[0001] Die Erfindung betrifft einen Gitterträger für den Ausbau tunnelförmiger Bauwerke
gemäß den Merkmalen im Oberbegriff von Patentanspruch 1.
[0002] Das bei der Herstellung unterirdischer Bauwerke im Vortrieb gewonnene Gewölbe bedarf
zu dessen Sicherung einer direkten Abstützung. Hierzu werden an die jeweilige Ausbruchgeometrie
angepasste Trägerrahmen verwendet. Im Zuge des anschließenden Ausbaus mit einer Betonschale
verbleiben die einzelnen Trägerrahmen innerhalb derselben, indem die Betonschale in
Ortbetonweise mittels Spritzbeton erstellt wird.
[0003] Gegenüber der Verwendung vollwandiger Profile für die Trägerrahmen haben sich metallische
Gitterträger in Form einer Fachwerkkonstruktion bewährt. Deren Vorteil liegt sowohl
in der Material- und Gewichtsersparnis als auch in der Vermeidung unerwünschter Hohlräume
durch den bei Vollwandprofilen ansonsten auftretenden Spritzschatten. Die einzelnen
Gitterträger werden erst vor Ort zu einem in Umfangsrichtung des Ausbaus aneinander
gereihten Gitterbogen zusammengesetzt, welcher dank seiner offenen Struktur einen
homogenen Aufbau der Betonschale ermöglicht. Dabei erreichen die einzelnen Gitterträger
eine hohe Verbundqualität mit der Betonschale, worin sie neben dem Einsatz von Betonstahlmatten
als zusätzliche Bewehrung dienen.
[0004] Die
DE 20 2010 004 389 U1 offenbart einen Gitterträger für den Ausbau tunnelförmiger Bauwerke. Der Gitterträger
weist je einen Obergurt und zwei Untergurte auf, welche sich gemeinsam in Längsrichtung
des Gitterträgers erstrecken. Hierbei bilden sie im Querschnitt des Gitterträgers
die Eckpunkte eines Dreiecks zueinander. Der Obergurt ist über eine Fachwerkanordnung
aus einzelnen Streben mit den einzelnen Untergurten verbunden. Um den Gitterträger
mit weiteren Gitterträgern zu einem gemeinsamen Gitterbogen zusammenzusetzen, sind
an seinen Enden Koppelelemente vorgesehen. Die mit den Gurten gefügten Koppelelemente
weisen Öffnungen auf, welche beim Verbinden zweier Gitterträger deckungsgleich übereinander
gebracht werden können. Die eigentliche Kopplung erfolgt über in die Öffnungen eingeführte
und diese durchsetzende Verbindungsmittel.
[0005] Mit Hilfe der Koppelelemente können die einzelnen Gitterträger raumsparend transportiert
werden, da der eigentliche Gitterbogen erst an seinem jeweiligen Einsatzort montiert
wird. Sowohl für die Lagerung als auch den Transport werden die einzelnen Gitterträger
derart gestapelt, dass jeweils ein Gitterträger mit seinem Obergurt zwischen die Untergurte
eines anderen Gitterträgers gestellt wird. Durch die notwendige Ausgestaltung der
in sich gebogenen Gitterträger mit Koppelelementen ist eine Stapelbarkeit derzeit
nur für solche möglich, deren Obergurt zum Gebirge weist. Bei herkömmlich gebogene
Gitterträger, deren beiden Untergurte zum Gebirge weisen, ist eine Stapelbarkeit nur
dann gegeben, wenn diese zunächst ohne Koppelelemente ausgeführt und an ihren Einsatzort
transportiert werden. Dies liegt darin begründet, dass die Koppelelemente bei dieser
Konstellation ein Hindernis darstellen, welches ein Ineinanderstellen der einzelnen
Gitterträger behindert. Da somit die notwendigen Koppelelemente erst vor Ort mit einem
derart aufgebauten Gitterträger verbunden werden können, ergibt sich hieraus ein nicht
unerheblicher Mehraufwand.
[0006] Zum Stand der Technik zählt ferner noch ein Gitterträger wie in der
DE 81 25 375 U1 beschrieben.
[0007] Vor dem Hintergrund einer möglichst wirtschaftlichen Lagerung sowie eines wirtschaftlichen
Transports von Gitterträger lässt insbesondere die Anordnung sowie Ausgestaltung der
bereits ab Werk montierten Koppelelemente zur Verbindung einzelner Gitterträger daher
noch Raum für Verbesserungen.
[0008] Der Erfindung liegt dabei die Aufgabe zugrunde, einen wie zuvor beschriebenen Gitterträger
für den Ausbau tunnelförmiger Bauwerke dahingehend zu verbessern, dass dieser bereits
ab Werk über zur Verbindung mit weiteren Gitterträger vorgesehene Koppelelemente verfügt,
welche eine wirtschaftliche Stapelbarkeit mehrerer Gitterträger ermöglichen.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in einem Gitterträger mit den
Merkmalen von Patentanspruch 1.
[0010] Hiernach ist vorgesehen, dass die an den beiden Enden des Gitterträgers gelegenen
Koppelelemente jeweils zwei Blechstreifen umfassen, welche sich von dem Obergurt zu
jeweils einem der Untergurte erstrecken. Die Blechstreifen besitzen ferner endseitig
angeordnete Schlaufen, welche zur Aufnahme von Verbindungsmitteln vorgesehen sind.
[0011] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Koppelelemente ist darin zu sehen,
dass die zunächst flache Ausgestaltung in Form von Blechstreifen in Kombination mit
endseitig angeordneten Schlaufen äußere Abmessungen an den Enden des Gitterträgers
mit sich bringt, welche es ermöglicht, dass der Gitterträger beim Stapeln in dem offenen
Bereich eines weiteren Gitterträger hinein passt.
[0012] Durch die somit nun technisch mögliche Stapelbarkeit herkömmlich gebogener Gitterträger
ist sowohl deren Lagerung als auch die Transportauslastung, beispielsweise eines LKWs,
derart verbessert, dass mindestens die doppelte Anzahl an Gitterträgern gestapelt
werden kann. Aus wirtschaftlicher Betrachtung bedingt dies folglich eine deutliche
Reduzierung der Lager- und insbesondere der Frachtkosten für derartige Gitterträger.
[0013] Durch den Wegfall etwaiger Winkelbleche als Koppelelemente wird die Stapelbarkeit
dadurch ermöglicht, dass insbesondere keine sich rechtwinklig zu den Gurten erstreckenden
Stege vorhanden sind, welche beim Stapeln mehrerer Gitterträger in einen sofortigen
Kontakt mit den Untergurten des benachbarten Trägers treten. Durch die flache Anordnung
der Blechstreifen auf den Gurten sind die Koppelelemente bereits deutlich in ihren
äußeren Abmessungen reduziert. Auch die endseitigen Schlaufen, welche im Bereich des
Obergurts sowie der Untergurte angeordnet sind, weisen genügend Freiraum zwischen
sich auf, in welchen die Untergurte eines benachbarten Gitterträgers eintauchen können.
[0014] Insgesamt lassen sich somit die aufeinander gestapelten Gitterträger deutlich tiefer
ineinander stecken, so dass die Anzahl der zu stapelnden Gitterträger erhöht ist.
[0015] Sowohl der Obergurt als auch die Untergurte können verschiedene Querschnittsformen,
wie beispielsweise quadratische, rechteckig sowie ovale oder Kombinationen aus den
genannten, aufweisen. In vorteilhafter Weise sind diese kreisrund, um eine einfache
Fertigung zu ermöglichen. Grundsätzlich kann die Mantelfläche der einzelnen Gurte
auch eine Struktur erhalten, wie sie beispielsweise gerippter oder profilierter Bewehrungsstahl
aufweist. Hierdurch erhöht sich die Verbundwirkung des Gitterträgers mit dem ihn umgebenen
Beton.
[0016] Vorteilhafte Weiterbildungen des grundsätzlichen Erfindungsgedankens sind Gegenstand
der abhängigen Patentansprüche 2 bis 10.
[0017] Die endseitig der Blechstreifen angeordneten Schlaufen können beispielsweise durch
Hülsen gebildet sein, welche mit den Blechstreifen gefügt sind. Die Länge der Schlaufen
kann sich grundsätzlich an der sich in Längsrichtung des Gitterträgers erstreckenden
Breite der Blechstreifen orientieren. Selbstverständlich kann die Länge der Schlaufen
gegenüber der Breite der Blechstreifen geringer sein, so dass beispielsweise der Kopf
eines in die Schlaufe eingeführten Verbindungsmittels bündig mit dem Blechstreifen
abschließt.
[0018] In vorteilhafter Weise können die einzelnen Schlaufen aus jeweils einem umgebogenen
Endabschnitt der Blechstreifen gebildet sein. Durch das fertigungstechnisch einfache
Umbiegen der Endabschnitte der Blechstreifen entfällt folglich der ansonsten notwendige
Fügeprozess der Blechstreifen mit den Hülsen. Darüber hinaus kann die Lage der Schlaufen
allein durch den Biegeprozess bestimmt werden. Neben der jeweiligen Lage kann somit
auch der erforderliche Innendurchmesser zur Aufnahme entsprechender Verbindungsmittel
problemlos eingestellt werden, ohne eine Vielzahl unterschiedlich dimensionierter
Hülsen vorzuhalten.
[0019] Die Erfindung sieht vor, dass die Blechstreifen einzelne Abkantungen aufweisen können.
Bevorzugt sind die Abkantungen im Bereich der Schlaufen angeordnet. Durch die Abkantung
des Blechstreifens ist insbesondere die Lage der Schlaufe gegenüber den Gurten einstellbar.
Neben einer möglichst weiten Beabstandung der Schlaufen zu den Gurten kann die Abkantung
auch so ausgeführt sein, dass die Schlaufe möglichst nahe an einem der Gurte oder
dem Blechstreifen selbst liegt.
[0020] Darüber hinaus kann die Abkantung so ausgestaltet sein, dass der jeweilige Blechstreifen
über die Abkantung eine Linienberührung mit dem Obergurt und/oder den Untergurten
besitzt, in deren Bereich eine entsprechende Schweißverbindung anbringbar ist.
[0021] Ohne die Lage der Schlaufen zu den Gurten zu verändern, ist folglich durch die Ausgestaltung
der Abkantung die erforderliche Lage des sich jeweils zwischen dem Obergurt und einem
der Untergurte erstreckenden Blechstreifens einstellbar, wodurch ein möglichst großer
Freiraum für die Aufnahme eines zu stapelnden Gitterträgers erreicht werden kann.
[0022] In Bezug auf die Lage der Schlaufen im Bereich des Obergurts wird es als vorteilhaft
erachtet, wenn diese bündig mit dem Obergurt abschließen. Hierfür spannen die beiden
Untergurte gedanklich eine Grundebene zwischen sich auf, wobei die im Bereich des
Obergurts gelegenen Schlaufen jeweils eines Koppelelements und der Obergurt umfangsseitig
einer parallel zu dieser Grundebene verlaufenden Ebene liegen.
[0023] Der Vorteil ist hierbei in einer so erzeugten Aufstandsfläche zu sehen, welche dem
einzelnen Gitterträger beim Aufsetzen auf einen Untergrund mit seinem Obergurt einen
entsprechenden Halt bietet und dessen Kippgefahr minimiert.
[0024] Aus statischer Sicht werden hierdurch die zwischen den Obergurten zweier miteinander
verbundener Gitterträger zu übertragenden Druck- und Zugkräfte besser aufgenommen,
da die Obergurte und die Verbindungsmittel auf annähernd derselben Wirkungslinie liegen.
Durch die Reduzierung oder gar den Wegfall unnötiger innerer Hebelarme werden folglich
keine unerwünschten Biegemomente in den Koppelelementen erzeugt, wodurch deren notwendige
Materialstärke auf ein Minimum reduzierbar ist.
[0025] Auch wenn die einzelnen Blechstreifen auf einer Innenseite der Untergurte angeordnet
sein können, sind diese in vorteilhafter Weise auf voneinander abgewandten Außenseiten
der zwei Untergurte an denselben festgelegt. Auf diese Weise wird eine möglichst geradlinige
Verbindung der Blechstreifen zwischen dem Obergurt und den jeweiligen Untergurten
erreicht, wobei die notwendigen Schlaufen in einem Bereich neben den beiden Untergurten
angeordnet sind. Überdies wird hierdurch eine möglichst große Öffnungsweite zwischen
den sich jeweils gegenüberliegenden Blechstreifen eines Koppelelements erreicht, was
wiederum Vorteile in Bezug auf die Aufnahme eines weiteren Gitterträgers bei deren
Stapelung mit sich bringt.
[0026] Es ist vorgesehen, dass zwischen zwei sich von dem Obergurt zu jeweils einem der
Untergurte erstreckenden Streben der Fachwerkanordnung wenigstens ein Quersteg angeordnet
sein kann. Der einzelne Quersteg erstreckt sich hierbei zwischen zwei Streben und
ist in vorteilhafter Weise mit einem Abstand zum Obergurt und mit einem entsprechenden
Abstand zu den Untergurten angeordnet.
[0027] Der besondere Vorteil liegt in der berührungslosen Beabstandung der Querstege von
den einzelnen Gurten, wodurch die im Querschnitt des Gitterträgers gebildete Dreiecksform
verkleinert wird. Dies wird erreicht, indem die einzelnen Querstege als Basis des
Dreiecks von den Untergurten weg und somit zum Obergurt hin verlagert sind. Hierdurch
ergibt sich ein Freiraum, welcher sich zwischen den Untergurten bis unter die Querstege
erstreckt. Der durch die Fachwerkstreben und die Querstege gebildete Querschnitt des
Gitterträgers gleicht somit im Wesentlichen einer A-Form. Bevorzugt weisen der Abstand
zum Obergurt und der Abstand zu den Untergurten ein Verhältnis von 1 : 2 bis 1 : 6
zueinander auf. Bei einer Anordnung der Querstege innerhalb des aufgezeigten Bereichs
ergibt sich ein wirtschaftliches Verhältnis der durch die Querstege erzielten Biegesteifigkeit
der Fachwerkstreben zum gewonnenen Freiraum zwischen den Untergurten.
[0028] Bei dem für den Transport oder die Lagerung notwendigen Stapeln der Gitterträger
tauchen diese jeweils mit ihrem Obergurt sowie einem Teilbereich der Streben der Fachwerkanordnungen
in den gewonnenen Freiraum ein, wodurch sich die Stapelhöhe reduziert. Die aus den
Streben gebildeten Schenkel des Gitterträgers sind weiterhin über die Querstege ausgesteift.
Der verbleibende ungestützte Hebelarm der Streben ist dabei durch die Lage der Querstege
zwischen dem Obergurt und den Untergurten festgelegt.
[0029] Bei der Anordnung mehrerer Querstege an dem Gitterträger können diese durchgehend
identische oder voneinander unterschiedliche Ausbildungen aufweisen. Neben einem geraden
Verlauf kann der einzelne Quersteg beispielsweise auch gebogen oder gekantet sein
sowie einzelne Ausformungen oder Querschnittssprünge besitzen. Selbstverständlich
ist auch eine Kombination aus dem Genannten denkbar. Bevorzugt weist der Quersteg
einen gebogenen Verlauf auf. Besonders bevorzugt ist der gebogene Quersteg zu den
Untergurten hin geöffnet.
[0030] Der Vorteil besteht in den somit möglichst nah an den Untergurten gelegenen Fügestellen
des Querstegs mit den Streben, wohingegen der mittlere Abschnitt des Querstegs möglichst
weit zu dem Obergurt hin verschoben ist. Hierdurch wird trotz ausreichender Aussteifung
der so miteinander verbundenen Streben ein ausreichend großer Freiraum zwischen den
durch die Streben gebildeten Schenkeln des Gitterträgers geschaffen, um ein tiefes
Eintauchen eines weiteren Gitterträgers zwischen diese zu erreichen. Auf diese Weise
wird die Stapelbarkeit mehrerer Gitterträger verbessert, da bei gleichbleibender Höhe
der so aufeinander gestapelten Gitterträger deren Anzahl erhöht ist. Dies führt zu
einem kostengünstigeren Transport, da pro Fahrt deutlich mehr Gitterträger an ihren
Bestimmungsort verbracht werden können.
[0031] In Bezug auf die Lage des Querstegs innerhalb des Gitterträgers ist vorgesehen, dass
der Quersteg derart von der Grundebene zwischen den sich gegenüberliegenden Untergurten
beabstandet ist, dass ein zwischen den Streben gelegener Abstand unterhalb des Querstegs
zur Grundebene hin maximal einer äußeren Breite zwischen zwei Schlaufen im Bereich
des Obergurts entspricht.
[0032] Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die maximal erreichbare Stapeltiefe der
ineinander gestellten Gitterträger erreicht wird, ohne dass diese durch die Lage der
Querstege reduziert ist. Die sich aufgrund der Lage der Schlaufen im Bereich des Obergurts
ergebene äußere Breite bildet hierbei einen Zwangspunkt, welcher kein tieferes Eintauchen
eines gestapelten Gitterträgers in den benachbarten Gitterträger zulässt. Insofern
wird es als sinnvoll erachtet, den jeweiligen Quersteg so anzuordnen, dass besagte
Schlaufen im Bereich des Obergurts gleichzeitig sowohl an den Streben als auch an
dem Quersteg zur Anlage kommen.
[0033] Als in der Stahlbetonschale verbleibende Bewehrung sind die Gitterträger aus Metall
gefertigt. Die Untergurte und der Obergurt sind mit den sie verbindenden Fachwerkanordnungen,
näherhin mit den einzelnen Streben verschweißt. Die sich in Querrichtung des Gitterträgers
gegenüberliegenden Streben sind ebenfalls mit den sie verbindenden Querstegen mittels
Schweißen verbunden. In vorteilhafter Weise sind die einzelnen Verbindungen im wirtschaftlichen
Punkt-Widerstandsschweißen hergestellt.
[0034] Die Erfindung zeigt einen überaus wirtschaftlich zu lagernden sowie zu transportierenden
Gitterträger auf, welcher in Bezug auf seine statischen Eigenschaften einen nur geringen
Materialeinsatz erfordert. Durch die erfindungsmäßige Ausgestaltung der notwendigen
Koppelelemente in Form zweier Blechstreifen wird ein hindernisfreies Ineinanderstellen
mehrerer Gitterträger ermöglicht. Je nach deren Ausgestaltung können die so gestalteten
Koppelelemente zu einer exakten Positionierung eines in einen anderen Gitterträger
hinein gestapelten Gitterträgers dienen.
[0035] Insbesondere die endseitig angeordneten Schlaufen lassen sich durch einfaches Umbiegen
der Endabschnitte der Blechstreifen erzeugen. Durch die Länge der Schlaufen sowie
der flach auf den einzelnen Gurten liegenden und mit diesen gefügten Blechstreifen
wird die Möglichkeit zur Aufnahme von Biegemomenten in den Stoßbereichen der Gitterträger
verbessert.
[0036] Die Erfindung ist nachfolgend anhand einiger in den Zeichnungen schematischen dargestellter
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- zwei miteinander gekoppelte, erfindungsgemäße Gitterträger in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 2
- eine erste Ausgestaltungsform von endseitigen Koppelelementen des erfindungsgemäßen
Gitterträgers in einer Ansicht mit Blick in dessen Längsrichtung;
- Figur 3
- eine erste alternative Ausgestaltungsform der Koppelelemente aus Figur 2 in selber
Darstellungsweise;
- Figur 4
- eine zweite alternative Ausgestaltungsform der in den Figuren 2 und 3 dargestellten
Koppelelemente in selber Darstellungsweise;
- Figur 5
- zwei ineinander gestellte erfindungsgemäße Gitterträger mit einer Ausgestaltungsform
der Koppelelemente aus Figur 2 in selber Darstellungsweise;
- Figur 6
- die ineinander gestellten Gitterträger aus Figur 5 mit der ersten alternativen Ausgestaltungsform
der Koppelelemente aus Figur 3 in selber Darstellungsweise;
- Figur 7
- die ineinander gestellten Gitterträger aus den Figuren 5 und 6 mit der zweiten alternativen
Ausgestaltungsform der Koppelelemente aus Figur 4 in selber Darstellungsweise;
- Figur 8
- die schematische Darstellung eines Endabschnitts dreier miteinander gestapelter und
somit ineinander gestellter Gitterträger in einer Seitenansicht;
- Figur 9
- eine dritte alternative Ausgestaltungsform zu den in den Figuren 2 bis 4 dargestellten
Koppelelementen in selber Darstellungsweise;
- Figur 10
- die Endabschnitte zweier ineinander gestellter Gitterträger mit einer vierten alternativen
Ausgestaltungsform der in den Figuren 2 bis 4 sowie 9 dargestellten Koppelelemente
in einer perspektivischen Ansicht sowie
- Figur 11
- eine weitere alternative Ausgestaltungsform der in den Figuren 2 bis 4 sowie 9 und
10 dargestellten Koppelelemente eines erfindungsgemäßen Gitterträgers in perspektivischer
Darstellungsweise.
[0037] Figur 1 zeigt einen Endabschnitt eines ersten erfindungsgemäßen Gitterträgers 1,
welcher mit dem Endabschnitt eines weiteren erfindungsgemäßen Gitterträgers 1 gekoppelt
ist. Die vorliegend dargestellten Gitterträger dienen vorzugsweise dem Ausbau eines
nicht näher dargestellten, tunnelförmigen Bauwerks.
[0038] Die der hier in Figur 1 der Koppelstelle gegenüberliegenden nicht weiter dargestellten
freien Enden der beiden Gitterträger 1 sind vorzugsweise identisch ausgebildet, so
dass der Einfachheit halber davon ausgegangen werden kann, dass die Ausgestaltung
eines Endes 2 des mit Bezug auf die Darstellung der Figur 1 rechts dargestellten Gitterträgers
1 dem nicht näher dargestellten Ende 2 des in Figur 1 links dargestellten Gitterträgers
1 entspricht. Selbiges gilt für jenes dargestellte Ende 3 des in Figur 1 links dargestellten
Gitterträgers 1, welches entsprechend dem hier nicht näher dargestellten Ende 3 des
in Figur 1 rechts dargestellten Gitterträgers 1 entspricht. Insofern liegen sich bei
einer hier nicht näher dargestellten vollständigen Ansicht die beiden hier dargestellten
Enden 2, 3 an jedem einzelnen der Gitterträger 1 endseitig gegenüber.
[0039] Jeder einzelne der Gitterträger 1 weist demnach an seinen Enden 2, 3 angeordnete
Koppelelemente 4 auf, über welche die einzelnen Gitterträger 1 miteinander verbindbar
sind. Zwischen den jeweils endseitig angeordneten Koppelelementen der einzelnen Gitterträger
erstrecken sich in dessen Längsrichtung verlaufende Gurte in Form zweier Untergurte
5a, 5b sowie eines Obergurts 6. Sowohl die Untergurte 5a, 5b als auch der Obergurt
6 bilden im Querschnitt des Gitterträgers 1 zusammen die Eckpunkte eines Dreiecks.
[0040] Um die einzelnen Gurte zueinander zu beabstanden und untereinander zu fixieren, sind
die Untergurte 5a, 5b über wenigstens eine Fachwerkanordnung 7 mit dem Obergurt 6
verbunden. Die jeweilige Fachwerkanordnung 7 ist vorliegend aus vier einzelnen Streben
8a - 8d gebildet, welche sich jeweils paarweise ausgehend von dem Obergurt 6 zu den
beiden Untergurten 5a, 5b hin erstrecken. Dabei sind die einzelnen Streben 8a - 8d
zueinander unterschiedlich geneigt. Hierdurch entsteht eine V-förmige Struktur, welche
sich jeweils am Obergurt 6 beginnend zu den beiden Untergurten 5a, 5b hin erstreckt.
[0041] Jeweils zwei der vier Streben 8a - 8d sind dabei paarweise zusammengefasst, indem
zwei der Streben 8a, 8b; 8c, 8d unter Ausbildung eines Einfachbügels 9a, 9b einstückig
miteinander verbunden sind. Hierfür sind die beiden Einfachbügel 9a, 9b aus jeweils
einem einzelnen Stab gebildet, welcher in seinem Mittelabschnitt eine entsprechende
Biegung 10 aufweist, durch welche die jeweiligen Streben 8a, 8b; 8c, 8d ausgebildet
sind. An ihren freien Enden weisen die Streben 8a - 8d endseitige Abwinklungen 11
auf, welche sich parallel zur Längsrichtung der Untergurte 5a, 5b erstrecken.
[0042] Vorliegend ist die jeweilige Fachwerkanordnung 7 über die Biegung 10 ihrer Einfachbügel
9a, 9b an dem Obergurt 6 festgelegt, während die freien Enden der Streben 8a - 8d
über ihre endseitigen Abwinklungen 11 umfangsseitig auf den Untergurten 5a, 5b aufliegen.
An den jeweiligen Kontaktbereichen der einzelnen Fachwerkanordnungen 7 mit den Untergurten
5a, 5b und dem Obergurt 6 sind diese in nicht näher dargestellter Weise miteinander
gefügt.
[0043] Die sich somit gegenüberliegenden Einfachbügel 9a, 9b der einzelnen Fachwerkanordnungen
7 sind zusätzlich über Querstege 12 untereinander verbunden. Die Querstege 12 erstrecken
sich dabei zwischen den jeweiligen Streben 8a, 8d; 8b, 8c der Einfachbügel 9a, 9b
und sind mit diesen in nicht näher dargestellter Weise gefügt. Hierbei weisen die
Querstege 12 sowohl zu den Untergurten 5a, 5b als auch zu dem Obergurt 6 hin eine
Beabstandung auf. Die Beabstandung der Querstege 12 insbesondere zu den Untergurten
5a, 5b hin stellt einen Kompromiss aus statischer Belastbarkeit und größtmöglichem
Freiraum dar, um eine möglichst effektive Stapelbarkeit mehrerer Gitterträger 1 zu
ermöglichen.
[0044] Die hier nicht näher dargestellte Stapelbarkeit wird derart vollzogen, dass die einzelnen
Gitterträger 1 mit ihrem jeweiligen Obergurt 6 zwischen den Untergurten 5a, 5b eines
weiteren Gitterträgers 1 hindurch in diese Gitterträger 1 hineingestellt werden. Je
weiter die einzelnen Gitterträger 1 ineinander gestellt werden können, umso höher
ist deren Anzahl bei gleich bleibender Stapelhöhe.
[0045] Mit Blick auf die Koppelelemente 4 wird deutlich, dass diese an jedem der beiden
Enden 2, 3 angeordnete Blechstreifen 13 umfassen. Das jeweils endseitig des Gitterträgers
1 angeordnete Koppelelement 4 weist folglich zwei Blechstreifen 13 auf, welche sich
von dem Obergurt 3 zu jeweils einem der Untergurte 5a, 5b hin erstrecken. In dieser
Lage sind die einzelnen Blechstreifen 13 flach an den jeweiligen Gurten 5a, 5b, 6
angeordnet und in nicht näher dargestellter Weise mit diesen gefügt.
[0046] Um eine Koppelbarkeit mehrerer Gitterträger 1 zu ermöglichen, besitzen die einzelnen
Blechstreifen 13 jeweils endseitig angeordnete Schlaufen 14, welche zur Aufnahme von
Verbindungsmitteln 15 dienen. Die Schlaufen 14 sind vorliegend kürzer ausgebildet
als die Blechstreifen 13. Hierbei besitzen die Blechstreifen 13 eine sich in Längsrichtung
des Gitterträgers 1 erstreckende Breite a. Demgegenüber weisen die Schlaufen 14 eine
sich ebenfalls in Längsrichtung des Gitterträgers 1 erstreckende Länge b auf, welche
kleiner als die Breite a der Blechstreifen 13 ist.
[0047] Vorliegend werden die Verbindungsmittel 15 lösbar in Form eines Bolzens mit einer
entsprechenden Mutter ausgeführt.
[0048] Figur 2 verdeutlicht in einer schematischen Ansicht eines Endes 2, 3 des erfindungsgemäßen
Gitterträgers 1 - mit Blick in dessen Längsrichtung - eine mögliche Ausgestaltungsform
der hier dargestellten Koppelelemente 4a.
[0049] Der Einfachheit halber sind die nachfolgenden Ansichten der Enden 2, 3 des Gitterträgers
1 in den Figuren 2 bis 7 sowie 9 und 10 auf die Darstellung des Obergurts 6 sowie
der beiden Untergurte 5a, 5b in Kombination mit den jeweiligen Koppelelementen 4,
4a reduziert.
[0050] Wie in Figur 2 zu erkennen, umfasst das vorliegende Koppelelement 4a zwei gerade
Blechstreifen 13a, welche sich V-förmig von dem Obergurt 6 zu den jeweiligen Untergurten
5a, 5b hin erstrecken. Während die beiden Blechstreifen 13a in ihrer Längserstreckung
auf das Zentrum des kreisrunden Obergurts 6 weisen, liegen diese an ihrem dem Obergurt
6 gegenüberliegenden Ende an voneinander abgewandten Außenseiten 16 der beiden Untergurte
5a, 5b an. In dieser Ausgestaltung sind die beiden Blechstreifen 13a stumpf mit dem
Umfang des Obergurts 6 gestoßen, während sie im Bereich der Untergurte 5a, 5b eine
seitliche Linienberührung mit dem Umfang der Untergurte 5a, 5b an deren Außenseiten
16 aufweisen. Die Blechstreifen 13a sind in nicht näher dargestellter Weise mit dem
Obergurt 6 und den Untergurten 5a, 5b gefügt.
[0051] In der vorliegenden Ausgestaltungsform des Koppelelements 4a sind die an den Endbereichen
der Blechstreifen 13a angeordneten Schlaufen 14a als eigenständige Bauteile ausgeführt.
Bei den Schlaufen 14a handelt es sich hierbei um einzelne Rohrabschnitte oder Hülsen,
welche in nicht näher dargestellter Weise mit den voneinander abgewandten Außenseiten
17 der Blechstreifen 13a gefügt sind.
[0052] Die beiden Untergurte 5a, 5b spannen eine Grundebene A zwischen sich auf, welche
durch das jeweilige Zentrum der beiden Untergurte 5a, 5b hindurch verläuft. Die im
Bereich des Obergurts 6 gelegenen Schlaufen 14a des Koppelelements 4a liegen dabei
zusammen mit dem Obergurt 6 umfangsseitig auf einer gemeinsamen Ebene B, welche parallel
zur Grundebene A verläuft.
[0053] Figur 3 stellt eine alternative Ausgestaltung in Form eines weiteren Koppelelements
4b dar. Wie zu erkennen, sind die hier dargestellten Schlaufen 14b nicht durch mit
den hier gezeigten Blechstreifen 13b gefügten Bauteilen, sondern aus jeweils einem
umgebogenen Endabschnitt 18a, 18b der Blechstreifen 13b gebildet. Hierfür sind die
Endabschnitte 18a, 18b der Blechstreifen 13b in einer kreisrunden Form umgelegt, so
dass der so entstehende Kanal zur Aufnahme von hier nicht gezeigten Verbindungsmitteln
15 dienen kann.
[0054] In Abhängigkeit von der verwendeten Materialstärke der Blechstreifen 13b kann bereits
die reine Umbiegung der Endabschnitte 18a, 18b der Blechstreifen 13b ausreichend feste
Schlaufen 14b ergeben. Alternativ hierzu sind die hierbei an die Außenseiten 17 der
Blechstreifen 13b angenäherten Enden der Endabschnitte 18a, 18b in nicht näher dargestellter
Weise mit den Blechstreifen 13b gefügt.
[0055] Durch eine solche Ausgestaltung stoßen die Blechstreifen 13b nicht, wie in Figur
2 dargestellt, stumpf auf den Obergurt 6, sondern sind aufgrund der umgebogenen Endabschnitte
18b über die so gebildeten Schlaufen 14b umfangsseitig an diesen angelegt. Die Lage
der Schlaufen 14b im Bereich des Obergurts 6 entspricht dabei der bereits in Figur
2 erläuterten Lage auf einer gemeinsamen Ebene B mit dem Obergurt 6.
[0056] Insbesondere durch die Lage der Einleitung der Biegung der umgebogenen Endabschnitte
18a ist die jeweilige Höhenlage der Schlaufen 14b im Bereich der Untergurte 5a, 5b
zur Grundebene A einstellbar. Vorliegend ist die Öffnung der Schlaufen 14b im Bereich
der Untergurte 5a, 5b gegenüber den Schlaufen 14a in Figur 2 näher zur Grundebene
A gerückt.
[0057] Figur 4 zeigt eine weitere alternative Ausgestaltungsform eines Koppelelements 4c,
welches analog der Darstellung in Figur 3 ebenfalls umgebogene Endabschnitte 18a,
18b der hier gezeigten Blechstreifen 13c zur Ausbildung von Schlaufen 14c aufweist.
[0058] Gegenüber den Blechstreifen 13b aus Figur 3 weisen die vorliegenden Blechstreifen
13c zusätzlich einzelne Abkantungen 19a, 19b auf, welche jeweils im Bereich der Schlaufen
14c angeordnet sind. Durch die Abkantungen 19a, 19b lässt sich die jeweilige Lage
der Schlaufen 14c zu den übrigen Blechstreifen 13c einstellen. Wie zu erkennen, sind
die jeweiligen Endabschnitte 18a, 18b der Blechstreifen 13c aufgrund der Anordnung
der Abkantungen 19a, 19b stärker umgebogen, insbesondere eingerollt. Hierdurch stoßen
die freien Enden der Endabschnitte 18a, 18b nicht an der Außenseite 17 der Blechstreifen
13c an, sondern sind bereichsweise an deren Außenseite 17 vorbeigeführt. Hierdurch
ergibt sich gegenüber der Ausführungsform in Figur 3 ein breiterer Achsabstand zwischen
den beiden Schlaufen 14c im Bereich der Untergurte 5a, 5b.
[0059] Der zuvor für die Schlaufen 14c im Bereich der Untergurte 5a, 5b beschriebene erweiterte
Achsabstand zwischen diesen ist trotz der Anordnung von Abkantungen 19b der Blechstreifen
13c im Bereich des Obergurts 6 dadurch kompensiert, dass die Blechstreifen 13c im
Bereich des Obergurts 6 in ihrer Ausrichtung auf den Obergurt 6 näher zusammengerückt
sind. Hierdurch stoßen die Blechstreifen 13c im Bereich ihrer Abkantungen 19b umfangsseitig
auf dem Obergurt 6 auf, wobei die umgebogenen Endabschnitte 18b aufgrund der Abkantungen
19b zu den Außenseiten 17 der Blechstreifen 13c hin abgeknickt sind. Durch diese Ausgestaltung
liegen die Schlaufen 14c im Bereich des Obergurts 6 nun nicht mehr umfangsseitig auf
derselben Ebene B wie der Obergurt 6. Vielmehr sind die Schlaufen 14c im Bereich des
Obergurts 6 näher zur Grundebene A hin gerückt.
[0060] Bedarfsweise können die umgebogenen Endabschnitte 18a, 18b im Bereich der Anlage
ihrer freien Enden an der Außenseite 17 des Blechstreifens 13c in nicht näher dargestellter
Weise mit diesem gefügt sein.
[0061] Die nachfolgenden Figuren 5 bis 7 zeigen in analoger Abfolge der Figuren 2 bis 4
die darin gezeigten Koppelelemente 4a - 4c in jeweils gestapelter Form zweier Gitterträger
1.
[0062] Mit Bezug auf Figur 5 ist der darin schematisch gezeigte obere Gitterträger 1 mit
seinem Obergurt 6 voran zwischen den Untergurten 5a, 5b des unteren Gitterträgers
1 hindurch in diesen eingestellt. Die bauliche Begrenzung für die Einstelltiefe des
oberen Gitterträgers 1 in den unteren Gitterträger 1 erfolgt aus der Anordnung der
Schlaufen 14a des oberen Gitterträgers 1 im Bereich seines Obergurts 6. Wie aus Figur
5 ersichtlich, liegt der obere Gitterträger 1 ab einer bestimmten Einstelltiefe in
den unteren Gitterträger 1 mit seinen im Bereich des Obergurts 6 angeordneten Schlaufen
14 auf einer der Außenseite 17 gegenüberliegenden Innenseite auf den Blechstreifen
13a auf. In dieser Ausführungsform weisen die beiden Obergurte 6 der ineinander gestapelten
Gitterträger 1 einen Abstand c zwischen ihren Umfangsflächen auf.
[0063] Figur 6 stellt ebenfalls zwei ineinander gestellte Gitterträger 1 dar, deren Ausgestaltung
der Koppelelemente 4b der Figur 3 entspricht. Durch die Ausführung der Schlaufen 14b
im Bereich des Obergurts 6 über die endseitig umgebogenen Endabschnitte 18b der Blechstreifen
13b ergibt sich ein ähnliches Bild wie in Figur 5. So ist die Einstelltiefe des oberen
Gitterträgers 1 in den unteren Gitterträger 1 durch die Lage der Schlaufen 14b im
Bereich des Obergurts 6 begrenzt, indem diese beim Absenken des oberen Gitterträgers
1 auf einer der Außenseite 17 gegenüberliegenden Innenseite der Blechstreifen 13b
zum Aufliegen kommen. Hierbei weisen die beiden Obergurte 6 der ineinander gestellten
Gitterträger 1 einen gegenüber dem vorherigen Abstand c in Figur 5 kleineren Abstand
d zueinander auf. Dies liegt darin begründet, dass die Öffnungsweite zwischen den
beiden sich gegenüberliegenden Blechstreifen 13b des unteren Gitterträgers 1 gegenüber
der Ausführungsform des Koppelelements 4a in Figur 5 vergrößert ist. Auf diese Weise
kann der obere Gitterträger 1 bei annähernd gleichem Abstand seiner Schlaufen 14b
im Bereich des Obergurts 6 tiefer in den unteren Gitterträger 1 eintauchen.
[0064] Auch Figur 7 sind zwei ineinander gestellte Gitterträger 1 zu entnehmen. Wie zu erkennen,
ist aufgrund der Lage der Schlaufen 14c im Bereich des Untergurts 6 eine ähnliche
Einstelltiefe des oberen Gitterträgers 1 in den unteren Gitterträger 1 möglich, wie
sie bereits aus Figur 5 hervorgeht. Dies ist auf die Abkantungen 19b der Blechstreifen
13c im Bereich des Obergurts 6 zurückzuführen, wodurch die Schlaufen 14c im Bereich
des Obergurts 6 nicht auf der gemeinsamen Ebene B mit dem Obergurt 6 liegen und die
sich gegenüberliegenden Blechstreifen 13c des unteren Gitterträgers 1 näher zusammenrücken.
Der sich aufgrund der so verkleinerten Öffnungsweite erneut einstellende Abstand c
zwischen den Obergurten 6 ermöglicht eine ähnliche Stapelhöhe bei gleicher Anzahl
von Gitterträgern 1, wie sie bereits in Figur 5 angedeutet ist.
[0065] Figur 8 verdeutlicht den Zustand dreier ineinander gestellter Gitterträger 1 in einer
Seitenansicht. Aus Gründen der Darstellbarkeit sind die Gitterträger auf einen Endabschnitt
derselben reduziert. Trotz der gebogenen Form der Gitterträger 1 ergeben sich Berührungspunkte
zwischen deren endseitigen Koppelelementen 4, wodurch bisher eine Stapelbarkeit aufgrund
der konventionellen Ausgestaltung von Koppelelementen nicht möglich war.
[0066] Wie insbesondere in den vorherigen Figuren 5 bis 7 dargestellt, können die jeweiligen
Untergurte 5a, 5b aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Koppelelemente
4a - 4c nunmehr in den zwischen den jeweiligen Schlaufen 14a-14c gelegenen Freiraum
im Bereich der Außenseite 17 der Blechstreifen 13a - 13c gelangen, wodurch sich keine
Behinderung durch etwaige senkrecht zur Längsrichtung der Gitterträger 1 orientierte
Blechstreifen ergibt.
[0067] Figur 9 zeigt eine weitere alternative Ausgestaltungsform eines Koppelelements 4d
als Weiterentwicklung des bereits in Figur 4 gezeigten Koppelelements 4c. Wie zu erkennen,
sind die hier vorliegenden Blechstreifen 13d jeweils im Bereich ihrer Abkantungen
19a, 19b sowohl an dem Obergurt 6 als auch an den Untergurten 5a, 5b festgelegt. In
diesen Bereichen sind die Blechstreifen 13d in nicht näher dargestellter Weise sowohl
mit dem Obergurt 6 als auch mit den Untergurten 5a, 5b gefügt.
[0068] Aufgrund der hier dargestellten Ausführungsform des Koppelelements 4d ist eine nochmalige
Erweiterung zwischen den sich jeweils gegenüberliegenden Schlaufen 4d der beiden Blechstreifen
13d ermöglicht. Darüber hinaus sind die jeweiligen Endabschnitte 18a, 18b der Blechstreifen
13d so weit umgebogen, dass deren freien Enden auf einen Abschnitt zwischen den Endabschnitten
18a, 18b und den jeweiligen Abkantungen 19a, 19b treffen. Hierbei liegen die freien
Enden stumpf auf diesen Bereichen auf. Bei Bedarf können diese in nicht näher dargestellter
Weise mit den Blechstreifen 13d gefügt sein.
[0069] Figur 10 zeigt das bereits in Figur 9 dargestellte Koppelelement 4d zur Verdeutlichung
zweier schematisch dargestellter und ineinander gestapelter Gitterträger 1.
[0070] Figur 11 zeigt eine weitere Ausgestaltungsform eines Koppelelements 4e an einem Ende
2, 3 eines Gitterträgers 1. Gegenüber dem Koppelelement 4d aus Figur 9 und 10 weist
das hier vorliegende Koppelelement 4e im Bereich seiner Blechstreifen 13e eine weitere
Abkantung 20 auf, welche zwischen den endseitigen Schlaufen 14e gelegen ist. Diese
Abkantungen 20 sind dabei zur Außenseite 17 der Blechstreifen 13e hin gerichtet, wodurch
sich eine vergrößerte Öffnungsweise des Gitterträgers 1 zwischen seinem Obergurt 6
und seinen beiden Untergurten 5a, 5b ergibt.
[0071] Weiterhin sind auch die Endabschnitte 18b der Blechstreifen 13e im Bereich des Obergurts
6 gegenüber der Darstellung der Figuren 9 und 10 richtungsverkehrt umgebogen. Hierdurch
sind die Endabschnitte 18a, 18b sowohl im Bereich des Obergurts 6 als auch im Bereich
der Untergurte 5a, 5b in Bezug auf den Blechstreifen 13e nach innen gebogen, insbesondere
gerollt. Demgegenüber sind die Endabschnitte 18b im Bereich des Obergurts 6 der Figuren
9 und 10 nach außen gebogen, insbesondere gerollt.
[0072] In Bezug auf die ebenfalls darstellte Fachwerkanordnung 7 ist ersichtlich, dass der
hier gezeigte Quersteg 12a einen gebogenen Verlauf aufweist. Hierdurch wird die Öffnungsweite
zwischen dem Obergurt 6 und den beiden Untergurten 5a, 5b des Gitterträgers 1 zusätzlich
vergrößert, wobei der Quersteg 12a sich zu den Untergurten 5a, 5b hin öffnet.
[0073] In Bezug auf die gerade Ausführungsform eines Querstegs 12 ist dieser bevorzugt derart
von der Grundebene B beabstandet, dass ein zwischen den Streben 8a - 8d gelegener
Abstand unterhalb des Querstegs 12 zur Grundebene A hin maximal einer äußeren Breite
zwischen zwei Schlaufen 14, 14a - 14e im Bereich des Obergurts 6 entspricht.
Bezugszeichen:
[0074]
- 1 -
- Gitterträger
- 2 -
- Ende
- 3 -
- Ende
- 4 -
- Koppelelement
- 4a -
- Koppelelement
- 4b -
- Koppelelement
- 4c -
- Koppelelement
- 4d -
- Koppelelement
- 4e -
- Koppelelement
- 5a -
- Untergurt
- 5b -
- Untergurt
- 6 -
- Obergurt
- 7 -
- Fachwerkanordnung
- 8a -
- Strebe
- 8b -
- Strebe
- 8c -
- Strebe
- 8d -
- Strebe
- 9a -
- Einfachbügel
- 9b -
- Einfachbügel
- 10 -
- Biegung
- 11 -
- Abwinklung
- 12 -
- Quersteg
- 12a -
- Quersteg
- 13 -
- Blechstreifen
- 13a -
- Blechstreifen
- 13b -
- Blechstreifen
- 13c -
- Blechstreifen
- 13d -
- Blechstreifen
- 13e -
- Blechstreifen
- 14 -
- Schlaufe
- 14a -
- Schlaufe
- 14b -
- Schlaufe
- 14c -
- Schlaufe
- 14d -
- Schlaufe
- 14e -
- Schlaufe
- 15 -
- Verbindungsmittel
- 16 -
- Außenseite von 5a, 5b
- 17 -
- Außenseite von 13, 13a - 13e
- 18a -
- Endabschnitt
- 18b -
- Endabschnitt
- 19a -
- Abkantung
- 19b -
- Abkantung
- a -
- Breite
- b -
- Länge
- A -
- Grundebene zwischen 5a, 5b
- B -
- Ebene
- c -
- Abstand
- d -
- Abstand
1. Gitterträger für den Ausbau tunnelförmiger Bauwerke, welcher an seinen Enden (2, 3)
angeordnete Koppelelemente (4, 4a - 4e) aufweist, zwischen denen sich in seiner Längsrichtung
erstreckende sowie in seinem Querschnitt die Eckpunkte eines Dreiecks zueinander bildende
zwei Untergurte (5a, 5b) und ein Obergurt (6) angeordnet sind, wobei die zwei Untergurte
(5a, 5b) über eine Fachwerkanordnung (7) aus einzelnen Streben (8a - 8d) mit dem Obergurt
(6) verbunden sind und die Koppelelemente (4, 4a - 4e) an jedem der beiden Enden (2,
3) zwei Blechstreifen (13, 13a - 13e) umfassen, welche sich jeweils von dem Obergurt
(6) zu einem der Untergurte (5a, 5b) erstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechstreifen (13, 13a - 13e) endseitig angeordnete Schlaufen (14, 14a - 14e)
besitzen, welche zur Aufnahme von Verbindungsmitteln (15) vorgesehen sind.
2. Gitterträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Schlaufen (14, 14a - 14e) aus jeweils einem umgebogenen Endabschnitt
(18a, 18b) der Blechstreifen (13, 13a - 13e) gebildet sind.
3. Gitterträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechstreifen (13, 13a - 13e) einzelne Abkantungen (19a, 19b) aufweisen, welche
jeweils im Bereich der Schlaufen (14, 14a - 14e) angeordnet sind.
4. Gitterträger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechstreifen (13, 13a - 13e) im Bereich der Abkantungen (19a, 19b) an dem Obergurt
(6) und an den Untergurten (5a, 5b) festgelegt ist.
5. Gitterträger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechstreifen (13, 13a - 13e) eine sich in Längsrichtung erstreckende Breite
(a) besitzen, wobei die Schlaufen (14, 14a - 14e) eine in Längsrichtung verlaufende
Länge (b) aufweisen, welche kleiner als die Breite (a) der Blechstreifen (13, 13a
- 13e) ist.
6. Gitterträger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Untergurte (5a, 5b) eine Grundebene (A) zwischen sich aufspannen, wobei
die im Bereich des Obergurts (6) gelegenen Schlaufen (14, 14a - 14e) eines der Koppelelemente
(4, 4a - 4e) und der Obergurt (6) umfangsseitig auf einer parallel zur Grundebene
(A) verlaufenden Ebene (B) liegen.
7. Gitterträger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Blechstreifen (13, 13a - 13e) auf voneinander abgewandten Außenseiten
(16) der zwei Untergurte (5a, 5b) an den Untergurten (5a, 5b) festgelegt sind.
8. Gitterträger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei sich von dem Obergurt (6) zu jeweils einem der Untergurte (5a, 5b)
erstreckenden Streben (8a - 8d) der Fachwerkanordnung (7) ein Quersteg (12, 12a) angeordnet
ist.
9. Gitterträger nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Quersteg (12a) einen gebogenen Verlauf aufweist, wobei der Quersteg (12a) sich
zu den Untergurten (5a, 5b) hin öffnet.
10. Gitterträger nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Quersteg (12) derart von der Grundebene (A) beabstandet ist, dass ein zwischen
den Streben (8a - 8d) gelegener Abstand unterhalb des Querstegs (12) zur Grundebene
(A) hin maximal einer äußeren Breite zwischen zwei Schlaufen (14, 14a - 14e) im Bereich
des Obergurts (6) entspricht.