[0001] Die Erfindung betrifft eine Schließeinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Zum Sperren eines Schlosses ist üblicherweise ein Betätigungsglied bzw. eine Handhabe
vorgesehen, wie beispielsweise ein Türgriff, ein Türknauf, ein Schlüssel oder dergleichen,
dessen Bewegung entweder unmittelbar oder unter Zwischenschaltung einer Kupplungseinrichtung
mit dem Schließglied, wie beispielsweise einer Sperrnase oder einem Sperrriegel, zum
Öffnen oder Schließen des Schlosses gekuppelt ist, wobei die Kupplungseinrichtung
das Betätigungsglied mit dem Schließglied in der Regel nur dann kuppelt, wenn eine
Zutrittsberechtigung festgestellt wurde. Die Zutrittsberechtigung wird bei elektronisch
arbeitenden Schließeinrichtungen durch elektronische Zutrittskontrollmittel gesteuert,
bei denen eine Identifizierung mittels eines elektronischen Codes festgestellt wird.
Die Kupplungseinrichtung wird meist durch Motoren oder elektromagnetisch angetrieben,
um zwischen einer Ineingriffs- und einer Außereingriffslage bewegt zu werden.
[0003] Die elektronischen Zutrittskontrollmittel umfassen meist eine Leseeinheit zum Auslesen
von Zutrittsrechtsdaten aus einem Identmedium, eine Auswerteschaltung zur Feststellung
der Zutrittsberechtigung in Abhängigkeit von den Zutrittsrechtsdaten und eine mit
der Auswerteschaltung zusammenwirkende Logikeinheit zur Ansteuerung der Kupplungsmittel,
wobei zumindest ein Element ausgewählt aus Leseeinheit, Auswerteschaltung und Logikeinheit
in der Handhabe angeordnet und mit einem in dem Schließzylinder angeordneten Element
elektrisch verbunden ist. Es ist beispielsweise die Kupplungseinrichtung samt der
zugeordneten Logikeinheit in dem Schließzylinder angeordnet und muss zu deren Ansteuerung
und ggf. Energieversorgung elektrisch mit der Handhabe verbunden werden, in der zumindest
ein Teil der anderen Komponenten der elektronischen Zutrittskontrolle und ggf. auch
der Energiespeicher angeordnet sind. Die Handhabe muss für Montage- und Demontagezwecke,
aber ggf. auch zum Auswechseln des Energiespeichers lösbar mit dem Zylinderkern verbunden
werden, sodass neben den elektrischen auch mechanische Verbindungsmittel vorgesehen
sind. Die lösbare mechanische und elektrische Verbindung ermöglicht weiters die Ausbildung
eines modularen Systems, bei dem ein Schließzylinder wahlweise mit einem aus einer
Mehrzahl von unterschiedlich ausgebildeten Handhaben verbunden werden kann, beispielsweise
um unterschiedlichen Datenübertragungstechnologien für das Auslesen der Zutrittsrechtsdaten
aus einem Identmedium Rechnung zu tragen.
[0004] Zur Herstellung der elektrischen Verbindung sind üblicherweise Steckbuchsen vorgesehen,
die jedoch ungünstig in der Handhabung sind. Solche Verbindungsmittel müssen zusammengesteckt
werden, bevor die mechanische Verbindung zwischen der Handhabe und dem Zylinderkern
hergestellt wird. Daraus folgt, dass die elektrische Verbindung beim nachfolgenden
mechanischen Verbinden der beiden Komponenten z.B. durch eine Verschraubung einer
Verdrehung und entsprechenden Belastung unterworfen ist.
[0005] Das Dokument
EP 1 739 631 A1 beschreibt einen Schließzylinder mit Knauf, wobei im Knauf eine Leseeinheit räumlich
getrennt von der Auswerteelektronik angeordnet ist, welche beispielsweise im Schließzylindergehäuse
selbst oder in der Rosette an einer Seite des Schließzylinders untergebracht sein
kann.
[0006] Das Dokument
DE 10 2004 009 992 A1 beschreibt eine elektronische Schließeinrichtung mit einem elektronischen Schließzylinder
und einer als Knauf ausgebildeten Handhabe, wobei der Knauf ein Innengewinde aufweist
und über eine ringförmige Schraubscheibe, welche ein Außengewinde aufweist, mit einer
Trägerwelle des Schließzylinders verbunden ist.
[0007] Das Dokument
EP 1 908 898 A1 beschreibt eine elektronische Schließeinrichtung mit einem elektronischen Schließzylinder,
wobei einer der beiden Knäufe des Doppelschließzylinders mit Nockenelementen gegenüber
unberechtigter Demontage ohne ein entsprechendes, eigenes Werkzeug gesichert ist.
[0008] Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, die mechanische Verbindung in einfacher
Weise mit einer elektrischen Verbindung zu kombinieren, sodass beim Herstellen der
mechanischen Verbindung automatisch auch die elektrische Verbindung hergestellt und
umgekehrt bei einem Lösen der mechanischen Verbindung gleichzeitig auch die elektrische
Verbindung getrennt wird.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Schließeinrichtung im Wesentlich derart ausgebildet,
dass die Verbindungsmittel wenigstens zwei in unterschiedlichem radialen Abstand von
der Drehachse des Zylinderkerns angeordnete elektrische Kontakte und auf entsprechendem
Durchmesser liegende ringförmige Gegenkontakte aufweisen. Die ringförmige Ausbildung
der Gegenkontakte stellt sicher, dass die elektrische Kontaktierung unabhängig von
der jeweiligen Drehlage der Handhabe relativ zum Zylinderkern hergestellt ist. Dies
ermöglicht es, eine Gewindeverbindung zwischen der Handhabe und dem Zylinderkern vorzusehen,
wobei die elektrische Kontaktierung gleichzeitig mit der durch die Gewindeverbindung
erzielbaren mechanischen Verbindung hergestellt wird und die elektrische Kontaktierung
unabhängig von der Winkelpositionierung des Gewindeein- bzw. -auslaufs ist. Wenn die
elektrischen Kontakte als federnde Kontaktstifte ausgebildet sind, wirken die Kontaktstifte
mit den ringförmigen Gegenkontakten beim Verschrauben der Handhabe mit dem Zylinderkern
nach Art von Schleifkontakten zusammen.
[0010] Bevorzugt sind die elektrischen Kontaktierungsmittel durch die Gewindeverbindung
hindurchgeführt.
[0011] Bevorzugt sind die ringförmigen Gegenkontakte als Leiterbahnen auf einem Träger,
insbesondere einer Trägerfolie ausgebildet.
[0012] Bevorzugt sind die elektrischen Kontakte am Zylinderkern und die Gegenkontakte an
der Handhabe angeordnet.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung sind wenigstens drei elektrische Kontakte
und zugeordnete Gegenkontakte vorgesehen, wobei zwei Kontakte der Energieübertragung
von einem in der Handhabe angeordneten elektrischen Energiespeicher zu dem Kupplungsmittel
und wenigstens ein Kontakt der Signal- bzw. Datenübertragung dient.
[0014] Wenn die Leseeinheit und die Auswerteschaltung in der Handhabe und die Logikeinheit
im Schließzylinder angeordnet sind, dient die elektrische Verbindung zwischen der
Handhabe und dem Zylinderkern unter anderem der Übertragung von Steuerbefehlen der
Logikschaltung, um die Kupplungsmittel zu betätigen.
[0015] Um sicherzustellen, dass die Verbindung zwar einfach gelöst werden kann, aber trotzdem
überaus stabil ist und hohen mechanischen Belastungen beispielsweise bei Manipulationsversuchen
oder dgl. standhält, ist die Ausbildung bevorzugt so getroffen, dass die Verbindungsmittel
eine Gewindeverbindung zwischen Zylinderkern und Handhabe umfassen, wobei die Gewindeverbindung
eine formschlüssige Verdrehsicherung in der Form von an dem Zylinderkern oder der
Handhabe angeordneten axialen Ausnehmungen aufweist, in die an dem anderen Teil ausgebildete
Vorsprünge im verschraubten Zustand der Gewindeverbindung axial eingreifen können.
Die Verdrehsicherung erlaubt es, eine bewährte Gewindeverbindung für die mechanische
Verbindung der Handhabe mit dem Schließzylinder einzusetzen, ohne dass Nachteile hinsichtlich
der Drehfestigkeit der Verbindung in Kauf genommen werden müssen. Es kann auf nachteilige
Steck- oder Rastverbindungen verzichtet werden. Die Vorsprünge und Ausnehmungen sind
insbesondere so angeordnet, dass die Vorsprünge bei Erreichen eines verschraubten
Zustandes selbsttätig in die Ausnehmungen formschlüssig eingreifen bzw. einrasten.
Dies ist insbesondere dann sichergestellt, wenn, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung
entspricht, die Vorsprünge und/oder die Ausnehmungen axial in Eingriffsrichtung federbeaufschlagt
sind. Auf Grund der Erfindung sind gesondert zu montierende Sicherungsmittel, wie
z.B. Sicherungsstifte, Madenschrauben oder dgl. nicht erforderlich.
[0016] Bevorzugt ist vorgesehen, dass wenigstens drei Ausnehmungen und Vorsprünge in Umfangsrichtung
verteilt angeordnet sind. Bevorzugt sind die wenigstens drei Ausnehmungen gleichmäßig
über den Umfang des Gewindes verteilt, sodass die Vorsprünge in einer der Umfangsteilung
entsprechenden Anzahl an Drehlagen in Eingriff mit den Ausnehmungen gebracht werden
können. Bevorzugt sind wenigstens vier, insbesondere wenigstens sechs Vorsprünge und
Ausnehmungen vorgesehen.
[0017] Grundsätzlich können die Vorsprünge entweder an der Handhabe oder am Zylinderkern
und die Ausnehmungen am jeweils anderen Teil angeordnet werden. Aufgrund der begrenzten
Platzverhältnisse im Zylinderkern ist es aber vorteilhaft, wenn die Vorsprünge an
der Handhabe und die Ausnehmungen am Zylinderkern ausgebildet sind. Dies insbesondere
wenn, wie dies einer weiteren bevorzugten Weiterbildung entspricht, die Gewindeverbindung
ein an einer Stirnseite der Handhabe, insbesondere an einer den Deckel eines topfförmigen
Knaufs bildenden Platte, ausgebildetes Innengewinde und ein am Zylinderkern ausgebildetes
Außengewinde umfasst.
[0018] Die Vorsprünge sind hierbei vorteilhafterweise an einem hinter der Stirnseite der
Handhabe, insbesondere hinter der den Deckel des Knaufs bildenden Platte, angeordneten
Bauteil ausgebildet, wobei die Vorsprünge in Ausnehmungen des Innengewindes formschlüssig
eingreifen und radial in die lichte Weite des Innengewindes hineinragen. Dadurch wird
der die Vorsprünge tragende Teil in konstruktiv einfacher Weise ebenfalls formschlüssig
und verdrehgesichert gehalten.
[0019] Um zu ermöglichen, dass die Vorsprünge erst nach einem möglichst vollständigen Verschrauben
der Handhabe mit dem Zylinderkern formschlüssig in die Ausnehmungen eingreifen, muss
eine Möglichkeit geschaffen werden, die Vorsprünge wegzudrücken und erst nach dem
Verschraubungsvorgang eingreifen zu lassen. Die Ausbildung ist in diesem Zusammenhang
bevorzugt derart getroffen, dass der die Vorsprünge tragende Bauteil radial außerhalb
des Gewindes angeordnete Sicherungsstifte aufweist, die in Ausnehmungen an der Stirnseite
der Handhabe, insbesondere in einer den Deckel eines topfförmigen Knaufs bildenden
Platte, eingreifen. Die Sicherungsstifte sind hierbei von außen mittels eines Werkzeuges
zurückdrückbar angeordnet, sodass die Vorsprünge während des Einschraubvorgangs unter
Verwendung eines Spezialwerkzeugs in eine Position gebracht werden können, in der
sie nicht in Eingriff in die Ausnehmungen gelangen können. Erst nachdem die Handhabe
vollständig bis zum Anschlag auf den Zylinderkern aufgeschraubt wurde, werden die
Sicherungsstifte losgelassen und die Vorsprünge auf Grund der Federkraft in Richtung
zu den Ausnehmungen beaufschlagt. Ein Zurückdrehen der Handhabe um einen bestimmten
Winkel führt dazu, dass die Vorsprünge bei Erreichen einer mit den Ausnehmungen überdeckenden
Position in diese automatisch eingreifen, um auf diese Art die formschlüssige Verdrehsicherung
zu realisieren. Je größer die Anzahl der in Umfangsrichtung verteilten Vorsprünge
und Ausnehmungen ist, desto geringer ist der bis zum Einrasten der Vorsprünge in die
Ausnehmungen erforderliche Rückdrehwinkel.
[0020] Die Erfindung kann im Rahmen von verschiedenen Ausbildungen der Schließeinheit zum
Einsatz gelangen. Es ist daher bevorzugt vorgesehen, dass die Schließeinheit als Doppelknaufschließzylinder,
Schließzylinder mit lediglich einem Knauf, mit oder ohne Schlüsselsteckfunktion auf
der dem Knauf gegenüberliegenden Schließzylinderseite, Doppelschließzylinder, Doppelschließzylinder
mit beidseitiger elektronischer oder mechatronischer Berechtigungsabfrage, Halbzylinder,
Halbzylinder mit Knauf, Halbzylinder mit mechatronischer Berechtigungsabfrage oder
Halbzylinder mit elektronsicher Berechtigungsabfrage ausgebildet ist.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In dieser zeigt Fig. 1 einen Schließzylinder, Fig. 2 einen Knauf,
Fig. 3 den Schließzylinder aus Fig. 1 mit einem vorderen Teil des Knaufs, Fig. 4 den
Schließzylinder mit aufgeschraubtem Knauf und einem Montierwerkzeug und Fig. 5 das
Montierwerkzeug in angesetztem Zustand.
[0022] In Fig. 1 ist der Schließzylinder mit 1 bezeichnet und weist ein Schließzylindergehäuse
2 und einen im Schließzylindergehäuse 2 drehbar aufgenommenen Zylinderkern 3 auf.
Der Zylinderkern 3 besteht aus zwei axial hintereinander angeordneten Teilen und nimmt
eine schematisch angedeuteten Kupplung 4 auf, mit welcher der vordere Teil 5 des Zylinderkerns
3 mit dem hinteren Teil drehfest verbunden und die drehfeste Verbindung wieder gelöst
werden kann. Der vordere, aus dem Zylindergehäuse 2 vorragende Teil 5 ist immer frei
drehbar im Schließzylindergehäuse 2 gelagert. Mit dem frei drehbaren Teil 5 kann ein
Drehknauf 6 drehfest verbunden werden, sodass die Drehbewegung des Drehknaufs 6 stets
auf den frei drehbaren Teil 5 des Zylinderkerns 3 übertragen wird. Mit dem hinteren
Teil des Zylinderkerns 3 ist eine nicht dargestellt Schließnase oder dgl. drehfest
verbunden. Sobald der frei drehbare Teil 5 des Zylinderkerns 3 mittels der Kupplung
4 in drehfeste Wirkverbindung mit dem hinteren Teil des Zylinderkerns 3 gebracht wird,
bewirkt eine Verdrehung des Drehknaufs 6 eine Betätigung der Sperrnase, sodass ein
nicht näher dargestelltes Schloss geöffnet werden kann. Die Kupplung 4 wird hierbei
von einer Logikeinheit 7 angesteuert, die mittels dreier elektrischer Leitungen 9
mit einer in dem Drehknauf 6 angeordneten Auswerteschaltung 8 elektrisch verbunden
ist.
[0023] Die drehfeste Verbindung des Zylinderkerns 3 mit dem Drehknauf 6 erfolgt über eine
Gewindeverbindung, die ein Außengewinde 10 an dem vorragenden Abschnitt des frei drehbaren
Teils 5 und ein Innengewinde 11 (Fig. 2) an einer stirnseitigen Platte 14 des Drehknaufs
6 umfasst. Zur Verdrehsicherung der Gewindeverbindung sind am freien Ende des Teils
5 sechs in Umfangsrichtung regelmäßig verteilte Ausnehmungen 12 vorgesehen, in welche
im verschraubten Zustand entsprechende Vorsprünge 13 des Drehknaufs 6 axial eingreifen.
Die Vorsprünge 13 sind an einem hinter der den Deckel des Drehknaufs 6 bildenden Platte
14 angeordneten plattenförmigen Bauteil 15 ausgebildet. Die Anordnung des Bauteils
15 ist am besten in Fig. 3 ersichtlich, in welcher der Bauteil 15 so wie in Fig. 1
der besseren Übersichtlichkeit halber nicht in der Einbaulage, sondern nach links
versetzt dargestellt ist. In Fig. 3 ist ersichtlich, dass der Bauteil 15 an der dem
Schließzylinder 1 zugewandten Seite drei in Umfangsrichtung regelmäßig verteilte Sicherungsstifte
16 trägt. Die Sicherungsstifte 16 greifen in Ausnehmungen 17 der Platte 14 ein, damit
der plattenförmige Bauteil 15 in Bezug auf den Drehknauf 6 bzw. die Platte 14 in einem
drehfesten Zustand gehalten wird. Wie dies in Fig. 2 ersichtlich ist, ragen die Spitzen
der Sicherungsstifte 16 aus den Ausnehmungen 17 hervor, d.h. sie stehen aus der Platte
14 heraus. Die Sicherungsstifte 16 dienen gleichzeitig als Montage- und Demontagehilfe.
Der plattenförmige Bauteil 15 ist nämlich in axialer Richtung verschiebbar gelagert
und mittels eines nicht dargestellten Federelements in Richtung zur Platte 14 beaufschlagt.
Wenn nun das in Fig. 4 dargestellte Montagewerkzeug 18 angesetzt wird (Fig. 5), können
die Sicherungsstifte 16 und mit ihnen das plattenförmige Bauteil 15 zurückgeschoben
werden, sodass die Vorsprünge 13 in Bezug auf die Ausnehmungen 12 außer Eingriff gelangen.
In dieser Stellung ist die Verdrehsicherung der Gewindeverbindung gelöst und der Drehknauf
6 kann vom Schließzylinder 1 heruntergeschraubt werden. Nach dem Entfernen des Montagewerkzeugs
18 kehrt das Bauteil 15 samt den Sicherungsstiften 17 auf Grund der Federkraft in
seine ursprüngliche Position zurück.
[0024] Das Montagewerkzeug 18 wird auch für das Anschrauben des Drehknaufs 6 verwendet.
Zuerst werden die Sicherungsstifte 16 mit dem Montagewerkzeug 18 zurückgeschoben.
Danach wird der Drehknauf 6 auf den Schließzylinder 1 bis zum Anschlag aufgeschraubt.
Danach wird das Montagewerkzeug 18 entfernt, sodass nun die Federkraft den plattenförmigen
Bauteil 15 in Richtung zum Schließzylinder 1 beaufschlagt. Danach wird der Drehknauf
6 ein wenig zurückgedreht bis die Vorsprünge 13 auf Grund der Federkraft in die Ausnehmungen
12 eintauchen und dadurch ein weiteres Rückschrauben verhindern.
[0025] In Fig. 2 ist schematisch angedeutet, dass im Inneren des Drehknaufs 6 eine Leseeinrichtung
19 und eine Batterie 20 eingebaut sind. Die Batterie 20 versorgt die Leseeinrichtung
19 sowie die Auswerteschaltung 8 mit Strom. Die Leseeinrichtung 19 kann Identifikationsdaten
eines elektronischen Schlüssels empfangen und diese an die Auswerteschaltung 8 weitergeben,
wo sie hinsichtlich einer Zutrittsberechtigung überprüft werden. Sofern die Überprüfung
erfolgreich war, wird die Logikeinheit 7 angesteuert und die Kupplung 4 wird betätigt.
[0026] Die elektrische Verbindung zwischen der Auswerteschaltung 8 und der Logikeinheit
7 erfolgt mittels elektrischer Kontakte, die als federnde Kontaktstifte 21 ausgebildet
sind und die mit zwei ringförmigen Gegenkontakten 22 und einem kreisförmigen mittigen
Gegenkontakt 23 zusammenwirken. Die Kontaktstifte 21 sind mit den elektrischen Leitungen
9 und die Gegenkontakte 22,23 mit den elektrischen Leitungen 24 verbunden. Die Kontaktstifte
sind dabei in unterschiedlichem radialen Abstand von der zentralen Achse angeordnet,
sodass die elektrische Kontaktierung unabhängig von der gegenseitigen Drehlage von
Drehknauf 6 und Schließzylinder 1 gegeben ist.
1. Schließeinrichtung umfassend
- einen Schließzylinder mit wenigstens einem in einem Schließzylindergehäuse verdrehbaren
Zylinderkern, einem Schließglied und wenigstens einem elektromechanisch arbeitenden
Kupplungsmittel, das den Zylinderkern und das Schließglied drehfest miteinander verbindet
oder voneinander trennt,
- wenigstens eine Handhabe,
- Verbindungsmittel zum mechanischen und elektrischen, lösbaren Verbinden der Handhabe
mit dem Zylinderkern und
- elektronische Zutrittskontrollmittel mit einer Leseeinheit zum Auslesen von Zutrittsrechtsdaten
aus einem Identmedium, einer Auswerteschaltung zur Feststellung der Zutrittsberechtigung
in Abhängigkeit von den Zutrittsrechtsdaten und einer mit der Auswerteschaltung zusammenwirkenden
Logikeinheit zur Ansteuerung der Kupplungsmittel, wobei zumindest ein Element ausgewählt
aus Leseeinheit, Auswerteschaltung und Logikeinheit in der Handhabe und zumindest
ein Element ausgewählt aus Leseeinheit, Auswerteschaltung und Logikeinheit im Schließzylinder
angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel wenigstens zwei in unterschiedlichem radialen Abstand von der
Drehachse des Zylinderkerns (3) angeordnete elektrische Kontakte (21) und auf entsprechendem
Durchmesser liegende ringförmige Gegenkontakte (22) aufweisen.
2. Schließeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Kontakte (21) am Zylinderkern (3) und die Gegenkontakte (22) an
der Handhabe (6) angeordnet sind.
3. Schließeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Kontakte (21) als federnde Kontaktstifte ausgebildet sind.
4. Schließeinrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ringförmigen Gegenkontakte (22) als Leiterbahnen auf einem Träger, insbesondere
einer Trägerfolie ausgebildet sind.
5. Schließeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel eine Gewindeverbindung zwischen Zylinderkern (3) und Handhabe
(6) umfassen.
6. Schließeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens drei elektrische Kontakte (21) und zugeordnete Gegenkontakte (22) vorgesehen
sind, wobei zwei Kontakte der Energieübertragung von einem in der Handhabe (6) angeordnetem
elektrischen Energiespeicher (20) zu dem Kupplungsmittel (4) und wenigstens ein Kontakt
der Signal- bzw. Datenübertragung dient.
7. Schließeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Leseeinheit (19) und die Auswerteschaltung (8) in der Handhabe (6) und die Logikeinheit
(7) im Schließzylinder (1) angeordnet sind.
8. Schließeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel eine Gewindeverbindung zwischen Zylinderkern (3) und Handhabe
(6) umfassen, wobei die Gewindeverbindung eine formschlüssige Verdrehsicherung in
der Form von an dem Zylinderkern (3) oder der Handhabe (6) angeordneten axialen Ausnehmungen
(12) aufweist, in die an dem anderen Teil ausgebildete Vorsprünge (13) im verschraubten
Zustand der Gewindeverbindung axial eingreifen können.
9. Schließeinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens drei Ausnehmungen (12) und Vorsprünge (13) in Umfangsrichtung verteilt
angeordnet sind.
10. Schließeinrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (13) und/oder die Ausnehmungen (12) axial in Eingriffsrichtung federbeaufschlagt
sind.
11. Schließeinrichtung nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (13) an der Handhabe (6) und die Ausnehmungen (12) am Zylinderkern
(3) ausgebildet sind.
12. Schließeinrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindeverbindung ein an einer Stirnseite der Handhabe (6), insbesondere an einer
den Deckel eines topförmigen Knaufs bildenden Platte (14), ausgebildetes Innengewinde
(11) und ein am Zylinderkern (3) ausgebildetes Außengewinde (10) umfasst.
13. Schließeinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (13) an einem hinter der Stirnseite der Handhabe (6), insbesondere
hinter der den Deckel des Knaufs bildenden Platte (14), angeordneten Bauteil ausgebildet
sind, wobei die Vorsprünge (13) in Ausnehmungen (12) des Innengewindes (11) formschlüssig
eingreifen und radial in die lichte Weite des Innengewindes (11) hineinragen.
14. Schließeinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der die Vorsprünge (13) tragende Bauteil radial außerhalb des Gewindes angeordnete
Sicherungsstifte (16) aufweist, die in Ausnehmungen (17) an der Stirnseite der Handhabe
(6), insbesondere in einer den Deckel eines topförmigen Knaufs bildenden Platte (14),
eingreifen.
15. Schließeinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsstifte (16) von außen mittels eines Werkzeuges (18) zurückdrückbar
angeordnet sind.