Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anschlusseinrichtung zur Anbindung eines elektrisch
betriebenen oder elektrisch angesteuerten Verbrauchers, insbesondere eines elektromechanischen
Hydraulikventils an ein vorzugsweise mehradriges Leitungsnetz über welches die Spannungsversorgung
an sich und zudem auch die Systemsteuerung, insbesondere die Ansteuerung jenes elektrischen
Verbrauchers bewerkstelligt wird. Insbesondere richtet sich die Erfindung dabei auf
Anschlusseinrichtungen die Bestandteil eines Steuersystems bilden über welches zahlreiche
Verbraucher, insbesondere elektromechanisch ansteuerbare Ventileinrichtungen, beispielsweise
eines Ventilgruppenblocks angesteuert werden.
[0002] Bei selbstfahrenden Arbeitsmaschinen im Bereich der Landmaschinen- und Baumaschinentechnik,
sowie auch im Anlagen- und Maschinenbau finden häufig insbesondere elektromechanische
Hydraulikventile Anwendung. Diese Hydraulikventile werden dabei teils als Einzelventile
im Bereich von hydraulischen Aktoren aber auch im Bereich von Hydraulikleitungsverzweigungsstellen,
und insbesondere auch in Ventilblockgruppen eingesetzt.
[0003] Soweit in dieser Beschreibung auf Hydraulik- oder Magnet-Ventile Bezug genommen wird,
so stehen diese zumindest zunächst exemplarisch für weitere Verbraucher oder Aktuatoren.
Grundsätzlich entfaltet die Erfindung im Zusammenhang mit der Aktivierung von Hydraulik-
oder Magnet-Ventilen besondere Bedeutung.
Stand der Technik
[0004] Magnetventile auf Fahrzeugen werden gegenwärtig überwiegend direkt verdrahtet oder
über Bus-Systeme angesteuert. Bus-Systeme werden aufgrund des großen Planungs- und
Konfigurationsaufwands hierbei eingesetzt, wenn entsprechende Maschinen in hinreichend
großer Stückzahl gefertigt werden.
Aufgabe der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Lösungen zu schaffen durch welche es möglich
wird, elektrisch angesteuerte Hydrauliksysteme unter vermindertem Planungs- und Schaltungs-
und Montageaufwand zu realisieren.
Erfindungsgemäße Lösung
[0006] Die vorangehend genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Anschlusseinrichtung,
insbesondere für ein Hydraulikventil, mit:
- einem Gehäusekörper der eine zum Anschluss an ein Hydraulikventil vorgesehene Anschlussstruktur
und einen Versorgungskabel-Eingang für ein mehradriges Versorgungskabel bildet,
- mehreren Steckerkontakten die in den Gehäusekörper eingebunden sind,
- einem Schaltungsaufnahmeabschnitt, und
- einer in dem Schaltungsaufnahmeabschnitt aufgenommenen adressierbaren elektronischen
Steckerschaltung,
- wobei die Steckerschaltung derart ausgelegt ist, dass diese nach Maßgabe eines Informationsinhaltes
eines zugeführten Signales an mindestens einem der Steckerkontakte den Leistungstransfer
aus einer Leistungsader des Versorgungskabels zu wenigstens einem der Steckerkontakte
einstellt.
[0007] Dadurch wird es auf vorteilhafte Weise möglich, bei einem Hydrauliksystem die dort
vorgesehenen Magnetventile unter geringem Verkabelungsaufwand adressiert anzusteuern,
und dabei den jeweiligen Stromfluss und/oder die jeweilige Spannungen am Magnetventil
über die Anschlusseinrichtung einzustellen, wobei der zeitliche Verlauf von Strom
und/oder Spannung, verbraucher- insbesondere ventilspezifisch über eine zentrale Steuereinheit
festgelegt wird und signaltechnisch erst im Bereich der jeweiligen Steckereinrichtung
über diese eingestellt wird.
[0008] Die Leistungseinstellung kann insbesondere durch eine im Bereich der Anschlusseinrichtung
über die elektronische Steckerschaltung abgestimmte Pulsweiten- und/oder Pulspausenmodulation,
sowie in Kombination hiermit, oder alternativ hierzu, durch eine Pegelabstimmung bewerkstelligt
werden.
[0009] Die Steckerschaltung ist vorzugsweise so ausgelegt, dass Spannungspegel, (- im Falle
der Pulsweitenoder Pulspausenmodulation effektive Spannungspegel) im Bereich von 0
bis 12 oder 0 bis 24V eingestellt werden können. Die Steckerschaltung kann dabei so
gestaltet sein, dass diese selbst einen Leistungsbezug von z.B. 80W erreichen kann
und damit auch Leistungen in dieser Größenordnung an die angeschlossenen Verbraucher,
insbesondere Magnetventile weitergeben kann. Gemäß einem besonderen Aspekt der vorliegenden
Erfindung kann die Steckerschaltung so aufgebaut sein, dass diese auch zwischen bestimmten
Steckerkontakten eine Polumkehr oder Potentialverdoppelung ermöglicht.
[0010] Die Steckerschaltung kann so aufgebaut sein, dass diese nur einen, wenige, oder ggf.
auch alle Steckerkontakte ansteuern kann. Weiterhin ist es möglich, in dem Steckverbinder
Konfigurationsstrukturen vorzusehen, durch welche bestimmte Funktionen festgelegt,
insbesondere auch ausgeschlossen werden können. Diese Konfigurationsstrukturen können
z.B. über Bestückungsvarianten oder durch Kippschalter oder anderweitige, vorzugsweise
mechanisch betätigbare Strukturen gebildet sein.
[0011] An der Anschlusseinrichtung kann eine Sicherungsaufnahme vorgesehen sein durch welche
die Versorgungsleitung die Steckerkontakte oder beide abgesichert werden können. Die
in diese Sicherungsaufnahme eingesetzte Sicherung kann als Schmelzsicherung, insbesondere
austauschbare SMD-Sicherung ausgebildet sein. Weiterhin ist es möglich, über die Steckerschaltung
selbst den Strom zu erfassen und bei Überschreitung eines Grenzwertes eine Abschaltung
vorzunehmen. Vorzugsweise ist die Steckerschaltung so aufgebaut und konfiguriert,
dass diese ein Feedbacksignal generiert das den über den Steckerkontakt fließenden
Strom beschreibt. In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, den Leistungsteil und die
Steuerelektronik getrennt abzusichern, damit ein Fehlerzustand nach einem Kurzschluss
und dem dadurch verursachten Auslösen der Leistungssicherung noch angezeigt und/oder
übermittelt werden kann.
[0012] Vorzugsweise ist die Steckerschaltung derart ausgebildet, dass diese in angeschlossenem
Zustand signaltechnisch konfigurierbar ist. Die Konfiguration kann über die zentrale
Steuereinheit oder ein Teach-System erfolgen. Für letztere Lösung kann die Steckereinrichtung
mit einer Schnittstelleneinrichtung, insbesondere einem nach außen freiliegenden,
oder durch einen hinreichend transparenten Abschnitt des Steckergehäuses zugänglichen
Optokoppler ausgestattet sein. Über diese Schnittstelleinrichtung kann die Adresse
und ggf. das Funktionsverhalten der Steckerschaltung festgelegt werden. Auf diese
Weise kann eine Steckereinrichtung an verschiedene Anwendungen angepasst werden und
die Lagerhaltung vereinfacht sich.
[0013] Die Steckerschaltung ist so aufgebaut, dass diese wenigstens einen der Steckerkontakte
als geschalteten Ausgang ansteuert. Die Steckerschaltung kann hierbei Schaltorgane
umfassen die eine besonders widerstandsarme Durchschaltung ermöglichen. Insbesondere
kann die Steckerschaltung Leistungstransistoren oder Relais umfassen. Es ist möglich,
an der Steckerschaltung oder im Bereich des Steckers Konfigurationsorgane, z.B. Kippschalter
vorzusehen die es ermöglichen, einen Stecker so zu konfigurieren, dass dieser für
bestimmte Steckeranschlüsse eine niederohmige Durchschaltung oder eine signaltechnisch
variabel festlegbare leistungs-, strom-, spannungs-, oder pulsweitenveränderbare Durchschaltung
ermöglicht. Damit kann die Steckerschaltung wenigstens einen oder auch mehrere der
Steckerkontakte proportional bedienen.
[0014] Weiterhin kann die Steckerschaltung auch so aufgebaut sein, dass der Steckverbinder
den Ausgang bidirektional bedienen kann, d.h. über die an dem Steckerkontakt anliegende
Spannung können Signale, insbesondere Rückmeldungen generiert werden, die über die
Steckerschaltung zurück in die Datenader oder eine separate Ader eingekoppelt werden
und der zentralen Steuereinheit ein Feedback liefern. Über das erfindungsgemäße System
wird es damit möglich, auch Zustände, z.B. das Erreichen von Endpositionen zu erfassen
und einen entsprechenden Signaltransfer zu der Steuerschaltung oder einem weiteren
System vorzunehmen. Es ist weiterhin möglich, die elektronische Steckerschaltung so
auszulegen, dass diese als einfache Steuerschaltung fungieren kann und selbst Signale
generiert die zur Ansteuerung anderer Steckerschaltungen herangezogen werden können.
Dies ist z.B. dann notwendig, wenn ein Magnetventil angesteuert werden soll, welches
bereits eine eigene Leistungselektronik beinhaltet.
[0015] Die Anschlusseinrichtung kann weiterhin so aufgebaut sein, dass diese mindestens
eine Leuchtdiode zur Zustandsanzeige aufweist.
[0016] Die Anschlusseinrichtung kann weiterhin so aufgebaut sein, dass diese nur über zwei
Drähte mit Spannung und Bus Signal versorgt wird,
[0017] Die Anschlusseinrichtung kann weiterhin so aufgebaut sein, dass diese über drei Drähte,
d.h. Plus, Minus und Signal versorgt wird.
[0018] Die Anschlusseinrichtung kann weiterhin so aufgebaut sein, dass diese von außen die
Merkmale und Verbindungselemente eines Steckers nach DIN EN 175 301-803 aufweist.
[0019] Die Anschlusseinrichtung kann weiterhin so aufgebaut sein, dass diese an mindestens
einem Steckerkontakt anstatt eines Ausgangs einen digitalen oder analogen Eingang
aufweist.
[0020] Die Anschlusseinrichtung kann weiterhin so aufgebaut sein, dass diese zu unterschiedlichen
Anschluss-Topologien kompatibel ist. Die Anschlusseinrichtung kann weiterhin so aufgebaut
sein, dass diese wasserdicht nach IP 65 ist.
[0021] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung kann die Steckerschaltung auch in ein Einsteckgehäuse
eingebunden sein, das in die Anschlusseinrichtung einsetzbar, oder mit dieser koppelbar
ist. Das Einsteckgehäuse kann als kleiner Einschubeinsatz ausgebildet sein, der in
eine entsprechende Aufnahme der Anschlusseinrichtung einsetzbar ist. Alternativ hierzu
kann die Steckerschaltung auch so ausgebildet sein, dass diese Steckanschlussstrukturen
bildet die zum Verbraucher kompatibel sind, und zudem Steckanschlussstrukturen bildet
die zu einem Anschlussstecker kompatibel sind. Die Steckerschaltung kann dann zunächst
an den Anschlussstecker angesteckt und dann auf den Verbraucher, insbesondere das
Magnetventil aufgesteckt werden.
[0022] Das erfindungsgemäße Konzept bietet in besonders vorteilhafter Weise die Möglichkeit
einer nachträglichen Erweiterung des Systems z. B. beim Anbringen von Zusatzausrüstungen
an bestehenden Maschinen.
Kurzbeschreibung der Figuren
[0023] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung. Es zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anschlusseinrichtung mit
integrierter, adressierbarer Steckerschaltung, und hierüber an den Verbraucheranschlusskontakten
variabel einstellbaren Spannungspegeln.
- Figur 2
- eine Systemskizze zur Veranschaulichung und Erläuterung eines unter Einschluss mehrerer
erfindungsgemäßer Anschlusseinrichtungen verfertigten Hydrauliksystems einer Landmaschine;
- Figur3
- eine Skizze zur Veranschaulichung einer Ausführungsform mit modulartig einschiebbarer
Steckerschaltung;
- Figur 4
- eine Skizze zur Veranschaulichung einer Steckmodulvariante der erfindungsgemäßen Anschlusseinrichtung
;
- Figur 5
- eine Skizze zur Veranschaulichung einer erfindungsgemäßen Anschlusseinrichtung bei
der Adressierung mit einem hier beispielhaft dargestellten Programmiergerät
- Figur 6a
- eine Skizze zur Veranschaulichung des Aufbaus einer vorteilhaften Ausführungsform
einer elektronischen Steuerschaltung;
- Figur 6b
- eine weitere Skizze zur Veranschaulichung des Aufbaus eines unter Einschluss der elektronischen
Steuerschaltung und der erfindungsgemäßen Anschlussstecker gebildeten Systems zur
Ansteuerung elektromechanischer Hydraulikventile;
- Figur 7a
- eine Schnittdarstellung zur Veranschaulichung des Aufbaus einer weiteren vorteilhaften
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anschlusseinrichtung;
- Figur 7b
- eine Draufsicht auf eine Platine wie sie bei der Anschlusseinrichtung nach Figur 7a
Anwendung findet.
Ausführliche Beschreibung der Figuren
[0024] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Anschlusseinrichtung mit einem Gehäusekörper
1 der eine zum Anschluss an ein Hydraulikventil vorgesehene Anschlussstruktur 2 und
einen Versorgungskabel-Eingang 3 bildet. In dem Gehäusekörper 1 sind mehreren Steckerkontakte
4 aufgenommen die als solche zu den Anschlusskontakten eines hier nicht näher dargestellten
Hydraulikventils offene Kontaktzonen, insbesondere Klemmkontaktzonen bilden. Die Steckerkontakte
4 sind hier direkt an Leiterbahnen einer Zwischenplatine 6a angelötet. Diese Zwischenplatine
6a bildet Teil einer nachfolgend noch ausführlich angesprochenen Steckerschaltung
6.
[0025] In dem Gehäusekörper 1 ist ein Schaltungsaufnahmeabschnitt 5 ausgebildet in welchem
eine adressierbare elektronischen Steckerschaltung 6 aufgenommen ist. Die Steckerschaltung
6 ist derart ausgelegt, dass diese nach Maßgabe eines zugeführten Signales S an mindestens
einem der Steckerkontakte 4 einen durch den Informationsinhalt des Signals S bestimmten
Leistungs- oder Stromfluss einstellt, oder einen von der Steckerschaltung aus dem
Signal S errechneten Spannungspegel einstellt.
[0026] Die elektronische Steckerschalung enthält vorzugsweise einen Mikrocontroller M zur
Verarbeitung der über ein Bus-System bereitgestellten Signale, und eine Leistungsendstufe
zur Einstellung des Spannungspegels am entsprechenden Kontakt 4 um damit den Aktuator,
insbesondere das Magnetventil zu schalten. Die elektronische Steckerschaltung bietet
weiterhin die Funktionen, Überstromüberwachung, sowie anderweitige Sicherheitseinrichtungen,
z.B. Leuchtdioden zur Funktionsüberwachung, alle Einrichtungen die zur Verbindung
des Gerätestecker mit dem Aktuator nötig sind und diverse Komponenten welche die Funktionssicherheit
erhöhen.
[0027] Die Steckerschaltung 6 ist vorzugsweise als feuchtigkeitsgeschützte Schaltung ausgebildet.
Hierzu können die elektronischen Komponenten vorzugsweise in einem Zwischenraum zwischen
der oberen Platine und der Zwischenplatine 6a angeordnet sein. Die Zwischenplatine
6a und die obere Platine können über eine Steckkontaktleiste steckbar gekoppelt sein.
Die Zwischenplatine 6a kann dabei primär der Schaffung geeigneter Leitungsbahnen zu
den Kontaktelementen 4 dienen, wogegen die obere Platine die komplexeren Schaltungsorgane
trägt. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, die erfindungsgemäße Steckerschaltung
6 in Verbindung mit lediglich einer Hauptplatine zu realisieren.
[0028] Die Steckerschaltung 6 ist vorzugsweise mit Anschlussstrukturen versehen an welche
die Adern des Versorgungskabels 3 angeschlossen werden können. Diese Anschlussstrukturen
können als Schraub/Klemmanschlüsse, als Quetsch-/Klemmanschlüsse oder als anderweitige
hinreichend zuverlässige Kabeladeranschlüsse ausgebildet sein. Es ist auch möglich,
fertigungsseitig bereits an die Steckerschaltung 6 einen Versorgungskabelabschnitt
von ausreichender Länge anzulöten, so dass die Anschlusseinrichtung werksseitig geschlossen
werden kann.
[0029] Der Innenaufbau der Anschlusseinrichtung, insbesondere die Abstützung oder Sicherung
der Kontakte 4 im Innenbereich der Anschlusseinrichtung ist hier stark vereinfacht
und nur beispielhaft dargestellt. Vorzugsweise sind die Klemmkontakte 4 in einem Kunststoffstrukturbauteil
verankert das die Klemmkontakte 4 hinreichend robust sichert und lagert. An diesem
Kunststoffstrukturbauteil kann die Steckerschaltung 6 gesichert sein, so dass diese
Steckerschaltung im Zusammenspiel mit jenem die Klemmkontakte 4 tragenden Kunststoffstrukturbauteil
in dem Steckergehäusekörper 1 positioniert wird. Diese Sicherung der Steckerschaltung
6 an dem Kunststoffstrukturbauteil kann im Zusammenspiel mit den Klemmkontakten 4
oder auch über zusätzliche Fixierstrukturen erfolgen.
[0030] Mit einem derartigen konfigurierbaren Stecker benötigt man zur Verkabelung die Spannungsversorgung
und die Bus Verdrahtung. Dies sind typischerweise zwei Drähte (Spannungsversorgung
mit aufmoduliertem Bus Signal). Vorzugsweise jedoch ist eine separate Signalleitung
zur seriellen Signalübertragung vorgesehen. Wobei ein wesentlicher Vorteil darin liegt,
dass man die Verkabelung an jedem beliebigen Punkt verknüpfen kann. Dadurch wird die
Verkabelungsarbeit sehr stark vereinfacht, wodurch sehr viel Arbeitszeit eingespart
werden kann, man verdrahtet einfach parallel von einfachen Klemmpunkten aus, oder
von "Stecker zu Stecker". In diesen Klemmpunkten werden in einfacher Weise nur (wenige)
Adern gleicher Farbe zusammengeklemmt. Weitere Vorteile sind die Möglichkeiten der
Fehlerüberwachung über den Mikrocontroller, eine Fehleranzeige direkt am betroffenen
Gerätestecker z.B. mittels Leuchtdiode als Anzeigeinstrument und die einfache Fehlerlokalisierung
aufgrund der einfachen und logischen Verdrahtung. Anstelle der bislang erforderlichen
komplexen Kabelbaumfertigung kann bei dem erfindungsgemäßen System die Kabelstruktur
effizient unter Verwendung von "Meter-Ware" gebildet und verlegt werden. Komplexe
Organisations- und Vorbereitungsmaßnahmen bei der Kabelbaumfertigung entfallen. Von
Erwähnung ist hier auch die Einsparung von Kabelmaterial, da nicht zu jedem Gerätestecker
ein eigenes Kabel von der zentralen Steuerung gelegt werden muss. Insbesondere bei
der Verwendung in Land- und/oder Baumaschinen kommt als wesentlicher Vorteil dazu,
dass ein einzelnes Kabel leichter geschützt im Inneren von Streben und Rohren verlegt
werden kann als ein dicker Kabelbaum. Auch die Gewichts-und damit Energieeinsparung
ist nicht zu vernachlässigen. Eine Erweiterung einer Funktion mit einem zusätzlichen
Steuerelement ist jederzeit einfach möglich, ohne zusätzliche lange Kabel verlegen
zu müssen.
[0031] In Figur 2 ist in Form einer perspektivischen Darstellung ein Ventilblock 10 dargestellt
welcher mehrere elektromechanische Ventile trägt, die über erfindungsgemäße Anschlusseinrichtungen
C angesteuert werden. Die Anschlusseinrichtungen C sind über eine Verkabelung 11 verbunden.
Diese Verkabelung besteht hier aus einem dreiadrigen Kabel das an eine Hauptanschlussdose
geführt ist. Das Kabel verfügt über eine Plus-Ader 12, eine Minus- oder Masse-Ader
13 und eine Signalader 14. Je nach Fahrzeuggegebenheiten kann auch auf die Masse-Ader
13 verzichtet werden und das Chassis dafür verwendet werden. Die einzelnen Anschlusseinrichtungen
C sind wie bereits bezüglich Figur 1 beschrieben jeweils mit einer elektronischen
Steckerschaltung 6 ausgestattet. Die Ansteuerung des Ventilblocks erfolgt über die
Signalader 14. Diese wird hierzu an eine hier nicht näher dargestellte elektronische
Steuerschaltung angeschlossen welche entsprechende Signale generiert. Diese Signale
liegen an allen Steckerschaltungen 6 der Anschlusseinrichtungen C an und werden von
diesen analysiert. Bei Erfüllung bestimmter Kriterien, z.B. Erfüllung eines Adresswertes
werden die Befehlsinformationen ausgewertet und die Steckerkontakte der jeweiligen
Anschlusseinrichtungen C entsprechend aktiviert. So kann z.B. bei Erfüllung eines
Adresskriteriums eine Einstellung eines Spannungspegels an einem Steckerkontakt erfolgen
der durch den weiteren Signalinhalt bestimmt ist.
[0032] Es können auch Sonderfunktionen vorgesehen sein die z.B. unabhängig von einem Adressensignal
einen bestimmten Schaltungseffekt, z.B. eine Spannungsabschaltung, einen Reset, oder
eine anderweitige Sonderfunktion veranlassen.
[0033] Die Plus-Ader 12 und die Minus- oder Masse-Ader 13 können vorzugsweise über eine
Sicherungseinrichtung an eine Spannungsquelle angeschlossen werden. Durch das erfindungsgemäße
Konzept wird es möglich, den Verkabelungsaufwand bei der Ansteuerung eines Ventilblocks
zu reduzieren, und bei einem konstanten Versorgungsspannungspegel an allen Steckern
dennoch variable Spannungen an den einzelnen Ventilen einzustellen. Desweiteren können
solche Steuerblöcke wie in Figur 2 dargestellt vom Maschinenhersteller vormontiert
und damit die Taktzeit beim endgültigen Einbau vermindert werden. Die Erfindung ermöglicht
auch die einfache und kostengünstige Erweiterung eines installierten Systems.
[0034] In Figur 3 ist eine Variante einer erfindungsgemäßen Anschlusseinrichtung C dargestellt
bei welcher die Steckerschaltung 6 als modulartiger Einschub in den Gehäusekörper
1 einschiebbar ist. Durch das Einschieben der Steckerschaltung 6 erfolgt eine Kontaktierung
der Adern des Versorgungskabels 11 sowie auch eine Kontaktierung der Kontakte 4. Die
Steckerschaltung 6 kann bereits vorab konfiguriert sein, oder ggf. auch erst im Rahmen
einer Systemkonfiguration eingestellt werden. Es ist auch möglich, an dem Einschub
Kabelklemmeinrichtungen vorzusehen in welche die entsprechenden Aderenden des Versorgungskabels
einsteckbar sind. So wird beispielsweise das Versorgungskabel erst durch den Gehäusedurchführungskanal
hindurch geschoben, dann an die Steckerschaltung angeklemmt. Nunmehr wird die Steckerschaltung
eingeschoben und das Kabel hierbei zusätzlich über seinen Mantel hinreichend zugfest
geklemmt. Die an der Steckerschaltung vorgesehenen Kontaktbrücken kontaktieren die
Innenkontakte der Hauptanschlusskontakte. Die Hauptanschlusskontakte können auch direkt
an der Platine der Steckerschaltung fixiert sein.
[0035] In Figur 4 ist eine Variante einer erfindungsgemäßen Anschlusseinrichtung C dargestellt
bei welcher die Steckerschaltung 6 in einem als Adaptermodul gestalteten Gehäusekörper
1 aufgenommen ist. Dieses Adaptermodul ist so gestaltet, dass dieses eine Steckerstruktur
20 bildet an welche ein Standardstecker, z.B. nach DIN EN 175 301-803 ansteckbar ist.
Zudem bildet das Adaptermodul auch eine Aufsteckkontakteinrichtung die auf den Aktuator,
insbesondere die Steckerkontakte 22 des Ventils 21 aufsteckbar sind. Der Standardstecker
stellt einen Signalanschluss, und zwei Spannungsversorgungsanschlüsse zur Verfügung.
Die in dem Adaptermodul aufgenommene Steckerschaltung 6 verarbeitet die über den Signalanschluss
zugeführten Signale und legt nach Maßgabe des Informationsinhaltes dieser Signale
an ihre Ausgangskontakte entsprechende Spannungen an, welche letztlich aus der Versorgungsspannung
generiert werden. Diese Spannungen können dabei nach Maßgabe des Informationsinhalts
des Signales Spannungspegel einnehmen die entsprechend von der Versorgungsspannung
abweichen. So können vorzugsweise bei einer Versorgungsspannung von 12V auf Grundlage
der Informationsinhalte Spannungen zwischen 0 und 12V eingestellt werden. Ggf. kann
auch die Polarität gewechselt werden. Weiterhin ist es möglich, die Steckerschaltung
so auszubilden, dass durch diese auch Spannungen eingestellt werden können, die über
der Versorgungsspannung liegen. Diese Spannungserhöhung kann erreicht werden indem
in der Steckerschaltung entsprechende Spannungserhöhungsschaltkreise vorgesehen sind.
[0036] Am jeweiligen Stecker kann eine Schnittstelle, insbesondere in Form einer Photodiode
vorgesehen sein. Über diese Schnittstelle kann die Steckerschaltung zur Ausgabe ihrer
Adresse veranlasst werden. Diese Adresse und die temporäre Aktivierung dieser Steckerschaltung
können von einer Zentralsteuerung erkannt werden. Aufgrund der hierbei erreichten
Steckerrückmeldung kann dieser Steckeradresse eine bestimmte Funktion zugeordnet werden.
[0037] Die Steckerschaltung kann mit einem Kühlkörper versehen sein, der über eine entsprechende
Aussparung des Steckergehäuses freiliegt. Dieser Kühlkörper kann auch Teil des Steckergehäuses
bilden.
[0038] In Figur 5 ist beispielhaft eine erfindungsgemäße Anschlusseinrichtung C dargestellt
die hier an einen Aktuator A angesteckt ist und über ein Programmiergerät P programmiert
wird. Das Programmiergerät P umfasst ein Display 23 über welches programmierungsrelevante
Informationen, z.B. die Adresse der Anschlusseinrichtung und eine Funktionsnummer
visualisiert werden können. Die Adresse und die Funktionsnummer können über das Programmiergerät
festgelegt oder einander zugeordnet werden. Das Programmiergerät P umfasst einen Anschlussabschnitt
24 an welchen die aus der Anschlusseinrichtung herausgeführten Kabel, hier das Signalkabel
S, das Pluskabel + und das Minuskabel - angeschlossen werden. Weiterhin umfasst das
Programmiergerät P Eingabeorgane die hier beispielhaft als Tasten 25, 26 sowie eine
Dreh/Drücktaste 27 ausgeführt sind. Weiterhin sind Leuchtanzeigeorgane, z.B. eine
Leuchtdiode 28 vorgesehen über welche bestimmte Funktionszustände, z.B. die Ausgabe
eines Programmiersignales visualisierbar sind. Das Programmiergerät umfasst weiterhin
eine Optokopplerschnittstelle 29 über welche bei bestimmten Ausführungsformen der
Anschlusseinrichtung, d.h. solchen Ausführungsformen die ebenfalls eine kompatible
Schnittstellenfunktion bieten eine drahtlose Kommunikation erfolgen kann. Diese Optokopplerschnittstelle
kann dazu dienen eine Freischaltung in einen Teachmodus zu erlauben. D.h. eine Programmierung
kann erst erfolgen, wenn ein entsprechender Anschluss an das Programmiergerät besteht
und zudem sich das Gerät hinreichend nahe an der jeweiligen Anschlusseinrichtung C
befindet.
[0039] Ein Programmierungsvorgang kann dann beispielsweise wie folgt ablaufen: Zunächst
wird die Adresse XXX ausgelesen oder vom Programmierer festgelegt. Dann wird die Funktion
der Anschlusseinrichtung C spezifiziert. Nachfolgend kann z.B. bei angeschlossenem
Aktuator eine Funktionskontrolle durchgeführt werden indem die Anschlusseinrichtung
C über das Programmiergerät entsprechend angesteuert wird.
[0040] Figur 6a zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Steuerschaltung.
Diese umfasst eine Hauptplatine H mit einem Prozessor M und einem Display. Die Hauptplatine
bildet auch den Signalausgang 14 an welchem das zur Ansteuerung der parallel geschalteten
Anschlusseinrichtungen C vorgesehene Signal anliegt. Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
bietet die Hauptplatine auch die Leistungsausgänge 12 und 13 an welche die Leistungsadern
der Verkabelung angeschlossen sind.
[0041] Die hier gezeigte Ausführungsform ist so gestaltet, dass an der Hauptplatine H eine
Anschlussleiste 31 vorgesehen ist an welche die Anschlusskabel verschiedenster Schalter
und Eingabegeräte, insbesondere Joysticks und Potentiometer angeschlossen werden können.
Die Steuerschaltung kann auch eine Schnittstelle für eine weitere Schaltzustandsvisualisierung,
insbesondere ein externes Display aufweisen. Es ist auch möglich, die Steuerschaltung
so auszubilden, dass diese modular aufgebaut werden kann. Hierzu kann ein Basismodul
H2 vorgesehen sein, das eine Anschlussleiste 32 trägt an welche die hier nicht näher
dargestellte Schalterhardware eines Anwenderumfeldes ("Cockpitschalter und Joysticks")
angeschlossen werden kann. Auf dieses Basismodul H2 wird nach Anschluss der Leitungen
an die Anschlussleiste 32 die Hauptplatine H aufgesteckt und über die Steckkontaktleiste
33 kontaktiert.
[0042] Figur 6b zeigt ein unter Einschluss der erfindungsgemäßen Anschlusseinrichtungen
C, C1...Cn und der Steuerschaltung H gebildetes Hydraulikventilsteuersystem. An die
Anschlussleiste 32 sind die Peripherieschalter 35, 36 des Benutzerumfeldes, insbesondere
eines Landmaschinencockpits angeschlossen. Die Ansteuerung erfolgt über ein dreiadriges
Kabel K von welchem an entsprechender Stelle Abzweigungen über Verteilerdosen D1,
D2 abzweigen. An der Verteilerdose D1 zweigt ein dreiadriger Leitungsabschnitt zu
einer einzelnen Anschlusseinrichtung C ab. An der Anschlussdose D2 ist eine Gruppe
parallel an die Adern des Kabels K angeschlossener Anschlusseinrichtungen C1 ... Cn
angeschlossen. Die Anschlusseinrichtungen C, C1... Cn werden nach Maßgabe des Signalinhalts
des an der Signalader 14 anliegenden Signales aktiv. Auf diese Signalader 14 haben
alle der hier dargestellten Anschlusseinrichtungen C Zugriff. Im Laufe eines Signalzyklus
werden vorzugsweise alle Anschlusseinrichtungen C sukzessiv mit ihrem Adresscode und
einem Steuerbefehl angesprochen, Dieser Steuerbefehl kann dann z.B. phasenweise einen
Passivbefehl darstellen bei welchem keine Spannungsbeaufschlagung des jeweiligen Kontaktes
erfolgt. An den Anschlusseinrichtungen können kleine LED's angebracht sein, die beispielsweise
die laufende Einbindung in den aktiven Schaltkreis in einer entsprechenden Lichtfarbe
anzeigen. Erfolgt eine Ansteuerung mit Befehlsinhalt "aktivieren" und "Spannungsanlegung
mit einem bestimmten Level oder einer bestimmten Pulsweite", kann dies durch Aufleuchten
einer weiteren LED angezeigt werden.
[0043] Das System kann so aufgebaut sein, dass bestimmte Anschlusseinrichtungen auch ein
Feedbacksignal generierten das beispielsweise Aufschluss über die momentan an den
Steckerkontakten der jeweiligen Anschlusseinrichtung anliegenden Spannungen gibt.
Diese Information kann dann als digitales Signal über die Anschlusseinrichtung in
die Signalleitung eingekoppelt, und von der Steuereinrichtung H ausgelesen und zu
anderweitigen Steuerungs- oder Visualisierungszwecken verwertet werden.
[0044] Das Versorgungskabel ist vorzugsweise als abgeschirmtes Kabel ausgeführt, die Abschirmung
kann ggf. unmittelbar als Masse-Ader fungieren.
[0045] In Figur 7a ist eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anschlusseinrichtung
dargestellt. Die Anschlusseinrichtung umfasst einen Gehäusekörper 1 der eine zum Anschluss
an ein Hydraulikventil vorgesehene Anschlussstruktur und einen Versorgungskabel-Eingang
3 bildet, mehrere Steckerkontakte 4, einen Schaltungsaufnahmeabschnitt 5, und eine
in dem Schaltungsaufnahmeabschnitt 5 aufgenommene adressierbare elektronischen Steckerschaltung
6, wobei die Steckerschaltung 6 derart ausgelegt ist, dass diese nach Maßgabe eines
Informationsinhaltes eines zugeführten Signales an mindestens einem der Steckerkontakte
4 den Leistungstransfer aus einer Leistungsader 12 des Versorgungskabels 11 zu wenigstens
einem der Steckerkontakte 4 einstellt.
[0046] Die Steckerkontakte 4 sind als Klemmkontakte ausgeführt und in einem Bodensegment
1a verankert. Die Steckerkontakte 4 sind in Aussparungen 1b des Bodensegments 1a aufgenommen
und über entsprechende Schlitzöffnungen in einer unteren Stirnfläche 1c des Bodensegments
1a zugänglich. Die Steckerkontakte 4 sind an die elektronische Steckerschaltung 6
angebunden. Dies wird hier erreicht, indem die Steckerkontakte 4 direkt an entsprechende
Leitungsabschnitte der Platine der Steckerschaltung 6 angelötet sind. Die Steckerschaltung
6 ist an dem Bodensegment 1a gesichert und mit dieser zu einer Unterbaugruppe zusammengefasst.
Die Platine der Steckerschaltung 6 ist mit einer zentralen Bohrung versehen und umgreift
einen Mittenzapfen 1d des Bodensegments 1a. An diesem Mittenzapfen 1d ist eine Schnappgeometrie
ausgebildet an welcher die Platine verrasten kann. Die Steckerschaltung 6 bietet Anschlussorgane
6b an welche die Kabeladern des Versorgungskabels 11 anschließbar sind. Das Versorgungskabel
11 umfasst hier lediglich drei Adern, dies sind eine Signalader S, eine Plus-Ader
"+" und eine Minus-Ader "-". Am Mittenzapfen 1d ist eine weitere Schnappstruktur ausgebildet
über welche dieser in eine Gegengeometrie des Gehäusekörpers 1 eingreifen kann. Nach
Herbeiführen eines entsprechenden Fügezustands kann der Gehäusekörper 1 mit dem Bodensegment
1a über eine Schraube 1e verschraubt werden welche sich beispielsweise in eine Zentralbohrung
des Mittenzapfens 1d einschneidet. In diesem Zustand kann dann die Platine über das
Bodensegment 1a randseitig gegen Innenvorsprünge des Gehäusekörpers 1 gespannt werden,
so dass eine in sich steife, vibrationsunempfindliche Struktur entsteht.
[0047] In Figur 7b ist eine Draufsicht der Platine der Steckerschaltung nach Figur 7a dargestellt.
Diese Platine weist eine zentrale Durchgangsbohrung 6c auf und ist über diese auf
den zentralen Mittenzapfen 1d (vgl. Fig. 7a) aufsetzbar. Die Steckerschaltung und
das Bodensegment sind vorzugsweise in abdichtender Weise zusammengefügt. So ist es
möglich, im Zwischenbereich zwischen Steckerschaltung und Bodensegment eine elastomere
Masse, insbesondere einen isolierenden Kitt oder ein Silikonkautschukmaterial anzuordnen,
welcher bzw. welches etwaige Zwischenräume und Spalte in diesem Bereich ausfüllt und
abdichtet, so dass aus den Klemmkontaktzonen der Steckerkontakte 4 keine Feuchtigkeit
zur Steckerschaltung 6 vorzudringen vermag. Das Bodensegment 1a ist vorzugsweise ebenfalls
in abdichtender Weise mit dem Gehäusekörper 1 gekoppelt.
[0048] Die in Figur 7a gezeigte Anschlusseinrichtung bildet äußerlich einen Standardstecker,
z.B. nach DIN EN 175 301-803 . Dieser ist beispielsweise unmittelbar auf die entsprechenden
Steckkontakte eines elektromechanischen Hydraulikventiles aufsteckbar. Dieser "Stecker"
bietet eingangsseitig einen Signalanschluss, und zwei Spannungsversorgungsanschlüsse.
Der Stecker ist über den Signalanschluss derart steuerbar, dass an dessen Kontaktelementen
4 Ströme oder Spannungen, insbesondere eine pulsweitenmodulierte Spannung eingestellt
werden die nach Maßgabe des Informationsinhaltes des an eines am Signalanschluss anliegenden
Signales festgelegt werden. Zahlreiche Stecker dieser Bauart können parallel geschaltet
und über Adresssignale individuell angesteuert werden.
[0049] Natürlich kann die gesamte Anordnung mechanisch auch anders, z.B. in einem getrennten
Gehäuse aufgebaut werden, ohne den erfindungsgemäßen Gedanken zu verlassen.
1. Anschlusseinrichtung mit:
- einem Gehäusekörper der eine zum Anschluss an ein Hydraulikventil vorgesehene Anschlussstruktur
und einen Versorgungskabel-Eingang bildet,
- mehreren Steckerkontakten die durch den Gehäusekörper gestützt sind,
- einem Schaltungsaufnahmeabschnitt, und
- einer in dem Schaltungsaufnahmeabschnitt aufgenommenen adressierbaren elektronischen
Steckerschaltung,
- wobei die Steckerschaltung derart ausgelegt ist, dass diese nach Maßgabe eines Informationsinhaltes
eines zugeführten Signales an mindestens einem der Steckerkontakte den Leistungstransfer
aus einer Leistungsader des Versorgungskabels zu wenigstens einem der Steckerkontakte
einstellt.
2. Anschlusseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder mindestens einen geschalteten Ausgang besitzt um ein Magnetventil
anzusteuern.
3. Anschlusseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder den Ausgang proportional bedienen kann, z.B. den Leistungstransfer
durch Pulsweitenmodulation mit einstellbarer Pulsfrequenz, Pulslänge und/oder Pulspause
einstellen kann.
4. Anschlusseinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder den Ausgang bidirektional bedienen kann.
5. Anschlusseinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder mindestens eine Leuchtdiode zur Zustandsanzeige aufweist
6. Anschlusseinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder eine Kurzschluss- oder Überstromüberwachung aufweist.
7. Anschlusseinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder über mindestens zwei Drähte mit Spannung und Bus Signal versorgt
wird, insbesondere über drei Drähte, d.h. Plus, Minus und Signal versorgt bzw. angesteuert
wird.
8. Anschlusseinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder von außen die Merkmale und Verbindungselemente eines Steckers
nach DIN EN 175 301-803 aufweist.
9. Anschlusseinrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder anstatt des Ausgangs mindestens einen digitalen oder analogen
Eingang aufweist, und/oder dass der Steckverbinder zu unterschiedlichen Anschluss-Topologien
kompatibel ist, und/oder dass der Steckverbinder wasserdicht nach IP 65 ist.
10. Hydrauliksystem, mit:
- mehreren elektromechanisch operierenden Hydraulikventilen die jeweils eine Steckanschlussstruktur
aufweisen,
- mehreren Anschlusseinrichtungen die jeweils als Anschlussstecker ausgebildet sind
und auf die jeweilige Steckanschlussstruktur aufgesteckt sind, wobei jede Anschlusseinrichtung
einen Gehäusekörper der eine zum Anschluss an ein Hydraulikventil vorgesehene Anschlussstruktur
und einen Versorgungskabel-Eingang bildet, mehrere Steckerkontakte die durch den Gehäusekörper
gestützt sind, einen Schaltungsaufnahmeabschnitt und eine in dem Schaltungsaufnahmeabschnitt
aufgenommene adressierbare elektronischen Steckerschaltung umfasst und
- wobei die Steckerschaltung derart ausgelegt ist, dass diese nach Maßgabe eines Informationsinhaltes
eines zugeführten Signales an mindestens einem der Steckerkontakte den Leistungstransfer
aus einer Leistungsader des Versorgungskabels zu wenigstens einem der Steckerkontakte
einstellt, und
- einer elektronischen Steuerschaltung zur Generierung von Steuersignalen zur Ansteuerung
der Steckerschaltungen, wobei die Steuersignale Adresscodesignale und über das jeweilige
Adresscodesignal dem jeweiligen Steckerkontakt zugeordnete Funktionssignale umfassen
die für den jeweiligen Leistungstransfer maßgeblich sind.