[0001] Die Erfindung betrifft eine Passivflügel-Schlosseinrichtung für eine Tür, ein Fenster
oder dergleichen. Die Tür weist einen ortsfesten montierbaren Rahmen mit in dem Rahmen
gelagerten mindestens einem aktiven Flügel und mindestens einem passiven Flügel auf.
Es handelt sich also um eine zweiflügelige Tür. Der Aktivflügel wird im Folgenden
als Aktivflügel bezeichnet. Der passive Flügel wird im Folgenden als Passivflügel
bezeichnet.
[0002] Die Passivflügel-Schlosseinrichtung ist in oder auf dem Passivflügel montierbar.
Sie weist eine Schlossmechanik und eine Betätigungseinrichtung zur Betätigung der
Schlossmechanik auf. Die Schlossmechanik weist eine Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
einer in oder auf dem Passivflügel geführten oberen Riegelstange auf, wobei die obere
Riegelstange zum Verriegeln nach oben ausfahrbar und zum Entriegeln nach unten einfahrbar
ist. Zusätzlich oder alternativ weist die Schlossmechanik eine unterer Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
einer in oder auf dem Passivflügel geführten unteren Riegelstange auf, wobei die untere
Riegelstange zum Verriegeln nach unten ausfahrbar und zum Entriegeln nach oben einfahrbar
ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde eine Passivflügel-Schlosseinrichtung zu
schaffen, die eine Manipulationsschutzeinrichtung aufweist, die einem Einfahren der
Riegelstangen in Folge einer von außen einwirkenden Druckbeaufschlagung auf die Riegelstangen
entgegenwirkt.
[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Gegenständen der Patentansprüche 1 und 7.
[0005] Bei dem Gegenstand des Patentanspruchs 1 ist wesentlich, dass die obere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
oder dass die untere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung mit dem Schlossgetriebe über
eine Kulisseneinrichtung verbunden ist, und dass die Kulisseneinrichtung einen Kulissenführungsschlitz
und einen Kulissenstift aufweist, der in dem Kulissenführungsschlitz geführt ist und
in einem Fangabschnitt des Kulissenführungsschlitzes im Manipulationsfall blockiert
ist.
[0006] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass das Schlossgetriebe einen
Getriebeschieber aufweist, der zum Antrieb der oberen Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
zwischen der oberen Riegelstangen-Anschlusseinrichtung und der Schlossbetätigungseinrichtung
geschaltet ist, wobei die Kulisseneinrichtung zwischen der oberen Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
und dem Getriebeschieber geschaltet ist. Es kann vorgesehen sein, dass das Schlossgetriebe
einen Getriebeschieber aufweist, der zum Antrieb der unteren Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
und der Schlossbetätigungseinrichtung geschaltet ist, wobei die Kulisseneinrichtung
zwischen der unteren Riegelstangen-Anschlusseinrichtung und dem Getriebeschieber geschaltet
ist.
[0007] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass zwischen der oberen oder
der unteren Riegelstangen-Anschlusseinrichtung - im Folgenden als die besagte Riegelstangen
Einrichtung bezeichnet - und dem Getriebeschieber ein die Bewegungsrichtung umkehrendes
Getriebe geschaltet ist. Hierbei ist vorgesehen, dass die Kulisseneinrichtung zwischen
dem die Bewegungsrichtung umkehrenden Getriebe und der besagten Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
geschaltet ist; oder dass die Kulisseneinrichtung zwischen dem Getriebeschieber und
dem die Bewegungsrichtung umkehrenden Getriebe geschaltet ist.
[0008] Für den Fall, dass die Kulisseneinrichtung zwischen dem die Bewegungsrichtung umkehrenden
Getriebe und der besagten Riegelstangen-Anschlusseinrichtung geschaltet ist, kann
vorgesehen sein, dass zur Verbindung der Kulisseneinrichtung mit dem die Bewegungsrichtung
umkehrenden Getriebe und der besagten Riegelstangen-Anschlusseinrichtung der Kulissenschlitz
mit dem die Bewegungsrichtung umkehrenden Getriebe und der Kulissenstift mit der besagten
Riegelstangen-Anschlusseinrichtung verbunden ist; oder der Kulissenstift mit dem die
Bewegungsrichtung umkehrenden Getriebe und der Kulisschenschlitz mit der besagten
Riegelstangen-Anschlusseinrichtung verbunden ist.
[0009] Für den Fall, dass die Kulisseneinrichtung zwischen dem Getriebeschieber und dem
die Bewegungsrichtung umkehrenden Getriebe geschaltet ist, kann vorgesehen sein, dass
zur Verbindung der Kulisseneinrichtung mit dem Getriebeschieber und dem die Bewegungsrichtung
umkehrenden Getriebe der Kulissenschlitz mit dem Getriebeschieber und der Kulissenstift
mit dem die Bewegungsrichtung umkehrenden Getriebe, oder der Kulissenstift mit dem
Getriebeschieber und der Kulissenschlitz mit dem die Bewegungsrichtung umkehrenden
Getriebe verbunden ist.
[0010] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass die Kulisseneinrichtung derart
ausgebildet ist, dass sie in ihrer Blockierstellung nicht blockierend auf das Schlossgetriebe
einwirkt, über welches die Riegelstange betätigbar ist.
[0011] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass das Blockierelement als Blockierhebel
ausgebildet ist, der in einem im Schlosskasten der Passivflügel-Schlosseinrichtung
festen Lager schwenkbar gelagert ist oder als Blockierschieber ausgebildet ist, der
in einer im Schlosskasten festen Führungseinrichtung verschiebbar gelagert ist.
[0012] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass das Blockierelement durch
Schwerkraft in Blockierrichtung beaufschlagt ist und mit einem Getriebeelement des
mit dem Schlossgetriebe festen Mitnehmers derart zusammenwirkt, dass der Blockierhebel
entgegen der Schwerkraft in Freigaberichtung dreht, wenn das Getriebeelement, vorzugsweise
Getriebeschieber des Schlossgetriebes in die Entriegelungsrichtung verschoben wird.
[0013] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesenen sein, dass das Blockierelement unmittelbar
oder mittelbar mit einem mit dem Getriebeschieber des Schlossgetriebes festen Mitnehmer
zusammenwirkt.
[0014] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass das im Schlosskasten bewegbar
gelagerte Blockierelement so ausgebildet ist, dass es im Falle einer Manipulationsdruckbeaufschlagung
der unteren und/oder oberen Riegelstange unmittelbar den Getriebeschieber blockiert,
ohne dass das Blockierelement unmittelbar auf die untere und/oder die obere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
einwirkt.
[0015] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass das Blockierelement in einem
im Schlosskasten festen Lager bewegbar gelagert ist und mit einem Getriebeelement
des Schlossgetriebes, vorzugsweise einem Getriebeschieber, in einer Blockierstellung
blockierend zusammenwirkt und in seiner Freigabestellung außer Eingriff dieses Getriebeelements
angeordnet ist, wobei das Blockierelement unter Einwirkung der Schlossbetätigungseinrichtung
von der Blockierstellung in die Freigabestellung verlagerbar ist.
[0016] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass das Schlossgetriebe ein Getriebeelement
aufweist, das als Getriebeschieber ausgebildet ist, der an seinem einen Ende mit der
unteren Riegelstangen-Anschlusseinrichtung und an seinem anderen Ende mit der oberen
Riegelstangen-Anschlusseinrichtung jeweils zumindest getriebemäßig verbunden ist.
Hierbei ist zwischen dem Getriebeschieber und der oberen Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
ein die Bewegungsrichtung umkehrendes Getriebe geschaltet. Alternativ ist zwischen
dem Getriebeschieber und der unteren Riegelstangen-Anschlusseinrichtung ein die Bewegungsrichtung
umkehrendes Getriebe geschaltet.
[0017] Wesentlich ist hierbei, dass die Schlossbetätigungseinrichtung über ein Getriebe
der Schlossmechanik im Folgenden als Schlossgetriebe bezeichnet, auf die obere Riegelstangen
Anschlusseinrichtung und/oder auf die untere Riegelstangen Anschlusseinrichtung einwirkt,
um die Riegelstangen ordnungsgemäß zu betätigen, dass jedoch die obere Riegelstangen
Anschlusseinrichtung und/oder die untere Riegelstangen Anschlusseinrichtung eine Manipulationsschutzeinrichtung
aufweist bzw. aufweisen, die einem Einfahren der oberen bzw. der unteren Riegelstange
durch Druckbeaufschlagung des freien Endes entgegenwirkt.
[0018] Was die obere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung betrifft, kann die Manipulationsschutzeinrichtung
einem Einfahren der oberen Riegelstange in Folge einer Druckbeaufschlagung des freien
Endes der oberen Riegelstange dadurch entgegenwirken, dass im Falle einer derartigen
Manipulationsdruckbeaufschlagung der oberen Riegelstange die obere Riegelstange in
Einfahrrichtung blockiert wird, in dem die Manipulationsschutzeinrichtung das Schlossgetriebe
und/oder die obere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung blockiert.
[0019] Was die untere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung betrifft, kann die Manipulationsschutzeinrichtung
einem Einfahren der unteren Riegelstange durch Druckbeaufschlagung des freien Endes
der unteren Riegelstange dadurch entgegenwirke, dass im Falle einer derartigen Manipulationsdruckbeaufschlagung
der unteren Riegelstange die untere Riegelstangen Einfahreinrichtung blockiert wird,
indem die Manipulationsschutzeinrichtung das Schlossgetriebe und/oder die untere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
blockiert.
[0020] Für den Aufbau und die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Manipulationsschutzeinrichtungen
sieht die Erfindung zwei Grundsatzausführungen vor:
[0021] Dieser Gegenstand sieht zusätzlich oder alternativ das Ausführungsprinzip Nr. 1 auch
für die untere Riegelstange vor und zwar dadurch, dass die Manipulationsschutzeinrichtung
ein im Schlosskasten bewegbar gelagertes Blockierelement aufweist, das im Falle einer
Manipulationsdruckbeaufschlagung der unteren Riegelstange vorzugsweise unmittelbar
die untere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung blockiert, ohne dass das Blockierelement
unmittelbar auf das Schlossgetriebe einwirkt. Ein spezielles Ausführungsbeispiel,
das dementsprechend ausgeführt ist, ist in Figuren 10a, 10b und 10c gezeigt.
[0022] Bei dem Ausführungsprinzip Nr. 1 ergeben sich besondere Vorteile, wenn vorgesehen
ist, dass das Blockierelement als Blockierhebel ausgebildet ist, der in einem im Schlosskasten
festen Lager schwenkbar ist und dass die untere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
mit einem Getriebeelement des Schlossgetriebes, vorzugsweise einem Getriebeschieber,
verriegelungsfest verbunden ist. In diesem Zusammenhang kann vorgesehen sein, dass
die untere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung und das Getriebeelement über den Blockierhebel
kuppelbar ist und dass im Falle der Manipulationsdruckbeaufschlagung des unteren Endes
der unteren Riegelstange in Einfahrrichtung der Blockierhebel die untere Riegelstangenanschlusseinrichtung
in Richtung gegen eine Schiebebewegung nach oben blockiert; dies ist bei dem Ausführungsbeispiel
der Figuren, 10a, 10b und 10c exemplarisch gezeigt.
[0023] Bei abgewandelten Ausführungen kann diese Gestaltung entsprechend für die obere Riegelstange
vorgesehen sein. Dies bedeutet, dass bei diesen Ausführungen das Blockierelement als
Blockierhebel ausgebildet ist, der in einem im Schlosskasten festen Lager schwenkbar
gelagert ist und dass die obere Riegelstangeneinrichtung mit einem Getriebeelement
des Schlossgetriebes, vorzugsweise einem Getriebeschieber bewegungsfest verbunden
ist. Hierbei kann die obere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung und das Getriebeelement
über den Blockierhebel kuppelbar sein und im Falle der Manipulationsdruckbeaufschlagung
des oberen Endes der oberen Riegelstange in Einfahrrichtung der Blockierhebel die
obere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung gegen eine Schiebebewegung nach unten blockieren.
[0024] In den genannten Ausführungen kann der Blockierhebel vorzugsweise durch Schwerkraft
in Blockierrichtung beaufschlagt sein und mit dem Getriebeelement des Schlossgetriebes,
vorzugsweise dem getriebeschieberfesten Mitnehmer direkt zusammenwirken. Der Blockierhebel
kann entgegen der Schwerkraft in Freigaberichtung drehen, wenn das Getriebeelement,
vorzugsweise der Getriebeschieber in die Entriegelungsrichtung verschoben wird.
[0025] Das
Ausführungsprinzip Nr. 2 sieht eine Kulissenführung vor, die zwischen dem Schlossgetriebe einerseits und er
oberen Riegelstangen Anschlusseinrichtung und/oder der unteren Riegelstangen Anschlusseinrichtung
andererseits einwirkt. Es kann hierzu vorgesehen sein, dass die obere Riegelstangen
Anschlussseinrichtung mit dem Schlossgetriebe, vorzugsweise einem Getriebeschieber
des Schlossgetriebes über eine Kulisseneinrichtung verbunden ist. Es kann aber auch
vorgesehen sein, dass die untere Riegelstangen Anschlusseinrichtung mit dem Schlossgetriebe,
vorzugsweise dem Getriebeschieber des Schlossgetriebes, über eine Kulisseneinrichtung
verbunden ist. Es kann eine Ausführung der Kulisseneinrichtung für ein Zusammenwirken
zwischen der oberen Riegelstangen Anschlusseinrichtung und dem Schlossgetriebe bzw.
zwischen der unteren Riegelstangen Anschlusseinrichtung und dem Schlossgetriebe vorgesehen
sein. Diesen Ausführungen ist gemäß einer Ausführung a der Kulissenschlitz bewegungsfest
mit der betreffenden Riegelstangen Anschlusseinrichtung und der Kulissenstift über
ein Umkehrgetriebe mit dem Getriebeschieber verbunden. Gemäß einer Ausführung b ist
der Kulissenschlitz bewegungsfest mit dem Schlossgetriebe und der Kulissenstift über
ein Umkehrgetriebe mit der betreffenden Riegelstangen Anschlusseinrichtung verbunden.
[0026] Es kann die obere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung bzw. die untere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
über eine Kulisseneinrichtung mit dem Schlossgetriebe verbunden sein. Gemäß einer
Ausführung a ist der Kulissenstift bewegungsfest mit der betreffenden Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
verbunden und der Kulissenschlitz in einem Umkehrgetriebe der oberen Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
angeordnet. Gemäß einer Ausführung b ist der Kulissenstift bewegungsfest mit dem Schlossgetriebe
verbunden und der Kulissenstift in einem Umkehrgetriebe der oberen Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
ausgebildet.
[0027] Das genannte Umkehrgetriebe kann bei den Ausführungen jeweils als eine Hebeleinrichtung
ausgebildet sein, die in einem im Schlosskasten festen Drehlager gelagert ist.
[0028] Bei den genannten diversen Ausführungen, ist das Schlossgetriebe vorzugsweise als
ein Getriebe mit einem Getriebeschieber ausgebildet, d.h. das genannte Getriebeelement
ist als Getriebeschieber ausgebildet, der an seinem einen Ende mit der unteren Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
und an seinem anderen Ende mit der oberen Riegelstangen-Anschlusseinrichtung jeweils
zumindest getriebemäßig verbunden ist und zum Entriegeln der unteren und der oberen
Riegelstange in eine erste Richtung verschiebbar und zum Verriegeln und der unteren
und der oberen Riegelstange in eine zweite Richtung verschiebbar ist. Diese erste
Richtung ist der zweite Richtung um 180° entgegengesetzt ausgebildet. Hierfür ist
zwischen dem Getriebeschieber entweder zum Anschluss zur oberen Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
oder zum Anschluss zur unteren Riegelstangen-Anschlusseinrichtung ein Umkehrgetriebe
ausgebildet.
[0029] Bestimmte Ausführungen sehen vor, dass die Schlossmechanik der Passivflügel-Schlosseinrichtung
eine Fallen-Aushebeeinrichtung aufweist zum Entriegeln und/oder zum Zurückfahren einer
Falle, nämlich Schlossfalle oder Fallenriegel einer in und/oder auf dem Aktivflügel
montierbaren Aktivflügel-Schlosseinrichtung. Zusätzlich oder alternativ kann die Schlossmechanik
auch eine Riegelaushebeeinrichtung aufweisen zum Entriegeln und/oder Zurückfahren
eines Riegels einer in und/oder auf Aktivflügel montierbaren Aktivflügel-Schlosseinrichtung.
Vorzugsweise sind die Aushebeeinrichtungen mit derselben Schlossbetätigungsmechanik
betätigbar, mit der auch die obere Riegelstange und die untere Riegelstange betätigt
werden.
[0030] Von besonderem Vorteil sind Ausführungen, bei denen die Aushebeeinrichtungen eine
Sensoreinrichtung aufweisen, um zu erfassen, ob in ein einem vorbestimmten Raum der
Passivflügel-Schlosseinrichtung die Falle bzw. der Riegel der Aktivflügel-Schlosseinrichtung
eingreift oder nicht. Die Sensoreinrichtung kann abhängig von dem Ergebnis dieser
Erfassung elektrischer Signale eine elektrische Signalverarbeitungseinrichtung abgeben.
Mit der Sensoreinrichtung ist eine vorteilhafte Steuerung und Überwachung der Aushebeeinrichtungen
von Flügel und Falle möglich. Ferner ist mit der Sensoreinrichtung eine Überwachung
der Schließ- und Verriegelungstellung der Tür möglich. Bei besonders bevorzugten Ausführungen
ist die Passivflügel-Schlosseinrichtung als Einsteckschloss ausgebildet und vorzugsweise
auch die Aktivflügel-Schlosseinrichtung als Einsteckschloss ausgebildet.
[0031] In den Figuren sind konkrete Ausführungsbeispiele exemplarisch dargestellt. Dabei
zeigen:
| Figuren 1a bis 1c Ausführungsbeispiel; |
ein nicht zur Erfindung gehörendes |
| Figuren 2a und 2b Ausführungsbeispiel; |
ein nicht zur Erfindung gehörendes |
| Figuren 3a bis 3c Ausführungsbeispiel; |
ein nicht zur Erfindung gehörendes |
| Figuren 4a bis 4c Ausführungsbeispiel; |
ein nicht zur Erfindung gehörendes |
| Figuren 5a bis 5d Ausführungsbeispiel; |
ein nicht zur Erfindung gehörendes |
| Figuren 6a und 6b Ausführungsbeispiel; |
ein nicht zur Erfindung gehörendes |
| Figuren 7a bis 7f Ausführungsbeispiel; |
ein nicht zur Erfindung gehörendes |
| Figuren 8a und 8b Ausführungsbeispiel; |
ein nicht zur Erfindung gehörendes |
| Figuren 9a und 9b Ausführungsbeispiel; |
ein zur Erfindung gehörendes |
| Figuren 10a bis 10c Ausführungsbeispiel; |
ein zur Erfindung gehörendes |
| Figur 11 Ausführungsbeispiel, |
ein nicht zur Erfindung gehörendes |
| Figur 12 Ausführungsbeispiel, |
ein nicht zur Erfindung gehörendes |
| Figur 13 Ausführungsbeispiel, |
ein nicht zur Erfindung gehörendes |
| Figur 14 Ausführungsbeispiel. |
ein nicht zur Erfindung gehörendes |
Der Aufbau und die Funktionen der Passivflügel-Schlosseinrichtung
[0032] Bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen handelt es sich um unterschiedliche
Ausführungsbeispiele von Passivflügel-Schlosseinrichtungen 30, die jeweils in einem
Passivflügel 110 einer zweiflügeligen Tür montiert sind. Diese Passivflügel-Schlosseinrichtungen
30 sind jeweils zum Zusammenwirken mit einer Aktivflügel-Schlosseinrichtung bestimmt,
die entsprechend zugeordnet in einem Aktivflügel der zweiflügeligen Tür zu montieren
sind.
[0033] Ein Ausführungsbeispiel einer Aktivflügel-Schlosseinrichtung 1 montiert in einem
Aktivflügel 10 einer zweiflügeligen Tür ist in den Figuren 1a bis 1c dargestellt und
zwar in Ihrem Zusammenwirken mit einer zugeordneten Passivflügel-Schlosseinrichtung,
die in dem Passivflügel 110 montiert ist.
[0034] Die nicht erfindungsgemäße Passivflügel-Schlosseinrichtung 30 der Figuren 1a. 1b
und 1c weist eine Schlossmechanik auf, die in einem Schlosskasten 30a gelagert ist.
Der Schlosskasten 30a ist in einer Aufnahmentasche in dem Passivflügel 110 eingesteckt
montiert. Die Schlossmechanik umfasst ein Schlossgetriebe mit einem Getriebeschieber
36, der mit einer in dem Schlosskasten 30a drehbar gelagerten Schlossnuss 37 getriebemäßig
gekuppelt ist. Über eine nicht dargestellte Betätigungshandhabe, die in der Schlossnuss
37 durch Einstecken kuppelbar ist, ist der Getriebeschieber 36 des Schlossgetriebes
antreibbar. Der Getriebeschieber 36 ist dabei im Schlosskasten vertikal geführt nach
oben und nach unten verschiebbar.
[0035] Die Passivflügel-Schlosseinrichtung 30 umfasst eine obere und eine untere Riegelstange
380o, 380u und Aushebeeinrichtungen 31 und 32, um die Falle 11 und den Riegel 12 einer
zugeordneten Aktivflügel-Schlosseinrichtung, die in der Verriegelungsstellung in die
Passivflügel-Schlosseinrichtung eingreifen, auszuheben. Das Schlossgetriebe mit dem
Getriebeschieber 36 dient zum Antrieb der oberen Riegelstange 380o und der unteren
Riegelstange 380u sowie zum Antrieb der Aushebeeinrichtungen 31 und 32. Der Aufbau
und die Funktion der Aushebeeinrichtungen 31 und 32 werden im Nachfolgenden noch im
Detail in Verbindung mit den Figuren erläutert.
[0036] Wie in den Figuren 1a, 1b und 1c zu ersehen, ist die obere Riegelstange 380o an einer
im oberen Abschnitt des Schlosskastens 30a gelagerten oberen Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
38o gekuppelt. Diese obere Anschlusseinrichtung 38o ist mit dem Getriebeschieber 36
über ein Umkehrgetriebe 36g verbunden. In dem in den Figuren dargestellten Fall ist
das Umkehrgetriebe 36g ein Zahnradgetriebe. Hierfür ist das obere Endstück des Getriebeschiebers
36 als Zahnstange ausgebildet und das obere Riegelstangen-Anschlussstück 380 weist
ebenfalls eine Zahnstange auf. Zwischen den beiden Zahnstangen ist eine Zahnradeinrichtung
in einem schlossgehäusefesten Drehlager drehbar gelagert. Die Zahnradeinrichtung kämmt
mit den in vertikaler Richtung in dem Schlossgehäuse linear geführten Zahnstangen
von Getriebeschieber 36 und Riegelstangen-Anschlusseinrichtung 38o. Die beiden Zahnstangen
sind einander zugewandt parallel ausgerichtet mit zwischengeschalteter Zahnradeinrichtung,
sodass die beiden Zahnstangen sich gegenläufig in vertikaler Richtung bewegen. Dies
bedingt, dass bei einer Verschiebung des Getriebeschiebers 36 nach oben die obere
Riegelstangen-Anschlusseinrichtung 38o nach unten gefahren wird und über eine Verschiebung
des Getriebeschiebers 36 nach unten die Riegelstangen-Anschlusseinrichtung 38o nach
oben gefahren wird.
[0037] Die untere Riegelstange 380u ist an eine im unteren Abschnitt des Schlosskastens
30a gelagerten unteren Riegelstangen-Anschlusseinrichtung 38u gekuppelt. Diese untere
Riegelstangen-Anschlusseinrichtung 38u ist mit dem Getriebeschieber 36 gleichläufig
gekoppelt, sodass bei einer Verschiebung des Getriebeschiebers 36 nach oben die untere
Riegelstangen-Anschlusseinrichtung nach oben mitverfahren und bei einer Verschiebung
des Getriebeschiebers 36 nach unten die Riegelstangen-Anschlusseinrichtung 38u nach
unten mitverfahren wird.
[0038] Die so angetriebenen Riegelstangen 380o und 380 u sind am Passivflügel 110 vertikal
gerichtet montiert und zwar linear verschiebbar jeweils in einer entsprechenden vertikalen
Linearführung vorzugsweise verdeckt im Rahmen des Passivflügels verschiebbar. Die
Riegelstangen 380o und 380u sind durch ihre bewegungsfeste Ankupplung an ihrer zugeordneten
Anschlusseinrichtung 38o bzw. 38u über die Betätigung des Getriebeschiebers 36 jeweils
gegensinnig vertikal auf und ab verschiebbar.
[0039] Das obere Ende der oberen Riegelstange 380o wirkt mit einer Riegelaufnahmeausnehmung
zusammen, die im oberen Holm des ortsfesten Rahmens der Tür ausgebildet ist. Das untere
Ende der unteren Riegelstange 380u wirkt mit einer im Boden ausgebildeten Riegelaufnahmeausnehmung
zusammen. In der ausgefahrenen Stellung der oberen Riegelstange 380o greift das freie
obere Ende der Riegelstange in die obere Riegelaufnahmeausnehmung ein. In der ausgefahrenen
Stellung der unteren Riegelstange 380u greift das freie untere Ende der Riegelstange
in die untere Riegelaufnahmeausnehmung ein.
[0040] Über die Betätigung des Schlossgetriebes, bei der der Getriebeschieber 36 wie beschrieben
vertikal verschoben wird, werden nicht nur die obere Riegelstange 380o und die untere
Riegelstange 380u ein- und ausgefahren, sondern auch die mit der Falle 11 und dem
Riegel 22 der Aktivflügel-Schlosseinrichtung zusammenwirkenden Einrichtungen 31 und
32 betätigt.
[0041] Die Fallen-Aushebeeinrichtung 31 dient wie bereits erwähnt zum Zusammenwirken mit
der Schlossfalle 11 der Aktivflügel-Schlosseinrichtung 1. Das Zusammenwirken besteht
darin, dass die Fallen-Aushebeeinrichtung 31 die Schlossfalle 11 in den Schlosskasten
1a der Aktivflügelschloss Einrichtung 1 zurückführt, bei dem die Fallen-Aushebeeinrichtung
31 die Schlossfalle 11 druckbeaufschlagt und dabei zurückschiebt, bis die Schlossfalle
11 vollständig in dem Schlosskasten 1a der Aktivflügel-Schlosseinrichtung 1 eingeschoben
ist. Die Fallen-Aushebeeinrichtung 31 weist hierfür einen Fallen-Betätigungsschieber
31a auf, der über eine Hebeleinrichtung 31h von dem Getriebeschieber 36 angetrieben
ist. Wenn der Getriebeschieber 36 nach oben geschoben wird, wird die Hebeleinrichtung
31h ausgeschwenkt, sodass der Fallen-Betätigungsschieber 31a ausfährt. Wenn der Getriebeschieber
36 nach unten geschoben wird, wird die Hebeleinrichtung 31h eingeschwenkt, sodass
der Fallen-Betätigungsschieber 31a wieder eingefahren wird.
[0042] Die Riegel-Aushebeeinrichtung 32 dient zum Entriegeln und Zurückfahren des Riegels
22 der Aktivschloss Einrichtung 1. Die Riegel-Aushebeeinrichtung 32 weist in entsprechender
Weise einen Riegel Betätigungsschieber 32a auf, der über ein Hebelgetriebe 32h mit
dem Getriebeschieber 36 antriebsverbunden ist. Beim Ausschwenken der Hebeleinrichtung
32h durch Betätigen des Getriebeschiebers 36 wird der Riegel Betätigungsschieber 32a
ausgefahren. Sodann wird unter Wirkung des Riegel Betätigungsschiebers 32a der in
seiner ausgefahrenen Verriegelungsposition in den Schlosskasten 30a eingreifende Riegel
22 entriegelt und daraufhin in den Schlosskasten 1a der Aktivschloss Einrichtung zurückgefahren.
Das Entriegeln erfolgt durch Druckbeaufschlagung des über die Stirnseite des Riegels
32 überstehenden Auslösestifts 22a. Nachdem der Riegel 22 entriegelt ist, wird er
durch weitere Druckbeaufschlagung, die stirnseitig auf den Riegel 22 einwirkt, in
den Schlosskasten 1a der Aktivflügel-Schlosseinrichtung zurückgefahren. Beim Zurückschwenken
des Hebelgetriebes 32h wird der Riegelbetätigungsschieber 32a sodann eingefahren.
Dies geschieht dadurch, dass der Getriebeschieber 36 in vertikaler Richtung nach unten
gefahren wird.
[0043] Wie in den Figuren 1a, 1b und 1c erkennbar, ist in dem Schlosskasten 30a eine lineare
Führungseinrichtung 32b des Riegel Betätigungsschiebers 32a vorgesehen. Die lineare
Führungseinrichtung 32b ist in dem Schlosskasten 30 horizontal gerichtet, sodass der
Riegelbetätigungsschieber 32a horizontal geführt ein- und ausfahrbar ist. Eine entsprechend
lineare Führungseinrichtung kann auch für den Fallen-Betätigungsschieber 31a der Aushebeleinrichtung
31 im Schlosskasten 30a ausgebildet sein, wie dies z. B. in den Figuren 6a und 6b
für das dort dargestellte Ausführungsbeispiel gezeigt ist.
[0044] Die Riegel-Aushebeeinrichtung 32 wird auch als Riegel Entriegelungs- und oder Zurückfahreinrichtung
bezeichnet. Sie kann sowohl zum Entriegeln als auch zum Zurückfahren des Riegels ausgelegt
sein, wie in dem in den Figuren 1a, 1b und 1c dargestellten Fall. Die Riegel-Aushebeeinrichtung
32 kann in anderen Ausführungsbeispielen aber auch lediglich als Riegel Zurückfahreinrichtung
ausgebildet sein. Für die Entriegelung kann eine separate Einrichtung oder zumindest
ein separater Entriegelungsmechanismus vorgesehen sein, der gegebenenfalls als zeitverzögert
ebenfalls von dem Getriebeschieber 36 über dieselbe Hebeleinrichtung 32h oder eine
andere separate Hebeleinrichtung oder über ein anderes Getriebe angetrieben werden
kann. Dies gilt insbesondere, wenn der Riegel 22 nicht mit einem in dem Riegel gelagerten
Auslösestift versehen ist, d. h. wenn ein anderes Auslöseelement, z. B. separat vom
Riegel 22, z. B. eine separate Hilfsfalle am Aktivflügel 10 oder am Schlosskasten
1a, vorgesehen ist.
Die Riegelaushebeeinrichtung 32 kann in abgewandelten Ausführungsbeispielen auch lediglich
als Entriegelungseinrichtung ausgebildet sein, d. h. der Riegelbetätigungsschieber
32a kann dann durch entsprechende Druckbeaufschlagung des Auslösemechanismus die Verriegelung
ausschalten. Das Zurückfahren des Riegels kann gegebenenfalls durch einen anderen
Mechanismus z. B. mit einer entsprechenden Federbeaufschlagung des Riegels erfolgen.
Die betreffende Federeinrichtung kann am Schlosskasten 1a der Aktivflügel-Schlosseinrichtung
aber auch am Passivflügel Schosskasten 1a abgestützt sein.
[0045] Die Fallen-Aushebeeinrichtung 31 wird auch als Fallen Entriegelungs- und/oder Zurückfahreinrichtung
bezeichnet. Sie kann, wie in den Figuren 1a, 1b und 1c dargestellten Fall, lediglich
als Fallen Zurückfahreinrichtung ausgebildet sein und zwar für eine Falle 11, die
als eine in Ausfahrrichtung federbeaufschlagte herkömmliche Schlossfalle ausgebildet
ist, die nicht selbst verriegelnd ist. Die federbeaufschlagte Schlossfalle 11 hat
einen prismenförmigen Endabschnitt, der eine Einlaufschräge aufweist, sodass beim
Zuziehen des Aktivflügels 10, d. h. wenn der Aktivflügel 10 in die Schließlage gezogen
oder gedrückt wird, die Schlossfalle 11 mit der Einlaufschräge am Rahmen des Passivflügels
110 anschlägt und entgegen der Federbeaufschlagung der Schlossfalle 11 eingefahren
wird. Die von der Einlaufschräge abgewandete Schräge der Schlossfalle 11 ist nicht
als Schräge, sondern als eine parallel zur Flügelebene gerichtete Sperrfläche ausgebildet,
sodass für ein Öffnen der Tür eine aktive Betätigung der Schlossfalle 11 erforderlich
ist oder bei abgewandelter Ausführung, bei denen die Schlossfalle 11 mit einer Türöffnerfalle
zusammenwirkt, die Türöffnerfalle betätigt wird. Bei solchen abgewandelten Ausführungen
kann in der Passivflügel-Schlosseinrichtung ein elektrischer Türöffner angeordnet
sein. Die Schlossfalle 11 kann dann mit der Türöffnerfalle zusammenwirken und die
Tür durch elektrische Betätigung der Türöffnerfalle aus der Schließlage freigegeben
werden.
[0046] Bei gegenüber den Figuren 1a, 1b und 1c abgewandelten Ausführungen kann die Schlossfalle
11 auch als selbstverriegelnde Schlossfalle - als sogenannter Fallenriegel - ausgebildet
sein. Der Fallenriegel kann drei Positionen einnehmen, nämlich eine erste in den Schlosskasten
1a eingefahrene Position, eine zweite aus dem Schlosskasten ausgefahrene Position
vergleichbar wie die ausgefahrene Position bei herkömmlichen Schlossfallen und eine
dritte Position, in der der Fallenriegel weit ausgefahren und gleichzeitig verriegelt
ist und/oder zumindest verriegelt wirkt. In dieser dritten Position ist der Fallenriegel
ca. doppelt so weit ausgefahren wie eine herkömmliche Schlossfalle in ihrer ausgefahrenen
Position. Zusätzlich ist in dieser weit ausgefahrenen dritten Position der Fallenriegel,
wie bereits erwähnt, verriegelt. Es sei verwiesen auf die Figuren 7a und 7b, die ein
nicht erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel zeigen, bei dem die Falle 11 als ein solcher
Fallenriegel ausgebildet ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Fallen-Aushebeeinrichtung
31 als Fallen Entriegelungs- und Zurückfahreinrichtung ausgebildet, d. h. der Fallen-Betätigungsschieber
31a dient dazu den Fallenriegel 11 in einer ersten Phase des Aushebevorgangs zu entriegeln
und im weiteren Verlauf des Aushebevorgangs den Fallenriegel zurückzufahren. Das Entriegeln
erfolgt dadurch, dass der Auslösestift 11a, der in dem Fallenriegel verschiebbar gelagert
ist, zunächst durch den Fallen-Betätigungsschieber 31a eingefahren wird, d. h. zunächst
wird das in der Verriegelungsposition aus dem Fallenriegel 11 herausstehende freie
Ende des Auslösestifts 11a durch den Fallenbetätigungsschieber 31a eingefahren. Durch
das Einfahren erfolgt die Entriegelung des Riegels 11, so dass der Fallenriegel unter
weiterer Druckbeaufschlagung durch den Fallen-Betätigungsschieber 31a zurückgefahren
wird. Es sind auch abgewandelte Ausführungen mit einem Fallenriegel möglich, bei denen
die Fallen-Aushebeeinrichtung 31 nur als Entriegelungseinrichtung oder nur als Zurückfahreinrichtung
ausgebildet ist. In diesen Fällen kann das Zurückfahren bzw. das Entriegeln über eine
separate Einrichtung erfolgen. Es gilt Entsprechendes wie vorangehend für die Riegel-Aushebevorrichtung
32 in Verbindung mit dem Entriegeln bzw. Zurückfahren des Riegels beschrieben.
[0047] Bei zweiflügeligen Türen ist in der Schließstellung der zweiflügeligen Tür ein gewisses
Spiel mit einem Spalt zwischen dem Passivflügel und dem Aktivflügel nicht auszuschließen.
Hierfür weist bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1a, 1b und 1c der Riegel Betätigungsschieber
32a ein federgelagertes Druckstück 32c auf. Das Druckstück 32c ist bei diesem Ausführungsbeispiel
über eine Schraubendruckfeder auf dem plattenförmigen Grundkörper des Riegel Betätigungsschieber
32a federnd abgestützt. Das Druckstück 32c ist wie auch der plattenförmige Grundkörper
des Riegel Betätigungsschiebers 32a in der linearen Führungseinrichtung 32b, die in
dem Schlosskasten 30a ausgebildet ist, horizontal geführt. Mit der horizontalen Führung
ergibt sich eine klemmungsfreie lineare Schiebebewegung und exakte Positionierung
des Betätigungsschiebers 32a und des Druckstücks 32c über den gesamten Verfahrweg
und damit eine sichere positionsgenaue Zurückfahrbewegung des Riegels 22. Durch die
Federbeaufschlagung des Druckstücks wird ein einwandfreies Arbeiten der Aushebeeinrichtung
32 sichergestellt, selbst für Ausführungen von zweiflügeligen Türen mit einem relativ
großen Toleranzbereich mit Spalt zwischen dem Passivflügel und dem Aktivflügel.
[0048] In die Figuren 2a und 2b ist ein gegenüber den Figuren 1a, 1b und 1c abgewandeltes
nicht erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem die Fallen-Aushebereinrichtung
31 modifiziert ist. Der Fallen-Betätigungsschieber 31a weist eine Betätigungsplatte
auf, die an einem abtriebsseitigen Betätigungshebel des Hebelgetriebes 31b angelenkt
ist. Der Betätigungshebel weist ein in dem Schlosskasten 30a festes Drehlager auf
und wird vergleichbar mit den Figuren 1a, 1b und 1c von dem Getriebeschieber 36 betätigt,
jedoch konstruktiv abgewandelt, indem ein auf dem Betätigungshebel gelagerter Druckstift
in einem Langloch in dem Getriebeschieber 36 geführt ist. Bei dem Ausführungsbeispiel
in den Figuren 1a, 1b und 1c wirkt eine Steuerkante des Getriebeschiebers 36 mit dem
Druckstift des Betätigungshebels zusammen, wobei die Steuerkante in der Randkontur
des Steuerschiebers 36 ausgebildet ist.
[0049] In den Figuren 3a und 3b ist ein gegenüber den Figuren 1a, 1b und 1c abgewandeltes
nicht erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem die Riegel-Aushebeeinrichtung
32 modifiziert ist. Der Riegel Betätigungsschieber 32a weist einen plattenförmigen
Grundkörper auf, der randseitig in der im Schlosskasten 30a festen linearen Führungseinrichtung
32b horizontal geführt ist. Der Betätigungshebel des Betätigungsgetriebes 32h ist
in ähnlicher Weise wie in den Figuren 2a und 2b in einem Langloch im Getriebeschieber
36 mit dem auf dem Getriebehebel gelagerten Druckstift geführt.
[0050] Das in den Figuren 6a und 6b gezeigte nicht erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel
der Passivflügel-Schlosseinrichtung 30 ist gegenüber dem Ausführungsbeispiel der Figuren
1a, 1b und 1c dahingehend abgewandelt, dass das Schlossgetriebe mit dem Getriebeschieber
36 modifiziert ist. Der Getriebeschieber 36 ist mit der im oberen Schlossgehäuse gelagerten
oberen Riegelstangen-Anschlusseinrichtung 38o nicht über ein Zahnrad getrieben, sondern
über ein in entsprechender Weise die Bewegungsrichtung umkehrendes Hebelgetriebe gekoppelt.
[0051] Die Riegel-Aushebeeinrichtung 32 ist konstruktiv ähnlich wie in dem Ausführungsbeispiel
der Figuren 3a und 3b.
Die Sensoreinrichtungen
[0052] Die Fallen-Aushebeeinrichtung 31 ist bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 6a und
6b sowie dem Ausführungsbeispiel der Figuren 7a bis 7d gegenüber den Ausführungsbeispielen
der Figuren 1a, 1b und 1c und der Figuren 2a und 2b modifiziert und zwar dahingehend,
dass die Fallen-Aushebeeinrichtung 31 eine Sensoreinrichtung 32t aufweist, mit der
erfasst wird, ob die Falle 22 in dem Schlosskasten 30a der Passivflügel-Schlosseinrichtung
ein- oder ausgefahren ist oder gerade ein- oder ausgefahren wird. Die Fallen-Aushebeeinrichtung
31 weist wie in den Figuren 6a und 6b und noch besser in den Figuren 7a bis 7d zu
erkennen ist einen Fallen-Betätigungsschieber 31a auf, der mit seinem plattenförmigen
Grundkörper in der im Schlosskasten festen linearen Führungseinrichtung 31b horizontal
geführt ist. In der linearen Führungseinrichtung 31b ist zusätzlich eine Sensorplatte
31tp verschiebbar geführt. Die Sensorplatte 31tp weist an ihrem vorderen Stirnrand
zwei Kontaktplatten auf, die mit der Falle 11 in Anschlag kommen. Die Sensorplatte
31tp ist über eine Feder, im dargestellten Fall eine Schenkelfeder, nach außen beaufschlagt.
Die Feder ist so dimensioniert, dass sie beim Einfahren der Falle 11 überdrückt wird
und die Falle die Sensorplatte 31tp in Anschlag mit den Kontaktplatten mitnimmt. Die
Sensorplatte 31tp weist an ihrem in den Figuren 6a und 6b unteren Randbereich eine
seitliche Betätigungskante auf, die mit der schiefwinkligen Betätigungskante eines
plattenförmigen Detektionselements 31te zusammenwirkt, welches in einer im Schlosskasten
festen Aufnahme beweglich gelagert ist. Das Detektionselement 31te weist einen Fortsatz
auf, der in einen im Schlossgehäuse 1a angeordneten Lichtsensor 31s eingreift, wenn
die Sensorplatte 31tp in das Schlossgehäuse 30a einfährt. Damit ist das Ein- und Ausfahren
der Falle 11 durch die Sensoreinrichtung 31t detektierbar.
[0053] Die Aufgabe und Zielsetzung der Sensoreinrichtung 31t ist folgende:
Die Sensoreinrichtung 31t hat zwei Funktionen für den Aushebevorgang. Die eine Funktion
ist die, sicherzustellen, dass die Falle 11 komplett aus dem Schlossgehäuse 30a der
Passiv Schlosseinrichtung beim Zurückfahren ausgefahren wird und damit die Schlossfalle
11 das Öffnen der Tür nicht behindern kann. Die andere mögliche Funktion ist die,
sicherzustellen, dass der Fallen-Betätigungsschieber 31a beim Zurückfahren der Falle
nicht zu weit aus dem Schlossgehäuse 30a ausgefahren wird und sichergestellt wird,
dass der Fallen-Betätigungsschieber 31a somit das Öffnen und Schließen der Tür nicht
behindert. Um eine solche Behinderung der Tür zu verhindern, kann auch vorgesehen
sein, dass der Sensorschieber an seiner vorderen Stirnseite eine Einfahr- und/oder
Auslaufschräge aufweist. Die Sensoreinrichtung 31t steuert eine nicht dargestellte
Steuerungseinrichtung der Aushebeeinrichtung 31. Die Steuerung der Steuereinrichtung
erfolgt über elektrische Signale, die die Sensoreinrichtung 31t bei der Erfassung
der Falle abgibt und die der Steuerungseinrichtung zugeleitet werden.
[0054] Eine weitere mögliche Funktion der Sensoreinrichtung 31t ist die, dass z. B. über
eine Zentrale überwacht werden kann, ob die zweiflügelige Tür geschlossen und verriegelt
ist. Was die Verriegelungsüberwachung betrifft, gilt dies für Ausführungsbeispiele,
bei denen die Falle als ein Fallenriegel ausgebildet ist und für Ausführungsbeispiele,
bei denen eine entsprechende Sensoreinrichtung zusätzlich oder alternativ im Bereich
der Riegel-Aushebeeinrichtung 32 vorgesehen ist.
[0055] Die Sensoreinrichtung 31t ist bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen
nur in der Fallen-Aushebeeinrichtung 31 vorgesehen. Die Riegel-Aushebeeinrichtung
32 in den Ausführungsbeispielen der Figuren sieht zum einwandfreien Funktionieren
die Federbeaufschlagung des Riegel Betätigungsdruckstücks 32c und die prismenförmige
Gestaltung des Riegel Betätigungsdruckstücks 32c vor. Durch die Federbeaufschlagung
wird sichergestellt, dass der Riegel vollständig in den Schlosskasten 1a der Aktivflügel-Schlosseinrichtung
zurückgefahren wird, in welcher Stellung er sodann in dem Schlossgehäuse 1a verriegelt
d. h. selbst festgestellt gehalten wird. Die Federbeaufschlagung in Verbindung mit
der Prismenform des Druckstücks erlaubt sodann ein Öffnen und Schließen der zweiflügligen
Tür ohne gegenseitige Behinderung der Flügel beim Öffnen und Schließen im Bereich
der Schließstellung und zwar selbst bei großem Toleranzbereich mit einem Spalt zwischen
den beiden Flügeln in der Schließstellung der Tür.
[0056] Figur 12 zeigt ein nicht erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel der Passivflügel-Schlosseinrichtung
mit einer Sensoreinrichtung 31s, die gegenüber der Sensoreinrichtung 31t des Ausführungsbeispiels
der Figuren 7a bis 7f modifiziert ist. Ebenso wie das Ausführungsbeispiel der Figuren
7a bis 7f dient die Sensoreinrichtung 31s der Figur 12 zum Erfassen, ob die Falle
22 in dem Schlosskasten 30a der Passivflügel-Schlosseinrichtung ein- oder ausgefahren
ist oder gerade ein- oder ausgefahren wird. Die Sensoreinrichtung 31s setzt sich aus
einem Lichtsensor 31se und einem Sensortaster 31st zusammen. Der Lichtsensor 31se
ist ein optischer Sensor. Er weist eine U-förmige Aufnahme auf, in die das freie Ende
des Sensortasters 31st eingreift. Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel der Figuren
7a bis 7f ist beim Ausführungsbeispiel der Figur 12 der Sensortaster nicht als ein
Schieber, sondern als ein zweiarmiger Hebel ausgebildet. Der Sensortaster 31st in
Figur 12 wirkt unmittelbar mit dem Lichtsensor 31se zusammen. Im Ausführungsbeispiel
der Figuren 7a bis 7f ist zwischen dem Lichtsensor 31s und dem Taster 31tp und ein
keilförmiges Übertragungsglied 31te vorgesehen.
[0057] Der Sensortaster 31st der Sensoreinrichtung in Figur 12 ist als ein Tasthebel ausgebildet,
der um eine schlosskastenfeste Achse 31sta schwenkbar im Schlosskasten gelagert ist.
Der Tasthebel 31st ist als zweiarmiger Hebel ausgebildet. Der erste Hebelarm 31stt
dient hierbei zum Tasten der Schlossfalle 11 der Aktivflügel-Schlosseinrichtung. Der
zweite Hebelarm 31sts weist einen hakenartigen Fortsatz auf, der in die U-förmige
Aufnahme des Lichtsensors 31s hineinragt. Der erste Hebelarm 31 stt des Tasthebels
31st ragt in den vorbestimmten Raum des Passivflügelschlosses hinein, der für die
Aufnahme der Falle 11 des Aktivflügelschlosses vorgesehen ist. Weiter ist eine in
Figur 12 nicht dargestellte Feder vorgesehen, die den Tasthebel 31st in Richtung nach
außen hin beaufschlagt.
[0058] Die Sensoreinrichtung gemäß Figur 12 arbeitet folgendermaßen: In der Schließstellung
der Tür fährt die Falle 11 der Aktivschlosseinrichtung federbeaufschlagt in den zur
Aufnahme der Falle 11 vorgesehenen Raum der Passivflügelschlosseinrichtung ein. Hierbei
kommt die Falle 11 mit dem ersten Hebelarm 31stt des Tasthebels 31st in Kontakt, so
dass der Tasthebel 31st durch die in die Passivflügelschlosseinrichtung eintretende
Falle 11 um seine Drehachse 31sta herum verschwenkt wird. Der hakenartige Fortsatz
des Tasthebels 31st, welcher bei geöffnetem Türflügel in den Lichtsensor 31s hineinragt,
hat dann, wenn die Falle 11 ihre Schließstellung erreicht hat, die U-förmige Aufnahme
des Lichtsensors 31se verlassen. Der Lichtsensor 31se gibt abhängig von seiner Betätigung
oder Nichtbetätigung entsprechende elektrische Signale ab, die durch eine elektrische
Signalverarbeitungsanlage verarbeitet werden.
[0059] Bei abgewandelten Ausführungen kann das Zusammenwirken des Tasthebels 31st und des
Lichtsensors 32se auch so vorgesehen sein, dass der Tasthebel 31st in den Lichtsensor
31se eingreift, wenn die Falle 11 in den Aufnahmeraum des Passivflügel Schlosskastens
eingefahren ist. Bei geöffnetem Flügel befindet sich der hakenartige Fortsatz des
Tasthebels 31st sich dann außerhalb der Aufnahme des Lichtsensors 31. Auch bei dieser
abgewandelten Ausführung gibt der Lichtsensor 31se abhängig von seiner Betätigung
oder Nichtbetätigung entsprechende elektrische Signale ab, die durch eine elektrische
Signalverarbeitungsanlage verarbeitet werden.
[0060] Figur 13 zeigt ein nicht erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel der Passivflügel-Schlosseinrichtung
mit zwei weiteren Sensoreinrichtungen 32s und 37s, von denen eine dem Riegel 22 und
die andere der Schlossnuss 37 zugeordnet ist.
[0061] Die Sensoreinrichtung 32t dient zum Erfassen, ob der Riegel 22 in dem Schlosskasten
30a der Passivflügel-Schlosseinrichtung ein- oder ausgefahren ist oder gerade ein-
oder ausgefahren wird. Diese Sensoreinrichtung 32t ist analog aufgebaut zu der Sensoreinrichtung
31t aus Figur 12, welche die Stellung der Falle detektiert. Die Sensoreinrichtung
besteht aus einem Lichtsensor 31 se und einem Sensortaster 31st. Der Sensortaster
31st ist ebenfalls als ein zweiarmiger Hebel ausgebildet, der im Schlosskasten um
eine Achse 31sta schwenkbar gelagert ist. Der Sensortaster 31st weist einen ersten
Hebelarm 31stt auf, der zum Ertasten des Riegels 22 dient, und einen zweiten Hebelarm
31sts auf, der mit dem Lichtsensor 31 se zusammenwirkt.
[0062] Die Sensoreinrichtung 37s dient dazu, eine Betätigung der Schlossnuss 37 zu erfassen.
Hierzu ist ein Lichtsensor 37se vorgesehen. Die Schlossnuss 37 weist einen radial
abragenden Arm 37fs auf, der mit einem als abgewinkelter Rand ausgebildeten Fortsatz
versehen ist. In der Ruheposition der Passivflügelschlosseinrichtung ragt der Fortsatz
37fs in den U-förmige Aufnahmebereich des Lichtsensors 37se hinein. Wird am Passivflügelschloss
die Betätigungshandhabe durch einen Nutzer betätigt, so wird die Schlossnuss 37 gedreht.
Hierbei verlässt dann der kantenartige Fortsatz 37fs der Schlossnuss 37 den Aufnahmebereich
des elektrischen Lichtsensors 37se. Der Lichtsensor 37se gibt dann ein entsprechendes
elektrisches Signal ab, das durch eine elektrische Signalverarbeitungsanlage verarbeitet
werden kann. Mittels der Sensoreinrichtung 37s kann detektiert werden, ob das Passivflügelschloss
durch die manuelle Betätigung einer am Passivflügel angeordneten Handhabe oder Druckstange
geöffnet wurde.
[0063] In Figur 14 ist eine nicht erfindungsgemäße Sensoreinrichtung 36s dargestellt, die
dazu dient, eine Bewegung des Getriebeschiebers 36 zu erfassen. Hierzu ist ein Lichtsensor
36se vorgesehen. Der Getriebeschiebers 36 weist einen abragenden Fortsatz 37fs auf.
In der Ruheposition der Passivflügelschlosseinrichtung, wie in Figur 14 dargestellt,
befindet sich der Fortsatz 37f außerhalb des U-förmigen Aufnahmebereichs des Lichtsensors
37se. Wird das Passivflügelschloss durch die Betätigungshandhabe von einem Nutzer
oder durch die motorische Betätigungseinrichtung betätigt, so wird hierbei der Getriebeschieber
36 nach oben geschoben. Hierbei tritt der Fortsatz 36fs des Getriebeschiebers 36 in
den Aufnahmebereich des elektrischen Lichtsensors 36se ein. Der Lichtsensor 36se gibt
dann ein entsprechendes elektrisches Signal ab, das durch eine elektrische Signalverarbeitungsanlage
verarbeitet werden kann. Mittels der Sensoreinrichtung 37t kann detektiert werden,
ob das Passivflügelschloss durch die manuelle Betätigung einer am Passivflügel angeordneten
Handhabe oder Druckstange geöffnet wurde.
[0064] Die Sensoren 31se, 32se, 36se und 37se sind auf einer gemeinsamen im Schlosskasten
gelagerten Platine montiert. Zusätzlich ist eine elektronische Einrichtung zum Auswerten
und/oder Weiterverarbeiten der Daten der Sensoren vorgesehen. Diese elektronische
Einrichtung kann in einem separaten Gehäuse angeordnet sein. Dieses separate Gehäuse
kann angrenzend an dem Schlosskasten vorzugsweise angekuppelt angeordnet sein.
[0065] Die Platine, auf der die Sensoren angeordnet sind, ist mit der elektronischen Einrichtung
elektrisch verbunden. Es können hierfür zum Beispiel elektrische Kabelverbindungen
vorgesehen sein, über die die Platine mit der in dem separaten Gehäuse angeordneten
elektronischen Einrichtung verbunden ist. Mithilfe der Informationen der Sensoren
31s und 32s kann beispielsweise in einem öffentlichen Gebäude durch eine Zentrale
überwacht werden, ob eine zweiflügelige Tür offensteht oder sich in Schließstellung
befindet oder verriegelt ist. Weiterhin kann durch eine Überwachungszentrale nachvollzogen
werden, ob eine Tür durch Betätigen der Nuss oder durch Aktivierung der motorischen
Betätigungseinrichtung entriegelt wurde. Bei Entriegelung der Schlosseinrichtung mithilfe
der motorischen Betätigungseinrichtung bleibt die Position der Schlossnuss unverändert
und auch das Signal des Sensors 37s bleibt unverändert, während eine Entriegelung
durch Betätigen der Handhabe eine Drehung der Schlossnuss 37 zur Folge hat und durch
den der Nuss zugeordneten Sensor 37s detektiert wird.
[0066] Die Sensoren können auch dazu eingesetzt werden, die motorische Betätigungseinrichtung
beim Entriegeln der Schlosseinrichtung zu steuern. Mithilfe der Sensoren 31se und
32se kann während des Entriegelns detektiert werden, ob die Falle 11 bzw. der Riegel
22 nicht mehr in die zugehörigen Aufnahmen des Passivflügelschlosses hineinragen,
worauf die motorische Betätigungseinrichtung deaktiviert werden kann.
Die Betätigung der Passivflügel-Schlosseinrichtung
[0067] Die Betätigung der Passivflügel-Schlosseinrichtung 30 kann über eine in den Figuren
nicht dargestellte manuelle Betätigungseinrichtung erfolgen. Die manuelle Betätigungseinrichtung
kann als Drehhandhabe ausgebildet sein, die in die Schlossnuss 37 einsteckbar ist,
wobei die Schlossnuss 37 ein Teil des Schlossgetriebes darstellt. Die Drehhandhabe
kann als herkömmlicher Drücker oder aber auch als Druckstange, eine sogenannte Panikdruckstange,
ausgebildet sein. Sowohl der Drücker als auch die Druckstange kann einen entsprechenden
Drehanschluss aufweisen, der zur Kupplung mit dem Schlossgetriebe in die Schlossnuss
37 drehfest einsteckbar ist.
[0068] Durch die Betätigung der Betätigungseinrichtung wird die Schlossnuss 37 gedreht und
dadurch das Schlossgetriebe betätigt. Mit der Betätigung des Schlossgetriebes wird
der Getriebeschieber verschoben. Mit der Betätigung des Schlossgetriebes werden die
Riegelstangen-Anschlusseinrichtungen 38o, 38u abhängig von der Drehrichtung der Betätigung
gegensinnig vertikal verschoben. Außerdem werden bei der Betätigung des Schlossgetriebes
gleichzeitig oder zeitversetzt auch die Fallen-Aushebeeinrichtung 31 und die Riegel-Aushebeeinrichtung
32 betätigt.
[0069] Das Schlossgetriebe ist so ausgebildet, dass eine Betätigung der Schlossnuss 37 in
der einen Richtung die obere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung 38o nach oben und
die untere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung 38u nach unten verschiebt, und demzufolge
die betreffenden Riegelstangen 380o und 380u jeweils ausgefahren also in ihre Verriegelungsstellung
verfahren werden. Die Aushebeeinrichtungen 31, 32 zum Ausheben der Falle 11 und des
Riegels 12 werden dabei über das Schlossgetriebe so betätigt, dass der Fallen-Betätigungsschieber
31a und der Riegel Betätigungsschieber 32a in das Schlossgehäuse 30a der Passiv-Schlosseinrichtung
30 eingefahren werden. Wenn die Schlossnuss 37 durch Betätigung in die Gegenrichtung
gedreht wird, erfolgt die umgekehrte gegensinnige Bewegung der Riegelstangen-Anschlusseinrichtungen
38o, 38u, demzufolge die Riegelstangen 380o, 380u eingefahren werden, d.h. die Entriegelung
der Riegelstangen erfolgt und die Aushebeeinrichtung 31 und 32 ausgefahren werden,
um den Riegel 22 und die Falle 11 der Aktivschlosseinrichtung in den Schlosskasten
der Aktivschlosseinrichtung zurückzufahren.
[0070] Anstelle der manuellen Betätigungseinrichtung kann an der Schlossnuss 37 auch eine
entsprechende motorische Betätigungseinrichtung mit Drehabtrieb angekoppelt werden.
Die Schlossnuss 37 wird durch diese motorische Betätigungseinrichtung in entsprechender
Weise gedreht und das Schlossgetriebe betätigt, sodass in gleicher Weise die beiden
Riegelstangen-Anschlusseinrichtungen 38o, 38u und die Aushebeeinrichtungen 31, 32
betätigt werden.
[0071] Es kann auch eine motorische Betätigungseinrichtung eingesetzt werden, die im Unterschied
hierzu einen Linearabtrieb aufweist. Der Linearabtrieb kann unmittelbar an den Getriebeschieber
36 angekoppelt werden. Die Betätigung des Schlossgetriebes durch den Linearabtrieb
der motorischen Betätigungseinrichtung wirkt sodann in gleicher Weise, wie wenn das
Schlossgetriebe über Drehung der Schlossnuss 37 betätigt wird, wie vorangehend beschrieben.
[0072] Die Figuren 5a und 5b zeigen eine nicht-erfindungsgemäße Passivflügel-Schlosseinrichtung
30 mit einer am unteren Ende des Schlosskastens 30a angeordneter solchen motorischen
Betätigungseinrichtung 37m. Die Kupplung der motorischen Betätigungseinrichtung 37m
mit dem Schlossgetriebe erfolgt über einen Kupplungsschieber 37k, der mit seinem einen
Ende an dem Linearabtrieb der motorischen Betätigungseinrichtung 37m und mit seinem
anderen Ende mit dem Getriebeschieber 36 des Schlossgetriebes bewegungsfest gekuppelt
ist.
[0073] Figuren 5c und 5d zeigen den am Getriebeschieber angekuppelten Kupplungsschieber
37k, ohne dass die motorische Betätigungseinrichtung 37m angekuppelt ist. Die Ausgestaltung
mit der motorischen Betätigungseinrichtung kann optional sein.
Die Manipulationsschutzeinrichtungen
[0074] In den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen sind unterschiedliche Manipulationsschutzeinrichtungen
vorgesehen. Die Manipulationsschutzeinrichtungen sollen verhindern, dass durch von
außen auf die Riegelstange 380o und/oder 380u einwirkende Druckbeaufschlagung die
Riegelstangen nicht einfahrbar sind.
Eine nicht erfindungsgemäße Ausführung einer solchen
[0075] Manipulationsschutzeinrichtung ist in den Figuren 4a, 4b und 4c gezeigt. Hier ist
ein im Schlossgehäuse 30a bewegbar gelagertes Blockierglied 39b vorgesehen, das ein
Verschieben der Riegelstange in Einfahrrichtung bei äußerer Druckbeaufschlagung blockiert,
indem das Blockierglied 39b in seiner Blockierstellung in eine Ausnehmung 36a in dem
Getriebeschieber 36 eingreift. Figur 4a zeigt die Stellung bevor ein Manipulationsversuch
durch äußere Druckbeaufschlagung der Riegelstangen 380o, 380u erfolgt.
[0076] Figur 4b zeigt das Blockierglied 39b in der Blockierposition bei einem Manipulationsversuch.
Der Getriebeschieber 36 ist durch Manipulation erfolgte Druckbeaufschlagung der Riegelstangen
gegenüber der Stellung in Figur 4a ein Stück weit nach oben verfahren und wird jedoch
gegen eine weitere nach oben Verschiebung durch das Blockierglied 39b gehalten.
[0077] Figur 4c zeigt das Blockierglied 39b in der Freigabestellung, in der es außer Eingriff
des Getriebeschiebers 36 steht. Das Blockierglied 39b ist in dieser Freigabestellung
durch die Betätigung der Schlossnuss 37 verlagert und zwar dadurch, dass durch Drehung
der Schlossnuss 37 in der Darstellung in der Figur im Gegenuhrzeigersinn der mit der
Schlossnuss 37 feste Mitnehmer 37a mit dem Blockierglied 39b zusammenwirkend und das
Blockierglied 39b in der Darstellung in der Figur 4c nach links verschoben hat.
[0078] Diese erste Ausführungsform der Manipulationsschutzeinrichtung in den Figuren 4a
bis 4c wirkt somit auf den Getriebeschieber 36 und damit auf beide Riegelstangen;
sie benötigt jedoch eine Betätigungseinrichtung an der Schlossnuss 37. Eine erfindungsgemäße
Ausführung einer Manipulationsschutzeinrichtung ist in den Figuren 9a und 9b gezeigt.
Diese Manipulationsschutzeinrichtung benötigt keine Betätigung des Schlossgetriebes
über die Schlossnuss 37, sondern die Betätigung des Schlossgetriebes kann auch über
einen Linearabtrieb des Getriebeschiebers, z.B. über die motorische Betätigungseinrichtung
37m der Figuren 5a und 5b erfolgen. Diese Ausführung der Manipulationsschutzeinrichtung
sieht bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 9a und 9b eine Kulisseneinrichtung 39k
vor, die zwischen der oberen Riegelstangen Anschlusseinrichtung 38o und dem Getriebeschieber
36 ausgebildet ist. Die Kulisseneinrichtung 39k weist einen Kulissenschlitz 39ok auf,
der mit dem plattenförmigen Hauptkörper der oberen Riegelstangen Anschlusseinrichtung
38o ausgebildet ist. Die Kulisseneinrichtung 39k weist ferner einen Hebel 39h auf,
der in einem schlosskastenfesten Drehlager gelagert ist und an einem Ende einen Kulissenstift
aufweist, der in den Kulissenschlitz 39ok eingreift und an seinem anderen Ende einen
Führungsstift aufweist, der in ein Langloch eingreift, das in dem Getriebeschieber
36 ausgebildet ist.
[0079] Der Kulissenschlitz 39ok ist als ein winkeliger Schlitz ausgebildet mit einem oberen
vertikalen Ast und einem unteren horizontalen Ast. Im Falle eines Manipulationsversuchs
fährt der Kulissenstift 39s in den oberen vertikalen Ast des Kulissenschlitzes 39ok
ein und blockiert eine Vertikalbewegung der oberen Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
38o (siehe Fig. 9a). Dadurch wird keine Manipulationsbewegung auf den Getriebeschieber
36 übertragen.
[0080] Im Falle, dass kein Manipulationsversuch vorliegt, d.h. keine Druckbeaufschlagung
auf die obere Riegelstange 380o von außen ausgeübt wird, ist die Anordnung des Hebels
39h, der entsprechend federbelastet sein kann, so dass der Kulissenstift 39s in den
horizontalen Ast des Kulissenschlitzes 39ok einfährt. Durch Betätigung des Schlossgetriebes,
d.h. durch Betätigung des Getriebeschiebers 36 lässt sich nun die obere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
38o und damit die obere Riegelstange 380o betätigen, d.h. aus- und einfahren.
[0081] Die vorangehend beschriebene Kulisseneinrichtung 39k bildet somit bei dem oben beschriebenen
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel der Figuren 9a und 9b eine Manipulationsschutzeinrichtung
für die obere Riegelstange 380o.
[0082] Für die untere Riegelstange 380u, welche bei dem betreffenden Ausführungsbeispiel
gleichsinnig mit dem Getriebeschieber 36 des Schlossgetriebes bewegt wird, ist eine
Manipulationsschutzeinrichtung vorgesehen, wie sie in den Figuren 10a und 10b dargestellt
ist. Diese Manipulationsschutzeinrichtung weist einen Blockierhebel 39p auf, der in
einem schlosskastenfesten Drehlager gelagert ist. Er ist schwerkraftbeaufschlagt in
die in Figur 10a mit seinem freien Ende nach links weisende Stellung. Ein mit dem
Getriebeschieber 36 bewegungsfester Blockierstift 39s greift in dieser Stellung in
die hakenförmige Ausnehmung des Blockierhebels 39p ein. Wenn der Getriebeschieber
36 durch Betätigung des Schlossgetriebes nach oben zur Entriegelung verschoben wird,
erfolgt eine Relativverschiebung zwischen Blockierstift 39s und Blockierhebel 39p,
bei der der Blockierstift 39s an der Kurvenkante des Blockierhebels 39p hochgleitet
und der Blockierhebel 39p in der Darstellung in Figur 10a im Gegenuhrzeigersinn schwenkt
(siehe Fig. 10b). Wenn der Getriebeschieber 36 nun in Gegenrichtung nach unten durch
Betätigung des Schlossgetriebes über die Betätigungseinrichtung gefahren wird erfolgt
die umgekehrte Relativbewegung wieder zurück in die Stellung in Figur 10a.
[0083] Figur 10c zeigt die Situation im Falle eines Manipulationsversuchs. Hierbei wird
der plattenförmige Grundkörper der unteren Riegelstangen-Anschlusseinrichtung 38u
durch die nach oben einwirkende Druckbeaufschlagung der Riegelstange 380u in den Langlöchern
geführt nach oben gefahren und kommt dabei in Anschlag an den unteren Boden des Blockierhebels
39p. Auf diese Weise wird einer Verschiebung der unteren Riegelstange 380u in einem
Manipulationsversuch entgegengewirkt und die untere Riegelstange 380u in der ausgefahrenen
Stellung blockiert. Die Vertikalbewegung der unteren Riegel Anschlussvorrichtung 38a
wird somit nicht auf den Getriebeschieber 36 übertragen.
[0084] Figur 11 zeigt ein nicht erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel der Passivflügel Schlosseinrichtung
mit einer Manipulationsschutzeinrichtung für die untere Riegelstange 380u, wobei die
Manipulationsschutzeinrichtung gemäß Figur 11 gegenüber der Manipulationsschutzeinrichtung
gemäß den Figuren 10a bis 10 c modifiziert ist. Die Manipulationsschutzeinrichtung
weist einen Blockierhebel 39p auf, der in einem schlosskastenfesten Drehlager gelagert
ist. Der Blockierhebel weist eine Blockieranschlag 39b auf, der in der Blockierstellung
mit der unteren Riegelstangen Anschlusseinrichtung 38u zusammenwirkt, wie in Figur
11 dargestellt ist. Der Blockieranschlag 39b ist als Anschlagstufe des Seitenrandes
des Blockierhebels 39p ausgebildet. Der Manipulationsversuch ist in Figur 11 dargestellt.
Figur 11 zeigt den Manipulationsschutz bei einem Manipulationsversuch. Der Manipulationsschutz
besteht darin, dass bei Druckausübung auf die untere Riegelstangen Anschlusseinrichtung
38u, die untere Riegelstangen Anschlusseinrichtung 38u in Anschlaglage an den Blockieranschlag
39b des Blockierhebels 39p kommt und dadurch gegen eine weitere Verschiebung in vertikale
Richtung nach oben blockiert ist. Dadurch wird auf den Getriebeschieber 36 keine Vertikalbewegung
durch die untere Riegelstangen Anschlusseinrichtung 38u übertragen.
[0085] Der Blockierhebel 39p ist mit einem Kulissenschlitz versehen, in den ein Kulissenstift
36k des Getriebeschiebers 36 eingreift. Wenn im Falle einer ordnungsgemäßen Entriegelung
durch Betätigung der Nuss 37 oder der motorischen Betätigungseinrichtung 37m der Getriebeschieber
36 nach oben zur Entriegelung verschoben wird, fährt der mit dem Getriebeschieber
feste Stift 36k vertikal nach oben und läuft dabei in dem Kulissenschlitz 39k des
Blockierhebels, wodurch der Blockierhebel 39p im dargestellten Fall gegen den Uhrzeigersinn
verschwenkt wird. Der Blockierhebel 39p ragt in der verschwenkten dann nicht mehr
in blockierender Weise in den Bewegungsbereich der unteren RiegelstangenAnschlusseinrichtung
38u hinein. Gleichzeitig mit dem Verschwenken des Blockierhebels 39p wird ein Hebel
38h verschwenkt. Der Hebel 38h ist um eine schlosskastenfeste Achse 38a schwenkbar
im Schlosskasten 38a gelagert und wirkt zusammen mit einem fußseitig am Getriebeschieber
36 angeordneten Betätigungsanschlag zusammen. Beim Hochschieben des Getriebeschiebers
36 wird in dem dargestellten Fall der Hebel 38 im Uhrzeigersinn verschwenkt. Der Hebel
38h ist als Betätigungshebel der unteren Riegelstangen-Anschlusseinrichtung 38u ausgebildet.
Er wirkt mit seinem freien Ende mit einem entsprechenden Anschlag an der unteren Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
38u zusammen. Die untere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung 38u wird somit gleichsinnig
mit dem Getriebeschieber 36 bewegt und die untere Riegelstange in den Schlosskasten
eingefahren.
Bezugszeichenliste
[0086]
- 10
- Aktivflügel
- 110
- Passivflügel
- 1
- Aktivflügel-Schloss
- 1a
- Schlosskasten von 1
- 11
- Falle
- 11a
- Auslösestift
- 17
- Schlossnuss
- 22
- Riegel
- 22a
- Auslösestift
- 30
- Passivflügel-Schloss
- 30a
- Schlosskasten von 30
- 31
- Fallen-Aushebeeinrichtung
- 31a
- Fallen-Betätigungsschieber
- 31b
- Führungseinrichtung
- 31c
- Fallen-Betätigungsdruckstück
- 31h
- Hebeleinrichtung
- 31t
- Sensoreinrichtung
- 31tp
- Sensorschieber mit stirnseitigem Kontaktflächen
- 31te
- Detektionselement
- 31s
- Lichtsensor
- 32
- Riegel-Aushebeeinrichtung
- 32a
- Riegel Betätigungsschieber
- 32b
- Führungseinrichtung
- 32c
- Federnd gelagertes Druckstück
- 32h
- Hebeleinrichtung
- 36
- Getriebeschieber
- 36g
- Umkehrgetriebe
- 37
- Schlossnuss
- 37a
- Mitnehmer
- 37m
- Motorische Betätigungseinrichtung
- 37k
- Kupplungsschieber
- 39k
- Kulisseneinrichtung
- 39ok
- Kulissenschlitz
- 39h
- Kulissenhebel
- 39b
- Blockierglied
- 39p
- Unterer Blockierhebel
- 39s
- Blockierstift
- 38o
- Obere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
- 38op
- Plattenförmiger Körper von 38o
- 380o
- Obere Riegelstange
- 38u
- Untere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
- 38ub
- Blockierhebel
- 380u
- Untere Riegelstange
- 10
- Aktivflügel
- 100
- ortsfester Rahmen
- 110
- Passivflügel
1. Passivflügel-Schlosseinrichtung (30) für eine Tür, ein Fenster oder dergleichen mit einem ortsfest montierbaren Rahmen
(100) mit in dem Rahmen gelagerten mindestens einem aktiven Flügel (10) - im Folgenden
als Aktivflügel bezeichnet - und mindestens einem passiven Flügel (110) - im Folgenden
als Passivflügel bezeichnet,
wobei die Passivflügel-Schlosseinrichtung (30) in und/oder auf dem Passivflügel (110)
montierbar ist und eine Schlossmechanik und eine Schloss Betätigungseinrichtung aufweist,
wobei die Passivflügel-Schlosseinrichtung eine Schlossmechanik mit einer Fallen-Aushebeeinrichtung
und/oder einer Riegel-Aushebeeinrichtung aufweist,
wobei vorgesehen ist:
- dass die Schlossmechanik
(i) eine obere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung (38o) einer in oder auf dem Passivflügel
(110) geführten oberen Riegelstange (380o) aufweist, wobei die obere Riegelstange
(380o) zum Verriegeln nach oben ausfahrbar und zum Entriegeln nach unten einfahrbar
ist, und/oder
(ii) eine untere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung (38u) einer in oder auf dem Passivflügel
(110) geführten unteren Riegelstange (380u) aufweist, wobei die untere Riegelstange
(380u) zum Verriegeln nach unten ausfahrbar und zum Entriegeln nach oben einfahrbar
ist, und
- dass die Schlossbetätigungseinrichtung über ein Getriebe der Schlossmechanik - im
Folgenden als Schlossgetriebe bezeichnet - auf die obere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
(38o) und/oder auf die untere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung (38u) einwirkt,
wobei vorgesehen ist,
a) dass als Manipulationsschutzeinrichtung für den Fall eines an der oberen Riegelstange
erfolgenden Manipulationsversuchs vorgesehen ist,
dass die obere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung (38o) eine Manipulationsschutzeinrichtung
aufweist, die einem Einfahren der oberen Riegelstange (380o) in Folge einer Druckbeaufschlagung
des freien Endes der oberen Riegelstange (380o) dadurch entgegenwirkt, dass im Falle
einer derartigen Manipulations-Druckbeaufschlagung der oberen Riegelstange (380o)
die obere Riegelstange (380o) in Einfahrrichtung blockiert wird, indem die Manipulationsschutzeinrichtung
die obere Riegelstangen Anschlusseinrichtung (38o) unmittelbar oder mittelbar blockiert,
oder
b) dass als Manipulationsschutzeinrichtung für den Fall eines an der unteren Riegelstange
(380u) erfolgenden Manipulationsversuchs vorgesehen ist,
- dass die untere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung (38u) eine Manipulationsschutzeinrichtung
aufweist, die einem Einfahren der unteren Riegelstange (380u) durch Druckbeaufschlagung
des freien Endes der unteren Riegelstange (380u) dadurch entgegenwirkt, dass im Falle
einer derartigen Manipulationsdruckbeaufschlagung der unteren Riegelstange (380u)
die untere Riegelstange (380u) in Einfahrrichtung blockiert wird, indem die Manipulationsschutzeinrichtung
die untere RiegelstangenAnschlusseinrichtung (38u) unmittelbar oder mittelbar blockiert,
dadurch gekennzeichnet, dass die obere RiegelstangenAnschlusseinrichtung (38o) mit dem Schlossgetriebe (36) über
eine Kulisseneinrichtung (36k) verbunden ist, bzw.
dass die untere Riegelstangen-Anschlusseinrichtung (38u) mit dem Schlossgetriebe (36)
über eine Kulisseneinrichtung (36k) verbunden ist, und
dass die Kulisseneinrichtung einen Kulissenführungsschlitz und einen Kulissenstift
aufweist, der in dem Kulissenführungsschlitz geführt ist und in einem Fangabschnitt
des Kulissenführungsschlitzes im Manipulationsfall blockiert ist.
2. Passivflügel-Schlosseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schlossgetriebe einen Getriebeschieber aufweist, der zum Antrieb der oberen Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
(38o) zwischen der oberen Riegelstangen-Anschlusseinrichtung (38o) und der Schlossbetätigungseinrichtung
geschaltet ist, wobei die Kulisseneinrichtung zwischen der oberen RiegelstangenAnschlusseinrichtung
(38o) und dem Getriebeschieber geschaltet ist;
und/oder
dass das Schlossgetriebe einen Getriebeschieber aufweist, der zum Antrieb der untern Riegelstangen-Anschlusseinrichtung
(38u) und der Schlossbetätigungseinrichtung geschaltet ist, wobei die Kulisseneinrichtung
zwischen der unteren RiegelstangenAnschlusseinrichtung (38u) und dem Getriebeschieber
geschaltet ist.
3. Passivflügel-Schlosseinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der oberen oder der unteren RiegelstangenAnschlusseinrichtung (38o, 38u)
- im Folgenden als die besagte Riegelstangen-Einrichtung bezeichnet - und dem Getriebeschieber
ein die Bewegungsrichtung umkehrendes Getriebe geschaltet ist, wobei vorgesehen ist:
Ziffer 1: dass die Kulisseneinrichtung zwischen dem die Bewegungsrichtung umkehrenden
Getriebe und der besagten Riegelstangen-Anschlusseinrichtung (38o) geschaltet ist;
oder
Ziffer 2: dass die Kulisseneinrichtung zwischen dem Getriebeschieber und dem die Bewegungsrichtung
umkehrenden Getriebe geschaltet ist.
4. Passivflügel-Schlosseinrichtung nach Anspruch 3 Ziffer 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Verbindung der Kulisseneinrichtung mit dem die Bewegungsrichtung umkehrenden
Getriebe und der besagten Riegelstangen-Anschlusseinrichtung (38o, 38u)
- der Kulissenschlitz mit dem die Bewegungsrichtung umkehrenden Getriebe und der Kulissenstift
mit der besagten RiegelstangenAnschlusseinrichtung (38o, 38u) verbunden ist; oder
- der Kulissenstift mit dem die Bewegungsrichtung umkehrenden Getriebe und der Kulissenschlitz
mit der besagten RiegelstangenAnschlusseinrichtung (38o, 38u) verbunden ist.
5. Passivflügel-Schlosseinrichtung nach Anspruch 3 Ziffer 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Verbindung der Kulisseneinrichtung mit dem Getriebeschieber und dem die Bewegungsrichtung
umkehrenden Getriebe
- der Kulissenschlitz mit dem Getriebeschieber und der Kulissenstift mit dem die Bewegungsrichtung
umkehrenden Getriebe, oder
- der Kulissenstift mit dem Getriebeschieber und der Kulissenschlitz mit dem die Bewegungsrichtung
umkehrenden Getriebe verbunden ist.
6. Passivflügel-Schlosseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kulisseneinrichtung derart ausgebildet ist, dass sie in ihrer Blockierstellung
nicht blockierend auf das Schlossgetriebe einwirkt, über welches die Riegelstange
(380o, 380u) betätigbar ist.
7. Passivflügel-Schlosseinrichtung (30) für eine Tür, ein Fenster oder dergleichen mit einem ortsfest montierbaren Rahmen
(100) mit in dem Rahmen gelagerten mindestens einem aktiven Flügel (10) - im Folgenden
als Aktivflügel bezeichnet - und mindestens einem passiven Flügel (110) - im Folgenden
als Passivflügel bezeichnet - ,
wobei die Passivflügel-Schlosseinrichtung (30) in und/oder auf dem Passivflügel (110)
montierbar ist und eine Schlossmechanik und eine Schlossbetätigungseinrichtung aufweist,
wobei vorgesehen ist:
- dass die Schlossmechanik
(i) eine obere Riegelstangen Anschlusseinrichtung (38o) einer in oder auf dem Passivflügel
(110) geführten oberen Riegelstange (380o) aufweist, wobei die obere Riegelstange
(380o) zum Verriegeln nach oben ausfahrbar und zum Entriegeln nach unten einfahrbar
ist und/oder
(ii) eine untere Riegelstangen Anschlusseinrichtung (38u) einer in oder auf dem Passivflügel
(110) geführten unteren Riegelstange (380u) aufweist, wobei die untere Riegelstange
(380u) zum Verriegeln nach unten ausfahrbar und zum Entriegeln nach oben einfahrbar
ist, und
- dass die Schlossbetätigungseinrichtung über ein Getriebe der Schlossmechanik - im
Folgenden als Schlossgetriebe bezeichnet - auf die obere Riegelstangen Anschlusseinrichtung
(38o) und/oder auf die untere Riegelstangen Anschlusseinrichtung (38u) einwirkt,
wobei vorgesehen ist,
a) dass als Manipulationsschutzeinrichtung für den Fall eines an der oberen Riegelstange
(380o) erfolgenden Manipulationsversuchs vorgesehen ist,
dass die obere Riegelstangen Anschlusseinrichtung (38o) eine Manipulationsschutzeinrichtung
aufweist, die einem Einfahren der oberen Riegelstange (380o) in Folge einer Druckbeaufschlagung
des freien Endes der oberen Riegelstange (380o) dadurch entgegenwirkt, dass im Falle
einer derartigen Manipulations-Druckbeaufschlagung der oberen Riegelstange (380o)
die obere Riegelstange (380o) in Einfahrrichtung blockiert wird, indem die Manipulationsschutzeinrichtung
die obere Riegelstangen Anschlusseinrichtung (38o) unmittelbar oder mittelbar blockiert,
dass die Manipulationsschutzeinrichtung ein im Schlosskasten (30a) bewegbar gelagertes
Blockierelement aufweist, welches in eine Blockierstellung und eine Freigabestellung
bewegbar ist, und in seiner Blockierstellung im Falle einer Manipulationsdruckbeaufschlagung
der oberen Riegelstange (380o) unmittelbar oder mittelbar die obere Riegelstangen
Anschlusseinrichtung (38o) blockiert,
oder
b) dass als Manipulationsschutzeinrichtung für den Fall eines an der unteren Riegelstange
(380o) erfolgenden Manipulationsversuchs vorgesehen ist,
dass die untere Riegelstangen Anschlusseinrichtung (38u) eine Manipulationsschutzeinrichtung
aufweist, die einem Einfahren der unteren Riegelstange durch Druckbeaufschlagung des
freien Endes der unteren Riegelstange (380o) dadurch entgegenwirkt, dass im Falle
einer derartigen Manipulationsdruckbeaufschlagung der unteren Riegelstange (380u)
die untere Riegelstange (380u) in Einfahrrichtung blockiert wird, indem die Manipulationsschutzeinrichtung
die untere Riegelstangen Anschlusseinrichtung (38u) unmittelbar oder mittelbar blockiert,
dass die Manipulationsschutzeinrichtung ein im Schlosskasten (30) bewegbar gelagertes
Blockierelement aufweist, welches in eine Blockierstellung und eine Freigabestellung
bewegbar ist, und in seiner Blockierstellung im Falle einer Manipulationsdruckbeaufschlagung
der unteren Riegelstange (380u) unmittelbar oder mittelbar die untere Riegelstangen
Anschlusseinrichtung (38u) blockiert
dadurch gekennzeichnet, dass
das Blockierelement durch das Schlossgetriebe in seine Freigabestellung bewegbar ist
und durch Schwerkraft in seine Blockierstellung bewegbar ist.
8. Passivflügel-Schlosseinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Blockierelement als Blockierhebel (39p) ausgebildet ist, der in einem im Schlosskasten
(30a) der Passivflügel Schlosseinrichtung festen Lager schwenkbar gelagert ist oder
als Blockierschieber ausgebildet ist, der in einer im Schlosskasten festen Führungseinrichtung
verschiebbar gelagert ist.
9. Passivflügel-Schlosseinrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Blockierelement (39p) durch Schwerkraft in Blockierrichtung beaufschlagt ist
und mit einem Getriebeelement des Schlossgetriebe festen Mitnehmers (39s) derart zusammenwirkt,
dass der Blockierhebel (39p) entgegen der Schwerkraft in Freigaberichtung dreht, wenn
das Getriebeelement, vorzugsweise Getriebeschieber (36) des Schlossgetriebes in die
Entriegelungsrichtung verschoben wird.
10. Passivflügel-Schlosseinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Blockierelement (39p) unmittelbar oder mittelbar mit einem mit dem Getriebeschieber
des Schlossgetriebes festen Mitnehmer zusammenwirkt.
11. Passivflügel-Schlosseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schlossgetriebe ein Getriebeelement aufweist, das als Getriebeschieber (36) ausgebildet
ist, der an seinem einen Ende mit der unteren Riegelstangen-Anschlusseinrichtung (38u)
und an seinem anderen Ende mit der oberen Riegelstangen-Anschlusseinrichtung (38o)
jeweils zumindest getriebemäßig verbunden ist, und
dass zwischen dem Getriebeschieber (36) und der oberen RiegelstangenAnschlusseinrichtung
(38o) ein die Bewegungsrichtung umkehrendes Getriebe geschaltet ist, oder
dass zwischen dem Getriebeschieber (36) und der unteren RiegelstangenAnschlusseinrichtung
(38u) ein die Bewegungsrichtung umkehrendes Getriebe geschaltet ist.
1. Passive leaf lock device (30) for a door, a window or similar, having a stationarily
attachable frame (100) having at least one active leaf (10) mounted in the frame -
referred to in the following as active leaf - and at least one passive leaf (110)
- referred to in the following as passive leaf,
wherein the passive leaf lock device (30) is attachable in and/or on the passive leaf
(110) and has a lock mechanism and a lock actuation device,
wherein the passive leaf lock device has a lock mechanism having a latch lifting device
and/or a bolt lifting device,
wherein it is provided that:
- the lock mechanism
(i) has an upper locking rod connection device (38o) of an upper locking rod (380o)
guided in or on the passive leaf (110), wherein the upper locking rod (380o) can be
extended upwards for locking and can be retracted downwards for unlocking, and/or
(ii) has a lower locking rod connection device (38u) of a lower locking rod (380u)
guided in or on the passive leaf (110), wherein the lower locking rod (380u) is able
to be extended downwards for locking and retracted upwards for unlocking, and
- the lock actuation device acts via a gear of the lock mechanism - referred to in
the following as lock gear - on the upper lock rod connection device (38o) and/or
on the lower locking rod connection device (38u),
wherein it is provided that
a) as a manipulation protection device in the event of a manipulation attempt taking
place on the upper locking rod, it is provided
that the upper locking rod connection device (38o) has a manipulation protection device
which counteracts a retraction of the upper locking rod (380o) in the event of a pressurisation
of the free end of the upper locking rod (380o) by the upper locking rod (380o) being
blocked in the retraction direction in the event of such a manipulation pressurisation
of the upper locking rod (380o) by the manipulation protection device directly or
indirectly blocking the upper locking rod connection device (380o), or
b) as a manipulation protection device in the event of a manipulation attempt taking
place on the lower locking rod (380u), it is provided
- that the lower locking rod connection device (38u) has a manipulation protection
device which counteracts a retraction of the lower locking rod (380u) by pressurisation
of the free end of the lower locking rod (380u), by the lower locking rod (380u) being
blocked in the retraction direction in the event of such a manipulation pressurisation
of the lower locking rod (380u) by the manipulation protection device blocking the
lower locking rod connection device (38u) directly or indirectly,
characterised in that the upper locking rod connection device (38o) is connected to the lock gear (36)
via a slide device (36k), or the lower locking rod connection device (38u) is connected
to the lock gear (36) via a slide device (36k), and
the slide device has a slide guide slot and a slide pin which is guided in the slide
guide slot and is blocked in a catcher portion of the slide guide slot in the event
of a manipulation.
2. Passive leaf lock device according to claim 1,
characterised in that
the lock gear has a gear slider which is switched between the upper locking rod connection
device (38o) and the lock actuation device for driving the upper locking rod connection
device (38o), wherein the slide device is switched between the upper locking rod connection
device (38o) and the gear slider;
and/or
the lock gear has a gear slider which is switched for driving the lower locking rod
connection device (38u) and the lock actuation device, wherein the slide device is
switched between the lower locking rod connection device (38u) and the gear slider.
3. Passive leaf lock device according to claim 2,
characterised in that
a gear that reverses the movement direction is switched between the upper or the lower
locking rod connection device (38o, 38u) - referred to as said locking rod device
in the following - and the gear slider, wherein it is provided that:
Paragraph 1: the slide device is switched between the gear that reverses the movement
direction and said locking rod connection device (38o); or
Paragraph 2: the slide device is switched between the gear slider and the gear that
reverses the movement direction.
4. Passive leaf lock device according to claim 3, paragraph 1,
characterised in that,
for connecting the slide device to the gear that reverses the movement direction and
to said locking rod connection device (38o, 38u),
- the slide slot is connected to the gear that reverses the movement direction and
the slide pin is connected to said locking rod connection device (38o, 38u); or
- the slide pin is connected to the gear that reverses the movement direction and
the slide slot is connected to said locking rod connection device (38o, 38u).
5. Passive leaf lock device according to claim 3, paragraph 2,
characterised in that
for connecting the slide device to the gear slider and the gear that reverses the
movement direction,
- the slide slot is connected to the gear slider and the slide pin is connected to
the gear that reverses the movement direction, or
- the slide pin is connected to the gear slider and the slide slot is connected to
the gear that reverses the movement direction.
6. Passive leaf lock device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the slide device is formed in such a manner that, in its blocking position, it does
not act in a blocking manner on the lock gear via which the locking rod (380o, 380u)
can be actuated.
7. Passive leaf lock device (30) for a door, a window or similar, having a stationarily
attachable frame (100), having at least one active leaf (10) mounted in the frame
- referred to as active leaf in the following - and at least one passive leaf (110)
- referred to as passive leaf in the following,
wherein the passive leaf lock device (30) can be mounted in and/or on the passive
leaf (110) and has a lock mechanism and a lock actuation device,
wherein it is provided that:
- the lock mechanism
(i) has an upper locking rod connection device (38o) of an upper locking rod (380o)
guided in or on the passive leaf (110), wherein the upper locking rod (380o) can be
extended upwards for locking or retracted downwards for unlocking, and/or
(ii) has a lower locking rod connection device (38u) of a lower locking rod (380u)
guided in or on the passive leaf (110), wherein the lower locking rod (380u) can be
extended downwards for locking and retracted upwards for unlocking, and
- the lock actuation device acts via a gear of the lock mechanism - referred to as
lock gear in the following - on the upper locking rod connection device (38o) and/or
on the lower locking rod connection device (38u),
wherein it is provided that
a) as a manipulation protection device in the event of a manipulation attempt taking
place on the upper locking rod (380o), it is provided
that the upper locking rod connection device (38o) has a manipulation protection device
which counteracts an introduction of the upper locking rod (380o) as a result of a
pressurisation of the free end of the upper locking rod (380o) by the upper locking
rod (380o) being blocked in the retraction direction in the event of such a manipulation
pressurisation of the upper locking rod (380o) by the manipulation protection device
blocking the upper locking rod connection device (38o) directly or indirectly,
that the manipulation protection device has a blocking element that is moveably mounted
in the lock case (30a) and is moveable into a blocking position and a release position,
and, in its blocking position, directly or indirectly blocks the upper locking rod
connection device (38o) in the event of a manipulation pressurisation of the upper
locking rod (380o),
or
b) as a manipulation protection device in the event of a manipulation attempt taking
place on the lower locking rod (380o), it is provided
that the lower locking rod connection device (38u) has a manipulation protection device
which counteracts an introduction of the lower locking rod by pressurisation of the
free end of the lower locking rod (380o) by the lower locking rod (380u) being blocked
in the retraction direction in the event of such a manipulation pressurisation of
the lower locking rod (380u) by the manipulation protection device blocking the lower
locking rod connection device (38u) directly or indirectly,
that the manipulation protection device has a blocking element that is moveably mounted
in the lock case (30) and is moveable into a blocking position and a release position,
and, in its blocking position, directly or indirectly blocks the lower locking rod
connection device (38u) in the event of a manipulation pressurisation of the lower
locking rod (380u)
characterised in that
the blocking element can be moved by the lock gear into its release position and can
be moved by gravity into its blocking position.
8. Passive leaf lock device according to claim 7,
characterised in that
the blocking element is formed as a blocking lever (39p) which is pivotably mounted
in a bearing which is fixed in the lock case (30a) of the passive leaf lock device
or is formed as a blocking slider which is displaceably mounted in a guiding device
which is fixed in the lock case.
9. Passive leaf lock device according to claim 8,
characterised in that
the blocking element (39p) is subjected to gravity in the blocking direction and cooperates
with a driver (39s) which is fixed with the gear element of the lock gear in such
a manner that the blocking lever (39p) rotates against gravity in the release direction,
when the gear element, preferably gear slider (36) of the lock gear, is displaced
in the unlocking direction.
10. Passive leaf lock device according to claim 9,
characterised in that
the blocking element (39p) cooperates directly or indirectly with a driver which is
fixed with the gear slider of the lock gear.
11. Passive leaf lock device according to one of claims 1 to 10,
characterised in that
the lock gear has a gear element which is formed as a gear slider (36) which is connected
at least partially gear-wise on its one end to the lower locking rod connection device
(38u) and on its other end to the upper locking rod connection device (38o), and
a gear that reverses the movement direction is switched between the gear slider (36)
and the upper locking rod connection device (38o), or
a gear that reverses the movement direction is switched between the gear slider (36)
and the lower locking rod connection device (38u).
1. Dispositif de serrure de battant passif (30) pour une porte, une fenêtre ou autres,
avec un cadre (100) montable de manière stationnaire, avec au moins un battant actif
(10) - appelé dans la suite battant actif - logé dans le cadre, et au moins un battant
passif (110) - appelé dans la suite battant passif,
le dispositif de serrure de battant passif (30) pouvant être monté dans et/ou sur
le battant passif (110) et comprenant un mécanisme de serrure et un dispositif d'actionnement
de serrure,
le dispositif de serrure de battant passif comprenant un mécanisme de serrure avec
un dispositif de relevage de pêne demi-tour et/ou un dispositif de relevage de pêne
dormant,
dans lequel, il est prévu :
- que le mécanisme de serrure
(i) comprenne un dispositif de raccordement de tige de verrou supérieure (38o) d'une
tige de verrou supérieure (380o) guidée dans ou sur le battant passif (110), la tige
de verrou supérieure (380o) pouvant être sortie vers le haut pour le verrouillage
et rentrée vers le bas pour le déverrouillage et/ou
(ii) comprenne un dispositif de raccordement de tige de verrou inférieure (38u) d'une
tige de verrou inférieure (380u) guidée dans ou sur le battant passif (110), la tige
de verrou inférieure (380u) pouvant être sortie vers le bas pour le verrouillage et
rentrée vers le haut pour le déverrouillage et
- que le dispositif d'actionnement de serrure agisse, par l'intermédiaire d'une transmission
du mécanisme de serrure - appelée dans la suite transmission de serrure - sur le dispositif
de raccordement de tige de verrou supérieure (38o) et/ou sur le dispositif de raccordement
de tige de verrou inférieure (38u),
dans lequel il est prévu,
a) que, en tant que dispositif de protection contre les manipulations, dans le cas
d'une tentative de manipulation au niveau de la tige de verrou supérieure,
- le dispositif de raccordement de tige de verrou supérieure (38o) comprenne un dispositif
de protection contre les manipulations qui empêche une rentrée de la tige de verrou
supérieure (380o) à la suite d'une sollicitation en pression de l'extrémité libre
de la tige de verrou supérieure (380o) grâce au fait que, dans le cas d'une telle
sollicitation en pression de manipulation de la tige de verrou supérieure (380o),
la tige de verrou supérieure (380o) est bloquée dans la direction de rentrée, du fait
que le dispositif de protection contre les manipulations bloque directement ou indirectement
le dispositif de raccordement de tige de verrou supérieure (38o),
b) que, en tant que dispositif de protection contre les manipulations, dans le cas
d'une tentative de manipulation au niveau de la tige de verrou inférieure (380u),
- le dispositif de raccordement de tige de verrou inférieure (38u) comprenne un dispositif
de protection contre les manipulations qui empêche une rentrée de la tige de verrou
inférieure (380u) par sollicitation en pression de l'extrémité libre de la tige de
verrou inférieure (380u), grâce au fait que, dans le cas d'une telle sollicitation
en pression de manipulation de la tige de verrou inférieure (380u), la tige de verrou
inférieure (380u) est bloquée dans la direction de rentrée, du fait que le dispositif
de protection contre les manipulations bloque directement ou indirectement le dispositif
de raccordement de tige de verrou inférieure (38u),
caractérisé en ce que le dispositif de raccordement de tige de verrou supérieure (38o) est relié avec la
transmission de serrure (36) par l'intermédiaire d'un dispositif à coulisse (36k)
ou en ce que le dispositif de raccordement de tige de verrou inférieure (38u) est relié avec la
transmission de serrure (36) par l'intermédiaire d'un dispositif à coulisse (36k)
et
en ce que le dispositif à coulisse comprend une fente de guidage de coulisse et une tige de
coulisse qui est guidée dans la fente de guidage de coulisse et qui est bloquée dans
une portion de capture de la fente de guidage de coulisse dans le cas d'une manipulation.
2. Dispositif de serrure de battant passif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la transmission de serrure comprend un curseur de transmission qui est connecté, pour
l'entraînement du dispositif de raccordement de tige de verrou supérieure (38o), entre
le dispositif de raccordement de tige de verrou supérieure (38o) et le dispositif
d'actionnement de serrure, le dispositif à coulisse étant connecté entre le dispositif
de raccordement de tige de verrou supérieure (38o) et le curseur de transmission et/ou
la transmission de serrure comprend un curseur de transmission qui est connecté, pour
l'entraînement du dispositif de raccordement de tige de verrou inférieure (38u), et
le dispositif d'actionnement de serrure, le dispositif à coulisse étant connecté entre
le dispositif de raccordement de tige de verrou inférieure (38u) et le curseur de
transmission.
3. Dispositif de serrure de battant passif selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
entre le dispositif de raccordement de tige de verrou supérieure ou inférieure (38o,
38u) - appelé dans la suite ledit dispositif de raccordement de tige de verrou - et
le curseur de transmission, est connecté une transmission inversant le sens du déplacement,
dans lequel il est prévu :
Point 1 : que le dispositif à coulisse soit connecté entre la transmission inversant
le sens du déplacement et ledit dispositif de raccordement de tige de verrou (38o)
; ou
Point 2 : que le dispositif à coulisse soit connecté entre le curseur de transmission
et la transmission inversant le sens du déplacement.
4. Dispositif de serrure de battant passif selon la revendication 3, point 1,
caractérisé en ce que
pour la liaison du dispositif à coulisse avec la transmission inversant le sens du
déplacement et ledit dispositif de raccordement de tige de verrou (38o, 38u)
- la fente de coulisse est reliée avec la transmission inversant le sens du déplacement
et la tige de coulisse avec ledit dispositif de raccordement de tige de verrou (38o,
38u) ; ou
- la tige de coulisse est reliée avec la transmission inversant le sens du déplacement
et la fente de coulisse avec ledit dispositif de raccordement de tige de verrou (38o,
38u).
5. Dispositif de serrure de battant passif selon la revendication 3, point 2,
caractérisé en ce que
pour la liaison du dispositif à coulisse avec le curseur de transmission et transmission
inversant le sens du déplacement
- la fente de coulisse est reliée avec le curseur de transmission et la tige de coulisse
avec la transmission inversant le sens du déplacement ou
- la tige de coulisse est reliée avec le curseur de transmission et la fente de coulisse
avec la transmission inversant le sens du déplacement.
6. Dispositif de serrure de battant passif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif à coulisse est conçu de façon à ce qu'il agisse, dans sa position de
blocage, de manière bloquante sur la transmission de serrure, par l'intermédiaire
de laquelle la tige de verrou (380o, 380u) peut être actionnée.
7. Dispositif de serrure de battant passif (30) pour une porte, une fenêtre ou autre,
avec un cadre (100) pouvant être monté de manière stationnaire, avec au moins un battant
actif (10) - appelé dans la suite battant actif - logé dans le cadre et au moins un
battant passif (110) - appelé dans la suite battant passif -,
le dispositif de serrure de battant passif (30) pouvant être monté dans et/ou sur
le battant passif (110) et comprenant un mécanisme de serrure et un dispositif d'actionnement
de serrure,
dans lequel il est prévu :
- que le mécanisme de serrure
(i) comprenne un dispositif de raccordement de tige de verrou supérieure (38o) d'une
tige de verrou supérieure (380o) guidée dans ou sur le battant passif (110), la tige
de verrou supérieure (380o) pouvant être sortie vers le haut pour le verrouillage
et rentrée vers le bas pour le déverrouillage et/ou
(ii) comprenne un dispositif de raccordement de tige de verrou inférieure (38u) d'une
tige de verrou inférieure (380u) guidée dans ou sur le battant passif (110), la tige
de verrou inférieure (380u) pouvant être sortie vers le bas pour le verrouillage et
rentrée vers le haut pour le déverrouillage et
- que le dispositif d'actionnement de serrure agisse, par l'intermédiaire d'une transmission
du mécanisme de serrure - appelée dans la suite transmission de serrure - sur le dispositif
de raccordement de tige de verrou supérieure (38o) et/ou sur le dispositif de raccordement
de tige de verrou inférieure (38u),
dans lequel il est prévu,
a) que, en tant que dispositif de protection contre les manipulations, dans le cas
d'une tentative de manipulation au niveau de la tige de verrou supérieure (380o),
le dispositif de raccordement de tige de verrou supérieure (38o) comprenne un dispositif
de protection contre les manipulations qui empêche une rentrée de la tige de verrou
supérieure (380o) à la suite d'une sollicitation en pression de l'extrémité libre
de la tige de verrou supérieure (380o) grâce au fait que, dans le cas d'une telle
sollicitation en pression de manipulation de la tige de verrou supérieure (380o),
la tige de verrou supérieure (380o) est bloquée dans la direction de rentrée, du fait
que le dispositif de protection contre les manipulations bloque directement ou indirectement
le dispositif de raccordement de tige de verrou supérieure (38o),
le dispositif de protection contre les manipulations comprenne un élément de blocage,
logé de manière mobile dans le boîtier de serrure (30a), qui est mobile vers une position
de blocage et une position de déblocage, et qui, dans sa position de blocage, dans
le cas d'une sollicitation en pression de manipulation de la tige de verrou supérieure
(380o), bloque directement ou indirectement le dispositif de raccordement de tige
de verrou supérieure (38o), ou
b) que, en tant que dispositif de protection contre les manipulations, dans le cas
d'une tentative de manipulation au niveau de la tige de verrou inférieure (380o),
le dispositif de raccordement de tige de verrou inférieure (38u) comprenne un dispositif
de protection contre les manipulations qui empêche une rentrée de la tige de verrou
inférieure par sollicitation en pression de l'extrémité libre de la tige de verrou
inférieure (380o) grâce au fait que, dans le cas d'une telle sollicitation en pression
de manipulation de la tige de verrou inférieure (380u), la tige de verrou inférieure
(380u) est bloquée dans la direction de rentrée, du fait que le dispositif de protection
contre les manipulations bloque directement ou indirectement le dispositif de raccordement
de tige de verrou inférieure (38u),
le dispositif de protection contre les manipulations comprenne un élément de blocage,
logé de manière mobile dans le boîtier de serrure (30), qui est mobile vers une position
de blocage et une position de déblocage, et qui, dans sa position de blocage, dans
le cas d'une sollicitation en pression de manipulation de la tige de verrou inférieure
(380u), bloque directement ou indirectement le dispositif de raccordement de tige
de verrou inférieure (38u),
caractérisé en ce que
l'élément de blocage peut être déplacé par la transmission de serrure vers sa position
de déblocage et par la force de gravité vers sa position de blocage.
8. Dispositif de serrure de battant passif selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
l'élément de blocage est conçu comme un levier de blocage (39p) qui est logé de manière
pivotante dans un palier fixe dans le boîtier de serrure (30a) du dispositif de serrure
de battant passif ou est conçu comme un curseur de blocage qui est logé de manière
coulissante dans un dispositif de guidage fixe dans le boîtier de serrure.
9. Dispositif de serrure de battant passif selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
l'élément de blocage (39p) est sollicité par la force de gravité dans la direction
de blocage et interagit avec un taquet d'entraînement (39s) solidaire avec un élément
de transmission de la transmission de serrure, de façon à ce que le levier de blocage
(39p) tourne, à l'encontre de la force de gravité, dans la direction de déblocage,
lorsque l'élément de transmission, de préférence le curseur de transmission (36),
de la transmission de serrure, est déplacé dans la direction de déverrouillage.
10. Dispositif de serrure de battant passif selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
l'élément de blocage (39p) interagit directement ou indirectement avec un taquet d'entraînement
solidaire avec le curseur de transmission de la transmission de serrure.
11. Dispositif de serrure de battant passif selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
la transmission de serrure comprend un élément de transmission qui est conçu comme
un curseur de transmission (36) qui est relié, à une de ses extrémités, avec le dispositif
de raccordement de tige de verrou inférieure (38u) et, à son autre extrémité, avec
le dispositif de raccordement de tige de verrou supérieure (38o), au moins à la manière
d'une transmission et
entre le curseur de transmission (36) et le dispositif de raccordement de tige de
verrou supérieure (38o), est connectée une transmission inversant le sens du déplacement
ou
entre le curseur de transmission (36) et le dispositif de raccordement de tige de
verrou inférieure (38u), est connectée une transmission inversant le sens du déplacement.