[0001] Die Erfindung betrifft einen Brausekopf für eine Sanitärbrause, bei dem in einem
Brausekopfgehäuse mehrere Wasserführungen angeordnet sind, die zu unterschiedlichen
Strahlaustrittsöffnungen führen.
[0002] Die Patentschrift
US 7.100.845 B1 offenbart einen Brausekopf dieser Art, der zwei fluidgetrennte Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen
aufweist, nämlich eine mittige Gruppe zur Bereitstellung eines Massage-strahls und
eine diese ringförmig umgebende Gruppe von Strahlaus-trittsöffnungen mit weicherer
Strahlaustrittscharakteristik. Zwei fluidgetrennte Wasserführungen dienen der getrennten
Wasserzufuhr für die beiden Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen. Mittels eines handbetätigten
Umschaltventils kann zugeführtes Wasser wahlweise in die eine oder in die andere oder
in beide Wasserführungen geleitet werden, so dass es aus der einen oder der anderen
oder aus beiden Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen austritt.
[0003] Die Offenlegungsschrift
DE 103 13 822 A1 offenbart einen Brausekopf, bei dem mittels einer Umstelleinrichtung zwischen einer
Wasserzufuhr zu einem ersten Bereich oder zu einem zweiten Bereich einer mit einer
Vielzahl von Austrittsöffnungen versehenen Strahlaustrittsfläche umgeschaltet werden
kann, wobei es sich um ganz oder teilweise überschneidende Bereiche oder um komplementäre
Bereiche handeln kann. An der Rückseite einer entsprechenden Strahlscheibe ist eine
rings umlaufende Dichtlippe angeformt, die in Verbindung mit einem umlaufenden Ringabsatz
eines Gehäusebasisteils eine Wasserverteilerkammer hinter der Strahlscheibe in die
entsprechenden Bereiche einteilt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Brausekopf zu schaffen, der sehr
einfach aufgebaut ist, sich leicht zusammensetzen lässt und zu einer genau definierten
Abdichtung zwischen den Strahlaustrittsöffnungen führt.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung einen Brausekopf mit den im Anspruch
1 genannten Merkmalen vor. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0006] Durch die getrennten Wasserführungen in dem Brausekopfgehäuse und die Abdichtung
zwischen den Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen wird dafür gesorgt, dass das in
eine Wasserführung gelangende Wasser tatsächlich nur durch die zugeordnete(n) Gruppe(n)
von Strahlaustrittsöffnungen austritt.
[0007] Im einfachsten Fall kann die Abdichtung so ausgebildet sein, dass sie beim Zusammensetzen
des Brausekopfgehäuses hergestellt wird, beispielsweise dann, wenn die Strahlscheibe
mit dem Brausekopfgehäuse verbunden wird.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Abdichtung zwischen
den Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen eine Art Ventileinrichtung bildet, die je
nach dem, von welcher Seite aus eine Druckbeaufschlagung durch das Wasser in dem Brausekopfgehäuse
auf die Abdichtung einwirkt, die Öffnung schließt oder öffnet. Mit anderen Worten
wirkt die Abdichtung nur in einer Richtung. Sie kann dabei so vorgespannt sein, dass
bei der Druckbeaufschlagung in umgekehrter Richtung erst bei Überschreiten eines bestimmten
Drucks eine Öffnung erfolgt.
[0009] Insbesondere kann in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass die Abdichtung
von einem durch Wasserdruck verformbaren Element gebildet wird, das zur Abdichtung
an einem vorzugsweise festen Rand der Öffnung zwischen den beiden Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen
anliegt. Die Bewegung der Ventileinrichtung geschieht in diesem Fall nur durch eine
Verformung eines Elements selbst, so dass keine bewegbaren Teile erforderlich sind.
[0010] Erfindungsgemäß kann in Weiterbildung vorgesehen sein, dass das verformbare Element
von einer Lippe gebildet ist, die an einer an der Innenseite der Strahlscheibe anliegenden
Auskleidung aus einem elastomeren Material angeformt ist. Diese Auskleidung aus elastomerem
Material kann dann gleichzeitig auch die Randabdichtung der Strahlscheibe übernehmen,
so dass die Zahl der für das Brausekopfgehäuse erforderlichen Einzelteile sich nicht
vergrößert.
[0011] Die Lippe kann entlang ihrer Längserstreckung unterschiedlich steif sein, so dass
sie beispielsweise im Bereich unterschiedlichen Radiusses dauernd dichtet und in anderen
Bereichen ihre bewegliche Funktion beibehält. Die unterschiedliche Steifigkeit kann
beispielsweise durch eine unterschiedliche Dicke der Lippe bewirkt werden.
[0012] Ebenfalls möglich ist es, dass die Öffnung unterschiedlich breit ist.
[0013] Die Elastomerauskleidung kann mit der Strahlscheibe als Zweikomponententeil gefertigt
sein. Es ist aber ebenfalls möglich, dass sie als getrennte Matte hergestellt und
ein gelegt ist.
[0014] Erfindungsgemäß kann in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass die verformbare
Lippe an derjenigen Elastomer-Auskleidung angeformt ist, die auch Nippel zur Bildung
von Strahlaustrittskanälen angeformt aufweist, wobei die Strahlaustrittskanäle die
Strahlaustrittsöffnungen bereitstellen.
[0015] Sinnvollerweise kann vorgesehen sein, dass die Öffnung zwischen den beiden Gruppen
von Strahlaustrittsöffnungen die Form eines Schlitzes aufweist, dessen Längsrichtung
angenähert parallel zu der Strahlscheibe verlaufen kann.
[0016] Die mindestens zwei Wasserführungen in dem Brausekopfgehäuse können beispielsweise
von einem schon mehrere getrennte Einlasskanäle bildenden Einlass in das Brausekopfgehäuse
ausgehen. Vorzugsweise kann jedoch in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein,
dass in dem Brausekopfgehäuse oder unmittelbar vor ihm ein Umstellerventil angeordnet
ist, das zwischen dem Wassereinlass in das Gehäuse und den Wasserführungen eingeschaltet
ist und je nach Stellung die Wasserführung mit Wasser versorgt.
[0017] Die Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen sind nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung
vorzugsweise in Ringform angeordnet, so dass eine Gruppe von Strahlaustrittsöffnungen
eine andere Gruppe ringförmig umgibt. Die Form der Ringe kann dabei von Kreisform
bis zu Rechteckform variieren und jede beliebige Form annehmen.
[0018] Je nach den Umständen des Einzelfalls oder den Wünschen des Konstrukteurs kann die
Richtung, in der die jeweilige Abdichtung aufgehoben wird, unterschiedlich gestaltet
werden. Erfindungsgemäß wird die Lösung bevorzugt, bei der die Durchlässigkeit der
als Ventileinrichtung fungierenden Abdichtung radial von außen nach innen gegeben
ist. Dies bedeutet, dass bei Versorgung der jeweils inneren Gruppe von Strahlaustrittsöffnungen
die äußere Gruppe nicht mit Wasser versorgt wird, während bei Versorgung der äußeren
Gruppe von Strahlaustrittsöffnungen das Wasser auch aus der inneren Gruppe austritt.
[0019] Falls drei Kammern vorhanden sind, kann erfindungsgemäß in Weiterbildung vorgesehen
sein, dass bei der Versorgung der mittleren von drei Kammern mit Wasser die innere
und äußere Kammer mit geöffnet werden, umgekehrt aber nicht.
[0020] Erfindungsgemäß kann in Weiterbildung vorgesehen sein, dass der Brausekopf benachbart
zu der Strahlscheibe, also unmittelbar hinter der Strahlscheibe, eine Zwischenscheibe
aufweist. Die Abdichtung kann dann zwischen dieser Zwischenscheibe und der Strahlscheibe
erfolgen. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Rand der Öffnung, die als Ventilöffnung
fungiert, an der Zwischenscheibe ausgebildet ist.
[0021] In nochmaliger Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Ventilöffnung
sich ringförmig um die jeweilige Gruppe von Strahlaustrittsöffnungen herum erstreckt.
[0022] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Wasserführungen vor der Zwischenscheibe
angeordnet sind und dass die Verbindung zwischen den Wasserführungen und den zugeordneten
Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen durch jeweils mindestens eine Öffnung in der
Zwischenscheibe erfolgt.
[0023] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen,
deren Wortlaut durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht wird, und der
folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung sowie anhand der
Zeichnung. Hierbei zeigen:
- Figur 1
- einen Querschnitt durch einen Brausekopf nach der Erfindung;
- Figur 2
- einen senkrecht zu dem Schnitt der Figur 1 stehenden Querschnitt durch den Brausekopf
in einer ersten Stellung eines Umschaltventils;
- Figur 3
- eine der Figur 1 entsprechende Darstellung in einer anderen Stellung eines Umschaltventils;
- Figur 4
- eine der Figur 2 entsprechende Darstellung mit der Stellung des Umschaltventils gemäß
Figur 3;
- Figur 5
- eine den Figuren 1 und 3 entsprechende Darstellung in noch einer anderen Stellung
des Umschaltventils;
- Figur 6
- einen den Figuren 2 und 4 entsprechenden Schnitt durch das Brausekopfgehäuse in der
weiteren Stellung des Umschaltventils gemäß Figur 5;
- Figur 7
- einen vergrößerten Teilschnitt in einer ersten Position der Abdichtung;
- Figur 8
- einen der Figur 7 entsprechenden Schnitt in einer zweiten Position der Abdichtung;
- Figur 9
- einen den Figuren 7 und 8 entsprechenden Schnitt in einer dritten Position der Abdichtung.
[0024] Die Figur 1 zeigt einen Schnitt durch den Brausekopf einer Handbrause, wobei der
Griff 1 nur zum Teil dargestellt ist. Der Brausekopf enthält ein Brausekopfgehäuse
2, das auf einer Seite durch eine Strahlscheibe 3 abgeschlossen ist. Die Strahlscheibe
3 ist unverrückbar mit dem Brausekopfgehäuse 2 verbunden. Auf der gleichen Seite des
Brausekopfgehäuses 2, auf der die Strahlscheibe 3 angeordnet ist, ist im Bereich zwischen
dem Brausekopfgehäuse 2 und dem Griff 1 eine Taste 4 zum Betätigen eines Umschaltventils
5 angeordnet. Dieses Umschaltventil 5 ist zwischen dem Wassereinlass in den Brausekopf
2 und den im Brausekopf vorhandenen Wasserführungen eingeschaltet. Das Wasser gelangt
in den Brausekopf 2 durch eine Leitung 6 innerhalb des Griffs 1 der Handbrause. Im
dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Griff 1 und das Brausekopfgehäuse 2 ein
einstückiges Bauteil.
[0025] Stromab des Umschaltventils 5 sind in dem Brausekopfgehäuse 2 zwei im Wesentlichen
ebene Scheiben 7, 8 angeordnet, die angenähert parallel zueinander verlaufen. Eine
Scheibe 7 ist als Rückwand der Wasserführungen ausgebildet, die andere Scheibe bildet
eine Zwischenscheibe 8 und verläuft unmittelbar hinter der Strahlscheibe 3. Die Rückwand
7 der Wasserführungen verläuft vor der Rückwand des Brausekopfgehäuses 2.
[0026] Die bereits erwähnten Wasserführungen werden unter Bezugnahme auf Figur 2 näher erläutert.
Von dem Umschaltventil 5 zeigt der Schnitt der Figur 2 einen verdrehbaren Ventilschließkörper
9, der in der Position der Figur 2 eine bestimmte Wasserführung mit Wasser versorgt.
[0027] Das Brausekopfgehäuse enthält insgesamt drei stromab des Umschaltventils 5 angeordnete
Wasserführungen. Eine erste Wasserführung 11 führt von dem Umschaltventil 5 geradlinig
als Kanal in die Mitte des ungefähr kreiszylindrischen Brausekopfs.
[0028] Durch eine Trennwand getrennt erstreckt sich um das Ende der ersten Wasserführung
eine zweite Wasserführung 12, die als angenäherter Ringkanal ausgebildet ist und an
ihrem einen Ende an das Umschaltventil 5 angrenzt. Durch eine weitere Trennwand getrennt
wird die zweite Wasserführung 12 von einer ebenfalls als Ringkanal ausgebildeten dritten
Wasserführung 13 umgeben. Diese dritte Wasserführung 13 steht an einem ihrer Enden
mit dem Umschaltventil 5 in Verbindung.
[0029] Alle drei Wasserführungen 11, 12, 13 sind durch Zwischenwände voneinander bzw. von
dem äußeren Rand des Brausekopfgehäuses 2 getrennt, die sich zwischen der Rückwand
7 und der Zwischenscheibe 8 erstrecken und mit beiden verbunden sind. Beispielsweise
sind die Zwischenwände an der Zwischenscheibe 8 angeformt und sind mit der Rückwand
7 verbunden.
[0030] Die Zwischenwand 14 zwischen der inneren Wasserführung 11 und der mittleren Wasserführung
12 ist relativ dicker ausgebildet, während die übrigen Zwischenwände 15, 16 schmaler
ausgebildet sind.
[0031] In der Zwischenscheibe 8 ist im Bereich jeder Wasserführung 11, 12, 13 jeweils eine
Öffnung 17, 18, 19 vorhanden, durch die das Wasser aus der Wasserführung in den Raum
zwischen der Zwischenscheibe 8 und der Strahlscheibe 3 gelangt.
[0032] In der Position der Figuren 1 und 2 ist das Umschaltventil 5 so eingestellt, dass
das das Umschaltventil 5 verlassende Wasser in die dritte Wasserführung 13 gelangt.
Die Verbindung geschieht außerhalb der Zeichnungsebene. Das in der dritten Wasserführung
13 vorhandene Wasser kann daher durch die Öffnung 19 in der Zwischenscheibe 8 in den
Raum hinter der Strahlscheibe 3 gelangen.
[0033] Die Strahlscheibe 3 weist später noch genauer dargestellte Strahlöffnungen auf, die
von Nippeln aus einem elastomeren Material ausgebildet sind, wobei alle Nippel an
einer an der Innenseite der Strahlscheibe 3 anliegenden Auskleidung aus diesem Material
angeformt sind. An dieser Auskleidung sind auch Dichtelemente angeformt, die im Bereich
zwischen der Zwischenscheibe 8 und der Strahlscheibe 3 Räume voneinander abdichten,
die den drei Wasserführungen 11, 12, 13 zugeordnet sind. Das Brausekopfgehäuse kann
sehr einfach aus wenigen Teilen zusammengesetzt werden, wobei dann die Dichtelemente
an der Rückseite der Strahlscheibe 3 die Abdichtung übernehmen. Die Auskleidung weist
auch Dichtungen auf, die den Außenrand der Strahlscheibe abdichten.
[0034] In der Darstellung der Figur 3 und Figur 4 ist der Ventilschließkörper 9 des Umschaltventils
5 in eine Drehposition gebracht, in der der Auslass des Umschaltventils 5 mit der
mittleren Wasserführung 12 in Verbindung steht. Sobald das Wasser durch die Leitung
6 einströmt, gelangt es daher in die mittlere Wasserführung 12 und von dieser durch
die Öffnung 18 in den Raum zwischen der Zwischenscheibe 8 und der Strahlscheibe 3.
[0035] In den Figuren 5 und 6 ist die Darstellung so gewählt, dass der Ventilschließkörper
9 des Umschaltventils 5 so orientiert ist, dass die erste Wasserführung 11 mit Wasser
versorgt werden kann. Das Wasser strömt also aus der ersten Wasserführung 11 durch
die mittlere Öffnung 17 in den Bereich zwischen der Zwischenscheibe 8 und der Strahlscheibe
3.
[0036] In den drei folgenden Figuren 7 bis 9 wird in vergrößertem Maßstab die Wirkungsweise
der Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dabei zeigen die
drei Figuren Ausschnitte aus den Schnitten der Figur 1, 3 und 5 in vergrößertem Maßstab.
[0037] An der der Strahlscheibe 3 zugewandten Vorderseite der Zwischenscheibe 8 sind mehrere
umlaufende Rippen angeformt, nämlich eine Rippe 20 im Bereich der radialen Außenseite,
eine weitere Rippe 21 zwischen den Öffnungen 19 und 18 der dritten und zweiten Wasserführung,
und eine dritte Rippe 22 zwischen der zweiten und der ersten Wasserführung.
[0038] An der Innenseite der Strahlscheibe 3 sind Auskleidungen 23, 24 und 25 angebracht,
die aus einem elastomeren Material bestehen und sich als Ringe um die gesamte Strahlscheibe
herum erstrecken. Die drei Auskleidungen 23, 24, 25 könnten auch Teil einer gemeinsamen
Auskleidung sein. Sie liegen mit ihrem größten Teil in einer Vertiefung in der Rückseite
26 der Strahlscheibe 3. An der Vorderseite der Auskleidungen 23, 24, 25 ist eine Vielzahl
von Nippeln 27 angeformt, die durch Löcher der Strahlscheibe 3 bis zur Vorderseite
bzw. Außenseite der Strahlscheibe 3 hindurchragen und auf der Vorderseite etwas vorstehen.
Es handelt sich um eine Vielzahl derartiger Nippel 27, die sich über den gesamten
Umfang der Strahlscheibe hinweg angeordnet sind. Die Nippel 27 bilden die Strahlaustrittsöffnungen.
Alle an jeweils einer Auskleidung 23 bzw. 24 bzw. 25 angeformten Nippel 27 bilden
jeweils eine Gruppe von Strahlaustrittsöffnungen.
[0039] An der Rückseite der Strahlscheibe 3 ist im radialen Außenbereich ebenfalls eine
Rippe 28 ausgebildet, die parallel zu der äußeren Rippe 20 der Zwischenscheibe 8 verläuft
und von dieser einen geringen Abstand aufweist.
[0040] An der nach innen gerichteten Rückseite der Auskleidungen ist an ihrem jeweiligen
radialen Außenrand eine Lippe 29, 30, 31 angeformt. Jede Lippe verläuft etwa rechtwinklig
zu der Rückseite der Strahlscheibe 3. Die Lippe 29 liegt zwischen der Rippe 28 der
Strahlscheibe 3 und der Rippe 20 der Zwischenscheibe 8 und dichtet dadurch diesen
Zwischenraum ab.
[0041] Die von der radialen Außenseite aus gesehene zweite Lippe 30 liegt an der radialen
Innenseite der zweiten Rippe 21 der Zwischenscheibe 8 mit einer gewissen Vorspannung
an.
[0042] Die in radialer Richtung nach innen nächste Lippe 31 liegt in gleicher Weise an der
dritten Rippe 22 der Zwischenscheibe 8 an.
[0043] Die zweite und dritte Lippe 30, 31 von außen können durch jeweils einen Steg 32 unterstützt
werden. Unterstützungsstege können auch von der gegenüberliegenden Zwischenscheibe
her kommen.
[0044] In der in Figur 7 dargestellten Position dichten die Lippen 30 und 31 die Gruppen
von Austrittsöffnungen voneinander ab. Da jeweils eine Gruppe von Austrittsöffnungen
über die entsprechenden Öffnungen 17, 18, 19 mit einer Wasserführung 11, 12, 13 in
Verbindung steht, versorgen die Wasserführungen jeweils eine Gruppe von Austrittsöffnungen
mit Wasser.
[0045] Die verformbaren Lippen 30 und 31 liegen jeweils an ihrer Rippe 21 bzw. 22 an. Der
Zwischenraum zwischen den Stegen 32 und der jeweiligen Rippe 21 bzw. 22 bildet eine
schlitzartige Öffnung, die sich um den Mittelpunkt der Strahlscheibe herum erstreckt.
Diese Öffnung wird in dem drucklosen Zustand, wie er in Figur 7 dargestellt ist, durch
die jeweilige Lippe 30, 31 verschlossen.
[0046] Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Wirkungsweise der Brause die Folgende.
Angenommen, das Umschaltventil 5 wird in die in Figur 5 und 6 dargestellte Position
geschaltet, in der die Wasserführung 11 mit dem Einlass in das Brausekopfgehäuse verbunden
ist. Wenn dann die Wasserversorgung zu der Brause eingeschaltet wird, strömt das Wasser
durch die Wasserführung 11 und die Öffnung 17 in der Zwischenscheibe 8 in den Raum
zwischen der Zwischenscheibe 8 und der Strahlscheibe 3. Aufgrund der durch die Lippe
31 geschlossenen Öffnung strömt das Wasser nur aus den Strahlaustrittsöffnungen aus,
die innerhalb des durch die Rippe 22 begrenzten Bereichs angeordnet und an der Auskleidung
25 angeformt sind. Das Wasser strömt also aus der Strahlscheibe 3 nur in einem mittleren
Bereich aus. Der Druck des Wassers in diesem Bereich hält die Öffnung, die durch die
Lippe 31 verschlossen wird, geschlossen.
[0047] Wird nun das Umschaltventil so umgestellt, dass der Ventilschließkörper 9 die in
Figur 3 und 4 dargestellte Position einnimmt, so fließt das Wasser in die zweite Wasserführung
12 und aus dieser durch die Öffnung 18 in der Zwischenscheibe 8 in den Bereich zwischen
den Rippen 21 und 22 bzw. den Lippen 30 und 31. Diesem Raum ist eine zweite Gruppe
von Strahlaustrittsöffnungen zugeordnet, nämlich den an der Auskleidung 24 angeformten
Nippeln 27. Durch den Wasserdruck wird aber die an der radialen Innenseite dieses
Bereichs vorhandene Lippe 31 verformt, so dass sich die schlitzartige Öffnung zwischen
der Rippe 22 und dem Steg 32 öffnet. Das Wasser fließt also nicht nur aus der zweiten
Gruppe von Strahlaustrittsöffnungen aus, sondern auch aus dem mittleren Bereich. Die
durch die Lippe 30 verschlossene Öffnung zwischen dem Steg 32 und der Rippe 21 bleibt
aber weiterhin verschlossen. Mit anderen Worten strömt das Wasser aus der Strahlscheibe
jetzt aus einem größeren Bereich aus. Dieser Zustand ist in Figur 8 dargestellt.
[0048] Wird nun das Umschaltventil so betätigt, das der Ventilschließkörper 9 die in Figur
2 dargestellte Position einnimmt, so fließt das Wasser in die dritte Wasserführung
13 und durch die dort vorhandenen Öffnungen 19 in den Zwischenraum zwischen den Rippen
20 und 21 an der Vorderseite der Zwischenscheibe 8. Durch den Wasserdruck öffnen sich
nun die Öffnung zwischen dem Steg 32 und der Rippe 21 und ebenso die Öffnung zwischen
dem Steg 32 und der Rippe 22. Das Wasser fließt jetzt aus allen Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen
aus.
[0049] Es ist natürlich möglich, dass bei einem niedrigen Wasserdruck sich die Öffnungen
nur geringfügig öffnen.
[0050] Bei einer anderen Ausgestaltung, indem man beispielsweise die Lippen an die jeweils
andere Seite der Rippen anliegt, kann auch eine andere Art der Zuordnung zwischen
den Wasserführungen und den mit Wasser versorgten Strahlaustrittsöffnungen erreicht
werden.
1. Brausekopf, mit
- einem Brausekopfgehäuse (2), das von einer Strahlaustrittsöffnungen aufweisenden
Strahlscheibe (3) abgeschlossen ist,
- einem Wassereinlass in das Brausekopfgehäuse (2),
- mindestens zwei voneinander getrennten Wasserführungen (11, 12, 13) in dem Brausekopfgehäuse
(2), die jeweils zu einer Gruppe von Strahlaustrittsöffnungen in der Strahlscheibe
(3) führen,
- wobei zwischen je zwei Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen eine Abdichtung angeordnet
ist, die eine Öffnung zwischen den Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen mindestens
zeitweise schließt und damit die Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen gegeneinander
abdichtet.
2. Brausekopf nach Anspruch 1, bei dem die Abdichtung eine Ventileinrichtung bildet,
die
- bei Druckbeaufschlagung durch das Wasser in dem Brausekopfgehäuse (2) von der einen
Seite die Abdichtung zwischen den beiden Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen herstellt
und
- bei Druckbeaufschlagung durch das Wasser in dem Brausekopfgehäuse (2) von der jeweils
anderen Seite die Abdichtung aufhebt.
3. Brausekopf nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Abdichtung von einem durch Wasserdruck
verformbaren Element und einem nicht verformbaren Rand der Öffnung gebildet ist.
4. Brausekopf nach Anspruch 3, bei dem das verformbare Element von einer Lippe (30, 31)
gebildet ist, die an einer Elastomer-Auskleidung (23, 24, 25) an einer Innenseite
der Strahlscheibe (3) angeformt ist.
5. Brausekopf nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem Nippel (27) zur Bildung der Strahlaustrittsöffnungen
an einer Elastomer-Auskleidung (23, 24, 25) an einer Innenseite der Strahlscheibe
(3) angeformt sind.
6. Brausekopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Öffnung zwischen den
beiden Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen eine Schlitzform aufweist.
7. Brausekopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem Umstellerventil (5)
in dem Brausekopfgehäuse (2) zwischen dem Wassereinlass und den Wasserführungen (11,
12, 13).
8. Brausekopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen
in der Strahlscheibe (3) in Ringform angeordnet sind.
9. Brausekopf nach Anspruch 8, bei dem eine Durchlässigkeit wenigstens einer Abdichtung
zwischen zwei Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen von außen nach innen ausgebildet
ist.
10. Brausekopf nach Anspruch 8 oder 9, bei dem eine Durchlässigkeit wenigstens einer Abdichtung
zwischen zwei Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen von innen nach außen ausgebildet
ist.
11. Brausekopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Zwischenscheibe (8)
benachbart zu der Strahlscheibe (3).
12. Brausekopf nach Anspruch 11, bei dem der Rand der Öffnung an der Zwischenscheibe (8)
ausgebildet ist.
13. Brausekopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Öffnung sich ringförmig
um die jeweilige Gruppe von Strahlaustrittsöffnungen erstreckt.
14. Brausekopf nach einem der Ansprüche 11 bis 13, bei dem die Wasserführungen (11, 12,
13) vor der Zwischenscheibe (8) angeordnet sind und mit mindestens jeweils einer Öffnung
(17, 18, 19) mit den Räumen zwischen der Zwischenscheibe (8) und der Strahlscheibe
(3) verbunden sind.