgabe wird von einer Bauweise wie bei den
EP 0203912 A1,
GB 1382347 A,
EP 0057133 A1 und
FR 2125231 A1 ausgegangen, bei welcher die Umschalteinheit zwei parallel zueinander, aneinander
gleitfähig gehaltene flächige Teile aufweist, wobei ein flächiger Teil starr gehalten
wird und eine Mehrzahl von Bohrungen mit Anschlussstellen für eine Mehrzahl von Stichleitungen
aufweist und wobei der zweite flächige Teil nur eine einzige Bohrung aufweist, welche
in einen Hohlraum mündet, an welchen die zentrale Leitung anschließbar ist, wobei
der zweite flächige Teil gegenüber dem ersten flächigen Teil verschiebbar gehalten
ist und durch Verschiebebewegung die eine Bohrung des zweiten flächigen Teils zu jeweils
einer Bohrung aus der Mehrzahl von Bohrungen auf dem ersten flächigen Teil fluchtend
ausgerichtet werden kann, wobei, die Anschlussstelle des Hohlraumes zu der zentralen
Leitung gegen translatorische Bewegung fixiert ausgebildet ist.
[0007] Durch diese an sich einfach zu realisierende Maßnahme wird erreicht, dass beim Umschalten
durch die Umschalteinheit keine Leitung verformt werden muss. Alle an der Strömungsführung
beteiligten Oberflächen können damit glatt und aus sehr festem Material ausgebildet
werden, womit engere Leitungskrümmungen als bei den vorbekannten Bauweisen realisierbar
sind ohne dass es zu negativen Folgen führt und womit Platzbedarf verringert wird.
[0008] Als erfindungsgemäße Verbesserung wird vorgeschlagen die einzelnen Stichleitungen
vom Endbereich heraus aus in einem sehr spitzen Winkel etwas zu der Drehachse hin
geneigt auszurichten. Damit wird erreicht, dass der Fließkanal nicht wie nach dem
Stand der Technik eine S-bogenförmige Krümmung aufzuweisen braucht, sondern nur eine
einzige, beispielsweise kreisbogenförmige Krümmung. Das ist bezüglich des Herstellungsvorganges
und bezüglich des Strömungsverhaltens vorteilhaft. Speziell bei der Förderung von
Brennstoffpellets ist der einfach kreisbogenförmige Fließkanal besonders vorteilhaft
gegenüber dem Stand der Technik, da der Krümmungsradius bei gleichbleibender Gesamtgröße
der Vorrichtung größer ausgeführt werden kann gegenüber dem Krümmungsradius der beiden
Bögen bei s-bogenförmigen Aufbau und eine rasche Richtungsänderung durch Wegfallen
der entgegengesetzten Krümmungen entfällt. Dadurch wird das Fördergut sanfter transportiert
und ein Zerbröseln der Pellets sowie das Verstopfen der Umschalteinheit können reduziert
bzw. verhindert werden.
[0009] Die Erfindung wird an Hand einer Zeichnung zu einem speziellen Ausführungsbeispiel
veranschaulicht bevor dazu innerhalb des Erfindungsgedankens liegende, mögliche Abänderungen
und Verallgemeinerungen erklärt werden.
- Fig. 1:
- zeigt in seitlicher Teilschnittansicht stilisiert eine beispielhafte, erfindungsgemäße
Umschalteinheit einschließlich daran angeschlossenen Leitungsstücken.
[0010] Gemäß der Vorrichtung von Fig. 1 ist eine zentrale Leitung 1 durch eine Umschalteinheit
3 wahlweise mit einer von drei Stichleitungen 2 verbindbar.
[0011] Die Stichleitungen 2 sind jeweils an eine Bohrung 3.1.1 durch den feststehenden flächigen
Teil 3.1 der Umschalteinheit 3 angeschlossen. Die einzelnen Bohrungen 3.1.1 liegen
auf einer Kreislinie um eine Drehachse 3.5 herum, um welche der zweite flächige Teil
3.2 der Umschalteinheit 3 gegenüber dem feststehenden flächigen Teil 3.1 drehbar ist.
[0012] Der zweite flächige Teil 3.2 weist im gleichen Radialabstand zur Drehachse 3.5 nur
eine einzige Bohrung 3.2.1 auf. Diese Bohrung führt in den Hohlraum 3.6, welcher der
Innenraum des Rohres 3.3 ist. Das vom flächigen Teil 3.2 abgewandte Ende des Rohres
3.3 bildet neben der Bohrung 3.2.1 die zweite Öffnung 3.3.1 des Hohlraums 3.6.
[0013] Die Fließrichtung durch die Bohrungen 3.1.1 und die Bohrung 3.2.1 durch die flächigen
Teile 3.1, 3.2 ist nicht parallel zur Drehachse 3.5 ausgerichtet, sondern ist vom
Endbereich der jeweils betroffenen Stichleitung heraus aus in einem sehr spitzen Winkel
etwas zu der Drehachse 3.5 hin geneigt. Damit wird erreichbar, dass das Rohr 3.3 nicht
eine S-Doppelkrümmung aufzuweisen braucht, sondern wie dargestellt nur eine einzige,
beispielsweise kreisbogenförmige Krümmung. Das ist bezüglich des Herstellungsvorganges
und bezüglich des Strömungsverhaltens vorteilhaft. Um die Fließrichtung dementsprechend
auszurichten müssen die Anschlussstellen für die Stichleitungen 2 nicht wie dargestellt
parallel zur Drehachse 3.5 ausgerichtet sein, sondern in einem spitzen Winkel dazu,
wobei die Stirnflächen der Stichleitungen 2 näher an der Drehachse 3.4 liegen als
die an die Stirnflächen anschließenden Teile der Stichleitungen 2.
[0014] Die beiden flächigen Teile 3.1, 3.2 sind durch Relativdrehung um die Drehachse 3.5
gegeneinander verschiebbar. Indem das vom flächigen Teil 3.2 abgewandte Ende des Rohres
3.3 und damit Öffnung 3.3.1 des Hohlraums 3.6 genau koaxial um die Drehachse 3.5 positioniert
wird, wird diese Öffnung auch dann nicht bewegt, wenn die Position des flächigen Teils
3.2 gegenüber dem flächigen Teil 3.1 beim Wechsel von einer Stichleitung 2 auf einen
andere Stichleitung 2 verändert wird. An der Öffnung 3.3.1 liegt die offene Stirnseite
der weiterführenden, als Rohrleitung ausgeführten, zentralen Leitung 1 an.
[0015] In der dargestellten Ausführung sind die letztgenannten Endbereiche des Rohres 3.3
und der Leitung 1 gegen seitliches Ausweichen durch eine trichterförmige Schale 3.4
gehalten, welche mit dem flächigen Teil 3.2 starr verbunden ist und die besagten Endbereiche
an der Mantelfläche der Rohrleitungen umfasst.
[0016] Es ist aus der Zeichnung klar ersichtlich, dass beim Umschalten der Verbindung von
der Leitung 1 zu einer Stichleitung 2 auf eine andere Stichleitung 2 kein Leitungsteil
verformt zu werden braucht, sondern nur das Rohr 3.3 als Ganzes um die Drehachse 3.5
gedreht zu werden braucht. Dennoch kommt es auf dem ganzen Fließweg durch die Leitungen
2, 3.3, 1 und durch die Bohrungen 3.1.1, 3.2.1 weder zu einer Verringerung des Fließquerschnittes
noch zu einer plötzlichen Änderung der Fließrichtung noch zu einer vor- oder rückspringenden
Kante. Trotzdem ausschließlich mit Rohren das Auslangen gefunden werden kann, herrschen
also beste Fließbedingungen.
[0017] Wie auch bei den Vorrichtungen entsprechend dem Stand der Technik ist im Normalfall
die Drehbewegung des flächigen Teils 3.2 und der damit starr verbundenen Teile durch
eine maschinelle, von einer Steuerung ansprechbare Vorrichtung angetrieben. Diesbezüglich
bietet die erfindungsgemäße Vorrichtung vergleichbare Ausgangsbedingungen mit Vorrichtungen
entsprechend dem Stand der Technik. Beispielsweise kann für den Antrieb des flächigen
Teils 3.2 zu Drehbewegung ein Wellenteil vom flächigen Teil 3.2 aus koaxial mit der
Drehachse 3.5 durch eine zentrale Bohrung im flächigen Teil 3.1 hindurch an eine Antriebseinheit
ragen, welche auf der Seite der Stichleitungen 2 am flächigen Teil 3.1 befestigt ist.
[0018] An Abwandlungen und Verallgemeinerungen gegenüber der in Fig. 1 dargestellten Bauweise
seien erwähnt:
An Stelle eine trichterförmige Schale 3.4 als seitliche Stütze für das Rohr 3.3 und
die zentrale Leitung 1 vorzusehen, kann man beispielsweise auch das Rohr 3.3 besonders
steif ausführen und an dessen Endbereich eine Umfassung für die Mantelfläche der Leitung
1 vorsehen.
[0019] Man kann die trichterförmige Schale 3.4 auch durch ein Gerüst ersetzen, welches mit
dem flächigen Teil 3.2 starr verbunden ist. Beispielsweise kann dieses Gerüst durch
drei Streben und einen Ring gebildet sein, wobei die drei Streben vom flächigen Teil
3.2 aus zum Endbereich der Leitung 1 ragen und wobei der Ring den Endbereich der Leitung
1 und des Rohres 3.3 umfasst.
[0020] Insbesondere an der Luftzufuhrseite einer pneumatischen Förderstrecke, also an jenem
Teil des Leitungssystems, in welchem nur Luft aber kein zu transportierendes Gut bewegt
wird, kann man eine Bauweise anwenden, welche sich von der in Fig. 1 dargestellten
Bauweise dadurch unterscheidet, dass das Rohr 3.3 weggelassen ist. An Stelle des Hohlraumes
3.6, welcher der Innenraum des Rohres 3.3 ist, tritt dann der durch die trichterförmige
Schale 3.4 umschlossene Hohlraum.
[0021] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel sind die flächigen Teile 3.1, 3.2 durch
Drehbewegung gegeneinander verschiebbar. Dadurch ergeben sich einfache Verhältnisse.
[0022] Der Erfindungsgedanke lässt sich aber auch an Bauweisen von Umschalteinheiten realisieren,
bei denen die für das Umschalten von einer Stichleitung auf einen andere Stichleitung
dienenden, aneinander verschiebbaren flächigen Teile entlang einer beliebigen Kurve
aneinander verschiebbar sind. In einem Hohlraum, welcher durch den fixierten flächigen
Teil (3.1) an welchem die Stichleitungen angeschlossenen sind und durch weitere Flächen
(3.4) begrenzt ist, ist am fixierten flächigen Teil der bewegliche flächige Teil (3.2)
so anzuordnen, dass er gegenüber dem fixierten flächigen Teil an diesem gleitend geführt
bewegbar ist. Eine der besagten weiteren Flächen (3.4), welche den Hohlraum begrenzen,
ist mit einer Öffnung versehen, an welche die weiterführende zentrale Leitung anzuschließen
ist.
1. Umschalteinheit (3) für das wahlweise Verbinden einer zentralen Leitung (1) einer
pneumatischen Förderstrecke mit einer einzigen Leitung aus einer Gruppe von mehreren
Stichleitungen (2), wobei die Umschalteinheit (3) zwei parallel zueinander angeordnete,
aneinander geführt gleitfähig gehaltene flächige Teile (3.1, 3.2) aufweist, wobei
ein flächiger Teil (3.1) unbeweglich gehalten ist und eine Mehrzahl von Bohrungen
(3.1.1) mit Anschlussstellen für jeweils eine Stichleitung (2) aufweist, wobei der
zweite flächige Teil (3.2) nur eine einzige Bohrung (3.2.1) aufweist, an welcher ein
den Hohlraum (3.6) begrenzendes Rohr (3.3) befestigt ist, an dessen anderen Ende die
zentrale Leitung (1) anschließbar ist, wobei durch Verschiebebewegung zwischen den
flächigen Teilen (3.1, 3.2) die in den Hohlraum (3.6) mündende Bohrung (3.2.1) zu
jeweils einer Bohrung (3.1.1) aus der Mehrzahl von Bohrungen auf dem ersten flächigen
Teil (3.1) fluchtend ausgerichtet werden kann, wobei die Anschlussstelle (3.3.1) des
Rohres (3.3) zu der zentralen Leitung (1) gegen translatorische Bewegung fixiert ist
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anschlussstellen für die Stichleitungen (2), die Bohrungen (3.1.1) und die Bohrung
(3.2.1) in einem spitzen Winkel zu der Drehachse (3.5) ausgerichtet sind und das Rohr
(3.3) bogenförmig geformt ist.
2. Umschalteinheit (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die flächigen Teile (3.1, 3.2) durch Drehbewegung um eine Drehachse (3.5) gegeneinander
verschiebbar sind.
3. Umschalteinheit (3) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung des Rohres (3.3) an welchen die zentrale Leitung (1) anschließt, koaxial
um die Drehachse (3.5) ausgerichtet ist.
4. Umschalteinheit (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (3.3) durch eine trichterförmige Schale (3.4) umgeben ist, welche mit jenem
flächigen Teil (3.1) starr verbunden ist, an welchem die Stichleitungen (2) angeschlossen
sind und dass die zentrale Leitung (1) an die kleinere Öffnung der trichterförmigen
Schale (3.4) angeschlossen ist.
5. Umschalteinheit (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie Teil einer Anlage für den Transport von stückigen oder staubförmigen Brennstoffen
von einem Lagerraum zu einer Feuerung ist.
6. Umschalteinheit (3) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffe Brennstoffpellets sind.