[0001] Die vorliegende Erfindung liegt auf dem Gebiet der Wasch- oder Reinigungsmittel.
Die Erfindung betrifft insbesondere solche Wasch- oder Reinigungsmittel, welche Umsetzungsprodukte
von Metalloxiden und Riechstoffen umfassen. Sie betrifft weiterhin ein Verfahren zur
Herstellung von Wasch- oder Reinigungsmitteln sowie ein Wasch- oder Reinigungsverfahren,
ein Verfahren zur Fixierung von Riechstoffen auf harten und/oder textilen Oberflächen
und weiterhin ein Verfahren zur gezielten Duftfreisetzung auf harten und/oder textilen
Oberflächen.
[0002] Im Zusammenhang mit der Anwendung von Wasch- oder Reinigungsmitteln wird von den
Konsumenten in der Regel nicht nur eine Primärwirkung angestrebt, welche in einer
Wasch- oder Reinigungsleistung besteht, sondern üblicherweise wird auch eine Zusatzwirkung
erwartet, welche in der Regel in der Erzeugung eines Wohlgeruches auf den Zielsubstraten,
wie z.B. Textilien, besteht. Zu diesem Zwecke werden Wasch- oder Reinigungsmittel
üblicherweise parfümiert.
[0003] Zur Parfümierung der Wasch- oder Reinigungsmittel können Riechstoffe direkt in die
betreffenden Mittel eingearbeitet werden. Als Alternative sind Techniken gebräuchlich,
welche die Riechstoffe schützen. Zum Beispiel können verkapselte Riechstoffe eingesetzt
werden. Beispielsweise werden in
DE 102008031212 A1 Wasch- oder Reinigungsmittel beschrieben, welche riechstoffhaltige Mikrokapseln enthalten.
Weiterhin hat sich der Einsatz sogenannter Riechstoffvorläufer etabliert. Das Funktionsprinzip
von Riechstoffvorläuferverbindungen beruht in der Regel darauf, Riechstoffe in Verbindungen
umzuwandeln, welche keinen direkten Dufteindruck hervorrufen, welche aber auf einen
bestimmten Reiz hin, z.B. Einwirkung von Hitze oder Säure, den ursprünglichen Riechstoff
freizusetzen vermögen und somit duftwirksam werden. Beispielsweise sind Riechstoffvorläufer
auf Oxazolidinbasis bekannt. Solche werden in der Deutschen Offenlegungsschrift
DE 10 2006 003 092 A1 beschrieben. Es handelt sich bei den dort beschriebenen Riechstoffvorläufern um bicyclische
Oxazolidin-Derivate von Duftketonen oder -aldehyden, wie z.B. Decanal, welche bei
der Hydrolyse die duftenden Aldehyde oder Ketone freizusetzen vermögen.
[0004] Bekannte Riechstoffvorläufer sind z.B. auch die Kieselsäureester. Solche werden in
der Deutschen Offenlegungsschrift
DE198 41 147 A1 beschrieben. Diese Kieselsäureester enthalten die Reste von Duftstoffalkoholen, wie
z.B. Octan-1-ol, und eignen sich zur Beduftung von Wasch- und Reinigungsmitteln, da
sie bei der Hydrolyse die duftenden Alkohole freisetzen.
[0005] In
DE103 37 198 A1 wird ein Adsorbat aus einem Granulat auf Basis von pyrogen hergestelltem Siliciumdioxid
und Aromen beschrieben. Es wird auch ein Aroma, enthaltend ein Granulat auf Basis
von pyrogen hergestelltem Siliciumdioxid beschrieben.
[0006] In
JP2004180979A wird ein antibakterielles Deodorant beschrieben, umfassend kolloidale Partikel anorganischen
Oxids, wie insbesondere TiO
2, mit negativer Oberflächenladung, an welchen metallische Komponenten, wie insbesondere
Silber oder Zink, haften, in Mischung mit Riechstoffen. Wasch- oder Reinigungsmittel
werden dort allerdings nicht beschrieben.
[0007] DE10212121A1 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von nano-Zinkoxid-Dispersionen, welche einen
Gehalt an halogenierten Bestandteilen von weniger als 5 Gew.-% aufweisen. Ein Zusammenhang
mit Riechstoffen wird nicht hergestellt.
[0008] In
WO 2008/077239 A2 werden Nanokapseln mit Kern-Schale-Struktur beschrieben, wobei die Schale zumindest
ein Metalloxid umfasst. Das Kernmaterial kann Riechstoffe umfassen.
[0009] In
WO 2009/103651 A2 werden Körperpflegezusammensetzungen beschrieben, welche kationische Nanopartikel
umfassen, an deren Oberfläche organische Substituenten gebunden sind, die zumindest
eine kationische Gruppe aufweisen. Wasch- oder Reinigungsmittel werden nicht beschrieben.
[0010] In
WO 2008/112826 A1 werden Zusammensetzungen beschrieben, welche polymere Netzwerke beinhalten, wobei
die Polymere mikro- oder nanoporös sind. Die Zusammensetzungen können Parfüme enthalten.
[0011] In
DE 10 2008 052 678 A1 werden Nanopartikel beschrieben, welche Kerne aus einem anorganischen Material, mindestens
eine Silangruppen umfassende Zwischenschicht und mindestens eine Polyoxyalkylenmonoamine
umfassende äußere Schicht enthalten.
[0012] In
WO 2010/076803 A2 wird ein topisches Multikomponentensystem beschrieben, in welchem zumindest eine
Komponente einen Aktivstoff umfasst, welcher mit einem Metalloxid beschichtet ist.
Wasch- oder Reinigungsmittel werden nicht beschrieben.
[0013] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung lag darin, ein Wasch- oder Reinigungsmittel
bereitzustellen, welches die Erzeugung eines Wohlgeruches auf den damit behandelten
Substraten ermöglicht.
[0014] Diese Aufgabe wird vom Gegenstand der Erfindung gelöst. Dabei handelt es sich um
ein Waschoder Reinigungsmittel, umfassend Umsetzungsprodukte von Riechstoffen mit
Metalloxiden, wie in den Ansprüchen definiert.
[0015] "Riechstoffe" ist die Bezeichnung für chemische Verbindungen mit Geruch, welche beim
Menschen ein vorzugsweise angenehmes Geruchsempfinden auslösen und daher zur Parfümierung
bzw. Beduftung von technischen und Sanitärartikeln, Seifen, Körperpflegemitteln, Waschmitteln,
Reinigungsmitteln und dergleichen Verwendung finden. Die Begriffe "Riechstoff" und
"Duftstoff" sind im Sinne dieser Erfindung synonym zu verstehen.
[0016] Metalloxide sind chemische Verbindungen eines Metalles mit Sauerstoff.
[0017] Als "Umsetzungsprodukte von Riechstoffen mit Metalloxiden" werden im Sinne dieser
Erfindung jene Produkte bezeichnet, die sich bei der der Vermengung bzw. beim in Kontakt
bringen der Ausgangsmaterialien, also der Riechstoffe und der Metalloxide, insbesondere
in Lösung oder Suspension, durch deren Wechselwirkung ergeben. Dabei kann es insbesondere
zur Ausbildung von Koordinationsverbindungen kommen. Ebenfalls kann es zur Adsorption
oder Anreicherung der Riechstoffe auf der Oberfläche der Metalloxide kommen. Infolge
der Wechselwirkung zwischen den Riechstoffen und den Metalloxiden ergibt sich eine
Modifizierung der Riechstoffe, welche in überraschender Weise zu deutlichen Vorteilen
bei der Beduftung von Objekten, insbesondere von Textilen führt, verglichen mit Riechstoffen,
welche nicht mit Metalloxiden in Wechselwirkung gebracht wurden. Diese Vorteile werden
später noch genauer beschrieben. Die Umsetzungsprodukte sind insbesondere dadurch
erhältlich, dass die Metalloxide und Riechstoffe gemeinsam in Lösung gebracht bzw.
dispergiert werden, ggf. unter Zufuhr thermischer Energie.
[0018] Es ist auch möglich, wenn auch weniger bevorzugt, dass das Metalloxid als Lösung
oder Dispersion direkt in das Zielprodukt, z.B. ein flüssiges Waschmittel, eingebracht
wird und die Riechstoffe bzw. Parfümöle später dazugegeben werden, so dass sich die
Umsetzungsprodukte erst im Zielprodukt, z.B. einem flüssigen Waschmittel, bilden.
Dieses Vorgehen ist grundsätzlich möglich, doch weniger bevorzugt, da es hierbei zu
Nebenreaktionen kommen kann und je nach Zielprodukt nur eine begrenzte Wechselwirkung
zwischen den Riechstoffen und den Metalloxiden auftreten kann, so dass die Effizienz
der Wechselwirkung im Regelfall deutlich reduziert ist. Es ist daher besonders bevorzugt,
in einem separaten Schritt zuerst ein Umsetzungsprodukt aus Riechstoffen und Metalloxiden
herzustellen und dieses gesondert hergestellte Umsetzungsprodukt danach dem Zielprodukt,
z.B. einem Waschmittel beizufügen. Zu diesem Zweck wird vorzugsweise zuerst eine Lösung
oder Dispersion aus den Ausgangsmaterialien hergestellt, und diese Mischung vorteilhafterweise
über einem Zeitraum von mindestens 1 Minute bei Raumtemperatur (21 °C) gerührt. Vorzugsweise
kann auch thermische Energie zugeführt werden, z.B. durch Erhitzen auf 60°C.
[0019] Es entspricht somit einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, die
erfindungsgemäßen Umsetzungsprodukte vor der Zugabe in das Wasch- oder Reinigungsmittel
herzustellen und dann dem erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel zugegeben.
[0020] Die Partikelgröße der eingesetzten Metalloxide ist grundsätzlich frei wählbar. Es
ist allerdings bevorzugt, dass die Metalloxide Partikelgrößen ≤ 1000 µm, vorteilhafterweise
≤ 500 µm, in weiter vorteilhafter Weise ≤ 100 µm, vorzugsweise ≤ 1 µm, insbesondere
≤ 0,1 µm aufweisen. Eine mögliche Untergrenze der Partikelgröße kann z.B. bei 1 nm
oder 10 nm liegen.
[0021] Mit dem Begriff der Partikelgröße ist hier die größte Längenausdehnung des einzelnen
Partikels gemeint. Die Bestimmung der Partikelgröße kann der Fachmann auf vielfältige
Weise vornehmen. Die Bestimmung der Partikelgröße kann vorzugsweise durch optische
Methoden je nach Partikelgröße unter Zuhilfenahme der Lichtmikroskopie oder Elektronenmikroskopie
erfolgen.
[0022] Es können gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung insbesondere auch
Metalloxid-Nanopartikel, also Teilchen aus Metalloxiden, deren Dimensionen im Bereich
von 1 nm bis 100 nm liegen, eingesetzt werden, um durch deren Umsetzung mit Riechstoffen
zu den erfindungsgemäßen Umsetzungsprodukten zu gelangen. Die Synthese von Metalloxid-Nanopartikel
als solchen, z.B. von Zinkoxid-Nanopartikeln, Eisenoxid-Nanopartikeln, Zinnoxid-Nanopartikeln,
Zirkondioxid-Nanopartikeln oder Aluminiumoxid-Nanopartikeln, ist trivial. Die Metalloxid-Nanopartikel
werden in der Regel in einem Sol-Gel-Prozeß erzeugt. Dazu werden in der Regel die
Ausgangsmaterialien, meistens Metallalkoholate, zunächst in homogen gelöster Form
in wäßrigem Medium vorgelegt. Im ersten Reaktionsschritt hydrolisieren die Metallalkoholate
unter Abspaltung von Alkohol. Die resultierenden Moleküle polykondensieren danach
unter Abspaltung von Wasser, so dass bei geeigneter Wahl der Reaktionsbedingungen
anorganische Solpartikel mit Größen im Nanometerbereich entstehen. Das Sol-Gel-Syntheseverfahren
ist in der Literatur detailliert beschrieben, siehe z.B.
Schmidt, Chem. Unserer Zeit, (2001) 35(3), 176.
[0023] Das erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel ermöglicht die Erzeugung eines
Wohlgeruches auf den damit behandelten Substraten. Die Erfindung geht aber mit einigen
weiteren Vorteilen einher. Ein bedeutender Vorteil besteht darin, dass die Erfindung
einen Dufteffekt durch Wiederbefeuchten ermöglicht. Das bedeutet, dass mit dem erfindungsgemäßen
Wasch- oder Reinigungsmittel behandelte Objekte, z.B. Textilien, nach deren Trocknung
überraschenderweise dann wieder einen besonders intensiven Duft verströmen, wenn man
diese wieder befeuchtet. Dieser Effekt ist für viele Vorgänge des täglichen Lebens
vorteilhaft. Beispielsweise entfaltet ein mit dem erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel
gewaschenes Handtuch beim Abtrocknen z.B. von Geschirr oder des menschlichen Körpers,
durch die aufgenommene Feuchtigkeit eine Duftwirkung. Beispielsweise kann auf entsprechender
Leibwäsche, z.B. Unterhemd, durch die Körperfeuchtigkeit ein erneuter Dufteffekt ausgelöst
werden. Dieser Effekt, also ein erneutes Verströmen von Wohlgeruch nach dem Wiederbefeuchten,
tritt bei der Anwendung gewöhnlicher Wasch- oder Reinigungsmittel nicht auf, d.h.
es ist üblicherweise nicht zu erwarten, dass ein Handtuch Duft verströmt, sobald es
wieder befeuchtet wird.
[0024] Ein weiterer Vorteil liegt in der Verbesserung des Aufziehvermögens von Riechstoffen
aus wässrigen, vorzugsweise tensidhaltigen Lösungen auf die behandelten Objekte, wie
insbesondere Textilien. Dies betrifft nicht nur die über die erfindungsgemäßen Umsetzungsprodukte
eingebrachten Riechstoffe, sondern davon profitieren auch die anderen Riechstoffe,
welche nicht über die erfindungsgemäßen Umsetzungsprodukte in das System eingebracht
werden. Dies ermöglicht eine verbesserte Effizienz beim Riechstoffeinsatz. Ein weiterer
Vorteil liegt in der verbesserten Fixierung von Riechstoffen an weichen und harten
Oberflächen, wie z.B. Textilien, Haut und Haaren oder harten Oberflächen. Mit verbesserter
Fixierung ist hier eine verbesserte, also stärke Haftfestigkeit der bereits auf den
Objekten aufgezogenen Riechstoffe gemeint. Weiterhin ist es bei der Freisetzung von
Riechstoffen aus den auf die behandelten Objekte aufgezogenen Umsetzungsprodukten
möglich, dass andere Komponenten, insbesondere Schlechtgeruch-Komponenten an das Metalloxid
gebunden werden. Schlechtgeruch-Komponenten sind flüchtige Verbindungen mit kakosmophoren
Gruppen, z. B. Amin-Derivate und Schwefel-Derivate. Damit kann die vorliegende Erfindung
nicht nur eine gezielte Freisetzung von Düften, sondern auch eine Aufnahme und damit
Reduktion von Fehlgerüchen leisten.
[0025] Im Rahmen der Erfindung werden die Metalloxide ausgewählt aus ZnO, CeO
2 und/oder SnO
2. Diese ergeben besonders vorteilhafte Duftvorteile, insbesondere mit Blick auf die
beschriebene Duftfreisetzung durch Wiederbefeuchten.
[0026] Grundsätzlich sind im Rahmen der Erfindung die einsetzbaren Riechstoffe, welche die
erfindungsgemäßen Umsetzungsprodukte betreffen, frei wählbar. Bevorzugte Riechstoffe
sind solche, welche als Elektronenpaardonatoren fungieren können, also solche Moleküle,
die ein freies Elektronenpaar für die Bindung mit einer Lewis-Säure zur Verfügung
stellen können.
[0027] Es entspricht einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wenn die Riechstoffe,
welche die erfindungsgemäßen Umsetzungsprodukte betreffen, ausgewählt sind aus Dihydromyrcenol
(CAS-Nummer: 18479-58-8), Acedyl (CAS-Nummer: 5413-60-5), Propidyl (CAS Nummer: 17511-60-3),
Triplal (CAS-Nummer: 68039-49-6), Hexylacetat, 2-tert-Butylcyclohexylacetate, 4-tert-Butylcyclohexylacetat,
Linalylacetat, Terpinylacetat (CAS Nummer 8007-35-0), Ethylenbrassylat (CAS Nummer
105-95-3), Applelide (CAS-Nummer: 478695-70-4), Lilial, Cyclamenaldehyd (CAS-Nummer
: 103-95-7), Cyclogalbanat (CAS-Nummer: 68901-15-5), Allylamylglycolat (CAS-Nummer:
67634-00-8), Ethyl-2-methylbutyrat (CAS-Nummer: 7452-79-1), Amylacetat, 2-methyl undecanal,
Decanal, Dihydrofloriffone (CAS-Nummer: 71048-82-3), Florhydral (CAS-Nummer: 125109-85-5),
Limonen, Undecarvertol (CAS Number: 81782-77-6), Amylsalicylat (CAS-Nummer: 2050-08-0),
Cashmeran (CAS-Nummer: 33704-61-9), alpha-Damascone, beta-Damascone, delta-Damascone,
iso-Damascone und/oder Damascenone.
[0028] Das erfindungsgemäß eingesetzte Metalloxid ist mit Metallnanopartikeln mit Dimensionen
≤ 100 nm, vorzugsweise ≤ 10 nm, insbesondere Gold-, Silber-, Platin-, Palladium- und/oder
Eisen-Nanopartikeln, dotiert.
[0029] Die Herstellung von Metallnanopartikel ist aus der Literatur bekannt. Eine Übersicht
über Syntheseverfahren ist z.B.
Reddy, V. R., Synlett, (2006) 11, 1791 zu entnehmen. Metallnanopartikel können in der Regel über das Reduktionsverfahren
erzeugt werden. Gewöhnlich liegen Metallsalze als Ausgangsmaterialien zunächst in
homogen gelöster Form in wässrigen oder organischen Medien vor. Danach werden feinste
Metallkeime durch Zumischung eines Reduktionsmittels gebildet. Die Nanoteilchen werden
in der Regel durch geeignete Liganden stabilisiert, um eine Aggregation der Nanoteilchen
zu vermeiden. Die Dotierung des erfindungsgemäß eingesetzten Metalloxids mit Metallnanopartikeln
erfolgt vorzugsweise durch Mischen der Metallnanopartikel mit dem zu dotierenden Metalloxid,
insbesondere in wässrigen oder organischen Medien.
[0030] Die Menge des über das erfindungsgemäße Umsetzungsprodukt in das Wasch- oder Reinigungsmittel
eingebrachten Metalloxid ist grundsätzlich wahlfrei.
[0031] Beträgt die Menge des enthaltenen, vorzugsweise über das erfindungsgemäße Umsetzungsprodukt
in das Wasch- oder Reinigungsmittel eingebrachten Metalloxids 0,00001 bis 10 Gew.-%,
vorzugsweise 0,01 bis 1 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Wasch- oder Reinigungsmittel,
so liegt eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor.
[0032] Die Menge der im erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel enthaltenen Riechstoffe
ist grundsätzlich wahlfrei und orientiert sich vorzugsweise am Einsatzzweck des betreffenden
Mittels. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt die Menge der
enthaltenen Riechstoffe 0,00001 bis 80 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 15 Gew.-%, bezogen
auf das gesamte Wasch- oder Reinigungsmittel.
[0033] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält das erfindungsgemäße
Wasch- oder Reinigungsmittel 0,0001 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 40 Gew.-%
Tenside.
[0034] Besonders hohe Tensidgehalte können z.B. bei Toilettenseifen (Stückseifen) realisiert
werden.
[0035] Ein besonders bevorzugtes erfindungsgemäßes Wasch- oder Reinigungsmittel enthält
- (i) 0,00001 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 1 Gew.-% Metalloxid, welches vorzugsweise
über das erfindungsgemäße Umsetzungsprodukt in das Wasch- oder Reinigungsmittel eingebracht
wurde,
- (ii) 0,00001 bis 80 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 15 Gew.-% Riechstoffe,
- (iii) 0,0001 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 40 Tenside,
[0036] Gew.-% bezogen auf das gesamte Mittel.
[0037] Daneben können weitere übliche Wasch- oder Reinigungsmittelinhaltsstoffe enthalten
sein.
[0038] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel wird gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform zuerst das erfindungsgemäße Umsetzungsprodukt hergestellt
und dieses dann in die Wasch- oder Reinigungsmittelmatrix eingearbeitet. Alternativ
kann zuerst das Metalloxidprodukt in das Produkt eingearbeitet werden und dann das
Parfümöl oder dessen Einzelkomponenten zugegeben werden. Dies ist allerdings weniger
bevorzugt, da diese Art der Umsetzung weniger effektiv und auch mit Nebenreaktionen
behaftet ist.
[0039] Demgemäß ist weiterer Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines
Wasch- oder Reinigungsmittels, bei welchem man ein Umsetzungsprodukt von Riechstoffen
mit Metalloxiden herstellt und dieses Umsetzungsprodukt mit der Wasch- oder Reinigungsmittelmatrix
vereinigt. Bezüglich des Umsetzungsproduktes gelten die zuvor gemachten Ausführungen.
[0040] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Wasch- oder Reinigungsverfahren, bei
welchem man harte und/oder textile Oberflächen mit einer Behandlungsflüssigkeit in
Kontakt bringt, welche ein erfindungsgemäßes Wasch- oder Reinigungsmittel enthält.
Der Vorteil dieses Verfahrens liegt unter anderem darin, dass die derart behandelten
Oberflächen nach dem Wiederbefeuchen einen angenehmen Duft entfalten, so dass eine
gezielte Duftfreisetzung ermöglicht wird.
[0041] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist Verfahren zur Fixierung von Riechstoffen
auf harten und/oder textilen Oberflächen, bei welchem man die Oberfläche mit einer
wässrigen, vorzugsweise tensidhaltigen Behandlungsflüssigkeit, umfassend Umsetzungsprodukte
von Riechstoffen mit Metalloxiden, wie zuvor definiert, über einen Zeitraum von 5
Sekunden bis 300 Minuten bei einer Temperatur unter 95°C behandelt.
[0042] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur gezielten Duftfreisetzung
auf harten und/oder textilen Oberflächen, bei welchem man
- (a) die Oberfläche mit einer wässrigen, vorzugsweise tensidhaltigen Behandlungsflüssigkeit,
umfassend Umsetzungsprodukte von Riechstoffen mit Metalloxiden, wie zuvor definiert,
J über einen Zeitraum von 5 Sekunden bis 300 Minuten bei einer Temperatur unter 95°C
behandelt,
- (b) die behandelte Oberfläche trocknen lässt und zu einem späteren Zeitpunkt
- (c) durch Zufuhr von Feuchtigkeit eine Duftfreisetzung bewirkt.
[0043] Im Folgenden werden weitere optionale Inhaltsstoffe der erfindungsgemäße Wasch- oder
Reinigungsmittel zum Teil näher erläutert. Es sei klargestellt, dass von dem Begriff
der Wasch- oder Reinigungsmittel im Sinne der Erfindung auch die Nachbehandlungsmittel
umfasst sind. Zu diesen zählen insbesondere die Weichspüler, die Hygienespüler sowie
die Trocknertücher (sogenannte Dryer-Sheets), aber auch die Textilerfrischer sowie
Bügelwasser.
[0044] Die entsprechenden Mittel enthalten vorzugsweise die für die betreffende Produktkategorie
üblichen Bestandteile. Beispielsweise enthält ein Hygienespüler üblicherweise Wirkstoffe,
die, je nach Einzelfall, ein breites Spektrum an Organismen von Viren, Bakterien,
Pilzen abtöten können. Solche Wirkstoffe, wie z.B. Alkylbenzyldimethylammoniumchlorid,
sind dem Fachmann an sich bekannt. Beispielsweise enthalten Weichspüler weichmachende
Wirkstoffe, in der Regel Kationtenside, vorzugsweise Esterquats, also quartäre Ammonium-Verbindungen
mit zwei hydrophoben Resten, die jeweils eine Ester-Gruppe als sogenannte Sollbruchstelle
für einen leichteren biologischen Abbau enthalten. Als Textilerfrischerwerden insbesondere
Pflegemittel zum Besprühen von Textilien im Haushalt, um flüchtige, unangenehm riechende
Moleküle zu absorbieren und durch angenehme Düfte zu überdecken maskieren, bezeichnet.
Zur Absorption werden in üblichen Textilerfrischern z.B. Cyclodextrine verwendet.
Trocknertücher sind für die Anwendung im Wäschetrockner vorgesehen. Es handelt sich
um Tücher, auf welche bestimmte Wirksubstanzen aufgebracht sind, so dass die Textilien
weniger knittern und sich nicht so leicht elektrostatisch aufladen.
[0045] Zu den bevorzugtesten Mitteln im Sinne der Erfindung zählen die Waschmittel sowie
die Weichspüler sowie die Reinigungsmittel für harte Oberflächen.
[0046] Bevorzugt enthalten erfindungsgemäße Wasch oder Reinigungsmittel neben dem erfindungsgemäßen
Umsetzungsprodukt wenigstens eine, vorzugsweise mehrere, aktive Komponenten, insbesondere
wasch-, pflege- und/oder reinigungsaktive Komponenten, vorteilhafterweise ausgewählt
aus der Gruppe umfassend anionische Tenside, kationische Tenside, amphotere Tenside,
nichtionische Tenside, Acidifizierungsmittel, Alkalisierungsmittel, Anti-Knitter-Verbindungen,
antibakterielle Stoffe, Antioxidantien, Antiredepositionsmittel, Antistatika, Buildersubstanzen
(Gerüststoffe), Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Bleichstabilisatoren, Bleichkatalysatoren,
Bügelhilfsmittel, Riechstoffe, Einlaufverhinderer, Elektrolyte, Enzyme, Farbschutzstoffe,
Farbstoffe, Farbübertragungsinhibitoren, Fluoreszensmittel, Fungizide, Germizide,
geruchskomplexierende Substanzen, Hydrotrope, Klarspüler, Komplexbildner, Konservierungsmittel,
Korrosionsinhibitoren, optische Aufheller, Perlglanzgeber, pH-Stellmittel, Phobier-
und Imprägniermittel, Polymere, Quell- und Schiebefestmittel, Schauminhibitoren, Schichtsilikate,
schmutzabweisende Stoffe, Silberschutzmittel, Silikonöle, UV-Schutz-Substanzen, Viskositätsregulatoren,
Verdickungsmittel, Verfärbungsinhibitoren, Vergrauungsinhibitoren, Vitamine und/oder
Avivage-Wirkstoffe.
[0047] Die Mengen der weiteren möglichen Inhaltsstoffe in den erfindungsgemäßen Wasch- oder
Reinigungsmitteln orientieren sich jeweils am Einsatzzweck der betreffenden Mittel
und der Fachmann ist mit den Größenordnungen der einzusetzenden Mengen der optionalen
Inhaltsstoffe grundsätzlich vertraut oder kann diese der zugehörigen Fachliteratur
entnehmen.
[0048] Je nach Einsatzzweck der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel wird man
beispielsweise den Tensidgehalt höher oder niedriger wählen. Üblicherweise liegt z.
B. der Tensidgehalt beispielsweise von Waschmitteln zwischen z.B. 5 und 50 Gew.-%,
vorzugsweise zwischen 10 und 30 Gew.-% und insbesondere zwischen 15 und 25 Gew.-%,
während Reinigungsmittel für das maschinelle Geschirrspülen üblicherweise zwischen
z.B. 0,1 und 10 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,5 und 7,5 Gew.-% und insbesondere
zwischen 1 und 5 Gew.-% Tenside enthalten.
[0049] Die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel können vorzugsweise Tenside enthalten,
wobei insbesondere anionische Tenside, nichtionische Tenside und deren Gemische, aber
auch kationische Tenside in Frage kommen.
[0050] Zu den optional einsetzbaren nichtionischen Tensiden gehören die Alkoxylate, insbesondere
die Ethoxylate und/oder Propoxylate, von gesättigten oder ein- bis mehrfach ungesättigten
linearen oder verzweigtkettigen Alkoholen mit 10 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise 12
bis 18 C-Atomen. Der Alkoxylierungsgrad der Alkohole liegt dabei in der Regel zwischen
1 und 20, vorzugsweise zwischen 3 und 10. Sie können in bekannter Weise durch Umsetzung
der entsprechenden Alkohole mit den entsprechenden Alkylenoxiden hergestellt werden.
Geeignet sind insbesondere die Derivate der Fettalkohole, obwohl auch deren verzweigtkettige
Isomere, insbesondere sogenannte Oxoalkohole, zur Herstellung verwendbarer Alkoxylate
eingesetzt werden können. Brauchbar sind demgemäß die Alkoxylate, insbesondere die
Ethoxylate, primärer Alkohole mit linearen, insbesondere Dodecyl-, Tetradecyl-, Hexadecyl-
oder Octadecyl-Resten sowie deren Gemische. Außerdem sind entsprechende Alkoxylierungsprodukte
von Alkylaminen, vicinalen Diolen und Carbonsäureamiden, die hinsichtlich des Alkylteils
den genannten Alkoholen entsprechen, verwendbar. Auch kommen die Ethylenoxid- und/oder
Propylenoxid-Insertionsprodukte von Fettsäurealkylestern sowie Fettsäurepolyhydroxyamide,
in Betracht.
[0051] Besonders bevorzugte Alkoxylate sind solche, welche durch Ethoxylierung linearer
primärer Alkohole gewonnen werden, insbesondere durch Ethoxylierung entsprechender
linearer primärer Alkohole mit Kettenlängen von C14 und C15.
[0052] Weitere besonders bevorzugte Alkoxylate sind solche, welche durch Ethoxylierung verzweigter
primärer Alkohole gewonnen werden, insbesondere durch Ethoxylierung entsprechender
verzweigter primärer Alkoholen mit 11 bis 36 Kohlenstoffatomen und durchschnittlich
0,7 bis 3,0 Verzweigungen pro Molekül, welche Verzweigungen Methyl- und Ethylverzweigungen
umfassen. Solche Alkoxylate werden in
US 7,871,973 B1 beschrieben.
[0053] Für das Waschen bei Niedrigtemperaturen sind besonders Tenside auf Basis 2-Propylheptanol
geeignet, insbesondere davon abgeleitete Sulfate, Ethoxylate sowie Ethersulfate. Dabei
sind insbesondere die auf 2-Propylheptanol basierenden Ethoxylate, insbesondere in
Mischung mit C16/C18-Fettalkohol-Ethoxylaten bevorzugt. Vorteilhaft sind auch Tenside
auf Basis Isotridecanol, insbesondere insbesondere die auf Isotridecanol basierenden
Ethoxylate.
[0054] Zur optionalen Einarbeitung in die erfindungsgemäßen Mittel geeignete sogenannte
Alkylpolyglykoside sind Verbindungen der allgemeinen Formel (G)
n-OR
8, in der R
8 einen Alkyl- oder Alkenylrest mit 8 bis 22 C-Atomen, G eine Glykoseeinheit und n
eine Zahl zwischen 1 und 10 bedeuten. Bei der Glykosidkomponente (G)
n handelt es sich um Oligo- oder Polymere aus natürlich vorkommenden Aldose- oder Ketose-Monomeren,
zu denen insbesondere Glucose, Mannose, Fruktose, Galaktose, Talose, Gulose, Altrose,
Allose, Idose, Ribose, Arabinose, Xylose und Lyxose gehören. Die aus derartigen glykosidisch
verknüpften Monomeren bestehenden Oligomere werden außer durch die Art der in ihnen
enthaltenen Zucker durch deren Anzahl, den sogenannten Oligomerisierungsgrad, charakterisiert.
Der Oligomerisierungsgrad n nimmt als analytisch zu ermittelnde Größe im allgemeinen
gebrochene Zahlenwerte an; er liegt bei Werten zwischen 1 und 10, bei den vorzugsweise
eingesetzten Glykosiden unter einem Wert von 1,5, insbesondere zwischen 1,2 und 1,4.
Bevorzugter Monomer-Baustein ist wegen der guten Verfügbarkeit Glucose. Der Alkyl-
oder Alkenylteil R
8 der Glykoside stammt bevorzugt ebenfalls aus leicht zugänglichen Derivaten nachwachsender
Rohstoffe, insbesondere aus Fettalkoholen, obwohl auch deren verzweigtkettige Isomere,
insbesondere sogenannte Oxoalkohole, zur Herstellung verwendbarer Glykoside eingesetzt
werden können. Brauchbar sind demgemäß insbesondere die primären Alkohole mit linearen
Octyl-, Decyl-, Dodecyl-, Tetradecyl-, Hexadecyl- oder Octadecylresten sowie deren
Gemische. Besonders bevorzugte Alkylglykoside enthalten einen Kokosfettalkylrest,
das heißt Mischungen mit im wesentlichen R
8=Dodecyl und R
8=Tetradecyl.
[0055] Nichtionisches Tensid ist in erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln vorzugsweise
in Mengen von 0,1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, insbesondere von 1 Gew.-% bis 25 Gew.-% optional
enthalten, Gew.-% bezogen auf das gesamte Wasch- oder Reinigungsmittel.
[0056] Die Wasch- oder Reinigungsmittel können stattdessen oder zusätzlich weitere optionale
Tenside enthalten, vorzugsweise Aniontenside.
[0057] Vorzugsweise sind Aniontenside des Sulfat- oder Sulfonat-Typs, in Mengen von vorzugsweise
nicht über 30 Gew.-%, insbesondere von 0,1 Gew.-% bis 18 Gew.-%, jeweils bezogen auf
gesamtes Wasch- oder Reinigungsmittel, optional enthalten. Als für den Einsatz in
den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel besonders geeignete Aniontenside
sind die Alkyl- und/oder Alkenylsulfate mit 8 bis 22 C-Atomen, die ein Alkali-, Ammonium-
oder Alkyl- beziehungsweise Hydroxyalkyl-substituiertes Ammoniumion als Gegenkation
tragen, zu nennen. Bevorzugt sind die Derivate der Fettalkohole mit insbesondere 12
bis 18 C-Atomen und deren verzweigtkettiger Analoga, der sogenannten Oxoalkohole.
Die Alkyl- und Alkenylsulfate können in bekannter Weise durch Reaktion der entsprechenden
Alkoholkomponente mit einem üblichen Sulfatierungsreagenz, insbesondere Schwefeltrioxid
oder Chlorsulfonsäure, und anschließende Neutralisation mit Alkali-, Ammonium- oder
Alkyl- beziehungsweise Hydroxyalkyl-substituierten Ammoniumbasen hergestellt werden.
Derartige Alkyl- und/oder Alkenylsulfate sind in den Wasch- oder Reinigungsmitteln
vorzugsweise in Mengen von 0,1 Gew.-% bis 20 Gew.-%, insbesondere von 0,5 Gew.-% bis
18 Gew.-% optional enthalten.
[0058] Zu den einsetzbaren Tensiden vom Sulfat-Typ gehören auch die sulfatierten Alkoxylierungsprodukte
der genannten Alkohole, sogenannte Ethersulfate. Vorzugsweise enthalten derartige
Ethersulfate 2 bis 30, insbesondere 4 bis 10, Ethylenglykol-Gruppen pro Molekül. Zu
den einsetzbaren Aniontensiden vom Sulfonat-Typ gehören die durch Umsetzung von Fettsäureestern
mit Schwefeltrioxid und anschließender Neutralisation erhältlichen α-Sulfoester, insbesondere
die sich von Fettsäuren mit 8 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen, und
linearen Alkoholen mit 1 bis 6 C-Atomen, vorzugsweise 1 bis 4 C-Atomen, ableitenden
Sulfonierungsprodukte, sowie die durch formale Verseifung aus diesen hervorgehenden
Sulfofettsäuren.
[0059] Besonders bevorzugt optional einsetzbare Aniontenside sind die Alkylbenzolsulfonate,
wie z.B. Natrium-Dodecylbenzolsulfonat.
[0060] Anionisches Tensid ist in erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln vorzugsweise
in Mengen von 0,1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, insbesondere von 1 Gew.-% bis 25 Gew.-% optional
enthalten, Gew.-% bezogen auf das gesamte Wasch- oder Reinigungsmittel.
[0061] Als weitere optional einsetzbare tensidische Inhaltsstoffe der Wasch- oder Reinigungsmittel
kommen Seifen in Betracht, wobei gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure,
Myristinsäure, Palmitinsäure oder Stearinsäure, sowie aus natürlichen Fettsäuregemischen,
zum Beispiel Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifen geeignet sind.
Insbesondere sind solche Seifengemische bevorzugt, die zu 50 Gew.-% bis 100 Gew.-%
aus gesättigten C
12-C
18-Fettsäureseifen und zu bis 50 Gew.-% aus Ölsäureseife zusammengesetzt sind. Vorzugsweise
ist Seife in dem erfindungs-gemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln in Mengen von 0,1
Gew.-% bis 5 Gew.-% optional enthalten. Insbesondere in flüssigen Wasch- oder Reinigungsmitteln
können jedoch auch höhere Seifenmengen von bis zu 20 Gew.-% optional enthalten sein.
[0062] Auch Kationtenside können optional in den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln,
insbesondere in den erfindungsgemäßen Wäschenachbehandlungsmittel enthalten sein.
Beispiele für Kationtenside sind quartäre Ammonium-Verbindungen mit vorzugsweise einem
oder insbesondere zwei hydrophoben Alkyl-Resten. Besonders bevorzugt sind Esterquats,
also quartäre Ammonium-Verbindungen mit zwei hydrophoben Resten, die jeweils eine
Ester-Gruppe als sogenannte Sollbruchstelle für einen leichteren biologischen Abbau
enthalten. Bevorzugt einsetzbare Esterquats sind Methyl-N-(2-hydroxyethyl)-N,N-di(talgacyloxyethyl)ammonium-methosulfat,
Bis-(palmitoyloxyethyl)-hy-droxyethyl-methyl-ammonium-methosulfat, 1,2-Bis-[talgacyloxy]-3-trimethylammoniumpropanchlorid,
N,N-Dimethyl-N,N-di(talgacyloxyethyl)ammonium-methosulfat oder Methyl-N,N-bis(stearoyloxyethyl)-N-(2-hydroxyethyl)ammonium-methosulfat.
Die kationischen Tenside sind in den erfindungsgemäßen Mitteln optional in Mengen
von vorzugsweise 0,05 bis 20 Gew.%, bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten. Mengen
von 0,1 bis 5 Gew.% sind besonders bevorzugt.
[0063] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind Tenside in erfindungsgemäßen
Wasch- oder Reinigungsmitteln in einer Gesamtmenge von vorzugsweise 5 Gew.-% bis 50
Gew.-%, insbesondere von 8 Gew.-% bis 30 Gew.-%, enthalten. Insbesondere in Wäschenachbehandlungsmitteln
werden vorzugsweise bis zu 30 Gew.-%, insbesondere 5 Gew.-% bis 15 Gew.-% Tenside,
unter diesen bevorzugt wenigstens anteilsweise Kationtenside, eingesetzt.
[0064] Ein erfindungsgemäßes Wasch- oder Reinigungsmittel kann vorzugsweise mindestens einen
Builder, vorzugsweise einen wasserlöslichen und/oder wasserunlöslichen, organischen
und/oder anorganischen Builder enthalten. Bevorzugt ist der Einsatz wasserlöslicher
Builder.
[0065] Zu den wasserlöslichen organischen Buildersubstanzen gehören Polycarbonsäuren, insbesondere
Citronensäure und Zuckersäuren, monomere und polymere Aminopolycarbonsäuren, insbesondere
Methylglycindiessigsäure, Nitrilotriessigsäure und Ethylendiamintetraessigsäure sowie
Polyasparaginsäure, Polyphosphonsäuren, insbesondere Aminotris(methylenphosphonsäure),
Ethylendiamintetrakis(methylenphosphonsäure) und 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure,
polymere Hydroxyverbin-dungen wie Dextrin sowie polymere (Poly-)carbonsäuren, polymere
Acrylsäuren, Methacrylsäuren, Maleinsäuren und Mischpolymere aus diesen, die auch
geringe Anteile polymerisierbarer Substanzen ohne Carbonsäurefunktionalität einpolymerisiert
enthalten können. Geeignete, wenn auch weniger bevorzugte Verbindungen dieser Klasse
sind Copolymere der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Vinylethern, wie Vinylmethylethern,
Vinylester, Ethylen, Propylen und Styrol, in denen der Anteil der Säure mindestens
50 Gew.-% beträgt.
[0066] Organische Buildersubstanzen können gewünschtenfalls in Mengen bis zu 40 Gew.-%,
insbesondere bis zu 25 Gew.-% und vorzugsweise von 1 Gew.-% bis 8 Gew.-% in den erfindungsgemäßen
Wasch- oder Reinigungsmittel enthalten sein. Mengen nahe der genannten Obergrenze
werden vorzugsweise in pastenförmigen oder flüssigen, insbesondere wasserhaltigen,
erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln eingesetzt. Erfindungsgemäße Wasch-
oder Reinigungsmittel, wie z.B. Weichspüler, können gegebenenfalls auch frei von organischem
Builder sein.
[0067] Als wasserlösliche anorganische Buildermaterialien kommen insbesondere Alkalisilikate
und Polyphosphate, vorzugsweise Natriumtriphosphat, in Betracht. Als wasserunlösliche,
wasserdispergierbare anorganische Buildermaterialien werden insbesondere kristalline
oder amorphe Alkalialumosilikate, in Mengen von z.B. bis zu 50 Gew.-%, vorzugsweise
nicht über 40 Gew.-% und in flüssigen Mitteln insbesondere von 1 Gew.-% bis 5 Gew.-%,
in den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln optional eingesetzt. Unter
diesen sind die kristallinen Natriumalumosilikate in Waschmittelqualität, insbesondere
Zeolith A, P und gegebenenfalls X, bevorzugt. Mengen nahe der genannten Obergrenze
werden vorzugsweise in festen, teilchenförmigen Mitteln optional eingesetzt. Geeignete
Substitute beziehungsweise Teilsubstitute für das genannte Alumosilikat sind kristalline
Alkalisilikate, die allein oder im Gemisch mit amorphen Silikaten vorliegen können.
Die in den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln als Gerüststoffe brauchbaren
Alkalisilikate weisen vorzugsweise ein molares Verhältnis von Alkalioxid zu SiO
2 unter 0,95, insbesondere von 1:1,1 bis 1:12 auf und können amorph oder kristallin
vorliegen. Amorphe Alkalisilikate sind bevorzugt.
[0068] Weiterhin ist es im Sinne einer weiteren bevorzugten Ausführungsform bevorzugt, allenfalls
geringe Menge wasserunlöslicher Buildermaterialien (wie z.B. Zeolith) einzusetzen,
beispielsweise in Mengen von 0-5 Gew.-%, z.B. 0,1 bis 2 Gew.-%, bezogen auf das gesamte
Wasch- oder Reinigungsmittel.
[0069] Buildersubstanzen sind in den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln vorzugsweise
in Mengen bis zu 60 Gew.-%, insbesondere von 5 Gew.-% bis 40 Gew.-%, optional enthalten.
Erfindungsgemäße Wäschenachbehandlungsmittel, wie z.B. Weichspüler, sind vorzugsweise
frei von anorganischem Builder.
[0070] Als optional einsetzbare Persauerstoffverbindungen kommen insbesondere organische
Persäuren beziehungsweise persaure Salze organischer Säuren, wie Phthalimidpercapronsäure,
Perbenzoesäure oder Salze der Diperdodecandisäure, Wasserstoffperoxid und unter den
Anwendungsbedingungen Wasserstoffperoxid abgebende anorganische Salze, wie Perborat,
Percarbonat und/oder Persilikat, in Betracht. Sofern feste Persauerstoffverbindungen
eingesetzt werden sollen, können diese in Form von Pulvern oder Granulaten verwendet
werden, die auch in im Prinzip bekannter Weise umhüllt sein können. Besonders bevorzugt
kann Alkalipercarbonat, Alkaliperborat-Monohydrat oder insbesondere in flüssigen Mitteln
Wasserstoffperoxid in Form wäßriger Lösungen, die 3 Gew.-% bis 10 Gew.-% Wasserstoffperoxid
enthalten, eingesetzt werden. Falls ein erfindungsgemäßes Wasch- oder Reinigungsmittel
Bleichmittel, wie vorzugsweise Persauerstoffverbindungen, enthält, sind diese in Mengen
von vorzugsweise bis zu 50 Gew.-%, insbesondere von 5 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorhanden.
Der optionale Zusatz geringer Mengen bekannter Bleichmittelstabilisatoren wie beispielsweise
von Phosphonaten, Boraten beziehungsweise Metaboraten und Metasilikaten sowie Magnesiumsalzen
wie Magnesiumsulfat kann zweckdienlich sein.
[0071] Als Bleichaktivatoren können Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen aliphatische
Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere 2 bis 4 C-Atomen,
und/oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure ergeben, optional eingesetzt
werden. Geeignet sind Substanzen, die O- und/oder N-Acylgruppen der genannten C-Atomzahl
und/oder gegebenenfalls substituierte Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt sind mehrfach
acylierte Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte
Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin (DADHT),
acylierte Glykolurile, insbesondere Tetraacetylglykoluril (TAGU), N-Acylimide, insbesondere
N-Nonanoylsuccinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate, insbesondere n-Nonanoyl- oder
Isononanoyloxybenzolsulfonat (n- bzw. iso-NOBS), Carbonsäureanhydride, insbesondere
Phthalsäureanhydrid, acylierte mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat,
2,5-Diacet-oxy-2,5-dihydrofuran und Enolester sowie acetyliertes Sorbitol und Mannitol
beziehungsweise deren Mischungen , acylierte Zuckerderivate, insbesondere Pentaacetylglukose
(PAG), Pentaacetylfruktose, Tetraacetylxylose und Octaacetyllactose sowie acetyliertes,
gegebenenfalls N-alkyliertes Glucamin und Gluconolacton, und/oder N-acylierte Lactame,
z.B. N-Benzoylcaprolactam. Hydrophil substituierte Acylacetale und Acyllactame werden
ebenfalls bevorzugt eingesetzt. Auch Kombinationen konventioneller Bleichaktivatoren
können eingesetzt werden. Derartige Bleichaktivatoren können im üblichen Mengenbereich,
vorzugsweise in Mengen von 1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 2 Gew.-% bis 8 Gew.-%,
bezogen auf gesamtes Mittel, optional enthalten sein.
[0072] Als in den Wasch- oder Reinigungsmitteln optional einsetzbare Enzyme kommen insbesondere
solche aus der Klasse der Proteasen, Cutinasen, Amylasen, Pullulanasen, Hemicellulasen,
Cellulasen, Lipasen, Oxidasen und Peroxidasen sowie deren Gemische in Frage. Besonders
geeignet sind aus Pilzen oder Bakterien, wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis,
Streptomyces griseus, Humicola lanuginosa, Humicola insolens, Pseudomonas pseudoalcaligenes
oder Pseudomonas cepacia gewonnene enzymatische Wirkstoffe. Die gegebenenfalls verwendeten
Enzyme können an Trägerstoffen adsorbiert und/oder in Hüllsubstanzen eingebettet sein,
um sie gegen vorzeitige Inaktivierung zu schützen. Sie sind in den erfindungsgemäßen
Wasch- oder Reinigungsmitteln, vorzugsweise in Mengen nicht über 5 Gew.-%, insbesondere
von 0,2 Gew.-% bis 2 Gew.-%, optional enthalten.
[0073] Die Wasch- oder Reinigungsmittel können als optische Aufheller beispielsweise Derivate
der Diaminostilbendisulfonsäure beziehungsweise deren Alkalimetallsalze optional enthalten.
Geeignet sind zum Beispiel Salze der 4,4'-Bis(2-anilino-4-morpholino-1,3,5-triazinyl-6-amino)stilben-2,2'-disulfonsäure
oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholino-Gruppe eine
Diethanolaminogruppe, eine Methylaminogruppe, eine Anilinogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe
tragen. Weiterhin können Aufheller vom Typ der substituierten Diphenylstyryle anwesend
sein, zum Beispiel die Alkalisalze des 4,4'-Bis(2-sulfostyryl)-diphenyls, 4,4'-Bis(4-chlor-3-sulfostyryl)-diphenyls
oder 4-(4-Chlorstyryl)-4'-(2-sulfostyryl)-diphenyls. Auch Gemische der vorgenannten
Aufheller können verwendet werden.
[0074] Zu den optional einsetzbaren Schauminhibitoren gehören beispielsweise Organopolysiloxane
und deren Gemische mit mikrofeiner, gegebenenfalls silanierter Kieselsäure sowie Paraffinwachse
und deren Gemische mit silanierter Kieselsäure oder Bisfettsäure-alkylendiamiden.
Mit Vorteilen können auch Gemische aus verschiedenen Schauminhibitoren verwendet werden,
zum Beispiel solche aus Silikonen, Paraffinen oder Wachsen. Vorzugsweise sind die
optionalen Schauminhibitoren, insbesondere Silikon- und/oder Paraffin-haltige Schauminhibitoren,
an eine granulare, in Wasser lösliche beziehungsweise dispergierbare Trägersubstanz
gebunden. Insbesondere sind dabei Mischungen aus Paraffinwachsen und Bistearylethylendiamiden
bevorzugt.
[0075] Zusätzlich können die Wasch- oder Reinigungsmittel optional auch Komponenten enthalten,
welche die Öl- und Fettauswaschbarkeit aus Textilien positiv beeinflussen, sogenannte
soil-release-Wirkstoffe. Dieser Effekt wird besonders deutlich, wenn ein Textil verschmutzt
wird, das bereits vorher mehrfach mit einem Waschmittel, das diese öl- und fettlösende
Komponente enthält, gewaschen wurde. Zu den bevorzugten öl- und fettlösenden Komponenten
zählen z.B. nicht-ionische Celluloseetherwie Methylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose
mit einem Anteil an Methoxyl-Gruppen von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxypropoxyl-Gruppen
von 1 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf den nichtionischen Celluloseether, sowie
die aus dem Stand der Technik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder der Terephthalsäure
bzw. von deren Derivaten mit monomeren und/oder polymeren Diolen, insbesondere Polymere
aus Ethylenterephthalaten und/oder Polyethylenglykolterephthalaten oder anionisch
und/oder nichtionisch modifizierten Derivaten von diesen.
[0076] Die Wasch- oder Reinigungsmittel können optional auch Farbübertragungsinhibitoren,
vorzugsweise in Mengen von 0,1 Gew.-% bis 2 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 1
Gew.-%, enthalten, die in einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung Polymere aus
Vinylpyrrolidon, Vinylimidazol, Vinylpyridin-N-Oxid oder Copolymere aus diesen sind.
Brauchbar sind sowohl Polyvinylpyrrolidone, N-Vinyl-imidazol/N-Vinylpyrrolidon-Copolymere,
Polyvinyloxazolidone, Copolymere auf Basis von Vinylmonomeren und Carbonsäureamiden,
pyrrolidongruppenhaltige Polyester und Polyamide, gepfropfte Polyamidoamine und Polyethylenimine,
Polymere mit Amidgruppen aus sekundären Aminen, Polyamin-N-Oxid-Polymere, Polyvinylalkohole
und Copolymere auf Basis von Acrylamidoalkenylsulfonsäuren.
[0077] Die optional einsetzbaren Vergrauungsinhibitoren haben das Vermögen, den von der
Textilfaser abgelösten Schmutz in der Flotte suspendiert zu halten. Hierzu sind wasserlösliche
Kolloide meist organischer Natur geeignet, beispielsweise Stärke, Leim, Gelatine,
Salze von Ethercarbonsäuren oder Ethersulfonsäuren der Stärke oder der Cellulose oder
Salze von sauren Schwefelsäureestern der Cellulose oder der Stärke. Auch wasserlösliche,
saure Gruppen enthaltende Polyamide sind für diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen
sich andere als die obengenannten Stärkederivate verwenden, zum Beispiel Aldehydstärken.
Bevorzugt können Celluloseether, wie Carboxymethylcellulose (Na-Salz), Methylcellulose,
Hydroxyalkylcellulose und Mischether, wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose,
Methylcarboxymethylcellulose und deren Gemische, beispielsweise in Mengen von 0,1
bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Wasch- oder Reinigungsmittel, als optionale Vergrauungsinhibitoren
eingesetzt werden.
[0078] Zu den in den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln, insbesondere wenn
sie in flüssiger oder pastöser Form vorliegen, optional verwendbaren organischen Lösungsmitteln
gehören vorzugsweise Alkohole mit 1 bis 4 C-Atomen, insbesondere Methanol, Ethanol,
Isopropanol und tert.-Butanol, Diole mit 2 bis 4 C-Atomen, insbesondere Ethylenglykol
und Propylenglykol, sowie deren Gemische und die aus den genannten Verbindungsklassen
ableitbaren Ether. Derartige wassermischbare Lösungsmittel können in den erfindungsgemäßen
Wasch- oder Reinigungsmitteln vorzugsweise in Mengen von nicht über 30 Gew.-%, insbesondere
von 6 Gew.-% bis 20 Gew.-%, optional vorhanden sein.
[0079] Zur Steigerung der Wasch- und Reinigungsleistung können auch Alkohole und/oder organische
Lösemittel mit bis zu 50 % eingesetzt werden. Insbesondere ist es bevorzugt, eine
flüssige, hydrophobe Verbindung ausgewählt Limonen, Dioctylether, Laurinsäurehexylester,
Decamethylcyclopentasiloxan, C
11-13-Isoparaffin und Mischungen daraus einzusetzen, vorzugsweise in Kombination mit Fettsäureseife
und/oder nicht-neutralisierter Fettsäure.
[0080] Zur Einstellung eines gewünschten, sich durch die Mischung der übrigen Komponenten
nicht von selbst ergebenden pH-Werts können die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel
Säuren, insbesondere Citronensäure, Essigsäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Milchsäure,
Glykolsäure, Bernstein-säure, Glutarsäure und/oder Adipinsäure, aber auch Mineralsäuren,
insbesondere Schwefelsäure, oder Basen, insbesondere Ammonium- oder Alkalihydroxide,
optional enthalten. Derartige pH-Regula-toren können in den erfindungsgemäßen Wasch-
oder Reinigungsmitteln vorzugsweise nicht über 20 Gew.-%, insbesondere von 1,2 Gew.-%
bis 17 Gew.-%, optional enthalten sein.
[0081] Als Duftstoffe bzw. Riechstoffe bzw. Parfümöle können alle dafür bekannten Stoffe
und Gemische eingesetzt werden. Im Sinne dieser Erfindung werden die Begriffe "Riechstoff(e)",
"Duftstofte"und "Parfümöl(e)" synonym gebraucht. Damit sind insbesondere all jene
Stoffe oder deren Gemische gemeint, die vom Menschen als Geruch empfunden werden,
insbesondere vom Mensch als Wohlgeruch empfunden werden, also ein angenehmes Geruchsempfinden
auslösen.
[0082] Als Duftkomponenten können Parfüme, Parfümöle oder Parfümölbestandteile eingesetzt
werden. Parfümöle bzw. Duftstoffe können erfindungsgemäß einzelne Riechstoffverbindungen,
z. B. die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole
und Kohlenwasserstoffe sein. Riechstoffverbindungen vom Typ der Ester sind z. B. Benzylacetat,
Phenoxyethylisobutyrat, p-tert.-Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat, Dimethylbenzylcarbinylacetat
(DMBCA), Phenylethylacetat, Benzylacetat, Ethylmethylphenylglycinat, Allylcyclohexylpropionat,
Styrallylpropionat, Benzylsalicylat, Cyclohexylsalicylat, Floramat, Melusat und Jasmecyclat.
Zu den Ethern zählen beispielsweise Benzylethylether und Ambroxan, zu den Aldehyden
z. B. die linearen Alkanale mit 8-18 C-Atomen, Citral, Citronellal, Citronellyloxy-acetaldehyd,
Cyclamenaldehyd, Lilial und Bourgeonal, zu den Ketonen z. B. die Jonone, alpha-Isomethylionon
und Methylcedrylketon, zu den Alkoholen Anethol, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Linalool,
Phenylethylalkohol und Terpineol, zu den Kohlenwasserstoffen gehören hauptsächlich
die Terpene wie Limonen und Pinen. Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener
Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen.
[0083] Solche Parfümöle können auch natürliche Riechstoffgemische enthalten, wie sie aus
pflanzlichen Quellen zugänglich sind, z. B. Pine-, Citrus-, Jasmin-, Patchouly-, Rosen-
oder Ylang-Ylang-Öl. Ebenfalls geeignet sind Muskateller-Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl,
Melissenöl, Minzöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeeröl, Vetiveröl, Olibanumöl,
Galbanumöl und Labdanumöl sowie Orangenblütenöl, Neroliöl, Orangenschalenöl und Sandelholzöl.
[0084] Um wahrnehmbar zu sein, muss ein Riechstoff flüchtig sein, wobei neben der Natur
der funktionellen Gruppen und der Struktur der chemischen Verbindung auch die Molmasse
eine wichtige Rolle spielt. So besitzen die meisten Riechstoffe Molmassen bis etwa
200 Dalton, während Molmassen von 300 Dalton und darüber eher eine Ausnahme darstellen.
Aufgrund der unterschiedlichen Flüchtigkeit von Riechstoffen verändert sich der Geruch
eines aus mehreren Riechstoffen zusammengesetzten Parfüms bzw. Duftstoffs während
des Verdampfens, wobei man die Geruchseindrücke in "Kopfnote" (top note), "Herz- bzw.
Mittelnote" (middle note bzw. body) sowie "Basisnote" (end note bzw. dry out) unterteilt.
Da die Geruchswahrnehmung zu einem großen Teil auch auf der Geruchsintensität beruht,
besteht die Kopfnote eines Parfüms bzw. Duftstoffs nicht allein aus leichtflüchtigen
Verbindungen, während die Basisnote zum größten Teil aus weniger flüchtigen, d. h.
haftfesten Riechstoffen besteht. Bei der Komposition von Parfüms können leichter flüchtige
Riechstoffe beispielsweise an bestimmte Fixative gebunden werden, wodurch ihr zu schnelles
Verdampfen verhindert wird. Bei der nachfolgenden Einteilung der Riechstoffe in "leichter
flüchtige" bzw. "haftfeste" Riechstoffe ist also über den Geruchseindruck und darüber,
ob der entsprechende Riechstoff als Kopf- oder Herznote wahrgenommen wird, nichts
ausgesagt. Haftfeste Riechstoffe, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung einsetzbar
sind, sind beispielsweise die ätherischen Öle wie Angelikawurzelöl, Anisöl, Arnikablütenöl,
Basilikumöl, Bayöl, Bergamottöl, Champacablütenöl, Edeltannenöl, Edeltannenzapfenöl,
Elemiöl, Eukalyptusöl, Fenchelöl, Fichtennadelöl, Galbanumöl, Geraniumöl, Gingergrasöl,
Guajakholzöl, Gurjunbalsamöl, Helichrysumöl, Ho-Öl, Ingweröl, Irisöl, Kajeputöl, Kalmusöl,
Kamillenöl, Kampferöl, Kanagaöl, Kardamomenöl, Kassiaöl, Kiefernnadelöl, Kopalvabalsamöl,
Korianderöl, Krauseminzeöl, Kümmelöl, Kuminöl, Lavendelöl, Lemongrasöl, Limetteöl,
Mandarinenöl, Melissenöl, Moschuskörneröl, Myrrhenöl, Nelkenöl, Neroliöl, Niaouliöl,
Olibanumöl, Orangenöl, Origanumöl, Palmarosaöl, Patschuliöl, Perubalsamöl, Petitgrainöl,
Pfefferöl, Pfefferminzöl, Pimentöl, Pine-Öl, Rosenöl, Rosmarinöl, Sandelholzöl, Sellerieöl,
Spiköl, Sternanisöl, Terpentinöl, Thujaöl, Thymianöl, Verbenaöl, Vetiveröl, Wacholderbeeröl,
Wermutöl, Wintergrünöl, Ylang-Ylang-Öl, Ysop-Öl, Zimtöl, Zimtblätteröl, Zitronellöl,
Zitronenöl sowie Zypressenöl. Aber auch die höhersiedenden bzw. festen Riechstoffe
natürlichen oder synthetischen Ursprungs können im Rahmen der vorliegenden Erfindung
als haftfeste Riechstoffe bzw. Riechstoffgemische, also Duftstoffe, eingesetzt werden.
Zu diesen Verbindungen zählen die nachfolgend genannten Verbin-dungen sowie Mischungen
aus diesen: Ambrettolid, α-Amylzimtaldehyd, Anethol, Anisaldehyd, Anis-alkohol, Anisol,
Anthranilsäuremethylester, Acetophenon, Benzylaceton, Benzaldehyd, Benzoesäureethylester,
Benzophenon, Benzylakohol, Benzylacetat, Benzylbenzoat, Benzylformiat, Benzylvalerianat,
Borneol, Bornylacetat, α-Bromstyrol, n-Decylaldehyd, n-Dodecylaldehyd, Eugenol, Eugenolmethylether,
Eukalyptol, Farnesol, Fenchon, Fenchylacetat, Geranylacetat, Geranylformiat, Heliotropin,
Heptincarbonsäuremethylester, Heptaldehyd, Hydrochinon-Dimethylether, Hydroxyzimtaldehyd,
Hydroxyzimtalkohol, Indol, Iron, Isoeugenol, Isoeugenolmethylether, Isosafrol, Jasmon,
Kampfer, Karvakrol, Karvon, p-Kresolmethylether, Cumarin, p-Methoxyacetophenon, Methyl-n-amylketon,
Methylanthranilsäuremethylester, p-Methylacetophenon, Methylchavikol, p-Methylchinolin,
Methyl-β-naphthylketon, Methyl-n-nonylacetaldehyd, Methyl-n-nonylketon, Muskon, β-Naphtholethylether,
β-Naphtholmethylether, Nerol, Nitrobenzol, n-Nonylaldehyd, Nonylakohol, n-Octylaldehyd,
p-Oxy-Ace-tophenon, Pentadekanolid, β-Phenyl-ethylakohol, Phenylacetaldehyd-Dimethyacetal,
Phenylessigsäure, Pulegon, Safrol, Salicylsäureisoamylester, Salicylsäuremethylester,
Salicylsäurehexylester, Salicylsäurecyclohexylester, Santalol, Skatol, Terpineol,
Thymen, Thymol, γ-Undelacton, Vanilin, Vera-trumaldehyd, Zimtaldehyd, Zimatalkohol,
Zimtsäure, Zimtsäureethylester, Zimtsäurebenzylester.
[0085] Zu den leichter flüchtigen Riechstoffen zählen insbesondere die niedriger siedenden
Riechstoffe natürlichen oder synthetischen Ursprungs, die allein oder in Mischungen
eingesetzt werden können. Beispiele für leichter flüchtige Riechstoffe sind Alkylisothiocyanate
(Alkylsenföle), Butandion, Limonen, Linalool, Linaylacetat und -propionat, Menthol,
Menthon, Methyl-n-heptenon, Phellandren, Phenylacetaldehyd, Terpinylacetat, Zitral,
Zitronellal.
[0086] Die Herstellung fester erfindungsgemäßer Mittel, wie insbesondere Wasch- oder Reinigungsmittel,
kann in im Prinzip bekannter Weise, zum Beispiel durch Sprühtrocknen oder Granulation,
erfolgen, wobei z.B. optionale Persauerstoffverbindung und optionaler Bleichkatalysator
gegebenenfalls später zugesetzt werden. Das erfindungsgemäße Umsetzungsprodukt wird
vorzugsweise zum Ende der Herstellung in das Mittel eingebracht, vorzugsweise durch
Aufsprühen, insbesondere zusammen mit weiteren Riechstoffen bzw. mit einem Parfümöl.
Zur Herstellung erfindungsgemäßer Mittel, z.B. Wasch- oder Reinigungsmittel, mit erhöhtem
Schüttgewicht, insbesondere im Bereich von 650 g/l bis 950 g/l, ist ein einen Extrusionsschritt
aufweisendes Verfahren bevorzugt. Die Herstellung flüssiger erfindungsgemäßer Mittel,
z.B. Wasch- oder Reinigungsmittel, kann ebenfalls in an sich bekannter Weise erfolgen,
wobei das erfindungsgemäße Umsetzungsprodukt vorzugsweise zum Ende der Herstellung
in das Mittel, z.B. Wasch- oder Reinigungsmittel, eingebracht wird, insbesondere zusammen
mit weiteren Riechstoffen bzw. mit einem Parfümöl.
[0087] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann die erfindungsgemäße Lehre dazu eingesetzt
werden, den Parfümanteil in den betreffenden Mitteln, z.B. Wäschenachbehandlungsmitteln
herabzusetzen, denn durch die Inkorporation des erfindungsgemäßen Umsetzungsproduktes
kann eine besonders effiziente Parfümierung gewährleistet werden, die sich aus der
gezielten Duftfreisetzung ergibt.
[0088] Ein bevorzugtes erfindungsgemäßes Wasch- oder Reinigungsmittel ist ein festes, insbesondere
pulverförmiges Waschmittel, das neben dem erfindungsgemäßen Umsetzungsprodukt vorzugsweise
Komponenten enthalten kann, die vorzugsweise ausgewählt sind aus den folgenden:
- (a) Aniontenside, wie vorzugsweise Alkylbenzolsulfonat, Alkylsulfat, z.B. in Mengen
von vorzugsweise 5-30 Gew.-%
- (b) Nichtionische Tenside, wie vorzugsweise Fettalkoholpolyglycolether, Alkylpolyglucosid,
Fettsäureglucamid z.B. in Mengen von vorzugsweise 0,5-15 Gew.-%
- (c) Gerüststoffe, wie z.B. Polycarboxylat, Natriumcitrat, in Mengen von z.B. 0-70
Gew.-%, vorteilhafterweise 5-60 Gew.-%, vorzugsweise 10-55 Gew.-%, insbesondere 15-40
Gew.-%,
- (d) Alkalien, wie z.B. Natriumcarbonat, in Mengen von z.B. 0-35 Gew.-% vorteilhafterweise
1-30 Gew.-%, vorzugsweise 2-25 Gew.-%, insbesondere 5-20 Gew.-%,
- (e) Bleichmittel, wie z.B. Natriumperborat oder Natriumpercarbonat, in Mengen von
z.B. 0-30 Gew.-% vorteilhafterweise 5-25 Gew.-%, vorzugsweise 10-20 Gew.-%,
- (f) Korrosionsinhibitoren, z.B. Natriumsilicat, in Mengen von z.B. 0-10 Gew.-%, vorteilhafterweise
1-6 Gew.-%, vorzugsweise 2-5 Gew.-%, insbesondere 3-4 Gew.-%,
- (g) Stabilisatoren, z.B. Phosphonate, vorteilhafterweise 0-1 Gew.-%,
- (h) Schauminhibitor, z.B. Seife, Siliconöle, Paraffine vorteilhafterweise 0-4 Gew.-%,
vorzugsweise 0,1-3 Gew.-%, insbesondere 0,2-1 Gew.-%,
- (i) Enzyme, z.B. Proteasen, Amylasen, Cellulasen, Lipasen, vorteilhafterweise 0-2
Gew.-%, vorzugsweise 0,2-1 Gew.-%, insbesondere 0,3-0,8 Gew.-%,
- (j) Vergrauungsinhibitor, z.B. Carboxymethylcellulose, vorteilhafterweise 0-1 Gew.-%,
- (k) Verfärbungsinhibitor, z.B. Polyvinylpyrrolidon-Derivate, z.B. 0-2 Gew.-%,
- (l) Stellmittel, z.B. Natriumsulfat, vorteilhafterweise 0-20 Gew.-%,
- (m) Optische Aufheller, z.B. Stilben-Derivat, Biphenyl-Derivat, vorteilhafterweise
0-0,4 Gew.-%, insbesondere 0,1-0,3 Gew.-%,
- (n) ggf. weitere Riechstoffe
- (o) ggf. Wasser
- (p) ggf. Seife
- (q) ggf. Bleichaktivatoren
- (r) ggf. Cellulosderivate
- (s) ggf. Schmutzabweiser,
Gew.-% jeweils bezogen auf das gesamte Mittel.
[0089] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Wasch- oder
Reinigungsmittel festförmig, insbesondere teilchenförmig und enthält neben dem erfindungsgemäßen
Umsetzungsprodukt noch 5 Gew.-% bis 55 Gew.-% Gerüststoffe, 2,5 Gew.-% bis 20 Gew.-%
Aniontensid, 1 Gew.-% bis 20 Gew.-% Niotensid, 1 Gew.-% bis 25 Gew.-% Bleichmittel,
0,5 Gew.-% bis 8 Gew.% Bleichaktivator und 0,1 Gew.-% bis 40 Gew.-% Stellmittel, insbesondere
Alkalisulfat, sowie bis zu 2 Gew.-%, insbesondere 0,4 Gew.-% bis 1,2 Gew.-% Enzym,
vorzugsweise teilchenförmig konfektioniertes Enzym, insbesondere Protease, Lipase,
Amylase, Cellulase und/oder Oxidoreduktase. Diese Ausführungsform kann optional auch
frei von Bleichmittel und Bleichaktivator sein.
[0090] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung liegt das erfindungsgemäße
Waschoder Reinigungsmittel in flüssiger Form vor, vorzugsweise in Gelform. Bevorzugte
flüssige Waschoder Reinigungsmittel haben Wassergehalte von z.B. 10-95 Gew.-%, vorzugsweise
20-80 Gew.-% und insbesondere 30-70 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel. Im Falle
von flüssigen Konzentraten kann der Wassergehalt auch besonders gering sein, z.B.
≤ 30 Gew.-%, vorzugsweise ≤ 20 Gew.-%, insbesondere ≤ 15 Gew.-%, wie z.B. 0,1 bis
10 Gew.-%, betragen, Gew.-% jeweils bezogen auf das gesamte Mittel. Die flüssigen
Mittel können auch nichtwässrige Lösungsmittel enthalten.
[0091] Ein bevorzugtes erfindungsgemäßes Wasch- oder Reinigungsmittel ist ein flüssiges,
insbesondere gelförmiges Waschmittel, das neben dem erfindungsgemäßen Umsetzungsprodukt
vorzugsweise Komponenten enthalten kann, die vorzugsweise ausgewählt sind aus den
folgenden:
- Aniontenside, wie vorzugsweise Alkylbenzolsulfonat, Alkylsulfat, z.B. in Mengen von
vorzugsweise 5-40 Gew.-%
- Nichtionische Tenside, wie vorzugsweise Fettalkoholpolyglycolether, Alkylpolyglucosid,
Fettsäureglucamid z.B. in Mengen von vorzugsweise 0,5-25 Gew.-%
- Gerüststoffe, wie z.B. Polycarboxylat, Natriumcitrat, vorteilhafterweise 0-25 Gew.-%,
vorzugsweise 0,01-10 Gew.-%, insbesondere 0,1-5 Gew.-%,
- Schauminhibitor, z.B. Siliconöle, Paraffine, in Mengen von z.B. 0-10 Gew.-%, vorteilhafterweise
0,1-4 Gew.-%, vorzugsweise 0,2-2 Gew.-%, insbesondere 1-3 Gew.-%,
- Enzyme, z.B. Proteasen, Amylasen, Cellulasen, Lipasen, in Mengen von z.B. 0-3 Gew.-%,
vorteilhafterweise 0,1-2 Gew.-%, vorzugsweise 0,2-1 Gew.-%, insbesondere 0,3-0,8 Gew.-%,
- Optische Aufheller, z.B. Stilben-Derivat, Biphenyl-Derivat, in Mengen von z.B. 0-1
Gew.-%, vorteilhafterweise 0,1-0,3 Gew.-%, insbesondere 0,1-0,4 Gew.-%,
- ggf. weitere Riechstoffe
- Wasser
- ggf. Seife, in Mengen von z.B. 0-25 Gew.-%, vorteilhafterweise 1-20 Gew.-%, vorzugsweise
2-15 Gew.-%, insbesondere 5-10 Gew.-%,
- ggf. Lösungsmittel (vorzugsweise Alkohole), vorteilhafterweise 0-25 Gew.-%, vorzugsweise
1-20 Gew.-%, insbesondere 2-15 Gew.-%, Gew.-% jeweils bezogen auf das gesamte Mittel.
[0092] Ein besonders bevorzugtes flüssiges Wasch- oder Reinigungsmittel enthält dabei neben
dem erfindungsgemäßen Umsetzungsprodukt zumindest Aniontenside in Mengen von 0,5 Gew.-%
bis 20 Gew.-%, nichtionische Tenside in Mengen von 1 Gew.-% bis 25 Gew.-%, Gerüststoffe
in Mengen von 1 bis 25 Gew.-%, Enzyme sowie Wasser.
[0093] Ein weiteres bevorzugtes erfindungsgemäßes Wasch- oder Reinigungsmittel ist ein flüssiger
Weichspüler, der neben dem erfindungsgemäßen Umsetzungsprodukt vorzugsweise Komponenten
enthalten kann, die ausgewählt sind aus den folgenden:
- Kationische Tenside, wie insbesondere Esterquats, z.B. in Mengen von 5-30 Gew.-%,
- Cotenside, wie insbesondere Glycerolmonostearat, Stearinsäure, Fettalkohole und/oder
Fettalkoholethoxylate, z.B. in Mengen von 0-5 Gew.-%, vorzugsweise 0,1-4 Gew.-%,
- Emulgatoren, wie insbesondere Fettaminethoxylate, z.B. in Mengen von 0-4 Gew.-%, vorzugsweise
0,1-3 Gew.-%,
- ggf. weitere Riechstoffe
- ggf. Farbstoffe, vorzugsweise im ppm-Bereich
- Lösemittel, wie insbesondere Wasser, z.B. in Mengen von 60-90 Gew.-%,
Gew.-% jeweils bezogen auf das gesamte Mittel.
Referenzbeispiel:
[0094] Eine Lösung aus 11,8 g Zinkacetat in 500ml MeOH wurde mit einer Lösung aus 5,92g
KOH in 260ml MeOH innerhalb von einer Stunde unter Rührung umgesetzt. Dazu wurde das
Gemisch auf 60°C erhitzt. Die Reaktionslösung trübte sich zunächst beim Erhitzen auf
60°C, bevor sie nach etwa 1,5 Stunden wieder aufklarte. Nach 2 Stunden wurde das Erhitzen
abgebrochen und die so erhaltene ZnO-Partikel enthaltende, transparente Lösung wurde
dann so abgefüllt, dass die Lösung kein Wasser ziehen konnte. Die Lösung war auch
nach ca. 1 Woche noch vollständig transparent und ohne Niederschlagsbildung.
[0095] Die so erhaltene Lösung der ZnO-Partikel wurde danach für die Umsetzung mit den Duftstoffen
verwendet.
[0096] Dazu wurden jeweils 10 ml der zuvor gewonnenen Lösung der ZnO-Partikel mit 2 ml einer
10%igen Riechstofflösung in Methanol versetzt und eine halbe Stunde gerührt. Als Riechstoffe
wurden unabhängig voneinander Limonen, Cashmeran, Undecavertol, Damascon und n-Amylsalicylat
eingesetzt.
[0097] Die daraus resultierenden Umsetzungsprodukte von Riechstoffen mit Metalloxiden wurden
dann auf Riechstreifen aus Filterkarton (240 g/m
2, Länge 135 mm x Breite 6 mm) durch Eintauchen appliziert. Danach wurde der frische
Geruchseindruck, der vom Riechstreifen ausgeht, bewertet und zwar auf einer Skala
von 0 (entspricht: ohne Geruch) bis 10 (entspricht sehr starkem Geruch). Der Geruchseindruck
wurde dann nach 24 Stunden an dem inzwischen trockenen Riechstreifen überprüft. Danach
wurde der Geruchseindruck (also ebenfalls nach 24 Stunden) überprüft, der sich nach
dem Befeuchten des Riechstreifens mit Wasser ergab. Die Überprüfung wurde von einem
Panel aus 5 geruchlich geschulten Personen durchgeführt, wobei die gesamte Prüfung
zweimal wiederholt wurde. Die angegeben Werte sind die Durchschnittswerte dieser Überprüfung.
[0098] Es resultierten dabei für die Riechstoffe, die über die Umsetzungsprodukte appliziert
wurden, folgende Werte:
Amylsalicylat:
frischer Geruchseindruck direkt nach der Applikation: 8
Geruchseindruck nach 24 Stunden: 1
Geruchseindruck nach 24 Stunden und Befeuchten des Riechstreifens mit Wasser: 7
Cashmeran:
frischer Geruchseindruck direkt nach der Applikation: 8
Geruchseindruck nach 24 Stunden: 1
Geruchseindruck nach 24 Stunden und Befeuchten des Riechstreifens mit Wasser: 8
α-Damascon:
frischer Geruchseindruck direkt nach der Applikation: 7
Geruchseindruck nach 24 Stunden: 2
Geruchseindruck nach 24 Stunden und Befeuchten des Riechstreifens mit Wasser: 7
Limonen:
frischer Geruchseindruck direkt nach der Applikation: 7
Geruchseindruck nach 24 Stunden: 1
Geruchseindruck nach 24 Stunden und Befeuchten des Riechstreifens mit Wasser: 5
Undecavertol:
frischer Geruchseindruck direkt nach der Applikation: 7
Geruchseindruck nach 24 Stunden: 2
Geruchseindruck nach 24 Stunden und Befeuchten des Riechstreifens mit Wasser: 6
[0099] Es konnte also bei allen getesteten Riechstoff-Umsetzungsprodukten gefunden werden,
dass diese nach dem Trocknen bzw. nach 24 Stunden durch Befeuchten des Riechstreifens
wieder zu einer intensiven Geruchswirkung führen. Dieses konnte bei der Applikation
der reinen Riechstoffe nicht beobachtet werden.
[0100] Diese Effekte konnten auch bei der Einarbeitung der Riechstoff-Umsetzungsprodukte
in Wasch-oder Reinigungsmittel gefunden werden. Insbesondere bei der Textilbehandlung
mit tensidhaltigen Waschmitteln sowie Weichspülern, welche die Riechstoff-Umsetzungsprodukte
enthielten, zeigte sich ein Wiederbeleben des Duftes der behandelten Wäsche durch
Befeuchten der Wäsche.