| (19) |
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(11) |
EP 2 707 543 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.03.2015 Patentblatt 2015/10 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.04.2012 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/056422 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/156152 (22.11.2012 Gazette 2012/47) |
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| (54) |
LEITWALZE MIT KORROSIONSBESTÄNDIGER BESCHICHTUNG
GUIDING ROLL WITH CORROSION-RESISTANT COATING
ROULEAU DE GUIDAGE AVEC REVÊTEMENT RÉSISTANT À LA CORROSION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
13.05.2011 DE 102011075810
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.03.2014 Patentblatt 2014/12 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- ETSCHMAIER, Alexander
A-8692 Neuberg (AT)
- ANGERLER, Jürgen
A-4662 Steyrermühl (AT)
- JUNGKLAUS, Hasso
A-4810 Gmunden (AT)
- HESSELMANN, Goar
A-4663 Laakirchen (AT)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 425 464 WO-A1-94/09208 US-A- 5 283 121
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EP-A1- 0 481 321 US-A- 3 942 230
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft korrosionsbeständige Beschichtungen von Leitwalzen
zum Leiten von Sieben oder Filzen in Papiermaschinen.
[0002] Bei der Herstellung von Papier, worunter in dieser Schrift alle zellulosehaltigen
Faserstoffbahnen verstanden werden, also beispielsweise auch Kartone, Vliesstoffe
und dergleichen, sind die Walzen der Papiermaschine Prozesswasser und Dampf mit elektrolytischer
Leitfähigkeit ausgesetzt. Um diese aggressiven Medien nicht an die aus unedlen Metallen
gefertigten Walzenkerne gelangen zu lassen, werden die Walzen bzw. Walzenkerne mit
einem korrosionsbeständigen Material beschichtet.
[0003] US-A-5 283 121 offenbart ein Verfahren zum Aufbringen einer Korrosionsschutzbeschichtung auf den
metallischen Grundkörper einer Papiermaschinenwalze, wobei die Oberfläche des Grundkörpers
mit einer thermischen Spritzbeschichtung aus einem Edelstahlmaterial und einer auf
die Oberfläche der thermischen Edelstahlspritzbeschichtung aufgebrachten Schicht aus
einem Fluorpolymer versehen wird.
[0004] Als Korrosionsschutzbeschichtung von Walzen bzw. Walzenkernen werden gegenwärtig
galvanische Hartchromschichten und mit thermischen Spritzverfahren aufgetragene Hartmetallschichten
verwendet. Die galvanische Verchromung bietet einen kostengünstig herstellbaren und
effektiven Korrosionsschutz, ist wegen der Toxizität der verwendeten galvanischen
Bäder jedoch als umweltbelastendes Verfahren einzustufen. Außerdem ist eine mechanische
Reinigung galvanischer Hartchromschichten aufgrund des spröden Verhaltens von Chrom
nur schwer möglich. Als Hartmetallbeschichtungen wird üblicherweise ein Verbundwerkstoff
von in einer Cobalt-Nickel-Matrix eingebetteten Wolframcarbid-Hartstoffen verwendet,
der mit einem thermischen Spritzverfahren, wie z. B. HVOF (
High-
Velocity-
Oxygen-
Fuel, Hochgeschwindigkeitsflammspritzen), auf die Oberfläche aufgetragen wird. Der
Auftrag thermischer Hartmetallspritzschichten erfolgt in mehreren Hüben, d. h. in
mehreren Teilschichten, um die physikalische Homogenität der Beschichtung sicherzustellen.
[0005] Thermisch aufgespritzte Hartmetallbeschichtungen zeichnen sich durch gute Korrosionsschutzwirkung
und hohe Abriebbeständigkeit aus. Die Haftung von während einer Papierproduktion anfallenden
Verunreinigungen ist auf Hartmetalloberflächen vergleichsweise gering, so dass diese
verhältnismäßig leicht durch Beschaberung zu reinigen sind. Allerdings ist die Herstellung
von thermischen Hartmetallspritzschichten im Vergleich zur Verchromung sehr kostenintensiv.
[0006] An minderkritischen Positionen einer Papiermaschine wie z. B. Leitwalzen für Siebe
oder Filze, bei denen die Korrosionsschutzbeschichtung nicht mit der Papieroberfläche
in Kontakt kommt, wird daher gegenwärtig die kostengünstigere aber mit einer höheren
Umweltbelastung verbundene galvanische Hartverchromung bevorzugt. Allerdings können
diese Hartchrombeschichtungen nicht beschabt werden.
[0007] Es ist daher wünschenswert einen kostengünstigen und gegenüber einer galvanischen
Hartverchromung weniger umweltbelastenderen und dennoch effektiven Korrosionsschutz
für Leitwalzen zum Leiten von Sieben oder Filzen in Papiermaschinen anzugeben.
[0008] Ein entsprechender Korrosionsschutz kann mit einem Verfahren gemäß Anspruch 1 erzielt
werden, dass Schritte aufweist zum Bereitstellen einer Vorrichtung zum thermischen
Spritzbeschichten, zum Bereitstellen eines Edelstahlmaterials, zum Beschichten von
zumindest einem Teil der Oberfläche der Leitwalze durch Aufbringen des Edelstahlmaterials
unter Verwendung der Vorrichtung zum thermischen Spritzbeschichten, und zum Versiegeln
der aufgebrachten Beschichtung mit einem polymeren Werkstoff, der ein Epoxidharz umfasst.
[0009] Eine kostengünstig und umweltverträglich hergestellte korrosionsgeschützte Leitwalze
gemäß Anspruch 16, weist einen metallischen Grundkörper, eine, wenigstens einen Teil
der Oberfläche des metallischen Grundkörpers bedeckende, thermische Spritzbeschichtung
aus einem Edelstahlmaterial und eine auf die Oberfläche der thermischen Edelstahlspritzbeschichtung
aufgebrachte polymere Versiegelungsschicht auf, wobei das Material der polymeren Versiegelungsschicht
ein Epoxidharz umfasst.
[0010] Da Edelstahlmaterialien für thermische Spritzbeschichtungen wesentlich preiswerter
als spritzbeschichtbare Cermetmaterialien wie z. B. Hartmetalle sind, sind damit hergestellte
Korrosionsschutzbeschichtungen auch kostengünstiger. Die Versiegelung der Edelstahlspritzbeschichtung
mit einem Polymer verhindert ein Angreifen von Elektrolyten an Störstellen des Beschichtungsmaterials
und beugt so einer Korrosion der Spritzbeschichtung und einem Vordringen der Korrosion
verursachenden Elektrolyte zum Grundmaterial wirksam vor.
[0011] Bei Ausführungsformen des Verfahrens ist die bereitgestellte Vorrichtung zum thermischen
Spritzbeschichten zur Durchführung von Hochgeschwindigkeitsflammspritzen oder Laserspritzen
ausgebildet. Diese thermischen Spritzverfahren führen zu keiner signifikanten metallurgischen
Veränderung des Spritzwerkstoffs, so dass die metallurgische Zusammensetzung von mit
diesen Verfahren hergestellten thermischen Spritzbeschichtungen der des zur Beschichtung
verwendeten Ausgangsmaterials entspricht. Vorteilhaft wird das als Ausgangsmaterial
zur Beschichtung verwendete Edelstahlmaterial in Form von Feinpulver bereitgestellt,
dessen Partikel sich beim Auftreffen auf die zu beschichtende Oberfläche plastisch
verformen, wodurch auf einfache Weise sehr dichte Schichten geringer Porosität hergestellt
werden können.
[0012] Bei anderen Ausführungsformen des Verfahrens ist die bereitgestellte Vorrichtung
zum thermischen Spritzbeschichten zur Durchführung von Lichtbogenspritzen ausgebildet,
bei dem das Beschichtungsausgangsmaterial in einem Lichtbogen abgeschmolzen und mithilfe
eines Trägergases auf das zu beschichtende Werkstück überführt wird. Lichtbogenspritzen
eignet sich insbesondere zum Auftragen von sehr gut haftenden Schichten mit Dicken
von mehr als 200µm bis einigen Millimetern auf großen Oberflächen. Bei Verwendung
thermischer Beschichtungsverfahren bei denen das Beschichtungsausgangsmaterial zum
Auftrag durch Zufuhr elektrischer Energie aufgeschmolzen wird, wie beispielsweise
beim Lichtbogenspritzen, wird das Edelstahlmaterial zur Vereinfachung der Zuführung
vorzugsweise in Drahtform bereitgestellt.
[0013] Zum Erzielen einer hoch Korrosionsbeständigen thermischen Spritzschicht wird vorzugsweise
ein Edelstahlmaterial verwendet, das von einem Chrom-Nickel-Stahl mit einer Zusammensetzung
gemäß einer der Werkstoffnummern 1.4401, 1.4404, 1.4406, 1.4435, 1.44036 oder 1.4440
gebildet ist. Edelstähle dieser Werkstoffnummern erfüllen auch die Norm 316 L bzw.
316 des American Iron and Steel Institutes (AISI).
[0014] Sehr dichte, gering poröse Beschichtungen werden vorteilhaft durch Aufbringen des
Edelstahlmaterials auf eine Oberfläche der Walzenkomponente in mehreren Hüben, d.
h. mittels mehrerer, sukzessive aufeinander abgeschiedener Teilschichten erzielt.
Dichte thermische Beschichtungen mit Dicken von etwa 50 bis 200 µm lassen sich bereits
mit 4 bis 6 Hüben erzielen.
[0015] Für die Anwendung in hochbelasteten Positionen kann es vorteilhaft sein, eine weitere
Beschichtung aus einem weiteren Material aufzubringen, welche wenigstens einen Teil
der Oberfläche der thermischen Spritzbeschichtung aus Edelstahl bedeckt, wobei das
weitere Material ein Carbid, Borid oder Nitrid oder eine Mischung daraus oder eine
Mischung mit einem Metall der 4., 5. oder 6. Nebengruppe sein kann. Die Beschichtung
kann mit den gleichen Beschichtungsverfahren wie die Edelstahlschicht aufgebracht
sein, wobei die Dicke weitere 1 bis 3 Hübe betragen kann. Hierdurch wird eine zwar
nicht geschlossene, aber zumindest einem verdichtenden Zweck dienende Beschichtung
auf dem Edelstahl gebildet, welche für eine erhöhte Korrosionsbeständigkeit sorgt.
[0016] Der polymere Werkstoff zur Versiegelung der Spritzbeschichtung umfasst ein Epoxidharz,
das eine Edelstahloberfläche im nichtvernetzten wie im teilvernetzten Zustand gut
benetzt und somit eine feste stoffschlüssige Verbindung garantiert. Ferner stellt
die gute Benetzbarkeit auch sicher, dass das Harz in die Vertiefungen der Oberfläche
eindringt und diese vollständig ausfüllt, so dass sich an der Grenzfläche der Spritzbeschichtung
zur polymeren Versiegelungsschicht keine Hohlräume ausbilden. Bei weiteren vorteilhaften
Ausführungsformen umfasst der polymere Werkstoff zur Versiegelung der Spritzbeschichtung
ein Silicon-Polyesterharz, das eine gute Benetzung von Edelstahlspritzschichten mit
einer Antihaft- und schmutzabweisenden Wirkung verbindet.
[0017] Generell können in das polymere Material der Versiegelungsschicht auch Füllstoffe
eingebettet werden, um eine Verbesserung der Antihaft- und schmutzabweisenden Eigenschaften
deren Oberfläche zu erzielen. Bei bevorzugten Ausführungsformen hiervon werden für
die Füllstoffe vorzugsweise Materialien verwendet, die Polyfluorethylen und insbesondere
Polytetrafluorethylen enthalten. Zweckmäßigerweise werden die Füllstoffe in Form von
Partikeln und insbesondere in Form von Partikeln mit mittleren Durchmessern aus dem
Bereich von 0,1 bis 5 µm in das polymere Grundmaterial der Versiegelung eingebettet.
[0018] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von
Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Ansprüchen sowie den beiliegenden Figuren.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Erfindung nicht auf die Ausführungsformen der
beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern durch den Umfang der beiliegenden
Patentansprüche bestimmt ist.
[0019] Bei der nachfolgenden Erläuterung einiger Ausführungsbeispiele der Erfindung wird
auf die beiliegende Figuren Bezug genommen, von denen
- Figur 1A
- die eine von einer versiegelten Spritzbeschichtung auf einer Walzenkomponente gebildete
Korrosionsschutzschicht in einer stark schematisierten Darstellung veranschaulicht,
- Figur 1B
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einer zusätzlichen Beschichtung
zur Verdichtung,
- Figur 2A
- die wesentlichen Schritte zur Herstellung einer versiegelten Spritzbeschichtung als
Korrosionsschutz für eine Walzenkomponente, und
- Figur 2B
- die wesentlichen Schritte zur Herstellung einer versiegelten Spritzschicht gemäß der
Ausführungsform der Figur 1B zeigt.
[0020] Es sei darauf hingewiesen, dass die Figuren 1A und 1B lediglich illustrativen Zwecken
dient und keine Wiedergabe eines realen Bauteils darstellt. Größen wie Verhältnisse
der einzelnen Komponenten sind daher im Hinblick auf eine klare Darstellung der Gegebenheiten
gewählt und weichen von denen einer tatsächlichen Ausführungsform ab.
[0021] Die stark schematisierte Querschnittsdarstellung von Figur 1A zeigt einen Ausschnitt
einer mit einer korrosionsgeschützten Oberfläche versehenen Walzenkomponente 10. Die
dargestellte Ausführungsform einer Walzenkomponente weist einen Walzenkern 1 auf,
auf deren Oberfläche eine von einer Spritzbeschichtung 4 und einer darauf aufgebrachten
Versiegelung 3 gebildete Korrosionsschutzschicht 5 angeordnet ist. Die Korrosionsschutzschicht
5 bedeckt vorzugsweise alle Oberflächenbereiche der Walzenkomponente 10, die den beim
bestimmungsgemäßen Einsatz der Walze auftretenden korrosiven Medien ausgesetzt sind.
Die Spritzbeschichtung 4 ist bei der veranschaulichten Ausführungsform aus einzelnen
Edelstahlpartikeln 2 aufgebaut, die zur Ausbildung einer geschlossenen und damit dichten
Schicht formschlüssig aneinander angrenzen. Eine entsprechend korrosionsgeschützte
Walze eignet sich für einen Einsatz als Leitwalze für Siebe oder Filze in Maschinen
zur Papierherstellung.
[0022] Als Edelstahlmaterial der Spritzbeschichtung 4 wird vorzugsweise ein nichtrostender
Chrom-Nickel-Stahl mit einer Zusammensetzung gemäß einer der Werkstoffnummern 1.4401
(Kurzname: X5CrNiMo17-12-2), 1.4404 (Kurzname: X2CrNiMo17-12-2), 1.4406 (Kurzname:
X2CrNiMoN17-11-2), 1.4435 (Kurzname: X2CrNiMo18-14-3), 1.4436 (Kurzname: X3CrNiMo17-13-3)
oder 1.4440 (Kurzname: X2CrNiMo19-12) verwendet, die sich durch ihre hohe Beständigkeit
gegen Korrosion und Säuren auszeichnen. Die genannten Stahlsorten erfüllen auch die
Normen 316 bzw. 316 L des American Iron and Steel Institutes (AISI).
[0023] Zum Auftrag des Beschichtungsmaterials 2 auf den Grundkörper 1 des von einer Walzenkomponente
gebildeten Werkstücks 10 wird vorzugsweise ein thermisches Spritzverfahren verwendet,
dessen grundsätzliche Schritte in Figur 2A vorgestellt sind.
[0024] Das Verfahren beginnt in Schritt S1 mit dem Bereitstellen einer Vorrichtung zum thermischen
Spritzbeschichten. Unter thermischem Spritzbeschichten ist ein Oberflächenbeschichtungsverfahren
zu verstehen, bei denen das Beschichtungsmaterial ab-, an- oder aufgeschmolzen und
als Spritzpartikel vermittelt über einen Gasstrom in Richtung der zu beschichtenden
Oberfläche beschleunigt wird. Die Oberfläche des zu beschichtenden Werkstücks wird
dabei nur in geringem Maße thermisch belastet. Beim Auftreffen auf die Werkstückoberfläche
werden die Spritzpartikel in der Regel abgeflacht und verbinden sich durch mechanische
Verklammerung. Hierdurch lassen sich rissfreie Beschichtungen mit homogener Mikrostruktur,
geringer Porosität und guter Anbindung an das Werkstück erzielen. Beim Lichtbogenspritzen
erfolgt das Aufschmelzen des drahtförmigen Spritz- bzw. Beschichtungswerkstoffs mit
einem elektrischen Lichtbogen, beim Hochgeschwindigkeitsflammspritzen erfolgt das
Anschmelzen der Spritzwerkstoffpartikel in der Brennstoff-Sauerstoff-Hochgeschwindigkeitsflamme
und beim Laserspritzen mit dem Laserstrahl. Selbstverständlich können auch andere
als die beispielhaft angeführten thermischen Spritzbeschichtungsverfahren verwendet
werden.
[0025] In Schritt S2 des in Figur 2A illustrierten Verfahrens zum Aufbringen einer Korrosionsschutzbeschichtung
auf eine Walzenkomponente wird der Spritzwerkstoff in Form eines Edelstahlmaterials
bereitgestellt, wobei vorzugsweise nichtrostende Edelstähle verwendet werden, wie
beispielsweise Chrom-Nickel-Stähle der AISI-Norm 316 L bzw. 316, die auch mit den
Werkstoffnummern 1.4401, 1.4404, 1.4406, 1.4435, 1.44036 oder 1.4440 bezeichnet werden.
Die Form in der der Spritzwerkstoff bereitgestellt wird richtet sich nach der zum
Beschichten jeweils verwendeten Vorrichtung. Beim Lichtbogenspritzen wird der Beschichtungswerkstoff
beispielsweise in Drahtform, beim Hochgeschwindigkeitsflammspritzen in Pulverform
bereitgestellt. Die Größenordnung der mittleren Partikelgrößen solcher Pulver wird
in Abhängigkeit der gewünschten Beschichtungsdicke gewählt und kann, da die Partikel
beim Auftreffen auf die Werkstückoberfläche verflacht werden, für Beschichtungsdicken
von knapp 100 bis einige 100 µm beispielsweise um etwa 50 µm betragen.
[0026] Nach dem Bereitstellen von Beschichtungsapparatur und Beschichtungswerkstoff sowie
dem Einrichten des Werkstücks wird in Schritt S3 eine Oberfläche oder ein Teil einer
Oberfläche des Werkstücks 10 mit dem Spritzwerkstoff unter Verwendung der Apparatur
beschichtet. Zum Erzielen einer praktisch porenfreien bzw. vollständig dichten Beschichtung
wird das Auftragen des Spritzwerkstoffs vorzugsweise in mehreren Hüben vorgenommen.
Die Anzahl der Hübe richtete sich nach den jeweils an der Beschichtungsapparatur eingestellten
Prozessparametern, eventuell der Größe der Pulverpartikel, dem Abstand zwischen Werkstück
und dem den Spritzwerkstoff emittierenden Teil der Apparatur und der gewünschten Beschichtungsdicke.
Üblicherweise wird die Anzahl der Hübe experimentell ermittelt. Die Porosität der
Spritzbeschichtung kann ebenfalls über die Prozessparameter des Beschichtungsvorgangs
beeinflusst werden, wobei insbesondere mit dem Hochgeschwindigkeitsflammspritzen Porositäten
von weniger als 0,5 % erzielt werden können. Unter Porosität ist hierbei der Flächenanteil
zu verstehen, der in einem das untersuchte Material durchsetzenden Querschliff von
den darin enthaltenen Hohlräumen eingenommen wird.
[0027] Die in Schritt S3 aufgetragene Edelstahl-Spritzbeschichtung wird schließlich in Schritt
S4 durch Auftragen eines polymeren Werkstoffs versiegelt wonach das Korrosionsschutz-Beschichtungsverfahren
in Schritt S5 abgesehen von eventuellen Nachbearbeitungen der Oberfläche abgeschlossen
ist.
[0028] Thermische Spritzbeschichtungsverfahren zeichnen sich durch die Möglichkeit aus,
Beschichtungslagen mit sehr niedriger Porosität, d.h. mit wenigen im Beschichtungsmaterial
ausgebildeten Hohlräumen herzustellen. Die einzelnen Hohlräume sind dabei in der Regel
nicht miteinander verbunden, so dass die Poren keine Durchgänge von der Oberfläche
der Beschichtung zur Oberfläche des Grundwerkstoffs schaffen, über die eine Penetration
elektrolytisch wirkender Stoffe erfolgen könnte. Entsprechend hergestellt Beschichtungen
sind daher für die mit der Papierherstellung verbundenen Prozesswasser und Dämpfe
dicht.
[0029] Allerdings kann unter den Betriebsbedingungen einer Papiermaschine langfristig eine
Korrosion der Spritzbeschichtung über Störstellen des Beschichtungsmaterials wie z.B.
Korngrenzen und vor allem die inneren Oberflächen der Beschichtung erfolgen, die von
den Grenzflächen gebildet werden, and denen die einzelnen Beschichtungspartikel aneinandergrenzen.
Um einem Angriff mit nachfolgendem Vordringen der Korrosion über solche Grenzflächen
vorzubeugen, wird die Beschichtungsoberfläche nach Abschluss der thermischen Spritzbeschichtung
mit einem polymeren Werkstoff versiegelt. Die Versiegelungswirkung wird dabei durch
einen eventuellen Verschleiß der Versiegelungsschicht 3 bis zur Freilegung der oberen
Bereiche der Spritzbeschichtung 4 nicht aufgehoben, das die Oberfläche der Spritzbeschichtung
nicht ideal eben ist, sondern eine räumliche Konturierung aufweist, bei der die Grenzflächen
aneinandergefügter Beschichtungspartikel nahezu ausschließlich in Vertiefungen angeordnet
sind.
[0030] Als Polymere eignen sich Epoxidharze und Epoxidharze mit darin eingebetteten Füllstoffpartikeln,
beispielsweise aus einem Polyfluorethylen (PFE) und insbesondere aus Polytetrafluorethylen
(PTFE). Da Epoxidharz im nichtvernetzten bzw. teilvernetzten Zustand eine gute Benetzung
des Beschichtungsgrundmaterials zeigt, kann es auch in Vertiefungen der Beschichtungsoberfläche
mit ungünstigen Aspektverhältnis vordringen. Die Viskosität des Epoxidharzes kann
durch die Zugabe von Lösungsmitteln, wie zum Beispiel Alkoholen oder Ketonen, verringert
werden, um die Benetzung an die Oberflächenkontur der Beschichtung 4 anzupassen. Der
Versiegelungsvorgang kann mithilfe eines Tauchbads, durch Aufspritzen, oder mithilfe
von Streichwerkzeugen wie z. B. Pinseln oder Spachteln erfolgen.
[0031] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird zur Ausbildung einer etwa 90 µm dicken
Spritzbeschichtung mithilfe einer Hochgeschwindigkeitsflammspritzvorrichtung "Diamond
Jet Hybrid
®" (DJ2600) ein von einem der AISI-Norm 316 L entsprechenden Stahl gebildeter Spritzwerkstoff
in 4 Hüben auf die Oberfläche eines Stahlwalzenkerns aufgebracht. Sie so erstellte
thermische Spritzbeschichtung wird anschließend mit einem farblosen Zweikomponentensystem
auf Epoxidharzbasis versiegelt.
[0032] In Figur 1B ist in gleicher Ansicht wie in Figur 1A eine zweite Ausführungsform der
Erfindung dargestellt. Gegenüber der in Figur 1A dargestellten Ausführungsvariante
ist hier eine zusätzliche zweite Beschichtung 6 vorgesehen, welche auf der Spritzbeschichtung
4 angeordnet ist und die Funktion des Verdichtens der Edelstahlpartikel 2 versieht.
Dieses Ausführungsbeispiel ist insbesondere für die Verwendung in hochbelasteten Positionen
zweckmäßig.
[0033] Hierbei werden in einem in Figur 2B dargestellten Prozess in einem zusätzlichen Verfahrensschritt
S6 weitere 1 bis 3 Hübe Hartmetall aufgebracht. Als Auftragsverfahren bieten sich
die gleichen Verfahren wie für die Aufbringung der Spritzbeschichtung 4 an, weshalb
auf eine wiederholende Beschreibung an dieser Stelle verzichtet werden kann.
[0034] Es finden insbesondere Carbide, Nitride oder Boride sowie Mischungen davon sowie
Mischungen mit anderen Metallen der 4., 5. oder 6. Nebengruppe des Periodensystems
der Elemente Anwendung. Als bevorzugtes Ausführungsbeispiel ist Wolframcarbid zu nennen.
[0035] Diese Hartmetallschicht stellt zwar keine dichte, geschlossene Schicht dar, verdichtet
jedoch durch die hohe Dichte beispielsweise des Wolframs die darunterliegende Schicht
derart, dass von einer erhöhten Korrosionsbeständigkeit ausgegangen werden kann.
[0036] Die beschriebene Erfindung ermöglicht einen effektiven, langanhaltenden und kostengünstigen
Korrosionsschutz von Leitwalzen zur Verwendung in Papiermaschinen.
1. Verfahren zum Aufbringen einer Korrosionsschutzbeschichtung auf eine Leitwalze zum
Leiten von Sieben oder Filzen in einer Machine zur Herstellung einer zelluloschaltizen
Faserstoffbahn wie einer Papier-, Karton- oder Vliesbahn, wobei das Verfahren folgende
Schritte aufweist:
- Bereitstellen einer Vorrichtung zum thermischen Spritzbeschichten (S1),
- Bereitstellen eines Edelstahlmaterials (S2),
- Beschichten von zumindest einem Teil der Oberfläche der Leitwalze durch Aufbringen
des Edelstahlmaterials unter Verwendung der Vorrichtung zum thermischen Spritzbeschichten
(S3),
- Versiegeln der aufgebrachten Beschichtung (4) mit einem polymeren Werkstoff (S4),
wobei der polymere Werkstoff ein Epoxidharz umfasst.
2. Verfahren nach Anspruch 1, worin auf dem Edelstahlmaterial eine weitere Beschichtung
(6) aus einem weiteren Material aufgebracht wird (S6).
3. Verfahren nach Anspruch 2, worin das weitere Material ein Carbid, Nitrid oder Borid
oder eine Mischung daraus oder eine Mischung mit einem Metall der 4., 5. oder 6. Nebengruppe
ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, worin die bereitgestellte Vorrichtung
zum thermischen Spritzbeschichten zur Durchführung von Hochgeschwindigkeitsflammspritzen
oder Laserspritzen ausgebildet ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, worin das Edelstahlmaterial in Form von
Feinpulver bereitgestellt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, worin die bereitgestellte Vorrichtung
zum thermischen Spritzbeschichten zur Durchführung von Lichtbogenspritzen ausgebildet
ist.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 6, worin das Edelstahlmaterial in Drahtform bereitgestellt
wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin das Edelstahlmaterial von
einem Chrom-Nickel-Stahl mit einer Zusammensetzung gemäß einer der Werkstoffnummern
1.4401, 1.4404, 1.4406, 1.4435, 1.4436 oder 1.4440 gebildet ist.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin das Beschichten einer Oberfläche
der Leitwalze durch Aufbringen des Edelstahlmaterials (S3) sowie des weiteren Materials
(S6) in mehreren Hüben erfolgt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, worin die Anzahl der Hübe für das Aufbringen des Edelstahlmaterials
minimal 4 und maximal 6 beträgt.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, worin die Anzahl der Hübe für das Aufbringen des
weiteren Materials zumindest 1 und maximal 3 beträgt.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin der polymere Werkstoff zur
Versiegelung der Spritzbeschichtung (4) ein Silicon-Polyesterharz umfasst.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin der polymere Werkstoff zur
Versiegelung der Spritzbeschichtung (4) ein Polymer mit darin eingebetteten Füllstoffen
umfasst.
14. Verfahren nach Anspruch 13, worin als Füllstoffe Polyfluorethylen und insbesondere
Polytetrafluorethylen enthaltende Füllstoffe verwendet werden.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, worin die Füllstoffe in Form von Partikeln und
insbesondere in Form von Partikeln mit mittleren Durchmessern aus dem Bereich von
0,1 bis 5 µm verwendet werden.
16. Leitwalze zum Leiten von Sieben oder Filzen in einer Maschine zur Herstellung einer
zelluloschaltigen Faserstoffbahn wie einer Papier-, Karton- oder Vliesbahn, wobei
die Leitwalze einen metallischen Grundkörper (1), eine wenigstens einen Teil der Oberfläche
des metallischen Grundkörpers bedeckende thermische Spritzbeschichtung (4) aus einem
Edelstahlmaterial und eine auf die Oberfläche der thermischen Edelstahlspritzbeschichtung
aufgebrachte polymere Versiegelungsschicht (3) aufweist, wobei das Material der polymeren
Versiezelungsschicht (3) ein Epoxidharz umfasst.
17. Leitwalze nach Anspruch 16, worin eine wenigstens einen Teil der Oberfläche der thermischen
Spritzbeschichtung aus Edelstahl bedeckende Beschichtung (6) mit einem weiteren Material
vorgesehen ist.
18. Leitwalze nach Anspruch 17, worin das weitere Material ein Carbid, Borid oder Nitrid
oder eine Mischung daraus oder eine Mischung mit einem Metall der 4., 5. oder 6. Nebengruppe
ist.
19. Leitwalze nach einem der Ansprüche 16 bis 18, worin das Edelstahlmaterial von einem
Chrom-Nickel-Stahl mit einer Zusammensetzung gemäß einer der Werkstoffnummern 1.4401,
1.4404, 1.4440 oder 1.4435 gebildet ist.
20. Leitwalze nach einem der Ansprüche 17 bis 19, worin das Material der polymeren Versiegelungsschicht
(3) Silicon-Polyesterharz umfasst.
1. Method for applying a corrosion-resistant coating to a guide roll for guiding wires,
fabrics or felts in a machine for producing a cellulose-containing fibrous web such
as a paper, board or nonwoven web, wherein the method comprises the following steps:
- providing an apparatus for thermal spray coating (S1),
- providing a stainless steel material (S2),
- coating at least part of the surface of the guide roll by applying the stainless
steel material by using the apparatus for thermal spray coating (S3),
- sealing the applied coating (4) with a polymer material (S4), wherein the polymer
material comprises an epoxy resin.
2. Method according to Claim 1, in which a further coating (6) of a further material
is applied to the stainless steel material (S6).
3. Method according to Claim 2, in which the further material is a carbide, nitride or
boride or a mixture thereof or a mixture with a metal from the fourth, fifth or sixth
transition group.
4. Method according to one of Claims 1 to 3, in which the apparatus provided for the
thermal spray coating is designed to carry out high-speed flame spraying or laser
spraying.
5. Method according to one of Claims 1 to 4, in which the stainless steel material is
provided in the form of fine powder.
6. Method according to one of Claims 1 to 3, in which the apparatus provided for the
thermal spray coating is designed to carry out arc spraying.
7. Method according to Claim 1 or 6, in which the stainless steel material is provided
in wire form.
8. Method according to one of the preceding claims, in which the stainless steel material
is formed by a chromium-nickel steel with a composition according to one of the material
numbers 1.4401, 1.4404, 1.4406, 1.4435, 1.4436 or 1.4440.
9. Method according to one of the preceding claims, in which the coating of a surface
of the guide roll is carried out by applying the stainless steel material (S3) and
the further material (S6) in a number of passes.
10. Method according to Claim 9, in which the number of passes for the application of
the stainless steel material is at least 4 and at most 6.
11. Method according to Claim 9 or 10, in which the number of passes for the application
of the further material is at least 1 and at most 3.
12. Method according to one of the preceding claims, in which the polymer material for
sealing the spray coating (4) comprises a silicone polyester resin.
13. Method according to one of the preceding claims, in which the polymer material for
sealing the spray coating (4) comprises a polymer with fillers embedded therein.
14. Method according to Claim 13, in which the fillers used are fillers containing polyfluoroethylene
and in particular polytetrafluoroethylene.
15. Method according to Claim 13 or 14, in which the fillers are used in the form of particles
and in particular in the form of particles having mean diameters from the range of
0.1 to 5 µm.
16. Guide roll for guiding wires, fabrics or felts in a machine for producing a cellulose-containing
fibrous web such as a paper, board or nonwoven web, wherein the guide roll comprises
a metallic base (1), a thermal spray coating (4) made of a stainless steel material
covering at least part of the surface of the metallic base, and a polymer sealing
layer (3) applied to the surface of the thermal stainless steel spray coating, wherein
the material of the polymer sealing layer (3) comprises an epoxy resin.
17. Guide roll according to Claim 16, in which a coating (6) covering at least part of
the surface of the thermal spray coating made of stainless steel is provided with
a further material.
18. Guide roll according to Claim 17, in which the further material is a carbide, boride
or nitride or a mixture thereof or a mixture having a metal from the fourth, fifth
or sixth transition group.
19. Guide roll according to one of Claims 16 to 18, in which the stainless steel material
is formed by a chromium-nickel steel with a composition according to one of the material
numbers 1.4401, 1.4404, 1.4440 or 1.4435.
20. Guide roll according to one of Claims 17 to 19, in which the material of the polymer
sealing layer (3) comprises silicone polyester resin.
1. Procédé d'application d'un revêtement anticorrosion sur un rouleau de guidage pour
le guidage de tamis ou de feutres dans une machine pour la fabrication d'une bande
de matière fibreuse cellulosique telle qu'une bande de papier, carton ou non-tissé,
dans lequel le procédé comprend les étapes suivantes :
- la préparation d'un dispositif pour le revêtement par pulvérisation thermique (S1),
- la préparation d'un matériau en acier inoxydable (S2),
- le revêtement d'au moins une partie de la surface du rouleau de guidage par application
du matériau en acier inoxydable en utilisant le dispositif pour le revêtement par
pulvérisation thermique (S3),
- le scellage du revêtement (4) appliqué avec un matériau polymère (S4), le matériau
polymère comprenant une résine époxyde.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel un revêtement (6) supplémentaire en
un matériau supplémentaire est appliqué sur le matériau en acier inoxydable (S6).
3. Procédé selon la revendication 2, dans lequel le matériau supplémentaire est un carbure,
un nitrure ou un borure ou un mélange de ceux-ci ou un mélange avec un métal du groupe
de transition 4, 5 ou 6.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel le dispositif
préparé pour le revêtement par pulvérisation thermique est configuré pour la réalisation
d'une pulvérisation à la flamme à vitesse élevée ou d'une pulvérisation laser.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans lequel le matériau en
acier inoxydable est préparé sous la forme d'une poudre fine.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel le dispositif
préparé pour le revêtement par pulvérisation thermique est configuré pour la réalisation
d'une projection à l'arc électrique.
7. Procédé selon la revendication 1 ou 6, dans lequel le matériau en acier inoxydable
est préparé sous la forme de fils.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le matériau
en acier inoxydable est formé par un acier au chrome-nickel ayant une composition
selon un des numéros de matériau 1,4401, 1,4404, 1,4406, 1,4435, 1,4436 ou 1,4440.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le revêtement
d'une surface du rouleau de guidage a lieu par application du matériau en acier inoxydable
(S3) et du matériau supplémentaire (S6) en plusieurs courses.
10. Procédé selon la revendication 9, dans lequel le nombre de courses pour l'application
du matériau en acier inoxydable est d'au moins 4 et d'au plus 6.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, dans lequel le nombre de courses pour l'application
du matériau supplémentaire est d'au moins 1 et d'au plus 3.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le matériau
polymère pour le scellage du revêtement pulvérisé (4) comprend une résine de polyester
de silicone.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le matériau
polymère pour le scellage du revêtement pulvérisé (4) comprend un polymère dans lequel
sont incorporées des charges.
14. Procédé selon la revendication 13, dans lequel des charges contenant du polyfluoroéthylène
et notamment du polytétrafluoroéthylène sont utilisées en tant que charges.
15. Procédé selon la revendication 13 ou 14, dans lequel les charges sont utilisées sous
la forme de particules et notamment sous la forme de particules ayant des diamètres
moyens dans la plage allant de 0,1 à 5 µm.
16. Rouleau de guidage pour le guidage de tamis ou de feutres dans une machine pour la
fabrication d'une bande de matière fibreuse cellulosique telle qu'une bande de papier,
carton ou non-tissé, dans lequel le rouleau de guidage comprend un corps de base métallique
(1), un revêtement pulvérisé thermique (4) en un matériau en acier inoxydable recouvrant
au moins une partie de la surface du corps de base métallique et une couche de scellage
polymère (3) appliquée sur la surface du revêtement pulvérisé thermique en acier inoxydable,
le matériau de la couche de scellage polymère (3) comprenant une résine époxyde.
17. Rouleau de guidage selon la revendication 16, dans lequel un revêtement (6) en un
matériau supplémentaire recouvrant au moins une partie de la surface du revêtement
pulvérisé thermique en acier inoxydable est prévu.
18. Rouleau de guidage selon la revendication 17, dans lequel le matériau supplémentaire
est un carbure, un borure ou un nitrure ou un mélange de ceux-ci ou un mélange avec
un métal du groupe de transition 4, 5 ou 6.
19. Rouleau de guidage selon l'une quelconque des revendications 16 à 18, dans lequel
le matériau en acier inoxydable est formé par un acier au chrome-nickel ayant une
composition selon un des numéros de matériau 1,4401, 1,4404, 1,4440 ou 1,4435.
20. Rouleau de guidage selon l'une quelconque des revendications 17 à 19, dans lequel
le matériau de la couche de scellage polymère (3) comprend une résine de polyester
de silicone.

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