[0001] Die Erfindung betrifft eine Halteeinrichtung für eine Zwischenstütze eines Kettfadenwächters
einer Webmaschine. Die Erfindung betrifft außerdem eine Stützeinrichtung mit einer
Zwischenstütze und zwei an den beiden Enden der Zwischenstütze angeordneten Halteeinrichtungen.
[0002] Kettfadenwächter für Webmaschinen sind an sich bekannt. Der Kettfadenwächter dient
dazu, Kettfadenbrüche beim Betrieb einer Webmaschine zu erkennen, so dass sofort der
Webprozess gestoppt und der Kettfaden ersetzt werden kann. Dadurch wird vermieden,
dass Gewebe mit Webfehlern hergestellt wird.
[0003] Ein Kettfadenwächter weist quer zur Erstreckungsrichtung der Kettfäden angeordnete
Kontaktschienen auf. Auf den Kontaktschienen sind Kontaktlamellen angeordnet, die
zwei voneinander isolierte elektrische Kontakte der Kotaktschiene kurzschließen können,
wenn der zugeordnete Kettfaden reißt. Unterhalb der Kontaktschiene verläuft der zugeordnete
Kettfaden durch ein Loch in der Kontaktlamelle. Reißt der Kettfaden fällt die Kontaktlamelle
herunter und schließt die zwei Kontakte der Kontaktschiene kurz. Dieser Kurzschluss
wird erkannt, so dass ein Kettfadenbruch unmittelbar festgestellt werden kann.
[0004] Die Kontaktschienen erstrecken sich in einer Längsrichtung quer zur Kettfadenrichtung.
Sie sind an ihren Längsenden mit dem Gestell der Webmaschine verbunden, wie dies beispielsweise
in
EP 1 598 462 B1 erläutert ist. Um Schwingungen während des Betriebs der Webmaschine zu dämpfen, können
im Bereich der Befestigung der Kontaktschienen mit dem Maschinengestell der Webmaschine
Dämpfungsmittel zwischengeschaltet sein. Bei langen Kontaktschienen ist es notwendig,
diese im Bereich zwischen ihren beiden Längsenden zusätzlich abzustützen. Hierzu dient
eine Stützeinrichtung mit einer in etwa in Richtung der Kettfäden in einer Querrichtung
verlaufenden Zwischenstütze. Die Zwischenstütze erstreckt sich zwischen zwei Fadentragrohren
des Kettfadenwächters, die in Längsrichtung parallel zu den Kontaktschienen verlaufen.
Eine solche Stützeinrichtung mit einer Zwischenstütze ist in
EP 1 598 462 B1 lediglich stark schematisiert veranschaulicht.
[0005] Zu der Stützeinrichtung gehört eine Halteeinrichtung, um die Zwischenstütze am Fadentragrohr
zu befestigen. Eine solche Halteeinrichtung ist beispielsweise aus der technischen
Information Weaving 7 "Kettfadenwächter im Überblick",
DE 08.2011 der Anmelderin bekannt. Die Halteeinrichtung weist ein Tragteil und ein Spannteil
auf, die zur Befestigung der Stützeinrichtung mit der Zwischenstütze an einem Fadentragrohr
dienen, wie dies beispielsweise auf Seite 2 dieser Veröffentlichung unten schematisch
veranschaulicht ist. Das Tragteil umfasst das Fadentragrohr von unten, während das
Spannteil auf der der Zwischenstütze abgewandten Seite am Beginn der Krümmung der
Fadentragrohres seitlich dagegen gespannt ist. Die Spannteile befinden sich dabei
unterhalb einer Ebene, die tangential an die oberen Radien der beiden Fadentragrohre
des Kettfadenrichters angelegt ist. Dadurch ist die Gefahr reduziert, dass die Kettfäden,
die auf dem Fadentragrohr aufliegen, in Kontakt mit der Halteeinrichtung und insbesondere
mit dem Spannteil gelangen und dadurch beschädigt werden. Es hat sich allerdings gezeigt,
dass beim Betrieb der Webmaschine erhebliche Belastungen der Halteeinrichtung auftreten
und diese durch Vibrationen und Bewegungen einer starken Beanspruchung unterworfen
ist.
[0006] Daher besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Halteeinrichtung
für eine Zwischenstütze eines Kettfadenwächters sowie eine Stützeinrichtung mit Zwischenstütze
und zwei Halteeinrichtungen zu schaffen, deren Lebensdauer erhöht ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Halteeinrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 sowie eine Stützeinrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches 14 gelöst.
[0008] Erfindungsgemäß weist die Halteeinrichtung für eine Zwischenstütze ein Tragteil sowie
ein am Tragteil befestigbares Spannteil auf. Das Tragteil und das Spannteil sind dazu
eingerichtet, am Fadentragrohr des Kettfadenwächters befestigt zu werden. Am Spannteil
ist eine erste Haltefläche und am Tragteil ist eine zweite Haltefläche vorhanden.
Die beiden Halteflächen grenzen an eine Aussparung an, die vom Tragteil und vom Spannteil
gebildet ist. Vorzugsweise ist die vom Spannteil und vom Tragteil begrenzte Aussparung
in Umfangsrichtung vollständig oder zumindest in einem Winkelbereich um die Längsachse
des Fadentragrohres von zumindest 270° oder 300° geschlossen.
[0009] Erfindungsgemäß liegen die erste Haltefläche und die zweite Haltefläche jeweils flächig
an dem Fadentragrohr an, wenn die Halteeinrichtung am Fadentragrohr befestigt ist
und/oder die erste Haltefläche und die zweite Haltefläche liegen an einer Stelle am
Fadentragrohr an, die sich auf der Seite der Längsmittelebene durch das Fadentragrohr
befindet, auf der auch die von der Halteeinrichtung getragene Zwischenstütze angeordnet
ist. Die Längsmittelebene durch das Fadentragrohr ist rechtwinklig zu einer Querrichtung
orientiert. Die Querrichtung ist die Richtung, in der sich die Zwischenstütze erstreckt.
[0010] Erfindungsgemäß wird durch eine oder beide Maßnahmen eine Relativbewegung der Halteeinrichtung
gegenüber dem Fadentragrohr vermindert, die durch Erschütterungen oder Vibrationen
beim Betrieb der Webmaschine ausgelöst werden können. Solche Relativbewegungen können
dazu führen, dass sich die Fixierung der Halteeinrichtung am Fadentragrohr lockert
oder löst, wodurch das Bewegungsspiel der Halteeinrichtung gegenüber dem Fadentragrohr
zunimmt. Die Belastungen an der Halteeinrichtung nehmen zu und können zum Bruch der
Halteeinrichtung führen. Die erfindungsgemäße Halteeinrichtung ist durch die flächige
Anlage der beiden Halteflächen und/oder sozusagen durch das Übergreifen des Fadentragrohres
gegenüber bisherigen Halteeinrichtungen besser am Fadentragrohr fixiert. Die Halteeinrichtung
kann spielfrei am Fadentragrohr kraft- und/oder formschlüssig gehalten werden, so
dass sich auch durch Vibrationen beim Betrieb der Webmaschine kein vergrößertes Spiel
zwischen der Halteeinrichtung und dem Fadentragrohr ausbildet. Vorzugsweise umgreift
die Halteeinrichtung das Fadentragrohr derart, dass eine formschlüssige Befestigung
in allen Richtungen quer zur Längsrichtung des Fadentragrohres erreicht ist. Die Belastungen
auf die Halteeinrichtung während des Betriebs der Webmaschine nehmen nicht zu. Die
Lebensdauer der Halteeinrichtung und mithin der Stützeinrichtung mit der Zwischenstütze
ist vergrößert.
[0011] Vorzugsweise liegt sowohl das Spannteil, als auch das Tragteil unmittelbar ohne Zwischenschaltung
von separaten Elementen unmittelbar am Fadentragrohr an. Das Tragteil besteht beispielsweise
aus Kunststoff und ist bei einem Ausführungsbeispiel integral mit der zugeordneten
Zwischenstütze ausgeführt. Das Tragteil und die Zwischenstütze bestehen mithin aus
einem einheitlichen Material und sind integral ohne Naht- oder Fügestelle einstückig
ausgebildet. Das Spannteil ist vorzugsweise aus einem Metall, beispielsweise aus Aluminium
hergestellt.
[0012] Die erste Haltefläche und/oder die zweite Haltefläche kann in einer Umfangsrichtung
um das Fadentragrohr zumindest abschnittsweise gekrümmt verlaufen. Die Krümmung dieses
Abschnitts ist an die Krümmung des Fadentragrohres angepasst und weist insbesondere
einen konstanten Krümmungsradius auf. Die erste Haltefläche und/oder die zweite Haltefläche
liegt somit an einem gekrümmten Abschnitt des Fadentragrohrs in Umfangsrichtung und
in Längsrichtung an, so dass ein ununterbrochener flächiger Kontakt zwischen der betreffenden
Haltefläche und dem Fadentragrohr hergestellt werden kann. Dadurch dass der Verlauf
der Halteflächen in Umfangsrichtung an den Verlauf des Fadenrohres angepasst ist,
erfolgt ein formschlüssiges Umgreifen des jeweils zugeordneten Umfangsabschnitts des
Fadentragrohren unabhängig von der Kraft, mit der das Spannteil bzw. das Tragteil
an das Fadentragrohr gedrückt wird. Insbesondere besteht der flächige Kontakt zwischen
der jeweiligen Haltefläche und dem Fadentragrohr auf beiden Seiten der Längsmittelebene
durch das Fadentragrohr. In die Halteeinrichtung eingeleitete Kräfte quer zur Längsrichtung
lassen sich dadurch besonders gut abstützen. Vom Krümmungsmittelpunkt der ersten Haltefläche
bzw. der zweiten Haltefläche aus gemessen liegt der gekrümmte Abschnitt der ersten
Haltefläche und/oder der zweiten Haltefläche vorzugsweise in einem Winkelbereich von
zumindest 90° oder zumindest 120° am Fadentragrohr an.
[0013] Die Aussparung ist bei einer Ausführungsform an die Kontur des Fadentragrohrs angepasst
und im Wesentlichen rund oder oval oder elliptisch ausgeführt.
[0014] Zur Befestigung des Spannteils am Tragteil dient bei einer vorteilhaften Ausführungsform
ein Spannelement, das eine Lösestellung und eine Spannstellung einnehmen kann. In
der Lösestellung ist das Spannteil um eine Schwenkachse schwenkbar am Tragteil gelagert.
In der Spannstellung des Spannelements sind das Spannteil und das Tragteil kraftschlüssig
und vorzugsweise formschlüssig gegen das Fadentragrohr gespannt. Die Schwenkbarkeit
des Spannteils in der Lösestellung des Spannelements vereinfacht die Montage der Halteeinrichtung
am Fadentragrohr.
[0015] Die Schwenkachse kann vorzugsweise geneigt gegenüber der Längsmittelebene durch das
Fadentragrohr verlaufen und somit eine Kraftkomponente in der Längsmittelebene und
eine Kraftkomponente quer zur Längsmittelebene zwischen der Halteeinrichtung und dem
Fadentragrohr bewirken.
[0016] Bei einer Ausführungsform ist das Spannelement als Spannschraube ausgeführt, die
mit einem Innengewinde am Tragteil zusammenarbeitet. Das Innengewinde kann durch eine
Gewindehülse am Tragteil gebildet sein. Die Gewindehülse kann dabei aus Metall hergestellt
sein. Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn das Spannteil einen Grundkörper und einen
vom Grundkörper weg ragenden Stützvorsprung aufweist. Der Stützvorsprung dient zur
Abstützung der Zwischenstütze und/oder eines an der Zwischenstütze gelagerten Distanzelements.
Ein solches Distanzelement kann beispielsweise zur Abstützung der Kontaktschienen
des Kettfadenwächters in Querrichtung dienen. Die Zwischenstütze bzw. das Distanzelement
können an einer Stützfläche des Stützvorsprungs anliegen, so dass über den Stützvorsprung
eine Querkraft in Querrichtung parallel zur Erstreckungsrichtung der Zwischenstütze
an der Halteeinrichtung aufgenommen werden kann. Die Stützfläche des Stützvorsprungs
liegt insbesondere dann an der Zwischenstütze bzw. dem Distanzelement an, wenn sich
das Spannelement in seiner Spannstellung befindet.
[0017] Bei einer Stützeinrichtung mit zwei Halteeinrichtungen an den beiden Enden der Zwischenstütze
kann diese bzw. das daran gelagerte Distanzelement zwischen den beiden Halteeinrichtungen
und insbesondere zwischen den beiden Stützvorsprüngen in Querrichtung an beiden Enden
abgestützt oder mit einer Klemmkraft beaufschlagt werden.
[0018] Die erste Haltefläche des Spannteiles kann teilweise am Grundkörper und teilweise
am Stützvorsprung angeordnet sein. Insbesondere schließen sich die beiden Abschnitte
der ersten Haltefläche in Umfangsrichtung aneinander an. Die beiden Abschnitte der
ersten Halteflächen können gemessen in Längsrichtung unterschiedlich breit sein. Dies
ist insbesondere dann der Fall, wenn der Grundkörper in Längsrichtung gemessen breiter
ist als der Stützvorsprung. Die Breite des Stützvorsprunges in Längsrichtung ist vorzugsweise
maximal so groß, wie die Breite der Zwischenstütze und/oder eines an der Zwischenstütze
gelagerten Distanzelements. Dadurch wird der Raum für die Kettfäden zu beiden Seiten
der Zwischenstütze bzw. des Distanzelementes durch den Stützvorsprung nicht verringert.
[0019] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Die Beschreibung beschränkt sich auf die wesentlichen Merkmale der Erfindung. Die
Zeichnung ist ergänzend heranzuziehen. Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der
Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung im Einzelnen erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische, blockschaltbildähnliche Darstellung einer Webmaschine in
Seitenansicht,
Figur 2 eine schematische, blockschaltbildähnliche Darstellung eines Kettfadenwächters
der Webmaschine nach Figur 1 in Draufsicht,
Figur 3 eine perspektivische Teildarstellung der Kontaktschienen des Kettfadenwächters
nach Figur 2 mit beispielhaft dargestellten Kontaktlamellen,
Figur 4 eine Stützeinrichtung mit zwei Halteeinrichtungen und einer Zwischenstütze
in schematische Seitenansicht mit Blick in Längsrichtung,
Figur 5 eine schematische Darstellung einer Kontaktschiene des Kettfadenwächters im
Querschnitt,
Figur 6 eine schematische Darstellung der Halteeinrichtung in Seitenansicht mit Blick
in Längsrichtung, wobei sich ein Spannelement in seiner Lösestelle befindet,
Figur 7 die Halteeinrichtung nach Figur 6, wobei sich das Spannelement in Spannstellung
befindet und
Figur 8 das Spannteil der Halteeinrichtung in einer perspektivischen Darstellung.
[0020] In Figur 1 ist schematisch der prinzipielle Aufbau einer Webmaschine 10 veranschaulicht.
Die Webmaschine 10 weist einen Streichbaum 11 auf, über den die Kettfäden 12 in einer
Kettfadenebene E parallel zueinander in Kettfadenrichtung K zugeführt werden. Die
Kettfäden 12 verlaufen durch einen Kettfadenwächter 13 und anschließend durch vorzugsweise
mehrere Lamellen 14. Im Anschluss an die Lamellen werden die Kettfäden 12 durch jeweils
ein Fadenauge einer Weblitze geführt, die in einem Webschaft 15 angeordnet sind. In
Figur 1 sind beispielhaft zwei Webschäfte 15 dargestellt, wobei die Anzahl der Webschäfte
auch größer sein kann und von der Bindungsart des herzustellenden Gewebes abhängt.
Die Webschäfte 15 sind in einer Arbeitsrichtung A rechtwinklig zur Kettfadenrichtung
K durch einen nicht dargestellten Antrieb bewegbar. Dadurch kann ein Webfach geöffnet
und ein Schussfaden 16 in das Webfach eingetragen werden. Ein Riet 17 dient zum Anschlag
des Schussfadens 16 an eine Gewebekante 18. Das hergestellte Gewebe wird über einen
Warenabzug 19 abgezogen.
[0021] Figur 2 zeigt schematisch in Draufsicht den Kettfadenwächter 13 der Webmaschine 10.
Der Kettfadenwächter 13 weist zwei in einer Querrichtung Q verlaufenden Befestigungselementen
25 auf. Die beiden Befestigungselemente 25 sind in einer Längsrichtung L betrachtet,
die rechtwinklig zur Querrichtung Q orientiert ist, zu beiden Seiten der Kettfäden
12 angeordnet. Die beiden Befestigungselemente 25 sind durch zwei Fadentragrohre 26
miteinander verbunden und bilden mit diesen Fadentragrohren 26 den Rahmen. Die Fadentragrohre
26 erstrecken sich parallel zueinander in Längsrichtung L und in Arbeitsrichtung A
betrachtet unterhalb der Kettfäden 12. Die Kettfäden 12 können daher auf den Fadentragrohren
12 aufliegen bzw. mit diesen in Kontakt kommen.
[0022] Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel ist die Querrichtung Q parallel zur
Kettfadenrichtung K ausgerichtet. Der Kettfadenwächter 13 kann gegenüber der Kettfadenebene
E allerdings auch geneigt verlaufen, so dass die Querrichtung Q und die Kettfadenrichtung
K voneinander verschieden sein können und einen Winkel von beispielsweise etwa 10°
bis 15° einschließen können.
[0023] Die Befestigungselemente 25 sind an jeweils einem zugeordneten Teil eines Maschinengestells
27 der Webmaschine 10 befestigt, wie dies schematisch in Figur 2 veranschaulicht ist.
Zwischen den beiden Fadentragrohren 26 erstrecken sich in Längrichtung L parallel
zueinander mehrere Kontaktschienen 28 des Kettfadenwächters 13. Die Anzahl der Kontaktschienen
28 hängt von der Anzahl der Kettfäden 12 ab. In Figur 5 ist eine Kontaktschiene 28
im Querschnitt dargestellt. Sie weist beispielsgemäß ein U-förmiges erstes Schienenteil
28a und ein im Zwischenraum des ersten Schienenteils 28a angeordnetes zweites Schienenteil
28b auf, das aus dem Zwischenraum etwas herausragt. Die beiden Schienenteile 28a,
28b sind elektrisch leitfähig und durch einen im Zwischenraum des ersten Schienenteils
28a angeordneten Isolator 28c elektrisch voneinander isoliert.
[0024] Jedem Kettfaden 12 ist eine Kontaktlamelle 29 zugeordnet. Die Kontaktlamelle 29 ist
aus elektrisch leitfähigem Material und weist ein Kettfadenloch 30 auf, durch das
der zugeordnete Kettfaden 12 hindurchgeführt ist. In Arbeitsrichtung A oberhalb des
Kettfadenloches hat die Kontaktlamelle 29 einen Lamellenschlitz 31, durch den eine
der Kontaktschienen 28 hindurch verläuft. Jede Kontaktlamelle 29 weist angrenzend
an den Lamellenschlitz 31 in Arbeitsrichtung A oberhalb der zugeordneten Kontaktschiene
28 einen Schenkel 32 auf, der die zugeordnete Kontaktschiene in Querrichtung Q betrachtet
übergreift. Dieser Schenkel 32 ist bei unbeschädigtem Kettfaden 12 mit Abstand zur
Kontaktschiene 28 angeordnet. Reißt der Kettfaden 12 stützt sich die Kontaktlamelle
29 nicht länger auf dem Kettfaden 12 ab und fällt in Arbeitsrichtung A auf die Kontaktschiene
28 herunter. Dadurch wird über den Schenkel 32 eine elektrisch leitfähige Verbindung
zwischen den beiden Schienenteilen 28a, 28b hergestellt. Der Kettfadenwächter 13 weist
für jede Kontaktschiene 28 zwei elektrische Anschlüsse 33 auf, die jeweils einem der
beiden Schienenteile 28a, 28b zugeordnet sind. Der elektrische Widerstand bzw. der
Kurzschluss zwischen den beiden Anschlüssen 33 kann festgestellt und auf diese Weise
ein Kettfadenbruch erkannt werden.
[0025] Jeder Kontaktschiene 26 sind eine Mehrzahl von Kontaktlamellen 29 zugeordnet. Die
Kontaktlamellen 29 für unmittelbar benachbart angeordnete Kettfäden 12 befinden sich
an unterschiedlichen Kontaktschienen 28, wie dies schematisch in Figur 2 bzw. Figur
3 veranschaulicht ist.
[0026] Die Kontaktschienen 28 übergreifen alle Kettfäden 12 in Längsrichtung L. Abhängig
von der Länge der Kontaktschienen 28 müssen diese im Bereich zwischen den beiden Befestigungselementen
25 zusätzlich gehalten bzw. gestützt werden. Beim Betrieb der Webmaschine 10 treten
erhebliche Vibrationen und Schwingungen auf, die zu großen Belastungen auch am Kettfadenwächter
13 führen. Der Kettfadenwächter 13 weist daher eine zwischen den Befestigungselementen
25 angeordnete und die beiden Fadentragrohre 26 verbindende Stützeinrichtung 38 auf.
Die in Figur 2 äußerst schematisch veranschaulichte Stützeinrichtung 38 ist in Figur
4 in Seitenansicht veranschaulicht.
[0027] Die Stützeinrichtung 38 weist eine sich zwischen den beiden Fadentragrohren 26 erstreckende
Zwischenstütze 39 auf. Die Zwischenstütze 39 erstreckt sich in Querrichtung Q. An
beiden in Querrichtung Q beabstandeten Enden der Zwischenstütze 39 ist jeweils eine
Halteeinrichtung 40 zur Befestigung der Stützeinrichtung 38 am jeweils zugeordneten
Fadentragrohr 26 vorhanden. Jede Halteeinrichtung 40 weist ein Spannteil 41 und ein
Tragteil 42 auf, die über ein Spannelement 43 und beispielsgemäß eine Spannschraube
44 miteinander verbindbar sind. Das Spannelement 43 ist in den Figuren 6 und 7 veranschaulicht.
[0028] Das Tragteil 42 ist beim Ausführungsbeispiel integral mit der Zwischenstütze 39 ausgeführt.
Somit sind beispielsgemäß zwei Tragteile 42 und die dazwischen verlaufende Zwischenstütze
39 einstückig ohne Naht- und Fügestelle aus einem einheitlichen Material, insbesondere
aus Kunststoff, hergestellt. Das Spannteil 41 ist vorzugsweise aus Metall, beispielsweise
aus Aluminium, hergestellt.
[0029] Die Zwischenstütze 39 kann wie beim Ausführungsbeispiel nach Figur 4 veranschaulicht,
wenigstens ein und beispielsgemäß zwei Distanzelemente 48, 49 aufweisen. Die Distanzelemente
48, 49 haben eine geschlitzte, kammähnliche Form. Durch die in Arbeitsrichtung A verlaufenden
Schlitze 47 in den Distanzelementen 48, 49 sind in Querrichtung Q zwischen benachbarten
Stützen angeordnete Distanzstege 50 gebildet.
[0030] Beispielsgemäß sind bei dem hier dargestellten oberen Distanzelement 48 die Distanzstege
50 dazu vorgesehen, den Abstand zwischen zwei benachbarten Kontaktschienen 28 in Querrichtung
Q vorzugeben. Jeweils ein Distanzsteg 50 ist zwischen zwei benachbarten Kontaktschienen
28 des Kettfadenwächters 13 angeordnet, so dass sich die Kontaktschienen 28 durch
die Schlitze 47 des oberen Distanzelementes 48 erstrecken.
[0031] Das beispielsgemäß zusätzlich vorgesehene untere Distanzelement 49 dient zur Vorgabe
des Abstandes zweier benachbarter Führungsschienen 51 des Kettfadenwächters 13. Die
Führungsschienen 51 sind bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel vorgesehen,
um die Kontaktlamellen 29 einer Kontaktschiene 28 auf Abstand zu halten von den Kontaktlamellen
29 einer benachbarten Führungsschiene 28. Die Führungsschienen 51 sind zu diesem Zweck
in Arbeitsrichtung A unterhalb und in Querrichtung Q versetzt jeweils zwischen zwei
Kontaktschienen 28 angeordnet. Zur besseren Übersicht sind die Führungsschienen 51
in Figur 2 nicht veranschaulicht und lediglich in Figur 4 dargstellt. Die Führungsschienen
51 erstrecken sich in Längsrichtung L unterhalb der Kettfäden 12 zwischen den beiden
Befestigungselementen 25. Sind keine Führungsschienen 51 am Kettfadenwächter 13 vorhanden,
kann auch das untere Distanzelement 49 entfallen.
[0032] Beim Ausführungsbeispiel sind die Fadentragschienen 26 im Querschnitt oval ausgeführt.
Jedes Fadentragrohr 26 weist zwei in Längsrichtung L und in Arbeitsrichtung verlaufende
Flachseiten 52 auf. Die beiden Flachseiten sind in Arbeitsrichtung A gesehen oben
und unten jeweils durch einen gekrümmten Abschnitt 53 verbunden. Die Krümmungsradien
R der Außenflächen der beiden gekrümmten Abschnitte 53 sind beim Ausführungsbeispiel
gleich groß. Dadurch entsteht ein ovales Hohlprofil. Eine Längsmittelebene M durch
das Fadentragrohr 26 ist rechtwinkelig zur Querrichtung Q ausgerichtet. Die Längsmittelebene
M verläuft durch die beiden Krümmungsmittelpunkte P der gekrümmten Abschnitte 53.
[0033] Das Tragteil 42 und das Spannteil 41 begrenzen gemeinsam eine Aussparung 58 der Halteeinrichtung
40, durch die das Fadentragrohr 26 hindurch verläuft, wenn die Halteeinrichtung 40
am Fadentragrohr 326 befestigt ist. Die Kontur der Aussparung 58 ist an die Querschnittsform
des Fadentragrohrs angepasst. Das Tragteil 42 und das Spannteil 41 umschließen das
Fadentragrohr 26 beim Ausführungsbeispiel vollständig.
[0034] Das Spannteil 41 ist von einem Grundkörper 59 und von einem Stützvorsprung 60 gebildet.
Der Grundkörper 59 ist kappenähnlich ausgestaltet und umgreift einen Anbringungsabschnitt
61 des Tragteils 42. Im Tragteil 42 ist beispielsgemäß eine Gewindehülse 62 mit einem
Innengewinde angeordnet, die vorzugsweise aus Metall besteht, und von dem Anbringungsabschnitt
61 her zugänglich ist. Das Innengewinde könnte alternativ auch direkt im Tragteil
42 ausgebildet sein. Im Grundkörper 59 ist ein Befestigungsloch 63 mit einer Ringschulter
64 vorhanden. Über den Kopf der Spannschraube 44 kann daher das Spannteil 41 gegen
das Tragteil 42 gespannt werden. Die Längsachse der Gewindehülse 62 und der Spannschraube
44 verlaufen beispielsgemäß schräg geneigt zur Längsmittelebene M und bestimmen die
Schwenkachse S, um die das Spannteil 41 relativ zum Tragteil 42 geschwenkt werden
kann, wenn sich das von der Spannschraube 44 gebildete Spannelement 43 in seiner Lösestellung
befindet (Figur 6). Beispielsgemäß ist die Spannschraube 44 in der Lösestellung nur
teilweise in die Gewindehülse 62 eingeschraubt und der Kopf der Spannschraube 44 ist
derart vom Tragteil 42 beabstandet, dass das Spannteil 41 um die Schwenkachse S geschwenkt
werden kann. In der Lösestellung umgreift das Spannteil 41 den Anbringunsabschnitt
61 daher nicht. Die Spannstellung der Spannschraube 44 bzw. des Spannelements 43 ist
in Figur 7 veranschaulicht.
[0035] In der Spannstellung ist die Halteeinrichtung 40 form- und kraftschlüssig am Fadentragrohr
26 angeordnet und das Spannteil 41 ist unbeweglich gegenüber dem Tragteil 42 an diesem
befestigt. Beispielsgemäß umfasst das Spannteil 41 dabei die beiden in Längsrichtung
orientierten Seiten des Anbringungsabschnitts 61, wodurch eine Verdrehsicherung gegen
ein ungewolltes Drehen des Spannteils 41 um die Schwenkachse S relativ zum Tragteil
42 hergestellt ist.
[0036] In Längsrichtung L gemessen ist die Breite des Grundkörpers 59 größer als die Breite
des Stützvorsprungs 60. Der Stützvorsprung 60 ist durch ein plattenartiges Teil gebildet,
das mit Blick in Längsrichtung L beim Ausführungsbeispiel eine etwa dreieckförmige
Kontur aufweist. Die Kontur des Stützvorsprungs 60 kann auch verschiedene andere Formen
haben. Ausgehend vom Befestigungsloch 63 erstreckt sich eine erste Kante 60a des Stützvorsprungs
60 schräg zum oberen Ende 65 des Stützvorsprungs 60. Eine andere an das obere Ende
65 anschließende zweite Kante 60 b des Stützvorsprungs 60 verläuft in Spannstellung
des Spannelements 43 zumindest abschnittsweise im Wesentlichen parallel zur Längsmittelebene
M des Fadentragrohres 46. An dieser zweiten Kante 60b ist beispielsgemäß im Bereich
des oberen Endes 65 eine Stützfläche 66 vorhanden. Die Stützfläche 66 ist an einem
vorspringenden Absatz 67 angeordnet. Der Absatz 67 steht vom übrigen Bereich der zweiten
Kante 60b des Stützvorsprungs 60 vor. Der Stützvorsprung 60 weist keinen Abschnitt
oder Bereich auf, der durch die Ebene hindurchragt, in der sich die Stützfläche 66
befindet.
[0037] Angrenzend an die Aussparung 58 weist das Spannteil 41 eine erste Haltefläche 70
auf. Die erste Haltefläche 70 weist einen Teilabschnitt 70a am Grundkörper 59 und
einen sich daran anschließenden Teilabschnitt 70b am Stützvorsprung 60 auf. Die beiden
Teilabschnitte 70a, 70b schließen in Umfangsrichtung um das Fadentragrohr 26 unmittelbar
aneinander an. Im Bereich der ersten Haltefläche 70 liegt das Spannteil 61 in Umfangsrichtung
und in Längsrichtung durchgehend flächig am Fadentragrohr 26 an, wenn die Halteeinrichtung
40 am Fadentragrohr 26 befestigt ist.
[0038] Entsprechend der in Längsrichtung L gemessenen Breite des Grundkörpers 59 bzw. des
Stützvorsprungs 60 ist die Breite des am Stützvorsprung 60 vorhandenen Teilabschnitts
70b der ersten Haltefläche kleiner als die des am Grundkörper vorhandenen Teilabschnitts
70a. Die Erstreckung der ersten Haltefläche 70 in Umfangsrichtung um das Fadentragrohr
26 ist in Figur 6 anhand des Pfeiles H1 schematisch veranschaulicht.
[0039] Am Tragteil 42 grenzt eine zweite Haltefläche 71 an die Aussparung 58 an. Die zweite
Haltefläche 71 erstreckt sich in Umfangsrichtung um das Fadendrangrohr entlang des
gesamten zugeordneten gekrümmten Abschnitts 53 sowie zumindest abschnittsweise entlang
der sich daran anschließenden Flachseiten 52 des Fadentragrohrs 26, wie dies schematisch
durch den Pfeil H2 in Figur 6 veranschaulicht ist. Die zweite Haltefläche 71 des Tragteils
42 ist daher dem unteren gekrümmten Abschnitt 53 und die erste Haltefläche 70 des
Spannteils 41 dem oberen gekrümmten Abschnitt 53 des Fadentragrohres 26 zugeordnet.
Entlang der zweiten Haltefläche 71 liegt das Tragteil 42 in Umfangsrichtung und in
Längsrichtung L flächig am Fadentragrohr 26 an, wenn die Halteeinrichtung 40 am Fadentragrohr
26 befestigt ist.
[0040] Beide Halteflächen 70, 71 liegen auf der Seite bezogen auf die Längsmittelebene M
am Fadentragrohr 26 an, auf der sich die Zwischenstütze 39 befindet. Beispielsgemäß
liegen die beiden Halteflächen 70, 71 auch auf der der Zwischenstütze 39 abgewandten
Seite bezüglich der Längsmittelebene M am Fadentragrohr 26 an. Die beiden gekrümmten
Abschnitte 53 des Fadentragrohrs 26 werden ausgehend von der Längsmittelebene M sowohl
durch die erste Haltefläche 70, als auch durch die zweite Haltefläche 71 in Umfangsrichtung
gesehen zu beiden Seiten hin flächig umgriffen. Zu diesem Zweck ist sowohl die erste
Haltefläche 70, als auch die zweite Haltefläche 71 abschnittsweise gekrümmt ausgeführt
und weist denselben Krümmungsradius R auf, wie die Außenfläche des zugeordneten gekrümmten
Abschnitts 53 des Fadentragrohrs 26.
[0041] Die zweite Haltefläche 71 liegt in Umfangsrichtung um das Fadentragrohr vollständig
am zugeordneten gekrümmten Abschnitt 53 des Fadentragrohres an. Die erste Haltefläche
70 liegt in Umfangsrichtung ausgehend vom Krümmungsmittelpunkt P des zugeordneten
gekrümmten Abschnitts 53 betrachtet in einem Winkelbereich W größer als 90° und beispielsgemäß
in einem Winkelbereich W von 130° bis 140° an. Auf der der Zwischenstütze 39 abgewandten
Seite bezüglich der Längsmittelebene M liegt die erste Haltefläche 70 in Umfangsrichtung
um das Fadentragrohr 26 beispielsgemäß vollständig am zugeordneten gekrümmten Abschnitt
53 des Fadentragrohres 26 an. Dadurch ergibt sich ein Anlagewinkelbereich von beispielsgemäß
etwa 40° bis 50° zwischen der ersten Anlagefläche 70 und dem gekrümmten Abschnitt
53 auf dessen durch die Längsmittelebene M begrenzten Seite, die der Zwischenstütze
39 zugewandt ist.
[0042] Die beiden Halteflächen 70, 71 schließen nicht unmittelbar aneinander an. Das Spannteil
41 und das Halteteil 42 liegen daher in Umfangsrichtung nicht ununterbrochen am Fadentragrohr
26 an, sondern in den beiden Bereichen zwischen der ersten und der zweiten Haltefläche
und vorzugsweise nur hier, kann ein Spalt zwischen der Halteeinrichtung 40 und dem
Fadentragrohr 26 vorhanden sein.
[0043] Parallel zur Längsmittelebene M erstreckt sich quer zur Querrichtung Q und quer zur
Längsrichtung L entlang der zugeordneten Flachseite 52 des Fadentragrohres 26 ein
Stützschenkel 75 der Zwischenstütze 39. Die Zwischenstütze 39 weist an beiden gegenüberliegenden
Enden in Querrichtung Q jeweils einen Stützschenkel 75 auf, wobei zwischen diesen
beiden Stützschenkeln 75 ein Freiraum vorhanden ist, der einen Aufnahmebereich 76
für das Anordnen des wenigstens einen Distanzelements 48 und/oder 49 bildet. In Gebrauchslage,
wenn die Stützeinrichtung 38 mit den beiden Halteeinrichtungen 40 an den Fadentragrohren
26 befestigt ist, liegen diese Stützschenkel 75 an der jeweils zugeordneten Stützfläche
66 des Stützvorsprungs 60 an. Über den Stützvorsprung 60 kann das Spannteil 41 der
Halteeinrichtung 40 in Querrichtung Q eine Kraft aufnehmen, wobei sich das Spannteil
41 am Fadentragrohr 26 abstützt. Dadurch wird das wenigstens eine Distanzelement 48,
49 der Stützeinrichtung 38 daran gehindert, sich in Querrichtung Q aufgrund von Vibrationen
und Erschütterungen beim Betrieb der Webmaschine 10 zu bewegen. Dies führt wiederum
dazu, dass die durch das obere Distanzelement 48 in Querrichtung Q abgestützten und
positionierten Kontaktschienen 28 in Querrichtung Q gegen Schwingungsbewegungen abgestützt
sind. Über die Stützvorsprünge 60 der beiden Halteeinrichtungen 40 einer Stützeinrichtung
38 kann auf das Stützelement 39 und beispielsgemäß die Stützschenkel 75 und/oder das
wenigstens eine dazwischen angeordnete Distanzelement 48, 49 eine Klemmkraft in Querrichtung
Q ausgeübt werden, so dass das wenigstens eine Distanzelement 48, 49 in Querrichtung
Q kraftschlüssig geklemmt gehalten ist, wenn sich die Spannelemente 43 der Halteeinrichtungen
40 der Stützeinrichtung 38 jeweils in ihrer Spannstellung befinden (Figuren 4 und
7).
[0044] Alternativ oder zusätzlich zu der kraftschlüssigen Lagerung des wenigstens eines
Distanzelementes 48, 49 über den Stützschenkel 75 der Zwischenstütze 39 könnte auch
eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Stützschenkel 75 und/oder dem wenigstens
einen Distanzelement 48, 49 einerseits und der Stützfläche 66 des Stützvorsprungs
60 der Halteeinrichtung 40 andererseits vorgesehen sein.
[0045] Die Stützeinrichtung 38 kann nachträglich am Kettfadenwächter 13 angebracht werden.
Die Montage wird wie folgt durchgeführt:
Zunächst wird an der Anbringungsstelle der Stützeinrichtung 38 eine Gasse zwischen
den Kettfäden 12 gebildet. Anschließend wird das obere Distanzelement 48 an den Kontaktschienen
28 angeordnet. Das untere Distanzelement 49 wird an der Zwischenstütze 39 angeordnet.
[0046] Die durch die Spannschrauben 44 gebildeten Spannelemente 43 werden in ihre Lösestellung
gebracht und die beiden Spannteile 41 werden von den Stützschenkeln 75 weggeschwenkt,
so dass die Aussparung 58 zugänglich bzw. offen ist (Figur 6). Die beiden Halteeinrichtungen
40 können dann von unten an die beiden Fadentragrohre 26 angesteckt werden. Dabei
wird das obere Distanzelement 48 mit den Stützschenkeln 75 der Zwischenstütze 39 und/oder
dem unteren Distanzelement 49 verbunden.
[0047] Nachfolgend werden die beiden Spannteile 41 um etwa 180 Grad geschwenkt, so dass
ihre jeweilige Stützfläche 66 dem zugeordneten Stützschenkel 75 zugewandt ist. Die
Spannelemente 43 werden anschließend in ihre Spannstellung gebracht. Beispielsgemäß
geschieht dies durch ein Einschrauben der Spannschrauben 44 in das Innengewinde der
zugeordneten Gewindehülse 62, wobei insbesondere ein vorgegebenes Anzugsdrehmoment
eingehalten wird. Dabei wird die zweite Haltefläche 71 des Tragteils 42 von unten
und die erste Haltefläche 70 des Spannteils 41 von oben gegen das zugeordnete Fadentragrohr
26 gespannt. Gleichzeitig gelangt die Stützfläche 66 des Stützvorsprungs 60 zur Anlage
mit dem zugeordneten Stützschenkel 75 und stützt die beiden Distanzelemente 48, 49
über den Stützschenkel 75 in Querrichtung Q ab. Die Lage der Halteeinrichtungen 40
relativ zum Fadentragrohr 26 ergibt sich beim Anziehen der Spannschraube 44 automatisch.
Es wird eine sichere, spielfreie Verbindung zwischen der Halteeinrichtung 40 mit dem
Fadentragrohr 26 erreicht, die auch bei starken Vibrationen und Schwingungen der Webmaschine
10 fest am Fadentragrohr 26 positioniert und gehalten ist. Auf diese Weise wird der
Verschleiß der Halteeinrichtung 40 reduziert.
[0048] Die Erfindung betrifft eine Halteeinrichtung 40 für eine Stützeinrichtung 38 eines
Kettfadenwächters 13. Zu der Stützeinrichtung 38 gehört eine zwischen zwei parallelen
Fadentragrohren 26 verlaufende Zwischenstütze 39, an der wenigstens ein Distanzelement
48, 49 angeordnet ist. Die Halteeinrichtung 40 weist ein Spannteil 41 mit einer ersten
Haltefläche 70 und ein Tragteil 42 mit einer zweiten Haltefläche 71 auf. Die beiden
Halteflächen 70, 71 grenzen an eine Aussparung 58 für das Fadentragrohr 26 an. Die
beiden Halteflächen schließen in Umfangsrichtung um das Fadentragrohr 26 gesehen nicht
unmittelbar aneinander an. Die Aussparung 58 ist dennoch in Umfangsrichtung um das
Fadentragrohr 26 gesehen durch das Spannteil 41 und das Tragteil 42 vollständig geschlossen.
Die beiden Halteflächen 70, 71 liegen in Umfangsrichtung und in einer Längsrichtung
des Fadentragrohres 26 flächig am Fadentragrohr 26 an. Alternativ oder zusätzlich
sind die Halteflächen 70, 71 derart angeordnet, dass sie zumindest abschnittsweise
auf der Seite der Längsmittelebene M durch das Fadentragrohr 26 mit dem Fadentragrohr
26 in Kontakt stehen, auf der auch die Zwischenstütze 39 angeordnet ist.
Bezugszeichenliste:
[0049]
- 10
- Webmaschine
- 11
- Streichbaum
- 12
- Kettfaden
- 13
- Kettfadenwächter
- 14
- Lamelle
- 15
- Webschaft
- 16
- Schussfaden
- 17
- Riet
- 18
- Gewebekante
- 19
- Warenabzug
- 25
- Befestigungselement
- 26
- Fadentragrohr
- 27
- Maschinengestell
- 28
- Kontaktschiene
- 28a
- erstes Schienenteil
- 28b
- zweites Schienenteil
- 28c
- Isolator
- 29
- Kontaktlamelle
- 30
- Kettfadenloch
- 31
- Lamellenschlitz
- 32
- Schenkel
- 33
- elektrischer Anschluss
- 38
- Stützeinrichtung
- 39
- Zwischenstütze
- 40
- Halteeinrichtung
- 41
- Spannteil
- 42
- Tragteil
- 43
- Spannelement
- 44
- Spannschraube
- 48
- Distanzelement
- 49
- Distanzelement
- 50
- Distanzsteg
- 51
- Führungsschiene
- 52
- Flachseite
- 53
- gekrümmter Abschnitt
- 58
- Aussparung
- 59
- Grundkörper
- 60
- Stützvorsprung
- 60a
- erste Kante
- 60b
- zweite Kante
- 61
- Anbringungsabschnitt
- 62
- Gewindehülse
- 63
- Befestigungsloch
- 64
- Ringschulter
- 65
- oberes Ende des Stützvorsprungs
- 66
- Stützfläche
- 67
- Absatz
- 70
- erste Haltefläche
- 70a
- Teilabschnitt der Haltefläche am Grundkörper
- 70b
- Teilabschnitt der Haltefläche am Stützvorsprung
- 71
- zweite Haltefläche
- 75
- Stützschenkel
- 76
- Aufnahmebereich
- A
- Arbeitsrichtung
- E
- Kettfadenebene
- H1
- Pfeil
- H2
- Pfeil
- K
- Kettfadenrichtung
- M
- Längsmittelebene
- P
- Krümmungsmittelpunkt
- R
- Krümmungsradius
- S
- Schwenkachse
1. Halteeinrichtung (40) für eine Zwischenstütze (39) eines Kettfadenwächters (13) einer
Webmaschine (10),
mit einem Tragteil (42) und einem am Tragteil (42) befestigbaren Spannteil (41), die
zur Befestigung an einem Fadentragrohr (26) des Kettfadenwächters (13) eingerichtet
sind,
mit einer ersten Haltefläche (70) am Spannteil (41) und einer zweiten Haltefläche
(71) am Tragteil (42), die an eine Aussparung (58) für das Fadentragrohr (26) angrenzen,
wobei
- die beiden Halteflächen (70, 71) jeweils flächig an dem Fadentragrohr (26) anliegen
und/oder
- die beiden Halteflächen (70, 71) auf der Seite der Längsmittelebene (M) durch das
Fadentragrohr (26) am Fadentragrohr (26) angreifen, auf der sich die Zwischenstütze
(39) befindet.
2. Halteeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Fadentragrohr (26) in der Aussparung (58) durch das Spannteil (41) und das Tragteil
(42) vollständig umschlossen ist.
3. Halteeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Haltefläche (70) und/oder die zweite Haltefläche (71) in einer Umfangsrichtung
um das Fadentragrohr (26) zumindest abschnittsweise gekrümmt verlaufen und jeweils
auf beiden Seiten der Längsmittelebene (M) flächig am Fadentragrohr (26) anliegen.
4. Halteeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die durch das Spannteil (41) und das Tragteil (42) begrenzte Aussparung (58) eine
runde oder ovale oder elliptische Kontur aufweist.
5. Halteeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Spannelement (43) zur Befestigung des Spannteils (41) am Tragteil (41) dient,
das in einer Lösestellung das Spannteil (41) um eine Schwenkachse (S) schwenkbar am
Tragteil (42) lagert und in einer Spannstellung das Spannteil (41) und das Tragteil
(42) mit der jeweiligen Haltefläche (70, 71) gegen das Fadentragrohr (26) spannt.
6. Halteeinrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (S) gegenüber der Längsmittelebene (M) durch das Fadentragrohr (26)
geneigt verläuft.
7. Halteeinrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Spannelement (43) als Spannschraube (44) ausgeführt ist und in ein Innengewinde
(62) am Tragteil (42) eingeschraubt ist.
8. Halteeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Spannteil (41) einen Grundkörper (59) und einen vom Grundkörper (59) weg ragenden
Stützvorsprung (60) aufweist, der zur Abstützung der Zwischenstütze (39) und/oder
eines an der Zwischenstütze (39) gelagerten Distanzelements (48, 49) dient.
9. Halteeinrichtung nach Anspruch 8 und einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stützvorsprung (60) an seinem der ersten Haltefläche (70) des Spannteils (41)
entgegengesetzten freien Ende (65) eine Stützfläche (66) aufweist, an der die Zwischenstütze
(39) und/oder ein an der Zwischenstütze (39) gelagertes Distanzelement (48, 49) anliegt,
wenn sich das Spannelement (43) in seiner Spannstellung befindet.
10. Halteeinrichtung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Haltefläche (70) teilweise am Grundkörper (59) und teilweise am Stützvorsprung
(60) angeordnet ist.
11. Halteeinrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (59) in Längsrichtung (L) des Fadentragrohres (26) gemessen breiter
ist als der Stützvorsprung (60).
12. Halteeinrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass Stützvorsprung (60) in Längsrichtung (L) des Fadentragrohres (26) gemessen maximal
so breit ist wie die Zwischenstütze (39) und/oder ein an der Zwischenstütze (39) gelagertes
Distanzelement (48, 49).
13. Halteeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Tragteil (42) und die Zwischenstütze (39) als integrale Baueinheit ausgeführt
sind.
14. Stützeinrichtung (38) für einen Kettfadenwächter (13) zur Abstützung wenigstens einer
Kontaktschiene (28) des Kettfadenwächters (13), mit einer sich in einer Querrichtung
(Q) erstreckenden Zwischenstütze (39), die an ihren beiden Enden jeweils eine Halteeinrichtung
(40) nach einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist.
15. Stützeinrichtung (38) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenstütze (39) und/oder ein an der Zwischenstütze (39) gelagertes Distanzelement
(48, 49) zwischen den beiden Halteeinrichtungen (40) in Querrichtung (Q) mit einer
Klemmkraft beaufschlagt wird.