[0001] Die Erfindung betrifft eine Kompaktierungsvorrichtung zum Kompaktieren von Gebinden
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zum Betreiben einer Kompaktierungsvorrichtung.
[0002] Eine derartige Kompaktierungsvorrichtung umfasst mindestens eine Vortriebseinrichtung
zum Fördern eines Gebindes in eine Förderrichtung hin zu einer Austrittsöffnung der
Kompaktierungsvorrichtung, wobei die mindestens eine Vortriebseinrichtung ausgebildet
ist, beim Fördern zum Kompaktieren auf das Gebinde einzuwirken.
[0003] Bei einem solchen Gebinde kann es sich beispielsweise um eine Einwegplastikflasche
(wie eine PE- oder PET-Flasche) oder eine Getränkedose handeln.
[0004] Eine Kompaktierungsvorrichtung der hier betroffenen Art findet insbesondere Anwendung
im Zusammenspiel mit einem Leergutrücknahmeautomaten, über den ein Verbraucher Leergut
beispielsweise in einem Ladengeschäft gegen Rückgabe eines Pfandes abgeben kann. Ein
Leergutrücknahmeautomat nimmt dabei Leergut in Form von Gebinden, beispielsweise Einwegplastikflaschen
oder Getränkedosen, an und führt diese Gebinde einer Kompaktierungsvorrichtung zu,
die die Gebinde kompaktiert.
[0005] Unter "Kompaktieren" wird im Rahmen dieses Textes die Volumenreduktion eines Gebindes
verstanden. Die Kompaktierung dient einerseits dazu, durch Volumenreduktion eine platzsparende
Lagerung und einen einfachen, kostengünstigen Transport von Gebinden zu ermöglichen.
Zum zweiten sollen nach Anforderungen beispielsweise der Deutschen Pfandsystem GmbH
(DPG) bei der Rücknahme von Gebinden die Gebinde selbst oder auf dem Gebinde angebrachte
Kontrollmarken so zerstört werden, dass eine Reversierung der Gebinde in einen nicht-kompaktierten
Zustand und somit ein erneutes Einwerfen der Gebinde an einem Leergutrücknahmeautomaten
nicht möglich ist.
[0006] Aus der
DE 101 14 686 C1 ist eine Vorrichtung bekannt, bei der ein Gebinde über eine Flügelwelle einer Stachelwalze
zugeführt wird, die Stacheln trägt, um das Gebinde irreversibel zu perforieren.
[0007] Aus der
DE 10 2006 033 615 A1 ist eine Kompaktierungsvorrichtung bekannt, bei der ein Gebinde einer Walze zugeführt
wird, die an ihrer äußeren Mantelfläche Schneiden zur Perforation und Zerstörung eines
eingeführten Gebindes trägt.
[0008] Bei einer aus der
DE 10 2009 049 070 A1 bekannten Kompaktierungsvorrichtung sind zwei Walzen vorgesehen, die parallel zueinander
erstreckte Drehachsen aufweisen. Die Walzen tragen an ihren äußeren Mantelflächen
wellenförmig verlaufende Leisten, die dazu dienen sollen, das Einzugsverhalten von
Gebinden und die Kompaktierung zu verbessern.
[0009] Die
JP 2005-111552 A offenbart eine Kompaktierungsvorrichtung mit zwei Kettentrieben, die ein Gebinde
in eine Vortriebsrichtung fördern und dadurch kompaktieren. Die Kompaktierungsvorrichtung
wirkt dabei eindimensional, indem zwischen den diametral gegenüberliegenden Vortriebseinrichtungen
das Gebinde gefördert wird. Oberhalb der Kompaktierungsvorrichtung ist ein Eingangstrichter
angeordnet, in den Gebinde einzuwerfen sind und der mit einer Zuführungsöffnung oberhalb
der Kompaktierungsvorrichtung angeordnet ist.
[0010] Bekannte Kompaktierungsvorrichtungen sind heutzutage häufig mehrstufig aufgebaut,
indem einer Vorverdichtungseinheit eine Nachverdichtungseinheit nachfolgt. Solche
Kompaktierungsvorrichtungen wirken in der Regel eindimensional, indem Gebinde in eine
Raumrichtung plattgedrückt und dabei zerstört werden. Es ergibt sich ein vergleichsweise
komplizierter mehrstufiger Aufbau mit erheblichem Bauraumbedarf.
[0011] Es besteht ein Bedürfnis nach einer Kompaktierungsvorrichtung, die zum einen eine
hohe Kompaktierungsrate und zum anderen einen großen Kompaktierungsfaktor, also eine
große Volumenreduktion, bei gleichzeitig zuverlässigem Betrieb mit hohen Standzeiten
ermöglicht.
[0012] Die Kompaktierungsrate, also die Zahl der pro Minute maximal kompaktierbaren Gebinde,
bedingt hierbei die Gesamtleistung eines Gebinderücknahmesystems, weil ein Leergutrücknahmeautomat,
dem eine einzige Kompaktierungsvorrichtung nachgeschaltet ist, Gebinde nur in der
Geschwindigkeit annehmen kann, wie die nachgeschaltete Kompaktierungsvorrichtung die
Gebinde kompaktieren kann.
[0013] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kompaktierungsvorrichtung
zum Kompaktieren von Gebinden und ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Kompaktierungsvorrichtung
zur Verfügung zu stellen, die mit einfachen baulichen Mitteln gegebenenfalls unter
Verwendung bereits bestehender Vortriebseinrichtungen, beispielsweise Walzen, Schneidwerken,
Kettentrieben oder dergleichen, eine Erhöhung des Kompaktierungsfaktors ermöglichen.
[0014] Diese Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0015] Demnach weist die Kompaktierungsvorrichtung zusätzlich eine Klappeneinrichtung mit
einer verstellbaren Stauklappe auf, die in einer Schließstellung die Austrittsöffnung
derart verschließt, dass ein mittels der mindestens einen Vortriebseinrichtung gegen
die Stauklappe gefördertes Gebinde an der Stauklappe gestaut wird, wobei die Stauklappe
aus der Schließstellung heraus zum Freigeben der Austrittsöffnung verstellbar ist.
[0016] Die vorliegende Erfindung geht von dem Gedanken aus, im Bereich der Vortriebseinrichtung
oder in Förderrichtung der Vortriebseinrichtung nachgeordnet eine zusätzliche Einrichtung
vorzusehen, die für ein Aufstauen eines durch die Vortriebseinrichtung geförderten
Gebindes sorgen kann. Hierzu ist eine Klappeneinrichtung vorgesehen, die die Austrittsöffnung
der Kompaktierungsvorrichtung, durch die hindurch ein Gebinde zu fördern ist, in einer
Schließstellung derart verschließt, dass ein gefördertes Gebinde die Austrittsöffnung
nicht ohne weiteres passieren kann, sondern an der Stauklappe der Klappeneinrichtung
gestaut wird. In Zusammenwirken mit der Förderwirkung der Vortriebseinrichtung kommt
es hierdurch an der Stauklappe zu einem Stauchen des Gebindes entlang der Förderrichtung,
was eine Erhöhung des Kompaktierungsfaktors durch Verkürzung des Gebindes in Längsrichtung
bewirken kann.
[0017] Die Kompaktierungsvorrichtung erreicht eine Kompaktierung somit in (mindestens) zwei
Raumrichtungen.
[0018] Zum einen bewirkt die Vortriebseinrichtung, beispielsweise ein Schneidwerk, wie es
aus der
DE 10 2006 033 615 A1 bekannt ist, eine Kompaktierung quer zur Förderrichtung, indem ein Gebinde quer zur
Förderrichtung zusammengedrückt und verpresst wird und dabei, z.B. mittels geeigneter
Einstechwerkzeuge, gegebenenfalls auch eine Perforation des Gebindes erfolgt.
[0019] Zum zweiten wird aufgrund der Stauchwirkung der Stauklappe eine Stauchung entlang
der Förderrichtung erreicht, so dass das Gebinde in seiner axialen Längserstreckungsrichtung
verkürzt wird.
[0020] Dieser Stauchungseffekt ist insbesondere dann besonders wirkungsvoll, wenn ein Gebinde
mit seiner Längsachse längs entlang der Förderrichtung in der Kompaktierungsvorrichtung
befördert wird. In diesem Fall erfolgt die axiale Stauchung entlang der Längsachse
des Gebindes.
[0021] Die Stauklappe verschließt in der Schließstellung die Austrittsöffnung und führt
somit zu einem Stau an der Austrittsöffnung. Aus der Schließstellung heraus ist die
Stauklappe verstellbar, um die Austrittsöffnung freizugeben und ein Passieren eines
(kompaktierten) Gebindes durch die Austrittsöffnung und somit aus der Kompaktierungsvorrichtung
heraus zu ermöglichen. Die Stauklappe kann hierbei grundsätzlich in beliebiger Weise
zwischen ihrer Schließstellung und einer die Austrittsöffnung freigebenden Öffnungsstellung
verstellbar sein. In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Stauklappe beispielsweise
um eine Schwenkachse verschwenkbar und kann somit aus ihrer Schließstellung herausgeschwenkt
werden.
[0022] Vorzugsweise ist die Stauklappe in Richtung der Schließstellung mittels einer geeigneten
Vorspanneinrichtung vorgespannt. Die Vorspanneinrichtung kann beispielsweise federmechanisch
unter Verwendung einer oder mehrerer Federelemente verwirklicht sein, die die Stauklappe
federelastisch in Richtung der Schließstellung vorspannen und somit in der Schließstellung
halten.
[0023] Die Vorspanneinrichtung kann hierbei so dimensioniert sein, dass sie eine vorbestimmte
Grenzkraft vorgibt, die überwunden werden muss, um die Stauklappe aus ihrer Schließstellung
heraus zu öffnen. Erst wenn eine durch ein Gebinde auf die Stauklappe ausgeübte Kraft
die vorbestimmte Grenzkraft übersteigt, öffnet sich die Stauklappe selbsttätig, so
dass ein Gebinde die Austrittsöffnung passieren kann.
[0024] Im Betrieb wird somit angetrieben durch die Vortriebseinrichtung ein Gebinde gegen
die Stauklappe gefördert und dadurch gestaucht. Je weiter ein Gebinde hin zur Stauklappe
gefördert wird und je größer der zwischen der Vortriebseinrichtung und der Stauklappe
gestaute Anteil des Gebindes wird, desto größer wird auch die Kraft, mit der das an
der Stauklappe gestaute Gebinde auf die Stauklappe drückt. Erst wenn diese Kraft so
groß wird, dass die vorbestimmte Grenzkraft überschritten wird, öffnet sich die Stauklappe
und ermöglicht somit ein Passieren des Gebindes, wobei die Grenzkraft vorzugsweise
so groß bemessen ist, dass ein wirkungsvolles Stauchen des Gebindes entlang der Förderrichtung
erreicht werden kann.
[0025] Die Schwenkachse der Stauklappe kann in einer konkreten Ausgestaltung entgegen der
Förderrichtung zur Austrittsöffnung versetzt sein. Die Stauklappe weist in diesem
Fall einen Klappenabschnitt auf, der die Austrittsöffnung in der Schließstellung verschließt
und der über mindestens einen Arm mit einem Lagerelement zum verschwenkbaren Lagern
der Stauklappe an einem Gehäuse der Kompaktierungsvorrichtung verbunden ist. Dadurch,
dass die Schwenkachse der Stauklappe entgegen der Förderrichtung zur Austrittsöffnung
versetzt ist, wird erreicht, dass die Verstellrichtung, in der die Stauklappe aus
der Schließstellung heraus zum Freigeben der Öffnung zu bewegen ist, nicht entlang
der Förderrichtung gerichtet ist, sondern schräg oder gar senkrecht dazu. Auf diese
Weise kann erreicht werden, dass eine Vorspanneinrichtung vergleichsweise klein zum
Bereitstellen einer vergleichsweise geringen Haltekraft dimensioniert werden kann,
weil eine durch ein Gebinde auf die Stauklappe aufgebrachte Kraft nicht vollständig
in Richtung der Verstellrichtung der Stauklappe wirkt und somit nicht vollständig
zum Öffnen der Stauklappe beiträgt, sondern nur mit einer Richtungsvektorkomponente.
[0026] Der Klappenabschnitt ist hierbei jedoch derart zur Förderrichtung, in die im Betrieb
der Kompaktierungsvorrichtung ein Gebinde gegen den Klappenabschnitt gefördert wird,
ausgerichtet, beispielsweise geneigt, dass ein gegen den Klappenabschnitt gefördertes
Gebinde eine Kraftwirkung auf den Klappenabschnitt ausübt, die zumindest mit einer
Richtungsvektorkomponente in eine Verstellrichtung, in die die Stauklappe aus der
Schließstellung heraus zu verstellen ist, gerichtet ist. Zumindest mit einer Richtungsvektorkomponente
wirkt die durch ein Gebinde auf die Stauklappe ausgeübte Kraft somit in Richtung der
Verstellrichtung und somit in Richtung eines Öffnens der Stauklappe, so dass das Öffnen
der Stauklappe aufgrund der Kraftwirkung eines gegen die Stauklappe gedrückten Gebindes
selbsttätig erfolgen kann.
[0027] Unter einer Richtungsvektorkomponente ist hierbei eine Komponente eines Richtungsvektors
einer auf die Stauklappe wirkenden Kraft zu verstehen. Der Richtungsvektor der Kraft
lässt sich, wie aus der Vektorrechnung bekannt, in Vektorkomponenten zerlegen. Von
diesen Vektorkomponenten soll zumindest eine in Richtung der Verstellrichtung der
Stauklappe wirken.
[0028] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Austrittsöffnung zwischen zwei Leitblechen
zum Leiten eines Gebindes gebildet. Die Leitbleche bilden zwischen sich einen Stauraum,
in den hinein das Gebinde zu fördern ist, wobei der Klappenabschnitt der Stauklappe
den Stauraum auslassseitig begrenzt.
[0029] In einer vorteilhaften Ausgestaltung, beispielsweise bei Verwirklichung der Vortriebseinrichtung
durch ein Schneidwerk wie es beispielsweise aus der
DE 10 2006 033 615 A1 bekannt ist, kann eines der Leitbleche auch als Abstreifwerkzeug ausgebildet sein
und derart mit der Vortriebseinrichtung zusammenwirken, dass es ein vorteilhaftes
Trennen eines Gebindes von der Vortriebseinrichtung bewirkt. Das Leitblech kann hierbei
beispielsweise derart in räumlicher Lagebeziehung zur Vortriebseinrichtung angeordnet
sein, dass die Vortriebseinrichtung ein Gebinde hin zum Leitblech fördert und das
Leitblech abstreifend wirkt derart, dass ein in Richtung des Leitbleches gefördertes
Gebinde auf das Leitblech aufläuft und dadurch von der Vortriebseinrichtung, insbesondere
von Einstech- oder Schneidwerkzeugen der Vortriebseinrichtung, gelöst wird.
[0030] Die Leitbleche sind vorzugsweise ortsfest an einem Gehäuse der Kompaktierungsvorrichtung
angeordnet. In den zwischen den Leitblechen gebildeten Stauraum hinein wird das Gebinde
gefördert und dort mittels der in der Schließstellung befindlichen Stauklappe gestaut.
Aufgrund der stauenden Wirkung der Stauklappe kommt es zu einer Stauchung eines in
den Stauraum hinein geförderten Gebindes entlang der Förderrichtung, wobei dann, wenn
die durch das Gebinde auf die Stauklappe ausgeübte Kraft die vorbestimmte Grenzkraft
übersteigt, die Stauklappe sich selbsttätig öffnet und somit das Gebinde durch die
Austrittsöffnung ausgeworfen werden kann.
[0031] Der Klappenabschnitt der Stauklappe kann in einer konkreten Ausgestaltung beispielsweise
durch voneinander beabstandete, die Austrittsöffnung in der Schließstellung versperrende
Sperrstege gebildet sein. Mit den Sperrstegen durchgreift der Klappenabschnitt eines
der Leitbleche, das hierzu Schlitze aufweist, in denen die Sperrstege des Klappenabstands
beweglich sind. Der Klappenabschnitt kämmt somit mit seinen Sperrstegen das Leitblech
und ist entlang seiner Verstellrichtung zum Leitblech verstellbar, so dass der Klappenabschnitt
zwischen seiner Schließstellung und seiner Öffnungsstellung bewegt werden kann.
[0032] Der Klappenabschnitt kann beispielsweise in einer konkreten Ausgestaltung in der
Schließstellung einen Winkel größer als 90° mit einer Linie beschreiben, die durch
die Schwenkachse der Stauklappe und einen Wirkpunkt des Klappenabschnitts, auf den
ein gegen den Klappenabschnitt gefördertes Gebinde einwirkt, weist. Ist die Verstellrichtung
des Klappenabschnitts beispielsweise zumindest näherungsweise senkrecht zur Förderrichtung
gerichtet, so kann bei einer solchen Neigung des Klappenabschnitts immer noch eine
Kraftkomponente in Richtung der Verstellrichtung wirken. Denn die durch das Gebinde
auf die Stauklappe bewirkte Kraft wirkt senkrecht auf den Klappenabschnitt. Weil der
Klappenabschnitt dabei einen Winkel größer als 90° mit der durch die Schwenkachse
und den Wirkpunkt weisenden Linie beschreibt, wirkt zumindest eine Komponente der
Kraft in Richtung der Verstellrichtung.
[0033] Der Wirkpunkt kann beispielsweise der Punkt sein, an dem eine durch ein Gebinde bewirkte
Kraft im Mittel anliegt und auf den Klappenabschnitt einwirkt.
[0034] Die Vortriebseinrichtung kann grundsätzlich in beliebiger Weise ausgestaltet sein.
Insbesondere können eine oder mehrere Vortriebseinrichtungen vorgesehen sein.
[0035] Beispielsweise kann ein Schneidwerk nach Art der
DE 10 2006 033 615 A1 Verwendung finden. Oder es können Vortriebseinrichtungen in Form von Vortriebsschnecken
oder Vortriebseinrichtungen unter Verwendung von Zugelementen wie Gurten, Bändern,
Ketten, Seilen oder dergleichen, also biegeschlaffe, (ausschließlich) zur Übertragung
von Zugkräften ausgebildete Zugelemente, zum Einsatz kommen. Vortriebseinrichtungen
nach Art von Vortriebsschnecken sind beispielsweise aus der
US 5,102,057 bekannt. Vortriebseinrichtungen unter Verwendung von Ketten oder Bändern, also Zugkräfte
übertragenden Zugelementen, sind beispielsweise aus der
JP 2005-111552 A und der
JP 2004-223609 A bekannt.
[0036] Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben einer Kompaktierungsvorrichtung
zum Kompaktieren von Gebinden, wobei die Kompaktierungsvorrichtung mindestens eine
Vortriebseinrichtung zum Fördern eines Gebindes in eine Förderrichtung hin zu einer
Austrittsöffnung der Kompaktierungsvorrichtung aufweist und beim Fördern zum Kompaktieren
auf das Gebinde einwirkt. Dabei ist vorgesehen, dass eine Klappeneinrichtung mit einer
verstellbaren Stauklappe in einer Schließstellung die Austrittsöffnung derart verschließt,
dass ein mittels der mindestens einen Vortriebseinrichtung gegen die Stauklappe gefördertes
Gebinde an der Stauklappe gestaut wird, wobei die Stauklappe aus der Schließstellung
heraus zum Freigeben der Austrittsöffnung verstellt wird.
[0037] Die vorangehend für die Kompaktierungsvorrichtung beschriebenen Vorteile und vorteilhaften
Ausgestaltungen finden analog auch auf das Verfahren Anwendung, so dass auf das vorangehend
Ausgeführte verwiesen werden soll.
[0038] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke soll nachfolgend anhand der in den Figuren
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Kompaktierungsvorrichtung;
- Fig. 2
- eine Ansicht einer Vortriebseinrichtung im Zusammenwirken mit einer Klappeneinrichtung;
- Fig. 3
- die Ansicht gemäß Fig. 2, darstellend ein hin zur Klappeneinrichtung gefördertes Gebinde;
- Fig. 4
- die Ansicht gemäß Fig. 2, darstellend einen Winkel zwischen einem Klappenabschnitt
und einer durch die Schwenkachse der Stauklappe weisenden Linie; und
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Klappenabschnitts der Klappeneinrichtung in Zusammenwirken
mit einem Leitblech.
[0039] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Ansicht eine Kompaktierungsvorrichtung 1, die
ein Gehäuse 10 und eine darin angeordnete Vortriebseinrichtung 2, beispielsweise in
Form einer Walze oder dergleichen, aufweist.
[0040] Durch Führungsflächen 11, 12 ist ein Einwurftrichter 100 gebildet, in den ein Gebinde
G einzuwerfen ist. Die um eine Drehachse D drehbare Vortriebseinrichtung fördert das
Gebinde G in eine Förderrichtung E und kompaktiert dabei durch Stauchen des Gebindes
G quer zur Förderrichtung E das Gebinde G, reduziert also dessen Volumen. Die Führungsfläche
11 kann hierzu mittels einer Vorspanneinrichtung 110 federnd zum Gehäuse 10 gelagert
sein, wobei die Vortriebseinrichtung 2 das Gebinde G in einen Zwischenraum zwischen
der Führungsfläche 11 und der Vortriebseinrichtung 2 in die Förderrichtung E hinein
fördert und dabei staucht.
[0041] Der Vortriebseinrichtung 2 ist in Förderrichtung E ein Paar von Leitblechen 3, 4
nachgeordnet, die zwischen sich einen Stauraum R bilden, in den hinein ein Gebinde
G gefördert wird. Auslassseitig dieses Stauraums R weist die Kompaktierungsvorrichtung
10 eine Austrittsöffnung 6 auf, die ein kompaktiertes Gebinde G' zu passieren, um
aus der Kompaktierungsvorrichtung 1 ausgeworfen zu werden.
[0042] An der Austrittsöffnung 6 ist eine Klappeneinrichtung 5 angeordnet, die in einer
Schließstellung die Austrittsöffnung 6 verschließt, so dass ein Gebinde G die Austrittsöffnung
6 nicht passieren kann, sondern vielmehr an der Klappeneinrichtung 5 gestaut wird.
Auf diese Weise kann erreicht werden, dass ein Gebinde G, nach Kompaktierung mittels
der Vortriebseinrichtung 2 und der Führungsfläche 11, zusätzlich an der Klappeneinrichtung
5 gestaucht und dadurch auch in Längsrichtung entlang der Förderrichtung E in seiner
Länge verkürzt wird, so dass sich eine weitere Kompaktierung des Gebindes G hin zum
kompaktierten Gebinde G' ergibt. Das kompaktierte Gebinde G' ist, gegenüber dem ursprünglichen
Gebinde G, somit sowohl quer zu seiner Längsrichtung als auch entlang seiner Längsrichtung
gestaucht, so dass sich eine kompakte, beispielsweise näherungsweise kugel- oder quaderförmige
oder auch ziehharmonikaförmige Gestalt des kompaktierten Gebindes G' ergeben kann.
[0043] Eine konkrete Ausgestaltung einer Klappeneinrichtung 5 ist in einem Ausführungsbeispiel
in Fig. 2 bis 5 dargestellt.
[0044] Bei dem Ausführungsbeispiel ist die Vortriebseinrichtung 2 durch ein Schneidwerk
nach Art der
DE 10 2006 033 615 A1 ausgebildet, wobei dies jedoch nicht beschränkend zu verstehen ist. Grundsätzlich
kann die Vortriebseinrichtung 2 in beliebiger Weise zur Bewirkung eines Vortriebs
in die Förderrichtung E ausgebildet sein.
[0045] Die Vortriebseinrichtung 2 dient dazu, ein Gebinde G (siehe Fig. 3) zunächst im Zusammenwirken
mit der Führungsfläche 11 quer zur Förderrichtung E zu kompaktieren, wobei an der
Vortriebseinrichtung 2 Einstechwerkzeuge 20 nach Art von Haken ausgebildet sind, mit
denen zumindest punktuell in das Gebinde G eingestochen wird, um auf diese Weise einerseits
eine Perforation und andererseits eine wirkungsvolle Kompaktierung sowie eine wirkungsvolle
Übertragung von Vortriebskräften auf das Gebinde G zu erreichen. Durch die Perforation
kann beispielsweise Luft aus dem Inneren des Gebindes G entweichen, so dass das Gebinde
G zusammengedrückt werden kann. Durch das Einstechen der Einstechwerkzeuge 20 in das
Gebinde G können zudem so genannte Verschränkungsschnitte bewirkt werden, die Wandungen
des Gebindes G miteinander derart verschränken, dass das Gebinde G seine kompaktierte
Form beibehält und sich nicht aus der kompaktierten Form heraus wieder zurückstellt.
[0046] Die Vortriebseinrichtung 2 fördert das Gebinde G in einen zwischen Leitblechen 3,
4 befindlichen Stauraum R hinein. Das Leitblech 4 weist einen Führungsabschnitt 40
auf, der sich im Wesentlichen parallel zum Leitblech 3 erstreckt. Die Leitbleche 3,
4 sind jeweils ortsfest an dem Gehäuse 10 der Kompaktierungsvorrichtung 1 angeordnet.
[0047] Das Leitblech 3 dient gleichzeitig als Abstreifwerkzeug und steht hierzu mit Scheiben
21 der Vortriebseinrichtung 2 (siehe Fig. 5) in kämmendem Eingriff, so dass ein durch
die Vortriebseinrichtung 2 in die Förderrichtung E gefördertes Gebinde G auf das Leitblech
3 aufläuft und dadurch von der Vortriebseinrichtung 2 abgestriffen wird.
[0048] Die Leitbleche 3, 4 begrenzen zwischen sich, wie gesagt, einen Stauraum R. Die Leitbleche
3, 4 sind hierbei quer zur Förderrichtung E gegenüberliegend zueinander angeordnet
und fassen den Stauraum R ein, wobei der Stauraum R weiterhin durch geeignete Wandungen
des Gehäuses 10, die sich (parallel zur Zeichnungsebene der Ansichten gemäß Fig. 2
bis 4) zwischen den Leitblechen 3, 4 erstrecken, begrenzt sein kann.
[0049] Auslassseitig bilden die Leitbleche 3, 4 die Austrittsöffnung 6 aus, durch die hindurch
ein Gebinde G nach seiner Kompaktierung treten muss, um die Kompaktierungsvorrichtung
1 zu verlassen. Diese Austrittsöffnung 6 ist, in einem Ausgangszustand, wie in Fig.
2 bis 4 dargestellt, durch einen Klappenabschnitt 500 einer Stauklappe 50 der Klappeneinrichtung
5 verschlossen, so dass in diesem Ausgangszustand ein Durchtritt eines Gebindes G
durch die Austrittsöffnung 6 nicht ohne weiteres möglich ist.
[0050] Der Klappenabschnitt 500 der Stauklappe 50 ist über Arme 501, 502, die sich unter
einem Winkel zueinander erstrecken und zwischen denen sich ein Stabilisierungsarm
504 zur Stabilisierung der Stauklappe 50 erstreckt, mit einem Lagerelement 503 verbunden,
mittels dessen die Stauklappe 50 um eine Schwenkachse S schwenkbar an dem Gehäuse
10 der Kompaktierungsvorrichtung 1 angeordnet ist. Um die Schwenkachse S herum, die
entgegen der Förderrichtung E versetzt zur Austrittsöffnung 6 angeordnet ist, kann
die Stauklappe 50 aus ihrer Schließstellung heraus in eine Verstellrichtung A verschwenkt
werden, um auf diese Weise in eine Öffnungsstellung überführt zu werden, in der die
Austrittsöffnung 6 freigegeben ist.
[0051] Die Verstellrichtung A ist, aufgrund des Versatzes der Schwenkachse S der Stauklappe
50 zur Austrittsöffnung 6 entgegen der Förderrichtung E, zumindest näherungsweise
quer zur Förderrichtung E gerichtet. Ein Verstellen des Klappenabschnitts 500 aus
dem Bereich der Austrittsöffnung 6 heraus erfolgt in die Verstellrichtung A um die
Schwenkachse S herum.
[0052] Die Stauklappe 50 ist mittels einer Vorspanneinrichtung 52 in Form eines auf Zug
zu belastenden (Zug-) Federelements gegenüber dem Gehäuse 10 vorgespannt und in der
konkreten Ausgestaltung des Ausführungsbeispiels mit dem Leitblech 4 verbunden. Die
Vorspanneinrichtung 52 greift an einer an der Stauklappe 50 angeordneten Stelleinrichtung
51 an, mittels derer die Vorspannung der Stauklappe 50 relativ zum Gehäuse 10 eingestellt
werden kann. Die Stelleinrichtung 51 weist eine Stellschraube 510 auf, die über ein
Ende 511 mit der Vorspanneinrichtung 52 in Form des Federelements verbunden ist und
über eine Mutter 512 an dem Arm 502 der Stauklappe 50 gehalten ist. Durch Verstellen
der Mutter 512 kann die Vorspannung eingestellt werden, indem der Abstand des Endes
511 zum Leitblech 4 in der Schließstellung variiert wird.
[0053] Im Betrieb fördert die Vortriebseinrichtung 2 ein Gebinde G, wie dies in Fig. 3 dargestellt
ist, in den Stauraum R zwischen den Leitblechen 3, 4 hinein, der in dem Ausgangszustand
durch den Klappenabschnitt 500 der in ihrer Schließstellung befindlichen Stauklappe
50 auslassseitig verschlossen ist. Aufgrund der Stauwirkung des Klappenabschnitts
500 kommt es somit, bedingt durch die Förderwirkung der Vortriebseinrichtung 2, zu
einem Stauchen des Gebindes G an dem Klappenabschnitt 500 und somit zu einer Kompaktierung
längs entlang der Förderrichtung E, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist.
[0054] Aufgrund der Förderkraft, die die Vortriebseinrichtung 2 auf das Gebinde G ausübt,
kommt es zudem zu einer Kraftwirkung auf den Klappenabschnitt 500 in die Förderrichtung
E. Diese Kraftwirkung steigert sich, je weiter die Vortriebseinrichtung 2 das Gebinde
G in den Stauraum R hinein fördert, wobei die die Stauklappe 50 vorspannende Vorspanneinrichtung
52 eine Grenzkraft definiert, bei Überschreitung derer die Stauklappe 50 öffnet und
somit die Austrittsöffnung 6 zum Passieren des Gebindes G freigibt.
[0055] Wie aus Fig. 4 ersichtlich, beschreibt der Klappenabschnitt 500 der Stauklappe 50
zusammen mit einer Linie L, die durch die Schwenkachse (S) und einen Punkt, an dem
der klappenabschnitt 500 den Führungsabschnitt 40 des Leitblechs 4 kreuzt, weist,
einen Winkel α, der größer als 90° ist. Dies bewirkt, dass eine Kraft des gegen den
Klappenabschnitt 500 geförderten und an dem Klappenabschnitt 500 gestauten Gebindes
G zumindest mit einer Richtungsvektorkomponente in die Verstellrichtung A wirkt und
somit ein Öffnen der Stauklappe 50 bewirken kann. Die Kraftwirkung des Gebindes G
auf die Stauklappe 50 erfolgt vorherrschend entlang der Förderrichtung E. Das Gebinde
G drückt dabei gegen den Klappenabschnitt 500, wobei aufgrund der Neigung des Klappenabschnitts
500 zum Führungsabschnitt 40 des Leitblechs 4 es an dem Klappenabschnitt 500 zu einer
Kraftwirkung kommt, die zumindest mit einer Vektorkomponente auch in Richtung der
Verstellrichtung A gerichtet ist.
[0056] Weil nicht die volle, durch das Gebinde G auf den Klappenabschnitt 500 ausgeübte
Kraft in Richtung der Verstellrichtung A wirkt, sondern lediglich ein Anteil, der
dem Betrag der in Richtung der Verstellrichtung A wirkenden Richtungsvektorkomponente
der Kraft entspricht, kann die Vorspanneinrichtung 52 vergleichsweise klein dimensioniert
sein. Die Vorspanneinrichtung 52 muss insbesondere nicht die vollständige Grenzkraft
bereitstellen und aufnehmen, sondern lediglich den Anteil, der in Verstellrichtung
A wirkt. Mit anderen Worten: Die Grenzkraft, bei deren Überschreiten es aufgrund der
Kraftwirkung des Gebindes G auf den Klappenabschnitt 500 zu einem Öffnen der Stauklappe
50 kommt, ist größer als die Kraft, die die Vorspanneinrichtung 52 bereitstellt.
[0057] Hierzu ist anzumerken, dass die Vorspanneinrichtung 52 die Stauklappe 50 bereits
in der Ausgangsstellung gegenüber dem Leitbleich 4 und somit dem Gehäuse 10 vorspannt,
so dass die Stauklappe mit Kraft in ihrer Schließstellung gehalten wird.
[0058] In dem Ausführungsbeispiel ist der Klappenabschnitt 500 der Stauklappe 50, wie dies
in Fig. 5 dargestellt ist, durch voneinander beabstandete Sperrstege 505 ausgebildet,
die sich durch Schlitze 400 an dem Führungsabschnitt 40 hindurch erstrecken und somit
mit dem Führungsabschnitt 40 kämmen. Die Sperrstege 505 ragen in den Bereich zwischen
den Leitblechen 3, 4 hinein und versperren auf diese Weise die Austrittsöffnung 6
gegen einen Durchtritt eines Gebindes G. Aus dieser Schließstellung heraus können
die Sperrstege 505 in die Verstellrichtung A verstellt werden und bewegen sich dann
in den Schlitzen 400, so dass die Austrittsöffnung 6 freigegeben wird.
[0059] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke ist nicht auf die vorangehend geschilderten
Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern lässt sich grundsätzlich auch bei gänzlich
anders gearteten Ausführungsformen verwirklichen.
[0060] Insbesondere sind grundsätzlich Vortriebseinrichtungen ganz unterschiedlicher Art
denkbar und verwendbar, wobei eine oder mehrere Vortriebseinrichtungen zum eindimensionalen
oder zum mehrdimensionalen Kompaktieren eines Gebindes zum Einsatz kommen können.
[0061] Beispielsweise können anstelle einer Vortriebswalze auch Vortriebseinrichtungen unter
Verwendung von Kettentrieben, Seiltrieben, Bändern, Gurten oder dergleichen zum Einsatz
kommen. Denkbar sind auch Vortriebseinrichtungen unter Verwendung von Vortriebsschnecken.
[0062] Mehrere Vortriebseinrichtungen können hierbei derart zueinander angeordnet sein,
dass sie einen Trichter ausbilden, in den hinein ein Gebinde geworfen werden kann,
um in den Trichter hinein gefördert und durch Durchführung durch ein verjüngtes Ende
des Trichters kompaktiert zu werden.
[0063] Grundsätzlich kann die Klappeneinrichtung auch eine vollständig andere Gestalt annehmen.
Beispielsweise kann eine Stauklappe der Klappeneinrichtung auch verschiebbar oder
auf sonstige Weise verlagerbar an einem Gehäuse einer Kompaktierungsvorrichtung angeordnet
sein.
[0064] Ebenso ist grundsätzlich denkbar, ein Verstellen der Klappeneinrichtung zwischen
ihrer Schließstellung und ihrer Öffnungsstellung nicht federmechanisch zu steuern,
sondern beispielsweise unter Verwendung einer elektronischen Steuereinrichtung, die
mittels einer geeigneten Sensorik eine auf die Stauplatte ausgeübte Kraft misst und
bei Überschreiten einer vorbestimmten Grenzkraft in elektronisch gesteuerter Weise
ein Öffnen der Stauklappe bewirkt.
Bezugszeichenliste
[0065]
- 1
- Kompaktierungsvorrichtung
- 10
- Gehäuse
- 100
- Einwurftrichter
- 101
- Einwurföffnung
- 11, 12
- Führungsfläche
- 110
- Vorspanneinrichtung
- 2
- Vortriebseinrichtung (Schneidwerk)
- 20
- Einstechwerkzeug
- 21
- Scheiben
- 3
- Leitblech (Abstreifwerkzeug)
- 4
- Leitblech
- 40
- Führungsabschnitt
- 400
- Schlitze
- 5
- Klappeneinrichtung
- 50
- Stauklappe
- 500
- Klappenabschnitt
- 501, 502
- Arm
- 503
- Lagerelement
- 504
- Stabilisierungsarm
- 505
- Sperrstege
- 51
- Stelleinrichtung
- 510
- Stellschraube
- 511
- Ende
- 512
- Mutter
- 52
- Federelement
- 6
- Austrittsöffnung
- A
- Verstellrichtung
- D
- Drehachse
- E
- Förderrichtung
- G
- Gebinde
- G'
- Kompaktiertes Gebindes
- L
- Linie
- R
- Stauraum
- S
- Schwenkpunkt
- V
- Drehrichtung
1. Kompaktierungsvorrichtung (1) zum Kompaktieren von Gebinden, mit mindestens einer
Vortriebseinrichtung (2) zum Fördern eines Gebindes (G) in eine Förderrichtung (E)
hin zu einer Austrittsöffnung (6) der Kompaktierungsvorrichtung (1), wobei die mindestens
eine Vortriebseinrichtung (2) ausgebildet ist, beim Fördern zum Kompaktieren auf das
Gebinde (G) einzuwirken,
gekennzeichnet durch
eine Klappeneinrichtung (5) mit einer verstellbaren Stauklappe (50), die in einer
Schließstellung die Austrittsöffnung (6) derart verschließt, dass ein mittels der
mindestens einen Vortriebseinrichtung (2) gegen die Stauklappe (50) gefördertes Gebinde
(G) an der Stauklappe (50) gestaut wird, wobei die Stauklappe (50) aus der Schließstellung
heraus zum Freigeben der Austrittsöffnung (6) verstellbar ist.
2. Kompaktierungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stauklappe (50) um eine Schwenkachse (S) verschwenkbar ist.
3. Kompaktierungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stauklappe (50) in Richtung der Schließstellung vorgespannt ist.
4. Kompaktierungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stauklappe (50) sich selbsttätig öffnet, wenn eine durch ein Gebinde (G) auf
die Stauklappe (50) ausgeübte Kraft eine vorbestimmte Grenzkraft übersteigt.
5. Kompaktierungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappeneinrichtung (5) der mindestens einen Vortriebseinrichtung (2) in die Förderrichtung
(E) nachgeordnet ist.
6. Kompaktierungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stauklappe (50) um eine Schwenkachse (S) verschwenkbar ist, die entgegen der
Förderrichtung (E) zur Austrittsöffnung (6) versetzt ist.
7. Kompaktierungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stauklappe (50) einen Klappenabschnitt (500) aufweist, der die Austrittsöffnung
(6) in der Schließstellung verschließt.
8. Kompaktierungsvorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Klappenabschnitt (500) über mindestens einen Arm (501, 502) mit einem Lagerelement
(503) zum verschwenkbaren Lagern der Stauklappe (50) an einem Gehäuse (10) der Kompaktierungsvorrichtung
(1) verbunden ist.
9. Kompaktierungsvorrichtung (1) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Klappenabschnitt (50) derart zur Förderrichtung (E), in die im Betrieb der Kompaktierungsvorrichtung
(1) ein Gebinde (G) gegen den Klappenabschnitt (50) gefördert wird, ausgerichtet ist,
dass ein gegen den Klappenabschnitt (500) gefördertes Gebinde (G) eine Kraftwirkung
auf den Klappenabschnitt (500) ausübt, die zumindest mit einer Richtungsvektorkomponente
in eine Verstellrichtung (A), in die die Stauklappe (50) aus der Schließstellung heraus
verstellbar ist, gerichtet ist.
10. Kompaktierungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (6) zwischen zwei Leitblechen (3, 4) zum Leiten eines Gebindes
(G) gebildet ist, wobei die Leitbleche (3, 4) zwischen sich einen Stauraum (R) bilden,
in den hinein das Gebinde (G) zu fördern ist, und der Klappenabschnitt (500) der Stauklappe
(50) den Stauraum (R) auslassseitig begrenzt.
11. Kompaktierungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Klappenabschnitt (500) durch voneinander beabstandete, die Austrittsöffnung (6)
in der Schließstellung versperrende Sperrstege (505) gebildet ist und in der Schließstellung
mit seinen Sperrstegen (505) zumindest eines der Leitbleche (4) an Schlitzen (400)
durchgreift.
12. Kompaktierungsvorrichtung (1) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Klappenabschnitt (500) der Stauklappe (50) in der Schließstellung einen Winkel
größer als 90° mit einer Linie (L) beschreibt, die durch die Schwenkachse (S) der
Stauklappe (50) und einen Wirkpunkt des Klappenabschnitts (500), auf den ein gegen
den Klappenabschnitt (500) gefördertes Gebinde (G) einwirkt, weist.
13. Verfahren zum Betreiben einer Kompaktierungsvorrichtung (1) zum Kompaktieren von Gebinden,
wobei die Kompaktierungsvorrichtung (1) mindestens eine Vortriebseinrichtung (2) zum
Fördern eines Gebindes (G) in eine Förderrichtung (E) hin zu einer Austrittsöffnung
(6) der Kompaktierungsvorrichtung (1) aufweist und beim Fördern zum Kompaktieren auf
das Gebinde (G) einwirkt,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Klappeneinrichtung (5) mit einer verstellbaren Stauklappe (50) in einer Schließstellung
die Austrittsöffnung (6) derart verschließt, dass ein mittels der mindestens einen
Vortriebseinrichtung (2) gegen die Stauklappe (50) gefördertes Gebinde (G) an der
Stauklappe (50) gestaut wird, wobei die Stauklappe (50) aus der Schließstellung heraus
zum Freigeben der Austrittsöffnung (6) verstellt wird.