Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Signalisierungseinrichtung für ein Schienenfahrzeug.
Stand der Technik
[0002] Passagierschienenfahrzeuge zeigen an den Außenflächen für die Fahrgäste wichtige
Informationen an. Insbesondere im Nahverkehr (U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn) ist es
wesentlich, dass die Fahrgäste diese Informationen rasch und eindeutig erkennen können.
Eine der wichtigsten Informationen ist die Liniensignalisierung an Bahnsteigen mit
gemischtem Betrieb mehrerer Linien. Üblicherweise wird dazu ein Signalisierungssystem
an der Frontmaske des Schienenfahrzeugs eingesetzt, welches die Linie, gegebenenfalls
das Fahrziel oder besondere Betriebszustände (beispielsweise eine Leerfahrt) als Text
anzeigt. Andere Informationen betreffen den Status der Passagiertüren.
Es ist derzeit einem Fahrgast nicht möglich festzustellen, ob ein Verkehrsmittel unmittelbar
abfahren wird oder noch genügend Zeit zum Erreichen des Einstiegs verbleibt. Passagiere,
welche diese Information nicht besitzen könnten zu übertriebener Eile veranlasst sein
und trotzdem ihr Verkehrsmittel nicht erreichen. Diese Situation bewirkt eine erhöhte
Unfallgefahr am Bahnsteig, bzw. im Einstiegsbereich sowie damit verbundene Verletzungsgefahr.
Weiters sind Passagiere, welche ihr Verkehrsmittel trotz Eile nicht mehr erreichen,
enttäuscht und könnten versucht sein in Zukunft andere Verkehrsmittel zu benutzen.
Einfache bekannte Lösungen für dieses Problem sehen Türstatusleuchten im Umfeld der
Tür oder in Türbedienungsvorrichtungen integrierte Leuchten vor. Diese Leuchten werden
erfahrungsgemäß von den Passagieren schlecht wahrgenommen und können den gewünschten
Zweck nicht hinreichend erfüllen.
[0003] Die Dokumente
EP 1 431 158 A1 und
US 6,897,771 B1 offenbaren Signalisierungseinrichtungen für Schienenfahrzeuge, bei denen unterschiedliche
Lichtverteilungsmuster durch die Außenverglasung abgestrahlt werden.
Darstellung der Erfindung
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Signalisierungseinrichtung und
eine zugehörige Steuereinrichtung zur Signalisierung anzugeben, welche eine auch aus
größerer Entfernung gut erkennbare Signalisierung von Fahrzeugzuständen gewährleisten.
Die Aufgabe wird durch eine Signalisierungseinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand untergeordneter Ansprüche.
Dem Grundgedanken der Erfindung nach wird eine Signalisierungseinrichtung für ein
Schienenfahrzeug beschrieben, welche mindestens ein Leuchtmittel und eine Steuereinrichtung
umfasst wobei das mindestens eine Leuchtmittel und die Steuereinrichtung so eingerichtet
und ansteuerbar sind um mindestens zwei unterschiedliche Lichtverteilungsmuster zu
erzeugen wobei diese Lichtverteilungsmuster durch eine Scheibe der Außenverglasung
an die Umgebung des Schienenfahrzeugs abgestrahlt werden und wobei das eine Leuchtmittel
Licht an einer Kante der Scheibe der Außenverglasung in die Scheibe einkoppelt und
das Licht an einer Störstelle in der Scheibe streut und im Bereich dieser Störstelle
normal zur Scheibenebene austritt. Dadurch ist der Vorteil erzielbar, bestimmte Betriebszustände
an die Umgebung des Schienenfahrzeugs signalisieren zu können, wobei eine gute Erkennbarkeit
gegeben ist.
[0005] Eine Ausführungsform der Erfindung sieht die Anordnung der leuchtenden Bereiche (Lichtverteilungsmuster)
in einer (Glas)Scheibe eines Türblatts vor. Mittels Variation dieses Lichtverteilungsmusters
kann das unmittelbar bevorstehende Schließen der Tür angezeigt werden, wobei diese
Anzeige direkt im Sichtbereich eines zusteigenden Passagiers, erfolgt.
Solcherart ist sichergestellt, dass herannahende Passagiere die Abfahrbereitschaft
des Verkehrsmittels unmittelbar dem Lichtverteilungsmuster entnehmen können. Insbesondere
ist es für die Passagiere nicht erforderlich, bahnsteigseitig oder nicht in unmittelbarer
Nähe der Türöffnung angeordnete Signalisierungseinrichtungen zu beachten, sondern
sie können dem Verkehrsmittel unmittelbar ansehen ob ein weiterer, gegebenenfalls
beschleunigter Zugang sinnvoll ist.
[0006] Damit ist der Vorteil erzielbar, den Passagierkomfort steigern zu können, da der
Passagier seine Wege am Bahnsteig optimiert planen kann und Enttäuschungen aufgrund
des Nichterreichens des Verkehrsmittels unmittelbar vor Abfahrt vermieden werden kann.
[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es vorteilhaft, die Anordnung der Lichtverteilungsmuster
so zu gestalten, dass sie auch vom Inneren des Schienenfahrzeugs sichtbar sind. Dadurch
ist der Vorteil erzielbar, dass auch aussteigende Passagiere über das unmittelbar
bevorstehende Schließen der Türen informiert werden.
[0008] Als Lichtverteilungsmuster sind beliebige Geometrien bzw. Formen der lichtabgebenden
Oberfläche geeignet, wobei diese jedenfalls im Sichtbereich der einsteigenden Passagiere
anzuordnen sind. Besonders vorteilhaft ist es, das Lichtverteilungsmuster am Rand
der Scheibe eines Türblatts anzuordnen.
[0009] Die einzelnen Lichtverteilungsmuster können durch jeweils unterschiedliche Leuchtstärken
(Modulation der Leuchtstärke, Ein/Aus-Schalten), unterschiedliche Lichtfarben (stufig
oder stufenlos wechselnde Lichtfarben) oder unterschiedliche geometrische Anordnungen
der jeweils leuchtenden Scheibenbereiche realisiert sein.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht Lichtverteilungsmuster vor, die
in ihrem Ablauf den Eindruck eines geometrischen Farbwechsels bieten. Beispielsweise
mittels eines Leuchtbalkens, welcher vom Ausgangszustand "grün leuchtend" an einem
Ende einen Farbwechsel in die Farbe rot aufweist. Dieser Farbwechsel auf rot setzt
sich zeitlich abfolgend über die gesamte Länge des Leuchtbalkens fort bis der Endzustand
"rot leuchtend" eintritt.
Es ist eine unbegrenzte Vielzahl an Lichtverteilungsmustern und Farbwechsel sowie
Geschwindigkeiten dieser Wechsel möglich.
[0010] Erfindungsgemäß ist eine Steuereinrichtung vorgesehen, welche die einzelnen Leuchtmittel
des Signalisierungssystems steuert wobei die Leuchtstärke und ggf. Lichtfarbe der
Leuchtmittel einzeln oder in Gruppen gesteuert werden. Die Steuereinrichtung weist
Signaleingänge auf, über welche der Steuereinrichtung von der Fahrzeugelektronik die
zu erzeugenden Lichtverteilungsmuster vorgegeben werden, wobei die Auswahl der Lichtverteilungsmuster
in Abhängigkeit von bestimmten Betriebszuständen des Fahrzeugs gesteuert wird. Typische
Betriebszustände, welche zu jeweils unterschiedlichen Lichtverteilungsmustern führen
sind "Tür offen", "Tür vor Schließbeginn", "Tür im Schließvorgang", "Tür geschlossen",
Türstörung", etc.
[0011] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht den Einsatz an der Schienenfahrzeugfront
(Frontmaske) vor. An dieser Stelle sind üblicherweise Scheinwerfer, Schlussleuchten,
Fahrtrichtungsanzeiger (bei Straßenbahnen), Linien- und Fahrzielanzeigen vorgesehen.
Mit gegenständlicher Erfindung gelingt es, einem Schienenfahrzeug ein spezifisches,
markantes Erscheinungsbild zu geben, welches es dem Passagier erleichtert die jeweilige
Linie schon aus größerer Entfernung erkennen zu können. Beispielsweise kann mittels
dieser Signalisierungseinrichtung ein farbig leuchtender Bereich der Fahrzeugmaske
geschaffen werden, dessen Lichtfarbe einfach geändert werden kann. Ein solcherart
ausgerüstetes Fahrzeug kann sehr einfach für verschiedene Linien (mit jeweils anderer
zugewiesener Farbe) eingesetzt werden. Mit Lösungen gemäß dem Stand der Technik (Leuchten
mit Farbfiltern) sind im Gegensatz dazu Umbauarbeiten erforderlich.
[0012] Zur Erzeugung der Lichtverteilungsmuster sind Leuchtmittel vorgesehen. Eine Ausführungsform
sieht die Anordnung der Leuchtmittel an der dem Lichtaustritt gegenüberliegenden Seite
der Scheibe der Außenverglasung vor, wobei das von den Leuchtmitteln abgegebene Licht
entweder direkt oder über eine Streuscheibe aus der Scheibe austritt.
[0013] Eine weitere Ausführungsform sieht die Anordnung der Leuchtmittel an der dem Lichtaustritt
gegenüberliegenden Seite der Scheibe der Außenverglasung vor, wobei das von den Leuchtmitteln
abgegebene Licht vor dem Eintritt in die Scheibe an einer reflektierenden Fläche reflektiert
wird. Dadurch ist der Vorteil erzielbar, die Leuchtmittel für den Betrachter unsichtbar
anzuordnen, sodass ein deutlich gleichmäßigeres Erscheinungsbild des leuchtenden Teils
der Scheibenoberfläche gewährleistet ist und Blendung verringert bzw. vermieden wird.
[0014] Eine weitere Ausführungsform sieht die Einkopplung des Lichts mittels eines Lichtleiters
vor. Dabei wird das Licht in dem Lichtleiter geführt und an einer als Streuscheibe
ausgebildeten Begrenzungsfläche des Lichtleiters gestreut. Das solcherart gestreute
Licht dringt im Wesentlichen normal zu Scheibenoberfläche in die Scheibe ein, durchdringt
diese und tritt an der gegenüberliegenden Scheibenoberfläche aus. Dadurch sind Lichtverteilungsmuster
erzielbar, welche keine für den Betrachter erkennbaren Lichtquellen aufweisen und
eignen sich somit für hohe gestalterische Ansprüche.
[0015] Eine weitere Ausführungsform sieht die Einkopplung des Lichts in der Scheibenebene
in die Scheibe selbst vor. Eine solcherart als Lichtleiter herangezogene Scheibe gibt
normal zur Scheibenoberfläche kein Licht ab, da dieses an der Scheibenoberfläche in
das Scheibeninnere zurück reflektiert wird. Erfindungsgemäß werden in dieser Ausführungsform
an bestimmten Stellen Störstellen in das Scheibenmaterial eingebracht, an welchen
das Licht gestreut wird. Dieses gestreute Licht wird teilweise mit einem steileren
Winkel als der Grenzwinkel der Totalreflexion an die Scheibenoberfläche geleitet und
tritt infolgedessen aus der Scheibe aus. Dadurch sind Lichtverteilungsmuster erzielbar,
welche ohne erkennbare Lichtquellen an beliebigen Stellen einer Scheibenoberfläche
erzeugbar sind, was sich für besonders hohe gestalterische Ansprüche eignet. Die Störstellen
in dem Scheibenmaterial können beispielsweise mittels eines Laserstrahls an den gewünschten
Stellen in die Scheibe eingebracht werden. Alternativ ist das Zusammensetzen einer
Scheibe aus Teilscheiben möglich, wobei die Verbindungsflächen (z. B. mittels Aufrauens)
die erforderlichen streuenden Eigenschaften aufweisen.
[0016] Als Leuchtmittel sind alle für Schienenfahrzeuge gebräuchlichen elektrischen Leuchtmittel
einsetzbar. Insbesondere ist der Einsatz von lichtemittierenden Dioden (LED) vorteilhaft,
da diese sehr kompakte und effiziente Leuchtmittel darstellen. Mittels LED ist die
Veränderung der Lichtfarbe möglich, einerseits durch das Anordnen von LED unterschiedlicher
Lichtfarbe und das geeignete Ansteuern, andererseits durch den Einsatz von LED mit
elektrisch einstellbarer Lichtfarbe.
[0017] Der Einsatz von organischen lichtemittierenden Dioden (OLED) ist vorteilhaft, da
mittels OLED besonders flache Leuchtmittel aufbaubar sind.
[0018] Gegenständliches Signalisierungssystem kann auch als Ersatz konventioneller Rückleuchten
eingesetzt werden, wodurch besonders anspruchsvoll geformte Fahrzeugenden ermöglicht
werden.
[0019] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, anstelle des Abstrahlens von
Licht über eine Scheibe der Außenverglasung, Licht über die Innenverglasung abzustrahlen.
Als Innenverglasungen werden jene Glasflächen bezeichnet, welche im Innenraum des
Schienenfahrzeugs angeordnet sind. Beispielsweise zählen Trennwände mit Glasfüllung,
Durchgangstüren mit Glasfüllung, Eingangsbereichsabtrennungen mit Glasfüllung etc.
zu diesen Innenverglasungen. Die erfindungsgemäße Signalisierungseinrichtung ist auch
an diesen Innenverglasungen einsetzbar. Alle eingangs angeführten Möglichkeiten zur
Einkopplung von Licht in die Scheibe sind auch bei der Anwendung an einer Innenverglasung
anwendbar.
Dadurch ist der Vorteil erzielbar, dass eine optisch ansprechende Lichtgestaltung
insbesondere der Eingangsbereiche erzielt werden kann. Besonders vorteilhaft ist es,
das unmittelbar bevorstehende Schließen der Türen auch an diesen Innenverglasungen
in Türnähe anzuzeigen, wobei bei Außenverglasungen möglichen Lichtverteilungsmuster
auch an Innenverglasungen eingesetzt werden können.
[0020] Innenverglasungen sind häufig eingefasst, sodass die Glaskante abgedeckt ist. Bei
solchen Innenverglasungen können die oben beschriebenen Maßnahmen zur Erzeugung von
Lichtverteilungsmustern eingesetzt werden. Insbesondere ist das Aufrauen der Scheibenoberfläche
(z.B. mittels Sandstrahlen oder Ätzen) zur Lichtauskopplung an bestimmten Stellen
der Scheibenoberfläche vorteilhaft.
[0021] Bei Innenverglasungen, welche nicht eingefasst sind, bei welchen also zumindest eine
Glaskante offenliegt, kann diese offenliegende Glaskante zur Abstrahlung von Licht
genutzt werden. Dies ist besonders vorteilhaft, da bei der Lichtabstrahlung über eine
Glaskante besonders viel Licht ausgekoppelt werden kann und sich diese Art der Lichtabstrahlung
auch für allgemeine Beleuchtungszwecke eignet. Beispielsweise kann eine vor der lichtabstrahlenden
Glaskante angeordnete Haltestange solcherart beleuchtet werden, was deren Sichtbarkeit
erhöht. Ebenfalls kann diese Art der Lichtabstrahlung, wie auch die Abstrahlung an
der Scheibenoberfläche auch für den Einsatz als Notlicht vorgesehen werden.
[0022] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, die jeweilige Erkennungsfarbe
einer bestimmten Linie auch an den Türblättern einzusetzen. Dabei werden die Leuchten
in den Türblättern so gesteuert, dass sie Licht in der Erkennungsfarbe der jeweiligen
Linie abstrahlen. Dies ist insbesondere an Bahnsteigen vorteilhaft, an welchen Züge
unterschiedlicher Linien halten, da dadurch die Passagiere sehr deutlich und in unmittelbarer
Einstiegsnähe die momentan haltende Linie erkennen können. Besonders vorteilhaft ist
es, sowohl die Lichtfarbe der Frontmaskenbeleuchtung als auch die Lichtfarbe der Leuchtbänder
in den Türblättern gemeinsam so zu wählen das sie der Erkennungsfarbe der jeweiligen
Linie entspricht. Weiters kann dadurch ein Zug auf unterschiedlichen Linien eingesetzt
werden, ohne dass dafür irgendwelche Umbauarbeiten erforderliche wären. Diese Abhängigkeit
der Lichtfarbe von der jeweiligen Linie in welcher das Schienenfahrzeug eingesetzt
wird kann zusätzlich von Farbwechseln und geometrisch unterschiedlichen, zeitlich
aufeinanderfolgenden Lichtverteilungsmustern unterstützt sein.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0023] Es zeigen beispielhaft:
Fig.1 Eine Signalisierungseinrichtung.
Fig.2 Eine Frontmaske eines Schienenfahrzeugs.
Fig.3 Eine Leuchte - erste Ausführungsform.
Fig.4 Eine Leuchte - zweite Ausführungsform.
Fig.5 Einen Einstieg in ein Verkehrsmittel.
Fig.6 Ein Türblatt mit einer Signalisierungseinrichtung.
Fig.7 Eine Leuchte - dritte Ausführungsform.
Fig.8 Eine Leuchte - vierte Ausführungsform.
Fig.9 Eine Leuchte - fünfte Ausführungsform.
Fig.10 Einen Eingangsbereich eines Schienenfahrzeugs.
Fig.11 Eine beleuchtete Haltestange.
Ausführung der Erfindung
[0024] Fig.1 zeigt beispielhaft und schematisch eine Signalisierungseinrichtung.
Eine Signalisierungseinrichtung 1 umfasst eine Steuereinrichtung 3 und mindestens
eine Leuchte 14. Jede Leuchte 14 ist elektrisch mit der Steuereinrichtung 3 verbunden,
die Lichtabgabe jeder Leuchte wird von der Steuereinrichtung 3 gesteuert. Dabei kann
die Leuchtstärke und gegebenenfalls die Lichtfarbe jeder Leuchte 14 entweder einzeln
oder gemeinsam mit weiteren Leuchten 14 gesteuert werden. Die Steuereinrichtung 3
weist eine elektrische Energiezufuhr (in. Fig.1 nicht dargestellt) auf. Weiters umfasst
die Steuereinrichtung 3 eine Schnittstelle zu einer Fahrzeugelektronik 10, über welche
die Steuerelektronik 3 mit der Fahrzeugelektronik 10 Daten betreffend der Betriebszustände
des Schienenfahrzeugs austauscht. Insbesondere werden dabei von der Fahrzeugelektronik
10 an die Steuereinrichtung 3 Daten bezüglich des Zeitpunkts des geplanten Schließens
der Türen übermittelt. Die Steuereinrichtung 3 übermittelt an die Fahrzeugelektronik
10 Daten bezüglich ihres internen Status, insbesondere Fehlermeldungen wie z. B. Lampenausfälle.
[0025] Fig.2 zeigt beispielhaft und schematisch eine Frontmaske eines Schienenfahrzeugs. Die Frontmaske
eines Schienenfahrzeugs bildet die Außenansicht von vorne und wird hauptsächlich nach
ästhetischen Gesichtspunkten gestaltet, wobei regulatorische Zulassungsbedingungen
wie das Sichtfeld für den Fahrzeugführer oder die Lichterführung zu berücksichtigen
sind. Üblicherweise sind weiße Frontscheinwerfer vorzusehen. Bei symmetrischen Fahrzeugen,
welche im Zweirichtungsbetrieb eingesetzt werden muss die Frontmaske auch rote Rücklichter
umfassen. Es ist eine Frontscheibe 6 vorgesehen, welche drei Leuchten 14 umfasst,
die Teil einer Signalisierungseinrichtung 1 sind. Diese Leuchten 14 sind im unteren
Bereich der Frontscheibe 6 angeordnet und geben Licht nur nach außen ab. Dadurch ist
jede Blendwirkung für den Fahrzeugführer ausgeschlossen. Die Anzahl und Anordnung
der Leuchten 14 wird nach gestalterischen Gesichtspunkten festgelegt. Die Lichtfarbe
der Leuchten 14 kann beispielsweise der Farbe einer bestimmten Linie entsprechen und
durch die Steuereinrichtung 3 veränderbar sein, sodass ein Fahrzeug auf unterschiedlichen
Linien einsetzbar ist und jeweils die zugehörige Farbe der Frontbeleuchtung aufweist.
Weiters ist es möglich, eine oder mehrere Leuchten 14 als Rücklicht zu gestalten,
sodass die Rückleuchten besonders harmonisch in die Fahrzeugaußenhaut integriert sind.
[0026] Fig.3 zeigt beispielhaft und schematisch eine Leuchte - erste Ausführungsform. Es ist eine
Leuchte 14 dargestellt, welche an einer Seite einer Scheibe 4 einer Außenverglasung
eines Schienenfahrzeugs angeordnet ist. Die Leuchte 14 umfasst mindestens ein Leuchtmittel
2, einen Reflektor 12 und gibt Licht 11 im Wesentlichen normal zur Scheibenebene ab.
Dieses Licht 11 durchdringt die Scheibe 4 und tritt an der gegenüberliegenden Seite
der Scheibe 4 aus. Im Strahlengang des Lichts 11 ist eine Streuscheibe 8 angeordnet,
welche die Leuchtstärkenunterschiede innerhalb der Lichtaustrittsfläche minimiert.
Dies ist besonders bei punktförmigen Lichtquellen 2, wie z. B. bei lichtemittierenden
Dioden vorteilhaft. Weiters sind lichtundurchlässige Bereiche 9 der Scheibe 4 an der
der Leuchte 14 zugewandten Seite vorgesehen. Diese lichtundurchlässigen Bereiche 9
begrenzen den lichtabgebenden Teil der Scheibe 4 und bewirken eine klar umrissene
Kontur dieses lichtabgebenden Bereichs.
Die Streuscheibe 8 und der lichtundurchlässige Bereich 9 sind nur optional vorzusehen.
[0027] Fig.4 zeigt beispielhaft und schematisch eine Leuchte - zweite Ausführungsform. Es ist
eine Leuchte 14 dargestellt, welche an einer Seite einer Scheibe 4 einer Außenverglasung
eines Schienenfahrzeugs angeordnet ist. Diese Leuchte 14 umfasst dieselben Bauteile
wie das in Fig.3 dargestellte Ausführungsbeispiel, jedoch ist das Leuchtmittel 2 im
Reflektor 12 so angeordnet, dass das Licht 11 ausschließlich über eine Innenfläche
des Reflektors 12 gelenkt in die Scheibe 4 eintritt. Dies stellt eine indirekte Beleuchtung
dar und sorgt für eine gleichmäßigere Leuchtstärkeverteilung im lichtabgebenden Bereich
der Scheibe 4. Dabei kann eine Streuscheibe 8 entfallen, ebenso kann eine Innenfläche
des Reflektors 12 als Streuscheibe ausgebildet sein und solcherart die Leuchtstärkeverteilung
gleichmäßiger gestalten. Wie bei dem in Fig.3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist auch
in dem in Fig.4 dargestellten Ausführungsbeispiel ein lichtundurchlässiger Bereich
9 der Scheibe 4 an der der Leuchte 14 zugewandten Seite vorgesehen welcher eine klar
umrissene Kontur des lichtabgebenden Bereichs sicherstellt.
[0028] Fig.5 zeigt beispielhaft und schematisch einen Einstieg in ein Verkehrsmittel. Es ist am
Beispiel einer U-Bahn die typische Einstiegssituation in ein Verkehrsmittel dargestellt.
Der Einstieg erfolgt über ein Türsystem mit zwei Türblättern 5. Es ist für einen Fahrgast
optisch nicht erkennbar, wie lange die Türblätter 5 noch geöffnet verbleiben.
[0029] Fig.6 zeigt beispielhaft und schematisch ein Türblatt mit einer Signalisierungseinrichtung.
Es ist ein Türblatt 5 mit einer Signalisierungseinrichtung dargestellt, wobei die
Signalisierungseinrichtung in Form eines Lichtbandes vorgesehen ist, welches die Glasfüllung
4 des Türblatts 5 umschließt. Andere Ausführungsformen, bei welchen dieses Lichtband
die Glasfüllung 4 nicht vollständig umschließt sind ebenso möglich. Weiters ist gegenständliche
Erfindung auch für Türblätter 5 ohne Glasfüllung 4 einsetzbar. Dieses Ausführungsbeispiel
eignet sich für mehrere Arten der Signalisierung. Beispielsweise kann eine Reduktion
des beleuchteten Teils des Lichtbandes vorgenommen werden, sodass bei Öffnungsbeginn
das gesamte Leuchtband erleuchtet ist und über den Zeitraum des Offenstehens der leuchtende
Teil des Leuchtbands verkleinert wird, sodass bei dem Schließen der Tür kein Teil
des Leuchtbandes mehr leuchtet. Ebenso ist eine Unterstützung der Signalisierungswirkung
durch den Einsatz wechselnder Lichtfarben möglich.
[0030] Fig.7 zeigt beispielhaft und schematisch eine Leuchte - dritte Ausführungsform. Es ist
eine Leuchte 14 dargestellt, welche an einer Seite einer Scheibe 4 einer Außenverglasung
eines Schienenfahrzeugs angeordnet ist. Die Leuchte 14 umfasst mindestens ein Leuchtmittel
2, einen Reflektor 12 sowie einen Lichtleiter 7. Dieser Lichtleiter 7 ist so mit dem
Reflektor 12 verbunden, dass das von der Lichtquelle 2 erzeugte Licht 11 in den Lichtleiter
7 geleitet wird. Der Lichtleiter weist eine reflektierende Fläche im Strahlengang
des Lichts 11 auf, welche das Licht 11 umlenkt und im Wesentlichen normal zur Scheibenoberfläche
in die Scheibe 4 leitet. Diese reflektierende Fläche des Lichtleiters 7 kann als Streuscheibe
8 ausgebildet sein, wobei dadurch das Licht auch in den Passagierraum (in Fig.7 oberhalb
der geschnitten dargestellten Scheibe 4) abgestrahlt wird. Ist dies nicht gewünscht,
so kann der Lichtleiter 7 lichtundurchlässig abgedeckt ausgeführt werden. Weiteres
ist es möglich, die reflektierende Fläche des Lichtleiters 7 glatt, d.h. ohne streuende
Eigenschaften auszuführen.
Bei der in Fig.7 dargestellten Ausführungsform einer Leuchte 14 kann auch ein lichtundurchlässiger
Bereich 9 an der Oberfläche der Scheibe 4 zur Verbesserung der Kontur des lichtabgebenden
Bereichs vorgesehen werden.
Fig. 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel, welches besonders vorteilhaft für den Einsatz
an einer Scheibe 4 eines Türblatts 5 ist, da diese Ausführungsform nur eine sehr geringe
Bauhöhe aufweist. Es ist ein Schnitt normal zur Scheibe 4 dargestellt, die Leuchte
14 erstreckt sich normal zur Zeichnungsebene und weist im Allgemeinen mehrere Leuchtmittel
2 in dem Reflektor 12 auf.
[0031] Fig.8 zeigt beispielhaft und schematisch eine Leuchte - vierte Ausführungsform. Es ist
eine Leuchte 14 dargestellt, welche in der Ebene einer Scheibe 4 einer Außenverglasung
eines Schienenfahrzeugs angeordnet ist. Ein Leuchtmittel 2 ist in einem Reflektor
12 angeordnet, welcher an der Kante einer Scheibe 4 so angeordnet ist, dass das Licht
11 in Richtung der Scheibenebene in die Scheibe 4 eingekoppelt wird. An der Oberfläche
der Scheibe 4 tritt kein Licht aus, das der Grenzwinkel der Totalreflexion zwischen
dem geführten Licht 11 und der Scheibenoberfläche unterschritten ist. Im Volumen der
Scheibe 4 sind an bestimmten Stellen Störstellen 13 angeordnet, welche das Licht 11
streuen und teilweise in einem größeren Winkel als dem Grenzwinkel der Totalreflexion
an die Scheibenoberfläche leiten. Dieses Licht 11 tritt beidseitig aus der Scheibe
4 im Bereich der Störstellen 13 aus. Diese Ausführungsform bietet die geringste Bauhöhe
und kann ein Leuchtbild an der Scheibe 4 erzeugen, welches ohne erkennbare Leuchten
entsteht. Weiters bietet diese Ausführungsform den Vorteil, dass das Licht 11 beidseitig
der Scheibe 4 austritt und somit beispielsweise sowohl von zusteigenden als auch von
aussteigenden Passagieren gesehen werden kann.
[0032] Fig.9 zeigt beispielhaft und schematisch eine Leuchte - fünfte Ausführungsform. Es ist
eine Leuchte 14 dargestellt, welche normal zur Ebene einer Scheibe 4 einer Außenverglasung
eines Schienenfahrzeugs angeordnet ist. Das von dieser Leuchte 14 abgestrahlte Licht
wird mittels eines Spiegels 15 reflektiert und in der Ebene der Scheibe 4 weitergeleitet.
Dieses umgelenkte Licht 11 tritt in die Scheibe 4 ein und wird im Bereich der Störstellen
13 gestreut und tritt beidseitig aus der Scheibe 4 aus. Ist die Abstrahlrichtung der
Leuchte 14 nicht normal zur Scheibenebene, so ist der Winkel des Spiegels 15 zur Scheibenebene
entsprechend anzupassen.
[0033] Fig.10 zeigt beispielhaft und schematisch einen Eingangsbereich eines Schienenfahrzeugs.
Es ist ein typischer Eingangsbereich einen Passagierschienenfahrzeugs für den Nahverkehr,
beispielsweise eine U-Bahn, in perspektivischer Darstellung von innen dargestellt.
Eine Tür, umfassend zwei Türblätter 5 dient als Zugang zum Passagierraum. Der Passagierraum
ist seitlich dieser Tür mit jeweils einer Trennwand ausgestattet. Diese Trennwand
teilt den Eingangsbereich von dem mit Sitzen ausgestatteten Bereich des Passagierraums
ab. Zur Vereinfachung der Darstellung sind sonstige Einbauten, insbesondere Sitze
nicht dargestellt. Die Trennwände erstrecken sich in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
nur bis zur Höhe der Türoberkante und sind an der Seitenwand befestigt. Diese Trennwände
umfassen eine Haltestange 16 und eine Scheibe 4. Die Haltestange ist bezüglich ihres
Durchmessers und ihrer Oberflächenbeschaffenheit so ausgeführt, dass Passagiere an
ihr Halt finden können. Trennwände können auch beliebig anders aufgebaut sein, insbesondere
ist eine raumhohe Trennwand, welche an Boden und Decke befestigt ist möglich, ebenso
kann die Scheibe 4 eingefasst sein.
[0034] Fig.11 zeigt beispielhaft und schematischeine beleuchtete Haltestange. Es ist ein Schnitt
durch eine Haltestange 16 und eine Scheibe 4 in einer Einbausituation wie in Fig.10
dargestellt. Die Scheibe 4 ist durch eine Leuchte 14, welche in der Scheibenebene
angeordnet ist beleuchtet. Das Licht 11 breitet sich in der Scheibenebene aus und
trifft auf der der Leuchte 14 gegenüberliegenden Seite auf eine Kante der Scheibe
4. An dieser Kante tritt das Licht 11 aus der Scheibe 4 aus und trifft auf die Haltestange
16 und wird an der Haltestange 16 gestreut. Dadurch wird die Haltestange 16 markant
beleuchtet, was beispielsweise bei der Anwendung gegenständlicher Beleuchtung als
Notlicht besonders vorteilhaft ist. Die Scheibe 4 kann weiters mit Einrichtungen zur
Lichtauskopplung an der Scheibenoberfläche selbst ausgestattet sein, in Fig.11 sind
jedoch solche Einrichtungen nicht dargestellt.
Liste der Bezeichnungen
[0035]
- 1
- Signalisierungssystem
- 2
- Leuchtmittel
- 3
- Steuereinrichtung
- 4
- Scheibe
- 5
- Türblatt
- 6
- Frontscheibe
- 7
- Lichtleiter
- 8
- Streuscheibe
- 9
- Lichtundurchlässiger Bereich
- 10
- Fahrzeugelektronik
- 11
- Licht
- 12
- Reflektor
- 13
- Störstelle
- 14
- Leuchte
- 15
- Spiegel
- 16
- Haltestange
1. Signalisierungseinrichtung (1) für ein Schienenfahrzeug, umfassend mindestens ein
Leuchtmittel (2) und eine Steuereinrichtung (3) wobei das mindestens eine Leuchtmittel
(2) und die Steuereinrichtung (3) so eingerichtet und ansteuerbar sind um mindestens
zwei unterschiedliche Lichtverteilungsmuster zu erzeugen wobei diese Lichtverteilungsmuster
durch eine Scheibe (4) der Außenverglasung an die Umgebung des Schienenfahrzeugs abgestrahlt
werden
dadurch gekennzeichnet, dass
das mindestens eine Leuchtmittel (2) Licht an einer Kante der Scheibe (4) der Außenverglasung
in die Scheibe (4) einkoppelt und das Licht an einer Störstelle in der Scheibe (4)
streut und im Bereich dieser Störstelle normal zur Scheibenebene austritt.
2. Signalisierungseinrichtung (1) für ein Schienenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtverteilungsmuster sich untereinander durch eine jeweils unterschiedliche
Lichtfarbe unterscheiden.
3. Signalisierungseinrichtung (1) für ein Schienenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtverteilungsmuster sich untereinander durch eine jeweils unterschiedliche
Leuchtstärke unterscheiden.
4. Signalisierungseinrichtung (1) für ein Schienenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtverteilungsmuster sich untereinander durch eine jeweils unterschiedliche
geometrische Leuchtstärkeverteilung unterscheiden.
5. Signalisierungseinrichtung (1) für ein Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (4) der Außenverglasung eine Frontscheibe (6) ist.
6. Signalisierungseinrichtung (1) für ein Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (4) der Außenverglasung eine Seitenscheibe ist.
7. Signalisierungseinrichtung (1) für ein Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (4) der Außenverglasung eine Scheibe eines Türblatts (5) ist.
8. Signalisierungseinrichtung (1) für ein Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Leuchtmittel (2) Licht über einen Lichtleiter (7) in die Scheibe
der Außenverglasung einkoppelt.
9. Signalisierungseinrichtung (1) für ein Schienenfahrzeug nach Anspruche 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtleiter (7) eine im Strahlengang angeordnete Streuscheibe (8) aufweist.
10. Signalisierungseinrichtung (1) für ein Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1
bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das die lichtabgebenden Bereiche der Scheibe der Außenverglasung von lichtundurchlässigen
Bereichen (9)der Scheibenoberfläche umgeben sind.
11. Signalisierungseinrichtung (1) für ein Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1
bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass als Leuchtmittel (2) lichtemittierende Dioden vorgesehen sind.
12. Signalisierungseinrichtung (2) für ein Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1
bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass als Leuchtmittel (2) organische lichtemittierende Dioden vorgesehen sind.
13. Signalisierungseinrichtung (1) für ein Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1
bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (3) die Lichtverteilungsmuster in Abhängigkeit von bestimmten
Betriebszuständen des Schienenfahrzeugs steuert.
14. Signalisierungseinrichtung (1) für ein Schienenfahrzeug nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (3) Schnittstellen zur automatischen Übertragung bestimmter
Betriebszustände durch die Fahrzeugelektronik (10) umfasst.
1. Signalling equipment (1) for a rail vehicle, comprising at least one lighting means
(2) and one control device (3), wherein the at least one lighting means (2) and the
control device (3) are configured and can be actuated in such a way that at least
two different light distribution patterns are generated, wherein said light distribution
patterns are emitted into the surroundings of the rail vehicle through a glass pane
(4) of the external glazing,
characterised in that
the at least one lighting means (2) couples light into the glass pane (4) at an edge
of the glass pane (4) of the external glazing and the light diffuses at an imperfection
in the glass pane (4) and exits perpendicular to the plane of the glass pane in the
region of said imperfection.
2. Signalling equipment (1) for a rail vehicle according to claim 1, characterised in that the light distribution patterns differ from one another by a respective different
colour of light.
3. Signalling equipment (1) for a rail vehicle according to claim 1, characterised in that the light distribution patterns differ from one another by a respective different
luminosity.
4. Signalling equipment (1) for a rail vehicle according to claim 1, characterised in that the light distribution patterns differ from one another by a respective different
geometric luminosity distribution.
5. Signalling equipment (1) for a rail vehicle according to one of claims 1 to 4, characterised in that the glass pane (4) of the external glazing is a windscreen (6).
6. Signalling equipment (1) for a rail vehicle according to one of claims 1 to 4, characterised in that the glass pane (4) of the external glazing is a side window.
7. Signalling equipment (1) for a rail vehicle according to one of claims 1 to 4, characterised in that the glass pane (4) of the exterior glazing is a glass pane of a door leaf (5).
8. Signalling equipment (1) for a rail vehicle according to one of claims 1 to 7, characterised in that the at least one lighting means couples light via a light guide (7) into the glass
pane of the exterior glazing.
9. Signalling equipment (1) for a rail vehicle according to claim 8, characterised in that the light guide (7) has a diffusing panel (8) arranged in the beam path.
10. Signalling equipment (1) for a rail vehicle according to one of claims 1 to 9, characterised in that the light-emitting regions of the glass pane of the exterior glazing are surrounded
by opaque regions (9) of the surface of the glass pane.
11. Signalling equipment (1) for a rail vehicle according to one of claims 1 to 10, characterised in that light-emitting diodes are provided as lighting means (2).
12. Signalling equipment (2) for a rail vehicle according to one of claims 1 to 10, characterised in that organic light-emitting diodes are provided as lighting means (2).
13. Signalling equipment (1) for a rail vehicle according to one of claims 1 to 12, characterised in that the control device (3) controls the light distribution patterns as a function of
certain operating states of the rail vehicle.
14. Signalling equipment (1) for a rail vehicle according to claim 13, characterised in that the control device (3) comprises interfaces for the automatic transmission of certain
operating states by the vehicle electronics (10).
1. Appareil de signalisation (1) pour un véhicule ferroviaire, comprenant au moins un
dispositif lumineux (2) et un appareil de commande (3), dans lequel le au moins un
dispositif lumineux (2) et l'appareil de commande (3) sont agencés et peuvent être
commandés de manière à produire au moins deux profils de diffusion de lumière différents,
dans lequel lesdits profils de diffusion de lumière sont émis au niveau de l'environnement
du véhicule ferroviaire grâce à une vitre (4) du vitrage extérieur
caractérisé en ce que
le au moins un dispositif lumineux (2) injecte de la lumière dans la vitre (4) au
niveau d'un bord de la vitre (4) du vitrage extérieur et la lumière se diffuse au
niveau d'un défaut de la vitre (4) et sort perpendiculairement au plan de vitre dans
la région dudit défaut.
2. Appareil de signalisation (1) pour un véhicule ferroviaire selon la revendication
1, caractérisé en ce que les profils de diffusion de lumière se différencient les uns des autres par une couleur
de lumière respectivement différente.
3. Appareil de signalisation (1) pour un véhicule ferroviaire selon la revendication
1, caractérisé en ce que les profils de diffusion de lumière se différencient les uns des autres par une luminosité
respectivement différente.
4. Appareil de signalisation (1) pour un véhicule ferroviaire selon la revendication
1, caractérisé en ce que les profils de diffusion de lumière se différencient les uns des autres par une répartition
géométrique de luminosité respectivement différente.
5. Appareil de signalisation (1) pour un véhicule ferroviaire selon l'une quelconque
des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la vitre (4) du vitrage extérieur est un pare-brise (6).
6. Appareil de signalisation (1) pour un véhicule ferroviaire selon l'une quelconque
des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la vitre (4) du vitrage extérieur est une vitre latérale.
7. Appareil de signalisation (1) pour un véhicule ferroviaire selon l'une quelconque
des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la vitre (4) du vitrage extérieur est une vitre d'un battant de porte (5).
8. Appareil de signalisation (1) pour un véhicule ferroviaire selon l'une quelconque
des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le au moins un dispositif lumineux (2) injecte de la lumière dans la vitre du vitrage
extérieur par l'intermédiaire d'un guide optique (7).
9. Appareil de signalisation (1) pour un véhicule ferroviaire selon la revendication
8, caractérisé en ce que le guide optique (7) présente une optique de diffusion (8) agencée sur le trajet
des rayons lumineux.
10. Appareil de signalisation (1) pour un véhicule ferroviaire selon l'une quelconque
des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les régions émettrices de lumière de la vitre du vitrage extérieur sont entourés
de régions opaques (9) de la surface de vitre.
11. Appareil de signalisation (1) pour un véhicule ferroviaire selon l'une quelconque
des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que des diodes électroluminescentes sont prévues en tant que dispositif lumineux (2).
12. Appareil de signalisation (2) pour un véhicule ferroviaire selon l'une quelconque
des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que des diodes électroluminescentes organiques sont prévues en tant que moyens d'éclairage
(2).
13. Appareil de signalisation (1) pour un véhicule ferroviaire selon l'une quelconque
des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que l'appareil de commande (3) commande le profil de diffusion de lumière en fonction
d'états de fonctionnement déterminés du véhicule ferroviaire.
14. Appareil de signalisation (1) pour un véhicule ferroviaire selon la revendication
13, caractérisé en ce que l'appareil de commande (3) comprend des interfaces destinées à une transmission automatique
d'états de fonctionnement déterminés grâce à l'électronique embarquée (10).