| (19) |
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(11) |
EP 2 696 989 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.11.2019 Patentblatt 2019/47 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.03.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/055613 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/139898 (18.10.2012 Gazette 2012/42) |
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| (54) |
SYSTEM UND VERFAHREN ZUM FÖRDERN VON FEINKÖRNIGEN PULVER MIT HILFE EINER MEMBRANPUMPE
SYSTEM AND METHOD FOR DELIVERING FINE-GRAIN POWDER WITH THE AID OF A DIAPHRAGM PUMP
SYSTÈME ET PROCÉDÉ DE TRANSPORT DE POUDRE FINE À L'AIDE D'UNE POMPE À MEMBRANE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
15.04.2011 DE 102011017277 03.05.2011 DE 102011100378 05.08.2011 DE 102011052432
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.02.2014 Patentblatt 2014/08 |
| (73) |
Patentinhaber: Maschinenfabrik Reinhausen GmbH |
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93059 Regensburg (DE) |
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Erfinder: |
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- NETTESHEIM, Stefan
93051 Regensburg (DE)
- ALBRECHT, Andreas
93057 Regensburg (DE)
- MENATH, Johann
93138 Lappersdorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Reichert & Lindner
Partnerschaft Patentanwälte |
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Bismarckplatz 8 93047 Regensburg 93047 Regensburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 437 178 DE-A1- 10 353 968
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EP-A2- 1 437 178 US-B1- 6 447 216
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Fördern von feinkörnigen Pulvern mit Hilfe
einer Membranpumpe, die einen ein Arbeitsvolumen umschließenden Förderraum, mindestens
eine auslenkbare Membran, die in eine Saugstellung und eine Druckstellung bringbar
ist, und ein an einer Saugseite der Membranpumpe angeordnetes Einlassventil und ein
an der Druckseite der Membranpumpe angeordnetes Auslassventil aufweist.
[0002] Verfahren zum Fördern von feinkörnigen Pulvern sind beispielsweise zur Zuführung
dosierter Mengen von feinkörnigen Pulvern für Plasma-Beschichtungsprozesse erforderlich.
Pulverablagerungen und Agglomerationen des Pulvers in den Förderwegen und der Pumpe
müssen vermieden werden, da andernfalls die Förderung des Pulvers zum Erliegen kommen
kann.
[0003] Die Förderung feiner Pulver mit Korngrößen von weniger als 150 µm ist mit bekannten
Pumpen kaum möglich. Unterhalb dieser Korngröße nehmen die Adhäsionskräfte zwischen
den Pulverpartikeln erheblich zu. Die Oberfläche der Partikel vergrößert sich im Verhältnis
zum Volumen erheblich. Ein Würfel mit einer Kantenlänge von 1 cm weist eine Oberfläche
von 0,006 m
2 auf. Das gleiche Volumen mit Partikeln von fünf Nanometern Kantenlänge aufgefüllt,
weist indes eine Oberfläche von 2.400 m
2 auf. Die starke Zunahme der Oberflächenkräfte behindert die Förderung derart kleiner
Partikel. Durch permanente Energieeinkopplung, insbesondere hohe Strömungsgeschwindigkeiten,
die mit einem hohen Gas- bzw. Luftverbrauch einhergehen, kann ein Agglomerieren des
Pulver-/ Gasgemisches vermieden werden. Hohe Gasvolumenströme sind jedoch in verschiedenen
nachgeschalteten Arbeitsprozessen, wie beispielsweise bei Plasma-Beschichtungsprozessen
oder Laser-Beschichtungsprozessen, nachteilig. Darüber hinaus bedingen hohe Gasvolumenströme
einen höheren Energieeinsatz für die Förderung.
[0004] Die
DE 44 23 197 offenbart eine Pulverpumpe für Pulver zum Sprühbeschichten von Gegenständen in einer
stabartig länglichen Form. An einer Stirnseite weist die Pulverpumpe eine Pulveransaugöffnung
auf, über die Pulver aus einem nach oben offenen Pulverbehälter angesaugt und durch
ein inneres Rohr der Pulverpumpe zu einem Verbraucher befördert wird. Die Förderung
selbst erfolgt durch Erzeugung eines Vakuums in der Pulverpumpe. Das Vakuum wird mit
einer Injektordüse erzeugt, die sich in der Nähe der Pulveransaugöffnung befindet.
[0005] EP 1 437 178 A2 offenbart eine Pumpeinrichtung für Pulver, in der zeitgesteuert mit einer vorbestimmten
Verzögerungszeitdauer Druckgas in eine Dosierkammer eingelassen wird und damit eine
bis zum Ende der Verzögerungszeitdauer in die Dosierkammer eingelassene Pulvermenge
aus der Dosierkammer ausgestoßen wird.
[0006] DE 103 53 968 A1 offenbart eine Membranpumpe für ein Pulver-/Gasgemisch mit einem ein Arbeitsvolumen
umschließenden Förderraum und einer auslenkbaren Schlauchmembran, die den Förderraum
zwischen einem Einlassventil und einem Auslassventil umgibt. An dem Förderraum ist
eine zusätzliche Gaszuführung zum Einbringen eines Gases in den Förderraum angeordnet.
[0007] US 6,447,216 B1 offenbart eine Pumpvorrichtung, bei der ein Austreibfluid mit hohem Druck in eine
Pumpkammer injiziert wird, um gefördertes Pulver möglichst vollständig aus der Pumpkammer
auszutreiben. Die Injektion des Austreibfluids in die Pumpkammer wird während des
Befüllens der Pumpkammer mit Pulver durch ein Steuersystem unterbrochen.
[0008] Des Weiteren sind aus dem Stand der Technik Membran-Pumpen zur Förderung von Flüssigkeiten
oder Gasen bekannt. Der Arbeitsraum ist durch eine auslenkbare Membran vom Antrieb
getrennt. Durch diese Trennung ist der Antrieb von schädlichen Einflüssen des Fördermediums
abgeschirmt. Die oszillierende Auslenkung der Membran bewirkt in einem Saughub in
die voll ausgelenkte Saugstellung eine Vergrößerung des Arbeitsvolumens des Förderraums
und in einem Druckhub in die voll ausgelenkte Druckstellung eine Verkleinerung des
Arbeitsvolumens des Förderraums. Die Auslenkung der Membran erfolgt hydraulisch, pneumatisch
oder mechanisch. An der Saugseite der Membranpumpe ist ein durch das Fördermedium
betätigtes Einlassventil und an der Druckseite ein durch das Fördermedium betätigtes
Auslassventil angeordnet. Über das Einlassventil wird beim Saughub der Membran das
Fördermedium angesaugt und beim Druckhub durch das Auslassventil ausgestoßen.
[0009] Sofern eine Membranpumpe zur Förderung eines Pulver-/ Gasgemisches eingesetzt wird,
tritt insbesondere bei feinkörnigen Pulvern der Zustand ein, dass die Strömungsgeschwindigkeit
im Arbeitsvolumen des Förderraums der Membranpumpe nicht ausreicht, um die gesamte
Pulvermenge durch das Auslassventil auszustoßen.
[0010] In Folge dessen bilden sich während des laufenden Betriebs der Membranpumpe zunehmende
Ansammlungen von Pulver innerhalb des Förderraums der Membranpumpe, die zunächst die
Saugleistung reduzieren und schließlich die Membranpumpe verstopfen. Insbesondere
bei sehr feinkörnigen Pulvern können sich darüber hinaus Pulveragglomerate bilden,
die die Förderung des Pulvers behindern bzw. die Membranpumpe blockieren. Eine Verstopfung
der Membranpumpe kann durch eine Erhöhung der Pumpleistung nicht aufgehoben werden.
Vielmehr ist es erforderlich, den Förderraum zu öffnen und die Verstopfung zu beseitigen.
[0011] Einen weiteren Einfluss auf die Ausbildung von Ablagerungen hat die geometrische
Ausbildung des Förderraums. Insbesondere in Bereichen mit geringerer Strömungsgeschwindigkeit
des Pulver-/ Gasgemisches kommt es zu Pulverablagerungen. Darüber hinaus hat sich
gezeigt, dass im Bereich der Auslassventile bei der Förderung feinkörniger Pulver
Verstopfungen auftreten. Eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit ist bei einem
gegebenen Arbeitsbereich einer Membranpumpe mit einem bestimmen Unterdruck an der
Saugseite und einem bestimmten Überdruck an der Druckseite nicht ohne weiteres möglich,
um diese Problemzonen des Förderraums zu entschärfen.
[0012] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde,
ein System vorzuschlagen, mit dem eine Förderung von feinkörnigen Pulvern, insbesondere
auch nicht fließfähiger Pulver mit Partikelgrößen von 0,01 µm bis 100 µm möglich ist.
Außerdem soll ein Verfahren zu Förderung derartiger Pulver vorgeschlagen werden.
[0013] Diese Aufgabe wird bei einem System mit einer Membranpumpe der eingangs erwähnten
Art dadurch gelöst, dass an dem Förderraum eine Gaszuführung zum Einbringen eines
Gases in den Förderraum angeordnet ist.
[0014] Außerdem wird die Aufgabe durch ein Verfahren gemäß den Merkmalen der Ansprüche 8
bis 13 gelöst.
[0015] Das Einlassventil der Membranpumpe wirkt als Rückschlagventil, so dass das zugeführte
Gas, insbesondere Luft, nur in Förderrichtung der Membranpumpe aus dem Auslassventil
ausströmen kann. Das zusätzlich eingebrachte Gas bewirkt, dass im Arbeitsvolumen der
Membranpumpe stets optimale Strömungsbedingungen herrschen und Pulverablagerungen
im Förderraum vermieden werden.
[0016] Die maximale Menge des zusätzlich eingebrachten Gases wird durch die Saugleistung
der Membranpumpe während des Saughubs begrenzt. Wird die maximale Menge überschritten,
kann die Membranpumpe über das druckgesteuerte Einlassventil kein Pulver bzw. Pulver-/Gasgemisch
mehr ansaugen und das Einlassventil bleibt geschlossen.
[0017] Das Einbringen des Gases in den Förderraum bewirkt, dass das Einlassventil früher
schließt und dass das in den Arbeitsraum angesaugte Pulver bzw. Pulver-/ Gasgemisch
zusammen mit dem zusätzlich in den Förderraum eingebrachten Gas vollständig durch
das Auslassventil ausgetragen wird.
[0018] Eine pulsationsarme Pulverförderung für kontinuierliche Folgeprozesse wird ermöglicht,
wenn die Gaszuführung einen Verdichter zur Erzeugung eines konstanten Volumenstroms
des Gases aufweist.
[0019] Eine besonders wirksame Reinigung des Förderraums mit Hilfe des zugeführten Gases
wird erreicht, wenn die Gaszuführung einen Verdichter zur Erzeugung eines pulsierenden
Volumenstromes des Gases aufweist.
[0020] Bei nachfolgenden, druckgeführten Folgeprozessen weist die Gaszuführung vorzugsweise
einen Verdichter zur Erzeugung eines konstanten Drucks des zugeführten Gases auf.
[0021] Das Gas wird vorzugsweise an einer Wand des Förderraums über einen Einlass eingebracht.
Der Einlass kann als Durchgang in der Wand oder aber auch als Düse ausgestaltet sein.
[0022] Insbesondere bei Ausbildung des Einlasses als Düse kann der Einlass zweckmäßigerweise
derart ausgerichtet sein, dass Bereiche des Förderraums mit Gas beaufschlagt werden,
in denen sich aufgrund der Strömungsverhältnisse leicht Ablagerungen des geförderten
Pulvers bilden können.
[0023] Die erfindungsgemäße Membranpumpe eignet sich insbesondere zur Förderung feinstkörniger
Pulver. Sie lässt sich jedoch auch mit Vorteil zum Fördern kondensathaltiger Gase
einsetzen.
[0024] Nachfolgend wird eine Membranpumpe eines erfindungsgemäßen Systems anhand der Figur
1 näher erläutert. Es zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Membranpumpe eines erfindungsgemäßen Systems sowie
eine Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0025] Die Membranpumpe 1 umfasst einen ein Arbeitsvolumen V
1 bzw. V
2 umschließenden Förderraum 2, der an einer Seite durch eine auslenkbare Membran 3
begrenzt ist. Die Membran 3 ist in eine Saugstellung 4 und eine Druckstellung 5 bringbar.
In Figur 1 befindet sich die Membran 3 in der in durchgezogener Linie dargestellten
Saugstellung 4. Die oszillierende Auslenkbewegung 6 wird mit Hilfe eines Exzenterantriebs
umfassend einen Elektromotor 7 und eine Pleuelstange 8 erzeugt.
[0026] An einer Saugseite 9 der Membranpumpe 1 ist ein Einlassventil 11 und an einer Druckseite
10 der Membranpumpe 1 ein Auslassventil 12 angeordnet. Sowohl das Einlassventil 11
als auch das Auslassventil 12 werden durch das von der Membranpumpe 1 geförderte Pulver-/
Gasgemisch 13 druckgesteuert betätigt, wobei das Einlassventil 11 beim Saughub der
Membran 3 in die Saugstellung 4 öffnet und beim Druckhub in die Druckstellung 5 schließt,
während das Auslassventil 12 beim Saughub der Membran 3 schließt und beim Druckhub
öffnet.
[0027] An einer Wand 14 des Förderraums 2 ist eine Gaszuführung 15 zum Einbringen eines
Gases 16, insbesondere Luft, in den Förderraum 2 angeordnet. Die Gaszuführung 15 umfasst
einen als Düse 17 die Wand 14 durchsetzenden Injektor, mit dem das Gas gezielt in
den Förderraum 2 eingebracht wird, um Pulveransammlungen aufzulösen und dem Pulver-/
Gasgemisch 13 eine zusätzliche Gasmenge aufzuprägen. Die Gaszuführung 15 umfasst weiterhin
einen schematisch dargestellten Verdichter 18, der über eine Leitung mit der Düse
17 verbunden ist. Der Verdichter 18 erzeugt je nach Zusammensetzung des zu fördernden
Pulver-/ Gasgemisches 13 und/oder in Abhängigkeit von dem nachgeordneten, an der Druckseite
10 angeschlossenen Prozess einen konstanten Druck 19 des Gases 16, einen konstanten
Volumenstrom 20 des Gases 16 oder einen pulsierenden Volumenstrom 21 des Gases 16,
das über die Düse 17 in den Förderraum 2 eingebracht wird.
[0028] Zur Förderung kleiner Pulvermengen des feinkörnigen Pulvers wird Gas 16 mit einem
Volumenstrom in einem Bereich von 1 I/min - 50 I/min in den Förderraum 2 eingebracht.
Die Oszillationsfrequenz der Membran 3 liegt für das Fördern feiner Pulver vorzugsweise
in einem Frequenzbereich von 10 Hz bis 200 Hz bei einem maximalen Arbeitsvolumen in
einem Bereich von 0,1 bis 20 ml.
[0029] Die hohen Frequenzen der Membranpumpe 1 begünstigen die kontinuierliche Förderung
kleiner Mengen des feinkörnigen Pulvers. Für die kontinuierliche, pulsationsarme Förderung
feiner Pulver ist es vorteilhaft, wenn jede Membranpumpe 1 an ihrer Saugseite 9 über
eine möglichst kurze Saugleitung mit einem Ansaugmittel zum Ansaugen von Pulver aus
einem Pulvervorrat verbunden ist. Als vorteilhaft hat sich eine Länge der Saugleitung
von 0,01 m bis 1 m, vorzugsweise 0,01 m bis 0,5 m herausgestellt, während die Länge
der Druckleitung zur pulsationsarmen Förderung vorzugsweise mindestens um den Faktor
10 länger ist. In Versuchen mit Saug- und Druckleitungen mit einem Innendurchmesser
von 2,5 mm konnte keine pulsationsarme Förderung bei Druckleitungslängen von 3 m erzielt
werden, während gute Ergebnisse bei Druckleitungslängen mit mehr als 10 m erzielt
wurden. Aufgrund der Versuche wurde erkannt, dass eine gleichmäßige, pulsationsarme
Förderung des feinen Pulvers erreicht wird, wenn die Membranpumpe 1 an der Druckseite
10 mit einer Druckleitung verbunden ist und die Länge der Druckleitung deren Durchmesser
mindestens um den Faktor 2000 übersteigt.
[0030] Durch Einbringen des Gases 16 in den Förderraum 2 sowie die Anordnung der Düse 17
wird erreicht, dass im Arbeitsvolumen V
1 bzw. V
2 des Förderraums 2 stets optimale Strömungsbedingungen herrschen und Pulverablagerungen
in dem Förderraum 2, die zu einer Verstopfung und damit zum Ausfall der Membranpumpe
1 führen können, sicher vermieden werden.
Bezugszeichenliste
| Nr. |
Bezeichnung |
| 1 |
Membranpumpe |
| 2 |
Förderraum |
| 3 |
Membran |
| 4 |
Saugstellung |
| 5 |
Druckstellung |
| 6 |
Auslenkbewegung |
| 7 |
Elektromotor |
| 8 |
Pleuelstange |
| 9 |
Saugseite |
| 10 |
Druckseite |
| 11 |
Einlassventil |
| 12 |
Auslassventil |
| 13 |
Pulver-/Gasgemisch |
| 14 |
Wand |
| 15 |
Gaszuführung |
| 16 |
Gas |
| 17 |
Düse |
| 18 |
Verdichter |
| 19 |
konstanter Druck |
| 20 |
konstanter Volumenstrom |
| 21 |
pulsierender Volumenstrom |
1. System zum Fördern eines Pulver-Gas-Gemisches (13), das System umfassend eine Membranpumpe
(1) mit einem ein Arbeitsvolumen (V1, V2) umschließenden Förderraum (2), mindestens einer auslenkbaren Membran (3), die in
eine Saugstellung (4) und eine Pumpstellung (5) bringbar ist, und welche den Förderraum
(2) an einer Seite begrenzt, einem an einer Saugseite (9) der Membranpumpe (1) angeordneten
Einlassventil (11) für das Pulver-Gas-Gemisch (13), einem an einer Druckseite (10)
der Membranpumpe (1) angeordneten Auslassventil (12) für das Pulver-Gas-Gemisch (13),
und einer Gaszuführung (15) zum Einbringen eines Gases (16) in den Förderraum (2)
über einen Einlass, wobei der Einlass derart ausgerichtet ist, dass Bereiche des Förderraums
(2) mit Gas beaufschlagbar sind, in denen sich Ablagerungen des geförderten Pulvers
bilden können;
eine Saugleitung an der Saugseite (9) der Membranpumpe (1);
eine Druckleitung an der Druckseite (10) der Membranpumpe (1);
dadurch gekennzeichnet,
dass die Saugleitung mit einer Länge zwischen 0,01 m und 1 m vorgesehen ist,
dass eine Länge der Druckleitung mindestens das Zehnfache der Länge der Saugleitung beträgt,
wobei ferner die Länge der Druckleitung einen Durchmesser der Druckleitung mindestens
um den Faktor 2000 übersteigt.
2. System nach Anspruch 1, wobei die Saugseite (9) mit einem Pulvervorrat oder einer
Einspeisung eines Pulver-/ Gasgemisches (13) verbunden ist.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Gaszuführung (15) einen Verdichter (18) zur
Erzeugung eines konstanten Volumenstroms (20) des Gases (16) aufweist.
4. System nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Gaszuführung (15) einen Verdichter (18) zur
Erzeugung eines pulsierenden Volumenstroms (21) des Gases (16) aufweist.
5. System nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Gaszuführung (15) einen Verdichter (18) zur
Erzeugung eines konstanten Drucks (19) des Gases (16) aufweist.
6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Einlass an einer Wand (14) des
Förderraums (2) angeordnet ist.
7. System nach Anspruch 6, wobei der Einlass eine Düse (17) oder ein Durchgang in der
Wand des Förderraums (2) ist.
8. Verfahren zum Fördern eines Pulver-/Gasgemisches (13) mit Hilfe einer Membranpumpe
(1) mit einem ein Arbeitsvolumen(V1, V2) umschließenden Förderraum (2), einer den Förderraum (2) auf einer Seite begrenzenden
auslenkbaren Membran (3), die in eine Saugstellung (4) und eine Pumpstellung (5) gebracht
wird, wobei an einer Saugseite (9) der Membranpumpe (1) ein Einlassventil (11) und
an einer Druckseite (10) der Membranpumpe (1) ein Auslassventil (12) angeordnet wird,
wobei in den Förderraum (2) über eine Gaszuführung (15) ein Gas (16) derart eingebracht
wird, dass Bereiche des Förderraums (2) mit Gas beaufschlagt werden, in denen sich
Ablagerungen des geförderten Pulvers bilden können,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Saugseite eine Saugleitung mit einer Länge zwischen 0,01 m und 1 m verwendet
wird, dass an der Druckseite eine Druckleitung verwendet wird, deren Länge mindestens
das Zehnfache der Länge der Saugleitung beträgt, wobei ferner die Länge der Druckleitung
einen Durchmesser der Druckleitung mindestens um den Faktor 2000 übersteigt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei an der Saugseite (9) der Membranpumpe (1) Pulver
oder ein Pulver-/ Gasgemisch (13) angesaugt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei das Gas (16) mit einem konstanten Volumenstrom
(20) in den Förderraum (2) eingebracht wird.
11. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei das Gas (16) mit einem pulsierenden Volumenstrom
(21) in den Förderraum (2) eingebracht wird.
12. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei das Gas (16) mit einem konstanten Druck (19)
in den Förderraum (2) eingebracht wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, wobei das Gas (16) mit einem Volumenstrom
in einem Bereich von 1 l/min - 50 l/min eingebracht wird.
1. A system for conveying a powder-gas mixture (13) comprising a diaphragm pump (1) having
a conveying chamber (2) enclosing a work volume (V1, V2), at least one deflectable diaphragm (3), which can be brought into a suction position
(4) and a pump position (5) and which delimits the conveying chamber (2) on one side,
an inlet valve (11) for the powder-gas mixture (13) arranged on a suction side (9)
of the diaphragm pump (1), an outlet valve (12) for the powder-gas mixture (13) arranged
on a pressure side (10) of the diaphragm pump (1), and a gas feed (15) for introducing
a gas (16) into the conveying chamber (2) via an inlet, wherein the inlet is oriented
in such a way that gas can be applied to regions of the conveying chamber (2) in which
deposits of the conveyed powder can form;
a suction line at the suction side (9) of the diaphragm pump (1);
a pressure line on the pressure side (10) of the diaphragm pump (1);
characterized in that
the suction line is provided with a length of between 0.01 m and 1 m, that a length
of the pressure line is at least ten times the length of the suction line, wherein
furthermore the length of the pressure line exceeds a diameter of the pressure line
by a factor of at least 2000.
2. The system according to claim 1, wherein the suction side (9) is connected to a powder
supply or to an infeed of a powder-gas mixture (13).
3. The system according to claim 1 or 2, wherein the gas feed (15) has a compressor (18)
for generating a constant flow rate (20) of the gas (16).
4. The system according to claim 1 or 2, wherein the gas feed (15) has a compressor (18)
for generating a pulsating flow rate (21) of the gas (16).
5. The system according to claim 1 or 2, wherein the gas feed (15) has a compressor (18)
for generating a constant pressure (19) of the gas (16).
6. The system according to any one of claims 1 to 5, wherein the inlet is arranged on
a wall (14) of the conveying chamber (2).
7. The system according to claim 6, wherein the inlet is a jet (17) or a passage in the
wall of the conveying chamber (2).
8. A method for conveying a powder-gas mixture (13) using a diaphragm pump (1) having
a conveying chamber (2) enclosing a work volume (V1, V2), a deflectable diaphragm (3) delimiting the conveying chamber (2) on one side, which
deflectable diaphragm (3) is brought into a suction position (4) and a pump position
(5), wherein an inlet valve (11) is arranged on a suction side (9) of the diaphragm
pump (1) and an outlet valve (12) is arranged on a pressure side (10) of the diaphragm
pump (1);
wherein a gas (16) is introduced via a gas feed (15) into the conveying chamber (2)
in such a way that gas is applied to regions of the conveying chamber (2) in which
deposits of the conveyed powder can form,
characterized in that
a suction line having a length of between 0.01 m and 1 m is used on the suction side,
that a pressure line is used on the pressure side, the length of which is at least
ten times the length of the suction line, wherein furthermore the length of the pressure
line exceeds a diameter of the pressure line by a factor of at least 2000.
9. The method according to claim 8, wherein powder or a powder-gas mixture (13) is suctioned
in on the suction side (9) of the diaphragm pump (1).
10. The method according to claim 8 or 9, wherein the gas (16) is introduced into the
conveying chamber (2) with a constant flow rate (20).
11. The method according to claim 8 or 9, wherein the gas (16) is introduced into the
conveying chamber (2) with a pulsating flow rate (21).
12. The method according to claim 8 or 9, wherein the gas (16) is introduced into the
conveying chamber (2) with a constant pressure (19).
13. The method according to any one of claims 8 to 12, wherein the gas (16) is introduced
with a flow rate ranging from 1 l/min. to 50 l/min.
1. Système de transport d'un mélange de poudre et de gaz (13), le système comprenant
une pompe à membrane (1) ayant un espace de transport (2) renfermant un volume de
travail (V1, V2), au moins une membrane (3) pouvant être déviée qui peut être amenée dans une position
d'aspiration (4) et une position de pompage (5) et qui délimite l'espace de transport
(2) sur un côté, une soupape d'admission (11) pour le mélange de poudre et de gaz
(13) disposée sur un côté aspiration (9) de la pompe à membrane (1), une soupape d'échappement
(12) pour le mélange de poudre et de gaz (13) disposée sur un côté refoulement (10)
de la pompe à membrane (1), et un dispositif d'alimentation en gaz (15) destiné à
introduire un gaz (16) dans l'espace de transport (2) par une entrée, l'entrée étant
orientée de telle manière que des régions de l'espace de transport (2) dans lesquelles
peuvent se former des dépôts de la poudre transportée puissent être alimentées en
gaz;
une conduite d'aspiration située sur le côté aspiration (9) de la pompe à membrane
(1);
une conduite de refoulement située sur le côté refoulement (10) de la pompe à membrane
(1);
caractérisé en ce que
la conduite d'aspiration est prévue avec une longueur comprise entre 0,01 m et 1 m,
qu'une longueur de la conduite de refoulement est au moins dix fois supérieure à la
longueur de la conduite d'aspiration, la longueur de la conduite de refoulement dépassant
en outre un diamètre de la conduite de refoulement d'au moins un facteur de 2000.
2. Système selon la revendication 1, dans lequel le côté aspiration (9) est relié à une
réserve de poudre ou à une alimentation en un mélange de poudre et de gaz (13).
3. Système selon les revendications 1 ou 2, dans lequel le dispositif d'alimentation
en gaz (15) comprend un compresseur (18) destiné à générer un flux volumique constant
(20) du gaz (16).
4. Système selon les revendications 1 ou 2, dans lequel le dispositif d'alimentation
en gaz (15) comprend un compresseur (18) destiné à générer un flux volumique pulsé
(21) du gaz (16).
5. Système selon les revendications 1 ou 2, dans lequel le dispositif d'alimentation
en gaz (15) comprend un compresseur (18) destiné à générer une pression constante
(19) du gaz (16).
6. Système selon les revendications 1 à 5, dans lequel l'entrée est disposée au niveau
d'une paroi (14) de l'espace de transport (2).
7. Système selon la revendication 6, dans lequel l'entrée est une buse (17) ou un passage
situé/e dans la paroi de l'espace de transport (2).
8. Procédé de transport d'un mélange de poudre et de gaz (13) à l'aide d'une pompe à
membrane (1) ayant un espace de transport (2) renfermant un volume de travail (V1, V2), une membrane (3) pouvant être déviée et délimitant l'espace de transport (2) sur
un côté qui est amenée dans une position d'aspiration (4) et une position de pompage
(5), une soupape d'admission (11) étant disposée sur un côté aspiration (9) de la
pompe à membrane (1) et une soupape d'échappement (12) étant disposée sur un côté
refoulement (10) de la pompe à membrane (1);
un gaz (16) étant introduit dans l'espace de transport (2) via un dispositif d'alimentation
en gaz (15) de telle manière que des régions de l'espace de transport (2) dans lesquelles
peuvent se former des dépôts de la poudre transportée sont alimentées en gaz,
caractérisé en ce qu'
une conduite d'aspiration ayant une longueur comprise entre 0,01 m et 1 m est utilisée
sur le côté aspiration, qu'une conduite de refoulement est utilisée sur le côté refoulement
dont la longueur est au moins dix fois supérieure à la longueur de la conduite d'aspiration,
la longueur de la conduite de refoulement dépassant en outre un diamètre de la conduite
de refoulement d'au moins un facteur de 2000.
9. Procédé selon la revendication 8, dans lequel la poudre ou un mélange de poudre et
de gaz (13) est aspiré/e sur le côté aspiration (9) de la pompe à membrane (1).
10. Procédé selon les revendications 8 ou 9, dans lequel le gaz (16) est introduit dans
l'espace de transport (2) en présentant un flux volumique constant (20).
11. Procédé selon les revendications 8 ou 9, dans lequel le gaz (16) est introduit dans
l'espace de transport (2) en présentant un flux volumique pulsé (21).
12. Procédé selon les revendications 8 ou 9, dans lequel le gaz (16) est introduit dans
l'espace de transport (2) en présentant une pression constante (19).
13. Procédé selon l'une des revendications 8 à 12, dans lequel le gaz (16) est introduit
en présentant un flux volumique compris entre 1 I/min. et 50 I/min.

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