TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Etikett für einen Verpackungskörper, insbesondere
eine Verpackung aus Papier, Karton oder Kunststofffolie, für ein insbesondere riesel-
oder schüttfähiges Produkt mit einer seitlich aufklappbaren Entnahmeöffnung, und betrifft
ferner eine solche Verpackung.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus der
WO 02/10026 ist eine Beutelverpackung aus Papier oder Plastik für ein schüttfähiges Produkt mit
einem seitlich aufklappbarem und wieder verschliessbarem Ausguss bekannt. Der Ausguss
besteht vorzugsweise dort aus einem mit Polyethylenlaminiertem Papier oder aus einem
Papier-Aluminium-Verbundwerkstoff und wird seitlich auf den Beutel geklebt. Die untere
und die beiden seitlichen Klebestellen des Ausgusses sind fest mit dem Beutel verklebt.
An Die seitlichen Bereiche des Etiketts bestehen aus einem Mehrfachfalzbereich aus
hier sechs Lagen und sind einstückig mit dem Basisetikett ausgestaltet. Die obere
Klebestelle ist lösbar mittels eines Streifens mit dem Beutel verbunden. Der Beutel
weist eine Öffnung oder Durchbruch auf, auf dem das Etikett diese Öffnung abdeckend
und den Beutel verschliessend appliziert ist.
[0003] In der
EP 1 306 309 B1 ist ein Kartonbehälter mit einer Entnahmeöffnung im unteren Bereich der Schachtel
beschrieben. Die Entnahmeöffnung besteht aus einer klappbaren Wand, die über zwei
Seitenwände verfügt, die in die Schachtel einführbar sind.
[0004] Die Lösungen des Standes der Technik erfordern eine Vorverarbeitung des Verpackungskörpers
der zu dem nicht vorher gefüllt werden kann, da erst durch Applizieren der Entnahmeöffnung
die Verpackung sicher verschlossen wird.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine flexible Beutelverpackung oder eine formstabile Kartonverpackung, insbesondere
eine Stehverpackung, anzugeben, bei der in einfacher Weise eine Entnahmeöffnung applizierbar
ist, ohne dass die Verpackung selber einen undichten Durchbruch zur Umgebung hin aufweist.
[0006] Ferner ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Beutelverpackung zur Aufbewahrung
eines Produktes, insbesondere einen Standbeutel anzugeben, welche luftdicht gegenüber
der Umgebung abschliesst und auf welche in einfacher Weise eine Entnahmeöffnung applizierbar
ist.
[0007] Insbesondere soll eine übliche bekannte Befüllungsanlage für Schüttgüter verwendet
werden können und das Etikett soll mit einer üblichen Etikettieranlage angebracht
werden können.
[0008] Vorteilhafterweise umfasst das System ebenfalls eine wiederverschliessbare Beutelverpackung
mit einem solchen Etikett.
[0009] Diese Ziele der Erfindung werden mit einem Etikett für einen Verpackungskörper, insbesondere
eine Verpackung aus Papier, Karton oder Kunststofffolie, für ein, insbesondere riesel-
oder schüttfähiges, Produkt mit einer seitlich aufklappbaren Entnahmeöffnung erreicht,
bei dem das Etikett ein in einem unteren Klebebereich und in zwei seitlichen Klebereichen
mit einem ersten Klebstoff beschichtetes Basisetikett aufweist und die beiden seitlichen
Klebebereiche jeweils mit einem Mehrfachfalzbereich aus mindestens drei Lagen verbunden
sind, welches Etikett mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gekennzeichnet ist.
[0010] Dabei ist erfindungsgemäss ein mittlerer Etikettbereich zwischen dem Mehrfachfalzbereich
ebenfalls mit dem ersten Klebstoff zum Anhaften des mittleren Bereichs des Basisetiketts
an dem Material des Verpackungskörpers in gleicher Weise wie die seitlichen Klebebereiche
beschichtet.
[0011] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist im oberen Etikettbereich eine mit keinem
oder mit einem zweiten ablösbaren Klebstoff beschichtete Öffnungslasche vorgesehen.
Diese kann auch einen weiteren mit dem ersten Klebstoff beschichteten Erstöffnungsgarantieabschnitt
aufweisen, der über eine Schwächungsperforation mit der Öffnungslasche verbunden ist,
so dass ein Benutzer eine Erstöffnungsgarantie hat, wenn die Öffnungslasche noch mit
dem besagten Garantieabschnitt verbunden ist, und dass ein Benutzer die Verpackung
nach Entnahme von Produkten über die klebende Lasche wieder verschliessen kann.
[0012] Das Etikett kann in Bezug auf den Mehrfachfalzbereich eine einstückige oder eine
in den Übergangsbereichen verbundene im Querschnitt S-förmige Folie sein, die an dem
Etikett befestigt ist. Andererseits kann der Mehrfachfalzbereich aus Faltflächen bestehen,
die aus dem insgesamt einstückigen Etikett gefaltet sind, wobei die Faltflächen klebstofffrei
bleiben.
[0013] Es kann auch ein mehrlagiges Etikett verwendet werden, bei dem der Mehrfachfalzbereich
aus einem mindestens dreilagigen Etikett durch Abtrennung über Schwächungslinien ausgebildet
ist, wobei die einzelnen Etikettlagen über ebenfalls durch die Schwächungslinien abgetrennte
Klebeschichten in dem Mehrfachfalzbereich verbunden bleiben.
[0014] Dabei umfassen die Schwächungslinien in der äussersten Etikettlage den Bereich der
in der Verpackung vorgesehenen Schwächungslinie von aussen und folgen der Form von
diesen. insbesondere im Bereich der Klebeschicht zwischen äussersten Etikettlage und
mittlerer Etikettlage.
[0015] Die Schwächungslinien durchtrennen dabei vorteilhafterweise die mittlere Etikettlage
und neben der Schwächungslinie im oberen Etikettbereich sind einerseits äussere Schwächungstrecken
unter den Schwächungslinien in der äussersten Etikettlage und andererseits innere
Schwächungstrecken im Bereich der Klebeschicht zwischen mittlerer Etikettlage und
innerer Etikettlage vorgesehen. Weiterhin sind vorteilhafterweise Schwächungslinien
in der inneren Etikettlage unter den Schwächungslinien in der äussersten Etikettlage
und Schwächungstrecken im Bereich der Klebeschicht unter den Schwächungstrecken vorgesehen.
[0016] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen gekennzeichnet.
[0017] Ferner ist eine Verpackung mit einem Etikett Gegenstand der Erfindung, wobei die
seitlichen Klebebereiche und der mittlere Klebebereich fest mit dem Material des Verpackungskörpers
verklebt sind und zwischen dem mittleren Klebebereich und den beiden seitlichen Klebebereichen
in dem Material des Verpackungskörpers jeweils eine Schwächungslinie vorgesehen ist,
welche Schwächungslinien im oberen Etikettbereich durch eine im Wesentlichen quer
zu den seitlichen Klebebereichen verlaufende Schwächungsverbindungslinie verbunden
sind. Damit kann eine hermetisch geschlossene Verpackung angegeben werden, die nur
eine U-förmige Schwächungslinie aufweist. Um dann die erfindungsgemässe Öffnung vorzusehen,
wird lediglich das erwähnte Etikett über die Schwächungslinien aufgeklebt und schon
kann die Verpackung gefüllt und in den Versand übergeben werden. Bei formstabilen
Verpackungen ist es auch denkbar das erwähnte Etikett erst im Anschluss an den Abpackvorgang
aufzukleben. Dies kann von Vorteil sein, wenn ein bestehender Prozess zum Aufrichten,
Füllen und Verschliessen der Verpackung nicht verändert werden soll.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0018] Bevorzugte Ausführungsfonnen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- zeigt in sehr schematischer Weise eine Appliziervorrichtung für Etiketten auf einer
Beutelfolie;
- Fig. 2
- zeigt eine stehende Beutelverpackung in geschlossenem Zustand gemäss einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 3
- zeigt die geöffnete Packung aus Fig. 2;
- Fig. 4
- zeigt einen Querschnitt durch ein auf eine Beutelfolie appliziertes Etikett gemäss
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 5
- zeigt eine schematische Ansicht von unten auf ein Etikett gemäss einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung mit aufgezeichneten Hilfslinien der Beutelfolie;
- Fig. 6
- zeigt eine schematische Teilansicht von unten auf die Anfasslasche eines gegenüber
Fig. 5 abgewandelten Etiketts;
- Fig. 7
- zeigt einen Querschnitt des Etiketts auf einer Beutelfolie gemäss Fig. 4 in geöffnetem
Zustand im oberen Bereich der Entnahmeöffnung;
- Fig. 8
- zeigt eine schematische Ansicht von unten auf ein Etikett gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung während des Herstellungsschrittes vor dem zum Etikett selber führenden
Faltungsschritt;
- Fig. 9
- zeigt eine schematische Ansicht von unten auf das Etikett nach Fig. 8 nach der Faltung
mit aufgezeichneten Hilfslinien der Beutelfolie;
- Fig. 10
- zeigt einen Querschnitt durch ein auf eine Beutelfolie appliziertes Etikett gemäss
einem alternativen Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 11
- zeigt einen Querschnitt des Etiketts auf einer Beutelfolie gemäss Fig. 10 in geöffnetem
Zustand im oberen Bereich der Entnahmeöffnung;
- Fig. 12
- zeigt eine schematische Ansicht auf die äusserste Etikettenlage des Etiketts nach
Fig. 10;
- Fig. 13
- zeigt eine schematische Ansicht auf die mittlere Etikettenlage des Etiketts nach Fig.
10; und
- Fig. 14
- zeigt eine schematische Ansicht auf die innere Etikettenlage des Etiketts nach Fig.
10.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0019] Die Fig. 1 zeigt in sehr schematischer Weise eine Appliziervorrichtung für Etiketten
20 auf einer Beutelfolie 100. Die Beutelfolie 100, bei der es sich um eine Endlosfolie
handelt, wird von einer Beutelfolienrolle 101 in Bewegungsrichtung des Pfeiles 102
abgerollt. Die Beutelfolie wird im Anschluss an den Etikettiervorgang zu einem Schlauch
verschweisst und durch quer verlaufende Schweissungen, also quer zur Ablaufrichtung
102, unterteilt, befüllt und verschlossen. Das Herstellen des Beutels aus der Beutelfolie
wird in Fig. 1 nicht näher dargestellt, es kann auf einer horizontalen oder vertikalen
Schlauchbeutelmaschine ausgeführt werden. (Ein Beispiel für eine solche Maschine wird
in
DE4425207 (A1) beschrieben).
[0020] Die Beutelfolie 100, insbesondere eine Plastik- oder Kunststofffolie, verfügt über
U-förmige Schwächungslinien 30, die im Zusammenhang mit den weiteren Figuren noch
näher und auch in grösserem Detail beschrieben werden. Wesentlich ist es, dass durch
die Schwächungslinie 30 ein Folienbereich 110 zwischen den Schenkeln des U's oder
C's der Schwächungslinien 30 entsteht. Es ist klar, dass prinzipiell auch andere abgerundete
Formen (Halbkreis) oder andere eckige Formen (2 Schenkel wie die Seiten eines Dreiecks
ohne die Grundfläche) zu einer solchen Ausbildung eines äusseren Beutelbereiches 120
und eines "inneren" Beutelfolienaufreissbereichs 110 entstehen können.
[0021] In der Abrollrichtung 102 ist oberhalb der Beutelfolie 100 eine Appliziervorrichtung
für Etiketten angeordnet, die in der schematischen Zeichnung der Fig. 1 nur im erforderlichen
zum Verständnis notwendigen Umfang dargestellt ist. Hier ist eine Trägerbandrolle
201 dargestellt, von der ein Trägerband 200 in Ablaufrichtung 202 abgerollt wird,
wobei das Trägerband 200 dann in einer in der Fig. 1 nicht dargestellten Weise entgegen
der Ablaufrichtung 102, beispielsweise in Richtung der Trägerbandrolle 201, aus der
Maschine wieder herausgeführt wird. Dabei werden die auf dem Trägerband 200, insbesondere
einem silikonisierten Trägerband, welches eine Ablösbarkeit der Etiketten fördert,
die darauf vorgesehenen Etiketten 20 auf die Trägerfolie 100 appliziert, was in einem
applizierten Etikett 203 dargestellt ist.
[0022] Die Fig. 2 zeigt eine stehende Beutelverpackung 10 in geschlossenem Zustand gemäss
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Fig. 3 zeigt dann die geöffnete Packung
10 aus Fig. 2.
[0023] Gleiche Bezugszeichen in den Zeichnungen beziehen sich auf gleiche Merkmale.
[0024] Die Verpackung 10 ist ein Standbeutel mit einem Bodenbereich 12 und einer oberen
Verschlusskante 13. Hier ist gut zu erkennen, dass die Beutelfolie 100 einen vorderen
zum Betrachter hinweisenden Bereich und einen hinteren Bereich aufweist. Damit wird
insbesondere eine vordere Seitenwand 11 gebildet, auf der das Etikett 20 appliziert
ist. Mit den gestrichelten Linien 30 ist die hier vereinfacht als U dargestellte Schwächungslinie
30 unter dem Etikett 20 (wäre also nur bei einem durchsichtigen Etikett in der Fig.
2 sichtbar) dargestellt. Das Etikett 20 verfügt auch über zwei seitliche Nasen 29
und eine oben über den oberen Rand hinausragende Anfasslasche 25, die nicht oder mit
einem ablösbaren Klebstoff beschichtet ist.
[0025] Die Fig. 3, die den Beutel 10 in offener Stellung zeigt, hat also einen Eingriffbereich
130, der von der jetzt als Berandung wirkende Schwächungslinie 30 umrandet wird, während
die Seitenwände der Entnahmeöffnung durch das Etikett 20 über ein mehrlagiges Falzelement
23 realisiert ist. Dabei besteht dieser Mehrfachfalzbereich aus drei Lagen 42, 43
und der hier nicht erkennbaren mit dem Etikett 20 verbundenen Lage 41, wobei die beiden
erkennbaren Lagen 42 und 43 in einem Verbindungsbereich 44 zusammengeschweisst sind.
[0026] Wenn, wie gesagt, die Lasche 25 mit einem ablösbaren Klebstoff auf der Unterseite
beschichtet ist, kann durch Zudrücken des Etikettes 20 oberhalb des Eingriffbereichs
130 der Beutel 10 wieder verschlossen werden. dabei passen sich die herausgerissenen
inneren Bereiche 110 wieder an den ursprünglichen Ort ein.
[0027] Neben einem Kunststoffstandbeutel aus einer Folie ist es auch möglich, eine entsprechende
Verpackung 10 aus Papier oder Karton herzustellen, insbesondere auch aus einem Faltkarton,
sofern dieser eine entsprechende Schwächungslinie 30 aufweist. Wesentlich für die
Erfindung ist die einfache Applizierbarkeit der Entnahmeöffnung durch ein Etikett
20, ohne dass im Vorhinein die Verpackung 10 bereits eine Öffnung haben muss.
[0028] Die Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch ein auf eine Beutelfolie 100 appliziertes
Etikett 20 gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Mit dem Bezugszeichen 100
ist in dieser schematischen Darstellung die Beutelfolie bezeichnet, die den äusseren
Bereich 120 und einen zwischen den Schwächungslinien 30 bestehenden inneren Bereich
110 aufweist. Die Schwächungslinien 30 sind in der Fig. 4 als v-förmige Nuten dargestellt,
die durch Stanzen oder durch Lasereinschnitte ausgestaltet werden können. Die Fig.
5 zeigt eine Unteransicht auf das Etikett nach Fig. 4 und die Nuten der Schwächungslinie
30 bestehen aus zwei seitlichen im wesentlichen parallel zueinander verlaufenden Schwächungslinien
30, die nach einer engen Krümmung durch eine Verbindungsschwächungslinie 32 verbunden
sind, die quer zum Etikett verläuft. Die Schwächungslinien 30 enden im unteren Etikettbereich
52 durch ein schneckenförmig gekrümmtes Ende der Linie, was der Fachmann zur Vermeidung
eines Ausreissens dieser Bereiche vorsieht.
[0029] Das Etikett 20 besteht aus einer Aussenlage 21, auch als Basisetikett bezeichnet,
die üblicherweise von aussen mit entsprechendem Vielfarbdruck bedruckt worden ist,
während auf der Innenseite der Aussenlage 21 eine Haftklebeschicht 22 vorgesehen ist.
Diese Haftklebeschicht 22 bedeckt in der hier dargestellten Ausführungsform die Innenseite
des Basisetikettes bzw. der Aussenlage 21 vollständig und umfasst einen ersten Klebstoff,
der im Gegensatz zu einem später genannten zweiten Klebstoff im Wesentlichen nicht
ablösbar ist. Mit anderen Worten; dieser erste Klebstoff wird so ausgewählt, dass
bei einem Anhaften des Etiketts auf der Verpackung das Etikett nur unter Beschädigung
der Verpackung selbst abgelöst werden kann. Dass das Etikett 20 von der Trägerbandrolle
200 abgelöst werden kann, wird in der im Stand der Technik bekannten Art und Weise
durch Silikonisierung dieses Trägerbandes gewährleistet.
[0030] Die Darstellung der Fig. 4 ist nicht direkt massstäblich, um die Schichtverhältnisse
besser darzustellen. Üblicherweise weist das Basisetikett als Aussenlage 21 eine Dicke
von 25 Mikrometer bis 100 Mikrometer auf.
[0031] Das Basisetikett 21 kann man funktional gesehen in mehrere Bereiche unterteilen;
es besteht ein unterer Bereich 52, der seitlich die beiden Nasen 29 umfasst, seitliche
Bereiche 51, auf denen die jetzt dann zu beschreibenden Falzlagen 23 aufgebracht sind;
einen mittleren Bereich 54 zwischen diesen Falzlagen und einen oberen Bereich 53,
der insbesondere durch die mit dem zweiten Klebstoff beschichtete Anfasslasche 25
versehen ist. Gemäss weiteren Ausführungsformen kann diese Anfasslasche 25 noch über
einen Erstöffnungsgarantieabschnitt verfügen, der hier im Ausführungsbeispiel der
Fig. 2 bis 5 nicht dargestellt ist.
[0032] Die Fig. 6 zeigt eine schematische Teilansicht von unten auf die Anfasslasche 25
eines gegenüber Fig. 5 leicht abgewandelten Etiketts im Bereich dieser Anfasslasche
25. Die übrigen Abschnitte des Etikettes nach Fig. 6 können wie das Etikett nach Fig.
5 oder nach einem Etikett nach einem der anderen hier beschriebenen Ausführungsbeispiele
ausgestaltet sein. Die Anfasslasche 25 verfügt über zwei durch unterschiedliche Schraffuren
dargestellte Haftbereiche. Dies sind die schwache Haftklebezone 55, anschliessend
an den oberen Abschnitt des zentralen oder mittleren Etikettbereichs 54, bevorzugt
seitlich nicht weiter ausgreifend als bis zu den Faltelementen 23, also im Bereich
des mittleren Etikettbereichs 54 verbleibend, und an diesen die Haftklebezone 58.
Unter schwacher Haftklebezone 55 ist ein Bereich zu verstehen, den ein Konsument ergreifen
und für die Verbindung Etikett-Unterlage von der Unterlage zerstörungsfrei abheben
kann; während die Haftklebezone 58 so an der Folie des Beutels 10 anhaftet, dass dieser
Bereich nicht zerstörungsfrei ablösbar ist.
In der schwachen Haftklebezone 55 sind zwei hier zur Oberkante des Etiketts 20 parallele
und ein einem kleinen Abstand voneinander angeordnete Öffnungsperforationen 56 und
57 vorgesehen. Zum Öffnen der Verpackung wird der sich dadurch ergebende streifenförmige
Abschnitt 59 zwischen den Perforationen 56 und 57 abgetrennt. Damit wird die auf der
Beutelfolie 10 klebende Haftklebezone 58 von dem Rest der Anfasslasche 25 getrennt.
Sie kann also über diesen verbleibenden nun freien Teil geöffnet werden.
[0033] Insbesondere kann die Anfasslasche 25 auch eine andere Form haben, z.B. mit einem
beispielsweise seitlich herausragenden Greifabschnitt für den Benutzer.
[0034] In den beiden Seitenbereichen 51 ist jeweils ein rechteckiger mehrlagiger Falzabschnitt
23 auf der Haftklebeschicht 22 der Aussenlage appliziert. Dabei haftet die Etikett-nahe
Lage 41 an dieser Klebeschicht 22 an, welche dann über einen Verbindungsbereich 45
in die Verbindungslage 43 übergeht, welche wiederum auf der gegenüber dem Verbindungsbereich
45 gegenüberliegenden Verbindungsbereich 44 in die untere Beutel-nahe Lage 42 übergeht,
auf deren seitlichen freien Ende die ebenfalls mit dem ersten Klebstoff beschichtet
Haftklebeschicht 24 vorgesehen ist. Dadurch ergibt sich ein in der Fig. 7 dargestellter
Schwächungslinien-naher Abschnitt 46, der sich über die Schwächungslinie 30 hinweg
erstreckt und weder mit dem Beutelbereich 120 noch mit dem Aufreissbereich 110 haftend
verbunden ist.
[0035] In anderen Ausführungsbeispielen ist es möglich, statt drei auch mehr als drei solcher
Lagen vorzusehen, je nachdem, wie weit die Öffnung ausgestellt werden muss.
[0036] In anderen Ausführungsformen kann auch keine übereinandergelegte Abfolge von rechteckigen
Schichten vorgesehen sein, sondern diese können beispielsweise trapezförmig sein,
wobei das verjüngende Ende im Bereich des unteren Klebeabschnitts 52 vorgesehen ist.
[0037] In der Fig. 4 ist die Mehrfachfalzlage 23 als Faltelement einstückig dargestellt.
Es ist möglich, hier drei getrennte beispielsweise Polyethylen-Folien vorzusehen,
die in den Übergangsbereichen 44 und 45 lediglich miteinander verschweisst sind. Dann
kann bei einer einfachen Herstellungsmethode dieses Faltelement 23 als solches auf
die entsprechenden seitlichen Bereiche der Haftklebeschichten 22 appliziert werden,
wonach anschliessend die Haftklebeschicht 24 vorgesehen ist, wobei dann dieses Gesamtetikett
auf dem Trägerband 200 zur Lieferung an die Appliziervorrichtung aufgetragen wird.
[0038] In dem in den Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist erkennbar, dass
neben dem Faltelement 23 weiterhin Klebebereiche 222 bestehen, bei denen das Basisetikett/Aussenlage
21 direkt auf dem Beutel 100 appliziert ist.
[0039] Vorteilhafterweise ist die quer verlaufende Verschwächungsverbindungslinie 32 nah
und parallel zum oberen Etikettrand ausgerichtet, so dass bei einem Abreissen der
Öffnungslasche 25 nur ein sehr kleiner Etikettbereich des oberen Randes 53 jenseits
des Beutelfolienaufreissbereiches 110 angeordnet ist.
[0040] Die Fig. 7 zeigt einen Querschnitt durch den oberen Bereich 53 des Etikettes nach
Öffnen desselben durch Ziehen an der Anfasslasche, wie es in der Fig. 2 dargestellt
ist. Dadurch ergibt sich eine Risslinie 112 zwischen dem Beutelfolienaufreissbereich
110 in der Mitte und den seitlichen Bereichen 120. Aufgrund der geringen Fläche löst
sich das Basisetikett zudem von der Haftklebeschicht 222 neben den Faltelementen 23.
Diese Faltelemente 23 öffnen sich ziehharmonikaweise auf, wobei der Schwächungslinien-nahe
Abschnitt 46 den nächsten Bereich zum Beutelbereich 120 bildet und sich dann über
den Verbindungsbereich 24 und die Verbindungslage 43 zum Basisetikett 21 hin öffnet.
Beim Aufreissen wird dabei der Beutelfolienaufreissbereich 110 in seinem mittleren
Abschnitt an der Haftklebeschicht 22 festgehalten, was zum Abreissen dieses Elementes
an den Risslinien 112 führt.
[0041] Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Fig. 8 und 9 beschrieben. Die Fig. 8 zeigt
eine schematische Ansicht von unten auf ein Etikett gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung während des Herstellungsschrittes vor dem zum Etikett selber führenden
Faltungsschritt und Fig. 9 zeigt eine schematische Ansicht von unten auf das Etikett
nach Fig. 8 nach der Faltung mit aufgezeichneten Hilfslinien der Beutelfolie.
[0042] Bei diesem Ausführungsbeispiel werden keine Folien oder Folie als Bereiche 41, 43
und 46 mit entsprechenden Haftkleben auf andere Teile des Etiketts 20 geklebt oder
verbunden. Hier besteht das Faltelement 423 einstückig mit den anderen Etikettteilen
20, wie es sich in dem ungefaltet dargestellten Zustand der Fig. 8 ergibt, welches
dann in Fig. 9 dargestellt ist. Das Etikett 20 besteht aus einem rechteckigen Basisabschnitt
aus dem unteren Abschnitt 452, an den sich zentral oben der Mittelabschnitt 454 anschliesst,
an den seitlich die inneren Faltabschnitte 404 links und rechts angrenzen. Diesen
folgen jeweils nach aussen die äusseren seitlichen Faltabschnitte 403, die wiederum
von den seitlichen Etikettabschnitten 451 abgeschlossen werden. Die in den Abschnitten
451, 452 und 454 vorhandene Schraffur deutet auf die mit dem Bezugszeichen 401 versehene
Haftklebezone hin. Die andere Schraffur der sich oben an den zentralen Bereich 454
anschliessende Anfasslasche 425 bedeutet, dass hier ein schwach klebender, also eine
zerstörungsfreie Ablösung erlaubender Klebstoff verwendet worden ist. Die Faltelemente
403 und 404 sind nicht klebend.
[0043] In der Fig. 9 ist zusätzlich die Schwächungslinie 30 entsprechend einer geeigneten
Ausprägung auf der Verpackung oder dem Beutel 10 eingezeichnet. In dem hier dargestellten
Ausführungsbeispiel besteht im gefalteten Zustand ein nicht an der Verpackung 10 anhaftender
Zwischenspalt 410 zwischen den Bereichen 452 und 454, in dem genau auf der Verpackung
10 der Schwächungsbereich 410 ausgeführt ist.
[0044] Die Fig. 10 zeigt einen Querschnitt durch ein auf eine Beutelfolie appliziertes Etikett
gemäss einem alternativen Ausführungsbeispiel der Erfindung. In dieser Ausführung
werden drei Folienlagen 301, 303 und 305 als äusserste, mittlere und innere Etikettenlage
auf der Verpackung 10 appliziert. Diese Lagen 301, 303 und 305 werden zum einen nicht
vollständig miteinander verklebt. Die Verklebung geschieht über die Klebeflächen 302
und 304, die nur in den beiden Seitenbereichen 351 und dem Mittelabschnitt 354 vorgesehen
sind, während der Haftklebstoff 306 wie in den anderen Ausführungsbeispielen eingesetzt
wird. Damit entstehen zwischen den Seitenbereichen 351 und dem Mittelabschnitt 354
klebstofffreie Übergangsbereiche 359.
[0045] Zum anderen werden in der äussersten Etikettenlage 301 seitliche Schwächungslinien
307 am äusseren Rand des Übergangsbereichs 359 vorgesehen, in der mittleren Etikettenlage
303 werden zwei Schwächungslinien 308 vorgesehen, ein eventuell in die weitere Schwächungslinie
309 übergehender und damit die Etikettenlage 303 trennender Schlitz nahe des Mittelabschnitts
354 und ein die Klebefläche 302 trennender Schlitz am Rande des äusseren Bereichs
351. Schliesslich sind innere Schwächungslinien 309 in der unteren Etikettlage 305
nahe des Innenabschnitts 354 vorgesehen. Wie üblich sind in dem klebstofffreien Übergangsbereich
359 die Schwächungslinien 30 in der Verpackung 10 vorgesehen.
[0046] Damit ergibt sich der Querschnitt des Etiketts auf einer Beutelfolie 10 gemäss Fig.
10 in geöffnetem Zustand im oberen Bereich der Entnahmeöffnung nach Fig. 11. Der innere
Schlitz 308, der die mittlere Folie 203 durchtrennt, lässt einen kleinen Abschnitt
der Klebefläche 304 auf den nach aussen gewandten Abschnitten, so dass sich die entsprechenden
Verbindungsbereiche 344 ergeben. In gleicher Weise ergeben sich die Verbindungsbereiche
345 durch die Durchtrennung der äussersten 301 und mittleren 303 Etikettenlage durch
die Schwächungslinien 307 und äusseren der Schwächungslinien 308. Es verbleibt somit
bei der Öffnung des mittleren Bereichs 354 die vollständige hier dreilagige Etikettschicht
bestehen, wobei die mittlere 303 und die untere 305 Etikettlage das Faltelement 323
bildet
[0047] Fig. 12 zeigt nun zur weiteren Erläuterung eine schematische Ansicht auf die äusserste
Etikettenlage 301 des Etiketts nach Fig. 10. Fig. 13 zeigt eine schematische Ansicht
auf die mittlere Etikettenlage 303 des Etiketts nach Fig. 10 und Fig. 14 zeigt eine
schematische Ansicht auf die innere Etikettenlage 305 des Etiketts nach Fig. 10. Zusätzlich
ist daher in Fig. 12 die Anfasslasche 325 dargestellt, bei der durch die andere Schraffur
auf das Fehlen des Kaschierklebstoffs hingewiesen wird. Die als gestrichelte Linie
ausgeführte Schwächungslinie 307 in U-Form deutet darauf hin, dass sie die äusserste
Etikettenlage 301 nur anritzt, abgesehen vom Bereich um die Anfasslasche 325. Die
als durchgezogene Linie ausgeführte Schwächungslinie 308 deutet darauf hin, dass sie
die mittlere Etikettenlage 303 durchtrennt, und dies ausgehend von einem unter der
oberen Schwächungslinie 7 angeordneten Geraden in vier Strecken 318 und 328. Die inneren
Schwächungsstrecken 318 sind innerhalb des mittleren Haftungsbereichs parallel zu
den seitlichen Schwächungslinien 30 ausgeführt und die äusseren Schwächungsstrecken
328 sind parallel dazu nach innen versetzt zu den Schwächungslinien 307 am inneren
Rand der äusseren Klebebereiche vorgesehen. Die als gestrichelte Linie ausgeführte
Schwächungslinie 309 deutet darauf hin, dass sie die äusserste Etikettenlage 301 nur
anritzt. Diese Schwächungslinie 309 hat die Form des griechischen Buchstabens pi,
wobei die Schwächungsstrecken 319 unter den durchtrennenden Schwächungsstrecken 318
verlaufen. Die Schwächungsstrecken 318, 319, 328 enden oberhalb am Rand des unteren
Etikettabschnitts 352.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0048]
- 10
- Beutel
- 11
- Seitenwand
- 12
- Boden
- 13
- Verschlusskante
- 20
- Etikett
- 21
- Aussenlage / Basisetikett
- 22
- Haftklebeschicht
- 23
- Faltelement
- 24
- Haftkleberbereich
- 25
- Anfasslasche
- 28
- oberer Etikettrand
- 29
- Seitennase
- 30
- Schwächungslinie
- 31
- Schwächungslinienende
- 32
- Schwächungsverbindungslinie
- 41
- obere Etikett-nahe Lage
- 42
- untere Beutel-nahe Lage
- 43
- Verbindungslage
- 44
- Verbindungsbereich
- 45
- Verbindungsbereich
- 46
- Schwächungslinien-naher Abschnitt
- 51
- seitlicher Etikettbereich
- 52
- unterer Etikettbereich
- 53
- oberer Etikettbereich
- 54
- mittlerer Etikettbereich
- 55
- schwache Haftklebezone
- 56
- Untere Öffnungsperforation
- 57
- Obere Öffnungsperforation
- 58
- Haftklebezone
- 59
- streifenförmiger Abschnitt
- 100
- Beutelfolie
- 101
- Beutelfolienrolle
- 102
- Ablaufrichtung
- 110
- Beutelfolienaufreissbereich
- 112
- Risslinie
- 120
- Beutelbereich
- 130
- Eingriffbereich
- 200
- Trägerband
- 201
- Trägerbandrolle
- 202
- Ablaufrichtung
- 203
- appliziertes Etikett
- 222
- Haftklebeschicht
- 301
- äusserste Etikettenlage
- 302
- Klebefläche
- 303
- mittlere Etikettenlage
- 304
- Klebefläche
- 305
- innere Etikettenlage
- 306
- Haftklebstoff
- 307
- Schwächungslinie
- 308
- Schwächungslinie
- 309
- Schwächungslinie
- 318
- Schwächungsstrecke
- 319
- Schwächungsstrecke
- 323
- Faltelement
- 325
- Anfasslasche
- 328
- Schwächungsstrecke
- 344
- Verbindungsbereich
- 345
- Verbindungsbereich
- 351
- Seitenbereich
- 352
- unterer Etikettbereich
- 354
- Mittelabschnitt
- 359
- klebstofffreier Übergangsbereich
- 401
- Haftklebezone
- 403
- äussere seitliche Abschnitte
- 404
- innere seitliche Abschnitte
- 423
- Faltelement
- 425
- Anfasslasche
- 451
- seitlicher Abschnitt
- 452
- unterer Abschnitt
- 454
- Mittelabschnitt
1. Etikett (20) für einen Verpackungskörper (10), insbesondere eine Verpackung aus Papier,
Karton oder Kunststofffolie, für ein, insbesondere riesel- oder schüttfähiges, Produkt
mit einer seitlich aufklappbaren Entnahmeöffnung (130), wobei das Etikett (20) ein
in einem unteren Klebebereich (52, 352, 452) und in zwei seitlichen Klebereichen (24,
222; 51, 351, 451) mit einem ersten Klebstoff beschichtetes Basisetikett (21) aufweist
und die beiden seitlichen Klebebereiche (24, 222; 51, 351, 451) jeweils mit einem
Mehrfachfalzbereich (23, 323, 423) aus mindestens drei Lagen (41, 43, 46; 323, 423)
verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein mittlerer Etikettbereich (54, 354, 454) zwischen dem Mehrfachfalzbereich (23,
323, 423) ebenfalls mit dem ersten Klebstoff zum Anhaften des mittleren Bereichs des
Basisetiketts (21) an dem Material des Verpackungskörpers (10) in gleicher Weise wie
die seitlichen Klebebereiche (24, 222; 51, 353, 453) beschichtet ist.
2. Etikett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im oberen Etikettbereich (53, 353, 453) eine mit keinem oder mit einem zweiten ablösbaren
Klebstoff beschichtete Öffnungslasche (25, 325, 425) vorgesehen ist.
3. Etikett nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im oberen Etikettbereich (53, 353, 453) ein weiterer, mit dem ersten Klebstoff beschichteter
Erstöffnungsgarantieabschnitt vorgesehen ist, der über eine Schwächungsperforation
(56, 57) mit der besagten Öffnungslasche (25, 325, 425) verbunden ist.
4. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mehrfachfalzbereich (23) eine einstückige oder eine in den Übergangsbereichen
(44, 45) verbundene im Querschnitt S-förmige Folie ist, die an dem Etikett befestigt
ist.
5. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mehrfachfalzbereich (423) aus Faltflächen (403, 404) besteht, die aus dem insgesamt
einstückigen Etikett gefaltet sind, wobei die Faltflächen (403, 404) klebstofffrei
bleiben.
6. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mehrfachfalzbereich (323) aus einem mindestens dreilagigen Etikett (301, 303,
305) durch Abtrennung über Schwächungslinien (307, 308, 309) ausgebildet ist, wobei
die einzelnen Etikettlagen über ebenfalls durch die Schwächungslinien (307, 308, 309)
abgetrennte Klebeschichten (302, 304) in dem Mehrfachfalzbereich (323) verbunden bleiben.
7. Etikett nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwächungslinien (307) in der äussersten Etikettlage (301) den Bereich der in
der Verpackung vorgesehenen Schwächungslinie (30) von aussen umfassend und der Form
folgend umgeben und insbesondere im Bereich der Klebeschicht (302) zwischen äussersten
Etikettlage (301) und mittlerer Etikettlage (303) vorgesehen sind.
8. Etikett nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwächungslinien (308) in der mittleren Etikettlage (303) diese durchtrennend
vorgesehen sind und neben der Schwächungslinie im oberen Etikettbereich (308) einerseits
äussere Schwächungstrecken (328) unter den Schwächungslinien (307) in der äussersten
Etikettlage (301) und andererseits innere Schwächungstrecken (318) im Bereich der
Klebeschicht (304) zwischen mittlerer Etikettlage (303) und innerer Etikettlage (305)
vorgesehen sind.
9. Etikett nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass Schwächungslinien (309) in der inneren Etikettlage (305) unter den Schwächungslinien
(307) in der äussersten Etikettlage (301) und Schwächungstrecken (319) im Bereich
der Klebeschicht (306) unter den Schwächungstrecken (318) vorgesehen sind.
10. Verpackung (10) mit einem Etikett (20) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Klebebereiche (23, 222; 51, 351, 451) und der mittlere Klebebereich
(54, 354, 454) fest mit dem Material des Verpackungskörpers (110, 120) verklebt sind
und dass zwischen dem mittleren Klebebereich (54, 354, 454) und den beiden seitlichen
Klebebereichen (23, 222; 51, 351, 451) in dem Material des Verpackungskörpers (110,
120) jeweils eine Schwächungslinie (30) vorgesehen ist, welche Schwächungslinien (30)
im oberen Etikettbereich (53) durch eine im wesentlichen quer zu den seitlichen Klebebereichen
(23, 222; 51, 351, 451) verlaufende Schwächungsverbindungslinie (32) verbunden sind.