[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Aluminium-Gusslegierung.
[0002] Aus der
DE 10 2008 055 928 A1 ist eine Al-Gusslegierung bekannt, welche nachfolgend angeführte Legierungsbestandteile
Si: 2,5 bis 3,3, vorzugsweise 2,7 bis 3,1 Gew.-%
Mg: 0,2 bis 0,7, vorzugsweise 0,3 bis 0,6 Gew.-%
Fe: < 0,18, vorzugsweise 0,05 bis 0,16 Gew.-%
Mn: < 0,5, vorzugsweise 0,05 bis 0,4 Gew.-%
Ti: < 0,1, vorzugsweise 0,01 bis 0,08 Gew.-%
Sr: < 0,03, vorzugsweise 0,01 bis 0,03 Gew.-%
Cr: 0,3 bis 1,3, vorzugsweise 0,4 bis 1,0,
besonders bevorzugt 0,5 bis 0,8 Gew.-%
Sonstige: < 0,1 Gew.-%
enthält, und jeweils zu 100 Gew.-% mit Al ergänzt ist.
[0003] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine solche Si-arme Al-Gusslegierung hinsichtlich ihrer mechanischen Eigenschaften
weiter zu verbessern.
[0004] Dies wird gemäß der Erfindung durch eine Al-Gusslegierung erzielt, die nachfolgend
angeführte Legierungsbestandteile
Si: 3,0 bis 3,8 Gew.-%
Mg: 0,3 bis 0,6
Cr: 0,25 bis 0,35 Gew.-%
Fe: < 0,18 Gew.-%
Mn: < 0,06 Gew.-%
Ti: < 0,16 Gew.-%
Cu: < 0,006 Gew.-%
Sr: 0,010 bis 0,030
Zr <0,006 Gew.-%
Zn <0,006 Gew.-%
Verunreinigungen: < 0,1 Gew.-%, vorzugsweise < 0,005 Gew.-%
enthält und jeweils zu 100 Gew.-% mit Al ergänzt ist.
[0005] Eine solche Al-Gusslegierung ist gegenüber dem Stand der Technik stärker, zäher und
duktiler.
[0006] Die erfindungsgemäße Auswahl an Legierungsbestandteilen in der genannten Größenordnung
führt zu einer weiteren signifikanten Verbesserung der mechanischen Eigenschaften,
die bereits im Gusszustand, insbesondere jedoch bei einem Gussbauteil nach einer 2-stufigen
Wärmebehandlung, nämlich einem Lösungsglühen und einem anschließenden Auslagern zu
verzeichnen ist, wobei zwischen diesen beiden Wärmebehandlungsstufen vorzugsweise
ein Abschrecken des Gussbauteils in Wasser vorgesehen ist. Für Fahrwerksanwendungen,
vorzugsweise für radführende Bauteile, ganz bevorzugt für Radträger und insbesondere
Schwenklager, ergeben sich so insgesamt erhöhte mechanische Kennwerte.
[0007] Die erfindungsgemäßen Legierungen können herstellungsbedingte Verunreinigungen, z.B.
Pb, Ni, etc., enthalten, wie sie dem Fachmann allgemein bekannt sind.
[0008] Für eine Optimierung der mechanischen Kennwerte kann es vorteilhaft sein, wenn Si
mit einem Gehalt von mehr als 3,1 bis weniger als 3,7 Gew.-% enthalten ist. Es kann
für bestimmte Anwendungsfälle vorteilhaft sein, wenn Si mit einem Gehalt von mehr
als 3,3 bis weniger als 3,7 Gew.-% enthalten ist. Für einige andere Anwendungsfälle
kann vorteilhaft sein, wenn Si mit einem Gehalt von mehr als 3,0 bis weniger als 3,3
Gew.-% enthalten ist.
[0009] Für eine Optimierung der mechanischen Kennwerte kann es vorteilhaft sein, wenn Mg
mit einem Gehalt von 0,5 bis 0,6 Gew.-% enthalten ist. Es kann vorteilhaft sein, wenn
Mg mit einem Gehalt von 0,5 bis weniger als 0,6 Gew.-%, vorzugsweise von 0,5 bis 0,55
Gew.-% enthalten ist.
[0010] Für eine Optimierung der mechanischen Kennwerte kann es vorteilhaft sein, wenn Cr
mit einem Gehalt von 0,25 bis weniger als 0,30 Gew.-% enthalten ist.
[0011] Für eine Optimierung der mechanischen Kennwerte kann es vorteilhaft sein, wenn Fe
mit einem Gehalt von 0,01 bis 0,15 Gew.-% enthalten ist.
[0012] Für eine Optimierung der mechanischen Kennwerte kann es vorteilhaft sein, wenn Mn
mit einem Gehalt von 0,01 bis 0,05 Gew.-%
[0013] Für eine Optimierung der mechanischen Kennwerte kann es vorteilhaft sein, wenn Ti
mit einem Gehalt von 0,05 bis 0,15 Gew.-% enthalten ist.
[0014] Für eine Optimierung der mechanischen Kennwerte kann es vorteilhaft sein, wenn Cu
mit einem Gehalt von 0,001 bis 0,005 Gew.-% enthalten ist.
[0015] Für eine Optimierung der mechanischen Kennwerte kann es vorteilhaft sein, wenn Sr
mit einem Gehalt von 0,015 bis 0,025 Gew.-% enthalten ist.
[0016] Für eine Optimierung der mechanischen Kennwerte kann es vorteilhaft sein, wenn Zr
mit einem Gehalt von 0,001 bis 0,005 Gew.-% enthalten ist.
[0017] Für eine Optimierung der mechanischen Kennwerte kann es vorteilhaft sein, wenn Zn
mit einem Gehalt von 0,001 bis 0,005 Gew.-% enthalten ist.
[0018] Für gewisse Gussbauteile hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die erfindungsgemäße
Al-Gusslegierung eine Niederdruck-Al-Gusslegierung ist.
[0019] Entsprechend betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zur Herstellung eines Gussbauteils
aus einer Al-Gusslegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei welchem das Niederdruck-Gießverfahren
Anwendung findet.
[0020] Für bestimmte Gussbauteile hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Al-Gusslegierung
eine Niederdruck-Gegendruck (CPC)-Al-Gusslegierung ist.
[0021] Entsprechend betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zur Herstellung eines Gussbauteils
aus einer Al-Gusslegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei welchem das Niederdruck-Gegendruck-Gießverfahren
Anwendung findet.
[0022] Als Fertigungsverfahren für Gussbauteile, insbesondere als Fahrwerksteile, vorzugsweise
als radführende Teile, ganz bevorzugt als Schwenklager, von Kraftfahrzeugen aus der
erfindungsgemäßen Gusslegierung sind grundsätzlich verschiedene Dauerformgießverfahren
geeignet. Aufgrund der sehr guten mechanischen Eigenschaften bei hochbeanspruchten
radführenden Teilen von Kraftfahrzeugen eignen sich aber besonders der Niederdruck-Kokillenguss
sowie das Niederdruck-Gegendruck-Gießverfahren (CPC-Verfahren), das auch als Gegendruck-Kokillengießverfahren
bezeichnet wird, als Fertigungsverfahren.
[0023] Als Fertigungsverfahren für Gussbauteile, insbesondere als Fahrwerksteile, vorzugsweise
als radführende Teile, ganz bevorzugt als Schwenklager, von Kraftfahrzeugen aus der
erfindungsgemäßen Gusslegierung kann vorteilhaft das Squeeze-Casting, der Schwerkraft-Kokillenguss
oder der Druckguss, insbesondere der Thixo-, Rheo- oder Niederdruck-Sandguss, Anwendung
finden.
[0024] Um die oben genannten Vorteile zu erzielen oder noch weiter zu entwickeln, ist es
vorteilhaft, wenn die gegossenen Bauteile einer zweistufigen Wärmebehandlung, nämlich
einem Lösungsglühen und einem anschließenden Warmauslagern, unterzogen werden. Es
kann vorteilhaft sein, wenn das Gussbauteil zwischen den beiden Wärmebehandlungsstufen
in Wasser abgeschreckt wird.
[0025] Es kann zweckmäßig sein, wenn das Gussbauteil nach dem Gießprozess zwischen 530°C
und 550°C für 6 bis 10h, vorzugsweise zwischen 540°C und 550°C für 7 bis 9 h, insbesondere
für 8 bis 9h, ganz besonders bevorzugt zwischen mehr als 540°C und 550°C für 7 bis
9 h, insbesondere für 8 bis 9h, lösungsgeglüht wird.
[0026] Es kann zweckmäßig sein, wenn das Gussbauteil nach dem Gießprozess zwischen 180°C
und 210°C für 1 bis 8h, insbesondere für 1 bis 6,5h, vorzugsweise zwischen 180°C und
190°C für 1 bis 6,5h, insbesondere für 4 bis 6,5h, besonders bevorzugt zwischen 180°C
und weniger als 190°C für 4 bis 6,5h, insbesondere für 5 bis 6,5h, angelassen wird.
[0027] Die Erfindung sieht ferner die Verwendung einer Al-Gusslegierung nach einem der Ansprüche
oder eines insbesondere wärmebehandelten Gussbauteils nach einem der Ansprüche für
Fahrwerksteile von Kraftfahrzeugen, vorzugsweise für radführende Bauteile von Kraftfahrzeugen,
ganz besonders bevorzugt für Schwenklager von Kraftfahrzeugen vor.
[0028] Erfindungsgemäß weisen die Gussbauteile ein verbessertes Festigkeits-Dehnungsverhältnis
bei verbesserten Gefügeeigenschaften auf. Das Gießverfahren ermöglicht zum einen ein
von großen Fehlern, bekannt als Lunker, freies Gussstück, zum anderen wird die Mikrostruktur
in einer solchen Weise positiv beeinflusst, dass die Anzahl innerer Kerben, die die
Bruchdehnung verringern, möglichst gering gehalten wird.
[0029] Wie bereits erwähnt hat sich die erfindungsgemäße Al-Gusslegierung insbesondere für
stärker beanspruchte Komponenten, wie Radträger oder Schwenklager, als besonders geeignet
herausgestellt. Als ganz bevorzugtes Verfahren zur Herstellung solcher stärker beanspruchter
Komponenten wird das Niederdruck-Gegendruck-Kokillengießverfahren (CPC-Verfahren)
verwendet.
[0030] Erfindungsgemäße Gussbauteile, die aus einer Al-Gusslegierung nach einem der Ansprüche
und/oder nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche hergestellt sind, zeichnen
sich nach einer Wärmebehandlung durch eine Dehngrenze R
P0,2 von 300 bis 325 MPa und/oder eine Bruchdehnung A5 von 4 bis 10 % und/oder eine
Zugfestigkeit R
m von 350-375 MPa aufweist
Beispiel
[0031] Zur Ermittlung der mechanischen Eigenschaften der Legierung AlSi3Mg0.5Cr0.3 wird
ein so genannter "Französischer Zugstab" nach DIN 50125 in der so genannten "Französischen
Kokille" im Schwerkraft-Kokillengießverfahren gegossen. Anschließend erfolgt eine
Wärmebehandlung (Lösungsglühen 540°C für 8h, Abschrecken in Wasser, Warmauslagern
180°C für 6,5h), wobei der Anschnitt und der Speiser erst nach der Wärmebehandlung
abgetrennt werden, um einen möglichen Probenverzug entgegenzuwirken. Ermittelt werden
die mechanischen Eigenschaften Zugfestigkeit R
m, Streckgrenze Rp0,2 und Bruchdehnung A5 nach DIN10002.
[0032] Als Vergleich werden die in der
DE 10 2008 055 928 A1 offenbarte Werte für Al-Si3Mg0.6Cr0.7 herangezogen.
| |
Rm [MPa] |
Rp 0,2 [MPa] |
A5 [%] |
| AlSi3Mg0.6Cr0.7 |
315,2 |
215,4 |
10,8 |
| aus DE 10 2008 055 928 A1 |
|
|
|
| AlSi3Mg0.5Cr0.3 |
360 |
320 |
6 |
[0033] Wie bereits erwähnt bezieht sich die Erfindung insbesondere auch auf die Verwendung
der erfindungsgemäßen Al-Gusslegierung für stärker beanspruchte Gussbauteile, wie
Radträger oder Schwenklager, insbesondere für solche einer Doppelquerlenkerachse für
lenkbare Räder, insbesondere Vorderräder, eines Kraftfahrzeugs.
[0034] Schwenklager aus der erfindungsgemäßen Al-Gusslegierung können aufgrund ihrer mechanischen
Kennwerte alle Radkräfte und -momente betriebssicher aufnehmen und weiterleiten. Solche
Schwenklager tragen außerdem zur weiteren Reduzierung ungefederter Massen bei und
weisen eine hohe Steifigkeit auf. Weiterhin weisen solche Schwenklager eine Duktilität
auf, die eine ausreichende Verformung des Schwenklagers vor einem Versagen zulässt.
Zudem sind solche Schwenklager korrosionsbeständig.
[0035] Besonders geeignete Schwenklager, insbesondere für eine Doppelquerlenkerachse für
lenkbare Räder, insbesondere Vorderräder, eines Kraftfahrzeugs, umfassen
- eine Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Aufnahme eines Radlagers und Aufnahmen bzw.
Ausnehmungen für die Befestigung desselben am Schwenklager,
- zwei vertikal im Abstand zueinander angeordneten Aufnahmen bzw. Ausnehmungen für die
Anbindung eines Bremssattels, welche in Fahrrichtung gesehen vor der Aufnahme bzw.
Ausnehmung für die Aufnahme des Radlagers angeordnet sind,
- eine Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Anbindung einer Spurstange, welche in Fahrrichtung
gesehen hinter der Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Aufnahme des Radlagers angeordnet
ist,
- eine Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Anbindung eines unteren Querlenkers, welche
unterhalb der Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Aufnahme des Radlagers angeordnet ist,
- eine Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Anbindung eines im Wesentlichen die Radlängskräfte
aufnehmenden Lenkers, insbesondere in Form einer Zugstrebe bzw. Druckstrebe oder eines
Sturzlenkers, welche unterhalb der Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Aufnahme des Radlagers
und in Fahrtrichtung gesehen hinter der Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Anbindung
des unteren Querlenkers, aber vor der Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Anbindung der
Spurstange angeordnet ist, und
- eine Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Anbindung eines oberen Querlenkers, welche oberhalb
der Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Aufnahme des Radlagers angeordnet ist und mit
dieser ausgehend von derselben über einen halsartigen Abschnitt verbunden ist,
wobei das Schwenklager als mit diesen Aufnahmen bzw. Ausnehmungen einstückig gegossenes
und diese untereinander verbindendes Bauteil hergestellt ist.
[0036] Es kann von Vorteil sein, wenn das Schwenklager auf seiner, im eingebauten Zustand
des Schwenklagers zum gegenüberliegenden Schwenklager derselben Achse weisenden Rückseite
eine Ausbuchtung aufweist, die sich zumindest teilweise vom halsartigen Abschnitt,
über die Rückseite der Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Aufnahme des Radlagers bis
hin zu den Aufnahmen bzw. Ausnehmungen für die Anbindung der Spurstange, des unteren
Querlenkers und des im Wesentlichen die Radlängskräfte aufnehmenden Lenkers erstreckt.
[0037] Es kann vorteilhaft sein, wenn die Ausbuchtung an ihrer in Fahrtrichtung gesehen
hinteren Längsseite durch eine Verstärkungsrippe begrenzt ist, die vorzugsweise am
halsartigen Abschnitt beginnend sich vorzugsweise bis zur Aufnahme bzw. Ausnehmung
für die Anbindung der Spurstange erstreckt.
[0038] Es kann zweckmäßig sein, wenn die Ausbuchtung an ihrer in Fahrtrichtung gesehen vorderen
Längsseite durch eine Verstärkungsrippe begrenzt ist, die vorzugsweise am halsartigen
Abschnitt beginnend sich vorzugsweise bis zur Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Anbindung
des unteren Querlenkers erstreckt.
[0039] Es kann vorteilhaft sein, wenn die zwei vertikal im Abstand zueinander angeordneten
Aufnahmen bzw. Ausnehmungen für die Anbindung des Bremssattels in Fahrrichtung gesehen
vor der die Ausbuchtung an ihrer in Fahrtrichtung gesehen vorderen Längsseite begrenzenden
Verstärkungsrippe angeordnet sind.
[0040] Es kann vorteilhaft sein, wenn das Schwenklager an zumindest einer seiner Schmalseiten,
beispielsweise an den Längsseiten, zumindest teilweise einen Verstärkungskragen aufweist.
[0041] Es kann vorteilhaft sein, wenn sich ein Verstärkungskragen zumindest teilweise entlang
des halsartigen Abschnitts von der oberen Aufnahme bzw. Ausnehmung der zwei vertikal
im Abstand zueinander angeordneten Aufnahmen bzw. Ausnehmungen für die Anbindung des
Bremssattels in Richtung der Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Anbindung des oberen
Querlenkers erstreckt.
[0042] Es kann vorteilhaft sein, wenn die Breite des zumindest teilweise entlang des halsartigen
Abschnitts von der oberen Aufnahme bzw. Ausnehmung der zwei vertikal im Abstand zueinander
angeordneten Aufnahmen bzw. Ausnehmungen für die Anbindung des Bremssattels in Richtung
der Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Anbindung des oberen Querlenkers erstreckenden
Verstärkungskragens in Richtung der Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Anbindung des
oberen Querlenkers abnimmt.
[0043] Es kann vorteilhaft sein, wenn sich zumindest ein Verstärkungskragen zumindest teilweise
zwischen den zwei vertikal im Abstand zueinander angeordneten Aufnahmen bzw. Ausnehmungen
für die Anbindung des Bremssattels erstreckt.
[0044] Es kann vorteilhaft sein, wenn die Breite des zumindest einen Verstärkungskragens
ausgehend von der jeweiligen Aufnahme bzw. Ausnehmung der zwei vertikal im Abstand
zueinander angeordneten Aufnahmen bzw. Ausnehmungen für die Anbindung des Bremssattels
in Richtung der jeweils anderen Aufnahme bzw. Ausnehmung der zwei vertikal im Abstand
zueinander angeordneten Aufnahmen bzw. Ausnehmungen für die Anbindung des Bremssattels
abnimmt.
[0045] Es kann vorteilhaft sein, wenn sich der zumindest eine Verstärkungskragen jeweils
ausgehend von der jeweiligen Aufnahme bzw. Ausnehmung der zwei vertikal im Abstand
zueinander angeordneten Aufnahmen bzw. Ausnehmungen für die Anbindung des Bremssattels
zumindest teilweise in Richtung der Rückseite des Schwenklagers, also der im eingebauten
Zustand des Schwenklagers zum gegenüberliegenden Schwenklager derselben Achse weisenden
Seite, erstreckt.
[0046] Es kann vorteilhaft sein, wenn der zumindest eine Verstärkungskragen in Längsseitenansicht
eine Wellenform aufweist.
[0047] Es kann vorteilhaft sein, wenn sich ein Verstärkungskragen zumindest teilweise von
der unteren Aufnahme bzw. Ausnehmung der zwei vertikal im Abstand zueinander angeordneten
Aufnahmen bzw. Ausnehmungen für die Anbindung des Bremssattels in Richtung der Aufnahme
bzw. Ausnehmung für die Anbindung des unteren Querlenkers erstreckt.
[0048] Es kann vorteilhaft sein, wenn die Breite des zumindest teilweise von der unteren
Aufnahme bzw. Ausnehmung der zwei vertikal im Abstand zueinander angeordneten Aufnahmen
bzw. Ausnehmungen für die Anbindung des Bremssattels in Richtung der Aufnahme bzw.
Ausnehmung für die Anbindung des unteren Querlenkers erstreckenden Verstärkungskragens
in Richtung der Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Anbindung des unteren Querlenkers
abnimmt.
[0049] Es kann vorteilhaft sein, wenn die endseitig am halsförmigen Abschnitt angeordnete
Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Anbindung des oberen Querlenkers hülsenartig ausgebildet
ist.
[0050] Es kann vorteilhaft sein, wenn der die Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Aufnahme
des Radlagers mit der Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Anbindung des oberen Querlenkers
verbindende halsförmige Abschnitt auf der Vorderseite des Schwenklagers, also auf
der im eingebauten Zustand des Schwenklagers von dem gegenüberliegenden Schwenklager
derselben Achse wegweisenden Seite, mit zumindest zwei in Fahrrichtung im Abstand
voneinander angeordneten Verstärkungsrippen versehen ist, welche sich ausgehend von
der Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Aufnahme des Radlagers, vorzugsweise entlang
der jeweiligen Längsseite des Schwenklagers, zumindest teilweise in Richtung der Aufnahme
bzw. Ausnehmung für die Anbindung des oberen Querlenkers erstrecken.
[0051] Es kann vorteilhaft sein, wenn auf der Vorderseite des Schwenklagers, vorzugsweise
auf dem halsförmigen Abschnitt zumindest eine vorzugsweise zwei Aufnahmen bzw. Ausnehmungen
für die Anbindung eine Sensorkabelhalterung angeordnet sind.
[0052] Es kann vorteilhaft sein, wenn auf dem halsförmigen Abschnitt der Vorderseite des
Schwenklagers zumindest eine Verstärkungsrippe angeordnet ist, welche sich ausgehend
von der Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Aufnahme des Radlagers, vorzugsweise von
einem gemeinsamen in etwa gleich weit von den Längsseiten des Schwenklagers vorgesehenen
Ausgangspunkt, zumindest teilweise in Richtung der zwei Aufnahmen bzw. Ausnehmungen
für die Anbindung der Sensorkabelhalterung, vorzugsweise direkt bis zu den Aufnahmen
bzw. Ausnehmungen für die Anbindung der Sensorkabelhalterung erstreckt.
[0053] Es kann vorteilhaft sein, wenn die Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Aufnahme des
Radlagers eine diese umsäumende Flansch- bzw. Aufspannfläche umfasst, wobei die Flanschfläche
von mehreren, vorzugsweise vier Schraubendurchgangsöffnungen zur Befestigung der Radlagereinheit
durchsetzt ist, wobei diese vorzugsweise gleichmäßig voneinander beabstandet auf dem
Umfang der Flansch- bzw. Aufspannfläche verteilt angeordnet sind.
[0054] Es kann vorteilhaft sein, wenn die Aufnahme bzw. Ausnehmung für die Anbindung des
oberen Querlenkers eine mit Längsschlitz versehene Hülsenform aufweist, wobei die
Aufnahme auf ihrer Außenseite, eine beidseitig des Längsschlitzes angeordnete Aufnahme
für eine Klemmschraube zur Befestigung oberen Querlenkers in der Aufnahme aufweist.
[0055] Es kann vorteilhaft sein, wenn das Schwenklager in einem Gießverfahren unter Verwendung
eines beweglichen Kerns und/oder Konturteils bzw. Schiebers gefertigt ist.
[0056] Es kann vorteilhaft sein, wenn das Schwenklager durch Niederdruck-Sandguss oder vorzugsweise
durch Gegendruck-Kokillenguss (CPC) hergestellt ist. Als besonders vorteilhaft hat
sich die Verwendung der in der
DE 10 2010 026 480 A1 offenbarten Gießvorrichtung bzw. des dort offenbarten Verfahrens herausgestellt.
Der Offenbarungsgehalt der
DE 10 2010 026 480 A1 bzw. deren Inhalt wird durch ausdrücklichen Verweis als zum Gegenstand der vorliegenden
Anmeldung gehörig in die vorliegende Anmeldung aufgenommen bzw. integriert.
[0057] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Einzelheiten der Erfindung können sich aus
der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung ergeben. In dieser
zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht auf die Vorderseite des erfindungsgemäßen Schwenklagers
für das linke lenkbare Rad eine Doppelquerlenkervorderachse,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht auf die Rückseite des erfindungsgemäßen Schwenklagers
nach Fig. 1 und
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht auf die in Fahrtrichtung gesehen vordere Längsseite des
erfindungsgemäßen Schwenklagers nach Fig. 1.
[0058] Werden in den Fig. 1 bis 3 gleiche Bezugsziffern verwendet, so bezeichnen diese auch
gleiche Teile bzw. Bereiche.
[0059] Das dargestellte erfindungsgemäße Schwenklager 10 ist aus der erfindungsgemäßen Aluminiumlegierung
im Gegendruck-Kokillenguss (CPC) gefertigt.
[0060] Das Schwenklager 10, das vorteilhaft für eine Doppelquerlenkervorderachse für lenkbare
Räder eines Kraftfahrzeugs vorgesehen ist, umfasst
- eine Aufnahme bzw. Ausnehmung 12 für die Aufnahme eines Radlagers und Aufnahmen bzw.
Ausnehmungen 14, 16, 18, 20 für die Befestigung desselben am Schwenklager 10,
- zwei vertikal im Abstand zueinander angeordneten Aufnahmen bzw. Ausnehmungen für die
Anbindung 22, 24 eines Bremssattels, welche 22, 24 in Fahrrichtung FR gesehen vor
der Aufnahme bzw. Ausnehmung 12 für die Aufnahme des Radlagers angeordnet sind,
- eine Aufnahme bzw. Ausnehmung 26 für die Anbindung einer Spurstange, welche 26 in
Fahrrichtung FR gesehen hinter der Aufnahme bzw. Ausnehmung 12 für die Aufnahme des
Radlagers angeordnet ist,
- eine Aufnahme bzw. Ausnehmung 28 für die Anbindung eines unteren Querlenkers, welche
28 unterhalb der Aufnahme bzw. Ausnehmung 12 für die Aufnahme des Radlagers angeordnet
ist,
- eine Aufnahme bzw. Ausnehmung 30 für die Anbindung eines im Wesentlichen die Radlängskräfte
aufnehmenden Lenkers, insbesondere in Form einer Zugstrebe bzw. Druckstrebe oder eines
Sturzlenkers, welche 30 unterhalb der Aufnahme bzw. Ausnehmung 12 für die Aufnahme
des Radlagers und in Fahrtrichtung FR gesehen hinter der Aufnahme bzw. Ausnehmung
28 für die Anbindung des unteren Querlenkers, aber vor der Aufnahme bzw. Ausnehmung
26 für die Anbindung der Spurstange angeordnet ist, und
- eine Aufnahme bzw. Ausnehmung 32 für die Anbindung eines oberen Querlenkers, welche
32 oberhalb der Aufnahme bzw. Ausnehmung 12 für die Aufnahme des Radlagers angeordnet
ist und mit dieser 12 ausgehend von derselben 12 über einen halsartigen Abschnitt
34 verbunden ist,
wobei das Schwenklager 10 als mit diesen Aufnahmen bzw. Ausnehmungen 12, 14, 26, 28,
20, 22, 24, 26, 28, 30, 32 etc. einstückig gegossenes und diese untereinander verbindendes
Bauteil hergestellt ist.
[0061] Das Schwenklager 10 weist auf seiner, im eingebauten Zustand des Schwenklagers 10
zum gegenüberliegenden hier nicht dargestellten Schwenklager derselben Achse weisenden
Rückseite eine Ausbuchtung 36 auf, die sich teilweise vom halsartigen Abschnitt 32,
über die Rückseite der Aufnahme bzw. Ausnehmung 12 für die Aufnahme des Radlagers
bis hin zu den Aufnahmen bzw. Ausnehmungen 26, 28, 30 für die Anbindung der Spurstange,
des unteren Querlenkers und des im Wesentlichen die Radlängskräfte aufnehmenden Lenkers,
also der Druck- oder Zugstrebe oder des Sturzlenkers, erstreckt.
[0062] Die Ausbuchtung 36 ist an ihrer in Fahrtrichtung gesehen hinteren Längsseite durch
eine Verstärkungsrippe 38 begrenzt, die am halsartigen Abschnitt 34 beginnend sich
bis zur Aufnahme bzw. Ausnehmung 26 für die Anbindung der Spurstange erstreckt.
[0063] Die Ausbuchtung 36 ist an ihrer in Fahrtrichtung gesehen vorderen Längsseite durch
eine weitere Verstärkungsrippe 40 begrenzt, die am halsartigen Abschnitt 34 beginnend
sich bis zur Aufnahme bzw. Ausnehmung 28 für die Anbindung des unteren Querlenkers
erstreckt.
[0064] Die zwei vertikal im Abstand zueinander angeordneten Aufnahmen bzw. Ausnehmungen
22, 24 für die Anbindung des Bremssattels sind in Fahrrichtung FR gesehen vor der
die Ausbuchtung 36 an der in Fahrtrichtung gesehen vorderen Längsseite begrenzenden
Verstärkungsrippe 40 angeordnet.
[0065] Das Schwenklager 10 weist an zumindest einer seiner Schmalseiten, beispielsweise
an den Längsseiten, zumindest teilweise einen Verstärkungskragen auf.
[0066] Ein Verstärkungskragen 42 erstreckt sich zumindest teilweise entlang des halsartigen
Abschnitts 34 von der oberen Aufnahme bzw. Ausnehmung 22 der zwei vertikal im Abstand
zueinander angeordneten Aufnahmen bzw. Ausnehmungen 22, 24 für die Anbindung des Bremssattels
in Richtung der Aufnahme bzw. Ausnehmung 32 für die Anbindung des oberen Querlenkers.
[0067] Die Breite des sich zumindest teilweise entlang des halsartigen Abschnitts 34 von
der oberen Aufnahme bzw. Ausnehmung 22 der zwei vertikal im Abstand zueinander angeordneten
Aufnahmen bzw. Ausnehmungen 22, 24 für die Anbindung des Bremssattels in Richtung
der Aufnahme bzw. Ausnehmung 32 für die Anbindung des oberen Querlenkers erstreckenden
Verstärkungskragens 42 nimmt in Richtung der Aufnahme bzw. Ausnehmung 32 für die Anbindung
des oberen Querlenkers ab.
[0068] Zwei sich aufeinander zulaufende Verstärkungskragen 44, 46 erstrecken sich zumindest
teilweise zwischen den zwei vertikal im Abstand zueinander angeordneten Aufnahmen
bzw. Ausnehmungen 22, 24 für die Anbindung des Bremssattels. Die Breite des dieser
Verstärkungskragen 44, 46 nimmt ausgehend von der jeweiligen Aufnahme bzw. Ausnehmung
22, 24 der zwei vertikal im Abstand zueinander angeordneten Aufnahmen bzw. Ausnehmungen
22, 24 für die Anbindung des Bremssattels in Richtung der jeweils anderen Aufnahme
bzw. Ausnehmung 22, 24 der zwei vertikal im Abstand zueinander angeordneten Aufnahmen
bzw. Ausnehmungen 22, 24 für die Anbindung des Bremssattels ab.
[0069] Die Verstärkungskragen 44, 46 erstrecken sich ausgehend von der jeweiligen Aufnahme
bzw. Ausnehmung 22, 24 der zwei vertikal im Abstand zueinander angeordneten Aufnahmen
bzw. Ausnehmungen 22, 24 für die Anbindung des Bremssattels zumindest teilweise in
Richtung der Rückseite des Schwenklagers 10, also der im eingebauten Zustand des Schwenklagers
10 zum gegenüberliegenden hier nicht dargestellten Schwenklager 10 derselben Achse
weisenden Seite, wobei die Verstärkungskragen 44, 46 in Längsseitenansicht eine Wellenform
aufweist. Dies ist insbesondere in Fig. 3 gut erkennbar.
[0070] Ein weiterer Verstärkungskragen 48 erstreckt zumindest teilweise von der unteren
Aufnahme bzw. Ausnehmung 24 der zwei vertikal im Abstand zueinander angeordneten Aufnahmen
bzw. Ausnehmungen 22, 24 für die Anbindung des Bremssattels in Richtung der Aufnahme
bzw. Ausnehmung 28 für die Anbindung des unteren Querlenkers. Die Breite des von der
unteren Aufnahme bzw. Ausnehmung 24 der zwei vertikal im Abstand zueinander angeordneten
Aufnahmen bzw. Ausnehmungen 22, 24 für die Anbindung des Bremssattels sich in Richtung
der Aufnahme bzw. Ausnehmung 28 für die Anbindung des unteren Querlenkers erstreckenden
Verstärkungskragens 48 nimmt in Richtung der Aufnahme bzw. Ausnehmung 28 für die Anbindung
des unteren Querlenkers ab.
[0071] Die endseitig am halsförmigen Abschnitt 34 angeordnete Aufnahme bzw. Ausnehmung 32
für die Anbindung des oberen Querlenkers ist hülsenartig ausgebildet.
[0072] Der die Aufnahme bzw. Ausnehmung 12 für die Aufnahme des Radlagers mit der Aufnahme
bzw. Ausnehmung 32 für die Anbindung des oberen Querlenkers verbindende halsförmige
Abschnitt 34 ist auf der Vorderseite des Schwenklagers 10, also auf der im eingebauten
Zustand des Schwenklagers 10 von dem gegenüberliegenden hier nicht dargestellten Schwenklager
derselben Achse wegweisenden Seite, mit zumindest zwei in Fahrrichtung FR im Abstand
voneinander angeordneten Verstärkungsrippen 50, 52 versehen, welche sich ausgehend
von der Aufnahme bzw. Ausnehmung 12 für die Aufnahme des Radlagers entlang der jeweiligen
Längsseite des Schwenklagers 10 zumindest teilweise in Richtung der Aufnahme bzw.
Ausnehmung 32 für die Anbindung des oberen Querlenkers erstrecken.
[0073] Auf dem halsförmigen Abschnitt 34 der Vorderseite des Schwenklagers 10 sind zwei
Aufnahmen bzw. Ausnehmungen 54, 56 für die Anbindung einer Sensorkabelhalterung angeordnet.
Dort sind zudem zwei Verstärkungsrippen 58, 60 angeordnet, welche sich ausgehend von
der Aufnahme bzw. Ausnehmung 12 für die Aufnahme des Radlagers, nämlich von einem
gemeinsamen in etwa gleich weit von den Längsseiten des Schwenklagers 10 vorgesehenen
Ausgangspunkt 62, in Richtung der zwei Aufnahmen bzw. Ausnehmungen 54, 56 für die
Anbindung der Sensorkabelhalterung, nämlich direkt bis zu den Aufnahmen bzw. Ausnehmungen
54, 56 für die Anbindung der Sensorkabelhalterung, erstrecken.
[0074] Die Aufnahme bzw. Ausnehmung 12 für die Aufnahme des Radlagers umfasst eine diese
12 umsäumende Flansch- bzw. Aufspannfläche, wobei die Flanschfläche von mehreren,
vorzugsweise vier Schraubendurchgangsöffnungen 14, 16, 18, 20 zur Befestigung der
Radlagereinheit durchsetzt ist, wobei diese 14, 16, 18, 20 vorzugsweise gleichmäßig
voneinander beabstandet auf dem Umfang der Flansch- bzw. Aufspannfläche verteilt angeordnet
sind.
[0075] Die Aufnahme bzw. Ausnehmung 32 für die Anbindung des oberen Querlenkers weist eine
mit Längsschlitz 42 versehene Hülsenform auf, wobei die Aufnahme 32 auf ihrer Außenseite
eine beidseitig des Längsschlitzes angeordnete Aufnahme für eine Klemmschraube zur
Befestigung des oberen Querlenkers in der Aufnahme 32 aufweist.
1. Al-Gusslegierung, die folgende Legierungsbestandteile
Si: 3,0 bis 3,8 Gew.-%
Mg: 0,3 bis 0,6 Gew.-%
Cr: 0,25 bis 0,35 Gew.-%
Fe: < 0,18 Gew.-%
Mn: < 0,06 Gew.-%
Ti: < 0,16 Gew.-%
Cu: < 0,006 Gew.-%
Sr: 0,010 bis 0,030
Zr <0,006 Gew.-%
Zn <0,006 Gew.-%
Verunreinigungen: < 0,1 Gew.-%, vorzugsweise < 0,005 Gew.-% enthält und jeweils zu
100 Gew.-% mit Al ergänzt ist.
2. Al-Gusslegierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Si mit einem Gehalt von mehr als 3,1 bis weniger als 3,7 Gew.-% enthalten ist.
3. Al-Gusslegierung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Mg mit einem Gehalt von 0,5 bis 0,6 Gew.-% enthalten ist.
4. Al-Gusslegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Cr mit einem Gehalt von 0,25 bis weniger als 0,30 Gew.-% enthalten ist.
5. Al-Gusslegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Fe mit einem Gehalt von 0,01 bis 0,15 Gew.-% enthalten ist.
6. Al-Gusslegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Mn mit einem Gehalt von 0,01 bis 0,05 Gew.-%
7. Al-Gusslegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Ti mit einem Gehalt von 0,05 bis 0,15 Gew.-% enthalten ist.
8. Al-Gusslegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Cu mit einem Gehalt von 0,001 bis 0,005 Gew.-% enthalten ist.
9. Al-Gusslegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Sr mit einem Gehalt von 0,015 bis 0,025 Gew.-% enthalten ist.
10. Al-Gusslegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass Zr mit einem Gehalt von 0,001 bis 0,005 Gew.-% enthalten ist.
11. Al-Gusslegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass Zn mit einem Gehalt von 0,001 bis 0,005 Gew.-% enthalten ist.
12. Al-Gusslegierungen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Al-Gusslegierung eine Niederdruck-Al-Gusslegierung ist.
13. Al-Gusslegierungen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Al-Gusslegierung eine Niederdruck-Gegendruck (CPC) - Al-Gusslegierung ist.
14. Verfahren zur Herstellung eines Gussbauteils aus einer Al-Gusslegierung nach einem
der Ansprüche 1 bis 11, bei welchem das Niederdruck-Gegendruck-Gießverfahren Anwendung
findet.
15. Verfahren zur Herstellung eines Gussbauteils aus einer Al-Gusslegierung nach einem
der Ansprüche 1 bis 11, bei welchem das Niederdruck-Gießverfahren Anwendung findet.
16. Verfahren zur Herstellung eines Gussbauteils aus einer Al-Gusslegierung nach einem
der Ansprüche 1 bis 11, bei welchem das Squeeze-Casting, der Schwerkraft-Kokillenguss
oder der Druckguss, insbesondere der Thixo-, Rheo- oder Niederdruck-Sandguss, Anwendung
findet.
17. Verfahren, insbesondere nach einem der Ansprüche 14 bis 16, zur Herstellung eines
Gussbauteils aus einer Al-Gusslegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei welchem
das Gussbauteil nach dem Gießprozess einer zweistufigen Wärmebehandlung, nämlich einem
Lösungsglühen und einem anschließenden Warmauslagern, unterzogen wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Gussbauteil zwischen den beiden Wärmebehandlungsstufen in Wasser abgeschreckt
wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 18, bei welchem das Gussbauteil nach dem
Gießprozess zwischen 530°C und 550°C für 6 bis 10h, vorzugsweise zwischen 540°C und
550°C für 7 bis 9h, insbesondere für 8 bis 9h, ganz besonders bevorzugt zwischen mehr
als 540°C bis 550°C für 7 bis 9h, insbesondere für 8 bis 9h, lösungsgeglüht wird
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 19, bei welchem das Gussbauteil nach dem
Gießprozess zwischen 180°C und 210°C für 1 bis 8h, insbesondere 1 bis 6,5h, vorzugsweise
zwischen 180°C und 190°C für 1 bis 6,5h, insbesondere für 4 bis 6,5h, besonders bevorzugt
zwischen 180°C und weniger als 190°C für 4 bis 6,5h, insbesondere für 5 bis 6,5h,
angelassen wird.
21. Verwendung einer Al-Gusslegierung nach einem der vorhergehenden Ansprüche oder eines
aus einer solchen hergestellten, insbesondere wärmebehandelten Gussbauteils für Fahrwerksteile
von Kraftfahrzeugen, vorzugsweise für radführende Bauteile von Kraftfahrzeugen, ganz
besonders bevorzugt für Radträger und insbesondere Schwenklager von Kraftfahrzeugen.
22. Gussbauteil, hergestellt aus einer Al-Gusslegierung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche oder nach einem Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das Gussbauteil nach einer Wärmebehandlung eine Dehngrenze RP0,2 von 300 bis 325 MPa und/oder eine Bruchdehnung A5 von 4 bis 10 % und/oder eine
Zugfestigkeit Rm von 350-375 MPa aufweist.