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EP 2 703 182 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.01.2018 Patentblatt 2018/03 |
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Anmeldetag: 05.07.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Dreidimensional strukturierte Gegenstandsoberfläche
Three-dimensionally structured object surface
Surface d'objet structurée en trois dimensions
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
29.08.2012 DE 102012107967
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.03.2014 Patentblatt 2014/10 |
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Patentinhaber: Benecke-Kaliko Aktiengesellschaft |
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D-30419 Hannover (DE) |
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Erfinder: |
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- Goldbach, Sylvia
23689 Pansdorf (DE)
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Vertreter: Kilsch, Armin Ralph |
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Continental Aktiengesellschaft
Patente und Lizenzen
Postfach 169 30001 Hannover 30001 Hannover (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2007/144469 DE-B- 1 000 333 US-A1- 2007 122 595
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DE-A1-102006 028 239 US-A- 5 772 248
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine dreidimensional strukturierte Gegenstandsoberfläche,
insbesondere geprägte Oberfläche, bei der die dreidimensionale Struktur Einzelelemente
in Form einer jeweiligen Vielzahl von relativ zu einer Grund- oder Referenzfläche
der Oberfläche ausgebildeten Erhebungen und Vertiefungen aufweist, wobei Gruppen aus
mehreren nebeneinanderliegenden Einzelelementen gleicher Ausbildung, d.h. entweder
Gruppen von Erhebungen oder Gruppen von Vertiefungen, vorgesehen sind. Dreidimensional
strukturierte Oberflächen sind bei einer Vielzahl von Gegenständen bekannt. So weisen
kunstledeme Innenverkleidungen / Kunststoffinnenverkleidungen für Kraftfahrzeuge,
wie zum Beispiel Armaturenbretter, Sitzbezüge und Türverkleidungen dreidimensional
geprägte Oberflächen bzw. Narben auf. Auch Oberflächen von Kunststoffgegenständen,
Kunststoffmöbeln oder mit Kunststofffolien beschichteten Möbel, Oberflächen von z.B.
PC- oder Büromaschinengehäusen und Telefonen, Oberflächen von Tapeten, Textilien,
Dekorstoffen und metallischen Gegenständen sind oft mit einer dreidimensionalen Mikrostuktur
versehen, um nur einige Beispiele zu nennen.
US 5,772,248 offenbart die strukturierte Oberfläche eines Sicherheitsmerkmals, gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1. Folien für die Innenverkleidung von Kraftfahrzeugen, für Möbel, Taschen
oder ähnliches, landläufig auch als Kunstleder bezeichnet, sind weithin bekannt und
besitzen oft einen mehrschichtigen Aufbau, sind oft unterschäumt und zeigen auf ihrer
Oberseite dreidimensional strukturierte Oberflächen in verschiedensten Formen und
Ausführungen. Der mehrschichtige Aufbau besteht in aller Regel aus einer oberen Deck-
oder Dekorschicht, die mit der geprägten oder eingeformten Oberfläche versehen ist,
und aus einer oder mehreren Unterschichten. Die Deckschicht ist in der Regel mit einer
Lackschicht versehen und kann auch eingefärbt werden. Durch entsprechendes Einstellen
der Schichten, auch durch angepasste Weichheit oder durch die bereits genannten geschäumten
Schichten entsteht eine ansprechende Haptik, d.h. eine angenehm "weiche" Griffigkeit
der Kunststofffolie sowie auch ein bestimmter Glanz, d.h. bestimmte Reflexionseigenschaften.
[0002] Da z. B. bei den Dekorfolien und auch im Bereich des Automobilinterieurs insgesamt
ein starker Trend zur Verbesserung der Qualitätsanmutung und der "Funktionalisierung"
zu beobachten ist, sollen Oberflächen solcher Gegenstände oft besondere Eigenschaften
oder ins Auge springende Farb- oder Strukturkennzeichnungen einzelner Bereiche aufweisen.
Bei Folien für Armaturenbretter ist z.B. die oft dem Sonnenlicht ausgesetzte obere
Fläche eher matt, während im Kniebereich ein anderer Glanzgrad, eine andere Farbnuance
oder eine andere Oberflächenprägung vorhanden sein können.
[0003] Auch werden Bereiche mit Schaltern oder Instrumenten in der Oberfläche oft anders
geprägt oder die Schalter in andere/unterschiedliche Materialien eingelassen, um einerseits
einen optischen Hinweis auf Funktionsbereiche zu geben und andererseits blendende
Reflexe zu vermeiden.
[0004] Insgesamt besteht also bei technischen Oberflächen und/oder bei Dekor-Oberflächen
ein Bedarf an besonderen Gestaltungen und für den Betrachter eingängigen Kennzeichnungen.
Für die Erfindung bestand also die Aufgabe, eine dreidimensional strukturierte Gegenstandsoberfläche
bereitzustellen, die stark sichtbare, ausgeprägte und angenehm auffällige Strukturelemente
aufweist, die für den Nutzer und Betrachter auch eine Art Hinweisfunktion beinhalten
kann und die einfach und mit herkömmlichen Methoden preiswert herstellbar ist.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Hauptanspruchs. Weitere vorteilhafte
Ausbildungen sind in den Unteransprüchen offenbart.
[0006] Dabei sind die Einzelelemente mindestens zweier benachbarter Gruppen so ausgebildet,
dass alle Einzelelemente der einen Gruppe invertiert zu den Einzelelementen der benachbarten
Gruppe angeordnet sind, so dass die bei Betrachtung bei Tageslicht oder künstlicher
Beleuchtung entstehenden Reflexionen der Oberfläche beim Betrachter der Eindruck eines
Höhenunterschiedes zwischen benachbarten Gruppen erzeugen. Dieser Eindruck eines Höhenunterschieds,
der durch die Invertierung, d.h. durch die "Höhenumkehr" der Mikrostruktur entsteht,
also durch den plötzlichen "Umschlag" von konkaven auf konvexe Einzelelemente an der
Grenze zwischen zwei Gruppen oder Oberflächenbereichen, ähnelt zwar dem "Hohlmaskeneffekt",
ist aber nicht derselbe. Der Hohlmaskeneffekt entsteht, wenn eine Hohlmaske so gedreht
wird, dass zunächst das positive, erhabene Profil dem Betrachter zugewandt ist und
beim weiteren Drehen die Hohlform der Maske, also die Rückseite in das Gesichtsfeld
des Betrachters gerät. Der Betrachter bemerkt dann, dass auch der Blick von hinten
in die Hohlmaske wieder zu einer erhabenen und nach vorne orientierten Wahrnehmung
des Profils führt. Die Invertierung der tatsächlichen Tiefenrelationen, der Wechsel
von Positivprofil auf Negativprofil führt zu einer optischen Täuschung.
[0007] Überraschenderweise wird bei einer flachen Struktur wie einer Gegenstandsoberfläche
ein ähnlicher Effekt erreicht durch die Anordnung von Mikrostruktur-Erhebungen in
der Oberfläche neben Mikrostruktur-Vertiefungen in der Oberfläche. Der Effekt ist
bei Mikrostrukturen allerdings nur dann erreichbar und sichtbar, wenn erfindungsgemäß
eine Gruppierung erfolgt und die innerhalb einer Gruppe ausgebildeten Einzelelemente
in der jeweils benachbarten Gruppe invertiert werden. Beim Betrachten entsteht zwar
kein Hohlmaskeneffekt in Bezug auf die Einzelelemente, es wird aber der Eindruck eines
ausgeprägten Höhenunterschiedes zwischen benachbarten Gruppen erzeugt, und zwar so,
dass gruppierte Vertiefungen als Ganzes, d.h. als ganze Gruppe oder als ganzer Bereich
aus der Fläche hervorzutreten scheinen. Gleichermaßen überraschenderweise scheinen
sich im Auge des Betrachters die gruppierte Vertiefungen als Ganzes gegenüber den
benachbarten Gruppen von Erhebungen zu bewegen oder zu verschieben, wenn die Gegenstandsoberfläche
an dem Betrachter vorbei bewegt wird oder sich der Betrachter an der Gegenstandsoberfläche
vorbeibewegt.
[0008] Eine solche erfindungsgemäße Ausbildung einer Oberflächenstruktur vermittelt dem
Betrachter also den Eindruck einer mit höheren, erhaben ausgebildeten Bereichen und
tieferen Bereichen versehenen Oberfläche, d.h. den Eindruck einer vielfach stärker
ausgeprägten makrostrukturellen dreidimensionalen Ausbildung der Oberfläche als tatsächlich
messbar und vorhanden.
Der Nutzen einer solchen Oberflächenausbildung ist jenseits der dekorativen Ausprägung
auch in technischer Hinsicht vielfältig. Zum Beispiel können derart ausgebildete Oberflächen
etwa Bedienfelder, Schalter oder Armaturen in oder auf Oberflächen besonders markieren
und Fehlbedienungen vermeiden. Auch können solche Oberflächen insbesondere mit zusätzlicher
und ggf. unterschiedlicher Farbkenzeichnung einzelner Gruppen von Einzelelementen
auffällige plastische Warnhinweise auf Oberflächen geben. Der genannte Effekt, d.h.
der Eindruck einer mit höheren, erhaben ausgebildeten Bereichen und tieferen Bereichen
versehenen Oberfläche entsteht übrigens besonders stark bei dunklen Oberflächen.
Beim Tiefziehen und Vakuumkaschieren von Folien mit Prägungen eher kantiger Strukturen,
beispielsweise bei der Prägung einer abgesetzten Schrift, wie etwa des Hinweises "AIRBAG"
auf einem Folienbereich, oder bei engen Bauteil- bzw. Umformradien können Defekte,
zum Beispiel "Risse", der Lackschicht auftreten. Hier hilft die erfindungsgemäße Lösung
ebenfalls in vorteilhafter Weise: Durch die erfindungsgemäße optische "Hervorhebung"
von Teilbereichen treten solche Defekte weit weniger häufig auf. Die Erfindung sieht
vor, dass jede (erste) Gruppe an mehrere benachbarte (weitere, zweite) Gruppen angrenzt
und alle Einzelelemente jeder benachbarten Gruppe invertiert zu den Einzelelementen
der (ersten) Gruppe angeordnet sind. Damit lassen sich regelmäßige Muster und Strukturen
makroskopischer Art erzeugen, beispielsweise ein Schachbrettmuster oder ein gerastertes
Muster ohne Rapportbildung. Auch sogenannte "technische Narben", also etwa gerastert
strukturierte Oberflächen für technische Geräte oder Innenoberflächen von Führerständen/Führerhäusern
oder jegliche weitere dekorative Gestaltungen können so einfach hergestellt werden.
[0009] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass die Einzelelemente bezogen
auf die Grund- oder Referenzfläche eine Höhe oder Tiefe von 50 bis 1200 µm aufweisen,
vorzugsweise von 70 bis 360 µm aufweisen. Eine solche mikrostrukturelle Ausbildung
der Vertiefungen und Erhebungen verstärkt bei einem normalen Betrachtungsabstand von
etwa einem halben Meter den genannten Effekt in besonderer Weise. Die hier genannten
Höhen und Tiefen lassen Lichtreflexe entstehen, die durch das menschliche Auge besonders
gut wahrgenommen werden. Größere Tiefen, also z.B. 360 µm, erzeugen eine bessere Reflexion
als 70 µm. Der beschriebene Effekt ist hier größer.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass die Einzelelemente eine
horizontale Ausdehnung aufweisen, die mindestens 1 mm beträgt. Diese Ausdehnung bezieht
sich auf die im Wesentlichen horizontale Fläche bzw. Oberfläche der Einzelelemente,
also etwa vergleichbar mit einem Durchmesser bei einer angenähert kreisförmigen Oberfläche.
Gleichzeitig ist es vorteilhaft, wenn die Gruppengröße, also die vergleichbare horizontale
Ausdehnung einer aus mehreren Einzelelementen bestehenden Gruppe, mindestens das 1,5-fache
der Ausdehnung der Elemente beträgt.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass die Grenzen zwischen benachbarten
Gruppen durch die Einzelelemente als solche verläuft und die Gruppengrenze durch die
damit sprungartig invertierten Einzelelemente eine ausgeprägt sichtbare Kante zwischen
den Gruppen bildet. Die durch den "Umschlag" der Einzelelemente deutlich hervortretende
Kante verstärkt den oben genannten Effekt, dass gruppierte Vertiefungen stark aus
der Fläche hervorzutreten scheinen.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass die Gegenstandsoberfläche
einen Glanzgrad von mindestens 1,2 aufweist, gemessen nach DIN 67 530. Unter dem Begriff
"Glanzgrad" versteht man hier einen Reflektometerwert als optische Kenngröße für die
Oberfläche eines Prüfkörpers, der mit dem Glanz der Oberfläche in Zusammenhang steht.
[0013] Im Reflektometer nach DIN 67 530 wird eine Lichtquelle in eine Öffnung oder Blende
abgebildet. Die Lichtstrahlen werden dabei vorher an der ebenen Prüfkörper-Oberfläche
reflektiert. Nimmt man die erfindungsgemäße Gegenstandsoberfläche als Prüfkörper und
lässt die Lichtquelle in einem Winkel von 60° auf die Oberfläche strahlen und reflektieren,
so erhält man den genannten Reflektometerwert von mindestens 1,2, hier als "Glanzgrad"
bezeichnet.
[0014] Je matter die Fläche ist, also je geringer der Glanzgrad ist, desto schlechter wird
der genannte Effekt, bei einem Glanzgrad unter 0,9 ist er kaum sichtbar, bei einem
Glanzgrad von 1 bis 1,4 wird er unter künstlichem Licht langsam sichtbar. Bei Tageslicht
wird er sichtbar bei einem Glanzgrad von 1,6 bis 1,8. Der Effekt wird mit höherem
Glanzgrad und größerer Tiefe der Elemente stärker, etwa bei einem Glanzgrad von 8
bis 13 und bei einer Tiefe von 360 µm.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass die die Einzelelemente umgebende
Grund- oder Referenzfläche neben den Einzelelementen matt ausgebildet ist, vorzugsweise
mit einem niedrigeren Glanzgrad als dem der Einzelelemente. Durch eine solche Ausbildung
wird der Kontrast zwischen Einzelelementen und umgebender, sozusagen "nicht reflektierender"
Grund- oder Referenzfläche als solcher bereits verstärkt, was seinerseits wieder den
oben genannten Effekt unterstützt, dass gruppierte Vertiefungen überproportional stark
aus der Fläche hervorzutreten scheinen.
[0016] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass das Verhältnis von Länge
und Breite der Einzelelemente zum Betrachterabstand größer als 1: 100 vorzugsweise
größer als 1: 200 ist. Der Abstand des Betrachters zur Größe, d.h. Länge und Breite
oder Fläche der Einzelelemente bzw. der invertierten Strukturen ist nicht ohne Auswirkung
auf die Stärke des genannten Effektes. Versuchsreihen haben ergeben, dass bei den
genannten Verhältnissen der überraschende Effekt besonders groß ist.
[0017] Dabei ist ein Verhältnis der Ausdehnung der Elemente, wie oben beschrieben, und Ausdehnung
der Gruppen zwischen 1:5 und 1:40 besonders günstig in dem Sinne, dass eine Toleranz
beim Betrachterabstand wenig Einfluss auf die Erkennbarkeit des Effektes hat.
[0018] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass die umgebende Grund- oder
Referenzfläche einer aus mehreren nebeneinanderliegenden Einzelelementen gleicher
Ausbildung bestehenden Gruppe auf einem anderen Höhenniveau ausgebildet ist als die
der benachbarten Gruppe. Dies kann bei bestimmten figurativen Darstellungen den genannten
Effekt dadurch verstärken, dass unterschiedliche Helligkeiten einzelner Gruppen noch
stärker ausgeprägt sind.
[0019] In einer besonders vorteilhaften Ausführung erfolgt mindestens eine Gruppierung von
Einzelelementen in Form von Ziffern, alphanumerischen Zeichen, binären oder codierten
Zeichen, so dass z. B. durch den genannten Effekt die Gruppierung Schriften oder anderer
Zeichenfolgen auch in einfarbigen Oberflächen erhaben ausgebildet erscheinen, ohne
tatsächlich erhaben zu sein. Sicherheitskennzeichnungen an Gegenständen, Herstellnummern
etc. können so auf Oberflächen so aufgebracht werden, dass bei deren unerlaubter Entfernung
die Mikrostruktur der Oberfläche mit zerstört wird und etwa gestohlene Gegenstände
sofort als solche identifiziert werden können.
[0020] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass die Höhe oder Tiefe der
Einzelelemente einer Gruppe unterschiedlich ist zu der Höhe oder Tiefe der invertiert
angeordneten Einzelelemente der benachbarten Gruppe. Das erleichtert die technische
Herstellbarkeit und erzeugt ebenfalls den genannten Effekt.
[0021] Besondere Vorteile ergeben sich dann, wenn eine Folie für die Innenverkleidung von
Kraftfahrzeugen oder ein Formteil für die Innenverkleidung von Kraftfahrzeugen mit
einer erfindungsgemäßen dreidimensional strukturierten Oberfläche versehen ist. Thermoplastische
Folien weisen oft eine äußere kompakte Deckschicht und eine geschäumte Schicht auf
der Unterseite auf, wobei die Folie in einem formgebenden Verarbeitungsschritt auf
einen der Bauteilform entsprechenden Träger aufgebracht wird und dadurch ihre Bauteilform
erhält. Solche Folien werden üblicherweise mit Walzen geprägt oder nach dem Formhaut-Verfahren
hergestellt. Gerade im Bedienungsbereich eines Kraftfahrzeugs kann man mit derart
ausgebildeten Oberflächen, zum Beispiel durch derartige Ausbildung der mit einer Dekorfolie
versehenen Oberfläche eines Armaturenbrettes, Bedienfelder, Schalter oder Armaturen
besonders hervorheben und markieren oder auch Gruppen von Einzelelementen in Form
von Symbolen oder Warnhinweisen formen, um Fehlbedienungen vermeiden. Gleiches gilt
natürlich für direkt mit einer Oberflächenprägung versehene Innenverkleidungsteile
solcher Art.
[0022] Daraus ergibt sich gleichermaßen einleuchtend, dass sich die erfindungsgemäße dreidimensional
strukturierte Oberfläche in besonders vorteilhafter Weise eignet als Oberfläche für
ein Präge- oder Umformwerkzeug, z. B. auch eine Prägewalze, zur Bearbeitung von Gegenstandsoberflächen,
wobei die Werkzeugoberfläche als Negativform der Gegenstandsoberfläche ausgebildet
sein kann. Somit können einfache und leicht herzustellende Prägewerkzeuge genutzt
werden, um die erfindungsgemäße Oberfläche aufzubringen auf z. B. in Form von Prägewalzen
für die genannten Folien. Auch jegliche andere Werkzeuge für die Bearbeitung von beliebigen
Oberflächen wie Möbeln, Tapeten, Textilien etc. können so erfindungsgemäß ausgebildet
werden.
[0023] Die erfindungsgemäße dreidimensional strukturierte Oberfläche eignet sich ebenfalls
in besonders vorteilhafter Weise als Oberfläche für eine Tapete oder für andere auch
großflächige Dekorelemente, die z.B. zu Werbe- und Verpackungszwecken genutzt werden.
Durch den genannten Effekt, dass gruppierte Einzelelemente überproportional stark
aus der Fläche hervorzutreten bzw. zurückzutreten scheinen, verstärkt sich die plastische
Erscheinung von Mustern, Designstrukturen, Hinweisen oder Symbolen. Gleiches gilt
natürlich auch dann, wenn die erfindungsgemäße dreidimensional strukturierte Oberfläche
für eine beschichtete Textilbahn, z. B. zur Herstellung von Kleidung oder von Bezügen
für Möbel genutzt wird.
[0024] Ebenfalls gleichermaßen vorteilhaft lassen sich Möbelteile mit der erfindungsgemäßen
dreidimensional strukturierten Oberfläche gestalten, beispielsweise in Form einer
geprägten Kunststoffoberfläche.
[0025] Auch kann ein Gehäuse für technisches Gerät in vorteilhafter Weise eine erfindungsgemäße
dreidimensional strukturierte Oberfläche aufweisen, beispielsweise ein Computergehäuse,
ein Schaltschrank, ein Gehäuse für einen Fernsehschirm oder -gerät, für einen Kühlschrank
oder ein Gehäuse für ein Telefon. Auch bei all diesen Gegenständen verstärkt sich
die plastische Erscheinung von Mustern, Designstrukturen, Hinweisen oder Symbolen.
[0026] Die Einzelelemente können in ihrer erhabenen oder hervorspringenden Ausprägung in
bzw. auf der Oberfläche als Kuppen, Narben, Falten, geometrische Erhebungen, Schuppen,
vorspringende technische Formen mit deutlichen Flanken oder Rundungen ausgebildet
sein.
[0027] Anhand eines Ausführungsbeispieles soll die Erfindung näher erläutert werden. Es
zeigen
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße geprägte Gegenstandsoberfläche, einer vergrößerten Ansicht
- Fig. 2
- eine weitere Ausführung einer erfindungsgemäßen geprägten Gegenstandsoberfläche, einer
vergrößerten Ansicht
- Fig. 3
- eine wiederum andere Ausführung einer erfindungsgemäßen geprägten Gegenstandsoberfläche,
einer vergrößerten Ansicht mit eingezeichneten Ausdehnungs-Verhältnissen
[0028] Die einzige Fig. 1 zeigt in einer vergrößerten Ansicht eine erfindungsgemäße, dreidimensional
strukturierte, geprägte Gegenstandsoberfläche 1, bei der die dreidimensionale Struktur
Einzelelemente in Form einer jeweiligen Vielzahl von relativ zu einer Grund- oder
Referenzfläche der Oberfläche ausgebildeten Erhebungen 2 und Vertiefungen 3 aufweist.
[0029] Es sind dabei Gruppen 4, 5, 6 und 7 aus mehreren nebeneinanderliegenden geprägten
Einzelelementen gleicher Ausbildung, d.h. in diesem Fall Gruppen von Erhebungen 4,
6 und Gruppen von Vertiefungen 5, 7 in bzw. auf der Oberfläche vorgesehen.
[0030] Die Einzelelemente jeweils zweier benachbarter Gruppen 4 und 5, 5 und 6, 6 und 7
sowie 7 und 4 sind so ausgebildet, dass alle Einzelelemente 2 der einen Gruppe invertiert
zu den Einzelelementen 3 der benachbarten Gruppe angeordnet sind, so dass die bei
Betrachtung unter Beleuchtung entstehenden Reflexionen der Oberfläche beim Betrachter
der Eindruck eines ausgeprägten Höhenunterschieds zwischen benachbarten Gruppen erzeugen,
wie auch in der Figur zu erkennen.
[0031] Die Einzelelemente 2 und 3 weisen bei diesem Ausführungsbeispiel und bezogen auf
die Grund- oder Referenzfläche 8 eine Höhe bzw. Tiefe von 250 µm auf. Wie gut zu erkennen,
ist die die Einzelelemente umgebende Grund- oder Referenzfläche 8 matt bzw. rau ausgebildet
und bildet einen Kontrast zur gut reflektierenden Oberfläche der Elemente.
[0032] Ebenfalls gut erkennbar ist anhand dieses Ausführungsbeispiels, dass die Grenzen
zwischen den benachbarten Gruppen 4 und 5, 5 und 6, 6 und 7 sowie 7 und 4 durch die
Einzelelemente verlaufen, also durch deren Ausdehnung oder Fläche, so dass die Gruppengrenze
durch die damit sprungartig invertierten Einzelelemente eine sichtbare Kante zwischen
den Gruppen bildet. Das verstärkt den genannten Effekt, dass gruppierte Einzelelement
überproportional stark aus der Fläche hervorzutreten oder zurückzuspringen scheinen.
[0033] Fig. 2 zeigt in einer vergrößerten Ansicht eine Gegenstandsoberfläche 9, bei der
die umgebende Grund- oder Referenzfläche 10 einer aus mehreren nebeneinanderliegenden
Einzelelementen 11 gleicher Ausbildung bestehenden Gruppe 12, 13 auf einem anderen
Höhenniveau ausgebildet ist als die Grund- oder Referenzfläche 14 der jeweils benachbarten
Gruppe 15, 16 von Einzelelementen 17. Auch hier verlaufen die Grenzen zwischen benachbarten
Gruppen durch die Einzelelemente. Die jeweiligen von den Grund- oder Referenzflächen
10 und 14 ausgehend ausgeprägten Einzelelement in Form von Kavitäten 11 oder vorspringenden
Ausbuchtungen 17 weisen damit einen Niveauunterschied 18 auf und verstärken dadurch
noch einmal den genannten Effekt, nämlich den beim Betrachter entstehenden Eindruck
einer mit deutlich höheren, erhaben ausgebildeten Bereichen und tieferen Bereichen
versehenen Oberfläche. Dabei erscheinen allerdings im Auge des Betrachters überraschenderweise
die mit Vertiefungen 11 versehenen Bereiche 12, 13 stark vorzuspringen und "höher"
ausgebildet zu sein als die mit Erhebungen 17 versehenen Bereiche 15 und 16.
[0034] Fig. 3 zeigt ein noch einmal in einer ebenfalls vergrößerten Ansicht das Verhältnis
der Ausdehnungen 19 von Einzelelementen 20 im Verhältnis zu den Ausdehnungen 21 einer
Gruppe 22 von Einzelelementen 20. Die Ausdehnung 19 bezeichnet annähernd die horizontal
größte Ausdehnung der horizontalen Fläche des Einzelelementes 20, während die Ausdehnung
21 die angenähert horizontal größte Ausdehnung der Gruppe 22 von Einzelelementen 20
darstellt.
[0035] Die horizontale Ausdehnung 19 des Einzelelementes 20 beträgt etwa 2.3 mm, während
die horizontal größte Ausdehnung der Gruppe 22 ca. 9 mm beträgt.
Hier verlaufen die Grenzen zwischen benachbarten Gruppen 22 und 24 nicht durch die
Einzelelemente 20 oder 23 hindurch, sondern entlang der Grenzen zwischen den Einzelelementen
20 und 23.
Bezugszeichenliste
(Teil der Beschreibung)
[0036]
- 1
- Dreidimensional strukturierte Gegenstandsoberfläche
- 2
- Einzelelement, Erhebung, Vielzahl
- 3
- Einzelelement, Vertiefung, Vielzahl
- 4
- Gruppe mehrerer nebeneinanderliegender Erhebungen
- 5
- Gruppe mehrerer nebeneinanderliegender Vertiefungen
- 6
- Gruppe mehrerer nebeneinanderliegender Erhebungen
- 7
- Gruppe mehrerer nebeneinanderliegender Vertiefungen
- 8
- Grund- oder Referenzfläche
- 9
- Dreidimensional strukturierte Gegenstandsoberfläche
- 10
- Grund- oder Referenzfläche
- 11
- Einzelelement, Vertiefung, Vielzahl
- 12
- Gruppe mehrerer nebeneinanderliegender Vertiefungen
- 13
- Gruppe mehrerer nebeneinanderliegender Vertiefungen
- 14
- Grund- oder Referenzfläche
- 15
- Gruppe mehrerer nebeneinanderliegender Erhebungen
- 16
- Gruppe mehrerer nebeneinanderliegender Erhebungen
- 17
- Einzelelement, Erhebung, Vielzahl
- 18
- Niveauunterschied
- 19
- Ausdehnung, Einzelelement
- 20
- Einzelelement, Erhebung, Vielzahl
- 21
- Ausdehnung einer Gruppe mehrerer nebeneinanderliegender Erhebungen
- 22
- Gruppe mehrerer nebeneinanderliegender Erhebungen
- 23
- Einzelelement, Vertiefung, Vielzahl
- 24
- Gruppe mehrerer nebeneinanderliegender Vertiefungen
1. Dreidimensional strukturierte Gegenstandsoberfläche (1), insbesondere geprägte Oberfläche,
bei der die dreidimensionale Struktur Einzelelemente (2, 3, 11, 17, 20, 23) in Form
einer jeweiligen Vielzahl von relativ zu einer Grund- oder Referenzfläche der Oberfläche
ausgebildeten Erhebungen (2, 17, 20) und Vertiefungen (3, 11, 23) aufweist, wobei
Gruppen (4, 5, 6, 7, 12, 13, 15, 16) aus mehreren nebeneinanderliegenden Einzelelementen
gleicher Ausbildung vorgesehen sind, und wobei die Einzelelemente (2, 3, 11, 17, 20)
mindestens zweier benachbarter Gruppen so ausgebildet sind, dass alle Einzelelemente
(2, 17, 20) der einen Gruppe invertiert zu den Einzelelementen (3, 11, 23) der benachbarten
Gruppe angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet dass die bei Betrachtung unter Beleuchtung entstehenden Reflexionen der Oberfläche beim
Betrachter der Eindruck eines Höhenunterschiedes zwischen benachbarten Gruppen erzeugen,
wobei eine erste Gruppe (5, 7, 12, 13, 22) an mehrere benachbarte Gruppen (4, 6, 15,
16, 24) angrenzt und alle Einzelelemente (2, 17, 20) jeder benachbarten Gruppe (4,
6, 15, 16, 24) invertiert zu den Einzelelementen (3, 11, 23) der ersten Gruppe (5,
7, 12, 13, 22) angeordnet sind.
2. Gegenstandsoberfläche nach Anspruch 1, bei der die Einzelelemente (2, 3, 11, 17, 20,
23) bezogen auf die Grund- oder Referenzfläche (8, 10, 14) eine Höhe oder Tiefe von
50 bis 1200 µm aufweisen, vorzugsweise von 70 bis 360 µm aufweisen.
3. Gegenstandsoberfläche nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei der die Einzelelemente
(20) eine horizontale Ausdehnung (19) von mindestens 1 mm aufweisen und die horizontale
Ausdehnung (21) einer Gruppe (22) mindestens das 1,5-fache der Ausdehnung (19) der
Einzelelemente beträgt.
4. Gegenstandsoberfläche nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die Grenzen zwischen
benachbarten Gruppen durch Einzelelemente (2, 3, 11, 17) hindurch verläuft und die
Gruppengrenze durch die damit sprungartig invertierten Einzelelemente somit eine Kante
zwischen den Gruppen bildet.
5. Gegenstandsoberfläche nach einem der Ansprüche 1 bis 4, welche einen Glanzgrad von
mindestens 1,2 aufweist, gemessen nach DIN 67 530.
6. Gegenstandsoberfläche nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der die die Einzelelemente
umgebende Grund- oder Referenzfläche (8, 10, 14) neben den Einzelelementen (2, 3,
11, 17, 20, 23) einen niedrigeren Glanzgrad aufweist als der der Einzelelemente.
7. Gegenstandsoberfläche nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die umgebende Grund-
oder Referenzfläche (10) einer aus mehreren nebeneinanderliegenden Einzelelementen
(11) gleicher Ausbildung bestehenden Gruppe (12, 13) auf einem anderen Höhenniveau
ausgebildet ist als die Grund- oder Referenzfläche (14) einer aus mehreren nebeneinanderliegenden
Einzelelementen (17) gleicher Ausbildung bestehenden benachbarten Gruppe (15, 16).
8. Gegenstandsoberfläche nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der der absolute Betrag
der Höhe der Einzelelemente (2, 17, 20) einer Gruppe (4, 6, 15, 16, 22) unterschiedlich
ist zum absoluten Betrag der Tiefe der invertiert angeordneten Einzelelemente (3,
11, 23) der benachbarten Gruppe (5, 7, 12, 13, 24).
9. Folie oder Formteil für die Innenverkleidung von Kraftfahrzeugen mit einer dreidimensional
strukturierten Oberfläche nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
10. Beschichtete Textilbahn oder Papierbahn, insbesondere Tapete, mit einer dreidimensional
strukturierten Oberfläche nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
11. Möbelteil mit einer dreidimensional strukturierten Oberfläche nach einem der Ansprüche
1 bis 8.
12. Gehäuse für technisches Gerät mit einer dreidimensional strukturierten Oberfläche
nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
1. Three-dimensionally structured object surface (1), in particular embossed surface,
in which the three-dimensional structure comprises individual elements (2, 3, 11,
17, 20, 23) in the form of a respective multiplicity of elevations (2, 17, 20) and
depressions (3, 11, 23) formed in relation to a base or reference area of the surface,
wherein groups (4, 5, 6, 7, 12, 13, 15, 16) of multiple individual elements of the
same form lying next to one another are provided, and wherein the individual elements
(2, 3, 11, 17, 20) of at least two adjacent groups are formed in such a way that all
of the individual elements (2, 17, 20) of the one group are arranged inverted in relation
to the individual elements (3, 11, 23) of the adjacent group, characterized in that the reflections of the surface that are produced when it is viewed under lighting
give the impression of a difference in height between adjacent groups, wherein a first
group (5, 7, 12, 13, 22) adjoins multiple adjacent groups (4, 6, 15, 16, 24) and all
the individual elements (2, 17, 20) of each adjacent group (4, 6, 15, 16, 24) are
arranged inverted in relation to the individual elements (3, 11, 23) of the first
group (5, 7, 12, 13, 22).
2. Object surface according to Claim 1, in which the individual elements (2, 3, 11, 17,
20, 23) have in relation to the base or reference area (8, 10, 14) a height or depth
of 50 to 1200 µm, preferably of 70 to 360 µm.
3. Object surface according to either of Claims 1 and 2, in which the individual elements
(20) have a horizontal extent (19) of at least 1 mm and the horizontal extent (21)
of a group (22) is at least 1.5 times the extent (19) of the individual elements.
4. Object surface according to one of Claims 1 to 3, in which the boundaries between
adjacent groups pass through individual elements (2, 3, 11, 17) and the group boundary
provided by the consequently abruptly inverted individual elements thereby forms an
edge between the groups.
5. Object surface according to one of Claims 1 to 4, which has a degree of gloss of at
least 1.2, measured in accordance with DIN 67 530.
6. Object surface according to one of Claims 1 to 5, in which the base or reference area
(8, 10, 14) surrounding the individual elements alongside the individual elements
(2, 3, 11, 17, 20, 23) has a lower degree of gloss than that of the individual elements.
7. Object surface according to one of Claims 1 to 6, in which the surrounding base or
reference area (10) of a group (12, 13) consisting of multiple individual elements
(11) of the same form lying next to one another is formed at a different level of
height than the base or reference area (14) of an adjacent group (15, 16) consisting
of multiple individual elements (17) of the same form lying next to one another.
8. Object surface according to one of Claims 1 to 7, in which the absolute amount of
the height of the individual elements (2, 17, 20) of a group (4, 6, 15, 16, 22) is
different from the absolute amount of the depth of the invertedly arranged individual
elements (3, 11, 23) of the adjacent group (5, 7, 12, 13, 24).
9. Film or moulding for the interior trim of motor vehicles with a three-dimensionally
structured surface according to one of Claims 1 to 8.
10. Coated textile web or paper web, in particular wallpaper, with a three-dimensionally
structured surface according to one of Claims 1 to 8.
11. Furniture part with a three-dimensionally structured surface according to one of Claims
1 to 8.
12. Housing for a technical device with a three-dimensionally structured surface according
to one of Claims 1 to 8.
1. Surface (1) à structure tridimensionnelle pour un objet, en particulier surface gaufrée,
dans laquelle la structure tridimensionnelle présente des éléments individuels (2,
3, 11, 17, 20, 23) ayant la forme de nombres respectifs de rehaussements (2, 17, 20)
et de creux (3, 11, 23) formés par rapport à une surface de base ou de référence de
la surface,
des groupes (4, 5, 6, 7, 12, 13, 15, 16) constitués de plusieurs éléments individuels
à configuration et adjacents étant prévus,
les éléments individuels (2, 3, 11, 17, 20) d'au moins deux groupes voisins étant
configurés de telle sorte que tous les éléments individuels (2, 17, 20) d'un groupe
soient disposés de manière inversée par rapport aux éléments individuels (3, 11, 23)
du groupe voisin,
caractérisée en ce que
lorsqu'il observe les réflexions de la surface résultant de son éclairage, l'observateur
a l'impression d'une différence de hauteur entre des groupes voisins, un premier groupe
(5, 7, 12, 13, 22) étant adjacent à plusieurs groupes voisins (4, 6, 15, 16, 24) et
tous les éléments individuels (2, 17, 20) de chacun des groupes voisins (4, 6, 15,
16, 24) étant disposés de manière inversée par rapport aux éléments individuels (3,
11, 23) du premier groupe (5, 7, 12, 13, 22).
2. Surface d'objet selon la revendication 1, dans laquelle les éléments individuels (2,
3, 11, 17, 20, 23) présentent une hauteur ou une profondeur de 50 à 1 200 µm et de préférence de 70 à 360 µm par rapport à la surface de base ou de référence (8, 10, 14).
3. Surface d'objet selon l'une des revendications 1 ou 2, dans laquelle les éléments
individuels (20) ont une extension horizontale (19) d'au moins 1 mm et l'extension
horizontale (21) d'un groupe (22) représente au moins 1,5 fois l'extension (19) des
éléments individuels.
4. Surface d'objet selon l'une des revendications 1 à 3, dans laquelle les limites entre
des groupes voisins s'étendent à travers les éléments individuels (2, 3, 11, 17) et
la limite des groupes forme ainsi par les éléments individuels inversés de manière
brusque un bord entre les groupes.
5. Surface d'objet selon l'une des revendications 1 à 4, qui présente un degré de brillance,
mesuré selon DIN 67 530, d'au moins 1,2.
6. Surface d'objet selon l'une des revendications 1 à 5, dans laquelle la surface de
base ou de référence (8, 10, 14) qui entoure les éléments individuels présente à côté
des éléments individuels (2, 3, 11, 17, 20, 23) un degré de brillance plus bas que
les éléments individuels.
7. Surface d'objet selon l'une des revendications 1 à 6, dans laquelle la surface de
base ou de référence (10) qui entoure un groupe (12, 13) constitué de plusieurs éléments
individuels adjacents (11) de même configuration présente un niveau de hauteur différent
de celui de la surface de base ou de référence (14) d'un groupe (15, 16) voisin constitué
de plusieurs éléments individuels adjacents (17) de même configuration.
8. Surface d'objet selon l'une des revendications 1 à 7, dans laquelle la contribution
absolue de la hauteur des éléments individuels (2, 17, 20) d'un groupe (4, 6, 15,
16, 22) est différente de la contribution absolue de la profondeur des éléments individuels
(3, 11, 13) disposés de manière inversée du groupe (5, 7, 12, 13, 24) voisin.
9. Feuille ou pièce façonnée pour l'habillage intérieur de véhicules automobiles, présentant
une surface à structure tridimensionnelle selon l'une des revendications 1 à 8.
10. Nappe textile ou nappe de papier revêtues, en particulier moquette, présentant une
surface à structure tridimensionnelle selon l'une des revendications 1 à 8.
11. Pièce de mobilier présentant une surface à structure tridimensionnelle selon l'une
des revendications 1 à 8.
12. Boîtier pour appareil technique présentant une surface à structure tridimensionnelle
selon l'une des revendications 1 à 8.
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