[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Strahlmittels nach dem
Oberbegriff von Anspruch 1, ein Verfahren zum Strahlen nach dem Oberbegriff von Anspruch
9, ein Strahlmittel nach dem Oberbegriff von Anspruch 11, eine Vorrichtung zur Herstellung
eines Strahlmittels nach dem Oberbegriff von Anspruch 12 und eine Vorrichtung zum
Strahlen nach dem Oberbegriff von Anspruch 14.
[0002] Es sind verschiedene Verfahren zum Strahlen von Körpern, Oberflächen, Innenräumen
und dgl. bekannt. Diese Verfahren werden mit unterschiedlichen Strahlmitteln vor allem
zur Reinigung von verunreinigten Oberflächen eingesetzt. Als Strahlmittel finden dabei
neben Hochdruckwasser auch Glasperlen, Schlacke, Sande oder Salze in einem Strahlmittel,
wie Wasser oder Druckluft Anwendung. Nachteilig ist bei diesen Reinigungstechnologien,
dass sich die Rückstände in der Umgebung und in der zu reinigenden Anlage ablagern.
Dies hat zur Folge, dass die zu reinigenden Bauteile ausgebaut und in entsprechenden
Werkstätten gereinigt werden müssen.
Größere Bedeutung hat daher in letzter Zeit das Kaltstrahlen gewonnen. Dabei werden
CO
2-Pellets, CO
2-Schnee oder allgemein CO
1-Partikel und Druckluft als Energieträger eingesetzt. Nachteilig beim Reinigen mit
CO
2 als Strahlmittel ist es allerdings, dass keine oder nur eine geringe abrasive Wirkung
zu verzeichnen ist. Diese geringe Abrasivität schränkt aber den Einsatzbereich für
diese Reinigungstechnologie ein.
[0003] Aus
WO 2003 101667 A1 ist bekannt CO
2-Pellets als festes Strahlmittel zur Reinigung von Oberflächen eingesetzt. Die CO
2-Pellets wirken als weiches, nicht sehr abrasives Strahlmittel, wodurch keine Beschädigung
der zu reinigenden Oberfläche erfolgt. Durch die Temperatur von ca. -78°C der CO
2-Pellets wird zwischen Verunreinigung und zu reinigendem Bauteil eine Thermospannung
hervorgerufen, die zum Ablösen der Verunreinigung führt (kryogener Effekt).
[0004] In der
DE 102 59 132 B4 wird ein Verfahren beschrieben, bei dem CO
2 als Kernstrahl und Stickstoff als Hüllstrahl eingesetzt wird. Nachteilig sind die
hohen Drücke und der hohe Verbrauch an Gas.
[0005] In der
JP 601 45 905 A wird ein Verfahren beschrieben, bei dem das Trockeneis (CO
2-Partikel) durch Zugabe von Wasser in den beim Entspannen von flüssigem CO
2 entstehenden CO
2-Schnee eine höhere Härte besitzen soll.
[0006] Die
DE 35 05 675 A1 beschreibt ein Verfahren zum Abtragen von Oberflächen, bei dem Wassereis (Wasser-Partikel)
einem Wasserstrahl beigemischt wird. Der Wasserstrahl wird mit einem, vom zu reinigenden
Bauteil abhängigen, Druck auf die zu reinigende Fläche gedrückt. Das Wassereis kann
aber auch durch eisbildende Keime innerhalb des Wasserstrahls gebildet werden. Nachteilig
bei diesem Verfahren ist, dass kein kryogener Effekt auftritt sondern nur ein mechanischer
Abtrag zu verzeichnen ist.
[0007] Die
DE 10 2006 002 653 B4 beschreibt ein Verfahren, bei dem einem Trockeneisstrom eine bestimmte Menge Wasser
zu gegeben wird.
[0008] In
DE 100 10 012 A1 wird eine Vorrichtung beschrieben, bei der CO
2-Pellets oder CO
2-Partikel zur Verbesserung der Reinigungsleistung mit einem bei Raumtemperatur festen
Strahlmittel gemischt werden. Nachteilig ist die geringe Konstanz des Mengenverhältnisses
zwischen CO
2-Strahlmittel und dem Zusatzstrahlmittel.
[0009] In der
US 5 785 581 wird eine Anlage beschrieben, bei der eine kryogene Flüssigkeit, vorzugsweise flüssiger
Stickstoff, als Kühlmittel zur Erzeugung von Eispartikeln genutzt wird. Hierbei werden
Wassertröpfchen in einen abgekühlten Druckluftstrom eingebracht, in Eis umgewandelt
und unter Nutzung des Druckgefälles aus der Strahldüse befördert. Auch hier ist nur
ein mechanischer Effekt zu verzeichnen.
[0010] In der
DE 10 2010 020 618 A1 wird ein Verfahren zum Herstellen von CO
2-Pellets oder CO
2-Partikel mit erhöhter mechanischer Härte und Abrasivität beschrieben, bei durch Zuführung
von Wasser CO
2-Wassereispartikel gefertigt werden. Nachteilig daran ist, dass die CO
2- Wassereispartikel noch zerkleinert werden müssen und dabei durch den erforderlichen
Druck, wieder geringe Mengen Wasser entstehen können.
[0011] In der
DE 10 2010 020619 A1 wird ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Reinigen von metallischen oder nichtmetallischen
Oberflächen unter Einsatz von Druckluft, einem kalten Strahlmittel, in Kombination
mit einem festen Strahlmittel und/oder einem Strahlmittelgemisch offenbart.
[0012] Nachdem der aufgezeigte Stand der Technik keine zufrieden stellende Lösung, insbesondere
zur Herstellung eines geeigneten rückstandsarmen und abrasiveren Strahlmittels aufgezeigt
hat, besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Herstellungsverfahren
für ein Strahlmittel anzugeben, dass über eine regelbare Abrasivität verfügt und womit
Verunreinigungen von Oberflächen möglichst rückstandslos entfernt werden können. Insbesondere
soll das Bauteil selbst nicht beschädigt oder ausgebaut werden müssen.
[0013] Diese Aufgabe wird gelöst mit einem Herstellungsverfahren für Strahlmittel nach Anspruch
1, einem Verfahren zum Strahlen nach Anspruch 9, einem Strahlmittel nach Anspruch
11, einer Vorrichtung zur Herstellung eines Strahlmittels nach Anspruch 12. und einer
Vorrichtung zum Strahlen nach Anspruch 14. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den
abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0014] Die Erfinder haben erkannt, dass die Aufgabe in überraschender Weise dadurch gelöst
werden kann, dass erste feste Partikel aus CO
2 und zweite feste Partikel aus Wasser getrennt erzeugt und anschließend zusammengeführt,
insbesondere gemischt werden. Dadurch dass erst die Erzeugung und dann die Mischung
der Partikel erfolgt, kann zum einen eine unterschiedliche Form- und Größenbearbeitung
der Partikel erfolgen. Außerdem ist es möglich, bei unterschiedlichen Temperaturen
zu arbeiten und so die Erzeugung des Strahlmittelgemisches optimal einzustellen.
[0015] In einer bevorzugten Weiterbildung werden die ersten und zweiten Partikel durch Zerkleinern
hergestellt. Dadurch können größere Einheiten, beispielsweise Blöcke von Trockeneis
und Wassereis verwendet werden, was energetisch und von der Lagerhaltung her vorteilhaft
ist.
[0016] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die getrennt erzeugten ersten
und/oder die zweiten Partikel vor dem Zusammenführen zerkleinert werden. Dadurch kann
die Größe ggf. nach einer bestimmten Temperatureinstellung der Partikel gezielt an
die gewünschte Größe in dem Strahlmittelgemisch eingestellt werden. Zweckmäßig beträgt
die Temperatur der ersten Partikel -60°C bis -80°C, bevorzugt -70°C. Und zweckmäßig
beträgt die Temperatur der zweiten Partikel bevorzugt -15°C bis -30°C, insbesondere
-25°C.
[0017] Aus der Literatur (B. Karpuschewski et al., Grundlegende Betrachtungen zum Entgraten
als ein neuartiges Verfahren zum Entgraten komplexer Bauteile (1) und A. Momber, Handbuch
zur Oberflächenbearbeitung von Beton (2)), insbesondere aus (1) ist bekannt, dass
die Härte des Wassereises temperaturabhängig ist. Die Härte des Wassereises ist dabei
umgekehrt proportional zu seiner Temperatur. Dies bedeutet, dass mit abnehmender Temperatur
die Härte des Wassereises ansteigt. So weist Wassereis mit einer Temperatur von -10°C
eine Mohs-Härte von 2 auf, vergleichbar mit Gips. Im Vergleich dazu besitzt Wassereis
bei -80°C eine Mohs-Härte von 6 - 7, was mit der Härte von Glas oder Stahl vergleichbar
ist.
[0018] In der Produktinformation: NOCK, Fleischereimaschinen GmbH Scherbeneiserzeuger und
der Produktinformation ZIEGRA Eismaschinen GmbH sind Anlagen zum Herstellen von Wassereis
in unterschiedlichen Größen und Struktur beschrieben. Diese können im Rahmen der vorliegenden
Erfindung als handelsübliche Wassereiserzeuger verwendet werden.
[0019] Wenn die Wassereis-Stücke eine Temperatur von -1 °C bis -10°C besitzen, ist die Oberfläche
dann noch relativ feucht. Die Wassereis-Stücke haben nach in diesem Zustand nur eine
geringe Härte und Größe, die über der der CO
2-Partikel liegt. Werden diese Wassereis-Stücke mechanisch auf die gewünschte Größe
zerkleinert, kommt es zu erneuter Wasserbildung, da die Zerkleinerungswerkzeuge Raumtemperatur
besitzen. Werden die Wassereis-Stücke dagegen auf eine Temperatur von ca. -60°C bis
- 70°C gebracht, besitzen sie, wie in Versuchen festgestellt wurde, zwar eine hohe
Härte, benötigen aber zur Zerkleinerung einen sehr hohen Druck, der wiederum eine
örtlichen Wasserbildung begünstigt.
[0020] Bei diesen zu niedrigen bzw. zu hohen Temperaturen des Wassereises kommt es daher
beim anschließenden Kontakt mit den CO
2-Partikeln zu einer Blockbildung im CO
2-Wassereisgemisch, d.h. das C02- und Wasser-Partikel miteinander verkleben.
[0021] Vorteilhaft ist es, wenn im Strahlmittelgemisch die ersten Partikel eine Dimensionierung
von 0,4 mm bis 1 mm, bevorzugt 0,6 bis 0,8 mm im Querschnittsmittel aufweisen und/oder
die zweiten Partikel eine Dimensionierung von 0,6 mm bis 1,2 mm, bevorzugt 0,8 bis
1,0 mm im Querschnittsmittel aufweisen. Diese Größen haben sich beim Strahlen bewährt.
[0022] Besonders vorteilhaft werden vor dem Zusammenführen die zweiten Partikel als Scherbeneis
erzeugt.
[0023] Der Ausdruck "Querschnittsmittel" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Dimension
mit der geringsten Stärke diese Größe im Mittel aufweist. Bei Scherbeneis, das eine
räumliche Krümmung bedingt durch die zylindrische Geometrie des Scherbeneiserzeugers
aufweist, handelt es sich also um die mittlere Dicke des Scherbeneises.
[0024] Durch diese Dimensionierung bzw. die Verwendung von Scherbeneis wird zum einen eine
bessere Größenkontrolle bewirkt. Zum anderen wird die Herstellbarkeit erleichtert,
da nicht bei hohen Drücken zum Brechen des Scherbeneises gearbeitet werden muss. Weiterhin
wird durch den geringen Druck die Bildung von Wasser verhindert. In einer bevorzugten
Ausgestaltung werden die Größe und/oder Größenverteilungen der ersten und der zweiten
Partikel jeweils so eingestellt, dass sich für die ersten und zweiten Partikel jeweils
dieselben Massen oder Massenverteilungen ergeben. Dies ist daher von besonderer Bedeutung,
weil es ansonsten zu einer Veränderung der eingestellten Mischung bzw. auch zu einem
Entmischen kommen kann. Dadurch, dass die Dichte von Trockeneis bei ca. 1,56 g/cm
3 liegt, während die von Wassereis bei ca. 1,00 g/cm
3 liegt, müssen sich zur Einstellung gleicher Massen bzw. Massenverteilungen die Partikelgrößen
von CO
2-Partikel zu Wassereispartikeln umgekehrt proportional verhalten, damit es beim Transport
durch den Druckluftstrom zu keiner Veränderung des eingestellten Mischungsverhältnisses
kommt. In der Regel lassen sich Werte nicht exakt konstant halten, weshalb sich Verteilungen
ergeben. Dabei ist bei der Einstellung der Massen bzw. Massenverteilungen über die
gezielte Dimensionierung darauf zu achten, dass diese je nach vorliegender Temperatur
unterschiedlich ausfallen muss.
[0025] Bevorzugt wird die Abrasivität des Strahlmittels dadurch eingestellt, dass das Mischungsverhältnis
zwischen ersten und zweiten Partikeln, die Form der zweiten Partikel, die Größe der
zweiten Partikel und/oder die Temperatur der zweiten Partikel im Strahlmittel gezielt
eingestellt werden. Hinsichtlich der Form der zweiten Partikel haben kantige Wassereis-Partikel
eine höhere Abrasivität als solche mit Rundungen. Größere zweite Partikel haben eine
höhere Abrasivität als kleinere. Eine Mischung mit mehr zweiten Partikeln hat eine
höhere Abrasivität als mit weniger zweiten Partikeln. Die Mischung kann beispielsweise
über die Drehzahlen jeweiliger Zerkleinerer für die ersten und zweiten Partikel beliebig
eingestellt werden. Und die zweiten Partikel besitzen eine höhere Abrasivität bei
niedrigeren Temperaturen.
[0026] Zweckmäßig wird die Größe der ersten und/oder zweiten Partikel bei deren Erzeugung
soviel größer als die die im Strahlmittel gewünschte Größe eingestellt, um bei der
Herstellung des Strahlmittels bewirkte Größenverluste auszugleichen. Dadurch wird
die gewünschte Größe der Partikel im Strahlmittel sicher erreicht, trotzdem die erzeugten
Partikel im Rahmen der Zusammenführung in Größe verlieren. Beispielsweise werden die
ersten Partikel aus CO
2 kleiner, weil sie durch Sublimation die zweiten Partikel kühlen. Zwar ist nämlich
bevorzugt vorgesehen, dass die zweiten Partikel nach ihrer Herstellung in einer besonderen
Transport-Kühleinheit weiter gekühlt werden, wobei sie Temperaturen von ca. -20 °C
erreichen. Bei dieser Temperatur haben sie eine, für die Zerkleinerung günstige Härte
und sind trocken. Die erreichte Härte bringt aber noch nicht die gewünschte Abrasivität.
Eine weitere Erhöhung der Abrasivität des CO
2-Wassereisgemisches wird dadurch erreicht indem die, in einem bestimmten Verhältnis
getrennt zerkleinerten CO
2-Partikel und Wassereis-Partikel, nach dem Zerkleinern in einer weiteren Kältekammer
gemischt werden. Beim Mischen in der Kältekammer kommt es zu einem direkten Kontakt
zwischen den CO
2-Partikeln mit einer Temperatur von ca. -78°C und den Wassereis-Partikeln die eine
Temperatur von ca. -20 bis -30°C besitzen. Dieser direkte Kontakt führt zu einem Energieaustausch
zwischen den CO
2-Partikeln und den Wassereis-Partikeln. Die WassereisPartikel geben Wärme ab, dadurch
steigt ihre Härte und die CO
2-Partikeln nehmen die abgegebene Wärme auf, die ein Aufweichen der Oberfläche bzw.
zu einer Bildung von CO
2-Gas führt.
[0027] Besonders vorteilhaft wird das nach dem Zusammenführen entstehende CO
2-Gas als Schutzgas gegen Erwärmung und Umgebungsluft eingesetzt und/oder zur Kühlung
der zweiten Partikel eingesetzt wird.
[0028] Alternativ oder zusätzlich kann die Kühlung noch dadurch verbessert werden, dass
zur Kühlung der zweiten Partikel CO
2-Schnee, flüssiger Stickstoff und/oder tiefgekühlte Druckluft verwendet werden.
[0029] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die ersten und zweiten
Partikel vor der Zusammenführung so getrennt voneinander gelagert werden, dass ein
zumindest teilweiser Temperaturaustausch stattfinden kann.
[0030] Vorteilhaft werden die ersten Partikel, die zweiten Partikel und/oder das Strahlmittel
in zwei oder mehreren Kühlebenen gekühlt. Dadurch wird die Kühlleistung bedeutend
erhöht.
[0031] Unabhängiger Schutz wird beansprucht für ein Verfahren zum Strahlen von Körpern,
Oberflächen, Innenräumen und dgl., wobei das erfindungsgemäß hergestellte Strahlmittel
verwendet wird. Mit dem erfindungsgemäßen Strahlmittel, das bei beliebig tiefen Temperaturen
herstellbar ist, ist es möglich, eine gleichmäßig saubere, glatte Oberfläche zu erzielen,
die frei von Beschädigungen durch das Strahlmittel und frei von Kondensat und Flugrost
ist. Dieses CO
2-Wassereisgemisch bleibt in seiner Zusammensetzung und Abrasivität konstant, d.h.
sehr stabil solange die Parameter Partikelgröße und Temperatur konstant bleiben. Hierzu
sollten also die Drehzahlen beispielsweise von Zerkleinerungswalzen und die Temperatur
in der Kältekammer überwacht werden.
[0032] In einer besonders zweckmäßigen Weiterbildung wird für die Dosierung des Strahlmittels
ein getrockneter Druckluftstrom als Dosierstrom verwendet und/oder es wird das Strahlmittel
mit einem getrockneten Druckluftstrom als Strahlstrom versehen, der eine Temperatur
von +40°C bis +90°C, bevorzugt +50°C bis +90°C, insbesondere +70°C bis +80°C aufweist.
Falls das zu bestrahlende Objekt selbst schon erwärmt vorliegt, wie es beispielsweise
bei Vulkanisierformen der Fall ist, kann auf eine gesonderte Erwärmung des Strahlstroms
verzichtet werden.
[0033] Wird das zu reinigende Bauteil nicht beheizt, nimmt die Wärmekapazität durch den
Wärmeentzug beim Übergang der CO
2-Partikel vom festen in den gasförmigen Zustand ab. Dies führt zu einer Verschlechterung
der Reinigungsleistung und zur Bildung von Kondensat. Zur Vermeidung der Verschlechterung
der Reinigungsleistung wird vorliegend die Druckluft getrocknet und in Abhängigkeit
von der Verunreinigung erwärmt. Diesem trockenen und heißem Druckluftstrom wird das
CO
2-Wassereisgemisch zugegeben. Das CO
2-Wassereisgemisch wird durch den heißen Druckluftstrom nicht geschädigt, da es bei
der hohen Strömungsgeschwindigkeit und der kurzen Entfernung von Strahlmaschine zur
Strahlpistole nur kurze Zeit der vorgenannten Temperatur ausgesetzt ist und sich aufgrund
des Leydenfrostschen Phänomens eine isolierende Gashülle um die einzelnen Partikel
des CO
2-Wassereisgemisches bildet. Der heiße und trockene Druckluftstrom nimmt nach dem Verlassen
der Strahldüse die Feuchtigkeit aus der Umgebung auf und verhindert damit eine Kondensatbildung
auf der Oberfläche des zu reinigenden Bauteils.
[0034] Dadurch, dass als Dosierstrom ein getrockneter Druckluftstrom verwendet wird, der
nicht zusätzlich beheizt wurde, ist das Verfahren auch für längere Standzeiten geeignet.
[0035] Weiterhin wird selbständiger Schutz beansprucht für das erfindungsgemäß hergestellte
Strahlmittel, das verfestigtes CO
2 und verfestigtes Wasser aufweist. Dieses Strahlmittel kann auch gesondert hergestellt
und mit einer geeigneten Zwischenlagerung, die die gewünschte Temperatur und Feuchtigkeit
des Strahlmittels hält, an Strahlvorrichtungen abgegeben werden.
[0036] Außerdem wird selbständiger Schutz beansprucht für eine Vorrichtung zum Herstellen
eines Strahlmittels zum Strahlen von Körpern, Oberflächen, Innenräumen und dgl., das
verfestigtes CO
2 und verfestigtes Wasser aufweist und sich dadurch auszeichnet, dass Zuführmittel
für getrennt erzeugte erste feste Partikel aus CO
2 und zweite feste Partikel aus Wasser vorgesehen sind und insbesondere ein Mischer
für die ersten und zweiten Partikel vorgesehen ist. Die Zuführmittel können beispielsweise
als unabhängige Transportmittel, beispielsweise Transportbänder oder Transportbleche,
ausgebildet sein. Allerdings kann auch ein gemeinsames Transportmittel vorgesehen
sein, das aus zwei getrennten Behältern für die getrennt erzeugten ersten und die
zweiten Partikel gespeist wird.
[0037] Weitere besonders vorteilhafte Merkmale dieser Vorrichtung, die beliebig miteinander
kombiniert werden können, sind:
- Zerkleinerer zur Herstellung der ersten und zweiten Partikel und/oder Zerkleinerer
zum Zerkleinern der ersten.
- Mittel, das Zerkleinern der ersten Partikel bei Temperaturen von -60°C bis -80°C,
bevorzugt -70°C vorzunehmen.
- Mittel, den ersten Partikeln eine Dimensionierung von 0,4 mm bis 1 mm, bevorzugt 0,6
bis 0,8 mm im Querschnittsmittel zu geben und/oder Mittel, den zweiten Partikeln eine
Dimensionierung von 0,6 mm bis 1,2 mm, bevorzugt 0,8 bis 1,0 mm im Querschnittsmittel
zu geben, wobei die Vorrichtung insbesondere einen Scherbeneiserzeuger aufweist;
- Mittel, die Größe und/oder Größenverteilungen der ersten und der zweiten Partikel
jeweils so einzustellen, dass sich für die ersten und zweiten Partikel jeweils dieselben
Massen oder Massenverteilungen ergeben;
- Mittel, das Mischungsverhältnis zwischen ersten und zweiten Partikeln, die Form der
zweiten Partikel, die Größe der zweiten Partikel und/oder die Temperatur der zweiten
Partikel im Strahlmittel gezielt einzustellen;
- Mittel, die Größe der ersten und/oder der zweiten Partikel bei deren Erzeugung soviel
größer als die die im Strahlmittel gewünschte Größe einzustellen, um bei der Herstellung
des Strahlmittels bewirkte Größenverluste auszugleichen;
- Mittel, das nach dem Zusammenführen entstehende CO2-Gas als Schutzgas gegen Erwärmung und Umgebungsluft einzusetzen und/oder zur Kühlung
der zweiten Partikel einzusetzen;
- Kühlungsmittel zur Kühlung der zweiten Partikel, die CO2-Schnee, flüssiger Stickstoff und/oder tiefgekühlte Druckluft verwenden;
- Mittel, die ersten und zweiten Partikel vor der Zusammenführung so getrennt voneinander
zu lagern, dass ein zumindest teilweiser Temperaturaustausch stattfinden kann
und/oder
- zwei oder mehreren Kühlebenen zur Kühlung der ersten Partikel, der zweiten Partikel
und/oder des Strahlmittels.
[0038] Schließlich wird selbstständiger Schutz beansprucht für eine Vorrichtung zum Strahlen
von Körpern, Oberflächen, Innenräumen und dgl., umfassend Mittel zum Bereitstellen
eines Druckluftstroms und Mittel zum Bereitstellen eines Strahlmittels, die sich dadurch
auszeichnet, dass die Mittel zum Bereitstellen des Strahlmittels als die erfindungsgemäße
Vorrichtung zum Herstellen eines Strahlmittels ausgebildet ist.
[0039] Vorteilhaft weist diese Vorrichtung zum Strahlen Dosiermittel zur Dosierung des Strahlmittels
auf, die einen getrockneten Druckluftstrom als Dosierstrom verwenden und/oder diese
Vorrichtung zum Strahlen weist vorteilhaft Bestrahlungsmittel zum Beaufschlagen des
zu strahlenden Objekts mit dem Strahlmittel auf, die einen getrockneten Druckluftstrom
als Strahlstrom verwenden, der eine Temperatur von +40°C bis +90°C, bevorzugt +50°C
bis +90°C, insbesondere +70°C bis +80°C aufweist.
[0040] Es ist deutlich geworden, dass die vorliegende Erfindung ein neuartiges Herstellungsverfahren
bereitstellt, das insbesondere CO
2-Pellets oder CO
2-Partikel in neuartiger Weise vor dem Eingeben in den Druckluftstrom so mit möglichst
kantigen WassereisPartikeln, die in einer oder mehreren Stufe gekühlt werden, damit
sie eine große Härte besitzen, zusammenführt, dass ein stabiles abrasives CO
2-Wassereis-Gemisch entsteht, wobei zur besonderen Einstellung der Abrasivität zusätzlich
die Temperatur des Strahlmittels einstellbar ist, wobei Temperatur von ca. -70 °C
bevorzugt werden. Die Temperatureinstellung erfolgt insbesondere in einer gesonderten
Kältekammer, in der das CO
2-Wassereisgemisch in mehreren Stufen schrittweise auf -60°C bis - 70°C gekühlt wird,
so dass die Wassereis-Partikel beispielsweise die gewünschte Härte von Glas erreichen.
[0041] Die Zerkleinerung der CO
2-Partikel und der Wassereis-Partikel erfolgt bevorzugt getrennt in ein oder mehreren
Schritten in einem kompakten Zerkleinerungsblock, der durch die CO
2-Partikel indirekt gekühlt wird, wodurch die erneute Bildung von Wasser in den Zerkleinerungswerkzeugen
verhindert wird.
[0042] Dadurch, dass die Massen gleich eingestellt werden, werden die hergestellten CO
2-und Wassereis-Partikel nach dem Zerkleinern auf einem schräg angeordnetem Leitblech
aufgefangen und entsprechend des Drehzahlverhältnisses der beiden Zerkleinerungseinheiten,
gemischt. Seitlich angebrachte Rüttler setzen die Kältekammer in Schwingungen und
bewirken, dass die einzelnen Partikel des CO
2-Wassereis-Gemisches auf den einzelnen Leitblechen, unter Beibehaltung des Mischungsverhältnisses,
zur Dosiereinheit geführt werden.
[0043] Auch wenn bevorzugt Druckluft eingesetzt wird, so können doch auch andere Gase angewendet
werden, so dass in den Ansprüchen jeweils verallgemeinernd von "Fluidstrom" gesprochen
wird.
[0044] Die Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden anhand der
Beschreibung verschiedener bevorzugter Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit den
Figuren verdeutlicht werden. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung des erfindungsgemäßen Strahlmittels
und zum Strahlen in einer ersten bevorzugten Ausführungsform,
- Fig. 2
- die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung des erfindungsgemäßen Strahlmittels
und zum Strahlen in einer zweiten bevorzugten Ausführungsform,
- Fig. 3a, 3b
- die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung des erfindungsgemäßen Strahlmittels
in einer dritten bevorzugten Ausführungsform und
- Fig. 4
- die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung des erfindungsgemäßen Strahlmittels
und zum Strahlen in einer dritten bevorzugten Ausführungsform.
[0045] In Fig. 1 und 2 sind rein schematisch zwei unterschiedliche bevorzugte Ausgestaltungen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung A, B der Herstellung des erfindungsgemäßen Strahlmittels
und zum Strahlen im Schnitt gezeigt, wobei dieselben Elemente mit denselben Bezugszeichen
versehen sind.
[0046] In Fig. 1 ist zu erkennen, dass das mit herkömmlichen Wassereis-Aufbereitern 1 hergestellte
Wassereis, vorzugsweise Scherbeneis 2, mit einer Temperatur von ca. -7 °C, mit Hilfe
eines kleinen Transportbandes 30 entweder auf die Transportbänder 3 in der Transporteinheit
5 oder in den Wasserbehälter 31 gefördert wird. Das zur Erzeugung des Scherbeneises
2 erforderliche Wasser wird mit einer Pumpe 32 aus dem Wasserbehälter 31 in den Wassereis-Aufbereiter
1 gefördert.
[0047] Auf den Transportbändern 3, die in der geschlossenen und nach außen isolierten Transporteinheit
5 über Kühlblöcke 4 laufen und von den Antriebswellen 33 bewegt werden, wird das Scherbeneis
2 vom Wassereis-Aufbereiter 1 zum Brecherwerk 6 transportiert und dabei weiter auf
ca. -25 °C gekühlt. Die Kühlung erfolgt durch die Kühlblöcke 4 und wird durch ein,
außerhalb der Transporteinheit 5 angebrachtes Gebläse 7 erreicht, das die sich im
Gehäuse 5 befindliche Luft über den oberen Stutzen 8 absaugt und über den unteren
Stutzen 9 wieder in die Transporteinheit 5 einbläst.
[0048] Die auf den Kühlblöcken 4 aufliegenden Leitbleche 10 sind wechselseitig einseitig
versetzt angeordnet und zwingen den Luftstrom zum Durchströmen der Zwischenräume in
den Kühlblöcken 4 die mit einem speziellen Kühlmittelgemisch der Kälteeinheit 37 durchflossen
und gekühlt werden. Der Luftstrom strömt senkrecht zur Bewegungsrichtung der Transportbänder
3. Damit wird erreicht, dass die Luft beim Durchströmen der Kühlblöcke 4 gekühlt und
beim Überströmen des durch die Transportbänder 3 bewegte Scherbeneis 2 diesen eine
bestimmte Wärmemenge entzieht.
[0049] Nachdem das Scherbeneis 2 auf den Transportbändern 3 die Transporteinheit 5 in mehreren
Etappen durchlaufen und dabei die gewünschte Temperatur von ca. -20 bis -30 °C erreicht
hat, gelangt es zu einem kleinen Einfülltrichter 11 und von dort zum Brecherwerk 6.
Neben dem Brecherwerk 6 befindet sich das CO
2-Mahlwerk 12. Über dem CO
2-Mahlwerk ist der Vorratsbehälter 13 für die CO
2-Pellets 14 angeordnet. Der kleine Einfülltrichter 11, das Brecherwerk 6, der Vorratsbehälter
13 und das CO
2-Mahlwerk 12 bilden eine geschlossene Einheit. Damit wird erreicht, dass das Brecherwerk
6 und der kleine Einfülltrichter 11 durch die CO
2-Pellets 14 im Vorratsbehälter 13 eine gewisse Vorkühlung erhalten und sich bei Kurzpausen
nur geringfügig erwärmen.
[0050] Das Brecherwerk 6 ist in üblicher Weise mit Hämmerrädern und einer Ambossleiste aufgebaut.
Das gezeigte CO
2-Mahlwerk ist mit gegenläufigen Walzen ausgebildet.
[0051] Während das Scherbeneis 2, bedingt durch die Art der Fertigung, bereits im Wassereis-Aufbereiter
1 durch das Abschaben teilweise zerkleinert und durch den Wechsel der Transportbänder
3 weiter, aber undefiniert, zerkleinert wurde, werden das Scherbeneis 2 im Brecherwerk
6 und die CO
2-Pellets 14 im CO
2-Mahlwerk 12 auf eine genau definierte Größe zerkleinert. Das Größenverhältnis der
beim Zerkleinern entstehenden Wassereis-Partikel 15 zu den CO
2-Partikeln 16 steht im umgekehrten Verhältnis zur Dichte der erzeugten Partikel 15,
16. Die entstandenen CO
2- 16 und Wassereis-Partikel 15 werden anschließend in einer Kältekammer 17, die in
ihrem prinzipiellen Aufbau dem der Transporteinheit 5 ähnelt und sich unmittelbar
unter den Zerkleinerungseinheiten 6, 12 befindet, gemischt. Das Mischungsverhältnis
zwischen CO
2- 16 und Wassereis-Partikeln 15 ist variabel und durch die Drehzahl des CO
2-Mahlwerkes 12 für die CO
2-Pellets 14 regelbar.
[0052] Die Kühlung der Kältekammer 17 erfolgt durch einen speziellen Kühlblock 36, der von
einem Kältemittelgemisch aus der Kälteeinheit 37 durchflossen wird. In der Kältekammer
17 wird das CO
2-Wassereisgemisch 18 stufenweise auf ca. -70°C gekühlt, indem es auf Blechen 20, die
in mehreren Ebenen 35, unter einem bestimmten Anstellwinkel 21 zueinander angeordnet
sind, gemischt und durch die Vibration der Kältekammer 17, die durch einen Rüttler
19 erzeugt wird, von einer Ebene 35 zur anderen transportiert wird.
[0053] Beim Mischen kommen die CO
2-Partikel 16 mit einer Temperatur von ca. -70 °C mit den Wassereis-Partikeln 15, die
eine Temperatur von ca. -20 bis -30°C besitzen, in direkten Kontakt. Durch den Kontakt,
der sich durch die Vibration und den Übergang von einer Ebene 35 zur anderen ständig
verändert, kommt es zu einem Energieaustausch zwischen den CO
2-Partikeln 16 und den Wassereis-Partikeln 15. Die CO
2-Partikel 16 entziehen den Wassereis-Partikeln 15 Energie und sublimieren. Durch den
Energieentzug werden die Wassereis-Partikel 15 kälter und härter. Die CO
2-Partikel 16 werden durch den Übergang eines Teiles ihrer Substanz in den gasförmigen
Zustand an der Oberfläche porös und weich.
[0054] Die schrittweise Temperaturabnahme in der Kältekammer 17 unterstützt das Wiederverfestigen
der CO
2-Partikel 16 und den weiteren Anstieg der Härte der WassereisPartikel 15. Das durch
die Sublimation entstandene CO
2-Gas, das bekanntlich schwerer als Luft ist, verbleibt in der Kältekammer 17 und verhindert
das Eindringen der Umgebungsluft bzw. kann zur Unterstützung der Kühlung in der Kältekammer
17 eingesetzt werden.
[0055] Das CO
2-Wassereisgemisch 18 mit einer Temperatur von ca. -70°C wird dem Druckluftstrom 22
in einer Dosiereinheit 23 zugegeben. Der Haupt-Druckluftstrom 22 ist absolut trocken
(Wassergehalt unter 0,05g/m
3) und hat eine Temperatur von ca. +25 °C. Der Haupt-Druckluftstrom 22 wird geteilt,
wobei ein Teil als Dosierstrom 24 zur Dosiereinheit 23, die sich unter der Kältekammer
17 befindet, geleitet und dort mit dem CO
2-Wassereisgemisch 18 beladen wird. Der andere Teil 25 des Haupt-Druckluftstromes 22
wird als Strahlstrom 25 in der Luftheizung 26 auf eine Temperatur von +50 °C bis +80
°C aufgeheizt und anschließend in der Mischkammer 27 mit dem Dosierstrom 24 wieder
vereint und zur Strahlpistole 28 geführt.
[0056] Durch die Trennung des Haupt-Druckluftstromes 22 wird ein Erwärmen der Dosiereinheit
23, insbesondere bei Strahlpausen vermieden. Die Teilerwärmung des Haupt-Druckluftstromes
22 bewirkt, dass der Reinigungsstrahl 29 die folgenden Effekte auf dem zu reinigenden
Bauteil bewirkt:
- eine Vorwärmung des verunreinigten Bereiches
- eine gegenüber dem normalen CO2-Verfahren abrasivere Reinigung
- eine Erwärmung des durch die Reinigung gekühlten Bereiches
- die Verhinderung einer Bildung von Kondensat.
[0057] In Fig. 2 ist zu erkennen, dass das feste CO
2 in Blöcken 38 geliefert und in isolierten Behältern 39 gelagert wird. Das gleiche
gilt für das Wassereis 40. Die Blöcke aus CO
2 38 und Wassereis 40 werden zum Herstellen des CO
2-Wassereis-Gemisches 41 in gekühlte und isolierte Schächte 49 für die CO
2-Blöcke 42 und für die Wassereis-Blöcke 43 geschoben und liegen auf der Raspel 44
für CO
2, und der Raspel 45 für Wassereis auf.
[0058] Die Raspeln 44, 45 haben unterschiedliche Teilungen, die dem Dichteverhältnis angepasst
sind. Die CO
2-Partikel 47 werden mit Hilfe der CO
2-Raspel 44 vom CO
2-Block 38 und die Wassereis-Partikel 48 werden mit Hilfe der Wassereis-Raspel 45 vom
Wassereis-Block 40 abgetrennt. Die entstandenen Wassereis-Partikel 48 werden weiter,
entsprechend Beispiel 1 auf ca. -25°C gekühlt und in der Kältekammer 17 mit den CO
2-Partikeln 47 gemischt. Zum Mischen werden die CO
2-Partikel 47 mit Hilfe der Zellradschleuse 50 vom CO
2-Vorratsbehälter 46 und die Wassereis-Partikel 48 mit Hilfe der Zellradschleuse 51
in die Kältekammer 17 gebracht. Das Mischungsverhältnis wird durch die unterschiedlichen
Drehzahlen der CO
2-Raspel 44 und der Wassereis-Raspel 45 eingestellt.
[0059] Nach dem Mischen der CO
2-Partikel 47 mit den Wassereis-Partikeln 48 in der Kältekammer 17 laufen die gleichen
energetischen Vorgänge ab, wie sie unter Bezugnahme auf Fig. 1 beschrieben wurden.
Der Kühlvorgang, der zur Bildung des harten CO
2-Wassereis-Gemisches 41 erforderlich ist, kann durch das Einblasen geringer Mengen
von CO
2-Schnee oder flüssigem Stickstoff bzw. tiefgekühlter Druckluft zusätzlich unterstützt
werden. Durch das Einblasen wird der Gesamtenergieaustausch durch die erzeugte Strömung
verbessert und beschleunigt.
[0060] In den Fig. 3a, 3b rein schematisch eine dritte bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung C zum Herstellen des erfindungsgemäßen Strahlmittels dargestellt, wobei
dieselben Elmente wie in Fig. 1 und 2 dieselben Bezugszeichen haben.
[0061] Es ist zu erkennen, dass wiederum handelsübliche CO
2-Pellets 14 und mit Hilfe eines handelsüblichen Wassereis-Aufbereiters 1 Wassereis,
vorzugsweise Scherbeneis 2, getrennt bereitgestellt werden. Das Wassereis 2 wird in
einer Transporteinheit 5 auf ca. -25°C weiter abgekühlte (die entsprechenden Elemente
sind nur ausschnittsweise gezeigt). Anschließend wird das Scherbeneis 2 im Brecherwerk
6 und die CO
2-Pellets 14 im CO
2-Mahlwerk 12 auf die gewünschte Größe gebracht.
[0062] Das Mischen erfolgt hier nun in einer doppelwandigen zylindrischen Kühleinheit 52,
in der die einzelnen CO
2-Partikel 16 und die Wassereis-Partikel 15 nach dem Zerkleinern in einem Sammeltrichter
53 zur Zusammenführung gelangen. Die zylindrische Kühleinheit 52 hat mehrere ringförmige
Kühlebenen 54, unter denen sich Kühlschlangen 55 befinden (vgl. insbesondere Fig.
3b). Die Kühlschlangen 55 sind mit den Kühlrohren 59, die in der Doppelwand 61 der
zylindrischen Kühleinheit 52 verlaufen, verbunden. Die Kühlschlangen 55 und die Kühlrohre
59 werden von einem Kältemittelgemisch durchflossen, das durch die Kälteeinheit 56
bewegt wird.
[0063] Das CO
2-Wassereis-Gemisch 18 fällt auf die obere ringförmige Kühlebene 57. Die ringförmigen
Kühlebenen 54, 57 sind nicht umlaufend geschlossen, sondern haben jeweils nach 360°
einen Spalt 58, durch den das CO
2-Wassereis-Gemisch 18 auf die nächste, tiefer liegende Kühlebene 54 fällt. Die Unterbrechungen
58 in den Kühlebenen 54 sind versetzt angeordnet, damit der Kühlweg möglichst lang
ist. Ein Rührwerk 60 mit speziellen Schiebern 62 sorgt für das Durchmischen in der
Kühlebenen 54 und bewegt das CO
2-Wassereis-Gemisch 18 auf den Kühlebenen 54 vom Ort der Beaufschlagung bis zum Spalt
58 in der entsprechenden Kühlebene 54. Nachdem das CO
2-Wassereis-Gemisch 18 alle Kühlebenen 54, 57 durchlaufen hat, wird es in der Dosiereinheit
23 dem Dosierstrom 24 zugemischt.
[0064] In Fig. 4 ist rein schematisch eine vierte bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung D zum Herstellen des erfindungsgemäßen Strahlmittels dargestellt, wobei
dieselben Elmente wie in Fig. 1, 2, 3a und 3b dieselben Bezugszeichen haben.
[0065] Die Vorrichtung D zum Reinigen von Bauteilen mit dem, in der vorstehend beschriebenen
Erfindung vorgeschlagen, CO
2-Wassereis-Gemisch 18 besteht aus mehreren einzelnen Baugruppen die, verfahrens- und
funktionell bedingt mit einander verbunden und in einem gemeinsamen Rahmen 61 montiert
sind.
[0066] Der Wassereis-Aufbereiter 1, zur Erzeugung des Scherbeneises 2, wird von der Pumpe
32 mit Wasser versorgt. Das räumlich gekrümmte Scherbeneis 2 fällt auf das kleine
Transportband 30, das durch den Motor 62 mit der Antriebswelle 33 bewegt und durch
die Umlenkrolle 63 mit der Spannvorrichtung 64 geführt und gespannt wird. Das kleine
Transportband 30 befördert das Scherbeneis 2 zur Transporteinheit 5 und übergibt es
auf das oberste Band 30 der mehrfach übereinander angeordneten Transportbänder 30.
Die Transportbänder 30 befinden sich in der geschlossenen Transporteinheit 5 und transportieren
das Scherbeneis 2 in mehreren Etappen zum Brecherwerk 6.
[0067] Zum sicheren Transport des Scherbeneises 2 sind die schräg verlaufenden Transportbänder
30 mit quer über die Transportbänder 30 verlaufenden Rippen 65 versehen. Die Transportbänder
30 laufen in jeder Ebene über Antriebswellen 33 und Umlenkrollen 63. Die Antriebswellen
33 sind in der Grundplatte 67 und in der Montageplatte 68 gelagert und werden von
einem Motor 69 über einen Zahnriemen 70 angetrieben. Zwischen der Antriebswelle 33
und der Umlenkrolle 63 befindet sich je ein Kühlblock 4, der von den Auflagestäben
71 gehalten wird.
[0068] Im unteren Bereich der Transporteinheit 5 befinden sich mehrere Gebläse 72 die die
CO
2-haltige Luft innerhalb der Transporteinheit 5 bewegen. Das Scherbeneis 2 wird bei
jedem Übergang von einer Ebene zur anderen neu gemischt bzw. gewendet. Die durch die
Gebläse 72 bewegte CO
2-haltige Luft wird beim Durchströmen der Kühlblöcke 4 gekühlt und nimmt beim Überstreichen
des Scherbeneises 2 Wärme auf. Das wechselweise Durchströmen 25 der Kühlblöcke 4 und
das Überstreichen des Scherbeneises 2 auf den Transportbändern 30 wird durch die wechselseitige
Anordnung der Leitbleche 10 unterstützt.
[0069] Die Transporteinheit 5 liegt auf dem Brecherwerk 6 auf. Im Brecherwerk 6 befindet
sich die feststehende Ambossleiste 73 und die Hammerwelle 74 mit den Hammerrädern
75, die für die gewünschte Zerkleinerung des Scherbeneises 2 sorgen.
[0070] Neben dem Brecherwerk 6 befindet sich das CO
2-Mahtwerk 12 zur Zerkleinerung der handelsüblichen CO
2-Pellets 14. Über dem CO
2-Mahlwerk 12 befindet sich der Vorratsbehälter 13 für die CO
2-Pellets 14. Die Kontrolle des Füllstandes im Vorratsbehälter 13 erfolgt durch den
Sensor 76. Das Brecherwerk 6 und das CO
2-Mahlwerk 12 sind auf der feststehenden Platte 77 montiert. An der feststehenden Platte
77 ist die Kältekammer 17 federnd aufgehängt, damit das CO
2-Wassereis-Gemisch 18 durch die Schwingbewegungen, die durch den Rüttler 19 erzeugt
werden, ungehindert auf den Kühlblechen 20 zur Dosiereinheit 23 rutschen kann und
dabei durch den Kühlblock 36 weiter auf die gewünschte Temperatur gekühlt wird.
[0071] Der Kühlblock 36 wird mit Hilfe eines speziellen Kältemittelgemisches, das durch
die Kälteeinheit 34 bewegt wird, gekühlt. Die Kühlblöcke 4 werden ebenfalls mit einem
speziellen Kältemittelgemisch, das durch die Kälteeinheit 37 bewegt wird, gekühlt.
[0072] Die zum Strahlen erforderliche Druckluft wird über den Stutzen 78 in die Heizeinheit
79 geleitet und geteilt. Der Dosierstrom 24 wird unbeheizt zur Dosiereinheit 23 geleitet
und dort mit dem auf Tieftemperatur gebrachten CO
2-Wassereis-Gemisch 18 beladen. Der Strahlstrom 25 wird in der Heizeinheit 79 aufgeheizt
und in der Mischkammer 27 mit dem mit dem CO
2-Wassereis-Gemisch 18 beladenen Dosierstrom 24 zusammengeführt und zur Strahlpistole
(nicht gezeigt) geleitet.
[0073] Bei Pausenbetrieb, wird kein CO
2-Wassereis-Gemisch 18 abgenommen, aber der Wassereis-Aufbereiter 1 produziert weiter
Scherbeneis 2. Der Motor 62 der Antriebswelle 33 wird in seiner Drehrichtung geändert
und die Klappe 66 an der Transporteinheit 5 durch den Motor 82 geöffnet. Das Scherbeneis
2 fällt in den Wasserbehälter 80. Zur Vermeidung des Zusetzens des Ansaugstutzens
der Pumpe 32 durch Scherbeneis 2 ist ein Sieb 81 eingebaut. Bei Wiederaufnahme des
Strahlbetriebs wird die Drehrichtung des Motors 62 wieder geändert und die Klappe
66 geschlossen.
[0074] Aus der vorangegangenen Darstellung sind zahlreiche Vorteile der vorliegenden Erfindung
deutlich geworden. Unter ihnen sind vor allem zu nennen:
Es steht ein Strahlmittel zur Verfügung, das die thermischen Vorteile der CO2-Strahltechnik und die vorteilhafte mechanische Wirkung des festen Wassereises in
sich vereint.
[0075] Durch regelbare Zerkleinerungseinheiten kann die Größe und das Mischungsverhältnis
der CO
2- 16 und der Wassereis-Partikel 15 entsprechend der Art der Verunreinigung gezielt
eingestellt und geregelt werden.
[0076] Das CO
2-Wassereis-Gemisch 18 kann in seiner Härte und Abrasivität dem zu reinigenden Bauteil
und der Verunreinigung gezielt angepasst werden kann.
[0077] Die Oberflächen der gereinigten Bauteile sind nach der Reinigung trocken und frei
von Flugrost.
[0078] Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, dass die Möglichkeit besteht, mit dem
erfindungsgemäßen Strahlmittel auch Großbauteile im eingebauten Zustand zu reinigen,
ohne das ein zeitaufwendiger Ein- und Ausbau erforderlich ist.
[0079] Das CO
2-Wassereis-Gemisch 18 kann in Verbindung mit einem speziell aufbereiteten warmen Druckluftstrom
22, zur Reinigung von unbeheizten Bauteilen, unter Beibehaltung einer bestimmten Temperaturdifferenz
zwischen Bauteil und CO
2-Wassereis-Gemisch 18, eingesetzt werden.
[0080] Durch den Einsatz des CO
2-Wassereis-Gemisches 18 in Verbindung mit einem speziell aufbereitetem warmen Druckluftstrom
22 kann die Bildung von Kondensat, das für das Entstehen von Kriechströmen, insbesondere
in elektrischen Anlagen, verantwortlich ist, vermieden werden.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Wassereis-Aufbereiter |
33 |
Antriebswelle |
| 2 |
Scherbeneis |
34 |
Kälteeinheit |
| 3 |
Transportbänder |
35 |
Kühlebenen |
| 4 |
Kühlblöcke |
36 |
Kühlblock |
| 5 |
Transporteinheit |
37 |
Kälteeinheit |
| 6 |
Brecherwerk |
38 |
CO2-Block |
| 7 |
Gebläse |
39 |
Isolierbehälter |
| 8 |
oberer Stutzen |
40 |
Wassereisblock |
| 9 |
unterer Stutzen |
41 |
CO2-Wassereis-Gemisch |
| 10 |
Leitblech |
42 |
CO2-Schacht |
| 11 |
kleiner Einfülltrichter |
43 |
Wassereisschacht |
| 12 |
CO2-Mahlwerk |
44 |
CO2-Raspel |
| 13 |
Vorratsbehälter |
45 |
Wassereis-Raspel |
| 14 |
CO2-Pellets |
46 |
Vorratsbehälter |
| 15 |
Wassereispartikel |
47 |
CO2-Partikel |
| 16 |
CO2-Partikel |
48 |
Wassereis-Partikel |
| 17 |
Kältekammer |
49 |
Isolation |
| 18 |
CO2-Wassereis-Gemisch |
50 |
Zellradschleuse |
| 19 |
Rüttler |
51 |
Zellradschleuse |
| 20 |
Kühlbleche |
52 |
Kühleinheit |
| 21 |
Anstellwinkel |
53 |
Sammeltrichter |
| 22 |
Hauptdruckluftstrom |
54 |
Kühlebene |
| 23 |
Dosiereinheit |
55 |
Kühlschlange |
| 24 |
Dosierstrom |
56 |
Kälteeinheit |
| 25 |
Strahlstrom |
57 |
obere Kühlebene |
| 26 |
Luftheizung |
58 |
Spalt |
| 27 |
Mischkammer |
59 |
Kühlrohr |
| 28 |
Strahlpistole |
60 |
Rührwerk |
| 29 |
Reinigungsstrahl |
61 |
Doppelwand |
| 30 |
Kleines Transportband |
62 |
Schieber |
| 31 |
Wasserbehälter |
63 |
Umlenkrolle |
| 32 |
Pumpe |
64 |
Spannvorrichtung |
| 65 |
Rippen |
75 |
Hammerrad |
| 66 |
Klappe |
76 |
Sensor |
| 67 |
Grundplatte |
77 |
Platte |
| 68 |
Montageplatte |
78 |
Stutzen |
| 69 |
Motor |
79 |
Heizeinheit |
| 70 |
Zahnriemen |
80 |
Wasserbehälter |
| 71 |
Auflagestab |
81 |
Sieb |
| 72 |
Gebläse |
82 |
Motor |
| 73 |
Ambossleiste |
83 |
Rahmen |
| 74 |
Hammerwelle |
84 |
Motor |
1. Verfahren zur Herstellung eines Strahlmittels (18; 41) zum Strahlen von Körpern, Oberflächen,
Innenräumen und dgl., das CO2 und Wasser aufweist, wobei CO2 und Wasser verfestigt werden, wobei erste feste Partikel (14, 16) aus CO2 und zweite feste Partikel (2, 15) aus Wasser getrennt erzeugt und anschließend zusammengeführt,
insbesondere gemischt werden, wobei die zweiten Partikel (2) vor dem Zusammenführen
zerkleinert werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Zerkleinern der zweiten Partikel (2) bei Temperaturen von -15°C bis -40°C erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten (16) und zweiten Partikel (15) durch Zerkleinern hergestellt werden und/oder
dass die ersten Partikel (14) vor dem Zusammenführen zerkleinert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zerkleinern der ersten Partikel (14) bei Temperaturen von -60°C bis -80°C, bevorzugt
-70°C erfolgt und/oder dass das Zerkleinern der zweiten Partikel (2) bei Temperaturen
von -15°C bis -30°C, insbesondere -25°C erfolgt.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Partikel (16) eine Dimensionierung von 0,4 mm bis 1 mm, bevorzugt 0,6
bis 0,8 mm im Querschnittsmittel aufweisen und/oder dass die zweiten Partikel (15)
eine Dimensionierung von 0,6 mm bis 1,2 mm, bevorzugt 0,8 bis 1,0 mm im Querschnittsmittel
aufweisen, wobei insbesondere Scherbeneis erzeugt wird.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe und/oder Größenverteilungen der ersten (16) und der zweiten Partikel (15)
jeweils so eingestellt werden, dass sich für die ersten (16) und zweiten Partikel
(15) jeweils dieselben Massen oder Massenverteilungen ergeben und/oder dass die Größe
der ersten (16) und/oder der zweiten Partikel (15) bei deren Erzeugung soviel größer
als die die im Strahl- mittel (18) gewünschte Größe eingestellt wird, um bei der Herstellung
des Strahlmittels (18) bewirkte Größenverluste auszugleichen.
6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abrasivität des Strahlmittels (18; 41) dadurch eingestellt wird, dass das Mischungsverhältnis
zwischen ersten (16) und zweiten Partikeln (15), die Form der zweiten Partikel (15),
die Größe der zweiten Partikel (15) und/oder die Temperatur der zweiten Partikel (15)
im Strahlmittel (18) gezielt eingestellt werden und/oder dass das nach dem Zusammenführen
entstehende CO2-Gas als Schutzgas gegen Erwärmung und Umgebungsluft eingesetzt wird und/oder zur
Kühlung der zweiten Partikel (15) eingesetzt wird.
7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kühlung der zweiten Partikel (15) CO2-Schnee, flüssiger Stickstoff und/oder tiefgekühlte Druckluft verwendet werden und/oder
dass die ersten und zweiten Partikel vor der Zusammenführung so getrennt voneinander
gelagert werden, dass ein zumindest teilweiser Temperaturaustausch stattfinden kann.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Partikel, die zweiten Partikel (2) und/oder das Strahlmittel (18) in zwei
oder mehreren Kühlebenen (4, 10, 20) gekühlt wird.
9. Verfahren zum Strahlen von Körpern, Oberflächen, Innenräumen und dgl., dadurch gekennzeichnet, dass ein Strahlmittel (18; 41) hergestellt nach einem der vorherigen Ansprüchen verwendet
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass für die Dosierung des Strahlmittels (18; 41) ein getrockneter Fluidstrom, insbesondere
Druckluftstrom, als Dosierstrom verwendet wird und/oder das Strahlmittel (18; 41)
mit einem getrockneten Fluidstrom, insbesondere Druckluftstrom, als Strahlstrom beaufschlagt
wird, der eine Temperatur von +40°C bis +90°C, bevorzugt +50°C bis +90°C, insbesondere
+70°C bis +80°C aufweist.
11. Strahlmittel zum Strahlen von Körpern, Oberflächen, Innenräumen und dgl., das verfestigtes
CO2 und verfestigtes Wasser aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Strahlmittel (18; 41) mit einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 hergestellt
wurde.
12. Vorrichtung (A; B; C; D) zum Herstellen eines Strahlmittels (18; 41) zum Strahlen
von Körpern, Oberflächen, Innenräumen und dgl., das verfestigtes CO2 und verfestigtes Wasser aufweist, wobei Zuführmittel (30, 5, 13) für getrennt erzeugte
erste feste Partikel (14) aus CO2 und zweite feste Partikel (2) aus Wasser vorgesehen sind und insbesondere ein Mischer
(17) für die ersten (15) und zweiten Partikel (15), wobei Mittel (6) zur Zerkleinerung
der zweiten Partikel (2) vor dem Zusammenführen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung Mittel (4, 5) zum Kühlen aufweist, um das Zerkleinern der zweiten
Partikel (2) bei Temperaturen von -15°C bis -40°C durchzuführen.
13. Vorrichtung (A; B; C; D) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung angepasst ist, ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 auszuführen.
14. Vorrichtung zum Strahlen von Körpern, Oberflächen, Innenräumen und dgl., umfassend
Mittel zum Bereitstellen eines Fluidstrom, insbesondere Druckluftstroms, und Mittel
zum Bereitstellen eines Strahlmittels, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Bereitstellen des Strahlmittels als Vorrichtung (A; B; C; D) zum Herstellen
eines Strahlmittels (18; 41) nach einem der Ansprüche 12 oder 13 ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass Dosiermittel zur Dosierung des Strahlmittels (18; 41) vorgesehen sind, die einen
getrockneten Fluidstrom, insbesondere Druckluftstrom, als Dosierstrom verwenden und/oder
dass Bestrahlungsmittel zum Beaufschlagen des zu strahlenden Objekts mit dem Strahlmittel
(18; 41) vorgesehen sind, die einen getrockneten Fluidstrom, insbesondere Druckluftstrom,
als Strahlstrom verwenden, der eine Temperatur von +40°C bis +90°C, bevorzugt +50°C
bis +90°C, insbesondere +70°C bis +80°C aufweist.
1. A method for producing a blasting media (18; 41) for blasting elements, surfaces,
interior spaces and similar, the blasting media comprising CO2 and water, wherein the CO2 and the water are solidified, wherein first solid particles, (14, 16) made from CO2 and second solid particles (2, 15) made from water are produced separately, joined
subsequently, in particular mixed, wherein the second particles (2) are comminuted
before joining, characterized in that the comminuting of the second particles (2) is performed at temperatures of -15°
C to -40° C.
2. The method according to claim 1, characterized in that the first particles (16) and the second particles (15) are produced by comminuting
and/or that the first particles (14) are comminuted before joining.
3. The method according to claim 2, characterized in that comminuting the first particles (14) is performed at temperatures of -60° C to -80°C,
advantageously -70° C and/or that comminuting the second particles (2) is performed
at temperatures of - 5° C to - 30° C, in particular - 25° C.
4. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the first particles (16) have a size of 0.4 mm to 1 mm, advantageously 0.6 mm to
0.8 mm as a cross sectional average and/or that the second particles (15) have a size
of 0.6 mm to 1.2 mm, advantageously 0.8 mm to 1 mm as a cross sectional average, wherein
in particular crushed ice is produced.
5. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the size and/or the size distribution of the first particles (16) and the second
particles (15) are respectively adjusted so that an identical mass or mass distribution
is achieved respectively for the first particles (16) and the second particles (15),
and/or that the size of the first particles (16) and/or the second particles (15)
during production is set by a certain amount larger than a size that is intended in
the blasting media in order to compensate for size losses that are caused during the
production of the blasting media (18).
6. The method according to one of the preceding claims, characterized in that, an abrasiveness of the blasting media (18; 41) is set in that a mixing ratio between first particles (16) and second particles (15), a shape of
the second particles (15), a size of the second particles (15) and/or a temperature
of the second particles (15) in the blasting media (18) is set in a controlled manner
and/or that CO2 gas generated after joining is used as a protective gas against heating and ambient
air and/or is used for cooling the second particles (15).
7. The method according to one of the preceding claims, characterized in that CO2 snow, liquid nitrogen and/or super cooled compressed air are used for cooling the
second particles (15) and/or that the first particles and the second particles are
stored separately from each other before joining, so that at least partial temperature
exchange can be provided.
8. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the first particles, the second particles (2) and/or the blasting media (18) are
cooled in two or plural cooling planes (4, 10, 20).
9. A method for blasting elements, surfaces, inner cavities and similar, characterized in that the blasting media (18; 41) produced according to one of the preceding claims is
used.
10. The method according to claim 9, characterized in that a dried fluid flow, in particular a compressed air flow is used as a dosing flow
for dosing the blasting media (18; 41) and/or the blasting media (18; 41) is loaded
with a dried fluid flow, in particular a compressed air flow as a blasting flow which
has a temperature of +40°C to +90°C, advantageously + 50°C to +90° C, in particular
+ 70°C to + 80°C.
11. The blasting media for blasting the elements, the surfaces, the interior cavities
and similar comprising solidified CO2 and solidified water, characterized in that the blasting media (18; 41) is produced by a method according to one of the claims
1 - 8.
12. A device (A; B; C; D) for producing a blasting media (18; 41) for blasting elements,
surfaces, inner cavities and similar which includes solidified CO2 and solidified water, wherein feeding media are provided for separately produced
first solid particles (14) made from CO2 and second solid particles (2) made from water and in particular a mixer (17) is
provided for the first particles (15) and the second particles (15) wherein devices
(6) are provided for comminuting the second particles (2) before joining, characterized in that the device includes devices (4, 5) for cooling in order to perform the comminuting
of the second particles (2) at temperatures of - 15° C to -40° C.
13. The device (A; B; C; D) according to claim 12, characterized in that the device is adapted to perform a method according to one of the claims 1 - 8.
14. The device for blasting elements, surfaces, inner spaces and similar comprising devices
for providing a fluid flow, in particular a compressed air flow and devices for providing
a blasting media, characterized in that the devices for providing the blasting media are configured as a device (A; B; C;
D) for producing the blasting media (18; 41) according to one of the claims 12 or
13.
15. The device according to claim 14, characterized in that dosing devices for dosing the blasting media (18; 41) are provided which use a dried
fluid flow, in particular a compressed air flow as a dosing flow and/or that blasting
devices for loading the object with the blasting media (18;41) are provided which
use a dried fluid flow, in particular a compressed air flow as a blasting flow which
has a temperature of + 40° C to + 90°C, advantageously + 50°C to + 90° C, in particular
+ 70°C to + 80°C.
1. Procédé destiné à la fabrication d'un agent de sablage (18 ; 41) en vue du sablage
de corps, de surfaces, de compartiments intérieurs et similaires, qui présente du
CO2 et de l'eau, le CO2 et l'eau étant à l'état solide, les premières particules (14, 16) solides étant générées
de manière séparée à partir de CO2 et les deuxièmes particules (2, 15) solides étant générées de manière séparée à partir
d'eau et étant ensuite amalgamées, en particulier mélangées, les deuxièmes particules
(2) étant fractionnées avant l'amalgame, caractérisé en ce que la fragmentation des deuxièmes particules (2) a lieu à des températures comprises
entre -15°C et -40°C.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les premières particules (16) et les deuxièmes particules (15) sont fabriquées par
fragmentation et/ou caractérisé en ce que les premières particules (14) sont fractionnées avant l'amalgame.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la fragmentation des premières particules (14) a lieu à des températures comprises
entre -60°C et -80 °C, de préférence à -70°C et/ou caractérisé en ce que la fragmentation des deuxièmes particules (2) à lieu à des températures comprises
entre -15°C à - 30°C, en particulier à -25°C.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les premières particules (16) présentent un dimensionnement compris entre 0,4 mm
et 1 mm, de préférence entre 0,6 mm et 0,8 mm au centre de la section transversale
et/ou caractérisé en ce que les deuxièmes particules (15) présentent un dimensionnement compris entre 0,6 mm
et 1,2 mm, de préférence entre 0,8 mm et 1,0 mm au centre de la section transversale,
de la glace en écailles étant en particulier générée.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la taille et/ou les distributions de tailles des premières particules (16) et des
deuxièmes particules (15) sont ajustées respectivement de telle sorte qu'il en résulte
respectivement les mêmes masses ou les mêmes répartitions de masses pour les premières
particules (16) et les deuxièmes particules (15) et/ou caractérisé en ce que la taille des premières particules (16) et/ou des deuxièmes particules (15) est ajustée,
lors de leur génération, dans une mesure aussi grande que la taille souhaitée dans
l'agent de sablage (18), afin de compenser les pertes de tailles occasionnées lors
de la fabrication de l'agent de sablage (18).
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la capacité abrasive de l'agent de sablage (18 ; 41) est ajustée dans la mesure où
le rapport de mélange entre les premières particules (16) et les deuxièmes particules
(15), la forme des deuxièmes particules (15), la taille des deuxièmes particules (15)
et/ou la température des deuxièmes particules (15) dans l'agent de sablage (18) sont
ajustées de manière ciblée et/ou caractérisé en ce que le gaz CO2 généré après l'amalgame est utilisé comme gaz de protection contre le réchauffement
et l'air ambiant et/ou est utilisé en vue de la réfrigération des deuxièmes particules
(15).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que de la neige carbonique, de l'azote liquide et/ou de l'air comprimé congelé sont utilisés
en vue de la réfrigération des deuxièmes particules (15) et/ou caractérisé en ce que les premières et les deuxièmes particules sont stockées séparément les unes des autres
avant l'amalgame, de telle sorte qu'un échange de température, tout au moins partiel,
peut se produire.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les premières particules, les deuxièmes particules (2) et/ou l'agent de sablage (18)
sont réfrigérés dans deux plans de refroidissement (4, 10, 20) ou plus.
9. Procédé destiné au sablage de corps, de surfaces, de compartiments intérieurs et similaires,
caractérisé en ce qu'un agent de sablage (18 ; 41) est utilisé, après avoir été fabriqué selon l'une des
revendications précédentes.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que, pour le dosage de l'agent de sablage (18 ; 41), une circulation de fluide séchée,
en particulier une circulation d'air comprimé, est utilisée comme flux de dosage et/ou
l'agent de sablage (18 ; 41) est soumis à une circulation de fluide séchée, en particulier
une circulation d'air comprimé, faisant office de flux de sablage, lequel présente
une température comprise entre +40°C et +90°C, de préférence entre +50°C et +90°C,
en particulier entre +70°C et +80°C.
11. Agent de sablage destiné au sablage de corps, de surfaces, de compartiments intérieurs
et similaires, qui présente du gaz CO2 solidifié et de l'eau solidifiée, caractérisé en ce que l'agent de sablage (18 ; 41) a été fabriqué au moyen d'un procédé selon l'une des
revendications 1 à 8.
12. Dispositif (A ; B ; C ; D) destiné à la fabrication d'un agent de sablage (18 ; 41)
en vue du sablage de corps, de surfaces, de compartiments intérieurs et similaires,
qui présente du gaz CO2 solidifié et de l'eau solidifiée, des moyens d'alimentation (30, 5, 13) étant prévus
pour des premières particules (14) solides de CO2 et générées séparément et pour des deuxièmes particules (2) solides d'eau et en particulier
un mélangeur (17) pour les premières particules (15) et les deuxièmes particules (15),
des agents (6) destinés à la fragmentation des deuxièmes particules (2) étant prévus
avant l'amalgame, caractérisé en ce que le dispositif présente des agents (4, 5) destinés à la réfrigération, afin de réaliser
la fragmentation des deuxièmes particules (2) à des températures comprises entre -15°C
et -40°C.
13. Dispositif (A ; B ; C ; D) selon la revendication 12, caractérisé en ce que le dispositif est adapté afin de réaliser un procédé selon l'une des revendications
1 à 8.
14. Dispositif destiné au sablage de corps, de surfaces, de compartiments intérieurs et
similaires, comprenant des agents destinés à la préparation d'une circulation de fluide,
en particulier à la circulation d'air comprimé, et des agents destinés à la préparation
d'un agent de sablage, caractérisé en ce que les agents destinés à la préparation de l'agent de sablage sont conçus comme un dispositif
(A ; B ; C ; D) destiné à la fabrication d'un agent de sablage (18 ; 41) selon l'une
des revendications 12 ou 13.
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que des agents de dosage destinés au dosage de l'agent de sablage (18 ; 41) sont prévus,
lesquels utilisent une circulation de fluide séchée, en particulier une circulation
d'air comprimé, comme flux de dosage et/ou caractérisé en ce que sont prévus des agents de grenaillage destinés à soumettre l'objet devant être sablé
à l'agent de sablage (18 ; 41), lesquels utilisent une circulation de fluide séchée,
en particulier une circulation d'air comprimé, comme flux de sablage, lequel présente
une température comprise entre +40°C et +90°C, de préférence entre +50°C et +90°C,
en particulier entre +70°C et +80°C.