[0001] Die Erfindung betrifft eine Markierungsvorrichtung zum Markieren von Behältern nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1, eine Behälterbehandlungsvorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 6 und ein Verfahren zum Markieren von Behältern nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 7.
Stand der Technik
[0002] Derzeitiger Stand der Technik ist, dass beispielsweise in einer Abfüllanlage in der
Lebensmittelindustrie nach Inspektionseinheiten und/oder Maschinen Ausleit- und/oder
Verteilsysteme angeordnet sind, welche untersuchte Behälter entsprechend dem jeweiligen
Untersuchungsergebnis auf entsprechende Bahnen lenken. Beispielsweise können nach
einer Füllmaschine unterfüllte Behälter auf ein Ausleitband gelenkt werden. Es ist
aber auch möglich, dass mehrere verschiedene Inspektionsergebnisse auf ein gemeinsames
Band ausgeleitet werden, wie z.B. unterfüllte und/oder fehlerhaft verschlossene Behälter.
Somit finden sich auf einem Ausscheidebahnhof dann Behälter für zwei unterschiedliche
Fehlerarten und zudem Fehlausleitungen. In Grenzfällen kann es vorkommen, dass nicht
offensichtlich ist, welche Fehlerart vorliegt oder ob eine Fehlfunktion oder eine
Verschmutzung des Inspektionsgeräts zur Ausleitung des Behälters geführt hat und der
Behälter eigentlich keinen Fehler aufweist.
[0003] Die Offenlegungsschrift
DE 26 53 000 offenbart eine Vorrichtung zur Markierung von ausgewählten Gegenständen in einem
Block von Gegenständen, die sich in Reihen längs eines Förderbandes bewegen und in
Chargen quer zum Förderband angeordnet sind. Eine Vielzahl von Markierungseinheiten
ist quer verlaufend oberhalb des Förderbands angeordnet, und jede von ihnen ist senkrecht
über einer dieser Reihen von Gegenständen montiert. Die Markierungseinheit kann Signale
empfangen, um einen der ausgewählten Gegenstände zu markieren, der unter der Markierungseinheit
erscheint. Das Markierungsmedium ist vorzugsweise Farbe, die ungiftig und vorzugsweise
reflektierend ist.
[0004] GB 1 402 857 offenbart ein Markiersystem zum Markieren von defekten Artikeln, so dass diese leicht
von ähnlichen Artikeln unterschieden werden können, die nicht defekt sind. Eine Markierung
kann mittels einer Markierungseinheit auf einen Behälter aufgebracht werden, wozu
zum Beispiel Tinte oder eine andere Markierungsflüssigkeit verwendet wird. Markierte
defekte Behälter können entweder durch eine automatische Inspektionseinrichtung oder
durch manuelle Inspektion erkannt werden.
[0005] WO 2011/030042 A1 offenbart ein Verfahren, bei dem Objekten, die mit einem Kriterium übereinstimmen,
ein Identifikator "1" zugewiesen wird und bei dem Objekten, die nicht mit dem Kriterium
übereinstimmen, ein Identifikator "0" zugewiesen wird. Der Identifikator soll bei
einer manuellen Aussortierung der identifizierten Objekte helfen, die nicht mit dem
Kriterium übereinstimmen. Die Platzierung des visuellen Identifikators findet hierbei
nicht physikalisch auf dem Objekt statt, da eine physikalische Markierung das Objekt
zum Beispiel beschädigen oder schlecht auf dem Objekt haften kann. Beispielsweise
kann ein visueller Identifikator darin bestehen, einen Lichtkegel auf die identifizierten
Objekte zu projizieren, die nicht mit dem Kriterium übereinstimmen:
[0006] DE 198 34 185 A1 offenbart ein Verfahren zum Prüfen von Behälterverschlüssen, wobei beim Anbringen
der Verschlüsse ein Innendruckmerkmal gemessen wird und/oder Parameter der Verschlüsse
oder Behälter, deren Kenntnis für die Ermittlung des Innendrucks aus der Messung des
Innendruckmerkmals notwendig sind, erfasst werden. Durch die Markierung ist eine Zuordnung
der beim Anbringen der Verschlüsse gemessenen oder erfassten Werte zu dem jeweiligen
Behälter möglich. Beispielsweise können die gemessenen Werte des Merkmals und die
Parameter mittels der Markierung unmittelbar an dem Behälter angebracht werden.
[0007] WO 2010/049153 A1 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Identifizierung von Gegenständen,
wobei beispielsweise Eigenschaften der natürlichen Oberfläche des Behälters abgetastet
und bestimmt werden. Digitalisierte Messwerte werden zu einem Schlüssel zusammengefasst,
der für die betreffende Oberfläche des Behälters eindeutig ist und diesen eindeutig
charakterisiert. Der erstellte Schlüssel kann in einem Etikett oder einer Markierung
auf dem Behälter abgebildet werden. Zu einem späteren Zeitpunkt kann der Schlüssel
durch eine erneute Analyse verifiziert bzw. falsifiziert werden.
[0008] WO 01/96041 A1 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aussortieren von Stahlprodukten,
wobei mittels eines zerstörungsfreien Prüfverfahrens detektierte Fehler auf dem Stahlprodukt
markiert werden. Die Stahlprodukte werden dann durch eine optische Markierungserkennungseinrichtung
geführt, deren Detektionssignale eine automatische Aussortierung der fehlerhaften
Stahlprodukte veranlasst.
Aufgabe
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Markierungsvorrichtung zur Verfügung
zu stellen, die es erlaubt Markierungen zu erstellen und an/auf einem Behälter anzuordnen,
so dass auch nicht eindeutige Fehler auf oder an Behältern oder Fehler in Zusammenhang
mit einem Behälter zugeordnet werden können. Weiterhin ist es eine Aufgabe der Erfindung,
eine Behälterbehandlungsvorrichtung mit der Markierungsvorrichtung sowie ein verbessertes
Verfahren zur Markierung von Behältern mittels der Markierungsvorrichtung bereitzustellen.
Lösung
[0010] Diese Aufgabe wird durch die Markierungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, die Behälterbehandlungsvorrichtung
gemäß Anspruch 6 und das Verfahren gemäß Anspruch 7 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen
sind in den Unteransprüchen erfasst.
[0011] Die Markierungsvorrichtung zum Markieren von Behältern, beispielsweise in der Lebensmittelindustrie,
umfasst Mittel zum Empfangen von gemessenen Merkmalsdaten eines Behälters und/oder
einer oder mehrerer Behälterausstattungen, wie beispielsweise Etikett und/oder Verschluss,
wobei die gemessenen Merkmalsdaten von einer Messvorrichtung ermittelt werden und
wobei die gemessenen Merkmalsdaten mindestens ein Kriterium von mehreren Kriterien
betreffen, das der Behälter und/oder die eine oder die mehreren Behälterausstattungen
nicht erfüllt. Weiter umfasst die Markierungsvorrichtung Mittel zum Erstellen von
Markierungsdaten basierend auf den gemessenen Merkmalsdaten, wobei die Markierungsdaten
so erstellt werden können, dass angegeben wird, welches der mehreren Kriterien der
Behälter und/oder die eine oder die mehreren Behälterausstattungen nicht erfüllt und
Mittel zum physikalischen Aufbringen mindestens einer Markierung auf den Behälter,
wobei die mindestens eine Markierung auf den Markierungsdaten basiert.
[0012] Gemessene Merkmalsdaten können beispielsweise das Vorhandensein von Verschmutzungen
und/oder Fehlern im Boden und/oder in einer Seitenwand eines Behälters oder das Vorhandensein
von Oberflächenverschleiß umfassen. Auch kann/können die eine Position oder die mehreren
Positionen in den Merkmalsdaten umfasst sein, an denen eine Verschmutzung, ein Fehler
und/oder ein Verschleiß festgestellt wurde, d.h. bei der Ermittlung der Merkmalsdaten
gemessen wurde. Zudem können die gemessenen Merkmalsdaten Informationen dazu umfassen,
ob ein definierter Füllstand des Behälters erreicht ist, ob ein Etikett vorhanden
ist und ob das Etikett an der richtigen Stelle und/oder mit der richtigen Orientierung
am Behälter angebracht ist, ob der Verschluss des Behälters richtig sitzt oder ob
sich Fremdkörper im Inhalt des Behälters befinden. Beispielsweise können bei einem
falsch sitzenden Etikett in den Merkmalsdaten Informationen umfasst sein, die die
gemessene Position des falsch sitzenden Etiketts angeben. Des Weiteren können gemessene
Merkmalsdaten Informationen dazu umfassen, ob auf einen Behälter aufgebrachte variable
Daten, wie Mindesthaltbarkeitsdatum und/oder Uhrzeit, an der richtigen Stelle angeordnet
und/oder lesbar sind.
[0013] Bei den Behältern kann es sich um Flaschen und/oder Getränkebehälter aus Glas, PET
oder einem anderen Material, um Dosen oder ähnliches handeln.
[0014] Die Mittel zum Anbringen der Markierung können einen Laserdrucker, einen Tintenstrahldrucker,
ein Etikett und/oder einen UV-Tintendrucker umfassen. Diese Art des Markierens bietet
den Vorteil, dass die Ausgabedaten, die von der Markierung wiedergegeben werden, von
einem Nutzer oder auch einer Auslesevorrichtung direkt von dem Behälter abgelesen
werden können. Dies ist vorteilhaft, wenn ein unkomplizierter Überblick über die Fehler
der ausgeleiteten Behälter gewonnen werden soll. Zudem ist UV-Tinte vorteilhaft zum
Bedrucken von nichtsaugenden Materialien wie Glas und Kunststoff. Die UV-Tinte enthält
neben Farbpigmenten und Fotoinitiatoren einzelne Moleküle und kurze Molekülketten,
die sich zu Polymeren verketten können. Die Fotoinitiatoren zerfallen bei Bestrahlung
mit UV-Licht und bilden dabei Radikale, die einen Polymerisationsprozess auslösen,
durch den feste, dreidimensionale Netzstrukturen entstehen.
[0015] Der Laserdrucker, der Tintenstrahldrucker und/oder der UV-Tintendrucker können dazu
ausgelegt sein, direkt auf den Behälter zu drucken oder sie können dazu ausgelegt
sind, auf das Etikett drucken, bevor oder nachdem das Etikett auf den Behälter aufgebracht
wurde. Eine Auswahl des Druckverfahrens kann beispielsweise von einem Material der
Behälter und/oder von deren Form abhängen.
[0016] Die Mittel zum Erstellen der Markierungsdaten können beispielsweise mindestens ein
Datenverarbeitungsprogramm umfassen, das dazu ausgelegt ist, die empfangenen Merkmalsdaten
zu Markierungsdaten zu verarbeiten. Die Merkmalsdaten umfassen im Allgemeinen Informationen
dazu, welches Kriterium oder welche Kriterien ein Behälter nicht erfüllt. Neben diesen
Angaben können z.B. auch Werte umfasst sein, um wie viel eine Abweichung von dem Kriterium
vorliegt. Beispielsweise kann angegeben sein, dass ein Füllstand 2% kleiner ist als
der Soll-Füllstand oder dass ein Etikett um 3° gegenüber der Sollposition gedreht
ist. Zudem können von den Merkmalsdaten auch Informationen umfasst werden, von welcher
Preformmaschine, Blasmaschine, Füllanlage, Verschlussanlage oder Etikettiermaschine
bzw. von welchem Behandlungsorgan der Behälter kommt.
[0017] Die Mittel zum Empfangen der gemessenen Merkmalsdaten können eine Schnittstelle sein,
die vorzugsweise so ausgelegt ist, dass sie gemessene Merkmalsdaten von verschiedenen
Messvorrichtungen empfangen kann. Dies ist vorteilhaft, wenn beispielsweise Messungen
nach einer Preformmaschine, Blasmaschine, Füllanlage, Verschlussanlage, Inspektionsmaschine,
und/oder Etikettiermaschine durchgeführt werden. Es ist dann möglich, dass die Markierungsvorrichtung
die entsprechenden gemessenen Merkmalsdaten durch die Mittel zum Empfangen empfängt.
Somit muss nicht für jede der verschiedenen Messvorrichtungen eine entsprechende Markierungsvorrichtung
zur Verfügung gestellt werden.
[0018] Eine Behälterbehandlungsvorrichtung, wie eine Preformmaschine, eine Blasmaschine,
eine Füllanlage, eine Verschlussanlage, eine Inspektionsmaschine oder eine Etikettiermaschine,
umfasst die erfindungsgemäße Markierungsvorrichtung zum Markieren von Behältern, wodurch
es möglich ist, Behälter auf solch eine Weise zu markieren, dass z.B. in einem Ausleitbahnhof
eine Übersicht darüber erhalten werden kann, welche der aussortierten und markierten
Behälter welche Fehler aufweisen.
[0019] Ein Verfahren zum Markieren von Behältern mittels der erfindungsgemäßen Markierungsvorrichtung
umfasst ein Empfangen von gemessenen Merkmalsdaten eines Behälters und/oder einer
oder mehrerer Behälterausstattungen durch die Mittel zum Empfangen, wobei die gemessenen
Merkmalsdaten von einer Messvorrichtung ermittelt werden und wobei die gemessenen
Merkmalsdaten mindestens ein Kriterium von mehreren Kriterien betreffen, das der Behälter
und/oder die eine oder die mehreren Behälterausstattungen nicht erfüllt. Weiter umfasst
das Verfahren ein Erstellen von Markierungsdaten basierend auf den gemessenen Merkmalsdaten
durch die Mittel zum Erstellen von Markierungsdaten, wobei die Markierungsdaten so
erstellt werden, dass angegeben wird, welches der mehreren Kriterien der Behälter
und/oder die eine oder die mehreren Behälterausstattungen nicht erfüllt und ein physikalisches
Aufbringen mindestens einer Markierung auf den Behälter durch die Mittel zum physikalischen
Aufbringen, wobei die mindestens eine Markierung auf den Markierungsdaten basiert.
[0020] Das mindestens eine Kriterium kann Fehler an Boden, Seitenwänden und/oder Dichtfläche
des Behälters, Oberflächenverschleiß des Behälters, Füllstand, Sitz des Verschlusses,
Sitz des Etiketts und/oder Fremdkörper im Behälter betreffen.
[0021] Für eine Messung der Merkmalsdaten kann der Behälter, wenn vorhanden, zusammen mit
der einen oder den mehreren Behälterausstattungen, durch die Messvorrichtung transportiert
und mindestens ein Merkmal des Behälters und/oder, wenn vorhanden, der einen oder
der mehreren Behälterausstattungen, gemessen werden. Befindet sich keine Behälterausstattung
an und/oder auf dem Behälter, so erfolgt nur eine Messung der Merkmalsdaten des Behälters.
[0022] Mindestens ein Kriterium für die Messung kann vorgebbar sein, wobei die gemessenen
Merkmalsdaten mit dem mindestens einen Kriterium verglichen werden, um festzulegen
zu können, ob der Behälter und/oder die eine oder die mehreren Behälterausstattungen
alle Kriterien erfüllt oder ob eines der Kriterien nicht erfüllt wird. Durch das Vorgeben
des mindestens einen Kriteriums kann ein Aussortieren von Behältern aufgrund von Nichterfüllen
eines Kriteriums variabel gestaltet werden. Beispielsweise kann ein Kriterium, das
den Oberflächenverschleiß des Behälters betrifft, jeweils so angepasst werden, dass
eine gewisse Anzahl von Behältern aussortiert wird. Dadurch kann z.B. eine Ausschussquote
von 1,2% der Behälter oder mehr oder weniger erreicht werden.
[0023] Weiter kann das Verfahren einen Schritt eines Ausleitens des Behälters und ein Übermitteln
der gemessenen Merkmalsdaten des Behälters an die Mittel zum Empfangen der Markierungsvorrichtung
umfassen, wenn der Behälter mindestens eines der Kriterien nicht erfüllt.
[0024] Zudem können die markierten Behälter zu einem Ausleitbahnhof transportiert werden.
Somit kann eine Übersicht darüber erhalten werden, welche der aussortierten und markierten
Behälter welche Fehler aufweisen. Beispielsweise ist es möglich, Behälter, die einen
zu niedrigen Füllstand, ein falsch sitzendes Etikett oder einen falsch sitzenden Verschluss
aufweisen, in einem neuen Füllprozess wieder zu verwenden, während Behälter mit Fehlern
oder Beschädigungen von Boden, Seitenwänden und/oder Dichtflächen von einem weiteren
Füllprozess ausgeschlossen werden können.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0025] Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus den beigefügten Zeichnungen.
Darin zeigt:
Figur 1 eine schematische Darstellung der Markierungsvorrichtung;
Figur 2 eine schematische Darstellung eines Teils einer Industrieanlage mit einer
Messvorrichtung und einer Markierungsvorrichtung sowie mit unmarkierten und markierten
Behältern;
Figur 3 ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Markieren eines Behälters; und
Figur 4 tabellarisch Merkmalsdaten und zugeordnete Markierungsdaten.
Detaillierte Figurenbeschreibung
[0026] Figur 1 zeigt schematisch eine Markierungsvorrichtung 1 zum Markieren von Behältern
beispielsweise in der Lebensmittelindustrie. Die Markierungsvorrichtung 1 umfasst
Mittel zum Empfangen 2 von gemessenen Merkmalsdaten eines Behälters und/oder einer
oder mehreren Behälterausstattungen, wobei die gemessenen Merkmalsdaten von einer
Messvorrichtung ermittelt werden und wobei die gemessenen Merkmalsdaten mindestens
ein Kriterium betreffen, das der Behälter und/oder die eine oder die mehreren Behälterausstattungen
nicht erfüllt. Zudem umfasst die Markierungsvorrichtung 1 Mittel zum Erstellen 3 von
Markierungsdaten basierend auf den gemessenen Merkmalsdaten und Mittel zum physikalischen
Aufbringen 4 einer Markierung auf den Behälter, wobei die mindestens eine Markierung
auf den Markierungsdaten basiert.
[0027] Die Mittel zum Erstellen 3 von Markierungsdaten können Datenverarbeitungsprogramme
umfassen, die die empfangenen Merkmalsdaten derart verarbeiten, dass Markierungsdaten
erhalten werden. Die Markierungsdaten können z.B. Steuerbefehle für die Mittel zum
physikalischen Aufbringen 4 der Markierung umfassen, so dass mindestens eine Markierung
entsprechend den Steuerbefehlen auf den Behälter aufgebracht werden kann.
[0028] Die Mittel zum Empfangen 2 können ein Interface bzw. eine Schnittstelle sein, über
die die Markierungsvorrichtung 1 mit der Messvorrichtung kommunizieren kann. Die Mittel
zum Empfangen 2 sind hier vorzugsweise so ausgelegt, dass sie gemessene Merkmalsdaten
von verschiedenen Messvorrichtungen empfangen können. Dies ist vorteilhaft, wenn beispielsweise
Messungen nach einer Preformmaschine, Blasmaschine, Füllanlage, Verschlussanlage,
Inspektionsmaschine oder Etikettiermaschine durchgeführt werden. Es ist dann möglich,
dass die Markierungsvorrichtung 1 die entsprechenden gemessenen Merkmalsdaten durch
die Mittel zum Empfangen 2 empfängt. Somit muss nicht für jede der verschiedenen Messvorrichtungen
eine entsprechende Markierungsvorrichtung 1 zur Verfügung gestellt werden.
[0029] Die Mittel zum physikalischen Aufbringen 4 der mindestens einen Markierung können
einen Laserdrucker, einen Tintenstrahldrucker, ein Etikett und/oder einen UV-Tintendrucker
umfassen. Unter Verwendung der Drucker kann die mindestens eine Markierung direkt
auf einen Behälter gedruckt werden. Die mindestens eine Markierung kann zuvor aber
auch auf ein Etikett gedruckt werden, und dieses Etikett wird dann auf den Behälter
aufgebracht.
[0030] Figur 2 zeigt schematisch einen Teil einer Industrieanlage in der Behälter 5 auf
Förderbändern 6, 7, 8 transportiert werden. Die Behälter 5, hier exemplarisch als
Flaschen dargestellt, werden zuerst nacheinander durch eine Messvorrichtung 9 transportiert,
in der gleichzeitig oder nacheinander ein oder mehrere Merkmale eines Behälters 5
und/oder der einen oder der mehreren Behälterausstattungen gemessen werden, um bestimmen
zu können, ob der Behälter 5 und/oder die eine oder die mehreren Behälterausstattungen
ein vorgegebenes Kriterium oder mehrere vorgegebene Kriterien erfüllt. Die in Figur
2 dargestellten Behälter 5 umfassen als Behälterausstattung Verschlüsse.
[0031] Solch ein Kriterium kann beispielsweise ein Füllstand des Behälters 5 sein, der einen
Minimalwert nicht unterschreiten und einen Maximalwert nicht überschreiten sollte.
Liegt der gemessene Füllstand (d.h. das gemessene Merkmal des Behälters 5) in dem
Bereich zwischen Minimal- und Maximalwert, so erfüllt der Behälter das Kriterium.
Liegt der gemessene Füllstand (d.h. das gemessene Merkmal des Behälters 5) außerhalb
des Bereichs zwischen Minimal- und Maximalwert, so erfüllt der Behälter 5 das Kriterium
nicht. In diesem Fall sollte dann im Weiteren durch die Markierungsvorrichtung 1 mindestens
eine Markierung 10 auf diesem Behälter 5 aufgebracht werden. Die in Figur 2 schematisch
dargestellte Messvorrichtung 9 misst zudem, ob der Verschluss eines Behälters 5 vorhanden
ist und wenn, ob er korrekt sitzt. Dies kann beispielsweise durch einen Silhouettenvergleich
eines korrekt verschlossenen Behälters mit der tatsächlichen Silhouette des vermessenen
Behälters erfolgen.
[0032] Wird bei der Messung durch die Messvorrichtung 9 ermittelt, dass ein Behälter 5 und/oder
die eine oder die mehreren Behälterausstattungen alle Kriterien erfüllt, so verbleibt
der Behälter 5 auf einem ersten Transportband 6 und wird weitertransportiert, so dass
er nicht unter der Markierungsvorrichtung 1 entlang transportiert wird. Wird jedoch
ermittelt, dass der Behälter 5 und/oder die eine oder die mehreren Behälterausstattungen
mindestens ein Kriterium nicht erfüllt, so wird der Behälter über ein Ausleitband
7 ausgeleitet und gelangt mittels eines zweiten Transportbandes 8 zu der Markierungsvorrichtung
1.
[0033] Die Markierungsvorrichtung 1 empfängt mit den Mitteln zum Empfangen 2 von der Messvorrichtung
9 die gemessenen Merkmalsdaten des Behälters 5 und/oder der einen oder der mehreren
Behälterausstattungen und erstellt daraus Markierungsdaten. Die Datenübertragung kann
hierbei drahtlos oder drahtgebunden erfolgen. Die mindestens eine Markierung 10 wird
dann physikalisch auf den Behälter 5 aufgebracht, wobei die mindestens eine Markierung
10 auf den Markierungsdaten basiert.
[0034] Die markierten Behälter 5 können durch das zweite Transportband 8 beispielsweise
zu einem Ausleitbahnhof transportiert werden, so dass ein Nutzer der Industrieanlage
sich einen Überblick darüber verschaffen kann, wie viele Behälter 5 mit welchen Fehlern
ausgeleitet wurden. Durch die auf die Behälter 5 aufgebrachten Markierungen 10 ist
eine leichte und eindeutige Zuordnung zu Fehlern möglich.
[0035] Figur 3 zeigt ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Markieren eines Behälters mittels
einer zuvor beschriebenen Markierungsvorrichtung 1. In einer Abfüllvorrichtung einer
Industrieanlage werden im Allgemeinen viele Behälter 5 auf Transportbändern oder ähnlichem
durch die einzelnen Maschinen und auch durch Messvorrichtungen 9 transportiert. Im
Folgenden wird das Verfahren der Übersichtlichkeit halber nur für einen Behälter 5
beschrieben.
[0036] In Schritt 11 wird der Behälter 5 beispielsweise durch ein erstes Transportband 6
durch eine Messvorrichtung 9 transportiert. Die Messvorrichtung 9 ist hierbei so angeordnet,
dass sie je nach dem Merkmal des Behälters 5 und/oder der einen oder der mehreren
Behälterausstattungen, das gemessen werden soll, eine Messung von oberhalb, seitlich
oder von unterhalb des Behälters 5 vornehmen kann. In Schritt 12 kann bei einer Messung
ein Merkmal gemessen werden, oder es können mehrere Merkmale des Behälters 5 und/oder
der einen oder der mehreren Behälterausstattungen gleichzeitig oder nacheinander gemessen
werden.
[0037] Solch eine Messvorrichtung 9 kann beispielsweise Boden, Seitenwände und Dichtfläche
des Behälters 5 vermessen, um festzustellen, dass ein oder mehrere Fehler vorliegen
(d.h. dass der Behälter 5 ein Kriterium oder mehrere Kriterien nicht erfüllt und markiert
werden soll) oder dass keine Fehler vorliegen (d.h. der Behälter 5 erfüllt das eine
Kriterium oder die mehreren Kriterien und muss nicht markiert werden). Liegen ein
oder mehrere Fehler vor, so können die von der Messvorrichtung 9 gemessenen Merkmalsdaten
auch die eine Position oder die mehreren Positionen umfassen, an denen eine Verschmutzung,
ein Fehler und/oder ein Verschleiß festgestellt wurde.
[0038] Eine andere Messvorrichtung 9 kann beispielsweise den Füllstand und den Verschluss
des Behälters 5 vermessen, um festzustellen, dass der Füllstand und der Verschluss
korrekt sind (d.h. der Behälter 5 und der Verschluss (eine Behälterausstattung) erfüllen
die Kriterien und daher muss der Behälter 5 nicht markiert werden) oder dass der Füllstand
und/oder der Verschluss nicht korrekt sind (d.h. der Behälter 5 und/oder der Verschluss
erfüllen ein Kriterium oder mehrere Kriterien nicht und daher muss der Behälter 5
markiert werden). Ist beispielsweise der Füllstand nicht korrekt, so können die von
der Messvorrichtung 9 gemessenen Merkmalsdaten die Werte des gemessenen Füllstands
umfassen.
[0039] In einer anderen Messvorrichtung 9 kann beispielsweise der Sitz des Etiketts (eine
Behälterausstattung) vermessen werden. Dabei kann gemessen werden, ob das Etikett
korrekt sitzt, ob es um einen Winkel gedreht und/oder um dx und/oder dy verschoben,
angebracht ist; dx und dy stellen hierbei Verschiebungen in x- bzw. y-Richtung dar.
[0040] Eine andere Messvorrichtung 9 kann den Sitz und/oder die Lesbarkeit von auf einen
Behälter aufgebrachten variablen Daten, wie Mindesthaltbarkeitsdatum und/oder Uhrzeit,
vermessen. Wird ein falscher Sitz bei der Messung festgestellt, so können die gemessenen
Merkmalsdaten Informationen zu der Position der mit falschem Sitz aufgebrachten variablen
Daten umfassen.
[0041] Das Verfahren soll im Folgenden für eine Messvorrichtung 9 beschrieben werden, die
den Füllstand und den Verschluss des Behälters 5 vermisst. Somit wird in Schritt 11
ein zuvor befüllter und verschlossener Behälter 5 mittels des ersten Transportbands
6 durch die Messvorrichtung 9 transportiert. Die Messvorrichtung 9 misst im Schritt
12 beispielsweise zuerst den Füllstand des Behälters 5. Um im Schritt 13 zu ermitteln,
ob der Füllstand korrekt ist oder nicht, kann der gemessene Wert des Füllstands mit
einem vorgegeben Minimalwert und einem vorgegebenen Maximalwert verglichen werden.
[0042] Befindet sich der gemessene Wert des Füllstands innerhalb des so vorgegebenen Bereichs,
ist der Füllstand korrekt und der Behälter 5 erfüllt das Kriterium. Befindet sich
der gemessenen Wert des Füllstands außerhalb des so vorgegebenen Bereichs, ist der
Füllstand nicht korrekt und der Behälter 5 erfüllt das Kriterium nicht.
[0043] Im Weiteren misst die Messvorrichtung 9 in Schritt 12 den Verschluss des Behälters
5. Wenn der Verschluss korrekt sitzt und den Behälter 5 verschließt, erfüllt die Behälterausstattung
das Kriterium. Wenn der Verschluss nicht korrekt sitzt und/oder den Behälter 5 nicht
korrekt verschließt, erfüllt die Behälterausstattung das Kriterium nicht.
[0044] Wird in Schritt 14 festgestellt, dass der Behälter 5 und die Behälterausstattung
alle Kriterien (Merkmalskriterien) erfüllen, hier korrekter Füllstand und korrekter
Sitz des Verschlusses, so wird der Behälter 5 in Schritt 15 weiter transportiert,
zum Beispiel mittels des ersten Transportbands 6.
[0045] Wird in Schritt 16 festgestellt, dass der Behälter 5 und/oder die Behälterausstattung
mindestens eines der Kriterien (Merkmalskriterien) nicht erfüllt, hier nicht korrekter
Füllstand und/oder nicht korrekter Sitz des Verschlusses, so wird der Behälter 5 in
Schritt 17 beispielsweise mittels des Ausleitbands 7 ausgeleitet. Wenn der Behälter
5 wegen Nichterfüllen eines Kriteriums oder beider Kriterien ausgeleitet wird, so
wird er in Schritt 18 mittels des zweiten Transportbands 8 durch eine Markierungsvorrichtung
1 transportiert. Zudem werden in Schritt 19 die Merkmalsdaten des Behälters 5 von
der Messvorrichtung 9 an die Markierungsvorrichtung 1 übermittelt. In Schritt 20 werden
von den Mitteln zum Erstellen 3 von Markierungsdaten die Markierungsdaten für den
Behälter 5 erstellt.
[0046] In Schritt 21 erfolgt das physikalische Aufbringen der mindestens einen Markierung
basierend auf den Markierungsdaten des Behälters 5 mittels der Mittel zum physikalischen
Aufbringen 4 der Markierungsvorrichtung 1. Wenn der Behälter 5 markiert ist, kann
er mittels des zweiten Transportbands 8 beispielsweise zu einem Ausleitbahnhof transportiert
werden, in dem die ausgeleiteten Behälter 5 gesammelt werden.
[0047] Figur 4 zeigt beispielhaft zwei Typen von Markierungsdaten 23, die verwendet werden
können, um bestimmte gemessenen Merkmalsdaten 24 eines Behälters 5 und/oder einer
oder mehrerer Behälterausstattungen wiederzugeben. Beim Typ I 25 werden für die Markierungsdaten
23 Schriftzeichen verwendet, die eine Art Abkürzung der Merkmalsdaten 24 darstellen,
wodurch eine aufgebrachte Markierung eine eindeutige Zuordnung zu den gemessenen Merkmalsdaten
24 zulässt. Beispielsweise kann "oV" ("o"hne "V"erschluss) den Merkmalsdaten 24 "Verschluss
fehlt" zugeordnet werden, "sV" ("s"chiefer "V"erschluss) den Merkmalsdaten 24 "Verschluss
sitzt schief", "nF" ("n"iedriger "F"üllstand) den Merkmalsdaten 24 "Füllstand zu niedrig",
"B" ("B"oden) den Merkmalsdaten 24 "Fehler im Boden", "SW" ("S"eiten"Wand") den Merkmalsdaten
24 "Fehler in Seitenwand", "D" ("D"ichtfläche) den Merkmalsdaten 24 "Fehler in Dichtfläche"
und "fE" ("f"ehlendes "E"tikett) den Merkmalsdaten 24 "Etikett fehlt".
[0048] Ist ein Etikett vorhanden, aber beispielsweise um einen Winkel n° gegenüber einer
vorgegebenen Ausrichtung gedreht, so kann die Fehlerangabe in den Markierungsdaten
23 auch den Winkelwert n° umfassen, so dass eine Markierung "gE (n°)" angibt. Die
Markierungsdaten 23 "gE (n°)" ("g"edrehtes "E"tikett) können somit den Merkmalsdaten
24 "Etikett um n°gedreht" zugeordnet werden.
[0049] Wenn ein Etikett eines Behälters in x-Richtung und/oder in y-Richtung (Koordinatensystem
auf der Oberfläche des Behälters, auf der das Etikett aufgebracht ist) gegenüber einer
vorgegebenen Ausrichtung versetzt angebracht ist, so können die Werte dx, dy des Versatzes
in den Markierungsdaten 23 angegeben werden. Die Markierungsdaten 23 "vE (dx, dy)"
("v"er-setztes "E"tikett) können somit den Merkmalsdaten 24 "Etikett um dx, dy versetzt"
zugeordnet werden.
[0050] Beim Typ II 26 werden in einem Viereck stilisiert die gemessenen Merkmalsdaten 24
angegeben, so dass ein Nutzer beim Ansehen der Markierung oder Markierungen auf dem
Behälter 5 erkennen kann, welchen oder welche Fehler der Behälter 5 aufweist. Beispielsweise
kann ein Fehler in einer Seitenwand des Behälters 5 dadurch kenntlich gemacht werden,
dass die senkrechten Seitenlinien des Vierecks dick und/oder farbig markiert werden.
Ist ein Etikett um dx, dy versetzt an dem Behälter 5 angebracht, so kann dies durch
ein Pfeilkreuz in einem Etikettenviereck innerhalb des Vierecks dargestellt werden.
[0051] Die Markierungsdaten können auch mittels eines zweidimensionalen Strichcodes verschlüsselt
und die Markierung als Bar-Code oder als QR
®-Code auf den Behälter aufgebracht werden. Solche Codes können mit einem Auslesegerät
gelesen und decodiert werden, so dass die in dem Code gespeicherten Markierungsdaten
zugänglich werden und festgestellt werden kann, warum ein Behälter ausgeleitet wurde.
[0052] Insbesondere beziehen sich die oben angeführten Ausführungsformen auf die Konfigurationen,
die in den Ansprüchen festgelegt sind und stellen die konkreten Vorrichtungseigenschaften
der beanspruchten Konfigurationen dar, so dass die Beziehung der in den Ausführungsformen
und in den Ansprüchen verwendeten Terminologien übergreifend ist. Zudem stellen die
Ausführungsformen, ihre Eigenschaften und Kombinationen von Eigenschaften Beispiele
für die Ausführungen in den Ansprüchen dar und schränken die Ansprüche nicht ein,
sondern dienen zu ihrer Verdeutlichung.
[0053] Die vorliegende Erfindung wird durch die Beschreibung und die Zeichnungen anhand
von Beispielen beschrieben, ist jedoch nicht darauf beschränkt, sondern umfasst alle
Variationen, Modifizierungen, Ersetzungen und Kombinationen, die der Fachmann aus
den vorliegenden Unterlagen, wie den Ansprüche, den allgemeinen Erklärungen in der
Einführung der Beschreibung, den praktischen Beispielen in der Beschreibung und den
entsprechenden Darstellungen in den Zeichnungen, entnehmen kann. Insbesondere können
alle individuellen Eigenschaften und Möglichkeiten der Ausführungsformen der Erfindung
miteinander verbunden werden.
1. Markierungsvorrichtung zum Markieren von Behältern (5), beispielsweise in der Lebensmittelindustrie,
wobei die Markierungsvorrichtung (1) umfasst:
- Mittel zum Empfangen (2) von gemessenen Merkmalsdaten (24) eines Behälters (5) und/oder
einer oder mehrerer Behälterausstattungen, wie beispielsweise Etikett und/oder Verschluss,
wobei die gemessenen Merkmalsdaten (24) von einer Messvorrichtung (9) ermittelt werden
und wobei die gemessenen Merkmalsdaten (24) mindestens ein Kriterium von mehreren
Kriterien betreffen, das der Behälter (5) und/oder die eine oder die mehreren Behälterausstattungen
nicht erfüllt,
- Mittel zum Erstellen (3) von Markierungsdaten (23) basierend auf den gemessenen
Merkmalsdaten (24), wobei die Markierungsdaten (23) so erstellt werden können, dass
angegeben wird, welches der mehreren Kriterien der Behälter (5) und/oder die eine
oder die mehreren Behälterausstattungen nicht erfüllt, und
- Mittel zum physikalischen Aufbringen (4) mindestens einer Markierung (10) auf den
Behälter (5), wobei die mindestens eine Markierung (10) auf den Markierungsdaten (23)
basiert.
2. Die Markierungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Mittel zum physikalischen Aufbringen
(4) der mindestens einen Markierung einen Laserdrucker, einen Tintenstrahldrucker,
ein Etikett und/oder einen UV-Tintendrucker umfassen.
3. Die Markierungsvorrichtung nach Anspruch 2, wobei der Laserdrucker, der Tintenstrahldrucker
und/oder der UV-Tintendrucker dazu ausgelegt sind, direkt auf den Behälter (5) zu
drucken oder wobei der Laserdrucker, der Tintenstrahldrucker und/oder der UV-Tintendrucker
dazu ausgelegt sind, auf das Etikett drucken, bevor oder nachdem das Etikett auf den
Behälter (5) aufgebracht wurde.
4. Die Markierungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Mittel zum
Erstellen (3) der Markierungsdaten (23) mindestens ein Datenverarbeitungsprogramm
umfassen, das dazu ausgelegt ist, die empfangenen gemessenen Merkmalsdaten (24) zu
Markierungsdaten (23) zu verarbeiten.
5. Die Markierungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Mittel zum
Empfangen (2) der gemessenen Merkmalsdaten (24) eine Schnittstelle sind.
6. Eine Behälterbehandlungsvorrichtung, wie eine Preformmaschine, eine Blasmaschine,
eine Füllanlage, eine Verschlussanlage, eine Inspektionsmaschine oder eine Etikettiermaschine,
dadurch gekennzeichnet, dass die Behälterbehandlungsvorrichtung eine Markierungsvorrichtung zum Markieren von
Behältern (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 umfasst.
7. Ein Verfahren zum Markieren von Behältern mittels einer Markierungsvorrichtung (1)
nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
- Empfangen von gemessenen Merkmalsdaten (24) eines Behälters (5) und/oder einer oder
mehrerer Behälterausstattungen durch die Mittel zum Empfangen (2) von gemessenen Merkmalsdaten
(24), wobei die gemessenen Merkmalsdaten (24) von einer Messvorrichtung (9) ermittelt
werden und wobei die gemessenen Merkmalsdaten (24) mindestens ein Kriterium von mehreren
Kriterien betreffen, das der Behälter (5) und/oder die eine oder die mehreren Behälterausstattungen
nicht erfüllt,
- Erstellen von Markierungsdaten (23) basierend auf den gemessenen Merkmalsdaten (24)
durch die Mittel zum Erstellen (3) von Markierungsdaten (23), wobei die Markierungsdaten
so erstellt werden, dass angegeben wird, welches der mehreren Kriterien der Behälter
und/oder die eine oder die mehreren Behälterausstattungen nicht erfüllt, und
- physikalisches Aufbringen mindestens einer Markierung (10) auf den Behälter (5)
durch die Mittel zum physikalischen Aufbringen (4), wobei die mindestens eine Markierung
(10) auf den Markierungsdaten (23) basiert.
8. Das Verfahren nach Anspruch 7, wobei das mindestens eine Kriterium Fehler an Boden,
Seitenwänden und/oder Dichtfläche des Behälters (5), Oberflächenverschleiß des Behälters
(5), Füllstand, Sitz des Verschlusses, Sitz des Etiketts und/oder Fremdkörper im Behälter
(5) betrifft.
9. Das Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, wobei für eine Messung der Merkmalsdaten (24)
der Behälter (5) durch die Messvorrichtung (9) transportiert wird und mindestens ein
Merkmal des Behälters (5) und/oder der einen oder der mehreren Behälterausstattungen
gemessen wird.
10. Das Verfahren nach Anspruch 9, wobei mindestens ein Kriterium vorgebbar ist, wobei
die gemessenen Merkmalsdaten (24) mit dem mindestens einen Kriterium verglichen werden,
um festzulegen, ob der Behälter (5) und/oder die eine oder die mehreren Behälterausstattungen
alle Kriterien erfüllt oder ob der Behälter (5) und/oder die eine oder die mehreren
Behälterausstattungen mindestens eines der Kriterien nicht erfüllt.
11. Das Verfahren nach Anspruch 10, weiter umfassend den Schritt Ausleiten des Behälters
(5) und Übermitteln der gemessenen Merkmalsdaten (24) des Behälters (5) und/oder der
einen oder der mehreren Behälterausstattungen an die Mittel zum Empfangen (2) der
Markierungsvorrichtung (1), wenn der Behälter (5) und/oder die eine oder die mehreren
Behälterausstattungen mindestens eines der Kriterien nicht erfüllt.
12. Das Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11, weiter umfassend den Schritt Transportieren
des markierten Behälters (5) zu einem Ausleitbahnhof.
1. Marking device for marking containers (5), for example, in the food industry, the
marking device (1) comprising:
- devices for receiving (2) measured feature data (24) of a container (5) and/or one
or more container configurations, such as label and/or closure, where the measured
feature data (24) is determined by a measuring device (9) and where the measured feature
data (24) relates to at least one criterion of several criteria which the container
(5) and/or the one or more container configurations do not satisfy,
- devices for creating (3) marking data (23) based on the measured feature data (24),
where the marking data (23) can be created such that it is indicated which of the
several criteria the container (5) and/or the one or more container configurations
do not satisfy, and
- devices for physically applying (4) at least one marking (10) onto the container
(5), where the at least one marking (10) is based on the marking data (23).
2. Marking device according to claim 1, where the devices for physically applying (4)
the at least one marking comprise a laser printer, an inkjet printer, a label and/or
a UV-ink printer.
3. Marking device according to claim 2, where the laser printer, the inkjet printer and/or
the UV-ink printer are adapted to print directly onto the container (5) or where the
laser printer, the inkjet printer and/or the UV-ink printer are adapted to print onto
the label prior to or after the label has been applied to the container (5).
4. Marking device according to one of the claims 1 to 3, where the devices for creating
(3) the marking data (23) comprise at least one data processing program which is adapted
to process the received feature data (24) to marking data (23).
5. Marking device according to one of the claims 1 to 4, where the devices for receiving
(2) the measured feature data (24) are an interface.
6. Container handling device, such as a preform machine, a blow molding machine, a filling
station, a sealing station, an inspection machine or a labeling machine, characterized in that the container handling device comprises a marking device for marking containers (5)
according to one of the claims 1 to 5.
7. Method for marking containers using a marking device (1) according to one of the claims
1 to 5, where the method comprises the steps of:
- receiving measured feature data (24) of a container (5) and/or one or more container
configurations by the devices for receiving (2) measured feature data (24), where
the measured feature data (24) is determined by a measuring device (9) and where the
measured feature data (24) relates to at least one criterion of several criteria which
the container (5) and/or the one or more container configurations do not satisfy,
- creating marking data (23) based on the measured feature data (24) by the device
for creating (3) marking data (23), where the marking data is created such that it
is indicated which of the several criteria the container and/or the one or more container
configurations do not satisfy, and
- physically applying at least one marking (10) onto the container (5) by the device
for physically applying (4), where the at least one marking (10) is based on the marking
data (23).
8. Method according to claim 7, wherein the at least one criterion relates to faults
regarding bottom, side walls and/or sealing surface of the container (5), surface
wear of the container (5), filling level, placement of the closure, application of
the label and/or foreign material in the container (5).
9. Method according to claim 7 or 8, wherein the container (5) is for measuring the feature
data (24) conveyed through the measuring device (9), and at least one feature of the
container (5) and/or of the one or more container configurations is measured.
10. Method according to claim 9, wherein at least one criterion can be pre-determined,
wherein the measured feature data (24) is compared with the at least one criterion
in order to determine whether the container (5) and/or the one or more container configurations
satisfy all criteria or whether the container (5) and/or the one or more container
configurations do not satisfy at least one of the criteria.
11. Method according to claim 10, further comprising the step of leading out the container
(5) and communicating the measured feature data (24) of the container (5) and/or the
one or more container configurations to the devices for receiving (2) of the marking
device (1) when the container (5) and/or the one or more container configurations
do not satisfy at least one of the criteria.
12. Method according to one of the claims 7 to 11, further comprising the step of conveying
the marked container (5) to a lead-out station.
1. Dispositif de marquage pour marquer des contenants (5), par exemple dans l'industrie
des produits alimentaires, le dispositif de marquage (1) comprenant :
- des moyens de réception (2) de données de caractéristiques (24) mesurées d'un contenant
(5) et/ou un ou plusieurs équipements de contenant, comme par exemple une étiquette
et/ou un bouchon de fermeture, les données de caractéristiques (24) mesurées étant
déterminées par un dispositif de mesure (9), et les données de caractéristiques (24)
mesurées concernant au moins un critère de plusieurs critères, qui n'est pas satisfait
par le contenant (5) et/ou ledit un ou les plusieurs équipements de contenant,
- des moyens pour élaborer (3) des données de marquage (23) basées sur les données
de caractéristiques (24) mesurées, les données de marquage (23) étant élaborées de
manière à ce que soit indiqué lequel des plusieurs critères n'est pas satisfait par
le contenant (5) et/ou ledit un ou les plusieurs équipements de contenant, et
- des moyens pour l'application physique (4) d'au moins un marquage (10) sur le contenant
(5), ledit au moins un marquage (10) étant basé sur les données de marquage (23).
2. Le dispositif de marquage selon la revendication 1, dans lequel les moyens pour l'application
physique (4) dudit moins un marquage, est une imprimante laser, une imprimante à jet
d'encre, une étiquette et/ou une imprimante à encre UV.
3. Le dispositif de marquage selon la revendication 2, dans lequel l'imprimante laser,
l'imprimante à jet d'encre et/ou l'imprimante à encre UV sont conçues pour imprimer
directement sur le contenant (5), ou dans lequel l'imprimante laser, l'imprimante
à jet d'encre et/ou l'imprimante à encre UV sont conçues pour imprimer sur l'étiquette,
avant ou après que l'étiquette ait été appliquée sur le contenant (5).
4. Le dispositif de marquage selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel les moyens
pour élaborer (3) les données de marquage (23) comprennent au moins un programme informatique
de traitement de données, qui est conçu en vue de traiter les données de caractéristiques
(24) mesurées pour en faire des données de marquage (23).
5. Le dispositif de marquage selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel les moyens
de réception (2) des données de caractéristiques (24) mesurées, sont constitués par
une interface.
6. Un dispositif de traitement de récipients ou contenants, comme une machine à préformes,
une machine de soufflage, une installation de remplissage, une installation de bouchage
ou de fermeture, une machine d'inspection ou une machine d'étiquetage, caractérisé en ce que le dispositif de traitement de contenants comprend un dispositif de marquage pour
marquer des contenants (5), selon l'une des revendications 1 à 5.
7. Un procédé pour marquer des contenants à l'aide d'un dispositif de marquage (1) selon
l'une des revendications 1 à 5, le procédé comprenant les étapes suivantes :
- réception de données de caractéristiques (24) mesurées d'un contenant (5) et/ou
d'un ou de plusieurs équipements de contenant à l'aide des moyens de réception (2)
de données de caractéristiques (24) mesurées, les données de caractéristiques (24)
mesurées étant déterminées par un dispositif de mesure (9), et les données de caractéristiques
(24) mesurées concernant au moins un critère de plusieurs critères, qui n'est pas
satisfait par le contenant (5) et/ou ledit un ou les plusieurs équipements de contenant,
- élaboration de données de marquage (23) basées sur les données de caractéristiques
(24) mesurées, à l'aide des moyens pour élaborer (3) des données de marquage (23),
les données de marquage étant élaborées de manière à ce que soit indiqué lequel des
plusieurs critères n'est pas satisfait par le contenant et/ou ledit un ou les plusieurs
équipements de contenant, et
- application physique d'au moins un marquage (10) sur le contenant (5) par les moyens
pour l'application physique (4), ledit au moins un marquage (10) étant basé sur les
données de marquage (23).
8. Le procédé selon la revendication 7, d'après lequel ledit au moins un critère concerne
des défauts sur le fond, les parois latérales et/ou la surface d'étanchéité du contenant
(5), une usure de surface du contenant (5), le niveau de remplissage, l'assise du
bouchon de fermeture, le placement de l'étiquette, et/ou des corps étrangers dans
le contenant (5).
9. Le procédé selon la revendication 7 ou la revendication 8, d'après lequel pour assurer
une mesure des données de caractéristiques (24), le contenant (5) est transporté à
travers le dispositif de mesure (9), et on mesure au moins une caractéristique du
contenant (5) et/ou dudit un ou des plusieurs équipements de contenant.
10. Le procédé selon la revendication 9, d'après lequel il est possible de prescrire au
moins un critère, et d'après lequel on compare les données de caractéristiques (24)
mesurées avec ledit au moins un critère, en vue de déterminer si le contenant (5)
et/ou ledit un ou les plusieurs équipements de contenant satisfont à tous les critères,
ou si le contenant (5) et/ou ledit un ou les plusieurs équipements de contenant ne
satisfont pas à au moins l'un des critères.
11. Le procédé selon la revendication 10, comprenant, en outre, l'étape d'une évacuation
du contenant (5) et de la transmission des données de caractéristiques (24) mesurées
du contenant (5) et/ou dudit un ou des plusieurs équipements de contenant aux moyens
de réception (2) du dispositif de marquage (1), lorsque le contenant (5) et/ou ledit
un ou les plusieurs équipements de contenant ne satisfont pas à au moins l'un des
critères.
12. Le procédé selon l'une des revendications 7 à 11, comprenant en outre l'étape du transport
du contenant (5) ayant été marqué, vers une voie d'évacuation.