[0001] Die Erfindung betrifft einen Anfahrsensor mit Vorraumüberwachung für Fahrtreppen
und Fahrsteige und eine Fahrtreppe oder einen Fahrsteig mit einem ebensolchem Anfahrsensor.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Trittkontaktmatten oder Lichtschranken vor Fahrtreppen
oder Fahrsteigen bekannt, die die Anfahrt derselben auslösen.
[0003] Üblicherweise werden Fahrtreppen und Fahrsteige gestoppt oder verlangsamt, wenn sie
für eine bestimmte Zeit nicht benutzt sind. Ferner fahren diese Fahreinrichtungen,
die zuvor gestoppt oder verlangsamt wurden, entsprechend an, bevor oder sobald eine
Person die Fahreinrichtung betritt.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung ein verbessertes Anfahren zu ermöglichen.
[0005] Diese Aufgabe wird, ausgehend von Fahreinrichtungen der eingangs genannten Art, durch
eine Fahreinrichtung nach Anspruch 1, durch einen Anfahrsensor nach Anspruch 12 und
eine Steuereinrichtung nach Anspruch 13 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind
in den weiteren abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0006] Fahrtreppen oder Fahrsteige werden im Folgenden als Fahreinrichtungen bezeichnet.
[0007] Die erfindungsgemäße Fahreinrichtung ist eine Fahreinrichtung mit einem angetriebenen
Beförderungsmittel und mit einer Steuereinrichtung zur Geschwindigkeitssteuerung des
Beförderungsmittels und mit einem Anfahrsensor der einen Überwachungsbereich vor der
Fahreinrichtung überwacht und bei der Erfassung eines Objekts ein Anfahrsignal an
die Steuereinrichtung ausgibt wobei die Steuereinrichtung bei gegebenem Anfahrsignal
eine gestoppte oder verlangsamte Fahreinrichtung anfährt oder beschleunigt und wobei
der Anfahrsensor ein TOF Sensor ist mit einer Lichtquelle zur Aussendung von moduliertem
Licht, mit wenigstens einem Empfangssensor zum Empfang von an einem Objekt reflektiertem
Licht der Lichtquelle wobei der eine Empfangssensor oder die Empfangssensoren in vorbestimmtem
räumlichen Bezug zur Lichtquelle angeordnet sind und mit einer Auswerteelektronik
die dazu ausgebildet ist, aus dem Vergleich von ausgesendetem und empfangenen Licht
die Entfernung des Objekts vom TOF Sensor und die Lage des Objekts im Raum vor der
Fahreinrichtung zu detektieren,
[0008] Dies kann den Vorteil haben, dass die Fahreinrichtung in Abhängigkeit von einer klar
definierbaren Entfernung oder Entfernungsbereichen gesteuert werden kann wobei der
Anfahrsensor von der Auslöseentferuung entfernt platziert werden kann.
[0009] Fahrtreppen sind Personenbeförderungsmittel zur Überwindung einer Höhendistanz, bei
der sich bewegende Elemente Treppenstufen bilden. Fahrtreppen werden teilweise auch
Rolltreppen genannt. Fahrsteige sind Personenbeforderungsrnittel ähnlich einer Fahrtreppe
zur Überwindung einer Entfemungsdistanz und gegebenenfalls auch einer Höhendistanz,
deren Transportoberfläche im Wesentlichen eine Fläche bildet. Die Fläche kann aus
sich bewegenden Elementen oder aus Rollbändern gebildet sein. Fahrsteige werden teilweise
auch Rollsteig oder Laufband genannt. Fahrtreppen und Fahrsteige können abschnittsweise
auch innerhalb der gleichen Fahreinrichtung ineinander übergehen. Die bewegten Elemente
oder die Transportoberflächa bildet das angetriebene Beförderungsmittel,
[0010] Üblicherweise umfassen Fahreinrichtungen in Heförderungsrichtung beiderseits neben
den Treppenstufen, den bewegten Elementen oder den Rollbändem sogenannte Handläufe,
die umlaufend mitbewegte Bänder aufweisen. Der Fuss des Handlauf ist insbesondere
der Teil der Fahreinrichtung der sich am Ende des Handlaufs zwischen Handlauf und
Boden befindet, Insbesondere tritt das Band des Handlaufs unmittelbar über dem Fuss
aus dem Handlauf aus oder ein.
[0011] Überwachungsbereich kann der Zutrittsbereich sein, also der Bereich, von dem man
annehmen darf, dass eine Person, die sich dort befindet die Fahreinrichtung benutzten
will. Die Bezeichnung "vor der Fahreinrichtung" ist aus Sicht des möglichen Benutzers
zu sehen, sodass beide Enden einer Fahreinrichtung gemeint sein können, Objekt kann
eine Person, oder ein Gegenstand sein, Licht kann sichtbares oder nicht sichtbares
Licht sein. Bevorzugt wird Infrarotlicht (IR) verwendet. Dies hat den Vorteil, dass
es Personen nicht irritieren kann, da es für das menschliche Auge unsichtbar ist.
[0012] Entsprechend sind die Empfangssensoren des TOF Sensors auf das verwendete Licht empfindlich,
z.B. IR empfindlich. Bevorzugt ist das ausgesendete Licht der Lichtquelle im Wesentlichen
auf den Überwachungsbereich konzentriert, um die Effizienz zu erhöhen. Die Empfangssensoren
befinden sich in vorbestimmtem räumlichem Bezug zur Lichtquelle, insbesondere in festem
räumlichem Bezug. Günstigerweise sind die Empfangssensoren in räumlicher Nähe zur
Lichtquelle, insbesondere im gleichen Gerät, insbesondere im gleichen Gehäuse angeordnet.
Dies erleichtert die Auswertung und macht den Anfahrsensor kompakter. Die Modulation
des Lichtes ist bevorzugt eine Modulation der Intensität mit einer Frequenz von 20
MHz. Die Entfernung eines Objekts wird bevorzugt durch eine Analyse der Phasenverschiebung
zwischen dem ausgesandten Licht und dem an einem Objekt reflektiertem und vom TOF
Sensor empfangenem Licht gewonnen. Bevorzugt löst der TOF Sensor die Lage des Objektes
entsprechend der Anzahl seiner Empfangssensoren auf. Denkbar ist, dass über eine gewisse
Anzahl von Empfangssensoren ein Mittelwert gebildet wird. Der TOF Sensor besitzt im
Wesentlichen keine beweglichen Teile und ist daher wartungsarm.
[0013] Die Auswerteelektronik wertet den TOF Sensor aus und berechnet die Entfernungsinformation
und/oder die Ortsinformation und/oder die Bewegungsrichtungsinformation und/oder die
Geschwindigkeitsinformation und/oder die Intensitätsbildinformation und bildet die
Grenzen des Überwachungsbereichs durch selektives Ausblenden von Entfernungen jenseits
des Überwachungsbereiches. Diese Auswertung und/oder Berechnung könnte teilweise auch
durch die Steuereinrichtung ausgeführt werden. Die Ortsinformation kann durch Verknüpfung
der Entfernungsinformation mit der Abbildung der Szenerie auf dem Empfangssensoren
erhalten werden. Die Bewegungsrichtungsinformation und/oder die Geschwindigkeitsinformation
kann durch zeitaufgelöste Auswertung der Ortsinformation erhalten werden, Die Auswerteelektronik
kann einstellbar ausgeführt sein, sodass Grenzen des Überwachungsbereiches durch Einstellvorrichtungen
verändert werden können. Einstellvorrichtungen können Einstellelemente am Anfahrsensor
oder an der Steuereinrichtung oder an einer drahtlosen Einstellvorrichtung sein.
[0014] Vorzugsweise ist der TOF Sensor ein Liniensensor oder ein Matrixsensor. Vorzugsweise
weist der TOF Sensor mehrere Empfangssensoren auf, die als Liniensensor und/oder als
Matrixsensor angeordnet und/oder ausgebildet sind. Der Liniensensor kann über eine
entsprechende Optik eine Ebene überwachen. Der TOF Liniensensor und seine Optik können
parallel zum Boden ausgerichtet sein und so eine Ebene parallel zum Boden überwachen,
indem die Umgebung fächerförmig auf den Liniensensor abgebildet wird und so ein Entfemungsbild
und gegebenenfalls zusätzlich ein Intensitätsbild der Ebene erzeugt wird. Der TOF
Matrixsensor kann zur 3-D Darstellung des Überwachungsbereichs ausgebildet sein. Über
eine entsprechende Optik kann der Matrixsensor auch zur Überwachung lediglich einer
Ebene vorgesehen werden, indem ein Ebenen-Ausschnitt der Umgebung auf den Sensor abgebildet
und/oder über eine Software ausgewertet wird. Gegebenenfalls können die TOF-Sensoren
zusätzlich auch ein Intensitätsbild der Umgebung erfassen. Die Formung des Überwachungsbereiches
kann bei der Verwendung insbesondere eines einzigen Einzelsensors auch ausschliesslich
durch eine Optik erfolgen, um Kosten zu sparen.
[0015] Vorzugsweise ist der TOF-Sensor in der Ebene eines Handlaufes der Fahreinrichtung
angeordnet. Ebene des Handlaufs ist im Wesentlichen die Ebene die durch das umlaufende
Band gebildet ist. Die Ebene weist analog einer Platte eine zum Handlauf zentrierte
Dicke auf, die der dreifachen Dicke, insbesondere der einfachen Dicke des Handlaufs
entspricht. Dadurch kann der TOF Sensor etwa in ohnehin vorgesehene Pfosten oder Geländer
an der Fahreinrichtung integriert werden, fällt kaum auf und ist platzsparend angeordnet.
[0016] Der horizontale Überwachungsbereich ist die Draufsicht des Überwachungsbereichs,
also seine senkrechte Projektion auf den Boden. Vorzugsweise ist der horizontale Überwachungsbereich
des TOF Sensors in Verlängerung der Fahreinrichtung ausgerichtet und weist eine vergleichbare
Breite wie das Beförderungsmittel oder die Fahreinrichtung auf. Dies hat den Vorteil,
dass der Überwachungsbereich analog dem Überwachungsbereich bekannter Trittkontaktmatten
gebildet werden kann. Dies hat überdies den Vorteil, dass der Überwachungsbereich
auf den relevantesten Bereich vor der Fahreinrichtung konzentriert ist. Eine hier
vorgeschlagene Formung des Überwachungsbereichs ist mit dem TOF Sensor deshalb so
vorteilhaft möglich, da das beispielsweise fächerartige Umgebungsbild des TOF Sensors
bei der Auswertung sehr einfach auf den gewünschten Überwachungsbereich eingeschränkt
werden kann.
[0017] Vorzugsweise ist der horizontale Überwachungsbereich mit zunehmendem Abstand von
der Fahreinrichtung verjüngt. Dies hat den Vorteil, dass Personen nicht erfasst werden
die die Fahreinrichtung nicht betreten wollen aber seitlich längs an der Fahreinrichtung
entgegen der Richtung zum Zutritt in die Fahreinrichtung am Überwachungsbereich sehr
nahe vorbei gehen. Dies ist etwa der Fall, wenn zwei Fahreinrichtungen für entgegengesetzte
Richtungen nebeneinander angeordnet sind, sodass die Personen, die etwa die eine Fahreinrichtung
verlassen den Zutrittsbereich der anderen Fahreinrichtung tangieren. Durch die Einschränkung
des Überwächungsbereiches werden somit Fehlinterpretationen vermieden,
[0018] Vorzugsweise ist der TOF Sensor unterhalb der oberen Auflage des Handlaufs der Fahreinriehtung
angeordnet, insbesondere unterhalb 100 cm über dem Boden, vorzugsweise zwischen 40
cm und 20 cm über dem Boden, besonders bevorzugt zwischen 30 und 10cm über dem Boden,
besonders bevorzugt zwischen 20 cm und 5cm über dem Boden, besonders bevorzugt unterhalb
10 cm über dem Boden, sowie des Weiteren insbesondere im Fuss des Handlaufs oder in
einer Säule vor der Fahreinrichtung. Dies kann den Vorteil haben, dass der TOF Sensor
sehr unauffällig positioniert werden kann und vor Beschädigung geschützt ist.
[0019] Die Säule kann in Verlängerung des Handlaufs insbesondere mit Abstand vor der Fahreinrichtung
angeordnet sein. Insbesondere kann die Säule auch mittig zwischen 2 parallel benachbarten
Fahrtreppen insbesondere mit Abstand vor diesen positioniert sein. Die Säule kann
so auch der Führung der Benutzer dienen. Die Säule kann auch Teil eines Handlaufs
in Richtung der Fahreinrichtung sein.
[0020] Vorzugsweise erstreckt sich Überwachungsbereich parallel zum Boden. Parallel kann
hier vorzugsweise auch im Wesentlichen parallel bedeuten, also etwa vertikal leicht
fächerförmig auseinanderlaufend mit paralleler Mittelebene. Parallel kann besonders
bevorzugt bedeuten, dass mindestens eine Ausbreitungsebene eines vertikal leicht fächerförmig
auseinanderlaufenden Überwachungsbereiches parallel zum Boden verläuft. Leicht fächerförmig
bedeutet hier mit einem Öffnungswinkel von kleiner 20°, insbesondere kleiner 10°,
besonders bevorzugt kleiner 5°, besonders bevorzugt kleiner 2°. Dies hat den Vorteil,
dass eine gleichmässige Auswertung des Zutrittsbereichs und gegebenenfalls seiner
Umgebung vorgenommen werden kann.
[0021] Vorzugsweise grenzt der Überwachungsbereich am Boden an. Dies hat den Vorteil, dass
auch niedrigste Objekte z.B. die Auflagen eines von offenen Koffer-Transport-Schiebewagens
oder aber auch Tiere erkannt werden können.
[0022] Es ist denkbar, dass bei sehr niedrigen Objekten die Steuereinrichtung eine andere
Reaktion der Fahreinrichtung einleitet als bei höheren Objekten. Die Steuereinrichtung
könnte in Abhängigkeit von der Höhe oder Grösse des detektierten Objektes verschiedene
Massnahmen einleiten. Beispielsweise könnte die Steuereinrichtung bei einem sehr kleinen
Objekt, etwa einem Tier, die Fahreinrichtung abbremsen oder stoppen.
[0023] Vorzugsweise wir nur dann ein Anfahrsignal ausgegeben, wenn sich das Objekt auf die
Fahreinrichtung hin bewegt, insbesondere, wenn sich das Objekt in einem Winkel kleiner
als ein bestimmter Winkel zur Längsachse der Fahreinrichtung hin bewegt, bevorzugt,
wenn der Winkel kleiner 90° zur Längsachse der Fahreinrichtung ist, besonders bevorzugt,
wenn das Objekt einen Umkreis um den Anfang der Fahreinrichtung von aussen nach innen
überschreitet, Es wird angenommen, dass Personen, die in den Zutrittsbereich eintreten,
sich aber senkrecht zur Fahreinrichtung oder von dieser weg bewegen, die Fahreinrichtung
nicht benutzen wollen. Dies kann den Vorteil haben, dass die Fahreinrichtung nicht
umsonst anfährt und daher Energie und Verschleiss einspart,
[0024] Vorzugsweise regelt die Steuereinrichtung die Beschleunigung der Fahreinrichtung
in Abhängigkeit von der Entfernung des Objekts vom Anfahrsensor oder von der von der
Fahreinrichtung. Dies kann den Vorteil haben, dass bei einer noch weiten Entfernung
einer Person die Fahreinrichtung langsam und damit ökonomisch vorteilhaft beschleunigt
werden könnte, während bei einer bereits sehr nahen Person die Fahreirtrichtung schnell
beschleunigt werden könnte, um die Sicherheit zu erhöhen, dass die Fahreinrichtung
beim Betreten der Person die gewünschte Geschwindigkeit bereits besitzt.
[0025] Vorzugsweise regelt die Steuereinrichtung die Beschleunigung der Fahreinrichtung
in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Objekts. Dies hat den Vorteil, dass bei
einer langsamen Annäherung einer Person die Fahreinrichtung langsam und damit ökonomisch
vorteilhaft beschleunigt werden könnte, während bei einer schnellen Annäherung einer
Person die Fahreinrichtung schnell beschleunigt werden könnte, um die Sicherheit zu
erhöhen, das die Fahreinrichtung beim Betreten der Person die gewünschte Geschwindigkeit
bereits besitzt.
[0026] Der erfindungsgemässe Anfahrsensor ist ein Anfahrsensor wie vorstehend beschrieben
zur Verwendung mit einer Fahreinrichtung wie vorstehend beschrieben zur Überwachung
eines Überwachungsbereichs vor der Fahreinrichtung und zur Ausgabe eines Anfahrsignals
an die Steuerung der Fahreinrichtung bei der Erfassung eines Objekts wobei der Anfahrsensor
ein TOF Sensor ist mit einer Lichtquelle zur Aussendung von moduliertem Licht, mit
wenigstens einem Empfangssensor zum Empfang von an einem Objekt reflektiertem Licht
der Lichtquelle wobei die Empfangssensoren in vorbestimmtem räumlichen Bezug zur Lichtquelle
angeordnet sind und mit einer Auswerteelektronik die dazu ausgebildet ist, aus dem
Vergleich von ausgesendetem und empfangenen Licht die Entfernung des Objekts vom TOF
Sensor und die Lage des Objekts im Raum vor der Fahreinrichtung zu detektieren.
[0027] Die erfindungsgemässe Steuereinrichtung ist eine Steuereinrichtung wie vorstehend
beschrieben zur Verwendung mit einer Fahreinrichtung wie vorstehend beschrieben.
[0028] Dies kann den Vorteil haben, dass der Anfahrsensor und/oder die Steuereinrichtung
nachrüstbar ist und/oder als separate Einheit gewartet oder ausgetauscht werden kann.
[0029] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Zeichnungen angegeben.
[0030] Die jeweils genannten Vorteile können sich auch für Merkmalskombinationen realisieren
in deren Zusammenhang sie nicht genannt sind.
Überblick über die Zeichnungen:
[0031] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher erläutert, Gleiche Bezugszeichen in den einzelnen Figuren bezeichnen
dabei einander entsprechende Elemente. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Fahrtreppe in 3D-Ansicht,
- Fig. 2
- eine Fahrtreppe in Seitenansicht,
- Fig. 3
- eine Fahrtreppe in Draufsicht,
- Fig. 4
- zwei parallele Fahrtreppen in 3D-Ansicht,
- Fig. 5
- zwei parallele Fahrtreppen in Draufsicht
- Fig. 6
- eine Fahrtreppe in Draufsicht.
- Fig. 7
- zwei parallele Fahrtreppen mit Mittelsäule in 3D-Ansicht
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen:
[0032] Fig. 1 zeigt eine Fahrtreppe 1 in 3D-Ansicht. Die Fahrtreppe umfasst bewegliche Elemente
5 zum Transport von Personen, die im Bereich vor der Steigung der Fahrtreppe eine
Ebene auf Höhe des umgebenden Bodens 9 bilden und im Bereich der Steigung der Fahrtreppe
eine Treppenform ausbilden. Die Fahrtreppe umfasst weiterhin beidseitig zwei Füsse
2 auf denen zumindest in einem Anfangsbereich der Fahrtreppe beidseitig Balustraden
3 aufsitzen. Um die Balustraden herum sind Handläufe 4 als bewegliche Ringbänder angeordnet
die in ihrer Geschwindigkeit dem Lauf der beweglichen Elemente 5 folgen. Die Handläufe
dringen in Öffnungen der Füsse oberhalb des Bodens zur unteren Umrundung der Balustraden
ein. An einem Fuss 2 der Fahrtreppe 1 ist zwischen der Öffnung des Fusses für den
Handlauf und dem Boden ein Anfahrsensor 7 angeordnet der ein Überwachungsfeld 8 ausbildet.
[0033] Fig. 2 zeigt die Fahrtreppe 1 der Fig. 1 in Seitenansicht. Der Anfahrsensor 7 ist
mit Abstand vom Boden 9 und vom Handlauf 4 am Fuss 2 in Richtung des Zugangs der Fahrtreppe
angeordnet. Das Überwachungsfeld 8 erstreckt das sich mit einer Stärke von etwa 5
cm und einem Abstand von etwa 10 cm parallel zum Boden. Denkbar ist auch eine mit
zunehmendem Abstand zum Anfahrsensor 7 zunehmende Stärke des Überwachungsfeldes über
dem Boden. Denkbar ist auch das das Überwachungsfeld ab einem bestimmten Abstand vom
Anfahrsensor den Boden berührt.
[0034] Fig. 3 zeigt die Fahrtreppe 1 der Fig. 1 in Draufsicht. Der Anfahrsensor 7 unterhalb
des Handlaufs 4 ist zur besseren Darstellung sichtbar dargestellt, Das Überwachungsfeld
8 geht vom Anfahrsensor 7 aus und bildet ein schiefes Trapez. Insbesondere verjüngt
sich das Überwachungsfeld mit zunehmendem Abstand von der Fahrtreppe.
[0035] Fig. 4 zeigt zwei parallele Fahrtreppe 1 der Fig. 1 in 3D-Ansicht zur Veranschaulichung
der Fig. 5.
[0036] Fig. 5 zeigt die zwei parallelen Fahrtreppen 1 der Fig. 4 in Draufsicht. Jede Fahrtreppe
weist einen Anfahrsensor 7 auf, welcher jeweils ein Überwachungsfeld 8 ausprägt. Die
Überwachungsfelder verjüngen sich mit zunehmendem Abstand von den Fahrtreppen. Insbesondere
weisen die Überwachungsbereiche mit zunehmendem Abstand von der jeweiligen Fahrtreppe
einen zunehmenden Abstand von der Trennebene 10 zwischen den beiden Fahrtreppen auf.
Die Trennebene 10 ist die Ebene parallel zu der Ebene der Handläufe oder Balustraden
in der Mitte zwischen den beiden Fahrtreppen.
[0037] Fig. 6 zeigt eine Fahrtreppe 1 der Art von Fig. 1 in Draufsicht. Der Anfahrsensor
7 prägt hier einen bogenförmigen Überwachungsbereich 8 aus welcher einen Umkreis um
den Eintrittsbereich der Fahrtreppe ausbildet.
[0038] Fig. 7 zeigt zwei parallele Fahrtreppen 1 der Art von Fig. 1 mit Mittelsäule 6 in
3D-Ansicht. Der Anfahrsensor 7 ist hier nicht in den Füssen der Fahrtreppen angebracht
sondern von den Fahrtreppen beabstandet in einer Säule etwa 10 cm über dem Boden mittig
vor den beiden Fahrtreppen. Die Anfahrsensoren prägen jeweils einen Überwachungsbereich
aus, der etwa dem Überwachungsbereich der Fig. 1 entspricht. Der bodenparallele Öffnungswinkel
des Anfahrsensor ist hier über 90° und beträgt etwa 160°. Ein Öffnungswinkel von 90°
oder kleiner 90° wäre möglich, wenn die Begrenzung des Überwachungsbereichs in Richtung
der Fahrtreppe in einer Linie direkt zum weiter beabstandeten Fuss gezogen wird.
Bezugszeichenliste:
[0039]
- 1
- Rolltreppe
- 2
- Fuss
- 3
- Balustrade
- 4
- Handlauf
- 5
- Treppenelement
- 6
- Säule
- 7
- Anfahrsensar
- 8
- Überwachungsbereich
- 9
- Boden
- 10
- Trennebene
1. Fahreinrichtung mit einem angetriebenen Beförderungsmittel
- wobei die Fahreinrichtung eine Fahrtreppe oder ein Fahrsteig ist
- mit einer Steuereinrichtung zur Geschwindigkeitssteuerung des Beförderungsmittels
und
- mit einem Anfahrsensor, der einen Überwachungsbereich vor der Fahreinrichtung überwacht
und bei der Erfassung eines Objekts ein Anfahrsignal an die Steuereinrichtung ausgibt,
- wobei die Steuereinrichtung dazu ausgebildet ist, bei gegebenem Anfahrsignal die
Fahreinrichtung in Bewegung zu setzen und/ oder zu beschleunigen
dadurch gekennzeichnet, dass der Anfahrsensor ein TOF Sensor ist
- mit einer Lichtquelle zur Aussendung von moduliertem Licht
- mit wenigstens einem Empfangssensor zum Empfang von an dem Objekt reflektiertem
Licht der Lichtquelle
- wobei der wenigstens eine Empfangssensor in vorbestimmtem räumlichem Bezug zur Lichtquelle
angeordnet ist und
- mit einer Auswerteelektronik die dazu ausgebildet ist, aus dem Vergleich von ausgesendetem
und empfangenen Licht die Entfernung des Objekts vom TOF Sensor und die Lage des Objekts
im Raum vor der Fahreinrichtung zu detektieren,
2. Fahreinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der TOF Sensor mehrere Empfangssensoren aufweist, die als Linien Sensor und/oder
als Matrix Sensor ausgebildet sind.
3. Fahreinrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der TOF Sensor in der Ebene eines Handlaufs der Fahreinrichtung angeordnet ist.
4. Fahreinrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfahrsensor derart ausgebildet ist, dass der horizontale Überwachungsbereich
in Verlängerung der Fahreinrichtung die Breite des Beförderungsmittels oder der Fahreinrichtung
aufweist.
5. Fahreinrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfahrsensor derart ausgebildet ist, dass sich der horizontale Überwachungsbereich
in Verlängerung der Fahreinrichtung erstreckt und sich mit zunehmendem Abstand verjüngt.
6. Fahreinrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der TOF Sensor unterhalb der oberen Auflage des Handlaufs der Fahreinrichtung angeordnet
ist, insbesondere unterhalb 100 cm über dem Boden angeordnet ist, vorzugsweise zwischen
40 cm und 20 cm über dem Boden angeordnet ist, besonders bevorzugt zwischen 30 und
10cm über dem Boden angeordnet ist und/oder besonders bevorzugt zwischen 20 cm und
5cm über dem Boden angeordnet ist, und/oder besonders bevorzugt unterhalb 10 cm über
dem Boden angeordnet ist und/oder sowie des Weiteren insbesondere im Fuss des Handlaufs
und/oder in einer Säule vor der Fahreinrichtung angeordnet ist.
7. Fahreinrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfahrsensor derart ausgebildet ist, dass sich der Überwachungsbereich parallel
zum Boden erstreckt.
8. Fahreinrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfahrsensor derart ausgebildet ist, dass der Überwachungsbereich am Boden angrenzt.
9. Fahreinrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfahrsensor derart ausgebildet ist, dass nur dann ein Anfahrsignal ausgegeben
wird, wenn sich das Objekt auf die Fahreinrichtung hin bewegt, insbesondere, wenn
sich das Objekt in einem Winkel kleiner als ein bestimmter Winkel zur Längsachse der
Fahreinrichtung hin bewegt, bevorzugt, wenn der Winkel kleiner 90° zur Längsachse
der Fahreinrichtung ist, besonders bevorzugt, wenn das Objekt einen Umkreis um den
Anfang der Fahreinrichtung von aussen nach innen überschreitet.
10. Fahreinrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung dazu ausgebildet ist, die Beschleunigung der Fahreinrichtung
in Abhängigkeit von der durch den Anfahrsensor bestimmten Entfernung des Objekts vom
Anfahrtsensor oder von der von der Fahreinrichtung zu regeln,
11. Fahreinrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung dazu ausgebildet ist, die Beschleunigung der Fahreinrichtung
in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Objekts zum Anfahrtsensor oder zur Fahreinrichtung
zu regeln.
12. Anfahrsensor
- zur Verwendung mit einer Fahreinrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche zur
Überwachung eines Überwachungsbereichs vor der Fahreinrichtung und zur Ausgabe eines
Anfahrsignals an die Steuerung der Fahreinrichtung bei der Erfassung eines Objekts
dadurch gekennzeichnet, dass der Anfahrsensor ein TOF Sensor ist
- mit einer Lichtquelle zur Aussendung von moduliertem Licht
- mit wenigstens einem Empfangssensor zum Empfang von an einem Objekt reflektiertem
Licht der Lichtquelle,
- wobei der wenigstens eine Empfangssensor in vorbestimmtem räumlichen Bezug zur Lichtquelle
angeordnet sind und
- mit einer Auswerteelektronik die dazu ausgebildet ist, aus dem Vergleich von ausgesendetem
und empfangenen Licht die Entfernung des Objekts vom TOF Sensor und die Lage des Objekts
im Raum vor der Fahreinrichtung zu detektieren,
13. Steuereinrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche zur Verwendung mit einer Fahreinrichtung
nach einem der vorgenannten Ansprüche.