[0001] Die Erfindung betrifft eine Verkehrsleiteinrichtung.
[0002] Eine Verkehrsleiteinrichtung in Form eines langgestreckten Elements zur Bildung eines
Bodenmarkierungsstreifens ist aus
DE 20 2010 000 412 U1 bekannt. Die bekannte Verkehrsleiteinrichtung hat die Form eines Streifens aus halbsteifem
Plattenmaterial mit reflektierender Oberfläche, der quer zu seiner Längsrichtung derart
profiliert ist, dass er eine abwechselnde Folge von ebenen Abschnitten und konvexen
Abschnitten bildet. Der Streifen wird beispielsweise als Markierung auf eine Fahrbahnoberfläche
aufgelegt oder aufgeklebt. Die Profilierung stellt sicher, dass ein wesentlicher Anteil
des von Fahrzeugscheinwerfem erzeugten und auf die Markierung auftreffenden Lichts
wieder in Richtung auf das Fahrzeug reflektiert wird, so dass die Sichtbarkeit der
Markierung verbessert wird.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine neuartige Verkehrsleiteinrichtung für Fahrbahnmarkierungen
zu schaffen, die ein einfaches Verlegen und Entfernen von Markierungsstreifen ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Verkehrsleiteinrichtung mit einem langgestreckten
Element zur Bildung eines Bodenmarkierungsstreifens, und mit einem Haltebügel zum
Verbinden des Elements mit einer seitlich neben dem Element angeordneten Fußplatte,
wobei der Haltebügel einen Steckansatz zum Einstecken in eine vertikale Steckaufnahme
der Fußplatte aufweist.
[0005] Die Verkehrsleiteinrichtung kann vorteilhaft für die Markierung von Begrenzungen
von Verkehrswegen eingesetzt werden, indem sie mit einer Fußplatte verbunden wird,
in die beispielsweise eine Bake oder ein Absperrgitter eingesteckt wird. Dabei kann
durch den Haltebügel die Positionierung des Bodenmarkierungsstreifens in Bezug auf
die Bake oder dergleichen erfolgen.
[0006] Über den Haltebügel ist das Element an der Fußplatte gesichert, so dass es bei einem
Anfahren oder Überfahren eines Randbereichs des Elements gehalten wird. Das Element
braucht nicht mit der Fahrbahnoberfläche verklebt werden, da es an der Fußplatte gehalten
wird. Dies ermöglicht sowohl ein schnelles, einfaches und sicheres Verlegen einer
Markierung als auch ein einfaches Entfernen der Markierung beim Räumen einer Baustelle.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Element eine reflektierende Oberfläche
auf, die quer zur Längsrichtung des Elements profiliert ist. Durch eine Profilierung
kann der Anteil des von Fahrzeugscheinwerfern erzeugten und von der reflektierenden
Oberfläche wieder in Richtung auf das Fahrzeug zurückgeworfenen Lichts erhöht werden,
so dass die Sichtbarkeit des Bodenmarkierungsstreifens verbessert wird.
[0009] Das langgestreckte Element kann beispielsweise eine in Längsrichtung ansteigende
Keil-form aufweisen. Dadurch wird insbesondere bei entfernten Fahrzeugscheinwerfern
der vom auftretenden Licht eines Fahrzeugscheinwerfers erfasste Anteil der Oberfläche
des Elements erhöht, so dass die Sichtbarkeit der Markierung ebenfalls verbessert
wird.
[0010] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert.
[0011] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Verkehrsleiteinrichtung mit einer
Bake;
- Fig. 2
- einen schematischen Längsschnitt durch ein Markierungselement der Verkehrsleiteinrichtung;
- Fig. 3
- eine schematische Vorderansicht des Markierungselements der Verkehrsleiteinrichtung
mit einem Haltebügel;
- Fig. 4
- einen schematischen Querschnitt durch das Markierungselement und einen Teil des Haltebügels;
und
- Fig. 5
- eine Teilansicht des Markierungselement und des Haltebügels von unten.
[0012] Die in Fig. 1 gezeigte Verkehrsleiteinrichtung umfasst ein langgestrecktes Markierungselement
10 in Form eines Kunststoffkörpers, der an seiner Oberseite in einem streifenförmigen
Bereich 12 quer zur Längsrichtung des Elements wellenförmig profiliert ist, so dass
eine abwechselnde Folge von ebenen Abschnitten 14 und konvexen Abschnitten 16 gebildet
wird. Der profilierte Bereich 12 erstreckt sich über den wesentlichen Teil der Länge
und der Breite der Oberseite des Markierungselements 10. Das Markierungselement 10
ist im profilierten Bereich 12 mit einer mikroprismatischen Reflexfolie 18 beklebt.
[0013] In Fig. 2 sind die Reflexfolie 18 sowie die Profilform der Oberfläche des Markierungselements
10 erkennbar. Die konvexen Abschnitte 16 haben die Form von Halbwellen und sind so
berechnet, dass, wenn das Markierungselement 10 als Bodenmarkierungsstreifen auf einer
Fahrbahnoberfläche angeordnet ist, durch Reflektion des von den Fahrzeugscheinwerfem
erzeugten Lichts an den Wellen eine optimale Sichtbarkeit des Markierungselements
erreicht wird. Wie in Fig. 1 dargestellt ist, hat das Markierungselement 10 außerdem
eine in Längsrichtung ansteigende Keilform.
[0014] Fig. 1 zeigt weiter eine an sich bekannte Fußplatte 20, auf die ein Bakenblatt 22
aufgesteckt ist. Das Bakenblatt 22 weist auf jeder der beiden Hauptflächen eine vertikal
orientierte Sichtfläche 24 auf, die mit einer reflektierenden Folie beklebt ist und
ein Signalbild trägt, das durch schräg verlaufende abwechselnd rote und weiße Streifen
gebildet wird.
[0015] Die Fußplatte 20 ist beispielsweise aus Recyclingkunststoff und weist wenigstens
eine vertikal verlaufende Steckaufnahme 26 für einen Bakenfuß oder ein Schaftrohr
einer Bake oder eines Gitters auf. Beispielsweise weist die Fußplatte 20 mehrere Steckaufnahmen
26 an ihrer Oberseite auf. Diese haben beispielsweise gängige Steckaufnahmengrößen
von 60 mm x 60 mm, 40 mm x 40 mm und/oder einen Durchmesser von 42 mm.
[0016] Die Verkehrsleiteinrichtung umfasst einen Haltebügel 28 aus Metall, der mit einem
Steckansatz 30 in eine Steckaufnahme 26 der Fußplatte 20 eingesteckt ist. Ein horizontaler
Verbindungsabschnitt des Haltebügels 28 verläuft an der Oberseite der Fußplatte 20
vom Steckansatz 30 bis zum Rand der Fußplatte 20. Dort verläuft ein vertikaler Verbindungsabschnitt
des Haltebügels 28 entlang der Seite der Fußplatte 20. Der Steckansatz 30 ist an einem
Querschnitt einer Steckaufnahme 26 angepasst und hat beispielsweise eine quadratischen
Außenquerschnitt von 60 mm x 60 mm oder 40 mm x 40 mm. Der Haltebügel 26 ist beispielsweise
einstückig mit dem Steckansatz 30 aus einem Blech gebildet, wobei der Steckansatz
30 beispielsweise durch Abkanten gebildet wurde.
[0017] Fig. 3 zeigt den mit dem Markierungselement 10 verbundenen Haltebügel 28 in einer
schematischen Darstellung, und Fig. 4 zeigt Details der Verbindung. Ein vom Steckansatz
30 beabstandeter Endabschnitt des Haltebügels 28 ist mit dem Markierungselement 10
verbunden, indem er an gegenüberliegenden Seiten des Markierungselements 10 in Öffnungen
32 gehalten ist, die an den Querschnitt des Endabschnitts angepasst sind, und über
ein Verriegelungselement 34 gegen Herausziehen gesichert ist. In einer gegenüber den
Rändern des Markierungselements 10 zurückliegenden Aussparung an der Unterseite des
Markierungselements 10 bildet das Verriegelungselement 34 einen Vorsprung.
[0018] Beispielsweise weist das Markierungselement 10 eine gewisse Flexibilität auf und
ist in einem mittleren Bereich zwischen den Öffnungen 32 mit dem Verriegelungselement
34 in Form des Vorsprungs versehen, das in ein Loch im Endabschnitt des Haltebügels
28 eingreift. Dies ist in Fig. 5 dargestellt. Das Verriegelungselement 34 bildet beispielsweise
einen Druckknopf und ist dazu geeignet, mit einem Finger aus dem Loch des Haltebügels
28 herausgedrückt zu werden, wobei das Markierungselement 10 elastisch verformt wird.
Nach den Lösen des Verriegelungselements 34 kann der Endabschnitt des Haltebügels
28 aus den Öffnungen 32 herausgezogen werden, so dass der Haltebügel 28 vom Markierungselement
10 gelöst ist. Eine Befestigung erfolgt umgekehrt durch Einstecken des Endabschnitts
in eine Öffnung 32, Vorschieben am Verriegelungselement 34 vorbei, und Einführen des
Endes des Haltebügels 28 in die zweite Öffnung 32 unter elastischer Verformung des
Markierungselements 10, bis das Verriegelungselement 34 in dem Loch des Haltebügels
28 einrastet.
[0019] Fig. 4 zeigt weiter schematisch, dass jede konvexe Welle 16 der Profilierung des
Markierungselements 10 abgeschrägte Endabschnitt 36 aufweist. Diese schützen die Kanten
der an der Welle vorgewölbten Reflexfolie 18.
[0020] Fig. 5 zeigt den mittleren Abschnitt des Markierungselements 10 in einer Ansicht
von unten. Neben dem Verriegelungselement 34 ist ein Anschlagelement 38 in Form eines
Vorsprungs am Markierungselement 10 ausgebildet, der die gerade Positionierung des
Endabschnitts des Haltebügels 28 quer zur Längsrichtung des Markierungselements 10
beim Einführen in die zweite Öffnung 32 erleichtert, indem er einen Anschlag und eine
Führung für den Haltebügel 28 bildet.
[0021] Auf dem überwiegenden Teil der Länge des Markierungselements 10 hat dieses eine im
Querschnitt einwärts gewölbte Unterseite, wie in Fig. 1 und Fig. 3 dargestellt ist.
Die Einwölbung stabilisiert das Markierungselement 10 gegen Verformung und sorgt dafür,
dass das Markierungselement 10 im wesentlichen an seinen linken und rechten Rändern
auf dem Boden aufliegt.
[0022] In Fig. 1 ist das Markierungselement 10 mit dem Haltebügel 28 an einer rechts vom
Markierungselement 10 angeordneten Fußplatte 20 befestigt. Durch Einstecken des Haltebügels
28 von der anderen Seite her ist in entsprechender Weise eine Befestigung an einer
links vom Markierungselement 10 angeordneten Fußplatte möglich.
1. Verkehrsleiteinrichtung mit einem langgestreckten Element (10) zur Bildung eines Bodenmarkierungsstreifens,
und mit einem Haltebügel (28) zum Verbinden des Elements (10) mit einer seitlich neben
dem Element (10) angeordneten Fußplatte (20), wobei der Haltebügel (30) einen Steckansatz
(30) zum Einstecken in eine vertikale Steckaufnahme (26) der Fußplatte (20) aufweist.
2. Verkehrsleiteinrichtung nach Anspruch 1, bei der das langgestreckte Element (10) eine
reflektierende Oberfläche aufweist, die quer zur Längsrichtung des Elements (10) profiliert
ist.
3. Verkehrsleiteinrichtung nach Anspruch 2, bei der eine die reflektierende Oberfläche
aufweisende Oberseite des Elements (10) quer zur Längsrichtung des Elements (10) derart
profiliert ist, dass sie eine abwechselnde Folge von ebenen Abschnitten (14) und konvexen
Abschnitten (16) bildet.
4. Verkehrsleiteinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der das langgestreckte
Element (10) eine in Längsrichtung ansteigende Keilform aufweist.
5. Verkehrsleiteinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der das langgestreckte
Element (10) einen Grundkörper in Form eines Kunststoffteils aufweist.
6. Verkehrsleiteinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der der Haltebügel
(28) lösbar mit dem Markierungselement (10) verbunden ist.
7. Verkehrsleiteinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der das langgestreckte
Element (10) wenigstens eine Öffnung (32) zum Einführen eines Abschnitts des Haltebügels
(28) und ein Verriegelungselement (34) zum Verriegeln des Haltebügels (28) an dem
Markierungselement (10) aufweist.
8. Verkehrsleiteinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche und mit einer seitlich
neben dem Element (10) angeordneten Fußplatte (20), wobei der Haltebügel (28) das
Element (10) mit der Fußplatte (20) verbindet und wobei der Steckansatz (30) in eine
vertikale Steckaufnahme (26) der Fußplatte (20) eingesteckt ist.