[0001] Die Erfindung betrifft eine Gebinderücknahmeeinrichtung nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Betreiben einer Gebinderücknahmeeinrichtung.
[0002] Eine derartige Gebinderücknahmeeinrichtung umfasst einen Annahmeautomaten zum Annehmen
mindestens eines Gebindes, mindestens ein Hintergrundgerät zum Verarbeiten des mindestens
einen Gebindes und ein Fördersystem zum Fördern des mindestens einen Gebindes vom
Annahmeautomaten in eine Förderrichtung zu dem mindestens einen Hintergrundgerät.
[0003] Bei Gebinden der hier in Rede stehenden Art kann es sich beispielsweise um Glas-
oder Plastikflaschen, Dosen oder andere Behälter von Flüssigkeiten oder festen Stoffen
handeln.
[0004] Derartige Gebinderücknahmeeinrichtungen kommen beispielsweise in der Umgebung eines
Supermarktes zum Einsatz und dienen insbesondere zur Rücknahme von Gebinden im Rahmen
eines Pfandsystems. An einem Annahmeautomaten kann ein Kunde hierbei Gebinde beispielsweise
gegen Ausgabe eines Pfandbons abgeben. Die Gebinde werden von dem Annahmeautomaten
mittels des Fördersystems hin zu einem Hintergrundgerät geführt, wobei mehrere Hintergrundgeräte
zum Beispiel in Form von Sammelbehältern, Kompaktiervorrichtungen zum Kompaktieren
von Einweggebinden wie Plastikflaschen oder Dosen, Sortierstrecken, Sammelstellen
oder dergleichen vorhanden sein können.
[0005] Bei solchen Gebinderücknahmeeinrichtungen kann es vorkommen, dass sich die Arbeitsgeschwindigkeiten
des Annahmeautomaten und des einen oder der mehreren Hintergrundgeräte unterscheiden.
Ist die Annahmegeschwindigkeit, mit der Gebinde an einem Annahmeautomaten angenommen
werden, beispielsweise größer als die Kompaktiergeschwindigkeit an einem nachgeschalteten
Kompaktierer zum Kompaktieren von Einweggebinden, so kann es vor dem Kompaktierer
zu einem Gebindestau kommen, infolgedessen eine Störung der Gebinderücknahmeeinrichtung
auftreten kann.
[0006] Die Gefahr solcher Störungen ergibt sich insbesondere, weil häufig ein Annahmeautomat
und ein oder mehrere Hintergrundgeräte von unterschiedlichen Herstellern stammen und
somit in ihrer Betriebsweise nicht exakt aufeinander abgestimmt sind.
[0007] Es besteht somit ein Bedürfnis für eine Gebinderücknahmeeinrichtung, bei der eine
besondere Anpassung von einem Annahmeautomaten und einem oder mehreren Hintergrundgeräten
aufeinander nicht erforderlich ist und die trotzdem einen robusten, störungsunanfälligen
Betrieb gewährleistet.
[0008] Aus der
DE 23 49 608 C3 ist eine Vorrichtung zum Ausrichten von Behältern mit einer Drehscheibe bekannt,
die eine Anzahl von oben und seitlich offenen Taschen zur Aufnahme der Behälter aufweist.
Mittels der Vorrichtungen können Behälter unabhängig von ihrer ursprünglichen Ausrichtung
aufgestellt und hin zu einem Förderband gefördert werden.
[0009] Bei einer aus der
DE 100 55 207 A1 bekannten Gebinderücknahmeeinrichtung ist eine Wendeeinheit vorgesehen, die ein Gebinde
unmittelbar oder bei falscher Orientierung erst nach einem Wenden um 180°durchlässt.
[0010] Zudem sind unterschiedliche Formen von Sortiereinrichtungen aus der
DE 10 2009 011 716 A1 und
EP 2 163 315 B1 bekannt, bei denen durch Verstellen eines Sortierelements eine Sortierung von Flaschengebinden
erfolgt.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Gebinderücknahmeeinrichtung und ein
Verfahren zum Betreiben einer Gebinderücknahmeeinrichtung zur Verfügung zu stellen,
die eine Förderung von Gebinden von einem Annahmeautomaten zu einem oder mehreren
Hintergrundgeräten und Verarbeitung der Gebinde in robuster und störungsunanfälliger
Weise ohne besondere Abstimmung von Annahmeautomat und Hintergrundgeräten aufeinander
ermöglichen.
[0012] Diese Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0013] Demnach ist bei einer Gebinderücknahmeeinrichtung zusätzlich eine Verteileinrichtung
vorgesehen, die in Förderrichtung zwischen dem Annahmeautomat und dem mindestens einem
Hintergrundgerät an dem Fördersystem angeordnet ist und
- eine Einlassöffnung zum Einlassen des mindestens einen Gebindes,
- ein um eine Drehachse drehbares Magazin mit einer Mehrzahl von Segmenten zum Aufnehmen
des mindestens einen Gebindes und
- mindestens eine steuerbare Auswerfeinrichtung zum Auswerfen des mindestens einen Gebindes
in Abhängigkeit von einer Drehposition des Magazins aufweist.
[0014] Die vorliegende Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass ein robuster und störungsunanfälliger
Betrieb einer Gebinderücknahmeeinrichtung durch eine Einrichtung zum zumindest teilweisen
Puffern von durch den Annahmeautomaten angenommenen und mittels des Fördersystems
hin zu dem mindestens einem Hintergrundgerät geförderten Gebinden erreicht werden
kann. Die erfindungsgemäß bereitgestellte Verteileinrichtung weist hierzu ein um eine
Drehachse drehbares Magazin auf, das nach Art eines Trommelmagazins eine Mehrzahl
von Segmenten zum Aufnehmen von Gebinden aufweist. Im Betrieb wird das Magazin um
seine Drehachse gedreht, und mittels des Fördersystems von dem Annahmeautomaten zu
der Verteileinrichtung geförderte Gebinde werden durch die Einlassöffnung in das Magazin
eingeführt, so dass die Gebinde in den Segmenten des Magazins gefördert werden. Die
Gebinde werden über eine Auswerfeinrichtung ausgeworfen und hin zu einem Hintergrundgerät
geführt, wobei unterschiedliche Auswerfeinrichtungen zum Auswerfen unterschiedlicher
Gebinde vorgesehen sein können.
[0015] Jedes Segment ist vorteilhafterweise zum Aufnehmen genau eines Gebindes ausgestaltet
und in seiner Größe und Form entsprechend angepasst. Die Anzahl der Segmente kann
hierbei in Abhängigkeit von der gewünschten Pufferwirkung gewählt werden, wobei generell
gilt, dass die Pufferwirkung umso größer ist, je mehr Segmente das Magazin aufweist.
[0016] Durch Verwendung einer zwischen den Annahmeautomaten und ein oder mehrere Hintergrundgeräte
geschalteten Verteileinrichtung ist es möglich, den Annahmeautomaten mit einer größeren
Geschwindigkeit zu betreiben als die Hintergrundgeräte. So können Gebinde mit einer
vergleichsweise großen Annahmegeschwindigkeit an dem Annahmeautomaten angenommen werden,
ohne dass dies zu einem Stau oder Überlauf an einem Hintergrundgerät führt, weil Gebinde
an der Verteileinrichtung gepuffert werden können, bevor sie an ein Hintergrundgerät
weitergefördert werden. Der Annahmeautomat kann somit mit einer größeren Annahmegeschwindigkeit
betrieben werden, was den Annahmeprozess für einen Kunden beschleunigt.
[0017] Durch Zwischenschaltung der Verteileinrichtung wird zudem ohne Weiteres möglich,
einen Annahmeautomaten eines Herstellers mit Hintergrundgeräten eines anderen Herstellers
zu kombinieren, ohne dass eine besondere Abstimmung von Annahmeautomat und Hintergrundgeräten
aufeinander erforderlich ist.
[0018] Die mindestens eine steuerbare Auswerfeinrichtung kann beispielsweise durch mindestens
eine in Abhängigkeit von der Drehposition des Magazins zu öffnende oder zu schließende
Klappeneinrichtung ausgebildet sein. Die Klappeneinrichtung weist eine oder mehrere
Klappen auf, die geöffnet werden können, um ein Gebinde aus dem Magazin auszuwerfen
und hin zu einem nachgeschalteten Hintergrundgerät zu führen.
[0019] Weist die Gebinderücknahmeeinrichtung mehrere Hintergrundgeräte auf oder ist sie
zumindest für einen möglichen Einsatz mit mehreren Hintergrundgeräten konfiguriert,
so weist die Verteileinrichtung vorzugsweise mehrere Auswerfeinrichtungen auf, wobei
jedem Hintergrundgerät eine Auswerfeinrichtung der Verteileinrichtung zugeordnet ist.
Die Auswerfeinrichtungen werden hierbei vorteilhafterweise über eine Steuereinrichtung
zum Steuern in Abhängigkeit von der Drehposition des Magazins gesteuert, wobei die
Steuereinrichtung vorteilhafterweise als zusätzlichen Steuerparameter den Gebindetyp
eines Gebindes berücksichtigt und die Auswerfeinrichtungen in Abhängigkeit von der
Drehposition des Magazins und des Gebindetyps des in einem Segment befindlichen Gebindes
ansteuert.
[0020] Diesem liegt der Gedanke zugrunde, dass an einer Gebinderücknahmeeinrichtung dieser
Art unterschiedliche Gebinde, beispielsweise Einwegplastikflaschen wie transparente
oder farbige PET-Flaschen, Mehrwegplastikflaschen, Mehrwegglasflaschen, Getränkedosen
oder andere Behältnisse angenommen werden sollen, die mittels unterschiedlicher Hintergrundgeräte,
zum Beispiel Sortiereinheiten, Sammelstellen, Aufbewahrungsbehältern oder Kompaktiervorrichtungen,
zu verarbeiten sind. So werden beispielsweise Einwegplastikflaschen, zum Beispiel
PET-Flaschen, Kompaktiervorrichtungen zugeführt, die durch Volumenreduktion eine Kompaktierung
solcher Plastikflaschen bewirken, wobei vorteilhafterweise vor der Kompaktierung eine
Trennung nach transparenten und farbigen Flaschen erfolgt, um die kompaktierten Gebinde
in Abhängigkeit von ihren Eigenschaften in unterschiedlichen Behältern lagern und
beispielsweise einem Recycling zuführen zu können.
[0021] Aus diesem Grund weist die Verteileinrichtung vorteilhafterweise mehrere Auswerfeinrichtungen
auf, wobei jede Auswerfeinrichtung einem Hintergrundgerät zugeordnet ist und somit
mittels der Verteileinrichtung hinsichtlich ihres Gebindetyps unterschiedliche Gebinde
unterschiedlichen Hintergrundgeräten zugeführt werden können. Die Verteileinrichtung
dient somit auch als Sortiereinheit zum Sortieren von Gebinden und ermöglicht die
Sortierung an einer zentralen Stelle durch eine räumlich kompakte Einrichtung in einfacher,
mechanisch robuster Weise.
[0022] Vorteilhafterweise ist eine Sensoreinrichtung zum Detektieren der Drehposition des
Magazins vorgesehen. Mittels der Sensoreinrichtung kann somit erkannt werden, wann
das Magazin beim Drehen im Betrieb eine bestimmte Position erreicht hat, um in Abhängigkeit
von der Position eine Auswerfeinrichtung zum Auswerfen eines in einem bestimmten Segments
angeordneten Gebindes zu betätigen.
[0023] Eine solche Sensoreinrichtung kann auf unterschiedliche Weise verwirklicht werden.
So kann beispielsweise mittels Hall-Sensoren oder dergleichen die Drehung des Magazins
erfasst werden, um anhand der Drehung die Position zu ermitteln, beispielsweise indem
Signalpulse von Hall-Sensoren gezählt werden. Oder es kann eine Kodierscheibe vorgesehen
sein, anhand derer auf eindeutige Weise zu jedem Zeitpunkt die aktuelle Drehposition
des Magazins detektiert werden kann. Denkbar sind auch Reflektionssensoren, die z.B.
mit infrarotem Licht arbeiten und ggf. mit einem Schrittzähler gekoppelt sind.
[0024] Zudem weist die Gebinderücknahmeeinrichtung vorteilhafterweise eine Erkennungseinrichtung
zum Erkennen eines Gebindetyps eines Gebindes auf. Eine solche Erkennungseinrichtung
kann Bestandteil des Annahmeautomaten sein und dient dazu, zu erfassen, ob es sich
beispielsweise um eine Einwegflasche oder eine Mehrwegflasche handelt, welche Farbe
eine Einwegplastikflasche aufweist, ob eine Getränkedose vorliegt oder ob die Gebinde
andere besondere Eigenschaften aufweisen, anhand derer das Gebinde einem bestimmten,
nachgeschalteten Hintergrundgerät zuzuführen ist. Unter dem "Gebindetyp" eines Gebindes
wird in diesem Zusammenhang eine Eigenschaft eines Gebindes verstanden, anhand derer
eine Unterscheidung von anderen Gebinden im Rahmen der Verarbeitung durch die Gebinderücknahmeeinrichtung
vorzunehmen ist, beispielsweise um die Gebinde unterschiedlichen nachgeschalteten
Hintergrundgeräten zuzuführen. So können beispielsweise Mehrwegglasflaschen einer
nachgeschalteten Sammelstelle zum Sammeln zugeführt werden, während Einwegplastikflaschen
einer oder mehreren Kompaktiervorrichtungen zum Kompaktieren zuzuführen sind.
[0025] Das Fördersystem ist ausgebildet, das an der mindestens einen Auswerfeinrichtung
ausgeworfene, mindestens eine Gebinde hin zu dem mindestens einen Hintergrundgerät
zu fördern. Jeder Auswerfeinrichtung ist hierbei beispielsweise eine Rutsche zugeordnet,
über die ein ausgeworfenes Gebinde unter Wirkung der Schwerkraft gleitend hin zu einem
zugeordneten Hintergrundgerät oder einem Förderabschnitt des Fördersystems geleitet
wird. Im Betrieb wird ein Gebinde somit mittels einer Auswerfeinrichtung ausgeworfen
und gelangt auf eine Rutsche, über die das Gebinde direkt hin zu einem Hintergrundgerät
rutscht oder zunächst auf einen weiteren Förderabschnitt gelangt, über den das Gebinde
dann hin zu einem Hintergrundgerät gefördert wird.
[0026] Das Magazin weist im Querschnitt vorzugsweise eine im Wesentlichen kreisförmige Außenkontur
auf. Die Segmente sind hierbei durch Kreissektoren gebildet, die durch radial erstreckte
Wandungen begrenzt sind. Im Betrieb wird das Magazin um seine Drehachse verdreht,
wobei mittels der Einlassöffnung Gebinde sukzessive in die Segmente eingeführt werden
und mittels der einen oder der mehreren Auswerfeinrichtungen ausgeworfen werden, sobald
das Magazin die dem jeweiligen Gebindetyp zugeordnete Drehposition zum Fördern hin
zu dem zugeordneten Hintergrundgerät erreicht hat.
[0027] Die Einlassöffnung dient zum Einleiten der Gebinde in die Segmente des Magazins,
wobei die Einlassöffnung die Gebinde derart vereinzelt, dass in ein Segment immer
gerade ein Gebinde eingeführt wird. Die Einlassöffnung ist in einer konkreten Ausgestaltung
an einem Gehäuse angeordnet, das das Magazin umfänglich um die Drehachse zumindest
abschnittsweise umgibt, wobei die Gebinde von dem Annahmeautomaten über einen Förderabschnitt
des Fördersystems hin zu der Einlassöffnung geleitet und über die Einlassöffnung einzeln
in das Magazin eingelassen werden.
[0028] Das Magazin weist eine Oberseite und eine axial entlang der Drehachse zur Oberseite
versetzte Unterseite auf, wobei die Auswerfeinrichtung vorteilhafterweise an der Unterseite
des Magazins angeordnet ist, so dass die Gebinde nach unten aus dem Magazin ausgeworfen
werden. Dies hat den Vorteil, dass keine besonderen Fördereinrichtungen vorgesehen
sein müssen, um die Gebinde aus dem Magazin heraus zu fördern. Bei Betätigung einer
Auswerfeinrichtung gelangt ein Gebinde allein aufgrund der Schwerkraftwirkung aus
dem Segment und fällt beispielsweise auf eine unterhalb der Auswerfeinrichtung angeordnete
Rutsche zum Fördern des Gebindes hin zu einem zugeordneten Hintergrundgerät.
[0029] Die Verteileinrichtung ist vorzugsweise ausgebildet, das Magazin im Betrieb der Gebinderücknahmeeinrichtung
mit konstanter Drehgeschwindigkeit zu drehen, wobei die Drehgeschwindigkeit des Magazins
unabhängig ist von der Annahmegeschwindigkeit, mit der Gebinde an dem Annahmeautomaten
angenommen werden. In Abhängigkeit von der (konstanten) Drehgeschwindigkeit des Magazins
werden Gebinde sukzessive in die Segmente des Magazins eingeleitet und sukzessive
über die Auswerfeinrichtungen wieder ausgeworfen, wobei durch das Magazin eine Pufferwirkung
erreicht wird und beispielsweise auch vorgesehen sein kann, ein Gebinde über eine
Auswerfeinrichtung nur dann auszuwerfen, wenn die Förderrate von Gebinden hin zu einem
zugeordneten Hintergrundgerät eine maximale Verarbeitungsgeschwindigkeit dieses Hintergrundgeräts
nicht übersteigt. Auf diese Weise kann die Förderrate hin zu einem Hintergrundgerät
reguliert werden, beispielsweise indem eine einem Hintergrundgerät zugeordnete Auswerfeinrichtung
nicht jedes Mal, wenn das Magazin die zugeordnete Drehposition erreicht hat, betätigt
wird, sondern nur dann, wenn eine maximale Förderrate nicht überschritten wird.
[0030] Zum Antreiben des Magazins weist die Verteileinrichtung eine Antriebsvorrichtung
auf, die vorteilhafterweise entlang der Drehachse versetzt, beispielsweise unterhalb
des Magazins angeordnet ist. Durch eine versetzte Anordnung der Antriebsvorrichtung
wird ein einfacher Zugriff auf die Antriebsvorrichtung zum Zwecke der Wartung oder
Reinigung möglich, so dass insbesondere ein Ausbau des Magazins nicht erforderlich
ist, um auf die Antriebsvorrichtung zuzugreifen.
[0031] Die Erfindung wird auch durch ein Verfahren zum Betreiben einer Gebinderücknahmeeinrichtung
gelöst, bei dem
- mindestens ein Gebinde an einem Annahmeautomaten angenommen wird,
- mindestens ein Hintergrundgerät das mindestens eine Gebinde verarbeitet und
- ein Fördersystem das mindestens eine Gebinde vom Annahmeautomaten in eine Förderrichtung
zu dem mindestens einen Hintergrundgerät fördert.
[0032] Dabei ist vorgesehen, dass eine Verteileinrichtung in Förderrichtung zwischen dem
Annahmeautomat und dem mindestens einen Hintergrundgerät an dem Fördersystem angeordnet
ist, wobei
- das mindestens eine Gebinde an einer Einlassöffnung der Verteileinrichtung eingelassen
wird,
- ein Magazin der Verteileinrichtung mit einer Mehrzahl von Segmenten sich um eine Drehachse
dreht und das mindestens eine Gebinde aufnimmt und
- mindestens eine steuerbare Auswerfeinrichtung der Verteileinrichtung das mindestens
eine Gebinde in Abhängigkeit von einer Drehposition des Magazins auswirft.
[0033] Die vorangehend für die Gebinderücknahmeeinrichtung beschriebenen Vorteile und vorteilhaften
Ausgestaltungen sind analog auch auf das anspruchsgemäße Verfahren übertragbar, so
dass auf vorangehend Ausgeführte verwiesen werden soll.
[0034] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke soll nachfolgend anhand der in den Figuren
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer Gebinderücknahmeeinrichtung mit einem Annahmeautomaten,
der über ein Fördersystem mit unterschiedlichen Hintergrundgeräten verbunden ist;
- Fig. 2
- eine Ansicht einer Verteileinrichtung;
- Fig. 3A
- eine schematische Seitenansicht der Verteileinrichtung; und
- Fig. 3B
- eine schematische Draufsicht auf die Verteileinrichtung.
[0035] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Ansicht eine Gebinderücknahmeeinrichtung 1, die
einen Annahmeautomaten 2, ein Fördersystem 5 und unterschiedliche Hintergrundgeräte
3 aufweist.
[0036] Der Annahmeautomat 2 ist in an sich bekannter Weise ausgestaltet, Gebinde, wie zum
Beispiel Einwegkunststoffflaschen, Mehrwegkunststoffflaschen, Glasflaschen oder Dosen
von einem Kunden gegen Ausgabe zum Beispiel eines Pfandbons anzunehmen. Von dem Annahmeautomaten
2 werden die Gebinde in eine Förderrichtung F über das Fördersystem 5 hin zu unterschiedlichen
Hintergrundgeräten 3 geleitet, wobei unterschiedliche Gebinde zu unterschiedlichen
Hintergrundgeräten 3 gefördert werden können.
[0037] Beispielsweise kann eine Einwegkunststoffflasche, beispielsweise eine PET-Flasche,
zu einem Hintergrundgerät 3 in Form einer Kompaktierungsvorrichtung zum Kompaktieren
von Gebinden durch Volumenreduktion geleitet werden, wobei vorgesehen sein kann, zum
Beispiel unterschiedlich farbige Einwegkunststoffflaschen unterschiedlichen Kompaktierungsvorrichtungen
zuzuführen, um nach ihrer Farbe sortierte, kompaktierte Gebinde zu erhalten. Mehrwegflaschen
können beispielsweise zu einem Hintergrundgerät 3 in Form einer Sammelstelle oder
einem Sammelbehälter oder einer Sortierstrecke geleitet werden.
[0038] Grundsätzlich können beliebige Hintergrundgeräte 3, die der Weiterverarbeitung von
an dem Annahmeautomaten 2 angenommener Gebinde dienen, dem Annahmeautomaten 2 nachgeordnet
werden. Durch das Bereitstellen eines Annahmeautomaten 2 zum Annehmen von Gebinden
einerseits und von Hintergrundgeräten 3 zum Weiterverarbeiten der Gebinde, zum Beispiel
zum Sortieren, Sammeln oder Kompaktieren der Gebinde, andererseits wird dabei eine
modulare Trennung der funktionalen Einheiten der Gebinderücknahmeeinrichtung 1 geschaffen:
An dem Annahmeautomaten 2 werden die Gebinde angenommen, und an den Hintergrundgeräten
3 erfolgt die Verarbeitung der angenommenen Gebinde, so dass die Gebinde - beispielsweise
bei Aufstellung der Gebinderücknahmeeinrichtung 1 in einer Supermarktumgebung - in
einfacher Weise für ein Recycling oder zur Wiederverwendung abtransportiert werden
können.
[0039] Zur Verbindung des Annahmeautomaten 2 und der Hintergrundgeräte 3 dient das Fördersystem
5, das aus einzelnen Förderabschnitten 50 bis 54, beispielsweise Förderbändern oder
Rutschen aufgebaut ist und an dem eine Verteileinrichtung 4 zum Verteilen der unterschiedlichen
Gebinde auf die unterschiedlichen Hintergrundgeräte 3 angeordnet ist.
[0040] Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Verteileinrichtung 4 ist in Fig. 2 und 3A,
3B dargestellt. Die Verteileinrichtung 4 weist ein um eine Drehachse D drehbar in
einem Gehäuse 41 angeordnetes Magazin 40 auf, das eine Mehrzahl von Segmenten 400
in Form von durch radial erstreckte Wandungen 401 begrenzten Kreissektoren aufweist.
[0041] Die Verteileinrichtung 4 steht einerseits mit einem Förderabschnitt 50 in Verbindung,
der den Annahmeautomaten 2 mit der Verteileinrichtung 4 verbindet. Andererseits schließen
an die Verteileinrichtung 4 Förderabschnitte 51 bis 54 an, die von der Verteileinrichtung
4 hin zu unterschiedlichen Hintergrundgeräten 3 führen.
[0042] Über den Förderabschnitt 50 werden Gebinde G von dem Annahmeautomaten 2 hin zu der
Verteileinrichtung 4 geleitet, wobei an dem Gehäuse 41 eine Einlassöffnung 410 ausgebildet
ist, durch die und durch eine Öffnung 402 an der äußeren Mantelfläche des Magazins
40 hindurch jeweils ein Gebinde G in ein Segment 400 des Magazins 40 geführt werden
kann, so dass im Betrieb der Gebinderücknahmeeinrichtung 1 Gebinde G in vereinzelter
Weise in die Segmente 400 gefördert werden.
[0043] Jedes Segment 400 ist hierbei zum Aufnehmen von genau einem Gebinde G ausgestaltet.
Durch eine Drehbewegung S um die Drehachse D im Betrieb der Verteileinrichtung 4 fördert
das Magazin 40 auf diese Weise in seinen Segmenten 400 Gebinde G in vereinzelter Form.
[0044] Das Magazin ist, betrachtet axial entlang der Drehachse D, an seiner Oberseite O
(siehe Fig. 3A) und an seiner Unterseite U offen. An einer der Unterseite U des Magazins
40 zugeordneten Bodenfläche des Gehäuses 41 sind unterschiedliche Auswerfeinrichtungen
44 in Form von Klappeneinrichtungen angeordnet, über die Gebinde G aus dem Magazin
40 ausgeworfen werden können. Je einem Förderabschnitt 51 bis 54 ist hierbei eine
Auswerfeinrichtung 44 zugeordnet, so dass mittels der zugeordneten Auswerfeinrichtung
44 ein Gebinde G auf eine Rutsche 510 bis 540 ausgeworfen werden kann und dann über
die Rutsche 510 bis 540 auf den Förderabschnitt 51 bis 54 gelangt. Über den Förderabschnitt
51 bis 54 wird das Gebinde G hin zu einem bestimmten Hintergrundgerät 3 geführt, um
an den Hintergrundgerät 3 in geeigneter Weise weiterverarbeitet zu werden.
[0045] Im Betrieb wird das Magazin 40 mit konstanter Drehgeschwindigkeit um seine Drehachse
D, angetrieben durch eine Antriebsvorrichtung 6 (siehe Fig. 3A), verdreht. Über den
Förderabschnitt 50 werden Gebinde G in das Magazin 40 eingeleitet, wobei je ein Segment
400 ein Gebinde G aufnimmt. Abhängig vom Gebindetyp, also abhängig davon, ob es sich
bei dem Gebinde G um zum Beispiel eine Mehrwegglasflasche, eine Mehrwegkunststoffflasche,
eine (farbige oder transparente) Einwegkunststoffflasche oder eine Dose handelt, wird
das Gebinde G in einem Segment 400 nun so lange in dem Magazin 40 gefördert, bis eine
Auswerfeinrichtung 44 erreicht ist, die dem Hintergrundgerät 3 zugeordnet ist, zu
dem das Gebinde G dieses Gebindetyps geleitet werden soll. Ist die Auswerfeinrichtung
44 erreicht, so wird die Auswerfeinrichtung 44 durch Öffnen von Klappen betätigt,
so dass das Gebinde G aus dem Magazin 40 auf die der Auswerfeinrichtung 44 zugeordnete
Rutsche 510 bis 540 fällt und über den daran anschließenden Förderabschnitt 51 bis
54 hin zu dem Hintergrundgerät 3 geleitet wird.
[0046] Die Verteileinrichtung 4 weist eine Sensoreinrichtung 43 auf, anhand derer die Drehposition
des Magazins 40 detektiert werden kann, so dass anhand der Drehposition des Magazins
40 die Auswerfeinrichtungen 44 in geeigneter Weise betätigt werden können.
[0047] Die Verteileinrichtung 4 weist zudem eine Erkennungseinrichtung 45 zum Erkennen eines
Gebindetyps eines Gebindes G auf. Die Erkennungseinrichtung 45 kann unmittelbar im
Bereich des Magazins 40 angeordnet sein, um zu erkennen, was für Gebinde G in den
einzelnen Segmenten 400 vorhanden sind. Die Erkennungseinrichtung 45 kann aber auch
Bestandteil zum Beispiel des Annahmeautomaten 2 sein, an dem eine Erkennung ohnehin
stattfindet, um beispielsweise in Abhängigkeit von einem Gebindetyp einen passenden
Pfand zu erstatten.
[0048] Mittels der Erkennungseinrichtung 45 wird ermittelt, welchen Gebindetyp ein Gebinde
G in einem Segment 400 aufweist. Mittels der Sensoreinrichtung 43 kann dann detektiert
werden, wann ein Segment 400 eine zugeordnete Auswerfeinrichtung 44 erreicht hat,
so dass, gesteuert durch eine Steuereinrichtung 42 (siehe Fig. 3B), die Auswerfeinrichtung
44 in geeigneter Weise betätigt werden kann.
[0049] Die Verteileinrichtung 4 dient zum einen zum Sortieren und Verteilen von Gebinden
G auf die unterschiedlichen Hintergrundgeräte 3. Zum anderen dient die Verteileinrichtung
4 als Puffer zum Zwischenspeichern der Gebinde G dadurch, dass eine Vielzahl von Gebinden
G in die einzelnen Segmente 400 des Magazins 40 aufgenommen werden kann. Die Drehgeschwindigkeit
des Magazins 40 um seine Drehachse D ist hierbei vorteilhafterweise unabhängig von
der Annahmegeschwindigkeit von Gebinden G an dem Annahmeautomaten 2. Mittels der Verteileinrichtung
4 kann die Förderrate von Gebinden G hin zu den einzelnen Hintergrundgeräten 3 derart
reguliert werden, dass die Förderrate von Gebinden G hin zu den einzelnen Hintergrundgeräten
3 eine maximal mögliche Verarbeitungsgeschwindigkeit der einzelnen Hintergrundgeräte
3 nicht übersteigt.
[0050] Aufgrund der puffernden Wirkung der Verteileinrichtung 4 wird möglich, den Annahmeautomaten
2 mit vergleichsweise großer Annahmegeschwindigkeit unabhängig von einer gegebenenfalls
kleineren Verarbeitungsgeschwindigkeit an den Hintergrundgeräten 3 zu betreiben. Dies
kann insbesondere dann vorteilhaft sein, wenn der Annahmeautomat 2 und die Hintergrundgeräte
3 von unterschiedlichen Herstellern stammen und in ihrer Betriebsweise somit nicht
exakt aufeinander abgestimmt sind. Es ergibt sich ein robuster, zuverlässiger Betrieb
der Gebinderücknahmeeinrichtung 1, unabhängig von der Konfiguration des Annahmeautomaten
2 und der Hintergrundgeräte 3.
[0051] Die puffernde Wirkung der Verteileinrichtung 4 hängt unter anderem ab von der Anzahl
der Segmente 400 des Magazins 40. Soll ein großer Puffer geschaffen werden, so kann
die Anzahl der Segmente 400 groß gewählt werden, um die Möglichkeit zur Zwischenspeicherung
vieler Gebinde G in dem Magazin 40 zu schaffen.
[0052] Mittels der Verteileinrichtung 4 wird ein Verteiler geschaffen, der gleichzeitig
eine puffernde Wirkung hat und in kompakter Weise aufgebaut sein kann. Die Verteileinrichtung
4 ermöglicht insbesondere eine Verteilung von Gebinden G an unterschiedliche Hintergrundgeräte
3 an einer zentralen Stelle, so dass weitere Sortiereinheiten an dem Fördersystem
5 nicht erforderlich sind.
[0053] Das Magazin 40 wird durch eine Antriebsvorrichtung 6 angetrieben, die vorteilhafterweise,
wie in Fig. 3A dargestellt, unterseitig des Magazins 40 angeordnet ist. Die axial
versetzte Anordnung der Antriebsvorrichtung 6 relativ zu dem Magazin 40 ermöglicht
einen einfachen Zugriff auf die Antriebsvorrichtung 6 zum Zwecke der Reinigung und
Wartung, ohne dass hierfür das Magazin 40 demontiert werden muss. Der der Erfindung
zugrundeliegende Gedanke ist nicht auf die vorangehend geschilderten Ausführungsbeispiele
beschränkt, sondern lässt sich auch bei gänzlich anders gearteten Ausführungsformen
verwirklichen.
[0054] Insbesondere sind andere Ausgestaltungen von Auswerfeinrichtungen denkbar, die nicht
notwendigerweise ein Auswerfen von Gebinden aus dem Magazin nach unten bewirken müssen,
sondern stattdessen Gebinde in radialer Richtung auswerfen können.
[0055] Die Auswerfeinrichtungen müssen nicht notwendigerweise durch Klappeneinrichtungen
verwirklicht sein, sondern können durch beliebige andere Verschlussvorrichtungen oder
auch Fördereinrichtungen zum Fördern aus den einzelnen Segmenten des Magazins ausgebildet
sein.
[0056] Auch die Einlassöffnungen müssen nicht notwendigerweise an einer umfänglichen Mantelfläche
eines Gehäuses angeordnet sein. Denkbar ist auch eine Zuführung von Gebinden in das
Magazin von der Oberseite her, wobei an den Einlassöffnungen auch geeignete Verschlussvorrichtungen
zum gesteuerten Einlassen von Gebinden angeordnet sein können.
[0057] Zudem kann der Verteileinrichtung ein Puffer vorgeschaltet sein, beispielsweise ein
Behälter, in den hinein Gebinde von dem Annahmeautomaten gefördert werden. Aus dem
vorgeschalteten Puffer können dann Gebinde in vereinzelter Form in die Segmente des
Magazins eingeleitet werden, um mittels der Verteileinrichtung verteilt zu werden.
[0058] Möglich ist auch, an einem Fördersystem mehrere Verteileinrichtungen der vorangehend
geschilderten Art anzuordnen, so dass eine kaskadierte Verteilung und Pufferung ermöglicht
wird.
Bezugszeichenliste
[0059]
- 1
- Gebinderücknahmeeinrichtung
- 2
- Annahmeautomat
- 3
- Hintergrundgeräte
- 4
- Verteileinrichtung
- 40
- Magazin
- 400
- Segment
- 401
- Segmentwand
- 402
- Segmentöffnung
- 41
- Trommelgehäuse
- 410
- Einlassöffnung
- 42
- Steuereinrichtung
- 43
- Sensoreinrichtung
- 44
- Auswerfeinrichtung (Klappeneinrichtung)
- 45
- Erkennungseinrichtung
- 5
- Fördersystem
- 50-54
- Förderabschnitt
- 510-540
- Rutsche
- 6
- Antriebsvorrichtung
- D
- Drehachse
- F
- Förderrichtung
- O
- Oberseite
- S
- Drehbewegung
- U
- Unterseite
1. Gebinderücknahmeeinrichtung, mit
- einem Annahmeautomaten zum Annehmen mindestens eines Gebindes,
- mindestens einem Hintergrundgerät zum Verarbeiten des mindestens einen Gebindes
und
- einem Fördersystem zum Fördern des mindestens einen Gebindes vom Annahmeautomaten
in eine Förderichtung zu dem mindestens einen Hintergrundgerät,
gekennzeichnet durch
eine Verteileinrichtung (4), die in Förderrichtung (F) zwischen dem Annahmeautomaten
(2) und dem mindestens einen Hintergrundgerät (3) an dem Fördersystem (5) angeordnet
ist und
- eine Einlassöffnung (410) zum Einlassen des mindestens einen Gebindes (G),
- ein um eine Drehachse (D) drehbares Magazin (40) mit einer Mehrzahl von Segmenten
(400) zum Aufnehmen des mindestens einen Gebindes (G) und
- mindestens eine steuerbare Auswerfeinrichtung (44) zum Auswerfen des mindestens
einen Gebindes (G) in Abhängigkeit von einer Drehposition des Magazins (40)
aufweist.
2. Gebinderücknahmeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Auswerfeinrichtung durch mindestens eine in Abhängigkeit von
der Drehposition des Magazins (40) zu öffnende oder zu schließende Klappeneinrichtung
(44) ausgebildet ist.
3. Gebinderücknahmeeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gebinderücknahmeeinrichtung (1) mehrere Hintergrundgeräte (3) und die Verteileinrichtung
(4) mehrere Auswerfeinrichtungen (44) aufweist, wobei jedem Hintergrundgerät (3) eine
Auswerfeinrichtung (44) der Verteileinrichtung (4) zugeordnet ist.
4. Gebinderücknahmeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung (42) zum Steuern der mindestens einen Auswerfeinrichtung (44)
in Abhängigkeit von der Drehposition des Magazins (40).
5. Gebinderücknahmeeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (42) ausgebildet ist, die mindestens eine Auswerfeinrichtung
(44) in Abhängigkeit von einem Gebindetyp des mindestens einen Gebindes (G) anzusteuern.
6. Gebinderücknahmeeinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Sensoreinrichtung (43) zum Detektieren der Drehposition des Magazins (40).
7. Gebinderücknahmeeinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Erkennungseinrichtung (45) zum Erkennen eines Gebindetyps des mindestens einen
Gebindes (G).
8. Gebinderücknahmeeinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördersystem (5) ausgebildet ist, das an der mindestens einen Auswerfeinrichtung
(44) ausgeworfene, mindestens eine Gebinde (G) hin zu dem mindestens einen Hintergrundgerät
(3) zu fördern.
9. Gebinderücknahmeeinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass an die mindestens eine Auswerfeinrichtung (44) eine Rutsche (510-540) zum schwerkraftbedingten
Fördern hin zu einem zugeordneten Hintergrundgerät (3) oder einem Förderabschnitt
(51-54) des Fördersystems (5) anschließt.
10. Gebinderücknahmeeinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Magazin (40) im Querschnitt quer zur Drehachse (D) eine im Wesentlichen kreisförmige
Außenkontur und die Segmente (400) jeweils die Form eines durch radial erstreckte
Wandungen (401) begrenzten Kreissektors aufweisen.
11. Gebinderücknahmeeinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlassöffnung (410) an einem das Magazin (40) umfänglich um die Drehachse (D)
zumindest abschnittsweise umgebenden Gehäuse (41) angeordnet ist.
12. Gebinderücknahmeeinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Magazin (40) eine Oberseite (O) und eine axial entlang der Drehachse (D) zur
Oberseite (O) versetzte Unterseite (U) aufweist, wobei die mindestens eine Auswerfeinrichtung
(44) an der Unterseite (U) angeordnet ist.
13. Gebinderücknahmeeinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteileinrichtung (4) ausgebildet ist, im Betrieb der Gebinderücknahmeeinrichtung
(1) das Magazin (40) mit konstanter Drehgeschwindigkeit zu drehen.
14. Gebinderücknahmeeinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Antriebsvorrichtung (6) zum Antreiben des Magazins (4), die entlang der Drehachse
(D) versetzt zu dem Magazin (40) angeordnet ist.
15. Verfahren zum Betreiben einer Gebinderücknahmeeinrichtung, bei dem
- mindestens ein Gebinde an einem Annahmeautomaten angenommen wird,
- mindestens ein Hintergrundgerät das mindestens eine Gebinde verarbeitet und
- ein Fördersystem das mindestens eine Gebinde vom Annahmeautomaten in eine Förderichtung
zu dem mindestens einen Hintergrundgerät fördert,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Verteileinrichtung (4) in Förderrichtung (F) zwischen dem Annahmeautomaten (2)
und dem mindestens einen Hintergrundgerät (3) an dem Fördersystem (5) angeordnet ist,
wobei
- das mindestens eine Gebinde (G) an einer Einlassöffnung (410) der Verteileinrichtung
(4) eingelassen wird,
- ein Magazin (40) der Verteileinrichtung (4) mit einer Mehrzahl von Segmenten (400)
sich um eine Drehachse (D) dreht und das mindestens eine Gebinde (G) aufnimmt und
- mindestens eine steuerbare Auswerfeinrichtung (44) der Verteileinrichtung (4) das
mindestens eine Gebinde (G) in Abhängigkeit von einer Drehposition des Magazins (40)
auswirft.