[0001] Die Erfindung betrifft einen Staubfilterbeutel für einen Staubsauger, insbesondere
einen elektromotorisch angetriebenen Staubsauger, mit einer eine Eintragsöffnung aufweisenden
Halteplatte und einem zum Verschluss der Eintragsöffnung dienenden Verschlussteil,
das zwischen einer Öffnungsstellung und einer Verschlussstellung bewegbar ist.
[0002] Derartige Staubfilterbeutel sind bereits in vielfacher Hinsicht bekannt geworden.
Es wird beispielsweise auf die
DE 202008011937 U1 und die
EP 2025276 B1 verwiesen, weiter auch auf die nicht vorveröffentlichte
DE 102012104728. Aus der
WO 01/26526 A1 ist es bekannt, das Verschlussteil so zu belasten, dass im Zuge der Öffnungsbewegung
ein Abfall der Rückschließkraft erfolgt. Der Inhalt vorgenannter Druckschriften wird
hiermit auch vollinhaltlich in die Offenbarung vorliegender Anmeldung, auch zum Zwecke,
Merkmale dieser Druckschriften in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen,
einbezogen.
[0003] Im Hinblick auf den vorbeschriebenen Stand der Technik wird insbesondere im Hinblick
auf eine Beaufschlagung und Halterung des Verschlussteils in die beziehungsweise der
Verschlussstellung nach einer weiterführenden Ausgestaltung gesucht. Bei den aus der
WO 01/26526 A1 bekannten Staubfilterbeuteln ist zwar bereits in vorteilhafter Weise eine das Verschlussteil
des Staubfilterbeutels mit zunehmender Öffnung geringer in die Verschlussstellung
vorspannende Feder vorgesehen. So kann das Verschlussteil im Betrieb günstig in der
Offenstellung gehalten werden. Andererseits ist aber auch für den gewünschten Effekt,
in der Verschlussstellung eine möglichst hohe Kraftbeaufschlagung zu erreichen, eine
auch in der Öffnungsstellung immer noch vergleichsweise hohe Federkraft erforderlich.
Die Abnahme der Federkraft mit zunehmender Öffnung des Verschlussteils kann nicht,
ohne dass kostenaufwendige Maßnahmen ergriffen werden, so stark erreicht werden, wie
dies gewünscht ist. Alternativ oder ergänzend kann auch die günstige Erreichbarkeit
der Offenstellung im Benutzungszustand durch eine das Verschlussteil relativ gering
belastende Feder erreicht werden, wenn jedenfalls bei herausgenommenem Staubfilterbeutel
sichergestellt ist oder sicherstellbar ist, dass kein Inhalt austritt oder herausfällt.
[0004] Ausgehend hiervon stellt sich der Erfindung die Aufgabe, einen Filterbeutel und/oder
einen in einem Staubsauger eingesetzten Filterbeutel anzugeben, bei welchem eine Verschlusskraft
des Verschlussteils in der Schließstellung mit einer möglichst geringen Kraft in Richtung
der Schließstellung im Betrieb des Staubsaugers, also bei betrieblich geöffnetem Verschlussteil
einhergeht.
[0005] Eine mögliche Lösung der Aufgabe ist nach einem ersten Erfindungsgedanken bei einem
Staubfilterbeutel beziehungsweise einem Staubsauger mit einem Staubfilterbeutel dadurch
gegeben, dass das Verschlussteil in der Verschlussstellung einer diese sichernden
Magnetkraft unterliegt. Die Verschlussstellung des Verschlussteils wird zumindest
maßgeblich, bevorzugt auch ausschließlich oder nahezu ausschließlich, durch eine wirkende
Magnetkraft erreicht.
[0006] Eine weitere mögliche Lösung der Aufgabe ist nach einem weiteren Erfindungsgedanken,
bei welchem zusätzlich das Verschlussteil in die Verschlussstellung durch eine quer
zu ihrer Längserstreckung gekrümmt verlaufende Feder beaufschlagt ist, dadurch erreicht,
dass die Krümmung der Feder im Zuge einer Benutzung änderbar vorgesehen ist. Hierdurch
kann die Krümmung so beeinflusst werden, dass eine möglichst geringe Belastung des
Verschlussteils in der Öffnungsstellung erreicht ist, in einer Verschlussstellung,
bevorzugt jedenfalls bei herausgenommenem Staubfilterbeutel, jedoch eine gewünschte
hohe Belastung.
[0007] Weitere Merkmale der Erfindung sind nachstehend, auch in der Figurenbeschreibung
und der Zeichnung, oftmals in ihrer bevorzugten Zuordnung zu dem bereits erläuterten
Konzept beschrieben bzw. dargestellt. Sie können aber auch in einer Zuordnung zu nur
einem oder mehreren einzelnen Merkmalen, die hier beschrieben oder zeichnerisch dargestellt
sind, oder unabhängig oder in einem anderen Gesamtkonzept von Bedeutung sein.
[0008] Insbesondere ist auch bevorzugt, dass die im Zuge einer Benutzung änderbare Krümmung
der Feder kombiniert mit einer Beaufschlagung durch Magnetkraft in der Verschlussstellung,
insbesondere in einer der hier beschriebenen Ausführungsformen, vorgesehen ist.
[0009] Hinsichtlich der Erreichung beziehungsweise Sicherung der Verschlussstellung durch
Magnetkraft können im Einzelnen unterschiedliche konstruktive Ausgestaltungen vorgesehen
sein. Beispielsweise kann im Staubsauger ein Magnet, etwa auch ein Elektromagnet,
vorgesehen sein, der das Verschlussteil des Staubfilterbeutels, das beispielsweise
einen magnetisierbaren Bereich aufweist oder insgesamt ferromagnetisierbar ist, in
der Verschlussstellung magnetisch haltert.
[0010] Bevorzugt ist jedoch, dass das Verschlussteil einen ferromagnetisierbaren Bereich
aufweist und in der Halteplatte des Staubfilterbeutels ein zugeordneter Permanentmagnet
angeordnet ist oder, umgekehrt, dass die Verschlussklappe einen Permanentmagneten
aufweist und in der Halteplatte des Filterbeutels ein zugeordneter ferromagnetisierbarer
Bereich ausgebildet ist. Mit der Anordnung der zusammenwirkenden Bereiche des Magnetverschlusses
insgesamt in dem Staubfilterbeutel kann erreicht werden, dass ein gewünschter zuverlässiger
Verschluss auch bei herausgenommenem Staubfilterbeutel vorliegt.
[0011] Hinsichtlich des Permanentmagneten kann es sich im Einzelnen um unterschiedliche
Magnete handeln. Beispielsweise kann ein kunststoffgebundener Ferritmagnet zum Einsatz
kommen. Es kann auch gesinterter Ferritmagnet verwendet sein. Weiter auch ein sogenannter
Neodymmagnet beispielsweise.
[0012] Darüber hinaus ist auch bevorzugt, dass das Verschlussteil zumindest auf einem Teil
seiner Bewegungsbahn unter einer in die Verschlussstellung gerichteten Federvorspannung
steht. Eine hierfür vorgesehene Feder kann zunächst die schon erwähnte und auch aus
den eingangs genannten Druckschriften bekannte, in Querrichtung gewölbte Feder (sogenannte
"Knackfeder") sein.
[0013] Es kann sich aber auch beispielsweise um eine übliche, in Querrichtung gerade verlaufende
Blattfeder handeln. Darüber hinaus auch um eine Draht- oder auch Wendelfeder.
[0014] Hinsichtlich der Feder, ungeachtet deren konkreter Ausgestaltung, gegebenenfalls
wie vorstehend angegeben, ist auch bevorzugt, dass es sich um eine ferromagnetisierbare
Feder handelt. Auch kann die Feder selbst mit einem Permanentmagneten ausgebildet
beziehungsweise verbunden sein.
[0015] Wenn es sich um eine ferromagnetisierbare Feder handelt, bietet es sich an, in der
Halteplatte, in einem dieser Feder zugeordneten Bereich, einen Permanentmagneten vorzusehen,
der entsprechend in der Verschlussstellung zusätzlich durch Magnetkraft auf die Feder
einwirkt und damit die Verschlussstellung des Verschlussteils des Staubfilterbeutels
sichert oder zumindest verstärkt.
[0016] Das Verschlussteil und/oder die Halteplatte können ein Kunststoff-Spritzteil sein.
Hierbei lässt sich besonders geeignet der genannte kunststoffverbundene oder gesinterte
Ferritmagnet mit einbinden, beispielsweise umspritzen.
[0017] Bezüglich der änderbaren Krümmung der quer zu ihrer Längserstreckung gekrümmt verlaufenden
Feder ist insbesondere bevorzugt, dass die Krümmung im Benutzungszustand, d.h. bei
in dem Staubsauger eingesetzten Zustand gering ist oder gar aufgehoben ist. Dann liegt
praktisch eine übliche Blattfeder vor, die zudem bei bevorzugt vergleichsweise dünner
Ausbildung dann im eingebauten Zustand eine nur eine geringe Kraft erfordernde Öffnung
des Verschlussteils zulässt. Hiermit ist zwar auch verbunden, dass im Verschlusszustand
die Federbelastung auch vergleichsweise gering ist. Einerseits könnte dies für den
im Staubsauger eingesetzten Betrieb so hingenommen werden. Andererseits kann dies
aber durch die hier auch beschriebene, gegebenenfalls ergänzend vorgesehene Magnetzuhaltung
ausgeglichen werden. Gerade in diesem Zusammenhang kann es auch ausreichen, wenn das
Magnetteil nur im Staubsauger vorliegt, also im herausgenommenen Zustand der Magnetverschluss
nicht wirkt. Dies ermöglicht es weiter, diesbezüglich in dem Staubsauger ein Elektromagnet
auszubilden.
[0018] Bevorzugt ist dann, dass die Krümmung im aus dem Staubsauger herausgenommenen beziehungsweise
nicht eingebauten Zustand des Staubfilterbeutels stärker ausgebildet ist. Damit kann
eine hohe Federbelastung in der Verschlussstellung jedenfalls bei nicht eingebautem
Zustand des Staubfilterbeutels erreicht werden.
[0019] Die Änderung der Krümmung kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass im Zuge
des Einbaus des Staubfilterbeutels in den Staubsauger auf einen Einspannungsbereich
der Feder und/oder auf Längsrandkanten der Feder so eingewirkt wird, dass die Krümmung
abgeschwächt oder aufgehoben wird. Dies kann etwa durch eine oder mehrere vom Staubsauger
aus durchgreifende Beaufschlagungsteile, welche die Feder in ihren Längsrandbereichen
und/oder ihrem Einspannungsbereich entsprechend beaufschlagen, erfolgen.
[0020] Nachstehend ist die Erfindung des Weiteren anhand der beigefügten Zeichnung, die
jedoch lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellt, erläutert. Hierbei zeigt:
- Fig. 1
- einen handgeführten Elektrostaubsauger;
- Fig. 2
- eine perspektivische, teilweise aufgebrochene Teil-Ansicht eines Staub-filterbeutels
mit Halteplatte und Verschlussklappe;
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch den Gegenstand gemäß Figur 2, geschnitten entlang der Linie
III-III;
- Fig. 4
- einen Querschnitt im Bereich der Verschlussklappe eines Staubfilter-beutels in alternativer
Ausgestaltung; und
- Fig. 5
- eine Darstellung gemäß Figur 3 mit einer ursprünglich quer zu ihrer Längserstreckung
gekrümmt verlaufenden Feder, die jedoch durch Einwirkung in ihrem Einspannungsbereich
geglättet ist.
[0021] Dargestellt und beschrieben ist zunächst mit Bezug zu Figur 1 ein Staubsauger 1 in
Art eines stielgeführten Elektro-Handstaubsaugers mit einem Grundgehäuse 2, an welchem
schwenkbeweglich öffenbar eine Staubfilterbeutel-Aufnahmekammer 3 angeschlossen ist.
Innerhalb des Grundgehäuses 2 ist darüber hinaus eine im Einzelnen nicht sichtbare
Motor-Gebläseeinheit angeordnet.
[0022] Zur Führung des Staubsaugers 1 ist an dem Grundgehäuse 2 ein Stiel 4 befestigt. Der
Stiel 4 weist endseitig einen Handgriff 5 auf, der mit einem Schalter 6 zur elektrischen
Inbetriebnahme sowie zur Steuerung des Staubsaugers 1 versehen ist. Die Elektroversorgung
erfolgt über ein Elektrokabel 7, welches in den Handgriff 5 einläuft.
[0023] Die Bodenbearbeitung erfolgt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel bevorzugt
über eine Bodendüse 8. Die Bodendüse 8 steht strömungstechnisch gegebenenfalls auch
elektrisch über eine nicht näher dargestellte Kupplung 9 in Verbindung mit dem Grundgehäuse
2 und der darin angeordneten Motor-/Gebläse-Einheit.
[0024] In der Aufnahmekammer 3 ist ein Staubfilterbeutel 10 gehaltert. Der Staubfilterbeutel
10 weist einen an einer Halteplatte 11 befestigten Filtersack 12 auf. Der Filtersack
12 besteht bevorzugt aus einem Vlies. Alternativ kann der Filtersack 12 auch aus einem
Papierwerkstoff bestehen.
[0025] Zur Festlegung des Staubfilterbeutels 10, insbesondere auch zur Ermöglichung eines
Wechselns des Staubfilterbeutels 10, ist die Aufnahmekammer 3 öffenbar. Hierzu ist
ein Teil der Aufnahmekammer 3 als Klappe 13 ausgebildet, die um eine nicht dargestellte
Scharnierachse gegenüber einem feststehenden Teil der Aufnahmekammer 3 verschwenkbar
ist.
[0026] Der Filtersack 12 ist im Öffnungsbereich an der Halteplatte 11 festgelegt, so beispielsweise
mit dieser verklebt. Die als Flächengebilde geformte Halteplatte 11 weist eine mittlere
Eintragsöffnung 14 auf, die im Betriebszustand des Staubsaugers 1 angeschlossen ist
an einen Saugluftkanal 15 des Grundgehäuses 2 (vgl. beispielsweise Figur 2). Die Eintragsöffnung
14 ist bei Nichtgebrauch des Staubsaugers durch ein Verschlussteil in Form einer Verschlussklappe
16 abgedeckt.
[0027] Beim Ausführungsbeispiel ist die Verschlussklappe 16 auch durch eine Feder 17 beaufschlagt.
Die Feder 17 ist hier als Blattfeder ausgeführt. Sie kann weiter auch, wie etwa aus
der
WO 01/26526 A1 bekannt, als in Querrichtung gewölbte Feder ausgebildet sein.
[0028] Zur Darstellung eines Staubfilterbeutels, wie er in weiterer Einzelheit ausgebildet
sein kann, wird auch auf die eingangs bereits genannte, nicht vorveröffentlichte
DE 102012104728 verwiesen.
[0029] Hierbei ist die Verschlussstellung, wie sich aus Figur 3 ergibt, durch einen Permanentmagneten
18 gesichert, der in der Halteplatte 11 angeordnet ist. Hierzu ist ein Vorsprung 19
ausgebildet, der sich im Verschlusszustand unter einem Überstand 20 befindet. In dem
Vorsprung 19 ist der Permanentmagnet 18 aufgenommen. Da beim Ausführungsbeispiel die
Feder 17 ferromagnetisch ausgebildet ist, ergibt sich eine Zusammenwirkung im Verschlusszustand
zwischen dem Permanentmagneten 18 und der Feder 17, so dass hierdurch, jedenfalls
zusätzlich, durch Magnetkraft, die Verschlussstellung gesichert ist. Andererseits
erlaubt dies auch, die Feder 17 vergleichsweise schwach auszubilden.
[0030] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 4 ist die Verschlussklappe 16 unmittelbar an die
Halteplatte 11 angespritzt, verbunden über ein Filmgelenk 21.
[0031] Da die strichliniert dargestellte Stellung der Verschlussklappe 16 in der Querschnittsdarstellung
der Figur 4 etwa den Spritzzustand wiedergibt, wirkt bei einer (weiteren) Öffnung
der Verschlussklappe 16 das Filmgelenk 21 in Verschlussrichtung. Es kann sich schon
hierdurch eine ausreichende Federkraft ergeben. Die Verschlussstellung selbst wird
auch hier durch den in die Halteplatte eingelassenen Permanentmagneten 18 und ein
in der Verschlussklappe 16 angeordnetes ferromagnetisches Teil 22 aufrechterhalten.
Das ferromagnetische Teil 22 ist beim Ausführungsbeispiel in der Verschlussklappe
16 umspritzt.
[0032] Die strichliniert dargestellte Stellung der Verschlussklappe 16 kann schon im Einflussbereich
des Magnetverschlusses sein, so dass bei Entfallen der durch den Spritzzustand aufgebrachten
Federvorspannung die Magnetkraft wirkt und das Verschlussteil vollständig in die Verschlussstellung
zieht.
[0033] Andererseits ist insbesondere bei Filterbeuteln, die bei Benutzung in im Wesentlichen
aufrechter Lage im Staubsauger 1 angeordnet sind, bei welchen also die Verschlussklappe
entgegen der wirkenden Schwerkraft öffnet, auch schon durch die Schwerkraft selbst
schon eine Beaufschlagung in Verschlussstellung gegeben. Ergänzend kann dann angesaugter
Schmutz auf die Verschlussklappe 16 in Richtung Verschlussstellung wirken, so dass
auch hierdurch die notwendige Bewegung der Verschlussklappe 16 in Richtung der Verschlussstellung
kommt, bis der Magnetverschluss in Wirkung tritt, erreicht sein kann.
[0034] Unter Bezug auf Figur 5 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei welcher die im
Ausgangszustand quer zu ihrer Längserstreckung gekrümmt verlaufende Feder 17 im Einbauzustand
des Staubfilterbeutels so beaufschlagt ist, dass die Krümmung nicht oder praktisch
nicht mehr gegeben ist. Hierzu ist staubsaugerseitig ein Einwirkungsabschnitt 25 vorgesehen,
der konkret beim Ausführungsbeispiel als Stößel ausgebildet ist. Der Einwirkungsabschnitt
25 durchsetzt bevorzugt im eingebauten Zustand des Staubfilterbeutels eine Dichtung
24 des Staubfilterbeutels. Er kann aber auch grundsätzlich außerhalb dieser Dichtung
24 angeordnet sein.
[0035] Ein vorderer Stirnbereich 28 des Einwirkungsabschnitts 25 wirkt auf die Feder 17
nahe ihres Einspannungsbereiches 26, der hier durch Kunststoffumspritzung gegeben
ist, versetzt zu dem Einspannungsbereich 26 in Richtung auf ein freies Ende der Feder
17, ein. Durch Anlage an ein Gegenlager 27 erfolgt eine gleichsam Glättung der Feder
17, so dass sich ein im Wesentlichen danach anschließender ebenflächig verlaufender
Abschnitt der Feder 17 ergibt. Bei einer Belastung der Verschlussklappe 13 im Betrieb,
etwa durch den Saugluftstrom, kann diese sich vergleichsweise leicht öffnen. Die Zuhaltekraft
oder Gegenkraft beim Öffnen ist gering.
[0036] Beim Herausnehmen des Staubfilterbeutels 10 aus dem Staubsauger 1 fällt jedoch die
Beaufschlagung durch den Einwirkungsabschnitt 25 weg, so dass die Feder 17 wieder
ihre ursprüngliche Krümmung einnimmt. Diese sorgt dann im herausgenommenen Zustand
für eine wesentlich höhere Verschlusskraft der Verschlussklappe 13.
[0037] Von Bedeutung ist, dass das Beaufschlagungsteil 23 auf die Feder 17 bevorzugt erst
unter Belassung eines Abstandes a, in dem die Feder 17 sich frei erstreckt, gesehen
ausgehend von dem Einspannungsbereich 26, einwirkt. Hierdurch kann erreicht werden,
dass ungeachtet der Einwirkung durch das Beaufschlagungsteil 23 keine elastische Verformung
der Feder 17 eintritt.
[0038] Das Gegenlager 27 weist eine entsprechende Ausbildung, wie sie durch Einwirkung des
Beaufschlagungsteiles 23 gewünscht wird, auf. Im Ausführungsbeispiel und bevorzugt
also eine ebenflächige Gegenlagerfläche.
[0039] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung
der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten
Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch
zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
Die Unteransprüche charakterisieren in ihrer fakultativ nebengeordneten Fassung eigenständige
erfinderische Weiterbildungen des Standes der Technik, insbesondere um auf Basis dieser
Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen.
Bezugszeichenliste:
[0040]
- 1
- Staubsauger
- 2
- Grundgehäuse
- 3
- Aufnahmekammer
- 4
- Stiel
- 5
- Handgriff
- 6
- Schalter
- 7
- Elektrokabel
- 8
- Bodendüse
- 9
- Kupplung
- 10
- Staubfilterbeutel
- 11
- Halteplatte
- 12
- Filtersack
- 13
- Klappe
- 14
- Eintragsöffnung
- 15
- Saugluftkanal
- 16
- Verschlussklappe
- 17
- Feder
- 18
- Permanentmagnet
- 19
- Vorsprung
- 20
- Überstand
- 21
- Filmgelenk
- 22
- Teil
- 23
- Beaufschlagungsteil
- 24
- Dichtung
- 25
- Einwirkungsabschnitt
- 26
- Einspannungsbereich
- 27
- Gegenlager
- 28
- Stirnbereich
1. Staubfilterbeutel (10) für einen Staubsauger (1), insbesondere einen elektromotorisch
angetriebenen Staubsauger (1), mit einer eine Eintragsöffnung (14) aufweisenden Halteplatte
(11) und einem zum Verschluss der Eintragsöffnung (14) dienenden Verschlussteil, das
zwischen einer Öffnungsstellung und einer Verschlussstellung bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussteil in der Verschlussstellung einer diese sichernden Magnetkraft unterliegt.
2. Staubfilterbeutel (10) für einen Staubsauger (1), insbesondere einen elektromotorisch
angetriebenen Staubsauger (1), mit einer eine Eintragsöffnung (14) aufweisenden Halteplatte
(11) und einem zum Verschluss der Eintragsöffnung (14) dienenden Verschlussteil, das
zwischen einer Öffnungsstellung und einer Verschlussstellung bewegbar ist, wobei das
Verschlussteil in die Verschlussstellung durch eine quer zu ihrer Längserstreckung
gekrümmt verlaufende Feder (17) beaufschlagt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Krümmung der Feder im Zuge einer Benutzung änderbar vorgesehen ist.
3. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussteil einen ferromagnetisierbaren Bereich aufweist.
4. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussteil ein Magnetteil aufweist.
5. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteplatte (11) einen ferromagnetisierbaren Bereich aufweist.
6. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteplatte (11) ein Magnetteil, vorzugsweise einen Permanentmagneten (18), aufweist.
7. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetteil ein kunststoffgebundener Ferritmagnet oder ein gesinterter Ferritmagnet
ist.
8. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussteil zumindest auf einem Teil seiner Bewegungsbahn unter einer in die
Verschlussstellung gerichteten Federvorspannung steht, wobei, bevorzugt, die Federvorspannung
durch eine auf das Verschlussteil wirkende ferromagnetisierbare Feder (17) erbracht
wird.
9. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussteil und/oder die Halteplatte (11) ein Kunststoffspritzteil ist.
10. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussteil eine Verschlussklappe (16) ist.