[0001] Die Erfindung betrifft eine Presse insbesondere eine Rundläuferpresse, umfassend
ein Pressengehäuse, in dem mehrere Betriebskomponenten der Presse angeordnet sind,
weiter umfassend Leistungskomponenten, die die Betriebskomponenten zum Betrieb mit
elektrischer Energie versorgen und umfassend Steuerungskomponenten, die mit den Betriebskomponenten
Steuer- und/oder Messsignale und mit den Leistungskomponenten Steuersignale austauschen,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine Rundläuferpresse ist beispielsweise bekannt aus
DE 10 2007 034 359 B3. Die Steuerungs- und Leistungskomponenten zur Steuerung der Betriebskomponenten,
beispielsweise eines Drehantriebs des Rotors der Presse, und zur Versorgung der Betriebskomponenten
mit elektrischer Energie sind bei der bekannten Presse in einem Schaltschrank angeordnet.
Der Schaltschrank ist in einem Pressengehäuse integriert. Es ist auch bekannt, derartige
Schaltschränke außerhalb des Pressengehäuses anzuordnen. Der Schaltschrank ist dann
über verschiedene Steuer- und Leistungsleitungen mit der Presse verbunden. Bekannte
Pressen weisen konzeptionell bedingt eine fest vorgegebene Anordnung des Schaltschrankes
auf. Der Betreiber einer Presse muss sich bei der Auswahl der Presse mit der jeweils
konzeptbedingten Anordnung des Schaltschrankes abfinden. Befindet sich der Schaltschrank
innerhalb des Pressengehäuses oder ist er an diesem befestigt, ist konzeptionell keine
von dem Pressengehäuse getrennte Anordnung des Schaltschrankes möglich. Befindet sich
der Schaltschrank bei der Presse dagegen konzeptionell getrennt von und außerhalb
des Pressengehäuses, ist konzeptionell bedingt keine Anordnung innerhalb des oder
an dem Pressengehäuse möglich. Darüber hinaus muss bei extern angeordneten Schaltschränken
eine Vielzahl von Verbindungsleitungen für die Verbindung der Betriebskomponenten
mit den Steuerungs- und Leistungskomponenten durch den Produktionsraum geführt werden,
was oftmals unerwünscht ist.
[0003] Aus
DE 20 2005 011 876 U1 ist eine Presse, insbesondere Rundläuferpresse bekannt geworden, bei der außerhalb
des Pressengehäuses ein Schaltschrank mit einem Maschinenrechner angeordnet ist. Getrennt
zum Schaltschrank ist ein Bedienpult vorgesehen, das einen Bedienrechner enthält.
Sowohl Bedienpult als auch Schaltschrank sind über drahtlose Kommunikation mit Komponenten
im Pressengehäuse verbunden. Außerdem ist zwischen dem Schaltschrank und dem Pressengehäuse
ein Kabel vorgesehen. Der Schaltschrank enthält neben Leistungskomponenten auch Steuerungskomponenten,
und Steuersignale werden über die drahtlose Kommunikation vom Schaltschrank zum Pressengehäuse
und umgekehrt übertragen.
[0004] Aus
EP 1 602 474 A1 ist bekannt geworden, einen Schaltschrank für eine Tablettenpresse unmittelbar an
dem Gehäuse der Tablettenpresse anzubringen. Der Schaltschrank enthält Leistungseinheiten
sowie eine Steuerschaltung für Komponenten der Presse.
[0005] Aus
CN 201 653 291 U ist bekannt geworden, Steuerungskomponenten für eine Rundläuferpresse in einem Steuerungsschaltschrank
anzuordnen. Die Kommunikation zwischen Leistungs- und Steuerungskomponenten mit der
Presse findet über eine einzige Leitungsverbindung statt.
[0006] Ausgehend von dem erläuterten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Presse der eingangs genannten Art bereitzustellen, bei der die Flexibilität hinsichtlich
der Anordnung des Schaltschrankes erhöht und die Anzahl der durch den Produktionsraum
zu führenden Leitungen reduziert ist.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des kennzeichnenden Teils des
Anspruchs 1.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung
und den Figuren.
[0009] Für eine Presse der eingangs genannten Art löst die Erfindung die Aufgabe dadurch,
dass die Leistungskomponenten getrennt von den Steuerungskomponenten in einem eigenständigen
Leistungsgehäuse angeordnet sind, welches wahlweise von außen an oder in dem Pressengehäuse
oder außerhalb des Pressengehäuses und getrennt von diesem angeordnet werden kann.
Die Steuerungskomponenten sind in oder an dem Pressengehöuse in einem Steuerungsschaltschrank
angeordnet.
[0010] Bei den Betriebskomponenten der Presse, die insbesondere eine Rundläuferpresse, beispielsweise
eine Rundläufertablettenpresse, sein kann, kann es sich um Pressstempel, Füllstationen,
Dosierstationen, Druckstationen, Auswerferstationen oder Messeinrichtungen, beispielsweise
Kraftmesseinrichtungen, optische Messeinrichtungen, Temperaturmesseinrichtungen, etc.,
handeln. Sofern es sich bei der Presse um eine Rundläuferpresse handelt, kann es sich
bei den Betriebskomponenten auch um einen Rotor der Rundläuferpresse handeln, der
üblicherweise eine Matrizenscheibe und Ober- und Unterstempelführungen umfasst. Bei
der Betriebskomponente kann es sich auch um einen Drehantrieb für den Rotor handeln.
[0011] Die Leistungskomponenten sind insbesondere Komponenten aus dem Bereich der Leistungselektronik.
Es handelt sich um Versorgungskomponenten. Sie versorgen die Betriebskomponenten,
beispielsweise den Drehantrieb eines Rotors, mit elek trischer Energie für den Produktionsbetrieb.
Beispiele für Leistungskomponenten sind Netzgeräte, Frequenzumrichter, Transformatoren
etc.
[0012] Die Steuerungskomponenten steuern die Betriebskomponenten im Produktionsbetrieb der
Presse an. Bei den Steuerungskomponenten kann es sich insbesondere um die Maschinensteuerung
der Presse oder eine Sicherheitssteuereinrichtung der Presse handeln. Auch kann es
sich um einen Steuer- oder Messcomputer (PC) handeln. Die Steuerungskomponenten können
von den Betriebskomponenten auch Messsignale oder ähnliches erhalten. Steuersignale
umfassen in diesem Zusammenhang also auch Messsignale. Es kann somit eine bidirektionale
Signalübertragung erfolgen. Auf Grundlage solcher Messsignale kann in an sich bekannter
Weise eine Steuerung und/oder Regelung der Betriebskomponenten der Presse durch die
Steuerungskomponenten erfolgen.
[0013] Hinsichtlich der zwischen den Steuerungskomponenten und den Betriebskomponenten ausgetauschten
Signale, bei denen es sich wie erläutert um Mess- und Steuersignale handeln kann,
sind lange Leitungswege unerwünscht. Zum einen leidet darunter die Signalqualität.
Zum anderen müssen die Leitungen zum Übertragen der Mess- und Steuersignale im Gegensatz
zu den Leitungen für die Leistungsversorgung häufig vieladrig sein. Es ist unerwünscht,
wenn diese aufwendig gestalteten Leitungen außerhalb des Pressengehäuses durch den
die Presse aufnehmenden Produktionsraum geführt werden. Außerdem stellt bei solchen
Leitungen für Steuerungssignale jede Trennstelle, beispielsweise beim Eintritt in
bzw. Austritt aus einem Gehäuse, ein Risiko für die Signalübertragung dar. Solche
Trennstellen werden erfindungsgemäß weitestgehend vermieden, indem die Steuerungskomponenten
nahe an den Betriebskomponenten angeordnet werden können.
[0014] Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass die Leistungskomponenten im Gegensatz zu
den Steuerungskomponenten problemlos über längere Leitungswege mit den Betriebskomponenten
verbunden werden können, ohne dass die Leistungsversorgung hierdurch leidet. Auf dieser
Grundlage ist erfindungsgemäß eine räumliche Trennung der Steuerungskomponenten von
den Leistungskomponenten vorgesehen. Durch die separate Anordnung der Leistungskomponenten
in einem Leistungsgehäuse besteht für den Betreiber der Presse eine hohe Flexibilität
hinsichtlich der Anordnung des Leistungsgehäuses. So kann der Betreiber der Presse
die Anordnung dieses Leistungsgehäuses auch noch nach einer bereits erfolgten Inbetriebnahme
der Presse in flexibler Weise wieder ändern, falls dies beispielsweise aufgrund geänderter
räumlicher oder produktionstechnischer Bedingungen gewünscht sein sollte. Die Verbindungsleitungen
des Leistungsgehäuses zur Verbindung der Leistungskomponenten mit den Betriebskomponenten
zum einen und zur Verbindung der Leistungskomponenten mit den Steuerungskomponenten,
insbesondere wenn diese im Pressengehäuse angeordnet sind, zum anderen und gegebenenfalls
vorgesehene Verbindungsmittel zwischen dem Leistungsgehäuse und dem Pressengehäuse
sind derart ausgeführt, dass ein flexibler und wahlweiser Wechsel zwischen der Anordnung
des Leistungsgehäuses von außen an oder in dem Pressengehäuse einerseits und außerhalb
des Pressengehäuses und getrennt von diesem andererseits möglich ist.
[0015] Ein Käufer einer bestimmten Presse kann daher frei festlegen, ob das Leistungsgehäuse
mit den Leistungskomponenten intern angeordnet sein soll, also innerhalb des Pressengehäuses
oder an letzterem, oder ob das Leistungsgehäuse extern angeordnet werden soll, also
außerhalb des Pressengehäuses und separat von letzterem. Es ist insbesondere auch
eine nachträgliche Änderung zwischen einer internen und einer externen Anordnung des
Leistungsgehäuses möglich. Da die Steuerungskomponenten von den Leistungskomponenten
räumlich getrennt sind, bleiben die Signalwege zwischen den Steuerungskomponenten
und den Betriebskomponenten unabhängig von der Anordnung und Konfiguration des Leistungsgehäuses
immer gleich. Dadurch wird eine gleichbleibend hohe Signalqualität der Steuerungssignale,
insbesondere der Messsignale, erreicht, da jederzeit definierte Leitungslängen für
sämtliche Signalleitungen der Steuerungskomponenten zur Verfügung stehen. Außerdem
werden die insbesondere hinsichtlich der Steuerungssignale problematischen Trennstellen
vermieden. Die Betriebssicherheit wird erhöht und eine Wartung und Auffindbarkeit
von Fehlern vereinfacht. Die Steuerungskomponenten sind in einem Steuerungsschaltschrank
in oder an dem Pressengehäuse angeordnet. Es müssen dann nur noch jene Steuerungsleitungen
aus dem Pressengehäuse heraus geführt werden, die Steuersignale zu den Leistungskomponenten
übertragen, wenn sich letztere in einem außerhalb des Pressengehäuses und getrennt
von diesem angeordneten Leistungsgehäuse befinden.
[0016] Nach einer weiteren Ausgestaltung kann das Leistungsgehäuse einen Leistungsschaltschrank
umfassen, in dem die Leistungskomponenten angeordnet sind. Beispielsweise kann der
Leistungsschaltschrank in dem Leistungsgehäuse angeordnet sein. Eine solche Ausgestaltung
eignet sich besonders gut für eine externe Anordnung der Leistungskomponenten an einem
von dem Pressengehäuse entfernten Ort. Dazu kann der Leistungsschaltschrank über eine
in das Pressengehäuse geführte Leitungsverbindung mit den Betriebskomponenten und
mit den im Pressengehäuse angeordneten Steuerungskomponenten verbindbar sein bzw.
verbunden sein. Es kann auch eine Kühleinrichtung zur Kühlung der Leistungskomponenten
vorgesehen sein. Diese kann beispielsweise in einem Zwischenraum zwischen dem Leistungsgehäuse
und einem darin angeordneten Schaltschrank vorgesehen sein. Selbstverständlich ist
es auch möglich, dass das erfindungsgemäße Leistungsgehäuse selbst einen Leistungsschaltschrank
bildet.
[0017] Nach einer weiteren besonders praxisgemäßen Ausgestaltung kann eine Verbindung, beispielsweise
eine Flanschverbindung, vorgesehen sein zur Befestigung des Leistungsgehäuses von
außen an oder in dem Pressengehäuse.
[0018] Wie erläutert, kann es sich bei der Presse um eine Rundläuferpresse handeln. Die
Rundläuferpresse kann einen im Regelfall um eine vertikale Achse drehbaren Rotor mit
einer oberen und einer unteren Stempelführung und mit einer Matrizenscheibe zwischen
den Stempelführungen umfassen. Weiterhin kann sie eine Vielzahl von oberen und unteren
Pressstempeln umfassen, wobei die Presstempel mit Matrizenbohrungen der Matrizenscheibe
zusammenwirken. Ferner kann die Rundläuferpresse mindestens eine Füllstation und mindestens
eine Dosierstation umfassen, in denen zu verpressendes Material in die Matrizenbohrungen
gefüllt und dosiert wird. Schließlich kann die Rundläuferpresse mindestens eine Druckstation
umfassen, in der das in die Matrizenbohrungen gefüllte und dosierte Material durch
die oberen und unteren Pressstempel zu Presslingen verpresst wird.
[0019] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand von Figuren näher erläutert.
Es zeigen sehr schematisch:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Presse in einer ersten Aggregationsvariante, und
- Fig. 2
- die Presse aus Fig. 1 in einer zweiten Aggregationsvariante.
[0020] Soweit nichts anderes angegeben ist, bezeichnen in den Figuren gleiche Bezugszeichen
gleiche Gegenstände. In Fig. 1 ist äußerst schematisch eine erfindungsgemäße Presse
in einer ersten Aggregationsvariante dargestellt. Bei der Presse handelt es sich um
eine Rundläufertablettenpresse mit einem Pressengehäuse 12. In dem Pressengehäuse
12 ist eine Mehrzahl von Betriebskomponenten der Rundläufertablettenpresse angeordnet.
Insbesondere befindet sich in dem Pressengehäuse ein mittels eines Drehantriebs um
eine vertikale Achse drehbarer Rotor mit einer oberen und einer unteren Stempelführung
und mit einer Matrizenscheibe zwischen den Stempelführungen, wobei eine Vielzahl oberer
und unterer Pressstempel vorgesehen ist, wobei die Pressstempel mit Matrizenbohrungen
der Matrizenscheibe zusammenwirken, wobei ferner mindestens eine Füllstation und mindestens
eine Dosierstation vorgesehen ist, in denen zu verpressendes Material in die Matrizenbohrungen
gefüllt und dosiert wird, und wobei weiterhin mindestens eine Druckstation vorgesehen
ist, in der das in die Matrizenbohrung gefüllte und dosierte Material durch die oberen
und unteren Pressstempel zu Presslingen verpresst wird. Weitere in dem Pressengehäuse
12 angeordnete Betriebskomponenten der Rundläuferpresse umfassen Messeinrichtungen,
die unterschiedliche Betriebsparameter der Presse messtechnisch erfassen.
[0021] Zur Steuerung dieser Betriebskomponenten sind Steuerungskomponenten vorgesehen, insbesondere
in Form einer Maschinensteuerung. In dem gezeigten Beispiel sind die Steuerungskomponenten
in einem innerhalb des Pressengehäuses 12 angeordneten Steuerungsschaltschrank 14
untergebracht. Die Steuerungskomponenten erhalten auch Messsignale von den Messeinrichtungen.
Unter anderem auf dieser Grundlage steuern die Steuerungskomponenten die Betriebskomponenten
und auch nachfolgend noch genannte Leistungskomponenten der Presse im Betrieb an.
Auf Grundlage der Messsignale erfolgt in dem dargestellten Beispiel auch eine Regelung
der Betriebskomponenten durch die Steuerungskomponenten.
[0022] Räumlich getrennt von den in dem Steuerungsschaltschrank 14 angeordneten Steuerungskomponenten
sind in einem Leistungsgehäuse 16 Leistungskomponenten zur elektrischen Versorgung
der Betriebskomponenten der Presse angeordnet. In dem gezeigten Beispiel befinden
sich die Leistungskomponenten in einem Leistungsschaltschrank 18, der innerhalb des
Leistungsgehäuses 16 angeordnet ist. In einem Zwischenraum zwischen dem Leistungsgehäuse
16 und dem Leistungsschaltschrank 18 kann eine Kühleinrichtung zur Kühlung des Leistungsschaltschranks
18 und insbesondere der darin befindlichen Leistungskomponenten vorgesehen sein. In
dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel ist das Leistungsgehäuse 16 mit dem darin befindlichen
Leistungsschaltschrank 18 und den wiederum darin befindlichen Leistungskomponenten
von außen an einer Außenwand des Pressengehäuses 12 befestigt. Die Befestigung erfolgt
in dem gezeigten Beispiel durch eine nicht näher dargestellte Flanschverbindung.
[0023] In Fig. 2 ist die Presse aus Fig. 1 in einer zweiten Aggregationsvariante dargestellt.
Die Ausbildung des Pressengehäuses 12 einschließlich der darin angeordneten Betriebskomponenten
und des Steuerungsschaltschranks 14 sowie seiner Anordnung ist identisch zu der in
Fig. 1 gezeigten Aggregationsvariante. Im Unterschied zu Fig. 1 ist bei der zweiten
Aggregationsvariante nach Fig. 2 allerdings das Leistungsgehäuse 16 mit dem Leistungsschaltschrank
18 außerhalb des Pressengehäuses 12 und räumlich getrennt von diesem angeordnet. Zu
erkennen ist in Fig. 2, dass das Leistungsgehäuse 16 über Standbeine 20 getrennt von
dem Pressengehäuse 12 aufgestellt ist. Es ist eine Leitungsverbindung 22, im Regelfall
eine Vielzahl von Verbindungskabeln umfassend, vorgesehen, die einerseits mit dem
Leistungsgehäuse 16 bzw. dem Leistungsschaltschrank 18 und den darin angeordneten
Leistungskomponenten verbunden ist. Andererseits ist die Leitungsverbindung 22 in
das Pressengehäuse 12 geführt und in nicht näher dargestellter Weise sind Verbindungskabel
der Leitungsverbindung 22 mit den Betriebskomponenten und andere Verbindungskabel
mit den Steuerungskomponenten der Presse verbunden. Die Ausgestaltung des Leistungsgehäuses
16 und des Leistungsschaltschranks 18, insbesondere ihre Basis und ihre Befestigungsmittel,
einschließlich der Leitungsverbindung 22 ist dabei derart, dass in flexibler Weise
und auch noch nachträglich nach einer Inbetriebnahme der Presse ein Wechsel zwischen
den in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigten Anordnungen des Leistungsgehäuses 16 mit den Leistungskomponenten
möglich ist. Die Steuerungskomponenten bleiben aufgrund der von den Leistungskomponenten
separaten Anordnung dabei jederzeit in ihrer festen Position innerhalb des Steuerungsschaltschranks
14. Das gleiche gilt für sensible Signalverarbeitungsleitungen zwischen den Steuerungskomponenten
und den Betriebskomponenten, die Steuer- und/oder Messsignale führen.
1. Presse, insbesondere Rundläuferpresse, umfassend ein Pressengehäuse (12), in dem mehrere
Betriebskomponenten der Presse angeordnet sind, weiter umfassend Leistungskomponenten,
die die Betriebskomponenten zum Betrieb mit elektrischer Energie versorgen und umfassend
Steuerungskomponenten, die mit den Betriebskomponenten Steuer- und/oder Messsignale
und mit den Leistungskomponenten Steuersignale austauschen, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungskomponenten getrennt von den Steuerungskomponenten in einem Leistungsgehäuse
(16) angeordnet sind, welches wahlweise an oder in dem Pressengehäuse (12) oder außerhalb
des Pressengehäuses (12) und getrennt von diesem angeordnet werden kann und die Steuerungskomponenten
in oder an dem Pressengehäuse (12) in einem Steuerungsschaltschrank (14) angeordnet
sind.
2. Presse nach Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Leistungsgehäuse (16) einen die Leistungskomponenten aufnehmenden Leistungsschaltschrank
(18) umfasst.
3. Presse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Leistungsschaltschrank (18) über eine in das Pressengehäuse (12) geführte Leitungsverbindung
(22) mit den Betriebskomponenten und mit den Steuerungskomponenten verbindbar ist.
4. Presse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung vorgesehen ist zur Befestigung des Leistungsgehäuses (16) von außen
an oder in dem Pressengehäuse (12).
5. Rundläuferpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Rotor mit einer oberen und einer unteren Stempelführung und mit einer Matrizenschreibe
zwischen den Stempelführungen umfasst, dass sie weiterhin eine Vielzahl oberer und
eine Vielzahl unterer Pressstempel umfasst, wobei die Pressstempel mit Matrizenbohrungen
der Matrizenscheibe zusammenwirken, dass sie ferner mindestens eine Füllstation und
mindestens eine Dosierstation umfasst, in denen zu verpressendes Material in die Matrizenbohrungen
gefüllt und dosiert wird, und dass sie weiterhin mindestens eine Druckstation umfasst,
in der das in die Matrizenbohrungen gefüllte und dosierte Material durch die oberen
und unteren Pressstempel zu Presslingen verpresst wird.
1. A press, in particular a rotary press, comprising a press housing (12) in which a
plurality of operating components of the press are arranged, furthermore comprising
power components which supply the operating components with electrical energy for
operation, and comprising control components that exchange control and/or measuring
signals with the operating components and control signals with the power components,
characterized in that the power components are arranged separate from the control components in a power
housing (16) that can be optionally arranged on or in the press housing (12) or outside
of the press housing (12) and separate therefrom, and the control components are arranged
in or on the press housing (12) in a control switchgear cubicle (14).
2. The press according to claim 1, characterized in that the power housing (16) comprises a power switchgear cubicle (18) that accommodates
the power components.
3. The press according to claim 2, characterized in that the power switchgear cubicle (18) is connected by means of a cable connection (22)
run in the press housing (12) to the operating components and to the control components.
4. The press according to one of the preceding claims, characterized in that a connection is provided for fastening, from the outside, the power housing (16)
on or in the press housing (12).
5. A rotary press according to one of the preceding claims, characterized in that it comprises a rotor with an upper and lower punch guide and with a die plate between
the punch guides, it furthermore comprises a plurality of upper and a plurality of
lower press punches, wherein the press punches interact with die holes in the die
plate, it furthermore comprises at least one filling station and at least one dosing
station in which material to be pressed is added and dosed into the die holes, and
that it furthermore comprises at least one pressing station in which the material
added and dosed into the die holes is pressed into pellets by the upper and lower
press punches.
1. Presse, en particulier presse à table tournante, comprenant un boîtier de presse (12)
dans lequel sont disposées une pluralité de composantes opérationnelles de la presse,
comprenant en outre des composantes de puissance qui alimentent les composantes opérationnelles
pour fonctionnement avec de l'énergie électrique, et comprenant des composantes de
commande qui échangent avec les composantes opérationnelles des signaux de commande
et/ou de mesure et avec les composantes de puissance des signaux de commande, caractérisée en ce que les composantes de puissance sont disposées séparément des composantes de commande
dans un boîtier de puissance (16) qui peut, au choix, être disposé sur ou dans le
boîtier de presse (12) ou hors du boîtier de presse (12) et séparément de ce dernier,
et les composantes de commande sont disposées dans ou sur le boîtier de presse (12)
dans une armoire de commande (14).
2. Presse selon la revendication 1, caractérisée en ce que le boîtier de puissance (16) comprend une armoire de commande (18) logeant les composantes
de puissance.
3. Presse selon la revendication 2, caractérisée en ce que l'armoire de commande (18) peut être raccordée aux composantes opérationnelles et
aux composantes de commande via une connexion par câble (22) conduite dans le boîtier
de presse (12).
4. Presse selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une connexion est prévue pour la fixation du boîtier de puissance (16) de l'extérieur
sur ou dans le boîtier de presse (12).
5. Presse à table tournante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'elle comprend un rotor avec un guide de poinçon supérieur et un guide de poinçon inférieur
et avec un disque de matrice entre les guides de poinçon, en ce qu'elle comprend en outre une pluralité de poinçons de presse supérieurs et une pluralité
de poinçons de presse inférieurs, dans laquelle les poinçons de presse coopèrent avec
des alésages de matrice du disque de matrice, en ce qu'elle comprend en outre au moins une station de remplissage et au moins une station
de dosage auxquelles un matériau à presser est rempli et dosé dans les alésages de
matrice, et en ce qu'elle comprend en outre au moins une station de compression à laquelle le matériau
rempli et dosé dans les alésages de matrice est pressé pour former des pièces pressées
par les poinçons de presse supérieur et inférieur.