[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kältegerät und ein Verfahren zur Regelung
des Kältegeräts. Das Kältegerät umfasst wenigstens einen Kälteraum, der von wenigstens
einer Tür verschließbar ist. Weiterhin umfasst das Kältegerät einen Kältekreislauf,
der einen Verdichter aufweist und eine Steuerungsvorrichtung, die geeignet ist, den
Verdichter einzuschalten oder auszuschalten.
[0002] Ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zur Regelung eines Kältegeräts
ist aus
DE 10 2009 001 678 A1 bekannt. Bei dem bekannten Verfahren wird zunächst die in dem Kälteraum herrschende
Temperatur bestimmt und jeweils mit einer Maximaltemperatur und einer Minimaltemperatur
verglichen. Der Verdichter wird eingeschaltet, wenn die Temperatur die Maximaltemperatur
überschreitet und ausgeschaltet, wenn die Temperatur die Minimaltemperatur unterschreitet.
Befindet sich die Temperatur unter der Maximaltemperatur und über der Minimaltemperatur,
also zwischen Maximaltemperatur und Minimaltemperatur, dann wird der Verdichter abwechselnd
während einer Einschaltdauer eingeschaltet und während einer Ausschaltdauer ausgeschaltet.
Bei dem bekannten Verfahren sind die Einschaltdauer und die Ausschaltdauer vorherbestimmt,
das heißt das Einschalten des Verdichters und das Ausschalten des Verdichters erfolgt
zeitgesteuert. Diese Ausgestaltung bietet den Nachteil, dass die Einschaltdauer und
die Ausschaltdauer für ein Kältegerät vorherbestimmt werden müssen. Dies kann dazu
führen, insbesondere dann, wenn die vorherrschenden Bedingungen stark von den Bedingungen
abweichen, die für das Kältegerät vorhergesehen sind, dass ungleichmäßige Kühlzyklen
entstehen. Dies hat zur Folge, dass die Temperatur im Kälteraum häufig die Maximaltemperatur
überschreitet beziehungsweise die Minimaltemperatur unterschreitet, wodurch der Wirkungsgrad
des Kältegeräts abnimmt. Zudem entsteht durch das Vorherbestimmen der Einschaltdauer
und der Ausschaltdauer der Nachteil, dass die Einschaltdauer und die Ausschaltdauer
im Vorhinein durch langwierige Testreihen zu ermitteln ist.
[0003] Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile des aus dem Stand der Technik bekannten
Verfahrens zu überwinden, und so das bekannte Verfahren zur Regelung eines Kältegeräts
zu verbessern.
[0004] Zur
Lösung dieser Aufgabe wird ein Verfahren gemäß Anspruch 1, sowie ein Kältegerät gemäß Anspruch
10 vorgeschlagen.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens werden in den Ansprüchen
2 bis 9 beschrieben. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Kältegerätes
werden in den Ansprüchen 11 und 12 beschrieben.
[0006] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Regelung eines Kältegeräts zeichnet sich insbesondere
dadurch aus, dass durch die temperaturabhängige Regelung der Ausschaltdauer die Regelung
des Kältegeräts dynamisch angepasst wird. Dies bedeutet, dass auf längere Testreihen
zur Einstellung des Regelverhaltens verzichtet werden kann.
[0007] Das erfindungsgemäße Verfahren bietet weiterhin den Vorteil, dass das Regelverhalten
insbesondere für unterschiedliche Umgebungs- und Fachtemperaturen optimiert wird.
Weiterhin wird durch das erfindungsgemäße Verfahren eine Effizientoptimierung des
betriebenen Geräts erzielt.
[0008] Vorzugsweise beträgt die Differenz zwischen der Maximaltemperatur und der Minimaltemperatur
zwischen 0,1° und 10°, vorzugsweise zwischen 0,2° und 2°, weiterhin vorzugsweise zwischen
0,5° und 1°.
[0009] In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt die temperaturabhängige
Regelung der Ausschaltdauer nur bei Vorliegen konstanter Bedingungen. Diese Ausgestaltung
bietet den Vorteil, dass das Regelverhalten des Kältegeräts nicht an kurzfristig verändernde
Bedingungen angepasst wird, wodurch das Regelverhalten beim Vorliegen dieser konstanten
Bedingungen optimiert ist.
[0010] Vorzugsweise ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das
Vorliegen konstanter Bedingungen umfasst, dass, über ein Zeitintervall die Tür geschlossen
bleibt und/oder eine Umgebungstemperatur annähernd konstant bleibt und/oder keine
Abtauphase eintritt. Diese Ausgestaltung bietet den Vorteil, dass störende Außeneinflüsse
nicht in die Anpassung der Regelung des Kältegeräts mit einfließen, wodurch das Regelverhalten
für langfristig gleichbleibende Bedingungen verbessert wird. Solche Außeneinflüsse
können beispielsweise eine sich stark verändernde Umgebungstemperatur oder eine sich
kurzfristig, durch Öffnen der Tür, sich an die Außentemperatur angleichende in dem
Kühlfach herrschende Innentemperatur sein. Auch eine Abtauphase kann die Temperaturen
im Inneren des Kältegeräts derart beeinflussen, dass eine sinnvolle temperaturabhängige
Anpassung der Regelung nicht erfolgen kann. Aus diesem Grund ist es vorteilhaft, keine
Temperaturregelung während einer Abtauphase vorzunehmen.
[0011] Alternativ kann das Vorliegen konstanter Bedingungen aus dem Regelverhalten der Steuerungsvorrichtung
bestimmt werden. So deutet insbesondere ein zyklisches Wiederkehren des Regelungsverhaltens
über die Zeit auf das Vorliegen konstanterer Bedingungen hin. Dabei spielt es keine
Rolle, ob das Regelungsverhalten im Hinblick auf die vorhandenen Umgebungsbedingungen
optimiert ist oder nicht. Ist also das Regelverhalten über dem Zeitintervall konstant
und/oder zyklisch wiederkehrend, können Rückschlüsse über das Vorliegen konstanter
Bedingungen gezogen werden.
[0012] Vorteilhaft ist das erfindungsgemäße Verfahren weiterhin dadurch gekennzeichnet,
dass das Zeitintervall zwischen 10 Minuten und 12 Stunden, vorzugsweise zwischen 30
Minuten und 6 Stunden, weiterhin vorzugsweise zwischen 1 Stunde und 5 Stunden, beträgt.
Diese Ausgestaltung bietet den Vorteil, dass ausgeschlossen wird, dass kurzfristig
bedingte Änderungen der Temperatur als Grundlage zur Anpassung der Regelung des Kältegeräts
herangezogen werden. So wird beispielsweise beim Befüllen des Kältegeräts mit einer
verhältnismäßig großen Menge an vergleichsweise warmer Flüssigkeit, wie beispielsweise
ungekühlten Getränken, die Temperatur innerhalb des Kältegeräts für einen gewissen
Zeitraum erhöht. Würde sich nun das Regelverhalten des Kältegeräts an diese Bedingungen
anpassen, so wäre auch die Effizienz des Kältegeräts für den Fall konstanter vorliegender
Bedingungen weniger angepasst. Demgemäß wird die Anpassung der Regelung des Kältegeräts
erst bei vorliegenden konstanten Bedingungen durchgeführt.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt die Regelung
der Ausschaltdauer dadurch, dass die Ausschaltdauer verringert wird, wenn die Maximaltemperatur
überschritten wird. Weiterhin vorzugsweise ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet,
dass die Regelung der Ausschaltdauer dadurch erfolgt, dass die Ausschaltdauer erhöht
wird, wenn die Minimaltemperatur unterschritten wird.
[0014] Diese Ausgestaltung bietet den Vorteil, dass die Temperatur im Inneren des Kältegeräts
möglichst innerhalb des Temperaturintervalls, welches durch die Minimaltemperatur
und die Maximaltemperatur beschränkt ist, bleibt. Dadurch wird die Engergieeffizienz
gesteigert. Die Ausgestaltung bietet weiterhin den Vorteil, dass die Ausschaltdauer
automatisch so ausgewählt wird, dass die Temperatur im Inneren des Kältegeräts bei
konstant gleichbleibenden Bedingungen längstmöglich innerhalb des Temperaturintervalls
bleibt. Zudem kann somit auf das zeitintensive Vorherbestimmen der Ausschaltdauer
für das gegebene Kältegerät verzichtet werden.
[0015] Alternativ zu der voranstehend beschriebener Ausgestaltung, wäre auch die Erhöhung
der Einschaltdauer statt der Verringerung der Ausschaltdauer möglich. Dies würde auch
zu einem verbesserten Regelverhalten des Kältegeräts führen. Diese Ausgestaltung bietet
jedoch den Nachteil, dass die optimale Einschaltdauer, beziehungsweise Laufzeit, des
Verdichters, welche für einen vorgegebenen Kältekreislauf im Voraus bestimmbar ist,
verlassen wird. Insofern ist zur Optimierung der Regelung des Kältegeräts die Veränderung
der Ausschaltdauer gegenüber der Veränderung der Einschaltdauer zu bevorzugen.
[0016] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet,
dass nach dem Verringern und/oder Erhöhen der Ausschaltdauer ein Merker gesetzt wird,
um zu verhindern, dass die Ausschaltdauer ein weiteres Mal verringert und/oder erhöht
wird und, dass der Merker nach dem Ablauf einer Sperrzeit gelöscht wird, um zu erlauben,
dass die Ausschaltdauer ein weiteres Mal verringert und/oder erhöht wird. Vorzugsweise
kann die Sperrzeit durch eine Anzahl an Kompressorlaufzeiten bestimmt sein. Eine Kompressorlaufzeit
ergibt sich aus der Summe der Ausschaltdauer und der Einschaltdauer.
[0017] Diese Ausgestaltung bietet den Vorteil, dass die Regelung besser auf langfristig
auftretende Veränderungen der Umgebung angepasst wird.
[0018] Vorzugsweise beträgt die Sperrzeit wenigstens zwei Laufzeiten. Weiterhin vorzugsweise
beträgt die Sperrzeit zwischen zwei und zwanzig Laufzeiten. Weiterhin vorzugsweise
beträgt die Sperrzeit zwischen zwei und zehn Laufzeiten.
[0019] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass
die Einschaltdauer zwischen 30 Sekunden und 30 Minuten, vorzugsweise zwischen 1 Minute
und 10 Minuten, weiterhin vorzugsweise ca. 4 Minuten, beträgt. Vorzugsweise beträgt
ferner die Ausschaltdauer zwischen 1 Minute und 60 Minuten, vorzugsweise zwischen
2 Minuten und 20 Minuten, weiterhin vorzugsweise ca. 8 Minuten.
[0020] Vorteilhaft wird, bei Überschreitung der Maximaltemperatur, die Ausschaltdauer um
einen konstanten Betrag verringert, und bei Unterschreiten der Minimaltemperatur um
den konstanten Betrag erhöht. Der konstante Betrag liegt zwischen 5 Sekunden und 5
Minuten, vorzugsweise zwischen 10 Sekunden und 2 Minuten, weiterhin vorzugsweise bei
ca. 0,5 Minuten.
[0021] Das erfindungsgemäße Kältegerät zur Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 9 umfasst wenigstens einen Kälteraum, der von wenigstens einer Tür verschließbar
ist, einen Kältekreislauf, der einen Verdichter aufweist, eine Steuerungsvorrichtung,
die die Regelung nach einem der Verfahren ansprüche 1 bis 9 ausführt, und einen Temperaturfühler,
der geeignet ist, die im Kälteraum herrschende Temperatur zu bestimmen.
[0022] Das erfindungsgemäße Kältegerät macht sich die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens
zunutze. Vorzugsweise umfasst das erfindungsgemäße Kältegerät eine Einrichtung, die
dafür geeignet ist, zu bestimmen, ob konstante Bedingungen vorherrschen.
[0023] Weiterhin vorzugsweise umfasst die Einrichtung einen Außentemperaturfühler, der dafür
geeignet ist, eine Umgebungstemperatur zu messen. Bevorzugterweise umfasst die Einrichtung
einen Türsensor, der dafür geeignet ist, zu bestimmen, ob die Tür geöffnet ist. Weiterhin
vorzugsweise ist die Einrichtung dafür geeignet, zu bestimmen, ob eine Abtauphase
eintritt.
[0024] Weitere Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens und des erfindungsgemäßen Kältegerätes
ergeben sich aus dem nachfolgend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel. In
den das Ausführungsbeispiel lediglich schematisch darstellenden Zeichnungen veranschaulichen
im Einzelnen:
- Fig. 1:
- eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Kältegeräts;
- Fig. 2:
- ein Diagramm, das den Verlauf der in dem Kälteraum des Kältegeräts gemessenen Temperatur
und den Verlauf der durch den Verdichter erbrachten Leistung, im Laufe der Zeit für
ein herkömmliches Kältegerät wiedergibt;
- Fig. 3
- ein Diagramm, das den Verlauf der in dem Kälteraum des Kältegeräts gemessenen Temperatur
und den Verlauf der durch den Verdichter erbrachten Leistung, im Laufe der Zeit für
ein erfindungsgemäßes Kältegerät wiedergibt.
[0025] Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht eines Kältegeräts 10. Das Kältegerät 10 umfasst
einen Kälteraum 14, der von einer Tür 12 verschließbar ist, einen Kältekreislauf 20
und eine Steuerungsvorrichtung 30. Der Kältekreislauf 20 umfasst insbesondere einen
Verdichter 22. Ein Temperaturfühler 32 der Steuervorrichtung 30 ist im Inneren des
Kälteraums 14 angeordnet und misst die Temperatur T der sich im Kälteraum 14 befindenden
Luft.
[0026] In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Steuerungsvorrichtung 30 des Kältegeräts
10 einen Türsensor 34 auf, der feststellt, ob die Tür 12 des Kältegeräts 10 geöffnet
oder geschlossen ist. Demgemäß kann der Türsensor 34 feststellen, ob die sich im Kälteraum
14 befindende Luft daran gehindert wird, sich mit der außerhalb des Kältegeräts 10
befindenden Luft zu vermischen. Eine geschlossene Tür 12 trägt so zu konstanten Temperaturen
im Inneren des Kälteraums 14 bei.
[0027] Die Steuerungsvorrichtung 30 des Kältegeräts 10 kann einen Außentemperaturfühler
36 aufweisen. Zweckgemäß ist der Außentemperaturfühler 36 an der Außenseite des Kältegeräts
10 angeordnet. Vorzugsweise ist der Außentemperaturfühler 36 der Steuerungsvorrichtung
30 derart angeordnet, dass eine eventuelle Wärmeabgabe eines Verdampfers des Kältekreislaufs
20 die Messung der Außentemperatur nicht beeinflusst.
[0028] Figur 2 zeigt ein Diagramm, welches den Temperaturverlauf und die Leistung eines
Verdichters 22 eines Kältegeräts 10 wiedergibt, wobei das Regelverhalten noch nicht
optimal an die vorherrschenden Umgebungsbedingungen angepasst ist. In dem unteren
Bereich des Diagramms ist der Verlauf der Temperatur T innerhalb des Kühlraums 14
des Kältegeräts 10 wiedergegeben. Die Temperatur T weist infolge des unregelmäßigen
Regelverhaltens starke Schwankungen auf.
[0029] Befindet sich die Temperatur T innerhalb des Intervalls T
min bis T
max, so wird der der Verdichter 22 des erfindungsgemäßen Kältegeräts 10 abwechselnd während
einer Einschaltdauer t
ein eingeschaltet und während einer Ausschaltdauer t
aus ausgeschaltet.
[0030] Überschreitet die Temperatur T die Temperatur T
max, so wird, falls noch kein Merker gesetzt ist, der Merker gesetzt, und die Ausschaltdauer
t
aus wird für zukünftige Zyklen verringert. Ist ein Merker bereits gesetzt, wird die Ausschaltdauer
t
aus beibehalten. Merker werden nach einer vorher definierten Anzahl von Zyklen wieder
gelöscht.
[0031] Fällt die Temperatur T unterhalb der Minimaltemperatur T
min, so wird der Verdichter 22 eingeschaltet und die Ausschaltdauer t
aus wird um denselben konstanten Wert erhöht, falls kein Merker gesetzt ist, und ein
solcher Merker wird anschließend gesetzt. Der Merker wird nach einem Durchlauf von
einer vorherbestimmten Anzahl an Zyklen wieder gelöscht.
[0032] Sinkt die Temperatur T von einer Temperatur oberhalb der Maximaltemperatur T
max ab, so dass die Temperatur T wieder in dem Intervall zwischen T
min und T
max liegt, so wird zunächst der Verdichter 22 die Dauer einer Ausschaltdauer t
aus ausgeschaltet. Steigt die Temperatur T von einer Temperatur unterhalb der Minimaltemperatur
T
min auf eine Temperatur an, die sich innerhalb des durch die Minimaltemperatur T
min und der Maximaltemperatur T
max definierten Intervalls befindet, so wird für die Dauer der Ausschaltdauer t
aus der Verdichter 22 ausgeschaltet.
[0033] Wie insbesondere die aus der die Verdichterleistung wiedergebenden Kurve ersichtlich
ist, drücken sich für das Ausführungsbeispiel die vorhandenen konstanten Bedingungen
durch ein regelmäßiges und wiederkehrenden Regelverhalten aus (3 kurze gefolgt von
einer langen Leistungsspitze).
[0034] Figur 3 gibt ein optimiertes Regelverhalten eines erfindungsgemäßen Kältegeräts 10
wieder. Bei dem optimierten Regelverhalten bleiben die Einschaltdauer t
ein und die Ausschaltdauer t
aus im Laufe der Zeit gleich lang. Auch die Temperatur T bleibt verhältnismäßig konstant,
und bewegt sich innerhalb des Intervalls zwischen der Minimaltemperatur T
min und der Maximaltemperatur T
max.
[0035] Das in Figur 3 wiedergegebene Regelverhalten hat sich erfindungsgemäß selbst eingestellt,
so dass das vorgegebene Temperaturintervall nicht verlassen wird und die Ausschaltphasen
t
aus sowie die Einschaltphasen t
ein für längere Zeit konstant bleiben.
[0036] Wie das in Figur 2 wiedergegebene Diagramm verdeutlicht, wird der Verdichter 22 dreimal
hintereinander für eine Einschaltdauer t
ein eingeschaltet und für eine Ausschaltdauer t
aus ausgeschaltet. Im Anschluss daran folgt ein längeres Einschalten des Verdichters
22, was über eine Einschaltdauer t
ein hinausgeht. Dies ist dadurch bedingt, dass die Temperatur T über die Maximaltemperatur
T
max hinaus angestiegen ist. Wie die Figur 2 weiter zu erkennen gibt, folgt nach einer
länger anhaltenden Ausschaltphase das beschriebene Regelungsmuster erneut. Dieses
regelmäßige und wiederkehrende Regelungsverhalten deutet demnach auf das Vorhandensein
konstanter Bedingungen hin. Auch das in Figur 3 wiedergegebene Diagramm zeigt ein
sich wiederholendes Regelungsverhalten der Steuerungsvorrichtung 30. Demnach lässt
sich aus dem in Figur 3 wiedergegebenen Diagramm ebenfalls ableiten, dass konstante
Bedingungen vorherrschen. Eine Regelung der Ausschaltdauer t
aus kann demnach zur Verbesserung des Regelverhaltens der Steuerung 30 erfolgen
[0037] Das erfindungsgemäße Verfahren für ein Kältegerät ermöglicht die Effizienzoptimierung
des Kältegeräts. Weiterhin stellt das erfindungsgemäße Verfahren optimale Reglereinstellungen
zur Verfügung, und zwar unabhängig von den vorhandenen Umgebungs- und Fachtemperaturen.
Zudem wird durch das erfindungsgemäße Verfahren der Erprobungs- beziehungsweise Entwicklungsaufwand
verringert. Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich außerdem kostengünstig, auf
Softwarebasis, realisieren.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 10
- Kältegerät
- 12
- Tür
- 14
- Kälteraum
- 20
- Kältekreislauf
- 22
- Verdichter
- 30
- Steuerungsvorrichtung
- 32
- Temperaturfühler
- 34
- Türsensor
- 36
- Außentemperaturfühler
- T
- Temperatur
- Tmax
- Maximaltemperatur
- Tmin
- Minimaltemperatur
- tein
- Einschaltdauer
- taus
- Ausschaltdauer
1. Verfahren zur Regelung eines Kältegeräts (10) umfassend wenigstens einen Kälteraum
(14), der von wenigstens einer Tür (12) verschließbar ist, einen Kältekreislauf (20),
der einen Verdichter (22) aufweist und eine Steuerungsvorrichtung (30), die geeignet
ist, den Verdichter (22) einzuschalten oder auszuschalten, mit folgenden Verfahrensschritten:
a. Bestimmung der in dem Kälteraum (14) herrschenden Temperatur (T);
b. Vergleichen der Temperatur (T) mit einer Maximaltemperatur (Tmax);
c. Vergleichen der Temperatur (T) mit einer Minimaltemperatur (Tmin);
d. Einschalten des Verdichters (22), wenn die Temperatur (T) die Maximaltemperatur
(Tmax) überschreitet;
e. Ausschalten des Verdichters (22), wenn die Temperatur (T) die Minimaltemperatur
(Tmin) unterschreitet;
f. abwechselndes Einschalten des Verdichters (22) während einer Einschaltdauer (tein) und Ausschalten des Verdichters (22) während einer Ausschaltdauer (taus), wenn die Temperatur (T) unter der Maximaltemperatur (Tmax) und über der Minimaltemperatur (Tmin) liegt; gekennzeichnet durch folgenden Verfahrensschritt:
g. Veränderung der Ausschaltdauer (taus) abhängig von der Temperatur (T).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die temperaturabhängige Veränderung der Ausschaltdauer (taus) nur bei Vorliegen konstanter Bedingungen erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorliegen konstanter Bedingungen umfasst, dass, über ein Zeitintervall, die Tür
(12) geschlossen bleibt und/oder eine Umgebungstemperatur annähernd konstant bleibt
und/oder keine Abtauphase eintritt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeitintervall zwischen 10 Minuten und 12 Stunden, vorzugsweise zwischen 30 Minuten
und 6 Stunden, weiterhin vorzugsweise zwischen 1 Stunde und 3 Stunden, beträgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Veränderung der Ausschaltdauer (taus) dadurch erfolgt, dass die Ausschaltdauer (taus) verringert wird, wenn die Maximaltemperatur (Tmax) überschritten wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Veränderung der Ausschaltdauer (taus) dadurch erfolgt, dass die Ausschaltdauer (taus) erhöht wird, wenn die Minimaltemperatur (Tmin) unterschritten wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verringern und/oder Erhöhen der Ausschaltdauer (taus) ein Merker gesetzt wird, um zu unterbinden, dass die Ausschaltdauer (taus) ein weiteres Mal verringert und/oder erhöht wird und dass der Merker nach dem Ablauf
einer Sperrzeit gelöscht wird, um zu erlauben, dass die Ausschaltdauer (taus) ein weiteres Mal verringert und/oder erhöht wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschaltdauer (tein) zwischen 30 Sekunden und 30 Minuten, vorzugsweise zwischen 1 Minute und 10 Minuten,
weiterhin vorzugsweise ca. 4 Minuten, beträgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschaltdauer (taus) zwischen 1 Minute und 60 Minuten, vorzugsweise zwischen 2 Minuten und 20 Minuten,
weiterhin vorzugsweise ca. 8 Minuten, beträgt.
10. Kältegerät zur Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9, umfassend:
wenigstens einen Kälteraum (14), der von wenigstens einer Tür (12) verschließbar ist;
einen Kältekreislauf (20), der einen Verdichter (22) aufweist;
eine Steuerungsvorrichtung (30), die die Regelung nach einem der Verfahrensansprüche
1 bis 9 ausführt, und
einen Temperaturfühler (32), der geeignet ist, die im Kälteraum (14) herrschende Temperatur
(T) zu bestimmen.
11. Kältegerät nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, die dafür geeignet ist, zu bestimmen, ob konstante Bedingungen
vorherrschen.
12. Kältegerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung einen Außentemperaturfühler (36), der dafür geeignet ist, eine Umgebungstemperatur
zu messen und/oder einen Türsensor (34), der dafür geeignet ist, zu Bestimmen ob die
Tür (12) geöffnet ist, umfasst und/oder dass die Einrichtung dafür geeignet ist, zu
bestimmen ob eine Abtauphase eintritt.
1. Method for controlling a refrigerator (10) including at least one refrigeration compartment
(14) which can be closed by at least one door (12), a refrigerant circuit (20) comprising
a compressor (22) and a control apparatus (30) which is suited to switching the compressor
(22) on or off, having the following method steps:
a) determining the temperature (T) prevailing in the refrigeration compartment (14);
b) comparing the temperature (T) with a maximum temperature (Tmax);
c) comparing the temperature (T) with a minimum temperature (Tmin);
d) switching the compressor (22) on if the temperature (T) exceeds the maximum temperature
(Tmax);
e) switching the compressor (22) off if the temperature (T) falls below the minimum
temperature (Tmin);
f) alternately switching the compressor (22) on during a switch-on duration (ton) and switching the compressor (22) off during a switch-off duration (toff) if the temperature (T) lies below the maximum temperature (Tmax) and above the minimum temperature (Tmin); characterised by the following method step:
g) changing the switch-off duration (toff) as a function of the temperature (T).
2. Method according to claim 1, characterised in that the temperature-dependent change in the switch-off duration (toff) only occurs if constant conditions exist.
3. Method according to claim 2, characterised in that the existence of constant conditions includes the door (12) remaining closed and/or
an ambient temperature remaining approximately constant and/or no thaw phase occurring
during a time interval.
4. Method according to claim 3, characterised in that the time interval amounts to between 10 minutes and 12 hours, preferably between
30 minutes and 6 hours, further preferably between 1 hour and 3 hours.
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that the change in the switch-off duration (toff) takes place such that the switch-off duration (toff) is reduced if the maximum temperature (Tmax) is exceeded.
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the change in the switch-off duration (toff) takes place such that the switch-off duration (toff) is increased if the minimum temperature (Tmin) is not reached.
7. Method according to one of claims 1 to 6, characterised in that a marker is set after reducing and/or increasing the switch-off duration (toff) in order to prevent the switch-off duration (toff) from being reduced again and/or increased and that the marker is deleted after an
off-period has elapsed in order to allow the switch-off duration (toff) to be reduced and/or increased again.
8. Method according to one of claims 1 to 7, characterised in that the switch-on duration (ton) amounts to between 30 seconds and 30 minutes, preferably between 1 minute and 10
minutes, further preferably approx. 4 minutes.
9. Method according to one of claims 1 to 8, characterised in that the switch-off duration (toff) amounts to between 1 minute and 60 minutes, preferably between 2 minutes and 20
minutes, further preferably approx. 8 minutes.
10. Refrigerator for executing the method according to one of claims 1 to 9, including:
at least one refrigeration compartment (14) which can be closed by at least one door
(12);
a refrigerant circuit (20) comprising a compressor (22);
a control apparatus (30) which executes the control according to one of the method
claims 1 to 9, and
a temperature sensor (32) which is suited to determining the temperature (T) prevailing
in the refrigeration compartment (14).
11. Refrigerator according to claim 10, characterised by a facility which is suited to determining whether constant conditions prevail.
12. Refrigerator according to claim 11, characterised in that the facility includes an exterior temperature sensor (36) which is suited to measuring
an ambient temperature and/or a door sensor (34) which is suited to determining whether
the door (12) is open and/or that the facility is suited to determining whether a
thaw phase is occuring.
1. Procédé de réglage d'un appareil frigorifique (10) comprenant au moins un compartiment
frigorifique (14) qui peut être fermé par au moins une porte (12), un circuit de réfrigérant
(20) qui comprend un compresseur (22) et un dispositif de commande (30) qui est conçu
pour mettre en marche ou arrêter le compresseur (22), comprenant les étapes suivantes
:
a. détermination de la température (T) régnant dans le compartiment frigorifique (14)
;
b. comparaison de la température (T) avec une température maximale (Tmax) ;
c. comparaison de la température (T) avec une température minimale (Tmin) ;
d. mise en marche du compresseur (22) lorsque la température (T) dépasse la température
maximale (Tmax) ;
e. arrêt du compresseur (22) lorsque la température (T) tombe en dessous de la température
minimale (Tmin) ;
f. mise en marche du compresseur (22) pendant une durée de mise en marche (tein) et arrêt du compresseur (22) pendant une durée d'arrêt (taus), en alternance, lorsque la température (T) est inférieure à la température maximale
(Tmax) et supérieure à la température minimale (Tmin) ;
caractérisé par l'étape suivante :
g. modification de la durée d'arrêt (taus) en fonction de la température (T).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la modification de la durée d'arrêt (taus) en fonction de la température n'a lieu qu'en présence de conditions constantes.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la présence de conditions constantes comprend le fait que, pendant un intervalle
de temps, la porte (12) reste fermée et/ou une température ambiante demeure à peu
près constante et/ou il n'y a pas de phase de dégivrage.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'intervalle de temps est compris entre 10 minutes et 12 heures, de préférence entre
30 minutes et 6 heures, de préférence encore entre 1 heure et 3 heures.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la modification de la durée d'arrêt (taus) s'effectue en réduisant la durée d'arrêt (taus) lorsque la température maximale (Tmax) est dépassée.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la modification de la durée d'arrêt (taus) s'effectue en augmentant la durée d'arrêt (taus) lorsque la température tombe en dessous de la température minimale (Tmin).
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'après la réduction et/ou augmentation de la durée d'arrêt (taus), un indicateur est mis en place pour empêcher une nouvelle réduction et/ou augmentation
de la durée d'arrêt (taus), et en ce que l'indicateur est supprimé, à l'expiration d'un temps de blocage, pour permettre une
nouvelle réduction et/ou augmentation de la durée d'arrêt (taus).
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la durée de mise en marche (tein) est comprise entre 30 secondes et 30 minutes, de préférence entre 1 minute et 10
minutes, de préférence encore est égale à environ 4 minutes.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la durée d'arrêt (taus) est comprise entre 1 minute et 60 minutes, de préférence entre 2 minutes et 20 minutes,
de préférence encore est égale à environ 8 minutes.
10. Appareil frigorifique pour l'exécution du procédé selon l'une des revendications 1
à 9, comprenant :
au moins un compartiment frigorifique (14) qui peut être fermé par au moins une porte
(12) ;
un circuit de réfrigérant (20) qui comprend un compresseur (22) ;
un dispositif de commande (30) qui procède au réglage selon l'une des revendications
1 à 9, et
une sonde de température (32) qui est conçue pour déterminer la température (T) régnant
dans le compartiment frigorifique (14).
11. Appareil frigorifique selon la revendication 10, caractérisé par un dispositif qui est conçu pour déterminer si des conditions constantes prévalent.
12. Appareil frigorifique selon la revendication 11, caractérisé en ce que le dispositif comprend une sonde de température extérieure (36) qui est conçue pour
mesurer une température ambiante et/ou un capteur de porte (34) qui est conçu pour
déterminer si la porte (12) est ouverte et/ou en ce que le dispositif est conçu pour déterminer si une phase de dégivrage a lieu.