[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sternvierer-Kabel zum Übertragen von elektrischen
Signalen mit mindestens zwei Paaren von elektrischen Leitern, wobei jeder Leiter eine
Ader aus einem elektrisch leitenden Werkstoff und einen die Ader radial umgebenden
Leitermantel aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff aufweist, wobei die Leiter
in einem Querschnitt des Sternvierer-Kabels an den Ecken eines Quadrates angeordnet
sind, wobei die Leiter eines Paares an diagonal gegenüberliegenden Ecken des Quadrats
angeordnet sind, wobei jeweils vier Leiter gemäß einer Sternvierer-Anordnung mit einem
vorbestimmten Verseilungsfaktor miteinander verdrillt sind, wobei ein die zwei Paare
von Leitern radial außen umgebender Schirm aus einem elektrisch leitenden Werkstoff
angeordnet ist, wobei zwischen den Leitern und dem Schirm ein zusätzlicher Isolatormantel
aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff angeordnet ist, wobei der Schirm aus einem
Geflecht einzelner Schirmadern aufgebaut ist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Ein sogenannter "Sternvierer" ist ein Verseilelement für Leiter mit beispielsweise
Kupferadern. Vier Leiter von Paaren von Leitern werden miteinander verdrillt und bilden
dann zwei kreuzförmig verseilte Doppelleiter. Zwei gegenüberliegende Leiter bilden
ein Paar, wobei auf einem Paar jeweils ein elektrisches Signal übertragen wird. Mit
anderen Worten sind die vier Leiter im Querschnitt des Sternvierers an den Ecken eines
Quadrates angeordnet, wobei die Leiter eines Paares an diagonal gegenüberliegenden
Ecken angeordnet sind. Durch die hierdurch senkrecht zueinander stehenden Leiterpaare
ergibt sich eine gewünschte hohe Übersprechdämpfung von einem Paar zu dem anderen
Paar.
[0003] Das Sternvierer-Kabel gehört zu den symmetrischen Kabeln. Bei diesem Kabel sind vier
Leiter miteinander kreuzförmig verseilt. Das bedeutet, dass die gegenüberliegenden
Leiter jeweils ein Leiterpaar bilden. Durch die senkrecht zueinander stehenden Leiterpaare
findet nur sehr geringes Übersprechen statt. Ein weiterer Vorteil der Sternviererverseilung
ist neben der mechanischen Stabilisierung der Anordnung der Leiter relativ zueinander
die höhere Packdichte als bei einer Paarverseilung.
[0004] Durch die Verseilung werden die Leiter bzw. Einzeladern länger als das Kabel selbst.
Der sogen. Verseilungsfaktor gibt das Verhältnis Einzelleiterlänge zu Kabellänge an.
Der Verseilungsfaktor beträgt bei Fernmeldekabeln beispielsweise etwa 1,02 bis 1,04.
Der Verseilungsfaktor korreliert mit einer Teilung bzw. Steigung bzw. Ganghöhe, die
sich aus der schraubenartigen Anordnung der miteinander verseilten Leiter ergibt.
Die Teilung bzw. Steigung bzw. Ganghöhe gibt bei einem Gewinde einen axialen Abstand
von zwei Gewindekerben an.
[0005] Aus der gattungsgemäßen Druckschrift
DE 14 90 692 A1 ist ein Trägerfrequenzkabel mit einem zentralen Verseilelement in Form eines Sternvierers
bekannt. Vier polyäthylenisolierte Litzen sind mit einer Schlaglänge s verseilt und
von eine Polyäthylenisolierung umgeben. Die Polyäthylenisolierung ist von einem Abschirmgeflecht
aus Kupferdrähten umhüllt. Auf dem Abschirmgeflecht ist ein PVC-Mantel aufgebracht.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Sternvierer-Kabel der o.g. Art dahingehend
zu verbessern, dass die elektrischen Eigenschaften des Kabels weder durch Alterung
noch durch die Belastung mit Biege- und Torsionsspannungen bei einer Verlegung des
Sternvierer-Kabels wesentlich negativ beeinflusst werden.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Sternvierer-Kabel der o.g. Art mit den
in Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
[0008] Bei einem Sternvierer-Kabel der o.g. Art ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass
mindestens eine, insbesondere vier Schirmadern oder mindestens ein, insbesondere vier
Schirmaderbündel derart radial die Leiter umgebend verseilt sind, dass jeweils mindestens
eine der verseilten Schirmadern bzw. eines der Schirmaderbündel in axialer Richtung
jeweils im Wesentlichen parallel zu einer Ader eines Leiters verläuft, wobei jeweils
eine Schirmader bzw. ein Schirmaderbündel einerseits und eine Ader andererseits in
axialer Richtung derart parallel zueinander verlaufen, dass die Schirmader bzw. das
Schirmaderbündel und die Ader an jeder Stelle im Querschnitt des Sternvierer-Kabels
auf derselben Diagonale des Quadrats liegen und die Schirmader bzw. das Schirmaderbündel
auf einer von dem Quadrat abgewandten Seite der Ader angeordnet ist.
[0009] Dies hat den Vorteil, dass Schirmströme reduziert und dadurch die übertragungstechnischen
Eigenschaften des Sternvierer-Kabels auch bei Biege- und Torsionsbelastungen, die
den Schirm mechanisch beeinflussen, erhalten bleiben. Setzungserscheinungen im Sternvierer-Kabel
sind vermieden und ein Abisolieren des Sternvierer-Kabels ist vereinfacht, da eine
Gefahr der Beschädigung der Adern beim Aufschneiden eines äußeren Isolationsmantels
reduziert ist. Zusätzlich erzeugt der zusätzliche Isolatormantel eine radial Vorspannung
auf die Leitermäntel der Adern, wodurch eine mechanische Stabilität der Sternviereranordnung
bei Biege- und Torsionsbelastungen erhöht ist. Es wird weiterhin eine Verbesserung
der Leitung von elektrischen Schirmströmen mit dementsprechender Verbesserung der
elektrischen Eigenschaften des Sternvierer-Kabels erzielt, wobei gleichzeitig eine
besonders gute Leitung von jeweils einer Ader zugeordneten Schirmströmen erreicht
wird. Eine hohe mechanische Flexibilität des Sternvierer-Kabels mit im Wesentlichen
unveränderter Anordnung der Leiter relativ zueinander auch bei Biege- und Torsionsbelastungen
auf das Sternvierer-Kabel erzielt man dadurch, dass der Schirm aus einem Geflecht
einzelner Schirmadern aufgebaut ist.
[0010] Eine besonders sichere Führung der Schirmadern bzw. Schirmaderbündel parallel entlang
einer jeweiligen Ader eines Leiters auch bei Biege- und Torsionsbelastungen des Sternvierer-Kabels
erzielt man dadurch, dass die Schirmadern bzw. Schirmaderbündel mit einem Verseilungsfaktor
verseilt sind, welcher einem Verseilungsfaktor der Leiter entspricht.
[0011] Eine gute elektrische Leitfähigkeit bei gleichzeitig niedrigen Herstellungskosten
erzielt man dadurch, dass die Adern aus Kupfer hergestellt sind.
[0012] Eine weitere Verbesserung der Übertragungscharakteristik des Sternvierer-Kabels durch
die Ermöglichung von zusätzlichen elektrischen Ausgleichsströmen am Schirm erzielt
man dadurch, dass radial außen auf dem Schirm ein zweiter Schirm angeordnet ist, welcher
elektrisch leitend mit dem Schirm verbunden ist. Diese Ausgleichsströme ermöglichten
einen Ausgleich von Fertigungstoleranzen, die ggf. dazu führen, dass Schirmadern und
zugeordnete Leitung nicht exakt parallel zueinander verlaufen.
[0013] Eine besonders großflächige Leitung von Ausgleichsströmen über den zweiten Schirm
wird dadurch erzielt, dass der zweite Schirm als Mantel oder Folie aus einem elektrisch
leitenden Werkstoff ausgebildet ist.
[0014] Eine besonders gute Erhaltung der Flexibilität des Sternvierer-Kabels trotz des zweiten
Schirmes erzielt man dadurch, dass der zweite Schirm aus einem Geflecht einzelner
zweiter Schirmadern aufgebaut ist.
[0015] Eine hohe Anzahl von elektrischen Kontaktpunkten zwischen den zweiten Schirmadern
des zweiten Schirmes und den Schirmadern des radial innen liegenden Schirmes erzielt
man dadurch, dass die zweiten Schirmadern gegenläufig zu den Schirmadern des Schirms,
insbesondere mit einem Verseilungsfaktor, welcher dem Verseilungsfaktor der Schirmadern
des Schirmes entspricht, verseilt sind.
[0016] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt
in:
- Fig. 1
- eine bespielhafte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Sternvierer-Kabels perspektivischer
Ansicht,
- Fig. 2
- das Sternvierer-Kabel gemäß Fig. 1 in schematischer Schnittansicht,
- Fig. 3
- eine schematische Schnittansicht eines herkömmlichen Sternvierer-Kabels mit einer
graphischen Darstellung der Verteilung eines elektrischen Feldes,
- Fig. 4
- eine schematische Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Sternvierer-Kabels mit einer
graphischen Darstellung der Verteilung eines elektrischen Feldes,
- Fig. 5
- eine graphische Darstellung einer Transmission eines elektrischen Signals in Abhängigkeit
von einer Frequenz für das herkömmliche Sternvierer-Kabel gemäß Fig. 3,
- Fig. 6
- eine graphische Darstellung einer Transmission eines elektrischen Signals in Abhängigkeit
von einer Frequenz für das erfindungsgemäße Sternvierer-Kabel gemäß Fig. 4 und
- Fig. 7
- eine vereinfachte schematische Darstellung von miteinander verseilten Leitern und
einer Schirmader der beispielhaften Ausführungsform des Sternvierer-Kabels gemäß Fig.
1 und 2.
[0017] Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte, bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Sternvierer-Kabels umfasst vier Leiter 10, 12, 14, 16, die jeweils eine Ader 18 aus
einem elektrisch leitenden Werkstoff und einen Leitermantel 20 aus einem elektrisch
isolierenden Werkstoff aufweisen. Die Leiter 10, 12, 14, 16 sind miteinander zu einer
Sternvierer-Anordnung verdrillt, d.h. an jeder Stelle im Querschnitt des Sternvierer-Kabels
befinden sich die Leiter 10, 12, 14, 16 an einem Eck eines Quadrates 17. Jeweils auf
einer Diagonale 19 des Quadrates 17 gegenüberliegende Leiter 10, 12 und 14, 16 bilden
ein Paar aus, d.h. die Leiter 10, 12 bilden eine erstes Paar Leiter bzw. ein erstes
Leiterpaar 12, 14 und die Leiter 14, 16 bilden ein zweites Paar Leiter bzw. ein zweites
Leiterpaar 14, 16 aus. Die Verdrillung der Leiter 10, 12, 14, 16 ist mit einem vorbestimmten
Verseilungsfaktor ausgeführt, was eine entsprechen Teilung bzw. Steigung bzw. Ganghöhe
bzw. Schlaglänge s bedingt. Die Schlaglänge s ist hierbei derjenige axiale Abstand,
auf dem sich ein Leiter 10, 12, 14, 16 einmal schraubenförmig vollständig um eine
Längsachse des Sternvierer-Kabels windet. In Fig. 2 ist ein Koordinatensystem mit
einer x-Achse 40 und einer y-Achse 42 dargestellt. Das Koordinatensystem 40, 42 ist
derart angeordnet, dass der Ursprung 44 des Koordinatensystems 40, 42 genau auf der
Längsachse des Sternvierer-Kabels liegt, so dass diese Längsachse eine z-Richtung
im Raum für das Koordinatensystem 40, 42 bildet.
[0018] Bei der Signalübertragung wird mit dem ersten Leiterpaar 10, 12 ein erstes Signal
und mit dem zweiten Leiterpaar 14, 16 ein zweites Signal übertragen. Durch eine entsprechende
Phasenverschiebung zwischen dem ersten und zweiten Signal und die zuvor beschriebene
räumliche Anordnung der Leiter 10, 12, 14, 16 relativ zueinander in einer Sternvierer-Anordnung
wird in bekannter Weise eine hohe Übersprechdämpfung zwischen den beiden Leiterpaaren
10, 12 und 14, 16 erzielt. Bei einem sogenannten Differentiellen Mode haben die Signale
auf den Leiterpaaren 10, 12 und 14, 16 eine Phasenverschiebung von 180°.
[0019] Die verseilten Leiter 10, 12,14, 16 radial außen umgebend ist ein Schirm 22 angeordnet,
welcher aus diskreten bzw. einzelnen Schirmadern 23 aufgebaut ist. Ein Mantel 25 aus
einem elektrisch isolierenden Werkstoff umgibt radial außen den gesamten Aufbau aus
Leitern 10, 12, 14, 16 und Schirm 22. Zwischen den verseilten Leiterpaaren 10, 12
und 14, 16 einerseits und dem Schirm 22 andererseits ist ein zusätzlicher Isoliermantel
24 aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff angeordnet. Dieser schafft einen zusätzlichen
räumlichen Abstand in radialer Richtung zwischen den Adern 18 der Leiter 10, 12, 14,
16 einerseits und dem Schirm 22 andererseits. Der sich hierdurch ergebende Effekt
wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 3 und 4 erläutert.
[0020] In Fig. 3 ist eine schematische Schnittansicht eines herkömmlichen Sternvierer-Kabels
mit Leitern 10, 12, 14, 16 mit jeweiligen Adern 18 und Leitermänteln 20 sowie einem
Schirm 22 dargestellt. Der Schirm 22 liegt dabei radial außen direkt auf den Leitermänteln
20 der Leiter 10, 12, 14, 16 auf, so dass sich ein minimaler radialer Abstand zwischen
den Adern 18 und dem Schirm 22 ergibt. Mit Pfeilen ist die Verteilung eines elektrischen
Feldes bei Übertragung entsprechender elektrischer Signale über die Leiter 10, 12,
14, 16 dargestellt, wobei das elektrische Feld um so stärker ist, je größer der jeweilige
Pfeil dargestellt ist. Es ist aus Fig. 3 zu erkennen, dass sich ein starkes elektrisches
Feld zwischen den Adern 18 des zweiten Leiterpaares 14, 16 und dem Schirm 22 ausbildet.
Dies zeigt entsprechend hohe elektrische Ströme entlang des Schirmes 22 an, die nachfolgend
kurz als "Schirmströme" bezeichnet werden. Hohe Schirmströme führen dazu, dass alle
Einflüsse, die sich auf den Schirm 22 auswirken, eine hohe Beeinflussung der elektrischen
Eigenschaften bzw. der Übertragungscharakteristik des Sternvierer-Kabels zur Folge
haben. So führen beispielsweise Biege- und Torsionsbelastungen des Sternvierer-Kabels,
die eine mechanische Verformung oder ggf. sogar Beschädigung des Schirms 22 zur Folge
haben, zu einer starken Verschlechterung der elektrischen Eigenschaften bzw. der Übertragungscharakteristik
des Sternvierer-Kabels, obwohl die Adern 18 des Sternvierer-Kabels von mechanischen
Veränderungen bzw. Beschädigungen ggf. nicht betroffen sind. Weiterhin wird der Schirm
22 üblicherweise als Geflecht aus einzelnen Schirmadern 23 ausgebildet und Schirmströme
müssen, um beispielsweise einer Ader 18 zu folgen, an Kontaktstellen von Schirmadern
23 von einer Schirmader 23 zu einer anderen Wechseln. Falls im Laufe der Zeit diese
Kontaktstellen altern, kommt es zu einer sprechenden Behinderung des Stromflusses
der Schirmströme und dadurch zu einer entsprechenden Verschlechterung der Übertragung
von elektrischen Signalen durch das gesamte Sternvierer-Kabel, obwohl sich bei den
Adern 18 selbst keine altersbedingte mechanische Verschlechterung eingestellt hat.
[0021] Fig. 4 zeigt in einer analogen Ansicht wie Fig. 3 die Verteilung des elektrischen
Feldes für ein mit dem zusätzlichen Isolatormantel 24 ausgebildetes Sternvierer-Kabel.
Hierbei hat der Schirm 22 durch den zwischen den Leitern 10, 12, 14, 16 einerseits
und dem Schirm 22 andererseits angeordneten zusätzlichen Isoliermantel 24 einen größeren
radialen Abstand von den Adern 18, als bei der herkömmlichen Ausführungsform eines
Sternvierer-Kabels gemäß Fig. 3. Es zeigt sich aus Fig. 4, dass das elektrische Feld
nunmehr zwischen den Leitern 10, 12, 14, 16 konzentriert ist. Dies bedeutet, dass
sich bei einem erfindungsgemäßen Sternvierer-Kabel bei der Signalübertragung deutlich
weniger Schirmströme ergeben. Dies hat zur Folge, dass die zuvor in Bezug auf Fig.
3 beschriebenen Effekte durch eine Verschlechterung des Schirms 22 bei dem erfindungsgemäß
ausgebildeten Sternvierer-Kabel dementsprechend einen geringeren Einfluss auf die
elektrischen Eigenschaften des Sternvierer-Kabels hinsichtlich der Signalübertragung
haben. Eine Verschlechterung ist beispielsweise eine Erhöhung einer Dämpfung für ein
Nutzsignal im Sternvierer-Kabel. Auch bei beschädigtem oder gealtertem Schirm 22 werden
die Übertragungseigenschaften des Sternvierer-Kabels deutlich schwächer negativ beeinflusst.
Mit anderen Worten ist das erfindungsgemäß ausgebildete Sternvierer-Kabel hinsichtlich
der Übertragungseigenschaften für elektrische Signale erheblich resistenter gegen
Beschädigung oder Alterung des Schirms 22.
[0022] In Fig. 5 und 6 ist jeweils auf einer horizontalen Achse 26 eine Frequenz in [GHz]
und auf einer vertikalen Achse 28 eine Transmission in [dB] für elektrische Signale
aufgetragen. Ein erster Graph 30 in Fig. 5 veranschaulicht die Transmission 28 in
Abhängigkeit von der Frequenz 26 bei einer Signalübertragung im Gleichtakt ("common
mode" - ohne Phasenverschiebung zwischen den Signalen auf den Leiterpaaren 10, 12
und 14, 16) und ein zweiter Graph 32 in Fig. 5 veranschaulicht die Transmission 28
in Abhängigkeit von der Frequenz 26 bei einer Signalübertragung im Gegentakt ("differential
mode" - mit Phasenverschiebung zwischen Signalen auf den Leiterpaaren 10, 12 und 14,
16) jeweils für ein herkömmliches Sternvierer-Kabel gemäß Fig. 3. Ein dritter Graph
34 in Fig. 6 veranschaulicht die Transmission 28 in Abhängigkeit von der Frequenz
26 bei einer Signalübertragung im Gleichtakt ("common mode" - ohne Phasenverschiebung
zwischen den Signalen auf den Leiterpaaren 10, 12 und 14, 16) und ein vierter Graph
36 in Fig. 6 veranschaulicht die Transmission 28 in Abhängigkeit von der Frequenz
26 bei einer Signalübertragung im Gegentakt ("differential mode" - mit Phasenverschiebung
zwischen den Signalen auf den Leiterpaaren 10, 12 und 14, 16) jeweils für ein erfindungsgemäßes
Sternvierer-Kabel gemäß Fig. 4. Die Graphen 30, 32, 34 und 36 sind jeweils aus Simulationen
für die Anordnung gemäß der Fig. 3 und 4 gewonnen.
[0023] Wie aus Fig. 5, zweiter Graph 32 ersichtlich ist, tritt bei einem herkömmlichen Sternvierer-Kabel
ein Einbruch der Transmission im Gegentakt bei ca. 2,9 GHz auf. Dieser Einbruch ist
bei einem erfindungsgemäßen Sternvierer-Kabel nicht mehr vorhanden, wie aus Fig. 6,
vierter Graph 26 ersichtlich ist. Dieses Simulationsergebnis zeigt eindrucksvoll die
durchschlagende und unerwartete Verbesserung der elektrischen Eigenschaften des erfindungsgemäßen
Sternvierer-Kabels bei der Übertragung elektrischer Signale. Diese Verbesserung ist
hier bereits vor eine Beschädigung oder Alterung des Schirmes gegeben.
[0024] Eine weitere Verbesserung der elektrischen Eigenschaften bzw. der Übertragungseigenschaften
des Sternvierer-Kabeis für elektrische Signale wird dadurch erzielt, dass mindestens
einzelne Schirmadern 23 jeweils einem der Leiter 10, 12, 14, 16 parallel folgen. Mit
anderen Worten sind mindestens einzelne Schirmadern 23 mit derselben Schlaglänge s
bzw. demselben Verseilungsfaktor verseilt, wie die Leiter 10, 12, 14, 16. Dies ist
beispielhaft für eine Schirmader 23a in Fig. 7 dargestellt. In Fig. 7 ist auch die
Schlaglänge s 46 veranschaulicht. Die Schirmader 23a windet sich durch die Verseilung
schraubenartig derart radial um die Leiter 10, 12, 14, 16, dass die Schirmader 23a
parallel zu dem Leiter 14 verläuft. Die genaue relative Anordnung zwischen der Schirmader
23a und dem Leiter 14 ist aus Fig. 2 ersichtlich. Die Schirmader 23a windet sich derart
um die Leiter 10, 12, 14, 16, dass sich an jeder Stelle im Querschnitt des Sternvierer-Kabels
der Leiter 14 und die Schirmader 23a auf einer gemeinsamen Diagonalen 19 befinden
und die Schirmader 23a an einer Seite des Leiters 14 angeordnet ist, die von dem Quadrat
17 abgewandt ist. Durch diese Anordnung der Schirmader 23a kann ein dem Leiter 14
zugeordneter Schirmstrom ohne Übergang auf eine andere Schirmader 23 dem Leiter 14
folgen. Durch die Vermeidung von Übergangen des Schirmstromes von einer Schirmader
23 auf eine andere verbessert sich die elektrische Leitung des Schirmstromes über
den Schirm 22 und damit verbessern sich insgesamt die elektrischen Eigenschaften bzw.
die Übertragungscharakteristik des Sternvierer-Kabels für die Übertragung von elektrischen
Signalen. Insbesondere ergibt sich beispielsweise eine geringe Dämpfung für das von
dem erfindungsgemäßen Sternvierer-Kabel übertragenen elektrischen Nutzsignals.
[0025] Das Quadrat 17 hat beispielsweise eine Seitenlänge a 48 von 0,83 mm. Diese Seitenlänge
a entspricht dem Abstand der Mittelpunkte von zwei benachbarten Leitern 10, 12, 14,
16. Ein Ortsvektor
rAder,n in dem Koordinatensystem 40, 42 mit der Längsachse des Sternvierer-Kabels als z-Richtung
für die n-te Ader mit n = [1...4] lautet dann mit einem freien Parameter t = [0...1]
für die z-Richtung und über eine Schlaglänge s

[0026] Ein entsprechender Ortsvektor

in dem Koordinatensystem 40, 42 mit der Längsachse des Sternvierer-Kabels als z-Richtung
für eine n
Schirm-te Schirmader 23 bzw. 23a lautet dann mit einem freien Parameter t = [0... 1] für
die z-Richtung und über eine Schlaglänge s

wobei d
Schirm ein Durchmesser 50 einer Schirmader 23, 23a, n
Schirm = [1...N
Schirm], wobei N
Schrim eine Gesamtzahl der Schirmadern ist, und

ein Winkel 52 zwischen der Diagonalen 19 des zugeordneten Leiters, in dem dargestellten
Beispiel des Leiters 14, und einer Geraden 60 durch den Ursprung 44 ist, auf der die
jeweilige Schirmader 23 liegt. Für die Schirmader 23a ist beispielsweise Δϕ = O°.
Mit

eingesetzt ergibt sich

[0027] Obwohl die Schirmader 23a bevorzugt für die Führung des dem Leiter 14 zugeordneten
Schirmstromes ist, kann dieser Schirmstrom des Leiters 14 auch ggf. von einem der
beiden zur Schirmader 23a benachbarten Schirmadern 23 geführt werden. Sollte also
aufgrund einer Biege- oder Torsionsbelastung die Schirmader 23a beschädigt sein, kann
der Schirmstrom trotzdem immer noch im wesentlichen parallel zum Leiter 14 über den
Schirm 22 entlang der Schirmadern 23a fließen, ohne dabei einen Wechsel auf eine anderen
Schirmader 23 durchführen zu müssen.
[0028] Eine Schlaglänge s 46 beträgt beispielsweise 40 mm. Ein Radius 54 des Schirmes 22
beträgt beispielsweise r
Schirm = 1,5 mm. Ein Durchmesser 56 einer Ader 18 beträgt beispielsweise d
Ader = 0,48 mm. Ein Durchmesser 58 eines Leitermantels 20 beträgt beispielsweise d
Aderiso = a = 0,83 mm. Der Durchmesser 50 einer Schirmader 23, 23a beträgt beispielsweise
d
Schirm = 0,1 mm.
[0029] Optional ist zusätzlich radial außen auf dem Schirm 22 ein zweiter Schirm (nicht
dargestellt) aus einem elektrisch leitenden Werkstoff angeordnet. Dieser zweite Schirm
ist dadurch an seiner radial innen liegenden Seite elektrisch leitend mit dem Schirm
22 verbunden, so dass über den zweiten Schirm elektrische Ausgleichsströme fließen
können. Hierdurch können mittels der Ausgleichsströme ggf. Fertigungstoleranzen ausgeglichen
werden, die beispielsweise dazu führen, dass die Schirmader 23a nicht exakt parallel
zu dem zugeordneten Leiter 14 (Fig. 2) verläuft. Es können mittels der Ausgleichsströme
über den zweiten Schirm auch Alterungserscheinungen oder Beschädigungen des Schirms
22 entsprechend ausgeglichen werden.
1. Sternvierer-Kabel zum Übertragen von elektrischen Signalen mit mindestens zwei Paaren
von elektrischen Leitern (10, 12, 14, 16), wobei jeder Leiter (10, 12, 14, 16) eine
Ader (18) aus einem elektrisch leitenden Werkstoff und einen die Ader (18) radial
umgebenden Leitermantel (20) aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff aufweist,
wobei die Leiter (10, 12, 14, 16) in einem Querschnitt des Sternvierer-Kabels an den
Ecken eines Quadrates angeordnet sind, wobei die Leiter (10, 12, 14, 16) eines Paares
an diagonal gegenüberliegenden Ecken des Quadrats angeordnet sind, wobei jeweils vier
Leiter (10, 12, 14, 16) gemäß einer Sternvierer-Anordnung mit einem vorbestimmten
Verseilungsfaktor miteinander verdrillt sind, wobei ein die zwei Paare von Leitern
(10, 12, 14, 16) radial außen umgebender Schirm (22) aus einem elektrisch leitenden
Werkstoff angeordnet ist, wobei zwischen den Leitern (10, 12, 14, 16) und dem Schirm
(22) ein zusätzlicher Isolatormantel (24) aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff
angeordnet ist, wobei der Schirm (22) aus einem Geflecht einzelner Schirmadern aufgebaut
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine, insbesondere vier Schirmadern oder mindestens ein, insbesondere
vier Schirmaderbündel derart radial die Leiter (10, 12, 14, 16) umgebend verseilt
sind, dass jeweils mindestens eine der verseilten Schirmadern bzw. eines der Schirmaderbündel
in axialer Richtung jeweils im Wesentlichen parallel zu einer Ader (18) eines Leiters
(10, 12, 14, 16) verläuft, wobei jeweils eine Schirmader bzw. ein Schirmaderbündel
einerseits und eine Ader (18) andererseits in axialer Richtung derart parallel zueinander
verlaufen, dass die Schirmader bzw. das Schirmaderbündel und die Ader (18) an jeder
Stelle im Querschnitt des Sternvierer-Kabels auf derselben Diagonale des Quadrats
liegen und die Schirmader bzw. das Schirmaderbündel auf einer von dem Quadrat abgewandten
Seite der Ader (18) angeordnet ist.
2. Sternvierer-Kabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schirmadern bzw. Schirmaderbündel mit einem Verseilungsfaktor verseilt sind,
welcher einem Verseilungsfaktor der Leiter (10, 12,14, 16) entspricht.
3. Sternvierer-Kabel nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Adern (18) aus Kupfer hergestellt sind.
4. Sternvierer-Kabel nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass radial außen auf dem Schirm (22) ein zweiter Schirm angeordnet ist, welcher elektrisch
leitend mit dem Schirm (22) verbunden ist.
5. Sternvierer-Kabel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schirm als Mantel oder Folie aus einem elektrisch leitenden Werkstoff
ausgebildet ist.
6. Sternvierer-Kabel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schirm aus einem Geflecht einzelner zweiter Schirmadern aufgebaut ist.
7. Sternvierer-Kabel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Schirmadern gegenläufig zu den Schirmadern des Schirms (22) verseilt
sind.
8. Sternvierer-Kabel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Schirmadern mit einem Verseilungsfaktor verseilt sind, welcher dem Verseilungsfaktor
der Schirmadern des Schirmes entspricht.
1. Star-quad cable for transmitting electrical signals which has at least two pairs of
electrical conductors (10, 12, 14, 16), each conductor (10, 12, 14, 16) having a core
(18) made of an electrically conductive material and a conductor sheath (20) made
of an electrically insulating material which surrounds the core (18) in a radial position,
the conductors (10, 12, 14, 16) being arranged at the corners of a square in a cross-section
of the star-quad cable, the conductors (10, 12, 14, 16) making up a pair being arranged
at diagonally opposed corners of the square, four conductors (10, 12, 14, 16) at a
time being twisted together in a star-quad arrangement with a predetermined lay factor,
a shield (22) made of a electrically conductive material which surrounds the two pairs
of conductors (10, 12, 14, 16) on the outside radially being placed in position, an
additional insulator sheath (24) made of an electrically insulating material being
arranged between the conductors (10, 12, 14, 16) and the shield (22), and the shield
(22) being constructed from a mesh of individual shield cores, characterised in that at least one, and in particular four, shield cores or at least one, and in particular
four, bundles of shield cores are twisted to surround the conductors (10, 12, 14,
16) in a radial position in such a way that at least one of the twisted shield cores
or at least one of the bundles of shield cores extends substantially parallel to a
respective core (18) of a conductor (10, 12, 14, 16) in the axial direction, a shield
core or a bundle of shield cores on the one hand and a respective core (18) on the
other hand extending in parallel to one another in the axial direction in such a way
that the shield core or the bundle of shield cores and the core (18) lie on the same
diagonal of the square at all points along the cross-section of the cable and the
shield core or the bundle of shield cores is arranged on a side of the core (18) which
is remote from the square.
2. Star-quad cable according to claim 1, characterised in that the shield cores or the bundles of shield cores are twisted with a lay factor which
corresponds to a lay factor of the conductors (10, 12, 14, 16).
3. Star-quad cable according to at least one of the preceding claims, characterised in that the cores (18) are made of copper.
4. Star-quad cable according to at least one of the preceding claims, characterised in that a second shield which is conductively connected to the shield (22) electrically is
arranged on the shield (22) outside it radially.
5. Star-quad cable according to claim 4, characterised in that the second shield takes the form of a sheath or foil made of an electrically conductive
material.
6. Star-quad cable according to claim 4, characterised in that the second shield is constructed as a mesh of individual second shield cores.
7. Star-quad cable according to claim 6, characterised in that the second shield cores are twisted in the opposite direction to the cores of the
shield (22).
8. Star-quad cable according to claim 7, characterised in that the second shield cores are twisted with a lay factor which corresponds to the lay
factor of the cores of the shield.
1. Câble à quarte en étoile pour la transmission de signaux électriques avec au moins
deux paires de conducteurs électriques (10, 12, 14, 16), dans lequel chaque conducteur
(10, 12, 14, 16) comprend une âme (18) en matériau électriquement conducteur et une
enveloppe (20) enveloppant radialement l'âme (18) en un matériau électriquement isolant,
dans lequel les conducteurs (10, 12, 14, 16) sont agencés, dans une section transversale
du câble à quarte en étoile, dans les coins d'un carré, dans lequel les conducteurs
(10, 12, 14, 16) d'une paire sont agencés dans des coins diamétralement opposés du
carré, dans lequel quatre conducteurs (10, 12, 14, 16) sont torsadés respectivement
ensemble selon un agencement à quarte en étoile avec un facteur de toronnage prédéterminé,
dans lequel un blindage (22) en matériau électriquement isolant est agencé de manière
à entourer radialement à l'extérieur les deux paires de conducteurs (10, 12, 14, 16),
dans lequel une enveloppe isolante additionnelle (24) en un matériau électriquement
isolant est agencée entre les conducteurs (10, 12, 14, 16) et le blindage (22), et
le blindage (22) est constitué d'une tresse de fils de blindage individuels,
caractérisé en ce que
au moins un fil de blindage, en particulier quatre fils de blindage, ou bien au moins
un faisceau de fils de blindage, en particulier quatre faisceau de fils de blindage,
est/sont toronné(s) en entourant radialement les conducteurs (10, 12, 14, 16) de telle
manière que l'un au moins des fils de blindage ou des faisceaux de fils de blindage
s'étend respectivement en direction axiale sensiblement parallèlement à une âme (18)
d'un conducteur (10, 12, 14, 16), dans lequel un fil de blindage ou respectivement
un faisceau de fils de blindage d'une part et une âme (18) d'autre part s'étendent
en direction axiale parallèlement l'un à l'autre de telle façon que le fil de blindage
ou respectivement le faisceau de fils de blindage et l'âme (18) sont situés à chaque
emplacement dans la section transversale du câble à quarte en étoile sur la même diagonale
du carré, et le fil de blindage ou respectivement le faisceau de fils de blindage
est agencé sur un côté de l'âme (18) détourné du carré.
2. Câble à quarte en étoile selon la revendication 1, caractérisé en ce que les fils de blindage ou les faisceaux de fils de blindage sont toronnés avec un facteur
de toronnage qui correspond à un facteur de toronnage des conducteurs (10, 12, 14,
16).
3. Câble à quarte en étoile selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que les âmes (18) sont fabriquées en cuivre.
4. Câble à quarte en étoile selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un second blindage est agencé radialement à l'extérieur sur le blindage (22), le second
blindage étant relié au premier blindage (22) de manière à conduire l'électricité.
5. Câble à quarte en étoile selon la revendication 4, caractérisé en ce que le second blindage est réalisé comme une enveloppe ou une feuille en un matériau
électriquement conducteur.
6. Câble à quarte en étoile selon la revendication 4, caractérisé en ce que le second blindage est constitué d'une tresse de seconds fil de blindage individuels.
7. Câble à quarte en étoile selon la revendication 6, caractérisé en ce que les seconds fils de blindage sont toronnés en sens contraire aux fils de blindage
du premier blindage (22).
8. Câble à quarte en étoile selon la revendication 7, caractérisé en ce que les seconds fils de blindage sont toronnés avec un facteur de toronnage qui correspond
au facteur de toronnage des fils de blindage du premier blindage.