TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Formateinstellvorrichtung nach dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] In der Verpackungstechnik werden oft Produkte in Kartonbehälter abgepackt. Dazu werden
Kartonflachzuschnitte aus einem Stapel abgezogen, einer Form- und Faltvorrichtung
zugeführt und mittels Stempel durch ein Formwerkzeug gedrückt und somit werden sie
zu einem Kartonbehälter geformt. Die geformten Kartons werden anschliessend einer
Verpackungsanlage zugeführt, gefüllt und wieder verschlossen.
[0003] Um auf derselben Maschine mehrere unterschiedliche Kartonformate herstellen zu können,
müssen einzelne Teile der Maschine auf diese unterschiedlichen Grössen angepasst oder
eingestellt werden. Beispielsweise müssen folgende Module der Maschine auf die verschiedenen
Kartonformate umgestellt werden: Kartonzuschnittsmagazin, Kartonzuschnittsabzug, Stempel,
Formwerkzeug, Positionen der Leimdüsen bei Heissleimvariante, div. Zuschnittszuführungen
und Kartonwegtransporte.
[0004] Bekannte Lösungen realisieren die Verstellung auf unterschiedliche Weise.
[0005] Beispielsweise ist es bekannt, formatabhängige Teile, wie Stempel und Formwerkzeug,
auszuwechseln. Diese sogenannten Wechselwerkzeuge sind auf das entsprechende Kartonformat
angepasst. Vorteile dieser Lösung ist dass die Werkzeuge voreingestellt sind und somit
ein kurzer Ramp-Up (Anlaufzeit) der Produktion erreicht wird, das heisst die Maschine
läuft innerhalb kurzer Zeit mit dem neuen Format wieder fehlerfrei und mit maximalem
Wirkungsgrad. Es muss keine Justierung beim Start der Produktion gemacht werden.
[0006] Nachteilig ist, dass vor allem bei vielen Formaten viele Wechselwerkzeuge gebraucht
werden, was teuer ist und viel Lagerplatz benötigt. Oft sind die Wechselwerkzeuge
sehr schwer, so dass beim Ein- und Ausbau teilweise Hebewerkzeuge zum Einsatz kommen
müssen.
[0007] Auch ist bekannt, dass bei den Werkzeugen, z.B. Formwerkzeugen, die Seitenwände und
Eckelemente auf Schienen gelagert und mit Spindeln verstellbar sind. Die Spindeln
können von Hand, wie auch mit Stellmotoren betrieben sein. Solche Verstellungen werden
auch bei Seitenführungen oder beim Kartonmagazin gemacht.
[0008] Vorteil ist, dass keine aufwändigen Umbauarbeiten bei einem Formatwechsel gemacht
werden müssen. Die Ramp-Up Zeit bei der Variante mit Stellmotor ist sehr kurz, da
die Voreinstellung in der Regel abgespeichert werden kann. Nachteilig bei der motorbetriebenen
Variante ist aber, dass sie sehr teuer ist, da für jede Dimension separate Stellmotoren
mit Ansteuerung eingesetzt werden müssen. Ebenfalls ist die Fehleranfälligkeit höher,
da mehr Komponenten im Einsatz sind (elektrische). Die handverstellbare Variante ist
wohl einiges kostengünstiger, jedoch schwieriger einzustellen. Dabei muss die Verstellung
mit am Verstellelement angebrachten Massstäben gemacht werden. Zusätzlich muss bei
Produktionsstart jedes Mal die Feineinstellung gemacht werden, also wird die Ramp-Up
Zeit länger, was zu einer schlechteren Verfügbarkeit führt. Bei mehrbahnigen Varianten
muss diese Einstellung an jeder Bahn gemacht werden, es sind also unzählige Spindeln
zu verstellen, was kostenintensiv ist und zu einer grossen Fehleranfälligkeit führt.
[0009] Eine weitere Variante ist das Befestigen der einzelnen Elemente des Formwerkzeuges
mittels Klemmschrauben an den Schienen. Dies ist zwar ebenfalls eine kostengünstige
Variante, hat aber ähnliche Nachteile der Spindelverstellung von Hand.
[0010] Aus der
DE 8420744 U1 ist bereits eine Vorrichtung zum Formatwechsel von Führungsblechen in Verpackungsmaschinen
bekannt. Diese besteht aus entsprechender Spurweite von zu verpackenden Gegenständen
auf Abstand nebeneinander verlaufenden Teilungsblechen mit an den Enden angeordneten
Zentrieröffnungen, in denen den Abstand bestimmende Distanzstangen geführt sind. Die
Distanzstangen weisen an ihrem Umfang gruppenweise unterschiedlich verteilte Ausnehmungen
auf, die zueinander eine bestimmte Abstandsformation bilden und durch deren Drehung
jeweils unterschiedliche Abstände für die Teilungsbleche gruppenweise wählbar sind.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0011] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung eine Aufgabe zugrunde,
eine Formateinstellvorrichtung für Einrichtungen zum Herstellen von Verpackungen mit
unterschiedlichem Format bzw. unterschiedlicher Grösse und Form anzugeben, welche
die Nachteile des Standes der Technik überwindet. Insbesondere soll die Formatverstelleinrichtung
eine einfachere Handhabbarkeit aufweisen, sowie kostengünstig sein und eine kurze
Anlaufzeit der Produktion nach dem Umstellen der Vorrichtung auf ein neues Format
erlauben.
[0012] Diese Aufgabe löst eine Formateinstellvorrichtung nach Anspruch 1. Demgemäss dient
eine Formateinstellvorrichtung für die Einstellung des Formates mindestens eines Funktionselementes
an einer Verpackungsmaschine, insbesondere an einer Vorrichtung zum Herstellen von
Verpackungen unterschiedlicher Grösse und/oder Form. Die Formateinstellvorrichtung
umfasst mindestens ein Lagerelement, mindestens eine Formatlehre umfassend mindestens
einen Lagerungsabschnitt sowie mindestens ein Positionselement mit mindestens einem
Anschlagsabschnitt, und mindestens ein Funktionselement mit mindestens einem Verbindungsabschnitt.
Die Formatlehre ist über den Lagerungsabschnitt mit dem Lagerelement verbindbar. Der
Anschlagsabschnitt des Positionselementes ist mit dem Verbindungsabschnitt des Funktionselementes
verbindbar, so dass die Lage des mindestens einen Funktionselementes bezüglich des
Lagerelementes einstellbar ist. Durch die Anordnung einer Formatlehre kann eine Vorrichtung
geschaffen werden, welche einfacher handhabbar ist, womit zugleich die benötigte Zeit
für einen Formatwechsel reduziert werden kann. Besonders vorteilhaft ist die Tatsache,
dass die Funktionselemente mit den Positionselementen der Formatlehre verbindbar und
dadurch positionierbar sind.
[0013] Das Lagerelement ist bevorzugt bezüglich Formateinstellvorrichtung und/oder der Verpackungsmaschine
ortsfest angeordnet. Vorzugsweise ragt der Anschlagsabschnitt des Positionselementes
in den Verbindungsabschnitt des Funktionselementes ein, wobei die Formatlehre vom
Funktionselement getrennt ausgebildet ist.
[0014] Vorzugsweise weist die Formatlehre die Gestalt einer sich entlang einer Mittelachse
erstreckenden Stange auf, oder die Formatlehre weist die Gestalt eines Rahmens auf.
Weiter sind auch Formatlehren in der Gestalt von Platten oder Scheiben, insbesondere
runde Scheiben, denkbar.
[0015] Vorzugsweise ist die mindestens eine Formatlehre bei einem Formatwechsel als Ganzes
bezüglich der Formateinstellvorrichtung, vorzugsweise werkzeuglos, austauschbar ausgebildet,
wobei jedem einzustellenden Format eine vorzugsweise dezidierte, vorzugsweise einmalige,
Formatlehre bzw. ein dezidierter, vorzugsweise einmaliger, Satz bestehend aus mehrerer
Formatlehren zugewiesen ist. Vorzugsweise verbleiben die Funktionselemente bei einem
Formatwechsel in der Verpackungsmaschine und werden anhand der neu einzusetzenden
Formatlehre entsprechend positioniert. Hierdurch kann ein besonders einfacher und
vor allem schneller Formatwechsel erzielt werden.
[0016] Bevorzugterweise sind für verschiedene Formate unterschiedliche Formatlehren vorhanden,
wodurch bei einem Formatwechsel einfach die Formatlehren ausgetauscht werden. Besonders
bevorzugt wird jeder herzustellenden Verpackung eine dezidierte Formatlehre zugeordnet.
Dies hat den Vorteil, dass bei einem Formatwechsel die Fehleinstellungen reduziert
werden können, weil einem Format eine entsprechende Formatlehre zugewiesen ist. Besonders
bevorzugt wird immer ein Set von verschiedenen Formatlehren ausgetauscht. Die Formatlehre
ist somit ein auswechselbares bzw. ein austauschbares Element.
[0017] Vorzugsweise steht das mindestens eine Positionselement mit der Formatlehre einstellbar
bzw. verstellbar oder fest in Verbindung. Unter einer einstellbaren bzw. verstellbaren
Verbindung wird verstanden, dass das Positionselement bezüglich der Formatlehre manuell
eingestellt werden kann und dass sich das Positionselement bezüglich der Formatlehre
an mindestens zwei verschiedenen Positionen festlegen lässt. Bei der festen Verbindung
steht das Positionselement bezüglich der Formatlehre in einer unveränderbaren Lage.
[0018] Vorzugsweise steht das mindestens eine Positionselement mit der Formatlehre über
einen Kraftschluss oder einen Formschluss oder einen Stoffschluss in Verbindung.
[0019] Bei der formschlüssigen Verbindung kann die Formatlehre an definierten Positionen
über Mittel verfügen, mit denen die Positionselemente in Formschluss gebracht werden
können. Solche Mittel können zum Beispiel Ausnehmungen, Verzahnungen, Passstifte und/oder
Rastmittel sein. Die Verbindung kann als Rastverbindung und/oder Steckverbindung ausgeführt
sein. Damit kann ein Positionselement zum Beispiel auf vordefinierte Positionen eingestellt
werden.
[0020] Besonders vorteilhaft kann die Position der Positionselemente auf der Formatlehre
stufenlos einstellbar sein und durch einen Kraftschluss festgelegt werden. Insbesondere
kann die Position der Positionselemente über eine lösbare Klemmverbindung kraftschlüssig
festgelegt werden. Dies wird in der Regel beim ersten Einrichten eines Formates gemacht
und in der Produktion kann die Position fein eingestellt werden. Diese Einstellungen
bleiben auch bei einem Formatwechsel erhalten.
[0021] Bei der stoffschlüssigen Verbindung kann die Position der Positionselemente auf der
Formatlehre entweder bei der Herstellung oder beim ersten Einsatz einmal definiert
werden und ist anschliessend nicht mehr veränderbar.
[0022] Alternativ zu den Verbindungsarten kann das mindestens eine Positionselement mit
der Formatlehre einstückig, also aus einem Stück, wie beispielsweise durch eine Herstellung
aus einem Guss und/oder durch eine Herstellung in einem Ein- oder Mehrkomponentenspritzverfahren
und vorteilhaft aus einem einzelnen Rohling, ausgebildet sein. Eine einstückige Formatlehre
lässt sich besonders kostengünstig herstellen.
[0023] Es ist auch eine Kombination obiger Verbindungsarten von Positionselemente mit der
Formatlehre denkbar, z.B. können einzelne Positionselemente mit der Formatlehre einstückig
ausgeführt sein, andere können formschlüssig mittels Rastmittel, wieder andere mittels
Kraftschluss ausgeführt sein. Denkbar ist auch, dass die Positionselemente mit Spindeln,
Stellmotoren, Zylindern oder anderen Mitteln verstellt werden kann.
[0024] Bevorzugt sind die Funktionselemente bewegbar an einer Führungsschiene gelagert,
wobei die Führungsschiene vorzugsweise Teil der Verpackungsmaschine ist, und die Formatlehre
ist vorzugsweise parallel zur Führungsschiene anordbar, wobei das Lagerelement bevorzugt
mit der Führungsschiene in Verbindung steht.
[0025] Alternativ ist das Funktionselement direkt mit der Formatlehre verbindbar, so dass
das Funktionselement im Wesentlichen durch die Formatlehre gelagert wird.
[0026] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0027] Eine Verpackungsmaschine umfasst mindestens eine Formateinstellvorrichtung nach obiger
Beschreibung und mindestens ein Lagerelement zur Aufnahme der Formateinstellvorrichtung.
Bei einer solchen Verpackungsmaschine kann ein Formatwechsel sehr einfach erfolgen.
[0028] Vorzugsweise umfasst die Verpackungsmaschine weiterhin mindestens ein Formwerkzeug
zur Formung einer Verpackung aus einem Zuschnitt, wobei das Formwerkzeug mindestens
ein Eckelement und optional mindestens ein Seitenelement umfasst. Eckelement und Seitenelement
umfassen jeweils je mindestens einen Funktionsabschnitt und einen Verbindungsabschnitt
zur Aufnahme des Positionselementes der Formatlehre. Über den Funktionsabschnitt ist
die Verpackung formbar, wobei hierfür beispielsweise ein Formstempel einsetzbar ist,
welcher Teil des Formwerkzeuges sein kann.
[0029] Vorzugsweise umfasst die Verpackungsmaschine weiterhin mindestens eine Klebstoffdüse,
wobei die Klebstoffdüse einen Verbindungsabschnitt umfasst, welcher insbesondere an
einem mit der Klebstoffdüse in Verbindung stehendem Halter angeformt ist.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0030] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform einer Formateinstellvorrichtung gemäss der vorliegenden
Erfindung im Zusammenhang mit einem Formwerkzeug;
- Fig. 2
- eine Detailansicht der Formateinstellvorrichtung gemäss der vorliegenden Erfindung
mit Elementen von Figur 1;
- Fig. 3
- eine Detailansicht der Figur 2;
- Fig. 4
- eine Detailansicht der Figur 2;
- Fig. 5
- eine schematische Ansicht eines Formwerkzeuges in einer ersten Konfiguration;
- Fig. 6
- eine schematische Ansicht des Formwerkzeuges nach Figur 5 in einer weiteren Konfiguration;
- Fig. 7
- eine schematische Ansicht eines Kartonmagazins mit einer Formateinstellvorrichtung
gemäss der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 7a
- eine Detailansicht der Figur 7;
- Fig. 8 und 9
- eine schematische Ansicht eines Leimvorrichtung mit einer Formateinstellvorrichtung
gemäss der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 10
- eine weitere Anwendung einer Formateinstellvorrichtung; und
- Fig. 11
- eine weitere Ausführungsform einer Formateinstellvorrichtung.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0031] In der Figur 1 wird eine erfindungsgemässe Formateinstellvorrichtung 1 anhand eines
Formwerkzeuges, das später mit Bezug zu den Figuren 5 und 6 noch im Detail erläutert
wird, gezeigt. Das Formwerkzeug dient im vorliegenden Fall zur Herstellung von Kartonschachteln
zur Aufnahme von verpackten oder unverpackten Gegenständen. Das Formwerkzeug wird
untenstehend noch detailliert erläutert. In der Regel werden Einrichtungen gebaut
und verwendet, welche Verpackungen, insbesondere Kartonbehälter, unterschiedlicher
Grössen und Formen herstellen können. Unter einem Format soll in diesem Zusammenhang
eine bestimmte Grösse und / oder Form einer Verpackung verstanden werden. Um mit der
Einrichtung eine unterschiedliche Verpackung herzustellen, kann es sein, dass sie
auf ein neues Format umgestellt werden muss. Dabei können verschiedene Funktionen
der Einrichtung, wie Zuschnittsmagazin, Stempel, Formwerkzeug auf die neuen Dimensionen,
wie Länge, Breite, Höhe, allenfalls auch Form des Behälters umgestellt werden.
[0032] Unter der Ausdrucksweise Verpackungsmaschine kann eine Einrichtung zum Herstellen
von Verpackungen unterschiedlicher Grösse und Formen verstanden werden.
[0033] In der Figur 2 wird eine Detailansicht einer erfindungsgemässen Ausführungsform der
Formateinstellvorrichtung 1, welche der Einstellung des Formates eines Funktionselementes
an einer Verpackungsmaschine dient, gezeigt. Diese Formateinstellvorrichtung kann
beispielsweise im Zusammenhang mit dem Formwerkzeug nach der Figur 1 oder aber auch
in anderen Vorrichtungen eingesetzt werden.
[0034] Die Formateinstellvorrichtung 1 umfasst mindestens ein Lagerelement 2, mindestens
eine Formatlehre 3 und mindestens ein Funktionselement 7, welches über die Formatlehre
3 zum Lagerelement 2 ausrichtbar ist. Die Formatlehre 3 ist dabei mit dem Lagerelement
2 verbindbar und geht mit dem mindestens einen Funktionselement 7 eine Verbindung
ein, so dass das Funktionselement 7 bezüglich dem Lagerelement 2 bzw. der Formatlehre
3 ausrichtbar ist. Die Lage des mindestens einen Funktionselementes 7 ist somit bezüglich
des Lagerelements 2 einstellbar. Die Formatlehre 3 umfasst mindestens einen Lagerungsabschnitt
4 und mindestens ein Positionselement 5 mit mindestens einem Anschlagsabschnitt 6.
Das Funktionselement 7 weist mindestens einen Verbindungsabschnitt 8, welcher mit
dem Anschlagsabschnitt 6 verbindbar ist. Mit anderen Worten kann daher gesagt werden,
dass die Formatlehre 3 über einem Lagerungsabschnitt 4 mit dem Lagerelement 2 verbindbar
ist, und dass der Anschlagsabschnitt 6 mit dem Verbindungsabschnitt 8 des Funktionselementes
7 verbindbar ist, so dass die Lage des mindestens einen Funktionselementes 7 bezüglich
dem Lagerelement 2 einstellbar ist.
[0035] Bei der Positionierung werden die Funktionselemente 7 auf die gewünschten Positionen
vorpositioniert. Anschliessend wird die Formatlehre 3 mit dem Lagerelement 2 und die
Positionselemente 5 werden mit den Funktionselementen 7 verbunden, wodurch die Funktionselemente
7 genau durch die Formatlehre 3 positioniert werden. Bei einer Formatänderung kann
die Formatlehre 3 durch eine andere Formatlehre 3 ersetzt werden, womit das Format
automatisch geändert wird. Eine Feinjustierung der Positionselemente 5 entfällt, womit
die Umrüstzeit bei einem Formatwechsel sinken kann.
[0036] Bei der erstmaligen Benutzung einer Formatlehre 3 ist das entsprechende Format einzustellen.
Beim erstmaligen Einrichten eines Formates werden alle notwendigen Formatlehren 3
mit den richtigen und der korrekten Anzahl Positionselementen 5 versehen, in der Maschine
am richtigen Ort eingesetzt und mit den Funktionselementen 7 in Eingriff gebracht.
Nun werden alle Positionselemente 5 auf den Formatlehren 3 so auf Position gebracht
und fixiert, dass die entsprechenden Funktionselemente 7 für dieses Format an der
richtigen Stelle positioniert sind. Beim Einfahren des Formates werden die Funktionselemente
7 feinjustiert, indem die entsprechenden Funktionselemente 5 eingestellt werden. Dieser
Schritt entfällt bei der unten beschriebenen Ausführungsform mit den fixiert angeordneten
Positionselementen 5. Nun können alle auswechselbaren Formatlehren 3 mit dem entsprechenden
Format gekennzeichnet und allfällige Codierungen angebracht werden. Diese Formatlehren
3 können als Formatsatz an Lager gelegt und bei der nächsten Produktion dieses Formates
wieder eingesetzt werden. Dabei ist auch sichergestellt, dass die letzte Feinjustierung,
welche an den Formatlehren 3 gemacht wurde, immer noch eingestellt ist.
[0037] Das mindestens eine Lagerelement 2 ist bezüglich der Formateinstellvorrichtung 1
beziehungsweise der Verpackungsmaschine, in welcher die Formateinstellvorrichtung
1 angeordnet ist, ortsfest. Das heisst, die Lage des Lagerelementes 2 dient als Referenzpunkt
für das Einstellen des Funktionselementes 7. Es kann also mit anderen Worten gesagt
werden, dass die Funktionselemente 7 bezüglich des Lagerelements 2 ausgerichtet werden
beziehungsweise positioniert werden.
[0038] Die Formatlehre 3 umfasst, wie oben bereits erwähnt, mindestens einen Lagerungsabschnitt
4 und mindestens ein Positionselement 5 mit mindestens einem Anschlagsabschnitt 6.
Der Lagerungsabschnitt 4 dient der Verbindung mit dem Lagerelement 2. Das Positionselement
5 mit dem Anschlagsabschnitt 6 dient der Positionierung des Funktionselementes 7.
Bevorzugt entspricht die Zahl der Positionselemente 5 der Zahl der Funktionselemente
7. Hier sind zwei Lagerungsabschnitte 4 angeordnet.
[0039] Das Funktionselement 7 verfügt über mindestens einen Verbindungsabschnitt 8. Der
Verbindungsabschnitt 8 ist korrespondierend zum Anschlagsabschnitt 6 ausgebildet und
über den Anschlagsabschnitt 6 und Verbindungsabschnitt 8 kann das Funktionselement
7 positioniert werden. Weiter kann das Funktionselement 7 mindestens einen Funktionsabschnitt
22 umfassen, welcher der Ausführung einer bestimmten Funktion dient.
[0040] Das Lagerelement 2, welches gut in den Figuren 3 und 4 zu erkennen ist, umfasst in
der vorliegenden Ausführungsform einen ersten Aufnahmeraum 11 zur Aufnahme der Formatlehre
3 und einen zweiten Aufnahmeraum 12 zur Aufnahme von Teilen der Formatlehre 3. In
der vorliegenden Ausführungsform werden die beiden Aufnahmeräume 11, 12 durch beabstandet
zueinander angeordnete Lagerblöcke 13 bereitgestellt. Der erste Aufnahmeraum 11 wird
durch den Zwischenraum zwischen den beiden Lagerblöcken 13 definiert und der zweite
Aufnahmeraum wird durch Ausnehmungen im Lagerblock 13 bereitgestellt.
[0041] Die Formatlehre 3 ist in der vorliegenden Ausführungsform im Wesentlichen stabförmig
ausgebildet und erstreckt sich entlang einer Mittelachse M. Der Querschnitt des Stabes
kann verschiedenartig sein, in der vorliegenden Ausführungsform wird ein runder Querschnitt
gezeigt. Alternativ wäre auch ein eckiger oder polygonaler Querschnitt denkbar. Quer
zur Mittelachse M verläuft im Bereich des Lagerungsabschnittes 4 ein Lagerzapfen 14.
Dieser Lagerzapfen 14 ragt im mit dem Lagerelement verbundenen Zustand in den zweiten
Aufnahmeraum 12 ein, während die Stange 9 in den ersten Aufnahmeraum einragt. Über
Lagerzapfen 14 und Stange 9 des Lagerungsabschnittes 4 wird die Formatlehre 3 bezüglich
dem Lagerelement 2 in allen 3 Richtungen ausgerichtet.
[0042] In der vorliegenden Ausführungsform sind zwei Lagerelemente 2 angeordnet und die
Formatlehre 3 umfasst ebenfalls zwei Lagerungsabschnitte 4, welche am Ende der entsprechenden
Stange 9 angeordnet sind.
[0043] Die Positionselemente 5 können fest oder einstellbar mit der Formatlehre 3 in Verbindung
stehen. Unter fest wird verstanden, dass ein Benutzer keine Einstellungen an den Positionselementen
5 vornehmen kann, weil die Positionselemente 5 bezüglich der Formatlehre 3 fest in
Verbindung stehen. Folglich wird eine Formatlehre für ein fixes Format bereitgestellt.
Diese Ausführungsform ist besonders dann vorteilhaft, wenn eine spätere Feinjustierung
nicht nötig sein sollte.
[0044] Bei der einstellbaren oder positionierbaren Variante kann der Benutzer die Lage der
Positionselemente 5 bezüglich der Formatlehre 3 einstellen. Die Lage der Positionselemente
5 kann dann auf der Formatlehre 3 eingestellt werden, wobei eine Feinjustage zu einem
späteren Zeitpunkt noch möglich ist. Bei dieser Ausführungsform können Toleranzen
und Fehler durch die Feinjustage während der Produktion ausgeglichen werden. Die Kompensation
ist dann bei einem weiteren Einsatz der gleichen Formatlehre wieder zu verwenden,
womit die Feinjustage auch bei späterer Produktion wieder automatisch übernommen werden.
[0045] Mit anderen Worten kann gesagt werden, dass das mindestens eine Positionselement
5 mit der Formatlehre 3 also über einen Kraftschluss oder einen Formschluss oder einen
Stoffschluss in Verbindung stehen kann.
[0046] In der vorliegenden Ausführungsform wird das Positionselement 5 zur Formatlehre 3
über eine Schraubverbindung 15 geklemmt. Folglich handelt es sich um eine einstellbare
Ausführungsform. Das Positionselement 5 weist dabei eine Öffnung 16 auf, welche den
Querschnitt der Stange 9 entspricht und einen Schlitz 17, welcher sich von der Öffnung
16 erstreckt. Die Schraubverbindung 15 erstreckt sich dabei durch den Schlitz 17,
wobei der Schlitz 17 und auch die Öffnung 16 beim Anziehen der Schraubverbindung 15
verkleinert werden, sodass das Positionselement 5 zur Formatlehre 3 beziehungsweise
zur Stange 9 geklemmt wird. Das Positionselement 5 ist vorzugsweise zusätzlich durch
eine Stiftverbindung oder durch das Aufbringen eines Lacks zur Formatlehre 3 gesichert.
[0047] Bei der stoffschlüssigen Verbindung steht das Positionselement 5 fest, beispielsweise
über eine Schweissverbindung, mit der Formatlehre 3 in Verbindung.
[0048] Alternativ wäre es auch denkbar, dass die Formatlehre 3 entsprechende Abschnitte
aufweist, welche eine formschlüssige Verbindung mit dem Positionselement 5 zulassen.
[0049] In einer weiteren alternativen Ausführungsform kann die Formatlehre 3 auch einstückig
mit dem Positionselement 5 ausgebildet sein. Dies wäre beispielsweise besonders vorteilhaft
wenn Formatlehre 3 und Positionselement 5 aus einem Stanzteil bestehen. Alternativ
könnte es sich bei der Formatlehre auch um ein entsprechendes Drehteil mit radial
verlaufenden Einstichen handeln.
[0050] Die Positionierung der Positionselemente auf der Formatlehre 3 hat den Vorteil, dass
für vordefinierte Formate verschiedene Formatlehren 3 bereitgestellt werden können.
Bei einem Formatwechsel auf der Verpackungsmaschine muss bei Bedarf dann der Benutzer
lediglich eine andere Formatlehre 3 wählen und kann die Funktionselemente anhand dieser
Formatlehre 3 entsprechend einstellen. Folglich entfällt eine aufwendige Feineinstellung
der Funktionselemente 7. In diesem Zusammenhang kann erwähnt werden, dass eine bestimmte
Formatlehre für mehrere Formate verwendet werden kann, falls die Einstellungen der
entsprechenden Formatlehre für die verschiedenen Formate dieselben sind.
[0051] Der Anschlagsabschnitt 6 des Positionselementes 5 ragt hier in den Verbindungsabschnitt
8 des Funktionselementes 7 ein. Der Verbindungsabschnitt 8 weist hierfür zwei Nocken
18 auf, welche eine Ausnehmung 19 für die Aufnahme des Anschlagsabschnittes 6 bereitstellen.
Es wäre auch denkbar, dass der Anschlagsabschnitt 6 des Positionselementes 5 als Ausnehmung
und der Verbindungsabschnitt 8 als in die Ausnehmung passendes Element auszubilden.
[0052] In einer Weiterbildung weist eine Formatlehre 3 unterschiedlich voneinander ausgebildete
Positionselemente 5 auf. Dementsprechend sind auch die Verbindungsabschnitte 8 unterschiedlich
zueinander ausgebildet, so dass die Positionselemente 5 nur mit einem bestimmten Verbindungsabschnitt
8 in den Eingriff bringbar sind, so dass eine Formatlehre 3 für das Einstellen von
verschiedenen Formaten einsetzbar ist. Vorzugsweise sind die Positionselemente 5 und
die Verbindungsabschnitte 8 jeweils derart ausgebildet, dass nur ein bestimmtes Format
eingestellt werden kann, wobei ein entsprechendes Positionselement 5 in einen dem
Positionselement 5 zugewiesenen Verbindungsabschnitt 8 einragen kann, womit wiederum
eine Codierung erzielbar ist. Vorzugsweise ist der Eingriff des Anschlagsabschnittes
6 in den Verbindungsabschnitt 8 codiert, so dass sichergestellt wird, dass die Verbindungsabschnitte
8 der Funktionselemente 7 mit den richtigen Anschlagsabschnitten 6 in Eingriff kommen
bzw. dass es zu keiner Verwechslung oder Durchmischung bei den verschiedenen Formaten
kommt oder dass es zu keiner Verwechslung zwischen Positionselementen und Verbindungsabschnitten
einer bestimmten Formatlehre 3 eines bestimmten Formates kommt. Auch kann die Codierung
durch eine optisch wahrnehmbare Kennzeichnung, wie das Einprägen von Zahlen, Buchstaben
oder das Anbringen einer Farbe ausgeführt sein.
[0053] Weiter kann auch der Lagerungsabschnitt 4 codiert ausgebildet sein. Dadurch kann
sichergestellt werden, dass die Formatlehre 3 nur in einer vordefinierten Position
in das Lagerelemente 2 und/oder in das richtige Lagerelement 2 einsetzbar ist. Somit
kann verhindert werden, dass die Formatlehre 3 verkehrt oder am falschen Ort eingesetzt
wird. Mit anderen Worten kann gesagt werden, dass wenn zum Beispiel die Lehre als
Stange ausgeführt ist, mit der geeigneten Codierung verhindert werden kann, dass diese
verkehrt eingesetzt wird. Oder wenn mehrere gleichgeformte Formatlehren pro Maschine
vorhanden sind, kann damit verhindert werden, dass eine Formatlehre am falschen Ort
eingesetzt wird und somit eine falsche Formateinstellung gemacht würde. Die Codierung
kann beispielsweise durch eine unterschiedliche Ausbildung des Lagerungsabschnittes
4 bereitgestellt werden. Beispielsweise durch die Wahl unterschiedlicher Durchmesser
für den Lagerzapfen 14 und den zweiten Aufnahmeraum 12 und/oder durch die Wahl einer
unterschiedlichen Abmessung des Lagerabschnittes 4 der Formatlehre 3 selbst und des
ersten Aufnahmeraums 11. Auch kann die Codierung durch eine optisch wahrnehmbare Kennzeichnung,
wie das Einprägen von Zahlen, Buchstaben oder das Anbringen einer Farbe ausgeführt
sein.
[0054] Das mindestens eine Funktionselement 7 steht vorzugsweise mit einer Führungsschiene
10 in Verbindung und ist bezüglich dieser Führungsschiene 10 bewegbar. Die Führungsschiene
10 kann dabei Teil der Verpackungsmaschine sein oder auch Teil eines Funktionselementes
sein. Das Lagerelement 2 steht vorzugsweise fest mit der Führungsschiene 10 in Verbindung.
[0055] In einer alternativen Ausführungsform kann das Funktionselement 7 auch direkt an
die Formatlehre 3 eingehängt werden, so dass das Funktionselement 7 im Wesentlichen
durch die Formatlehre 3 gelagert wird.
[0056] Die Formatlehre 3 kann je nach Anwendung verschiedenartig ausgebildet sein. Beispielsweise
als Schiene, Stange, Platte oder Scheibe. Bei einer Scheibe wird bevorzugt eine kreisförmige
Scheibe gewählt, welche an deren Umfang verschiedene vertikal verstellbare Stäbe hat,
welche als Anschläge dienen können. Bei dieser Variante wird die Formatlehre nicht
ausgewechselt, sondern so gedreht, dass der für ein bestimmtes Format entsprechende
Stab an die Stelle kommt, wo er mit seinem zugehörigen Element in Eingriff gebracht
werden kann.
[0057] In den Figuren 5 und 6 wird schematisch die Anwendung der erfindungsgemässen Formateinstellvorrichtung
im Zusammenhang mit einem Formwerkzeug zur Herstellung eines Behälters aus einem Flachzuschnitt
gezeigt. Die Teile weisen prinzipiell die gleichen Bezugszeichen gemäss der obigen
Beschreibung auf.
[0058] Das Funktionselement 7 weist hier die Gestalt von Formelementen, hier von Eckelementen
20 und von Seitenelementen 21, auf. Die Formelemente 20, 21 umfassen einen Verbindungsabschnitt
8 und einen Funktionsabschnitt 22. Der Verbindungsabschnitt 8 wird mit dem Anschlagsabschnitt
6 des Positionselementes 5 in Verbindung gebracht und der Funktionsabschnitt 22 dient
der Formung des Behälters.
[0059] Die zwei Eckelemente 20 sind an der einen Seite des zu formenden Behälters an einer
ersten gemeinsamen Führungsschiene 10 verschiebbar montiert, die beiden anderen Eckelemente
der zweiten Seite des zu formenden Behälters an einer zweiten Führungsschiene 10 montiert.
Mit einer der ersten Führungsschiene 10 und ersten Eckelementen zugeordneten Formatlehre
3 werden diese ersten beiden Eckelemente an der entsprechenden Position positioniert,
indem der Verbindungsabschnitt 8, hier die Nut jedes Eckelementes 20 mit dem entsprechenden
Anschlagsabschnitt 6, hier der Nocke, der Formatlehre 3 in Eingriff gebracht wird.
Analog werden die beiden anderen Eckelemente 20 mit einer zweiten Formatlehre 3 in
Eingriff gebracht. Damit ist die Form bezüglich der ersten Richtung L auf die richtige
Grösse eingestellt worden.
[0060] Um die Breite der Form auf die richtige Grösse einzustellen, sind die beiden Führungsschienen
10, welche die Eckelemente 20 tragen und führen, ebenfalls verschiebbar montiert.
Sie sind allerdings quer zur Schieberichtung L der Eckelemente entlang der Richtung
B verschiebbar. Um die Führungsschienen 10 an der richtigen Position zu fixieren,
sind die Führungsschienen 10 mit einem, Verbindungsabschnitt 8' hier einer Nut, ausgestattet,
welche mit einem Anschlagsabschnitt 6', hier einer Nocke einer weiteren Formatlehre
3' in Eingriff gebracht wird. Die Führungsschienen 10 werden beidseitig mit je einer
Formatlehre 3' in Eingriff gebracht, wobei je eine Seite beider Führungsschienen 10
mit derselben weiteren Formatlehre 3' im Eingriff ist. In diesem Falle ist die Führungsschiene
10, welche ihrerseits die Eckelemente 20 mit zugehörigen Formatlehren enthält, das
Funktionselement 7 und die weitere Formatlehre 3', welche im Maschinengehäuse angebracht
werden kann, ist die zugehörige Formatlehre 3. Somit sind vier Formatlehre 3, 3' für
die Einstellung der Form notwendig.
[0061] Als Alternative können diese vier Formatlehren auch als ein rechteckiger Rahmen ausgeführt
werden, der alle Anschlagsabschnitte 6 der einzelnen Formatlehren 3, 3' enthält.
[0062] In dem in Figur 1 dargestellten Beispiel werden vier Kartons nebeneinander geformt.
Das heisst, dass auf den Führungsschienen 10 nicht nur die zwei Eckelemente 20 der
einen Form montiert sind, sondern insgesamt acht Eckelemente, je zwei pro Form. Die
Eckelemente 20 können entfernt und wieder angebracht werden, je nachdem wie viele
Behälter parallel geformt werden sollen. In der Figur 5 ist diese mit zwei nebeneinander
angeordneten Eckelementen 20 gezeigt.
[0063] Weiter ist anzumerken, dass nicht nur Behälter mit rechteckigen Grundrissen verarbeitet
werden können. Es sind auch andere Formen, wie zum Beispiel achteckige, abgerundete
und weitere Formen denkbar. Dazu müssen allenfalls den Formen angepasste Funktionselemente
verwendet werden.
[0064] Für grössere Behälter ist es möglich zusätzlich zu den Eckelementen 20 auch Seitenelemente
20 einzusetzen, damit beim Formen eine bessere Stabilität des Behälters erreicht werden
kann. Dies wird in der Figur 6 gezeigt. Eine mögliche Codierung kann in diesem Fall
so aussehen, dass jeweils die linken Eckelemente 20 mit grösseren Nocken und die rechten
Eckelemente 20 mit kleineren Nocken ausgestattet sind. Um zu verhindern, dass die
Formatlehren 3 nicht verkehrt eingesetzt oder verwechselt werden können, kann auch
bei diesen eine geeignete Codierung verwendet werden. Die Formatlehren 3 können an
ihren einzelnen Enden mit Lagerbolzen 14 unterschiedlicher Länge oder Durchmesser
ausgestattet sein, oder es können unterschiedliche Ausführungen von Nocken und Nut,
wie stirnseitige Nut oder ringartige Nocken, resp. Bund eingesetzt werden. Alternativ
oder zusätzlich dazu können die Formatlehren 3 unterschiedliche Längen oder Durchmesser
aufweisen. Weitere Arten der Codierung sind oben genannt und sind hier gleichermassen
einsetzbar.
[0065] In der Figur 7 wird eine weitere Ausführungsform der Formateinstellvorrichtung 1
gezeigt. Hier wird die Formateinstellvorrichtung 1 im Zusammenhang mit einem Kartonmagazin
gezeigt. Ein Kartonmagazin 25 muss auf die Grösse des Kartonzuschnittes angepasst
werden. Aus diesem Kartonmagazin wird ein Kartonzuschnitt abgezogen, welcher beispielsweise
dem oben gezeigten Formwerkzeug zuführbar ist.
[0066] Meist haben solche Magazine auch einen Vortransport 26, welche unterhalb des Zuschnittstapels
angeordnet ist. Der Vortransport besteht aus zwei umlaufenden Riemen, welche je an
einem Träger 26a angebracht sind. Die beiden Träger 26a müssen entsprechend der Grösse
der Zuschnitte seitlich positioniert werden. In diesem Falle sind die zwei Träger
26a je ein Element, welche mit Verbindungsabschnitten 8 versehen sind. Die Formatlehre
3 ist in diesem Falle eine Abdeckung 27, welche am maschinenseitigen Ende des Magazins
25 angeordnet ist und gleichzeitig als Sicherheitsabdeckung dient. Die entsprechenden
Positionselemente 5 sind nun an der richtigen Stelle an der Scheibe angeschraubt.
Diese Scheibe wird als Formatlehre 3 bei Bedarf ausgewechselt.
[0067] In den Figuren 8 und 9 wird schematisch die Anwendung der erfindungsgemässen Formateinstellvorrichtung
im Zusammenhang mit einem Klebstoffauftragewerkzeug zur Klebung von Seiten eines Behälters
aus einem Flachzuschnitt dargestellt. Die Teile weisen prinzipiell die gleichen Bezugszeichen
gemäss der obigen Beschreibung auf. Eine solche Vorrichtung kann beispielsweise eingesetzt
werden, um durch das Formwerkzeug geformte Elemente zu verkleben. Hierfür sind die
Klebstoffdüsen 30 für das Aufspritzen des Heissleims ebenfalls richtig zu positionieren.
Die Leimdüsen 30 sind einzeln an je einem Halter 31 montiert. Dieser Halter 31 ist
verschiebbar montiert und hat ein Verbindungsabschnitt 8, welcher im Eingriff mit
einem entsprechenden Anschlagsabschnitt 6 der vertikal montierten Formatlehre 3 ist.
Die Formatlehre 3 wird eingesetzt und die einzelnen Halter 31 vertikal so verschoben,
dass sie mit ihrem entsprechenden Anschlagsabschnitt 6 in Eingriff kommen. Das Verbindungselement
8 wird von oben auf das Anschlagselement 6 geschoben und eingehängt, so dass der Halter
31 fixiert ist.
[0068] Da die Leimdüsenhalter 31 vertikal verschiebbar angebracht sind, würde beim Auswechseln
der Formatlehren 3 die Halter 31 durch ihre Schwerkraft nach unten fallen. Durch folgende,
spezielle Ausführung kann dies verhindert werden. Jedes Element / Halter hat zwei
Verbindungsabschnitte 8. Bei einem Wechsel des Formates wird die neue Formatstange
in einem zweiten Lagerelement 2' eingesetzt. Anschliessend werden die Halter aller
Leimdüsen von den Nutelementen der ersten, alten Formatstange auf die Nutelemente
der zweiten, neuen Formatstange umgesetzt. Zum Schluss wird die alte Formatstange
entfernt.
[0069] Als Alternative, welche in der Figur 10 gezeigt wird, können die Halter 31 der Leimdüsen
30, welche vertikal verschiebbar montiert sind, auf einen Anschlag 6 der Formatlehre
3 treffen. Auf einer kreisförmigen Scheibe 32 sind an deren Umfang pro Format vertikal
einstellbare Stäbe 33 montiert. Diese Stäbe 33 dienen als Anschlag für den Leimdüsenhalter
31 und werden pro Format auf die richtige Höhe eingestellt. Beim Formatwechsel wird
die Formatlehre 3 nicht ausgewechselt sondern in die richtige Position gedreht.
[0070] In der Figur 11 wird eine weitere alternative Ausführungsform der Formateinstellvorrichtung
1 gezeigt. Gleiche Teile sind dabei mit gleichen Bezugszeichen versehen. Prinzipiell
ist die Formateinstellvorrichtung 1 nach der Figur 11 im Wesentlichen identisch zu
derjenigen nach der Figur 2 bzw. der Figur 2. Der rechte Lagerungsabschnitt 4 eine
stirnseitig an der Stange 9 angebrachte Nut 36. Der rechte Lagerungsabschnitt 4 wird
mit einem Lagerungsabschnitt 2 verbunden, wobei die Nut 36 mit einem am Lagerungsabschnitt
2 angebrachten Lagerzapfen 14 in den Eingriff kommt bzw. verbunden wird. Der linke
Lagerungsabschnitt 4 ist unterschiedlich vom Lagerabschnitt der Formatlehre nach der
Figur 2 ausgebildet. Hier umfasst der linke Lagerungsabschnitt 4 zwei sich um die
Stange 9 umlaufend erstreckende Erhebungen 34, welcher eine Rille 35 bilden. Mit diesen
beiden Erhebungen 34 kommt die Stange 9 mit dem Lagerungsabschnitt 4 in Kontakt. Dadurch
können nachträglich in einfacher Weise Positionselemente an der Formatlehre 3 durch
auf- oder wegschieben hinzugefügt oder weggenommen werden.
[0071] Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Formateinstellvorrichtung die folgenden
Vorteile aufweist:
- Einfache und kostengünstige Verstellmöglichkeit
- Feinjustierte Formatlehren können pro Format angelegt werden, somit ist die Ramp-Up
Zeit bei einem Wechsel auf ein neues Format minimal
- Nachjustierung während der normalen Produktion eines Formates ist jederzeit möglich
- Es sind keine grossen und teuren Formatteile notwendig. Die Formatlehren können sehr
kostengünstig und klein ausgeführt werden.
- Es ist eine grosse Flexibilität vorhanden, man ist nicht auf eine fixe Anzahl von
Formatelementen eingeschränkt. Die Anzahl der Elemente pro Format kann unterschiedlich
sein.
1. Formateinstellvorrichtung (1) für die Einstellung des Formates mindestens eines Funktionselementes
(7) an einer Verpackungsmaschine, wobei die Formateinstellvorrichtung (1), mindestens
ein Lagerelement (2), mindestens eine Formatlehre (3) umfassend mindestens einen Lagerungsabschnitt
(4) und mindestens ein Positionselement (5) mit mindestens einem Anschlagsabschnitt
(6), und mindestens ein Funktionselement (7) mit mindestens einem Verbindungsabschnitt
(8) umfasst, wobei die Formatlehre (3) über den Lagerungsabschnitt (4) mit dem Lagerelement
(2) verbindbar ist, und wobei der Anschlagsabschnitt (6) des Positionselementes (5)
mit dem Verbindungsabschnitt (8) des Funktionselementes (7) verbindbar ist, so dass
die Lage des mindestens einen Funktionselementes (7) bezüglich des Lagerelementes
(2) einstellbar ist.
2. Formateinstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerelement (2) bezüglich Formateinstellvorrichtung (1) und/oder der Verpackungsmaschine
(10) ortsfest angeordnet ist und/oder dass der Anschlagsabschnitt (6) des Positionselementes
(5) in den Verbindungsabschnitt (8) des Funktionselementes (7) einragt, wobei die
Formatlehre (3) vom Funktionselement (7) getrennt ausgebildet ist.
3. Formateinstellvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Formatlehre (3) bei einem Formatwechsel als Ganzes bezüglich
der Formateinstellvorrichtung (1), vorzugsweise werkzeuglos, austauschbar ausgebildet
ist, wobei jedem einzustellenden Format eine vorzugsweise dezidierte, vorzugsweise
einmalige, Formatlehre (3) bzw. ein dezidierter, vorzugsweise einmaliger, Satz bestehend
aus mehreren Formatlehren (3) zugewiesen ist, und dass die Funktionselemente (7) bei
einem Formatwechsel in der Verpackungsmaschine verbleiben, wobei die Funktionselemente
(7) durch die neu einsetzbare Formatlehre (3) positionierbar sind.
4. Formateinstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Formatlehre (3) die Gestalt einer sich entlang einer Mittelachse (M) erstreckenden
Stange (9) aufweist, oder dass die Formatlehre (3) die Gestalt eines Rahmens aufweist.
5. Formateinstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Positionselement (5) mit der Formatlehre (3) in Verbindung steht,
wobei das mindestens eine Positionselement (5) bezüglich der Formatlehre (3) einstellbar
bzw. verstellbar ausgebildet ist, oder wobei das mindestens eine Positionselement
(5) fest mit der Formatlehre (3) in Verbindung steht.
6. Formateinstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Positionselement (5) mit der Formatlehre (3) über einen Kraftschluss
oder einen Formschluss oder einen Stoffschluss in Verbindung steht, oder dass das
mindestens eine Positionselement (5) mit der Formatlehre (3) einstückig ausgebildet
ist, oder dass das mindestens eine Positionselement (5) über eine lösbare Klemmverbindung
mit der Formatlehre (3) in Verbindung steht, so dass das Positionselement (5) bezüglich
der Formatlehre (3) verstellbar ist.
7. Formateinstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionselemente (7) bewegbar an einer Führungsschiene (10) gelagert sind, wobei
die Führungsschiene (10) vorzugsweise Teil der Verpackungsmaschine ist, und dass die
Formatlehre (3) vorzugsweise parallel zur Führungsschiene (10) anordbar ist, wobei
das Lagerelement (2) bevorzugt mit der Führungsschiene (10) in Verbindung steht.
8. Formateinstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionselement (7) direkt mit der Formatlehre (3) verbindbar ist, so dass das
Funktionselement (7) im wesentlichen durch die Formatlehre (3) gelagert wird.
9. Formateinstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage der Formatlehre (3) der Formateinstellvorrichtung durch eine weitere Formatlehre
(3') einstellbar ist, oder dass der Lagerungsabschnitt (4) der Formalehre (3) eine
formateinstellende Funktion aufweist, wobei der Lagerungsabschnitt (4) entsprechende
Verbindungsabschnitte (8) umfasst.
10. Formateinstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen Anschlagsabschnitt (6) und Verbindungsabschnitt (8) und/oder
zwischen Lagerungsabschnitt (4) und Lagerelement (2) codiert ausgebildet ist, so dass
die entsprechende Elemente bzw. Abschnitte ausschliesslich in einer vorbestimmten
Position verbindbar sind.
11. Formateinstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Funktionselement (7) und Formatlehre (3) bzw. Positionselement (5) separat voneinander
ausgebildete Teile sind.
12. Formateinstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionselement (7) ein Formwerkzeug für die Formung einer Verpackung ist, oder
dass das Funktionselement (7) eine Klebstoffdüse ist, oder dass das Funktionselement
(7) ein Magazin (25) zur Aufnahme von Zuschnitten (28) ist, oder dass das Funktionselemente
(7) ein Teil eines Magazins (25) zur Aufnahme von Zuschnitten ist.
13. Formateinstellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (6) des Positionselementes die Gestalt einer Nut und der
Verbindungsabschnitt (8) des Funktionselementes (7) die Gestalt einer zur Nut korrespondieren
Nocke aufweist, und/oder, dass der Verbindungsabschnitt (6) des Positionselementes
die Gestalt einer Nocke und der Verbindungsabschnitt (8) des Funktionselementes (7)
die Gestalt einer zur Nocke korrespondieren Nut aufweist.
14. Verpackungsmaschine umfassend mindestens eine Formateinstellvorrichtung (1) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche und mindestens ein Lagerelement (2) zur Aufnahme der
Formateinstellvorrichtung (1).
15. Verpackungsmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsmaschine weiterhin mindestens ein Formwerkzeug (20, 21) zur Formung
einer Verpackung aus einem Zuschnitt umfasst, wobei das Formwerkzeug mindestens ein
Eckelement (20) und optional mindestens ein Seitenelement (21) umfasst, wobei Eckelement
(20) und Seitenelement (21) jeweils je mindestens einen Funktionsabschnitt (22) und
einen Verbindungsabschnitt (8) zur Aufnahme des Positionselementes (5) der Formatlehre
(3) umfasst, wobei über den Funktionsabschnitt (22) die Verpackung formbar ist.
16. Verpackungsmaschine nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsmaschine weiterhin mindestens eine Klebstoffdüse (30) umfasst, wobei
die Klebstoffdüse (30) einen Verbindungsabschnitt (8) umfasst, welcher insbesondere
an einem mit der Klebstoffdüse (30) in Verbindung stehendem Halter (31) angeformt
ist.
1. Format adjustment device (1) for the adjustment of the format of at least one function
element (7) on a packaging machine, wherein the format adjustment device (1) comprises
at least one bearing element (2), comprises at least one format gauge (3) comprising
at least one bearing section (4) and at least one position element (5) having at least
one stop section (6), and comprises at least one function element (7) having at least
one connection section (8), wherein the format gauge (3) is connectable to the bearing
element (2) via the bearing section (4), and wherein the stop section (6) of the position
element (5) is connectable to the connection section (8) of the function element (7),
such that the location of the at least one function element (7) in relation to bearing
element (2) is adjustable.
2. Format adjustment device according to Claim 1, characterized in that the bearing element (2) is fixedly located in relation to the format adjustment device
(1) and/or the packaging machine (10), and/or in that the stop section (6) of the position element (5) protrudes into the connection section
(8) of the function element (7), the format gauge (3) being formed separately from
the function element (7).
3. Format adjustment device according to Claim 1 or 2, characterized in that the at least one format gauge (3) is configured to be interchangeable, preferably
without tools, in its entirety in relation to the format adjustment device (1) in
the event of a format changeover, wherein a preferably distinct, preferably unique
format gauge (3) or a distinct, preferably unique set consisting of a plurality of
format gauges (3) is assigned to each format to be adjusted, and in that the function elements (7) remain in the packaging machine in the event of a format
changeover, the function elements (7) being positionable by the newly insertable format
gauge (3).
4. Format adjustment device according to one of the preceding claims, characterized in that the format gauge (3) has the shape of a bar (9) extending along a center axis (M),
or in that the format gauge (3) has the shape of a frame.
5. Format adjustment device according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one position element (5) is connected to the format gauge (3), wherein
the at least one position element (5) is configured adjustably or displaceably in
relation to the format gauge (3), or wherein the at least one position element (5)
is fixedly connected to the format gauge (3).
6. Format adjustment device according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one position element (5) is connected to the format gauge (3) via a
force fit or a form fit or a cohesive bond, or in that the at least one position element (5) is formed in one piece with the format gauge
(3), or in that the at least one position element (5) is connected to the format gauge (3) via a
releasable clamping connection, such that the position element (5) is adjustable in
relation to the format gauge (3).
7. Format adjustment device according to one of the preceding claims, characterized in that the function elements (7) are movably mounted on a guide rail (10), the guide rail
(10) preferably being part of the packaging machine, and in that the format gauge (3) is locatable preferably parallel to the guide rail (10), the
bearing element (2) preferably being connected to the guide rail (10).
8. Format adjustment device according to one of the preceding claims, characterized in that the function element (7) is directly connectable to the format gauge (3), such that
the function element (7) is substantially supported by the format gauge (3).
9. Format adjustment device according to one of the preceding claims, characterized in that the location of the format gauge (3) of the format adjustment device is adjustable
by a further format gauge (3'), or in that the bearing section (4) of the format gauge (3) has a format-adjusting function,
the bearing section (4) comprising corresponding connection sections (8).
10. Format adjustment device according to one of the preceding claims, characterized in that the connection between stop section (6) and connection section (8) and/or between
bearing section (4) and bearing element (2) is configured in a coded manner, such
that the corresponding elements or sections are connectable exclusively in a predetermined
position.
11. Format adjustment device according to one of the preceding claims, characterized in that function element (7) and format gauge (3) or position element (5) are parts which
are formed separately from one another.
12. Format adjustment device according to one of the preceding claims, characterized in that the function element (7) is a forming tool for forming a packaging, or in that the function element (7) is an adhesive nozzle, or in that the function element (7) is a magazine (25) for the accommodation of blanks (28),
or in that the function element (7) is a part of a magazine (25) for the accommodation of blanks.
13. Format adjustment device according to one of the preceding claims, characterized in that the connection section (6) of the position element has the shape of a groove and
the connection section (8) of the function element (7) has the shape of a cam corresponding
to said groove, and/or in that the connection section (6) of the position element has the shape of a cam and the
connection section (8) of the function element (7) has the shape of a groove corresponding
to said cam.
14. Packaging machine comprising at least one format adjustment device (1) according to
one of the preceding claims and at least one bearing element (2) for the accommodation
of the format adjustment device (1).
15. Packaging machine according to Claim 14, characterized in that the packaging machine furthermore comprises at least one forming tool (20, 21) for
forming a packaging from a blank, wherein the forming tool has at least one corner
element (20) and optionally at least one side element (21), wherein corner element
(20) and side element (21) each comprise in each case one function section (22) and
one connection section (8) for the accommodation of the position element (5) of the
format gauge (3), the packaging being formable via the function section (22).
16. Packaging machine according to one of Claims 14 or 15, characterized in that the packaging machine furthermore comprises at least one adhesive nozzle (30), the
adhesive nozzle (30) comprising a connection section (8) which, in particular, is
formed on a support (31) which is connected to the adhesive nozzle (30).
1. Dispositif de réglage de format (1) pour régler le format d'au moins un élément fonctionnel
(7) sur une machine d'emballage, le dispositif de réglage de format (1) comprenant
au moins un élément de palier (2), au moins un gabarit de format (3) comprenant au
moins une portion de support sur palier (4) et au moins un élément de positionnement
(5) avec au moins une portion de butée (6), et au moins un élément fonctionnel (7)
avec au moins une portion de connexion (8), le gabarit de format (3) pouvant être
connecté à l'élément de palier (2) par le biais de la portion de support sur palier
(4), et la portion de butée (6) de l'élément de positionnement (5) pouvant être connectée
à la portion de connexion (8) de l'élément fonctionnel (7) de telle sorte que la position
de l'au moins un élément fonctionnel (7) par rapport à l'élément de palier (2) puisse
être réglée.
2. Dispositif de réglage de format selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de palier (2) est disposé fixement par rapport au dispositif de réglage
de format (1) et/ou à la machine d'emballage (10) et/ou en ce que la portion de butée (6) de l'élément de positionnement (5) pénètre dans la portion
de connexion (8) de l'élément fonctionnel (7), le gabarit de format (3) étant réalisé
de manière séparée de l'élément fonctionnel (7).
3. Dispositif de réglage de format selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'au moins un gabarit de format (3), en cas de changement de format, est réalisé
de manière remplaçable dans son ensemble par rapport au dispositif de réglage de format
(1), de préférence sans outil, un gabarit de format de préférence dédié, de préférence
unique (3), ou un ensemble dédié, de préférence unique, constitué de plusieurs gabarits
de format (3), étant associé à chaque format à régler, et en ce que les éléments fonctionnels (7), en cas de changement de format, restent dans la machine
d'emballage, les éléments fonctionnels (7) pouvant être positionnés par le nouveau
gabarit de format (3) pouvant être utilisé.
4. Dispositif de réglage de format selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le gabarit de format (3) présente la forme d'une barre (9) s'étendant le long d'un
axe médian (M) ou en ce que le gabarit de format (3) présente la forme d'un cadre.
5. Dispositif de réglage de format selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'au moins un élément de positionnement (5) est en liaison avec le gabarit de format
(3), l'au moins un élément de positionnement (5) étant réalisé de manière réglable
ou ajustable par rapport au gabarit de format (3) ou l'au moins un élément de positionnement
(5) étant en liaison fixement avec le gabarit de format (3).
6. Dispositif de réglage de format selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'au moins un élément de positionnement (5) est en liaison avec le gabarit de format
(3) par le biais d'un engagement par force ou d'un engagement par correspondance de
formes ou d'un engagement par liaison de matière, ou en ce que l'au moins un élément de positionnement (5) est réalisé d'une seule pièce avec le
gabarit de format (3), ou en ce que l'au moins un élément de positionnement (5) est en liaison avec le gabarit de format
(3) par le biais d'une connexion par serrage desserrable de telle sorte que l'élément
de positionnement (5) puisse être déplacé par rapport au gabarit de format (3).
7. Dispositif de réglage de format selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les éléments fonctionnels (7) sont supportés de manière déplaçable sur un rail de
guidage (10), le rail de guidage (10) faisant de préférence partie de la machine d'emballage,
et en ce que le gabarit de format (3) peut de préférence être disposé parallèlement au rail de
guidage (10), l'élément de palier (2) étant de préférence en liaison avec le rail
de guidage (10).
8. Dispositif de réglage de format selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément fonctionnel (7) peut être connecté directement au gabarit de format (3)
de telle sorte que l'élément fonctionnel (7) soit supporté essentiellement par le
gabarit de format (3).
9. Dispositif de réglage de format selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la position du gabarit de format (3) du dispositif de réglage de format peut être
réglée par un gabarit de format supplémentaire (3') ou en ce que la portion de support sur palier (4) du gabarit de format (3) présente une fonction
de réglage de format, la portion de support sur palier (4) comprenant des portions
de connexion correspondantes (8).
10. Dispositif de réglage de format selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la connexion entre la portion de butée (6) et la portion de connexion (8) et/ou entre
la portion de support sur palier (4) et l'élément de palier (2) est réalisée de manière
codée, de telle sorte que les éléments ou les portions correspondant(e)s puissent
être connecté(e)s exclusivement dans une position prédéterminée.
11. Dispositif de réglage de format selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément fonctionnel (7) et le gabarit de format (3) ou l'élément de positionnement
(5) sont des pièces réalisées séparément les unes des autres.
12. Dispositif de réglage de format selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément fonctionnel (7) est un outil de formage pour le formage d'un emballage,
ou en ce que l'élément fonctionnel (7) est une buse pour adhésif, ou en ce que l'élément fonctionnel (7) est un magasin (25) pour recevoir des pièces découpées
(28), ou en ce que l'élément fonctionnel (7) fait partie d'un magasin (25) pour recevoir des pièces
découpées.
13. Dispositif de réglage de format selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la portion de connexion (6) de l'élément de positionnement présente la forme d'une
rainure et la portion de connexion (8) de l'élément fonctionnel (7) présente la forme
d'une came correspondant à la rainure et/ou en ce que la portion de connexion (6) de l'élément de positionnement présente la forme d'une
came et la portion de connexion (8) de l'élément fonctionnel (7) présente la forme
d'une rainure correspondant à la came.
14. Machine d'emballage comprenant au moins un dispositif de réglage de format (1) selon
l'une quelconque des revendications précédentes et au moins un élément de palier (2)
pour recevoir le dispositif de réglage de format (1).
15. Machine d'emballage selon la revendication 14, caractérisée en ce que la machine d'emballage comprend en outre au moins un outil de formage (20, 21) pour
le formage d'un emballage à partir d'une pièce découpée, l'outil de formage comprenant
au moins un élément de coin (20) et en option au moins un élément de côté (21), l'élément
de coin (20) et l'élément de côté (21) comprenant chacun au moins une portion fonctionnelle
(22) et une portion de connexion (8) pour recevoir l'élément de positionnement (5)
du gabarit de format (3), l'emballage pouvant être formé par le biais de la portion
fonctionnelle (22).
16. Machine d'emballage selon l'une quelconque des revendications 14 ou 15, caractérisée en ce que la machine d'emballage comprend en outre au moins une buse pour adhésif (30), la
buse pour adhésif (30) comprenant une portion de connexion (8) qui est formée notamment
au niveau d'un support de fixation (31) en liaison avec la buse pour adhésif (30)
.