| (19) |
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(11) |
EP 2 704 956 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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27.02.2019 Patentblatt 2019/09 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.03.2016 Patentblatt 2016/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.04.2012 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/001793 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/150014 (08.11.2012 Gazette 2012/45) |
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| (54) |
PACKUNG FÜR ZIGARETTEN
PACK FOR CIGARETTES
EMBALLAGE POUR CIGARETTES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
05.05.2011 DE 102011100639 22.06.2011 DE 102011105695
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.03.2014 Patentblatt 2014/11 |
| (73) |
Patentinhaber: Focke & Co. (GmbH & Co. KG) |
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27283 Verden (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HEIN, Viktor
27308 Kirchlinteln-Luttum (DE)
- BUSE, Henry
27374 Visselhövede (DE)
- SCHNOOR, Hermann
27308 Kirchlinteln-Luttum (DE)
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| (74) |
Vertreter: Ellberg, Nils |
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Meissner Bolte Patentanwälte
Rechtsanwälte Partnerschaft mbB
Hollerallee 73 28209 Bremen 28209 Bremen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 928 752 DE-A1- 2 408 879 DE-A1- 2 551 427 DE-A1- 4 415 572 DE-U1- 9 410 586 US-A- 1 723 149 US-A- 3 163 349
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CN-Y- 2 880 732 DE-A1- 2 536 606 DE-A1- 3 545 884 DE-T2- 69 400 120 DE-U1- 9 410 586 US-A- 1 723 150
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[0001] Die Erfindung betrifft quaderförmige Packungen aus dünnem Karton oder ähnlichem Verpackungsmaterial
gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bekannt ist eine Zigarettenpackung, die als "halbsteif" bezeichnet ist. Ein Zigarettenblock,
also eine von einem Innenzuschnitt aus Papier oder Stanniol umgebene Zigarettengruppe,
sitzt in einer oben offenen, becherförmigen Außenpackung aus dünnem Karton. Der Zuschnitt
für die Außenpackung ist mit geprägten Faltlinien zur Bildung von Rundkanten oder
Schrägkanten versehen. Faltlappen für eine Bodenwand sind mit Hilfe von Ausstanzungen
als getrennte Einzellappen definiert (
EP 0 633 202 A2).
[0003] Bei der Erfindung geht es um Maßnahmen für eine verbesserte Ausbildung derartiger
oder anderer Packungen, insbesondere mit dem Ziel einer leistungsfähigen, kostengünstigen
Fertigung.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Packung bzw. die Außenpackung
mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 ausgebildet.
[0005] Zuschnitte für die Außenpackung aus dünnem Karton oder anderem faltbaren Verpackungsmaterial
erhöhter Formstabilität können abfallfrei, also ohne Anfall von Stanzstücken oder
Abfallstücken, hergestellt werden, vorzugsweise durch Abtrennen von einer fortlaufenden
Materialbahn. Die Besonderheit besteht in der Ausbildung von Querwänden, also insbesondere
von Bodenwand und/oder Stirnwand. Einerseits ist eine besondere Ausbildung der Faltlappen
vorgesehen, die ein maschinell beherrschbares Falten gewährleistet. Zum anderen ist
insbesondere bei Außenpackungen mit Rundkanten und/oder Schrägkanten durch besondere
Trenn- und Stanzschnitte gewährleistet, dass Zuschnittstücke im Bereich des Übergangs
der Querwand in die Rundkante oder in die Schrägkante beim Faltprozess in eine verdeckte,
innenliegende Stellung gelangen. Hierfür sind im Bereich der Faltlappen der Querwand
linienförmige Stanzungen vorgesehen, bei Rundkanten gerundete und bei Schrägkanten
geradlinige Stanzstücke, die einen vorzugsweise dreieckigen Materialzwickel begrenzen,
der aufgrund von Restverbindungen während der Faltung und danach am Zuschnitt verbleibt.
[0006] Eine weitere Besonderheit ist die Ausbildung der Faltlappen für die Querwand, derart,
dass innenliegende, durch schräggerichtete Faltlinien definierte Faltlappen durch
einen äußeren Decklappen im Wesentlichen vollflächig überdeckt sind.
[0007] Die Außenpackung kann vorteilhafterweise becherförmig ausgebildet sein, also mit
einer oberen offenen Seite. Alternativ kann die Außenpackung als Klappschachtel ausgebildet
sein mit einem durch den einstückigen Zuschnitt definierten Klappdeckel, dessen Stirnwand
vorzugsweise nach den Gestaltungs- und Faltvorgaben der Bodenwand ausgebildet ist.
[0008] Weitere Einzelheiten der Packung sowie der Mittel zum Herstellen derselben werden
nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1:
- eine Packung mit steifem Becher und Rundkanten in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2:
- einen Abschnitt einer Materialbahn zur Herstellung von Zuschnitten für Packungen gemäß
Fig. 1,
- Fig. 3:
- eine veränderte Materialbahn analog Fig. 2,
- Fig. 4:
- einen ungefalteten Zuschnitt für eine Außenpackung der Fig. 1,
- Fig. 5:
- eine Einzelheit V der Fig. 4 in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 6:
- eine Einzelheit VI der Fig. 4 in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 7:
- eine Zwischenstellung bei der Herstellung einer Packung aus einem Zuschnitt gemäß
Fig. 4,
- Fig. 8:
- eine Ansicht entsprechend Pfeil VIII der Fig. 7 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 9:
- eine Seitenansicht der Packung nach einem ersten Faltschritt im Bereich einer Quer-
bzw. Bodenwandung,
- Fig. 10:
- die Faltstellung gemäß Fig. 9 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 11:
- eine Darstellung analog Fig. 9 nach einem weiteren Faltschritt,
- Fig. 12:
- die Faltstellung gemäß Fig. 11 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 13:
- einen Zuschnitt analog zu Fig. 4 für ein anderes Ausführungsbeispiel der Packung,
- Fig. 14:
- eine Einzelheit XIV der Fig. 13 in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 15:
- eine Packung aus einem Zuschnitt gemäß Fig. 13 in einer ersten Faltstellung in Seitenansicht,
- Fig. 16:
- eine Darstellung XVI der Fig. 15 in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 17:
- die Packung in einem weiteren Faltschritt in Seitenansicht analog zu Fig. 15,
- Fig. 18:
- die Packung im Bereich der Quer- bzw. Bodenwand in der Phase der Fertigstellung,
- Fig. 19:
- eine Ansicht einer Querwand bzw. Bodenwand einer Packung der Fig. 1,
- Fig. 20:
- eine Darstellung analog Fig. 19 einer modifizierten Ausführung der Packung,
- Fig. 21:
- einen Zuschnitt für eine (Becher-)Packung mit rechtwinkligen Packungskanten, ohne
erfindungsgemäße Entlastungsschnitte und/oder Stanzungen,
- Fig. 22:
- die Packung aus einem Zuschnitt gemäß Fig. 21 in Ansicht einer Bodenwand bei vergrößertem
Maßstab,
- Fig. 23:
- ein Zuschnitt analog Fig. 4 für eine Packung mit Schrägkanten,
- Fig. 24:
- eine Einzelheit XXIV der Fig. 23 in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 25:
- eine Einzelheit XXV der Fig. 23,
- Fig. 26:
- eine Packung mit Zuschnitt der Fig. 23 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 27:
- die Packung gemäß Fig. 26 in Unteransicht (Bodenwand), bei vergrößertem Maßstab,
- Fig. 28:
- ein Detail bei der Herstellung einer Packung gemäß Fig. 26, Fig. 27, teilweise im
Querschnitt,
- Fig. 29:
- einen Teil-Längsschnitt XXIX-XXIX der Fig. 28,
- Fig. 30:
- einen ausgebreiteten Zuschnitt für eine Packung mit Klappdeckel, ohne erfindungsgemäße
Entlastungsschnitte und/oder Stanzungen,
- Fig. 31:
- eine Packung aus einem Zuschnitt gemäß Fig. 30 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 32:
- die Packung gemäß Fig. 31 bei geöffnetem Deckel.
[0009] Die Packung gemäß Fig. 1 enthält einen quaderförmigen Packungsinhalt, nämlich einen
Zigarettenblock 10, also eine formierte Gruppe von Zigaretten (oder anderen geeigneten
Gegenständen), die von einem Innenzuschnitt 11 aus Papier, Stanniol oder Folie vollständig
umgeben ist. Der Zigarettenblock 10 ist in der Außenpackung 12 angeordnet, die als
Becher ausgebildet ist. Die Abmessungen sind so gewählt, dass ein oberer Endbereich
bzw. eine Stirnfläche des Zigarettenblocks 10 an der offenen Seite der Außenpackung
12 sichtbar ist. Über die freie (Stirn-)Seite erstreckt sich eine Banderole 13.
[0010] Die Außenpackung 12 hat eine erhöhte Steifigkeit bzw. Formstabilität, besteht insbesondere
aus dünnem Karton. Die Festigkeit liegt vorzugsweise unterhalb der des Kartons für
Hartpackungen (200g/m
2 bis 250g/m
2), jedoch oberhalb der Formstabilität des Papiers für Weichbecherpackungen (ca. 100g/m
2). Vorteilhaft ist ein Karton mit 140g/m
2 bis 150g/m
2 für die Außenpackung. Dadurch können auch komplexere Faltungen ermöglicht werden.
[0011] Die Packung bzw. Außenpackung 12 bildet eine Vorderwand 14, eine gegenüberliegende
Rückwand 15, zwischen diesen eine (schmale) Seitenwand 16 und gegenüberliegend eine
Seitenwand 17. Letztere besteht aus zwei Randlappen bzw. Verbindungsstreifen 18, 19
eines Zuschnitts (Fig. 4). Die Verbindungsstreifen 18, 19 überdecken einander mindestens
teilweise zur Bildung der Seitenwand 17 und sind durch Kleben miteinander verbunden.
Die Zuschnitte gemäß Fig. 4, Fig. 13 und Fig. 21 sind demnach in der bevorzugten Gestaltung
nach dem Prinzip des "Querwickelns" ausgebildet mit in Längsrichtung einer Materialbahn
nebeneinander liegenden Packungswänden.
[0012] Eine Querwand der Außenpackung 12, vorliegend eine Bodenwand 20, besteht aus mehreren
Faltlappen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Seitenlappen 21 und 22, jeweils
in Verlängerung der (schmalen) Seitenwände 16, 17. Die Seitenlappen 22 sind doppellagig
ausgebildet, bestehen aus einem äußeren Teillappen 23 in Ergänzung des Verbindungsstreifens
18 und einem inneren Teillappen 24 im Bereich des Verbindungsstreifens 19. Die Seitenlappen
21, 22 liegen aufgrund entsprechenden Faltprozesses (Fig. 7 bis Fig. 12) unmittelbar
am Packungsinhalt - Zigarettenblock 10- an. Ein (innerer) Längslappen 26 ist mit der
Rückwand 15 verbunden und wird etwa gleichzeitig mit den Seitenlappen 21, 22 in die
Ebene der Bodenwand 20 gefaltet. Als äußere Lage dient ein Außenlappen bzw. Decklappen
27, der mit der Vorderwand 14 verbunden ist und die äußere Abdeckung mindestens des
überwiegenden Teils der Bodenwand 20 bildet.
[0013] Die Faltlappen der Querwand, insbesondere der Bodenwand 20, sind Teil eines durchgehenden
Streifens des Zuschnitts (Fig. 4, Fig. 13, Fig. 21), nämlich eines Randstreifens 28.
Dieser erstreckt sich über die volle Abmessung des Zuschnitts quer zu den Packungswänden.
Der Randstreifen 28 ist durch eine (gedachte oder durch Prägen definierte) Faltlinie
29 vom übrigen Teil des Zuschnitts abgegrenzt. Die Breite des Randstreifens 28 entspricht
etwa der Breite der Bodenwand 20. Vorliegend ist jedoch der Randstreifen 28 mit etwas
geringerer Breite ausgebildet als die Bodenwand 20. Der Randstreifen 28 enthält alle
Faltlappen der Bodenwand 20.
[0014] Ein bevorzugtes Gestaltungsmerkmal der Packung ist die Ausbildung von aufrechten
Packungskanten zur Abgrenzung der Packungswände 14, 15, 16, 17 gegeneinander. Bei
den Beispielen gemäß Fig. 4 und Fig. 13 sind diese Packungskanten als Rundkanten 30
ausgebildet. Die etwa viertelkreisförmige Rundung der Packungskanten 30 ist an die
Abmessung (Durchmesser) der Zigaretten angepasst und führt zu einer Packungskontur
gemäß Fig. 19, Fig. 20. Die Rundkanten 30 können jeweils durch eine Anzahl von Prägelinien
bzw. Rillen 31 des Zuschnitts definiert. Mehrere parallele, in geringem Abstand voneinander
angeordnete Rillen 31 bewirken, dass bei der Faltung des Zuschnitts die Rundkanten
30 ausgebildet werden. Die Rillen 31 erstrecken sich etwa über die volle Länge bzw.
Höhe der Packungswände 14..17, also bis zur Faltlinie 29. Bei der Fertigung der (becherförmigen)
Packung 12 unter Einsatz einer bei Weichbecherpackungen üblichen Falt- und Fertigungstechnik
mit Hilfe von Hohldomen, also dünnwandigen Hohlkörpern, auf deren Außenseite die Zuschnitte
gefaltet werden, kann auf die Anbringung von Rillen 31 im Bereich der herzustellenden
Rundkanten (oder Octagonalkanten) verzichtet werden. Die Rundungen werden durch den
Formungsprozess beim Anlegen des Zuschnitts an die Außenseite eines Faltdorns, insbesondere
mit entsprechend gerundeten Kanten, ohne Vorprägung gebildet, so dass korrekt ausgebildete
Rundkanten entstehen.
[0015] Die die Bodenwand 20 bildenden Faltlappen sind an die Packungskanten angepasst. Die
äußere Lage der Bodenwand 20, nämlich der Decklappen 27, ist innerhalb des Randstreifens
28 durch quergerichtete Trennschnitte 32, 33 über die volle Breite des Randstreifens
28 abgegrenzt von den benachbarten Faltlappen, nämlich Seitenlappen 21 und Teillappen
23. Die Trennschnitte 32, 33 sind auf die zugeordneten Packungskanten ausgerichtet,
bei Rundkanten 30 etwa mittig im Bereich der Rundung. Die weiteren Faltlappen der
Bodenwand 20, nämlich Seitenlappen 21, Längslappen 26 und Teillappen 24 bleiben (bei
diesem Ausführungsbeispiel) in einstückiger Verbindung miteinander.
[0016] Der Zuschnitt ist ohne Bildung von freien Materialstücken (Abfallstücke) von einem
Nutzen abgetrennt, insbesondere von einer fortlaufenden Materialbahn 34 (Fig. 2, Fig.
3). Für die Faltung der Bodenwand 20 sind besondere Maßnahmen getroffen. Die Trennschnitte
32, 33 für den Decklappen 27 enden benachbart zur Faltlinie 29 bzw. zu den Rundkanten
30 in einem Bogenschnitt 35, 36. Dieser läuft bis zur (gedachten) Faltlinie 29 (oder
über diese hinaus). Die angrenzenden Faltlappen, nämlich Seitenlappen 21 und Teillappen
23, weisen benachbart zu den Bogenschnitten 35, 36 Rundstanzungen 37, 38 auf. Es handelt
sich dabei um kurze Stanzlinien, die sich von der Faltlinie 29 bis benachbart zum
Bogenschnitt 35, 36 bzw. Trennschnitt 32, 33 erstrecken, jedoch mit geringem Abstand
unter Bildung einer Restverbindung 39 (Fig. 5) enden. Durch die gerundeten Stanzabschnitte
werden im Bereich der Packungskanten bzw. Rundkanten 30 etwa dreieckförmige Materialzwickel
40 geschaffen. Von Bedeutung ist weiterhin ein quergerichteter, (etwa) entlang der
Faltlinie 29 im Bereich des Materialzwickels 40 verlaufender Entlastungsschnitt 41,
der die spannungsfreie Faltung der Faltlappen erleichtert.
[0017] Die im Bereich der Bodenwand 20 innenliegenden und einstückig verbundenen Faltlappen
21, 24, 26 sind voneinander durch konvergierende Faltlinien 42, 43 abgegrenzt. Diese
schräggerichteten, benachbart zur quergerichteten Faltlinie 29 zusammenlaufenden Faltlinien
42, 43 können durch Materialprägung definiert sein. Vorteilhafterweise ist aber die
freie Bildung von Faltkanten entlang dieser Faltlinien 42, 43 beim Falten der Bodenwand
20 aufgrund geeigneter Faltorgane gewährleistet. An den Enden der Faltlinien 42, 43,
nämlich mittig zu den Packungskanten 30, sind bogenförmige Schnitte angebracht, nämlich
Rundstanzungen 44, 45 analog zu den Rundstanzungen 37, 38. Die Stanzungen 37, 38;
44, 45 sind Entlastungsschnitte im Bereich der Rundungen der Bodenwand.
[0018] Bei der Herstellung der (Außen-)Packung aus einem Zuschnitt gemäß Fig. 4 wird so
vorgegangen, dass zunächst eine schlauchförmige Zwischenfaltstellung geschaffen wird
unter Bildung der Rundkanten 30. Die Verbindungsstreifen 18, 19 und die Teillappen
23, 24 werden durch Leim miteinander verbunden, so dass ein geschlossener, beidendig
offener Hohlkörper entsteht (Fig. 8). Sodann werden die Faltlappen der Bodenwand 20
gefaltet. Bei der Darstellung der einzelnen Faltschritte gemäß Fig. 7 bis Fig. 12
ist die Bodenwand 20 zur besseren Veranschaulichung nach oben gerichtet.
[0019] In einem ersten Faltschritt werden die Seitenlappen 21, 22 gegen den Packungsinhalt
gefaltet (Fig. 9, Fig. 10). Dabei entstehen dreieckförmige Verbindungslappen 46, 47
aufgrund der Faltlinien 42, 43. Diese verbinden die Seitenlappen 21, 22 mit dem Längslappen
26. Im nächsten Faltschritt wird dieser Längslappen 26 in die Ebene der Bodenwand
20 gefaltet, unter teilweiser Überdeckung der Seitenlappen 21, 22 und der Verbindungslappen
46, 47 (Fig. 19). Der Längslappen 26 hat in der Endstellung eine trapezförmige Kontur
(Fig. 12). Abschließend wird der Decklappen 27 in die Endstellung gefaltet, nämlich
unter Anlage im Wesentlichen an dem Längslappen 26.
[0020] Bei der Herstellung der Bodenwand 20 sind die Entlastungsschnitte bzw. -stanzungen
35, 36; 37, 38; 41; 44, 45 wichtige Hilfsmittel, da Zwängungen bei der Faltung im
Bereich des Übergangs der Querwand zu den Rundkanten 30 vermieden werden. Die Bogenschnitte
35, 36 als Fortsetzung der Trennschnitte 32, 33 bewirken, dass die im Wesentlichen
dreieckförmigen Materialzwickel 40 von dem (äußeren) Decklappen 27 abgetrennt sind.
Durch die Restverbindung 39 ist gewährleistet, dass die Materialzwickel mit den angrenzenden
Faltlappen 21, 23 sowie mit dem Zuschnittbereich der Rundkanten 30 verbunden sind.
Dadurch werden die Materialzwickel 40 beim ersten Faltschritt, nämlich beim Einfalten
der Seitenlappen 21, 22, in die Ebene der Bodenwand 20 gebracht und hier durch den
(gefalteten) Decklappen 27 abgedeckt.
[0021] Weitere Stanzungen, nämlich die Rundstanzungen 37, 38, die Entlastungsschnitte 41
und die Rundstanzungen 44, 45 haben die Aufgabe, den Faltungsprozess für die innenliegenden
Faltlappen zu erleichtern und in der Faltstellung Spannungen zwischen den Faltlappen
der Bodenwand 20 einerseits und dem übrigen Teil der Packung im Bereich der Rundkanten
30 zu vermeiden.
[0022] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 13 ist ebenfalls auf eine Außenpackung 12 mit
Rundkanten 30 gerichtet. Der Zuschnitt ist analog zu Fig. 4 ausgebildet. Abweichend
ist die Gestaltung der innenliegenden Faltlappen der Bodenwand 20. Quergerichtete
Trennschnitte 48, 49 begrenzen einen innenliegenden Längslappen 26, der entsprechend
dem Decklappen 27 ausgebildet ist. Dadurch sind auch der Seitenlappen 21 und der Teillappen
24 als gesonderte Faltlappen ausgebildet.
[0023] Entlastungs- bzw. Ausgleichsschnitte sind nach dem Gestaltungsprinzip der Fig. 4
angeordnet. Die Trennschnitte 48, 49 gehen über in Bogenschnitte 50, 51 im Bereich
der Rundkanten 30. Die Bogenschnitte 50, 51 folgen der durch die Rundkanten 30 vorgegebenen
Kontur. Zusätzliche Rundstanzungen 52, 53 im Bereich des Seitenlappens 21 sowie des
Teillappens 24 bewirken, dass im Bereich der Rundkanten 30 die in Fig. 4 als Detail
gezeigte Konstruktion mit dem Materialzwickel 40 entsteht. Durch die drei berührungslosen
Stanzungen wird der durch die Rundungen bedingte Materialzwickel 40 als Teil des Zuschnitts
gehalten, beim Faltvorgang aber in eine weitgehend ebene Position gefaltet. Der Ablauf
der Faltschritte (Fig. 15 bis Fig. 18) ist analog zu dem vorhergehenden Beispiel:
Zuerst werden die Seitenlappen 21, 22 gefaltet, danach der innere Längslappen 26 und
schließlich der äußere Decklappen 27. Die Abmessungen der Faltlappen sind durch entsprechende
Bemessung des Randstreifens 28 so gewählt, dass in der Endstellung (Fig. 19, Fig.
20) der jeweilige Decklappen 27 nicht die volle Breite der Bodenwand 20 erfasst, sondern
einen Randstreifen 54 frei lässt. Dieser ist bei der Ausführung gemäß Fig. 20 so gewählt,
dass sich der Decklappen 27 außerhalb der (rückseitigen) Rundkanten 30 befindet. Weiterhin
sind die Trennschnitte 32, 33 des Decklappens 27 und die Trennschnitte 48, 49 des
Längslappens 26 unter einem Winkel zum freien Rand des Zuschnitts angeordnet und demnach
konvergierend zueinander. Dies führt zu einer exakten Lage der Faltlappen im Bereich
der Bodenwand 20.
[0024] Eine Besonderheit sind die Leimverbindungen der Faltlappen. Der (innenliegende) Verbindungsstreifen
19 ist mit einer Reihe von Leimpunkten 55 versehen, vorliegend mit sechs in gleichen
Abständen voneinander angeordneten Leimpunkten 55. Weiterhin sind im Bereich des angrenzenden
Teillappens 24 Leimpunkte 55 vorgesehen, und zwar in Fortsetzung der Reihe der Leimpunkte
55 des Verbindungsstreifens 19. Gemäß Fig. 4 sind zwei Leimpunkte zum Rand hin positioniert,
bei der Ausführung gemäß Fig. 13 ein einzelner zentraler Leimpunkt 55. Der Decklappen
27 ist mit mehreren Leimpunkten 56 versehen, und zwar auf der zu den Leimpunkten 55
gegenüberliegenden (Innen-)Seite des Zuschnitts versehen. Eine Reihe von nebeneinanderliegenden
Leimpunkten 56 befindet sich am freien Rand des Decklappens 27. Jeweils ein weiterer
Leimpunkt 64 ist am Decklappen 27 so positioniert, dass nach Faltung desselben die
Leimpunkte 64 eine unmittelbare Verbindung zwischen dem Decklappen 27 und den gefalteten
Seitenlappen 21, 22 herstellen, nämlich außerhalb der Kontur des Längslappens 26 (Fig.
19). Bei der Ausführung gemäß Fig. 13 ist der Decklappen 27 mit einer randseitigen
Reihe von mehreren Leimpunkten 56 versehen. Darüber hinaus ist jeder der separaten
Faltlappen 21 und 23 mindestens mit einem einzelnen Leimpunkt 65 versehen, und zwar
etwa mittig, benachbart zur Faltlinie 29.
[0025] Bei der Herstellung der becherförmigen Packung 12 und insbesondere bei der Anbringung
der Leimpunkte 55 und 56 wird nach der in
EP 0 835 810 B1 dargestellten Technologie verfahren. Auf einem Hohldorn wird der Zuschnitt zunächst
so gefaltet, dass der Verbindungsstreifen 19 frei liegt und mit der Reihe der Leimpunkte
55 versehen werden kann. Danach wird - auf dem Hohldorn - der Faltlappen 19 mit dem
Faltlappen 18 verbunden. Es folgt die Faltung der Seitenlappen 21, 22. Danach wird
auf der freien Seite der gefalteten Seitenlappen 21, 22 bzw. auf dem Teillappen 23
der Leimpunkt 65 aufgebracht (Ausführung gemäß Fig. 13). Sodann wird der Längslappen
26 gefaltet. Bei der Ausführung gemäß Fig. 13 bzw. Fig. 20 wird der Längslappen 26
über die Leimpunkte 65 mit den gefalteten Seitenlappen 21, 22 verbunden. Sodann wird
die Reihe der Leimpunkte 56 und gegebenenfalls der Leimpunkt 64 auf den Decklappen
27 aufgebracht und dieser mit den bereits gefalteten Lappen der Bodenwand 20 verbunden.
[0026] Die Gestaltung der Zuschnitte (Fig. 4, Fig. 13, Fig. 21) ermöglicht die Verarbeitung
von einer fortlaufenden Materialbahn des (dünnen) Kartons. Die Materialbahn gemäß
Fig. 2 ist für die Herstellung von Zuschnitten der Fig. 4 und die Materialbahn der
Fig. 3 für Zuschnitte der Fig. 13 bestimmt. Bei der Fertigung der Materialbahnen wird
zweckmäßigerweise so vorgegangen, dass mindestens die Stanzungen im Bereich der Verarbeitungs-
bzw. Verpackungsmaschine angebracht werden durch entsprechende, im Prinzip bekannte
Messerwalzen. Die Prägungen für die Packungskanten (Rundkanten, Octagonalkanten, Square-Kanten)
können auch durch entsprechende Prägewalzen im Bereich der Verpackungsmaschine angebracht
werden, gegebenenfalls in einem Arbeitsschritt mit der Anbringung der Stanzungen.
Die fertigen Zuschnitte werden durch positionsgenaue Quertrennschnitte 58 von der
Materialbahn 34 abgetrennt und einem Verpackungsaggregat zugeführt.
[0027] Fig. 21 und Fig. 22 zeigt eine becherförmige Außenpackung mit im Querschnitt rechtwinkligen
Packungskanten, nämlich Square-Kanten 59 also ohne konturierte Packungskanten und
ohne die erfindungsgemäßen Entlastungsschnitte und/oder Stanzungen. Die Besonderheit
liegt hier vor allem in der Ausbildung der Bodenwand 20 mit Faltlappen aus einem entsprechenden
Randstreifen 28. Durch quergerichtete, vorzugsweise konvergierende Trennschnitte 60,
61 ist der (äußere) Decklappen 27 der Bodenwand 20 definiert. Im Übrigen ist der Randstreifen
28 hinsichtlich der Faltlappen analog zu Fig. 4 ausgebildet. Schräggerichtete Faltlinien
62, 63 zeigen die Bildung von Faltlappen beim ersten Faltschritt, nämlich beim Einfalten
der Seitenlappen 21, 22 von einander gegenüberliegenden Seiten her. Das Faltbild ist
analog zu dem Beispiel der Fig. 19. Der innere Längslappen 26 erhält eine trapezförmige
Kontur. Der äußere Längslappen 26 führt zu einer Teilabdeckung der Fläche der Bodenwand
20 mit seitlichen und quergerichteten Rücksprüngen. Auch der Zuschnitt gemäß Fig.
21 wird zweckmäßigerweise von einer fortlaufenden Materialbahn hergestellt, analog
zu Fig. 2. Die Beleimung entspricht der Ausführung gemäß Zuschnitt Fig. 4. Die Packungskanten
bzw. Square-Kanten 59 sind vorzugsweise mit im Bereich der Materialbahn angebrachten
Prägelinien versehen, können aber auch aufgrund der Beschaffenheit des Materials und
Einsatz entsprechender Faltorgane unmittelbar beim Falten geschaffen werden. Auch
dieser Zuschnitt kann frei von Abfallstücken von einer entsprechend ausgebildeten,
fortlaufenden Materialbahn abgetrennt und in der beschriebenen Weise verarbeitet werden.
[0028] Packungen mit abgeschrägten Packungskanten, also mit Schrägkanten 66, sind nach dem
im Zusammenhang mit Rundkanten-Packungen beschriebenen Gestaltungsprinzip ausgebildet.
Bei dem Zuschnitt gemäß Fig. 23 - vorzugsweise durch Abtrennen von einer entsprechenden
Materialbahn gebildet - können bei Schrägkanten 66 übliche parallele Einzelkanten
67, 68 im Bereich des Zuschnitts durch Prägen vorgeformt sein. Im übrigen ist der
Zuschnitt für diesen Packungstyp analog zu dem gemäß Fig. 4 ausgebildet. Der Randstreifen
28 für Faltlappen der Bodenwand 20 ist hinsichtlich der Anordnung von Falt- und Stanzlinien
von dem Beispiel der Fig. 4 abgeleitet. Der Decklappen 27 ist der Kontur (Querschnittsform)
der Packung angepasst.
[0029] An den Enden der Trennschnitte 32, 33 sind geradlinige Schrägschnitte 69, 70 vorgesehen,
die der Form und Anordnung der Schrägkanten 66 entsprechen. Des Weiteren sind den
Stanzschnitten 37, 38 entsprechende Schrägstanzungen 71, 72 geradlinig ausgebildet.
Die Enden der schräggerichteten Stanzungen 69, 70 bzw. 71, 72 führen jeweils zu den
Enden zugeordneter Einzelkanten 67, 68. Die Stanzlinien 69, 70 einerseits und 71,
72 andererseits begrenzen den dreieckförmigen Materialzwickel 40. Dieser ist über
eine Restverbindung 39 innerhalb des Randstreifens 28 fixiert. Auch der Entlastungsschnitt
41 entlang der Faltlinie 29 bildet Restverbindungen aufgrund der reduzierten Länge,
die den Materialzwickel 40 im Bereich der Faltlinie 29 fixieren.
[0030] Die innenliegenden Faltlappen 21, 24, 26, 46 und 47 sind analog zu Fig. 4 ausgebildet.
Die Faltlinien 42, 43 sind bei dem Vorschlag gemäß Fig. 23 unter gleichen (spitzen)
Winkeln zur Faltlinien 29 gerichtet. Aufgrund der abweichenden Kontur der Packungskante
- Schrägkante 66 - ist in diesem Bereich ein ebenfalls dreieckförmiger Materialzwickel
73 gebildet, der von Schrägstanzungen 74, 75 begrenzt ist unter Bildung von Restverbindungen
39, analog zu Fig. 24. Die Schrägstanzung 75 erhält eine Fortsetzung, nämlich eine
Stanzlinie 76, entlang der Faltlinie 42, so dass ein insgesamt längerer, abgeknickter
Stanzschnitt entsteht. Im Bereich der Faltlinie 43 ist ebenfalls eine kurze Stanzlinie
77 gebildet, die aber mit Abstand - unter Bildung einer Restverbindung - von den Stanzlinien
75, 76 endet. Auch die Schrägstanzung 74 ist von begrenzter Länge und definiert gegenüber
der Schrägstanzung 75 und der Stanzline 76 eine Restverbindung. Beim Falten der Bodenwand
20 werden die dreieckförmigen Materialzwickel 40, 73 auch bei diesem Ausführungsbeispiel
nach innen gefaltet verdeckt durch andere Faltlappen (Fig. 27). Das Faltbild für die
Bodenwand (Fig. 27) entspricht - mit Ausnahme der Schrägkanten 66 - dem Faltbild gemäß
Fig. 19 (für Rundkanten).
[0031] Eine Besonderheit ist die Fertigung dieses Packungstyps. Die Einzelkanten 67, 68
können durch Verformung des Materials, insbesondere durch Prägen, markiert sein. Für
die Fertigung der Außenpackung 12 bzw. der Gesamtpackung werden die Zuschnitte auf
einem hohlen Formkörper positioniert, nämlich auf einem Faltdorn 78. Dieses verpackungstechnische
Hilfsmittel ist grundsätzlich bekannt für die Fertigung von Weichbecherpackungen.
Der Faltdorn 78 besteht aus einem dünnwandigen Hohlkörper, der einseitig an einem
Träger, insbesondere an einem Faltrevolver angebracht ist. Beide Enden des Faltdorns
78 sind offen. Die vorliegende Besonderheit besteht darin, dass der Faltdorn 78 für
die Fertigung von Packungen mit Schrägkanten 66 entsprechende Abschrägungen 79 aufweist,
die in Größe und Anordnung den herzustellenden Schrägkanten 66 entsprechen. Der Zuschnitt
für die Außenpackung 12 liegt formschlüssig an der Außenseite des Faltdorns 78 an,
wodurch die (vier) Schrägkanten 66 ausgebildet werden, vorzugsweise mit vorgeprägten
Einzelkanten 67, 68.
[0032] Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Innenzuschnitt 11 ebenfalls auf
der Außenseite des Faltdorns 78 geformt. Am freien Ende des Faltdorns 78 wird die
Bodenwand 20 gefaltet mit geeigneten Faltorganen im Bereich eines entsprechend ausgebildeten
Faltrevolvers. Der Packungsinhalt, nämlich eine Zigarettengruppe 80 ist innerhalb
des Faltdorns 78 angeordnet. Nach Fertigstellung der Außenpackung 12 wird die Gesamtheit
aus Packung und Inhalt aus- bzw. vom Faltdorn 78 abgeschoben. Danach wird die Packung
in üblicher Weise vollendet.
[0033] Eine wichtige Besonderheit der vorliegenden Packung ist in Fig. 30 bis Fig. 32 dargestellt.
Die aus dünnem Karton bestehende, "halbsteife" Außenpackung 12 ist als Klappdeckelpackung
(modifizierte Hinge Lid-Packung) ausgebildet. Ein Klappdeckel 81 ist Teil des einstückigen
Zuschnitts, der im Übrigen analog zu den bisherigen Ausführungsbeispielen ausgebildet
ist. Der Klappdeckel 81 ist innerhalb des nach dem Prinzip des Querwickelns ausgebildeten
Zuschnitts (Fig. 3) durch Stanzschnitte 82, 83 definiert. Im Bereich der Vorderwand
14 sind quergerichtete, im Wesentlichen geradlinige Stanzschnitte 82 vorgesehen. Der
Verbindungsstreifen 18 an einem Rand des Zuschnitts und die Seitenwand 16 im mittleren
Bereich des Zuschnitts sind jeweils mit bogenförmigen, jedenfalls aufwärts gerichteten
Stanzschnitten 83 versehen. Der am gegenüberliegenden Rand angeordnete Verbindungsstreifen
19 weist ebenfalls bogenförmige Stanzschnitte 83 auf, die mit den Stanzschnitten 83
im Bereich des Verbindungsstreifens 18 korrespondieren. Bei gefaltetem Zuschnitt liegen
die Stanzschnitte 83 der Verbindungsstreifen 18, 19 deckungsgleich übereinander, so
dass sie gemeinsam durchtrennt werden können. Die Stanzschnitte 83 bilden Trennungsabschnitte
des Materials mit Restverbindungen 84. Die Anordnung ist so gewählt, dass mindestens
eine Restverbindung 84 mittig im Bereich der Vorderwand 14 gebildet ist. Weiterhin
ist vorliegend eine Restverbindung 84 im Bereich der Seitenwände 16, 17 gebildet.
Auch im Bereich der aufrechten, frontseitigen Packungskanten sind Restverbindungen
84 positioniert, die beim erstmaligen Öffnen des Deckels 81 durchtrennt werden.
[0034] Der Klappdeckel 81 ist - bis auf eine durch die Verbindungsstreifen 18, 19 gebildeten
Deckel-Seitenwand einlagig ausgebildet als Teil des Gesamtzuschnitts. Der Klappdeckel
81 ist so angeordnet, dass ein rückseitiges Liniengelenk entlang einer quergerichteten
Faltlinie 85 verläuft, also im Bereich einer Kante zwischen einer oberen Stirnwand
86 des Klappdeckels 81 und der Rückwand 15 der Packung. Die Stanzschnitte 83 im Bereich
der Seitenwände 16, 17 führen bis zu dieser Faltlinie 85 und der durch diese rückseitig
gebildeten Gelenklinie des Klappdeckels 81.
[0035] Die Stirnwand 86 ist zweckmäßig in gleicher Weise ausgebildet wie die Bodenwand 20.
Die wiederum ist im Detail im Zusammenhang mit Fig. 21 und Fig. 22 beschrieben. Des
Weiteren sind Leimpunkte 55 und 56 in analoger Weise angeordnet. Ein Leimpunkt 55
befindet sich im Bereich eines Teillappens 24 der Stirnwand 86. Weiterhin ist ein
Leimpunkt 55 im Bereich eines Materialfeldes 87 angeordnet, welches durch die Stanzschnitte
83 im Bereich des Verbindungsstreifens 19 begrenzt ist und eine Innenlage der doppellagigen
Deckel-Seitenwand bildet.
[0036] Der Klappdeckel 81 kann nach erstmaligem Öffnen der Packung in Schließstellung fixiert
werden. Vorliegend ist ein im Prinzip bei anderen Packungen bekanntes Tape 88 im Bereich
einer Deckel-Vorderwand 89 und der (Packungs-)Vorderwand 14 positioniert. Das Tape
88 hat einen üblichen klebstofffreien Anfasszipfel.
[0037] Weiterhin kann im Bereich des Klappdeckels 81 eine übliche Banderole 90 angebracht
sein, gegebenenfalls auch als Steuerbanderole. Ein frontseitiger Schenkel 91 der Banderole
90 erstreckt sich bis in den Bereich der Vorderwand 14, überdeckt also eine Schließlinie
92 zwischen Vorderwand 14 und Deckel-Vorderwand 89. Dieser Bereich der Banderole 90
ist klebstofffrei und dient zur Anlage des Tapes, wird also mit diesem beim Öffnen
des Deckels 81 angehoben.
[0038] Die Packung gemäß Fig. 30 bis Fig. 32 mit einem Klappdeckel 81 kann auch - unter
Verwendung der vorstehend beschriebenen Gestaltungsmerkmale - mit Rundkanten und/oder
mit Schrägkanten ausgebildet sein. Der Zuschnitt analog Fig. 30 ist im Bereich der
Packungskanten entsprechend gestaltet.
Bezugszeichenliste
| 10 |
Zigarettenblock |
56 |
Leimpunkt |
| 11 |
Innenzuschnitt |
57 |
Leimpunkt |
| 12 |
Außenpackung |
58 |
Quertrennschnitt |
| 13 |
Banderole |
59 |
Square-Kante |
| 14 |
Vorderwand |
60 |
Trennschnitt |
| 15 |
Rückwand |
61 |
Trennschnitt |
| 16 |
Seitenwand |
62 |
Faltlinie |
| 17 |
Seitenwand |
63 |
Faltlinie |
| 18 |
Verbindungsstreifen |
64 |
Leimpunkt |
| 19 |
Verbindungsstreifen |
65 |
Leimpunkt |
| 20 |
Bodenwand |
66 |
Schrägkante |
| 21 |
Seitenlappen |
67 |
Einzelkante |
| 22 |
Seitenlappen |
68 |
Einzelkante |
| 23 |
Teillappen |
69 |
Schrägschnitt |
| 24 |
Teillappen |
70 |
Schrägschnitt |
| 26 |
Längslappen |
71 |
Schrägstanzung |
| 27 |
Decklappen |
72 |
Schrägstanzung |
| 28 |
Randstreifen |
73 |
Materialzwickel |
| 29 |
Faltllinie |
74 |
Schrägstanzung |
| 30 |
Rundkante |
75 |
Schrägstanzung |
| 31 |
Rille |
76 |
Stanzlinie |
| 32 |
Trennschnitt |
77 |
Stanzlinie |
| 33 |
Trennschnitt |
78 |
Faltdorn |
| 34 |
Materialbahn |
79 |
Abschrägung |
| 35 |
Bogenschnitt |
80 |
Zigarettengruppe |
| 36 |
Bogenschnitt |
81 |
Klappdeckel |
| 37 |
Rundstanzung |
82 |
Stanzschnitt |
| 38 |
Rundstanzung |
83 |
Stanzschnitt |
| 39 |
Restverbindung |
84 |
Restverbindung |
| 40 |
Materialzwickel |
85 |
Faltlinie |
| 41 |
Entlastungsschnitt |
86 |
Stirnwand |
| 42 |
Faltlinie |
87 |
Materialfeld |
| 43 |
Faltlinie |
88 |
Tape |
| 44 |
Rundstanzung |
89 |
Deckel-Vorderwand |
| 45 |
Rundstanzung |
90 |
Banderole |
| 46 |
Verbindungslappen |
91 |
Schenkel |
| 47 |
Verbindungslappen |
92 |
Schließlinie |
| 48 |
Trennschnitt |
|
|
| 49 |
Trennschnitt |
|
|
| 50 |
Bogenschnitt |
|
|
| 51 |
Bogenschnitt |
|
|
| 52 |
Rundstanzung |
|
|
| 53 |
Rundstanzung |
|
|
| 54 |
Randstreifen |
|
|
| 55 |
Leimpunkt |
|
|
1. Quaderförmige Packung (12) aus dünnem Karton oder gleichartigem Verpackungsmaterial
für eine Gruppe von Zigaretten oder anderen länglichen Gegenständen, wobei die Packung
(12) eine Vorderwand (14), eine Rückwand (15), schmale Seitenwände (16, 17) und mindestens
eine Querwand - Bodenwand (20) und/oder Stirnwand (86) - aufweist und aufrechte Packungskanten
(30, 59, 66) mit konturiertem Querschnitt ausgebildet sind, nämlich als Rundkanten
(30) und/oder Schrägkanten (66), wobei die Querwand (20, 86) aus innen liegenden Seitenlappen
(21, 22; 23, 24) korrespondierend bzw. in Verlängerung der Seitenwände (15, 16), einem
inneren, an die Rückwand (15) anschließenden Längslappen (26) und einem äußeren an
die Vorderwand (14) anschließenden Decklappen (27), etwa in der Größe der Querwand
(20, 86) besteht, und wobei mindestens der Decklappen (27) durch Stanzlinien bzw.
Trennschnitte (32, 33; 60, 61) ohne Bildung von Abfallstücken von den benachbarten
Seitenlappen (21, 22; 23, 24) abgetrennt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Querwand (20, 86) im Bereich des Übergangs zu den Packungskanten (30, 59, 66)
Entlastungsschnitte (35, 37; 44, 45; 69, 70; 71, 72) und/oder Stanzungen aufweist,
die eine zwängungsfreie Faltung gewährleisten, und dass die Entlastungsschnitte (35,
36; 37, 38, 69, 71) einen Materialzwickel (40) begrenzen, der mittig zu der zugeordneten
Rundkante (30) oder Schrägkante (66) angeordnet ist und einen quergerichteten Entlastungsschnitt
(41) aufweist zur Trennung des Materialzwickels (40) mindestens in einem Teilbereich
von der benachbarten Rundkante (30) oder der Schrägkante (66).
2. Packung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) zu beiden Seiten des inneren Längslappens (26) angeordnete Seitenlappen (21, 22)
bzw. Teillappen (24) sind einstückig bzw. durchgehend mit dem Längslappen (26) verbunden,
b) die Seitenlappen (21, 22 bzw. 24) sind mit dem Längslappen (26) entlang schräggerichteter
Faltlinien (42, 43) kuvertartig gefaltet, derart, dass zwischen den gefalteten Seitenlappen
(21, 22 bzw. 24) und dem Längslappen (26) etwa dreieckige Faltlappen bzw. Verbindungslappen
(46, 47) gebildet sind.
3. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Außenpackung (12) mit Rundkanten (30) innenliegende Faltlappen (21, 23,
24, 26, 46, 47) der Querwand (20, 86) im Bereich der Rundkanten (30) mindestens eine
von schräggerichteten Faltlinien (43) zur Begrenzung eines Verbindungslappens (46,
47) in eine Rundstanzung (44, 45) benachbart zu den Enden der Rundkanten (30) übergeht.
4. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Schrägkanten (66) Faltlinien (42, 43) zur Begrenzung von innenliegenden Verbindungslappen
(46, 47) einer Querwand (20, 86) benachbart zu Enden der Schrägkanten (66) geradlinige
Stanzschnitte aufweisen, insbesondere unter einem Winkel zueinander gerichtete Schrägstanzungen
(74, 75) zur Begrenzung eines dreieckförmigen Materialzwickels (73) und/oder Stanzlinien
(76, 77) in Verlängerung der Faltlinien (42, 43), wobei der Materialzwickel (73) gegenüber
den Schrägkanten (66) durch einen quergerichteten Entlastungsschnitt (41) abgegrenzt
ist.
5. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) Vorderwand (14), Rückwand (15) und Seitenwände (16, 17) sind nebeneinander liegend
- Querwickel-Prinzip - durch Rundkanten (30) miteinander verbunden,
b) der Decklappen (27) der Querwand (20, 86) ist durch seitliche Schnittlinien bzw.
Trennschnitte (32, 33) begrenzt, die in ihrem Endbereich, nämlich benachbart zu den
Rundkanten (30), eine bogenförmige Kontur aufweisen unter Bildung von an die Trennschnitte
(32, 33) anschließenden Bogenschnitten (35, 36) unter Bildung gerundeter Kanten nach
Maßgabe der Abmessungen einer Zigarette,
c) die Seitenlappen (21, 22) bzw. deren Teillappen (23, 24) sind benachbart zu den
Rundkanten (30) mit einer zu den Bogenschnitten (35, 36) des Decklappens (27) gegenläufigen,
bogenförmigen Stanzung (37, 38) versehen, die mit geringem Abstand von der Kante des
Decklappens (37) bzw. von den Bogenschnitten (35, 36) enden, derart, dass die Rundstanzungen
(37, 38) mit den Bogenschnitten (35, 36) einen im Wesentlichen dreieckförmigen Materialzwickel
(40) benachbart zu den Rundkanten (30) definieren, der über eine Restverbindung (39)
mit dem Seitenlappen (21, 22) bzw. Teillappen (23) verbunden ist.
6. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) Vorderwand (14), Rückwand (15) und Seitenwände (16, 17) sind nebeneinander liegend
- Querwickel-Prinzip - durch Schrägkanten (66) miteinander verbunden,
b) der Decklappen (27) der Querwand (20, 86) ist durch seitliche Schnittlinien bzw.
Trennschnitte (32, 33) begrenzt, die in ihrem Endbereich, nämlich benachbart zu den
Schrägkanten (66), eine abgeschrägte Kontur aufweisen unter Bildung von an die Trennschnitte
(32, 33) anschließenden Schrägschnitten (69, 70) unter Bildung von unter etwa 45°
abgeschrägten Kanten nach Maßgabe der Abmessungen einer Zigarette,
c) die Seitenlappen (21, 22) bzw. deren Teillappen (23, 24) sind benachbart zu den
Schrägkanten (66) mit einer zu den Schrägschnitten (69, 70) des Decklappens (27) gegenläufigen,
schräggerichteten Stanzung (71, 72) versehen, die mit geringem Abstand von der Kante
des Decklappens (37) bzw. von den Schrägschnitten (69, 70) enden, derart, dass die
Schrägstanzungen (71, 72) mit den Schrägschnitten (69, 70) einen im Wesentlichen dreieckförmigen
Materialzwickel (40) benachbart zu den Schrägkanten (66) definieren,
d) der Materialzwickel (40) ist über mindestens eine Restverbindung (39) mit dem Seitenlappen
(21, 22) bzw. Teillappen (23) verbunden.
7. Packung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der innen liegende Längslappen (26) durch quergerichtete Trennschnitte (48, 49) von
Seitenlappen (21, 22) abgegrenzt ist, wobei die Trennschnitte (48, 49) an ihren den
Rundkanten (30) zugekehrten Enden eine bogenförmige Form aufweisen aufgrund von Bogenschnitten
(50, 51), derart, dass (auch) im Bereich der Trennschnitte (48, 49) des Längslappens
(26) Materialzwickel (40) gebildet sind, vorzugsweise mit Entlastungsschnitt (41).
8. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Faltlappen der Querwand (20, 86) durch Leim, insbesondere durch Leimpunkte (56),
miteinander verbunden sind, wobei an der Innenseite des Decklappens (27) gesonderte
Leimpunkte (64) so positioniert sind, dass der Decklappen (27) unmittelbar mit den
gefalteten Seitenlappen (21, 22) - außerhalb des Bereichs des Längslappens (26) -
verbunden ist.
9. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass - zuerst gefaltete - Seitenlappen (21, 22 bzw. 23, 24) an der freien Außenseite Leimstellen,
insbesondere Leimpunkte (65) aufweisen, die so angeordnet sind, dass der innere Längslappen
(26) mit mindestens einem Leimpunkt (65) der Seitenlappen (21, 22; 23, 24) verbunden
ist.
10. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die Außenpackung (12) weist einen Klappdeckel (81) auf,
b) der Klappdeckel (81) ist Teil des einstückigen Zuschnitts für die Außenpackung
(12) und durch Trennlinien, insbesondere Stanzschnitte (82, 83), im Bereich der Vorderwand
(14) sowie der Seitenwände (16 und 17) innerhalb des Zuschnitts abgegrenzt,
c) eine Stirnwand (86) des Klappdeckels (81) ist - im Wesentlichen - in gleicher Weise
ausgebildet wie die Bodenwand (20),
d) ein rückseitiges, quergerichtetes Liniengelenk des Klappdeckels (81) verläuft im
Bereich einer Faltlinie (85) bzw. einer Faltkante zwischen der Rückwand (15) und der
Stirnwand (86), insbesondere entlang eines innenliegenden Längslappens (26) der Stirnwand
(86).
11. Packung nach Anspruch 10 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klappdeckel (81) in Schließstellung fixiert ist, insbesondere durch einen Klebestreifen
- Tape 88 -, der eine Deckel-Vorderwand in Schließstellung des Klappdeckels (81) mit
der Vorderwand (14) verbindet, vorzugsweise im Bereich einer Banderole (90) mit verlängertem
Schenkel (91).
1. A cuboidal pack (12) made of thin cardboard or similar packaging material for a group
of cigarettes or other elongate articles, wherein the pack (12) has a front wall (14),
a rear wall (15), narrow side walls (16, 17) and at least one transverse wall - base
wall (20) and/or end wall (86) - and upright pack edges (30, 59, 66) having a contoured
cross section are formed, namely as round edges (30) and/or oblique edges (66), wherein
the transverse wall (20, 86) consists of internal side tabs (21, 22; 23, 24) corresponding
to or in continuation of the side walls (15, 16), an inner longitudinal tab (26) adjoining
the rear wall (15), and an outer covering tab (27), approximately the same size as
the transverse wall (20, 86), adjoining the front wall (14), and wherein at least
the covering tab (27) is severed from the adjacent side tabs (21, 22; 23, 24) by punched
lines or severing cuts (32, 33; 60, 61) without forming offcuts, characterized in that the transverse wall (20, 86) has relief cuts (35, 37; 44, 45; 69, 70; 71, 72) and/or
punched portions in the region of the transition to the pack edges (30, 59, 66), said
relief cuts (35, 37; 44, 45; 69, 70; 71, 72) and/or punched portions ensuring constraint-free
folding, and in that the relief cuts (35, 36; 37, 38, 69, 71) bound a material gusset (40) which is arranged
preferably centrally with respect to the associated round edge (30) or oblique edge
(66) and has a transversely directed relief cut (41) for separating the material gusset
(40) at least in a sub-region from the adjacent round edge (30) or the oblique edge
(66).
2. The pack as claimed in claim 1,
characterized by the following features:
a) side tabs (21, 22) or sub-tabs (24) arranged on both sides of the inner longitudinal
tab (26) are connected integrally or continuously to the longitudinal tab (26),
b) the side tabs (21, 22, or 24) are folded with the longitudinal tab (26) along obliquely
directed folding lines (42, 43) in the manner of an envelope, such that approximately
triangular folding tabs or connecting tabs (46, 47) are formed between the folded
side tabs (21, 22, or 24) and the longitudinal tab (26).
3. The pack as claimed in claim 1 or one of the further claims, characterized in that, in the case of an outer pack (12) having round edges (30) internal folding tabs (21,
23, 24, 26, 46, 47) of the transverse wall (20, 86) in the region of the round edges
(30) at least one of obliquely directed folding lines (43) for bounding a connecting
tab (46, 47) merges into a round punched portion (44, 45) next to the ends of the
round edges (30).
4. The pack as claimed in claim 1 or one of the further claims, characterized in that, in the case of oblique edges (66), folding lines (42, 43) for bounding internal connecting
tabs (46, 47) of a transverse wall (20, 86) have rectilinear punching cuts next to
ends of the oblique edges (66), in particular oblique punched portions (74, 75), directed
at an angle to one another, for bounding a triangular material gusset (73) and/or
punched lines (76, 77) in continuation of the folding lines (42, 43), wherein the
material gusset (73) is delimited with respect to the oblique edges (66) by a transversely
directed relief cut (41).
5. The pack as claimed in claim 1 or one of the further claims,
characterized by the following features:
a) the front wall (14), rear wall (15) and side walls (16, 17) are connected together
in a manner located alongside one another - transverse folding principle - by round
edges (30),
b) the covering tab (27) of the transverse wall (20, 86) is bounded by lateral cut
lines or severing cuts (32, 33) which have, in their end region, namely next to the
round edges (30), an arcuate contour, forming curved cuts (35, 36) adjoining the severing
cuts (32, 33), forming rounded edges as per the dimensions of a cigarette,
c) the side tabs (21, 22), or the sub-tabs (23. 24) thereof, are provided, next to
the round edges (30), with an arcuate punched portion (37, 38), running in the opposite
direction to the curved cuts (35, 36) of the covering tab (27), said arcuate punched
portions (37, 38) ending at a short distance from the edge of the covering tab (37)
or from the curved cuts (35. 36) such that the round punched portions (37, 38) define
with the curved cuts (35, 36) a substantially triangular material gusset (40) next
to the round edges (30), said material gusset (40) being connected to the side tab
(21, 22) or sub-tab (23) via a residual connection (39).
6. The pack as claimed in claim 1 or one of the further claims,
characterized by the following features:
a) the front wall (14), rear wall (15) and side walls (16, 17) are connected together
in a manner located alongside one another - transverse folding principle - by oblique
edges (66),
b) the covering tab (27) of the transverse wall (20, 86) is bounded by lateral cut
lines or severing cuts (32, 33) which have, in their end region, namely next to the
oblique edges (66), an inclined contour, forming oblique cuts (69, 70) adjoining the
severing cuts (32, 33), forming edges inclined at about 45° as per the dimensions
of a cigarette,
c) the side tabs (21, 22), or the sub-tabs (23, 24) thereof, are provided, next to
the oblique edges (66), with an obliquely directed punched portion (71, 72), running
in the opposite direction to the oblique cuts (69, 70) of the covering tab (27), said
obliquely directed punched portions (71, 72) ending at a short distance from the edge
of the covering tab (37) or from the oblique cuts (69, 70) such that the oblique punched
portions (71, 72) define with the oblique cuts (69, 70) a substantially triangular
material gusset (40) next to the oblique edges (66),
d) the material gusset (40) is connected to the side tab (21, 22) or sub-tab (23)
via at least one residual connection (39).
7. The pack as claimed in claim 6 or one of the further claims, characterized in that the internal longitudinal tab (26) is delimited from side tabs (21, 22) by transversely
directed severing cuts (48, 49), wherein the severing cuts (48, 49) have, at their
ends facing the round edges (30), an arcuate shape on account of curved cuts (50,
51), such that material gussets (40), preferably having a relief cut (41), are (also)
formed in the region of the severing cuts (48, 49) in the longitudinal tab (26).
8. The pack as claimed in claim 1 or one of the further claims, characterized in that folding tabs of the transverse wall (20, 86) are connected together by glue, in particular
by spots of glue (56), wherein separate spots of glue (64) are positioned on the inner
side of the covering tab (27) such that the covering tab (27) is directly connected
to the folded side tabs (21, 22) - away from the region of the longitudinal tab (26).
9. The pack as claimed in claim 1 or one of the further claims, characterized in that side tabs (21, 22 and 23, 24) - folded first - have, on their free outer side, areas
of glue, in particular spots of glue (65), which are arranged such that the inner
longitudinal tab (26) is connected to at least one spot of glue (65) on the side tabs
(21, 22; 23, 24).
10. The pack as claimed in claim 1 or one of the further claims,
characterized by the following features:
a) the outer pack (12) has a hinge lid (81),
b) the hinge lid (81) is part of the one-piece blank for the outer pack (12) and is
delimited, within the blank, by severing lines, in particular punching cuts (82, 83),
in the region of the front wall (14) and the side walls (16 and 17).
c) an end wall (86) of the hinge lid (81) is formed - substantially - in the same
manner as the base wall (20),
d) a rear, transversely directed linear articulation of the hinge lid (81) extends
in the region of a folding line (85) or of a folding edge between the rear wall (15)
and the end wall (86), in particular along an internal longitudinal tab (26) of the
end wall (86).
11. The pack as claimed in claim 10 or one of the further claims, characterized in that the hinge lid (81) is fixed in the closed position, in particular by an adhesive
strip - tape 88 - which connects a front wall of the lid, in the closed position of
the hinge lid (81), to the front wall (14), preferably in the region of a label (90)
having an extended leg (91).
1. Emballage parallélépipédique (12) constitué de carton mince ou d'un matériau d'emballage
similaire pour un groupe de cigarettes ou d'autres objets allongés, l'emballage (12)
présentant une paroi avant (14), une paroi arrière (15), des parois latérales étroites
(16, 17) et au moins une paroi transversale - paroi de fond (20) et/ou paroi frontale
(86), et des arêtes d'emballage verticales (30, 59, 66) étant réalisées avec une section
transversale profilée, à savoir comme des arêtes arrondies (30) et/ou des arêtes obliques
(66), la paroi transversale (20, 86) se composant de volets latéraux situés à l'intérieur
(21, 22 ; 23, 24) correspondant aux, ou dans le prolongement des, parois latérales
(15, 16), d'un volet longitudinal intérieur (26) se raccordant à la paroi arrière
(15) et d'un volet de recouvrement extérieur (27) se raccordant à la paroi avant (14),
approximativement de la taille de la paroi transversale (20, 86), et au moins le volet
de recouvrement (27) étant séparé des volets latéraux adjacents (21, 22 ; 23, 24)
par des lignes d'estampage ou des découpes de séparation (32, 33 ; 60, 61) sans former
de chutes, caractérisé en ce que la paroi transversale (20, 86) présente, dans la région de la transition aux arêtes
d'emballage (30, 59, 66), des découpes de décharge de traction (35, 37 ; 44, 45 ;
69, 70 ; 71, 72) et/ou des estampages, qui garantissent un pliage sans contrainte,
et en ce que les découpes de décharge de traction (35, 36 ; 37, 38, 69, 71) délimitent un coin
de matériau (40) qui est disposé centralement par rapport à l'arête arrondie associée
(30) ou à l'arête oblique associée (66) et qui présente une découpe de décharge de
traction orientée transversalement (41) pour séparer le coin de matériau (40) au moins
dans une région partielle de l'arête arrondie adjacente (30) ou de l'arête oblique
adjacente (66).
2. Emballage selon la revendication 1,
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) des volets latéraux (21, 22) ou des volets partiels (24) disposés des deux côtés
du volet longitudinal intérieur (26) sont connectés d'une seule pièce ou de manière
continue au volet longitudinal (26),
b) les volets latéraux (21, 22, respectivement 24) sont pliés avec le volet longitudinal
(26) à la manière d'une enveloppe le long de lignes de pliage orientées obliquement
(42, 43), de telle sorte qu'entre les volets latéraux pliés (21, 22, respectivement
24) et le volet longitudinal (26) soient formés des volets de pliage ou des volets
de connexion (46, 47) approximativement triangulaires.
3. Emballage selon la revendication 1 ou selon l'une quelconque des autres revendications,
caractérisé en ce que dans le cas d'un emballage extérieur (12) avec des arêtes arrondies (30) des volets
de pliage situés à l'intérieur (21, 23, 24, 26, 46, 47) de la paroi transversale (20,
86), dans la région des arêtes arrondies (30), au moins une parmi des lignes de pliage
orientées obliquement (43) se prolonge par un estampage arrondi (44, 45) en position
adjacente aux extrémités des arêtes arrondies (30) pour limiter un volet de connexion
(46, 47).
4. Emballage selon la revendication 1 ou selon l'une quelconque des autres revendications,
caractérisé en ce que dans le cas d'arêtes obliques (66), des lignes de pliage (42, 43) pour limiter des
volets de connexion situés à l'intérieur (46, 47) d'une paroi transversale (20, 86)
présentent, en position adjacente aux extrémités des arêtes obliques (66), des découpes
estampées rectilignes, en particulier des estampages obliques (74, 75) orientés les
uns par rapport aux autres suivant un certain angle pour limiter un coin de matériau
de forme triangulaire (73) et/ou des lignes d'estampage (76, 77) dans le prolongement
des lignes de pliage (42, 43), le coin de matériau (73) étant limité par rapport aux
arêtes obliques (66) par une découpe de décharge de traction (41) orientée transversalement.
5. Emballage selon la revendication 1 ou selon l'une quelconque des autres revendications,
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) la paroi avant (14), la paroi arrière (15) et les parois latérales (16, 17) sont
connectées les unes aux autres de manière juxtaposée suivant le principe d'enroulement
transversal par des arêtes arrondies (30),
b) le volet de recouvrement (27) de la paroi transversale (20, 86) est limité par
des lignes de découpe ou des découpes de séparation latérales (32, 33) qui présentent,
dans leur région d'extrémité, à savoir en position adjacente aux arêtes arrondies
(30), un contour de forme courbe en formant des découpes courbes (35, 36) se raccordant
aux découpes de séparation (32, 33) en formant des arêtes arrondies en fonction des
dimensions d'une cigarette,
c) les volets latéraux (21, 22) ou leurs volets partiels (23, 24) sont munis, en position
adjacente aux arêtes arrondies (30), d'un estampage (37, 38) de forme courbe de sens
opposé aux découpes courbes (35, 36) du volet de recouvrement (27), qui se termine
à faible distance de l'arête du volet de recouvrement (37) ou des découpes courbes
(35, 36), de telle sorte que les estampages arrondis (37, 38) définissent avec les
découpes courbes (35, 36) un coin de matériau essentiellement triangulaire (40) en
position adjacente aux arêtes arrondies (30), lequel est connecté par le biais d'une
connexion restante (39) au volet latéral (21, 22) ou au volet partiel (23).
6. Emballage selon la revendication 1 ou selon l'une quelconque des autres revendications,
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) la paroi avant (14), la paroi arrière (15) et les parois latérales (16, 17) sont
connectées les unes aux autres de manière juxtaposée suivant le principe d'enroulement
transversal par des arêtes obliques (66),
b) le volet de recouvrement (27) de la paroi transversale (20, 86) est limité par
des lignes de découpe ou des découpes de séparation latérales (32, 33) qui présentent,
dans leur région d'extrémité, à savoir en position adjacente aux arêtes obliques (66),
un contour biseauté en formant des découpes obliques (69, 70) se raccordant aux découpes
de séparation (32, 33) en formant des arêtes biseautées suivant environ 45° en fonction
des dimensions d'une cigarette,
c) les volets latéraux (21, 22) ou leurs volets partiels (23, 24) sont munis, en position
adjacente aux arêtes obliques (66), d'un estampage (71, 72) orienté obliquement de
sens opposé aux découpes obliques (69, 70) du volet de recouvrement (27), qui se termine
à faible distance de l'arête du volet de recouvrement (37) ou des découpes obliques
(69, 70), de telle sorte que les estampages obliques (71, 72) définissent avec les
découpes obliques (69, 70) un coin de matériau essentiellement triangulaire (40) en
position adjacente aux arêtes obliques (66),
d) le coin de matériau (40) est connecté par le biais d'au moins une connexion restante
(39) au volet latéral (21, 22) ou au volet partiel (23) .
7. Emballage selon la revendication 6 ou selon l'une quelconque des autres revendications,
caractérisé en ce que le volet longitudinal situé à l'intérieur (26) est limité par des découpes de séparation
orientées transversalement (48, 49) de volets latéraux (21, 22), les découpes de séparation
(48, 49) présentant, au niveau de leurs extrémités tournées vers les arêtes arrondies
(30), une forme courbe du fait de découpes courbes (50, 51), de telle sorte que (également)
dans la région des découpes de séparation (48, 49) du volet longitudinal (26), des
coins de matériau (40) soient formés, de préférence avec une découpe de décharge de
traction (41).
8. Emballage selon la revendication 1 ou selon l'une quelconque des autres revendications,
caractérisé en ce que des volets de pliage de la paroi transversale (20, 86) sont connectés les uns aux
autres par de la colle, en particulier par des points de colle (56), des points de
colle séparés (64) étant positionnés au niveau du côté intérieur du volet de recouvrement
(27) de telle sorte que le volet de recouvrement (27) soit connecté directement aux
volets latéraux pliés (21, 22) à l'extérieur de la région du volet longitudinal (26)
.
9. Emballage selon la revendication 1 ou selon l'une quelconque des autres revendications,
caractérisé en ce que des volets latéraux préalablement pliés (21, 22, respectivement 23, 24) présentent,
au niveau du côté extérieur libre, des zones de colle, en particulier des points de
colle (65), qui sont disposées de telle sorte que le volet longitudinal intérieur
(26) soit connecté à au moins un point de colle (65) des volets latéraux (21, 22 ;
23, 24).
10. Emballage selon la revendication 1 ou selon l'une quelconque des autres revendications,
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) l'emballage extérieur (12) présente un couvercle rabattable (81),
b) le couvercle rabattable (81) fait partie de la pièce découpée d'une seule pièce
pour l'emballage extérieur (12) et est limité par des lignes de séparation, en particulier
des découpes estampées (82, 83), dans la région de la paroi avant (14) et des parois
latérales (16 et 17) à l'intérieur de la pièce découpée,
c) une paroi frontale (86) du couvercle rabattable (81) est réalisée de manière essentiellement
identique à la paroi de fond (20),
d) une articulation linéaire du couvercle rabattable (81), orientée transversalement
du côté arrière, s'étend dans la région d'une ligne de pliage (85) ou d'une arête
de pliage entre la paroi arrière (15) et la paroi frontale (86), en particulier le
long d'un volet longitudinal situé à l'intérieur (26) de la paroi frontale (86).
11. Emballage selon la revendication 10 ou selon l'une quelconque des autres revendications,
caractérisé en ce que le couvercle rabattable (81) est fixé dans la position de fermeture, en particulier
par un ruban adhésif - ruban 88 -, qui relie une paroi avant de couvercle dans la
position de fermeture du couvercle rabattable (81) à la paroi avant (14), de préférence
dans la région d'une banderole (90) avec une branche prolongée (91).
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