[0001] Die Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine, insbesondere eine Haushaltsgeschirrspülmaschine
und ein Verfahren zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine, insbesondere einer Haushaltsgeschirrspülmaschine.
[0002] In Geschirrspülmaschinen werden in unterschiedlichen Spülraum-Ebenen Sprühvorrichtungen
angeordnet, die unterschiedlichen im Spülraum angeordneten Geschirrkörben zugeordnet
sind. Zur Beaufschlagung von zu reinigendem Spülgut in einem oberen Geschirrkorb und/oder
einer Besteckschublade mit einer Spülflüssigkeit - häufig auch als Spülflotte bezeichnet
- können eine Decken-Sprühvorrichtung, z.B. in Form eines Deckensprüharms, eine Dachbrause
oder eines Dachkreisels, und/oder eine Oberkorb-Sprühvorrichtung, z.B. in Form eines
Oberkorb-Sprüharmes eingesetzt werten. Zum Beaufschlagung von zu reinigendem Spülgut
in einem unteren Geschirrkorb wird eine Unterkorb-Sprühvorrichtung, z.B. in Form eines
im Bodenbereich des Spülraums angeordneten Unterkorb-Sprüharmes eingesetzt. Die Versorgung
der Sprühvorrichtungen mit der Spülflüssigkeit erfolgt über Zuführleitungen, wobei
eine Pumpe, beispielsweise eine UmwälzPumpe, die Spülflüssigkeit in die Zuführleitungen
einspeist. Die Zuführleitungen leiten die Spülflüssigkeit, welche von der Pumpe gefördert
wird, zu den Sprühvorrichtungen, von welchen aus das in den Geschirrkörben befindliche
Spülgut mit Spülflüssigkeit beaufschlagt wird.
[0003] Zur Erreichung eines verringerten Wasser- und Energieverbrauchs ist häufig eine Verteilereinheit,
z.B. in Form einer Wasserweiche, vorgesehen, welche eine getrennte Wasserzufuhr zu
den einzelnen Sprühvorrichtungen oder auch einer Gruppe von Sprühvorrichtungen ermöglicht.
[0004] Zu Erzielung einer hohen Spülleistung und damit eines guten Reinigungsergebnisses
gilt es Schaumbildung in der Spülflüssigkeit während des Betriebs der Geschirrspülmaschine
zu vermeiden. Schaumbildung führt nämlich zu einem Absinken des Förderdrucks und damit
der Förderleistung der Pumpe und somit letztendlich zu einer verringerten Spülleistung.
[0005] Aus der
DE 10 2005 061 806 A1 ist eine Geschirrspülmaschine mit einem Spülbehälter, Vorrichtungen zum Spülen von
Geschirr mittels Spülflotte, einer Pumpe zum Umwälzen der Spülflotte und einem Detektionsmittel
zur Detektion einer Schaumbildung in der Spülflotte in einem Teilprogrammschritt "Klarspülen"
bekannt, bei dem im Falle einer durch das Detektionsmittel festgestellten Schaumbildung
der Schaumbildung mit Mittel entgegengewirkt werden kann, insbesondere eine Spülflottentemperatur
erhöht werden kann.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Geschirrspülmaschine, insbesondere Haushaltsgeschirrspülmaschine,
mit mindestens zwei getrennt voneinander mit Spülflüssigkeit versorgbaren Sprühvorrichtungen
und ein Verfahren zum Betreiben einer derartigen Geschirrspülmaschine anzugeben, bei
welcher Schaumbildung in der Spülflüssigkeit wirkungsvoll und mit einfachen Mitteln
und damit kostensparend unterdrückt wird.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Geschirrspülmaschine und ein verfahren zum Betreiben
einer Geschirrspülmaschine mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche 1 bzw. 6 gelöst.
[0008] Demgemäß umfasst eine erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine einen Spülbehälter zur
Aufnahme von zu reinigendem Spülgut, mindestens zwei innerhalb des Spülbehälters angeordnete
Sprühvorrichtungen zur Beaufschlagung des Spülgutes mit Spülflüssigkeit, eine Pumpe,
insbesondere Umwälzpumpe, zum Fördern von Spülflüssigkeit zu den Sprühvorrichtungen,
eine durch eine Steuereinheit gesteuerte Verteilereinheit zum Verteilen der geförderten
Spülflüssigkeit auf eine einzelne oder eine Gruppe von Sprühvorrichtungen, wobei sich
ein Volumenstrom der Spülflüssigkeit in Abhängigkeit von der Verteilung der Spülflüssigkeit
auf die Sprühvorrichtungen einstellt. Außerdem weist die Geschirrspülmaschine eine
Detektionseinrichtung zur Detektion einer Schaumbildung in der Spülflüssigkeit auf.
Bei Detektion von Schaumbildung in der Spülflüssigkeit steuert die Steuereinheit die
Verteilereinheit derart an, dass sich die Verteilung der Spülflüssigkeit auf die Sprühvorrichtungen
derart verändert, dass sich die Neigung zur Schaumbildung verringert.
[0009] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betrieben einer Geschirrspülmaschine mit
mindestens zwei innerhalb eines Spülbehälters angeordneten Sprühvorrichtungen zur
Beaufschlagung von zu reinigendem Spülgut mit Spülflüssigkeit und mit einer Pumpe,
insbesondere Umwälzpumpe, zum Fördern von Spülflüssigkeit zu den Sprühvorrichtungen,
wobei die geförderte Spülflüssigkeit mittels einer Verteilereinheit auf eine einzelne
oder eine Gruppe von Sprühvorrichtungen verteilt werden kann und sich dabei in Abhängigkeit
von der Verteilung der Spülflüssigkeit auf die Sprühvorrichtungen ein Volumenstrom
der Spülflüssigkeit einstellt, eine Schaumbildung in der Spülflüssigkeit detektiert
wird und die Verteilereinheit bei Detektion von Schaumbildung in der Spülflüssigkeit
derart angesteuert wird, dass sich die Verteilung der Spülflüssigkeit auf die Sprühvorrichtungen
derart verändert, dass sich die Neigung zur Schaumbildung verringert.
[0010] Die Erfindung basiert auf der Grundidee, dass die Neigung zur Schaumbildung durch
eine geänderte Verteilung der Spülflüssigkeit auf die einzelnen Sprüheinrichtungen
aufgrund der dadurch veränderten Flüssigkeitswege und/oder der daraus resultierenden
veränderten Auftreffcharakteristiken von herabfließender Spülflüssigkeit auf den Boden-
oder Siebbereich des Spülbehälters, aktiv beeinflusst werden kann. So kann durch einen
einfachen Wechsel auf eine andere Sprühvorrichtung die Neigung zur Schaumbildung verringert
oder sogar ganz beseitigt werden. Derartige Betriebsphasen wirken somit hinsichtlich
der Schaumbildung als Beruhigungsphasen in welchen kein neuer Schaum gebildet und
in welcher sich der bereits vorhandene Schaum wieder abbaut.
[0011] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird die Verteilereinheit bei Detektion
von Schaumbildung in der Spülflüssigkeit durch die Steuereinheit derart angesteuert,
dass sich auch ein im Vergleich zu einem aktuellen Volumenstrom verringerter Volumenstrom
der Spülflüssigkeit einstellt.
[0012] Ist der Volumenstrom der Spülflüssigkeit im Hinblick auf eine aktuelle verfügbare
Spülflüssigkeitsmenge zu hoch, so saugt die Pumpe Luft an, welche auf diese Weise
in den Spülflüssigkeitskreislauf eingespeist wird. Ein zu hoher Luftanteil fördert
jedoch, insbesondere in Verbindung mit einer hohen Schmutzkonzentration und/oder einem
der Spülflüssigkeit beigemischtem Klarspülmittel, die Schaumbildung. Durch die Verringerung
des Volumenstroms kann das Ansaugen von Luft unterbunden oder zumindest auf ein Maß
abgeschwächt werden, welches zu keiner weiteren Schaumbildung führt. Der Betrieb mit
verringertem Volumenstrom stellt somit auch eine Art Beruhigungsphase dar, in welcher
kein neuer Schaum gebildet und in welcher der bereits vorhandene Schaum wieder abnimmt.
Auch die Verringerung des Volumenstroms der Spülflüssigkeit wird auf besonders einfache
und damit kostengünstige Weise dadurch erreicht, dass mit Hilfe einer Verteilereinheit,
z.B. in Form einer Wasserweiche, ein Wechsel auf eine andere Sprühvorrichtung vorgenommen
wird, bei deren Beschickung mit Spülflüssigkeit sich automatisch ein geringerer Volumenstrom
einstellt. Der geringere Volumenstrom kann sich beispielsweise aus einer geringeren
Anzahl an Austrittsöffnungen für die Spülflüssigkeit und/oder verringerten Durchmessern
der Austrittsöffnungen an den Sprühvorrichtungen ergeben. Auch die unterschiedliche
Einbauhöhe der einzelnen Sprühvorrichtungen und/oder unterschiedliche Querschnitte
der Zuführleitungen haben Einfluss auf den sich jeweils einstellenden Volumenstrom.
Eine Veränderung weiterer Betriebsparameter, wie z.B. der Pumpendrehzahl, kann zur
weiteren Unterstützung der Schaumunterdrückung vorgenommen werden, ist aber grundsätzlich
nicht erforderlich.
[0013] Besonders vorteilhaft ist die Erfindung bei Geschirrspülmaschinen einsetzbar, bei
welchen ohnehin eine wechselweise Beschickung einzelner Sprühvorrichtungen oder Gruppen
von Sprühvorrichtungen mit Spülflüssigkeit vorgesehen ist. Die erfindungsgemäße Unterdrückung
der Schaumbildung erlaubt es in diesem Fall sogar, in einem Betriebsmodus mit maximalem
Volumenstrom, z.B. im Unterkorbbetrieb, bei welchem die Spülflüssigkeit ausschließlich
auf eine Unterkorb-Sprühvorrichtung verteilt, eine vorgebbare Menge an in den Spülflüssigkeitskreislauf
eingebundener Luft zuzulassen. Die erfindungsgemäße Ansteuerung der Verteilereinheit
bei Detektion von Schaumbildung stellt dabei sicher, dass rechtzeitig vor einem zu
starken Absinken des Förderdrucks und damit der Förderleistung der Pumpe auf einen
anderen Betriebsmodus, z.B. Oberkorbbetrieb und/oder Deckenbetrieb, mit geringerer
Neigung zur Schaumbildung und gegebenenfalls auch einem verringerten Volumenstrom
gewechselt wird.
[0014] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung umfasst die Detektionseinrichtung eine
Sensorik, welche mindestens einen Betriebsparameter der Pumpe oder einer der Pumpe
zugeordneten Antriebseinheit, z.B. in Form eines Elektromotors, erfasst, wobei der
mindestens eine Betriebsparameter abhängig von einem Schaumanteil in der geförderten
Spülflüssigkeit ist. Eine Schaumbildung in der Spülflüssigkeit kann in diesem Fall
dann detektiert werden, wenn der mindestens eine Betriebsparameter oder eine davon
abgeleitete Größe einen vorgebbaren Grenzwert erreicht.
[0015] Als Betriebsparameter, welche indirekt einen Rückschluss auf die Schaumbildung in
der Spülflüssigkeit ermöglichen, können die Pumpendrehzahl und/oder der Pumpendruck
und/oder die von der Pumpe emittierte Geräuschabstrahlung und/oder die aufgenommene
Wirkleistung der Pumpe herangezogen werden. Demgemäß ist die Detektionseinrichtung
zur Ermittlung der Pumpendrehzahl und/oder des Pumpendrucks ausgebildet. Alternativ
oder zusätzlich ist die Detektionseinrichtung zur Erfassung der von der Pumpe emittierten
Geräuschabstrahlung, z.B. Lautstärke oder Tonfrequenz, ausgebildet.
[0016] Die indirekte Ermittlung der Schaumbildung über die Feststellung eines Betriebsparameters
der Pumpe oder der zugeordneten Antriebseinheit lässt sich konstruktiv besonders einfach
bewerkstelligen. Beim Auftreten von Schaumbildung in der Spülflüssigkeit, die zum
Umwälzen der Pumpe zugeführt wird, macht sich dies in einem nachlassenden Pumpendruck
und gleichzeitig in einer ansteigenden Drehzahl der Pumpe bemerkbar. Hierdurch bedingt
erhöht sich auch das Betriebsgeräusch der Pumpe, z.B. Lautstärke oder Tonfrequenz.
[0017] Die Pumpendrehzahl kann über einen beliebig ausgebildeten Drehzahlsensor ermittelt
werden. Ist die Drehzahl der Pumpe steuerbar oder regelbar, so braucht kein zusätzlicher
Drehzahlsensor vorgesehen sein, da die Sensierung der Drehzahl durch die Pumpe selbst
vornehmbar ist. Auf diese Weise können auch zusätzliche Kosten vermieden werden.
[0018] Alternativ ist aber auch eine unmittelbare Detektion einer Schaumbildung, z.B. mit
Hilfe optischer und/oder chemischer Sensoren denkbar.
[0019] Die Auswerteeinheit kann vorteilhaft in die Steuereinheit zur Steuerung der Verteilereinheit
integriert sein, kann aber auch als eigenständige Einheit ausgeführt oder in die Sensorik
integriert sein.
[0020] Gemäß einer konkreten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine
sind innerhalb des Spülbehälters zum einen mindestens eine UnterkorbSprühvorrichtung
und zum anderen mindestens eine Oberkorb-Sprühvorrichtung und/oder eine Decken-Sprühvorrichtung
angeordnet. In diesem Fall steuert die Steuereinheit bei Detektion von Schaumbildung
in der Spülflüssigkeit die Verteilereinheit derart an, dass die Spülflüssigkeit auf
die Oberkörb-Sprühvorrichtung und/oder die Decken-Sprühvorrichtung verteilt wird.
Durch die auf diese Weise geänderten, insbesondere auch verlängerten Flüssigkeitswege
und die geänderte Aufprallcharakteristik der herabfließenden Spülflüssigkeit auf den
Boden- oder Siebbereich des Spülbehälters, nimmt die Neigung zur Schaumbildung dabei
ab. Vorteilhaft stellt sich bei Beaufschlagung der Unterkorb-Sprühvorrichtung auch
ein höherer Volumenstrom der Spülflüssigkeit ein als bei Beaufschlagung der Oberkorb-Sprühvorrichtung
und/oder der Decken-Sprühvorrichtung, so dass durch den Wechsel der Sprühvorrichtung
automatisch auch der Volumenstrom reduziert wird.
[0021] Ein entsprechendes Betriebsverfahren sieht vor, dass dann, wenn in einem Unterkorbbetrieb,
bei welchem die Spülflüssigkeit ausschließlich auf die Unterkorb-Sprühvorrichtung
verteilt wird, Schaumbildung detektiert wird, die Verteilereinheit derart angesteuert
wird, dass vom Unterkorbbetrieb in einen Oberkorb- und/oder Deckenbetrieb gewechselt
wird. Auch dabei ist es vorteilhaft, wenn sich im Oberkorbbetrieb, bei welchem die
Spülflüssigkeit ausschließlich auf eine Oberkorb-Sprühvorrichtung verteilt wird und/oder
im Deckenbetrieb, bei welchem die Spülflüssigkeit ausschließlich auf eine Decken-Sprühvorrichtung
verteilt wird, ein geringerer Volumenstrom einstellt als bei dem Unterkorbbetrieb.
[0022] Um die Schaumbildung besonders wirkungsvoll zu unterdrücken, ist es gemäß einer weiteren
Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, die Verteilereinheit bei Detektion von Schaumbildung
in der Spülflüssigkeit derart anzusteuern, dass sich ein minimal möglicher Volumenstrom
der Spülflüssigkeit einstellt. So kann beispielsweise bei Schaumdetektion im Unterkorbbetrieb
auf einen Deckenbetrieb umgestellt werden, falls sich im Deckenbetrieb ein geringerer
Volumenstrom einstellt als in einem Oberkorbbetrieb.
[0023] Eine besonders wirkungsvolle Unterdrückung von Schaumbildung bei gleichzeitiger optimaler
Reinigungsleistung lässt sich in diesem Fall dadurch erreichen, dass die Verteilereinheit
bei detektierter Schaumbildung im Unterkorbbetrieb derart angesteuert wird, dass zunächst
für eine erste Zeitspanne in den Deckenbetrieb und anschließend für eine zweite Zeitspanne
in den Oberkorbbetrieb gewechselt wird.
[0024] Um die Schaumbildung dauerhaft zu unterdrücken, ist es gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung vorgesehen, aus dem Oberkorb- und/oder Deckenbetrieb frühestens nach
Ablauf einer vorgebbaren Zeitspanne erneut in den Unterkorbbetrieb zu wechseln.
[0025] Eine weitere Unterstützung bei der Unterdrückung der Schaumbildung kann schließlich
dadurch erreicht werden, dass bei einem erneuten Wechsel in den Unterkorbbetrieb die
Drehzahl einer der Umwälzpumpe zugeordneten Antriebseinheit im Vergleich zu dem vorangegangenen
Unterkorbbetrieb reduziert wird.
[0026] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
mit Bezugnahme auf die beigefügten Figuren erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine,
- Fig. 2
- einen schematischen zeitlichen Verlauf des Volumenstroms der Spülflüssigkeit bei Einsatz
eines erfindungsgemäßen Betriebsverfahrens gemäß einer ersten Ausführungsform und
- Fig. 3
- einen schematischen zeitlichen Verlauf des Volumenstroms der Spülflüssigkeit bei Einsatz
eines erfindungsgemäßen Betriebsverfahrens gemäß einer zweiten Ausführungsform.
[0027] In Fig. 1 ist eine Geschirrspülmaschine mit einem, einen Spülraum begrenzenden Spülbehälter
1 gezeigt. Im Spülraum des Spülbehälters 1 kann ein nicht dargestelltes zu reinigendes
Spülgut in Geschirrkörben in Form eines Unterkorbes 3 und eines Oberkorbes 5 angeordnet
werden. Im gezeigten Spülbehälter 1 sind beispielhaft drei, in unterschiedlichen Sprühebenen
vorgesehene Sprühvorrichtungen in Form einer UnterkorbSprühvorrichtung 7, einer Oberkorb-Sprühvorrichtung
8 und einer Decken-Sprühvorrichtung 9 angeordnet, über die das zu reinigende Spülgut
mit Spülflüssigkeit beaufschlagt wird. Die Unterkorb-Sprühvorrichtung 7 und die Oberkorb-Sprühvorrichtung
sind dabei beispielhaft als Sprüharme und die Decken-Sprühvorrichtung 9 beispielhaft
als Dachbrause ausgeführt. Im Spülbehälterboden ist ein Pumpentopf 10 mit nur grob
angedeuteter Siebanordnung 11 vorgesehen. Vom Pumpentopf 10 ausgehend ist eine Umwälzleitung
12 mit darin angeordneter Pumpe 13 in Form einer Umwälzpumpe 13' und nachgeschalteter
Wasserheizung 14 weggeführt. Stromab der Wasserheizung 14 ist eine Verteilereinheit
15 in Form einer Wasserweiche 15' vorgesehen, an der drei Zuführleitungen 16 von der
Umwälzleitung 12 abzweigen. Über die Zuführleitungen 16 ist die Umwälzleitung 12 mit
den Sprühvorrichtungen 7, 8, 9 verbunden. Die Wasserweiche 15' dient dabei dem verteilen
der von der Umwälzpumpe 13' geförderten Spülflüssigkeit auf eine einzelne oder auch
auf eine Gruppe der Sprühvorrichtungen 7, 8, 9. Aufgrund einer unterschiedlichen Ausgestaltung
und Anordnung der einzelnen Sprühvorrichtungen 7, 8, 9 und/oder der Zuführleitungen
16 stellen sich abhängig von der Stellung der Wasserweiche 15' und der daraus resultierenden
Verteilung der Spülflüssigkeit auf die Sprühvorrichtungen 7, 8, 9 unterschiedliche
Volumenströme ein. Die jeweilige Stellung der Wasserweiche 15' wird dabei durch eine
Steuereinheit 17 festgelegt, welche die Wasserweiche 15' ansteuert.
[0028] Die aus den Sprühvorrichtungen 7, 8, 9 ausgesprühte Spülflüssigkeit sammelt sich
auf dem Spülbehälterboden und wird über den Pumpentopf 10 wieder in die Umwälzleitung
12 eingeleitet, so dass ein Flüssigkeitskreislauf gebildet wird. Am Pumpentopf 10
ist außerdem eine an das Wasserversorgungsnetz angeschlossene Frischwasserzuleitung
18 sowie eine Ablaufleitung 19 vorgesehen, in der eine Laugenpumpe 20 zum Abpumpen
von Spülflüssigkeit aus dem Spülbehälter 1 angeordnet ist. In der Frischwasserzuleitung
18 ist ein Wassereinlaufventil 19 angeordnet.
[0029] Zur Durchführung eines Spülganges weist die Geschirrspülmaschine eine Programmsteuereinrichtung
21 auf, mit der an sich bekannte Programmschritte, wie Vorspülen, Reinigen, Zwischenspülen,
Klarspülen und/oder Trocknen durchführbar sind. Hierzu kann die Programmsteuereinrichtung
21 über, in gestrichelten Linien gezeigte, Signalleitungen die jeweiligen Gerätekomponenten
ansteuern.
[0030] Wie aus Fig. 1 weiter hervorgeht, ist der Umwälzpumpe 13' eine Antriebseinheit 22
in Form eines Elektromotors 22' zugeordnet, welcher die Umwälzpumpe 13' über eine
Antriebswelle 23 antreibt. Der Elektromotor 22' kann z.B. als sogenannter BLDC-Motor,
das heißt bürstenloser Gleichstromstrommotor, ausgeführt sein. Dem Elektromotor 22'
kann ferner ein nicht dargestellter Umrichter oder Wechselrichter zugeordnet sein,
der den Elektromotor 22' mit elektrischer Energie versorgt. Der Umrichter oder Wechselrichter
erzeugt dabei die erforderliche elektrischen Drei-Phasen-Spannung für den Elektromotor
22', also eine elektrische Spannung mit erforderlicher Frequenz und erforderlichem
Effektivwert. Über den Umrichter oder Wechselrichter kann die Programmsteuereinrichtung
21 den Elektromotor 22' der Umwälzpumpe 13' steuern, gegebenenfalls auch regeln.
[0031] Durch eine Sensorik 24 kann ein Betriebsparameter des Elektromotors 22', wie z.B.
die Drehzahl, während des Pumpenbetriebes erfasst werden. Der so erfasste Betriebsparameter
wird über eine Signalleitung 25 zu einer Auswerteeinheit 26 geführt und dort ausgewertet.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Auswerteeinheit 26 in die Programmsteuereinrichtung
21 integriert. Alternativ kann die Auswerteeinheit 26 aber auch separat dazu realisiert
sein oder in die Sensorik 24 integriert sein.
[0032] Der durch die Sensorik 24 erfasste Betriebsparameter, also z.B. die Drehzahl des
Elektromotors 22', ist abhängig von einem Schaumanteil in der geförderten Spülflüssigkeit.
Insofern kann durch Vergleich des Betriebsparameters oder einer davon abgeleiteten
Größe, wie z.B. der Schwankungsbreite des Betriebsparameters oder der Pumpenleistung,
mit einem Grenzwert eine Schaumbildung in der Spülflüssigkeit detektiert werden. Neben
der beispielhaft genannten Drehzahl des Elektromotors kann grundsätzlich jeder beliebige
Betriebsparameter der Umwälzpumpe 13' oder des zugeordneten Elektromotors 22' zur
Detektion einer Schaumbildung in der Spülflüssigkeit erfasst und ausgewertet werden,
vorausgesetzt dass sich der Betriebsparameter in Abhängigkeit vom Schaumanteil in
der Spülflüssigkeit verändert.
[0033] Die Sensorik 24 bildet insofern zusammen mit der Auswerteeinheit 26 eine Detektionseinrichtung
27 zur Detektion einer Schaumbildung in der Spülflüssigkeit.
[0034] Alternativ zur Detektion der Schaumbildung über einen Betriebsparameter der Umwälzpumpe
13' oder des zugeordneten Elektromotors 22' kann selbstverständlich auch eine Sensorik
eingesetzt werden, welche die Schaumbildung unmittelbar detektiert.
[0035] Zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Betriebsverfahrens sei im Folgenden davon ausgegangen,
dass sich in einem Unterkorbbetrieb, bei welchem die Spülflüssigkeit ausschließlich
auf die Unterkorb-Sprühvorrichtung 7 verteilt, aufgrund der Ausgestaltung und Anordnung
der Unterkorb-Sprühvorrichtung 7 und/oder der zugehörigen Zuführleistung 16 ein maximaler
Volumenstrom der Spülflüssigkeit einstellt. Entsprechend stelle sich im Oberkorb-Betrieb,
bei welchem die Spülflüssigkeit ausschließlich auf die Oberkorb-Sprühvorrichtung 8
verteilt wird, ein mittlerer Volumenstrom und im Deckenbetrieb, bei welchem die Spülflüssigkeit
ausschließlich auf die Decken-Sprühvorrichtung 9 verteilt wird, ein minimaler Volumenstrom
ein. Des Weiteren sei beispielhaft angenommen, dass im Unterkorbbetrieb ein vorgebbarer
Luftanteil in der Spülflüssigkeit zulässig sein soll.
[0036] Ein erfindungsgemäßes Betriebsverfahren gemäß einer ersten Ausführungsform wird im
Folgenden anhand von Figur 2 erläutert, welche schematisch den zeitlichen Verlauf
des Volumenstroms der Spülflüssigkeit zeigt. In einer ersten Zeitphase beginnend mit
dem Zeitpunkt T0 wird die Geschirrspülmaschine im Unterkorbbetrieb betrieben. Dabei
stellt sich ein maximaler Volumenstrom Q1 ein. Aufgrund des hohen Volumenstroms und
des zulässigen Luftanteils im Unterkorbbetrieb ist eine Schaumbildung in dieser Betriebsart
nicht auszuschließen. Eine erhöhte Schmutzkonzentration, insbesondere bei Verwendung
von Klarspülwasser bei einer an sich bekannten Zwischenspeicherung von Spülflüssigkeit
(Flottenspeichertechnik), erhöht die Neigung zur Schaumbildung insbesondere in einem
Teilprogrammschritt "Reinigen" zusätzlich.
[0037] Ab dem Zeitpunkt T1 ergibt sich ein unrunder Betrieb der Umwälzpumpe 13' und damit
einhergehend ein Abfall des Volumenstroms bei gleichzeitiger erhöhter Schwankungsbreite,
was auf Schaumbildung in der Spülflüssigkeit zurückzuführen ist. Diese Schaumbildung
wirkt sich auch auf Betriebsparameter der Umwälzpumpe 13' und des zugeordneten Elektromotors
22', wie z.B. die Drehzahl des Elektromotors 22' aus, so dass die Schaumbildung mit
Hilfe Detektionseinrichtung in Form der Sensorik 24 und der Auswerteeinheit 26 detektiert
werden kann. Nach Detektion der Schaumbildung wird zum Zeitpunkt T2 vom Oberkorbbetrieb
in den Deckenbetrieb gewechselt. Dazu wird die Wasserweiche 15' durch die zugeordnete
Steuereinheit 17, welche im dargestellten Ausführungsbeispiel als Teil der Programmsteuereinrichtung
21 realisiert ist, welche aber auch separat dazu realisiert sein kann, derart angesteuert,
dass die Spülflüssigkeit ausschließlich auf die Decken-Sprühvorrichtung 9 verteilt
wird. Dadurch sinkt der Volumenstrom abrupt auf einen minimalen Wert Q2. Der reduzierte
Volumenstrom führt zu einer deutlichen Verringerung des Luftanteils in der Spülflüssigkeit
und damit zu einer Vermeidung einer weiteren Schaumbildung. Vielmehr wird der bereits
gebildete Schaum wieder reduziert. Der Deckenbetrieb wirkt insofern hinsichtlich der
Schaumbildung als Beruhigungsphase, in welcher sich der gebildete Schaum wieder abbauen
kann. Nach einer ersten Zeitspanne Δt1 wird zu einem Zeitpunkt T3 vom Deckenbetrieb
in den Oberkorbbetrieb gewechselt, bei welchem sich ein mittlerer Volumenstrom Q3
einstellt. Dazu wird die Wasserweiche 15' durch die Steuereinheit 17 wiederum entsprechend
angesteuert.
[0038] Auch der mittlere Volumenstrom Q3 führt im Vergleich zum hohen Volumenstrom Q1 während
des Unterkorbbetriebs noch zu einer Verringerung des Luftanteils in der Spülflüssigkeit,
bei welcher eine weitere Schaumbildung vermieden wird und bei welchem sich bereits
gebildeter Schaum wieder abbauen kann. Insofern wirkt auch der Oberkorbbetrieb noch
als Beruhigungsphase hinsichtlich der Schaumbildung.
[0039] Nach einer zweiten Zeitspanne Δt2 wird zum Zeitpunkt T4 vom Oberkorbbetrieb erneut
in den Unterkorbbetrieb gewechselt. Von da an wiederholt sich der gezeigte und beschriebene
Ablauf periodisch. Eine dritte Zeitspanne Δt3 zwischen zwei Unterkorbbetrieberi, welche
sich im dargestellten Ausführungsbeispiel aus den beiden Zeitspannen Δt1 und Δt2 zusammensetzt
wird dabei derart vorgegeben, dass der bereits gebildete Schaum zumindest in solchem
Umfang wieder abgebaut ist, dass im weiteren Verlauf des Spülverfahrens eine ausreichende
Spülleistung erreicht werden kann.
[0040] Figur 3 zeigt schematisch den zeitlichen Verlauf des Volumenstroms der Spülflüssigkeit
bei Einsatz eines erfindungsgemäßen Betriebsverfahrens gemäß einer zweiten Ausführungsförm.
Die zweite Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform dabei
lediglich dadurch, dass nach einem erneuten Wechsel in den Unterkorbbetrieb zum Zeitpunkt
4 die Drehzahl des der Umwälzpumpe 13' zugeordneten Elektromotors 22' im Vergleich
zu dem vorangegangenen Unterkorbbetrieb im Zeitraum zwischen T0 und T2 reduziert wird,
was sich in einem zu dem maximalen Volumenstrom Q1 verringerten Volumenstrom Q1' äußert.
Diese Verringerung der Drehzahl kann im Bedarfsfall, wie dargestellt, auch über mehrere
Perioden fortgeführt werden.
[0041] Die Erfindung wurde beispielhaft für eine Geschirrspülmaschine beschrieben, bei welcher
sich im Unterkorbbetrieb, im Oberkorbbetrieb und im Deckenbetrieb unterschiedliche
Volumenströme der Spülflüssigkeit ergeben, was die gewünschte Unterdrückung der Schaumbildung
unterstützt. Es sei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Erfindung grundsätzlich
unabhängig von einer Veränderung des Volumenstroms einsetzbar ist, da bereits die
geänderten Flüssigkeitswege und/oder die daraus resultierenden veränderten Aufprallcharakteristiken
der herabfließenden Spülflüssigkeit auf den Behälterboden die gewünschte Unterdrückung
der Schaumbildung bewirken kann.
Verwendete Bezugszeichen
[0042]
- 1
- Spülbehälter
- 3
- Unterkorb
- 5
- Oberkorb
- 7
- Unterkorb-Sprühvorrichtung
- 8
- Oberkorb-Sprühvorrichtung
- 9
- Decken-Sprühvorrichtung
- 10
- Pumpentopf
- 11
- Siebanordnung
- 12
- Umwälzleitung
- 13
- Pumpe
- 13'
- Umwälzpumpe
- 14
- Wasserheizung
- 15
- Verteilereinheit
- 15'
- Wasserweiche
- 16
- Zuführleitungen
- 17
- Steuereinheit
- 18
- Frischwasserzuleitung
- 19
- Wassereinlaufventil
- 20
- Laugenpumpe
- 21
- Programmsteuereinrichtung
- 22
- Antriebseinheit
- 22'
- Elektromotor
- 23
- Antriebswelle
- 24
- Sensorik
- 25
- Signalleitung
- 26
- Auswerteeinheit
- 27
- Detektionseinrichtung
1. Geschirrspülmaschine, insbesondere Haushaltsgeschirrspülmaschine, mit
- einem Spülbehälter (1) zur Aufnahme von zu reinigendem Spülgut,
- mindestens zwei innerhalb des Spülbehälters (1) angeordneten Sprühvorrichtungen
(7, 8, 9) zur Beaufschlagung des Spülgutes mit Spülflüssigkeit,
- eine Pumpe (13), insbesondere Umwälzpumpe (13'), zum Fördern von Spülflüssigkeit
zu den Sprühvorrichtungen (7, 8, 9)
- eine Steuereinheit (17)
- eine Detektionseinrichtung (27) zur Detektion einer Schaumbildung in der Spülflüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet, dass die Geschirrspülmaschine ferner aufweist:
- eine von der Steuereinheit (17) gesteuerte Verteilereinheit (15) zum Verteilen der
geförderten Spülflüssigkeit auf eine einzelne oder eine Gruppe von Sprühvorrichtungen
(7, 8, 9), wobei sich ein Volumenstrom der Spülflüssigkeit in Abhängigkeit von der
Verteilung der Spülflüssigkeit auf die Sprühvorrichtungen (7, 8, 9) einstellt,
wobei die Steuereinheit (17) so eingerichtet ist, dass diese bei Detektion von Schaumbildung
in der Spülflüssigkeit die Verteilereinheit (15) derart ansteuert, dass sich die Verteilung
der Spülflüssigkeit auf die Sprühvorrichtungen (7, 8, 9) derart verändert, dass sich
die Neigung zur Schaumbildung verringert.
2. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, wobei die Steuereinheit (17) bei Detektion von
Schaumbildung in der Spülflüssigkeit die Verteilereinheit (15) derart ansteuert, dass
sich ein im Vergleich zu einem aktuellen Volumenstrom verringerter Volumenstrom der
Spülflüssigkeit einstellt.
3. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Detektionseinrichtung
(27) eine Sensorik (24) umfasst, welche mindestens einen Betriebsparameter der Pumpe
(13) oder einer der Pumpe (13) zugeordneten Antriebseinheit (22) erfasst, wobei der
mindestens eine Betriebsparameter abhängig von einem Schaumanteil in der geförderten
Spülflüssigkeit ist.
4. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 3, wobei die Detektionseinrichtung (27) eine Auswerteeinheit
(26) umfasst, welche eine Schaumbildung in der Spülflüssigkeit detektiert, wenn der
mindestens eine Betriebsparameter oder eine davon abgeleitete Größe einen vorgebbaren
Grenzwert erreicht.
5. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Detektionseinrichtung
(27) eine Sensorik, insbesondere mindestens einen chemischen oder optischen Sensor,
umfasst, welche eine Schaumbildung in der Spülflüssigkeit unmittelbar detektiert.
6. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
- innerhalb des Spülbehälters (1) mindestens eine Unterkorb-Sprühvorrichtung (7) angeordnet
ist,
- innerhalb des Spülbehälters mindestens eine Oberkorb-Sprühvorrichtung (8) und/oder
eine Decken-Sprühvorrichtung (9) angeordnet sind und
- die Steuereinheit (17) bei Detektion von Schaumbildung in der Spülflüssigkeit die
Verteilereinheit (15) derart ansteuert, dass die Spülflüssigkeit auf die Oberkorb-Sprühvorrichtung
(8) und/oder die Decken-Sprühvorrichtung (9) verteilt wird.
7. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 6, wobei
- sich bei Beaufschlagung der Unterkorb-Sprühvorrichtung (7) ein höherer Volumenstrom
der Spülflüssigkeit einstellt als bei Beaufschlagung der Oberkorb-Sprühvorrichtung
(8) und/oder der Decken-Sprühvorrichtung (9).
8. Verfahren zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine, insbesondere einer Haushaltsgeschirrspülmaschine,
mit mindestens zwei innerhalb eines Spülbehälters (1) angeordneten Sprühvorrichtungen
(7, 8, 9) zur Beaufschlagung von zu reinigendem Spülgut mit Spülflüssigkeit und mit
einer Pumpe (13), insbesondere Umwälzpumpe (13'), zum Fördern von Spülflüssigkeit
zu den Sprühvorrichtungen (7, 8, 9), wobei die geförderte Spülflüssigkeit mittels
einer Verteilereinheit (15) auf eine einzelne oder eine Gruppe von Sprühvorrichtungen
(7, 8, 9) verteilt werden kann und sich dabei in Abhängigkeit von der Verteilung der
Spülflüssigkeit auf die Sprühvorrichtungen (7, 8, 9) ein Volumenstrom der Spülflüssigkeit
einstellt, bei dem
- eine Schaumbildung in der Spülflüssigkeit detektiert wird und
- die Verteilereinheit (15) bei Detektion von Schaumbildung in der Spülflüssigkeit
derart angesteuert wird, dass sich die Verteilung der Spülflüssigkeit auf die Sprühvorrichtungen
(7, 8, 9) derart verändert, dass sich die Neigung zur Schaumbildung verringert.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die Verteilereinheit (15) bei Detektion von Schaumbildung
in der Spülflüssigkeit derart angesteuert wird, dass sich ein im Vergleich zu einem
aktuellen Volumenstrom verringerter Volumenstrom der Spülflüssigkeit einstellt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Verteilereinheit (15) bei Detektion von Schaumbildung
in der Spülflüssigkeit derart angesteuert wird, dass sich ein minimal möglicher Volumenstrom
der Spülflüssigkeit einstellt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei
- mindestens ein Betriebsparameter der Pumpe (13) oder einer der Pumpe (13) zugeordneten
Antriebseinheit (22) erfasst wird, welcher abhängig von einem Schaumanteil in der
geförderten Spülflüssigkeit ist und
- eine Schaumbildung in der Spülflüssigkeit detektiert wird, wenn der mindestens eine
Betriebsparameter oder eine davon abgeleitete Größe einen vorgebbaren Grenzwert erreicht.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, eine Schaumbildung in der Spülflüssigkeit
unmittelbar mit Hilfe einer Sensorik, insbesondere mindestens eines chemischen oder
optischen Sensors, erfasst wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, wobei die Verteilereinheit (15) derart
angesteuert wird, dass von einem Unterkorbbetrieb, bei welchem die Spülflüssigkeit
ausschließlich auf eine Unterkorb-Sprühvorrichtung (7) verteilt wird, in einen Oberkorbbetrieb,
bei welchem die Spülflüssigkeit ausschließlich auf eine Oberkorb-Sprühvorrichtung
(8) verteilt wird, und/oder einen Deckenbetrieb, bei welchem die Spülflüssigkeit ausschließlich
auf eine Decken-Sprühvorrichtung (9) verteilt wird, gewechselt wird, wenn im Unterkorbbetrieb
eine Schaumbildung detektiert wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12, wobei sich im Oberkorbbetrieb und/oder im Deckenbetrieb
ein geringerer Volumenstrom einstellt als im Unterkorbbetrieb.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei
- sich im Deckenbetrieb ein geringerer Volumenstrom einstellt als im Oberkorbbetrieb,
und
- die Verteilereinheit (15) derart angesteuert wird, dass zunächst für eine erste
Zeitspanne in den Deckenbetrieb und anschließend für eine zweite Zeitspanne in den
Oberkorbbetrieb gewechselt wird, wenn im Unterkorbbetrieb eine Schaumbildung detektiert
wird.
1. Dishwasher, in particular domestic dishwasher, having
- a dishwashing cavity (1) for receiving wash items to be cleaned,
- at least two spraying devices (7, 8, 9) arranged inside the dishwashing cavity (1)
for applying wash liquor to the wash items,
- a pump (13), in particular circulating pump (13'), for conveying wash liquor to
the spraying devices (7, 8, 9),
- a control unit (17),
- a detection facility (27) for detecting a formation of foam in the wash liquor,
characterized in that the dishwasher furthermore has
- a distribution unit (15) controlled by the control unit (17) for distributing the
conveyed wash liquor to a single or a group of spraying devices (7, 8, 9), wherein
a volume flow of the wash liquor is set as a function of the distribution of the wash
liquor to the spraying devices (7, 8, 9),
wherein the control unit (17) is designed such that upon detection of a formation
of foam in the wash liquor, it controls the distribution unit (15) such that the distribution
of the wash liquor to the spraying devices (7, 8, 9) changes such that the tendency
towards the formation of foam decreases.
2. Dishwasher according to claim 1, wherein upon detection of a formation of foam in
the wash liquor, the control unit (17) controls the distribution unit (15) such that
a reduced volume flow of the wash liquor is set in comparison to a current volume
flow.
3. Dishwasher according to one of claims 1 or 2, wherein the detection facility (27)
comprises sensor technology (24) which acquires at least one operating parameter of
the pump (13) or of a drive unit (22) assigned to the pump (13), wherein the at least
one operating parameter is dependent on a foam content in the conveyed wash liquor.
4. Dishwasher according to claim 3, wherein the detection facility (27) comprises an
evaluation unit (26), which detects a formation of foam in the wash liquor if the
at least one operating parameter or a variable derived therefrom reaches a predeterminable
limit value.
5. Dishwasher according to one of claims 1 or 2, wherein the detection facility (27)
comprises sensor technology, in particular at least one chemical or optical sensor,
which directly detects a formation of foam in the wash liquor.
6. Dishwasher according to one of the preceding claims, wherein
- at least one lower-basket spraying device (7) is arranged inside the dishwashing
cavity (1),
- at least one upper-basket spraying device (8) and/or a ceiling spraying device (9)
are arranged inside the dishwashing cavity and
- upon detection of a formation of foam in the wash liquor, the control unit (17)
controls the distribution unit (15) such that the wash liquor is distributed to the
upper-basket spraying device (8) and/or the ceiling spraying device (9).
7. Dishwasher according to claim 6, wherein
- a higher volume flow of the wash liquor is set for application by the lower-basket
spraying device (7) than for application by the upper-basket spraying device (8) and/or
the ceiling spraying device (9).
8. Method for the operation of a dishwasher, in particular a domestic dishwasher, having
at least two spraying devices (7, 8, 9) arranged inside a dishwashing cavity (1) for
applying wash liquor to wash items and having a pump (13), in particular circulating
pump (13'), for conveying wash liquor to the spraying devices (7, 8, 9), wherein the
conveyed wash liquor can be distributed to a single or a group of spraying devices
(7, 8, 9) by means of a distribution unit (15) and a volume flow of the wash liquor
is set as a function of the distribution of the wash liquor to the spraying devices
(7, 8, 9), wherein
- a formation of foam in the wash liquor is detected and
- upon detection of a formation of foam in the wash liquor, the distribution unit
(15) is controlled such that the distribution of the wash liquor to the spraying devices
(7, 8, 9) changes such that the tendency towards the formation of foam decreases.
9. Method according to claim 8, wherein upon detection of a formation of foam in the
wash liquor, the distribution unit (15) is controlled such that a reduced volume flow
of the wash liquor is set in comparison to a current volume flow.
10. Method according to claim 9, wherein upon detection of a formation of foam in the
wash liquor, the distribution unit (15) is controlled such that a minimum possible
volume flow of the wash liquor is set.
11. Method according to one of claims 8 to 10, wherein
- at least one operating parameter of the pump (13) or of a drive unit (22) assigned
to the pumps (13) is acquired, which operating parameter is dependent on a foam content
in the conveyed wash liquor and
- a formation of foam in the wash liquor is detected if the at least one operating
parameter or a variable derived therefrom reaches a predeterminable limit value.
12. Method according to one of claims 8 to 10, wherein a formation of foam in the wash
liquor is directly acquired with the aid of sensor technology, in particular at least
one chemical or optical sensor.
13. Method according to one of claims 8 to 12, wherein the distribution unit (15) is controlled
such that there is a change from a lower-basket operation, in which the wash liquor
is only distributed to a lower-basket spraying device (7), to an upper-basket operation,
in which the wash liquor is only distributed to an upper-basket spraying device (8),
and/or a ceiling operation, in which the wash liquor is only distributed to a ceiling
spraying device (9), if a formation of foam is detected during lower-basket operation.
14. Method according to claim 12, wherein a lower volume flow is set during upper-basket
operation and/or during ceiling operation than during lower-basket operation.
15. Method according to claim 14, wherein
- a lower volume flow is set during ceiling operation than during upper-basket operation,
and
- the distribution unit (15) is controlled such that there is initially a change to
ceiling operation for a first period of time and subsequently a change to upper-basket
operation for a second period of time if a formation of foam is detected during lower-basket
operation.
1. Lave-vaisselle, notamment lave-vaisselle à usage domestique, comprenant
- une cuve de lavage (1) destinée à loger des produits à nettoyer,
- au moins deux dispositifs d'arrosage (7, 8, 9) disposés à l'intérieur de la cuve
de lavage (1), destinés à alimenter les produits à nettoyer en liquide de lavage,
- une pompe (13), notamment une pompe de circulation (13'), destinée à transporter
du liquide de lavage vers les dispositifs d'arrosage (7, 8, 9),
- une unité de commande (17)
- un dispositif de détection (27) pour détecter une formation de mousse dans le liquide
de lavage,
caractérisé en ce que le lave-vaisselle présente en outre
- une unité de distribution (15) commandée par l'unité de commande (17), destinée
à répartir le liquide de lavage transporté sur un seul ou sur un groupe de dispositifs
d'arrosage (7, 8, 9), un débit volume du liquide de lavage se réglant en fonction
de la répartition du liquide de lavage sur les dispositifs d'arrosage (7, 8, 9),
l'unité de commande (17) étant agencée de manière à ce qu'en cas de détection de formation
de mousse dans le liquide de lavage, l'unité de distribution (15) soit commandée de
manière à ce que la répartition du liquide de lavage sur les dispositifs d'arrosage
(7, 8, 9) se modifie de façon à ce que la tendance à la formation de mousse diminue.
2. Lave-vaisselle selon la revendication 1, l'unité de commande (17), en cas de détection
de formation de mousse, commandant l'unité de distribution (15) de telle manière qu'un
débit volume diminué se règle par rapport à un début volume actuel.
3. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, le dispositif de
détection (27) comprenant des capteurs (24), lesquels enregistrent au moins un paramètre
de fonctionnement de la pompe (13) ou d'une unité d'entraînement (22) attribuée à
la pompe (13), l'au moins un paramètre de fonctionnement étant dépendant d'une proportion
de mousse dans le liquide de lavage transporté.
4. Lave-vaisselle selon la revendication 3, le dispositif de détection (27) comprenant
une unité d'évaluation (26), laquelle détecte une formation de mousse dans le liquide
de lavage lorsque l'au moins un paramètre de fonctionnement ou une grandeur qui en
est dérivée atteint une valeur limite prédéfinissable.
5. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, le dispositif de
détection (27) comprenant des capteurs, notamment au moins un capteur chimique ou
optique, lequel détecte immédiatement une formation de mousse dans le liquide de lavage.
6. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes,
- au moins un dispositif d'arrosage (7) de panier inférieur étant disposé à l'intérieur
de la cuve de lavage (1),
- au moins un dispositif d'arrosage (8) de panier supérieur et/ou un dispositif d'arrosage
(9) de plafond étant disposés à l'intérieur de la cuve de lavage (1) et
- l'unité de commande (17) commandant l'unité de distribution (15) en cas de détection
de formation de mousse dans le liquide de lavage, de manière à ce que le liquide de
lavage soit réparti sur le dispositif d'arrosage (8) de panier supérieur et/ou sur
le dispositif d'arrosage (9) de plafond.
7. Lave-vaisselle selon la revendication 6,
- un débit volume, en cas d'alimentation du dispositif d'arrosage (7) du panier inférieur,
plus élevé du liquide de lavage que dans le cas de l'alimentation du dispositif d'arrosage
(8) du panier supérieur et/ou du dispositif d'arrosage (9) du plafond se réglant.
8. Procédé de fonctionnement d'un lave-vaisselle, notamment d'un lave-vaisselle à usage
domestique, comprenant au moins deux dispositifs d'arrosage (7, 8, 9) disposés à l'intérieur
d'une cuve de lavage (1), destinés à alimenter des produits à nettoyer en liquide
de lavage, et comprenant une pompe (13), notamment une pompe de circulation (13'),
destinée à transporter du liquide de lavage vers les dispositifs d'arrosage (7, 8,
9), le liquide de lavage transporté pouvant être réparti sur un seul ou sur un groupe
de dispositifs d'arrosage (7, 8, 9) au moyen d'une unité de distribution (15) et un
débit volume du liquide de lavage se réglant en fonction de la répartition du liquide
de lavage sur les dispositifs d'arrosage (7, 8, 9), dans lequel
- une formation de mousse dans le liquide de lavage est détectée et
- dans lequel l'unité de distribution (15), en cas de détection de formation de mousse
dans le liquide de lavage, est commandée de manière à ce que la répartition du liquide
de lavage sur les dispositifs d'arrosage (7, 8, 9) se modifie de façon à ce que la
tendance à la formation de mousse diminue.
9. Procédé selon la revendication 8, l'unité de distribution (15), en cas de détection
de formation de mousse dans le liquide de lavage, étant commandée de manière à ce
qu'un débit volume diminué du liquide de lavage se règle par rapport à un débit volume
actuel.
10. Procédé selon la revendication 9, l'unité de distribution (15), en cas de détection
de formation de mousse dans le liquide de lavage, étant commandée de manière à ce
qu'un débit volume minimum réalisable du liquide de lavage se règle.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 10,
- au moins un paramètre de fonctionnement de la pompe (13) ou d'une unité d'entraînement
(22) attribuée à la pompe étant enregistré, lequel est dépendant d'une proportion
de mousse dans le liquide de lavage transporté, et
- une formation de mousse dans le liquide de lavage étant détectée lorsque l'au moins
un paramètre de fonctionnement ou une grandeur qui en est dérivée atteint une valeur
limite prédéfinissable.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, une formation de mousse
dans le liquide de lavage étant enregistrée immédiatement à l'aide de capteurs, notamment
d'au moins un capteur chimique ou optique.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 12, l'unité de distribution
(15) étant commandée de manière à ce qu'une alternance ait lieu d'un fonctionnement
du panier inférieur, dans lequel le liquide de lavage est réparti uniquement sur un
dispositif d'arrosage (7) de panier inférieur, en un fonctionnement de panier supérieur,
dans lequel le liquide de lavage est réparti uniquement sur un dispositif d'arrosage
(8) du panier supérieur et/ou un fonctionnement du plafond, dans lequel, le liquide
de lavage est réparti uniquement sur un dispositif d'arrosage (9) de plafond, lorsque
une formation de mousse est détectée en fonctionnement du panier inferieur.
14. Procédé selon la revendication 12, un débit volume, en fonctionnement du panier supérieur
et/ou en fonctionnement du plafond, plus petit qu'en fonctionnement du panier se réglant.
15. Procédé selon la revendication 14,
- un débit volume, en fonctionnement du plafond, plus petit qu'en fonctionnement du
panier supérieur se réglant, et
- l'unité de distribution (15) étant commandée de manière à ce que pour une première
période de temps est commutée en fonctionnement du plafond et ensuite pour une deuxième
période de temps est commutée en fonctionnement du panier supérieur lorsqu' en fonctionnement
du panier inférieur une formation de mousse est détectée.