[0001] Die Erfindung bezieht sich eine Schalenverschließmaschine gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Aus der
EP 2 141 095 A1 ist eine Schalenverschließmaschine bekannt, bei der ein Übergabeschlitten entlang
von Führungen in Transportrichtung bewegt wird und mittels einer Drehbewegung der
Führungen eine Relativbewegung der Greiferarme zueinander erzeugt wird.
[0003] Es ist aus der
EP 0 334 266 eine Schalenverschließmaschine bekannt, bei der zwei Übergabeschlitten seitlich unterhalb
eines Transportbandes, das die Schalen bis zu einer Siegelstation transportiert, angeordnet
sind und mittels eines Schwenkhebels an beiden Übergabeschlitten, an dem ein Greiferarm
angebracht ist, die Greiferarme zur Aufnahme der Schalen zueinander bewegt werden.
[0004] Aus der
EP 1 996 470 ist eine Schalenverschließmaschine bekannt, bei der ein Greifersystem mit einem Schlitten,
einer Schwenkvorrichtung und zwei Greiferarmen oberhalb der Transportebene für die
Schalen vorgesehen ist und ein Geschwindigkeitsunterschied zwischen dem Antrieb des
Schlittens und einem Antrieb der Schwenkvorrichtung für die Bewegung der Greiferarme
zueinander sorgt.
[0005] Ein gemeinsamer Nachteil der oben beschriebenen Schalenverschließmaschinen nach dem
Stand der Technik ist, dass die Greiferarme sich nicht parallel und in einem festen
Abstand von der Transportebene für die Schalen zueinander bewegen. Je nach Größe der
Schalen werden die Greiferarme zur Aufnahme der Schalen unterschiedlich weit zueinander
zubewegt und weisen somit unterschiedliche Höhen gegenüber der Transportebene und
damit gegenüber dem Schalenboden auf. Aufgrund einer Kollision mit den Greiferarmen
und dem Siegelwerkzeugunterteil während der Schließbewegung und der dabei auftretenden
vertikalen Bewegung ist es schwer möglich, flache Schalen zu erfassen. Aufgrund der
seitlichen Abmessung des Siegelwerkzeugunterteils und/oder des Siegelwerkzeugoberteils
und eines begrenzten Wegs der Greiferarme können schmale Schalen nur bei gleichzeitigem
Austausch des Siegelwerkzeugunterteils und/oder des Siegelwerkzeugoberteils mit geringeren
seitlichen Abmaßen und angepassten Greiferarmen, um die Greiferarme näher zueinander
bewegen zu können, ergriffen werden.
[0006] Die
WO 2011/018391 zeigt eine Schalenverschließmaschine mit einer horizontalen Greiferarmverstellung
an einem Übergabeschlitten, der oberhalb der Transportebene angeordnet ist, wobei
mit dem Übergabeschlitten mitfahrende Antriebe für die Greiferarmverstellung vorgesehen
sind. Eine solche Schalenverschließmaschine weist den Nachteil auf, dass der Hub der
Greiferarme aufgrund der horizontal und quer zur Transportrichtung vorgesehenen Führungen
begrenzt ist, und dass aufgrund von mitfahrenden Antrieben für die Greiferarmverstellung
die Trägheitsmasse des Übergabeschlittens hoch ist.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schalenverschließmaschine mit einem
Greifersystem zur Verfügung zu stellen, die die genannten Nachteile nicht mehr aufweist.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Schalenverschließmaschine mit den Merkmalen
des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0009] Die erfindungsgemäße Schalenverschließmaschine umfasst eine Verschließvorrichtung,
ein Sammelband, ein Abführband und ein Greifersystem, wobei das Greifersystem einen
Übergabeschlitten, Führungen für den Übergabeschlitten, einen Hubantrieb zum Antreiben
des Übergabeschlittens, wenigstens zwei Greiferarme, eine Schwenkvorrichtung für die
Greiferarme und einen Schwenkantrieb zum Antreiben der Schwenkvorrichtung aufweist.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Schwenkvorrichtung vertikal angeordnete
Drehachsen aufweist, um die Greiferarme relativ zueinander und in einer zu einer Transportebene
von zu transportierenden Schalen parallelen Ebene zu bewegen. Dies bringt den Vorteil,
dass die Greiferarme zum Einen einen nur noch sehr geringen Abstand zur Transportebene
aufweisen können, um auch flache Schalen ergreifen zu können. Zum Anderen ist eine
im Verhältnis zum Stand der Technik größere Hubbewegung und eine platzsparende Ausführung
möglich, da die Drehachsen vertikal angeordnet sind. Die Lagerung der Drehachsen ermöglicht
einen sehr geringen Platzbedarf seitlich des Abführbands oder des Sammelbands.
[0010] In einer besonders vorteilhaften Ausbildung der Schalenverschließmaschine umfasst
die Schwenkvorrichtung wenigstens ein Parallelogrammgestänge je Greiferarm, um eine
Relativbewegung der Greiferarme zueinander zu ermöglichen, bei der die Greiferarme
dauerhaft in der Transportrichtung bzw. parallel zueinander ausgerichtet sind.
[0011] Bevorzugt ist der Übergabeschlitten durch den Hubantrieb mittels eines Zahnriementriebs
antreibbar, um die Trägheit der bewegten Massen des Greifersystems zu minimieren.
[0012] Die Schwenkvorrichtung ist vorzugsweise durch den Schwenkantrieb mittels einer ersten
und zweiten Welle antreibbar, um den Schwenkantrieb stationär an einem Maschinengestell
anbringen zu können. Dies reduziert ebenfalls die bewegte Masse des Greifersystems
und diese Ausführung ist wartungsärmer als ein mitbewegter Antrieb mit mechanisch
beanspruchten Energieleitungen.
[0013] In einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die vertikal angeordneten Drehachsen der
Schwenkvorrichtung mittels einer Drehung der Wellen und eines an dem Übergabeschlitten
vorgesehenen Hebelmechanismus antreibbar. Entsprechend dem Abstand der Wellen zueinander
können hohe Drehmomente vom Schwenkantrieb auf die Schwenkvorrichtung bzw. auf die
Parallogrammgestänge und somit auf die Greiferarme übertragen werden.
[0014] Die Führungen für den Übergabeschlitten sind vorzugsweise in Transportrichtung hinter
der Siegelstation vorgesehen und beginnen somit erst nach (d. h. stromabwärts) der
Siegelstation, um die Hygienequalität zu erhöhen, indem so wenig Bauteile wie möglich
oberhalb der noch unverschlossenen Schalen beispielsweise auf dem Sammelband angeordnet
sind, auf dem die Schalen mit dem Produkt nach oben offen sind, sodass die Gefahr
einer Kontamination der Produkte vor dem Verschließen verringert wird.
[0015] Bevorzugt sind die Führungen und der Übergabeschlitten unterhalb der Transportebene
vorgesehen, um die Hygienequalität zu erhöhen, indem so wenig Bauteile wie möglich
oberhalb der noch unverschlossenen Schalen beispielsweise auf dem Sammelband angeordnet
sind.
[0016] In einer vorteilhaften Ausführung umfassen der Hubantrieb und/oder der Schwenkantrieb
einen Servomotor, um eine hohe Dynamik zu erreichen, und damit beide Antriebe zueinander
Bewegungen in einer sehr hohen Genauigkeit ausführen können, die für die Schließbewegung
der Greiferarme von Vorteil ist. Im Gegensatz zu Pneumatikzylindern sind alle Zwischenstellungen
bei der Greiferarmbewegung mit Servomotoren möglich.
[0017] Bevorzugt sind die Drehachsen mittels eines Hebelmechanismus derart miteinander gekoppelt,
dass die Parallelogrammgestänge synchron bewegbar sind, so dass die Position der Greiferarme
immer zentrisch zur Verschließvorrichtung bzw. zu den Schalen ist.
[0018] Die Greiferarme sind vorzugsweise mit einem ihrer Enden mit dem Parallelogrammgestänge
verbunden. So ragen nur die Greiferarme in die Verschließvorrichtung und der Übergabeschlitten
mit der Schwenkvorrichtung bewegt sich außerhalb der Verschließvorrichtung. Entsprechend
platzsparend kann die Verschließvorrichtung ausgeführt werden.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung sind weitere Führungen und ein weiterer
Übergabeschlitten vor der Verschließvorrichtung vorgesehen, wobei die stromaufwärts
gerichteten Enden der Greiferarme mittels einer weiteren Schwenkvorrichtung mit dem
weiteren Übergabeschlitten verbunden sind. Vor allem bei langen Greifern führt eine
weitere Führung auch vor der Verschließvorrichtung zu einer besseren Führung und Verringerung
auftretender Schwingungen bei stark beschleunigten Bewegungen, beispielsweise beim
Schließen der Greiferarme zum Aufnehmen der Produkte.
[0020] In einer besonderen Variante weisen die Übergabeschlitten jeweils einen eigenen Antrieb
auf.
[0021] Vorzugsweise weisen die Schwenkvorrichtungen vor und nach der Verschließvorrichtung
jeweils eigene Schwenkantriebe auf.
[0022] In einer weiteren Variante sind die Drehachsen der Schwenkvorrichtung gegenüber einer
senkrecht zum Sammelband und in Transportrichtung definierten vertikalen Ebene E um
einen Winkel ß nach außen geneigt angeordnet, um bei der Schließbewegung der Greiferarme
die Schalen teilweise vom Sammelband anzuheben, was die Reibkraft zwischen dem Boden
der Schale und dem Sammelband reduziert.
[0023] Die Erfindung bezieht sich nicht nur auf eine einspurige, sondern auch auf eine mehrspurige
Schalenverschließmaschine, die in Transportrichtung nebeneinander angeordnete Schalen
in der Verschließstation verarbeiten kann.
[0024] Im Folgenden wird ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer
Zeichnung näher erläutert. Im Einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Schalenverschließmaschine,
- Fig. 2a
- eine Draufsicht auf ein Greifersystem in der geöffneten Stellung,
- Fig. 2b
- eine Draufsicht auf ein Greifersystem in der geschlossenen Stellung zum Ergreifen
von Schalen vom Zuführband und einer Verschließvorrichtung,
- Fig. 2c
- eine Draufsicht auf ein Greifersystem nach einer Bewegung in Transportrichtung,
- Fig. 2d
- eine Draufsicht auf ein Greifersystem in der geöffneten Stellung zum Absetzen von
Schalen in der Verschließvorrichtung und auf dem Abführband,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht eines Greifersystem als eigene Baugruppe,
- Fig. 3a
- eine Schnittdarstellung des Greifersystems entgegen der Transportrichtung in einer
ersten Stellung,
- Fig. 3b
- eine Schnittdarstellung des Greifersystems entgegen der Transportrichtung in einer
zweiten Stellung,
- Fig. 4a
- eine Draufsicht auf die Greiferarme und die Schwenkvorrichtung in der geöffneten Stellung,
- Fig. 4b
- eine Draufsicht auf die Greiferarme und die Schwenkvorrichtung in einer Zwischenstellung,
- Fig. 4c
- eine Draufsicht auf die Greiferarme und die Schwenkvorrichtung in der geschlossenen
Stellung,
- Fig. 5a
- eine perspektivische Ansicht einer Variante der Schalenverschließmaschine mit beidseitiger
Führung der Greiferarme,
- Fig. 5b
- eine Draufsicht auf ein in Transportrichtung beidseitig geführtes Greifersystem in
geöffneter Stellung und
- Fig. 6
- eine Schnittdarstellung eines Greifersystems für eine zweispurige Schalenverschließmaschine
mit seitlich nach außen gekippten Schwenkachsen.
[0025] Gleiche Komponenten sind in den Figuren durchgängig mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0026] Figur 1 zeigt in perspektivischer Ansicht eine erfindungsgemäße Schalenverschließmaschine
1. Die Schalenverschließmaschine 1 verfügt über ein Maschinengestell 2, auf dem eine
Verschließvorrichtung 3 (z. B. eine Siegelstation) zum Verschließen sowie gegebenenfalls
zum Siegeln und/oder Evakuieren und/oder Begasen von zugeführten Schalen 4, sowie
zum Schneiden von einer zum Verschließen verwendeten, nicht dargestellten Deckelfolie
angeordnet ist. Die Verpackungsmaschine 1 verfügt ferner über ein Förderband 5 und
ein Sammelband 6 zum Zuführen der mit Produkt gefüllten Schalen 4, ein Abführband
7 zum Abtransportieren der verschlossenen Schalen 4a, eine Folienzuführrolle 9 zum
Aufnehmen und Zuführen einer Deckelfolie, sowie einen Restfolienaufwickler 10 zum
Aufwickeln der nach dem Versiegeln verbleibenden Folienbahn der Deckelfolie. Eine
Anzeige 11 ermöglicht dem Bediener der Schalenverschließmaschine 1 das Überprüfen
und Steuern des Betriebs der Schalenverschließmaschine 1. Ein Greifersystem 12 umfasst
einen Übergabeschlitten 13, eine Schwenkvorrichtung 14 und zwei Greiferarme 15. Die
Bewegung des Greifersystems 12 in einer und gegen eine Transportrichtung R erfolgt
zum Einbringen von unverschlossenen Schalen 4 vom Sammelband 6 in die Verschließvorrichtung
3 und zum Ausbringen von verschlossenen Schalen 4a aus der Verschließvorrichtung 3
auf das Abführband 7. Die Transportflächen der Bänder 6, 7, 8 für die Schalen 4, 4a
definieren die horizontale Transportebene E.
[0027] Die Funktionsweise des Greifersystems 12 wird anhand der Figuren 2a bis 2d erläutert.
[0028] Figur 2a zeigt eine Draufsicht auf das Greifersystem 12 in der geöffneten Stellung.
Der Übergabeschlitten 13 ist in Transportrichtung R mittels Führungen 16 bewegbar
und wird von einem Hubantrieb 17 (siehe Figur 3) angetrieben. An dem Übergabeschlitten
13 ist eine Schwenkvorrichtung 14 (siehe Figur 3) angebracht, die jeweils ein Parallelogrammgestänge
18 für jeden Greiferarm 15 umfasst. Für das Schließen und Öffnen der Greiferarme 15
ist ein Schwenkantrieb 19 (siehe Figur 3) vorgesehen.
[0029] Nach Öffnen der Siegelvorrichtung 3, wie in Figur 2b dargestellt, führen die Greiferarme
15 in einer horizontalen Ebene eine Schließbewegung zueinander aus und erfassen zwei
Schalen 4a, die mit einer Deckelfolie verschlossen wurden, und zwei Schalen 4, die
auf dem Sammelband 6 bereitgestellt wurden.
[0030] Der Übergabeschlitten 13 bewegt sich in Transportrichtung R, um die Schalen 4 vom
Sammelband 6 in die Verschließvorrichtung 3 und die verschlossenen Schalen 4a aus
der Verschließvorrichtung 3 über das Abführband 7 zu transportieren, wie in Figur
2c gezeigt. Die Bewegungen sind über Pfeile dargestellt.
[0031] In Figur 2d ist dargestellt, wie die Greiferarme 15 auseinander bewegt wurden, damit
die Schalen 4a auf dem Abführband 7 zu einem nächsten Produktionsschritt abtransportiert
werden können und die neuen Schalen 4 in der Verschließvorrichtung 3 verschlossen
werden können. Dieser Zyklus beginnt wieder von vorne, nachdem der Übergabeschlitten
13 wieder zurück entgegen der Transportrichtung R bewegt wurde.
[0032] Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht des Greifersystems 12 als eigene Baugruppe
ohne die Führungen 16, aber mit Übergabeschlitten 13, Hubantrieb 17 und Schwenkantrieb
19 für die Schließbewegung der Greiferarme 15. Der Hubantrieb 17 ist stationär am
Maschinengestell 2 angebracht und bewegt den Übergabeschlitten 13 entlang der hier
nicht dargestellten Führungen 16 mittels eines Zahnriementriebs 20. Alternativ hierzu
können auch Flachriemen, Ketten oder ein Spindelantrieb eingesetzt werden. Der Schwenkantrieb
19 ist ebenfalls stationär am Maschinengestell 2 angebracht und dreht eine erste Welle
21. Mittels an den Enden der ersten Welle 21 vorgesehenen Hebeln 22 wird eine zweite
Welle 23 um die erste Welle 21 gedreht, um ein Drehmoment auf die Schwenkvorrichtung
14 übertragen zu können, während die Schwenkvorrichtung 14 entlang beider Wellen 21,
23 geführt ist.
[0033] Wie in den Figuren 3a und 3b in einer Schnittansicht gezeigt, sorgt der Schwenkantrieb
19 über die zwei Wellen 21, 23 und den Hebel 22 für eine Drehmomentübertragung mittels
eines Hebelmechanismus 25 auf jeweils eine Drehachse 24 des Paralellogrammgestänges
18, die im Übergabeschlitten 13 drehbar gelagert ist. Das Parallelogrammgestänge 18
sorgt dafür, dass sich die parallel in Transportrichtung R ausgerichteten Greiferarme
15 auch bei der Öffnungs- und Schließbewegung parallel zueinander bewegen, um die
Schalen 4, 4a exakt erfassen zu können. Die Drehbewegung des Hebels 22 und das Schließen
der Greiferarme 15 sind über Pfeile in Fig. 3b dargestellt.
[0034] Anhand der Figuren 4a, 4b und 4c wird der Zusammenhang der Bewegungen des Übergabeschlittens
13 und der Greiferarme 15 erläutert. Fig. 4a zeigt in der Draufsicht das Greifersystem
12 in der geöffneten Stellung. Bei der Schließbewegung der Greiferarme 15 zur Erfassung
der (hier nicht gezeigten) Schalen müssen die Greiferarme 15 ihre Lage bezüglich der
Transportrichtung R beibehalten. Bei der Schwenkbewegung des Parallelogrammgestänges
18 findet eine Relativbewegung der Greiferarme 15 gegenüber dem Übergabeschlitten
13 statt. Diese Relativbewegung wird über eine Bewegung des Übergabeschlittens 13
ausgeglichen. Das bedeutet, dass der Hubantrieb 17 (siehe Figur 3) während der Schließbewegung
der Greiferarme 15 mit dem Schwenkantrieb 19 (siehe Figur 3) derart beispielsweise
über eine gemeinsame Steuerung gekoppelt ist, damit eine solche Schließbewegung der
Greiferarme 15 ermöglicht ist. Vorzugsweise sind für den Hubantrieb 17 und den Schwenkantrieb
19 Servomotoren vorgesehen. Desweiteren zeigen die Figuren 4a und 4c, dass der Platzbedarf
der Schwenkvorrichtung 14, im Speziellen des Parallelogrammgestänges 18, gering ist
und es trotzdem möglich ist, sowohl sehr schmale Schalen 4, als auch sehr breite Schalen
4 ergreifen zu können, ohne an dem Greifersystem 12 Modifikationen vornehmen zu müssen.
Damit steigt die Flexibilität und Rüstzeiten werden verringert.
[0035] Fig. 5a zeigt eine Variante der Schalenverschließmaschine 1 mit beidseitiger Führung
der Greiferarme 15, wobei gegenüber der Fig. 1 ein weiterer Übergabeschlitten 13a
und weitere Schwenkvorrichtungen 14a jeweils vor der Verschließvorrichtung 3 vorgesehen
sind, um die Greiferarme 15 an beiden Enden zu halten und zu führen. Dabei können
der Übergabeschlitten 13a und die Schwenkvorrichtung 14a vor der Verschließstation
3 jeweils wie der Übergabeschlitten 13 und die Schwenkvorrichtung 14 nach der Verschließstation
3 einen eigenen Antrieb 17, 19 umfassen, um die oben beschriebenen Bewegungen sicher
ausführen zu können.
[0036] In Fig. 5b sind weitere Führungen 16a vor der Verschließvorrichtung 3 gezeigt, die
koaxial zu den Führungen 16, die nach der Verschließvorrichtung 3 angeordnet sind,
ausgerichtet sind. Mittels Führungen 16 und 16a, die sich nicht seitlich neben und
entlang der Verschließstation 3, sondern jeweils nur vor oder hinter der Verschließstation
3 erstrecken, ist eine schmale Bauform und damit ein geringer Platzbedarf ermöglicht.
[0037] Ebenso ist es denkbar, dass der Übergabeschlitten 13 und die Führungen 16 unterhalb
des Sammelbands 6 vorgesehen sind. In den Figuren 1 bis 5b ist eine einspurige Schalenverschließmaschine
1 zum gleichzeitigen Verschließen von zwei hintereinander angeordneten Schalen 4 gezeigt,
d.h. eine einspurige zweireihige Schalenverschließmaschine 1. Die erfindungsgemäße
Schalenverschließmaschine 1 ist ebenso als mehrspurige Schalenverschließmaschine 1
ausführbar und jede beliebige Anzahl von Schalen 4 ist denkbar.
[0038] Fig. 6 zeigt eine Ausführungsvariante eines Greifersystems 12 für eine zweispurige
Schalenverschließmaschine 1, bei der die Drehachsen 24a gegenüber einer senkrecht
zum Sammelband 6 und in Transportrichtung R definierten vertikalen Ebene V um einen
Winkel ß nach außen geneigt sind. Die Greiferarme 15 selbst sind so konfiguriert,
dass sie wenigstens die Hälfte der Länge eines quer zur Transportrichtung R ausgerichteten
Schalenrands mittels Greiferfingern 15a, die eine geeignete Länge aufweisen, aufnehmen
können und die Schale 4 entsprechend dem Winkel ß eine Neigung gegenüber dem Sammelband
6 aufweist. Somit befindet sich nicht der gesamte Schalenboden, sondern nur noch ein
sehr geringer Teil des Schalenbodens mit dem Sammelband 6 in Kontakt. Durch die einseitige
Aufnahme der Schalen 4 mittels jeweils eines Greiferarms 15 bzw. der Greiffinger 15a
können die Schalen 4 vom Sammelband 6 in die Verschließvorrichtung 3 transportiert
werden, ohne dass in der Verschließvorrichtung 3 eine Führungsanlage zwischen den
zwei Spuren vorgesehen ist, an der die Schalen 4 während der Transportbewegung anliegen,
weil die Greiferarme 15 die Schalen 4 lediglich nur in der Transportrichtung R anschieben
und nicht wie in Fig. 6 gezeigt die Schalen 4 teilweise anheben.
1. Schalenverschließmaschine (1), umfassend eine Verschließvorrichtung (3), ein Sammelband
(6), ein Abführband (7) und ein Greifersystem (12), wobei das Greifersystem (12) einen
Übergabeschlitten (13), Führungen (16) für den Übergabeschlitten (13), einen Hubantrieb
(17) zum Antreiben des Übergabeschlittens (13) entlang der Führungen (16), wenigstens
zwei Greiferarme (15), eine Schwenkvorrichtung (14) zum Schwenken der Greiferarme
(15) und einen Schwenkantrieb (19) zum Antreiben der Schwenkvorrichtung (14), dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkvorrichtung (14) vertikal angeordnete Drehachsen (24) aufweist, um die
Greiferarme (15) relativ zueinander und in einer zu einer Transportebene (E) parallelen
Ebene zu bewegen.
2. Schalenverschließmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkvorrichtung (14) wenigstens ein Parallelogrammgestänge (18) je Greiferarm
(15) umfasst.
3. Schalenverschließmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachsen (24) mittels eines Hebelmechanismus (25) derart miteinander gekoppelt
sind, dass die Parallelogrammgestänge (18) synchron bewegbar sind.
4. Schalenverschließmaschine nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Parallelogrammgestänge (18) mit einem Ende eines Greiferarms (15) verbunden ist.
5. Schalenverschließmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergabeschlitten (13) durch den Hubantrieb (17) mittels eines Zahnriementriebs
(20) antreibbar ist.
6. Schalenverschließmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkvorrichtung (14) durch den Schwenkantrieb (19) mittels einer ersten und
zweiten Welle (21, 23) antreibbar ist.
7. Schalenverschließmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikal angeordneten Drehachsen (24) der Schwenkvorrichtung (14) mittels einer
Drehung der Wellen (21, 23) und eines an dem Übergabeschlitten (13) vorgesehenen Hebelmechanismus
(25) antreibbar sind.
8. Schalenverschließmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (16) in einer Transportrichtung (R) der Schalenverschließmaschine (19
hinter der Verschließvorrichtung (3) vorgesehen sind.
9. Schalenverschließmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (16) und der Übergabeschlitten (13) unterhalb der Transportebene (E)
vorgesehen sind.
10. Schalenverschließmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubantrieb (17) und/oder der Schwenkantrieb (19) einen Servomotor umfassen.
11. Schalenverschließmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Führungen (16a) und ein weiterer Übergabeschlitten (13a) vor der Verschließvorrichtung
(3) vorgesehen sind.
12. Schalenverschließmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabeschlitten (13, 13a) jeweils einen Hubantrieb (17) aufweisen.
13. Schalenverschließmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Schwenkvorrichtung (14a) vor der Verschließvorrichtung (3) vorgesehen
ist.
14. Schalenverschließmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkvorrichtungen (14, 14a) jeweils einen Schwenkantrieb (19) aufweisen.
15. Schalenverschließmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachsen (24a) der Schwenkvorrichtung (14) gegenüber einer senkrecht zum Sammelband
(6) und in Transportrichtung (R) definierten vertikalen Ebene (E) um einen Winkel
(ß) nach außen geneigt sind.