[0001] Die Erfindung betrifft eine Formsteinverlegeeinrichtung mit einer Greifeinrichtung
zum Greifen einer Formsteinlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Beim Verlegen von Formsteinen, beispielsweise Rechteck- oder Verbundsteinen, werden
bekannterweise Formsteinverlegevorrichtungen in der Form von hydraulischen Verlegezangen
verwendet, die an Trägergeräten wie Radlader oder Bagger angebracht werden können.
Mit Hilfe derartiger Formsteinverlegevorrichtungen wird eine Lage Formsteine üblicherweise
von einer Palette abgenommen, indem die Formsteinlage von der Seite her von zwei Druckbacken
in der Form von Greifbacken festklemmt und vom Auslegearm des Trägergeräts an die
gewünschte Stelle des Verlegebodens gebracht wird, der üblicherweise ein entsprechend
vorbereiteter, planierter Splitboden ist.
[0003] Bei bekannten Formsteinverlegevorrichtungen können jedoch Probleme auftreten, wenn
die zu ergreifende Formsteinlage in sich verwunden oder uneben ist. Dies kann beispielsweise
dann der Fall sein, wenn die Palette mit den Formsteinen nicht auf einen ebenen, sondern
schrägen oder welligen Untergrund abgesetzt wird. Soll die oberste Reihe eines derartigen
verwundenen oder unebenen Formsteinstapels ergriffen werden, so tritt bei bekannten
Formsteinverlegevorrichtungen das Problem auf, dass aufgrund der Steifigkeit der Greifeinrichtung
die Greifbacken nicht alle Formsteine der obersten Formsteinlage gleichmäßig von der
Seite her übergreifen können, so dass einige Formsteine nicht oder nicht genügend
festgeklemmt und beim Hochheben der Formsteinlage aus dem geklemmten Verbund herausfallen
können. Dieses Problem tritt auch auf, wenn der Formsteinstapel zwar auf einem horizontalen
Untergrund aufgesetzt worden ist, jedoch einzelne Formsteine unterschiedliche Höhen
aufweisen, so dass die Formsteine einer Formsteinlage nicht alle in derselben Höhe
angeordnet sind.
[0004] Um dieses Problem zu lösen, ist in der
DE 10 2006 043 547 A1 bereits vorgeschlagen worden, mindestens einen Greifbacken um eine quer zu seiner
Längsrichtung verlaufende Schwenkachse kippbar am Halterahmen zu halten, so dass der
Greifbacken beim Aufsetzen von mit dem Greifbacken verbundenen Auflageelementen auf
die Formsteinlage in eine Schräglage relativ zur Halterahmenhauptebene bringbar ist.
Diese bekannte Formsteinverlegevorrichtung weist somit mindestens einen Greifbacken
auf, der beim Aufsetzen der Greifeinrichtung auf die Formsteinlage nicht starr in
der gleichen Ebene wie der gegenüberliegende Greifbacken gehalten wird, so dass der
Greifbacken dem tatsächlichen Verlauf der Formsteinlage auch dann folgen kann, wenn
die randseitigen Formsteine der zu ergreifenden Formsteinlage nicht alle in derselben
Ebene liegen oder eine Schräge bilden. Die Formsteine können dadurch sicherer eingeklemmt
werden, so dass die Gefahr, dass einer der Formsteine oder die gesamte Formsteinlage
beim Hochheben der Formsteinlage herausfallen, minimiert werden kann.
[0005] Es hat sich jedoch gezeigt, dass bei derartigen Formsteinverlegevorrichtungen die
Greifbacken die Tendenz haben, beim Einklemmen der Formsteinlage aufgrund der von
den Formsteinen ausgeübten Gegenkraft entgegen der Klemmrichtung auszuweichen. Dies
liegt vor allem daran, dass der Hydraulikzylinder, der das Zusammen- und Auseinanderfahren
der Greifbacken bewirkt, lediglich mittig am beweglichen Greifbacken angreift. Die
freien Enden des Greifbackens können dagegen entgegen der Klemmrichtung nachgeben,
wenn die Gegenkraft der Steine beim Klemmvorgang ansteigt. Dies führt dazu, dass die
Formsteinreihen, die von den Enden der Greifbacken eingeklemmt werden sollen, nicht
immer mit der notwendigen Klemmkraft eingeklemmt werden, um ein Herausfallen sicher
zu vermeiden.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Formsteinverlegevorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der eine Formsteinlage insbesondere auch
in deren Randbereichen besonders zuverlässig und sicher ergriffen werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Formsteinverlegevorrichtung gemäß den
Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind
in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Formsteinverlegevorrichtung weist der Halterahmen in seitlichem
Abstand zum Schwenklager mindestens ein starres Stützelement auf, mit dem der Greifbacken
in Stützeingriff ist, derart, dass der Greifbacken relativ zum Stützelement in vertikaler
Richtung verschiebbar und entgegen der Klemmrichtung abgestützt ist.
[0009] Erfindungsgemäß wird somit der Greifbacken nicht nur am Schwenklager, sondern an
mindestens einer weiteren Stelle derart am Halterahmen abgestützt, dass der Greifbacken
beim Klemmvorgang an dieser weiteren Stelle nicht entgegen der Klemmrichtung, d.h.
entgegen der Verfahrrichtung beim Zusammenfahren der Greifbacken, ausweichen kann.
Weiterhin kann auch eine Ausweichbewegung des Greifbackens um seine Längsachse unterbunden
oder zumindest minimiert werden. Gleichzeitig ist dieses Stützelement mit dem Greifbacken
derart in Stützeingriff, dass eine Kippbewegung des Greifbackens um eine Horizontalachse,
die senkrecht zur Längsrichtung des Greifbackens verläuft, nicht behindert wird. Die
erfindungsgemäße Formsteinvorrichtung kann sich damit beim Aufsetzen auf eine Formsteinlage
sowohl an unebene, gewundene Formsteinlagen anpassen als auch die Formsteinlage in
ihren gegenüberliegenden Randbereichen sicher klemmen.
[0010] Diese Vorteile werden insbesondere auch dann erzielt, wenn nur ein einziger Hydraulikzylinder
zum Verfahren der Greifbacken verwendet wird, der vorzugsweise mittig am beweglichen
Greifbacken angreift. In diesem Fall ist es besonders vorteilhaft, wenn auf beiden
Seiten des Schwenklagers ein Stützelement vorgesehen ist. In diesem Fall wird eine
klemmkraftbedingte Ausweichbewegung des Greifbackens an drei über die Länge des Greifbackens
verteilten Stellen unterbunden oder zumindest erschwert, nämlich mittig durch das
Schwenklager und in den beiden äußeren Endbereichen des Greifbackens durch die beiden
Stützelemente des Halterahmens.
[0011] Vorzugsweise hintergreift das Stützelement des Halterahmens den Greifbacken auf seiner
Außenseite. Hierdurch kann die Abstützung des Greifbackens auf relativ einfache Weise
realisiert werden. Insbesondere kann sich das Stützelement des Halterahmens vom verfahrbaren
Rahmenteil nach unten erstrecken und den Greifbacken übergreifen. Es ist allerdings
auch denkbar, dass ein derartiges Stützelement (auch) am stationären Rahmenteil angeordnet
ist, falls der am stationären Rahmenteil angeordnete Greifbacken kippbar ausgeführt
ist.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform umfasst der Greifbacken eine Klemmschiene
und mindestens einen über die Klemmschiene vorstehenden Greifbackenfortsatz, der mit
dem Stützelement des Halterahmens in Stützeingriff ist. In diesem Fall ist es besonders
vorteilhaft, wenn das Stützelement des Halterahmens aus einem ein Hohlprofil bildendenden
Stützschuh besteht, in dem der Greifbackenfortsatz vertikal verschiebbar geführt ist.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform besteht der Greifbackenfortsatz aus einer
vertikal angeordneten Greifbackenkufe. Eine derartige Greifbackenkufe kann auf besonders
einfache Weise aus einem Flacheisen hergestellt werden.
[0014] Vorteilhafterweise erstreckt sich die Gleitbackenkufe über zumindest den überwiegenden
Teil der Höhe der Klemmschiene und/oder über die Klemmschiene hinaus. Hierdurch wird
der Greifbacken besonders gut derart abgestützt, dass Verwindungen des Greifbackens
um seine Längsachse minimiert werden können.
[0015] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weist der Halterahmen ein linear
verfahrbares Rahmenteil auf, das an einem stationären Rahmenteil verschiebbar geführt
und an dem ein Greifbacken kippbar gelagert ist, wobei am verfahrbaren Rahmenteil
zwei zueinander in Längsrichtung des Greifbackens beabstandete Stützelement befestigt
sind. Über die beiden außenliegenden Stützelemente können in diesem Fall Reaktionskräfte,
die durch das Klemmen der Formsteinlage in den Außenbereichen des Greifbackens auftreten,
vom verfahrbaren Rahmenteil aufgenommen und von diesem auf den stationären Rahmenteil
übertragen werden.
[0016] Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn das verfahrbare Rahmenteil zwei parallele,
in Klemmrichtung verlaufende Führungsarme aufweist, die in Führungsprofilen des stationären
Rahmenteils verschiebbar geführt sind und zusammen mit einer Querstrebe ein starres,
U-förmiges Rahmenteil bilden. Bei einem derartigen U-förmigen Rahmenteil können Reaktionskräfte,
die am Greifbacken außermittig angreifen, wirkungsvoll auf den stationären Rahmenteil
übertragen werden.
[0017] Vorteilhafterweise erstreckt sich das Stützelement des Halterahmens vom U-förmigen
Rahmenteil nach unten und übergreift den Greifbacken. Hierdurch kann eine besonders
einfache Konstruktion erzielt werden.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beispielhaft näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1 :
- eine etwas schematisiert gezeichnete Formsteinverlegevorrichtung gemäß der Erfindung
mit eingeklemmter Formsteinlage;
- Figur 2 :
- die Formsteinverlegevorrichtung von Figur 1 ohne Formsteinlage;
- Figur 3 :
- das linear verfahrbare Rahmenteil mit Greifbacken in Alleinstellung; und
- Figur 4 :
- das linear verfahrbare Rahmenteil in Alleinstellung.
[0019] Die in den Figuren 1 und 2 vereinfacht dargestellte Formsteinverlegevorrichtung umfasst
eine Greifeinrichtung 1, die über Ketten 2, Trägerprofilen 3 und einem Drehmotor 4
an einem nicht dargestellten Auslegearm eines Trägergerätes, beispielsweise Radladers
oder Baggers, aufgehängt werden kann.
[0020] Die Greifeinrichtung 1 umfasst einen Halterahmen 5 mit einer bezüglich der Ketten
2 stationären Rahmenkonstruktion 6 und einem relativ zur stationären Rahmenkonstruktion
6 linear verfahrbaren Rahmenteil 7. Die stationäre Rahmenkonstruktion 6 weist zwei
parallele, horizontal angeordnete Führungsprofile 8 auf, an denen die Ketten 2 befestigt
sind. Die stationäre Rahmenkonstruktion 6 dient einerseits zur längsverschiebbaren
Lagerung des verfahrbaren Rahmenteils 7 und andererseits zum Befestigen eines stationären
Greifbackens 9. Bei den beiden Führungsprofilen 8 kann es sich insbesondere um rechteckige
Hohlprofile handeln. Weiterhin erstrecken sich die Führungsprofile 8 im gezeigten
Ausführungsbeispiel über den überwiegenden Teil der Breite b einer zu ergreifenden
Formsteinlage 10, die aus einzelnen nebeneinander liegenden Formsteinen 11 besteht.
Zweckmäßigerweise beträgt die Länge der Führungsprofile 8 50% bis 95% der Breite b
der Formsteinlage 10, um eine gute Führung für das verfahrbare Rahmenteil 7 zu gewährleisten.
[0021] Das verfahrbare Rahmenteil 7 ist in Einzeldarstellung in Figur 4 dargestellt. Das
verfahrbare Rahmenteil 7 weist zwei parallele Führungsarme 12 auf, die derart angeordnet
und dimensioniert sind, dass sie in die Führungsprofile 8 der stationären Rahmenkonstruktion
6 eingeführt werden können und in diesen präzise geführt werden. An ihrem über die
Führungsprofile 8 vorragenden Ende sind die Führungsarme 12 mittels einer stabilen
Querstrebe 13 verbunden, die zweckmäßigerweise mit den Führungsarmen 12 verschweißt
ist. Hierdurch wird ein stabiles, in der Draufsicht U-förmiges Rahmenteil 7 gebildet.
[0022] Die Querstrebe 13 weist mittig nach unten vorstehende Lagerbleche 17 mit Lagerbohrungen
14 zur Aufnahme eines nicht dargestellten Lagerbolzens auf, an dem ein Greifbacken
15 um eine Schwenkachse 16 kippbar gelagert ist. Die Schwenkachse 16 verläuft parallel
zu den Führungsarmen 12 und ist mittig zwischen diesen angeordnet.
[0023] An der Querstrebe 13 ist weiterhin ein erstes Zylinderkopplungselement 18 befestigt.
Dieses erste Zylinderkopplungselement 18 erstreckt sich mittig zwischen den Führungsarmen
12 in Richtung des stationären Greifbackens 9 und dient zum Anlenken des vorderen
Endes 19 (Figuren 1, 2) der Kolbenstange eines Hydraulikzylinders 20, der mit seinem
hinteren Ende über ein zweites Zylinderkopplungselement 21 am stationären Greifbacken
9 oder einem nicht dargestellten stationären Rahmenteil abgestützt ist.
[0024] Das erste Zylinderkopplungselement 18 besteht im gezeigten Ausführungsbeispiel aus
zwei mit Abstand zueinander angeordneten, länglichen Lochblechen, in denen nebeneinander
mehrere Löcher 22 vorgesehen sind. Je nachdem, mit welchem Lochpaar das vordere Ende
19 der Kolbenstange verbunden wird, wird der Abstand der Querstrebe 13 und damit des
beweglichen Greifbackens 15 zum vorderen Ende 19 der Kolbenstange variiert, wodurch
der maximale Abstand zwischen den Greifbacken 9, 15 eingestellt und an die Breite
b der Formsteinlage 10 angepasst werden kann.
[0025] Im gezeigten Ausführungsbeispiel besteht das erste Zylinderkopplungselement 18 aus
zwei voneinander getrennten, parallelen Blechprofilen, die zueinander in einem derartigen
Abstand angeordnet sind, dass dazwischen das vordere Ende des Hydraulikzylinders 20
und die Kolbenstange eingeführt werden kann. Andere Ausführungsformen dieses Zylinderkopplungselements
sind jedoch ohne weiteres möglich, beispielsweise ein im Querschnitt U-förmiges Kopplungselement.
[0026] Das hintere, zweite Zylinderkopplungselement 20 besteht ebenfalls aus zwei parallelen,
mit Abstand zueinander angeordneten Blechen, so dass das hintere Ende des Hydraulikzylinders
20 zwischen diesen Blechen eingeführt werden kann. Das hintere Ende des Hydraulikzylinders
20 ist mittels einer Gelenkachse 23 am zweiten Kopplungselement 21 angelenkt.
[0027] Wie am besten aus Figur 3 ersichtlich, umfasst der verfahrbare Greifbacken 15 eine
geradlinige, stabile Klemmschiene 25, längs der eine Vielzahl von Klemmplatten 25
befestigt sind. Die Klemmplatten 25 stehen nach unten über die Klemmschienen 24 derart
vor, dass sie beim Einklemmen der Formsteinlage 10 mit ihren unteren Rändern an den
Seiten der Formsteinlage 10 zur Anlage gebracht werden können, wie aus Figur 1 ersichtlich.
[0028] An der Klemmschiene 24 sind weiterhin zwei Auflageelemente 26 zur Festlegung der
Höhenposition des Greifbackens 15 relativ zur Formsteinlage 10 befestigt. Diese Auflageelemente
26 sind seitlich außerhalb des verfahrbaren Rahmenteils 7 derart angeordnet, dass
sie beim Aufsetzen der Greifeinrichtung 1 auf die Formsteinlage 10 auf dieser zu liegen
kommen, wodurch ein weiteres Absenken des Greifbackens 15 unterbunden wird.
[0029] Auf der Klemmschiene 24 ist weiterhin eine mittige Lagerhülse 27 befestigt, durch
die der nicht dargestellte Lagerbolzen hindurchgeführt ist, der von den Lagerblechen
17 der Querstrebe 13 getragen wird. Die Lagerhülse 27 und der in den Lagerbohrungen
14 sitzende Lagerbolzen bilden somit ein Schwenklager 28, mit denen der Greifbacken
15 mittig am verfahrbaren Rahmenteil 7 derart kippbar gelagert ist, dass der Greifbacken
15 in einer vertikalen Ebene um die Schwenkachse 16 geschwenkt bzw. gekippt werden
kann. Dies erfolgt dann, wenn, wie in Figur 1 dargestellt, die zum Greifbacken 15
benachbarten Formsteine 11 nicht zu derjenigen Horizontalebene verlaufen, in welcher
der stationäre Greifbacken 9 liegt.
[0030] Der stationäre Greifbacken 9 weist in gleicher Weise wie der verfahrbare Greifbacken
15 eine Klemmschiene 24 auf, an der nach unten vorstehende Klemmplatten 25 befestigt
sind. Die Höhenposition des stationären Klemmbackens 9 relativ zur Formsteinlage 10
wird beim Aufsetzen der Greifeinrichtung 1 durch zwei Auflageelemente 29 bestimmt,
die an der Unterseite der Führungsprofile 8 in der Nähe des Greifbackens 9 angeordnet
sind. Beim Absenken der Greifeinrichtung 1 auf die Formsteinlage 10 liegen die Auflageelemente
29 auf der Formsteinlage 10 auf und verhindern ein weiteres Absenken des stationären
Greifbackens 9 relativ zur Formsteinlage 10.
[0031] Das Öffnen und Schließen der Greifeinrichtung 1 erfolgt durch Ausfahren bzw. Einziehen
der Kolbenstange des Hydraulikzylinders 20. Dieser ist zu diesem Zweck mit nicht dargestellten
Hydraulikleitungen verbunden, die zum Drehmotor 4 geführt sind und über diesen mit
Hydraulikfluid versorgt werden.
[0032] Wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich, ist nur ein einziger mittiger Hydraulikzylinder
20 vorgesehen, um die Greifbacken 15, 9 zu öffnen und zu schließen. Die Öffnungs-
und Schließkräfte werden hierbei über das erste Zylinderkopplungselement 18 auf die
Querstrebe 13 und die Lagerbleche 17 sowie von diesen über die Lagerhülse 27 auf den
Greifbacken 15 übertragen. Um beim Klemmvorgang trotz dieser mittigen Krafteinleitung
auf den Greifbacken 15 auch in den seitlichen Randbereichen des Greifbackens 15 ausreichende
Klemmkräfte auf die Formsteinlage 10 aufbringen zu können, muss der Greifbacken 15
bei Greifeinrichtungen gemäß dem Stand der Technik sehr steif und biegefest und damit
sehr massiv ausgeführt werden. Ferner führt die bekannte Konstruktionsweise dazu,
dass die Formsteinlage 10 in den seitlichen Randbereichen der Greifbacken 15, 9 nicht
immer ausreichend festgeklemmt werden, da die beiden gegenüberliegenden Randbereiche
des Greifbackens 15 beim Auftreten größerer Klemmkräfte die Tendenz haben, entgegen
der Klemmrichtung auszuweichen.
[0033] Um dieses Ausweichen des Greifbackens 15 zu beseitigen oder zumindest wesentlich
zu reduzieren, weist das verfahrbare Rahmenteil 7 bei der erfindungsgemäßen Greifeinrichtung
1 zwei in seitlichem Abstand zum Schwenklager 28 angeordnete starre Stützelemente
30 auf, mit denen, wie aus Figur 3 erkennbar, Greifbackenfortsätze 31 des Greifbackens
15 in Stützeingriff sind. In Figur 3 ist das vordere Stützelement 30 geschnitten dargestellt,
um den in seinem Inneren angeordneten Greifbackenfortsatz 31 erkennen zu können.
[0034] Die Stützelemente 30 bestehen jeweils aus einem ein im Querschnitt U-förmiges Hohlprofil
bildenden Stützschuh, der sich vom Ende des zugeordneten Führungsarms 12 auf der Außenseite
der Klemmschiene 25 senkrecht nach unten erstreckt. Die Stützelemente 30 erstrecken
sich dabei über zumindest den wesentlichen Teil der Höhe der Klemmschiene 24 nach
unten. Ein vertikales Stützblech 32 der Stützelemente 30 weist auf seiner Innenseite
eine Gleitfläche auf, an der sich eine vertikale Kontaktfläche 33 der Greifbackenfortsätze
31 beim Zusammenfahren der Greifbacken 9, 15 abstützen kann.
[0035] Die Greifbackenfortsätze 31 bestehen aus Greifbackenkufen in der Form von Flacheisen,
die sowohl nach oben als auch nach außen über die Klemmschiene 24 vorstehen und mit
dieser verschweißt sind. Weiterhin sind die Greifbackenfortsätze 31 derart dimensioniert,
dass ihre Kontaktfläche 33 mit nur geringem oder keinem Spiel zum Stützblech 32 angeordnet
ist, so dass die Stützwirkung durch die Stützelemente 30 sofort beginnt, wenn der
Greifbacken 15 in den Randbereichen auch nur geringfügig entgegen der Klemmrichtung
auszuweichen beginnt.
[0036] Beim Zusammenfahren der Greifbacken 9, 15 wird das gesamte verfahrbare Rahmenteil
7 gleichmäßig in Richtung feststehenden Greifbacken 9 gezogen, wobei durch die stabile
Konstruktion des verfahrbaren Rahmensteils 7 sowie durch die Führung der Führungsarme
12 in den Führungsprofilen 8 der feststehenden Rahmenkonstruktion 6 ein Verformen
der Rahmenteile 6, 7 ausgeschlossen ist oder zumindest auf einen unwesentlichen Teil
reduziert wird. Die Zugkraft des Hydraulikzylinders 20 wird nicht nur im mittleren
Bereich des Greifbackens 15 auf diesen übertragen, sondern über das verfahrbare Rahmenteil
7 und die Stützelemente 30 auch in zwei weiteren, seitlich weiter außenliegenden Bereichen,
so dass die Zugkraft an insgesamt drei voneinander beabstandeten Stellen auf den Greifbacken
15 übertragen wird. Hierdurch wird die Verformungsgefahr des Greifbackens 15 während
des Klemmvorgangs wesentlich reduziert. Die Klemmkräfte werden gleichmäßig über die
gesamte Länge des Greifbackens 15 auf die Formsteinlage 10 übertragen. Weiterhin ist
es möglich, den Greifbacken 15 und insbesondere die Klemmschiene 24 weniger massiv
auszubilden, ohne ein Verformungsrisiko eingehen zu müssen.
[0037] Im Rahmen der Erfindung sind eine Vielzahl von weiteren Ausführungen möglich. Beispielsweise
ist es möglich, nicht nur den verfahrbaren Greifbacken 15, sondern zusätzlich oder
alternativ den stationären Greifbacken 9 über ein Schwenklager kippbar am Halterahmen
15 zu lagern. In diesem Fall sind (auch) im Bereich des stationären Greifbackens 9
Stützelemente an der stationären Rahmenkonstruktion 6 befestigt, die den Stützelementen
30 entsprechen. Weiterhin ist es auch denkbar, lediglich ein Stützelement 30 an einem
Greifbacken 15, 9 vorzusehen. Die Greifbackenfortsätze 31 können in unterschiedlichster
Art ausgebildet sein. Beispielsweise ist es auch möglich, die Greifbackenfortsätze
als Bolzen auszubilden, die von den Klemmschienen 24 nach oben vorstehen und am Rahmenteil
7 oder der Rahmenkonstruktion 6 anliegen oder in dort vorgesehene vertikale Führungsbohrungen
eingreifen. Weiterhin wäre es auch denkbar, dass die Stützelemente aus vertikal angeordneten
Bolzen bestehen, die sich von den Führungsarmen 12 nach unten erstrecken und in vertikale
Bohrungen der Klemmschiene 24 eingreifen.
1. Formsteinverlegevorrichtung mit einer Greifeinrichtung (1) zum Greifen einer Formsteinlage
(10), wobei die Greifeinrichtung (1) aufweist:
- einen Halterahmen (5),
- ein Paar paralleler, am Halterahmen (5) gehaltener Greifbacken (9, 15) zum Klemmen
der Formsteinlage (10), wobei ein Greifbacken (9, 15) relativ zum anderen Greifbacken
(15, 9) in und entgegen einer Klemmrichtung linear verfahrbar und mittels eines Schwenklagers
(28) in einer Vertikalebene kippbar am Halterahmen (5) gehaltert ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen (5) in seitlichem Abstand zum Schwenklager (28) mindestens ein starres
Stützelement (30) aufweist, mit dem der Greifbacken (9, 15) in Stützeingriff ist,
derart, dass der Greifbacken (9, 15) relativ zum Stützelement (30) in vertikaler Richtung
verschiebbar und entgegen der Klemmrichtung abgestützt ist.
2. Formsteinverlegevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten des Schwenklagers (28) ein Stützelement (30) vorgesehen ist.
3. Formsteinverlegevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (30) des Halterahmens (5) den Greifbacken (9, 15) auf seiner Außenseite
hintergreift.
4. Formsteinverlegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Greifbacken (9, 15) eine Klemmschiene (24) und mindestens einen über die Klemmschiene
(24) vorstehenden Greifbackenfortsatz (31) umfasst, der mit dem Stützelement (30)
des Halterahmens (5) in Stützeingriff ist.
5. Formsteinverlegevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (30) des Halterahmens (5) aus einem ein Hohlprofil bildenden Stützschuh
besteht, in dem der Greifbackenfortsatz (31) vertikal verschiebbar geführt ist.
6. Formsteinverlegevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Greifbackenfortsatz (31) aus einer vertikal angeordneten Greifbackenkufe besteht.
7. Formsteinverlegevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Greifbackenkufe über zumindest den überwiegenden Teil der Höhe der Klemmschiene
(24) und/oder über die Klemmschiene (24) hinaus erstreckt.
8. Formsteinverlegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen (5) ein linear verfahrbares Rahmenteil (7) aufweist, das an einer
stationären Rahmenkonstruktion (6) verschiebbar geführt und an dem ein Greifbacken
(15) kippbar gelagert ist, wobei am verfahrbaren Rahmenteil (7) zwei zueinander in
Längsrichtung des Greifbackens (15) beabstandete Stützelemente (30) befestigt sind.
9. Formsteinverlegevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das verfahrbare Rahmenteil (7) zwei parallele, in Klemmrichtung verlaufende Führungsarme
(12) aufweist, die in Führungsprofilen (8) der stationären Rahmenkonstruktion (6)
verschiebbar geführt sind und zusammen mit einer Querstrebe (13) ein starres, U-förmiges
Rahmenteil bilden.
10. Formsteinverlegevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Stützelement (30) des Halterahmens (5) vom U-förmigen Rahmenteil nach unten
erstreckt und den Greifbacken (15) übergreift.
1. Device for laying moulded bricks, comprising a gripping means (1) for gripping a layer
of moulded bricks (10), the gripping means (1) comprising:
• a holding frame (5), and
• a pair of parallel gripping jaws (9, 15), held on the holding frame (5), for clamping
the layer of moulded bricks (10), one gripping jaw (9, 15) being linearly movable
relative to the other gripping jaw (9, 15) in and counter to a clamping direction,
and being held on the holding frame (5) by means of a pivot bearing (28) so as to
be able to tilt in a vertical plane,
characterised in that the holding frame (5) comprises at least one rigid support element (30) at a lateral
distance from the pivot bearing (28), with which support element the gripping jaw
(9, 15) is in supporting engagement such that the gripping jaw (9, 15) is vertically
movable relative to the support element (30) and braced counter to the clamping direction.
2. Device for laying moulded bricks according to claim 1, characterised in that a support element (30) is provided on both sides of the pivot bearing (28).
3. Device for laying moulded bricks according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the support element (30) of the holding frame (5) engages behind the gripping jaw
(9, 15) on the outside thereof.
4. Device for laying moulded bricks according to any of the preceding claims, characterised in that the gripping jaw (9, 15) comprises a clamping rail (24) and at least one gripping-jaw
extension (31) which projects beyond the clamping rail (24) and is in supporting engagement
with the support element (30) of the holding frame (5).
5. Device for laying moulded bricks according to claim 4, characterised in that the support element (30) of the holding frame (5) consists of a support shoe which
forms a hollow profile and in which the gripping-jaw extension (31) is vertically
movably guided.
6. Device for laying moulded bricks according to claim 5, characterised in that the gripping-jaw extension (31) consists of a vertically arranged gripping-jaw runner.
7. Device for laying moulded bricks according to claim 6, characterised in that the gripping-jaw runner extends over at least the majority of the height of the clamping
rail (24) and/or beyond the clamping rail (24).
8. Device for laying moulded bricks according to any of the preceding claims, characterised in that the holding frame (5) comprises a linearly movable frame part (7) which is movably
guided on a stationary frame structure (6) and on which a gripping jaw (15) is tiltably
mounted, two support elements (30), which are spaced apart in the longitudinal direction
of the gripping jaw (15), being fixed to the movable frame part (7).
9. Device for laying moulded bricks according to claim 8, characterised in that the movable frame part (7) comprises two parallel guide arms (12) which extend in
the clamping direction, are movably guided in guide profiles (8) of the stationary
frame structure (6), and, together with a transverse strut (13), form a rigid, U-shaped
frame part.
10. Device for laying moulded bricks according to claim 9, characterised in that the support element (30) of the holding frame (5) extends downwards from the U-shaped
frame part and overlaps the gripping jaw (15).
1. Dispositif de pose pour pierres moulées, comprenant un système de préhension (1) pour
saisir une couche de pierres moulées (10), ledit système de préhension (1) comprenant
- un cadre de maintien (5),
- une paire de mâchoires de préhension (9, 15) parallèles, tenues sur le cadre de
maintien (5) pour serrer la couche de pierres moulées (10),
dans lequel une mâchoire de préhension (9, 15) est déplaçable de manière linéaire
par rapport à l'autre mâchoire de préhension (15, 9) dans une direction de serrage
et en direction opposée, et est maintenue sur le cadre de maintien (5) au moyen d'un
palier de pivotement (28), de manière à pouvoir basculer dans un plan vertical,
caractérisé en ce que le cadre de maintien (5) comprend, à distance latérale par rapport au palier de pivotement
(28), au moins un élément de soutien rigide (30) avec lequel la mâchoire de préhension
(9, 15) est en engagement de soutien, de telle manière que la mâchoire de préhension
(9, 15) est déplaçable en direction verticale par rapport à l'élément de soutien (30)
et est soutenue en sens opposé à la direction de serrage.
2. Dispositif de pose pour pierres moulées selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu un élément de soutien (30) sur les deux côtés du palier de pivotement
(28).
3. Dispositif de pose pour pierres moulées selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément de soutien (30) du cadre de maintien (5) engage la mâchoire de préhension
(9, 15) par l'arrière sur son côté extérieur.
4. Dispositif de pose pour pierres moulées selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la mâchoire de préhension (9, 15) inclut un rail de serrage (24) et au moins un prolongement
de mâchoire de serrage (31) qui dépasse au-delà du rail de serrage (24) et qui est
en engagement de soutien avec l'élément de soutien (30) du cadre de maintien (5).
5. Dispositif de pose pour pierres moulées selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'élément de soutien (30) du cadre de maintien (5) est constitué d'un pied de soutien
formant un profilé creux, dans lequel le prolongement de mâchoire de préhension (31)
est guidé avec possibilité de déplacement vertical.
6. Dispositif de pose pour pierres moulées selon la revendication 5, caractérisé en ce que le prolongement de mâchoire de préhension (31) est constitué d'un patin de mâchoire
de préhension agencé verticalement.
7. Dispositif de pose pour pierres moulées selon la revendication 6, caractérisé en ce que le patin de la mâchoire de préhension s'étend au moins sur la majeure partie de la
hauteur du rail de serrage (24) et/ou au-delà du rail de serrage (24).
8. Dispositif de pose pour pierres moulées selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le cadre de maintien (5) comporte une partie de cadre (7) déplaçable linéairement,
qui est guidée en déplacement sur une structure de cadre stationnaire (6) et sur laquelle
une mâchoire de préhension (15) est montée avec possibilité de basculement, dans lequel
deux éléments de soutien (30) écartés l'un de l'autre en direction longitudinale de
la mâchoire de préhension (15) sont fixés sur la partie de cadre déplaçable (7).
9. Dispositif de pose pour pierres moulées selon la revendication 8, caractérisé en ce que la partie de cadre déplaçable (7) comprend deux bras de guidage parallèles (12) s'étendant
dans la direction de serrage, qui sont guidés en déplacement dans des profilés de
guidage (8) de la structure de cadre stationnaire (6) et qui, conjointement avec une
entretoise transversale (13), forment une partie de cadre rigide en forme de U.
10. Dispositif de pose pour pierres moulées selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'élément de soutien (30) du cadre de maintien (5) s'étend vers le bas depuis la
partie de cadre en forme de U, et coiffe la mâchoire de préhension.