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(11) |
EP 2 693 001 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.08.2017 Patentblatt 2017/31 |
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Anmeldetag: 18.03.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zur Regelung eines Wärme-Rückgewinnungs-Systems in einem Kraftfahrzeug
Method for regulating a heat recovery system in a motor vehicle
Procédé de réglage d'un système de récupération de chaleur dans un véhicule automobile
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
31.07.2012 AT 8472012
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.02.2014 Patentblatt 2014/06 |
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Patentinhaber: MAN Truck & Bus Österreich AG |
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4400 Steyr (AT) |
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Erfinder: |
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- Kreuzriegler, André
4462 Reichraming (AT)
- Raab, Gottfried
4320 Perg (AT)
- Klammer, Josef
4451 Garsten (AT)
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Vertreter: Liebl, Thomas et al |
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Neubauer - Liebl - Bierschneider
Patentanwälte
Münchener Straße 49 85051 Ingolstadt 85051 Ingolstadt (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 323 990 EP-A1- 1 443 183 EP-A1- 2 357 349 WO-A1-2013/007530
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EP-A1- 1 431 523 EP-A1- 2 280 152 WO-A1-2012/009526 DE-A1-102011 084 352
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung eines Wärme-Rückgewinnungs-Systems
(WRG-System) in einem Kraftfahrzeug mit Verbrennungsmotor, insbesondere in einem Nutzfahrzeug.
[0002] Ein allgemein bekanntes Wärme-Rückgewinnungs-System weist einen Wärme-Rückgewinnungs-Kreislauf
(WRG-Kreislauf) als Arbeitskreislauf auf, der einen Vorratstank mit einem Arbeitsmedium
enthält, der über eine Speisepumpe mit wenigstens einem Regelventil verbunden ist,
dem jeweils ein Wärmetauscher als Verdampfer zugeordnet ist. Der Arbeitskreislauf
enthält weiter eine, dem wenigstens einen Wärmetauscher nachgeschaltete Expansionsmaschine,
auf die ein Kondensator mit einer Verbindung über eine Kondensatorabsaugpumpe zum
Vorratstank folgt. Der Wärmetauscher wird im Fahrzeugbetrieb sowohl von einem Arbeitsmedium-Massenstrom
als auch von einem Heizmedium-Massenstrom einer Fahrzeug-Wärmequelle im Gegenstrom
durchströmt. Nach einem Aufwärmvorgang (flüssiger Zustand des Arbeitsmediums) und
einem anschließenden Verdampfungsprozess (Arbeitsmedium teilweise flüssig und teilweise
dampfförmig) folgt ein Überhitzungsprozess (Arbeitsmedium dampfförmig über Sattdampftemperatur),
wobei nach einer Umschaltung auf Expanderbetrieb der Arbeitsmedium-Dampf der Expansionsmaschine
zu deren Antrieb zugeführt wird.
[0003] In bekannten Wärme-Rückgewinnungs-Systemen können verschiedene Wärmequellen am Verbrennungsmotor
genutzt werden, um ein Arbeitsmedium zu verdampfen. Als Wärmequellen beziehungsweise
Heizmedien können insbesondere das Motorkühlmittel, die Ladeluft oder vorzugsweise
das Abgas verwendet werden. Die im Arbeitsmedium-Dampf enthaltene Energie wird in
der Expansionsmaschine in mechanische Energie umgewandelt und wieder dem Verbrennungsmotor
zugeführt, so dass der Gesamtwirkungsgrad gesteigert werden kann.
[0004] Die
EP 1 431 523 A1 offenbart ein Verfahren zur Regelung eines Wärme-Rückgewinnungssystems, in dem die
Stellgröße für einen Aktuator in Abhängigkeit von der Dampfenthalpie bestimmt wird,
sodass es sich hier um eine temperaturbasierte Regelung handelt.
[0005] Die
EP 1 323 990 A1 offenbart ein Verfahren zur Regelung eines Wärme-Rückgewinnungssystems, in dem der
Arbeitsmedium-Massenstrom in Abhängigkeit von dem Unterschied zwischen dem Arbeitsmedium-Temperatur-Istwert
und dem Arbeitsmedium-Sollwert geregelt wird, sodass es sich auch hier um eine temperaturbasierte
Regelung handelt.
[0006] Die
EP 1 443 183 A1 offenbart ein Verfahren zur Regelung eines Wärme-Rückgewinnungssystems, in dem ein
Soll-Dampfmassenstrom zum Erzielen einer Dampf-Solltemperatur aus der Energie des
Abgases errechnet wird, und in den Dampfmassenstrom in Abhängigkeit von dem Unterschied
zwischen dem Arbeitsmedium-Temperatur-Istwert und dem Arbeitsmedium-Sollwert geregelt
wird, sodass es sich auch hier um eine temperaturbasierte Regelung handelt.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Regelung eines Wärme-Rückgewinnungs-Systems
vorzuschlagen, mit dem ein wirkungsgradoptimaler und sicherer Betrieb eines solchen
Systems durchführbar ist.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Gemäß Anspruch 1 ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass im Expanderbetrieb einem auf
einen optimalen Dampftemperatur-Sollwert des Arbeitsmediums regelnden Arbeitsmedium-Tempertaturregler
ein Arbeitsmedium-Massenstromregler unterlagert ist, wobei der Arbeitsmedium-Temperaturregler-Ausgangswert
als Arbeitsmedium-Massenstrom-Sollwert am Eingang des unterlagerten Arbeitsmedium-Massenstrom-Reglers
anliegt. Damit kann vorteilhaft schneller auf Veränderungen im Vergleich mit einer
reinen, relativ trägen Temperaturregelung reagiert werden.
[0010] Um die voll von den Wärmequellen am Verbrennungsmotor im Heizmedium-Massenstrom zur
Verfügung stehende Heizenergie auszunützen wird durch Regelung des Arbeitsmedien-Massenstroms
die Temperatur und insbesondere im Verdampfungsprozess der Phasenzustand des Arbeitsmediums
geregelt.
[0011] Für eine definierte Beaufschlagung des wenigstens einen Wärmetauschers/Verdampfers
mit einem definierten Arbeitsmedium-Massenstrom wird vorzugsweise ein Regelventil
als proportional-Regelventil verwendet, welches über ein pulsweiten-moduliertes Signal
(PWM-Signal) angesteuert wird. Eine genaue Zuordnung des Arbeitsmedien-Massenstrom-Istwerts
zur Regelventilstellung beziehungsweise zum PWM-Signal ist wegen des variierenden
Druckgefälles über dem Regelventil nicht unmittelbar möglich. Es wird daher vorgeschlagen,
den genauen Arbeitsmedium-Massenstrom-Istwert durch das wenigstens eine Regelventil
mit Hilfe des Ventilkennfeldes unter Berücksichtigung der aktuellen Ventilstellung
beziehungsweise des PWM-Signals, des aktuellen (gemessenen) Druckabfalls über das
Regelventil und der aktuellen Arbeitsmedium-Temperatur am Regelventil zu berechnen.
[0012] Der Wärme-Rückgewinnungs-Kreislauf hat folgende Funktion: die Speisepumpe entnimmt
dem Vorratstank das Arbeitsmedium, welches über das Proportional-Regelventil zum Wärmetauscher
geleitet und in diesem verdampft wird. Bei der Verwendung von zwei Wärmetauschern
wird das Arbeitsmedium von der Speisepumpe auf zwei zugeordnete ProportionalRegelventile
verteilt. Der Wärmetauscher bezieht seine Wärme aus dem ebenfalls durchgeleiteten
Heizmedium-Massenstrom, insbesondere aus dem Abgas einer Brennkraftmaschine, wobei
vorzugsweise ein rückgeführtes Abgas und ein Abgas welches nach einer Abgasnachbehandlung
der Umgebung zugeführt wird, jeweils einem Wärmetauscher/Verdampfer mit zugeordnetem
Regelventil und zugeordneter Regelung zugeführt wird.
[0013] Nach dem wenigstens einem Wärmetauscher ist mittels eines Umschaltventils ein direkter
Strömungsweg zur Expansionsmaschine oder ein Strömungsweg über ein Drosselventil schaltbar.
Steht vor der Expansionsmaschine beim Aufwärmvorgang noch kein Dampf und im anschließenden
Verdampfungsprozess nur Dampf zusammen mit Flüssigkeit zur Verfügung wird das Arbeitsmedium
über den Drosselventil-Strömungsweg geleitet. Erst beim Erreichen einer bestimmten
Überhitzungstemperatur über der Sattdampftemperatur wird das Arbeitsmedium durch Umschalten
auf den Expanderbetrieb direkt zur Expansionsmaschine geleitet. Im Kondensator wird
dann der übrige Arbeitsmedium-Dampf wieder in den flüssigen Zustand versetzt und weiter
über die Kondensator-Absaugpumpe und einen Filter zurück zum Vorratstank transportiert.
[0014] Eine weitere Verbesserung der Regelungsqualität bezüglich des Ansprech- und Einschwingverhaltens
wird dadurch erreicht, dass der Arbeitsmedium-Massenstrom-Sollwert zusätzlich durch
eine Vorsteuerung korrigiert wird, die auf Änderungen der Heizmedium-Seite reagiert,
wobei als Korrekturparameter insbesondere der Heizmedium-Massenstrom und/oder die
Heizmedium-Eintrittstemperatur am Wärmetauscher und/oder der Arbeitsmedium-Druck vor
der Expansionsmaschine in einer solchen Vorsteuerung für eine Korrektur ausgewertet
werden. Bei mehreren Wärmetauscher/Verdampfern ist die vorstehende Temperaturregelung
mit unterlagertem Arbeitsmedium-Massenstromregler und gegebenenfalls der Vorsteuerung
jeweils für jeden Wärmetauscher separat durchzuführen.
[0015] Eine weitere Steigerung der Effektivität wird erreicht, wenn als Arbeitsmedium-Massenstrom-Regler
ein Proportional-Integral-Regler (Pl-Regler) oder Proportional-Integral-Differenzial-Regler
(PID-Regler) verwendet wird und der dortige Integrator je nach den Gegebenheiten mit
einem zusätzlichen Manipulationswert beaufschlagt wird, wodurch eine Arbeitsmedium-Massenstrom-Maximierung
möglich ist.
[0016] Dies wird im Folgenden an einem Beispiel erläutert, wenn als Heizmedium Abgas verwendet
wird: da die Abgastemperatur dann am Abgas-Wärmetauscher in jedem möglichen Betriebszustand
kleiner als die maximale Bauteiltemperatur ist, wird praktisch immer eine möglichst
hohe Dampftemperatur eingeregelt. Da in diesem Fall der benötigte Massenstrom, um
die entsprechende Dampftemperatur darstellen zu können, aufgrund eines Sättigungsverhaltens
nicht eindeutig ist, wird vor dem Integrator mit dem Manipulationswert eingegriffen,
so dass wirklich der maximale Massenstrom mit der geforderten Temperatur eingeregelt
wird. Dieser Manipulationswert ist abhängig von der Abgastemperatur am Verdampfereintritt,
der aktuellen Dampftemperatur nach dem Verdampfer und vom aktuellen Massenstrom des
Dampfmediums. Ist eine nahe an der Gaseintrittstemperatur geforderte Dampftemperatur
erreicht, der Massenstrom durch den Wärmetauscher/Verdampfer aber relativ klein, wird
der Verdampfer in Sättigung betrieben und es ist ein höherer Massendurchsatz bei gleicher
Dampftemperatur möglich. Daher soll ein additiver, positiver Wert am Integratoreingang
den Massenstrom erhöhen, wobei dieser Manipulationswert mit steigendem Massenstrom
wieder sinken soll. Wenn die Dampftemperatur unter die Solltemperatur fällt, wird
der Manipulationswert auf Null gesetzt, wobei nun der übergeordnete Temperaturregler
die geforderte Dampftemperatur einregelt und ein maximaler Massenstrom bei dieser
Temperatur mit der größtmöglichen erzielbaren Dampfmenge erreicht wird. Sinkt (zum
Beispiel aus numerischen Gründen) der Massenstromsollwert und somit der aktuelle Massenstrom,
so wird der Manipulationswert wieder aktiv und der Massenstrom steigt wieder an. Es
muss aber darauf geachtet werden, dass der Manipulationswert klein genug gewählt wird,
damit der Temperaturregler den Sollwert einregeln kann.
[0017] Ein weiterer schneller Eingriff in die Regelung kann gegebenenfalls dadurch erreicht
werden, dass Wandtemperaturen am Wärmetauscherverdampfer gemessen werden, um gegebenenfalls
schnell eine Flüssigkeits-/Dampfgrenze zu ermitteln, so dass einem Absinken der Arbeitsmedien-Austrittstemperatur
unter die Sattdampftemperatur schnell entgegengewirkt werden kann. Ein solcher Eingriff
kann vorteilhaft sein, wenn beispielsweise die Verdampferaustrittstemperatur mit sehr
hohem Gradienten abfällt, wodurch ohne diesen Eingriff die relativ träge Temperaturregelung
nicht mehr in der Lage ist, die Temperatur über der Sattdampftemperatur zu halten.
Für die Ermittlung der Flüssigkeits-/Dampfgrenze kann die Wandtemperatur in der Nähe
des Medieneintritts, in der Mitte zwischen Mediumeintritt und Mediumaustritt sowie
in der Nähe des Mediumaustritts gemessen werden, damit vorzeitig auf ein Absinken
der Austrittstemperatur reagiert werden kann. Dies setzt voraus, dass mit der Wandtemperatur
mit möglichst geringer Verzögerung auf die internen Temperaturverhältnisse geschlossen
werden kann.
[0018] Die vorstehenden Ausführungen beziehen sich im Wesentlichen auf einen eingeregelten
Expanderbetrieb mit einer über der Sattdampftemperatur geregelten Solldampftemperatur.
Um diesen angestrebten Zustand in einem Anfahrprozess möglichst schnell und effizient
zu erreichen werden folgende Verfahrensschritte vorgeschlagen:
a) Aufwärmvorgang (Arbeitsmedium flüssig)
[0019] Der Aufwärmvorgang erfolgt temperaturbasiert und temperaturgeregelt, indem die Arbeitsmedium-Solltemperatur
stufenweise oder kontinuierlich je nach der Heizmedium-Eintritttemperatur am Wärmetauscher
und dem Heizmedium-Massenstrom bis zur Sattdampftemperatur erhöht wird.
b) Verdampfungsprozess
[0020] Im Verdampfungsprozess ist das Arbeitsmedium (nach dem Wärmetauscher) teilweise gasförmig
und teilweise flüssig bei jeweils gleicher Sattdampftemperatur, so dass hier keine
temperaturbasierte Regelung eingesetzt werden kann. Die Sattdampftemperatur ist grundsätzlich
eine Funktion des Drucks und kann leicht ermittelt werden. Der Verdampfungsprozess
wird daher nur durch eine Arbeitsmedium-Massenstrom-Regelung geführt. Der Verdampfungszustand
wird durch den vorhergehenden, temperaturgeregelten Aufwärmvorgang erreicht, wobei
der Arbeitsmedium-Massenstrom der Temperaturregelung zum Zeitpunkt des Umschaltens
auf die reine Massenstromregelung als Sollwert übernommen wird. Durch Anpassung an
die sich ständig verändernden Betriebsparameter, beispielsweise von Abgaseintrittstemperaturen
und eines Abgasmassenstroms, soll über Kennfelder sichergestellt werden, dass der
Arbeitsmedium-Kreislauf nicht wieder in den einphasigen, flüssigen Zustand zurückfällt.
Dann wird durch zeitlich gesteuertes, stufenweises Absenken des Arbeitsmedium-Massenstroms
die Überhitzungsphase eingeleitet und der Überhitzungsprozess erreicht. Fällt aber
die Temperatur wieder unter die Sattdampftemperatur, so wird wieder auf die Temperaturregelung
des Aufwärmvorgangs umgeschaltet, wobei der Temperaturregler so initialisiert wird,
dass der zum Zeitpunkt des Umschaltens vorherrschende Massenstrom eingestellt wird.
c) Überhitzungsprozess
[0021] Die Arbeitsmedien-Dampftemperatur wird über die Sattdampftemperatur temperaturgeregelt
bis zu der für den Expanderbetrieb vorgegebenen Arbeitsmedium-Dampftemperatur erhöht.
d) Expanderbetrieb
[0022] Es erfolgt eine Umschaltung auf den Expanderbetrieb in Verbindung mit einer Regelung,
wie sie vorstehend in Verbindung mit dem Expanderbetrieb erläutert wurde.
[0023] Bei einem besonders bevorzugten Verfahren ist das Heizmedium sowohl ein nach einer
Abgasnachbehandlung der Umgebung zugeführtes Abgas (AG) aus einer Fahrzeugbrennkraftmaschine
als auch ein rückgeführtes Abgas (AGR), wobei beiden Abgasarten ein eigener Wärmetauscher
mit vorgeschalteten Regelventilen und einer jeweils darauf wirkenden Regelung zugeordnet
ist. Werden alternativ oder zusätzlich andere Heizmedien, wie beispielsweise ein Motorkühlmittel
und/oder ein eine Ladeluft in einem Wärme-Rückgewinnungs-Kreislauf verwendet, sind
die vorstehenden Verfahren zur Regelung entsprechend und dem jeweiligen Heizmedium
angepasst zu verwenden.
[0024] Wenn aus Kostengründen der Massenstrom für das rückgeführte Abgas nicht durch eine
entsprechende Massenstrommessung ermittelt werden kann, besteht folgende kostengünstige
Berechnungsmöglich unter Verwendung eines Motorsteuergeräts: Das Motorsteuergerät
berechnet, basierend auf einer Kombination des Liefergrads mit völlig geschlossener
beziehungsweise völlig geöffneter Abgasrückführ-Klappe (AGR-Klappe) den Ansaugluftmassenstrom.
Aus den Motorsteuergerät-Werten für den theoretischen Luftmassenstrom und den berechneten
Luftmassenstrom (dm
air) kann wie folgt der AGR-Massenstrom dargestellt werden:
- dmair, th...
- theoretischer Luftmassenstrom
- sfNP...
- Liefergrad bei geschlossener AGR-Klappe
- dmAGR.
- AGR-Massenstrom
[0025] Anhand einer Zeichnung wird ein Verfahren zur Regelung mit Abgas als Heizmedium weiter
erläutert.
[0026] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Wärme-Rückgewinnungs-Kreislaufs,
- Fig. 2
- eine Temperaturregelung mit Vorsteuerung und unterlagertem Massenstromregler, und
- Fig. 3
- eine Anpassung des Massenstromreglers zur Massenstrommaximierung.
[0027] In Fig. 1 ist ein Wärme-Rückgewinnungs-Kreislauf 1 als Blockschaltbild dargestellt,
wobei als Arbeitsmedium Wasser/Dampf und als Heizmedium rückgeführtes Abgas AGR und
nach einer Abgasnachbehandlung der Umgebung zugeführtes Abgas AG verwendet wird. Links
von der strichlierten Linie (Pfeil 2) ist der flüssige Bereich des Kreislaufs und
rechts von der strichlierten Linie (Pfeil 3) ist der dampfförmige Bereich des Kreislaufs
dargestellt.
[0028] Von einem Vorratstank VR wird mit einer Speisepumpe SP das Arbeitsmedium über einen
Verteiler VT mit zwei Strömungsleitungen über zugeordnete proportional Regelventile
V1 und V2 durch einen AGR-Wärmetauscher (AGR-WT) und einen parallelen AG-Wärmetauscher
(AG-WT) geleitet. Durch den AGR-Wärmetauscher wird im Gegenstrom AGR-Abgas und durch
den AG-Wärmetauscher entsprechend AG-Abgas geleitet. Am Eintritt werden sowohl die
AGR-Eintrittstemperatur T1 des AGR-Abgases als auch die AG-Eintrittstemperatur T3
des AG-Abgases gemessen. Der AGR-WT und der AG-WT werden im eingefahrenen Betrieb
als Verdampfer betrieben, wobei die die Dampfaustrittstemperaturen T2 und T4 sowie
nach einer Zusammenführung die Dampftemperatur T5 erfasst werden. Zudem werden der
Druck P0 nach der Speisepumpe sowie die Drücke P1 und P2 jeweils nach den Proportionalregelventilen
V1 und V2 sowie der Druck P6 vor einem Umschaltventil V3 erfasst. Bei geringem Druckverlust
Δp über die Verdampfer (AGR-WT, AG-WT) reicht auch die Messung des Druckes P1 und/oder
P2. Der Arbeitsmediumdampf wird im eingefahrenen Zustand mit dem Ventil V3 im Expanderbetrieb
einer Expansionsmaschine E zugeführt und gelangt von dort in einen Kondensator K,
in dem der Dampf zur Flüssigkeit abkühlt und mittels einer Kondensator-Absaugpumpe
KP und einem Filter F wieder dem Vorratstank VR zugeführt wird. Wenn für einen Betrieb
der Expansionsmaschine E insbesondere in einem Anfahrzustand noch nicht ausreichend
Dampf vorliegt erfolgt eine Leitung über ein Drosselventil V4.
[0029] Der Wärme-Rückgewinnungs-Kreislauf 1 wird durch Variation des Arbeitsmediumdurchgangs
durch die Proportionalregelventile V1, V2 geregelt und/oder gesteuert.
[0030] In Fig. 2 ist dazu ein Temperaturregler 4 mit unterlagertem Massenstrom-Regler (dm-Regler)
5 für das Arbeitsmedium als Dampfmedium dargestellt. Die Regelung ist hier für den
AGR-WT dargestellt, wobei die gleiche Regelung auch für den AG-Zweig erforderlich
ist. Am Eingang des Temperaturreglers erfolgt der Vergleich zwischen dem Dampftemperatur-Sollwert
im AGR-Zweig und dem entsprechenden Dampftemperatur-Istwert, wobei eine Regelabweichung
entsprechend dem geltenden Reglerverhalten als Stellsignal abgegeben wird. Dieses
Stellsignal wird im unterlagerten Massenstrom-Regler 5 als Massenstrom-Sollwert für
das Dampfmedium (dm
soll) verwendet für den Vergleich mit dem entsprechenden Massenstrom-Istwert (dm
ist), wobei entsprechend dem eingestellten Reglerverhalten (Pl-Regler) der dm-Regler
5 ein Stellsignal an das AGR-Proportionalregelventil V1 abgibt.
[0031] Zur Verbesserung der Regelungsqualität wird hier zudem mit einer Vorsteuerung 6 der
Massenstrom-Sollwert beeinflusst und korrigiert, wobei die Vorsteuerung 6 insbesondere
auf Änderungen der Heizmedium-Seite (AGR) reagiert. Als Korrekturparameter sind dabei
hier der Vorsteuerung neben dem Dampftemperatur-Sollwert die AGR-Eintrittstemperatur
T
AGR entsprechend T1 aus Fig. 1 zugeführt. Weitere Korrekturparameter sind der Druck vor
der Expansionsmaschine P
dampf (entsprechend P6 aus Fig. 1 oder zusätzlich unmittelbar vor der Expansionsmaschine
E gemessen), sowie der AGR-Massenstrom dm
AGR, welcher beispielsweise mittels Werten aus der Motorsteuerung (EDC) berechnet wird.
[0032] In Fig. 3 ist der Massenstrom-Regler 5 (dm-Regler) aus Fig. 2 mit weiteren Einzelheiten
detailliert dargestellt. Als Massenstrom-Regler 5 wird ein Proportional-Integral-Regler
verwendet. Zur Maximierung des Dampfmedium-Massenstroms wird hier der Eingang des
Integrators (l-Regler) mit einem Manipulationswert aus einer Massenstrom-Anpassungseinheit
9 beaufschlagt.
[0033] In Fig. 3 wird speziell die Massenstrom-Anpassung in der Regelung für den AG-Zweig
mit dem AG-Wärmetauscher betrachtet (die Regelung im parallelen AGR-Zweig soll entsprechend
ausgeführt werden).
[0034] Der Massenstrom-Anpassungseinheit 9 werden die gasseitige AG-Eintrittstemperatur
T
AG sowie der Sollwert und Istwert des Arbeitsmediums für die AG-WT-Austrittstemperatur
zugeführt. Weiter wird bei der Massenstromanpassung 9 der Massenstrom-Istwert für
das Dampfmedium dm
ist berücksichtigt.
1. Verfahren zur Regelung eines Wärme-Rückgewinnungs-Systems (WRG-Systems) in einem Kraftfahrzeug
mit Verbrennungsmotor, insbesondere in einem Nutzfahrzeug,
mit einem Wärme-Rückgewinnungs-Kreislauf (1) als Arbeitskreislauf mit einem Arbeitsmedium,
der über eine Speisepumpe (SP) mit wenigstens einem Regelventil (V1, V2) verbunden
ist, dem jeweils ein Wärmetauscher (AGR-WT, AG-WT) als Verdampfer zugeordnet ist,
und der Arbeitskreislauf weiter eine dem wenigstens einen Wärmetauscher (AGR-WT, AG-WT)
nachgeschaltete Expansionsmaschine (E) aufweist, auf die ein Kondensator (K) folgt,
wobei der wenigstens eine Wärmetauscher (AGR-WT, AG-WT) sowohl von einem Arbeitsmedium-Massenstrom
als auch von einem Heizmedium-Massenstrom einer Wärmequelle durchströmt wird, dergestalt
dass nach einem Aufwärmvorgang (flüssiger Zustand des Arbeitsmediums) und einem anschließenden
Verdampfungsprozess (Arbeitsmedium teilweise flüssig und teilweise dampfförmig) in
einem Überhitzungsprozess (Arbeitsmedium dampfförmig über der Sattdampftemperatur)
Arbeitsmedium-Dampf nach einer Umschaltung auf Expanderbetrieb der Expansionsmaschine
(E) zu deren Antrieb zugeführt wird, wobei der Arbeitsmedium-Massenstrom bei durch
den Fahrzeugbetrieb vorgegebenem Heizmedium-Massenstrom und vorgegebener Heizmedium-Temperatur
auf einen vorbestimmten Dampftemperatur-Sollwert und/oder Phasenzustand für das Arbeitsmedium
durch Variation des Arbeitsmedium-Massenstroms durch den wenigstens einen Wärmetauscher/Verdampfer
(AGR-WT, AG-WT) mittels Verstellung des Regelventildurchgangs (V1, V2) geregelt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Arbeitskreislauf einen Vorratstank (VR) mit Arbeitsmedium aufweist, wobei auf
die Expansionsmaschine (E) ein Kondensator (K) mit einer Verbindung über eine Kondensatorabsaugpumpe
(KP) zum Vorratstank (VR) folgt, und dass im Expanderbetrieb dem auf einen optimalen
Dampftemperatur-Sollwert des Arbeitsmediums regelnden Arbeitsmedium-Temperaturregler
(4) ein Arbeitsmedium-Massenstromregler (5) unterlagert ist, wobei der Arbeitsmedium-Temperaturregler-Ausgangswert
als Arbeitsmedium-Massenstrom-Sollwert (dmsoll) am Eingang des unterlagerten Arbeitsmedium-Massenstrom-Reglers (5) anliegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsmedium-Massenstrom-Istwert durch das wenigstens eine Regelventil (V1,
V2) mit Hilfe des Ventilkennfelds unter Berücksichtigung der aktuellen Ventilstellung,
des aktuellen Druckabfalls über dem Regelventil (V1, V2) und der aktuellen Arbeitsmedium-Temperatur
am Regelventif (V1, V2) berechnet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Regelventil (V1, V2) ein Proportional-Regelventil ist, welches
über ein pulsweiten-moduliertes Signal (PWM-Signal) angesteuert wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem wenigstens einen Wärmetauscher (AGR-WT, AG-WT) mittels eines Umschaltventils
(V3) ein direkter Strömungsweg zur Expansionsmaschine (E) oder ein Strömungsweg über
ein Drosselventil (V4) schaltbar ist, wobei das Arbeitsmedium beim Aufwärmvorgang
und anschließenden Verdampfungsprozess mit teilweise flüssigem und gasförmigem Arbeitsmedium
über den Drosselventil-Strömungsweg und erst beim Erreichen einer bestimmten Überhitzungstemperatur
über der Sattdampftemperatur durch Umschalten auf den Expanderbetrieb direkt zur Expansionsmaschine
(E) geleitet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsmedium-Massenstrom-Sollwert (dmsoll) zusätzlich durch eine Vorsteuerung (6) korrigiert wird, die auf Änderungen der Heizmediumseite
reagiert, wobei als Korrekturparameter insbesondere der Heizmedium-Massenstrom (dmAGR) und/oder die Heizmedium-Eintrittstemperatur (TAGR) am Wärmetauscher (AGR-WT) und/oder der Arbeitsmedium-Druck (PDampf) vor der Expansionsmaschine (E) in der Vorsteuerung (6) für eine Korrektur ausgewertet
werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass als Arbeitsmedium-Massenstrom-Regler (5) ein Proportional-Integral-Regler (Pl-Regler)
oder Proportional-Integral-Differential-Regler (PID)-Regler verwendet ist, und
dass zur Arbeitsmedium-Massenstrom-Maximierung der Eingang des Integrators (8) des Pl-eglers
oder PlD-Reglers zusätzlich mit einem Manipulationswert beaufschlagt wird, der abhängig
von der Heizmedium-Temperatur (TAG) am Wärmetauschereingang, der aktuellen Arbeitsmedium-Dampftemperatur (TAG-Medium,ist) nach dem Wärmeauscher (AG-WT) und vom aktuellen Arbeitsmediumdampf-Massenstrom (dmist) gesteuert wird, dergestalt
dass beim Erreichen einer optimalen Arbeitsmedium-Dampftemperatur nahe an der Heizmedium-Temperatur
am Wärmetauschereingang und bei einem relativ kleinen Arbeitsmedium-Massenstrom ein
positiver Manipufationswert generiert wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandtemperaturen am wenigstens einen Wärmetauscher/Verdampfer (AGR-WT, AG-WT)
gemessen werden, um gegebenenfalls schnell eine Flüssigkeits-/Dampfgrenze zu ermitteln
und einem Absinken der Arbeitsmedium-Austrittstemperatur unter die Sattdampftemperatur
schnell entgegenwirken zu können.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Erreichen eines eingeregelten Expanderbetriebs folgende Verfahrensschritte ausgeführt
werden:
a) Aufwärmvorgang
Der Aufwärmvorgang erfolgt temperaturbasiert und temperaturgeregelt, indem die Arbeitsmedium-Solltemperatur
stufenweise oder kontinuierlich je nach der Heizmedium-Eintritttemperatur am Wärmetauscher
(AGR-WT, AG-WT) und dem Heizmedium-Massenstrom bis zur Sattdampftemperatur erhöht
wird.
b) Verdampfungsprozess
Im Verdampfungsprozess ist das Arbeitsmedium nach dem Wärmetauscher (AGR-WT, AG-WT)
gasförmig und flüssig mit der Sattdampftemperatur und beim Erreichen der Sattdampftemperatur
wird auf eine Arbeitsmedium-Massenstrom-Regelung umgeschaltet, wobei durch Absenken
des Arbeitsmedium-Massenstroms mittels des Regelventils (V1, V2) eine Temperaturerhöhung
erfolgt, der 2-phasen Zustand verlassen wird und der Überhitzungsprozess erreicht
wird.
c) Überhitzungsprozess
Die Arbeitsmedium-Dampftemperatur wird temperaturgeregelt über die Sattdampftemperatur
bis zu der für den Expanderbetrieb vorgegebenen Arbeitsmedium-Dampftemperatur erhöht.
d) Expanderbetrieb
Es erfolgt eine Umschaltung auf den Expanderbetrieb in Verbindung mit einer Regelung
entsprechend der Ansprüche 1 bis 7.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizmedium ein nach einer Abgasnachbehandlung der Umgebung zugeführtes Abgas
(AG) und rückgeführtes Abgas (AGR) aus einer Fahrzeugbrennkraftmaschine ist, wobei
beiden Abgasarten (AG und AGR) jeweils ein eigener Wärmetauscher (AG-WT und AGR-WT)
mit jeweils vorgeschalteten Regelventilen (V1 und V2) und einer jeweils darauf wirkenden
Regelung zugeordnet ist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Massenstrom für das rückgeführte Abgas (AGR-Massenstrom) aus dem vom Motorsteuergerät
(EDC) berechneten Ansaugluft-Massenstrom abgeleitet wird.
1. A method for controlling a heat recovery system (HR system) in a motor vehicle having
an internal combustion engine, in particular in a commercial vehicle,
having a heat recovery circuit (1) as a working circuit containing a working medium,
which is connected via a feed pump (FP) to at least one control valve (V1, V2), to
each of which a heat exchanger (EGR-HE, EG-HE) is assigned as an evaporator, and the
working circuit furthermore has an expansion machine (E), which is connected downstream
of the at least one heat exchanger (EGR-HE, EG-HE) and which is followed by a condenser
(C), wherein the at least one heat exchanger (EGR-HE, EG-HE) receives both a mass
flow of working medium and a mass flow of heating medium from a heat source, such
that, after a warm-up operation (liquid state of the working medium) and a subsequent
evaporation process (working medium partially liquid and partially in the form of
steam), working medium steam is fed in a superheating process (working medium in the
form of steam above the saturated steam temperature), after a switch to expander mode,
to the expansion machine (E) in order to drive the latter, wherein the mass flow of
working medium, with a mass flow of heating medium determined by the operation of
the vehicle and a specified heating medium temperature, is regulated to a predetermined
steam temperature setpoint and/or phase state for the working medium by variation
of the mass flow of working medium through the at least one heat exchanger/evaporator
(EGR-HE, EG-HE) by means of adjustment of the control valve flow rate (V1, V2),
characterized in that the working circuit has a storage tank (ST) containing working medium, wherein the
expansion machine (E) is followed by a condenser (C) having a connection via a condenser
suction pump (CP) to the storage tank (ST), and in that, in the expander mode, a mass flow controller for the working medium (5) is subordinated
to the working medium temperature controller (4), which regulates to an optimum steam
temperature setpoint of the working medium, wherein the working medium temperature
controller output value is applied as a setpoint (dmsetpoint) for the mass flow of working medium to the input of the subordinated mass flow controller
for the working medium (5).
2. The method according to Claim 1, characterized in that the actual value of the mass flow of working medium through the at least one control
valve (V1, V2) is calculated with the aid of the valve characteristic map, taking
into account the current valve position, the current pressure drop across the control
valve (V1, V2) and the current working medium temperature at the control valve (V1,
V2).
3. The method according to Claim 2, characterized in that the at least one control valve (V1, V2) is a proportional control valve which is
driven by means of a pulse width modulated signal (PWM signal).
4. The method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that, downstream of the at least one heat exchanger (EGR-HE, EG-HE), a direct flow path
to the expansion machine (E) or a flow path via a throttle valve (V4) can be selected
by means of a changeover valve (V3), wherein, during the warm-up operation and the
subsequent evaporation process, the working medium is passed as a partially liquid
and partially gaseous working medium via the throttle valve flow path, and is passed
directly to the expansion machine (E) by switching over to the expander mode only
when a particular superheat temperature above the saturated steam temperature is reached.
5. The method according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the setpoint (dmsetpoint) for the mass flow of working medium is additionally corrected by a feedforward controller
(6) which responds to changes on the heating medium side, wherein the mass flow of
heating medium (dmEGR) and/or the heating medium inlet temperature (TEGR) at the heat exchanger (EGR-HE) and/or the working medium pressure (Psteam) upstream of the expansion machine (E), in particular, are evaluated as correction
parameters for a correction in the feedforward controller (6).
6. The method according to one of Claims 1 to 5, characterized in that a proportional-integral controller (PI controller) or a proportional-integral-differential
controller (PID controller) is used as a mass flow controller for the working medium
(5), and,
to maximize the mass flow of working medium, the input of the integrator (8) of the
PI controller or PID controller is additionally supplied with a manipulation value,
which is controlled in accordance with the heating medium temperature (TEG) at the heat exchanger inlet, the current working medium steam temperature (TEG-medium,actual) downstream of the heat exchanger (EG-HE) and the current mass flow of working medium
steam (dmactual), such that
a positive manipulation value is generated when an optimum working medium steam temperature
close to the heating medium temperature at the heat exchanger inlet is reached and
the mass flow of working medium is relatively low.
7. The method according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the wall temperatures at the at least one heat exchanger/evaporator (EGR-HE, EG-HE)
are measured in order, if appropriate, to be able to quickly determine a liquid/steam
boundary and to quickly counteract a drop in the working medium outlet temperature
below the saturated steam temperature.
8. The method according to one of Claims 1 to 7,
characterized in that,
to reach a set expander mode, the following method steps are carried out:
a) Warm-up operation
The warm-up operation takes place in a temperature-based and temperature-controlled
manner by increasing the working medium setpoint temperature up to the saturated steam
temperature in stages or continuously, depending on the heating medium inlet temperature
at the heat exchanger (EGR-HE, EG-HE) and the mass flow of heating medium.
b) Evaporation process
In the evaporation process, the working medium downstream of the heat exchanger (EGR-HE,
EG-HE) is gaseous and liquid with the saturated steam temperature and, when the saturated
steam temperature is reached, a switch is made to feedback control of the mass flow
of working medium, in which a temperature increase is brought about, the 2-phase state
ceases and the superheating process is reached, by lowering the mass flow of working
medium by means of the control valve (V1, V2).
c) Superheating process
The working medium steam temperature is increased in a temperature-controlled manner
beyond the saturated steam temperature and up to the working medium steam temperature
specified for the expander mode.
d) Expander mode
The system switches over to the expander mode in combination with feedback control
in accordance with Claims 1 to 7.
9. The method according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the heating medium is exhaust gas (EG) fed into the environment after an exhaust
gas aftertreatment and recirculated exhaust gas (EGR) from a vehicle combustion engine,
wherein the two types of exhaust gas (EG and EGR) are each assigned a dedicated heat
exchanger (EG-HE and EGR-HE), each having upstream control valves (V1 and V2) and
a feedback control system acting thereon.
10. The method according to Claim 9, characterized in that the mass flow for the recirculated exhaust gas (EGR mass flow) is derived from the
intake air mass flow calculated by the engine control unit (EDC).
1. Procédé de régulation d'un système de récupération de chaleur (système WRG) dans un
véhicule automobile équipé d'un moteur à combustion interne, notamment un véhicule
utilitaire,
comprenant un circuit de récupération de chaleur (1) faisant office de circuit de
travail avec un fluide de travail, lequel est relié par le biais d'une pompe d'alimentation
(SP) à au moins une vanne de régulation (V1, V2), à laquelle est respectivement associé
un échangeur de chaleur (AGR-WT, AG-WT) faisant office d'évaporateur, et le circuit
de travail possédant en outre une machine d'expansion (E) branchée en aval de l'au
moins un échangeur de chaleur (AGR-WT, AG-WT), laquelle est suivie par un condenseur
(K), l'au moins un échangeur de chaleur (AGR-WT, AG-WT) étant traversé à la fois par
un débit massique de fluide de travail et par un débit massique de fluide de chauffage
d'une source de chaleur, de telle sorte qu'après une opération de réchauffage (état
liquide du fluide de travail) et ensuite un processus d'évaporation (fluide de travail
partiellement liquide et partiellement sous forme de vapeur), dans un processus de
surchauffe (fluide de travail sous forme de vapeur au-dessus de la température de
la vapeur saturée), de la vapeur de fluide de travail est acheminée à la machine d'expansion
(E) en vue de son entraînement après un basculement en mode expanseur, le débit massique
du fluide de travail, avec le débit massique de fluide de chauffage prédéfini par
le fonctionnement du véhicule et la température prédéfinie du fluide de chauffage,
étant régulé à une température de consigne de vapeur et/ou un état de phase prédéterminés
pour le fluide de travail en faisant varier le débit massique du fluide de travail
à travers l'au moins un échangeur de chaleur/évaporateur (AGR-WT, AG-WT) au moyen
d'un réglage du passage de la vanne de régulation (V1, V2),
caractérisé en ce que
le circuit de travail possède un réservoir (VR) de fluide de travail, la machine d'expansion
(E) étant suivie par un condenseur (K) pourvu d'une liaison vers le réservoir (VR)
par le biais d'une pompe d'aspiration de condenseur (KP), et en ce que qu'en mode expanseur, un régulateur de débit massique de fluide de travail (5) est
subordonné au régulateur de température de fluide de travail (4) qui régule le fluide
de travail à une température de consigne optimale de la vapeur, la valeur de sortie
du régulateur de température de fluide de travail étant appliquée en tant que valeur
de consigne du débit massique du fluide de travail (dmsoll) à l'entrée du régulateur de débit massique de fluide de travail (5) subordonné.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la valeur réelle du débit massique du fluide de travail à travers l'au moins une
vanne de régulation (V1, V2) est calculée à l'aide du diagramme caractéristique de
la vanne en tenant compte de la position actuelle de la vanne, de la chute de tension
de part et d'autre de la vanne de régulation (V1, V2) et de la température actuelle
du fluide de travail au niveau de la vanne de régulation (V1, V2).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'au moins une vanne de régulation (V1, V2) est une vanne de régulation proportionnelle
qui est commandée par le biais d'un signal modulé en largeur d'impulsion (signal PWM).
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'un trajet d'écoulement direct vers la machine d'expansion (E) ou un trajet d'écoulement
par le biais d'une vanne d'étranglement (V4) peut être commuté après l'au moins un
échangeur de chaleur (AGR-WT, AG-WT) au moyen d'une vanne d'inversion (V3), le fluide
de travail, lors de l'opération de réchauffage et ensuite du processus d'évaporation
avec le fluide de travail partiellement liquide et gazeux, est acheminé à la machine
d'expansion (E) par le biais du trajet d'écoulement à vanne d'étranglement, et ne
lui est acheminé directement qu'après avoir atteint une température de surchauffe
donnée supérieure à la température de la vapeur saturée par basculement en mode expanseur.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la valeur de consigne du débit massique du fluide de travail (dmsoll) est en plus corrigée par une commande pilote (6) qui réagit aux modifications du
côté du fluide de chauffage, les paramètres de correction interprétés dans la commande
pilote (6) pour une correction étant notamment le débit massique du fluide de chauffage
(DmAGR) et/ou la température d'entrée du fluide de chauffage (TAGR) au niveau de l'échangeur de chaleur (AGR-WT) et/ou la pression du fluide de travail
(PDampf) avant la machine d'expansion (E).
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le régulateur de débit massique de fluide de travail (5) utilisé est un régulateur
proportionnel-intégrateur (régulateur PI) ou un régulateur proportionnel-intégrateur-dérivateur
(régulateur PID), et en ce qu'en vue de maximiser le débit massique du fluide de travail, une valeur de manipulation
est en plus appliquée à l'entrée de l'intégrateur (8) du régulateur PI ou du régulateur
PID, laquelle est commandée en fonction de la température du fluide de chauffage (TAG) à l'entrée de l'échangeur de chaleur, de la température actuelle de la vapeur du
fluide de travail (TAG-Medium,ist) après l'échangeur de chaleur (AG-WT) et du débit massique actuel de la vapeur du
fluide de travail (dmist), de telle sorte
qu'une valeur de manipulation positive est générée lorsqu'une température optimale
de la vapeur du fluide de travail est atteinte, proche de la température du fluide
de chauffage, à l'entrée de l'échangeur de chaleur et en présence d'un débit massique
de fluide de travail relativement faible.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les températures de la paroi sur l'au moins un échangeur de chaleur/évaporateur (AGR-WT,
AG-WT) sont mesurées afin de pouvoir, le cas échéant, déterminer rapidement une limite
liquide/vapeur et contrer rapidement une baisse de la température de sortie du fluide
de travail au-dessous de la température de la vapeur saturée.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que les étapes suivantes sont exécutées en vue d'atteindre un mode expanseur autorégulé
:
a) Opération de réchauffage
L'opération de réchauffage s'effectue en se basant sur la température et en régulant
la température en ce que la température de consigne du fluide de travail est augmentée par paliers et continuellement
jusqu'à la température de la vapeur saturée en fonction de la température d'entrée
du fluide de chauffage à l'échangeur de chaleur (AGR-WT, AG-WT) et du débit massique
du fluide de chauffage.
b) Processus d'évaporation
Au cours du processus d'évaporation, le fluide de travail après l'échangeur de chaleur
(AGR-WT, AG-WT) est gazeux et liquide à la température de la vapeur saturée et, lorsque
la température de la vapeur saturée est atteinte, un basculement est effectué en mode
de régulation du débit massique du fluide de travail, une élévation de la température
étant effectuée par diminution du débit massique du fluide de travail au moyen de
la vanne de régulation (V1, V2), l'état à 2 phases étant quitté et le processus de
surchauffe étant atteint.
c) Processus de surchauffe
La température de la vapeur du fluide de travail est augmentée, avec régulation en
température par le biais de la température de la vapeur saturée, jusqu'à la température
de la vapeur du fluide de travail qui est prédéfinie pour le mode expanseur.
d) Mode expanseur
Un basculement en mode expanseur est effectué en association avec une régulation selon
les revendications 1 à 7.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le fluide de chauffage est un gaz d'échappement (AG) acheminé à l'environnement après
un post-traitement des gaz d'échappement et un gaz d'échappement recyclé (AGR) issu
d'un moteur à combustion interne de véhicule, les deux types de gaz d'échappement
(AG et AGR) étant respectivement associés à un échangeur de chaleur (AG-WT et AGR-WT)
propre en amont duquel sont respectivement branchées des vannes de régulation (V1
et V2) et une régulation qui agit respectivement sur celles-ci.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le débit massique pour le gaz d'échappement recyclé (débit massique AGR) est dérivé
du débit massique d'air aspiré calculé par le contrôleur de moteur (EDC).
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