[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Prüfung von Wertdokumenten sowie einen Sensor
und eine Vorrichtung, die das Verfahren ausführen.
[0002] Wertdokumente werden üblicherweise auf Echtheit oder auch auf ihren Zustand geprüft
oder die Art des jeweiligen Wertdokuments wird bestimmt. Die Prüfung der Wertdokumente
erfolgt in einer Vorrichtung zur Wertdokumentbearbeitung, in der, je nach den zu prüfenden
Wertdokumenteigenschaften, einer oder mehrere Sensoren enthalten sind, die verschiedene
Eigenschaften der Wertdokumente erfassen. Üblicherweise werden die Wertdokumente bei
der Prüfung durch optische Sensoren geprüft, die das von dem Wertdokument ausgehende
Licht detektieren. Das Wertdokument wird dabei üblicherweise relativ zu dem optischen
Sensor bewegt. Derartige Verfahren werden zur Prüfung von Wertdokumenten wie z.B.
Banknoten, Schecks, Ausweisen, Kreditkarten, Scheckkarten, Tickets, Gutscheinen und
dergleichen verwendet.
[0003] Zur Echtheitsprüfung von Wertdokumenten sind Verfahren bekannt, bei denen die Remission
eines zu prüfenden Wertdokuments mit der eines echten Wertdokuments verglichen wird.
Dazu kann z.B. für eine oder mehrere bestimmte Wellenlängen die remittierte Intensität
des zu prüfenden Wertdokuments mit der eines echten Wertdokuments verglichen werden.
Bei zu großen Unterschieden im Vergleich zum echten Wertdokument wird das geprüfte
Wertdokument als falsch eingestuft.
[0004] Eine optische Prüfung der Wertdokumente wird auch durchgeführt, um die neu hergestellten
Wertdokumente, vor ihrer Auslieferung durch den Hersteller der Wertdokumente, einer
Qualitätsprüfung zu unterziehen. Dabei wird zum Beispiel überprüft, ob das Druckbild
des Wertdokuments bestimmten Vorgaben entspricht. Für diese optische Prüfung wird
üblicherweise ein Bildsensor verwendet, der das von dem Wertdokument remittierte Licht
in drei Farbkanälen detektiert, um jeweils ein Bild des Wertdokuments aufzunehmen,
z.B. im roten, grünen und blauen Spektralbereich. Falls bei einem der geprüften Wertdokumente
die aufgenommenen Bilder nicht dem gewünschten Druckbild entsprechen, wird das Wertdokument
im Zuge der Qualitätsprüfung aussortiert. Bisher wird jedoch im Rahmen der Qualitätsprüfung
von Wertdokumenten keine spektral aufgelöste optische Überprüfung der Wertdokumente
durchgeführt.
[0005] US 6040584 zeigt ein Verfahren zur Prüfung von Banknoten.
[0006] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur Prüfung der
Ähnlichkeit zwischen den Intensitätsspektren zu prüfender Wertdokumente und einem
Referenzspektrum anzugeben, durch das Wertdokumente mit akzeptablem Intensitätsspektrum
und Wertdokumente mit inakzeptablem Intensitätsspektrum zuverlässig voneinander unterschieden
werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. In davon
abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung
angegeben.
[0008] Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird die Ähnlichkeit des Intensitätsspektrums
eines zu prüfenden Wertdokuments zu einem Referenzspektrum überprüft. Das Intensitätsspektrum,
dessen Ähnlichkeit zu einem Referenzspektrum geprüft wird, ist z.B. ein Remissionsspektrum,
Transmissionsspektrum oder Lumineszenzspektrum des Wertdokuments. Zur Aufnahme des
Intensitätsspektrums des Wertdokuments wird das von dem Wertdokument ausgehende Licht
bei mehreren verschiedenen Wellenlängen detektiert. Um die Ähnlichkeit des von dem
zu prüfenden Wertdokuments aufgenommenen Intensitätsspektrums zu dem Referenzspektrum
zu prüfen, wird nicht das aufgenommene Intensitätsspektrum selbst mit dem Referenzspektrum
verglichen, sondern ein an das Referenzspektrum angepasstes korrigiertes Intensitätsspektrum,
welches aus dem aufgenommenen Intensitätsspektrum durch eine lineare Korrektur hervorgeht.
Die Korrekturparameter der (linearen) Korrekturfunktion sind jedoch nicht vorbestimmt,
sondern werden durch das Anpassen des linear korrigierten Intensitätsspektrums an
das Referenzspektrum ermittelt. Das Anpassen mit Hilfe der linearen Korrekturfunktion
führt zu einer geringfügigen Verschiebung und/ oder Streckung des aufgenommenen Intensitätsspektrums.
Durch das Anpassen des linear korrigierten Intensitätsspektrums an das Referenzspektrum
wird erreicht, dass messtechnisch bedingte Schwankungen der detektierten Intensitäten
des aufgenommenen Intensitätsspektrums, die für das zu prüfende Wertdokument nicht
vorhersagbar sind oder bei der Prüfung des Wertdokuments nicht zur Verfügung stehen,
zumindest teilweise ausgeglichen werden.
[0009] Dazu werden folgende Schritte durchgeführt: Das aufgenommene Intensitätsspektrum
wird mit Hilfe einer linearen Korrekturfunktion korrigiert. Die lineare Korrekturfunktion
verwendet einen ersten Korrekturparameter a und einen zweiten Korrekturparameter c.
Die für die Korrektur notwendigen Werte der Korrekturparameter a, c sind zunächst
nicht bekannt und werden erst im Laufe des Anpassens ermittelt. Mit Hilfe der linearen
Korrekturfunktion wird aus dem aufgenommenen Intensitätsspektrum S(λ) ein korrigiertes
Intensitätsspektrum S'(c, a, λ) = c + a·S(λ) gebildet. Das korrigierte Intensitätsspektrum
S'(c, a, λ) = c + a·S(λ) wird an das Referenzspektrum angepasst, um eine durch ein
Abstandsmaß definierte Abweichung, die das korrigierte Intensitätsspektrum S'(c, a,
λ) von dem Referenzspektrum R(λ) aufweist, zu reduzieren. Insbesondere kann diese
Abweichung durch das Anpassen minimiert werden. Der erste und zweite Korrekturparameter
sind unabhängig von der Wellenlänge λ, d.h. für alle Wellenlängen wird derselbe erste
Korrekturparameter c und derselbe zweite Korrekturparameter a verwendet. Dadurch wird
erreicht, dass das korrigierte Intensitätsspektrum gegenüber dem aufgenommenen Intensitätsspektrums
nicht verfälscht wird.
[0010] Die durch ein Abstandsmaß definierte Abweichung des korrigierten Intensitätsspektrums
von dem Referenzspektrum ergibt sich durch Berechnen eines Abstandmaßes für die bei
verschiedenen Wellenlängen vorliegenden Intensitätsunterschiede des korrigierten Intensitätsspektrums
S'(c, a, λ) von dem Referenzspektrum R(λ). Das Abstandsmaß ist z.B. der euklidische
Abstand, der Manhattan-Abstand, der Chessboard-Abstand oder ein anderer mathematischer
Abstand des korrigierten Intensitätsspektrums S'(c, a, λ) von dem Referenzspektrum
R(λ). Das Anpassen des korrigierten Intensitätsspektrums S'(c, a, λ) an das Referenzspektrum
R(λ) erfolgt bevorzugt durch einen Least-Squares-Fit. Das korrigierte Intensitätsspektrum
S'(c, a, λ) = c + a·S(λ) kann aber auch iterativ an das Referenzspektrum angepasst
werden, z.B. durch Variieren der Korrekturparameter a und c.
[0011] Das Ergebnis der Anpassung ist ein an das Referenzspektrum angepasstes korrigiertes
Intensitätsspektrum S'(λ) = c* + a*·S(λ), dessen erster Korrekturparameter c* und
dessen zweiter Korrekturparameter a* ist, wobei c* und a* konkrete Zahlenwerte repräsentieren,
die unabhängig von der Wellenlänge λ sind, d.h. für alle Wellenlängen gleich sind.
Die durch das Abstandsmaß definierte Abweichung des korrigierten Intensitätsspektrums
von dem Referenzspektrum ist bei c=c* und a=a* daher reduziert im Vergleich zu der
durch das Abstandsmaß definierten Abweichung, die das aufgenommene Intensitätsspektrum
von dem Referenzspektrum aufweist, oder nimmt sogar ein Minimum ein. Für das auf diese
Weise ermittelte angepasste korrigierte Intensitätsspektrum S'(λ) = c* + a*·S( λ)
wird anschließend ein Abstand berechnet, den das angepasste korrigierte Intensitätsspektrum
S'(λ) = c* + a*·S(λ) von dem Referenzspektrum aufweist. Der berechnete Abstand wird
zur Beurteilung der Ähnlichkeit zwischen dem aufgenommenen Intensitätsspektrum S(λ)
und dem Referenzspektrum R(λ) verwendet.
[0012] Beim Anpassen werden die Korrekturparameter a und c beispielsweise solange variiert,
bis die durch das Abstandsmaß definierte Abweichung ein Minimum erreicht, d.h. bis
eine weitere Variation der Korrekturparameter a und c keine Reduzierung der durch
das Abstandsmaß definierten Abweichung mehr bewirkt. Falls die durch das Abstandsmaß
definierte Abweichung, die das korrigierte Intensitätsspektrum von dem Referenzspektrum
aufweist, beim Anpassen minimiert wird, wird das angepasste korrigierte Intensitätsspektrum
S'(λ)= c* + a*·S(λ) verwendet, dessen Abweichung von dem Referenzspektrum R(λ) minimal
ist. Das Anpassen kann aber auch beendet werden, falls die durch das Abstandsmaß definierte
Abweichung geringer ist als ein bestimmter Schwellenwert.
[0013] Durch das Anpassen des korrigierten Intensitätsspektrums an das Referenzspektrum
und die Verwendung des an das Referenzspektrum angepassten korrigierten Intensitätsspektrums
S'(λ) = c* + a*·S(λ) zur Berechnung des Abstands, können messtechnisch bedingte Schwankungen,
die das Intensitätsspektrum S(λ) bei dessen Aufnahme beeinflusst haben, zumindest
teilweise ausgeglichen werden. Dazu gehören z.B. Ungenauigkeiten des Detektionsorts
auf dem Wertdokument (z.B. durch Transportschwankungen des Wertdokuments hervorgerufen),
die bei inhomogenen spektralen Eigenschaften des Wertdokuments das aufgenommene Intensitätsspektrum
verändern können. Wertdokumente mit inakzeptablen Intensitätsspektren können aufgrund
des Anpassens zuverlässig von Wertdokumenten mit akzeptablen Intensitätsspektren unterschieden
werden.
[0014] Beim Anpassen des korrigierten Intensitätsspektrum S(λ) werden der erste und zweite
Korrekturparameter a* und c*, für welche die durch das Abstandsmaß definierte Abweichung
des angepassten korrigierten Intensitätsspektrums S'(λ)= c* + a*·S(λ) von dem Referenzspektrum
R(λ) reduziert bzw. minimal ist, individuell für jedes einzelne zu prüfende Wertdokument
ermittelt. Im Gegensatz zu einer nicht-individuellen Anpassung an das Referenzspektrum
(die für mehrere aufgenommene Intensitätsspektren dieselben Korrekturparameter c*
und a* verwendet) wird damit eine viel bessere Anpassung erreicht. Falls für das zu
prüfende Wertdokument mehrere Intensitätsspektren auf Ähnlichkeit zu dem Referenzspektrum
überprüft werden sollen, kann das Anpassen auch individuell für jedes einzelne Intensitätsspektrum
S(λ) des zu prüfenden Wertdokuments durchgeführt werden.
[0015] Das Anpassen des korrigierten Intensitätsspektrums S'(c, a, λ) an das Referenzspektrum
R(λ) wird z.B. im Rahmen einer Ausgleichsrechnung durchgeführt, die einem Anfitten
des korrigierten Intensitätsspektrum S'(c, a, λ) an das Referenzspektrum R(λ) anhand
der Fitparameter a und c entspricht. Die Ausgleichsrechnung ist z.B. ein Least-Squares-Fit
des korrigierten Intensitätsspektrum S'(c, a, λ) an das Referenzspektrum R(λ) oder
basiert zumindest auf einem solchen. Im Fall eines Least-Squares-Fits wird beim Anpassen
als Abweichung die mittlere quadratische Abweichung des korrigierten Intensitätsspektrums
von dem Referenzspektrum berechnet. Der Least-Squares-Fit ist vorteilhaft, da dieser
wenig Rechenzeit erfordert und daher, sogar während einer Hochgeschwindigkeitsprüfung
der Wertdokumente, für jedes geprüfte Wertdokument eine Ähnlichkeitsbeurteilung in
Echtzeit ermöglicht.
[0016] Für die Berechung der durch das Abstandsmaß definierten Abweichung im Rahmen der
Anpassung einerseits und die Berechnung des (für die Ähnlichkeitsbeurteilung verwendeten)
Abstands des angepassten korrigierten Intensitätsspektrums S'(λ) = c* + a*·S(λ) von
dem Referenzspektrum R(λ) andererseits, kann das gleiche Abstandsmaß verwendet werden.
Als Abstand für die Ähnlichkeitsbeurteilung wird jedoch bevorzugt der Chessboard-Abstand
||S(λ) - R(λ)||
∞ des angepassten korrigierten Intensitätsspektrums S'(λ) = c* + a*·S( λ) von dem Referenzspektrum
R(λ) verwendet, der die maximale Differenz zwischen S'(λ) = c* + a*·S(λ) und R(λ)
darstellt, die bei irgendeiner der betrachteten Wellenlängen λ zwischen den beiden
Intensitätsspektren vorliegt.
[0017] Der berechnete Abstand wird z.B. als Ähnlichkeitsmaß verwendet, das eine quantitative
Angabe der Ähnlichkeit des aufgenommenen Intensitätsspektrums zu dem Referenzspektrum
ermöglicht. Zur Beurteilung der Ähnlichkeit zwischen dem von dem Wertdokument aufgenommenen
Intensitätsspektrum S(λ) und dem Referenzspektrum R(λ) kann der berechnete Abstand
mit einem oder mehreren Schwellenwerten verglichen werden. Wenn der Abstand für einen
oder mehrere Detektionsorte auf Wertdokument den Schwellenwert überschreitet, wird
dem geprüften Wertdokument ein entsprechend geringer Ähnlichkeitsgrad zugeordnet und
das Wertdokument gegebenenfalls aussortiert.
[0018] Die Beurteilung der Ähnlichkeit zwischen dem aufgenommenen Intensitätsspektrum des
Wertdokuments und dem Referenzspektrum wird z.B. im Rahmen der Qualitätsprüfung der
Wertdokumente vor deren Auslieferung durchgeführt. Durch das erfindungsgemäße Verfahren
kann eine spektrale Charakteristik eines Sicherheitsmerkmals des Wertdokuments auf
ihre Ähnlichkeit zu einem für das Sicherheitsmerkmal spezifizierte spektrale Charakteristik
geprüft werden, mit welcher das Sicherheitsmerkmal vor dessen Aufbringung bzw. Einbringung
in das Wertdokument spezifiziert wurde. Der Abstand kann dabei als Ähnlichkeitsmaß
zur Qualitätsprüfung des Sicherheitsmerkmals verwendet werden. Das Sicherheitsmerkmal,
dessen spektrale Charakteristik geprüft wird, ist z.B. eine spezielle auf das Wertdokument
aufgebrachte Druckfarbe, die durch eine spezifizierte spektrale Charakteristik gekennzeichnet
ist. Dabei ist es besonders vorteilhaft, als Abstand den Chessboard-Abstand zu verwenden,
da dieser direkt mit der Schwankungsbreite verglichen werden kann, mit welcher das
Sicherheitsmerkmal, insbesondere die Druckfarbe, spezifiziert wurde, bevor das Wertdokument
mit dem Sicherheitsmerkmal ausgestattet wurde.
[0019] Das Anpassen des korrigierten Intensitätsspektrums S'(c, a, λ) an das Referenzspektrum
R(λ) kann für den gesamten Spektralbereich des aufgenommenen Intensitätsspektrums
durchgeführt werden oder für einen oder für mehrere spektrale Abschnitte desselben.
Beim Anpassen kann auch die durch das Abstandsmaß definierte Abweichung berechnet
werden, die das korrigierte Intensitätsspektrum von dem Referenzspektrum gemittelt
über mehrere, spektral voneinander getrennte Spektralbereiche aufweist. Eine optimale
Anpassung wird erreicht, wenn das Anpassen für einen spektralen Abschnitt durchgeführt
wird, der die spektrale Charakteristik des Sicherheitsmerkmals vollständig umfasst
und der sich über den spektralen Abschnitt, in dem die spektrale Charakteristik liegt,
hinaus erstreckt. Falls die spektrale Charakteristik im Infraroten liegt, wird das
korrigierte Intensitätsspektrum bevorzugt in einem spektralen Abschnitt des aufgenommenen
Intensitätsspektrums an das Referenzspektrum angepasst, der vollständig im Infraroten
liegt, wobei ein gegebenenfalls im Sichtbaren liegender spektraler Abschnitt des aufgenommenen
Intensitätsspektrums beim Anpassen nicht berücksichtigt wird. Der spektrale Abschnitt
im Infraroten, für den das Anpassen durchgeführt wird, umfasst bevorzugt nur Wellenlängen
über 800 nm. Durch das Anpassen nur im Infraroten wird erreicht, dass das gleiche
Referenzspektrum für mehrere sichtbare Druckfarben, die jeweils dasselbe Sicherheitsmerkmal
enthalten, verwendbar ist. Der Aufwand, der durch eine Handhabung individueller Referenzspektren
für jede einzelne Art der Wertdokumente entstehen würde, kann dadurch vermieden werden.
[0020] Der zur Beurteilung der Ähnlichkeit verwendete Abstand des angepassten korrigierten
Intensitätsspektrums von dem Referenzspektrum wird bevorzugt nur für den spektralen
Abschnitt berechnet, für den das korrigierte Intensitätsspektrum an das Referenzspektrum
angepasst wurde, oder für einen Teilabschnitt desselben. Insbesondere wird der Abstand
nur für einen spektralen Abschnitt des angepassten korrigierten Intensitätsspektrums
berechnet, über den sich die spektrale Charakteristik des zu prüfenden Sicherheitsmerkmals
des Wertdokuments erstreckt. Dieser liegt vorzugsweise vollständig im Infraroten.
[0021] Um das angepasste korrigierte Intensitätsspektrum S'(λ) im Vergleich zu dem aufgenommenen
Intensitätsspektrum S(λ) nicht zu verfälschen, kann ein beschränktes Anpassen des
korrigierten Intensitätsspektrums an das Referenzspektrum R(λ) durchgeführt werden.
Damit beim Anpassen ein Verfälschen des Intensitätsspektrums ausgeschlossen wird,
werden für den ersten und zweiten Korrekturparameter bestimmte Bedingungen vorgegeben.
Um ein beschränktes Anpassen zu erreichen, werden z.B. für zwei von dem ersten und
zweiten Korrekturparameter a*, c* abgeleitete Parameter w=1/(a*+c*) und s=a*/(a*+c*)
eine oder mehrere bestimmte Nebenbedingungen vorgegeben. Eine mögliche Nebenbedingung
ist, dass die abgeleiteten Parameter w, s so voneinander abhängig sind, dass sie einen
bestimmten mathematischen Zusammenhang erfüllen. Das Anpassen kann aber auch durch
die Nebenbedingung beschränkt werden, dass die Parameter w, s jeweils innerhalb bestimmter
Grenzen liegen, insbesondere dass w in einem um 1 liegenden Wertebereich [w
1, w
2] und s in einem um 1 liegenden Wertebereich [s
1, s
2] liegt, wobei bevorzugt 0,8<w
1<1, 1<w
2<1,2, 0,8<s
1<1, 1<s
2<1,2 gilt. Die Wertebereiche für w und s können in bestimmten Fällen aber auch nicht
um 1 liegen, sondern um größeren oder kleineren Zahlenwert. Die Beschränkung ist vorteilhaft,
falls das erfindungsgemäße Verfahren irrtümlicherweise für andere Wertdokumente angewendet
wird, für welche das bei dem Verfahren zugrunde gelegte Referenzspektrum R(λ) nicht
gültig ist. Denn die Intensitätsspektren solcher Wertdokumente könnten ansonsten durch
das (unbeschränkte) Anpassen verfälscht werden.
[0022] Durch das beschränkte Anpassen wird erreicht, dass die spektrale Form des aufgenommenen
Intensitätsspektrums S(λ), insbesondere dessen spektrale Charakteristik, beim Anpassen
im Wesentlichen erhalten bleibt. Das angepasste korrigierte Intensitätsspektrum hat
daher im Wesentlichen die gleiche spektrale Charakteristik wie das aufgenommene Intensitätsspektrum.
Das beschränkte Anpassen führt allenfalls zu einer leichten Verschiebung und/oder
Streckung des aufgenommenen Intensitätsspektrums.
[0023] Zum beschränkten Anpassen des korrigierten Intensitätsspektrums S'(c, a, λ) an das
Referenzspektrum R(λ) werden zum Beispiel, nach dem Schritt des Anpassens, folgende
Schritte durchgeführt:
- Bestimmen des ersten Korrekturparameters c* und des zweiten Korrekturparameters a*
des angepassten korrigierten Intensitätsspektrums S'(λ), für welche die durch das
Abstandsmaß definierte Abweichung des angepassten korrigierten Intensitätsspektrums
S'(λ) von dem Referenzspektrum R(λ) reduziert bzw. minimal ist,
- Berechnen des Parameters w=1/(a*+c*) und des Parameters s=a*/(a*+c*),
- Prüfen, ob der Parameter w in einem vorbestimmten Intervall [w1, w2] um 1 liegt und ob der Parameter s in einem vorbestimmten Intervall [s1, s2] um 1 liegt,
- Beschränken des Parameters w auf w1, falls w<w1, und auf w2, falls w>w2, und Beschränken des Parameters s auf s1, falls s<s1, und auf s2, falls s>s2,
- Verwenden des beschränkten Parameters w=w1 bzw. w=w2 und/ oder des beschränkten Parameters s=s1 bzw. s=s2 zum Bestimmen, eines beschränkt angepassten korrigierten Intensitätsspektrums SB'(λ) = c* + a*·S(λ), dessen erster Korrekturparameter c*=(1-s)/w und dessen zweiter
Korrekturparameter a*=s/w ist,
- Berechnen eines Abstands (A), den das beschränkt angepasste korrigierte Intensitätsspektrum
SB'(λ) von dem Referenzspektrum R(λ) aufweist,
- Verwenden des berechneten Abstands (A) zur Beurteilung der Ähnlichkeit zwischen dem
von dem Wertdokument aufgenommenen Intensitätsspektrum S'(λ) und dem Referenzspektrum
R(λ).
[0024] Die Erfindung betrifft außerdem einen Sensor, der zur Durchführung des Verfahrens
ausgebildet ist. Der Sensor nimmt das Intensitätsspektrum des zu prüfenden Wertdokuments
auf. Dazu weist der Sensor Messelemente zur spektral aufgelösten Detektion des von
dem zu prüfenden Wertdokument ausgehenden Lichts auf, z.B. eine oder mehrere, gegebenenfalls
spektral verschiedene, Lichtquellen, gegebenenfalls eines oder mehrere dispersive
Elemente sowie eine oder mehrere Detektionseinrichtungen. Der Sensor ist außerdem
mit einer Auswerteeinrichtung ausgestattet, welche die Schritte des erfindungsgemäßen
Verfahrens auf das aufgenommene Intensitätsspektrum des Wertdokuments anwendet. Zur
Ausführung dieser Schritte ist der Sensor mit entsprechender Hardware ausgestattet
und/ oder mit einer entsprechenden Software programmiert. Der Sensor ist z.B. in eine
Vorrichtung zur Prüfung von Wertdokumenten eingebaut, die ein Transportsystem aufweist,
durch welches die zu prüfenden Wertdokumente einzeln nacheinander an dem Sensor, der
die Wertdokumente prüft, vorbeitransportiert werden.
[0025] Vor Beginn des erfindungsgemäßen Verfahrens kann das für dieses Wertdokument jeweils
passende Referenzspektrum manuell oder automatisch ausgewählt werden, etwa durch entsprechende
Einstellung an der Vorrichtung oder an dem Sensor, der das Verfahren ausführt. Das
ausgewählte Referenzspektrum kann für verschiedene Arten von Wertdokumenten gültig
sein. Die Information, welches das passende Referenzspektrum des Wertdokuments ist,
kann auch durch eine automatische Erkennung des Wertdokuments gewonnen werden, z.B.
anhand von Messungen an dem Wertdokument, die online zum erfindungsgemäßen Verfahren
durchgeführt werden.
[0026] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der folgenden Figuren erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1a
- Beispiele aufgenommener Intensitätsspektren S(λ), Z(λ) im Vergleich zu einem Referenzspektrum
R(λ) mit dem Akzeptanzintervall R(λ)+/-ΔR,
- Fig. 1b
- Beispiele aufgenommener Intensitätsspektren Si(λ) einer Vielzahl von Wertdokumenten im Vergleich zum Referenzspektrum R(λ) mit dem
Akzeptanzintervall R(λ)+/-ΔR,
- Fig. 2a
- Das Intensitätsspektrum S(λ) aus Fig. 1a und das an das Referenzspektrum R(λ) angepasste
korrigierte Intensitätsspektrum S'(λ), dessen Abweichung zum Referenzspektrum R(λ)
minimal ist,
- Fig. 2b
- Die an das Referenzspektrum R(λ) angepassten korrigierten Intensitätsspektren Si'(λ)
aus Fig. 1b im Vergleich zum Akzeptanzintervall R(λ)+/-ΔR um das Referenzspektrum
R(λ) und im Vergleich zu einem reduzierten Akzeptanzintervall R(λ)+/-δR,
- Fig. 2c
- Die Intensitätsspektren Z(λ), Z'(λ) im Vergleich zum Akzeptanzintervall R(λ)+/-ΔR
um das Referenzspektrum R(λ) und im Vergleich zum reduzierten Akzeptanzintervall R(λ)+/-δR,
- Fig. 3a
- Beim Anpassen verschiedener Intensitätsspektren ermittelte Parameter s und w und deren
Beschränkung auf das Intervall [s1, s2] und [w1, w2],
- Fig. 3b
- Beispiel für die beschränkte Anpassung eines Intensitätsspektrums Y(λ).
[0027] Das erfindungsgemäße Verfahren ist allgemein zur Überprüfung der Ähnlichkeit von
Intensitätsspektren einsetzbar. Das Intensitätsspektrum, dessen Ähnlichkeit zu einem
Referenzspektrum geprüft wird, ist z.B. ein Remissionsspektrum, Transmissionsspektrum
oder Lumineszenzspektrum des Wertdokuments. Eine solche Ähnlichkeits-Überprüfung kann
z.B. zur Echtheitsprüfung, zur Prüfung des Zustands oder der Art oder anderer Eigenschaften
des Wertdokuments eingesetzt werden. Im Folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren
am Beispiel der Qualitätsprüfung von Wertdokumenten beschrieben, die nach ihrer Herstellung
auf das Vorhandensein eines Sicherheitsmerkmals geprüft werden sollen. Dabei wird
geprüft, ob das Intensitätsspektrum des jeweiligen Wertdokuments eine ausreichende
Ähnlichkeit zu einer bestimmten spektralen Charakteristik aufweist.
[0028] In Figur 1a ist als Intensitätsspektrum S(λ) das Remissionsspektrum eines zu prüfenden
Wertdokuments gezeigt, das durch Detektieren von Licht des Wertdokuments bei verschiedenen
Wellenlängen aufgenommen wurde. Das Intensitätsspektrum kann ein kontinuierliches
Intensitätsspektrum sein, das durch spektral aufgelöstes Detektieren des von dem Wertdokument
ausgehenden Lichts im Bereich λ
1 bis λ
14 erhalten wurde. Alternativ kann das Intensitätsspektrum aber auch aus einzelnen diskreten
Intensitätswerten, z.B. bei den Wellenlängen λ
1 bis λ
14 gebildet sein, vgl. Figur 1a. Ferner kann das Intensitätsspektrum von einem bestimmten
Detektionsort auf dem Wertdokument aufgenommen sein oder ein über mehrere Detektionsorte
innerhalb eines bestimmten Bereichs (ROI) auf dem Wertdokument gemitteltes Intensitätsspektrum
sein. Das Intensitätsspektrum kann aus den absoluten Intensitätswerten, z.B. aus den
von einem Detektor bei verschiedenen Wellenlängen detektierten Intensitäten bestehen,
gegebenenfalls nach einer Korrektur aufgrund der spektralen Empfindlichkeit des Detektors
und gegebenenfalls bezogen auf die eingestrahlte Lichtintensität, mit der das Wertdokument
beleuchtet wird. In dem folgenden Beispiel werden jedoch Intensitätsspektren aus relativen
Intensitätswerten betrachtet, d.h. die bei verschiedenen Wellenlängen detektierten
Intensitäten wurden auf eine Bezugsintensität des Wertdokuments (z.B. eine im Weißfeld
des Wertdokuments detektierte Intensität) bezogen, z.B. durch Bildung des Verhältnisses
zu der Bezugsintensität.
[0029] In Figur 1a ist außerdem ein Referenzspektrum R(λ) gezeigt, mit dem das aufgenommene
Intensitätsspektrum S(λ) verglichen werden soll. Als Referenzspektrum wird z.B. ein
Sollspektrum verwendet, welches im Idealfall von dem Wertdokument erwartet wird. Das
Referenzspektrum R(λ) ist z.B. ein für den jeweiligen Detektionsort oder ROI-Bereich
spezifisches Referenzspektrum oder ein für das Wertdokument insgesamt erwartetes Referenzspektrum.
Der Vergleich mit dem Referenzspektrum R(λ) erfolgt durch Überprüfen, ob das aufgenommene
Intensitätsspektrum S(λ) in einem Akzeptanzbereich um das Referenzspektrum R(λ) liegt.
Dazu sind in Figur 1a die Grenzen eines möglichen Akzeptanzbereichs eingezeichnet,
die in diesem Beispiel durch zwei zum Referenzspektrum R(λ) parallel verschobene Spektren
R(λ)+ΔR und R(λ)-ΔR in einem festen Abstand ΔR oberhalb und unterhalb des Referenzspektrums
R(λ) gegeben sind. Die Überprüfung, ob das Intensitätsspektrum S(λ) im Akzeptanzbereich
R(λ)+/-ΔR liegt, wird z.B. im Rahmen einer Qualitätsprüfung der Wertdokumente durchgeführt.
Das Wertdokument mit dem Intensitätsspektrum S(λ) würde bei der Qualitätsprüfung akzeptiert
werden, da dieses innerhalb des Akzeptanzbereichs liegt.
[0030] Figur 1b zeigt eine Vielzahl von Intensitätsspektren S
i(λ), (mit i=1, 2, ...n), welche von einer Vielzahl n verschiedener Wertdokumente aufgenommen
wurden. Für diese n Wertdokumente wird auch eine dem Referenzspektrum entsprechende
spektrale Charakteristik erwartet. Im Hinblick auf eine Qualitätsprüfung anhand des
Akzeptanzbereichs R(λ)+/-ΔR zeigen alle diese n Wertdokumente eine akzeptable spektrale
Charakteristik. Die einzelnen Intensitätsspektren S
i(λ) unterscheiden sich aber voneinander aufgrund verschiedener Gründe:
- Erstens weichen die spektralen Eigenschaften der zu prüfenden Wertdokumente aufgrund
unvermeidlicher Schwankungen bei der Herstellung der Wertdokumente geringfügig voneinander
ab. Im Rahmen der Qualitätsprüfung sollen diese Schwankungen überprüft werden.
- Zweitens ergeben sich aber auch messtechnisch bedingt spektrale Unterschiede der Intensitätsspektren
Si(λ) der verschiedenen Wertdokumente. Üblicherweise variieren die spektralen Eigenschaften
eines Wertdokuments in Abhängigkeit des Detektionsorts auf dem Wertdokument, z.B.
aufgrund von lokal, nur in bestimmten Bereichen des Wertdokuments aufgebrachten Farben
oder Sicherheitsmerkmalen oder aufgrund des Druckdesigns, durch das ein inhomogener
Flächenauftrag oder eine inhomogene Flächendeckung der aufgedruckten Farbe vorliegt.
Falls nun der tatsächliche Detektionsort auf dem jeweiligen Wertdokument, an dem das
Intensitätsspektrum aufgenommen wird, nicht genau mit dem Soll-Detektionsort übereinstimmt,
für den das Referenzspektrum gilt, so kann dies - aufgrund der lokal variierenden
spektralen Eigenschaften des Wertdokuments - zu Abweichungen des aufgenommenen Intensitätsspektrums
vom Referenzspektrum führen. Derartige Schwankungen des Detektionsorts treten z.B.
aufgrund einer Positionierungenauigkeit des Wertdokuments auf oder aufgrund von Transportschwankungen
des Wertdokuments, wenn das Wertdokument zu seiner Prüfung mit Hilfe eines Transportsystems
an einem Sensor vorbeitransportiert wird, der das Intensitätsspektrum aufnimmt. Bei
den Intensitätsspektren Si(λ) der Figur 1b sind vor allem die Schwankungen des Detektionsorts für die Abweichungen
der Intensitätsspektren Si(λ) vom Referenzspektrum R(λ) verantwortlich.
- Drittens können die Intensitätsspektren der geprüften Wertdokumente auch aufgrund
der Relativmessung der detektierten Intensitäten variieren, wenn die am Detektionsort
detektierte Intensität auf die im Bezugsbereich des jeweiligen Wertdokuments detektierte
Intensität bezogen wird. Wenn sich die Bezugsbereiche der geprüften Wertdokumente
in ihrer Opazität voneinander unterscheiden, eine Verschmutzung aufweisen oder wenn
in den Bezugsbereichen verschiedener Wertdokumente verschiedene Wasserzeichen vorhanden
sind, führt dies zu geringfügigen Schwankungen der Bezugsintensität, die ebenfalls
zu einer Veränderung der aufgenommenen Intensitätsspektren führt.
[0031] Da die Intensitätsspektren S
i(λ) aller n Wertdokumente eine akzeptable spektrale Charakteristik haben, sollten
alle diese n Wertdokumente bei der Qualitätsprüfung akzeptiert werden. Demzufolge
wurde der Akzeptanzbereich R(λ)+/-ΔR so groß gewählt, dass diese n Wertdokumente bei
der Qualitätsprüfung nicht zurückgewiesen werden. Der große Akzeptanzbereich R(λ)+/-ΔR
führt jedoch andererseits dazu, dass bei der Qualitätsprüfung auch Wertdokumente mit
inakzeptablem Intensitätsspektrum, wie z.B. das Intensitätsspektrum Z(λ) aus Figur
1a, akzeptiert werden würden. Das Intensitätsspektrum Z(λ) wurde von einem anderen
Wertdokument aufgenommen, das zwar eine dem Referenzspektrum R(λ) entsprechende spektrale
Charakteristik aufweisen sollte, aber bei dessen Herstellung ein Fehler passiert ist.
Aufgrund des Fehlers zeigt das Spektrum Z(λ) eine andere spektrale Charakteristik
als das Referenzspektrum R(λ) und als das Intensitätsspektrum S(λ). Da das Spektrum
Z(λ) des anderen Wertdokuments jedoch trotzdem innerhalb des Akzeptanzbereichs R(λ)+/-ΔR
liegt, würde auch das andere Wertdokument akzeptiert werden.
[0032] In Figur 2a ist das erfindungsgemäße Verfahren am Beispiel des Intensitätsspektrums
S(λ) veranschaulicht. Das Intensitätsspektrum S(λ) wird dabei mit Hilfe einer linearen
Korrektur an das Referenzspektrum R(λ) angepasst. Zu diesem Zweck wird zunächst aus
dem Intensitätsspektrum S(λ) ein korrigiertes Intensitätsspektrums S'(c, a, λ) = c
+ a·S(λ) berechnet, das die lineare Transformierte des aufgenommenen Intensitätsspektrums
S(λ) ist und das von dem ersten Korrekturparameter c und von dem zweiten Korrekturparameter
a abhängt, die unabhängig von der Wellenlänge λ sind. Durch eine Ausgleichsrechnung,
z.B. einen Least-Squares-Fit, werden die zwei Korrekturparameter c*, a* ermittelt,
für welche die Abweichung des linear korrigierten Intensitätsspektrums von dem Referenzspektrum
(die durch das gewählte Abstandsmaß definiert ist) minimal ist.
[0033] Die Ausgleichsrechnung kann auch iterativ durchgeführt werden. Für den ersten Korrekturparameter
c und den zweiten Korrekturparameter a werden dann zunächst Startwerte c
0 und a
0 eingesetzt, z.B. c
0=0 und a
0=1. Ausgehend von c
0 und a
0 werden c und a iterativ variiert, jeweils das zugehörige korrigierte Intensitätsspektrums
S'(c, a, λ) = c + a·S(λ) bestimmt und jeweils die durch das gewählte Abstandsmaß definierte
Abweichung dieses korrigierten Intensitätsspektrums S'(λ) = c + a·S(λ) von dem Referenzspektrum
R(λ) berechnet. Die Korrekturparameter c und a werden solange variiert, bis die durch
das Abstandsmaß definierte Abweichung des korrigierten Intensitätsspektrums S'(λ)
= c + a·S(λ) von dem Referenzspektrum R(λ) ein Minimum erreicht. Das Ergebnis dieser
Anpassung ist ein bestimmtes linear korrigiertes Intensitätsspektrum S'(λ) = c* +
a*·S(λ) mit den Korrekturparametern c* und a*, für welche das korrigierte Intensitätsspektrum
S'(λ) am wenigsten von dem Referenzspektrum R(λ) abweicht.
[0034] Ausgehend von dem aufgenommenen Intensitätsspektrum S(λ) ergibt sich so das angepasste
korrigierte Intensitätsspektrum S'(λ) aus Figur 2a, das mit Hilfe der Ausgleichsrechnung
an das Referenzspektrum R(λ) angepasst wurde. Durch das Anpassen des Intensitätsspektrums
S(λ) an das Referenzspektrum R(λ) wird erreicht, dass Variationen des Detektionsorts
oder der Bezugsintensitäten, die für das jeweils geprüfte Wertdokument nicht genau
vorhersagbar sind oder die für die Auswertung nicht zur Verfügung stehen, zumindest
teilweise ausgeglichen werden.
[0035] Das korrigierte Intensitätsspektrum S'(λ) wird in einem bestimmten Spektralbereich
F an das Referenzspektrum R(λ) angepasst. Für die Anpassung des korrigierten Intensitätsspektrum
S'(λ) an das Referenzspektrum R(λ) werden nur Intensitätswerte berücksichtigt, die
bei Wellenlängen des Spektralbereichs F detektiert wurden, während die außerhalb des
Spektralbereichs F detektierten Intensitätswerte unberücksichtigt bleiben. Das heißt
es wird die durch das Abstandsmaß definierte Abweichung der innerhalb des Spektralbereichs
F detektierten Intensitätswerte von dem Referenzspektrum minimiert.
[0036] Figur 2b zeigt das Ergebnis der Anpassung für die Vielzahl der Intensitätsspektren
S
i(λ) aus Figur 1b. Jedes der Intensitätsspektren S
i(λ) wurde einzeln mit Hilfe der linearen Korrektur an das Referenzspektrum R(λ) angepasst,
wobei die Korrekturparameter c*, a* für die einzelnen Anpassungen im Allgemeinen verschiedene
Werte annehmen. Daraus resultieren die in Figur 2b dargestellten korrigierten Intensitätsspektren
S'
i(λ). Die korrigierten Intensitätsspektren S'
i(λ) weichen aufgrund der Anpassung deutlich weniger von dem Referenzspektrum R(λ)
ab. Denn die Variation des Detektionsorts bzw. der Bezugsintensitäten, die die Schwankungen
der Intensitätsspektren S
i(λ) aus Figur 1b bewirkt hat, wurde durch die Anpassung stark reduziert bzw. ausgeglichen.
Aufgrund der Anpassung kann für die Qualitätsprüfung der Wertdokumente daher ein deutlich
kleinerer Akzeptanzbereich R(λ)+/-δR verwendet werden. Für alle n Wertdokumente liegt
das angepasste Intensitätsspektrum S'
i(λ) in diesem Akzeptanzbereich R(λ)+/-δR.
[0037] Auch das Intensitätsspektrum eines Wertdokuments mit inakzeptabler Qualität, wie
z.B. Intensitätsspektrum Z(λ) aus Figur 1a, wird durch die Anpassung an das Referenzspektrum
R(λ) angenähert. Allerdings führt die Anpassung in diesem Fall nur zu einer Annäherung,
aber nicht zu einer derart guten Übereinstimmung mit dem Referenzspektrum wie bei
den Intensitätsspektren S
i(λ). Ein an das Referenzspektrum R(λ) angepasstes Intensitätsspektrum Z'(λ) würde
daher, trotz der Anpassung, die Grenzen des reduzierten Akzeptanzbereichs R(λ)+/-δR
überschreiten, vgl. Figur 2c. Das Wertdokument mit dem inakzeptablem Intensitätsspektrum
Z(λ) kann also zuverlässig von den Wertdokumenten mit den akzeptablen Intensitätsspektren
S(λ) und S
i(λ) unterschieden werden.
[0038] Für die Prüfung der Wertdokumente wird eine quantitative Beurteilung der Ähnlichkeit
zwischen dem von dem Wertdokument aufgenommenen Intensitätsspektrum S(λ) und dem Referenzspektrum
R(λ) durchgeführt. Als Ähnlichkeitsmaß kann zu diesem Zweck der Abstand berechnet
werden, den das an das Referenzspektrum R(λ) angepasste korrigierte Intensitätsspektrum
S'(λ) von dem Referenzspektrum R(λ) aufweist. Für die Qualitätsprüfung wird der Abstand
Ac berechnet, den das an das Referenzspektrum R(λ) angepasste korrigierte Intensitätsspektrum
5'(λ) von dem Referenzspektrum R(λ) in einem bestimmten Spektralbereich aufweist.
Dieser Spektralbereich kann der Spektralbereich F sein, für den auch die Anpassung
des korrigierten Intensitätsspektrums S'(λ) an das Referenzspektrum R(λ) durchgeführt
wurde. Alternativ kann der Abstand Ac aber auch für einen Teilabschnitt T des Spektralbereichs
F berechnet werden, vgl. Figur 2a. Falls die Qualitätsprüfung die Qualität einer Farbe
oder ein Sicherheitsmerkmal mit einer bestimmten spektralen Charakteristik prüfen
soll, wird der Abstand Ac für den Teilabschnitt berechnet, in dem die spektrale Charakteristik
liegen sollte, z.B. für den Teilabschnitt T
M aus Figur 2a.
[0039] Der berechnete Abstand Ac kann direkt zur Qualitätsprüfung der Wertdokumente verwendet
werden. Zu diesem Zweck kann der Abstand Ac z.B. mit einer Schwelle verglichen werden,
bei deren Überschreiten dem Wertdokument eine inakzeptable Qualität zugeordnet wird.
Liegt der berechnete Abstand Ac unterhalb einer bestimmten Schwelle, so wird dem Wertdokument
eine akzeptable Qualität zugeordnet. Der berechnete Abstand Ac kann aber auch als
eines von mehreren Qualitätskriterien, in Verbindung mit anderen Qualitätskriterien
berücksichtigt werden. Die Qualität des Wertdokuments wird z.B. nur dann als akzeptabel
bewertet, falls mehrere der Qualitätskriterien gleichzeitig erfüllt sind.
[0040] Als Abstandsmaß wird der Chessboard-Abstand Ac = ||S'(λ) - R(λ)||
∞ verwendet. Dieser entspricht dem größten Intensitätsunterschied |c* + a*·S(λ) - R(λ)|
zwischen dem Intensitätsspektrum S'(λ) und dem Referenzspektrum R(λ), der bei irgendeiner
der Wellenlängen λ des betrachteten Spektralbereichs besteht, vgl. Figuren 2a, 2c,
3b. Der Chessboard-Abstand Ac ist vorteilhaft im Vergleich zu anderen Abstandsmaßen,
wie z.B. im Vergleich zum mittleren quadratischen Abstand. Denn der Chessboard-Abstand
Ac, den das korrigierte Intensitätsspektrum von dem Referenzspektrum R(λ) aufweist,
kann direkt mit der maximalen Schwankungsbreite δR verglichen werden, mit der Farben
oder Sicherheitsmerkmale üblicherweise spezifiziert sind. Beträgt der Chessboard-Abstand
Ac mehr als die Schwankungsbreite δR, so ist dies gleichbedeutend damit, dass das
korrigierte Intensitätsspektrum zumindest bei einer Wellenlänge die Grenzen des im
Rahmen der Spezifikation vorgegebenen Akzeptanzbereichs R(λ)+/-δR überschreitet. Da
der Chessboard-Abstand Ac also direkt mit der Spezifikation der Farbe oder des Sicherheitsmerkmals
korrespondiert, kann mit Hilfe des Chessboard-Abstands Ac auf einfache Weise das Einhalten
der Spezifikation nachgeprüft werden. Außerdem ist der Chessboard-Abstand Ac sehr
anschaulich für eine Person, die die Ergebnisse der Qualitätsprüfung im Vergleich
zur Spezifikation anhand einer graphischen Darstellung des korrigierten Intensitätsspektrums
S'(λ) im Vergleich zur oberen Grenze R(λ)+δR und unteren Grenze R(λ)-δR nachvollziehen
möchte. Andere Abstandsmaße, wie z.B. der mittlere quadratische Abstand, sind im Vergleich
zum Chessboard-Abstand weniger anschaulich, korrespondieren nicht direkt mit den Vorgaben
der Spezifikation und sind daher nicht einfach mit einer spezifizierten Schwankungsbreite
vergleichbar.
[0041] In einer Weiterbildung des Verfahrens kann als Abstandsmaß ein gewichteter Chessboard-Abstand
Ac verwendet werden, bei dem ein wellenlängenabhängiger Akzeptanzbereich R(λ)+/-δR(λ)
mit wellenlängenabhängiger Breite δR(λ) zugrunde gelegt wird. Der gewichtete Chessboard-Abstand
berechnet sich durch Ac=||(S'(λ) - R(λ))/δR(λ)||
∞.
[0042] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann eine beschränkte Anpassung durchgeführt
werden, um eine Verfälschung der aufgenommenen Intensitätsspektren durch das Anpassen
zu vermeiden. Durch die beschränkte Anpassung bleibt die spektrale Form des aufgenommenen
Intensitätsspektrums beim Anpassen an das Referenzspektrum R(λ) erhalten. Das Anpassen
wird in diesem Beispiel dadurch beschränkt, dass zwei von dem ersten und zweiten Korrekturparameter
a*, c* abgeleitete Parameter s=a*/(a*+c*) und w=1/(a*+c*) die Nebenbedingung erfüllen,
dass sie innerhalb bestimmter Grenzen liegen. Falls der Parameter w beim unbeschränkten
Anpassen nicht in einem vorbestimmten Intervall [w
1, w
2] um 1 liegt, wird dieser auf w=w1 beschränkt, falls w<w
1, und auf w=w
2, falls w>w
2. Entsprechend wird der Parameter s beschränkt, falls dieser beim unbeschränkten Anpassen
nicht in einem vorbestimmten Intervall [s
1, s
2] um 1 liegt, auf s=s
1, falls s<s
1, und auf s=s
2, falls s>s
2. Falls im Rahmen der Anpassung nur minimale Korrekturen durchgeführt werden mussten,
nehmen die Parameter die Werte w≈1 und s≈1 ein, so dass die Beschränkung keine Auswirkungen
auf das angepasste korrigierte Intensitätsspektrum hat.
[0043] Figur 3a zeigt ein Beispiel für den Wertebereich B, auf den die Parameter s und w
beschränkt werden können, wobei in diesem Beispiel für s ein Wertebereich von 0,8
bis 1,2 und für w ein Wertebereich von 0,9 bis 1,1 vorgegeben wird. Durch Beschränkung
der Parameter s, w wird eine zu starke Korrektur der Bezugsintensität vermieden, die
der Relativmessung der Intensität zugrunde liegt, und eine zu starke Korrektur der
spektralen Veränderung, die durch die Schwankungen des Detektionsorts auftritt. Durch
die Beschränkung der Wertepaare (s, w) auf den Bereich B wird erreicht, dass nur physikalisch
gerechtfertigte Einflüsse korrigiert werden, die das Intensitätsspektrum (geringfügig)
verändern. Das beschränkte Anpassen gewährleistet, dass die spektrale Form des korrigierten
Intensitätsspektrums der des jeweils aufgenommenen Intensitätsspektrums entspricht.
[0044] Im Diagramm der Figur 3a sind Wertepaare (s, w) der beiden Parameter s und w für
eine Vielzahl von Wertdokumenten aufgetragen, wobei jedes Wertepaar (s, w) individuell
durch (unbeschränktes) Anpassen des aufgenommenen Intensitätsspektrums eines Wertdokuments
an das Referenzspektrum R(λ) ermittelt wurde. Für Wertdokumente, die eine akzeptable
spektrale Charakteristik aufweisen, wurden Wertepaare (s, w) ermittelt, die innerhalb
des Wertebereichs B liegen (schwarze Punkte in Figur 3a). Dazu gehören z.B. die Wertdokumente
1 bis n mit den Intensitätsspektren S
i(λ), wobei i=1,2,...n. Die außerhalb des Wertebereichs B liegenden Wertepaare (s,
w) wurden für Wertdokumente ermittelt, die das charakteristische Spektrum nicht aufweisen
(Ringe in Figur 3a). Deren Parameter s und w weichen so stark von (s, w) = (1,1) ab,
dass sie die Grenzen des Wertebereichs B überschreiten und daher durch die Beschränkung
limitiert werden. Beispielsweise wurden bei der (unbeschränkten) Anpassung eines aufgenommenen
Intensitätsspektrums Y(λ) eines weiteren Wertdokuments die Parameter s
Y=2,2, w
Y=0,8 ermittelt. An Stelle der Parameter (s
Y, w
Y) =(2,2, 0,8), die das unbeschränkte Anpassen des aufgenommenen Intensitätsspektrums
Y(λ) an das Referenzspektrum R(λ) ergeben hat, werden die Parameter auf (s
Y, w
Y) = (s
2, w
1) beschränkt. Aus dem so beschränkten Parameter s
Y=s
2 und w
Y=w
1 wird ein beschränkt angepasstes korrigiertes Intensitätsspektrum Y
B(λ)= c* + a*·Y(λ) bestimmt, dessen erster Korrekturparameter c*=(1-s
2)/w
1 und dessen zweiter Korrekturparameter a*=s
2/w
1 ist. Im Beispiel der Figur 3a werden (s
Y, w
Y) auf (s
2, w
1)= (1,2,0,9) beschränkt.
[0045] Figur 3b zeigt das aufgenommene Intensitätsspektrum Y(λ) des weiteren Wertdokuments,
bei dessen Herstellung versehentlich zu wenig Farbe verwendet wurde. Durch die Beschränkung
von s
Y auf 1,2 und w
Y auf 0,9 ergibt sich das beschränkt angepasste korrigierte Intensitätsspektrum Y
B'(λ). Ohne Beschränkung der Parameter w und s würde das Anpassen des aufgenommenen
Intensitätsspektrums Y(λ) an das Referenzspektrum R(λ) zu dem Intensitätsspektrum
Y'(λ)=(1-s)/w + s/w·Y(λ) führen, welches eine deutlich geringere Abweichung von dem
Referenzspektrum R(λ) aufweist, vgl. Figur 3b. Im Vergleich zum aufgenommenen Intensitätsspektrum
Y(λ) ist das Intensitätsspektrum Y'(λ) durch das (unbeschränkte) Anpassen an das Referenzspektrum
R(λ) jedoch verfälscht worden. Durch die Beschränkung der Parameter w und s auf den
Wertebereich B führt das Anpassen des Spektrums Y(λ) an das Referenzspektrum R(λ)
zu dem beschränkt angepassten Intensitätsspektrum Y
B'(λ)=(1-S
2)/w
1 + s
2/w
1·Y(λ), das im Wesentlichen dem aufgenommenen Intensitätsspektrums Y(λ) entspricht.
[0046] Analog zum Fall ohne Beschränkung, wird auch im Fall einer beschränkten Anpassung
der Abstand Ac berechnet, den das beschränkt angepasste korrigierte Intensitätsspektrum
Y
B'(λ) von dem Referenzspektrum R(λ) aufweist und der berechnete Abstand Ac zur Beurteilung
der Ähnlichkeit zwischen dem von dem weiteren Wertdokument aufgenommenen Intensitätsspektrum
und dem Referenzspektrum R(λ) verwendet. Im gezeigten Beispiel ist der so ermittelte
Abstand Ac des Intensitätsspektrums Y
B'(λ) so groß, dass die Grenzen des reduzierten Akzeptanzbereichs R(λ)+/-δR weit überschritten
werden, vgl. Figur 3b. Dem weiteren Wertdokument würde daher eine inakzeptable Qualität
zugeordnet werden.
1. Verfahren zur Prüfung von Wertdokumenten, mit den Schritten:
- Detektieren des von einem Wertdokument ausgehenden Lichts bei mehreren verschiedenen
Wellenlängen (λ1, λ2, λ3, ...) zur Aufnahme eines Intensitätsspektrums S(λ) des Wertdokuments,
- Bilden eines korrigierten Intensitätsspektrums S'(c, a, λ) = c + a·S(λ) durch Korrigieren
des aufgenommenen Intensitätsspektrums S(λ) mit Hilfe einer linearen Korrekturfunktion,
so dass das korrigierte Intensitätsspektrum S'(c, a, λ) = c + a·S(λ) eine linear Transformierte
des aufgenommenen Intensitätsspektrums S(λ) ist und von einem ersten Korrekturparameter
c und einem zweiten Korrekturparameter a abhängt,
- Anpassen des korrigierten Intensitätsspektrums S'(c, a, λ) an das Referenzspektrum
R(λ), um eine durch ein Abstandsmaß definierte Abweichung, die das korrigierte Intensitätsspektrum
S'(c, a, λ) von dem Referenzspektrum R(λ) aufweist, zu reduzieren, wobei durch das
Anpassen ein an das Referenzspektrum R(λ) angepasstes korrigiertes Intensitätsspektrum
S'(λ) = c* + a*·S(λ) ermittelt wird, dessen erster Korrekturparameter c einen Wert
c* und dessen zweiter Korrekturparameter a einen Wert a* einnehmen,
- Berechnen eines Abstands (A, Ac), den das an das Referenzspektrum R(λ) angepasste
korrigierte Intensitätsspektrum S'(λ) =c* + a*·S(λ) von dem Referenzspektrum R(λ)
aufweist,
- Verwenden des berechneten Abstands (A, Ac) zur Beurteilung der Ähnlichkeit zwischen
dem von dem Wertdokument aufgenommenen Intensitätsspektrum S(λ) und dem Referenzspektrum
R(λ).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Korrekturparameter a, c durch das Anpassen des linear korrigierten
Intensitätsspektrums S'(c, a, λ) an das Referenzspektrum R(λ) ermittelt werden.
3. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anpassen des korrigierten Intensitätsspektrums S'(c, a, λ) an das Referenzspektrum
R(λ) individuell für jedes zu prüfende Wertdokument, insbesondere individuell für
jedes aufgenommene Intensitätsspektrum S(λ) jedes zu prüfenden Wertdokuments durchgeführt
wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, durch das Anpassen des korrigierten Intensitätsspektrums S'(c, a, λ) an das Referenzspektrum
R(λ), messtechnisch bedingte Schwankungen, die das aufgenommene Intensitätsspektrum
S(λ) bei dessen Aufnahme beeinflusst haben, zumindest teilweise ausgeglichen werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anpassen des korrigierten Intensitätsspektrums S'(c, a, λ) an das Referenzspektrum
R(λ) im Rahmen einer Ausgleichsrechnung durchgeführt wird, bei der ein Least-Squares-Fit
des korrigierten Intensitätsspektrums S'(c, a, λ) an das Referenzspektrum R(λ) durchgeführt
wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (A), der zwischen dem angepassten korrigierten Intensitätsspektrum S'(λ)
und dem Referenzspektrum R(λ) berechnet wird, der Chessboard-Abstand (Ac) des angepassten
korrigierten Intensitätsspektrums S'(λ) von dem Referenzspektrum R(λ) ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Verfahren eine spektrale Charakteristik eines Sicherheitsmerkmals des Wertdokuments
auf ihre Ähnlichkeit zu einer für das Sicherheitsmerkmal spezifizierten spektralen
Charakteristik geprüft wird, mit welcher das Sicherheitsmerkmal spezifiziert wurde,
bevor das Wertdokument mit dem Sicherheitsmerkmal ausgestattet wurde.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass, zur Beurteilung der Ähnlichkeit des aufgenommenen Intensitätsspektrum S(λ) zu dem
Referenzspektrum R(λ), der berechnete Abstand (A), insbesondere der Chessboard-Abstand
(Ac), mit einer spezifizierten Schwankungsbreite verglichen wird, mit welcher die
spektrale Charakteristik des Sicherheitsmerkmals spezifiziert wurde.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anpassen des korrigierten Intensitätsspektrums S'(c, a, λ) an das Referenzspektrum
R(λ) in einem spektralen Abschnitt (F) des aufgenommenen Intensitätsspektrums S(λ)
durchgeführt wird, der nur Wellenlängen im Infraroten umfasst.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, beim Berechnen des Abstands (A, Ac), der Abstand (A, Ac) nur für einen Teilabschnitt
(T, TM) desjenigen spektralen Abschnitts (F) berechnet wird, für den das Anpassen des korrigierten
Intensitätsspektrums S'(c, a, λ) an das Referenzspektrum R(λ) durchgeführt wurde.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, beim Berechnen des Abstands (A, Ac), der Abstand (A, Ac) nur für einen spektralen
Abschnitt (TM) des angepassten korrigierten Intensitätsspektrums S'(λ) von dem Referenzspektrum
R(λ), berechnet wird, in dem das Wertdokument auf eine spektrale Charakteristik eines
Sicherheitsmerkmals geprüft wird, wobei dieser spektrale Abschnitt (TM) vorzugsweise vollständig im Infraroten liegt.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anpassen des korrigierten Intensitätsspektrums S'(c, a, λ) an das Referenzspektrum
R(λ) derart beschränkt durchgeführt wird, dass das angepasste korrigierte Intensitätsspektrum
S'(λ) im Vergleich zu dem aufgenommenen Intensitätsspektrum S(λ) nicht verfälscht
wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anpassen dadurch beschränkt durchgeführt wird, dass für zwei von dem ersten und
zweiten Korrekturparameter a*, c* abgeleitete Parameter w=1/(a*+c*) und s=a*/(a*+c*)
eine oder mehrere bestimmte Nebenbedingungen vorgegeben werden.
14. Sensor zur Prüfung von Wertdokumenten, der dazu ausgebildet ist, das Verfahren nach
einem der vorhergehenden Ansprüche durchzuführen.
15. Vorrichtung zur Prüfung von Wertdokumenten, die einen Sensor zur Prüfung von Wertdokumenten
nach Anspruch 14 aufweist.
1. A method for checking value documents, having the steps of:
- detecting at several different wavelengths (λ1, λ2, λ3. ...) the light emanating from a value document for recording an intensity spectrum
S(λ) of the value document,
- forming a corrected intensity spectrum S'(c, a, λ) = c + a·S(λ) by correcting the
recorded intensity spectrum S(λ) using a linear correction function, so that the corrected
intensity spectrum S'(c, a, λ) = c + a·S(λ) is a a linear transform of the recorded
intensity spectrum S'(λ) and depends on a first correction parameter c and a second
correction parameter a,
- adapting the corrected intensity spectrum S'(c, a, λ) to the reference spectrum
R(λ) in order to reduce a deviation, defined by a distance measure, which the corrected
intensity spectrum S'(c, a, λ) has from the reference spectrum R(λ), there being ascertained
through the adapting a corrected intensity spectrum S'(λ) = c* + a*·S(λ) adapted to
the reference spectrum R(λ), whose first correction parameter c assumes a value c*
and whose second correction parameter a assumes a value a*,
- calculating a distance (A, AC) which the corrected intensity spectrum S'(λ) = c* + a*·S(λ) adapted to the reference
spectrum R(λ) has from the reference spectrum R(λ),
- employing the calculated distance (A, AC) for assessing the similarity between the intensity spectrum S(λ) recorded from the
value document and the reference spectrum R(λ).
2. The method according to claim 1, characterized in that the first and second correction parameters a, c are ascertained through the adapting
of the linearly corrected intensity spectrum S'(c, a, λ) to the reference spectrum
R(λ).
3. The method according to one or more of the preceding claims, characterized in that the adapting of the corrected intensity spectrum S'(c, a, λ) to the reference spectrum
R(λ) is carried out individually for each value document to be checked, in particular
individually for each recorded intensity spectrum S(λ) of each value document to be
checked.
4. The method according to any of the preceding claims, characterized in that, through the adapting of the corrected intensity spectrum S'(c, a, λ) to the reference
spectrum R(λ), fluctuations due to measuring technology that have influenced the recorded
intensity spectrum S(λ) upon its recording are compensated at least partly.
5. The method according to any of the preceding claims, characterized in that the adapting of the corrected intensity spectrum S'(c, a, λ) to the reference spectrum
R(λ) is carried out within the framework of a compensation calculation by which a
least-squares fit of the corrected intensity spectrum S'(c, a, λ) to the reference
spectrum R(λ) is carried out.
6. The method according to any of the preceding claims, characterized in that the distance (A) that is calculated between the adapted corrected intensity spectrum
S'(λ) and the reference spectrum R(λ) is the chessboard distance (AC) of the adapted corrected intensity spectrum S'(λ) from the reference spectrum R(λ).
7. The method according to any of the preceding claims, characterized in that by the method there is checked a spectral characteristic of a security feature of
the value document for its similarity to a spectral characteristic specified for the
security feature with which the security feature was specified before the value document
was equipped with the security feature.
8. The method according to claim 7, characterized in that, for assessing the similarity of the recorded intensity spectrum S'(λ) to the reference
spectrum R(λ), the calculated distance (A), in particular the chessboard distance
(AC), is compared with a specified fluctuation range with which the spectral characteristic
of the security feature was specified.
9. The method according to any of the preceding claims, characterized in that the adapting of the corrected intensity spectrum S'(C, a, λ) to the reference spectrum R(λ) is carried out in a spectral portion (F) of
the recorded intensity spectrum S(λ) which comprises only wavelengths in the infrared.
10. The method according to any of the preceding claims, characterized in that, upon calculating the distance (A, AC), the distance (A, AC) is calculated only for a partial portion (T, TM) of that spectral portion (F) for which the adapting of the corrected intensity spectrum
S'(c, a, λ) to the reference spectrum R(λ) was carried out.
11. The method according to any of the preceding claims, characterized in that, upon calculating the distance (A, AC), the distance (A, AC) is calculated only for a spectral portion (TM) of the adapted corrected intensity spectrum S'(λ) from the reference spectrum R(λ),
in which the value document is checked for a spectral characteristic of a security
feature, said spectral portion (TM) preferably lying completely in the infrared.
12. The method according to any of the preceding claims, characterized in that the adapting of the corrected intensity spectrum S'(c, a, λ) to the reference spectrum
R(λ) is carried out in a constrained manner such that the adapted corrected intensity
spectrum S'(λ) is not falsified in comparison to the recorded intensity spectrum S(λ).
13. The method according to any of the preceding claims, characterized in that the adapting is carried out so as to be constrained by one or several certain side
conditions being prescribed for two parameters w=1/(a*+c*) and s=a*/(a*+c*) derived
from the first and second correction parameters a*, c*.
14. A sensor for checking value documents which is configured for carrying out the method
according to any of the preceding claims.
15. An apparatus for checking value documents which has a sensor for checking value documents
according to claim 14.
1. Procédé d'examen de documents de valeur, comprenant les étapes:
- détection de la lumière émanant d'un document de valeur à plusieurs longueurs d'ondes
différentes (λ1, λ2, λ3, ...) pour l'enregistrement d'un spectre d'intensité S(λ) du document de valeur,
- génération d'un spectre d'intensité corrigé S'(c, a, λ) = c + a·S(λ) par correction
du spectre d'intensité (λ) enregistré S(λ) à l'aide d'une fonction linéaire de correction,
de telle sorte que le spectre d'intensité corrigé S'(c, a, λ) = c + a·S(λ) est une
transformée linéaire du spectre d'intensité enregistré S(λ) et dépend d'un premier
paramètre de correction c et d'un deuxième paramètre de correction a,
- adaptation du spectre d'intensité corrigé S'(c, a, λ) au spectre de référence R(λ)
afin de réduire une divergence, définie par une mesure de distance, que le spectre
d'intensité corrigé S'(c, a, λ) présente par rapport au spectre de référence R(λ),
cependant que, par l'adaptation, un spectre d'intensité corrigé S'(λ) = c* + a*·S(λ)
adapté au spectre de référence R(λ) est déterminé, son premier paramètre de correction
c adoptant une valeur c*, et son deuxième paramètre de correction a adoptant une valeur
a*,
- calcul d'une distance (A, Ac) que le spectre d'intensité corrigé S'(λ) = c* + a*
- S(λ) adapté au spectre de référence R(λ) présente par rapport au spectre de référence
R(λ),
- utilisation de la distance (A, Ac) calculée pour l'appréciation de la similitude
entre le spectre d'intensité S(λ) enregistré dans le cas du document de valeur et
le spectre de référence R(λ).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier et le deuxième paramètre de correction a, c sont déterminés par adaptation
du spectre d'intensité linéairement corrigé S'(c, a, λ) au spectre de référence R(λ).
3. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'adaptation du spectre d'intensité corrigé S'(c, a, λ) au spectre de référence R(λ)
est effectuée individuellement pour chaque document de valeur à examiner, en particulier
individuellement pour chaque spectre d'intensité S(λ) enregistré de chaque document
de valeur à examiner.
4. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, par l'adaptation du spectre d'intensité corrigé S'(c, a, λ) au spectre de référence
R(λ), des fluctuations dues à l'opération de mesurage et ayant influencé lors de son
enregistrement le spectre d'intensité S(λ) enregistré sont au moins partiellement
compensées.
5. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'adaptation du spectre d'intensité corrigé S'(c, a, λ) au spectre de référence R(λ)
est effectuée dans le cadre d'un calcul de compensation lors duquel un ajustement
par les moindres carrés du spectre d'intensité corrigé S'(c, a, λ) au spectre de référence
R(λ) est effectué.
6. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la distance (A) qui est calculée entre le spectre d'intensité corrigé adapté S'(λ)
et le spectre de référence R(λ) est la distance de l'échiquier (Ac) corrigée adaptée
S'(λ) par rapport au spectre de référence R(λ).
7. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, par le procédé, une caractéristique spectrale d'une caractéristique de sécurité
du document de valeur est examinée quant à sa similitude avec une caractéristique
spectrale spécifiée pour la caractéristique de sécurité avec laquelle la caractéristique
de sécurité fut spécifiée avant que le document de valeur soit muni de la caractéristique
de sécurité.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que , pour l'appréciation de la similitude du spectre d'intensité enregistré S(λ) par
rapport au spectre de référence R(λ), la distance (A) calculée, en particulier la
distance de l'échiquier (Ac), est comparée avec une largeur spécifiée de fluctuation
avec laquelle la caractéristique spectrale de la caractéristique de sécurité fut spécifiée.
9. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'adaptation du spectre d'intensité corrigé S'(c, a, λ) au spectre de référence R(λ)
est effectuée dans un segment spectral (F) du spectre d'intensité enregistré S(λ)
qui ne comprend que des longueurs d'ondes dans la plage des infrarouges.
10. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, lors du calcul de la distance (A, Ac), la distance (A, Ac) n'est calculée que pour
un segment partiel (T, TM) du segment spectral (F) pour lequel l'adaptation du spectre d'intensité corrigé
S'(c, a, λ) au spectre de référence R(λ) a été effectuée.
11. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, lors du calcul de la distance (A, Ac), la distance (A, Ac) par rapport au spectre
de référence R(λ) n'est calculée que pour un segment spectral (TM) du spectre d'intensité corrigé adapté S'(λ) dans lequel le document de valeur est
examiné quant à une caractéristique spectrale d'une caractéristique de sécurité, ce
segment spectral (TM) se trouvant de préférence entièrement dans la plage des infrarouges.
12. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'adaptation du spectre d'intensité corrigé S'(c, a, λ) au spectre de référence R(λ)
est effectuée de manière limitée de telle façon que le spectre d'intensité corrigé
S'(λ) adapté n'est pas faussé en comparaison avec le spectre d'intensité S(λ) enregistré.
13. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'adaptation est effectuée de manière limitée par le fait que, pour deux paramètres
w=1 / (a* + c*) et s=a* / (a* + c*) dérivés du premier et du deuxième paramètre de
correction a*, c*, une ou plusieurs conditions auxiliaires définies sont déterminées.
14. Capteur destiné à l'examen de documents de valeur, qui est conçu pour effectuer le
procédé selon une des revendications précédentes.
15. Dispositif d'examen de documents de valeur, comportant un capteur destiné à l'examen
de documents de valeur selon la revendication 14.