[0001] Die Erfindung betrifft einen Klapptisch mit einer Tischplatte und wenigstens einem
schwenkbaren Fuß, welcher einen im errichteten Zustand des Klapptisches oberen Fußabschnitt
aufweist, welcher zumindest eine sich parallel zu der Tischplatte erstreckende Erstreckungsrichtungskomponente
aufweist und sich zwischen einer zentrumsnahen Position und einer zentrumsfernen Position
der Tischplatte erstreckt, wobei der obere Fußabschnitt an der Unterseite der Tischplatte
lösbar befestigbar ist, um ihn anlässlich des Errichtens bzw. des Zusammenklappens
des Tisches mit der Tischplatte zu verbinden bzw. von dieser zu lösen.
[0002] Derartige Klapptische sind in vielfältiger Ausgestaltung bekannt, wobei sie insbesondere
in Form von Garten- und Freizeittischen sowohl für den privaten als auch für den gewerblichen
Gebrauch, wie beispielsweise zum Zwecke der Außenbewirtung auf Terrassen von Gaststätten,
Hotels und dergleichen, Verwendung finden, um sie während jahreszeitlich oder wetterbedingten
Zeiträumen der Nichtbenutzung möglichst kompakt lagern zu können. Um die Klappfunktion
zu gewährleisten, sind üblicherweise zumindest einige Füße mittels Gelenken schwenkbar
aneinander, an einem Träger und/oder an der Tischplatte angelenkt. Dabei weisen die
Füße solcher Klapptische häufig einen oberen Fußabschnitt auf, welcher sich im errichteten
bzw. aufgebauten Zustand des Klapptisches etwa parallel zu der Tischplatte zwischen
einer zentrumsnahen Position und einer zentrumsfernen Position der Tischplatte erstreckt
und an welchem die Tischplatte im errichteten Zustand des Klapptisches lösbar festgelegt
werden kann. Insbesondere an die zentrumsnahen Enden der etwa parallel zu der Tischplatte
verlaufenden oberen Fußabschnitte kann sich jeweils ein etwa senkrechter Fußabschnitt
anschließen, wobei die senkrechten Fußabschnitte oft mittels sogenannter Tischmittel
derart aneinander oder - insbesondere im Falle von Klapptischen mit relativ großen
Tischplatten - an einem gemeinsamen, beispielweise an der Unterseite der Tischplatte
angelenkten Träger befestigt sind, dass zumindest einige Füße in Richtung der anderen
Füße bzw. in Richtung des Trägers geklappt werden können, um im zusammengeklappten
Zustand für die Ausrichtung aller Füße sowie gegebenenfalls des Trägers im Wesentlichen
in einer Ebene und somit für eine platzsparende Anordnung der Füße zu sorgen. Die
Tischplatte selbst kann dann, beispielsweise um einen oder zwei fest, aber schwenkbar
an ihr angeordnete Füße oder um den gleichfalls in der Regel fest, aber schwenkbar
an ihr angeordneten Träger ebenfalls in eine solche Ebene geklappt werden. Alternativ
können die Füße z.B. auch im Wesentlichen U-förmig ausgebildet und an einem die U-Schenkel
miteinander verbindenden, etwa parallel zu dem U-Steg und mit Abstand von diesem schwenkbar
an den U-Schenkeln angeordneten Quersteg fest an der Tischplatte angelenkt sein, um
die Füße im zusammengeklappten Zustand des Klapptisches um das an dem jeweiligen Quersteg
angeordnete Gelenk an die Tischplatte anzuklappen, wobei die U-Stege der Füße nach
Verschwenken derselben von der Tischplatte fort um die Querstege an entsprechenden
Aufnahmen an der Unterseite der Tischplatte verrastet werden können, um den Klapptisch
zu errichten bzw. aufzubauen.
[0003] Ein bekanntes Problem bei derartigen, üblicherweise im Freien genutzten Klapptischen
besteht darin, dass die Tischplatte sehr hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist,
wobei sie beispielsweise jahreszeitbedingt insbesondere nachts auf Temperaturen um
den Gefrierpunkt abkühlen kann, während sie sich z.B. unter direkter Sonneneinstrahlung
zumindest oberflächig ohne weiteres auf Temperaturen oberhalb etwa 60°C oder gar oberhalb
etwa 70°C erwärmen kann. Eine derartige Erwärmung ist um so größer, je dunkler die
Farbe oder das Dekor und je höher somit die Wärmeabsorptionseigenschaften der Tischplatte
sind. Die Tischplatten neigen unter einer solchen Erwärmung zur Verformung, wobei
sich üblicherweise die randseitigen Bereiche der Tischplatte in Bezug auf deren zentralen
Bereich nach oben biegen. Dies betrifft insbesondere - wenn auch nicht ausschließlich
- solche Tischplatten, welche einen Kern aus einem Holzwerkstoff, wie einer oder mehrerer
Pressspanplatten, aufweisen, die zumindest oberflächig oder insbesondere auch mehr
oder minder vollumfänglich mit einem Kunststoffmaterial, beispielsweise einem duroplastischen
Kunstharz, beschichtet sind, wobei zwischen dem Holzwerkstoff und einer transparenten
Beschichtung einer Dekorlage eingebracht sein kann. Bei solchen Tischplatten beruht
die Verformung vornehmlich auf in dem porösen Holzwerkstoff eingeschlossener Feuchtigkeit.
Ferner betrifft dieses Phänomen auch mehr oder minder gänzlich aus Kunststoff gefertigte
Tischplatten, wie beispielsweise solche, welche mittels einer Zwei - oder Mehrkomponententechnik
gefertigt sind und häufig einem Kern aus einem geschäumten und/oder mit Füllstoffen
versetzten Kunststoff und eine kompakte Ummantelung besitzen. Darüber neigen andere
Tischplatte, insbesondere ebenfalls aus Kunststoff gefertigte, vornehmlich kompakte
Platten, zu einer umgekehrten Verformung, d.h. im Falle einer übermäßigen Erwärmung
verformt sich die Tischplatte derart, dass sich ihre Ränder in Bezug auf deren zentralen
Bereich nach unten biegen.
[0004] Um diesem Problem zu begegnen, ist es bei nicht klappbaren Tischen bekannt, die Füße
starr mit einem die Tischplatte tragenden Rahmen zu verbinden, an welchem die Tischplatte
ihrerseits starr befestigt ist, so dass der starre, oft aus Metall gefertigte Rahmen
etwaigen Verformungen der Platte entgegenwirkt, indem er sie, beispielsweise entlang
einer kreisförmigen oder rechteckigen Befestigungsfläche, versteift. Bei Klapptischen
ist indes ein möglichst einfaches und schnelles Aufklappen bzw. Zusammenklappen des
Tisches gewünscht, wobei die oberen Fußabschnitte vorzugsweise ohne Zuhilfenahme von
Werkzeugen bequem an der Unterseite der Tischplatte lösbar befestigbar sein sollten,
um die Füße anlässlich des Errichtens bzw. des Zusammenklappens des Tisches schnell
mit der Tischplatte verbinden bzw. von dieser lösen zu können. Die vorgenannte, bei
nicht klappbaren Tischen übliche Maßnahme scheidet daher insoweit aus.
[0005] Bei Klapptischen ist es zur Lösung dieses Problems bekannt, an der Unterseite der
Tischplatte starre Metallprofile, wie U-, L- oder T-Profile, fest anzubringen, was
üblicherweise mittels Schrauben geschehen kann. Die Metallprofile dienen ebenfalls
zur Versteifung der Tischplatte und bieten je nach Anordnung, Länge und Anzahl einen
weitgehend hinreichenden Widerstand gegen etwaige Verformungen der Tischplatte. Indes
ist eine solche Ausgestaltung relativ aufwändig und teuer. Darüber hinaus birgt die
Lösung aufgrund der relativ scharfen Kanten der Versteifungsprofile die Gefahr von
Verletzungen sowohl während des Auf- und Zusammenklappens des Tisches als auch während
seiner Benutzung und erweisen sich die Profile insbesondere während der Benutzung
als unbequem, wenn der Benutzer hiermit mit seinen Knien in Kontakt kommt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Klapptisch der eingangs genannten
Art auf einfache und kostengünstige Weise dahingehend weiterzubilden, dass unter Aufrechterhaltung
einer schnellen und bequemen Klappfunktion Verformungen der Tischplatte unter Temperatureinwirkung
zumindest in nennenswerter Weise vermindert werden.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Klapptisch der eingangs genannten Art,
dessen Tischplatte bei Erwärmung, wie insbesondere infolge starker Sonneneinstrahlung,
zu einer Verformung mit ihren randseitigen Bereichen nach oben (entgegen der Füße)
neigt, dadurch gelöst, dass die Tischplatte im errichteten Zustand des Klapptisches
in einem zentrumsnahen Bereich des oberen Fußabschnittes über einen Auflagebock gegen
den oberen Fußabschnitt abgestützt ist, während sie in einem demgegenüber zentrumsfernen
Bereich des oberen Fußabschnittes mittels einer Spanneinrichtung an dem oberen Fußabschnitt
eingespannt ist, um die Tischplatte im Falle von insbesondere temperaturbedingt auftretenden
Verformungen an dem Auflagebock auf Druck und an der Spanneinrichtung auf Zug zu belasten
und auf diese Weise derartigen Verformungen entgegenzuwirken.
[0008] Bei einem Klapptisch der eingangs genannten Art, dessen Tischplatte bei Erwärmung,
wie insbesondere infolge starker Sonneneinstrahlung, zu einer Verformung mit ihren
randseitigen Bereichen nach unten (in Richtung der Füße) neigt, sieht die Erfindung
zur Lösung dieser Aufgabe ferner vor, dass die Tischplatte in einem zentrumsfernen
Bereich des oberen Fußabschnittes über einen Auflagebock gegen den oberen Fußabschnitt
abgestützt ist, während sie in einem demgegenüber zentrumsnahen Bereich des oberen
Fußabschnittes mittels einer Spanneinrichtung an dem oberen Fußabschnitt eingespannt
ist, um die Tischplatte im Falle von insbesondere temperaturbedingt auftretenden Verformungen
an dem Auflagebock auf Druck und an der Spanneinrichtung auf Zug zu belasten und auf
diese Weise derartigen Verformungen entgegenzuwirken.
[0009] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung vermag die Tischplatte je nach dem, ob sie bauartbedingt
zu einer Verformung mit ihren Randzonen bzw. -bereiche nach oben oder unten unter
Erwärmung neigt, vor einer solchen Verformung im errichteten Zustand des Klapptisches
weitestgehend zu bewahren, indem die Tischplatte mittels der sich zwischen einem zentrumsnäheren
und einem zentrumsferneren Bereich der Platte erstreckenden, oberen Fußabschnitte
dadurch versteift ist, dass sie entlang einem jeweiligen oberen Fußabschnitt in einem
zentrumsnäheren (bzw. zentrumsferneren) Bereich gegen den zwischen Fußabschnitt und
Platte angeordneten Auflagebock abgestützt und somit im Verformungsfall auf Druck
beansprucht ist, während sie entlang einem jeweiligen oberen Fußabschnitt in einem
zentrumsferneren (bzw. zentrumsnäheren) Bereich mittels der Spanneinrichtung in Richtung
des Fußabschnittes eingespannt und somit imVerformungsfall auf Zug beansprucht ist.
Temperaturbedingte Verformungen der Tischplatte werden folglich vermieden, wodurch
die Anordnung etwaiger Versteifungsprofilen an der Tischplatte ebenso entbehrlich
wird wie eine starre Anordnung der Platte auf einem Tragrahmen, so dass eine einfache
Klappbarkeit des Tisches insgesamt auf einfache und kostengünstige Weise sichergestellt
werden kann.
[0010] Während die Auflageböcke und die Spanneinrichtungen grundsätzlich auch an einem jeweiligen
oberen Fußabschnitt an dessen im errichteten Zustand der Tischplatte zugewandten Seite
angeordnet sein können, kann es insbesondere aus fertigungstechnischen Gründen von
Vorteil sein, wenn der Auflagebock und/oder die Spanneinrichtung jeweils an der Unterseite
der Tischplatte befestigt ist/sind.
[0011] Während die Auflageböcke in Form einfacher Distanzstücke ausgebildet sein können,
kann in Bezug auf die Spanneinrichtung in vorteilhafter Ausgestaltung vorgesehen sein,
dass diese ein Widerlager aufweist, über welches die Tischplatte an dem oberen Fußabschnitt
ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen festlegbar bzw. über welches die Tischplatte von
dem oberen Fußabschnitt ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen lösbar ist. Anlässlich des
Errichtens bzw. des Zusammenklappens des Klapptisches müssen die oberen Fußabschnitte
folglich lediglich manuell mit den Spanneinrichtungen in bzw. außer Eingriff gebracht
werden, wie es bei herkömmlichen Klapptischen in der Regel der Fall ist.
[0012] Die Spanneinrichtung kann grundsätzlich eine beliebige Ausgestaltung besitzen, welche
zur Erfüllung der ihr zugedachten Funktion geeignet ist, d.h. welche zu einer Aufnahme
von Zugkräften infolge Verformung der Tischplatte von dem oberen Fußabschnitt fort
an der Position der Spanneinrichtung in der Lage ist. So kann gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform beispielsweise vorgesehen sein, dass das Widerlager der Spanneinrichtung
einen nach oben in Richtung der Tischplatte offenen Haken aufweist, in welchem der
obere Fußabschnitt, insbesondere verrastbar, einführbar ist.
[0013] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann stattdessen z.B. auch vorgesehen
sein, dass das Widerlager eine, insbesondere im Wesentlichen parallel zu dem oberen
Fußabschnitt hin und her verlagerbare, Hülse aufweist, in welche der obere Fußabschnitt
einsteckbar ist. Eine solche Ausgestaltung bietet sich beispielsweise an, wenn ein
freies Ende eines oberen Fußabschnittes mittels der Spanneinrichtung an der Tischplatte
lösbar festlegbar sein soll.
[0014] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann alternativ beispielsweise auch
vorgesehen sein, dass das Widerlager eine im Wesentlichen in der Erstreckungsebene
der Tischplatte angeordnete C-förmige Aufnahme aufweist, in welche ein Haltezapfen
einführbar ist. Wie bereits angedeutet, kann es auch hier zweckmäßig sein, wenn die
C-förmige Aufnahme an der Unterseite der Tischplatte festgelegt ist, während der hierin
einführbare Haltezapfen an dem oberen Fußabschnitt befestigt ist.
[0015] Dem Fachmann ist offensichtlich, dass weitere Ausführungsvarianten von Spanneinrichtungen
denkbar sind.
[0016] Die Dicke des Auflagebocks kann zweckmäßig an den - beispielsweise auf einfache Weise
experimentell ermittelbaren - bauartbedingten verformungsgrad der jeweiligen Tischplatte
angepasst werden, so dass sich im Zusammenwirken mit der Abstützung der Tischplatte
gegen den oberen Fußabschnitt an dem Auflagebock (lokale Druckbeanspruchung der Platte
bei Verformung) mit der Einspannung der Tischplatte in Richtung des oberen Fußabschnittes
an der Spanneinrichtung (lokale Zugbeanspruchung der Platte bei Verformung) stets
eine im Wesentlichen ebene Erstreckung der Tischplatte ergibt. Bei nur zu einer verhältnismäßig
geringen Verformung unter Wärmeexposition neigenden Tischplatten kann die Dicke des
Auflagebockes beispielsweise derart gewählt sein, dass die an dem oberen Fußabschnitt
festgelegte Tischplatte in einem ebenen, unverformten Zustand im Wesentlichen frei
von Druckbelastung an dem Auflagebock abgestützt sowie im Wesentlichen frei von Zugbelastung
mittels der Spanneinrichtung an dem oberen Fußabschnitt eingespannt ist. Im Falle
von Tischplatten, welche bauartbedingt zu einer demgegenüber stärkeren Verformung
unter Wärmeexposition neigen, kann die Dicke des Auflagebockes hingegen beispielsweise
auch derart gewählt sein, dass die an dem oberen Fußabschnitt festgelegte Tischplatte
in einem ebenen, unverformten Zustand unter Vorspannung steht, wobei sie unter Druckbelastung
an dem Auflagebock abgestützt sowie unter Zugbelastung an der Spanneinrichtung eingespannt
ist. Sofern die Tischplatte zu einer demgegenüber noch größeren Verformung unter Wärmeexposition
neigt, ist es ferner möglich, die Dicke des Auflagebockes derart zu wählen, dass die
an dem oberen Fußabschnitt festgelegte Tischplatte unter einer solchen Vorspannung
steht, dass sich die Tischplatte aufgrund Abstützens an dem Auflagebock unter Druckbelastung
sowie Einspannens an der Spanneinrichtung unter Zugbelastung entgegen ihrer temperaturbedingt
auftretenden Verformungen verformt, d.h. die Tischplatte steht unter einer solchen
Vorspannung, dass sie im errichteten Zustand des Klapptisches z.B. bei Raumtemperatur
geringfügig entgegen ihrer temperaturbedingten Verformungsneigung verformt wird (z.B.
im Falle einer zur Verformung mit den Rändern nach oben neigenden Tischplatte mit
ihren Rändern nach unten) und sich unter Wärmeeinwirkung folglich in einen ebenen
bis geringfügig umgekehrt verformten Zustand (im vorgenannten Fall mit den Rändern
leicht nach oben) verformt. Folglich lässt sich auch bei sehr stark zur Verformung
neigenden Tischplatten der Verformungsgrad gegenüber dem Stand der Technik zumindest
in erheblicher Weise vermindern.
[0017] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann die Dicke des Auflagebocks oder dessen
Abstand von der ihn tragenden Tischplatte (oder auch von dem ihn tragenden oberen
Fußabschnitt), insbesondere mittels wenigstens einer Stellschraube, verstellbar sein,
um eine etwaige Vorspannung der Tischplatte im errichteten Zustand des Klapptisches,
aber ohne Wärmeeinwirkung auf dieselbe, einstellen zu können. Bei den Stellschrauben
handelt es sich vorzugsweise um solche mit einem manuell zu ergreifenden Griffteil,
so dass auch die Einstellung der Vorspannung ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen vonstatten
gehen kann.
[0018] Alternativ oder zusätzlich kann zu demselben Zweck freilich auch vorgesehen sein,
dass der Abstand der Spanneinrichtung oder deren Widerlager von der ihn tragenden
Tischplatte (oder auch von dem ihn tragenden oberen Fußabschnitt), insbesondere mittels
wenigstens einer Stellschraube, verstellbar ist. Für die Stellschraube gilt hinsichtlich
deren manuellen Betätigbarkeit das oben gesagte.
[0019] Ferner kann zu demselben Zweck im Falle einer oben erwähnten Ausführungsform der
Spanneinrichtung mit einem Widerlager mit einer im Wesentlichen in der Erstreckungsebene
der Tischplatte angeordneten C-förmigen Aufnahme vorzugsweise vorgesehen sein, dass
die Länge des mit der C-förmigen Aufnahme zusammenwirkenden Haltezapfens, insbesondere
mittels wenigstens einer Stellschraube, veränderbar ist. In Bezug auf die Stellschraube
gilt wiederum das oben gesagte.
[0020] Um für einen möglichst großen Hebel zwischen dem Auflagebock und der Spanneinrichtung
bzw. zwischen der Druck- und Zugbelastung der Tischplatte bei Verformung derselben
zu sorgen, kann es zweckmäßig sein, diese derart an dem oberen Fußabschnitt oder insbesondere
an der Unterseite der Tischplatte zu positionieren, dass die Tischplatte im errichteten
Zustand des Klapptisches jeweils an den Endabschnitten der oberen Fußabschnitte mit
zumindest einer sich parallel zu der Tischplatte angeordneten Erstreckungsrichtungskomponente
einerseits mittels des Auflagebocks, andererseits mittels der Spanneinrichtung an
dem jeweiligen oberen Fußabschnitt lösbar festgelegt ist. Folglich kann in vorteilhafter
Ausgestaltung vorgesehen sein, dass die Tischplatte im errichteten Zustand des Klapptisches
- in dem zentrumsnächsten Bereich des oberen Fußabschnittes über den Auflagebock gegen
den oberen Fußabschnitt abgestützt ist, während sie in dem zentrumsfernsten Bereich
des oberen Fußabschnittes, insbesondere an dessen freiem Ende, mittels der Spanneinrichtung
an dem oberen Fußabschnitt eingespannt ist (im Falle einer Tischplatte, welche bauartbedingt
zu einer Verformung mit ihren Rändern nach oben unter Wärmeeinwirkung neigt); oder
- in dem zentrumsfernsten Bereich des oberen Fußabschnittes, insbesondere an dessen
freiem Ende, über den Auflagebock gegen den oberen Fußabschnitt abgestützt ist, während
sie in dem zentrumsnächsten Bereich des oberen Fußabschnittes mittels der Spanneinrichtung
an dem oberen Fußabschnitt eingespannt ist (im Falle einer Tischplatte, welche bauartbedingt
zu einer Verformung mit ihren Rändern nach unten unter Wärmeeinwirkung neigt).
[0021] Je nach Bauart des Klapptisches können ferner sämtliche seiner Füße im errichteten
Zustand des Tisches in erfindungsgemäßer Weise gegen die Tischplatte verspannbar sein,
oder auch nur einige, insbesondere zwei etwa diametral gegenüberliegende (im Falle
eines vierfüßigen Tisches) oder
- im Falle eines drei Füße aufweisenden Tisches - zwei der drei in der Regel unter etwa
demselben Winkel von 120° angeordneten Füße, während die übrigen Füße beispielweise
fest, aber schwenkbar an der Tischplatte abgelenkt sind, wie es bei einigen Modellen
von gattungsgemäßen Klapptischen bekannt ist. Demgemäß kann bei einem erfindungsgemäßen
Klapptisch beispielsweise vorgesehen sein, dass
- sämtliche seiner Füße im errichteten Zustand des Klapptisches einen oberen Fußabschnitt
aufweisen, welcher zumindest eine sich parallel zu der Tischplatte angeordnete Erstreckungsrichtungskomponente
aufweist und sich zwischen einer zentrumsnahen Position und einer zentrumsfernen Position
der Tischplatte erstreckt, wobei die Tischplatte an dem oberen Fußabschnitt eines
jeden Fußes mittels je eines Auflagebocks sowie je einer Spanneinrichtung einspannbar
ist; oder
- nur ein Teil seiner Füße im errichteten Zustand des Klapptisches einen oberen Fußabschnitt
aufweisen, welcher zumindest eine sich parallel zu der Tischplatte angeordnete Erstreckungsrichtungskomponente
aufweist und sich zwischen einer zentrumsnahen Position und einer zentrumsfernen Position
der Tischplatte erstreckt, wobei die Tischplatte an dem oberen Fußabschnitt eines
jeden solchen Fußes mittels je eines Auflagebocks sowie je einer Spanneinrichtung
einspannbar ist, während wenigstens ein weiterer Fuß fest, aber schwenkbar mit der
Tischplatte verbunden ist.
[0022] Wie bereits angedeutet, kann die Tischplatte grundsätzlich aus einem beliebigen bekannten
Material oder Materialverbund gefertigt sein, wobei sich die Erfindung insbesondere
für mehr oder minder stark zur Verformung unter Wärmeeinwirkung, wie insbesondere
unter direkter Sonneneinstrahlung, neigende Platten anbietet, wie beispielsweise für
Tischplatten aus wenigstens einem Kunststoff-Werkstoff, aus wenigstens einem Holzwerkstoff
oder aus einem Verbund aus wenigstens einem Kunststoff-Werkstoff und wenigstens einem
Holzwerkstoff, insbesondere in Form eines mit Kunststoff beschichteten Kerns aus einer
Pressspanplatte.
[0023] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen.
Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Klapptisches
im errichteten Zustand in Richtung des Pfeils I der Fig. 2 betrachtet;
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht der Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Klapptisches
gemäß Fig. 1 im errichteten Zustand in Richtung des Pfeils II der Fig. 1 betrachtet;
- Fig. 3
- eine Detailansicht der lösbaren Befestigung der Tischplatte des Klapptisches gemäß
Fig. 1 und 2 an den oberen Fußabschnitten;
- Fig. 4
- eine der Fig. 3 entsprechende Detailansicht im Verformungsfall der Tischplatte unter
Wärmeeinwirkung ohne Vorspannung der Tischplatte gegen die oberen Fußabschnitte;
- Fig. 5
- eine der Fig. 3 entsprechende Detailansicht unter Vorspannung der Tischplatte gegen
die oberen Fußabschnitte entgegen ihrer bauartbedingten Verformung unter Wärmeeinwirkung;
- Fig. 6
- einen Detailschnitt entlang der Ebene X gemäß Fig. 5;
- Fig. 7
- eine der Fig. 5 entsprechende Detailansicht einer Ausführungsvariante der lösbaren
Befestigung der Tischplatte des Klapptisches an den oberen Fußabschnitten unter Vorspannung
der Tischplatte gegen die oberen Fußabschnitte entgegen ihrer bauartbedingten Verformung
unter Wärmeeinwirkung;
- Fig. 8
- eine perspektivische Detailansicht der Ausführungsvariante gemäß Fig. 7;
- Fig. 9
- eine der Fig. 5 entsprechende Detailansicht einer weiteren Ausführungsvariante der
lösbaren Befestigung der Tischplatte des Klapptisches an den oberen Fußabschnitten
unter Vorspannung der Tischplatte gegen die oberen Fußabschnitte entgegen ihrer bauartbedingten
Verformung unter Wärmeeinwirkung; und
- Fig. 10
- eine perspektivische Detailansicht der Ausführungsvariante gemäß Fig. 7.
[0024] In den Fig. 1 und 2 ist eine exemplarische Ausführungsform eines Klapptisches im
errichteten bzw. aufgebauten Zustand wiedergegeben. Der Klapptisch umfasst eine Tischplatte
1, welche im vorliegenden Fall eine im Wesentlichen rechteckige Gestalt besitzt, aber
auch eine beliebige andersartige Form haben, beispielsweise quadratisch, rund, oval,
sechseckig oder dergleichen sein kann. Die Tischplatte 1 ist beispielsweise aus einem
Werkstoffverbund gefertigt, welcher einen Kern aus einem Holzwerkstoff, wie insbesondere
in Form einer Pressspanplatte, umfasst und oberflächig von einer, beispielsweise duroplastischen,
Kunststofflage, z.B. aus Acryl-, Melaminharz oder dergleichen, feuchtigkeitsdicht
bedeckt ist. An der (oberen) Nutzfläche der Tischplatte 1 kann beispielsweise ferner
eine Dekorlage zwischen den Kern und die Kunststofflage eingebracht sein. Derartige
Tischplatten 1 neigen im Falle einer verhältnismäßig starken Erwärmung, wie sie insbesondere
im Falle von direkter Sonneneinstrahlung eintritt, bekanntlich zu einer Verformung,
wobei sich die randseitigen Bereiche der Tischplatte 1 in Richtung der Sonneneinstrahlung,
d.h. in Bezug auf den zentralen Bereich der Tischplatte 1 nach oben biegen (vgl. hierzu
auch Fig. 4).
[0025] An der Unterseite der Tischplatte 1 ist ein etwa U-förmiger Träger 2 mit seinem U-Steg
parallel zu den beiden Längsseiten der Tischplatte 1 und parallel zu diesen angelenkt,
was beispielsweise mittels wenigstens eines - im vorliegenden Fall zwei - Gelenkteilen
3a, 3b geschieht, welche an der Unterseite der Tischplatte 1 befestigt, z.B. verschraubt,
sind und den U-Steg des Trägers 2 derart schwenkbar mit der Tischplatte 1 verbinden,
dass der Träger 2 um die Erstreckungsachse seines U-Stegs von der in Fig. 1 und 2
gezeigten Position im errichteten Zustand des Klapptisches anlässlich des Zusammenklappens
des Tisches in eine Position verschwenkt werden kann, in welcher seine sich etwa senkrecht
von den beiden Enden des U-Stegs nach unten fort erstreckenden U-Schenkel parallel
zu der Tischplatte 1 angeordnet sind, deren Unterseite beispielsweise anliegen (nicht
gezeigt). An jedem der beiden U-Stege des Trägers 2 sind jeweils zwei um den jeweiligen
U-Steg schwenkbare Füße 4 angelenkt, wobei die Füße 4 einen im errichteten Zustand
des Klapptisches oberen Fußabschnitt 4a aufweisen, welcher sich etwa parallel zu der
Tischplatte 1 bzw. etwa horizontal von einer zentrumsnahen Position derselben (nahe
des Trägers 2) zu einer zentrumsfernen Position derselben (nahe der Ecken der Tischplatte
1) erstreckt. An den oberen, plattenparallelen Fußabschnitt 4a eines jeden Fußes 4
schließt sich ein sich hierzu etwa senkrecht nach unten erstreckender mittlerer Fußabschnitt
4b an, welcher mittels wenigstens eines - im vorliegenden Fall zwei - sogenannter
Tischmittel 5a, 5b derart mit dem jeweiligen U-Schenkel des Trägers 2 schwenkbar verbunden
ist, dass ein jeder Fuß 4 um die Erstreckungsachse seines mittleren, zum jeweiligen
U-Schenkel des Trägers 2 parallelen Fußabschnittes 4b von der in Fig. 1 und 2 gezeigten
Position im errichteten Zustand des Klapptisches anlässlich des Zusammenklappens des
Tisches in eine Position verschwenkt werden kann, in welcher sein oberer Fußabschnitt
4a parallel zu dem U-Steg des Trägers 2 angeordnet ist, diesem beispielsweise anliegt
(nicht gezeigt). An den mittleren Fußabschnitt 4b eines jeden Fußes 4 schließt sich
an dessen dem oberen Fußabschnitt 4a entgegengesetzten Ende ein unterer Fußabschnitt
4c an, welcher sich in einer mit dem oberen Fußabschnitt 4a gemeinsamen Ebene schräg
nach unten erstreckt und an dessen freiem (unteren) Ende beispielsweise ein insbesondere
höhenverstellbares Endstück 6 festgelegt sein kann, um den Klapptisch auch auf unebenem
Untergrund stabil und kippfest aufzustellen. Um für eine einfache und schnelle Errichtung
bzw. für ein einfaches und bequemes Zusammenklappens des Klapptisches zu sorgen, sind
die um die U-Schenkel des Trägers 2 schwenkbaren oberen Fußabschnitte 4a der Füße
im errichteten Zustand des Klapptisches an der Unterseite der Tischplatte 1 in einer
unten unter Bezugnahme auf die Fig. 3 ff näher erläuterten Weise lösbar befestigbar.
[0026] Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass der Klapptisch nicht notwendigerweise
einen Träger 2 aufweisen muss, sondern beispielsweise auch zwei einander gegenüberliegende
Füße an ihrem oberen Fußabschnitt, beispielsweise mittels den Gelenkteilen 3a, 3b
entsprechender Gelenkteile, fest, aber schwenkbar an der Unterseite der Tischplatte
1 befestigt und an ihren mittleren Fußabschnitten, z.B. wiederum mittels eines sogenannten
Tischmittels, mit den mittleren Fußabschnitten der beiden anderen Füße schwenkbar
verbunden sein können, wobei dann nur die beiden letztgenannten, anderen Füße in der
unten unter Bezugnahme auf die Fig. 3 ff näher erläuterten Weise lösbar an der Tischplatte
1 befestigbar sein können. Desgleichen kann der Klapptisch beispielsweise auch nur
drei Füße aufweisen, von welchen einer mit seinem oberen Fußabschnitt, beispielsweise
mittels eines den Gelenkteilen 3a, 3b entsprechenden Gelenkteils, fest, aber schwenkbar
an der Unterseite der Tischplatte 1 befestigt und an seinem mittleren Fußabschnitt,
z.B. wiederum mittels eines sogenannten Tischmittels, mit den mittleren Fußabschnitten
der beiden anderen Füße schwenkbar verbunden sein kann, wobei dann wiederum nur die
beiden letztgenannten, anderen beiden Füße in der unten unter Bezugnahme auf die Fig.
3 ff näher erläuterten Weise lösbar an der Tischplatte 1 befestigbar sein können.
Eine solche, zeichnerisch nicht wiedergegebene Ausgestaltung bietet sich insbesondere
im Falle relativ kleiner und/oder punktsymmetrischer, z.B. runder, quadratischer,
regelmäßig sechseckiger etc. Tischplatten an. Ferner sei darauf hingewiesen, dass
die oberen Fußabschnitte 4a nicht notwendigerweise genau parallel zu der Tischplatte
1 bzw. exakt horizontal verlaufen müssen, sondern auch nur lediglich eine parallel
zur Tischplatte 1 angeordnete bzw. horizontale Erstreckungsrichtungskomponente aufweisen
können.
[0027] Wie insbesondere der Fig. 3 zu entnehmen ist, ist die Tischplatte 1 im errichteten
Zustand des Klapptisches einerseits in einem in Bezug auf die Tischplatte 1 zentrumsnahen
Bereich des jeweiligen plattenparallelen oberen Fußabschnittes 4a (hier: in dem zentrumsnächsten
Bereich des oberen Fußabschnittes 4a unmittelbar vor dessen Übergang in den mittleren
Fußabschnitt 4b) eines jeden Fußes über einen - hier an der Unterseite der Tischplatte
1 befestigten - Auflagebock 7 gegen den jeweiligen oberen Fußabschnitt 4a abgestützt.
Andererseits ist die Tischplatte 1 in einem demgegenüber in Bezug auf die Tischplatte
1 zentrumsfernen Bereich des jeweiligen plattenparallelen oberen Fußabschnittes 4a
(hier: im Bereich dessen freien Endes) eines jeden Fußes mittels einer - hier gleichfalls
an der Unterseite der Tischplatte 1 befestigten - Spanneinrichtung 8 an dem oberen
Fußabschnitt 4a eingespannt. Auf diese Weise wird die Tischplatte 1, sobald sie aufgrund
oberflächiger Erwärmung zu einer Verformung ihrer Ränder nach oben neigt (vgl. Fig.
4), an den zentrumsnäheren Auflageböcken 7 auf Druck und an den Spanneinrichtungen
8 auf Zug belastet, um solchen Verformungen entgegenzuwirken und sie insbesondere
mehr oder minder gänzlich zu verhindern. Um gleichwohl für eine einfache und schnelle
Montage bzw. Demontage des Klapptisches ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen zu sorgen,
weist die Spanneinrichtung 8 hierbei insbesondere ein Widerlager 9 auf, über welches
sie an dem jeweiligen oberen Fußabschnitt 4a manuell lösbar festgelegt werden kann.
[0028] Wie insbesondere aus Fig. 6 ersichtlich, umfasst das Widerlager 9 der Spanneinrichtung
8 bei der in Fig. 1 bis Fig. 6 dargestellten Ausführungsform einen nach oben in Richtung
der Tischplatte 1 offenen Haken 10, welcher den oberen Fußabschnitt 4a im Bereich
dessen freien Endes aufzunehmen vermag, wobei der obere Fußabschnitt 4a hierin insbesondere
rastend aufgenommen ist. Der Haken 10 ist vorzugsweise mittels einer Stellschraube
11 an einem an der Tischplatte 1 festgelegten Tragteil 12 befestigt, so dass der Abstand
des Hakens 10 senkrecht zur Erstreckungsebene der Tischplatte 1 durch Drehen der Stellschraube
11 veränderbar ist, um die gewünschte (Vor)spannung der Tischplatte 1 gegen deren
unter Wärmeeinfluss auftretende Verformung einstellen zu können. Alternativ oder zusätzlich
kann zu demselben Zweck freilich auch die Dicke des Auflagebockes 7 bzw. dessen Abstand
von der Tischplatte 1 in entsprechender Weise veränderbar sein (nicht gezeigt). Folglich
ist es durch Drehen der Stellschraube 11 und damit einhergehender Veränderung des
Abstandes des Widerlagers 9 der Spanneinrichtung 8 von der Tischplatte 1 je nach zu
erwartendem Verformungsgrad der Tischplatte 1 bzw. je nach Umgebungstemperatur und/oder
Sonneneinstrahlung möglich, beim Errichten bzw. Aufklappen des Klapptisches die Tischplatte
1 zunächst entweder im Wesentlichen spannungsfrei (d.h. frei von Druckbelastung an
dem Auflagebock 7 und frei von Zugbelastung an der Spanneinrichtung 8) an den oberen
Fußabschnitten 4a zu verrasten (vgl. z.B. Fig. 3 mit ebener Erstreckung der Tischplatte
1), oder die Tischplatte 1 wird unter mechanische Spannung gesetzt (d.h. unter lokaler
Druckbelastung an dem Auflagebock 7 und unter lokaler Zugbelastung an der Spanneinrichtung
8), welche derart groß sein kann, dass die Platte 1 zumindest geringfügig entgegen
ihrer temperaturbedingt auftretenden Verformungen verformt wird, im vorliegenden Fall
also mit ihren Rändern nach unten (vgl. z.B. Fig. 5 mit nach unten verformten Rändern).
Gleichfalls ist es selbstverständlich möglich, die mechanische Spannung der Tischplatte
1 durch Verstellen der Stellschraube 11 auch während des Gebrauchs des Klapptisches
bedarfsweise nachträglich zu verändern und etwaigen Verformungen der Platte 1 dadurch
entgegenzuwirken.
[0029] Die in Fig. 4 dargestellte Situation, in welcher die Stellschrauben 11 (Fig. 6) der
Spanneinrichtungen 8 so weit verdreht worden sind, dass sich ein relativ großer bis
maximaler Abstand des hakenförmigen Widerlagers 9 von dem Tragteil 12 der Spanneinrichtungen
8 bzw. von der Unterseite der Tischplatte 1 ergibt, dient schließlich zur Veranschaulichung
einer (zu) geringen Vorspannung der Tischplatte 1, welche sich unter Wärmeeinwirkung,
wie insbesondere unter Exposition direkter Sonneinstrahlung, derart verformt hat,
dass sich ihre randseitigen Bereiche nach oben gebogen haben.
[0030] Die in Fig. 7 und 8 anhand von Detailansichten wiedergegebene Ausführungsform eines
Klapptisches unterscheidet sich von der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 6 lediglich
durch die Ausgestaltung der Spanneinrichtungen 8, wobei identische bzw. wirkungsgleiche
Komponenten mit denselben Bezugszeichen versehen sind. Wie aus Fig. 7 und insbesondere
aus Fig. 8 hervorgeht, umfasst die Spanneinrichtung 8 hier wiederum ein an der Unterseite
der Tischplatte 1 befestigtes Tragteil 12a, an welchem eine etwa parallel zur Erstreckungsrichtung
des oberen Fußabschnittes 4a im errichteten Zustand des Klapptisches bzw. parallel
zur Erstreckungsebene der Tischplatte 1 in Richtung des Pfeils 13 hin und her verlagerbare
Hülse 14 geführt ist, welche als Widerlager 9 dient und in welche das freie Ende des
oberen Fußabschnittes 4a einsteckbar ist, indem die Hülse 14 nach entsprechender Positionierung
des oberen Fußabschnittes 4a unterhalb des Tragteils 12a in Fig. 8 in Richtung des
Pfeils 13 von rechts nach links verlagert wird, bis sie ihre in Fig. 8 gezeigte Position
erreicht hat, in welcher sie den oberen Fußabschnitt 4a endseitig aufnimmt.
[0031] Die Dicke des Auflagebocks 7 ist bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 und 8 derart
gewählt, dass die an dem oberen Fußabschnitt 4a durch Eingriff desselben in die Hülse
14 der Spanneinrichtung 8 festgelegte Tischplatte 1 unter einer solchen Vorspannung
steht, dass sie sich aufgrund Abstützens an dem Auflagebock 7 unter lokaler Druckbelastung
sowie des genannten Einspannens an der Spanneinrichtung 8 unter lokaler Zugbelastung
geringfügig entgegen ihrer temperaturbedingt auftretenden Verformungen verformt, im
vorliegenden Fall also mit den Rändern etwas nach unten (siehe Fig. 7). Indes kann
selbstverständlich auch bei dieser Ausführungsform die mechanische (Vor)spannung der
Tischplatte 1 veränderbar sein, indem beispielsweise der Auflagebock 7 nicht einstückig
ausgebildet ist, sondern seinerseits ein z.B. fest an der Tischplatte 1 festgelegtes
Tragteil und ein demgegenüber mittels einer Stellschraube vertikal verstellbares Stützteil
aufweist, welches sich gegen den oberen Fußabschnitt 4a abzustützen vermag (nicht
gezeigt).
[0032] Die in Fig. 9 und 10 anhand von Detailansichten wiedergegebene Ausführungsform eines
Klapptisches unterscheidet sich von den Ausführungsformen gemäß Fig. 1 bis 6 bzw.
Fig. 7 und 8 wiederum lediglich durch die Ausgestaltung der Spanneinrichtungen 8,
wobei identische bzw. wirkungsgleiche Komponenten auch hier mit denselben Bezugszeichen
versehen sind. Wie der Fig. 9 und insbesondere der Fig. 10 zu entnehmen ist, ist das
Widerlager 9 der Spanneinrichtung 8 in diesem Fall von einer in der Erstreckungsebene
der Tischplatte 1 angeordneten C-förmigen Aufnahme 15 gebildet, in welche ein im Endbereich
des oberen Fußabschnittes 4a angeordneter Haltezapfen 17 einführbar ist. Letzterer
weist einen endständigen Umfangsabschnitt 17a mit einem gegenüber seiner übrigen axialen
Erstreckung 17b größeren Umfang auf, welcher nach Einführen in die C-förmige Aufnahme
15 an einem nach innen vorstehenden Umfangsvorsprung 15a in derselben gehalten ist,
während sein übriger axialer Abschnitt 17b einen solchen (geringeren) Umfang besitzt,
dass er sich durch den Umfangsvorsprung 15a hindurch zu erstrecken vermag. Die C-förmige
Aufnahme 15 ist dabei derart an der Unterseite der Tischplatte 1 festgelegt, dass
der Haltezapfen 17 des oberen Fußabschnittes 4a durch Verschwenken desselben in Bezug
auf den Träger 2 über die Tischmittel 5a, 5b (vgl. Fig. 1 und 2) in die Aufnahme 15
hineingleiten kann, wie es in Fig. 10 durch den Pfeil 16 angedeutet ist.
[0033] Zur bedarfsweisen Veränderung der mechanischen Vorspannung der Tischplatte 1 kann
bei einer solchen Ausführungsform der Spanneinrichtung 8 insbesondere vorgesehen sein,
dass der mit der C-förmigen Aufnahme 15 zusammenwirkende Haltezapfen 17 in dem oberen
Fußabschnitt 4a verschraubt und seine von dem Fußabschnitt 4a hervorragende Länge
- oder genauer: der Abstand seines Umfangsabschnittes 17a von dem Fußabschnitt 4a
- durch Drehen einer solchen Stellschraube (nicht gezeigt) veränderbar ist.
1. Klapptisch mit einer Tischplatte (1) und wenigstens einem schwenkbaren Fuß (4), welcher
einen im errichteten Zustand des Klapptisches oberen Fußabschnitt (4a) aufweist, welcher
zumindest eine sich parallel zu der Tischplatte (1) erstreckende Erstreckungsrichtungskomponente
aufweist und sich zwischen einer zentrumsnahen Position und einer zentrumsfernen Position
der Tischplatte (1) erstreckt, wobei der obere Fußabschnitt (4a) an der Unterseite
der Tischplatte (1) lösbar befestigbar ist, um ihn anlässlich des Errichtens bzw.
des Zusammenklappens des Tisches mit der Tischplatte (1) zu verbinden bzw. von dieser
zu lösen,
dadurch gekennzeichnet, dass die Tischplatte (1) im errichteten Zustand des Klapptisches
- in einem zentrumsnahen Bereich des oberen Fußabschnittes (4a) über einen Auflagebock
(7) gegen den oberen Fußabschnitt (4a) abgestützt ist, während sie in einem demgegenüber
zentrumsfernen Bereich des oberer Fußabschnittes (4a) mittels einer Spanneinrichtung
(8) an dem oberen Fußabschnitt (4a) eingespannt ist; oder
- in einem zentrumsfernen Bereich des oberen Fußabschnittes (4a) über einen Auflagebock
(7) gegen den oberen Fußabschnitt (4a) abgestützt ist, während sie in einem demgegenüber
zentrumsnahen Bereich des oberen Fußabschnittes (4a) mittels einer Spanneinrichtung
(8) an dem oberen Fußabschnitt (4a) eingespannt ist,
um die Tischplatte (1) im Falle von insbesondere temperaturbedingt auftretenden Verformungen
an dem Auflagebock (7) auf Druck und an der Spanneinrichtung (8) auf Zug zu belasten
und auf diese Weise derartigen Verformungen entgegenzuwirken.
2. Klapptisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagebock (7) und/oder die Spanneinrichtung (8) an der Unterseite der Tischplatte
(1) befestigt ist/sind.
3. Klapptisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung (8) ein Widerlager (9) aufweist, über welches die Tischplatte
(1) an dem oberen Fußabschnitt (4a) ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen festlegbar bzw.
über welches die Tischplatte (1) von dem oberen Fußabschnitt (4a) ohne Zuhilfenahme
von Werkzeugen lösbar ist.
4. Klapptisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Widerlager (9) der Spanneinrichtung (8) einen nach oben in Richtung der Tischplatte
(1) offenen Haken (10) aufweist, in welchen der obere Fußabschnitt (4a), insbesondere
verrastbar, einführbar ist.
5. Klapptisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Widerlager (9) der Spanneinrichtung (8) eine, insbesondere im Wesentlichen parallel
zu dem oberen Fußabschnitt (4a) hin und her verlagerbare, Hülse (14) aufweist, in
welche der obere Fußabschnitt (4a) einsteckbar ist.
6. Klapptisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Widerlager (9) eine im Wesentlichen in der Erstreckungsebene der Tischplatte
(1) angeordnete C-förmige Aufnahme (15) aufweist, in welche ein Haltezapfen (17) einführbar
ist.
7. Klapptisch nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke des Auflagebocks (7) derart gewählt ist, dass die an dem oberen Fußabschnitt
(4a) festgelegte Tischplatte (1) in einem ebenen, unverformten Zustand im Wesentlichen
frei von Druckbelastung an dem Auflagebock (7) abgestützt sowie im Wesentlichen frei
von Zugbelastung mittels der Spanneinrichtung (8) an dem oberen Fußabschnitt (4a)
eingespannt ist.
8. Klapptisch nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke des Auflagebocks (7) derart gewählt ist, dass die an dem oberen Fußabschnitt
(4a) festgelegte Tischplatte (1) in einem ebenen, unverformten Zustand unter Vorspannung
steht, wobei sie unter Druckbelastung an dem Auflagebock (7) abgestützt sowie unter
Zugbelastung an der Spanneinrichtung (8) eingespannt ist.
9. Klapptisch nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke des Auflagebocks (7) derart gewählt ist, dass die an dem oberen Fußabschnitt
(4a) festgelegte Tischplatte (1) unter einer solchen Vorspannung steht, dass sich
die Tischplatte (1) aufgrund Abstützens an dem Auflagebock (7) unter Druckbelastung
sowie Einspannens an der Spanneinrichtung (8) unter Zugbelastung entgegen ihrer temperaturbedingt
auftretenden Verformungen verformt.
10. Klapptisch nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke des Auflagebocks (7) oder dessen Abstand von der ihn tragenden Tischplatte
(1) oder von dem ihn tragenden oberen Fußabschnitt (4a), insbesondere mittels wenigstens
einer Stellschraube, verstellbar ist.
11. Klapptisch nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Spanneinrichtung (8) oder deren Widerlager (9) von der ihn tragenden
Tischplatte (1) oder von dem ihn tragenden oberen Fußabschnitt (4a), insbesondere
mittels wenigstens einer Stellschraube (11), verstellbar ist.
12. Klapptisch nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des mit der C-förmigen Aufnahme (15) zusammenwirkenden Haltezapfens (17),
insbesondere mittels wenigstens einer Stellschraube, veränderbar ist.
13. Klapptisch nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Tischplatte (1) im errichteten Zustand des Klapptisches
- in dem zentrumsnächsten Bereich des oberen Fußabschnittes (4a) über den Auflagebock
(7) gegen den oberen Fußabschnitt (4a) abgestützt ist, während sie in dem zentrumsfernsten
Bereich des oberen Fußabschnittes (4a), insbesondere an dessen freiem Ende, mittels
der Spanneinrichtung (8) an dem oberen Fußabschnitt (4a) eingespannt ist; oder
- in dem zentrumsfernsten Bereich des oberen Fußabschnittes (4a), insbesondere an
dessen freiem Ende, über den Auflagebock (7) gegen den oberen Fußabschnitt (4a) abgestützt
ist, während sie in dem zentrumsnächsten Bereich des oberen Fußabschnittes (4a) mittels
der Spanneinrichtung (8) an dem oberen Fußabschnitt (4a) eingespannt ist.
14. Klapptisch nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
- sämtliche seiner Füße (4) im errichteten Zustand des Klapptisches einen oberen Fußabschnitt
(4a) aufweisen, welcher zumindest eine sich parallel zu der Tischplatte (1) angeordnete
Erstreckungsrichtungskomponente aufweist und sich zwischen einer zentrumsnahen Position
und einer zentrumsfernen Position der Tischplatte (1) erstreckt, wobei die Tischplatte
(1) an dem oberen Fußabschnitt (4a) eines jeden Fußes mittels je eines Auflagebocks
(7) sowie je einer Spanneinrichtung (8) einspannbar ist; oder
- nur ein Teil seiner Füße (4) im errichteten Zustand des Klapptisches einen oberen
Fußabschnitt (4a) aufweisen, welcher zumindest eine sich parallel zu der Tischplatte
(1) angeordnete Erstreckungsrichtungskomponente aufweist und sich zwischen einer zentrumsnahen
Position und einer zentrumsfernen Position der Tischplatte (1) erstreckt, wobei die
Tischplatte (1) an dem oberen Fußabschnitt (4a) eines jeden solchen Fußes (4) mittels
je eines Auflagebocks (7) sowie je einer Spanneinrichtung (8) einspannbar ist, während
wenigstens ein weiterer Fuß fest, aber schwenkbar mit der Tischplatte (1) verbunden
ist.
15. Klapptisch nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Tischplatte (1) aus wenigstens einem Kunststoff-Werkstoff, aus wenigstens einem
Holzwerkstoff oder aus einem Verbund aus wenigstens einem Kunststoff-Werkstoff und
wenigstens einem Holzwerkstoff, insbesondere in Form eines mit Kunststoff beschichteten
Kerns aus einer Pressspanplatte, gefertigt ist.